Nr. 9 Erstes Blatt. Sonntag den 11. Januar 1884 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vnrean: Sch nistraße 7. Erscheint tüglickr mit Ausnahme des MontagS. Preis vun-ieljLbrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlo^ Durch die Post bezogen vierteljührlrch 2 Mark 50 P' Amtlicher Hheit. Gefunden: 2 Handschuhe, 1 Paar Kinderhandschuhe, 1 seidenes Halstüchelchen, 1 Messer, 1 Eisvereinszeichen, 1 Milchkännchen mit Schloß, 5 Mark, 1 Taschentuch, 1 Brille, 1 Plüschkragen, 1 Messingkettchen, 1 Bündel schwarze Wäsche, 1 Gebund Schlüssel. Zugelaufen: 1 Schwein und 1 Jagdhund. Gießen, den 10. Januar 1885. GroßherzoglicheS Polizeiantt Gießen. ______________________Fresenius. Telegraphische Depeschen. LSolff'S telcgr. Corrtspondcnz-Bureau» Berlin, 9. Januar. Reichstag. Fortsetzung der Etatsberathung. Das Oberseeamt betreffend, erklärt Staatssecretär Bötticher, die Novelle zum See- unsallgesetze sei in Vorbereitung. Aus die Anfrage Lingen's bezüglich der Verhinderung von Wein- und Biersälschungen erklärt Geheimrath Köhler, so sehr bezüglich der theoretischen Lö'ung Einigkeit herrsche, so groß seien die Schwierigkeiten aus wirthschastlichem Gebiete, deshalb sei der Zeitpunkt gesetzgeberischer Regelung noch unsicher. Bei Berathung der beantragten Beihülse von 150,000 JC. zur Erforschung Central-Asrikas, wovon die Commission 50,000 JL gestrichen, tritt Bismarck warm für die Bewilligung ein. Die Colonialpolitik sei nur möglich bei enthusiastisch nationaler Reichstags-Mehrheit. Bismarck erklärt sich gegen die Rückverweisung an die Commission. Das Haus beschließt nach lebhafter Debatte in namentlicher Abstimmung mit 135 gegen 128 Stimmen die Rückverweisung an die Commission. Minister Bötticher hatte die Rückverweisung als unnöthig bezeichnet, da Nova nicht vorlägen. Die Regierung wolle keinen Conflict, sondern nur Verständigung. — Fortsetzung morgen. — Der „Voff. Ztg." zufolge würde der Reichstags-Abgeordnete Oechel- häuser Namens der Nationalliberalen einen Börsensteuer-Entwurf einbringen, der auf dem Princip eines Schlußnotenzwanges mit steigenden Staffelsätzen beruht. Berlin, 9. Januar. Contrcadmiral Knorr, Chef des mestafrikanischen Geschwaders, welcher sich mit den Schiffen „Bismarck" und „Olga" vor Kamerun befindet, telegraphirt an die Kaiserliche Admiralität: „Die Truppen der Schiffe „Bismarck" und „Olga" haben am 20., 21. und 22. December aufrührerische Negerpartcien in Kamerun mit Waffengewalt niedergeschlagen. Mehrere Häuptlinge und eine größere Zahl Krieger sind gefallen, vertrieben oder gefangen, einige Ortschaften vernichtet worden. Unter den schwierigen klimatischen und Terrain-Verhältnissen war die Haltung der Truppen eine vorzügliche. Die diesseitigen Verluste sind folgende: Der Matrose der „Olga" Bugge ist tobt, vier Mann sind schwer, vier leicht verwundet; unter den letzteren befindet sich der Untcrlieutenant von Ernsthauscn. Die Autorität der Flagge und die Ruhe am Ort ist wieder hergestellt. — Der Kaiser befahl, dem Geschwader seine allerhöchste Anerkennung auszusprechen. London, 9. Januar. Wie aus Melbourne vom 8. d. M. gemeldet wird, fand dort am 7. d. M. Abends unter dem Vorsitze des Maires eine öffentliche Kundgebung statt, an welcher sich etwa 4000 Personen beteiligten. Es wurde eine Resolution angenommen, welche