Nr. 28S. Freitag den 11. December - L88S Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 1 M •»««•- Schulstr-K- 7. Wfrtat mit Wm=bc6 «.»« °^°Lj7hrttch Amtlicher Hßeil. Betreffend: Die Abhaltung von Unterrichtskursen im Husbeschlag. Bekanntmachung. Die nachstehende Bekanntmachung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz bringen wir mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß mit dem ersten Unterrichtskursus am 2. Januar k. I. begonnen werden wird, dem der nächste am 15. März k. I. folgen soll. Anmeldungen zu dem nächsten Cursus können ausnahmsweise bis zum 28. l. Mts. bei dem Director der Veterinäranstalt an Großherzoglicher Landesuniversität eingereicht werden. Gießen, den 8. December 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Betreffend: Wie oben. Bekanntmachung. An der Veterinäranstalt der Großherzoglichen Landesuniversität zu Gießen werden »om kommenden Jahre ab regelmäßig zweimal im Jahr acht- wöchentliche Unterrichtskurse im Hufbeschlag abgehalten werden. Bei vorhandenem Bedürfniß soll noch ein dritter Kursus von derselben Dauer eingeschoben werden. Die regelmäßigen Unterrichtskurse beginnen jedesmal am 15. März und am 1. October; wird noch ein weiterer Kursus abgehalten, so beginnt derselbe jedesmal am 2. Januar. Der Unterricht erfolgt unentgeltlich. Gesuche um Aufnahme zu den Unterrichtskursen müssen 14 Tage vor Beginn derselben bei dem Director der Veterinäranstalt schriftlich eingereicht werden. Für die Aufnahme ist der Nachweis einer (einschließlich der bestandenen Lehrzeit) mindestens vierjährigen Thätigkeit im Schmiedehandwerk erforderlich. Von diesem Nachweis kann nur durch das unterzeichnete Ministerium dispensirt werden. Jeder Auszunehmende hat bei Beginn des Unterrichtskursus ein von der zuständigen Ortsbehörde auszustellendes Führungsattest, sowie einen Ausweis darüber vorzulegen, daß er die nothwendigen Mittel besitzt, um während der Unterrichtszeit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Können wegen zu großer Anzahl von Anmeldungen nicht alle Gesuche berücksichtigt werden, so entscheidet die längere Zeitdauer, während welcher die Angemeldeten das Schmiedehandwerk ausgeübt haben. Diejenigen, welche hiernach zurückgestellt werden, sollen in den nächsten Unterrichtskursus ausgenommen werden. Angehörige des Großherzogthums sind unter allen Umständen vorzugsweise aufzunehmen. Ueber die Aufnahme entscheidet vorbehältlich des Recurses an das unterzeichnete Ministerium der Director der Veterinäranstalt. Die Schüler haben sich den Bestimmungen der Lehrordnung zu unterziehen, widrigen Falls sie unter Umständen Ausschluß von dem Unterricht zu gewärtigen haben. Darmstadt, den 1. December 1885. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz. Lehrer-Conferenz des Conferenz-Bezirks Gießen: Mittwoch den 16. December. Vormittags 10 Uhr, in Gießen. Lieder 1. 6. 111; des Conferenz-Bezirks Lich- Hungen: Donnerstag den 17. December, Vormittags 10 Uhr, in Hungen. Lieder 1. 2. 19. 43. 93. ________Gießen, den 9. December 1885,___Büchner, Kreisschulinspector.____________________ Bekanntmachung. Auf dem gestern dahier abgehaltenen Viehmarkt ist ein Kalb zurückgeblieben, deffen Eigenthümer sich bis jetzt nicht gemeldet hat. Derjenige , der Ansprüche an dieses Kalb machen zu können glaubt, wird ausgefordert, seine Ansprüche binnen 4 Wochen bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen, widrigenfalls das Kalb als gefundener Gegenstand behandelt werden wird. 883$ Gießen, am 10. December 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius Deutschland. Darmstadt, 9. December. