Miir’äf' d-n -Haffe? 800 UL iÄ*»- ■S^s ?' ®- Brück, Kf. 8. ®ail •vrlmplt, M >' „Ad, Noll -ri III,, Dr. Pitz' Schmidt, !1^Uhl. 4951 tS it«8 S Ubr. wstand. w b bringe hierbuch lamenkleidem Minnen die erfor- genommen. bfleiach, rstraße 20. wollen, wird billigst s Mädchen, welches nb alle Hausarbeiten. ;rau PhU'p» * ^chen^Me^köchen rit wrMt pr. Mt. 'S" «MS S.*«# zschm°ui/°l-l' S-- eJrP^JL-- SJäVW“ 1 H. b-i d-r KK Rr. ISS Samstag den 11. Juli 1SSS Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. **«“* "« >rt ”»"«««* m^elW Amtlicher Hheil'. Pfarr-Conferenz. Mittwoch den 13. Juli, Nachmittags: Pfarr Eoaferenz auf dem Schiffenberg. Lang-Göns, den 9. Juli 1885. Dr. Strack, Dekan. Lehrer-Confererrz des Conferenz-Bezirks Grünberg: Mittwoch den 15. Juli, Morgens 10 Uhr, in Grüuberg. Lieder 9, 10, 30. Gießen, den 8. Juli 1885. Büchner, Kreisschulinspector. Politische Ueberstcht. Gietzen, 10. Juli. Ein schönes Fest ist in den letztvergangenen Tagen am Rhein gefeiert worden, besten Ufer doch schon die Zeugen so gar mancher erhebenden Festlichkeit gewesen sind. In der, in einer der herrlichsten Gegenden des Rheines gelegenen Stadt Bingen hatten sich anläßlich des am 4. Juli stattgesundeneu amerikanischen Nationalsestes eine größere Anzahl Deutsch-Amerikaner ein Stelldichein gegeben. Den Kern der Versammlung bildete der Verein der „Independent New'Dork-Schützen", besten Mitglieder, von Freunden und Bekannten begleitet, eine moderne Argonautenfahrt aus einem eigens dazu gecharterten Dampfer nach der deutschen Heimath unternommen hatten, um einmal hier, an den rebenbekränzten Usern unseres schönsten vaterländischen Stromes, den Tag der amerikanischen Unabhängigkeits-Erklärung, in festlicher Weise zu feiern. Der originelle Plan fand auch unter den in den deutschen Bädern u. s. w. weilenden Amerikanern rasch lebhaften Anklang, welche zahlreich nach Bingen geeilt waren, um hier ihre aus New-Dork gekommenen Lanosleute zu begrüßen. Was dem Binger Feste seine besonoere Bedeutung verlieh, war die Betonung und Bethä- tigung der unverbrüchlichen Treue und Anhänglichkeit der amerikanischen Gäste an ihr altes Vaterland, wie solche aus zahlreichen Reden und Toasten hervorleuchtete. Unter diesen Kundgebungen ragt namentlich die auf dem Festbankette, welches auf dem Rochusberge stattfand, gehaltene Rede Oswald Ottendorfer's, des Herausgebers der „Rew-Dorker Staats-Zeitung" hervor, welcher betonte, daß , wie sehr sich auch der Deutsch-Amerikaner als Republikaner, als Angehöriger des großen Staatenbundes jenseits des Oceans fühle, er doch auch der deutschen Heimath in Liebe und Treue gedenke und mit Begeisterung die großen Thaten nachempfinde, durch welche das neugeeinte Deutschland entstanden sei. Von diesem Geiste war das ganze Fest getragen und wird darum unzweifelhaft die Erinnerung an dasselbe in den Herzen aller seiner Theilnehmer noch lange fortleben. Am Montag hatten die Rew-Dorker Schützen noch die Ehre, von der Kaiserin in Koblenz empfangen zu werden und der Hohen Frau eine Ovation darbringen zu dürfen. Fürst Bismarck, welcher am Montag der Hochzeit seines jüngeren Sohnes, des Grasen Wilhelm Bismarck, mit Fräulein Sibylla von Arnim in Kröchlendors beigewohnt hatte, ist bereits in der Nacht vom Montag zum Dienstag wieder in Berlin eingetroffen. Die Annahme, daß der Kanzler sich direct von Kröchlendors nach Friedrichsruhe begeben würde, ist demnach eine irrige gewesen; jedenfalls wird aber Fürst Bismarck nur einige Tage in der Reichshauptstadt verweilen, um dann sich einstweilen in die ländliche Stille von Friedrichsruhe zurückzuziehen. Mit der am vorigen Samstag erfolgten Vertagung des Bundesrathes bis zum 15. September hat die politische „saison morte“ "unmehr vollständig begonnen. An Stoffen zu politischer Discuffion wird es rndessen noch eine geraume Weile nicht fehlen und die braunschweigische Angelegenheit dürfte hierbei noch immer eine Hauptrolle spielen, wenngleich Alles, was man in den Blättern über die weitere Entwickelung der braunschweigischen Thronfolgesrage liest, doch nur mehr oder minder auf Combinationen beruht. Viel Staub wirbelt zur Zeit auch noch die bekannte Affaire des Studien-Erlasses des Paderborner bischöflichen General-Vicariats auf, über welchen sich die Blätter liberaler und klerikaler Richtung gegenseitig noch immer schöne Dinge sagen. Da inzwischen die Verfügung des General-Vicariats durch die Erklärung vom 1. Juli wieder zurückgezogen worden ist, so hat die ganze Polemik keinen äbitttr^b^ unb fann höchstens nur dazu dienen, die Gemüther unnöthig zu In Münster (Westfalen) hat am Dienstag die Generalversammlung des westdeutschen Fluß- und Kanal-Vereins getagt, und zwar in zachen des projectirten Rhein« Ems-Kanals. In derselben machte der Vorsitzende Dr. RatorpS Mittheilungen über den Stand des ProjecteS und der Regierungs- vaumeister Lauenroth gab solche über das neue generelle Kanalproject des Ministers Maybach. Oberprästdent