»sie! Mr. 132 Donnerstag den II. Juni 1893 ichener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Zwei silberne cis - Medaillen auf internationalen Ausstellungen. atisBimN, Gldn iisteine, lebet' ncbiaik&tarrli gehabt aller ej& fiten Rissingt i den renommirie® . - Die aussei ■zten und mediciniscl p e 5 Mark). Heinrich Wallach SalzschM, WgesMvchcnW Familie in LothnWe n bei „ , ii^W * y iunaer ü Sn mal. 3* LM'>- WW SsST SSSsS igt r-I^Ack!!^ ( KO M' nf;n Ä | cntMi ® O t Schulstraße 7. Erscheint iLglich mit «««nahm« >«8 Montag». gtJUTWnrm« >w>-irr—wy wir irjiniriiiriii— ir rwniim i—u w««—i«i!i i Wi»uW WW^W n 11 ■gjjngmgwag Amtlicher THeit. Bekanntmachung. Unter Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 2. Juni 1885 wird 'hierdurch das nachstehende, von der unterzeichneten Behörde unterm 15. Juni 1881 für den Kreis Gießen auf die Dauer von sechs Monaten erlassene Polizeireglement: § l- Bon jedem Falle einer Erkrankung an einer typhusartigerr Krankheit (Unterleibstyphus, RückfalltyphuS, Flecktyphus) hat der behandelnde Arzt, sowie Jeder, welcher nach Besichtigung eines Kranken auf die Heilung desselben bezügliche Rathschläae ettheilt hat, unverzüglich und zwar unter Angabe des Namens, des Alters und dec Wohnung bes Erkrankten an das einschlägige Kreisamt schriftliche Anzeige zu erstatten. S 2. Unterlassung der nach § 1 vorgeschriebenen Anzeige wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark geahndet. Bestrafung tritt bann nicht ein wenn jene Anzeige zwar nicht von dem Verpflichteten, so doch von anderer Seite unverzüglich erstattet worden ist, auf die Dauer von sechs Monaten erneuert- Gießen, am 9. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. MreiO vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgrrtv^ir. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Nr. 20 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 8. d. M., enthält: (Nr. 1609.) Gesetz, betreffend den Schutz des zur Anfertigung von Reichskaffenscheinen verwendeten Papiers gegen unbefugte Nachahmung. Vom 1885. (Nr. 1610.) Convention zwischen dem deutschen Reich und dem Königreich Madagaskar. Vom 15. Mai 1883. Gießen, am 10. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Betreffend: Die Heegzeit des Dachses. ~ Gießen, am 9. Juni 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Falls in einzelnen Gemarkungen begründete Klagen über Beschädigungen von Kartoffelfeldern durch den Dachs erhoben werden, stellen wir Ihnen amheim, Antrag auf Verkürzung der Heegzeit für den Dachs bei uns zu stellen. Wir find ermächtigt, bei vorliegendem Bedürfniß die Heegreit außer für September auch für Juli und August aufzuheben. _______________:_____________,______Dr. Boekmann. ■<______________________ Bekanntmachung. Auf dein gestern dahier abgehaltenen Viehmarkt ist ein Kalb zurückgeblieben, dessen Eigentümer sich bis jetzt nicht gemeldet hat. Derjenige, der Ansprüche an dieses Kalb machen zu können glaubt, wird aufgefordert, seine Ansprüche binnen 4 Wochen bei der unterzeichneten Behörde vorzubrinqen widrigenfalls das Kalb als gefundener Gegenstand behandelt werden wird. 4343 Gießen, den 10. Juni 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ______________________________________________________ I. V.: Kraemer._______________________________________ Das Großhcrzoqliche Steucr-Commissariat Gießen an die Großherzoglicheu Bürgermeistereien des Landbezirks. Verschiedene Anfragen in Bezug auf die in Nr. 126 des Anzeigers abgedruckte Bekanntmachung veranlassen uns, Sie nochmals ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, daß nur Diejenigen zur Abgabe einer Kapitalrentensteuererklärung neuerdings aufgefordert sind, die seither zur Kapitalrentensteuer noch nicht zugezogen waren, aber nichtsdestoweniger wegen Bezugs von mindestens 100 Jl. Kapitalzinsen als kapitalrentensteuerpfttchtig erscheinen oder deren Unkommen aus Zinsen gegen das Vorjahr um mindestens 100 Mark fich erhöht hat. Gießen, am 10. Juni 1885. Süffert. Deutschland. Darmstadt, 9. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog, Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog, sowie Ihre Großh. Hoh. die Prinzessinnen Irene md Alix haben Sich heute nach Lich begeben. Die Rückkehr der Allerhöchsten Herrschaften, in deren Gefolge sich die Hofdame Freiin v. Grancy und der Aügeladjutant Oberstlieutenant v. Herff befindet, wird am Donnerstag Abend 'ttwartet. Kiel, 9. Juni. Die diesjährigen Manöver der Torpedoboot-Flottille tue eben den Schwerpunkt der gesummten Sommer-Hebungen bilden. Sämmtliche -Torpedo-Divisionen treten am 1. August in Kiel zu einem gemeinsamen Ver- tmde zusammen und manövriren unter Führung des Torpedo-Schiffes „Blücher" 'kls Flaggschiff in der Nordsee bis England und in der Ostsee bis nach Memel im»auf. In den Monaten Juni und Juli veranstaltet der „Blücher" Schieß- ilbillngen in der Kieler Fährde, namentlich in der Wyker Bucht, und leitet zu- gleich die Hebungen der ihm untergeordneten zweiten Versuchs-Torpedo-Division. H dem „Blücher" befindet sich augenblicklich ein Theil der früheren Besatzung iec Kriegskorvette „Olga", und zwar vierjährig Freiwillige. Bei aller An- dennung, welche der Chef der Admiralität den Leistungen dieser natürlich noch ziemlich ungeübten Mannschaften gezollt hat, hat derselbe doch deren geringe Treffsicherheit in den Gefechten von Kamerun gerügt. Der Verbrauch der Attronen stand in gar keinem Verhältniß zu den durch das Feuer erzielten ftfiolgen. England. London, 9. Juni. Im Unterhause bekämpfte der Konservative Hicks- Nmch die zweite Lesung der Einnahme-Budget-Bill durch einen Unter-Antrag, Mer die Erhöhung der Spirituosen- und Biersteuer als unbillig beanstandet, tu Äer Weinzoll nicht gleichzeitig erhöht wird und eine neue Besteuerung des Realbefitzes verweigert, bis die localen Steuern erleichtert sind. Gladstone erklärt, das Amendement sei ungewöhnlich; für mllitärische Vorbereitungen zur Abwendung einer ernsten Gefahr sei die große Nochwendigkeit entstanden und es werde jetzt gehofft, daß die Gefahr vorüber gehen werde, aber die Regierung könne noch nicht sagen, daß die Gefahr schon vorüber sei und die Opposition, welche den Kredit einstimmig bewilligt habe, verweigere jetzt die Mittel zur Deckung des Kredits, ohne andere Mittel vorzuschlagen. Die Regierung müsse daher aus der Entscheidung eine Cabinetsfrage machen, damit, wenn die Opposition siege, sie die Folgen zu tragen habe. Das Unterhaus verwarf mit 264 gegen 252 Stimmen die zweite Lesung der Einnahme-Budget-Bill. Mithin ist die Regierung geschlagen. Die Opposition nahm das Resultat mit ungeheurem Jubel auf. Auf Gladstone'S Antrag wurde das Haus sofort bis heute vertagt. — Das Cabinet tritt heute zusammen, um die Entscheidung des Unterhauses über Die Budget-Vorlage zu erwägen. — Unterhaus. Gladstone erklärt, in Folge der gestrigen Abstimmung habe das Cabinet heute für feine Pflicht erachtet, der Königin eine 60 mm um* kation zu machen, deren Charakter augenscheinlich, obschon er ihn nicht näher bezeichnen kann, beantragt, das Haus bis Freitag, behufs Abwartung einer königlichen Entscheidung, zu vertagen. Das Unterhaus hat sich hierauf vertagt — Das Ooerhaus hat sich ebenfalls bis Freitag vertagt. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Eorrefponde«r-Burea«. Wien, 9. Juni. Bei den gestern stattgehabten 36 Wahlen wählte der mährisci^e Großgrundbesitz 9 Candidaten der von den Liberalen und der Mittelpartei vereinbarteic Compromißliste, Dalmatien 6 Vtationale, Galizien 11 Polen und einen Unabhängigen (darunter wurde Vtinister Dunajewski in Biala, Kammerpräses Smolka in Lemberg gewählt) ; die steierischen Handelskammern wählten 2 Liberale, der schlesische Großgrundbesitz 3 Liberale, der Kürnthner und Görzer Großgrundbesitz je einen Liberalen» Aus Galizien und Jsttien steht noch je ein Resultat aus. Wie«, 9. Juni. Bon den im Ganzen vorzunehmenden 353 Reichsrathswahleu haben bisher 320 ftattgefunden. Von ben Gewählten gehören 167 der Regierungs- Partei , 132 den Deutsch - Liberalen und die Uebrigen verschiedenen Parteischattirungen an. Paris, 9. Juni. Wie die „Agence Havas" meldet, wurden in der gestrigen Sitzung der Suezcanal-Commission von Seiten der englischen Delegirten mehrere Con- cessionen gemacht; trotzdem eine Uebereinstimmung noch nicht erreicht ist, sei doch zu hoffen, daß demnächst die englischen Delegirten dem von