das Verhalten des Grafen Derby gegenüber der deutschen Besitzergreifungen vcrurtheilt, gleichzeitig aber jedwede feindliche Gesinnung gegen Deutschland bestimmt in Abrede stellt. — Eine andere Versammlung fand gestern Abend in Ballaart statt, in welcher eine Resolution beschlossen wurde, welche angesichts der zunehmenden Bestrebungen der auswärtigen Machte die Australien benachbarten Inseln iii anneftiren erklärt, diese Inseln dürsten allein eine Erbschaft Australiens sein. — Die „Times" meldet aus Philadelphia, daß das Münz-Comit« des Repräsentantenhauses die Bill, betreffend die Aufhebung der Prägung des Silberdollars, verworfen habe. Rom, 9. Januar. Die Garnison von Afsab wird aus einem Bataillon Chasseurs, einer Compagnie Artillerie mit 6 Geschützen, einem Geniepeloton und entsprechendem ärztlichen Verpflegungs- und Intendanz-Personale bestehen. Die Gesammtstärke wird kaum 10C0 Mann betragen. Zum Kommandanten ist Generalstabsoberst Salctta, welcher bisher in Palermo stationirt war, ernannt worden. Als Aufgabe desselben wird die Wahrung der Sicherheit der Kolonie und das Studium des Nachbargebietes bezeichnet. Die Abreise erfolgt wahrscheinlich nächste Woche. — Die Congoeppedition ist nicht aufgegeben, sondern blos verzögert; die Schiffe „Garibaldi" und „Vespucct" werden sich daran betheiligen und die Fahrt nach dem Congo über Suez und das Cap der guten Hoffnung machen und gleichzeitig die Transportdampfer, welche die Garnison nach Asiab führen, bis dahin begleiten. Wien, 9. Januar. Als Thäter der am 16. und 25. October v. Js. Hierselbst an der Eisentrödlerin Schinke und an dem Schriftsteller Kösller verübten Morde wurde von der Polizei der 18jährige Spenglergehülfe Navratil verhaftet. , Derselbe legte nach längerem Verhör ein Geständniß ab. Wien, 9. Januar. Der heutigen Versammlung des niederösterreichischen Gewerwerbevereins wohnten viele Marineofficiere bei, darunter der Marine- Commandant Sterneck, Contreadmiral Eberau, der Sectionschef des Handelsministeriums Baraut. Dieselbe nahm einstimmig eine Petition an den Handelsminister an, worin dessen Intervention in der Angelegenheit, betreffend die Wahl Triests als Kopfstation der neuen deutschen Dampferlinien, erbeten wird und die lebhaften Sympathien der österreichischen GeschästSwelt für die industriellen Bestrebungen Deutschlands ausgedrückt werden. Paris, 9. Januar. Vier von der Regierung gemiethete Dampfer gehen mit 5000 Mann und reichlichen Vorräthen zwischen dem 10. und 13. ds. nach Tongking ab. Druffel, 9. Januar. Die „Etoile beige" meldet, von der Ermordung der kürzlich unter Leitung Becker's via Zanzibar nach dem Congo abgegangenen belgischen Expedition der afrikanischen Association sei hier nichts bekannt; man halte die Nachricht für unrichtig. Rom, 9. Januar. Der König übersandte dem Sohne des Prinzen son Wales, Albert, anläßlich seiner Großjährigkeit den Annunciatrn-Orden. Madrid, 9. Januar. In der Provinz Malaga fanden neue Erd- erschütterungen statt. Das Terrain, woraus das Dorf Guevejar steht, ist 22 Meter aus seiner bisherigen Lage gerückt. Der Lauf des Flusses CogolloS hat sich verändert — In den Provinzen Malaga und Granada sollen in Folge der fort* dauernden Erderschütterungen gegen 40,000 Personen ihre Wohnsitze verlassen haben und nach anderen Provinzen ausgemandert