em Juli ME 'tsttoa. n, ^ncr Wohnung in selben am Met- rwwart. 5101 2. Mi Matz ihen Saale. son 25 H. M OOMiU, mm. tannen. Forstend» Miftigungen aller is Comits. iW* Nachmittags ls statt. 6. 11 51-4* tt ober in' einer älter» stick än|t«0'n “nttr thieJ^Ai-7- „Wege °°nWe>- jernsfelb, Bub' berg verlor * ttrood) dm 8.L -1 «tßuitt«»»"1 öer wird gebet«» alt geg« gute58' ftüLSgr »sas. '^T’für eine hiesige ”!6 Z. m. E ilyaM °e A'b-'t.AkdW ,14 tuibie^ M> Str. 159 Zweites Blatt Sonntag den IS. Juli 188» Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. •WtttMH Schulstraße 7. Erscheint täglich mit «uSnehme des Montags. MS-WM»—UN -e^MIl1 ! > »SSM«««! freist vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringeriich^ urch die Post bezogen vierteliäbrllch 2 Mar! 56 Pf. Wochen - Ueberflcht. Gießen, 11. Juli. Die vom besten Erfolge begleitete Kur unseres Kaisers in Ems neigt sich ihrem Ende zu und wird seine Abreise von Ems im Lause der nächsten Woche erfolgen. Von dort aus gedenkt sich der Kaiser noch au' ein paar Tage zum Besuche seiner erlauchten Gemahlin nach Koblenz zu begeben, um alsdann die Reise nach Gastein anzutreten. Die Gerüchte, nach denen Kaiser Wilhelm auf ärztliches Abrathen von der gewohnten Nachkur in Gastein diesmal Abstand genommen habe, sind demnach hinfällig geworden und ist auch bereits in dem genannten österreichischen Kurorte die osficielle Nachricht eingetroffen, daß die Ankunst des deutschen Kaisers daselbst am 21. Juli erfolgen werde. Daß alsdann auch die traditionelle Begegnung Kaiser Wilhelms mit Kaiser Franz Josef erfolgen wird, darf wohl als selbstverständlich betrachtet werden, wenngleich Zeit und Ort derselben noch nicht genau sestzustehen scheinen. Seit der Vertagung des Bundesrathes macht sich in unserer inneren Politik die „saison morte“ in ihrem vollen Umsange geltend und so trug denn auch die abgelaufene Woche den Stempel der Ereignttzlosigkeit. Allerdings wirst die braunschweigische Frage noch ihre Wellen empor, aber irgend eine Entscheidung in ihrer weiteren Entwickelung ist vor dem Wiederzusammentritt des Bundesrathes und des braunschweigischen Landtages und überhaupt vor dem 18. October d. Is. nicht zu erwarten, an welchem Tage bekanntlich erst die Vollmachten des braunschweigischen RegentschaftSratheS ab- laufen. Die Blätter veröffentlichen jetzt das Protokoll über die „geheime" Sitzung des braunschweigischen Landtages vom 20. v. Mts., welches indessen zur Zeit ziemlich belanglos erscheint, da ja bereits das „Braunschw. Tagebl." unmittelbar nach der „geheimen Sitzung" die bekannten Mittheilungen über den Verlauf derselben brachte und da überdies die Affaire des Herzogs von Cumberland durch die Entscheidung des Bundesrathes ihre Erledinung gefunden hat. Auch eine Angelegenheit, die viel Staub aufwirbelt, ist die des bekannten Studien-Erlasses des Paderborner General-Vicariats und hat der Umstand, daß eine Bekanntmachung des General-Vicariats jenen Erlaß erheblich modificirt, der in dieser Angelegenheit entbrannten hitzigen Zeitungs-Polemik noch keinen merkbaren Eintrag geihan. Neuerdings ist auch die Frage der Ausweisung russisch.polnischer Unterthanen aus Deutschland durch ein Entrefilet der „Nordd. Allg. Ztg." wieder angeregt worden. In demselben thellt das ossiciöse Blatt mit, daß in der beregten Angelegenheit kürzlich Con- ferenzen der Oberpräsidenten der Grenzprovinzen mit den beteiligten Beamten stattgefunden hätten, zu denen auch Ministerial-Commissarien hinzugezogen worden seien. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." weiter meldet, haben diese Conserenzen zu dem Resultat geführt, daß sowohl über die Rothwendigkeit der in Rede stehen- den Maßregel, als auch über die Art und Weise ihrer Ausführung unter den mit den Verhältnissen vertrauten Beamten im Wesentlichen übereinstimmende Auffassungen bestehen. In Folge dessen sind weitere Maßnahmen behufs energi# scher und confequenter Durchführung der AussührungS-Maßregel zu erwarten. Zur Beschlußfassung des Budesrathes in der braunschweigischen Thronsolgefrage verlautet nachträglich noch Folgendes: Die Bundesregierungen trugen anfänglich Bedenken, auf den preußischen Antrag in seiner ursprünglichen Fassung einzugehen, da er nur auf der Störung des Friedens basirt war und die Ausschließung des Herzogs von Cumberland verlangte, auch wenn die Voraussetzung wegfiele, daß der Herzog Anspruch aus Gebietstheile des preußischen Staates macht. Man kam zu der Ueberzeugung, daß ein so allgemeiner Satz, wie „Störung des Friedens", zu unberechenbaren Consequenzen führen würde. In den Ansichten der Reichsverwaltung und deren Organen könne eine Wendung eintreten, und dann wäre es nicht ausgeschlossen, daß gegen einen Reichssürsten, der wiederholt Maßregeln, die von Reichs wegen geschehen, bekämpft habe, unter der gleichen Begründung ein ähnliches Verfahren einge- schlagen würde. Das hält man unter den Bundesstaaten für zu weitgehend, und in Folge dessen wurde der nunmehr genehmigte Antrag aufgestellt und der preußischen Regierung zur Annahme empfohlen. Abgesehen davon, daß derselbe den positiven Antrag Preußens ebenfalls zu dem feinen gemacht hatte, sprach für denselben noch der Umstand, daß er unzweifelhaft die große Mehrheit des Bundesrathes für sich hatte, während der preußische Antrag keine Aussicht auf Annahme mehr gehabt hätte. Die preußische Regierung zeigte sich, dem Vernehmen nach, dem neuen Vorschläge gegenüber sehr entgegenkommend, und so erfolgte rasch eine vollständige Verständigung. Der preußische Antrag wirkte Anfangs überraschend, da man nicht geglaubt hatte, daß der Widerspruch zwischen Preußen und den Welfen vor den Buudesrath werde zur Entscheidung gebracht werden. Nachdem dies aber in der bekannten Form geschehen, gingen die Bundesregierungen in loyalster Weise darauf ein, und vor Allem stellten sich sämmtliche größere Bundesstaaten sofort auf die Seite Preußens. Dagegen hat auch die Haltung der preußischen Regierung zu dem Abänderungs-Antrage auf die anderen Bundesregierungen den besten Eindruck gemacht. In Wien haben am Dienstag die gemeinsamen Minister- Conferenzen ihren Anfang genommen und werden dieselben der inneren Politik des Kaiserstaates für die nächste Zeit ihr Siegel ausdrücken. Die Ver- Handlungen beziehen sich in der Hauptsache aus die Erneuerung des Zoll- und Handels-Bündnisses zwischen den beiden Reichshälften der österreichisch-ungarischen Monarchie und wird hierbei auch das zollpolitische Verhältniß Oesterreichs zum peuschen