Erscheint tLgSich mit «vsnAsien wollen, wisien, daß der Emir von. tatrrt. ■ S 4282 8 en! Onkel irsität, mordens, en, aus viel- licken. je, Selters- 4271 Mw ML - .81. MA SH Kür Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerlol-ik, Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pf. Bekanntmachung. Der Stadtvorstand von Hungen beabsichtigt, gelegentlich der Ende August oder Anfangs September l. I. in Hungen stattfindenden Viehpreis- vertheilung Namens des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen eine Verloosung von Vieh, landwirthschastlichen Geräthen:c. zu veranstalten. Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Entschließung vom 28. Mai l. I. die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 10,000 Loose k 1 JL ausgegeben werden dürfen und mindestens 60% des Bruttoerloses aus dem Verkaufe der Loose zum Ankäufe von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose in der Provinz Oberhessen gestattet worden. Gießen, am 6. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann.___ 19S5 Mittwoch den 10. Juni Nr. 131 Afghanistan ermordet worden sei. Die Bestätigung dieser Nachricht muß abgekartet werden. In Spanien ist die Cholera wieder ausgetreten. Die von Madrid nach Valencia abgehende Sanitäts-Commission hat sestgestellt, daß in Valencia und ungefähr 20 Städten und Dörfern die wirkliche asiatische Cholera herrscht. Die Zahl der in Behandlung befindlichen Kranken wird auf mehrere Hunderte angegeben. Deutschland. Berlin, 7. Juni. Bekanntlich ist das Haftpflichtgesetz bezüglich aller der Personen außer Kraft gesetzt, welche unter das Unfallversicherungs-Gesetz fallen. Deshalb haben — wie die „Polit. Nachr." melden — viele Genossenschaften in ihre Statuten die Bestimmung ausgenommen, daß die Versicherungspflicht auch aus solche Personen ausgedehnt merden soll, welche mehr als 2000 «4L Jahreseinkommen haben, bis wohin das Gesetz die obligatorische Versicherung erstreckt hat. Auf diese Weise kommt das Hastpflichtgesetz aus diese Personen nicht mehr zur Anwendung und bei solchen Betrieben regeln sich alle Unfälle nach den Vorschriften des Unfallversicherungs-Gesetzes. Wilhelmshaven, 6. Juni. Der hier vom Aviso „Pommerania" am 3. d. Mts. eingeschleppte englische Fischkutter „Scheme" aus Yarmouth ist heute wieder in Freiheit gesetzt und in See gegangen, nachdem ihm zuvor sammtliche Fijchergeräthe abgenommen worden sind. Der Kapitän des Fahrzeuges befindet sich vorläufig noch in Untersuchungshaft. Seitens der Admiralität ist von der oldenburg-portugiesischen Dampsschiffs-Gesellschast der Dampser „Portugal" gechartert worden. Derselbe verläßt schon am 10. d. Mts. Hamburg und geht nach Kamerun in See. Die Befrachtung des Schiffes besteht aus Proviant und Schiffsutensilien, die von hier per Bahn nach Hamburg transportirt worden sind. Gleichzeitig führt der genannte Dampfer auch das für den Kreuzer „Möve" bestimmte Ablösungs-Commando nach der Westküste über. Der Aviso „Pommerania" hat sich wieder auf seine Station Norderney begeben. Spanien. Madrid, 8. Juni. In Familien, welche von Valencia hierher gekommen waren, kamen einige unbedeutende Cholerasälle vor; der Gemeinderath beschloß in Folge deffen wirksame Maßregeln zur Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes. Die Berathung der Gesundheitssrage in den Cortes wird heute Abend erwartet. __________________ Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz- Bureau. Berlin, 8. Juni. Auf der Dampfschiffsstation Tabbert's Waldschlößchen an der Oberspree brach in der vergangenen Nacht in Folge zu starken Andranges des Publikums die Landungsbrücke zusauunen. Etwa 40 Personen stürzten in das 4 Fuß tiefe Wasser, wobei zwei Erwachsene und ein Kind um's Leben kamen. Baden-Baden, 8. Juni. Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz ist heute Mittag 1 Uhr 20 Min. direct nach Berlin gereist. — Ihre Königl. Hoheit die Frau Großherzogin von Baden wird morgen zum Besuche Ihrer Majestät der Kaiserin erwartet. Sigmaringen, 8. Juni. Die Königin von Rumänien ist mit dem Fürsten von Wied nach Nemoied und der Gras von Flandern über Basel nach Brüssel abgereist. Der König von Rumänien und die übrigen Kinder des verstorbenen Fürsten verbleiben vorläufig hier. Wien, 8. Juni. Da der Währinger Friedhof eingeht, wurden heute tue Ueber- reste der seit 1844 daselbst ruhenden Alma v. Göthe, der Enkelin des Dichters, ex- humirt; dieselben werden sofort nach Weimar überführt werden. Basel, 8. Juni. Gestern Abend prallte ein 15^ Personen enthaltendes kleines Schiff an ein Joch der alten Rheinbrücke, wobei das Schiff kenterte und 8 Personen ertranken. Paris, 8. Juni. Die Deputirtenkammer nahm nach unerheblicher Debatte den Gesetzentwurf, betreffend die Wiedereinführung des Listenskrutiniums, mit den vom Senate beschlossenen Modificationen an. Der Gesetzentwurf ist somit definitiv genehmigt. London, 8. Juni. Im Unterhause theilt Fitzmaurice mit: Seit Ankündigung des Abbruchs der commerciellen Unterhandlungen mit Spanien ist eine Depesche von der spanischen Regierung eingegangen, in Folge deren die Regierung nicht ohne Hoff- mmg auf Wiederaufnahme der Unterhandlungen ist. — Im Oberhause antwortet Derby Jersey, die im Zululande angesiedelten Boeren hätten eine Proklamation erlassen, in welcher sie gegen Lieutenant Moore's Besitznahme der St. Lucia-Bai protestiren, die brittschen Rechte daselbst bestreiten und die Rechte der neuen Boerenrepublik behaupten. Bulwer verlor keine Zeit, diese Ansprüche zarückzuweisen, was die Regierung billigte. Hinsichtlich der Rechte Deutschlands auf die Lucia-Bai glaubt Derby sagen ju dürfen, die Sache sei durch diplomatische Action erledigt. — Nach einer bei Lloyds eingegangenen Depesche aus Perim (Arabien) vom gestrigen Tage geht daselbst das Gerücht, daß der französische Aviso „Renard", welcher am 3. ds. Obock auf der Fahrt nach Aden verlassen hatte, mit der Besatzung verloren gegangen sei. Ein enalisches und ein türkisches Kanonenboot, welche zum Aufsuchen des „Renard" ausaesanot gewesen, seien in Perim wieder eingetroffen, ohne etwas von dem „Renard" entdeckt zu haben. Konstantinopel, 8. Juni. In Stambul ist gestern Abend eine Feuersbrunst ausgebrochen, durch welche gegen 300 Gebäude in Asche gelegt worden sind, darunter 50 Kaufläden und 3 Moscheen. Eine Person ist dabei umgekommen, mehrere haben Verletzungen erlitten. Tientstn, 8. Juni. Li - Huug - Ehang theilte dem französischen Gesandten Patenotrc eine Depesche des Vicekönigs aus Eanton mit, wonach Liu-Vin-Phuoc, der Ehef der Schwarzflaggen, Vorbereitungen treffe, auf Yunnan sich zurückzuziehen und Tongking zu räumen. London, 9. Juni. fPrivatdepesche.j Das Unterhaus verwarf mit 264 gegen 252 Stimmen in zweiter Lesung die Einnahmebudgetbill. Mit dieser Verwerfung wurde die Regierung, welche aus dem Votum des Unterhauses eine Eabinetsfrage gemacht, geschlagen. Auf Gladstone's Antrag wurde das Haus sofort vertagt.