v. Hagemeister legte hierauf in längerer Rede die dem Untertlehmen noch entgegenstehenden finanziellen Schwierigkeiten dar und wies daraus hin, daß der Minister daran sesthalte, die Kosten für den Grunderwerb "Eßten durch die am Kanal Betheiligten aufgebracht werden. Von den durch dre niederrheinische Kohlen-Jndustrie aufzubringenden 2 Mill. Jl. sei eine Mill, durch die Bergbau-Hülfskaffe gesichert, für die Aufbringung des Restes müsse der Verein in den industriellen Kreisen Interesse erwecken und ermahnte der Oberpräsident speciell die Vertreter der Amts- und Kreisverbände, in dieser Beziehung thätig zu sein. In Wien macht die Maßregelung eines höheren Gerichts- beamten auch in weiteren Kreisen Aussehen. Dr. v. Stourzh, Staatsanwalts-Substitut am Wimer Landgericht, ist „aus Dienstesrücksichten" nach Steyr versetzt worden. Diese dienstlichen Rücksichten sind darin zu suchen, daß v. Stourzh während der jüngsten Reichsrathswahlen sich in einer Rede öffentlich zu den Grundsätzen der deutschliberalen Partei bekannte und das Resultat der Wahl in dem Wiener Bezirk „Josessstadt", wo ein Antisemit gewählt wurde, einer sehr abfälligen Kritik unterzog. Diese Aeußerungen seiner politischen Gesinnung haben die Regierung veranlaßt, den genannten Beamten aus seinem Wirkungskreise in der Hauptstadt zu entfernen und daß sie das formelle Recht besitzt, Beamte, die in politischer Beziehung zu .sehr hervortreten, zurechtzuweisen, kann nicht bestritten werden. Nur ist hierbei zu berücksichtigen, daß es Beamten slavischer Rationalität unter dem Regime Taaffe erlaubt ist, ihre politischen Gesinnungen ungestraft offen zu äußern und unverholen, trotz ihrer dienstlichen E^'Nung, für die slavische Sache zu agitiren; Beispiele hierfür ließen sich aus der eben beendeten Wahlcampagne genug anführen. Der Fall des Dr. v. Stourzh beweist daher in eclatanter Weise, daß die Regierung des Grafen Taaffe nicht mit gleichem Maße mißt und daß die schöne Theorie von der Gleichberechtigung der Nationalitäten mit der Maßregelung Stourzh' wieder einmal eine eigenthüm- liche Uebertragung in die Praxis gefunden hat. Der Ueberfall von Huö hat die militärische Situation der Franzosen in dem von ihnen schon seit Jahr und Tag besetzten Anam wieder einmal in einem sehr bedenklichen Lichte erscheinen lassen. Wenngleich der von angeblich nicht weniger als 30,000 Mann unternommene nächtliche Angriff der Anamiten auf die französischen Expeditions-Truppen von diesen kräftigst zurückgewiesen worden ist und die von General Courcy schleunigst angeordneten Maßnahmen augenblicklich keine weitere Besorgnisse für die Sicherheit des französischen Expe- ditions-CorpS aufkommen lassen, so beweist doch die Affaire, wie nöthig es ist, daß die Franzosen in Anam fortwährend auf dem „Qui vive?“ stehen. Zur Sache selbst melden weitere Depeschen oes Generals Courcy, daß in Huö wieder Ruhe herrsche und daß die anamitischen Truppen vollständig in der Auflösung begriffen seien. Der Regent Tuhong befinde sich in der Gewalt der Franzosen und sei von ihm, Courcy, und Tuhong eine Proklamation an das anamitische Volk erlassen worden, in welcher der Ueberfall gebrandmarkt werde und der König und die Königin-Mutter aufgefordert worden seien, nach dem Palaste zurückzukehren. Die Citadelle von Huö würde von dem 3. Zuaven-Regiment besetzt gehalten, die Marine-Jnsanterie fei aus Tongking nach Huö beordert worden. Im Uebrigen ist der Vertrag von Tientsin trotz des Zwischenfalles von Huö von der Deputirtenkammer am Montag ungeachtet des Widerspruches der Rechten und der Radikalen mit großer Majorität angenommen worden. Die Annahme des Friedensvertrages mit China durch die Kammer ist ein entschiedener Erfolg des gegenwärtigen französischen Cabinets, da die Nachricht von dem blutigen nächtlichen Kampfe in Huö dem Ministerium Brisson gefährlich werden konnte und namentlich Herr de Freycinet darf sich daher zu diesem ersten größeren parlamentarischen Erfolge Glück wünschen. Vom Dampfer „Samoa" der deutschen Neu - Guinea - Compagnie ist ein Bericht über die letzte Untersuchungsreise, welche Dr. Flinsch vom 5. bis 28. Mai im Kaiser-Wilhelms-Land unternommen, eingetroffen. Dr. Flinsch untersuchte die bisher unbekannte Strecke von Astrolabe-Bay bis Humboldts- Bay. Es wurden mehrere gute Häfen und ein schiffbarer Fluß entdeckt. Das Land eignet sich sowohl zur Cultur, wie zur Viehzucht. Die Eingeborenen waren freundlich. Darmstadt, 9. Juli. Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 8. Juli den Amtsrichter bei Großh. Amtsgericht Mainz, Philipp Obenauer, zum Landrichter am Großh. Landgericht der Provinz Rheinhessen, an dems. Tage den Amtsrichter am Großh. Amtsgericht Oppenheim, August Fabricius, zum Amtsrichter bei Großh. Amtsgericht Mainz zu ernennen. — Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 9. Juli dem Schullehrer Leonhard Büchler zu Lorsch das Allge- tneine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für fünfzigjährige treue Dienste" zu verleihen. Darmstadt, 0. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog wohnten heute Vormittag der Besichtigung des Großh. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corps) bei, welche auf dem Griesheimer Artillerie-Schießplatz durch den General-Jnspecteur der Artillerie v. Voigks-Rheetz stattsand. Heute Nachmittag 5 Uhr werden Se. Königl. Hoheit einer Einladung zum Diner des Officier-Corps genannten Regiments im Kasino der Artillerie-Kaserne Folge geben. — Zum Reichscommiffar für die Regulirung des Rhein» auf der Strecke zwischen Mainz und Bingen aus Grund de» zwischen Preußen und dem Groß- herzogthum Hessen abgeschloffenen Staatsvertrages ist Seitens des Reichskanzler» der badische Oberbaudirector Honiell ernannt worden. Im vorliegenden Falle wird zum ersten Male die Regulirung eines deutschen Stromes unter dauernde Aussicht der Reicher gestellt. Die Generalpläne sind aus Grund der von Reichs wegen unter Vorsitz eines Reichrkommiffarr nach Anhörung der inleressirten Grundbesitzer, Schifffahrttreibenden ic. an Ort und Stelle abgehaltenen Enquete ausgestellt und dem Vertrag beigesügt worden. Die Specialpläne muß der Reichrkommiffar prüfen und genehmigen, sowie die vertragsmäßige Aussührung derselben überwachen. Telegraphische Depeschen. Wolkf'S telegr. Eorrespondenz» Bureau. EmS, 9. Juli. Se. Majestät der Kaiser machte gestern Mittag eine Spazierfahrt und besuchte Abends das Theater. Heute früh ließ sich Allerhöchstderselbe nach der Trinkkur die hier zur Kur anwesenden Offiziere am Kurhause vorstellen, machte dann eine Promenade, woran sich eine Ausfahrt schloß und nahm später die Vorträge des Generallieutcnants von Albedyll und des Hofmarschalls Grafen von Perponcher entgegen. An dem Diner nehmen heute der gestern eingetroffene Fürst von L-chwarzburg- Ruoolstadt, sowie die heute erwarteten Fürst und Fürstin zu Wied und der General von Stosch Theil. Schwerin L 9. Juli. Zur Berichtigung gcgenthciliger Meldungen erklären die „Mecklenb. Anzeigen", daß die Regierung von Mecklenburg-Schwerin bei der Abstimmung im Bundesrath über die braunschweigische Angelegenheit ohne jede Verwahrung dem ihren Ansichten vollkommen entsprechenden Anträge des Justizausschusses zugestimmt hat. Berlin, 9. Juli. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge erhielt das Lehrcrpensions- Gesctz am 6. Juli die königliche Sanction. PariS, 9. Juli. Die „Agence Havas" demcntirt form dl die Nachricht, daß Freyciner eine Note über die Suezcanalfrage erlassen habe; in dieser Angelegenheit sei kein Schritt seit der Versendung der Protokolle der Suezcommission geschehen. — Das Gerücht von der Zurückberufung des französischen Botschafters in Petersburg ist unbegründet. — Ein Telegramm des Generals Eourcel aus Hue vom 8. Juli constatirt, daß die militärische Lage in Hue und Tongking fortfährt, eine befriedigende zu sein. — Regierungskreise dementiren, daß von der Absendung von 4000 Mann Truppen nach Madagaskar die Rede sei. London, 9. Juli. Jin Unterhaus erklärt Bourke, es sei nicht beabsichtigt, aus Northbroofs Berichten über Egypten Weiteres zu veröffentlichen. Die Schriftstücke über die Suezcanal - Conferenz seien zur Vorlage in Vorbereitung. Das Haus wird Gelegenheit haben, über die Convention, deren Wortlaut noch nicht vereinbart ist, seine Ansicht auszusprechen, bevor weitere Schritte erfolgen. Die Negierung erhielt bisher keine Bestätigung von Pain's Tod. Es sei nicht im Staatsinteresse ersprießlich, Lnmsden's Schriftwechsel im gegenwärtigen Stadium der Unterhandlungen mit Rußland zu veröffentlichen. Hicks-Beach bestätigt, die Ernennung einer Untersuchunas-Eorn- mission des Handels - Nothstandes sei beschlossen. Hicks-Beach erklärt, er behalte die Vorschläge Ehildcrs bei bezüglich des Budgets bis auf diejenigen, welche das Hails i seiner Sitzung voin 9. v. M. abgelehnt habe und werden weitere neue Steuern nicht beantragt. Von dem Elf - Millionen - Credit seien bereits 9,850,000 Lstrl. verausgabt. Bei dein Eredit der veranschlagten Ausgaben für die Admiralität habe man den Voranschlag um eine halbe Million überstiegen. Das Gesammtdeficit des Vorjahres und des laufenden Jahres betrage 3,870,000, er beabsichtige dasselbe durch Schatzbons und Schatzamts-Tratten zu decken. — Im Oberhaus nahm Rothschild seinen Sitz ein. Die schottische Ministerbill wurde in zweiter Lesung angenommen. Brüssel, 9. Juli. Die Polizei nahm heute in einem Locale, wo Anarchisten regelmäßig zusammenkommen und wo auch das von ihnen herausgegebene Journal „Ni Dieu, ni Maitre“ gedruckt wurde, eine Haussuchung vor und beschlagnahmte eine Anzahl Schriftstücke, verhaftete 14 Personen, wovon indeß nur einige in Haft behalten wurden. Unter den Verhafteten befinden sich ein Russe und ein Deutscher, die übrigen sind Franzosen und Belgier. Universität-- Chronik. — An Stelle des verstorbenen Geh. Ober-Medicinal-Raths Henle ist dessen Schwiegersohn, Professor