Freitag den 10. April 1885 Nr. 82 n Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Prei5 vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlichrr. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Bwredtt t Schulstraße 7. TTHDÄraiexeeflDaKiMi auS der von Großh. Ober-Rechnungskammer abgeschloffeueu Rechnung der KreLskaffe des Kreises Gießen für 1882/83. Einnahme Nubrik-Nr. n 23742.39 Einnahme 148542.66 II. de« Fond zur Gewährung von Beihülfen an Reservisten re. s —11—»i iinrMiu>-ni-inwiiiiiiiiw m» Politische Ueberficht. Gießen, 9. April. Die Weltlage hat sich während der Osterseiertage nach keiner Seite hin verändert und präsentiren sich demnach diejenigen Punkte, welche vorzugsweise das allgemeine Interesse erregen, in demselben Lichte, wie vor dem Feste. Die Chancen für eine friedliche Lösung der afghanischen Grenzsrage sind dieselben geblieben und jedenfalls werden die nächsten Monate eine definitive Verständigung zwischen Rußland und England über den asghanischen Länderstreisen bringen, durch den der ganze Streitfall hervorgerusen worden ist. In Frankreich ist die Ministerkrisis beendet und ein Ministerium zusammengetreten, von welchem das Land hofft, daß es ersprießliche Dienste demselben leiste. Was die militärische Situation in Tongking nach den jüngsten Niederlagen der Franzosen anbelangt, so ist dieselbe nach wie vor eine äußerst unklare und die Berichte der französischen Heerführer bilden ein wahres Labyrinth von Wider* sorüchen und Unwahrscheinlichkeiten, aus dem sich herauszuwinden, zur Unmöglichkeit wird. Die militärische Action der Engländer im Ost-Sudan bietet gleichfalls dasselbe Bild dar, wie vor dem Osterfeste, ihre Operationen gegen dm verwegenen Rebellensührer Osman Digma wollen partout nicht vom Flecke kommen, trotz aller Siege, und gewinnt es mehr und mehr den Anschein, als ob die Expedition General Graham's denselben kläglichen Ausgang nehmen werde, als die Wolseley'sche Nil-Campagne. Endlich erübrigt noch ein Blick auf die cmtral-amerikanischen Wirren, denen sich von Europa aus nur schwer folgen läßt; nach den jüngsten Berichten wäre indessen das Unternehmen des Präsidenten von Guatemala, Barrios, die fünf central-amerikanischen Republiken unter einen Hut zu bringen, als gescheitert zu betrachten und BarrioS selbst soll in einem Treffen mit den Truppen von San Salvador geblieben sein. Zuverlässige Nachrichten liegen aber hierüber ebensowenig vor, als über die Unruhen in Panama. Fürst Bismarck spricht in der „Nordd. Allg. Zeitung" in einfachen Worten seinen Dank für die ihm anläßlich seines 70. Geburtstages so überaus zahlreich zugeaangenen Kundgebungen herzlicher Theilnahme aus. Die „Nordd. Allg. Zeitung" schreibt: „Dem auswärtigen Amte zehen aus allen Theilen Deutschlands zahlreiche Gesuche zu um Anstellung und Verwendung in den unter deutschen Schutz gestellten Gebieten, um kostenfreie Beförderung dahin und um Belehrung und Auskunft über die dortigen Verhältnisse. Wir machen deshalb darauf aufmerksam, daß oas Reich Stellen in nieten Schutzgebieten nicht zu vergeben, auch keine Fonds zur kostenfreien lieber* jührung von Auswanderern zur Verfügung hat- Derartige Gesuche werden uff. .x . 148542.66 . 124550-47 Verglichen, bleibt Rest 23992.19 Wigw itoir eines hieß S’SS , Bl- / vielmehr an diejenigen Handlungshäuser zu richten sein, die in jenen Gebieten Niederlassungen haben, wie z. B. an Herrn F. A. E. Lüderitz in Bremen, das Syndikat für West-Afrika in Hamburg, das Comits der Neu-Guinea- Compagnie oder auch an die deutsche Ost-Afrikanische Gesellschaft und andere Colonisations-Vereine." Nachdem es Freycinet, DeveS und Constans nach einander ab- gelehnt haben, den Geburtshelfer des neuen französischen Ministeriums zu machen, hat sich endlich der Kammerpräsident Brisson auf wiederholtes An- drängendes Präsidenten Gröoy dieser undankbaren Aufgabe unterzogen. Das Cabinet Brisson ist nunmehr zusammengesetzt: Brisson Präsidium und Justiz, Freycinet Auswärtiges, Allain Targs Inneres, Clamagsran Finan- zen, Campenon Krieg, Sadi Carnot öffentliche Arbeiten, Legrand Ackerbau, Hervömangon Handel, Goblet Unterricht, Sarrien Posten, Galiber Marine. Die russische Antwort auf die Vorschläge des Londoner Cabinets zur Lösung des afghanischen Grenz-Conflictes ist nunmehr in London überreicht worden. Ihr Wortlaut ist zwar noch nicht bekannt, wie aber „Reuter's Bureau" erfährt, soll die Haltung der Antwort eine sehr versöhnliche sein, doch