ltht 7175 NA!ch°» «ebient WttShtt nach °'idm Aweiigasse,^ s Dienstmädchen ^lwrchlraße le. Jtof, Gymmfias- er Exped. d. 's Engros-Gei'chäst b. U stisch eunig Harms, ^un^Gchmrth. en Knntn ftöfimb )aus )e» 9nS ÄÄ bei b”ft4le' *“ K'ru Mi«' tolt Angabe unt S«L bQnblfr sind fter u. Gastwitth, >t 48. Wann wünscht seine mnischen und son- eiten auszuWen. ie Expee- d. Bl. Junge als Haus' d. d. U. inQlänifrä Englisch Itfrtnb - : N* in einer b }u fabtn. in der id) erlernen könnte. dbt bezahlen. B. poste restante 7127 tlfl vou mm- uni) sälche, Rit 3sach leinenett — an. 608 tz garantirt u^Muller^ PfkldkKnklhs iebften btt 6« d-- ivird geMt- -5- ♦ *'A MZ ev-r c rft»' n ,5 wIltl0LS »2V- ^F«?S5 -a>j fjSSr:. fier Brrrea« r Schulstraße 7. Erscheint tL-lttch mit Ausnahme des Montag». Prei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit BrinaerUchn. —___________Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 «• 3- «"»*. f.« .. Gegenstände der Verhandlungen werden sein: 1. Rechenschastsablage; **** - - °ch«»•« 4 iStCrÄ?*’* >U ®it6en' * t M hÄ-MMMa a,lf ?: LMS,ÄÄ SÄÄ’Ö ”**-* •«»" »»“"«■ «Mv £ Die Wahl des Präsidenten und Vicepräsidenten, sowie des Ausschuffes für die Periode 1886/88 yl' UCtOber lä8dl Der Präsident des landwirthschastlichen Vereins von Oberhessen ■ — Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. 288 Samstag den 10. October 18S8 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Woher dieser Umschlag zu Gunsten der Monarchisten'/ Gewiß ist das allgemeine Stimmrecht ein unberechenbares Instrument, dessen Zeiger oft rasch von einem Extrem Igi ^-Die Pariser Wahlergebnisse sind nun bis auf wenige Sectionen bekannt « n ^68,000 eingeschriebenen Wählern stimmten 433,000. Lockrcw Floauet Delaiorae 8 m als sicher, Brisson als wahrscheinlich q-wähli. Bar°det ' Allaür T?ras und Rroäbtt”6 fn " b,C °bi°luteMajorität. Im ersten Wahlgange sind dmmach Telegraphische Depeschen. Wolff- telegr. Eorrespondenr-Burea«. Batzen-Baden, 8. October. Se. Majestät der Kaiser hatte gestern Abend non ^^brs gegen 11 Uhr dem großen Empfang im Großherzoglichen Schlosse beiqewohnt Mt Vormütag nahm Se. Majestät Vorträge entgegen und begab sichNachmitL' ,ült dem GrDtzherzog, der Frau Großherzogin und dem Erbgroßherzoglichen Vaare zu dem bet ^fsezheim stattfindenden Rennen. Dem Sieger im Armee-Rennen Lberre?cht.^ Dohna, wurde von Sr.Maj. dem Kaiser eigenhändig der Ehrenpreis .Berlin, 8. October. Giers ist von seinem zweiten Besuche' bei Bismarck 'leterSBur^aK Ctn0etroffen unb verweilt tagsüber hier. Er reist Abends nach Wien , 8. October. Wie die „9L Fr. Pr." meldet, verhandelt die türkiscke m entgegenzunehmen. In allen Sitzungen der baltischen Behördeil merbeir K'Äift bEr @Prad,e 3efÜt)rt' für die Ä I r ?^ndon, 8. October. Eine große Feuersbrnnst hat heute früh in den Ebuntp,- House Buildings rm Londoner District Elerkenwell zehn^ große Speicher und vier id)rei^n$Ve0^'r Speicher und ca. zehn Häuser wurden beschädigt. Dem Fort- ^pr ^ethaii. Menschenverluste sind nicht vorgekommen Der Schaden betragt über eme halbe Million Pfund. Builhi^^nh^i^' ^ober. Bei der gemeldeten Feuersbrunst in den CHarterHouie 1b „große Speicher ausgebrannt. An dem Eompler von 23 Gebäuden stnd nur 7 unbeschädigt geblieben. Die Mehrzahl der abgebrannten Häuser enthielt ü6er^Sr&^»°UteriC; Ullb Galanteriewaaren. Der Schaden ivird ^nunmehr auf uver zwei Millionen angegeben. 1 1Q1 81 Oct0JeJ\ Gestern gab es in der Provinz Palermo an der Cholera Üb!ig«/Uo°inzen 9/13.62 $°beSraüe' bat,on iu bcr ®‘“bt P^eemo 118/58; in ben ifi 8. October. Die Observation für egyptische Provenienzen ist auf 48 Stundeii ^.uarantane, gegen Algier und Tunis auf 5 Tage reducirt 5 ^n)-d)a “ ^tr Drummond Wolf conferirte heute mit dem neuen Großvezir, 'Kiamil r<. Kairo, 8. October. Dem Vernehmen nach schlugen die Militärbehörden die sMich von M°krak°s?o°r.' am 92orbcnbc be5 Amarn-Kataraktes, 20 Meilen zr, f/1 b-October. ^Meldung der Agence Havas.j Der abberufene Berliner ^pCrfhtbtnr1rph-pOn 5f-UC”T rum Gesandten in Berlin ernannt und wird Sonntag nach N'n-.Die Journale fordern die Regierung auf, nicht auf die Rathschläge der zu Horen, sondern rasch und energisch vorzugehen 8- October. Der König ist heute Abend mit den ihn begleitenden n.nrsL ^fOni^-'C11 ^>n Bahnhofe feierlich empfangen und enthusiastisch hp?ip"b^si!^^"' bleibt 4 Tage hier, nm die Truppen zu besichtigen und begtebt sich dann nach Erazowa. 