neu. 'mächtigen int ft __------ ahrplan. «äSRÄ ,rM« ! statt. 1630 F, 8"' 495 12$, 5 , i/j 8wf- Mss- y, gto/ (bis Dleh)- *30 830*, ye' 12' ttvr 5 ' . n .,»,»**** SR.« >» yi» F ..|.^S*” MA??: lw 1 j 0^ fforöenms. Ersuche Jeden, dn con to i Mannes LchmanvUXn Lteinberg, etwas zu soüm alb 8 Tagen eine Mj» tozureichen, sonne alle W dabin an den Unterzeichnt "rn.den6.Mz » Jacob Nr. SS. Dienstag den 10. März 1SSS Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ' Schulstraß-7. Erscheint täglich mit Ausnahme des M-Mags. Amtlicher HßeLk 1b Gießen, den 7. März 1885. Betreffend: Das Landgestüt, hier den Abgang der Landgestütsbeschäler auf die Landgestütsstationen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wie beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen, daß die Landgestütsbeschäler für die Landgestütsstationen Berstadt, Butzbach und Grün berg abgegangen find. Dr. Boekmann. Deutschland. —L Darmstadt, 7. März. Die »Außerordentliche Sitzung- der II. Kammer der Landstände am 6. März diente zur Beantwortung einer ziemlichen Anzahl aus der Mitte des HauseS eingelaufener Interpellationen. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation des Abg. Tecklenburg, betr. das BettreibungSoerfahren bd Spar- und Leihkaffen. Dieselbe wird vom Staatsminister Finger dahln beantwortet, daß dieses Verfahren nur auf dem Wege des Gesetzes Regelung finden könne und demnächst auch berückfichttgt werde. ES folgt die Beantwortung der Interpellation deS Abg. Theobald und Genossen, dir Concurrenzverhältntsse der Hessischen LudwigSbahn betr. und läßt fich die Regierung durch Ministertalpräsident Weber folgmdermaßen vernehmen. Sie erkenne vollständig die volkswtrthschaftltche und nationale Bedeutung an, welche eine Regelung dieser Frage bedinge und werde mit aller Energie und allen möglichen Mitteln dahin streben, die Jntereffen des Landes wie die der Hesfischen LudwigSbahn za wahren- Auch glaube sich die Regierung der Hoffnung hingeben zu können, daß der Tarffkrieg zwischen den Eisenbahnen dahin führen werde, daß man Mittel und Wege suche, diesem Mißstände abzuhelfen. Abg. Wolfs kehl weist an der Hand aktenmäßigln Materials nach, wie man preußischer Seils gegen die Hessische LudwigSbahn vorgehe und ihr gewissermaßen die besten Adern dadurch unterbinde, daß man den Gütertransport nicht mehr über die Lmien der Hessischen LudwigSbahn, sondern auf Umwegen, unter Meldung dieser Strecke, an ihren Bestimmungsort führe. Hier sei die Willkür der preußischen Regierung wieder einmal klar zu Tage getreten. Wie eS jetzt in Heffen geschehe, würde eS sehr bald auch ta Bayern und Baden nachfolgen, wenn die hessische Regierung nicht Schritte thue, damit diesen bedauerlichen Zuständen ein für allemal ein Ende gemacht werde. Bet der Lage der Sache sei das Sprichwort „Du bist klein und ich bin groß und folgst Du meinen Anordnungen nicht willig, so brauche ich Gewalt" vollständig am Platze. Abg. Osann glaubt, die nächste Ursache der Maßregel der preußischen Regierung seien die Verkehrsverhältn sie und die Tartfbestimmuug auf dem Güterbahnhof Gustavs- burg gewesen, in dem der Güterverkehr ein ganz enormer gewesen sei. Ministertalpräsident Weber ertheilt nochmals die Versicherung, daß die Regierung Metz das thun werde, was sie zu thun für möglich und recht halte, glaubt aber eben noch keine weitere Mtttheilung machen und die Schritte darlegen zu können, welche sie in dieser Sache zu thun beabsichtige. Sie hält ein Entgegenkommen des Kgl. Preuß. Etsenbahnmivisters in dieser Angelegenheit für sicher und gibt sich der Hoffnung hin, daß die Interessen des Landes wie die der Hessischen LudwigSbahn aus den Verhandlungen mit Glück hervorgehen werden. Diese Erklärung findet freudigen Widerhall im ganzen Hause. Hierauf erledigte fich die Interpellation des Abg. v. Wedekind und Genossen, die Anlegung eines S den von der Regierung proponirten Betrag von jährlich 168,142 M tn Einnahme vorzusehen, einstimmig angenommen. Tttl 3, „Stempel und Gertchtsgebühren". Abg. Osann erklärt die Bemerkungen des H-rrn Berichterstatters, als spielten in den kleinen Processen die Reiseentschädigung des Anwalts, die Gebühren desselben eine hervorragende Rolle, denn es überschritten diese Kosten den Werth des Streitobjects, insofern für gerechtfertigt, als auch er die jetzigen Gebühren für Anwälte in kleinen Processen für zu hoch, aber bei großen Streitobjecten zu klein findet. Abg. Jöckel