lf£ iber. 6 Mtt-meiOet Mx. 1OS Erstes Blatt. Sonntag dM 10. Mül 1S8S Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 3486 Ml. I ttergaffe. D. O. in. almünster 2706 ' i, Sägewerke chm, sowie eingelegte! I. zgllhMimg ! Schulstraße 7. Stf^eini täglich mit Ausnahme des Montags. §urch*die°Post^bez'og-n vierteljzhrüch - i,,- ,. ——IIIIHIII »iMiii11 । ~m । iiiiii iiiiiini i ii iTTrinTHTDmiini>iiiito "i irii'i iinTiin ttthtwit i in mi jT'TmMrirnirnTirniTiwrniiiiTnnffriTinMB Amtlicher H ij ei l. Betreffend: Remunerirung des Feldschutzpersonals in dem Rechnungsjahre 1884/85. Gießen, am 8. Mai 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des KreifeS. Zur Belohnung besonders pflichtgetreuer Feldpolizeibediensteten ist uns wieder ein entsprechender Betrag zur Verfügung gestellt worden. Wir geben Ihnen daher auf, uns dieienigen Bediensteten Ihrer Gemeinde, welche auf den Feldschutz verpflichtet und einer Belohnung würdig und bedürftig sind, bis zum 10 Juni L I. zu bezeichnen. Wenn solche Bedienstete in Vorschlag gebracht werden, welche schon in früheren Jahren Remunerationen erhalten haben, so genügt die Bezugnahme auf die früheren Berichte, falls eine Veränderung in den Verhältnissen nicht eingetreten ist. Werden Bedienstete zum erstenmal in Vorschlag gebracht, so müssen au den Berichten die persönlichen und dienstlichen Verhältnisse genau Hervorgehen. Vorschläge, welche nach dem oben bemerkten Termine einlaufen, bleiben in diesem Jahre unberücksichtigt. vr. Boekmann-__: Betreffend: Das von den Hebammenschülerinnen in den Entbindungsanstalten zu Gießen und Mainz zu entrichtende Kostgeld. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom 1. April l. I. an für Hebammenschülerinnen, welche in einer der obigen Anstalten auf eigene Kosten lernen, der für Unterricht, Wohnung und Verköstigung während eines Unterrichtscursns zu entrichtende Betrag von 200 M. auf 2o0 JL erhöht worden ist. ä Gießen, am 8. Mai 1885. Großherzogliches Krersamt Greßen. vr. Boekmann. Gefunden: 1 schwarze Schürze, 1 Filzhut, 1 Handschuh, 1 Zahnbürste, 1 Schließkorb, 1 Taschentuch, 1 Petschaft, 1 Schirm, 1 Cylinder-Uhr, ragen geibeit s-s * !1N Am 5. April wurde dem Schulamtsaspiranten Wilh. Bangel aus Rockenberg die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Walldorf übertragen; am 9. April wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die Lehrerstelle zu Güttersbach präsentirte Schullehrer Adam Sattler zu Ober-Hain- 'brunn, am 10. April wurde der von dem Herrn Fürsten zu Solms-Braunfels auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Weckesheim präsentirte Schulamts- .aspirant Rudolf Düll aus Burggräfenrode für diese Stelle bestätigt; am 14. April wurde dem Schulamtsaspiranten Ludwig Heinrichs Fritsch aus Zwin- aenb- ,? eine Lehrerstelle an der evang. Schöle zu Wallertheim, am 18. April würbe dem Schullehrer Karl Schuchmann zu Erbach die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zell, an dems. Tage wurde der Schulamtsaspirantin Elisabeth Bittong aus Mainz eine erledigte Lehrerinnenstelle an der kath. Schule zu Kästel, am 19. April wurde dem Schulamtsaspiranten Joseph Wehner aus 9. Ruhestandsversetzungen: Am 14. April wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Urberach Martin Schömbs aus sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuer Dienstsührung, mit Wirkung vom 1. Mai an, an dems. Tage wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Laubenheim Jacob Werner auf sein Nach- suchen, mit Wirkung vom 1. Mai an, am 18. April wurde der'Schullehrer an der Gemeindeschule zu Glashütten Friedrich Greim auf sein Nachsuchen, am 24. April wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Wernges Heinrich Zimmer aus sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Mai an, am 26. April wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Bornheim Konr. Paul Knell, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Mai an, in den Ruhestand versetzt. 10. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stadecken mit einem jährl. Gehalt von 900 «M. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Mörlen mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemeffenden jährl. Gehalt von 1000 bis 1200 «X 11. Sterbefälle: Gestorben sind: Am 11. Mai 1883 der Notar Nikolaus Eisenmann zu Ober-Ingelheim; am 27. März 1885 der Lehrer i. P. Heinrich Offenbächer zu Messel, zuletzt wohnhaft zu Bessungen; am 22. April der evang. Pfarrer Wilhelm Drescher zu Wieseck; am 23. April der Lehrer an der Gemeindeschule zu Münster Eduard Simon. 