7.AW ULLA in’rga” P_Ä- $mmereomia.6(p= Kaiharmengasse 13. ^“V(qor lu r‘*6t-J«Planr.gQii, SÄ& -sWM!°tz 13. e wesMädch^ welche °^Ehen kann, auf evenl.^auch nur wo! M- vchillersttatze 13. infttnaödjtn ?Ä,.J|L'tfwam rchillerftrah, 20II. jcküche Geburt uiiden Töchter- jilen wir hier- ,n freunden und i mit. 6106 ■n, 6. Sept. I885' r C. Kaess u,gtb..U*"1 KWS billlgß w rc,s.__ Kelterobst Birne») kaust 1 Schmall, cankfurter §of). braves Wäbcben yiifftn, weldjti die (ft, wirb zur lieber» inen ftwbt®» ge/H/ ilnr. Schirmet jrv W and. Dicnstmädchen, :id) Keucht. .eftauration Thoma. Wri! ; Kanzleiberg 9 *u Umzügen in der h außen; Verpackung )e im eigenen Wagen, Achse und per W i. Schon io 3^^ lästignng thättg, kann *w 0ata”2 ifer auf ttköninger, Gicgen^ Nr. 210 Donnerstag den 10. September ISS» ich euer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. **"“•* ’ 8O-f*rot -T 6t^rint **•««> M SXS 2m ® aÄ'T Amtlicher Aheil. B e k a n n t m a ch u n g. In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat August veröffentlicht. Hafer 13.— , Heu Jt 4.— , Stroh JL 3.50 pro 100 Kilogramm. Gießen, am 4. September 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Politische Uebersicht. Gießen, 9. September. Das Act en stück, durch welches die spanische Souveränetät über sämmt- liche Karolinen- und Palao-Jnseln als über allen Zweifel erhaben hingestellt werden soll, wird von der osstciösen „Corresponoencia de Espana" veröffentlicht und lautet in wörtlicher Übersetzung: Im Namen des allmächtigen Gottes und im Namen Don Alfonso XII., Königs von Spanien: Die Unterzeichneten, Aba Thule, König von Korror, und Ereklfe, Bruder und Bevollmächtigter des Arra Klaye, Königs von Artingol, versammelt in der Kajüte des Herrn Commandanten des Kreuzers „Velasco", anerkennen feierlich vor dem Herrn Commandanten des Kreuzers „Velasco" den Schutz des Königs Don Alsonso XII. und die unzweifelhafte Souveränetät desselben über die Karolinen- und Palao-Jnseln; besagte Könige Aba Thule von Korror und Arra Klaye von Artingol schließen ferner in brüderlicher und dauerhafter Freundschaft einen Frieden aus Grund des Waffenstillstandes, den ste dem Herrn Commandanten des Schiffes Ihrer britischen Majestät „Espiegle" verdanken; also verpflichten sich besagte Könige, den Vorstellungen und Bemühungen genannten Vertreters uachgebend, in einem brüderlichen und dauernden Frieden miteinander zu leben, von dem Augenblicke der Unterzeichnung dieser in drei Exemplaren ausgefertigten Acte an. Es soll derjenige, welcher, den Schwur vergessend, den Friedensvertrag bricht, den Zorn Sr. Maj. des Königs Don Alfonso XII. auf sich laden. Nachdem gegenwärtiges Actenstück feierlich von den vertragschließenden Parteien und in Gegenwart der Ossiciere dieses Schiffes, während der englische Unterthan Mr. James Gibbon als Dolmetscher sungirte, vorgelesen war, leisteten die Con- Irahenten den Eid, sich an den Geist und Wortlaut besagter Acte zu halten und unterzeichneten dieselbe alsdann. An Bord des „Velasco" im Hafen von Korror, 19. März 1885. Aba Thule, König von Korror. (Hier befindet sich ein Kreuz.) Für Arra Klaye, König von Artingol: Ereklfe. (Hier befindet sich ein Kreuz.) Der Commandant des Kreuzers „Velasco", Emilio Jose Butron. Dolmetscher I. S. Gibbon. Der Könige aus den Inseln des Karolinen-Archipels giebt es einige Dutzende, und man sieht leicht ein, daß, wenn wirklich zwei derselben im März dieses Jahres die spanische Oberhoheit anerkannt haben, sich