mache sich noch ein weiterer diplomatischer Gedanken-AuStausch zwischen London und Petersburg nöthig, ehe die gemischte Commission zur Feststellung der afghanischen Grenze schreiten könne. Die Londoner Presse bezeichnet überwiegend die Antwort Rußlands als ungenügend; Die „Mornig Post" meint, dieselbe biete noch keine entschiedene Bürgschaft für eine friedliche Lösung der Streitfrage. Die „Times" glauben ebenfalls, die Antwort als unannehmbar für England be- zeichnen zu müssen, während der „Standard" der Anschauung ist, daß die noch bestehenden Differenzen durch gegenseitige Concessionen beglichen werden würden. Dieser Standpunkt ist offenbar der vernünftigste und steht nicht zu bezweifeln, daß sich auch die englische Regierung auf denselben bei der weiteren Behandlung der afghanischen Frage stellen wird. Wenn unterdessen der Emir von Afghanistan in Rawul-Pindi vom Vicekönig von Indien durch Truppen-Revuen und Bankette in ostentativer Weise fetirt wird, so thut das nichts zur Sache; die Verständigung zwischen England und Rußland wird durch diese dem afghanischen Herrscher erwiesenen Ehren gewiß nicht beeinflußt. Ein amtliches Communiquv der türkischen Regierung besagt, daß die Pforte bei der Unterzeichnung der egyptischen Finanz-Convention ihre, von England acceptirten Vorbehalte aufrecht erhalten habe. Denselben zufolge soll in dem Reglement über den Suez-Canal der Türkei die Befugniß eingeräumt werden, im Falle innerer Unruhen oder auch einer kriegführenden 20. Kaffevorrath aus „ iverdeil 8 ,n 6. \».-r ^5 22. Besoldungen .... 23. Diäten und Gebühren .... 24. Botenlohn und Verkündigungskosten 25. Für Bureaubedürfnisse und Geräthschaften 26. Kreisunterstützungen .... 28. Erbauung und Unterhaltung von Kreisstraßen 29. Für den Lesezirkel der Lehrerconferenzen 30. Für Formularien und Buchbinderkosten • 31- Zuschuß in andere Kassen • • / 32. Beihülse an Angehörige der Reserve 34. Remunerationen 35. Uneinbringliche Posten und Nachlässe . . __________________ Summa der Ausgabe 124550.47 zusammen wie oben 23992.19 Gießen, am 30. März 1884. Der Rechner der Kreiskasse Gießen. Grüneberg. Revidirt, ohne daß sich für vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat. Darmstadt, den 26. März 1885. Großherzogliche Ober-Rechnungskammer. Hahn- Beckenhaub. zusammen wie oben 23992.19 «X Davon gehören an: I. der KreiSkaffe: a. baar .... 23677.99 JU b. liquidirte Ausstände 64.40 „ Uli 5^—- "r- Btranba, E n' 1. Juli IR Su Wr: wnTauTs Lvemiethrn. SftrajMZ Je 15, part mintTrniFSTr vermieden. ijmVwr melden. Ederstraße 4. er mit illerstraße 20. und Cabinet iit Mliusburg 1. dnung zu vrr- Kirchenvlah 3. iethen l, Schühenstr. n Staatsanwalt le Logis ist, vor verrniethen. -rnarlkstraße 6. rmiethen bei KaplansM n, mit 2 und 3 u. Bodenkammer ermietben; kam btiW rotrbcii. )r. ßaupt be-' j mes> hvM.it'! n. mW Ave. H 3 n sesidästsverleM vtio rchaas. >-er ohne icnstraße 23 p 6: Laden a 7268.71 189.87 1045.45 15682.32 61074.62 276.08 232.40 ? 25435.26 959.— 200.- 85.75 p russische Befehlshaber Aomaroff qriff unterm 18. Man in Folge prvovcrrendcr feindlicher Aktionen die von den Afghanen befestigten Positionen an beiden Ufern bcs Ziutfchkflusses an. Die Afghanen in Stärke von -WOG Mann mit 8 (beschützen wurden geschlagen und zerstreut, verloren 500 Dtanv an Tobten, sowie die gesammte Artillerie und das Lager mit Borräthen. Rufsifckeneits sind 11 Tobte und 32 Verwundete ui verzeichnen, .'lach Beendigung des Kampfes ging Kvmarvff über den Kuffckksiuß zurück. In den befestigten Positionen befanden sich englische Offiziere, welche dem Stampf als Augenzeugen beiwohnten; dieselben erbaten bei der Flucht der Afgdanen russischen Schutz, wurden jedoch von den flüchtenden Afgbanen mit fortgerissen. haben, oatz dieser Herzen zu danken." Bielefeld, worden. Paris, 8. von 150 Millionen Der Prinz Bernhard zu Sachsen-Weimar und der Herr Königshusaren-Regiments zu Bonn, brachen zum Zweck wart eines Augenzeugen am 5. April um 6 Uhr früh legten in fast ununterbrochenem Trabe bis um 2 Uhr 120 Kilometern zurück. Um 2 Uhr in Limburg a. d. 5 Stunden Rast, ritten um 7 Uhr weiter und legten Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Eorrefpondenz. Bureau. 