den andern Mächten ausgestellten Entwürfe zustimmen werden. — Die „Agence Havas" berichtet ferner aus Tientsin von heute, daß die Verhandlungen noch nicht beendet seien, der Abschluß des Vertrages jedoch nahe bevor- ftche. Danach verzichtet China endgültig auf alle politischen Beziehungen zu Anam und erkennt alle aus dem von Frankreich errichteten Protectorate sich ergebenden Folgen an. — Herbinger beantragte bei dem Kriegsminister, daß sein Verhalten bei der Räumung Langson's dem Kriegsgerichte überwiesen werde, da alle Zeugen sich in Tongking befinden. Campenon entschied, daß Herbinger nach Tongking zurückkehren solle und zur Verfügung Courcey's gestellt werde, welcher die Thatsachen in dem gewöhnlichen Verfahren feststellen werde. Je nach dem Ergebnisse der Ermittelungen werde Hcrbinger dem Kriegsgerichte oder dem Untersuchungsgerichte überwiesen. — Deputirtenkammer. Freycinet theilte mit, der Regierung sei eine Depesche Patenotre's zugegangen, in welcher derselbe meldet, daß der Vertrag zwischen Frankreich und China heute um 4 Uhr in Tientsin unterzeichnet worden sei. London, 9. Juni. Der Cabinetsrath tritt heute Mittag zusammen, um die in Folge der Abstimmung des Unterhauses entstandene Krisis zu berathen. Wenn die Minister abzudanken beschließen, so muß der Premierminister hierzu die Genehmigung der Königin einholen, welche gegenwärtig in Balmoral weilt. London, 9. Jnni. Der Cabinetsrath dauerte fünfviertel Stunden. Aus der kurzen Dauer der Berathungen schließt man, die Minister hätten beschlossen, ihre Demission zu geben. — Die „Pall-Mall-Gazette" schreibt, Gladstone's Ministerium habe aufgehört zu leben ; selbst wenn eine Neubildung desselben stattfände, würde die seit 1880 bekannte Form nicht wiederkehren. Das Blatt glaubt, Salisbury werde an Gladstone's Stelle treten, falls seine Partei sein Programm billigen werde; dann werde auch die liberale Majorität gezwungen sein, ihn zu unterstützen. Eine Reconstruction des bestehenden Cabinets sei unwahrscheinlich. Die „Pall-Mall-Gazette" vermißt hierzu die nöthigcn Elemente; Gladstone werde aus Ueberdruß zurücktreten. — Die „St. James Gazette" räth an, daß die Conseroativen die Leitung der Geschäfte übernehmen, obwohl dies gegenwärtig eine enorme Last sei. — Der „Globe" glaubt, Salisbury werde vor der schweren Aufgabe nicht zurückschrecken, seine Partei werde den Muth ihrer Ueber- zcugung haben. Portland, 9. Juni. Mehrere zu dem Evolutionsgeschwadcr des Admirals Hornby gebärende Kriegsschiffe, nämlich fünfzehn Panzerschiffe verschiedener Klassen, acht Torpedoboote, mehrere Kanonenboote und Aviso's, sind heute Morgen von hier ausgelaufen. Petersburg, 9. Juni. Die Zahl der in diesem Jahre auszuhebenden Rekruten für die Armee und Flotte ist auf 230,000 Mann festgesetzt. Warschau, 9. Juni. Heute fand die feierliche Eröffnung der landwirthschaft- lichen Industrieausstellung in Anwesenheit des Generalgouverneurs, der Spitzen der Behörden und eines zahlreichen Publikums statt. Newyorik, 9. Juni. Nachrichten aus Mexiko zufolge wurden bei Lagos durch eine Wasserhose gegen 100 Personen getödtet. Kairo, 9. Juni. sReutermeldung.j Ofsieiellcn Depeschen aus Suakim zufolge ist Kassala Ende Mai gefallen. Athen, 9. Juni. Nach den neuesten Nachrichten aus Kandia sind die Consuln der fremden Mächte ernstlich bemüht, die Differenzen zwischen Savas und der Re- präsentanten-Rersammlung versöhnlich beizulegen. Man hofft, daß dies in kürzester Frist gelingen werde. Lokale-. Gießen, 10. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog passirte gestern Nachmittag 4Va Uhr auf der Reise nach Lich die hiesige Station. G. Gießen, 10. Juni. sSterblichkeit in Gießen.j Die Sterblichkeit ging in der Woche vom 31. Mai bis 6. Juni etwas herab, da im Ganzen nur 9 Todesfälle zu verzeichnen waren. Kinder wurden nur 2 betroffen. Das eine, nur 2 Monate alt, starb an allgemeiner Abzehrung, das andere, 4 Jahre alt, erlag einer Lungenentzündung. Bei den 7 erwachsenen Personen war Todesursache: Lungenschwindsucht zweimal, Schlagsiuß, Gehirnentzündung, Leberentzündung, Krebs, Brightische Krankheit je einmal. Gieße«, 10. Juni. Der Geograph und Ethnograph Professor Robert v. Schlagintweit, dessen