sein. — Der Botschafter Silvela in Paris demissionirte wegen Meinungsverschiedenheit zwischen der Regierung und ihm betreffs der UnioersitälSfrage. Wie Silvela erklärt, verbleibt er bei der conjervativen Partei. Henry Stankt) in Frankfurt a. M. (Ortginalberlcht de» »Gtrßeoer Anzeiger") O. K. Frankfurt a. M», 9. Januar. An fünfzehnhundert Menschen mögen e» gewesen sem, Die gestern Abend tm großen Saal de» Saalbaue» zusammengekommen waren, um den Afrtkaretsende» Henry Stanley zu hören und zu sehen. Man mochte fich in die Zeit der Wahl» bewegung zmückoersetzt wühnen, wenn man den Saal betrat, der wohl auch nur bei den großen politischen Versammlungen der letztverfloffcnen Wahlperiode eine solche Anzahl Menschen in sich ausgenommen hatte. Henry Stanley, der Mann, der den längst verschollenen Livingstone wieder auf* sand, wer auf seiner Reise von London nach Berlin zur Congo-Conferenz einer Einladung deS hiesigen geographischen Verein« gefolgt, um auch den Frankfurtern etwa» vvszuplaudern von seinen Reisen, deren Sirapatzen und Gefahren. DaS war sehr hübsch von ihm und noch schöner wäre eS gewesen, wenn er seinen Vortrag auf gut deutsch der aufmerksamen Zuhörerschaft Hütte zum Besten geben können. Wie vrele von de", fünfzehnhundert Leuten mögen wohl im Stande gewesen sein, den Vortragenden auch nur zur Hälfte zu verstehen? Da» sah man nun allerdings dem Publikum nicht im Entferntesten an- Im Gegentheil! Alles erschien höchlichst erbaut von den nicht selten äußerst humoristisch gehaltenen Ausführungen deS Redners und wenn einer der wenigen, die den Redner verstanden, über eine Aeußerung diffelben zu lachen anfing, — sofort lachten die fünfzehnhundert pflichtschuldigst nach und bewiesen damit wenigstens, daß sie keine Spielverderber seien. Es soll damit nur gesagt sein, daß Dr. Nachtigal in London s. Z seinen Vortrag auch in deutscher Sprache hätte halten können. Stanley, diese Verkörperung zähester Willenskraft und Energie, ist ein kleiner schmächtiger Mann mit einem bedeutenden Kopfe und lebhaften Bewegungen. Sein dichtrS braunes Haar ist schon stark grau meltrt und legt sich schlicht über die hohe, energisch vorspringende Stirn, unter der ein Paar kleine, aber scharf blitzende Augen heivorfunkcln. Die Nase ist leicht gebogen, der Mund, den ein dunkler Schnurrbart ziert, hübsch geformt und daS Kinn springt scharf vor. So präsentirt sich der Mann, den die zahlreich anwesenden Damen sofort einer sehr aufmerksamen Prüfung mit ihren Operngläsern unterzogen. Die Prüfung muß sehr günstig ausgefallen fdn, denn der Beifall, den die Damen im Laufe des AbendS so lebhaft spendeten, galt wohl mehr dem Manne, alS dem, waS er sagte. Nach einer Vorrede des Oberbürgermeisters von Frankfurt, Herrn Dr. Miquel, der bim berühmten Gaste dafür dankte, daß er eine Spanne seiner kostbaren Zeit auch Frankfurt zu widmen bereit war, und die Hoffnung auSsprach, daß der von Henry Stanley begründete Congostaat daS Muster eines colonialen StaatSwesenS werden möge, trat Mr. Stanley selbst, vom Publikum mit enthufiastlschcm Applaus begrüßt, auf daS Podium. Der Redner erzählte zuerst die bekannte Geschichte, wie er dazu kam, Livingstone zu suchen, indem ihn Mr. Bennett, ,ber Despot deS New,York Heralb" von Madrid nach Paris rief und ihm sagte: Es laufe da ein alter Herr in Mitten