Dr. Merkel aus Königsberg, als ordentlicher Professor der medicinischen Facultät und Director des anatomischen Instituts nach Göttingen berufen worden. Derselbe hat, wie die „G. Fr. Pr." aus zuverlässiger Quelle erfährt, den Ruf angenommen und wird schon zu Michaelis nach dort übersiedeln. — Dr. Georg Voß ist zum Privatdocenten der Kunstgeschichte an der Königl. technischen Hochschule in Berlin ernannt worden. — Zum Rector der Prager Universität wurde Prof. v. Mertens gewählt. Lokale-. Gießen, 10. Juli. In dem Processe Reichstagsabgeordneter Hinze von Berlin contra Rechtsanwalt Jöckel von Friedberg und Redacteur Binder nagel von ebenda wegen Beleidigung gelegentlich der letzten Reichstagswahl wurde heute Morgen bei Großh. Strafkammer das am 3. d. Mts. ausgesetzte Urtheil verkündet. Dasselbe lautet: „Es ist für Recht erkannt worden, das Urtheil des Schöffengerichts (Friedberg) aufzuheben und die beiden Angeklagten wegen dreier Beleidigungen des Privatklägers, den Rechtsanwalt Hermann Jöckel in eine Geldsttafe von 320 X, im Falle der Uneinbringlichkeit 30 Tage Gefängniß, den Verleger und Redaeteur Binder nagel in eine Geldsttafe von 60 JL beziehungsweise 6 Tage Gefängniß, außerdem beide zur Tragung der Kosten und der dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Ausgaben zu oerurtheilen." — Auf eine traurige Art verunglückte gestern Nachmittag ein Metzgerlehrling. Durch eine noch nicht aufgeklärte Ursache gerieth derselbe mit dem Kopfe in einen hängenden Strick und jedenfalls beim Ausgleiten stürzte er und brach das Genick. Der junge Mann war der Sohn wohlhabender Leute einer benachbarten Gemeinde. Vermischtes. Alsfeld. An die Brüder Adolf und Karl Müller hat Fürst Bismarck am 4. Juli nach seiner Rückkehr von Kissingen nachfolgendes Schreiben gerichtet: „Ich danke Ihnen verbindlichst für die freundliche Uebersendung Ihres neuesten Werkes. Ihre treffenden und lebendigen Schilderungen der Vettern meines tteuen Gefährten haben mich in hohem Grade iiitereffirt, und ich freue mich auch, daß in diesem Buche, welches jeder deutsche Hundefreund mit Vergnügen und Nutzen lesen wird, die deutschen Buchstaben wieder zu Ehren gekommen sind. v. Bismarck." Frankfurt a. M., 8. Juli. Aus Halle a. S. wird der „Franks. Ztg." geschrieben, der zum Tode verurtheilte Julius Lieske fei nicht von Wehlheiden nach der Strafanstalt in Halle a. S. gebracht worden, sondern befinde sich in dem Zuchthause Wehlheiden bei Kassel, zu dessen Einlieferungsbezirk Frankfurt gehört. Landsberg a. Warthe, 8. Juli. Heute früh 6 Uhr wurde der Vatermörder Jrednch aus Soldin hier hingcrichtet. — (Zum sechsten deutschen Turnfest, j Dresden rüstet sich zum sechsten deutschen Turnfest, um über 15000 Turner aus deutschen und nichldeutschen Gauen würdig, zu empfangen. Ans dem weiten, schön gelegenen Festplatze, der dicht an den Großen Garten stößt, erheben sich schon imposant^und geschmackvoll die weiten Festgebäude und die Einrichtungen zum Turnen, Fechten, Springen und Spielen. Auch dem Schwimmen in den Elbbädcrn sind zwei Morgenstunden von 7—9 Uhr am Sonntag gewidmet. Das Fest, welches Samstag den 18. Juli mit dem Empfang der ankommenden Turner und ihrer Begrüßung beginnt, findet am Donnerstag den 23. Juli seinen Abschluß mit der Ausführung von Turnfahrten in die sächsische Schweiz, in die näheren Theilc des Erzgebirges und nach Meißen, woran sich 20 Gruppen mit circa 4000 Turnern betheiligen werden.. Die Bevölkerung Dresdens nimmt regen Antheil an allen Vorbereitungen zum Feste. Auch die Presse und Literatur bleibt nicht zurück. Zwei reichhaltige, frisch ge- chriebene Nummern der ofsieiellen Festzeitung sind bereits erschienen, um die von nah und fern erwarteten Turner und die Einwohner Dresdens von allen Festarrangements zu unterrichten und Stimmung für das Fest zu machen. Auch ein alter kerndeutscher Dichter Johann Fischart erscheint als Gabenspender. Sein „Glückhaft Schiff", das Hohelied von Manneskraft und Mannestreu, ist in 2. Auflage als Jubelgabe zum sechsten deutschen Turnfest von H. Stiehler, Dresden, Lchmann'sche Buchdkuckerei 1885, erschienen und für wenige Pfennige zu haben. Ein begeisterter Turner aus Bremen schreibt, daß er in Dresden ein modernes olympisches Fest erwarte, welches unter der Theilnahme des ganzen deutschen Volkes eine große Anregung weithin üben werde. Er hofft, daß die Vaterstadt Theodor Kömer's auch für würdige vaterländische Gesänge sorgen und die nationale Begeisterung nachhaltig wecken werde, damit dem Vaterlande aus der systematischen Pflege des Turnens in allen Schulen von Stadt und Land ein wehrfähiges Geschlecht erwachse, dem als Frucht körperlicher Hebungen in der Jugend dann auch eher eine Abkürzung der Militärdicnstzeit gewährt werden könne. Mögen sich die Hoffnungen dieses Patrioten erfüllen und ein glücklicher Stern über dem nächsten deutschen Turnfeste walten! Die deutschen Sänger-, Schützen- und Turnerseste haben jetzt einen anderen Character, als