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 5. December den Gerichtsschreiber-Aspiranten Theodor Becker zu Herbstein zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Herbstein und den Gerichts- schreiber-Aspiranten Franz Wendeberg zu Groß-Gerau zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Fürth zu ernennen. Darmstadt, 8. December. Der Präsident der ersten Kammer der Stände, Se. Erlaucht Graf Karl von Schlitz, genannt v. Görtz, ist in verflossener Nacht zu Schlitz gestorben. Türkei. Philippopel, 9. December. (Meldung des „Reuterffchen Bureaus.") Mehrere aus der Provinz hier eingetroffene Deputationen hielten gestern Abend eine Versammlung ab, worin sie ein Comits ernannten, welches die Regierung zur Erreichung einer vollständigen Union unterstützen soll. An den Fürsten Alexander wurde ein Telegramm gesandt, worin derselbe, nach Beglückwünschung zu den errungenen Siegen, von der Ernennung des Comitös benachrichtigt und gleichzeitig der Entschluß ausgesprochen wurde, die Union unter einem so tapferen Fürsten dauernd herzustellen. Außkavd. Odessa, 9. December. Die hiesige Section des Rothen Kreuzes sandte heute Krankenwäsche und Verbandmittel nach dem Kriegsschauplatz ab. Reichstag. Unser regelmäßiger Bericht über die Reichstagssitzung ist uns bis zur Stunde noch nicht zugegangen und bringen wir nachstehendes kurzes Referat des Wolff'schen Telegraph. Corresp.-Bureaus: Berlin, 9. December. Der Reichstag genehmigte den Antrag Köller auf Abänderung des Reichsbeamtengesetzes in dritter Lesung und in der Schlußabstimmung mit einem Zusatz, wonach das Gesetz bis zum 1. April 1882 rückwirkende Kraft erhält, aber sich nicht auf die Mitglieder des Reichsgerichts erstreckt. Der Reichstag begann sodann die Berathung der Anträge Helldorf, betreffend fünfjährige Legislaturperiode ohne Auflösungsrecht und vertagte die Forschung nach der Begründung durch Auer und Kayser auf morgen. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Eorrefpondenz - Bureau» Berlin, 9. December. Die Trauerfeier für Dr. Straßmann ist unter Beiwohnung aller städtischen Behörden unter Führung des Oberbürgermeisters, sowie eines zahlreichen Publikums programmmäßig verlaufen. Berlin, 9. December. Das Allgemeinbefinden des Chefs des Jngenieurcorps, des Generals Brandenstein, welcher am 6. December sich einer Operation zu unterziehen genöthigt war, berechtigt bis jetzt zu den besten Hoffnungen. Dresden, 9. December. Die Zweite Kammer lehnte es ab, den Antrag der Socialdemokraten betreffend die Ausdehnung der staatlichen Brandversicherung Sachsens auf die bewegliche Habe, in Erwägung zu ziehen. Breslau, 9. December. Der Provinzial-Landtag wählte den Landrath Klitzing zum Landeshauptmann von Schlesien. Wien, 9. December. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad: Es wird versichert, die serbische Regierung habe beschlossen, auch in dem Falle eines eudgiltigen Scheiterns der Waffenstillstandsverhandlungen aus Achtung vor dem Willen der Großmächte die Offensive ihrerseits nicht zu ergreifen. Paris, 9. December. Das Journal „Paris" dementirt das Gerücht, General Briäre de l'Jsle sei in Disponibilität gesetzt. — „Temps" veröffentlicht verschiedene Lokale-. Schriftstücke, um nachzuweisen, daß Briere de l'Jsle für seine Operationen in Tongking vollständig freie Hand gelassen worden sei. Madrid, 9. December. Eine Versammlung der Conseroativen beschloß, alle Maßnahmen der Regierung, welche bezwecken, die Ruhe in (Spanten aufrecht zu erhalten, zu unterstützen. London, 9. December. Wahlresultat. Bis heute Nachmittag 4 Uhr waren als gewählt bekannt: 331 Liberale, 250 Eonservative und 82 Parnelliten. Der Arbeitercandidat Arch wurde in Norfolk und ber Arbeitercandidat Fennwick in North- Eumberland gewählt. — Der „Daily News" zufolge wird die Politik des Torykabinets darauf gerichtet sein, ein Bündniß mit den gemäßigten Liberalen anzubahnen und den Forderungen Varnell's entgegenzutreten. Rom, 9. December. Der türkische Geschäftsträger erhob gestern im Auftrage der Pforte mündliche Vorstellung wegen der oom General Gene in Massauah getroffenen Maßnahmen. Die Negierung antwortete, die Maßnahmen berühren nicht die Gebietshoheit. — Der König empfing heute den zum Kriegsminister ernannten bisherigen Gesandten Serbiens Farnassovich in Abschiedsaudienz. Petersburg, 9. December. Gestern ist ein Sanitätszug vom Rothen Kreuz nach dem Kriegsschauplätze abgegangen. — Der Meldung mehrerer Blätter zufolge beabsichtigt man den einschlügtgen Artikel des Gesetzbuches, welcher den in den russischen Unterthanenverband übergetretenen Ausländern gleiche Rechte wie den übrigen russischen Unterthanen gewährt, dahin abzuändern, daß der Artikel sich lediglich auf solche Uebertretende beziehen soll, welche nach dem Uebertrit mindestens zehn Jahre in Rußland gelebt haben. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle dem Reichsrathe demnächst zugehen. Petersburg, 9. December. Der „Regierungsanzeiger" meldet: Der Kaiser empfing am Montag den früheren bulgarischen Kriegsminister Kantacuzene und den Generalconsul in Sofia, Kojander. — Die Zeitung „Ruß" erhielt eine erste Verwarnung, weil sie die lausenden Ereignisse in einem mit wahrem Patriotismus unvereinbaren Tone bespreche und Mißachtung gegen die Regierung heroorzurufen bestrebt sei. — Der Kaiser ertbeilte dem General Durnowo einen Verweis wegen seiner im slavischen Wohlthätigkeits- vereine gehaltenen Rede, welche eine directe Abweichung von dem Vereinsftatut involvire. „ p r — Die gestrige Kirchenparade anläßlich des Georgsfestes ist bet Anwesenhett der Majestäten solenn verlaufen. Bei der Galatafel brachte der Kaiser den ersten Toast auf den ältesten Georgsritter, den Kaiser Wilhelm aus, den zweiten auf alle Georgsritter. Nach der Tafel hielten die Majestäten Eercle. Belgrad, 9. December. Die Mächte übten einen starken Druck auf die Regierung wegen eines Friedensschlusses aus und der König soll versichert haben, Serbien werde in keinem Falle angreifen, erwarte aber eine bestimmte Sicherung des gtatae quo ante. Sofia, 9. December. Meldung der „Agence Havas"3 Die bulgarische Regierung antwortete Serbien, sie müsse, weil die serbischen Wasfenstillstandsvorschläge nichts Sicheres und Bestimnttes enthielten, ihre Gegenvorschläge aufrechthalten und werde, falls sie binnen 24 Stunden keine Antwort erhalte, den Großmächten, auf deren Andringen sie die Feindseligkeiten eingestellt habe, Bericht erstatten. Konstantinopel, 9. December. Madjid Pascha ist beauftragt, sich in außerordentlicher Mission zum Fürsten Alexander zu begeben, bei welchem er zum Abschluß eines Friedensvertrags zwischen Bulgarien und Serben hinwirken soll. Die Pforte zeigte dem Fürsten Alexander diese Ernennung an. Madjid Pascha reist unverzüglich nach Sofia ab. _______ Gießen, 9. December. Nach dem soeben erschienenen Personalbestand zählt unsere Universität 52 Docenten und Lehrer der freien Künste, 536 immatrikulirte, davon 424 Hessen, 112 Nichthessen, und 17 nicht immatrikulirte Hörer, im Ganzen also 553 Hörer. t — Die Programme für die in 1887 in Mainz stattfindende Landcs-Gewerbe- Ausstellung sind kürzlich bei Herrn Hug hier eingetroffen und können bei demselben (Asterweg) von den interessirten Industriellen abgeholt werden. Gießen, 10. December. Mit dem gestrigen Vortrage des Herrn Stadtbaumeister Stief über die Anlage von Schlachthäusern hat nach ungefähr einjähriger Pause der Gewerbeoerein dies wichtige Volksbildungsmittel, allgemein interessanter und verständlicher Vorträge, im Vereine mit dem Volksbildungsvereine, wieder aufgegriffen in der Hoffnung, in diesem Winter eine größere Betheiligung zu finden, als vor 2 Jahren. Diese Hoffnung hat sich nun gestern Abend noch nicht ganz erfüllt. Ist es schon wunderbar, daß diese Vorträge im letzten Winter wegen der notorisch geringen Betheiligung ausgesetzt werden mußten, so dürfte es noch wunderbarer sein, daß ein Porttag, der wie der gestrige actuell und interessant ist, kaum 40 Zuhörer fand. Wenn sich Herr Stadtbaumeister Stief trotz der geringen Betheiligung doch herbeiließ, in übersichtlichem, gediegenem Vortrage — auf welchen wir anderen Orts sachlich eingehend zurückkommen werden — die Geschichte der Schlachthausfrage im Allgemeinen wie im Besonderen Tn Gießen darzulegen, sowie die jetzt int Werke befindliche Schlachthausanlage durch Skizze und Vortrag zu erklären, so gebührte ihm dafür der ganz besondere Dank der Zuhörer, der sich denn auch in dem stürmischen Applaus aussprach, welcher dem Vortrage folgte. Wenn wir uns nach den Gründen der geringen Betheiligung fragen, so finden wir: 1) Die Zeit im Allgemeinen war vielleicht ungünstig, da kurz vor Weihnachten fast alle Geschäfte viel zu thun haben. 