________ — Lokal e Gießen, 9. Juni. Se. Kaiser!. Königl. Hoheit der Kronprinz passirten gestern Abend, mit dem Zuge 8 Uhr 36 Min. von Frankfurt kommend, die hiesige Station. Gießen, 9. Juni. Unter zahlreicher Betheiligung wurde heule Morgen die sterbliche Hülle des Herrn Professor Dr. Robert von Schlagintweit zur Erde bestattet. Nach der durch Herrn Pfarrer Rady vollzogenen kirchlichen Einsegnung in der Friedhofkapelle warf Herr Professor Dr. Sic deck als derzeitiger Decan der philosophischen Facultät in längerer Rede einen Rückblicks auf das Leben des Verblichenen und seine Wirksamkeit. 'Nachdem derselbe seine erste Forscherreise in das Innere Asiens, nach dein Himalayagebirge mit seinen Brüdern Hermann und Adolph beendet hatte, sehnte er sich nach einer akademischen Thätigkeit und wurde durch Großherzog Ludwig III. an unsere Landes-Universität berufen. Aber schon 1868 trat der an Strapazen gewöhnte Mann eine größere Reise nach dem Westen "Nord-Amerikas an und mar er der erste Deutsche, dem es gelang, die Amerikaner für Vorträge von deutscher Seite zu interessiren; er erzielte hierin ganz bedeutende Erfolge, auch in pecuniärer Hinsicht. Der von ihm hcrausgegebene Bericht über seine 1000 in Europa nnd Nord-Amerika vom 21. October 1864 bis 2. April 1878 gehaltenen Vorträge wurde nur als Manuscript, zum Geschenk für seine Freunde bestimmt, gedruckt. Eine weitere nur zu wissenschaftlichen Zwecken nach Nord-Amerika unternommene Reise brachte ihn nach Neu-Mexico, Cansas, Santafec ?c. und in diesen Gegenden, wo er schwer durch das dortige Klima zu leiden hatte, ist jedenfalls der Keim zu seinen späteren Leiden, denen er nur zu schnell erlag, zu suchen. Möge ihm die Erde leicht sein. Der Beerdigung wohnten 2 Brüder des Verstorbenen, der ebenfalls durch wissenschaftliche Arbeiten bekannte Dr. Emil Schlagintweit und ein Rittmeister bei. Gieße«, 8. Juni. Verflossenen Mittwoch hielt der Oberhessische Verein für innere Mission in hiesiger Stadtkirche seine Jahresversammlung ab, die von auswärtigen Gästen recht gut besucht war. Hauptgegenstand der Verhandlung war: Der Kampf wider die Trunksucht. Die von Herrn Pfarrer Fuchs aus Beerfelden und Dr. Pfannmüller, Arzt am Landeszuchthaus Marienschloß dazu erstatteten Referate beleuchteten in überzeugender Weise die von diesem Schaden unserem Volksleben erwachsende Gefahr. Besonders wies Dr. Pfannmüller auf die Vererbung der Folgen der Trunksucht hin. Im Nachfolgenden theilcn wir die von beiden Referenten aufgestellten Thesen mit: 1. Der Kampf gegen das Laster der Trunksucht erscheint als ein ebenso christliches, wie patriotisches und humanes Werk. 2. Der Kampf muß sowohl von dem Staate, wie von der Kirche und der Gesellschaft (freie Vereine) gleichzeitig aufgenommen werden. 3. Pflicht des Staates ist es, der Trunksucht zu steuern durch: a) höhere Besteuerung des Branntweins, b) Unterdrückung der Branntweinverkaufs- und Verminderung der Schankstellen, c) schärfere Beaufsichtigung der Schankwirthe, d) Bestrafung des Verkaufs von Spirituosen an Kinder und junge Leute unter einer gewissen Altersgrenze, e) Beschränkung der Ausschanks- und Verkaufszeit, f) sanitätspolizeiliche Ueberwachung der geistigen Getränke und bei" Schauk- lokale, g) gesetzliche Bestimmung darüber, daß die Zechschulden nicht Nagbar fmb,. h) Bestrafung öffentlicher Trunkenheit, i) Förderung von Privatunternehmungen, welche die Verminderung der Trunksucht zum Ziel haben. 