8. April. Der Belagerungszustand ist heute wieder aufgehoben eines Distanceritts in Gegen von Bonn auf. Die Retter Nachmittags eine Strecke von Lahn angclangt. machten sie den Rest der Tour Bonn Bad-Rau heim, 6. April. Am zweiten Feiertag Morgen, während des sebr stark besuchten Gottesdienstes, brach plötzlich in der Nähe der Wilhelmskirche in der Schimpf'schcn Hofraithe Feuer aus, welches in ganz kurzer Zeit eine Scheuer und einen Stall einäscherte. Rur den aufopfernden Bemühungen der diesigen Einwohnerschaft ist es zu verdanken, daß das furchtbare Element auf seinen Herd beschränkt blieb. Bei der Entleerung der von vielen Hunderten von Menschen besuchten Kirche, wobei sich ganz natürlich alles nach den Ausgängen zudrängte, wurde wieder die^ Erfahrung gemacht, wie nothwendig es ist, daß überhaupt bei solchen Gebäuden die Thüren nach außen sich öffnen. Frankfurt a. M., 7. April, lieber einen Distanceritt, der in der Sportwelt April. Der Senat nahin mit 211 gegen 6 Stimmen den (Srcbit für Tongking an und vertagte sich darauf bis zum 4. Mai. Kammer. Bei der Präsidentenwahl an Stelle Brisson's erhielten Fälliges Berlin, 8. April. Die „Rordd. Allg. Ztg." veröffentlicht ein Schreiben des Reichskanzlers Fürsten Bismarck, datirt Schönhausen, 7. April, folgenden Inhalts „Nachdem ich den Besitz des vollen, ehemaligen Erbes meiner Pater hier in Schönhausen habe antreten können, drängt es mich, allen Denen, welche dazu mitgcwirkt seit vielen Jahren gehegte Wunsch erfüllt wurde, nochmals von Aufsehen machen wird, erhalten wir von kompetenter Seite folgende Mittdeilungen: v. Katzeler, beide Offiziere des 163, Floguet 147, Philippotcaur 83, bei der Stichwahl Fallidrcs und Floquet jeder 184 Stimmen. In nochmaliger Stichwahl wurde Floquet mit 173 Stimmen gc- wählt; Fallidres erhielt 175 Stimmen. — Die Kammer vertagte sich darauf bis zum 4. Mai. — In der Finanz-Eommiffion erwiderte ^revcinct auf geschehene Anfrage, es Hätten allerdings Friedenspräliminarien stattgefunden; aber bevor den Unterhandlungen weitere Folge zu geben sei, wollte er die Meinung der chinesischen Regierung erfahren; er habe daher heute nach Peking telegraphirl. Rian werde den Frieden als abgeschlossen erst nach Eintreffen der Antwort bezeichnen können. London, 8. April. Das Kriegsministerium erhielt eine Depesche aus Handub vom 8. d. M., wonach Handub heute Morgen von den englischen Detachements wider standslos besetzt worden sei. . Dublin, 8. April. Das Prinzcnpaar von Wales ist Nachmittags hiev ange kommen. Demselben wurde bei der Ankunft von einer Bürger-Deputation eine Adresse überreicht. Eine überaus zahlreiche Menschenmenge begrüßte jubelnd das Prinzen paar. Auf dem Wege zum Schlosse, wo der Picekönig das Prinzenpaar empsing, fand dasselbe überall die freudigste Begrüßung. Bukarest, 8. April. Der König und die Königin von Schweden wurden heute von dem König und der Königin bis Giurgewo begleitet, von wo dieselben nm 9 Uhr Morgens nach Konstantinopel weiterreisten. Die neuesten "Nachrichten über das Besinden des in Konstantinopel erkrankten Prinzen Earl von Schweden lauten besser. Rawul-Pindi, 8. April. Heute Vormittag hielt Zier Emir von Afghanistan einen feierlichen T1 urbar ab. Der Emir, neben dessen Throne der Vicekönig Lord Dufferiu zur Rechten, der Herzog von Eonnaught zur Linken Platz genonimen halten, hielt dabei eine Rede, in welcher er seiner Dankbarkeit und Ergebenheit für die Königin, für den Vicekönig und für England Ausdruck gab. Petersburg, 9. April. fPrivatdkpcsckcJ Der „Regierungsbolc" meldet: Der zweiten Eoncerts auszuwetzen und wird dies boncnlttck auch geunaen. bemerkt, daß das erste Reichs-Waisenhaus zu Lahr zu PnngNen d. und daß die Aufnahme der Waisen durch Vermittlung der Verbaue e enolgt. Gingesandt. «ließen, 8. Avril. Das von der „Generalfechtschule Lahr, Verband Gießen" gestern auf der .Schönen Aussicht" zu (fünften des Reichs-Waisenhauses abgeballene Eoncert ivar ui Folge des anhaltenden fliegens nur schwach besucht und haben die l mnahmen o Kosten kaum zur Hälfte gedeckt. Der Verband gedenkt bei nächster Gelegenheit die schalte durch Jlbbalten tinrt t c. . «. -tt-_.il.