^Qliir= en. “«llUllg ftött, U|;S Lnund b™ »Wen. I?" „be‘ i n ^et großen j* NS 8«N, 10. IM uld'mer des Real- _______497U Wettergaße 5IL Echteler •Ctt Lustadt 18 zu y«- ^ahnhosstraße 18. Wohnha«-"mit lst ganz ober ge- • Zu erfrag bei Vferdestallu. Remise Carl Wenzel. Anzeigen. kädchen aus sofort Marktstraße MLdchm für Küche am 1. August Stelle lt Rosenberg. mder Kellner ge- naüon Lchnell. Satter Z iuik auf sofort gesucht. > Mädchen, welches lid alle Hausarbeiten t au Philipp Uül. isen. ransport in ine Umladung, sowie as, Porzellan rc. be- Aarantie s Knetplokal adzu- tauration Ammel ohrME^ stimm»» |( u auf Einzel- r u. auswärts, •paraturen idelloser, »g urch Inh, Giessen, *r _ TatTPr. ■Lager, j nenten-t r«ßä»»e* ’■„($ «wir rmd , ' Ti- l ©ul«'» «««->”• i-—-^Tuiei^ rftedt« «JW. ^cn nk RettuuS?"iid ohnk 62. Rr. 157 Freitag den 10. Juli 1SSS ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. i Schulst'ratze 7. Erscheint lügttch mit »«»nähme deS «snlags Irtii vierteljährlich 2 JRarf 20 Pf. mit BringerlOhn >urch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Marl LV Pl. Politische Ueberficht. Gießen, 9. Juli. Der deutsche Kronprinz ist von den Jubiläums-Feierlichkeiten in Aachen nicht am Montag, wie ursprünglich bestimmt, sondern erst am folgenden Tage nach Berlin, resp. Potsdam zurückgekehrt, da er auf der Rückreise sowohl der Kaiserin in Koblenz, als auch dem Kaiser in Ems Besuche abstattete. Während der Anwesenheit Er. Kaiserl. Hoheit in Koblenz empfing die Kaiserin die von den New-Yorker Schützen aus Bingen abgesandte Deputation, aus deren Händen die hohe Frau ein prachtvolles Bouquet entgegenncchm. Gleichzeitig zogen die sämmtlichen New-Yorker Schützen in mehr als fünfzig mit Fahnen geschmückten Wagen vor den Gemächern der Kaiserin vorüber und brachten der Kaiserin ihre Huldigrlng dar. Am vorigen Samstag hat sich endlich auch der Bundesrath vertagt, und zwar bis zum 15. September. Die allgemeinen Wünsche und Absichten gingen, wie die „Nat.-Ztg." schreibt, dahin, die Arbeiten erst an einem späteren Termin wieder auszunehmen; die Erfüllung dieses Wunsches hätte indeffen die Feststellung der Aussührungs-Bsstimmungen zum Börsensteuer- Gesetz zur Vorbedingung gehabt und diese ließ fich nicht erreichen. Die Aus- schüsse des Bundesraths werden schon in den ersten Tagen des September zusammentreten, um ihre Anträge an das Plenum vorzubereiten, da am 1. October bereits das Börsensteuer-Gesetz in Kraft treten soll. Alle eingesorderten Gut- achten und Vorschläge sind indessen noch im Rückstände und es sind noch sehr umfangreiche Erörterungen erforderlich, um zu einem Ergebniß zu gelangen. Wahrscheinlich wird sich der BundeSrath nach Feststellung Der AuSsührungS- - - Bestimmungen zum Börsensteuer-Gesetz bis zum Spätherbst wieder vertagen.-^ Abgesehen hiervon, ist es dem Bundesrathe gelungen, alle die ihm vorliegenden. Arbeiten zu bewältigen, unter den letzten von ihm erledigten Sachen befindet sich bekanntlich auch die Convention mit dem „Norddeutschen Lloyd", betr. die Dampserlinien. Der Vertrag hat nunmehr auch die Genehmigung des Reichskanzlers erhalten und hat sich derselbe, gleich dem Bundesrathe, für Vlissingen -als Anlaufs-Hafen der Dampfer entschieden. Die Final-Bilanz des ReichshauShaltS-JahreS 1884/85 ist kürzlich vom „ReichS-Anz." veröffentlicht worden und legt dieselbe von den sich mehrenden Einnahmen des Reiches Zeugniß ab und wie diese wieder den Staatskassen der Einzelstaaten zu Gute kommen, erhellt aus dem Umstande, daß nicht weniger als 105 Mill. b- ZLr Äffischen land: Polizeirath berlcht