4. Von der Kirche fordern wir, daß sie durch Lehre sowohl wie durch >Leel- sorge und Zucht den Kampf führe. Zu den kirchlichen Zuchtmitteln rechnen wir die Entziehung von Ehrenrechten und die Verweigerung des Sakraments. 5. Die Gesellschaft (freie Vereine) soll gegen die Trunksucht kämpfen: a) durch Belehrung über Natur und Werth des Alkohols, b) durch Hebung des Familienlebens, c) durch Anlegung von Volksküchen, Kaffee- und Theehäusern, von Kaffee- Verkaufsstellen auf den Straßen, von Herbergen ohne Branntwein, d) durch Gründung von Vereinsbibliotheken, Volksbibliotheken und Lesehallen, e) durch Errichtung von Trinkerasylen, f) durch Verlegung des Zahltages. Die Versammlung bekundete ihre wesentliche Zustimmung zu den von den Referenten vorgetragenen Anschauungen durch Annahme folgender Resolution: Die heute zu Gießen tagende Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins für innere Mission erklärt den Kampf gegen das Laster der Trunksucht für ein ebenso christliches wie humanes und patriotisches Werk, das von Staat, Kirche und Gesellschaft (freie Vereine) gleichzeitig, aber auch mit allem Nachdruck getrieben werden muß. Sie fordert ihre Mitglieder auf, die Gründung von Vereinen gegen den Mißbrauch geistiger Getränke zu unterstützen und ihnen selbst beizutreten. Sie richtet an das Kirchenregiment die Bitte, den kirchlichen Organen die Beobachtung und Bekämpfung dieses Lasters und die Unterstützung der dahin zielenden Vereinsthätigkeit einzuschärfen. Sie beauftragt den Vorstand, sich in Gemeinschaft mit dem hessischen Landcs- ausschuß der Südwestdeutschcn Conferenz für innere Mission bei Großh. Staatsregierung dahin zu verwenden, dieselbe wolle: 1. kräftigen Gebrauch von den vorhandenen gesetzlichen Bestimmungen machen und vornehmlich eine Beschränkung der Schank- und Branntweinverkaufs- stellen und eine Verschärfung der Qualifikationsbestimmungen in Bezug aus Wirthe, deren Lokale und Getränke eintreten lassen, 2. bei dem Bundesrath auf eine höhere Besteuerung des zum Eonsum dienenden Branntweins und der Wirthschaften, sowie auf völliges Verbot des Handels mit Spirituosen in unseren Colonialgebieten hinwirkcn. Vermischte-. Aus Oberhessen, 3. Juni. Dem Projecte der Erbauung einer Nebenbahn von Hungen über Berstadt, Echzell, Reichelsheim und Beyenheim nach Friedberg ist man kürzlich wieder einen Schritt näher getreten, indem von Großherzoglichem Ministerium der Finanzen dem Banquier Cäsar Strauß in Frankfurt die Erlaubniß zur Vornahme von Vermessungsarbeiten für eine Nebenbahn in obengenannter Richtung crtheilt worden ist. Die Fruchtbarkeit und der Wohlstand dieser Gegend sind bekannt; ferner könnten mehrere sehr reichhaltige Braunkohlengruben, eine Brikettfabrik und der" Römerbrunnen im Grund Schwalheim berührt werden, so daß die Rentabilität einer so angelegten Bahn nicht zu bezweifeln wäre. Schwierigkeiten würden sich beni Bau auch kaum entgegenstellcn, da die Gegend meist flach und nicht bewaldet ist. Frankfurt a. M., 4. Juni. Einem im Wirthsyärten am Bahnhof sitzenden jungen Manne nahte sich von hinten ein Mädchen, hielt ihm die Augen zu und laglc mit verstellter Stimme: „Rath', wer's ist!" Der junge Mann rieth hin und her, ohne auf den rechten Namen zu kommen. Endlich wurde ihm ein Kuß auf die Stirne gedrückt