2 Bücher. Gießen, am 9. Mai 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V-: Kraemer. itt “°b 1 m Men (hi er. »roll, it Eerm«Wen stell«»«- ^bliebe«-" 9. Mi, E R Berlin, 8. Mai. fReichskag.j Im Reichstage wurden heute die Früchte geerntet, die die Compromißanrräge der verbündeten Parteien des Zentrums und der Konservativen gesäet hatten; von Verhandlungen kann daher eigentlich nicht gesprochen werden, denn das Resultat stand fest und so drehte sich die Discussion zumeist mir um Versuche dem von dieser Steuer bedrohten Verkehre einige Erleichterungen zu verschaffen. Vergeblich wurde angeführt, daß die Belastung durch diese Steuer Diejenigen, die davon erreicht werden sollen, gar nicht treffen würde, die Börse erscheine hierbei nur als Steuererheber, denn je nach Angebot und Nachfrage bethellrge sich der Konsument und Produzent an ihrer Aufbringung. Für Wechsel, die in ausländischer Wahrung zahlbar sind, sowie für Auszahlungen in fremden Valuten an ausländischen Platzeir wurde Steuersteiheit festgesetzt; ebenso — laut dem Eompromiß — un Unterene oer Landwirtschaft für alle Kaufgeschäfte von Waaren, die von einem der KontraDentew im Jnlande erzeugt oder hergestellt sind. - Aus Erkenntlichkeit für die^von der nationalliberalen Partei — als den eigentlichen Vätern des Gesetzentwurfes geleistete Gefolgschaft verzichtete man auf den in der zweiten Lesung^ angenommenen Kontrol- antrag; es wird daher zwar die Bestimmung über die behördliche Konti ole der Bucher von Aktiengesellschaften, Liquidationsbureaus u. s. w. bezüglich der ^uerentrichtiing aufrecht erhalten, dagegen der Bücher von einzelnen Personen, wenn em verdacht der von der nationalen Wei b«t wurde und dabei eine erhebliche Meinungsverschiedenheit innerhalb derselben erkennen ließ, wurde der Gesetzentwurf mit 214 gegen 41 Stimmen angenommen. Der Vertreter von Hamburg, Herr Woermann, stimmte zur dieBorsensteuer, der Vertreter von Bremen, Herr H. H. Meyer dagegen. ,, cL der ferner' zur Verhandlung stehenden Berichterstattung über die vor zwei esse *7.7 ilevenmvuiv ge kleinere Anträge zur Verhandlung, am Montag wird die dritte Lesung des Zolltarifs begonnen und, wie es allseitig gehofft wird, innerhalb dreier Tage beendet werden. .^nater uitb R Fulda eine Lehrerstelle an.der Gemeindeschule zu Lämmerspiel, an dems. Tage ' wurde der Schulaspirantin Elisabeth Sprey aus Seligenstadt eine Lehrerinnen- an der Gemeindeschule zu Bieber, am 24. April wurde dem Schullehrer Friedrich Winter zu Altenstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schwal- un) ^eim übertragen. 9JJJ 8. Dienstentlassung: Am 28. April wurdie die Lehrerin an der Gemeindeschule zu Bretzenheim Margaretha Keilmann, mit Wirkung vom 1. Mai an, aus ihr Nachsuchen entlassen. Darmstadt, 8. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 29. April den Rector der höheren Bürgerschule §u Wimpfen a. B. Karl Landgras zum Director der Realschule zu Wimpfen a. B. zu.ernennen. Darmstadt, 8. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Mr. 7) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Brandverstcherungs - Commission, die Aufbringung des Bedürfniffes der Großh. Landes - Brandverstcherungs - Anstalt für 1884 betreffend. Gemäß Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom -27. April 1885 soll dieses Bedürsniß durch einen Ausschlag von Elf und ein halber Pfennig aus je Einhundert Mark Brandversicherungs-Capital, das am Schluffe des Jahres 1884 in der Provinz Oberheffen . . . 267,288,950 in der Provinz Starkenburg • • 390,872,970 „ in der Provinz Rheinhessen . . . 332,567,140 „ demnach im Ganzen 990,729,060 «X beträgt, gedeckt werden und die Erhebung dieses Beitrags in den ersten fünf und -zwanzig Tagen des Monats Juli laufenden Jahres in einem Ziele erfolgen. 2. Ueberstcht über die Einnahmen und Ausgaben des Vicinalwegbaufonds Ber Provinz Rheinheffen für das Jahr 1881/82. 3. Ueberstcht über die Einnahmen und Ausgaben des Vicinalwegbausonds für die Provinz Rheinhessen für das Jahr 1882/83. 4. Ordensverleihungen. 5. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 6. Namensveränderung. 7. Dienstnachrichten: üWen zu haben sind. )inen, Telegraphische Depeschen. Wolff's tetegr. Gorrespondenz - Bureau. Berlin, 8. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm heute den Gesetzentwurf über die Pensionirung der Volksschullehrer fast einstimmig in der von dem Herrenhause abgeänderten Fassung üil Im Laufe der Debatte erklärte der Cultusminister o. Goßler, daß die Regierung mit einer Untersuchung darüber beschäftigt sei, welche Schulen einen höheren Lehrzweck verfolgen, als die von diesem Gesetz berücksichtigten Volksschulen, welche nur der allgemeinen Schulpflicht dienen; letztere würden unter dies Gesetz zu stellen sein und für die ersteren sei die Regierung bereit, den Weg der Gesetzgebung zu beschreiten. — Ferner wurde angenommen und zwar en bloc, das Gesetz über die wegepolizeilichen Vorschriften für Schleswig-Holstein. — Die Anträge Letocha re., betreffend die Schiffbarmachung der oberen Oder, erhielten die Genehmigung, ebenso der Antrag Douglas, betreffend die beim Verkauf von Medikamenten verwendeten Flaschen. — Sodann wurden noch Petitionen erledigt. Für die morgen 12 Uhr stattfinoende Sitzung wurden kleinere Vorlagen und Petitionen auf die Tagesordnung gestellt. — Das Herrenhaus nahm heute den Gesetzentwurf wegen Aufhebung der Rentei,- bank ftir Lauenburg an und erledigte außerdem Rechnungssachen und Petitionen. Berlin, 8. Mai. Der „Nationalliberalen Correspondenz" zufolge wird die Reichstagssession voraussichtlich nächsten Mittwoch geschlossen. Row, 8. Mai. In der Kamnier nahmen Cairoli, Crispi und Minghetti Theil an der fortgesetzten Diskussion über die Colonialpolitik der Regierung. Mancini verlangte ein bestimmtes und klares Votum der Kammer, Depretis erklärte sich Namens des ganzen Ministeriums mit Mancini solidarisch und hob die großen Wohlthaten der Allianz der europäischen Centralmächte hervor, die den Frieden sichere, der für Italien, das innere Reformen durchzuführen habe, sehr wichtig sei. Depretis widerlegte die Behauptung, daß diese Allianz Italien lahm lege und seine Actionsfteiheit beeinträchtige. Die Frage, was das Ministerium in Afrika thun werde, könne eine ernsthafte Regierung nicht beantworten. Er könne nur erklären, daß die Regierung entschlossen fei, die Ehre und die Fahne des Landes zu vertheidigen. Depretis erklärte sich bereit, ,ein von Tajani vorgeschlagenes Vertrauensvotum anzunehmen, worin die Kammer von den Erklärungen des Ministeriums Akt nimmt. Die Kammer nahn, darauf mit 188 gegen 67 Stimmen die Tagesordnung Tajani an. Petersburg, 8. Mai. Die Prinzessin Marie von Montenegro ist in der Stacht ^um 7. d. M. gestorben. Die Fürstin von Montenegro ist mit der Prinzessin Militza gestern Abend hier eingetroffen. — Der „Regierungsanzeiger" veröffentlicht folgende Mittheilung: Eine am 18. April (30. April n. St.) im „Regierungsanzeiger" veröffentlichte Note berichtete die Umstände, welche den zwischen den russischen und afghanischen Truppen am Kufchk- flüsse stattgehabteu Kgmpf hervorgerufen hatten. Aus jenem Berichte ging hervor, daß General Komaroff, indem er eine Action gegen die Afghanen vornahn,, um sie zum Verlassen des rechten Kuschkufers zu zwingen, sich nicht in Widerspruch mit den ihm vom Kriegsminister zugegangenen Instructionen setzte. Nach dem Wortlaute dieser Instructionen war es dem General Komaroff nur untersagt, die Oase von Pendjeh zu besetzen, wo die Truppen des Emirs ftüher Stellung genommen hatten. Komaroff hat also in der Angelegenheit vom 18. März (30. März n. St.) völlig correct gehandelt. In Folge dieses Zwischenfalles entstand zwischen der kaiserlichen und der englischen Regierung eine Meinungsverschiedenheit darüber, welches der beiden Cabinete die zwischen ihnen getroffene Abmachung, auf Grund deren bis zur Lösung der Grenzfrage, weder von englischer, noch von russischer, noch von afghanischer Seite eine Offensivbewegung gemacht werden sollte, in richtigerem Sinne ausgelegt habe. Es handelte sich darum, festzustellen, ob die dem General Komaroff ertheilten Instructionen mit dem in Rede stehenden Arrangement übereinstimmten, oder ob, wie das Londoner Cabinet behauptete, die kaiserliche Regierung den Befehlshaber der russischen Truppen hätte verpflichten müssen, sich jedweden Angriffs auf die afghanischen Truppen zu enthalten, von dem Augenblicke an, wo er den Befehl erhalten würde, keine Offensivbewegung zu machen. Keines der beiden Cabinete hat es für möglich gehalten, den von ihm eingenommenen Standpunkt in dieser Frage aufzugeben. Deßhalb und um die Hindernisse zu beseitigen, welche die Lösung der Grenzfrage hinderten, sind die beiderseitigen Regierungen Übereinkommen, nöihigenfalls die bestehende Meinungsverschiedenheit dem Urthcile eines Schiedsrichters zu unterbreiten, welcher eine der Würde und Ehre beider Staaten entsprechende Lösung Vorschlägen solle. Die beiden Regierungen sind: gleichzeitig übereingekommen, die Unterhandlungen über die Grenzregulirung auf den früheren Grundlagen wieder aufzunehmen, jedoch mit denr Unterschied, daß die Hauptpunkte der Grenzlinie durch einen vorläufigen Meinungsaustausch von Cabinet zu Cabinet fest- gestellt werden sollten. Die genauere Absteckung der durch diese Hauptpunke bezeichneten Linien sollte Commissären überlassen werden, welche die beiden Regierungen mit Vollmachten