Afrikas herum, Namens Livingstone-, man wisse nicht, ob er lebendig oder tobt sei; ben müsse Stan- l.y unbebingt aufsuchen. „Schon recht," sagte dieser, der wußte, daß der „Despot" deS größten amerikanischen BlatteS keinen Widerspruch dulde, rabtr die Sache wird verwünscht v!el Geld kosten, hunderttausend Mark zum Beispiel." — „Schadet nicht", meinte Bmnett. „Ziehen Sie Wechsel auf mich, zuerst zroanzigtausend Mark, wenn die verbraucht sinb, noch einmal so viel und so fort. Unb nun gehen Sie und finden Sie Livingstone!" — Wa8 wollte ich armer Bursche machen?- sagte Stanley mit feinem guten Humor, „ich mußte wohl nach Mittelafrika gehen. Unb stehe da, ich fand Livingstone by pure accedent!“ (Durch reinen Zufall.) Die Reise von Zanzibar aus hat Stanley im März 1871 angetreten, im November desselben Jahres fand er Livingstone in Udschidschti, tauschte mit ihm Erfahrungen aus und erforschte mit ihm fünf Monate lang die Ufer des Tanga-Nyka-Sees. Zwei Monate wurden auf der Rückreise nach Zanzibar verwandt. Dann kehrte der erfolgreiche Forscher in die europäische Culturwelt zurück. Aber wie undankbar zeigte sich diese für so viele Muhe und Gefahren! — Als ein Schwindler und Lügner wurde Stanley verschrieen; die Geographie-Gelehrten zankten sich mit ihm über -Lingt, die nur er gesehen, während sie bei ihren falsch gezeichneten Karten blieben, obwohl aus denselben der Congostrom „wanderte", d. h. bald hier, bald dort, m ungenauester Weise eingezeichnet war. Indessen war Livingstone (1873) gestorben. Der Herausgeber des „Daily Telegraph" ermunterte Stanley zur zweiten Repe- Bennet gab durch ein kurzes telegraphisches „Yes \u feine Zustimmung -um fragen der Kosten, und Stanlev ging nach Zanzibar, nahm über 300 Zanzibar-L^nte mit sich und ein in fünf tragbare Theile zu zerlegendes Boot. Tie lebhasten Schilderungen Stanley s von seinen See- und Stromfahrten sind hier in ihrer Ausführlichkeit und Anschaulichkeit nicht wiederzugeben. Ebenso können wir nicht auf bie E nzelheiten der tollen Fabeln eingehen, mit welchen ihn Eingeborene regalirten, ate cb es am^dongo ^sinner mit Bärten so -rotz wie eine Bettdecke und kleine Bursche mit Schwänzen wie die Alfen gebe. Wie überaus schwierig die Reise war. g-ht °us der Versicherung Stanley'S hervor, daß sie einst 26 Tage brauchten, um nur 42 englische Merlen zrrrückzulegen. Außer den Mübseligkeiten des Weges war es die Ferndselrgkeit der Erna.borenen, welche unaufhörliche Kämpfe und Schwierigkerten verursachten. Endlich gelangte dre Expedition halb todt vor Hunger und abgemagert 50 Meilen von Boma an einen Halteplatz, wie von weißen Männern verlautet, an die Stanley einen seiner zum Geripoe abgemagerten Leute als Boten senden konnte. Am 17. November 1874 hatte diese Reise in Zanzibar ihren Anfang genommen und nach 999 Tagen kam Stanley im Boma an, nachdem er sestgestellt, daß Livingstone's Lualaba der Congo sei. Es waren 114 Mitglieder der Expeditionsmannschaft unterwegs den Strapazen erlegen. Die Ueberlebenden führte Stanley seinem Versprechen gemäß in die Heimath Zanzibar Nach Europa zurückgekehrt sand Stanley abermals nicht das richtige Verständniß für seine Entdeckungen. Doch von Victor Emanuel und König Leopold von Belgier: ermuntert, machte er sich daran, sein Buch über den schwarzen Welttheil zu schreiben, das