sterbliche Hülle gestern auf hiesigem Friedhöfe zur letzten Ruhe gebettet wurde, war der letzte der drei Brüder, welche sich um die Erforschung von Centtalasien und speciell der Gebirgswelt des Himalaya unsterbliche Verdienste erworben. Robert Schlagintweit, geb. am 27. October 1833, war der jüngste von fünf Söhnen des bayrischen wirklichen Raths Joseph Schlagintweit, der sich besonders im Fache der Augenheilkunde bekannt gemacht hat. Die fünf Brüder folgten einander im Alter: Hermann, Adolf, Eduard, Emil und Robert. Eduard, welcher 1860 als bayerischer Premierlieutenant an der Expedition der Spanier nach Marokko Theil genommen und das Werk: „Der spanisch-marokkanische Krieg 1859—1860" veröffentlicht hatte,^iel 1866 im Gefecht bei Kiffingen. Emil widmete sich neben der Jurisprudenz dem Studium der indischen, besonders der tibetischen Sprachen und schrieb verschiedene, darauf Bezug habende Werke und Abhandlungen. Hermann, Adolf und Robert gingen durch Humboldt's Vermittlung auf Kosten des Königs von Preußen und der Brittisch- Ostindischen Compagnie nach Indien und führten die berühmte wissenschaftliche Reise in jenem Lande und in das Himalayagebirge aus, vor Allem zum Zwecke der Bestimmung von magnetischen Curven im Innern Indiens, dann auch zur Ausführung meteorologischer Beobachtungen, geologischer und geognostischer Arbeiten und Höhenmessungen. Am 20. September 1854 schifften sie sich nach Egypten ein, langten Ende des Jahres in Bombay an, durchwanderten von da aus, thells vereint, theils jeder für sich das Dekhan und kamen im Februar 1855 nach Madras, dann nach Kalkutta. Von hier brachen Adolf und Robert am 25. März 1855 wieder auf, gelangten über Patua, Benares, Allahabad und Fatighar in die Nordwest-Provinzen zur Erforschung der Hochpässe über den Hauptkamm des mittleren Himalaya, über den sie bis ins chinesische Tibet vordrangen und erreichten am Jbi Gamin mit 6788 Meter die größte von einem wissenschaftlichen Reisenden erreichte Höhe. Robert wandte sich hierauf nach Centtal- Fndien in den damals noch schwer zugänglichen Amarkantakgebirgsstock, Adolf in das Godawcrithal, das er bis an's Meer durchwanderte, um nach Madras überzusetzen nnb von hier aus Süd-Indien bis Tritschinapalli mit Einschluß der Nilgiri auf seine geologische Beschaffenheit zu untersuchen. Hermann, 1855 am 5. April von Kalkutta aufgebrochen, hatte sich inzwischen nordwärts nach Dardschiling in Sikkim begeben und war von da aus nach Assam, nahe bis zur Südwendung des Brahmaputra, vorgedrungen. In Simla trafen die drei Brüder zusammen, trennten sich im Juli 1856 wieder, um nach dem westlichen Himalaya und Tibet vorzudringen. Hermann und Robert gingen nach Ladak, überschritten von hier aus unter Verkleidung den Karakorum und überstiegen als die ersten Europäer den Kuenlün. Adolf schlug die Richtung nach dem oberen Indus ein, um das westliche Tibet oder Baltt zu untersuchen. Im November 1856 trafen die Brüder wieder zu Rawal-Pindi am Indus zusammen, trennten sich aber sofort abermals. Robert durchzog das Jndusland und schiffte sich im Frühjahr 1857 nach Europa ein. Hermann besuchte noch Nepal und ging dann nach Kalkutta, wo er über Ceylon ebenfalls die Rückreise nach Europa anttat, in Egypten sich mit Robert vereinigte und am 8. Jnni 1857 in Triest landete. Adolf wollte noch ein Jahr auf die weitere Durchforschung Tibets und Türkistans verwenden, ging von Rawal-Pindi nach Le in Ladak, überstieg die Gebirgsketten des Karakorum und Kuenlün, kam Anfangs August 1857 in die Gegend von Jarkand, wurde hier aufgegriffen, nach Kaschgar gebracht und hier am 26. August 1857 auf Befehl des damaligen Gewalthabers getödtet.