vor der Begründung des deutschen Reiches. Vor 1871 waren es Sehn- uchtsfeste, in denen sich der Drang der verschiedenen deutschen Stämme nach festerer politischer Vereinigung kundgab. Jetzt ist diese Sehnsucht erfüllt. Deutschland hat aufgehört, ein bloßer geographischer Begriff zu sein, cs ist eine compacte Einheit geworden, welche ihre Macht zur besseren Gestaltung der eigenen Zustände und auch zur Förderung der Wohlfahrt naher und ferner Völker geltend machen kann. Jetzt können wir unsere Feste mit einem ganz anderen Hochgefühl feiern; aber den neuerworbenen Rechten und Freiheiten stehen auch Pflichten gegen unsere eigene 'Nation und gegen remde Völker gegenüber. Wir müssen unseren größeren Nationalfesten einen tieferen Inhalt «eben und anderen Völkern beweisen, daß wir nicht im Essen und Trinken, sondern in ver Pflege höherer Güter die wahre Weihe eines festlichen Zusammenseins von deutschen Brüdern aus allen Ländern erblicken. Die gymnastischen Hebungen sollen unsere deutsche Jugend nicht blos körperlich gesund und kräftig erhalten, sondern auch den Geist emporheben, den Willen befestigen und die Seele rein erhalten. Ein kräftiger Turner soll sich schämen, seinen edlen Leib zu verweichlichen und niederen Ausschweifungen zu fröhnen. Er soll alles Schwächliche, Unedle und Hnharmonische in ihm und um ihn herum mannhaft bekämpfen. Wenn die deutschen Turner mit solchen Vorsätzen nach Dresden kommen und sich nicht blos amüfiren, sondern hier lernen, ihre Körperkraft und Gewandtheit stählen und befestigen, Gemeinsinn pflegen und Begeisterung für alles Wahre, Gute und Schöne von hier mit hinwegnehmen wollen, dann wird es ihnen auch an dem wahren Frohsinn nicht fehlen, dann wird das sechste deutsche Turnfest ein neuer Baustein zur Größe, Macht und Wohlfahrt des deutschen Volkes und Reiches werden. — sStreiks.j Der Streik der Maurer in Berlin dauert noch unverändert fort. Die Steinträger und Bauarbeiter schlossen sich am 21. Juni, nachdem dieselben einen Bund zur Wahrung ihrer Interessen begründet, dem Streif der Maurer an. Das von den Bauunternehmern, welche städtische Bauten ausführen, an den Magistrat eingereichte Gesuch um Verlängerung der Baufristen mit Rücksicht auf den Streik, ist nach Zeitungsmeldungen abschläglich beschicden worden. Dagegen Haden mehrere große Baugesellschaften beschlossen, für die von ihr demnächst in Generalentreprise zu vergebenden Bauten den sonst wohl in den Verträgen üblichen, durch Eonventionalstrafen verschärften Passus, daß ein Streik die verabredeten Termine nicht nlterire, für die Zukunft wegfallen zu lassen. Ebenso hat eine Anzahl Meister und Hnternehmer beschlossen, in Zukunft nur Submissionsofferten abzugeben unter der Voraussetzung des Wegfalles jener Strafbestimmung. In Zukunft würde die Bedingung aufgenommen werden, daß die Termine sich um so viel verlängern als ein Streik dauert. — Seit dem 27. Juni streiken in Berlin die Arbeiter der Hartyiann'schen Eisengießerei, circa 50 Mann, wegen Lohnerhöhung. — In der Eohn u. Steinthal'schen Färberei in Berlin haben 40 Arbeiter die Arbeit niedergelegt, weil ihnen die verlangte Erhöhung ihres Lohnes von 18 auf 20 H pro Stunde verweigert wurde. — Die Arbeiter einer Albumfabrik und etwa 300 Töpfer in Berlin stellten bei höheren Lohnforderungen Ende Juni die Arbeit ein. — Die Arbeiter der Firma Vorwerk u. Sohn in Barmen haben am 22. Juni die Arbeit eingestellt, weil ihre Forderung, Kürzung der Arbeitszeit und 2Oprocentige Lohnerhöhung, für sämmtliche Artikel nicht sofort bewilligt worden war. Die zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in versöhnlichem Geiste gepflogenen Verhandlungen führten sofort durch Bewilligung der Forderungen zur Beendigung des Stteiks. — Der Streik der Tischler des bedeutenden Möbelgeschäfts Hermann u. Söhne in Neucoschütz ist nach dreiwöchentlicher Dauer zu Ungunften der Streikenden beendet worden. Der zu Anfang des Streiks den Arbeitern zugesicherte Lohnaufschlag von 10 pEt. (auf ihre Forderung von 25 pEt.) war, weil das Anerbieten nicht acceptirt wurde, wieder zurückgezogen worden. — Der größte Theil der in den Bunzlauer und Tillendorfcr Töpfereien beschäftigten zweihundert Töpfer legte am 29. Juni in Folge von Differenzen über die Kündigungsfrist die Arbeit nieder. — In Folge von Lohndifferenzen haben in Stadtilm (Thüringen) die sämmtlichen Arbeiter (51) der Müller'schen Hutfabrik die Arbeit Ende Juni niedergelegt. — In Sagan (Schlesien) haben 50 Maurer am Baue der neuen Artillerie- Kaserne die Arbeit niebergdegt, weil einige aus Berlin eingetroffene Gesellen für einen sehr niedrigen Lohn, zehnstündige Arbeitszeit 2JL in Arbeit treten wollten. — Die Lohnbewegung hat in Leipzig fast sämmtliche Gewerbe ergriffen. Die Baugewerke haben einen zehnstündigen Arbeitstag erzielt, nun wollen die Gesellen Lohnerhöhung, welche ihnen auch von den Meistern unter der Bedingung zugesichert worden, daß die ersteren dem Jnnungsstatut