jetzt fast jeder Quartaner gelesen hat. , _ „ , Stanley schloß mit dem Wunsche, daß bald bie Umstande einer segensvollen Culturbildung den Congo-Ufern günstig sein und auch mancher brave Junge aus Frankfurt ihm dort begegnen möge. Dreifaches, donnerndes Hoch auf den geschätzten Redner, den man so wohl verstanden hatte, Ueberretchling einer gewaltigen Schrift an Stanley — die Erklärung, daß seine werthe Person sich von nun an als Ehrenmitglied des „Vereins für Geographie und Statistik" ansehen könne — und der erste Theil des Stanleyabends war vorüber. Den zweiten Theil bildete das Banket im großen Saale des „Frankfurter Hofes", das von etwa 140 Theilnehmern besucht war. Eine große Anzahl Toaste wurden gehalten, die zum größten eheste dem Gast gewidmet waren. English for cvcr! Ivar der Wahlspruch. Ich habe da Leute Englisch reden hören, die sonst einen eingefleischten Widerwillen g!ge alle fremden Idiome haben. Wie viel qualvolle Stunden mag da so Mancher verlebt haben, bis endlich seine englisch: Rede" faß- Herr Stanley erhob sich nun um seinen Dank für die Ehrenbezeugungen auszusprechen und dann in längerer Rede unter mehrfachen Rückblicken auf die Geschichte europäischer Entdeckungen und Ansiedelungen im unteren Congo-Gcbiet und auf seine eigene Thätigkcit, namentlich auch die von ihm betriebene Gründung von Stationen innerhalb dieser Territorien, die Nothwcndigkeit und Möglichkeit von Ansiedelungen, überhaupt die Verbreitung der Cultur in diesen Erdstrichen in das rechte Licht zu fetzen. Deutschland aber, das mußte der Redner zugeben, sei ein mächtiges Reich, das Frieden stifte und den Frieden bewahre. Jetzt aspirire der Führer des christlichen, des literarischen und des politischen Europa auch auf bie Führung bes colonialen Europa. Es sei ja auch Raum genug vorhanden für diese Bestrebungen und Nichts bindere unternehmende Köpfe, die Ueberfülle von Kräften, die in Deutschland vorhanden sei, nach fernen Ländern zu werfen. Seiner Meinung nach würde das Land dadurch nach einem Jahrhundert nicht ärmer geworden sein. Vor hundert Jahren Kleinstaaterei, sei Deutschland jetzt ein mächtiges compaktes Ganzes von jugendlicher Stärke. Lassen Sie uns hoffen, daß der deutsche Aar seinen Flug fortsetze bis an's Ende der Tage. Das fromme, solide, ehrliche Deutschland lebe hoch!" % o £ a l c fr, Gießen, 10. Januar. Musik.) Wir glauben tm Interesse de8 ^concett- besuchenden Publikums zu handeln, wenn wir, um dasselbe mit dem am Sonntag gasttrenden Sänger, Herrn Georg Ritter, näher bekannt zu machen, folgenden Bericht auS Mülheim a. d. Ruhr zum Abdruck bringen: „Der mit Spannung erwartete Tenorist Herr G. Ritter aus Hamburg errang auch hier einen großen Erfolg. 2ßr- müsstn gestehen, daß wir selten L^oer voa Schumann und Schubert in solcher künstlerischen Vollkommenheit Haven vortrogen hören und waren dir unübertrefflich zarten Pianos von tiefer Wirkung." Eingesandt. Ät«b«N, 9. Januar. Wie auS dem Annonc-nth-Il tu s-hen ist. b-find-t sich bereits "uL hi-:oris ->ne Filiale der Fiauen-Kcanken- und B-grSdnißkass- und mochten wir ^craus besonders uufmettfam machen, wie dringend naihwendig eS ist.auch FrauenundTöchter, welch- nicht direct unter daS Krankenkassengesitz lallen, bei Krankheitsfällen zu sichern. Die Filiale wurde in Gießen am. 14 December v I. gegründet