und die Hände ließen los. „Heinrich", sagte das Mädchen, „wo warst Tu?, Heinrich hatte sich nämlich vor vier Jahren mit dem Mädchen verlobt, sich aber vor der Hochzeit heimlich davon gemacht. „Ich war," sagte er etwas befangen und mürrisch, „in Frieoberg und reise eben nach Amerika." „Ach, das macht sich ja schön, Bruder, rief sie ihrem Begleiter zu, „bringe einmal den Buben her, damit er seinen Vater noch sieht." Eiligst holte dieser das Kind aus einer am Garten haltenden Droschke und stellte es seinem Vater vor, der nun ganz sprachlos war. Als er noch hörte, day die von ihm verlassene Braut mit dem Kind und ihrem Bruder auch nach Amerika reiste», kämpfte er sichtlich, doch nicht lange mit sich. „Bertha", hob er an, »kannst Tu mn verzeihen?" „Ja!" hieß es und beide lagen sich in den Armen. Die Reise nach Amerika wurde nun gemeinsam unternommen. Frankfurt a. M., 5. Juni. sBackfischliches.j Ein hiesiger Pfarrer machte mit seinen 75 Confirmandinnen gestern einen Ausflug nach Wilhelmsbad und ipaiei von da nach Hochstadt, wo nach alter Frankfurter Sitte Handkäs und Aepfelwem genossen wurde. In fröhlichster Stimmung fuhren nun die Backfischchen nut dein 8 Uhrzug nach Frankfurt. Während die Mädchen in einem hinteren Waggon -My genommen, hatte der Pfarrer sich in einen Wagen neben dem Gepäckwagen sorgw niedergelassen. Kaum war der Zug recht im Gange, als die künftigen Jungfrauen oa Lied anstimmten: „Denke Dir, mein Liebchen!" Mit besonderem Gefühle langen i zur großen Erheiterung der Passagiere den Schlußrefrain: „Mein einziger Gedai warst Du mein Lieb allein!" Berlin, 5. Juni. „Die Bergschloßbrauerei brennt!" Dieser Ruf schreckte heute Morgen i/^ Uhr die Bewohner von Rixdorf, der Hasenheide und der augienz - den Stadltheile Berlins aus dem Schlafe, und in demselben Augenblicke stiegen a schon mächtige Feuergarben aus dem Dachstuhle des nördlichen Ouergebauoeo Brauerei, welches als Lagerraum für die leeren Biertonnen dient. Alo die #). ' wehren von Rixdorf und Berlin zur "Stelle kamen, war der Tonnenraum bis a Umfassungsmauern niedergebrannt, während die übrigen Lagerräume, sowie em ~) der Maschinenanlagen, Kühlraum u. s. w. bereits in Hellen flammen standen. Löschthätigkeit mußte sich daher auf die Erhaltung des Jnfpectionsgebaudes, de. Hauses und der Hauptmaschincnanlage beschränken, was auch gelang, .alleromg Ueberwindung ganz erheblicher Schwierigkeiten, da es an genügender W ss Z i mangelte. Vollständig zerstört sind die Lagerräume mit ihren Vorrath en, s Theil der Maschinenanlageu und Comptoirräume. Der Gesammtschaden laß Stunde noch nicht vollständig übersehen, ist aber ganz bedeutend. 818 tinN> ifr| sMe unHergtiu >urch: btt SfaJ bcr und junge °"ke unb her Echtz 'N nicht klagbar^ ie Vermindnunz ix Wohl wie durch A lhin die '^Eriche gu. i ab, k ? lii 0115 Beechij,. xi* iu erstatteten!?^^ LsL *43 die Entziehung« lcht kampsm: Hols, eehausern, von KG hue Branntwein, liothekenunbWG ung zu den von to aber Resolution^ ü en Vereins für im : ein ebenso christlU und Gesellschaft (jis 'erden muß. on Vereinen gegen daß 'eizutreten. kirchlichen Organen!’: ung der dahin M - dem hessischen LaÄ :i Grotzh. Stao BGmmngen^ ad BrmntweinvÄH- mmnngen in Mtz zzumTonsumdienck gcs Verbot des hck- 'cn. MM, * M titn nach 6,*1. W lübatgmi** s-r Gegend art di- M igfeiten w NÄ V L -»«'S iudl > er «>, SW ilrn» ** KO' tlik« 1^5 soB^ j । i Berlin, 4. Juni. 8000 Liter