9 . Die framöfischen Wahlen. • « offenbar in einem Zeitalter der Ueberraschungen. Die neueste und vrellercht tolgeltschwerste bereiteten uns die Wahlen in Frankreich am vergangenen Sonntage. Die Republikaner glaubten sich den Luxus zahlreicher Spaltungen und Gegensätze rm Vertrauen auf ihre erprobte Sache ohne Gefahr gestatten zu können • uud welches^ Resultat hat nun die Anwendung des so hochgepriesenen Listenskrutiniums ihnen am Sonntage gebracht'/ Der „Sprung in's Ungewisse" ist sehr zu ihren! ^iach- theue ausgeschlagen, so weit sich die Sachlage nach den noch unvollständigen neuesten Nachrichten über die Wahl beurtheilen ließ. Das steht indessen schon als Thatsache fest, daß die Monarchisten, so weit bis jetzt bekannt, 71 Sitze gewonnen haben lyoburdi ihre zukünftige Stärke auf 230 bis 240 Mitglieder zu schätzen sein dürfte. Während des Wahltages selbst herrschte überall, auch in Paris, die größte Rübe . und Ordnung. Erst das allmülige Bekanntwerden der Wahlergebnisse brachte eine I gewisse allgemeine Erregung hervor, die sich mit den weiteren Nachrichten iinnier mehr I steigerte. peutschlaild. 8; October. Die „Nordd. Allg. Ztg." theilt zur Berichtiauna ojterreichlscher Pretznachnchten über den Inhalt des Testaments des in Peters- bürg 1884 verstorbenen Frhrn. v. Stieglitz mit: „Der Nachlaß ist bereits an die Erben und Legatare vertheilt. Letztere sind sämmtlich nahe Verwandte des r?r.™LfLer3 beffe" Erstorbener Gemahlin und sind in dem längst bestätigen recht-beständigen Testamente ausdrücklich und namentlich benannt An- spräche angeblicher oder wirklicher Verwandter in Deutschland und Oesterreich todren völllg aussichtslos." w ßngland. London, 8. October. In einer gestern zu Newport abgehaltenen con- fervativen Versammlung hielt Lord Salisbury eine Rede, in welcher er auch fcte bulgarische Frage berührte. Er constatirte, daß die jüngsten Ereigniffe nicht da« Groß-Bulgarien des Vertrages von St. Stefano Herstellen. Seit dem Jlbjug der russischen Truppen aus Ost^Rumelien entwickelten sich dort nationale Strebungen. Die Bestimmung des Berliner Vertrages bezüglich Bulgariens und Rumeüens fei nicht ohne sehr wohlthätige Wirkungen gewesen, jedenfalls I ko.E.Me Vereinigung Bulgariens und Rumeliens nur unter einer, die Souve- .bfed ^■ult?ns(. wahrenden Form genehmigt werden. — Zu der inneren Polttl übergehend, betonte Lord Salisbury die Nothwenbigkeit großer Reformen I" bec Local-Regierung Irlands, wobei es jedoch sehr wichtig sei, oaß ^ich^inheit unverletzt b^olten bleibe. Die Conservativen könnten nie irgendwelche Vorlage billigen, welche Englands Stellung unter den Nationen bedrohten Der Redner hob ferner hervor, daß es nothwendig sei, die Kolonieen °u das Mutterland zu ketten; er erklärte sich sodann zu Gunsten einer letzteren Veräußerung von Land und schloß mit der Bemerkung, die Politik der Conservativen bezwecke, das Band zwischen Staat und Kirche aufrecht iu erhalten. 0 I THUM anderen überspringt. Häufig genug hat cs schon alle Berechnungen und Mühen zu Schanden gcinachl und sogar sich selbst den Untergang bereitet. Aber solche Launen har es nur in Zeiten ungewöhnlicher Aufregung, allgemeiner Unzufriedenheit mit dem Bestehenden uiw brennender Sehnsucht nach Aenderungen sich gestattet. Und solche Tage bestanden augenblicklich in Frankreich wohl nicht. ES müssen also andere Factoren im Spiele gewesen sein. Worum es sich handelte, war einzig, ob am ersten Octoberchnntage die Opportunisten in alter oder gemehrter Stärke aus dem Kampfe hervorgehen oder ob ihre Reihen zusammenschmelzen würden und ob in letzterem Falle der (Gewinn den Radikalen oder den Monarchisten zufiele. Die Wahlurne hat nun ihr Urtheil zu Gunsten der Monarchisten und gegen die Opportunisten gesprochen. Auch an dieser letzteren Partei bewährte sich, daß Gambetta's Schöpfungen in der Voraussetzung erfolgt waren, der Schöpfer werde noch lange Jahre in der Vollkraft verbringen. Sic sollte der An- zichungS- und Sammelpunkt aller zurechnungsfähigen Elemente der' Republikaner werden, nach radikaler und nach halbliberaler Seite hin Anziehungskraft üben. Durch diese Aufgabe war ihr freilich die Abfassung eines klaren Programms verwehrt. Obgleich die Partei sich trefflich bei Bekämpfung deS Staatsstreiches von Seiten Mac Mahon's erprobte, so offenbarten sich die Schwächen der Union bald> als die Republik zur definitiven geworden war. Gambetta, als er das Listenskrutinium durch- zuführLn suchte und darüber stürzte, glaubte mittelst dieses Wahlverfahrens der Abstimmung im ganzen Lande einen einheitlichen Zug geben, durch einen von Paris her inspirirtcn Gedanken die ganze Millionenmasse bewegen zu können. Dazu hätte eine, Alles überragende Autorität gehört, wie er eine gewesen. Seit seinem Hinscheiden aber herrschten die Mittelgrößen, um deren jede nicht die Nation, sondern nur ein kleines Häuflein sich schaarte. Daran vermochte auch Fcrry auf die Dauer nicht viel zu ändern. Kleine Geister, die nicht durch Gedankenfülle glänzten, suchten einander an Radikalismus zu überbicteü, um sich bemerkbar zu, machen. Dabei ist die abgelaufene Legislaturperiode eine einzige Verleugnung der opportunistischen Programms gewesen, Alles ist auf dem Papier geblieben. In die Wirklichkeit aber sind die tongkinesischen und niadagaskischen