daraus höchstens die Unabhängigkeit aller übrigen folgern läßt. Die deutsche Kriegsmarine ist wiederum durch ein stattliches Schiff vermehrt worden, durch die Panzerfregatte „Charlotte", welche zur Gattung der Kreuzerschiffe gehört. Dieselbe ist am vorigen Samstag in Wilhelmshaven vom Stapel gelaufen und vollzog hierbei die erlauchte Pathin des Schiffes, Die Erbprinzefsin Charlotte von Meiningen, den Taufact. So groß nun auch die Genugthuung darüber ist, daß die deutsche Flotte abermals eine Vermehrung erfahren hat, so wird diese Freude doch einigermaßen vergällt durch die Erinnerung an den schmerzlichen Verlust der „Augusta", da es jetzt auch nicht mehr dem geringsten Zweifel unterliegen kann, daß die Kreuzer-Corvette mit ihrer ganzen wackeren Besatzung ein Opfer des Cyclones, der vom 2. bis Z. Juni an der Küste des Rothen Meeres wüthete, geworden ist. Es ist nun- m.hr auch der letzte Hoffnungsschimmer verschwunden, daß die „Augusta" noch irgendwo wieder auftauchen könne und kann man jetzt auch einer amtlichen Mittheilung über das Schicksal der Corvette entgegensehen. Die noch durch die Zeitungen gehende Antwort der Marine-Station der Ostsee aus eine Anfrage ous Schlesien ist veraltet; die Marine-Station hält fich, wie dies bisher bei allen amtlichen Äußerungen in der Sache der Fall gewesen ist, genau an den Wortlaut der bekannten halbamtlichen Mittheilung im „Reichs-Anzeiger." Heute wird Niemand mehr behaupten, es liege kein Grund zu der Annahme vor, daß die „Augusta" ihr Ziel (Albany in Australien) nicht erreichen werde, denn überall hat fich die Ueberzeugung befestigt, daß das Schiff mit Mann und Maus auf dem Grunde des Meeres ruht. Nur fehlt zur Stunde noch eine Gewißheit auch hierüber, und es kann lediglich die Frage fein, ob es möglich ist, eine solche zu gewinnen. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß die Admiralität sehr genau erwogen hat, ob ein Suchen nach dem Schiffe oder nach seinen Trümmern irgend einen Erfolg versprechen könnte, und es ist sehr wohl möglich, daß Beschlüsse gefaßt und Anordnungen getroffen worden find, aber bekannt geworden ist hierüber noch nichts. Es steht deshalb, wie gesagt, zu erwarten, daß demnächst eine neue Kundgebung hinsichtlich der „Augusta" im „Reichs- Anzeiger" erfolgen wird. Die Besatzung des Schiffes ist zur Hälfte von der Nordsee-Station und zur Hälfte von der Ostsee-Station gestellt worden. Die ÄifftS - Niederlegung des Prager Bürgermeisters, Dr. Czerny, darf wohl als ein erstes Zeichen betrachtet werden, daß bte czechischen Anmaßungen endlich auch in den leitenden Wiener Kreisen stutzig gemacht haben, wenn es nämlich wahr ist, daß die Demission Dr. Czerny's birect aus den Einfluß Kaiser Franz Josefs zurückzuiühren ist. Es wird wenigstens versichert, der Kaiser habe sich über die famose Begrüßungsrede Dr. Czerny's bei der Jnstallirung des neuen Prager Erzbischofs, Grafen Schönborn, sehr mißliebig ausgesprochen und dies habe dem Dr. Czerny Anlaß zu seiner Demission gegeben. Wollte man aber aus letzterem Ereignisse folgern, baß nunmehr für bie Prager Deutschen eine bessere Zeit anbrechen und daß der Nachfolger Czerny's mehr Bürgermeister und wemger Parteimann und Politiker sein werde, so wäre dies eine arge Täuschung. In der Sitzung des Prager SLadtverordneten-Collegiums vom 5. September, in welcher sich der bisherige Bürgermeister verabschiedete, betonte Bürgermeisterei-Stellvertreter Valis in feiner Erwiderungsrebe auf bie