versehen würden. Um die Arbeiten, betreffend die Absteckung der Grenze zu erleichtern, sollen die resp. Vorposten sich erst nach der Ankunft der Grenzregu- lirungs-Commission und je nach der Richtung der Grenzlinie zurückziehen. Die betreffenden Punkte an der Grenze werden dann durch die beiderseitigen Truppen besetzt. Es wird alsdann Sache jeden Theiles derselben sein, die Ruhe und Sicherheit auf dem Gebiete, das ihm zuertheflt wird, aufrechtzuerhalten. London, 8. Mai. Unterhaus. Northcote kündigt au, die Opposition werde am Montag in der zweiten Lesung der Bill, betreffend die Flüssigmachung des Elf- Millionen - Credits, durch folgenden Antrag bekämpfen: „Nachdem das Haus sich bereit erklärt hat, Geldmittel für die Sicherheit des Reiches zu bewilligen, verweigert es dieselben, bis es über die Zwecke der Verwendung derselben informirt ist." — Der „Standard" erfährt anläßlich der englisch-russischen Unterhandlungen über die Berichtigung der afghanischen Grenze würden ernste Schwierigkeiten wegen der Grenzlinie nicht erwartet. Die englische Regierung wünsche indessen und lege besonderes Gewicht darauf, daß Rußland sich klar und entschieden verbindlich mache, auch später nicht über die afghanische Grenze hinaus vorzurücken. Es dürfte dies eine Haupffrage bei den Verhandlungen werden. — Nach Einern Telegramm des „Standard" aus Kalkutta ist in Rangun (Provinz Barma) die Cholera ausgebrochen. Washington, 8. Mai. Der Präsident von Columbien hat dem hiesigen Gesandten Columbiens mitgetheilt, daß die Ruhe in 7 von den 9 Staaten der Republik wieder hergestellt sei. — George V. N. Lothorop ist zum Gesandten in Petersburg, Bopd Winchester zum Gesandten in Bern ernannt. Ottawa, 8. Mai. Der Dampfer „Northcote", welcher bisher zum Transport verwendet wurde, wird in ein Kanonenboot umgewandelt und soll die canadischm Truppen gegen die Aufständischen unter Riel unterstützen. Die Indianer westlich von Battleford rüsten sich »um Kriege. Banden feindlicher Indianer raubten Weiber und Kinder mehrerer Ansiedler. Lokales. Gießen, 9. Mai. In der Sitzung der „Oberhessischen Gesellschaft für Natur- mnd Heilkunde" am verflossenen Mittwoch hielt Herr Dr. Markwald einen sehr interessanten Vortrag über Jnfectionskrankheiten, insbesondere die Cholera. Der Vortragende erklärte zunächst das Wesen der Jnfectionskrankheiten, führte nus, daß dieselben durch Einwanderung von Bakterien in den Körper hervorgernfen würden und demoustrirte nach kürzer Besprechung der hauptsächlichsten hierher gehörigen Krankheiten die bei ihnen aufgefundenen Bakterien an Zeichnungen und mikroskopischen Präparaten. Alsdann verbreitete er sich eingehender über die Cholera, besprach ihr bisheriges Auftreten, die Art ihrer Verbreitung und die Entdeckung des Cholerabacillus, welcher ebenfalls unter dem Mikroskope dcmonstrirt wurde. Ausführlich wurde dann der Unterschied der Ansichten zwischen Koch und Pcttenkofer in Bezug auf die Uebertragung der Cholera dargelegt und schließlich die auf die Abwehr der verderblichen Krankheit gerichteten Mittel vom sanitären und hygienischen Standpunkte erörtert, als deren hauptsächlichste hier nur die Einführung guter Wasserleitungen und Canalisationen, Errichtung von Jsolirhäusern und geeignetes Desinfectionsverfahren, sowie größte Vorsicht int Genuß von Nahrungsmitteln hervorgehoben sein mögen. Wir hatten geglaubt, daß ein so allgemein intcressirendes Thema einen großen Zuhörerkreis herbeiziehen würde, mußten jedoch zu unserer Verwunderung sehen, daß auch dieser Vortrag das Schicksal fast aller, in der letzten Zeit in der Gesellschaft gehaltenen theilte, nämlich schlecht besucht zu sein. Haudsi und VerkedVl Gießen, den 9. Mai. Auf dem heutigen Markt Met» Butter per Psuns X 0.90—1-00, Hühnereier pr. St. 4—5 H, Enteneier St. 5—0 Gänseeier 10—00 H, Käse pr. Stück 4—9 Kasematte 3—0 H, Erbsen pr- Liter 24 Linsen 32 Tauben per Paar 0,55—0,75 H, Hühner per Stück «X 1.20—1.80, Hahnen pr. Stück X 1.50—2.00, Enten per Stück X 2.20—2.50, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 A Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 50—60 Ä, Hammelfleiich 64—70 L, Kalbfleisch 48-50 H, Kartoffeln per 100 Kilo X 3.50-4.25, Milch per Liter 12—16 4. Zwiebeln per Centner X 6.00—0.00. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Siegen Aufgebote. , y y _ Mai: 2. Schreinermeister Karl Christian Hertsch in Offenbach a. M. nut Wilhelmine Marie Susanne Winheim, Tochter des verstorbenen Müllers Friedrich Karl Ludwig Konrad Winheim zu Gießen. 4. Postschaffner Georg Friedrich Reibci mit Anna Katharine Kutt, Tochter des verstorbenen Taglöhners Johann Konrad Kull zu Gießen. 