Opfer getreten, die wirthschaft- . liche Krise und das Deficit. Ist cs da ein Wunder, wenn die Wähler durch ihre Abstimmung gezeigt haben, daß sie die Lehren der verflossenen Legislaturperiode besonders beherzigt haben? Ist diese Ernüchterung etwa ein Vorzeichen der Ermattung des republikanischen Geistes? t Die ganze Hoffnung der Republikaner klammert sich nun an die zahlreichen Nachwahlen. Sic erioarten noch immer, daß die gemäßigte Republik, wenn die engeren Wahlen am nächsten Sonntag vollzogen sind, triumphiren wird» Endlich sei noch eines Umstandes gedacht, dessen Tragweite nicht zu unterschätzen ist. Die Negierung enthielt sich jeder Beeinflussung der Wahlen; außerdem erwies sich das Listenskrutinium durch die von ihm hervorgerufene grenzenlose Verwirrung als eine zweischneidige Waffe für seine Urheber. Die deutschen Genossenschaften 1884. Der soeben erschienene Jasresbericht der Schulze-Delitzsch'schen Genossenschaften für 1884 (Leipzig, Julius Klinkhardt) constatirt einen abermaligen Fortschritt des Genossenschaftswesens. Der. Jahresbericht für 1883 wies 3688 Genossenschaften nach, in dem Berichte für 1884 finden wir aber 3822 verzeichnet und zwar 1965 Ereditgenossenschaften, 1146 Genossenschaften in einzelnen Gewerbszweigen, 678 Eonsumvereine, 33 Baugenossenschaften. Der Jahresbericht betont weiter die Erfolge, welche das Genossenschaftswesen im Jahre 1884—85 besonders auf dem landwirthschaftlichcn Gebiete aufzuweisen hatte. Der Vereinigung deutscher landwirthschaftlicher Genossenschaften gehören zur Zeit 342 Genossenschaften an. Zu den einzelnen Kassen übergehend, bespricht der 'Bericht: 1. die Resultate der Vorschuß- und Creditvercine, von denen 879 ihre Abschlüsse eingejandt haben. Dieselben hatten Ende 1884 451,779 Mitglieder und gewährten 1,516,952,618 «AL Ercdite, durchschnittlich auf ein Mitglied 3358 JL. Das «Betriebskapital dieser 879 Vereine beläuft sich auf 126,518,984 «AL an eigenem und 393,1^6,540 «AL an fremdem Kapital. Der Reingewinn beträgt 8,198,864 «AL, von welchen 6,359,206 JL den Mitgliedern als Dividenden zuflossen. Die Verluste sind verhältnißmäßig niedrig, dieselben betrugen 884,050 , auf einen Verein entfielen hiernach durchschnittlich 1005 «AL. Der größte Thcil dieser Verluste wurde auS den laufenden Einnahmen gedeckt und mir der kleinere Theil den Reservefonds entnommen. 2. Der Bericht über die Genossenschaften in einzelnen Gewerbszweigcn weist 139 industrielle, 354 landwirthschaftliche Rohstoffgenossenschaften, 172 landwirthschaftliche Werkgenosscnschaften, 59 industrielle, 5 landwirthschaftliche Magazingenossenschaftcn, 144 industrielle, 226 landwirthschaftliche Productiogcnossenschaften, 47 Versicherungsund sonstige Genossenschaften auf. 3. Die Eonsumvereine haben um 3 zugenommen. Von 678 bestehenden Vereinen haben 163 Berichte eingesandt. Dieselben hatten 114,423 Mitglieder; die Summe deS Verkaufserlöses betrug 33,619,162 «AL, die Geschäftsantheile 2,816.997 JL, die Reservefonds 1,632,392 «AL, die aufgenommcnen Anlehen 3,363,459 «AL, oie Schulden für auf Credit entnommene Waaren 426,168 «AL. An Kapital- und Einkaufsdividenden konnten 2,412,366 «AL gewährt werden, oder 85 pCt. Dividende der angesammeltcu Geschäftsantheile. 4. Bezüglich der 33 Baugenossenschaften weist der Bericht auf die Schmierigkeiten hin, mit denen dieselben zu kämpfen haben. Dieselben beschränken sich zur Zeit auf die Vermiethung ihrer Wohnungen. Lokales. Gietzen, 9. October. Ein Knoblauchshändlcr aus Sellnrod hatte sich gestern in aller Frühe so berauscht, daß er mit seinem Waarenlager in der Bahnhofstraße cherumfiel und sich dabei an den Kniecn derart verletzte, daß er zur Klinik verbracht werden mußte, woselbst wohl mehrere Wochen zu seiner Heilung nöthig seh dürften. — Vor einigen Tagen waren 3 Leihgcstcrner Arbeiter in der'Nähe des Bergwerks im Walde damit beschäftigt, einen Graben am Wege auszuwerfen, ivobei sie eine 10 fl.-Nolle österreichischer Sechser fanden, die sie unter sich vertheilten. UniverfitätS - Chronik. Marburg, 7. October. Der Privatdoccnt der orientalischen Sprachen an hiesiger Universität, Herr Lizentiat Dr. Conrad Keßler ist zum außerordentlichen Professor ernannt und wird zu Beginn des bevorstehenden Wintersemesters an die Universität Greifswald übersiedeln, wo ihm die Vertretung des beurlaubten ordentlichen Professors der orientalischen Sprachen, Dr. Ahlwardt, übertragen worden ist. — Dr. Robert Franz in Halle ist mit dem 1. October als Universitäts- Miffikdircctor in den wohlverdienten Ruhestand getreten und ist demselben in Anerkennung seiner hohen Verdienste sein volles Gehalt als Ruhegehalt gewährt worden. Der frühere Gesandte in Berlin, Rhangad4, soll zum Professor der Archäologie an der Universität von Athen ernannt werden, welche Stellung er schon einmal in früheren Zeiten eingenommen hatte. BermrschteS. Mainz, 