Spiritus gcriethen gestern Nachmittag auf dem Rangirbahnhofe bei Nummclsburg, während der Güterzug, mit dem sie befördert werden sollten, dort hielt, aus bisher noch unaufgeklärten Ursachen in Brand. Schnell hatten die anwesenden Bahnbeamten den betreffenden Wagen vom Zuge los und brachten ihn aus der Nähe des bedrohten Zuges. Aus den mächtigen Feuerschein hin eilte die freiwillige Feuerwehr in Lichtenberg herbei, ohne jedoch eingreifen zu können. Der Wagen, sowie die Ladung wurden bis auf die Achsen und die eisernen Tonnen- bander vollständig ein Raub der Flammen. Sogar die Schienen, auf denen der Wagen stand, wurden durch die Hitze verbogeir^und ein großer Theil der unterliegenden Holz- schwellcn wurde von dem brennenden Spiritus entzündet. Handel und Verkehr. Gießen, den 0. Juni. Auf dem heuffgen Markt kostete Butler ver Mund jtL 0.70—0.80, Hühnereier pr. St. 5—0 H, Enteneier St. 5—6 Gänseeier 00—00 H, K«se pr. Stuck 4—9 Kasematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 32 H, Tauben per Paar 0,60—0,80 Hühner per Stück X 1.00—1.50, Hahnen vr. Stück A 1.00—1.70, Enten per Stück. X 200—2.50, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 50—60 4, Hammelfleiich 64—70 Kalbfleisch 50—54 H, Kartoffeln per 100 Kilo X 3.00—4.00, Milck per Liter 12—16 H, Zwiebeln per Centner X 9.00—10.00, Kirschen per Pfund X 0.45—0.50. Grünberg, 6. Juni. tFruchtpreise.) Weizen X 18.60, Korn X 16.80, Gerste X 16.10, Hafer X 15.20, Erbsen X 00.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 3.60, Wicken 00.00. Frankfurt, 8. Juni. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer JL 19,00—00,00, fremder X 18,50—19,00, Roggen eff. hies. X 15,50—00,00, fremder JL 15,25—16.00, Gerste effectio hiesige und Wetterauer X 17,00—18,00, fremde A 18,00—19,00, Hafer eff. hies. X 15,00—00,00 fremder X 15,00—15,75. — Rüböl, eff, ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. X 29,00. Branntwein eff. ohne Faß X 39. Repertoir der vereinigten Ztadttheater ?u Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 9. Juni: Gastspiel des Herrn Perotti: Der Maskenball. (Richard: Herr Perotti.) Mittwoch den 10. Juni: Gastspiel des Herrn Girardi. Der Verschwender. (Valentin: Herr Girardi.) Außer Abonnement. Donnerstag den 11. Juni: Herodias. Freitag den 12. Juni: Abschiedsvorstellung des Herrn Girardi. Der lustige Krieg. Außer Abonnement. Samstag den 13. Juni: Gastspiel des Herrn Perotti. Der Troubadour. (Manrico: Herr Perotti.) Sonntag den 14. Juni: Gastspiel des Herrn Perotti. Der Prophet. (Johann van Leyden: Herr Perotti.) Schauspielhaus. Dienstag den 9. Juni: Der vornehme Schwiegersohn. Hierauf: So sein se! Mittwoch den 10. Juni geschlossen. Donnerstag den 11. Juni: Vorletztes Gastspiel des Herrn Girardi. Plausch net Peppi. (Gras: Herr Girardi.) Freitag den 12. Juni: Die große Glocke. Samstag den 13. Juni: Don Juans Ende. Sonntag den 14. Juni: Die zärtlichen Verwandten. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 9. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 19°, Luft im Schatten 21° L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Arbeits-Vergebung. Die Herstellung von Gofsenpslaste' rrngen aus vorhandenen Steinen im Orte Dorfgill soll im Submissions- wege vergeben werden, und beträgt beiv Voranschlag: a. Handarbeit 99,— Jl., b. Sand- und Kies- lieferung 54,90 „ 153,90 Offerten zur Uebernahme dieser Arbeiten wollen bis zum 15. d. M. bei Gnoßh. Bürgermeisterei Dorfgill ein- gereicht werden, woselbst auch der Voranschlag eingesehen werden kann. Gießen, den 7. Juni 1885. I. A. Rohrer, 42:68 _________Bez.