2) Der Tag war wohl falsch gewählt; bekanntlich ist der Mittwoch der Versammlungstag für unzählige kleinere und größere Gesellschaften (Gesang-, Kneip- und andere Vereinigungen). S) Ma» hatte sich im Lokale vergriffen; der Lenz'sche Felsenkcller liegt zu wett vom Mittelpunkte der Stadt ab. 4) Mancher würde einem Wirthslokale ein städtisches oder staatliches Lokal vor- gezogen haben. Indem wir diese Bedenken den Vorständen des G. V. und des V. B. V. zur Beachtung unterbreiten, hoffen wir auf einen baldigen weiteren, ebenso interessanten Vortrag. An unsere Mitbürger aber möchten wir die dringende Bitte richten, durch eine regere Betheiligung in Zukunft verhüten zu wollen, daß ein so wohlthätjges Institut einschläft. Gießen, 10. December. Von Eisenbach bei Lauterbach erhielten wir unterm 9. ds. folgende Zuschrift, welche wir unter allem Vorbehalt wiedergeben: In vergangener Nacht ereignete sich bei dem benachbarten Orte Rudlos ein höchst seltenes, in unserer Gegend noch niemals gesehenes Naturereigniß, dessen Aufklärung einem Fachmanne vorbehalten bleiben möge. Gegen V21 Uhr Mitternachts bohrte sich unter furchtbarem, donnerähnlichem Getöse eine hellglühende, fast hausgroße Feuermasse nahe am Dorfe neben den Gebäuden des Gutspächters Backhaus tief in die Erde. Die aus dem Loche entströmende Hitze uitb Gase sind so stark, daß man sich denselben bis jetzt noch nicht nähern kann. Altkatholischer Gottesdienst. | Sonntag den 13, December findet um 11 Uhr in der Stadt- I kirche altkatholischer Gottesdienst statt. — Wie die „Bonn. Ztg." schreibt, ist dem Publikum Vorsicht bei der Annahme Din Papiergeldscheinen höheren Betrages anzurathen, da, wie es heißt, falsche Hundertmarkscheine letzter Tage mehrfach zur Ausgabe gelangt sind. In Rheinbach soll ein fremder Mensch zwei Stück dieser gefälschten Hunderter untergebracht und in Endenich daß gleiche am späten Abend vermittelst Wechslung versucht haben. Limburg, 9. December. Rother Weizen JL. 13 85, weißer Weizen JL 13.70, Korn JL 10 80, Gerste 8.80, Hafer JL 6.40, Kartoffeln b 100 Pfund Jt 0.00, Erbsen ä 100 Pfund JL 00.00. Vermischtes. Darmstadt, 7. December. Der auf dem jüngsten mittelrheinischen Turntag hier gewählte technische Turnausschuß des Mittelrhein - Kreises hat sich nunmehr con- ftituirt und wurde Herr Fritz Heidecker von Wiesbaden zum Kreisturnwart des Mittelrhein-Kreises erwählt. Weitere Mitglieder sind die Herren Otto Schatt (Hanau), Karl Demuth (Gießen), Karl Schaffner (Frankfurt a. M.) und Ludwig Neumann (Mainz). Darmstadt, 5. December. Dieser Tage ist eine wichtige Entscheidung vom hiesigen Landgericht ergangen. Bekanntlich hat die Großh. Regierung in Ueberein- ftiinmung mit den Ständen die bischöfliche Dotation — wegen Nichtbesetzung des Bischofsstuhles in Mainz — seit einer Reihe von Jahren eingehalten. Das bischöfliche Ordinariat erhob vor einiger Zeit Klage gegen den hessischen Fiskus auf Auszahlung der Dotation und das Landgericht hat die Klage zurückgewiesen, weil diese Angelegenheit nicht privatrechtlicher 9tatur sei, sondern dem Staatsrechte angehöre, letzteres aber der Entscheidung der Gerichte entzogen sei. Langen, 7. December. Wir lesen im „Offenbacher Tageblatt", welchem wir die Verantwortung für seine fast unglaubliche Mittheilung überlassen müssen, Folgendes: Ein schauerliches „Leichenbegängniß" erregte am vorigen Montag die Aufmerksamkeit unserer Einwohnerschaft und bildete seitdem das Tagesgespräch in der ganzen Stadt. Wir berichteten schon über den Selbstmord des inhaftirten Egelsbacher Bürgers Christ; dessen Leiche wurde nun, als es dunkel geworden war, auf einen einräderigen Schiebkarren gesetzt und mit einem um den Hals gewundenen Strick an die Rücklehne des Karrens festgebunden. Die Beine des Mannes zwängte man auf den Boden des Karrens zusammen und^fuhr ihn, ohne jede Decke, gefolgt von einem Haufen lärmender Schulkinder, durch die e>tabt. Da es dunkel war, setzte man den Karren auch noch eine Weile nieder und entfernte sich, um eine Laterne zu holen, wobei mehrere Leute in der Dunkelheit über den Karren purzelten und zu Falle kamen. Wir finden diesen Vorfall unerhört und erlauben uns zu fragen, ob unsere Behörde Kenntniß