5. Küfer Friedrich Hermann Rauschenbach zu Gießen mit Susanne Schuster, Tochter des verstorbenen L-teinhauers Johann Peter Schuster zu Wetzlar. 5. Buck- drucker Christian Ättlhelm Belzner zu Gießen mit Elisabethe Therese Ameis, Tochter des verstorbenen Müllers Wilhelm Ameis zu Frankfurt a. M. 6. Cigarren wacher Und diese Vorträge sind doch nicht allein den Mitgliedern' der Gesellschaft, sondern einem Jeden zugänglich, sogar ohne Entgelt! Weshalb Nichtmitglieder von dieser Erlaubniß so wenig Gebrauch machen, dafür fehlt uns jede Erklärung. Wir meinen, unsere Mitbürger sollten doch freudig anerkennen, daß ihnen durch die Liberalität des Gesellschaftsvorstandes Gelegenheit zum Hören naturwissenschaftlich- medicinischer Vorträge geboten wird und dies durch fleißigen Besuch der Vorttäge beweisen. Wie wenige Städte haben den Vorzug, Sitz einer Universität zu sein! Gießen gehört zu den wenigen, aber seine Bewohner scheinen dieses Vorzugs, um welchen manche andere Stadt es beneidet, nicht voll bewußt zu sein. Vermischtes. — (Von der egyptischen Finsterniß.j Der Herr sprach zu Mose: „Recke Deine Hand gen Himmel, daß es so finster werde in Egypterland, daß man es greifen mag." Und Mose reckte feine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsterniß in ganz Egyptenland drei Tage, daß Niemand den Andern sah, noch aufstand von dem Ort, da er war, in dreien Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es Licht in ihren Wohnungen." Und weiter steht zu lesen: „Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein und von ihm sollt ihr die Monate des Jahres anheben rc." Wann war also die egyptische Finsterniß? Die moderne Wissenschaft, welche keine außer- natürlichen Wunder zuläßt, sieht in der Bibelstelle die Erinnerung an eine wirklich vorgefallene Sonnenfinsterniß, und Dr. E. Mahler hat in einer der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien überreichten Abhandlung den genauen Tag der fraglichen Sonnenfinsterniß herauszurechnen gesucht. Als Auszugsjahr der Israeliten wird gewöhnlich das Jahr 1312 vor Christi Geburt bezeichnet. Dr. Mahler hat aus allen centralen Sonnenfinsternissen des 13. und 14. Jahrhunderts vor Christi Geburt die Frühjahrsfinsternisse herausgesucht und gefunden, daß von dieser nur eine einzige für Egypten von Bedeutung fein konnte. Es ist dies die ringförmige Sonnenfinstcr- niß am 13. März des Jahres — 1334 — 1335 vor Christi Geburt. Nachdem diese aber zugleich alle durch die Tradition erhaltenen Merknlale (Monat, Tag, Wochentag) der in der Bibel erwähnten egyptischen Fmstennß besitzt, so ist es in hohem Grade wahrscheinlich, daß (wenn die Rechnung stimmt) die in der Bibel erwähnte Finsterniß mit der ringförmigen Sonnenfinsterniß des 13. März vorn Jahre — 1334 — 1335 vor Christi Geburt identisch sei. Dann fällt der Auszugstag der Israeliten aus Egypten auf den 27. März des Jahres 1335 vor Christi Geburt. Mus der Reichshauptstadt.j Ein verwahrloster struppiger Bursche im Alter von 15 Jährest nahm dieser Tage auf der Anklagebank vor dem Schöffengericht des Berliner Amtsgerichts I Platz. „Was bist !Du ?" wird er vom Vorsitzenden gefragt. „Blumenmä'chen", gibt er zur Antwort. „Du bist aber ein Junge", meint der Vorsitzende. „Det schad'! nischt", entgegnete der Angeklagte, „ick bin doch Blumeumä'chen. Ick handle mit Blumen uff de Friedrichstraße." — „Ist das Deine einzige Beschäftigung?" — „Im Sommer, ja; im Winter geh' ick suchen". — „Was suchst Du denn?" — „Nu, ick jeh' eben durch die Straßen und beseh' mir die Pflafterstcene. Merschtcndhels liegt nischt tauf, mitunter aber doch und beim heb' ick et uff." — ,,Du weißt doch, daß man gefundene Sachen nicht behalten darf." — „Ick finde merschteuohÜs Sachen, die andere Leute nich mehr mögen." — „Was beim zum Beispiel?" — „Cijarrenstummel, olles Papier, Kohlenstücke, olles Eisen und solche scheene Sachen." — „Aber davon kannst Du doch nicht leben?" — „Ick wohne bei meine Eltern." — „Was treiben denn die?" — „Die sind Naturforscher." — „Also Lumpensammler. Hast Du noch Geschwister." — „'n Bruder und 'ne Schwester." — „Was ist denn Dein Bruder?" — „Er is bet feine Damens an- gestellt und verhaut die andern Leute." — „Und Deine Schwester?" — „Die is Abends in's Caf6 National." Der jugendliche Angeklagte hat sich wegen groben Unfugs zu verantworten, den er eines Abends in der Friedrichstraße durch Behelligung von Passanten angeftiftet. „Ick Babe blos jesagt, Herr Iras, koofen Sie ein Bouquet für Ihre Liebst, und da hat mir der Herr eens mit ’n Stock jegeben. Det brauch' ick mir nich jefallen zu lassen." — „Du hast die Passanten in ungebührlicher Weise belästigt und weigertest Dich, mit zur Wache zu kommen." — „Det is och keen Verjnüjen." Das Urtheil lautete auf 3 Tage Haft. — (Erfolge von Erfindungen.