^ Die Brüder Hermann und Robert ließen sich zuerst in Berlin nieder, kauften später Schloß Jägersburg bei Forchheim und stellten hier ihre reichhaltigen cthnographisch-natnrhistorischen Sammlungen auf, die im Mai 1877 auf Anordnung £ontö Ludwig ü. von Bayern in die Burg zu Nürnberg übergeführt wurden. Hermann der specrell wegen der Uebersteigung des Kuenlün 1864 den Beinamen Sakünlünsi krU, gab in deutscher- Sprache „Reise in Indien und Hochasien" (Jena 1869-79 ^CVaUV?b zahlrerAe Abhandlungen für die bayerische Akademie dcr Wissenschaften. Robert trat werter Ende 1868 eine zehnmonatliche Reise nach Nord ^.enka an, bie er ^nIifDrnien au§^e^xte und deren Ergebniß er in den Schnsim- /D" Pacific-Eisenbahn" (Köln 1870), „Kalifornien" (Köln 1871), „Die Mormonen" (Äoln, 2. Aust. 1877), „Die Prainen" (Köln 1876) veröffentlichte. Robert (welchem mit Hermann und Adolf 1858 vom König von Bayern der erbliche Adelstand verliebkli worden), war, wenn auch in Sprache und. Darstellung weniger gewandt, ein gewissen Hafter und unterrichteter Beobachter. ncn' c ~ Eine aufregende Scene spielte sich gestern Nachmittag gegen 5 Uhr oberhalb der Brücke rn der Lahn vor dem Neustädter Thor ab. Der Knecht einer hiesiaen Cigarrenfabrik, cm schon bejahrter Mann, wollte, nachdem er mit seinem Fuhrwett olntenl #®eifP®nni|Jcn Wagen, Wäsche zur Bleiche gefahren, durch die Lahn oberhalb der' Lahnbrucke fahren. Auf dem Wagen befand sich außer dem Knechte noch ein Dienst madchen. ^n früherer Zeit war an dieser Stelle die Lahn sehr seicht, jedoch im vorigen ^apre rouriJe dorten Sand gebaggert und in Folge dessen bedeutende Tiefen geschaffen Berm Eintreten der Pferde nun in das Wasser geriethen dieselben alsbald in eine solche m eJe —c P^rde, Wagen und Menschen waren im Nu verschwunden, bis auf die Nasenspitzen der ersteren. Zum guten Glücke befand sich der Knecht des Maurermeisters Langsdorf, ein junger Mann, welcher bei den Pionieren gedient, am Ufer und iah ber Scene mit zu. Nasch entschlossen sprang er in's Wasser, tauchte unter und holte erst das Dienstmädchen, sodann den Knecht aus dem nassen Element. Letzterem mußte er sogar die krampfhaft die Leine festhaltenden Hände unter Wasser aufbrechen um lhn sodann an die Oberfläche zu befördern. Nachdem die beiden Menschen gerettet amg der Muthige wieder in das Wasser, tauchte unter und schirrte unter Wasser' die beiden Pferde aus, welche auch bereits dem Tode nahe waren, und rettete sie dadurch glücklich an's Ufer.- Angesichts dieser mit eigener Lebensgefahr vollbrachten edlen That gebührt dem Knechte des Herrn Langsdorf wohl alle Aneickennung, welche ihm hoffentlich auch zu Theil werden wird. Fuhrleute mögen jedoch durch Vorstehendes gewarnt sein, in ein Wasser zu fahren, bevor sie von der Tiefe desselben nicht aam genau unterrichtet sind. Universität-- Chronik. Göttingen, 8. Juni. Aus dem amtlichen Verzeichnisse des Personals der hiesigen Universität für das Sommersemester ist Folgendes von allgemeinem Interesse Die Gesammtzahl der Jmmatrikulirten beträgt 1017. (Theologen 199, Juristen 179 Mediciner 204, Philosophen 435.) Außerdem sind zu Vorlesungen berechtigt, aber von der Immatrikulation dispensirt 24. Die Gesammtzahl der Zuhörer beträgt demnach 1041 (gegen 1002 im letzten Semester). In Bezug auf Landesangehörigkeit entfallen auf die preußischen Provinzen 794, auf die übrigen Reichsländer 161, auf die übrigen .europäischen Länder 21. Das Prorektorat führt Professor Or. L. Meyer, das Dekanai der theologischen Fakultät Conststorialrath vr. Schultz, das der juristischen Fakulka! Geh. Justizrath Dr. v. Jhering, das der medicinischen Fakultät Professor Dr. Orth das der philosophischen Fakultät bis 30. Juni Professor W. Müller, vom 1. Juli an Professor Griepenkerl. Vermischte-. — sZum Capitel von der Trunksucht.^ Es ist leider eine feststehende Thatsachr, daß der „Trinkteufel" sich gerade in den untersten Volksschichten die bei weitem meisten seiner Opfer ausersieht, daß gerade hier die Trunksucht, diese häßliche nationale „Eigene thümlichkeit" der Deutschen, in ausgedehntem Maße zu finden ist und durch sie all jährlich Hunderte von Familien dem Elende in die Arme getrieben werden und schließlich der öffentlichen Mildthätigkeit anheimfallen. Fast ausschließlich ist es der Schnaps, der hierbei seine Rolle als Verderber der Familie spielt, dem der Ernährer der Familie mitunter seinen ganzen Wochenlohn opfert und wobei sich derselbe allmälig körperlich und geistig ruinirt, bis er völlig zum Vagabunden wird und sein elendes Leben nicb leicht an irgend einem Baume endigt. — Daß der Alkohol ein Lebensverkürzer ist, läßt sich an der Hand der Statistik entschieden nachweisen. Der Alkohol, in com centrirter Form und regelmäßig in