Reiche zur Sprache kommen. Es sind hierüber schon verschiedene Gerüchte in Umlauf gesetzt worden, welche man aber jetzt von Wien aus sämmtlich wieder bementirt, auch die Nachricht Pesther Blätter, es solle neuerdings aus diplomatischem Wege her Versuch gemacht werden, d^s politische Verhältniß zu Deutschland auf dem Vertragswege zu regeln. Hoffentlich werden die Wiener Verhandlungen hierüber zu einem für Oesterreich und Ungarn wie für Deutschland gleich annehmbaren Resultate führen. In Frankreich wurde die Woche gänzlich durch das blutige Ereigniß von Huv beherrscht. Der hinterlistige Ueberfall, den die anamitischen Truppen in der Residenz ihres Herrschers aus die kaum erst angelangte schwache französische Abthellung unter General Courcy versuchten, mußte in Paris um so überraschender wirken, als man sich hier nach Beendigung des Feldzuges gegen China der Hoffnung hingeben durfte, daß nunmehr die Stellung der Franzosen in Ostasien eine gesicherte fei; daß dem aber keineswegs so ist, hat eben Die verräterische Schilderhebrmg der Anamiten gezeigt. Dieselbe ist jedenfalls auf die Umtriebe der franzofenfeindlichen anamitischen Mandarinen zurückzuführen, aus deren Veranlassung auch der König von Anam und dessen Mutter aus fiue geflohen sind. Die neuesten Depeschen General Courcy's lauten indessen durchaus beruhigend und ist er vollständig Herr der Situation in Hue. Er hat alle disponibeln Truppen, auch die noch in Tongking befindliche Marine- Infanterie-Brigade, nach der anamitischen Hauptstadt beordert, wo er weitere Instructionen feiner Regierung erwartet. Uebrigens hat her Zwischenfall von ©ue nicht verhindert, daß der Vertrag von Tientsin von der französischen Depu- tirtenkammer mit großer Majorität angenommen worden ist und auch die Zu- stimrnung des Senats gilt als sicher, da sämmtliche Mitglieder der zur Begutachtung des Vertrages gewählten Commission sich für denselben ausgesprochen haben. Jenseits des Canals bilden selbstverständlich die Erklärungen, welche Lord Salisbury im Oberhause anläßlich des Wiederzusammentritts des englischen Parlaments am Dienstag abgegeben hat, das Ereigniß der Woche. Sie entwickeln das Programm des Tory-Cabinets hinsichtlich der afghanischen und ägyptischen Frage sowohl als auch hinsichtlich Irlands und werden von der Londoner Presse im Allgemeinen beifällig commentirt. Heber beide erstgenannte Fragen hat sich der englische Premier allerdings mit unverkennbarer Reserve, aber auch wiederum mit einer gewissen Festigkeit ausgesprochen, weich' letztere namentlich in seinen Ausführungen über Afghanistan zu bemerken war. Man folgert hieraus, daß die Lage nicht ganz wolkenfrei sei, denn wenn Rußland die Verhandlungen bis zum Herbst verschleppen wolle, um alsdann Herat wegzunehmen, so sei die Gelegenheit günstig. Da zudem ein Petersburger Telegramm der „Times" meldet, daß die afghanischen Truppen von Neuem an der Grenze concentrirt würden und daß der Emir Abdurrhaman entschlossen sei, bei der ersten passenden Gelegenheit Revanche für die Niederlage feiner Truppen am Kuschkflusse zu nehmen, so scheint sich die Lage in Afghanistan allerdings wieder ziemlich kritisch zu gestalten, wozu noch kommt, daß die unter russischer Oberhoheit stehenden Saryk - Turkmenen