von dem scheußlichen Transport erhalten und ob der Schuldige für seine scandalöse Pietätlosigkeit zur Verantwortung gezogen werden wird. Wien, 9. December. Auf der Arlbergbahn erfolgte heute Nacht in der Stadt Hintergasse nächst Bludenz ein Zusammenstoß der von Innsbruck und Bregenz kommenden Personenzüge, wobei zwei Conducteure getödtet, sieben Bedienstete, vier Passagiere und ein Postbeamter verwundet wurden. Bei zwei Personen sind die Verletzungen lebensgefährlich. Beide Züge entgleisten. Der Zusammenstoß erfolgte dadurch, daß der Innsbrucker Zug in die Station einfuhr, bevor ber Bregenzer Zug das Geleise freigemacht hatte. (Fr. Z.) Rl. sRatenloose.) Es ist eine alte Geschichte, die, durch die Unwissenheit vieler Privatleute unterstützt, immer wieder neu wird, daß nämlich gerade der Handwerkerstand in der guten Absicht, seine Sparpfennige recht nützlich anzulegen, in die Hände gewissenloser Agenten fällt, die ihm Anlehensloose gegen monatliche Abzahlung verkaufen, welche, wie folgender Fall wieder einmal illustrirt, doppelt so theuer zu stehen kommen, als ihr Courswerth präsentirt. Ein Agent ber Firma Engel u. Co. in Köln, deren Namen hier zur Warnung deutlich genannt werden muß, verkaufte nach der „Hdlbgr. Ztg." einem Handwerker ein 3%ige§ Madrider 100 Francs-Loos für JL 70 — laut Courszettel heute ä 47 •/Ot d. h. ä 37 60 erhältlich — zahlbar in monatlichen Raten zu 4, wozu die Firma die Postanweisungsformulare franfirt stellte. Der Agent stellte erst einen Jnterimsschlußschein aus, ber richtige Schlußschein tarn dann später von Köln. Nachdem die 14 Raten, d. h. 70 JL, bezahlt sind, wünscht der Käufer das Loos zu erhalten, schreibt an die Kölner Firma und erhält folgende Antwort : „Nachdem Sie uns mitgctheilt haben, daß Sie das Loos nicht mehr in unserer Verwaltung (?) lassen wollen, so ersuchen wir Sie, 14mal 20 H 2.80 für Postanweisungsporto einzusenden, worauf wir Ihnen das Loos einsenden werden." Das Loos hat der Käufer durch Vermittelung einer befreundeten Kölner Firma holen lassen und es fehlte, nur nebenbei bemerkt, der Coupon pro 1885. Also für das Loos, welches jeder Bankier für JL 37.60 besorgen kann, nahm die Firma Engel u. Co. in Köln, man kann dieselbe nicht oft genug nennen, Jt 70, hierzu kommt JL 2.80, ferner Porto für Rücksendung 40 H, zusammen JL 73.20, mithin wurden ca. JL 37 zu viel, d. h. also das Doppelte bezahlt. Warum tragen die Leute ihre Spargelder nicht auf eine Kasse und acquiriren, wenn der Betrag zusammen, das Loos zum reellen Werth beim Bankier? zu billigsten Preisen. 8832 In Kaiser- a^ \an dman delklei k beseitigt jedes Hautübel, als: Mit-A^i esser, Pickel, Sommersprossen 2c-, frottirt zart und ist das mildeste, unschädlichste Waschmittel zur Erlangung einer weißen, aefunben Haut. Erfola frottirt zart und ist das mildeste, unschädlichste Waschmittel zur Erlangung einer 8836 Seltersweg 39. Alleinverkauf für Gießen bei C. Fr. 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December 1885. Das Pfandpersonal der Stadt Gießen. Zn praklischffl MNLMMii empfehlen äusserst billig: Fantasie-Tücher, Hanhen, Peherinen, Muffe, Boas, HerreM- u. Damen-Jacken, Unterhosen, Atlas-, Blatishaltsmgs- und Kinder schürzen, Handschuhe, Krawatten, Kragen, Manschetten, Falten- hemden etc. etc. Olpe. A. Hotter hoff Söhne. Siegen. Mänsburg 10. GIESSEN. Mäusburg 10. NB. Auf unseren ssi» W eilinachts-Ausverkauf machen speciell aufmerksam, wo 5°|0 Rabatt gewähren. Regulirung des Neustädter Feldes. Die Grundbesitzer, welche an den consolidirten Fluren im Neustädter Feld betheiligt sind, werden zu einer Besprechung, betreffend Eigenthumsrechte an den Wegen in diesem Felde, eingeladen. Sonstige Wünsche und Beschwerden, die auf die ausgeführte Zusammenlegung Bezug haben, sollen dabei ihre Erledigung finden. 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Heute früh 5 Uhr verschied nach kaum achttägigem Leiden unser innigst geliebter hoffnungsvoller Sohn und Bruder «gg-Ä 7648 im früher Heichelheim sehen Laden. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXMIXIXIXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXX Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (§r- Cbr. Vielsch) in Gießen Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. D amen-Ke$en-Man, tel, st-g als Havelocks, Molmans, Paletots, Jaqnettes. ® £ Mache ganz besonders auf eine außergewbhnlich große Auswahl aufmerksam und gebe sämmtliche Piecen zu außer- 22 otbentlid) billigen Preis.« ab. HCPIliailH Katz. Bekam Zur Bezahlung «n bei der hiess I ^gelegten Cavit Me§ fällig w IW« festgesetzt »- gQUlStOfl b I Dirnstaa I 3- Mittwoch Z. Donnerstag 1 0. Samstag I »- Dienstag 7- Mittwoch 8-Donnerstag I J Dienstag I 0- Mittwoch I 111 Donnerstag I .7 Dienstag 8823 8. Weimers^im Nachfolger. ä8 7. Dienstag I 5 ®0»t8t«g ' ÄW tesÄ LchLVn ihr AL '"ekai »--LL XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXIXXXIXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Es hat Gott gefallen, meinen lieben Gatten, den Grossherzoglichen Bürgermeister Johannes Wagenbach VII. gestern Abend 8V2 Uhr nach langen und schweren Leiden im Alter von 50 Jahren zu sich zu nehmen. Alten-Buseck, am 10. December 1885. Die tieftrauernde Wittwe. Ernst Höring im 23. Lebensjahre, was wir theilnehmenden Freunden und Bekannten hiermit anzeigen. Giessen, den 10. December 1885. Heilst 30. v. M. W bhmtntcno LE I schifte des M I wonberte, versi I 6(8 N118 » I elnpsehte, die 1 ' 10v dem Au^bu dings in dm bestehen, deren wahrend am un I bezeichnet nno» I erachtet. , Berlin, I wurde gestern g ] 13 Monaten Kit I ^gegraben. 9 I berittenen SW | bem an die öd) einer Liefe von j Lacke steckende S ! um den Hals freches Sebahren leinerlei Vewegu schwinden der Le ' schass herbeigeeil Mörderin, spieei : Polizei, eine Lyn | Lbrigens schon b \ md verscharrt i I Belohnung von j mszubieten. - unsere Nachricht, te zur Zeit ir 1 norden sei. St fordert unb dam non dem Perbre seiner Genesung Nutzer der Mut! ist nunmehr amj 1 täftt btfääftißt i ; der Familie sind ; a Jahren, bei etn Ilntnsuchung ver! 0‘rcclnor neuester und bester schwarzer Seidenstoff zu Kleidern. 2)er Käufer erhält die Garantie, daß die Exelsior-Seide keinen falschen oder Speckglanz annimmt, in den Nähten nicht ausreißt und in den Falten nicht bricht. Alleinverkauf für Gießen und Umgegend Bimezx gute Qualität, verkauft 8769 PH. 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IS*9 M E Beilage M Nr. 289 des „Gießener Anzeiger". UniversttätS = Chronik. — Zu Halle a. d. S. starb am 4. ds. nach schwerem Leiden der Landgerichtsrath und Universitätsrichter Dr Julius Thümmel. Er war am26. November 1818 in Weißenfels geboren. Als Shakespeareforscher hat er sich bedeutend hervorgethan und auch Dramatisches gedichtet, wie das Schauspiel „der Kobold von Woodstock" und die Lustspiele „Am Kamin" und „die Gavotte der Königin". Seine „Shakespeare- Charaktere" erschienen 1881. Vermischtes. Geilshausen bei Gießen, 6. December. ^Diamantene Hschzeit.j Am 30. v. M. beging das hiesige Ehepaar Konrad und Christine Müller das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Beide Gatten erfreuen sich noch frischer geistiger und körperlicher Rüstigkeit. Der nunmehr 85jähriae Ehemann, der in seiner Jugend dem Geschäfte des Blutegelhandels oblag und oabei ganz Deutschland und Rußland durchwanderte, versteht heute noch mit dem Spaten in der Hand das Amt eines Feldgeschworenen. (D. Ztg.) Berlin, 4. December. „Soll man eine Petroleumlampe durch Niederdrehen des Dochtes oder durch Ausblasen zum Verlöschen bringen?" Diese Frage wurde in der gestrigen Sitzung der Polytechnischen Gesellschaft dahin beantwortet, daß es sich empfehle, die Lampe einfach auszublascn, aber dabei nicht in den Cylinder hinein, sondern über den Cylinder hinweg, im rechten Winkel zu ihm, zu pusten. Den Docht iov dem Ausblasen niederzuschrauben, wurde nicht für nothwendig erachtet. Die neuerdings in den Handel gebrachten Apparate zum Verlöschen, die aus einer Röhre bestehen, deren oberes gekrümmtes Ende in den Cylinder hineiugeführt wird, wahrend am unteren Ende sich ein Gummtball befindet, wurde» als äußerst gefährlich bezeichnet und ihre polizeiliche Beseitigung im Interesse der Sicherheit für erwünscht erachtet. Berlin, 2. December. Ungeheure