größerer Menge genossen, erzeugt successive eine Reihe von Krankheiten, deren schlimnlste der Säuferwahnsinn oder das delirium tremens ist. Nach genauen statstischen Berechnungen hat ein 20jähriger Mensch, der keinen Alkohol genießt, Aussicht, noch 44 Jahre zu leben, ein Trinker dagegen nur 15 Jahre. Die Sterblichkeit der Trinker ist dreimal größer, als diejenige der Scichtttinker, die Familie eines Gewohnheitssäufers stirbt mit dem vierten Gliede aus und nach der Untersuchung eines berühmten französischen Irrenarztes sind die Hälfte der blödsinnigen Kinder solche von Trinkern; auch stellen die Trinker erwiesenermaßen einen verhältniß- mäßig hohen Procentsatz zu den Insassen unserer Krankenhäuser und Irrenanstalten, wie andererseits der Gefängnisse und Zuchthäuser. Wenn , die „Schnapsbrüder" den Branntwein als ihren Sorgenbrecher bezeichnen, so haben sie insofern Recht, als sie sich durch denselben momentan betäuben, aber desto trauriger ist für sie bann das Erwachen aus dieser Betäubung. Für den Augenblick verleiht er allerdings Feuer und Kraft, eine gewisse körperliche und geistige spann-- kraft, aber es ist nur ein Strohfeuer, das er entzündet und das nur zu bald verlischt, um schließlich von einer völligen Erschlaffung der Nerven gefolgt zu werden. Unter Umständen kann ja ein mäßiger Branntweingenuß von Vortheil fein, so namentlich bei den Erntearbeiten, wo unter Umständen ein Schluck Schnaps bessere Dienste leistet, als Kaffee oder Bier und überhaupt mag ein Gläschen guten Branntweins bei Leuten, die sich viel im Freien bewegen, nicht so unangebracht sein; aber auch hier wirkt der Branntwein, wenn im Uebermaß genossen, nur schädlich. Der Alkohol mordet aber nicht nur den Leib, sondern auch die Seele, den Ecist und das ist fast noch schlimmer. Den Trinker befällt in der Regel ein lärmendes, brutales und rohes Wesen, dem namentlich die armen Ehefrauen und Kinder ausgesetll sind, welche von dem Trunkenbold hart behandelt zu werden pflegen. Die Trunksuckl erzeugt ferner Verbissenheit und Feindseligkeit gegen alles religiöse Wesm, gegen die Autorität, das Pflichtgefühl, die Pietät. Ebenso ist die brutale Rücksichtslosigkeit gegen Sitte und Anstand, der wir so oft in Arbeiterkreisen begegnen, wesentlich mit eine Folge des Alkoholismus. Es ist demnach die Trunksucht eines der zenüttendsten Laster, welches Körper und Seele gleichmäßig zerstört und das äußere gesellige Leben mit Schande und Elend erfüllt. Es erscheint darum als ein dringendes Gebot einfacher ^Nächstenliebe, daß die menschliche Gesellschaft alle Energie aufwendet, um das Volk — wir denken hierbei in erster Linie an die eigentliche, arbeitende Masse der Bevölkerung — so viel wie möglich gegen die Folgen dieses in unser Volksleben so tief einschneidenden Uebels zu schüym. Daß es sich hierbei nicht darum handeln kann, der Trunksucht vom diätetisch-ärztlichen Standpunkte entgegenzutreten, erscheint wohl selbstverständlich, denn diejenigen, welche durch ärztliche Mittel erst von der Trunksucht geheilt und einem neuen Leden wicdcr- gewonnen werden sollen, sind diesem Laster gewöhnlich schon so sehr ergeben, daß ein derartiges Verfahren in ben meisten Fällen resultatlos ist. Selbst wenn es aucb gelang, ben Trünker burch gewisse Kuren zu bekehren, so war alle gute Wirkung wieder verschwunden, wenn es ihm nur ein einziges Mal gelang, sich in seinem unversetzten Lieblingsgetränke wieder zu berauschen. Wo es möglich ist, den Menschen durch moralischen Zwang, eigene Willenskraft und Ehrgefühl von der Trunksucht zu eui; mobilen, muß diese Entwöhnung allmälig gescheben durch stufenweise Verringerung des Quantums, weil sonst solche Menschen hinfällig zufaiumenfallen und oft gefährlich erkranken. Gan; entschieden zu verwerfen sind aber die Geheimmittel gegen Trunksucht, weil nutzlos und oft auch gefährlich für ben Betreffenden; außerdem müssen alle diese Mittelchen weit über ihren Kostenpreis bezahlt werden. Die Bekämpfung der Trunksucht hat auf einem ganz anderen Wege zu erfolgen und zwar muß hierbei vor Allem der Staat durch enffprechende Gesetze cingreiren. Im Gegensatz zu anderen Ländern, welche längst schon zu gesetzgebei-ischen Matzregeln behufs rationeller Bekämpfung dieses Lasters geschritten sind, ist in Deutschland m dieser Beziehung noch viel zu wenig geschehen. Ohne Zweifel steht die Zahl der Schänken in engem Zusammenhang mit der Steigerung des Consums geistiger Gelran und hier muß auch zuerst zur Hebung des Hebels der Anfang gemacht werden. Das, wa bisher in Deutschland geschehen ist, um die Zahl der Schänken und Destillationen .