6. October. Heute Morgen wurde bei einer in den Herbergen vor- genommenen Razzia auch ein etwa 25jährigcr junger Mann verhaftet, welcher sich über leine Person nicht ausweisen konnte und falsche Namen angab. In die Arrestzelle im Stadthaus verbracht, hängte er sich alsbald an einen Nagel auf, doch war der letztere nicht stark genug, um die Last au tragen, der Lebensmüde fiel nieder auf die Erde, wo er gefunden wurde und bald wieder zu sich kam. Nun wurden ihm sämmtliche GegciMändc, mit welchen er etwa seine Absicht doch hätte zur Ausführung bringen können, abgenommen. Da aber zerbrach der Arrestant, als er wieder in seiner Zelle allein war, eine Scheibe und suchte sich mittelst des zerbrochenen Glases die Pulsadern zu öffnen, außerdem zerriß er seine Kleider und zerschnitt sich mittelst des Glases die .^anzc Bnist. Schließlich mußte der Verhaftete verbunden werden, und da er sich fortwährend weigerte, seinen richtigen Namen zu nennen, wurde er in das Gcfängniß abgeführt. — Ebenfalls heute^Morgen suchte sich in der Caserne des 117. Jnf.-RegimentS ein erst kürzlich auS dem Soldatenstand ausaetretener Sergeant dieses Regiments zu entleiben. Er hatte sich mit einem Gewehre durch den Mund geschossen. Auf den Tod verletzt wurde er in's Rochushospital gebracht. Bochum, 2. October. Gestern Abend spät wurde hier die Familie eines alten, in den besten Verhältnissen lebenden Bürgers durch die Rohheit des Hausknechts plötzlich in Sorge und tiefe Bekümmerniß versetzt. Der Sohn des Hauses, ein etwa 15 bis 16 Jahre zählender hoffnungsvoller Gymnasiast, bekam aus geringfügigem Anlast Wortwechsel mit dem Knecht, in dessen Verlauf dieser unversehens ein langes scharfes Messer ergriff, um damit dem Knaben einen höchst gefährlichen Stich in den Unterleib zu versetzen. Damit noch nicht zufrieden, stürzte er sich sodann auf den zu Hilfe kommenden jüngeren Bruder des Verletzten, dem er den Finger zerschnitt. Auch die hinzuspringende Mutter des Knaben, welche erst vor Kurzem von längerer Krankheit genesen, verletzte der Wütherich und erst dem durch das Geschrei aufmerksam gemachten und sogleich hinzueilenden Gatten und Vater gelang es, den wie wahnsinnig um sich schlagenden Menschen unschädlich zu machen, der von einem herbeigerufenen Polizeibeamten alsbald verhaftet wurde. Köln, 5. October. Die „Köln. Volks^tg." meldet: Gestern^Abend wurde vor dem Eigclsteiner Thore eine Frau von einem nach Köln gehenden Soldaten in höchst unmoralischer Weise angeredet. Ein des Weges gehender Herr machte dem Soloaten Vorstellung darüber und erhielt von diesem einen Stoß mit dem Seitengewehr, so dast der Getroffene tödtlich verletzt zusammenbrach. Er wurde später mittels eines Handkarrens nach, dem 'Hospital in Nippes gebracht. Heute Morgen wurden ihm die Sterbe- Sacramente gereicht. Der Verwundete ist verheirathet und Vater von drei Kindern. — sVacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armee-Corps.^ Darmstadt, Postamt, Packetträger, 750 JL Gehalt und 180 JL Mohnungsgeldzujchutz^ — Kirtorf, Postagentur, Landbriesträger, 450 «AL Gehalt und 60 JL Wohnungsgeldzuschuß. — Marburg, Stadtrath, Kassenbote und Vollziehungsbeamter. — Pyrmont, Amtsgericht, Eanzleigehilfe, 5—8 H für jede Seite Schreibwerk. — RüdeSheim, Bezirk deS Königlichen Eisenbahn - Betriebsamts Wiesbaden , Bahnhofsnachtwächtcr, 50 «AL Gehalt monatlich, bei etatsmäßiger Anstellung 609 JL und Wohnnnasgcld- zuschuß. — Wiesbaden, Königliche Garnisonverwaltung, etatsmäßiger Kasernenwärter, 600 JL jährlich, Feuerungs- und ErleuchtungSmaterialicn und freie Wohnung. Näheres bei den Bezirksfeldwebeln. Theater. *** Gießen, 8. October 1885. Heute Abend gelangte als zweite Vorstellung Blumenthal'S Lustspiel: Die große Glocke, zur Aufführung, nachdem eine längere Pause wohl dazu gedient hatte,, die Mißstände zu beseitigen, welche am Sonntag sich überall geltend machten. Wir können dies zu unserer Freude eingestehcn und wer die beiden Aufführungen besucht Hal, wird gemerkt haben, welcher Unterschied zwischen denselben war. Ist auch nicht alles tadellos gewesen, was der Donnerstag Abend vor dem Publikum entrollte, so kann doch nirgends der gute Wille, den die Direction Rheinberger zeigt, verkannt werden und das allein ist schon einer Anerkennung würdig. Das Stück selbst hebt sich allerdings nicht besonders über das Gewöhnliche hinaus, wenigstens der Name Blumenthal müßte zu höheren Erwartungen berechtigen. Die Handlung ist gerade nicht sehr fesselnd und müssen einige geistreiche Witze ?c. daS Ganze herausreißen. Bei einem flotten Zusammenspiel nimmt man das Opus wohl dankbar auf, aber der Eindruck, den es hinterläßt, wurzelt nicht tief. Der Schwerpunkt deS Stückes, wenn man überhaupt von einem solchen sprechen darf, liegt in einigen ansprechenden L-cenen; im Uebrigen aber schleppt sich das Motiv interessenlos zu Ende. Von der