entsprechend einen Gesellen-Ausfchuß wählen. Die Malerund Lackirer-Gehilfen haben ihre Forderungen etwas ermäßigt und dürften sie auch erfüllt sehen ebenso wie die Schlosser. Die Glaser verlangen einen wöchentlichen Minimallohn von 20 JC. Die Graveure sind auch in die Lohnbewegung eingetreten, während die Buchbinder und Barbiere mit ihrer Agitation aufgehört haben. Wie man hört, wird auch für die Gigarrcnarbeiter, Tischler, Schmiede und Steinsetzer in nächster Zeit die Lohnbewegung beginnen. — In der Pianoforte-Fabrik der Actien- Gesellschaft „Apollo" haben Ende Juni 20 Zusammenseher die Arbeit niebergdegt, weil ihnen ein Abzug von 22 bis 33 pEt. gemacht wurde. — In Liegnitz streiken bie Eigarrcnarbeiter sämmtlicher Fabriken behufs Lohnerhöhung feit bem 30. Juni. — In Kaiserslau tern stteiken seit bem 80. 3uni bie Schreinergesellen. Der Anlaß bazu ist bas Vorgehen der Meister gegen ben Fachverein ber Gehilfen, inbem bie bemfdbeii angehörenben Gesellen entlassen würben. Die briefliche Aufforberung an bie Meister, bie betreffenbe Ausschließung zurückzunehmen, blieb ohne Antwort. Man schreibt uns aus Görlitz: In Erbmannsdorf hatten nach ben Webern auch bie Spinnerinnen bie Arbeit eingestellt, um eine Erhöhung ihres Wochenlohnes von 6 auf 7 JL zu erzielen. Am 2. Juli hat aber bie Arbeitseinstellung ber Spinnerinnen eiii^nbe genommen, nachbem bie Direction erklärt hatte, sie werbe ben Betrieb mit ben Spinnerinnen beginnen, welche zu ben alten Lohnsätzen arbeiten wollten unb sie burch bie bewaffnete Macht gegen Drohungen schützen lassen. Am 6. Juli nahmen auch bie Weber bie Arbeit roieber auf. — In Muskau in ber Oberlausitz haben am 23. Juni 60 Töpfer in Folge von Lohnbifferenzen bie Arbeit eingestellt. Stolberg bei Aachen, im Juli. Ein Scheusal in Gestalt eines Menschen o,n etwa 26 Jahren — schmächtig kleine Gestalt — würbe am 1. b. M. burch bie Stabt -um Bahnhof geführt, um nach Aachen ins Gefängniß abgdiefert zu werden. Schrötter '.78 S xe<äi Wrtz Z7°LL MU t>beu«*’no'Jtrnt& Sfe(Wi«l ’fwle^t encQd)fc r kwe Abkürms glücklicher Stern W einen anderen waren es Sehn- >nme nach festerer Teulfchland hat We Einheit moe und auch znr M. Jetzt können m neuerworbenen Nation und gegen Anhalt «eben und )trn in der Pflege deutschen Brüdern cht blos körperlich Willen befestigen , feinen edlen Leib alles Schwächliche, kämpfen, sden kommen und Gewandtheit stählen Wahre, Gute und ach an dem wahren neuer Baustein zur werden. t noch unverändert , nachdem dieselben if der Maurer an. , an den Magistrat auf bcn Straf, ift ben mehrere große lentreprise zu vn- ^onventionalstrasen ht alterire. für die ad Unternehmer be- • Boraussetzung des igung aufgenommen k dauert. - Serk Eisengießerei, circa al'schen Färberel m verlangte Erhöhung __ Die Arbeiter m Lohnforderungen werk u. Sohn m Forderung, Kürzung, ikcl nicht sofort be- rn in versöhnlichem ?SSK StK» 95 p(St.) war. wnl „f _ D-r 8«6*e MÄten E die Mdigunp^ btilm (Thum«-a> Ende Suntn*; »* ** ,U wert'"’- st, ift der Name dieses Scheusals, gebürtig aus Eilendorf bei Aachen, ist seines Handwerks Schneider; derselbe wurde am 21. Juni d. I. aus dem Zuchthause zu Münster nac!^ siebenjähriger Haft entlassen und nach seiner Heimath befördert. Ohne zu arbeiten, verbrachte er acht Tage im Hause seiner Stiefmutter. Am Sonntag früh suchte er dieselbe zu überreden, mit ihm ins Feld zu gehen, was diese auch zusagte, doch bat sie eine Nachbarin und deren Mann, mitzugehen. Als Schröttcr dies gewahr wurde, entfernte er sich, versuchte aber, Abends zurückkehrend, seine Stiefmutter zu würgen; diese vermochte sich indessen loszumachen, lief fort und schrie um Hülfe. Ein in demselben Hause wohnender junger Mann leistete der Frau Beistand, suchte den Schrötter zu beruhigen, erhielt jedoch einen Stich mit einem Dolch in die Seite, so daß er von Schröttcr ablasscn mußte. Schrötter entfernte sich und trieb sich Nachts unrher. Um 3 Uhr Morgens fragte er in freundlichem Tone auf der Chaussee zwischen Eilendorf und Stolberg einen ihm begegnenden, zur Arbeit gehenden Mann nach einer Person flamens Schütz, und als ihm Auskunft gegeben wurde, versetzte er dem Manne kurz hintereinander 2 Stiche, den einen zwischen die Nippen, den anderen in den Unterleib, so daß der Getroffene lautlos zusammenbrach. Schrötter ging ruhig seines Weges weiter nach Stolberg zu und vollführte genau unter denselben Umständen bis zur Stadt noch drei solcher Attentate. Am Ende der Stadt begegneten ihm endlich vier Mann; bei ihnen erkundigte er sich nach dem Wege, der nach Ficht geht. Ein Mehgergcsell dreht sich um und zeigt ihm mit vorgestrecktem Arm die Richtung des Weges; in demselben Augenblick aber bricht er auch mit dem Rufe zusammen: „Ich sterbe, helft mirSeine Kameraden kehren eiligst die paar Schritte zurück, konnten ihren Kameraden indessen nur noch als Leiche zur Seite legen. Ein Dolchstich hatte dem jungen Leben ein Ende gemacht. Das ist jedoch noch nicht alles. Auch der