für 1884 «neu Gefainmt- Entwickelung der ndwirthfchasttiche n hervorragender ■ oft bedeutenden Nach Erledigung r m der allseitig )' dem Beschlich bensalls mit der ag abgeschlossen, l mit genannter' refsanten Bericht d constatirt, dah raltung der Ver- Abhaltung eines creme entsprechen nit der gebotenen ibtflit von 15 x, )tx Maßgabe, datz die Beftmurungen evision der Jahres- >. Centralstelle für lern und indireclen Mahnung bezahlten spojten nach den en Wfanbbefelileii >5588 Posten mit L Borgenonrnren »on 299158.55 X 28293 Polten im diese Wgesührten f sich die Steuer- 325.90 X Ohne t Zur Pfändung wurde dieselbe in hmen die amen a- h dem Niederwalder Schleife nieder, nania eW thallg Mtzern StuMN vrni Wallmach « geschmückt. Heute M Mittags i« »en und nahm em a 1 >or denKsem bf ’ bar. D-e Stadt 7-ch-n iemes W- bet gtenifton @e- ,,nüber noch >""E bine 6®** urd) ein® «"8 ; irf'? f ift eine »„.»LS .«Ä I' * 1, 6,*$1016«* rärli.’.ÄitW'dii 1« M'81 Siii b« m Si- 'Ari ü"d inn -V1 i, Hagel u^d »bin «Kl» tttntl«*'b b«t®J * furchtbare Zerstörung, welche sich in gerader Linie beinahe bis zu dem zwei Wegstunden von hier entfernten Torfe Blankenloch fortsetzt, war das Werk von kaum zwei Minuten. In der Stadt machte fick der Vorgang nur durch ein Geräusch bemerkbar, das mit der Fahrt eines Bahnzugs über eine Brücke verglichen wird. Ems, 5. Juli. Seit gestern Abend sind wir von Regengüssen heimgesucht, die -eute Vormittag eine Zeitlang als ein Wolkenbruch auftraten und nicht unerhebliche Verheerungen angerichtet haben. Das Wasser stürzt in viele Rinnen, die es sich, selbst gebildet, von den Bergen und führt den Grund mit sich. Die Straße nach Napau tjt am Ausgange von Ems durch umgestürzte Bäume, Telegraphenstangen und mehrere ^uß hoch angeschwemmte Erde vollständig gesperrt; auch viele andere Straßen find gesperrt; die Lahn ist angeschwollen und führt entwurzelte Bäume und Straucher nut. Der Braunebach, welcher gewöhnlich nur geringe Wafsermasten fuhrt, ist zu einem reißenden Bergbach angeschwollen. Innerhalb dcr^tadt ist derselbe icherrvolbt .Dieses Gewölbe ist an mehreren Stellen heute eingestürzt und die tosenden Wassermassen verursachen noch fortwährend eine Erweiterung der Einstürze. In der Bahnhofstraße, nabe bei dem Garten des Gasthofs Guttenberg ist das Gewölbe des Baches, der hier unter dem Trottoir herführt, auf einer Länge von 15 M. emgesturzt, em'ge Gebäude haben geräumt werden müssen. Wo der Brauncbach in die Lahn mundet haben sich -rohe Äemmaffen, darunter centnerschwere Sterne angesammelt, welche der Bach dorthin geschwemmt hat. Da diese Steine den Ausfluß hemmen, so ist die Feuerwehr aufgeboten, um die Hindernisse hinwegzuräumen. Berlin 6 Juli, lieber den Selbstmord eines Offiziers berichtet das „Berl. raflcbt " • Der 'zur Eentral-Turnanstalt hierher commandirt gewesene Seconde-Lieutenant Herr v Prittwitz und Gafirou vom schlesischen Leib-Kürassir-Regiment Nr. 1, hat am Samstag früh im Grünewald durch einen Pistolenschuß seinem Leben em Ende gemacht Herr v. Prittwitz und Gaffron gab seinem Burschen am Freitag Abend den Auftrag ihn am Samstag erst gegen 11 Uhr Vormittags zu wecken; als aber der Bursche um diese Zeit die Wohnung des Offiziers betrat, fand er diesen nicht mehr vor und er ermittelte, daß Herr v. Prittwih und Gaffron bereits um 7 Uhr früh das Haus verlassen habe. Um 81/» Uhr wurde bereits seine Leiche im Grünewald auf- gefunden • die Brust war von der Kugel durchbohrt. Die Motive, welche den 24 Jahre Alen Offizier zu dem Selbstmorde veranlaßt, sind noch nicht aufgeklärt. Finanzielle