Abschiedswarte Czerny's, daß das „goldene Mütterchen Prag" flavisch sei und slavisch bleiben werde. Auch wies Valis auf bie erwähnte Rede Dr. Czerny's beim Einzüge bes neuen Prager Erzbischofs hin bei welcher Gelegenheit jener bie geheiligten Wünsche, die jeben Czechen beseelten' verbolmelscht habe, insbesondere aber den Wunsch nach der innigsten Verbindung' Böhmens mit dem geliebten Monarchen. — Mit der Krönung Franz JosesS zum König von Böhmen, welche Forderung den vorläusigen Gipselpunkt des czechischen Programmes bildet, wird eS aber wohl noch seine guten Wege haben. Der „Köln- Zeitung" wirb aus Madrid berichtet: Samstag und Sonntag sind im Großen und Ganzen ziemlich ruhig verlausen. Die deutsche Gesandtschaft wird durch Abtheilungen aller Truppengattungen, selbst durch Artillerie mit Geschützen bewacht und bie Regierung scheint entschlossen, alle weiteren Ausschreitungen mit Gewalt zu verhindern. Die gute Absicht ist allerbings ba, sie kommt aber etwas spät, und ebenso wie bei den frühem Kundgebungen hätte man füglich erwarten können, daß gleich nach dem Bekanntwerben ber Nachricht von ber Besetzung her Insel Dap bie nöthigen Vorsichtsmaßregeln getroffen würben, um Zwischenfälle, welche einen beiderseits befriedigenden Ausgang der deutsch-spanischen Verwicklung erschweren müssen, von vornherein unmöglich zu machen. Gleich am Samstag Morgen, noch ehe Gras Solms von La Granja eingetroffen war, beeilte sich Canovas, dem deutschen Consul Gwinner gegenüber sein Bedauern über Die jüngsten Vorgänge auszmprechen und ihn zu bitten, darüber telegraphisch nach Berlin zu berichten. Die Beamten wurden angewiesen, bie Depesche des deutschen Consuls sofort zu befördern, während alle übrigen Telegramme nach dem Auslande ber Regierung vorgelegt werden müssen. Wie vorauszusehen war, bedauert auch der größte Theil ber Mabrider Presse, daß die Menge sich zu Gewaltthätigkeiten hat hinreißen lassen, und es ist nicht unbemerkt geblieben, baß bie ministerielle „Corresponbencia" versichert, ber beutsche Gesandte lege dem Benehmen des Pöbels nur geringe Bedeutung bei und werde seinerseits Alles Ihun, um einen Bruch zwischen beiden Ländern zu vermeiden und die deutsche Regierung zu einer friedlichen Lösung der Streitfrage zu veranlassen. König Alfons, welcher am Samstag nach Madrid zurückgekehrt ist, wurde am Bahnhof von allen Ministern und höhern Militärpersonen empfangen, auf dem Wege zum Schlosse begleiteten ihn die lebhaften Hochrufe einer zahlreichen Volksmenge, Kundgebungen, die sich später unter den Fenstern des Palastes wiederholten. Der kurz nach der Ankunft des Königs zusammenberufene Ministerrath dauerte 4 Stunden, und obgleich der Presse eine Mittheilung zugestellt wurde, daß bie gefaßten Beschlüsse vorläufig geheim gehalten werden sollten, so trat doch bie Stimmung, welche bort geherrscht hatte und die zweifellos auf das persönliche Eingreifen des Königs zurückzuführen ist, in den energischen Maßnahmen gegen einige Hetzblätter, gleichgültig, welcher Parteirichtung sie angehörten, klar zu Tage. Allmälig scheint denn auch der hirnverbrannte Chauvinismus Vernunftgründen Platz zu machen, man sängt an, die Folgen eines etwaigen Krieges und bie beiberfeitigen Streitkräfte zu prüfen, unb kommt zu bem Ergebniß, baß Spanien sich doch vielleicht besser babei stehen würde, wenn es den Versuch machte, sich auf diplomatischem Wege mit Deutschland zu verständigen ; man beginnt einzusehen, baß es zwar um die nationale