*. MQnaen. Es fei vier >. I eröffnet wird Unfallgenossenschaft der Baugewerke f^ection Gießen) betr. Ttn iinfollpflidHtflcii denofim im •Fmmrotrbe io« biarbur» jur jirnnlui« gcbrod)t n>erbe», MB in fern Brjnkc drr (Mnonrmdjan ,ur »riKnJialfau- Frankfurt, 102 Kilometer, in 6 Stunden zurück. Um Punkt 1 Uhr Nachts trafen die Reiter unter Zeugen des hiesigen 13. Husaren-Regiments hier in^Frankfurt ein. Somit wurde die Strecke von 222 Kilometern in einer Zeit von 14 Stunden im Sattel und 5 Stunden Rast zurückgelegt. Um die Leistung gebührend beurtbcilen zu können, ift es nothwendig, die über Berg und Thal führende, für einen derartigen Distanceritt außerordentliche Schwierigkeiten bietende alle Köln-Frankfurter Straße zu kennen. Von besonderem Interesse für Fachleute dürfte es sein, daß dieser hohe Grad von Leistungsfähigkeit der Pferde durch eine angestrengte Bahndressur während des Winters erzielt wurde unb die betreffenden Pferde (die ganze Tour wurde selbstverständlich auf denselben Pferden zurückgelegt) sonst in keiner Weise für eine so abnorme Leistung vorbereitet wurden. Pferde und Reiter besinden sich in normaler Per fassung. (F 8 ). Bockenheim, 7. April. Die beiden Söhne des Ceconomen Will aus dem Schonhof fochten gestern scherzend mit Messern. Dabei traf der jüngere, etwas über 13 Jahre alte Bruder den 17jährigen mit dem Messer so unglücklich in die Brun, daß das .Herz durchbohrt wurde und augenblicklich der Tod eintrat. Der Tbäter bat nur ein Äuge; das andere hat er im vorigen Jahre durch ein abspritzendes Zünd Hütchen verloren. Die Familie feierte die Eonsirmation der Tochter. Paderborn, 3. April. Ein erschütternder Unglücksfall veranlaßte gestern eine viertelstündige Verspätung des Aachen-Berliner Schnellzuges. Wir erfahren von Passagieren des Zuges, daß dieser an der zweiten Wärterstation vor unserem Babnhcnc zum Halten gebracht wurde; weil der Locomotivführer selbst während der Fahrt von der Maschine herabgestürzt sei. Der Heizer hatte gesehen, daß der Locomotivfüdrci seinen Platz verließ und auf der schmalen zum Schornsteine führenden Gallerie bi»- ging. Als er nach einiger Zeit von da nicht zurückkehrte, wurde der Heizer aufmerffam. Der Locomotivführer war nicht mehr auf der Maschine. Der Heizer brachte den Zug rum Halten. Man brauchte nicht lange zu suchen. Ein blutiger Rumpf, von Dem der Kopf und die Beine abgetrennt waren, bezeichneten die Stelle, wo Der Mann herabgestürzt war. Sein Geschick hatte ihn bei der Besorgung des Dienstgcfckäfts ereilt. Die Hemdsärmel waren noch ausgeschlagen. Vom Rhein, 5. April. Der Lustmörder Peters, welcher in der Na!e von Gladbach zwei Mädchen im Alter von 7 und 10 Jahren ermorbek, ist ooi fltftcrn durch den zu seiner Verfolgung ausgesandten Gladbacher Polizei Sergeanten Meyer mit Hilfe holländischer Gensdarmen in der Nähe von Roermonde auf einem Feldwege entdeckt und verhaftet worden. Der Mörder wurde nach Roermonde ins Gefängniß transportirt und legte dort ein umfassendes Geständniß ab. Seine Aus I lieferunfl wird erfolgen, sobald die im Auslieferungsoertrag mit Holland vorgesehenen Formalitäten erledigt sind. — Eine fast unglaubliche Geschichte wird den „Basler Nachr." gemeldet cie lautet: Vor ungefähr drei Wochen wurde im Eonsumvereinslocal in ot. Jmier ein gebrochen und die Ladenkasse (500 dis 600 Frcs.) nebst anderen Artikeln, Schul». Schnupftüchern u. s. w. gestohlen. Die Berner Stadtpolizei war so glücklich, die Diebe abzufangen und sand bei denselben noch 250 Frcs. nebst einer Anzahl goldener und silberner Uhren, Armbänder, Medaillons u. s. w. Die beiden Diebe wurden I bann zur weiteren Untersuchung nach Courtelary gebracht. Am letzten Dienstag I Morgen nun gelang es dem einen Diebe, während er feine Toilette machen sollte, I seinem Wächter zu entspringen. Der Wächter fand es nicht der Mühe roerth, den I selben energisch zu verfolgen oder Lärm zu machen, wofür er sofort vom Diebe selbst I gestraft wurde. Denken sie sich den Schrecken unserer sämmtlichen ehrenwerthen Ge I richtsbarkeit, als sie Morgens in das Bureau kam (das sich im gleichen Gebäude wie I bas Gefängniß befindet) unb dasselbe gänzlich ausgeraubt fand. Der Präsident batte | das den Dieben abgenommene Geld sammt .Hoftbarfeiten in seinem Bureau am I bewahrt, und alles, alles war fort. Der Dieb hatte die Frechheit, in der Nackt I mitten in's Gefängniß cinzulnechen und feine ihm abgenommenen Sachen alle wieder I zu holen. m — Den besten Aprilscherz, welchen dieses Mal deutscher Journalgtenhumor am I 1. April in Die deutsche und ausländische Prefie mit gleichem Erfolg einzuschmuggeln I verstanden hat, brachte die „Magd. Ztg.": Die so durchaus bieder und glaubhaft oor I getragene Geschichte von der Zucht deutscher Känguruhs als Iagdwild auf einem Gute I in der Nähe von Dessau, welche in diesen Tagen durch alle Blätter, große und kleme, die Runde machte, war so stellt es sich nun heraus — nur die lustige Erfindung eines Spaßvogels von Journalisten, dem es Damit trefflich gelungen, die