Verlegenheiten erscheinen völlig ausgeschlossen, denn Herr v. Prittwitz und Gaffron war, als Erbe eines reichen Majorats in Schlesien, in glänzenden Vermögensverhältnissen und hatte erst am Tage vor seinem Tode eine größere Geldsumme erhalten. Eine leise Andeutung des Beweggrundes zu der unseligen That enthält ein von ihm hinterlassenes, an seinen Regiments-Commandeur gerichtetes Schreiben, in welchem er seinen Entschluß, sich das Leben zu nehmen, mittheilte und zwar mit dem Hinzufugen, seine Ehre sei angegriffen worden, und da er keine Genugthuung dafür bekommen könne, sei es ihm unmöglich, länger zu leben. Welcher Vorgang hier zu Grunde liegt, entzreht sich selbst der Kenntniß seiner intimsten Freunde, tonen er keinerlei Andeutungen nach dieser Richtung hin gemacht hat. c r r , s>. . r. .. Tübingen, 6. Juli. Gestern Abend fuhren m Ktrchentellmssurt hiestge Studenten in ftarfem Trab auf die wegen Annäherung des nach Reutlingen gehenden Zugs geschlossene Eisenbahnschranke zu, die Pferde brachen auf der einen Seite durch, auf der anderen wurden sie jedoch in ihrem Lauf gehemmt und ehe sie zuruck tonnten, brauste der Zug heran. Das Gefährt wurde total zertrümmert; von den Insassen wurde Stud. jar. Schöner aus Passau gelobtet, die andern mehr oder weniger stark verletzt.^3 gult Die Münchener „Neuesten Nachrichten" melden: „Die Gasmotorenfabrik Deutz stellte gegen mehr als 20 hiesige Geschäfts-Inhaber, darunter mehrere Buchdruckereibesitzer, Klage wegen Patentverletzung und machte gegen jeden der Beklagten eine Entschädigungsforderung von 1000 X geltend." Ferner wird dem „Fränkischen Courier" von hier geschrieben: „Dieser Tage fand hier Verhandlung einer von der Gasmotorenfabrik Deutz gegen Herrn G. Adam hier angestrengten Klage statt wegen Anfertigung und Verkaufs von Gasmotoren trotz richterlichen Verbotes, was einen Eingriff in die Patentrechte der Deutzer Fabrik bilde. Adam wurde dem Anträge gemäß in eine Geldbuße von 3000 X, sowie in sämmtlicke Kosten verurtheilt. Der Anwalt der Gasmotorenfabrik Deutz hat bereits an die Besitzer Adam'scher Gasmotoren unter Androhung gerichtlicher Klage die Aufforderung ergeben lassen, den Weiterbetrieb ihrer Gasmotoren sofort einzustellen. Wie wir hören, spielt in Nürnberg ein ähnlicher Proceß, weshalb Kaufliebhabern von Gasmotoren zu ratben sein dürfte, bei Ankauf von Motoren sich von sachkundiger Seite über den Stand der' Angelegenheit unterrichten zu lassen." — sWas ist eine Illusion?) In einer seiner letzten Vorlesungen über geistige Zurechnungsfähigkeit vor Gericht sprach Herr Professor Mendel in Berlin über Hallucinationen, Illusionen und Visionen. Durch ein Beispiel erläuterte er die gegebenen Definitionen in folgender Weise: Wenn ich hier ganz ruhig sitze, gar nicht an Engel denke und mit einem Mal einen leibhaftigen Engel vor mir zu sehen glaube, so ist das eine Hallucination- Wenn ich dagegen mich eifrig mit religiösen Studien beschäftige und in meinem Glaubenseifer eine „englische" Erscheinung habe, so ist das eine Vision. Hingegen, wenn ich von einem von Ihnen glaubte, daß er mit allen Tugenden der Engel ausgestattet sei, in ihm also einen „Engel" erblicke, so ist das eine Illusion! Homerisches Gelächter und Beifallsrufe schlossen das luftige Intermezzo. — „Der boshafte Professor" betitelt sich folgendes amüsante Geschichtchen aus der Selecta einer höheren Töchterschule. Herr Professor X. ist ein neuer Lehrer und trotzdem der Herr noch jung ist, hat er dennoch nicht das Glück gehabt, den jungen Damen der Oberklasse zu gefallen und es war daher beschlossen, ihm