neuerdings wieder eine drohende Haltung gegen die Afghanen zur Schau tragen. Im spanischen Volke ist noch immer der Eindruck mächtig, welchen )ie ebenso rasch beschlossene als ausgeführte Reife König Alfonfo's nach Aranjuez allenthalben gemacht hat. In allen Kreisen der Bevölkerung erzählt man es sich mit Stolz, wie der König in den Choleraspitälern Aranjuez' unerschrocken von Bett zu Bett gegangen sei und wie er hierbei für so viele Kranke ein tröstendes Wort gehabt und wie er sich überall selbst von den zur Bekämpfung der Epidemie getroffenen Maßregeln überzeugt habe. Sicherlich )at Alfonso XII. durch sein muthvolles Verhalten in Aranjuez für sich und eine Monarchie in wenigen Stunden mehr gethan, als dies sein Ministerium innerhalb zwei Jahren vermocht. Leider nimmt die Cholera in Spanien noch immer zu und sieht sich deßhalb in erster Linie Frankreich zur Vermehrung einer gegen die Verschleppung der Seuche getroffenen Maßregeln veranlaßt. Hierzu gehört die Entsendung von Aerzten, Die auf den Wegen, welche aus Spanien nach Foix, Toulouse und Perpignan führen, Beobachtungsposten einrichten sollen. Die griechische Deputirtenkammer ist am Mittwoch zusammengetreten. Derselben wurde vom Ministerpräsidenten Delyannis, der zugleich die Finanzen verwaltet, das Budget pro 1885 vorgelegt. Delyannis unter- z og hierbei die Geschäftsführung seines Vorgängers Tricupis einer heftigen Kritik und machte denselben für die schlechte Finanzlage verantwortlich. Delyannis veranschlagt die Ersparnisse im neuen Budget auf 12 Millionen. Fremdländische Ausstattung deutscher Fabrikate. _ Nachdruck verboten. Seil dein großen deutschen Kriege mit Frankreich in den Jahren 1870—71 ist auf dem Gebiete Der Ausstattung und Benennung der deutschen Erzeugnisse entschieden eine riesige Umwandlung zu verzeichnen. Allüberall hat man eingesehen, daß Die in Deutschland heroorgebrachten Fabrikate nicht besser werden, wenn sie mit französischen oder englischen, oder sonst welchen ausländischen Namen geschmückt wurden, oder, was noch toller war, wenn deutsche Erzeugnisse erst nach Paris und London gingen, um von dort als Pariser „Nouveaut^s“ oder Londoner „finest Quality“ nach dem Heimath- lande zu fabelhaften Preisen verkauft zu werden. Die letzten Fälle dürften wohl in der Gegenwart zu den Seltenheiten gerechnet werden. Die Frage der Ausstattung jedoch besteht noch bei vielen Fabrikaten fort. Und auch das sollte und muß noch anders werden. Die deutschen Maaren dürfen weder durch Verpackung noch Ausstattung durch Etiketten und dergleichen den Anschein eines ausländischen, namentlich französischen Darum vorwärts ihr deutschen Industriellen und Fabrikanten, bringt den deutschen Namen auf eure deutschen Maaren, und vermag das der Einzelne nicht, gründet Associationen und Eartellverbände. r Wir sind Deutsche, unsere Farben sind bekannt, möge man auch auf unseren Maaren unsere deutschen Marken kennen lernen. angefertigt. .. Frankfurt, 8. Juli. Die „Kl. Pr." berichtet: Eine herzzerreißende Scene spielte sich heute Nachmittag kurz nach zwei Uhr in einem Hause der Eranachstraßc m Sachsenhausen ab. Das einzige Kind der Familie, cm hoffnungsvoller Junge von über elf Jahren, hatte sich am Morgen die Erlaubnis; zu verschaffen