gesammte Eollegenschaft „in den April zn schicken". Die deutfchen Känguruhs werden von I nun an jedenfalls einen würdigen Ehrenplatz zwischen „Seeschlange" und „Ente I behaupten. — Von dem verstorbenen Herzog von Braunfchweig wird dem „Ben. Tagebl I folgende hübsche, aber durchaus verbürgte Anekdote mitgetheilt: Eines Tages I ist schon eine Reihe von Jahren her und der Herzog halte noch seine „Schwarzen tn Braunschweig — batte sich zu dem Eoncerte Der Militärkapellen auf dem Schloßplape ein außergewöhnlich zahlreiches Publikum aus der Bürgerickast Braunschweigs oer sammelt. Ter Herzog hörte wie gewöhnlich von den Schloßfenstern aus mit feiner Suite Der Musik zu und betrachtete fick das Schauspiel. Ein Höfling nähert sich dem I Herzog und sagt: „Bemerken Ew. Hoheit wohl, wie sich heute wieder „Plebs" zu der Musik herandrängt?" „Jawohl", erwiderte der Herzog in seiner kurzen wie, „fehl wohl, wenn ick nickt irre, Ihre wert he Familie aud) darunter." Der Honmg I jpu seitdem mit seinen Bemerkungen lehr vorsichtig gewesen fein. Macht gegenüber alle zur Vertheidigung Egyptens erforderlichen Maßregeln zu tC£ffen; außerdem werde die Pforte irgendwelche Art von Einmischung, die etwa in der Suez-Commission bejchloffen werden könnte, niemals^acceptiren. Es sind das freilich Vorbehalte von sehr fraglichem Werth, denn im Ernstfälle würde die Psotte schwerlich im Stande sein, ihre Soucerainetät über Egypten zu wahren. L , n . Die „Times" läßt sich aus Peking bestätigen, daß der chinesische Zolldirector Hart die Friedensverhandlungen zwischen Frankreich und China führe. Die Grundlage derselben bilde Fourniers Vertrag von Tientsin; China zahle keinerlei Kriegsentschädigung. r p p Das englische Cabinet bereitet die theilweise Abberufung der in Egypten stehenden englischen Truppen vor. Den Vorwand hierzu geben die Rüstungen in Indien ab, die beschloflene Vermehrung der indischen Armee um <5000 Mann soll zum größten Thell durch die in Egypten befindlichen Truppen erfolgen. Und was wird dann aus dem Kampf gegen den Mahdi? Berlin, 8. Aprll. Zu den Schriftstücken, welche dem Reichstage nach den Ferien zugehen sollen, gehört in erster Linie ein umfangreicher Bericht über die Jmpffrage. Es handelt sich um die Beschlüsse der Jmpf-Cornmission und um die Verhandlung, welche den Beschlüffen vorausgegangen sind. Es scheint, daß die Regierung eine nochmalige Erörterung der Frage wünscht, obschon sie, wie bekannt, den Impfzwang aufrecht zu erhalten bestrebt ist. — Es ist Aussicht dafür vorhanden, daß im Jahre 1888 hier eine große deutsche nationale Gewerbe- und Industrie-Ausstellung stattfindet. Die leitenden Persönlichkeiten der Ausstellung von 1879 faßten gestern einen entsprechenden Beschluß und scheinen der Zustimmung der maßgebenden Kreise sicher zu sein. ^^^„Rordd. Allg. Ztg." schreibt: Am ersten Ostertage, Vormittags, gab der Staatssecretär Dr. v. Stephan im Haupt-Telegraphenamt den dienst- thuenden Beamten und Gehülfinnen tfenntnife von nachstehendem Erlaß des Für- sten Bismarck; „Ew. Excellenz gefällige Nrittheilung über den gestrigen Tele- grammverkehr hat mich von Neuem von der Zweckmäßigkeit unserer telegraph. Einrichtungen und der Tüchtigkeit der Beamten Ihres Ressorts überzeugt. Ew. Excellenz und Ihren Beamten fühle ich mich um so mehr verpflichtet, für ihre angestrengten Leistungen in den letzten Tagen zu danken, als dieselben durch | meine Person veranlaßt worden sind." Wir bemerken hierzu, daß aus Anlaß | der Bismarckseier nahezu drittehalbtausend Telegramme mit etwa 100,000 Worten aus allen Theilen der Welt eingelaufen waren. Der Staatsminifter schloß die Mittheilung mit einem dreimaligen Hoch aus den obersten Ches des Reichs- Telegraphenwesen«, Se. Durchlaucht den Fürsten Reichskanzler. Bielefeld, 7. April. Der Strike in der Koch'schen Fabrik, der zu den Unruhen Anlaß gab, ist heute durch einen Vergleich beendet worden. Die Be- dingungen lauten : 1) Die Arbeiter gaben eine Erklärung ab, daß die über das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeiter in der Presse gebrachten An- gaben nicht von ihnen herrührten und unrichtig seien (Die Erklärung ist den Firmen-Jnhabern sofort zugesertigt worden.) 2) Nachdem zwei der früheren Arbeiter fteiwillig zurückgetreten, werden alle übrigen Arbeiter wieder an- gestellt. 