Begeisterung eine schöne Sache ist, daß man aber damit feine Soldaten aus bem Boden stampft und keine Panzerschiffe auf's Meer zaubert. Die Pariser Zeitungen nehmen ben Madrider Vorfällen gegenüber einen neutralen Standpunkt ein. Die meisten Blätter bezeichnen eine Verständigung zwischen Deutschland und Spanien als wünschenswerth, glauben aber vor- ausjehen zu sollen, daß die Sache schmierig fei. Das „Journal des D6bats" betrachtet die spanische Regierung als vor bie Alternative eines diplomatischen Bruches oder einer inneren Krisis gestellt._____________________ Berlin, 8. September. Zu dem Conflict mit Spanien liegen heute neue Mittheilungen nicht vor und nicht nur die geringe Erregung, die kurze Zeit hier bestand, ist vollständig geschwunden, sondern sogar das Interesse an be$ ganzen Affaire nimmt Vermischtes Kohlen gewonnene Gascokes Dr. Gensch, Gestern sind 16 Todesfälle an der Cholera vor- Heute (Dienstag) sind 8 Cholera-Todesfälle ge- Gestern (Montag) wurden 12 Cholera-Todesfälle Der König wachte gestern Abend ohne Begleitung lenkte, eine Fahrt durch Madrid und wurde überall fammenberuit. Marseille, 8. September, gekommen. Marseille, 8. September, meldet worden. Toulon, 8. September, gemeldet. , , Madrid, 8. September, in einem Phaeton, welchen er selbst Für die Abgebrannten in Appenrod gingen ferner bei uns ein: H. B. 1 X Pfr. 23. 3 X Jnsgesammt 62.75 X Weitere Gaben werden von der Exped. d. Bl. gerne entgegengenommen. als gutes und besonders reinliches Heizmaterial für Wohnraume, Geschäftslokali- täten und Säle in empfehlende Erinnerung zu bringen. Die Gascokes gewinnen als beliebtes Heizmaterial auch hierorts wie anderwärts immer größere Verbreitung und sind_insbesondere ein vorzügliches Heizmaterial für die verschiedenen Constructionen von Füllöfen. . Es ist für das gute Brennen der Cokes von besonderer Wichtigkeit, das; rue- selben in möglichst gleichmäßiger Größe — Nußgröße — verwendet werden und sind wir durch die Anwendung einer Cokesmühle in den Stand geletzt, untere Gascokes in der zweckmäßigsten Größe zerkleinern und liefern zu können. Um einen Versuch mit denselben zu erleichtern, geben wir solche schon in halben Gentnern ab: auch sind wir gerne bereit, in solchen Fällen, wo es gewünscht wird, sachkundige Anleitung zum Heizen mit Cokes zu ertheilen. Da wir bei dem häufigen Zusammentreffen zahlreicher Bestellungen im 2dmter mitunter nicht alle Aufträge so schnell wie wünschenswerth ausführen können, empfiehlt es sich, uns den betr. Bedarf möglichst zeitig vorher aufzugeben. 6425 Gießener Gaswerks station im Woog u. s. w. r p, , _. , 3 Darmstadt, 8. September. Der Opferstock am Eingänge des Gymnafmms wurde heute Nacht gcwaltsaui erbrochen. Ein im Innern des Stockes befindlicher zweiter Deckel dot indcß solchen Widerstand, daß der Dieb unverrichteter Dinge wieder obziehen mußte. » Heizung mit Gascokes. Beim Herannahen der Bedarfszeit erlauben wir uns, unsere aus westphälischcn Neber das Benehmen des Herbst erfahren wir, daß dann eine wesentliche Aenderung eingetreten ist, sein freches Betragen und seine cvnischen Redensarten unterläßt er neuerdings im Verhör vollständig, er leugnet jedoch beharrlich, an dem zerbrechen betbeiligt gewesen zu sein: auch sein Aussehen ist ein anderes geworden: lein ohnedies bleiches Gesicht ist vollständig erdfahl geworden und seine Augen, die eine gewisse innere Unruhe nicht verbergen, scheinen aus ihren Höhlen hervortreten zu wollen. Sollte das Gewissen in dem Beschuldigten dennoch erwachen / Wie die traurige Mordaffaire überhaupt dein dichtenden Volksgcist (um es euphemistisch zu bezeichnen) reichlichen Stoff zu grundlosen Redereien gegeben hat, so war auch heute wieder das Gerücht verbreitet, daß der Kops und die übrigen Glieder des verstümmelten Leichnams in der „Anlage" ausgegraben worden seien. Auf Grund eingezogener Erkundigungen an competenter Stelle können wir indeß mittheilen, das; dieses Gerücht auf vollständiger Erfindung beruht. (Mamz. Anz.)