gewußt, mit einigen Kameraden einen Spaziergang zu machen und war nicht zum Mittagenen nach i Hause gekommen. Die Knaben waren in der Nahe der Ersenbahnbrucke m ein«! angeketteten Kahn gestiegen und hatten darin geschaukelt, wodurch plötzlich der Vefief sende ' • das Uebergewicht bekam, in den augenblicklich ziemlich hochgehenden Main stürzte unc sofort verschwand. Seine Kameraden verloren die Geistesgegenwart und hejen weg, anstatt um Hilfe zu rufen. Durch die eilige Flucht aufmerksam gemacht, lenkte ein am Ufer befindlicher Fischer seinen Kahn herüber, konnte aber m dem trüben Wasser nichts abiliro$ereit«i hab-,, -S viele EngrvSg-schäft- säst ganze Jndustri-zw-ige erz^-MN daß ausländische Abnehmer sich der speciellen Bezeichnung des Ursprunges der Maaren als deutsche Maaren unterwerfen. Hauptsächlich sind es die Vereine der. EhocoLaden- und Hutfabrikanten, welche bahnbrechend vorgegangen find, ihnen gebührt für den ue|uiuuujci --- - - -- . ... beachtenswerthen Vorgang entschiedenes Lob und entschlÄener Dank. - - entdecken. Die Entflohenen hatten unterdessen einen ihrer Lehrer herbeigerufen und in Jetzt, wo Deutschland em Reich ist, fett rotr selbst.Flomen und directe Absdtz^ Gegenwart wurden sofort Nettungsoersuche angestellt, die jedoch erst gegen r Ubr aebiete besitzen seit das eigene Bewußtsein mehr erwacht ist und der Geschmack bei uns I < - -- —- ----------« lf*n?n sich mehr ausgebildet hat und Erfahrungen gemacht und gesammelt worden find, jetzt ist es wohl an der Zeit, daß alle deutschen Fabriken und alle deutschen Mus^e»wW nur eigene Marken und Etiketten anwenden, daß lie alle Packungen mtt künstlerisch ausgcführten Zeichnungen und Monogrammen Herstellen lassen, jetzt ist es an der Zeit, energisch aller falschen Etikettirung entgegenzutreten. - -f. rpfn. Das ausländische Publikum wird sich, so wett das noch nicht geschehen ist, sehr bald von dem wahren Werth der deutschen Maaren überzeugen und belehren lassen, und der Export dürfte dadurch ganz. erheblich gefordert und der inneren Weiterentwicklung unserer Industrie ganz entschiedener Vorschub geleistet werden. . Wohl trägt der deutsche Name bis in die entferntesten Erdgegenden einen guten Klang, er wird noch weit Heller und lauter tönen, wenn allerorts oon feer Güte unfe Preiswürfeigkeit deutscher Maaren Kenntcktz erlangt worden ist Esist entschieden unserer unwürdig, wenn deutsche Maaren mit fremden Namen auf den Markt Vermischtes. Darmstadt, 6. Juli. Man schreibt ans London: Die Hochzeit der Prinzessin Beatrice und des Prinzen Heinrich von Battenberg wird nicht, so einfach vor sich gehen, wie früher beabsichtigt war, ja es scheint, als wenn die Königin sich, vorgenommen hätte, ihre jüngste Tochter mit großem Gepränge zu verheirathen. Die Komgm hat Ordre erlassen, die Hochzeitseinladungen bedeutend zu erweitern. ^-ie Trauung wird am Donnerstag den 23. Juli, um 1 Uhr Mittags, in WhlVpingham-Ehurch4tattfinden. Bei dem großen Gottesdienst werden der Erzbiscl'of von Eanterbniv, dei Bischof von Winchester, der Decan von Windsor und Eanonicus Prothero fungiren. xie Königin und der Prinz von Wales werden die Brant „fübr-n" und die Kmngui wird „c fortgeben" (bekanntlich eine Eeremonie bet englischer Eheschließung >. .st