-Bauaufseher. Mittwoch dm 10. Juni, Vormittags 10 Uhr, werden auf meinem Bureau 2 volirte Bettstellen mit Sprung- redermattatzen, 1 Nähmaschine (Singer) öff entlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Bühner, 4281 Gerichtsvollzieher. Ein Mchäskshaus mit schönem Laden und großem Lager, in bester Geschäftslage Gießen's, ist zu verkaufen, und kann event. noch bestehendes Geschäft mit übernommen werben. F. Hoffmann, 4001 Konkursverwalter. Freitag dm 12. d. M , Nachmittags 5 Uhr, sollen die in dem consolidirten Theile des Usustädter Feldes gelegenen Masfengrund- stÄcke: sslür XXX Nr. 4 — 1650 Mir. Wiese, , XXX „ 25 - 2332 Mtr. Wiese, „ XXXI „ 34 - 1097 Mtr. Acker, m Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. «Gießen, den 8. Juni 1885. Großh. Ortsgericht. 1295__Lüdering._____ Hohgelderhebung. Donnerstag den 18 Juni, vorn Vormittags 8 bis Nachmittags 2 Uhr, soll eine auswärtige Erhebung von 1883« Freiherrlich von Mabenau'schen Holzgeldern zrurn letztenmal für dieses Hahr zu Beuern, in der Wirth- IHast des Herrn Caspar Ranft, stoottfinden. Londorf, den 8 Juni 1885. Der Rentmeister: 43800 Schmidt. 4276 Ein eleg. Halbverdeik zu oer- fauufen. Näheres bei Lehrschmied Mohr- Mosnn, Veterinär-Llnstalt. Allgemeiner Anzeiger. Versteigerungen von Heu- und Grummetgras I. des Flensunger Hofguts, sowie im Dammgrunde auf ca. 30 Morgen Mittwoch den 17. Juni d. I., von Morgens 10 Uhr an, bei Gastwirth Reitz zu Flensungen, woselbst auch das Gras der Schneisen im Hofwalde ausgeboten werden wird, II. in der Gemarkung BZetterfeld an demselben Tage, Nachmittags 5 Uhr, auf ca. 15 Morgen bei Gastwirth Kühn zu Wetterfeld, III. im Revier Gonderskirchen (größtentheils vorgezeigt), auf 450 Morgen Donnerstag den 18. und Freitag den 19* Juni d. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, nach Zusammenkunft am ersten Tage in der Aepfelsbach, am zweiten auf dem Jägerhaus, IV. im Reviere Freienfeen (größtentheils vorgezeigt), auf 157 Morgen Montag den 22. Juni d. I., mit Beginn um 9 Uhr Morgens bei der Glashütte (Freienseen), V. im Reviere Ruppertsburg auf 25 Morgen Wiesen (einschließlich Giehern- und Bruchwiese), sowie auf Waldwegen Mittwoch den 24. Juni d. I., von Vormittags 9 Uhr an, bei Gastwirth Eß zur Friedrichshütte, VI. im Thiergarten (vorgezeigt) auf 59 Morgen (einschließlich Thier- gärtnerteichwiese) au demselben Tage mit Beginn um 3 Uhr Nachmittags in der Hirtenbach. Nähere Auskunft über die Wiesen ertheilt vor dem 17. Juni d. I. auf Verlangen der Gräfliche Wiesenwärter Silß dahier. Laubach, den 3. Juni 1885. 4301| Gräflich Solms-Laubach'fche Rentkamwer. Versteigerung. Mittwoch den 10. Juni er., Nachmittags 2 Khr, findet in Wenzels Garten die Versteigerung der vorräthigen Weine, Champagner und Ligueure, sowie vorher auch die des Grases statt. Gießen, den 8. Juni 1885. 4285 A. v. Jungenfeld, Concursverwalter. Zur gefl. Beachtung. Den geehrten Damen von Gießen und Umgegend bringe hierdurch zur Kenntniß, daß ich am 1. Juli d. I. einen Cursus im Zuschneiden u. Unfertigen von Damenkleidern vorräthig. 4224 4184 Ein in guter Lage befindliches Haus nebst Gärtchen ist unter günstigen Bedingungen für 10,000 X zu verkaufen. 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