^ Kassel, 5. September. Gestern wurde dem in Wehlheiden befindlichen Julius. Lieske von Zoffen das Urtheil des Reichsgerichts zugestellt, welches die von ihm eingelegte Revision verwirft. Eine besondere Erregung des nunmehr rechtskräftig ver- urtheilten Mörders des Polizeiraths Dr. Rumpfs soll nicht wahrnehmbar gewesen sein. Die Entscheidung, ob der Kaiser von seinem Begnadigungsrechte Gebrauch machen wird, selbst wenn der Verurtheilte kein Gnadengesuch einreichen sollte, wird erst m einigen Wochen erfolgen. Falls es zur Vollstreckung des Unheils kommt, wird die Enthauptung in dem neuen Wehlheidcner Gefängnisse erfolgen. Den Vollzug leitet der erste Staatsanwalt in Gegenwart von zwei Richtern des Landgerichts und des Vorstehers und von 12 angesehenen Einwohnern des Ortes der Executron. lieber die Zulassung weiterer Personen und Vertreter der Presse entscheidet der betreffende Staatsanwalt. , , . i e = n •«. — lieber Schweningers Kurmcthodc entnehmen wir einem Wrtifcl des „Zeitgeist Folgendes: Das Hauptprineip der Oertel'schen resp. Schweningcr'fchen Methode beruht darin, dem Körper möglichst viel Flüssigkeit zu entziehen; dabei geht, wie durch physiologische Versuche von Oertel und Voit nachgewiescn ist, der Zerfall des Fettgewebes und die Aufsaugung desselben rasch vor sich. Zu diesem Zwecke ist die Diät dahm geordnet, daß nicht gleichzeitig flüssige und feste 'Nahrung genossen werden darf. Als I erste allgemeine Regel gilt daher, daß man erst eine Stunde nach dem Genüsse fester Speisen trinken darf, wobei das Quantum der Flüssigkeit, wenn nicht strenge beschränkt, so doch mäßig bemessen (einen Becher) bleiben muß. Zweite Regel ist, daß man nur möglichst wenig auf einmal essen darf. Bezüglich der Quantität ist der Verdaum.'gs- zustand des Patienten maßgebend. Hat man es mit Fettsucht ohne Verdauungsstörungen zu thun, so kann die Hauptmahlzeit aus zwei verhaltnißmavig großen Portionen verschiedener Gerichte bestehen. Die Zahl der Mahlzeiten hat Prosepor Schweninger auf fünf pro Tag festgesetzt. Sind dagegen Verdauungsstörungen vorhanden, so gilt als Regel, alle zwei Stunden Speise zu sich zu nehmen, aber ui kleinen Quantitäten und jedesmal nur ein Gericht. Streng verboten hat schweninger den Genuß von Bouillon, Kaffee, Thee, Bier, Brod, Kartoffeln, Zucker und zetten (Butter, | fettes Fleisch :c.\ Rur ausnahmsweise wird ein Stückchen gerosteten Brodes, etwa von der Größe eines halben Milchbrödchens, zu den Mahlzeiten zugelassen. Das übliche Tagesmenu ist nach Schweningers Regime folgendes: Am Morgen ein Beefsteak oder I ein paar Eier mit einer Portion rohen Schinken oder kalten Braten; Biod, ivie gesagt, gar nicht oder nur wenig und geröstet. Eine Stunde später einen Trunk, etwa einen Becher reinen Wassers ober Selterswasser, zur Hälfte mit Rothwein gemischt. Gegen I 12 Uhr eine Portion Rostbcef, Kalbsbraten, Wild oder Beefsteak und dann Fisch ober I Gemüse. Eine Stunbe daraiif Eompot, nur