^ Das Patente nicht immer nothig sind, um das Eigenthum an einer Erfindung zu sichern, beweist das Pulver der Vereinigten Rheinisch- Westfälischen Pulverfabriken. Siachdem sich die englische Regierung viele Mühe gegeben, das Geheimnis; der Herstellung dieses Pulvers durch Versuche zu ermitteln, hat sie kürzlich 10,000 Kisten in Deutschland bestellt und jetzt nochmals 15,000, die aber auf englischem Boden hergestelll werden müssen. Der Anfangs beabsichtigte Ankauf des Geheimnisses ist nicht zu Stande gekommen; die Gesellschaft hat daher die Pulverfabrik Chilworth, die älteste Englands (vom Jahre 1570), angekauft, um dort das Pulver anzuferttgen. Eingesandt. Gießen, 9. Mai. Das Sprichwort sagt: Der Mensch denkt und Gott lenkt. Bei dem was wir jedoch heute besprechen wollen, kann man sagen: Der Laie denkt und der Gläubiger- Ausschuß lenkt, nämlich den Concurs Wenzel. Bei der Versteigerung des Hotel-Inventars sind resp. werden ca. 7000 JL gelöst und wenn in der nächsten Ausschußsitzung beschlossen wird, auch das Wirthschasts- inventar, bis auf die Gaseinrichtung, ebenfalls zu veräußern, bann können zusammen höchstens 10000 JL vereinnahmt werden. Wie stehen sich nun die Gläubiger einem Gebot von X 130,000 für sämmtlichc Immobilien und Mobilien, bei welchem Gebot für die Mobilien ca. X 17,000 zu veranschlagen sind, gegenüber einer Einnahme von höchstens X 12,000 incl. Gaseinrichtung? Wird das Inventar vollständig versteigert, bann bekommen einfach die Gläubiger nichts, denn die in Aussicht stehenden Prozesse werden dic wenigen Mark verschlingen und wenn am 15. Juni im Absonderungstermin btt Hypothekargläubiger ihr Absonderungsrecht erlangen, gießt es Zwangsversteigerung, deren Erlös für die Gläubiger fast gleichbedeutend mit Null ist. Deshalb „Gläubiger ^ellt Acht"! Stuttgart, 4. Mai. (Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Verein.j Im Monat April 1885 wurden 565 Schadenfälle angemeldet und zwar 446 äußere Verletzungen und 119 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 4 den sofortigen Tod und 39 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekaffe starben im Monat April d. I. 24. Neu aufgenommen in den Verein wurden in Monat April 3441 Personen. Alle vor dem Februar 1885 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Jnvaliditätsfälle sind bis auf die von 18 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. 3594 X SN Ahne'lder U. r A, 98 Dem A yi ‘09 Dem rin S* S'^ScmN* kLNZR Die GramMgen ufern unb aus bem L Gemarkungen Giehen heim sollen Frchag den IS. 9 Vormittags an Ort unb Stelle vei Die Versteigerung Weibenstrauchsmiese Vahnhoss, am rechte wirb loosnmse aus b sortgesetzt. Die resp. Gr. £ werben ersucht, dies ihrer Gemeinbeangeh bekannt machen zu la Gießen, ben 8. M Grohh. Kreisbau __Walte MLM Alle Diejenigen, roelä an den verstorbenen Kalkbrenner Jacob Bieber zu bilden hiermit ausgesordett lLngsttu» 1. Jun Merrtneten etnjuw üre SCnmelbuttgett fei ftiben werben Bieber 6. Mheim atn 8. Mai 18k Jin Al * -"V Gastu Iälgeöote Am große j V5M, W aber M .eMMe Maus N ha! daber die W- agekaust, um.bort W Hammer). Mittwoch den 13. Mai, Vormittags 9 Uhr, Straße Flensungen— Laubach, von Abthl. 110,07 bis 153,98, anfangend bei Flensungen. Freitag den 15. Mai, Vormittags 9 Uhr, Straße Ruppertenrod- Ulrichstein, von Abthl. 128 bis 180,46, anfangend bei Ruppertenrod, und dann Straße Herbstein—Nidda, von Abthl. 186,20 bis 175- Montag den 18. Mai, Vormittags 7 Uhr, Straße Grünberg—Hungen, von Abthl 86,5 bis 149,3, anfangend bei Grünberg. Grünberg, den 25. April 1885. Großherzogliches Kreisbauamt Grünberg. 33 Jahre alt, Ehefrau des Landwirths Jacob Dapprich von Nieder-Roßbach, Kreis Marienberg. 6. Helene Wilhelm, 22 Jahre alt, von Clafeld, Kreis Siegen. 7. Der pensionirte Postconducteur Johannes Bornträger, 75 Jahre alt. 7. Bergmann Wilhelm Weber, 23 Jahre alt, von Dalhausen, Kreis Siegburg. 8. Marie, 3 Jahre alt, Tochter des Schreiners Balthasar Burk III. Flaschenbier. Empfehle einem geehrten Publikum Feigst. Gxportbier Feinst. Lagerbier aus der hiesigen Aclien-Brauerei- Bei Abnahme von jedem Quantum Aufforderung. Alle Diejenigen, welche Forderungen an den verstorbenen Gastwirth und Kalkbrenner Jacob Haus III. zu Bieber zu bllden haben, werden hiermit aufgesordert, solche bis längstens 1. Juni er. bei dem Unterzeichneten einzureichen, weil spätere Anmeldungen keine Berücksichtigung finden werden. Bieber b. Rodheim a. d. Bieber, am 8. Mai 1885. Im Auftrag: Ludwig Schlierbach, 3588 Gastwirth. Grasvcrstcigening. Die Grasnutzungen an den Lahnufern und auf dem Leinpfad in den Gemarkungen Gießen u. Heuchelheim sollen Freyag den 13. Mai L I., Vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Die Versteigerung beginnt auf der Weidenstrauchswiese unterhalb des Bahnhofs, am rechten Lahnufer und wird loosweise auf die ganze Strecke fortgesetzt. Die resp. Gr. Bürgermeistereien werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Gemeindeangehörigen gefälligst bekannt machen zu lassen. Gießen, den 8. Mai 1885. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter 3595 Milipp Weiß mit Elisabethe Bebling, Tochter des Taglöhners Jacob Bcbling zu Gießen. 8 Schneider Johannes Trank mit Marie Ulm, Tochter des verstorbenen Schneiders Johannes Ulm zu Gießen. 8. Gerichtsaccessist Wilhelm Grünewald mit Henriette Wilhelmine Sophie Pascoe, Tochter des Berg-Ingenieurs Sanmel Pascoe zu Gießen. Taglöhner Johannes Brück zu Gießen mit Elise Schäfer, Tochter des Polizeidieners Heinrich Schäfer von Reinhardshain. Eheschließungen. Mai: 2. Schuhmacher Ernst Julius Richter zu Gießen, mit Wilhelmine Wolf, Tochter des verstorbenen Arbeiters Friedrich Johann Wilhelm Wolf zu Steinfurth. 2. Kaufmann Johannes Karl Albert Matz zu Duisburg mit Luise Marie Langsdorfs, Tochter des Großh. Oberamtsrichters Georg Karl Philipp Ludwig Friedrich Gustav Dangsdorff zu Gießen. 8. Kaufmann Isaac David Barme zu Barmen-Rittershausen mit Jauchen Katzenftcin, Tochter des Kaufmanns Baruch Katzenstein^ zu Gießen, tz Schmied Ludwig Schneider mit Katharine Schneider, Tochter des Schuhmachers Johannes Schneider II. zu Gießen. 8. Schlosser Benjamin Ludwig Martin Köhlinger zu Gießen mit Christiane Kaiser, Tochter des verstorbenen Eigarrenmachers Wilhelm Kaiser zu Wieseck. Geborene. April: 28. Dem Pcrrondicner Heinrich Schäfer eine Tochter, Katharine Marie Friederike. 29. Dem Eisenbahn-Werknreister Oscar Klose eine Tochter. 30. Dem Oeconom Wilhelm Kitz ein Sohn, Wilhelm Karl Philipp. Mai: 1. Dem Hülfsbremser Johannes Friedrich Preiß ein Sohn, Konrad Friedrich. 1. Dem Wirth Louis Schmitt III. ein Sohn, Karl. 1. Dein Bahnarbciter Johannes Vogel em Sohn, Louis. 4. Dem Taglöhncr Daniel Weißenstein ein Sohn, Friedrich. Gestorbene. Mai: 2. Aufseher Konrad Köhler, 43 Jahre alt, von Marienschloß. 5. Melanie [ Anna Minna Johanna, 2 Monate alt, Tochter des Postassistenten Adam Ritzel. ! H Taalöbncrin Elisabethe Lang, 37 Jahre alt. 5. Christine Dapprich, geb. Buchner, J« Anders neu entdecktes überseeisches Pulver tödtet Wanzen, Flöhe, Schwaben, Schaaben, Russen, Fliegen, Ameisen, Asseln, Vogelmilben, überhaupt alle Insecten mit einer nahezu übernatürlichen Schnelligkeit und Sicherheit derart, dass von der vorhandenen Insektenbrut gar keine Spur übrig bleibt Echt und billig zu haben in Prag in J. ANDEL’S Droguerie, 13 „zum schwarzen Hund“, Hussg. 13. -o fritier ptf ft e7 24 M p" *^>\ - J i 5 Wl IR W10 I <01 01 !<•*; * N « 'Hat injf /, "cht tu MZ WM: * Mr ein,” ™ m bitfe ab« Soientaj) - 1334 = 1335 w Mttttt «u8 PUrBnrlcht fa M bei 11 forschenden gefragt We", meint der Vop '.doch Blurnenma'chen, eme einzige Beschäftig: ' ..Was suchst Du mir die Pflasterstecne. i beb’ ick et uff." - - „Stf finbt - „Was denn zum olles Eisen und solchk en?" - ,Jck wohne ind Naturforscher." - „’n Bruder und 'm bei feine Tarnens am Mster?" - „Die ie 3590] Kartoffeln, sowie alle Sorten Frühpftanzeir täglich zu verkaufen auf dem LindenMtz. Chr, Meinhardt. 3599 Die GraSerndte aus meinen Gärten ist zu vergeben. Gmil Pistor I. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränte. Den 2. Mai. Johannes Carl Albert Matz, Kaufmann zu Duisburg und Luise Marie Langsdorff, Tochter des Oberamtsrichters Georg Carl Philipp Ludwig Friedrich Gustav Langsdorff zu Gießen. Den 3. Mai. Ernst Julis Richter, Schuhmacher zu Gießen und Wilhelmine Wolf, Tochter des verstorbenen Arbeiters Friedrich Johann Wilhelm Wolf zu Steinfurth. Den 8. Mai. Ludwig Schneider, Schmied zu Gießen und Katharine Schneider, Tochter des Schuhmachers Johannes Schneider II. zu Fellingshausen. Denselben. Benjainin Ludwig Martin Köhlinger, Schlosser zu Gießen und Christiane Kaiser, Tochter des verstorbenen Eigarrenmachers Wilhelm Kaiser zu Wieseck. Grtarrfte. Den 3. Mai. Dem Saltlernteister Friedrich Kühne ein Sohn, Georg Ferdinand Berthold Adolf, geboren den 5. April. Den 4. Mai. Eine außereheliche Tochter, Caroline, geboren den 21. April. Den. 5. Mai. Dem Postassistenten Adam Ritzel eine Tochter, Melanie Anna Minna Johanna, geboren den 25. Februar. | Die noch < vorräthigen Knaben-Ansüge gebe g um schnell damit zu räumen, zu und < unter Einkaufspreisen ab. | Ae Docter, | 3609 Scltersweg 57. 