Aufführung läßt sich viel Gutes sagen und fi'lhlcn wir uns veranlaßt da der Zettel ein Geheimniß einschließt, indem er die Damen nicht als Frauen oder Fräuleins kundgiebt, das ganze Personal ebenfalls beim Vornamen zu nennen. Da finden wir denn zuerst in Cornelia Rheinberger (Baronin von Sölden) eine geeignete Vertreterin der Salonliebhaberinnen, welche alle Vorzüge in sich vereint; in der Seene am Schlüsse des 3. AetS war fic ganz allerliebst; sie sand aber auch in Alfred Halm (Theobald Vogt) einen tüchtigen Partner, der jedenfalls das Publikum durch sein lebendiges Spiel dauernd warm erhalten hat. Hermann Flachsland (Murnei-) spielte mit der ganzen Gemüthlichkeit, bie der Autor der alten jovialen Figur bcigab. Elsa von Walden war ihrer Aufgabe meist gewachsen, Max Willrodt- Schröder berechtigte zu guten Erwartungen; während Carl Ze hl's Gundermann eine ganz vortreffliche Leistung war. Mathilde Schlüter fühlte sich aber als Constanze nicht so ganz behaglich; die Noblesse lag ihr nicht besonders, mit einem Worte: oas Gezierte der Nolle wollte ihr nicht so gelingen, wie cs dieselbe fordert. Schließlich sei noch bemckt, daß es empfehlenswerth wäre, bei der Gasflamme über dem Souffleurkasten eine Aenderung zu treffen. Dieselbe ist dem Auge des Zuschauers höchst unzuträglich. —a— Literarische-. Afrika. Der dunkle Erdtheil im Lichte unserer Zeit. Von A. v. Schweiger- Lerchenfeld. Mit 300 Illustrationen hervorragender Künstler, 18 colorirten Karten u. s. w. (In 30 Lieferungen ä 30 Kr. — 60 H, auch in drei Abteilungen ä 3 fl. = 5 JL 40 im Original - Prachtband 10 fl. 50 fr. = 18 JL 90 H.) A. Hart- lebcn's Verlag in Wien. „Geographische Monographien" sind in den heutigen unruhigen Zeiten unentbehrliche Nachschlage- und Handbücher geworden. Selbst der den geographischen Dingen ganz ferne stehende Leser befindet sich, will er der allgemeinen Zeitströmung folgen^ häufig genug in der Lage, über entlegene Regionen unserer Erde sich orientiren zu müssen. Aus einem Bedürfnisse dieser Art ist offenbar das obengenannte Werk entstanden, das sowohl rücksichtlich seines textlichen Umfanges, als in Bezug auf die reiche Ausstattung mit Illustrationen und Karten ein Gesammtbild vom schwarzen Erdtheil gibt, wie es andernfalls nur mit Zuhilfenahme einer förmlichen Bibliothek von einschlägigen Werken gewonnen werden könnte. Als Sammelwerk und Oricntir- ungsbehclf im besten Sinne des Wortes wird daher das vorliegende Werk von zahlreichen Bücherfreunden gewiß willkommen geheißen werden. Da ein solches Buch fehlte und das Bedürfniß nach einer Arbeit dieser Art, angesichts der afrikanischen Colonialbewegung, sich seit Jahr und Tag einftcUte, erscheint uns dieselbe zum minbeften so verdienstlich, wie die vielen einseitigen Reisebeschreibungen, die zwar auf Autopsie beruhen, aber von der Gesammtheit der afrikanischen Dinge losgetrennt, dem vticht- Geographen keinen größeren ^Nutzen eintragen, als den einer anregenden Lectüre. Der vorliegende starke Band gibt sich als ein Compendium der Geographie von Afrika, einschließlich aller Cultur- und Zeitfragen, und wird als solches Jedem unentbehrlich sein, der über afrikanische Angelegenheiten auf dem Laufenden bleiben will, durch Beruf und Steigung indcß nicht über die zahlreichen Specialwcrke, Brochüren und Abhandlungen der Fachzeitschriften verfügt. Als eine Zierde des Werkes dürfen die dreihundert Illustrationen, als eine Beigabe von dauerndem Werthc die vorzüglichen und vielen Karten bezeichnet werden, die gewissermaßen einen completen Atlas von 50 Karten auf 18 colorirten Tafeln bilden. Das Tribunal, Zeitschrift für praktische Strafrechtspflege. I. Seit Anfang dieses Jahres erscheint unter obigem Titel bei I. F. Richter in Hamburg eine von einem erfahrenen Criminalisten, Herrn Dr. Bclmoute, heraus- gegcbcnc und von Männern, wie von Schwarze (Dresden), von Holtzendorsf (München), Carl Braun (Leipzig), Dr. Ludwig Fuld (Mainz) und vielen anderen hervorragenden Juristen des In- und Auslandes unterstützte Rlonatsschrist, welche sich die Aufgabe gestellt hat, eine tief gefühlte Lücke in der juristischen Literatur auSzufüllcn. Wenn wir unter den Preßerzeugnissen, die sich ganz ober nur theilweise mit dem Crirninalrechte befassen, Umschau halten, so finden wir mehrere Zeitschriften, welche in Folge ihres theoretisch-wissenschaftlichen CharactcrS lediglich für die juristische Gelehrtenwelt brauchbar sind, wir finden weiter einige Gerichtszcitungen und die ständigen Gerichtssaalrubriken der politischen Zeitungen, welche allerdings das Bestr-eben zeigen, gemeinverständlich zu sprechen, aber meist allen juristischen Characters entbehren I I »iW vi I EU-« Ä6 i*n l"r 1 iimH* Ä (Wd)wow,cr r rSierabe äs nur d ? Mer auch cigucte und 'ehr Llraiproceiseu J faüonsprocesse u Hilden können m d M zu l ober innere nur nH M seinerzeit d- MM bfljmt d Mhrlen Wer i