wenig süß. Um 4 ober 5 Uhr wieder I eine Portion Fleisch, zum Abendbrod ähnliche Speisen, wie zum Frühstück, und zur I Nacht ein paar Apfelsinen oder Aepfel. Gestattet ist der Genuß von Gefrorenem mit I der bereits angegebenen Beschränkung wie beim Trinken, eine Stunde vor oder nach einer Mahlzeit. Handelt cs sich nur um Verfettung ohne Organstörungen, so kann sich der Patient fast satt essen bei den Mahlzeiten dadurch, daß er größere ober doppelte I Portionen zu sich nimmt. Dagegen ist bei den von Verdauungsstörungen begleiteten I Fällen nur eine mittelgroße resp. kleine Portion gestattet, jedoch haben die Mahlzeiten dafür alle 2 Stunden stattzufinden. Hand in Hand mit dieser strengen Diät geben 1 die körperlichen Bewegungen. Professor Schweninger läßt seine Patienten systematisch I täglich Holz hacken oder viel Treppen, noch besser Berge steigen und zwar bis zu so schnellem Tempo, daß sich Athemnoth einstellt. Zweck dieser sonderbaren Maßregel I ist auf die Entfettung des bei Fettleibigen gewöhnlich verfetteten Herzens durch das Anhalten desselben zu schnellerer und stärkerer Arbeit (Herzcontractionen) hin- I ^wirken. — sEiubruch.I In dem Bürgervereinshause an der Wilhelminenstraße wurde in vergangener Nacht ein Einbruch verübt und soll dabei eine nicht unbedeutende Summe Geldes gestohlen worden sein. ,, w — Zigeuner, und zwar nicht weniger als 6 Wagen mit einer sehr acoßen An- zahl Insassen, machten gestern Miene, sich in der 8ran!turitrftra6c mtotriulaffm, wurden aber noch vor Aussührung ihres Vorhabens von der '$oltici vor die ^ladt escortirt. Der Vorgang hatte eine große Menschenmenge herb-tgelo-II. Mainz, 7. September. In Angelegenheiten des Mordes am Furstcnbcrgerhof wurden am Samstag im Rheine nahe an, Fischthor aujs Reue Tauchcrarbettcn vor- gcnommcn. weil ei» Fischer der Untersuchungvbehordc die Anzeige gemacht batte, daß er am Mittag beim Ausziehen eines Netzes an dieser Stelle einen Gegenstand nut emporgezogen habe, der einem menschlichen Korpertheile und zwar emem Schenkel ähnlich gewesen sei, doch sei ihm der Gegenstand wieder entfallen, ehe er 'bn habe festhalten können. Tie in Folae dessen unternommenen Tauchcrarbetten abcr, obwohl ne bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt wurden, blieben völlig resultatlos und^ der Taucher fand die Angabe überhaupt zweifelhaft, da er drest Stelle erst wenige ^age zuvor untersucht hatte und sie jetzt noch ganz in denelben Beschaffenheit fand, dieselben tobten Fische und sonstigen Tinge, die er zuvor dort am Boden angelrofsen, lagen noch da, ohne inzwischen fortgeschwemmt zu fein. . — ~ , Ebenso wurde am Floßhaken der ctc. Frankfurt a. M. Stiftetr. 22, fr. Aeeist. Prof. Ricord*«. Auew. briefl. » Speci und Ro ttfttr üualitö toigen Prnsm .Hcrm. A "BrS Gehr. 1 AaKem der ‘ züglichen Bieres gönnen hat, erlaub in eiupi'ehlende Emr VWtM, \v\ 'm Haus gelte' P. Jmwel ; Psttdedüitk Herren- <1 Herren-^ schmr Preis H Di vH 1.45, Sinbtt: und Lies infertil Keilgeöotenes. porm. 8g. Wilh. Weidig 6U6 Cti ro CQ ® Qualität, empfiehlt zu b e si e r 605 billigen Preisen Kerm. Aug. Müller. W Hergestellt aus entöltem Mais. Schnelle und einfache Bereitung w ® der köstlichsten Gerichte: Sandtorten, Biscuits, Puddings, Frucht- Ä Geldes re. — Für Kinder und Kranke zu Milch-Suppen und M W Mehlspeisen von ersten Aerzten al» sehr nahrhaft und M leicht verdaulich empfohlen. Unübertrefflich zur Verdickung F, Diebes. 