3) An Arbeitsgeräthe haben die Arbeiter sich nur die Fellen gegen eine Vergütung selbst zu beschaffen. Die Neuerung, wonach auch das übrig- Werkzeug gegen Entschädigung von den Arbeitern selbst zu halten ist, tritt erst nach einem Jahre ein, nachdem von den Fabrikanten ein genauer Taris über die Preise entworfen ist. An Der Aufstellung dieses Tarifs nehmen die Arbeiter nicht Theil. 4) Die Arbeit wird Donnerstag, am 9. d. Mts., wieder aufge- nommen und zunächst täglich 8 Stunden, überhaupt nach Bedürfmß bis zu 11 Stunden gearbeitet. Der Lohnberechnung für die nicht in Akkord stehenden Arbeiter wird eine 11 stündige Arbeitsdauer zu Grunde gelegt. Wir wünschen beiden Theilen, daß die früher in der Fabrik vortrefflich bestandene Einigkeit sich recht bald wieder einbürgere und nicht wieder getrübt werde. Das Hauptverdienst um das Zustandekommen dieses Ausgleichs, dem die Aufhebung des Belagerungszustandes wohl unmittelbar folgen wird (bereits befchehen), gebührt dem Vertreter des deutschen Metallarbeiter-Fachvereins, Herrn Willich von Mannheim. n 6 * ti- Schnitt $k H-lzve« . d.» § ( ;ians*i der i$r. Rentamt 0 M am Xjol-.übenoeitun« «bhibrtag -m 0ICBCT. o«1 ™ «MOterföist-i V* _ L-tth-r^ "Mmt ^ständige Gr Rentei Lich tön 4S. l. Mtd. otM. Lich, am 8. A Kr BobW Freitag d Mit uxrfctn in dem Haufe, Wolkengaf insbe'ondere glitt flerälbe, Conbitorf Läufer, Jtiidjtnfd Mier Büffet, aegellpiel, sehr aller Ärt, eiserne zeug, Herrenkleide: LMM Kchei N Bereitung Ma ^pßehlt: Reii xr Liter 70 Burgunder ■* l,- excl. E ^Setzen, Der Kliffmülle Mackste x «iih, Wek | ^btifaOt ÄÄA r* für r kV- b e gestern eint erfahren von rem Bahnhoit er Fahn von comotivfüblii Gallerte D- r aufmerM ichte bat juft mps, von otui io der Mann : her Me ete, ist vor- v.LnUWteii re aus einen! .otrmonbf ine Sem Aus ) Dorgeiton Meä jtbt W in der * unb einen "Knmchaft Uieb. Bei wobei sich JMtunfl -huren nach ^Sportwelt Nhellungen! ^stziere des - in Gegen: Die Reiter Strecke von wachten sie °ur Sonn- ls trafen die ein. Somit Mattel und können, ist Distanceritt M kennen. e Grad von des Winters stverständlich so abnorme rmaler Bei" 5. 3.) >ill auf dem etwas über n die Brust, r Thäter Hai zendes Zuck gemeldet, rn 5t. Imier tir [fein, Schul' o glücklich, : ! Inzahl golden! Diebe wuM .htm Siensic; machen B he merth,.^ im Diebe W rmwerthen A n Gebäude nj Präsident bck 1 Bum« E in ber w hm alt wi<* tW d)m* bglaubW" auf ,nfce UNd l tl'-' X C»rp«i,r; Hs Mld-It « mib ,N nis I«8'97, binM «“"'S *' I aus Ul ; nähell.i, S^ber U'krn detz wurde,, ^Artillerie 7»dn. m M zurück ÄamPf als ^fischen Darmstadt die VI. Section mit dem Sitze zu Gießen bestimmt worden ist. Es umfaß! dieselbe: Don dem Regierungsbezirk Cassel: Die Kreise Marburg, Frankcnberg, Kirchhain, Ziegenhain, Homberg und Fulda; Von dem Regierungsbezirk Wiesbaden: Ten Dillkreis und den Kreis Biedenkopf. Vom Großherzogthum Hessen: Die Kreise Gießen, Scholten, Alsfeld und Lauterbach. Die Kreise Büdingen und Friedberg der Provinz Oberhessen sind der Section Frankfurt zugetheilt. L. P. Handel und Verkehr. Limburg, 8. April. Rother Weizen JL 15.85, weißer Weizen JL 00.00, Korn Jt. 11 80, Gerste JL. 10.70, Hafer JL 7.70, Kartoffeln ä 100 Pfund Jt 0.00, Erbsen ä 100 Pfund -AL 00.00. _ 51 n k f u r t, 8. April. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 3,00—3.30, Stroh JL 2.30—2.60, Eier das Hundert JL 4 50—5.20, Butler 1. Qualität 3L 1.00, 2. Qualität 1.20, Kartoffeln per Centner Jt 2.25—2.50, Kohlrabi 3—0 H pr. St., Erbsen 100 Kg. 22.00—30.00 ^L, Rothkraut pr. St. 20—30 Huhn JL 1.v0—2.00, 1 Ente Jk 2.00—3.50, 1 Taube 40—60^, Hahn JL 1.90—2.50, Gans JL 6—10.00, Welscbe X. 5.00—10.00. Bekanntmachung. Die Holzversteigeruug vom 8. d. Ms- ist genehmigt. Empfangnahme der Abfuhrscheine auf Gr. Rentamt Gießen vom 21. d. Mts. an. Holzüberweisung und erster Holz- abfuhrtag am 22. d. Mts. Gießen, am 9. April 1885. Großh. Obersörsterei Schiffenberg. I. V-: 2585 Walther, Forst-Assessor. Bekanntmachung. Rückständige Gelder zur Fürstlichen Rentei Lich können noch bis zum 2S. L MtS. ohne Kosten bezahlt werden. Lich, am 8. Aprll 1885. __________Kreiling______2587 Mobilien-Versteigerung. Freitag den 10. April, Mittags 2 Uhr, werden in dem E. Schramm' scheu Hause, Wolkengasse 17, Möbel aller Art, insbesondere gutes Porzellan, Küchen- gcräthe, Conditorformen, Steinmörser mit Läufer, Küchcnschrank mit Glasaufsatz, Gläser, Büffet, Wirthstische, Tisch mit Kegelspiel, sehr gute Bütten, Werkzeuge oller Art, eiserne Bettstellen, gutes Bettzeug, Herrenkleider rc-, versteigert. Hoffmann, 2491 Coucursoerwalter. IieikgeSotenes. Zur Bereitung von Maiwein empfiehlt: Reinen Naturwein, per Liter 70 H, sowie vorzüglichen Burgunder Wein, per Flasche JL 1,— excl. Glas 2612 Friedrich Ko. Irüh-KosenKartosseln zum Setzen, verkauft 2581 8. Kliffmüller, Wetzsteingasse 25. 