■> 48 Die wirksamsten 8» | Desinfektionsmittel 1 sind zu haben in dem 4339 Eis! Eis! 3194 Eisschränke empfiehlt zum vom 1270 1545 470 1014 120 Coaks, Steinkohlen, Nußkohlen II. Qualität, Braunkohlen, Antracitkohlen, Centner ii n ii t! Achtungsvoll H. Schmal! Hess- Hof. 4223 A, Kröll, Bekanntmachung. Die Lieferung des für den Winter 1885/6 für die städtischen Anstalten erforderlichen Bedarfs an Brenn- riaterialien, bestehend in: sLK' Drogengeschäft von Otto Schaa Seltersweg 39. Bekanntmachung. Zur Verdingung der beim Neubau dLs Infanterie - Kasernements zu Gießen erforderlichen Jirumer- arbeiten incl. Materiallieferung, veranschlagt zu 104020 21 ist auf Donnerstag den 28. 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Juli 1819 bis Ende des Jahres 1884 bearbeitet von fvll im Submissionsweg vergeben werden und sind Offerten innerhalb 14 Tagen auf dem Bürgermeisterei-Bureau aibzugeben, woselbst auch die Lieser- rngs-Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 8. Juni 1885. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4 323 A. Bramm. -vermindern, hat noch zu keinem durchgreifenden Erfolg geführt; es müßten die Branntweinstätten mit einer scharfen Gemeindeabgabe belegt und unter strenge Eontrole der behördlichen Organe gestellt werden. Unter keinen Umständen dürften daselbst Trunkene und ebensowenig Kinder geduldet werden und namentlich in letzterer Beziehung wird bei uns leider noch sehr viel gesündigt; schon bei einem ganz kurzen Aufenthalte an solchen Städten Horen und sehen die Kinder so manches, was als ein schädliches Samenkorn in ihr Herz fällt und dann mir der Zeit sich zu einer Giftpflanze entwickelt. Ferner sollten die ©trafen der Schnapsverkäufer und Schänkwirthe verschärft mnd der schnaps unter das Nahrungsmittelgesetz gestellt werden. Eine Hauptaufgabe im Kampfe gegen die Trunksucht fällt naturgemäß der freien Liebesthätigkeit zu. Nützlich würde sich hierbei die Verbreitung der nöthigen Aufklärung über die große Schädlichkeit des Alkoholismus durch Flugschriften, Vorträge cu Vereinen und Volksversammlungen u. s. w. erweisen. Neben dem Mangel einer qemüthlichen Häuslichkeit in vielen Fällen ist es auch der Mangel an einem geeigneten L-tärkungsmittel, welches die Leute zur Schnapsstasche greifen läßt. Die Errichtung non Stuben und „fliegenden Schänken", in denen Warmbier, Kaffee und Thee gegen rin en mäßigen Preis zu haben ist, zur Winterszeit, ist zwar in größeren Städten schon hier und da in Angriff genommen, aber noch lange nicht in der nothwendigen um- s affenden Weise; in den Städten, in denen diese wohlthätige Einrichtung besteht, wie ). B. in Leipzig und Dresden, hat die Erfahrung bereits gezeigt, wie wirksam sich die obengenannten Getränke als ein Gegenmittel gegen den Branntwein erwiesen haben. Auch Schule und Elternhaus haben in diesem Kampfe ihre Aufgabe; für den ' Lehrer wie für die Eltern oder Vormünder gilt es, energisch auf die Jugend einzu- iroirfen, sie in unauffälliger Weife auf die verderblichen physischen und moralischen Folgen des Lasters des Trunkes aufmerksam zu machen und namentlich das Elternhaus hat in dieser Beziehung durch sorgfältige Ueberwachung der Kinder eine hohe, heilige Pflicht zu erfüllen. Ob die Verlegung des Lohntages auf die Mitte oder den Anfang der Woche, amstatt an das Ende der Woche, wie auch angeregt worden ist, zur Bekämpfung ber Trunksucht das ihre beitragen würde, möchte billig zu bezweifeln sein, vermuthlich würden alsdann die Schnapsbuden und Destillationen, anstatt am Samstag Abend, schon am Montag Abeno gefüllt sein und damit ist doch wahrhaftig nicht das Geringste g eroonneiL Das Wirksamste im Kampfe gegen den Alkoholismus würde es wohl sein, wenn scch ein Bund von Tausenden stiften wollte, um durch persönliche Einwirkung die 4338 Nachhülfe in Sprachen und I 4806 Einen Knecht sucht Mathematik wird ertheilt. Kirchenplatz 21. • Karl Euler, Hammftraße 5. ^mssc des Perfom^ 11 allgemeinem Jnlkii °9en 199, JurisM M berechtigt, abn: Zuhörer betragt btr resangehörigkeil echii ber 161, auf die iilch -Meyer, das M der juristischen M lät Professor vr.Liü !