Portier einer Gasfabrik oberhalb Stolbergs wurde von dem Mörder angesprochen und erhielt einen Stich in die Brust. Hierbei blieb der Dolch in den dicken Kleidern des Mannes stecken, ohne den Körper besonders zu verletzen. Der Mörder sah sich der Waffe beraubt und suchte iU entkommen, cs gelang ihm dies auch. Wie ein Lauffeuer ging nun die Kunde von den Ucberfällcn durch die L-tadt und Alles, was irgend abkömmlich war, machte sich auf zur Jagd. Endlich gegen Mittag gelang es zwei jungen Leuten, des Mörders habhaft zu werden und ihn der Polizei zu übergeben. Das Volk war wüthend und suchte ihn zu befreien, um ihn zu lynchen. Im Verhör gestand derselbe seine Thaten ein, drohte jedoch gleichzeitig, wenn sein Kamerad entlassen würde (derselbe erschlug vor einigen Jahren einen Gerichtsvollzieher), der würde es noch besser machen. Zwei von den Ueberfallenen sind Familienväter von 5 resp. 6 Kindern und liegeiCfo schwer darnieder, daß keine Hoffnung vorhanden ist, sie am Leben zu erhalten. _______ Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den II. Juli. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dingcldey. 6. Sonntag nach Trinitatis, 12. Juli. Vormittags 9^2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 2*/r Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Kinderkirche: fällt aus. Katechismuslehre für die Realschüler, Vormittags 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Pfarrer Dr. Naumann. Katechismuslehre für die Mädchen, Vormittags 8 Uhr, in der Kirche, Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 12. bis 18. Juli besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 7. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Com- munion. Um 1/2K) Uhr: Hochamt und Predigt. Um 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 9 Uhr. neu,leicht,solid, elegant,preiswürdig. Abbild, gratis Dlllvvrtvrm MUgkN, [4132J I. G. Rumpf, Eis. Hand Frankfurt a/M Temperatur der Lahn und der Luft nach Reanmur gemessen am 10. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 18°, Luft im Schatten 23°. L. Ehr. Rübsamkn, Turn- und Schwimmlehrer. Keisgeöotenes. 5080 Eine Kindcrwiege mit Matratze, gut erhalten, zu verkaufen- Näheres in der Erped- d- Bl._________ Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr a b. Aug. Moll, 5082_____________im Stern. ! Krührosen-Kartosseln! 50 Ko. incl- Sack ab Frankfurt a/M- .M. 4.75 versendet unter Nachnahme 5071 Leopold Oppenheimer, Friedberg b. Frankfurt a M. Lebendfr. rothfieischiger Weser-Lachs, Pfd. Mk. 1.30 (in Eis verpackt), Feinste Matjesheringe, per Stück 10 Brabant. Sardellen, pr. Pfund Mk. 1,20, neue Holland. Heringe, pr. Stck. 4 u. 3 Pf. Caviar, Sardinen, Atollmöpse, Aal in Gelee, Bücklinge rc. in der Hamburger Mschhandlung. von A. Koch. 5078 Zum Cinmaehen empfehle: fst. Burgunder- und Champagner-Gsfig, Wein-Esfig, Doppel-Esstg, Eh. A. Pasteur'- Gsfig-Effenz Raffinade und sämmtliche Gewürze in bester Qualität billigst. 5073 C. Q. Kleinhenn. Ein Acker Korn § am Wismarer Weg zu verkaufen. Näheres bei Oeconom Cost, Neustadt hier.— Bqoöocq ooocoQOoaado -gissmeinnicht. g »les, hochfeines, nachhaltiges Q composd i Fl. 1 —, g und JL 1.50 in 3118 Q iwaab’s Delicatessenhandlung. O onnnnrgymnnQCOaO IDOOQQCOa Reue Kartoffeln, Himbeeren u. Johannisbeeren [5058 zu haben im Körner'schen Garten. llcuc Kartoffeln 11 ju verkaufen. Frankfurterstraße 69. I Allgemeiner Anzeiger. M liiiiiliirnfesl In Lieh Sonntag den 12. und Montag den 13. Juli cr. Für gute Speisen, reine Weine, feinstes Export- Bier aus der Brauerei A. Klostermann in Gießen und Zhring in Lich ist bestens gesorgt und ladet zum Besuche freundlichst ein Der Festwirth: 5065__Carl Vogt VI. Zur kosmetischen, hygieinifchen Pflege des Teints, zur Reinigung von Hautscharfen, Beseitigung von Ausschlägen, Jucken, Hautflechten, Kopf- und Bartschuppen, zur Zertheilung von Geschwülsten, überhaupt zur Erlangung eines schönen sammetartigen, weißen Teints ist unübertroffen die seit 22 Jahren mit größtem Erfolg eingeführte _____ 4376 Glycerin-Schwefelmilch-Seife Igg aus der königl. bahr. Hof-Parfümerie-Fabrik von Wunderlich, prümiirt Nürnberg 1882. Zu haben ä 35 bei Helnr. Wallaeti, Marktplatz. Znrückgeschle Miderstoffe sowie Stoffreste sind in meinem Laden zum Ausverkauf ausgelegt; ich empfehle solche zu außergewöhnlich billigen Preisen. 4727 J. €h. Retter. Herren- und Knaben Hemden Anfertigung nach Maß auch in jeder Weite vorräthig, sowie Kragen, Manschetten, Hemden» Einsätze, Dorhemden, Taschentücher, stets das Neueste in Shlipsen, Hosenträgern, Glacv- und Sommer-Handschuhen, empfiehlt zu billigen Preisen __ 2840 H. Hübsamen, Warme Bäder täglich geöffnet von Morgens 6 bis Abends 8 Uhr, Sonntags bis 1 Uhr Mittags. Sämmtliche Badertracte, -Salze und Mutterlaugen sind in der Bade-Anstalt zu civllen Preisen zu haben, und werden auch außer derselben abgegeben. Alleinverkauf des Werler Mutterlaugen» Badesalzes. Abonnements werden jederzeit angenommen. 