AkheidigeNungn Mcrstützl durch ei «meine MoM! $ Morl ein klar' Venu wir MH es deshalb, Zeilen erkennen wo Subern wir Mehallen, glaub« ibertroffen haben. Wir können I. Quartal beginn MtnW Ansprüche er und Kummer- d buch den beide' schriebenen Sie miß binnen w vom redjnet, baljier begründen, als • Wanderungen f lungen gelöscht die Mutations» werben: Gemarkung Vom Mmen ÄiUine Flur Xll 5 m Gemarkung Vmn Namen l Flur 111 N Gemarkung Norm Namen Wiltme, Lützellinden Kur Viii; y Gemarlun Am Namen Johanne Nur 1 Nr. j ?r. 132. A „ 794. $(ur v 3°rmJRamen “A x * 'm s Kr Xxi > 823. s g'W 532 l - Ä »‘“r V| g 7258 Ein neues schwarzledernes Sopha, sowie mehrere Fenster u. GLasthüren wegen Mangel an Raum billig abzugeben. Seltersweg 22A 1. Stock. Strickwolle in allen Farben und Qualitäten zu sehr billigen Preisen, Rockwolle per Pfund J-t. 1,20, sowie woll.Strümpfeu. 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Hart- igcn Zeiten unent- graphsichen Dingen ntstromung folgen, sich onentirev zu enammWerken- in Sezug ansbic Id vorn schwarM glichen Bibliothtk jtrf und Dtieiihp L Wak von B, einsalä'es" der asrikamtchkn .Nie ium niindesien ’ iiii Autopsie £Ä"“ ^-hü^Ldie inpteieu ei 3- v' herauf t* «iiW iriljl(£ ftänW nn»2Ü und entbehren müssen, weil die Verfasser oft nicht Juristen sind und nur das Interesse haben, recht sensationelle oder recht pikante Verhandlungen dem Lesepublikum aus- zutischen. Diese Lücke, welche hier vorhanden ist, besieht darin, datz es bis jetzt noch an emer periodischen Zeitschrift fehlte, welche dem Juristen sowohl als dem Laien regelmäßig jeden juri,tisch - psychologisch merkwürdigen Fall in möglichst objectioer Form bar bietet. Die Lücke füllt das „Tribunal" aus. Der Jurist wird aus dieser Zeitschrift eine Fülle von Erfahrungen besonders in criminal-socialpolitischer Beziehung gewinnen, welche er als Richter, Ankläger oder Vertheidiger in der Praxis, als Forscher für seine Studien sehr wohl wird.verwcrthen können. Dem Laien andererseits wird die Lectüre der fachmännisch gut und doch populär geschriebenen Darstellungen interessanter Processc das beste Mittel an die Hand geben, als Geschworener oder Schöffe seine volle Schuldigkeit in vollkommener Weise zu erfüllen. Gerade mit Rücksicht hierauf zollen wir dem Herausgeber des >,Trihuual". unsere höchste Anerkennung, indem wir gerne gestehen, datz er diese Lücke richtig erkannt hat und datz er, wie die bis jetzt erschienenen Hefte des „Tribunal" beweisen, auch mit Erfolg bestrebt ist, dieselbe auszufüllen. Wir können deßhalb Jedem, der jemals in die Lage kommen kann, als Schöffe oder Geschworener bei der Urtheils^. finbiing Mitwirken zu müssen und der den Wunsch hegt, ein möglichst richtiges Urtheil abzugeben, nur dringend die Lectüre des „Tribunal" empfehlen. Aber auch dem lesenden Publikum im Großen und Ganzen wird eine recht geeignete und sehr benöthigte Ergänzung des Lesestoffes geboten. Tie Darstellungen von Strafprocessen in politischen und belletristischen Zeitschriften pflegen sich auf die Sen- sationsprocesse zu beschränken und den Verlauf derselben in recht ungeschickter Weise dar^üslellen, meist so, daß die Lesör am Ende der Lectüre sich absolut kein Urtheil bilden können und ost wohl verwundert darüber den Kopf schütteln, wie das Schwurgericht zu X oder sl) eigentlich dies oder jenes Urtheil habe fällen können. Ich erinnere nur an die Berichterstattung über den „Neustettiner Synagogenbrandproceß". Wer seinerzeit die verworrenen Zeitungsberichte hierüber gelesen hat, der vergleiche nunmehr damit die Darstellung, welche das „Tribunal" in seinem 1. Hefte aus der bewährten Feder des Rechtsanwaltes Dr. i^ello (Berlin)- der in jenem Processe als Vertheidiger fungirte, bringt. Die'in elegantem Deutsch gehaltene Schilderung, unterstützt durch einen sauber ausgeführten L>ituationsplan und erläutert durch allgemeine psychologische und socialpolitische Bemerkungen, setzt den Leser in den Stand, sich sofort ein klares Urtheil über jenen Proceß zu bilden. Wenn wir bisher mit unserem Urtheil über das „Tribunal" zurückhielten, so geschah es deßhalb,' weil wir erst auf Grund einer größeren Anzahl von Monatsheften erkennen wollten, inwieweit die Versprechungen des Prospectes sich erfüllten. Indem wir uns eine eingehendere Reeension der seither erschienenen Lieferungen vorbehalten, glauben wir feststellen zu müssen, daß dieselben unsere Erwartungen weit übertroffen haben. Wir können Unseren Lesern ein Abonnement auf das „Tribunal", das jetzt sein 4. Quartal beginnt, nur dringend anrathen. W. lieber Retter s Haarwasser. kann genug wiederholt werden, und ist auch darüber schon Vieles von ^.schrieben worden, daß Oele und Pomaden die Hautporen nur verstopfen, Zutritts des Staubes sich eine Schichte bildet, welche die Hautausdünstung i£aarrout^eh? erftitf* und dadurch Kopfleiden und kahle Lüellen