und zählt bereits über 5^^,f(jtlj1ctbrtetrtggeIb beträgt 1 3L. der wöchentliche Beitrag 25 A ^für eiue Unterstützung von 7 JL wöchentlich, sowie Brillen, Bruchbänder und bet Todesfällen eine Beisteuer von 60 3L bezahlt werden. n - , 3, Schweinefleisch 50—60 Hammelfleisch 60—68 Kalbfleisch 50—54 Kartoffeln per 100 Kilo 3L 3.50—0.00, Milch per Liter 12—16 H, Zwiebeln per Ctr. 3L 4.00—0.00, Weißkraut pr. Stück 4—7 H Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgrbote. December: 27. E senbahn-Bureaugthülfe Johannes Wahl mit Karoline Scheibler, Tochter deS Bergmanns Wilbelm Scheibler zu Gießen. 30. HÜlfstrlegraphist G?org Döll mit Katharine Spahn, Tochter des BlättermacherS Johann Heinrich Spahn zu Gießen. 30. Schuhmacher Heinrich Phittpp Christian Drehwald zu Selters mit Wilhelmine Peuser, Tochter des verstorbenen Musikanten Johann Christian Pevser zu Hüblingen. 31. HülfsgerichtSschreiber W lhelm ßinb mit Marie Wilhelmine Benedictine Dienstbach, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Johann Benedict Dienftbach zu Gießm. Januar: 9. Bureaudiener Karl Winnecker mit Anna Marie Kraft, Tochter des Messerschmieds Heinrich Kraft III zu Gießen. Eheschließungen. Dccembrr: 27. Awtsanwalt Emil G'org Schlapp zu Bingen mit Matbttde Amalie Auguste Pauline Marie Hoffmann. Tochter des Hofgenchltzraths f. P Carl Christian Hoffmann zu Güßen. 28 Lademüfter-Diätar Wilhelm Stier zu Lollar mit Matte Henriette Witzner, geb. BonariuS, Wittwr des Schneiders Justus W ßner zu Gießen. 31. Bierbrauer Johann Heinrich Krausbaar mit Marie Winter, Tochler des Platzmeisters Konrad Wmter zu Gießen. 31. Postillon Johann Heinrich Hattmann mit Helene Christine Kreuter, Tochter des v rstorb.nm Arbeiters Daniel Kccuter zu Gi' ßen. Januar: 2. Bahnarbeiter Gcorg Heinrich Bäcker mtt Marie Wagner, Tochter deS Taglöhners Kaspar Wagner II. zu Gießen. 3 Weißb'n'oer Johannes Bramm mit Jacobine Johanna Henriette Katharine Weicker, Tocht:r des verstorbenen Bäckermeisters Philipp Wilhelm Welcker zu Gießen. Geborene. December: 23. Dem Steindrucker Theodor Damm eine Tochter, Wilbclmine. 24. Dem Schuhmacher Heinrich Bender eine Tochter. 25. Dem Bierbrauer Friedrich Schreiber ein Sohn, Ludwig Emil Willy. 26. Dem Schuhmacher Hermann Seibert htrr orir.u » flS. *•*« '"dMbttch, 5, Wh du 6d TodesfSllry ** sich In l!s Schultze lt h finh ^^ufleaen % Mch,v. d« Ud>t, abtr bk tu ttvr ^“Jlenrrn » ünb btbtnfdjt Q*0:6unbtthna[ '?• Uni rootjer 5er» bai et alle ö«n angesLhkkki, 6tn Bauttn, b!x ner Originalität achtet, sondern "sondrrö zu (ri mltgegeben, der L'Ärronge er Schöpfer der 'en, bann oft li oonN. «iai 6 reizende Grieben — doch sich besser sehen mltb alB fein fien Woche da» ung. i, mitunter auch n muß es schwer nnunqen für den I Abttöpfeln und Instrich re. wirkt. ttgart. Sutter per $hml ÄM s«“"w r. Stücks eäaoiti ©teßtc- ®®r WÄblctiw öSfr* y« «*• S&gS L Daniel fff u Von den Mitgliedern der Sterbekoffe starbeo.' ; 34 18 I 23 1 20 I 24 1 15 | 20 I 21 I 16 I " 19 | 32___ *J 256 »neu auffltttomtnrn \t, erledigt 8™ 4ert.__. Tochter, » arfibrl® Slerhr’^/gilWt Hertz»"""" du Sobn, ßermann Rudolf Henrich. 26. Dem Prof ssor Adolf Vh'lippl eine Tochter. 28. Dem Taglöhner Philipp LLnciver ll. eine Tochter, Eltsobeth 28. Dem schot- wachermetfter Georg Todt e ne Tocht^. 