üller, vom 1. M Für 2 Pfennige entfernt man durch W. Engeljohann s Tinkalin jeden Zahnschmerz sofort. 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Regierungsblatt Zwölf Jahre verstrichen sind und seit dieser Zeit auf allen Gebieten der staatlichen Gesetzgebung sich wiederum ein bedeutendes Material aufgehäuft hat, dürfte die Bearbeitung dieses neuen Index einem von allen Interessenten empfundenen Bedürfniß entsprechen.4330 Pinien RarN fien" "che Reis, ö ?Tnv. >. -MS '9 Segen 5]iu , lr Knech, & r mit i die Lg??^ LtzK 11 alsbald in ^chlvuudeu A'u Zrxs unter unk l '£* aufbtetfnn MmfchL Ö’trte unter ffl ,e'e desselben nichts Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumnr gemessen am 10. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17°, Luft im Schatten 14°. L. Ehr. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer. Briefkasten. Abonnentin in Dresden. Haben Sie die @üte; für die Folge Reclamationen- nicht direct an uns, sondern an die dortige Post zu richten, da dieselbe verpflichtet ist, Ihnen unser Blatt regelmäßig zu liefern. Die Expedition des „Gießener Anzeiger". trunksüchtigen zu retten. Man rühmt sich heute ob der individuellen Armenpflege, anaP'lL • Allgemeinheit derselben hat es noch seine guten Wege. Das Wort von r ^tnur ju wahr, daß alle Bestrebungen in socialer Hinsicht, so gut und richtig sie an sich fein mögen, doch nicht zu einem gedeihlichen Ziele führen werden, wenn es nicht gelingt, wieder der. menschlichen Gesellschaft eine feste religiöse Grund- mge zu geben,_ ihr wieder Sinn für Häuslichkeit, Pflichtgefühl und Pietät einzupflanzen, kurz, das christliche Volksleben wieder herzustellen. Stuttgart, 6.Juni. (Allgemeiner Deutscher Versicherungsverein.) Monat Mai 1885 wurden 549 Schadenfälle angemeldet und zwar 463 äußere Verletzungen und 86 innere Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 2 den sofortigen Tod und 41 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben im Monat Mai d. I. 34. Neuaufgenommeu in den Verein wurden in diesem Monat 3770 Personen. Alle vor dem 1. März 1885 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Jnvaliditätsfälle sind bis auf die von 19 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. 4326 Schiersen | für Dame» u. Kinder, weiße und farbige, in den neuesten Fayon-, HaushaltungSfchürzen aller Art in großer Auswahl, Corsetten in allen FayvnS und Quali- täten, sowie die Ulirfeder-Corsetts mit Mechanik zum Schnüren, Unterröcke, Hosen in allen Größen empfiehlt zu billigsten Preisen J. II. Fuhr, 4344________Sonnenstraße 25- Vogelsberger Bullen IV2 Klhr alt, sehr schön, verkauft 4220 Jaderthal, Groß-Mühle b. Groß-Buseck. Anfertigung von Herren-, Damen- und Kinderwäsche, Herrenhemden mit 3 fach leinenen Einsätzen von 3.— an. 606 Tadelloser Sitz garantirt. ___Herm. Aug. Müller. Rosen täglich vom Stock abgeschnitten bei 4329 Gärtner Schaum. ibgesdmitteiie Rosen empfiehlt 4332 Karl Berger Das Heugras mn mehreren Wiesen zu verkaufen. 48335 Marktplatz 22. Mermietfiuugeir. 4320] Hübsch möbl. Zimmer m. 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Der Eintrittspreis ist für jeden Tag ä Person 20 Es ladet freundlichst ein 4333 Das Comite- 4209 Ein iunger Kaufmann wünscht in guter Familie Logis mit vollftLndiaev Pension. Gefl. Offerten erbeten 5ub z in der Exped. d- Bl. J-BrandtäNawroj MM ■ BE'RLIW’W. Strasse ■ 4342 Ein tüchtiges Hausmädchen mit guten Zeugnissen gesucht. Frau Wilhelm Oail, Nenstadt 32. Kai) MilÜuiiMi? Hotel und Pension „Zur Königsqaelle“ in der Nähe des Bahnhofs. Kuhige u- freie Lage. — Solide Preise. 3688 Fritz Emde, Besitzer. Z CO CM Louis Strauss Giessen Biamarokstr. 7. D ü t e n Papier- L Cigarren Handlung. Keine Zahnschmerzen mehr! durch Tinkalin 4318 dem Erfinder Tinkalin Tinkalin Tinkalin Tinkalin Tinkalin Tinkalin Tinkalin Tinkalin Tinkalin W. 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