Brautjungfern sind sämmtlich Nichten der Prinzessin Beatrice, nämlich die drei Tochter des Prinzen von Wales, drei Töchter des Herzogs von Edmburg, zwei pochier des Prinzen Christian imfe zwei Prinzessinnen von Hessen-Darmstadt. Die Geschenke treffen jetzt bereits in Menge ein, auch die Bevölkerung betheiligt sich. Die Stadt "Newport schenkt eine Prachtausgabe des Shakespeare. Die Kenfingtoner Damen haben em wahres Zurückgesetzt und tu außergewöhnlich billigen Preisen empfehle einen großen Posten Damen- und Kinder-Wasche Dawenhemden in ganz schwerem Stoff mit lein- Spitze und solider Arbeit von M- 2.— an per St., Beinkleider von M. 1-50 an per St., Pique-Nachtjacken von M. 1.40 an per St, Knaben- und Mädchenhemden in allen Großen von 50 Ps. an, Herrenhemden in bekannter guter Qualität von M. 2.50 an, Corsetten von M. 1— bis zu den hochelegantesten. 47 horen.^ -tanno in erster Linie feie acht Staatstoiletten, jede einzelne cm Nttlsterstuck feer ^cbneifeerfunft. Das erste unfe hauptsächlichste ist das Hochzeitscoftüm, aus schwerem, weißem^Atlas, mit denselben Spitzen ferapirt, welche die Königin auf ihrer Hockzett trug, dem reichen Muster dominirt die königliche Krone. Die ^roitt des Kleides hat emen tteren Satin-Plifs> über welchen eine Garnitur von Orangcbluchenknospen fallt, über dick ist die obenerwähnte Spitze drapirt. Die Spitze iftjnit Straußen von ^^Ö^lutben gerafft und die linke Seite der Schleppe zeigt eine Mllung von derselben Blume. 4,ie weiße Atlastaillc ist tief ausgeschnitten, banfeeauartig nut einer Gmr ande von Orange- blüthen garnirt, welche die fehlenden Aermel ersetzt. Der Brautschleier correspondir mit der drapirenden Spitze. Tas Reisecoftüm ist aus crcmefarbenein Brocat gemacht und mit feinen irischen Points besetzt. Ein kurzer Paletot mit Dolmanarmeln, em Hut von weißem Sammet, mit ^ilbei’fäben gestickt und mit vier großen Straußenfedern garnirt, vollendet die elegante Reisetoilette. Die anderen sechs Kleider find nicht oder englischen Urfprungs gewinnen. Diese Unsitte schließt nicht nur eine Täuschung her (Soniumentoi ein, ionüern sie Mich auch auf di- Dauer das Ausehen und den Absatz der deutschen Industrie benachtheülgen und, was d,e Hauptsuch- rst,die Con- curreiufäbiqfeit des deutschen Fabrikates wird m arge Mitleidenschaft gezogen. V Etz ist wohl nicht zu viel behauptet, wenn gesagt wird, daß alle Fabriken, alle Industriezweige in der Lage und im Stande sind, nicht nur zu rhrem eigeiieii Nutzen, sondern auch zum Nutzen des Gemeinwohles die eigene deutsche Marke un Welthandel iu Ehren zu bringen. Es müßten schlechterdings auf deutschen Maaren alle französischen und -Uglisch-N oder sonst sr-mdländisch- B-z-ich..ungm, p!°m°n, Ausdruck- v-rp°nt werden. Das gilt namentlich von Seifen, Parfumenen, -tabaEen, Gummt, Maschinei, Uigyuci luujt: unycpcui, un -..... zurUuffindung der Leiche führten. Der grenzenlose Schmerz der Elterti als ihnen ihr einziges Kind als Leiche ins Haus gebracht wurde, laßt sich leichter mitfuhlen, als m Worten ^Eichgewichts-Ermittelung bei lebenden Schweinen.) Beim Verkauf von fetten Schweinen ohne Waage hat der Landivirth in der Regel Schaden. Der Schlachter hat durch die langjährige Erfahrung, welche er sich durch den Vergleich