Aufregung herrscht inCharlottmburg. Dort wurde gestern gegen Abend von einer Gerichtscommission die Leiche des vor genau 13 Monaten seitens seiner Ehefrau und seiner Söhne ermordeten Maurers Marunge ausgegraben. Die Frau war aus dem Untersuchungsgefängniß mittelst einer von berittenen Schutzleuten begleiteten Droschke hinausttansportirt worden. Man grub in dem an die Schlafkammer der M.'schen Wohnung grenzenden Keller nach und fand in einer Tiefe von nur einem Fuß unterhalb des ungepflasterten Erdbodens die in einem Sacke steckende Leiche des Ermordeten. Die Extremitäten waren vom Rumpfe getrennt, um den Hals war ein ©trief geschlungen. Die Wittwe M., welche ein ungemein freches Gebühren zur Schau trug, zeigte auch bei der Konfrontation mit der Leiche keinerlei Bewegung und leugnete, von der Ermordung ihres Mannes und dem Verschwinden der Leiche Kenntniß gehabt zu haben. Die zu Hunderten aus der Nachbarschaft herbeigeeilten Bewohner ergingen sich in lauten Verwünschungen gegen die Mörderin, spieen ihr in's Gesicht, und es bedurfte großer Anstrengungen seitens der Polizei, eine Lynchjustiz abzuwehren. Gleich nach dem Verschwinden des M. hatte sich übrigens schon das Gerücht verbreitet, derselbe sei von seinen Angehörigen ermordet und verscharrt worden. Die Familie Marunge hatte damals die Dreistigkeit, eine Belohnung von 50 JL für die Ermittelung des Urhebers jenes Gerüchtes öffentlich auszubieten. — Jetzt bestätigt auch die in Charlottenburg erscheinende „Neue Zeit" unsere Nachricht, daß das Einschreiten der Behörde thatsächlich durch die Denunciation des zur Zeit im Charlottenburger Krankenhause befindlichen Schiemann veranlaßt worden sei. Schiemann hatte von Hamburg vergeblich für sein Schweigen Geld gefordert und dann, da er ohne Subsistenzmittel war, von Hunger getrieben, Anzeige von dem Verbrechen gemacht. Derselbe ist dann hierher transportirt und wird nach seiner Genesung voraussichtlich ebenfalls in Untersuchungshaft genommen werden. Außer der Mutter waren bereits zwei Söhne verhaftet; nachdem die Leiche aufgefunde«, ist nunmehr auch die Braut des ältesten Sohnes und der dritte, in der hiesigen Glashütte beschäftigt gewesene, fünfzehnjährige Sohn verhaftet worden. Habe und Wohnung der Familie sind versiegelt und die beiden jüngsten Kinder, zwei Knaben von 9, bezw. 5 Jahren, bei einem Schuhmacher in Pflege gegeben worden. Ueber den Stand der Untersuchung verlautet nichts. (B. Tgbl.) ~ ?* 2)eccmber. Auf der hiesigen Bahnstation wurde in diesen Xdtrr MnVbßi H""delsgartnerei L. Stiegler hier eine größere Sendung junger, oer- ^avan i S »erlaben, bte von entern Commissionsgeschäft in Hamburg nach 3apait »»r Anpflanzung dort werter befördert werden. Um das Eintrocknen der Ä?unhroin tni' roar^ dieselben mit Thonerde eingeschlemmt und sorgfältig wr ßQln£ Ein in früheren Jahren ausgeführter Auftrag soll «hJJS e * Zufriedenheit überstanden haben und es sollen die Bäumchen gut geveryen. (6tbl. Ztg.) k"hne Velocipedfahrer Thomas Stevens, welcher eine Reise um die SÄ?0? <5 unternommen, ist nunmehr in Teheran, der Hauptstadt Persiens glücklich an gelangt, dln den letzten drei Tagen vor seiner A»kunft hat er 200 englische Meilen oder mehr als 100 Kilometer täglich zurückzelegt. Interessant dürfte die Re- merkung sem, daß sich hier die Wege, welche durch den Kameelverkehr hart und platt getreten find, seyr gut zum Befahren mit Velocipeden eignen. .~ Ueber die Anfänge des Eisenbahnwesens schreibt man: Leicht war die Er- rrchtung der ersten deutschen Bahnlinie keineswegs. Erst wenige Jahre vorher (1829) fSartC\ bcrr ^ubahn, George Stephenson, die Lvcomotive construirt u w HÄ plausibel zu machen, war immerhin ein Wagestück. Indessen eine Anzabl einsichtsvoller Manner in Nürnberg und Fürth, die sich von dem Dampft roc*c lür bte beiden benachbarten Städte große Dorthelle versprachen, ging doch muthia an s Werk- «n ihrer Spitze stand der zweite Bürgermeister von Nürnberg, Johannes Scharrer, der sich durch verschiedene Mißresultate seiner Pläne nicht zurückschrecken ließ sondern im Jahre 1833 die Bildung einer Eisenbahn-Actiengesellschaft