2597 In einem Städtchen a. d. Lahn, Bahnstation, ist eine Backsteinfabrik mit Kalkbrennerei, welche seit 20 Jahren in Be- trieb war, prei-würdig zu verkaufen. Dieselbe enthält 385 I^uthen Flächenraum, ein Wohnhaus, HauS für Arbeiterwohnung, Stallung, 2 FabrikationS - Oefen, 2 Trockenhallen, sowie reichliches gutes Waffer. DaS Anwefen eignet fich auch für Oeconomie oder Kunst - Gärtnerei. Offerten unter K. B. an die Erped. d. Bl.___ Eichenliolzbeize. Mahagoniheize, ^ussbauiubeize, Schwarze Beize, BruuoleYn empfiehlt 2598 Emil Fischbach, Ein schönes Pferd, zu jedem Zweck tauglich, 7 Jahr alt, preis- w-urdig abzugeben. Von wem? sagt die £rpeb. d. Bl- 2546 Allgemeiner Anzeiger. Unterzeichnete Behörde sucht einen ersten Gehülfen, der auck die Funktionen eines Protokollführers bet dem Provinzial- und KreiSausschusse zu versehen hätte. Gehalt bei besonderer Qualificatiou bis zu 2000 Mark. Widerrufliche Anstellung kann erfolgen, sobald die hierfür erforderlichen Voraussetzungen vorhanden sind. Juristische Vorbildung bevorzugt, aber keine Bedingung. Außerdem ist die Stelle eines Schreibgehülfen mit einem Gehalte von 1000 Mark zu besetzen. Bewerbungen mit Zeugnissen sind bis zum 20. l. Mts. einzusenden. Gießen, am 9. April 1885. Großherzogliche Proviuzialdirection Oberhessen. Dr. Boekmann. 2601 Bekanntmachung. Das Ausheben von Gräben an den Staatsstraßen im Baubezirk Grün berg soll an den nachstehenden Tagen an Ort und Stelle an die Wenigstnehmenden durch öffentliche Versteigerung looseweise in Accord gegeben werden: Montag den 13. April, Vormittags 9 Uhr, Straße Gießen- Hersfeld von Abth. 54—102, bei Linden struth an fangend. Denselben Tag, Vormittags 8 Uhr, Straße Gießen—Hersfeld, von Abth. 102—156, bei Abth. 102 anfangend. Dienstag den 14. April, Vormittags 8 Uhr, Straße Grünberg—Marburg von Abth. 87,5—141,8 anfangend bei Grünberg. Denselben Tag, Vormittags V29 Uhr, Straße Hessenbrückerhammer—Gedern von Abth. 109—162, anfangend bei Abth. 109. Mittwoch den 13. April, Vormittags 8 Uhr, Straße Grünberg—Lehrbach von Abth. 98,9—146, anfangend bei Abth. 98,9. Denselben Tag, Vormittags 9 Uhr, Straße Flensungen— Laubach von Abth. 110—153,98, anfangend bei Ablh. 110. Donnerstag den 16. April, Vormittags 9 Uhr, Straße Ruppertenrod—Ulrichstein von Abth. 128—180,46, anfangend bei Abth. 128, dann Straße Herbstein-Nidda von Abth. 186—175. Grünberg, den 8. April 1885. Großherzogliches Kreisbauamt Grünberg. Schnitzel. 2588 Holzversteigerung. Es werden versteigert: I. Montag, den 20. April L I., aus den Districten Frankenhausen, Kleiner Unioersitätswald, Albach und Köhlberg: Stämme: 79 Stück Eichen — 32,23 cbm, 39 Stuck Nadelholz = l',66 cbm, 187 Stück Buchen = 141,47 cbm, 2 Stück Linden — 2,30 cbm und 91 Stück Nadelholzderbstangen — 7,99 cbm. II. Dienstag, den 21. April l. I., aus den Districten Frankenhausen, Kleiner Universitätswald und Harbkopf: Buchen: 1090 rm Scheiter, 521 rm Knüppel, 1091 rm Reisig und 337 rm Stöcke. III. Mittwoch, den 22. April l. I., aus den Districten Frankenhausen, Großer und Kleiner Universitätswald, Glaubzahlerfeld, Friedrichsschlag, Harbkopf, Albach und Köhlberg: Scheiter: 969 rm Buchen und 7 rm Eichen: Knüppel: 213 rm Eichen, 117 rm Nadelholz und 1 rm Linde; Reisig: 791 rm Buchen, 128 rm Eichen und 156 rm Nadelholz: Stöcke: 259 rm Buchen und 5 rm Eichen. Das Bau- und Nutzholz wird an Ort und Stelle versteigert; Zusammenkunft am ersten Tage Vormittags 9 Uhr am District Frankenhausen 1, auf dem Wege vom Glaubzahl nach der Haubcnmühle. Das Brennholz wird am zweiten und dritten Tage jedesmal von Vormittags 9 Uhr an auf dem Forsthaus Glaubzahl versteigert; dasselbe ist deshalb vorher einzusehen. Das mit Kalk bespritzte Holz kommt nicht zur Versteigerung. Nähere Auskunft über das vorbezeichnete Holz crtheilt auf Verlangen der Großh. Forstwart Klöpper zu Glaubzahl. Nidda, den 7. April 1885. 2610 Großherzogliche Oberförsterei Nidda. In Erledigung Kutsch, Forst-Assessor. Frühjahrs-Markl zu Allendorf a. d. Lumda am ST. 11 33. April I. J. verbunden mit Prämiirtmg am 22. April von Fohlen, Rindvieh, Schweinen n. Schsfvieh, Verloosung am 23. April von Rindern, Kälbern, Schweinen u. Schafen. Bereits prämiirteS Vieh kann nicht nochmals prämiirt werden. Ausführliche Bekanntmachungen hierüber haben wir bereits erlassen, nehmen Bezug hierauf und bitten den Markt auch diesmal wieder recht zahlreich besuchen zu wollen. Allendorf a. d. Lumda, am 7. April 1885. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. _________________ Bieber.__2582 2519 Zwei tüchtige Schreinergesellen | 2589 Ein braves Dienstmädchen wird auf dauernde Arbeit gesucht. I zu miethen gesucht- Zu erfragen Herrn. Koch, Schreinermeister. | Neustadt 24. Als Specialartikel empfehle ich in bester Qualität: Schmiedeiserne Roststäbe für Kesselfeuerungen aller Art, Bäckereien, Kalkbrennereien re. Außerdem liefere ich den gesetzlichen Vorschriften entsprechende Tonnen für Abortanlagen und besorge auch auf Wunsch deren Aufstellung rasch und pünktlich. Karl M ay, 2605 Westanlage 11. Canadische Prolific-Gerste das ausgezeichnetste, was bisher an Gerste gezüchtet wurde; sie ist sehr robust, gegen nasses und kaltes Wetter nicht empfindlich und gedeiht auf jedem Gerstenboden. Ihre hervorragenden Eigenschaften qualificiren sie zur Brauergerste 1. Raiiges- Sie bringt einen um V3 größeren Ertrag wie jede andere Gerstensorte, während zur Aussaat 1/4 weniger verwandt werden muß. Originalsack ä 100 Kilo 80 Mark, 1 Kilo 1 Mark 80 Pf. incl. Sack franco nach allen Bahn- resp. Poststationen gegen Nachnahme oder nach Einsendung des Betrages- Jllustr- Katalog gratis und franco. Berger & Co., Samenhandlung Kötzschenbrodü-Dresden____________ Manzenkübrl empfiehlt 2005 Louis Lony, _____________Marktstraße 23.______ Frübgemüse-Pflanzen empfiehlt 2606 Friedrich Georg, _________________Handelsgärtner. 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April, Abends >,29 Uhr Promeimde- * Swiiiiiminiliäiige unk» sowie 2397 sind in grossen Sendungen wieder neu eingetroffen. S. Weimersheim Nachfolger 2602 2542 Ein erfahrenes Dienstmädchen 10 4. 8 Uhr OUL Sous. 2 Bismarckstraße 14 HL nähme, — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Piektch) in Ließen. Redaction: A- Sckeyda. aufmerksam zu machen. 2596 2549 Ein braver Junge vom Lande wird als Hausbursche gesucht im Darmstädter Haus. im DereinSlokal. Tagesordnung: Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr 1884/85 Rechnungsablage. Hochachtungsvoll Karl May Meinm wcrthen Kunden zeige ergebenft an, daß die schwarzen seidenen Handschuhe und Rüschen, mntnib liche Wasche, sowie alle Farben in Wolle, Spitzen, Seiden und Blonden, Spitzen mir und ohne (^old, auch ein Posten Sammetrester und seidene Refter angekommen sind. Diese Sachen werden alle mir von Morgens 9 Uhr bis Mittags 2 Uhr abgegeben, da wegen zu großem Andrang der Verkauf am Nachmittag ntd't (»■ 15 ■?* 3L W 15! (%. 15! Gieße' Aermiettzungen. 2600 Ein möbl. Zimmer mit Eabinet, sowie ein möbl. Zimmer obne Eabinet zu vcrmietben- Ludw. Orth, Neuen Baue 11- 2584] Möbl. Zimmer mit Klavier, pro Monat 15 JL, Bahnhofstr- 50, Mansarde. 2490] Möbl. Zimmer zu vermicthen- -jfceittr. Hollmann, Neuen Baue 17. 2569 Ein schön möblirtes Zimmer mit Eabinct zu vermiethen- Neuenweg 22. 1444 EiHamilienlogis mit allem Zubehör zuverm. Jacob Dörr, Mühlgasse. ""1912 Wallthorstraße 6: Laden mit LogiS zu vermiethen. Gießen, 8. April 1885. 2604 Kauten. Kranken- u. Begrabnlsskasse zu Giessen. SawStag deo 11. April er., Abend« 8'/, Uhr, im Frankfurter Hof OestenUiche Versammlung behuss Gründung. Tagesordnung: 1) Verlesung des Protocolls über die Versammlung vom 30. Mär; und Bericht der eingesetzten Commission. 2) Vorlage, Berathung und Abstimmung über den Statuten-Entwurs. 3) Nach eventueller Genehmigung schriftliche Beitrittserklärung. 4) Wahl eines provisorischen Ausschusses und Befugnisse desselben bi* zur ersten Generalversammlung. Da die Genehmigung von der Zahl der bei Gründung Vcitretenden mit» abhängt, werden im Interesse der Sache alle Geschäftsinhaber und Handlungsbeflissene zu reger Betheiligung eingeladen und erstere insbesondere ^gebeten, chr Personal aus die Versammlung und den Nutzen der Krankenversicherung welches gute Zeugnisse besitzt, wird Anfangs Mai zu miethen gesucht Näheres bci H. Hochstätter, am Brand- 2566 Ein Kindermädchen formt gesucht. Frau (*• A. Keller, Wetzsteingasse 48. 2580] Gut möblirte Zimmer in ruhiger freier Lage zu vermiethen. Riegelpfad 12. 2586 Eine Familien-Wohnung, beft a. 8 Zimmern nebst Mägdeft. u. s. Zubehör, sowie Benutzung des Bleichplahes und Gartens, zu vermiethen. 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