des beim Schlachten ermittelten Gewichtes mit feer Schätzung, feie für ihn beim Kaufe maBgebenfe war, erworben hat, ein solch sicheres Auge erlangt, daß er selten m fernem Nachtheil einkauft. Der Lanbwirthschaftslehrer Wagner giebt nun, wie die Lfew Ztg. s. Wests berichtet, ein einfaches unfe sicheres Mittel an, wodurch das Fleischgewicht bet lebenden Schweinen ermittelt werden kann. Man mißt mit einer Schnur vorn Kopf wir bei, genau zwischen den Ohren, bis zum Ende des Rückens, wo der Schwanz anfangt und notirt die Anzahl 3oUe. Hierauf wird der Umfang des Schweines unmittelbar hinter den Vorderbeinen/aber senkrecht vom Rücken abwärts, gemessen und die Zahlen mtt einander multiplicirt. In die erhaltene Zahl wird nun bwibirt und zwar mtt 11, wenn das Schwein gut ausgemästet ist, mit 12, wenn die Mast nur rntttelbiuchig zu bezeichnen ist, und mit 13, wenn die Mast nur halb oder unvollkommen aii^gefuhrt wurde Die gefundene Zahl bedeutet dann das Fleischgewicht. Z. B.: Die Lange beträgt 50 Zoll, der Umfang 49 Zoll, b. i. = 50 x 49 = 2450. eingenommen, bas Schwein war gut gemästet, dann ist 2450 durch 11 zu iuDifciren — 223, welche Zahl das Fleischgewicht in Pfunden bedeutet und wonach sich die richtige Forderung an feen Schlächter leicht berechnen läßt. ab geholfen worben.^ ^stehende falsche Etikettirung im internen Verkehr hat aber noch einen anderen Grund. Es ist dies das vollständig unberechtigte Vorurtheil unseres Publikums gegen deutsche Jndustrieerzeugnisse, es ist die leldige Vorliebe filr alles Fremde und insbesondere für ausländische Waaren. Die Fabrikanten werden fast zur tbiK11J1 °1 wollte man jenen Industriellen, deren Erze^msse unter falscher Flagge segeln, mit Strafen drohen oder belegen. Wenn etwas Strafe verdient so ist es der Mangel an Erziehung oder Patriotismus. Es dars ivohl kaum zu unserer Entschuldigung dienen, wenn jener Mangel mchtblos ewe deutsche Stammes- eigentlümlicbEeit ist- denn es herrscht nicht weniger m England die gleiche Vorliebe für gewisse französische und in Frankreich für gewisse englische Waaren. . , ........... ------ , , für gei^ ^och bereits angedeutet, befindet sich die Entwickelung unserer heimischen zwischen wieder frei und der Verkehr unbehindert. Industrie gerade in diesem Emancipationtzkampf auf dem letzten Wege. Immer mehr Berlin, 7. Juli. An Beiträgen für das, Mchtigal - Denkmal ^md bisher saßt sie auf den inländischen Stapelplätzen festen Fuß und rechtfertigt andererseits das 3990 eingegangen. An der Spitze der Geber steht Dr. Rl^eck, der noch> kurz> v Vertrauen auf ihre Leistungsfähigkeit. Im internen Verkehr bat denn auch die frühere 1-einem Tode dem Ausschüsse 1000 JC überwiesen hat Drei Krmstler, dieV lbhmler Gewohnheit, fremdländische Bezeichnungen zu wählen, — und das muß mtt großer | Büchting, Pietsch und Freiherr von Wangenherm, haben bereits Büsten von )iachtrgal Freude bearüßt werden — erheblich abgenommen. . Namentlich mit der wieder erwachenden Entwickelung edleren Geschmackes und besseren Stiles, mit dem Ausrotten des „billig und schlecht", verschwindet auch bei unserem Publikum die Vorliebe für das Fremde. t . - Unsere immerhin noch jung zu nennende Jndusttie stellt sich immer mehr und mehr den besten ausländischen