durchsetz^.' sollte bie neue Bahn nach dem König von Bayern heißen Die Ausführung des Baues, bte dem Ingenieur Paul Denis aus Mainz übertrage» wurde begann erst 1835 und wurde bts zum Herbst vollendet. Am 7. December 1835, Bor- mtttags gegen IOUhr, ging der erste Zug von Nürnberg nach Fürth und legte die Strecke m etwa 15 Minuten zurück. Neben dem Dampfbetrieb fand anfänglich noch Pferdebett^eb statt D«: ganze Bahnlinie hatte 177 000 Gulden gekostet und eA ihre nachweisbare Rentabilität rief den Bau fernerer Bahnlinien in Deutschland hervor. Fünfviertel Jahre spater crvffnete bte Leipzig-Dresbener Bahn ihre erste Strecke October 1838 würbe bie Ltme Berlin-Potsbam, und November 1838^ die erste deutsche Staatsbahn van Braunschweig nach Wolfenbüttel eröffnet. Aus diesen kleinen Anfängen heraus hat sich das colossale deutsche Eisenbahnnetz gebildet, an dessen Erweiteruna V*™« sortgearbeitet wird und dem Deutschland in hohem Maße seine wirth- schaftltche Entwickelung verdankt. T., ~ k^o^penstadter in Srbtrten.j Der „Odesf. Llstok" erzählt folgenden ergötz- üchen Vorfall aus dem Leben eines sibirischen Schilda. Die Stadt G. im Gouvernement T. hatte, das Unglück, ihr Stadthaupt durch den Tod zu verlieren. Die dortigen Kaufleute, bet denen er sehr beliebt gewesen, wünschten sein Porträt zu stiften und wandten bte Moskauer Zeichenschule, speciell an den Profeffar der historische» Maleret M. Scotti, mit folgendem klassischen Schreiben: „Die dankbare Kaufmannschaft der Stadt G. wünscht das Gedächtniß des allgemein beliebten, gegen-- wartig verstorbenen Stadthaupts zu ehren und ersucht darum ergebenft die Moskauer ein Portrait von ihm in Farbe» und in Lebensgröße amufertigen. 200 Rbl. S. baar und die allerzuverlässigsten Kennzeichen desselben." Dieser Brief enthielt weder eine Photographie noch auch nur eine Zeichnung des Ver- ?o^oen^n, sondern nur ein Blättchen, auf welchem verzeichnet stand: Sein Alter war 52 ^ahre und 6 Monate, seine Körperlänge 2 Arschin 9V, Werschok, Haar und Augen- brauen rvthltchblond, Augen grau, Nase, Mund und Kinn gewöhnlich, Gesicht glatt- besondere Kennzeichen: schnarrt etwas beim Sprechen." Prof. Scotti übertrug bie originelle Bestellung einem burch seinen Humor unb seine Späße bekannten Zögling der Zeichenschule, Astrachow, welcher in ein paar Tagen das Portrat fertig gemalt hatte unb an bte ^breffe fanbte. Einige Zeit später traf aus Sibirien wieder ein Brief an ^re'- Pyc™ em, in welchem die Familie des Verstorbenen unb bie gefammte Kaufmannschaft der ehrbaren Stabt G. dem Künstler herzlich bankten, ba sie das Porträt außerordentlich ähnlich fanden! Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse ! angelegten Capitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende । Termine festgesetzt, und zwar: 1. Samstag den 12. December 1885, 2. Dienstag „ 15. 3. Mittwoch „ 16. „ „ 4. Donnerstag „ 17. „ „ 5. Samstag „ 19. „ „ 6. Dienstag „ 22. 7. Mittwoch „ 23. „ . „ 8. Donnerstag „ 24. „ 9. Dienstag „ 29. „ „ ? 10. Mittwoch „ 30. ? 11. Donnerstag „ 31. „ „ sowie: r 12.- Samstag den 2. Januar 1886, | 13. Dienstag „ 5. „ ., | 14. Mittwoch „ 6. „ „ [ 15. Donnerstag „ 7. „ „ ; 16. Samstag „ 9. „ „ 17. Dienstag „ 12. „ „ I 18. Mittwoch „ 13. „ „ i 19. Donnerstag „ 14. „ „ f 20. Samstag „ 16. „ „ Die Interessenten werden daher aufge- iorbert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen unb hierzu burch ' Vorzeigung ber Schuldscheine sich zu legi- timiren- Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf orts- ! übliche Weise bekannt machen zu lassen- Gießen, den 28- November 1885. Der Rechner der Spar- unb Leihkasse. Kehr. IeikgeSotenes. Schlittschuhe in großer Auswahl empfiehlt 8346 G. O. Bapst* Allgemeiner Anzeiger. legenmftntel 5785 in allen Größe«, neuester Ws-s-Ws, wa Mk. « — an, F. Holberg, BOie Uhrenfabrik und Musikwerke-Handlung von Otto Hecht, Frankfurt a. M. 16 große Eschenheimerstraße 16 empfiehlt zu Weihnachtsgeschenken ihr großartiges Lager in: Goldenen und filbernen Uhren, sowiegoldenen u. filbernen Uhrketten, Pendulen, Regulateuren, Wanduhren u. Wecker. 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