das zu zeigen. Als der Professor Tags darauf in das Schulzimmer tritt, muß er zu seinem Erstaunen wahrnehmcn, daß nur die eine Hälfte seiner Schülerinnen sich erhebt, während die andere ruhig sitzen bleibt. Anfangs wußte der junge Mann nicht recht, was er nun zu thun habe, dann aber ward er bald gefaßt und sagte lächelnd: „Mir kann es gleichgiltig sein, meine Damen, ob Sie mich durch Aufstehen ehren oder lieber sitzen bleiben, nur sollte ich meinen, daß sich zum letzteren noch später für Sie Gelegenheit finden dürfte." Handel und ©erfebt. Limburg, 8. Juli. Rother Weizen X 1570, weißer Weizen X 1530, Korn X 1130, Gerste X 9.10, Hafer X 7.35, Kartoffeln ä 100 Pfund X 0.00, Erbsen ä 100 Pfund .X 00.00. Frankfurt, 8. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete der Cenkner Heu X 2.25—3.10, Stroh X 2.00—2.50, Eier das Hundert X 500—6.00, Butter 1. Qualität X 0.90, 2. Qualität X 1.05, Kartoffeln per Gentner X 2.50—2.75, Kohlrabi 3-4 H pr. St., Erbsen 0,50 Kg. 0.12—0.15 X, Rothkraut pr. St. 00-00 Huhn X 1.50—2.00, 1 Ente X 2.00—3.50, 1 Taube 40—60 A, Hahn 1.90—2.50, Gans X 3—6.00, Welsche X 5.00-10 00.___________________________________ Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemeßen am 9. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser IT1/!*3, Luft im Schatten 23°. L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Bekanntmachung. Johannes Schmitt von Ruttershausen hat seinen am 21. März 1854 für Philipp Schmitt' s Eheleute da- -selbst über den Acker dasiger Gemarkung Flur V. Nr. 112 bestätigten Kaufbrief unbeglaubigt quittiert. Wenn er oder sonst Jemand An- Iprüche aus Kaufschilling noch zu bilden hat, so muß es binnen 2 Monaten hier geltend gemacht werden, sonst wird Zahlung unterstellt und das „beschränkt" gelöscht. Gießen, den 3. Juli 1885. Großherzogliches Amtsgericht. Langsdorfs. 5057 Neber den für einen Verschwender -erklärten Landmann Ludwig Schmäht III. von Frankenbach ist eine Vormundschaft eingeleitet. 5056 Gladenbach, den 3. Juli 1885. Königliches Amts-Gericht I. Der kunstmäßige Ausbau einer 1338 Mtr. langen Strecke des Weges Wetzlar-Weidenhausen, innerhalb letzterer Gemarkung und veranschlagt zu rund 7000 Mark, soll auf schriftliche Forderungen vergeben werden. Letztere sind bis längstens den 2S. ds. MtS. hierhin verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen, an welchem Tage, Vormittags 9 Uhr, sie eröffnet werden. Kostenanschlag und Bedingungen sind hier einzusehen. Gr. Rechtenbach, den 4. Juli 1885. 4972 Das Bürgermeister-Amt. Donnerstag den 16. Juli, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Wilhelm Seibert Flur 1/427* 50 Meter Hofraithe in der Judengafse, „ 1/399 88 Meter Hofraum das., meistbietend versteigert werden. Gießen, den 25. Juni 1885. Großherzogliches Ortsgericht. 4716 Müller. Allgemeiner Anzeiger. 5010 geschehen. Gießen, den 4. Juli 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. Vom 15. Juli c. ab hält der Courierzug 307 (von Frankfurt a/M. 1055) für die Dauer des gegenwärtigen Sommerfahrplans in Bad Nauheim. Hannover, den 5. IM 1885. Königliche Eisenbahn-Direction. 5060 4976] AnstreiÄergehülfen sucht | 5003 Ein angehender Kellner ge- C. Stephany in Wetzlar. | sucht. Restauration Schnell. Bekanntmachung. Anmeldungen wegen Berücksichtigung bei Vergebung der Zinsen de- BermächtniffeS de- Christian Gerhard Hast für das Jahr 1885 haben bis zum 15. d. Mts. einschließlich auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu ML Serlag von Hl. Schukh & Go. 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