erzeugt. ^nnr0(^ gibt es noch eine Unzahl Leute, die im blinden Vertrauen auf schwmdel- . unbedacht, ob das Versprochene zu erfüllen möglich sei — Hundert- tausende für schädliche Haarmtttel ausgeben und in dem Wahne leben, neue Haare auf rfK ^^^^r^ugen , während sie damit doch nur den Charlatanismus unterstützen und ihrer Gesundheit schaden. Ware es denn nicht viel vernünftiger, bei Zeiten von dem unnatürlichen Dressiren der Kopfhaare abzulassen und dafür ein wirklich ?h tA!r1Crm,^r^l2Cnorr§P statt der insgesammt schädlichen Oele und Pomaden zu gebrauchen? Als em solch' verläßliches und unschädliches Mittel kann das _ Haartvaffer von Carl Retter in München n• mCIIcUrr empfohlen werden, da dasselbe laut Gutachten hervorragender Autoritäten, wie Professor Or. v. Wtttftein rc. rc-, Alles enthält, um das Haar feucht, weich, glän- zend und die Kopfhaut immer thätig und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen tuueEMb acht Tagen gänzlich zu entfernen. — Zu beziehen per Flacon ä 40 unb M 1.10 bei Herrn I. $>. Fuhr, Sonncnstratze 25, Eichen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 19. Sonntag nach Trinitatis, 11. Oktober. Vormittags 9V-2 Uhr: Pfarrer Dinzeldey. . Nachmittags 2*/r Ubr: Candidat Bauer. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die evangelische Gemeinde in Dieburg zum Bau einer Kapelle. Kinderkirche: fällt aus. / , Montag, den 12. Oktober, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinderschule, Joh. Kap. 16, von Vers 5 an, Pfarrer Dr. Naumann. Die Pfarrgescbäste in der Woche vom 11. bis 17. Oktober besorgt Pfarrer Dingeldey (Göthestratze 18, neben der Aula). Katholische Gemeinde. 20. Sonntag nach Pfingsten. Von G Uhr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilüng der h. Com- mumon. Um V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. Um 2 Uhr : Andacht. Allgemeiner Anzeiger. Oeffentüche Aufforderung. 1 Ansprüche an die unten mit Flur und Nummer bezeichneten, im Grundbuch den beibemerkten Personen zugeschriebenen Liegenschaften, sind so gewiß binnen sechs Wochen, vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier vorzubringen und zu begründen, als sonst die vorliegenden Veräußerungen bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge in die Mutations - Verzeichniffe verfügt werden: Gemarkung Mendorf a/Lda. Vorm Namen Johannes Lotz W i 11 iü e Flur XII Nr. 207. 222. 224. Gemarkung Grohen-Buseck. Vorm Namen Jost Bellof Flur III Nr. 809. Gemarkung Großen-L.nden. Vorm Namen Heinrich Gärth Wittwe, geb. Hösbach von Lützellinden Flur VIII Nr. 139. Gemarkung Lang-Göns. Vorm Namen Johannes Rühl und Johannes NühlEhefrau Flur I Nr. 577. 583. Flur VII Nr. 132. Flur XVIII Nr. 603. 794. Flur XXV Nr. 149. Vorm Namen Anton Wenzel IV. und Anton Wenzel IV. und i Ehefrau, geb. Freitag Flur I Nr. 413. 431. 490. Flur H Nr. 502. Flur VII Nr. 136. Flur VIII Nr. 21. Flur XIV Nr. 48. 49. Flur XVII Nr. 203. 204. Flur XVIII Nr. 241. 698. 891. Flur XX Nr. 414. 723. Flur XXI Nr. 255. 515. 545. 815. 823. Flur XXII Nr. 613. Flur XXIII Nr. 107. 250. Flur XXVI Nr. 29. Flur XXVIII Nr. 532. Flur XXX Nr. 86. Vorm Namen Süßkind Meier und Sußkind Meier und Ehefrau, geb. Bär Flur VI Nr. 297. Flur II 837. Gemarkung Leihgestern. Vorm Namen Konrad Dern Flur XX Nr. 323. Vorm Namen Johannes Heß V. Flur XVI Nr. 255. Flur XVII Nr. 17. Flur XX Nr. 70. Gemarkung Oppenrod. Vorm Namen Heinrich Schäfer I. Flur I Nr. 230. 239. Flur III Nr. 134. 153. 312. 930. Flur V Nr. 483. 484. Flur VI. Nr. 282. 295. 307. 308. 469. 495. Flur VII Nr. 134. Gemarkung Steinbach. Vorm Namen Ludwig Brück Erben zu Albach Flur XV Nr. 33. Gemarkung Watzenborn-Steinberg. Vorm Namen Konrad Dern zu Leihgestern [7247] Flur XIX Nr. 346. Gießen, den 29. September 1885. Großherzogliches Amtsgericht. Stammler. Gebhardt. Müller, vr. S ch ä f e r. Submission. Die Lieferung von 30 eifernen Bettstellen, 60 wollenen Decken, 1,35 x 2,20 m, Gewicht ä 51/2 Pfd., 60 leinenen, blaucarrirten Deckenbezügen, 2,00 x 1,30 m, 60 leinenen, blaucarrirten Kiffenbezügen, 0,80 x 0,50 m, 60 leinenen Bettüchern, 1,25 x 2,50 m, 30 Kopfpolstern, mit Roßhaar gefüllt, 0,75 x 0,45 m, 30 Strohsäcken, 2,25 x 1,05 m, soll an den Mindestfordernden vergeben werden. Naturmuster können auf hiesigem Bureau besichtigt werden oder sind bei der Offerte frankirt mit einzusenden. Die Vergebung erfolgt am 20. October. Lieferzeit alsbald, nach Vereinbarung. Arbeiter-Colonie Neu-Ulrichstein, den 5. October 1885. Der Jnspector: 7167 Schmidt. Samstag den 24. Moder, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesiaem Ortsgericht die Hof- raithe des Karl Culer II. Flur 1/1249 169 Meter Hofraithe in der Neustadt, _„ J/1250 94 Meter Grabgarten das. meistbietend versteigert werden. Gießen, den 10. September 1885. 