4742 Andreas Euler. Zur Desinfectlon: Chlorkalk, Carbohäiirc, Eisenvitriol empfiehlt F. C. Henzerling, 4811 Neustadt. 30000000000OODODDOOOOOO Veilchen-Abfall-Seife § Rosen-Abfall-Seife g in vorzüglicher Qualität empfiehlt: q ä Packet (3 Stück) 40 [3119 0 Carl Schwaab’8 Delicatessenhandlung. Ö Eine an der Grünberger Straße gelegene Besitzung bestehend aus Wohnhaus mit Hintergebäuden, großem Hofraum, Vorgarten als Bauplatz geeignet, zu jedem Geschäfte passend im Ganzen oder theil- weise unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch 4912_________W. Krämer. Metzgerblousen waschecht, billigst bet 4098 Louis Rothenberger, Neuenweg 22. 5045 Ein Mädchen aus anständiger Familie wird für ein feineres Detail-Geschäft in die Lehre gesucht- Näheres in der Exped- d- Bl.________ Auf hiesigem Platze ist eine frequente Bierwirthschast mit Restauration an einen cautionsfähigen tüchtigen Wirth abzugeben. 5055 Näheres zu erfragen Neustadt 3S, Vorderhaus. 5039 Wir suchen per sofort einen mit den nöthigen Vorkenntnissen versehenen jungen Mann als Lehrling. Jean Dern & Eie. 4984 Ein schönes Kneiplokal abzugeben. Restauration Jmmel tRöhrle's Brauerei). o ro CO CM Louis Strauss I Giessen Bismarckstr. 7. 1 D ü t e n Papier- & Cigarren- handlung. MWWWMMM Neuheiten in Rüschen empfiehlt 4693 Ph. Ellingen wozu freundlichst einladet Fh., Weller Wwe. wozu ergebenst einladet [5077] nll)t M. Langsdorf, Maurermeister. - ^33] Kindermädchen auf sofort ge- sucht. Wo? sagt die Exp. d. Bl- 4736 Die seither von Herrn Dr. Schmitthenner benutzte 2. Etage (6 Ammer nebst Zubehör) Eanzleiberg Nr. 3, ist per 1. September oder früher zu ver- Mlethen. Näheres bei _ L. W. Plank, Neustadt. 3155 Zwei schön möblirte Zimmer zu vermiethen. Seltersweg 31. 4565 Der seither von Herrn Professor Fromme bewohnte dritte Stock meines Hauses, Alicestraße 17, ist anderweit zu vermiethen und pr. 1. October zu beziehen- _____________Aug. Wehn. 4266 Gut möblirtes Zimmer m-'Eabinet Zu vermiethen. Marktstr. 9._ 46^3 Zwei möblirte Zimmer mit Pen- sion zu vermiethen. Neustadt 31. 4632 Die Parterre-Wohnung meines Hauses ist per 1. August zu vermiethen. Arnold Mueller. 4817 Ein Logis im Vorderhaus zu vermiethen.Neuenweg 40. | 2 Mvengasse 2 ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 4981 Eine große Stube ohne Möbel zu vermiethen.__Flügelsgasse_4^_ 4990 Ein anständiger Arbeiter kann Logis erhalten. Kaplansgasse 23. 5023] Möbl. Zimmer mit Eabiuet zu vermiethen. Carl Wunder Wwe , Wolkeng. 11 Montag den 13. Juli: Morgens 6 Uhr: Tagesreveille. Don 8V2 Uhr ab: Turnen der Musterriegen auf dem Festplatz. Während desselben Concert- 2 Uhr Nachmittags: Aufstellung des Festzuges am Oberthor wie Tags zuvor. Zug durch die Stadt nach dem Festplatz. Daselbst Kürturnen, Preisvertheilung an die Musterriegen, Concert, Tanz und Volksbelustigung. Familienkarten ä 2 berechtigen zum Eintritt für 4 Personen. (Nur bis Samstag den 11. Juli, Abends, lösbar. Gültig für die zwei Festtage.) Tageskarten ä Person 1 JL, vorher gelöst 70 H. Karten für die zwei Festtage ä Person 1,50, (dieselben bis zum Samstag den 11. Juli Abends gelöst nur Jl. 1,20). Karten zum einmaligen Eintritt 50 Schulkinder in Begleitung von älteren Personen haben freien Zutritt. Familien- und Einzelkarten sind zu haben bei den Herren Kaufleuten Heinrich Zimmer VII., Hermann Schmidt, Karl Chambre Karl Heller. 4927 Das Eintrittsgeld zum Concert in der Turnhalle am Abend des 41. Juli beträgt für 1 Person 20 H. Das Fest-Comite. (Klavierunterricht sür Anfänger wird gründlich ertheikt. „Näheres m der Exp^b. Bl. 5068 5081 Ein kräftiges Mädchen zu zwei Kinbern gesucht.Mäusburg 12. 5083 Ein angehender Kellner oeiucht. Stadt Mainz. Sonntag den 12. Juli: 5079 Ä Veteranen - Verein Gießen, s Samstag den 11. Juli, Abends S*/2 Uhr. Monatsversammlung im Cafe Leib. Sonntag den 12. Juli: Morgens 6 Ubr: Tagesreveille. 7 Uhr: Choralmufik vom Rathhausthurm. Von 8 Uhr ab: Empfang der fremden Turner. Nachmittags 2 Uhr: Aufstellung des Festzuges an der Turnhalle in folgender Ordnung: 1) Eine Abtheilung Feuerwehr Lich. 2) Trommler-Corps. 3) Musik-Corps. 4) Stadt-Vorstand. 5) Festdamen. 6) Fest-Comite. 7) Preisgericht. 8) Die fremden Turnvereine, nach Bezirken geordnet: Erster Bezirk: Biedenkopf, Homberg a. d. Ohm, Marburg, Neustadt; Zweiter „ Gießen, Grünberg, Hausen, Laubach, Lollar, Wetzlar, Wieseck; Dritter „ Nidda, Ortenberg, Schotten; Vierter „ Alsfeld, Lauterbach, Schlitz; Fünfter „ Friedberg, Bad-Nauheim, Vilbel, Wölfersheim; Sechster „ Ansbach, Butzbach, Usingen. 9) Kriegerverein Lich. 10) Gesangverein Lich. 11) Turnverein Lich. 12) Eine Abtheilung Feuerwehr Lich. Nachmittags 2'/r Uhr: Abmarsch des Zuges nach dem Festplatz. Daselbst Absingen des Liedes „Herbei, herbei u. s. w." Festrede, Aufstecken der Fahnen, Freiübungen, Preisturnen. 5M6T Während desselben Concert. Abends: Bankett und Tanzbelustigung. Nach Beendigung des Preisgerichts: Preisvertheilung.