Leistungen ebenbürtig an die Sette unfe fitzt .sich dadurch in den Stand, die falsche Hülle auch den ausländischen Kunden gegenüber J Sind etwa unsere deutschen Schaumweine schlechter geworden, fiitdem die deutschen Fabriken am Rhein und an der Mosel ihre Fabrikate mtt deutschen Schildern versehen? Oder ist unser Post- bez. Briefpapier geringer und un^uglicher geworden, seitdem es nicht mehr mit „Bath- oder „flneet Qaahty ausgezeichnet 1 . D0Utllucl ult clvaulu[ --------------- ------------ Th-i- noch Vorkommen, dotz von fr—m mtd -nM-h-u ;ninder ^uckooll^ D°,i^-ine^ aus^ (Sommiffionären eine frem^län^if^^e ^uö1tattu^g resedafarbenes Sfiilienne-Eostüm, das Unterkleid ist von glattem, weißen Safin, uber- wirfe. Vor noch wenig Jahrzehnten mußten wohl unsere Jndrfifi^iell n fiqarmen ^1^11 Netzwerk von metallisch-grünlichen Perlen, welche nut goldbraunen Anforderungen füg-m h-u.-gehör. He8 »u ®Xn "ÄSTÄ M Ti'-°Taille'hat -in- goldene Weste die Sckck-pv- nicht mehr in dem Matze w.e früher auf.beit SBertneb bwed) jene Comnnmonore gianb mit pxrlengesticktcn, weißen Atlaspuffen besetzt bin rotbes gewiesen. Die Grotzmdustnellen aber^nußten solche Zunutthungen “R “ ' Sammetkleid mit Bronccblättern gestickt, ein wcitzes Brocatklcid mtt echten Perlen- und insgesammt. Industriezweig für Jndustrlezivelg, gegcns-itig die Verpfl.chtmig^uber. ^sfen und -in wasscrblaues Seidenkleid mit grünlichem Gold überarbeitet bilden nehmen, nur folche Maaren in den Weltverkehr zu bringen, ) m ^en Beschluß, lieber die Hunderte von eleganten Nebendingen der Ausstattung zu und deutsches Gesicht tragen. nh?r laa auch nock darin daß viele sprechen, würde zu weit führen, nur sei noch der Euriosität halber erwähnt, daß feer Ein Hauptgrund der falschen Etikettirung aber lag auch noch oarm, oaß me e 'Aufenthalt der Prinzessin im abergläubischen Schottland nicht ganz ohne »“scsäxrsaÄÄT.s Bad Ems, 6. Juli. Die freiwillige Feuerwehr, verstärkt durch eme Anzahl Arbeiter, hat unter großer Anstrengung während des gestrigen Tages und 0er verstossenen Nacht die von dem angeschwollenen Braunebach medergeschwemmten Steine binmeggeräumt und eine Rinne geschaffen, durch welche das Wasfer "ugehinderten Abfluß hat. Die Pioniere, welche man aus Koblenz hierher erbeten hatte, konnten daher gleich nach ihrer Ankunft auch wieder den Rückweg antreten. Die angefchwemntten Steinmassen wurden von Sachverständigen auf oOO—600 Ebm. geschätzt. B^M^en dfievern und Ems fand gestern Abend auch ein kleiner Erdrutsch tu dem Augeittficte statt, als der um 10 Uhr 45 Min. von Eoblenz abgegangene Localzug an jener toteue oorbeifuhr. Von den Eisenbahnwagen wurden die Trittbretter der reckten Sette abgerissen. Die Reisenden kamen mit dem Schrecken davon. Die Bahnftreae qt in- Werler Mutterlaugen-Badesalz. Z Unsere Niederlage befindet sich bei Herrn Andreas Euler, Gießen. Erdsiifier Collegium zu Werl und Neuwerk. Normal-Hemden, Jacken und Hosen nach Snstem Professor Dr. Jäger, für Damen und Herren, sowie alle Arten Hemden, Jacken und Hosen, in Seide, Wolle und Baumwolle, Socken, Leibbinden, Jagdwesten, gestrickte, gewebte und geknotete Filetjacken in allen Größen und Weiten empfiehlt 2837 H. Rübsameaa. 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