6483 Großh. Ortsgericht. Mütter. Für Pflasterer. Montag den 12 dS. Mts., Mittags 1 Uhr, werden Pflaster-Arbeiten sexcl. Material), veranschlagt zu 224 auf hiesigem Rathhause versteigert. Großen-Linden, 7. October 1885. Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 7232 Keilgeöotenes. Vorzügliche Spcisedartosseln Rosen-, Chili - und Schneeflocken-, auf leichtem Boden gewachsen, liefert bei sofortiger Bestellung frei Bahnhof Gießen zu Mk. 2,73 pro 100 Kilo. Bestellungen erbeten an Herrn K. Klees, Ludwigsplatz 5. 7244 Grünberg. Emniel. 7251 Ein großer Posten wollener Strickgarne ist en-gros & en-detail pr. Pfund Mk» l.SO abzugeben. Aufträge sub F. T. 10 postlagernd Frankfurt a/Main. Frankl Würstchen empfiehlt 7259 L. Kalkhof. 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Beuern. Wilh. Schomber. Die Ad * Ortsbürger Gießen liegenden derjenigen aus d« derjenigen aus bi und derjenigen a Sie w Kemand vorjuh Kureau r — Druck und Verlag der Brühl'scken Druckerei (Fr C br. Vietf ch) in Gießen Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Anker - Cichorien von Hamburg J. Stiller & Co. Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mittheiluna daß es Gott gefallen hat, unseren lieben Gatten und Vater Ernst Moos, Dreher, geftern Morgen */a9 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Gießen, den 9. October 1885. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause (Grünbergerstraße 8) aus statt. s 7255 Sonntag den 11. October: Tanzmusik, bei H. Schmidt II __________________ Grünbergerstraße. PettNl «Mächtig,, bie 1 des Suliouä zu MWnnmng in demei E.gezetchmtm erfinbung feien. ... ~ In B * Anschläge t !len durch ein ?6t »ri ft He, sche bii Buttons -u hu,,- «int §peCi?In «•Ä !*»£ ^eefin?0ttbo»» i !'i»»d"derA? si»ischm C?*’ nit her fhA-- Hovi qxh.,e, ^Oöqi 1? ®runhati0fi Lil aJ26A S'UJ, CVIC JunflC Dame, die die Attceschule besuchen will, wird Pension in einer gebildeten Familie gesucht. Gefl. Offerten unter C. D. an die Erv. ds. Blattes. 7002 Das Fa?onniren der Filzhüte in neueste Formen besorgt rasch u. billig ________ A. Fangmann. V0N 50 Psg. UN. Kaffee, Thee, Reis und Hamburger tr u Cigarren an Private gegen ein Fixum Ukflauranon Heldmann, von 300 Jt und gute Provision. 7246 7252 Ein Dienstmädchen gesucht. ___________________Bahnhofstraße 6 II. 7250 Ein Röckchen gesunden. Abzuholen Rodheimerstraße 102 III. 'M . » A ■ Expedition \\ MMMWf I Frankfurt a. M. ——— Annahme von Annoncen Für 1 sämmtl. Zeitungen d.Welt. 1\ Kataloge u. 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Nur ein Concerti Nur ein Concerti Samstag den 10. October 1885, Abends 8 Uhr Cinmaliges großes Ungar. National-Concert mit Gesang und Tanz, ausgeführt von der österreichisch - ungarischen Zigeuner - Kapelle Urban - Cuszon im Naiional-Costum, auf ihren eigenartigen Instrumenten (Cymbal). Auftreten der 15jährigen Geigenkonigin Hewanna Urban. Im 2. Theilej: Ungarischer Zigeuner-Tanz. Entree: An der Kasse 75 H, Schüler- und Kiitderbillets 40 nur an der Kasse. — Billets sind un Vorverlauf ä 60 Familienbillets für 4 Personen ä 2 Jl. bei Herrn Gerhardt, Lindenplatz, zu haben. 7216 Es findet nur dieses eine Concert mit vollständig neuem Programm statt. Zu dem Samstag stattfindenden Zigeunerconcert wird ff. Bier verabreicht. C. Stein. Erweiterte Handwerkerschule des Gewerbevereins. Beginn des Wintersemesters am 13. Oktober. Morgens 8 Uhr. R. Tagesschule. Freihand- und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie und Fachzeichnen, Kostenberechnungen. An 4 Wochentagen Vormittags 8 bis 12 Uhr. Schulgeld 3 M. monatlich. ' II. Abendschule, a. Allgemeine Klasse. 1. Deutsch, Rechnen, Naturlehre und Buchführung. 2. Frekhand. und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie und Fachzeichnen. An 5 Wochenabenden von * */a8 bis 9 Uhr. Schulgeld 2 vH. monatlich. b. Modellir-Klasse. Unterricht für Anfänger und Geübtere. An 2 Wochenabenden vo" VaS bis 10 Uhr. Schulgeld 1 vH. 50 H monatlich und einmalige Vergütung von 2 M. für Arbeitsmaterialien. Der offene Zeichens««! ist Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag Vorniitlags von 8 bis 12 Uhr für Gewerbetreibende unentgeltlich geöffnet. Es ist denselben Gelegenheit geboten, auf gewerblichem Gebiete sich Rath zu bolen, sowie Entwürfe und deren Ausarbeitung unter Leitung des Lehrers anzufertigen. Anmeldungen für die verschiedenen Klassen wollen Montag den 12. Oktober Abends /a 8 Uhr. 7225 Der Vorstand. N. B. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigen der Karten gestattet. Steins Garten (früherWenzel). Sonntag den 11. October ■ GROSSES CONCERT ausgcfuhrt von der Capelle des 2. Großh. Hess. Jns.-Reats. Nr 116 unter Leitung des Großh. Mustkdirektors Herrn C. Krauße. Anfang S IThr» Entree 30 Pf. _____________ Bier tat Gla». 7249 6877 -A. Docter Kelterswey 57, dem » „&rinz ßart“ yeyenüler. vw vvaXc/Xayv&yvVcAvv VW VW e/w em-pfivMt in yeeßfez, fluotvaM %>u 3t/n tätigsten eJVeixm