29. Dem Kaminfeger Jlatl ßmcfd) etn6obn, Ehttstopb August 3 29. Dem Weitzdtnder Christoph Schmidt ein «Pt vpncbivdener tysteme, « Heuwender, Heurechen. Drill-(Säe) Maschinen etc. etc., g sowie eine grosse Parthie B amerikan. Stahlgeräthe •zu bedriltend berabgeyetzton ! " i-en. une 8. 5 to 5 —. ! ww r- 1 Bract. Arzt in Frankfurt a.M., früher Assist llr mpn H iTPIlQPn Prof. Ricord’8,Pari9, heilt rasch, gründ!, u. • *A1UU« 11« VJVllövllj ohne grosse Kosten alle Nerven-, Frauen-, Haut- u. Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eigener Methode. Sprechstunden 10—1 und 3—5. itiftfetr.issa 22 1. Auswärts brieflich. Holzversteigerung. Donnerstag den 13. Januar, Vormittags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald „Haide", District GaubertSloch, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 50 Kiefernstämme von 20—40 Ctm. Durchmesser und 14 Meter Länge — 32 Festm. enthaltend, 10 Eichenstämme = 2,78 Festm. enthaltend, 204 Rm. Buchen-, Birken- und Nadelscheit, darunter 36 Nm. Nadel- Rundscheit, 3 Meter lang, zu Pfosten geeignet. Die Zusammenkunft ist im District GaubertSloch. Bemerkt wird, daß das Stamm- und Rundscheitholz von Nachmittags 1 Uhr zur Versteigerung kommt. Lang-Göns, den 8. Januar 1885. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brückel. 260 Holzdersteigenmg im Hüttenröder Gcmeindcwäld. Dienstag den 20. Januar, von Vormittags 9V2 Uhr, sollen in dem Distrikt Altunter versteigert werden: 92 Stämme Gichen-Bau- und Werkholz, 16—38Ctm.Durch- messer, 4—13 Mr. Länge, 221 Stämme Fichten - Bau - und Schnittholz von 15—39 Ctm. Durchmesser, bis zu 23 Mtr. Länge. Weiter am Nachmittag Brennholz: 48 Nm. Buchen-Scheitholz, 37 „ Buchen-, Eichen- u. Nadel- Knüppel, 4000 Wellen Nadel-, Buchen- und Eichen-Neiser, 108 Rm. Nadel-, Buchen- u. Eichen- Stockholz. Hattenrod, am 10. Januar 1885. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Menget. 268 Pumpernickel echt westphälischer, in feinem, natürlich füvem Geschmack, stets frisch zu billigem Preise bei 276 Ferd. Dreises, vorm. Gg. Wilh. Weidig. Robert v. Stephani « 2kcboction: 3L Echeyda, -- Druck und Verlag der BrÜhl'scken Druckerei (Fr. Lbr. Di et sch) in Gießen, Di« heutige Nummer enthalt 2 Blätter e»w»'6< Ni! M 9* MMckenste chmaiiaften Mstboten, F vom 18« 3 dabei, wenn r Schein vorM M 30 M ode vnWtz eck Bez Meldungen v Die begannt mach Gie Mit bi Weihnachtszeit tarischen Arbe rag zur gotife des Reichslagei des in nWer was sich aber *e Arbeit! mechalb der ■ MchMgeii LAg der (S iMMcher ^er jweitw l! Hieraus svii und wird ab beratbung de Auch Tätigkeit wi beschloß er, bi MOng M er den Gesetze! Scherung der! landnmthsW Tage hielt au Hre ab. 3 Ä' soweit * M Meinte Mk mjN cerar *« für d Mt ftehe ^Ngeiiete i >r eie? ftS ein, 2V«160 Mt>°i> btt Riefelung , Lv°L 4eta friebl^; Söi, te6ierung ° S**J 286 Lich, den 7. Jauuar 1885. 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Rudolph, Giessen, g □oddoooo acooooanaoDODü Neuestes Musikinstrument „Ariston“ spielt jedes Musikstück auf kreisförmiger Scheibe übertragen mit vollem u. vorzüglichem Ton. — Bis jetzt sind über 400 verseh. Musikstücke dazu erschienen. — Die Handhabung des Instrumentes ist überaus einfach, da nur eine andere Notenscheibe aufzulegen ist, um jede beliebige Piece spielen zu können; selbst Kinder können dies mit Leich- HusteNicht