6418 man die Ederstrasae 8 Wallthorstrasse 21 Eigene Tischler-Werkstätte. Eigene Taperier-Merkstätte. ititi e'ü ,t bei rf*“* Q, bD .Herreu-, Damen- u. Krnderwäsehe. 1 Seltersweg. Ph« E8lä6T9|gerB Seltersweg 71. 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Wettergasse 5 II. 5958 Die von der Dampfmolkcrei seither inuegehabten Stallungen, sowie Chai-« senremise, Heuboden und Burschcnzimmer pr. 1. Oktober 1885. auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. Chr. Lony, Bierbrauerei. Dem geehrten hiesigen Publikum diene zur Nachricht, daß während des Winterhalbjahrs jeden Tag, außer Sonntag und Feiertag, mein Saal größeren Gesellschaften zur Verfügung steht. 6426 Louis Lenz __(Felsenkellcr).__________ Jede Dame ‘TgSBr sollte ihre Wintergarderobe einer gründlichen chemischen Reinigung unterwerfen. Dieselbe erhält dadurch das Ansehen der Neuheit und die Anschaffung neuer Kleidungsstücke wird oft unnöthig. Unter Zusicherung bester und billigster Bedienung empfiehlt sich die Thüringer Uunstfärberei Königsee 6431 Chemische Waschanstalt. Annahmestelle bei________deuchte. Heers, Neuenweg 7. Hoher Feiertage halber bleibt mein Ge- schäft DonnerS-ag und Freitag geschlossen. 6442 ______K. Grünebaum. Zur gcfl. Beachtung. Wegen hober Feiertage bleibt mein Geschäft vom nächsten Mittwoch den 9. Septbr. Abends bis Freitag den 11» Septbr. Abends geschloffen. 6381 J. M. Schulhof. Sitädt. Handels-Schule (Pensionat) In Marktbreit a. M. — l>!e Ab8o!utorlalzeugniN*e berechtigen zum elnjRhrie-frciwilligen lUenate. — Gute Verpflegung und strenge Beaufsichtigung im Pensionate des Unterzeichneten. — Sämmtliche lb Schüler des diesjährigen obersten Kurses erhielten das Reifezeugniss. Beginn des Schuljahres am 1. October. J Damm 61f5 Vorstand der städt. Handelsschule Warme Bäder täglich geöffnet von Morgens 6 bis Abends 8 Uhr, Sonntags bis 1 Uhr Mittags. Sämmtliche Vadextracte, -Salze und Mutterlaugen sind in der Bade-Anstalt zu civilen Preisen zu haben, und werden auch außer derselben abgegeben. Alleinverkauf deS Werler Mutterlaugen» Badesalzes. Abonnements werden jederzeit angenommen. 4742 Andreas Euler. I Tostes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche I Dättheilung, daß unser geliebter Vater, Großvater und Schwieger- H vater Christian Wsssr I gestern Mittag 12 Uhr nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Karl Möser nebst Iran und Kind- Gießen, den 9. September 1885. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr ■ vom Sterbehause (Bahnhofstraße 24) aus statt. 6434 Berichtigung In der gestrigen Todes- Name Sommerludj und n Für mein Mündel Marie Schenk aus Gießen, welche seit Pfingsten aus der Schule ist suche ich bei einer anständigen Famllie Stelle, und zwar zum Verrichten von leichten Hausarbeiten oder Beaufsichtigen von Kindern. Es wird mehr auf gute Behandlung als auf hohen Lohn gesehen. Lusttrageude wollen sich brieflich an mich wenden. Der Vormund: 6419 Urias Maurer, Haltestelleaufseher zu Ranstadt,Oberhesfen. Anzeige Nr. 6897 muß der i d) t Seurnr ler heißen. 6427 Ein Bäcker, der selbstständig arbeiten kann, sucht Stelle. 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Die MmsSjen yauptsiad selbst bas sreunGa M besonderer ©er baß die au-Mtige Espncht, sM t mahnen die Eponi sreuiidnachbarlcht wenigstens fommen *ngen über die Prolinen'Angelege .ur wird wiederh tünche untcrroerfei Witot-Ne t Äußerung vor. 9 ns, «ÄS W •4 betSÄlin ero?"1 s elbst f 45 f Se; -u - «reife hit J’6'1 ®ii **** K? «Oes ^ilwn«\ ."'cht t