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Mai, Vormittags 7 Uhr, Straße Grünberg-Marburg, Abthl. 87,5 bis 141,8, anfangend bei Grünberg. Samstag den 16. Mai, Vormittags 9 Uhr, Straße Gießen—Hersfeld, .. Abthl. 54 bis 102, anfangend bei Abthl. 54 (Lindenstruth). Montag den 11. Mai, Vormittags 8 Uhr, Straße Gießen—Hersfeld, Abthl. 102 bis 156, anfangend bei Abthl- 102, im Kammerwald- Dienstag den 12. Mai, Vormittags 8 Uhr, Straße Hessenbrücker- Hammer—Gedern, von Abth. 109 bis 162, anfangend bei Abth 109(Hessenbrücker- Aietzeit, 9. Mai. Set dem ms mr M und der WubM- «rben ca. auch das M* bann können jujammin hiiifn ca. W •»-«‘fls* Mm-Kowle. Mai-Wein per. Flasche 50 la. Export-Aepselwein pr. Fl. 25 83er Deidesheimer „ „ 60 81er Ober-Ingelheimer „ „ 90 H. Für absolut reingehaltene Waare leiste jede Garantie. Bei Abnahme von mindestens sechs Flaschen liefere frei ins Haus; in Gebinden billiger. Für Wiederverkäufen und Witthe Ausnahmepreise. Emil Schmall^ 2722 (Frankfurter Hof). 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TenttassKranken- und Sterbekasse der Tischler. Montag den 11. SJlai, Abends 81/2 Uhr: Mitglieder-V ersammlung im Saale des Herrn Alb old. Tagesordnung: Die Anträge zur General-Versammlung in Frankfurt. 3607 Die Ortsverwalturrg. 224,382,979t 17,699,713t 9,821 896t 49,131,527. 9,188,022. 2,211,674. 1,703,485. 358,257,689. 296,172,815. 26,022,595. 23,237,447 14,062,070. 9,138,022. -es Kaufm. Vereins in Frankfurt«. Main (unter Patronat der Handelskammer) besetzte, vermöge seiner ausgedehnten Verbindungen, in den letzten 6 Jahren weit über 5000 Stetten. 4667 Lebensversicherungs- & Ersparniss-Bank in Stuttgart. Der Rechenschafts-Bericht pr. 1884 ist erschienen und stellen sich die Versicherungs- und Rechnungs-Ergebnisse wie folgt: Der Verstchernngsstand stieg auf 42291 Pers, mit einer Vers.- Summe von ......... - ... X Der reine Zuwachs erreichte im Jahre 1883 X 13,452,572, im Jahre 1884 ........ Die^ahres-Cinnahme anPrämien u.Zinsen stieg u- ^.9,14.3,372 auf „ Der Bankfonds stieg von ....... X 44,688,248 „ „ Darunter eine Extra-Reserve von ........ 2(I§ Neberschusi lieferte das Jahr 1884 für die Todesfallbranche „ welche Summe nach 5 Jahren als Dividende den Versicherten zurückoe-gütet wird Im Jahre 1885 werden den Versicherten anDividenden ausbezahlt „ dem 30 jährigen Bestehen wurden bei der Bank eingereicht 78994 Anträge über .......... und in Versicherung genommen 60890 Personen über . • „ cvn foer Todesfattbranche wurden für Sterbefälle unb abge laufens alternative Versicherungen ausbezahlt . ... „ Ueberfchnffe erzielt . . . . . . ■ ■ ... . • • „ ben Versicherten an Dividenden rückvergütet . . . „ Als Dividendeu-Referve liegen para!...... „ welche in den nächsten 5 Jahren unter den Versicherten zur Vertheilung gelangen. Neue Versicherungs-Anträge von X 1000 100,000 pr. Kopf nimmt entgegen: 3592 Rentier, Gießen. Das Bureau für Stellenvermittelung Burgerclub. Der ungünstigen Witterung halber must die auf Sonntag den IO. Mai projeetirte Parthie nach Wetzlar ausfallen. An Stelle dessen findet Abends 8 Uhr l'WM und Tanzunterlialtung im 8aa(e Öes „Cast Leib" statt. 36oo Der S «»'K/M-eeF. Circus Adolf Lorch. Heute, SamStag den 10. Mair S Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr: Kinder-Vorstellung Abends 8 Uhr: MH Brillant - Galla - Parade - Herstellung Dabei zum ersten Male: Mazeppa'tz Verbannung in die Ukraine, oder die Rache des Fürsten Porowfsky. Große historische Pantomime, ausgeführt von 70 Personen und 20 Pferden. Ballet bei elektrischer Beleuchtung. Sonntag 2 Vorstellungen: Nachm. 4 Uhr u. Abends 8 Uhr. dS Achtungsvoll 3613 Adolf Lorch, Director. Mänoer-Bade-Verein. Die Anstalt ist eröffnet. Der Abonnementspreis beträgt per Saison 3 Mark. Söhne von Mitgliedern zahlen, wenn sie sich in dein Knabenhaus aus- und ankleiden, unter 14 Jahren Nicht-. Eingezäumtes Bassin für Nichtschwimmer.Der Vorstand. Gesangbücher Expedition Frankfurt a. M. 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Be Bunde-staaten, mit i daß zu diesem Beschb die Ueberzeugung, das getragen habe. . Ob: nur in erster Lesung demselben sehr zu be; Den hervor Reichstages bilde Gesetzentwurfes auch am Mittwoch b- von Äteresse, daß mannten Tage Ws. NentO($e§ Ämai WzNM, Der mm, aber er iß be. Wen, namentlich bi tuodificirt werden muss hofft, daß man st f» erledigte das tzau Vorschlägen und unter des abgestuften Wem W noch mit den zun Achter und Kayse des Qnfraftt eoent. die «W der Arsechun «dirm SJerlauf abq. !!"Mder Ablehm, *. Dar Gesetz fe ferner am Mi f6r Suiier, M der zur §etRt[ ^Ntnung l f Mtzverbe ” Nu«*tibe5i geai Stetem ®£ M fe i^'Wt 5 bet 5 « W Ateit der ’ Md @