bespricht die Unrichtigkeit dieser Auffassung, ist der Meinung, daß derartige Besprechungen tn diesem Hause den Stand der Anwälte herabsetze und verwahrt sich gegen die im Ausschußbericht besprochenen Defiderien; die Kosten der Anwälte seien kaum dem Bedarf angemeffen. Es sprechen noch für die Verminderung der Anwaltdgebühren die Abgeordneten v. Rabenau, Schröder, Franck und wird dieser Titel nach dem Antrag des Ausschusses genehmigt, also die zu diesem Titel vorgesehene Summe von jährlich 1,344,000 JL in Einnahme gestellt. Titel 4—6, „Eichgebühren", „Erbschafts- und Schenkungssteuer", „Abgaben von Hunden und Nachtigallen", finden nach den Anträgen des Ausschuffes mtt 11,700 440,000 JL. und 130,090 J4 Annahme. ES folgt Kap. 6, „AuS Reichssteuern", Kap. 7, „Geldstrafen", Kap. 8, „Verschiedene Einnahmen", Kap. 9, „Aus den Ueberschüssen der Hauptstaatskaffe", und finden sämmtliche Kapitel Annahme ohne Debatte. Hiermit ist die „Einnahme" erledigt. Es folgen „Außerordentliche Einnahmen und Ausgaben" und steht zunächst Kap. 122, „Territorial.Fluß- und Dammbau" und die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, den Staatsvertrag mit der Königl. Preußischen Regierung wegen Regu- ltruvg der Rheinstromstrecke zwischen Mainz nnd Bingen zur Berathung und Beschluß- sassung. Za Titel 1, „Regulirung der Rheinstromstrecke zwischen Mainz und Bingen", bemerkt Abg. Schröder, Großh. Regierung möge in Betracht ziehen, daß der Rhein tn dem Theile oberhalb Mainz nicht durch die Veranlagung von Buhnen und Krippen geschmälert werde und daß die dort stattfindende Versandung ohnehin ihr Theil dazu beiträgt die Schifffahrt zu beeinträchtigen. Er bittet, wenn möglich, um Abhülfe. Ministerialpräfident Weber verspricht Berücksichtigung der soeben angeführten Wünsche Seitens der Regierung und wird dieses Kapitel nach dem Anttag des Ausschusses angenommen. Titel 2, „Fortsetzung der Rheincorrection zwischen den Profilsteinen Nr. 28—31 in der Gemarkung Ibersheim", und Titel 3, „Errichtung eines SchutzdammeS gegen Main-Ueberschwemmungen in der Gemarkung Klein-Auheim"^ finden ohne Debatte Annahme. Desgleichen Kap. 123, „Eisenbahnen", Kap. 124, „Reiseunterstützung an daS Baupersonal zur Vornahme wissenschaftlicher Studienreisen", Kap. 125, „Zur Ergänzung des StaatSdomanialvermögens", Kap. 114, „Erlöse aus veräußerten Staatsdomänen", Kap. 115, „Rückzahlungen auf Ausleihungen der Hanpt- staatskass e", Kap. 116, „Aus den Ueberschüsftn der Hauptstaatskasse", Kap. 117, „Verzinsung und Tilgung der Staatsschuld". r r Kap. 118, „Bedürfnisse des Großh. Hauses und Hofes". Abg. Osann erklärt Namens des Ausschusses, daß derftlbe nach wie vor auf seinem Standpunkt beharre und nicht anerkenne, daß den Prinzessinnen aus dem Hause Hessen an den Staat irgendwie ein directes Recht auf ein Hetrathsgut, wie z. B- die letzte Anforderung im Betrage von 20,000 JL zuflehe. Der Ausschuß sei jedoch der Ansicht, wie die Verhältnisse dermalen ausnahmsweise liegen, daß namentlich in Anbetracht der Verheirathung der beiden ältesten Töchter Sr. König!. Hoheit des Großherzogs demselben hierdurch außergewöhnliche, nicht unbedeutende Kostm erwachsen seien und das Land einen außergewöhnlichen Beitrag zu leisten, sich nicht entschlagen werde. Es beantrage der Ausschuß Verwilligung der Summe von 34285 71 L- , Ministertalpräsident Weber präcisirt den Standpunkt der Regierung, wonach dieselbe den Rechtsanspruch der Prinzessinnen des Großh. Hauses auf die herkömmlichen, hausrechttichen Total-Gelder anerkennt und auf den Inhalt der Denkschrift vom 24. Januar 1866, welche den Ständen überreicht wurde, Bezug nimmt. Das Kapitel findet mit Majorität Annahme. Kap. 119, „Centralbauwesen im Restart der Sectioa für innere Verwaltung" Kap. 120, „Cmtralbauw seu im Ressort der Scction für Justizverwaltung", Kap. 121 E3BB Kirchliche Antigen der evanget. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Phi- lipperbrief Kap. 2, 1—11. Pfarrer Dr. Naumann. ______________ '„Hofbauwesen-, Titel 1, finden die Genehmigung der Kammer. Titel 2, „Erneuerung der verrosteten Brunnenleitung bet dem Großherzogl- Jagdschloß Wolfsgarten". Abg. Schröder findet die dafür angrsorderte Summe von 31,590 M in Anbetracht der kurzen Zeit der Anwesenheit des Großh. Hosts daselbst als eine ganz enorme und bittet Großh. Regierung, den Wasserbedarf durch Fuhrwesen zu decken. Mtntsterialpräsident Weber zieht nach diesen Ausführungen die Vorlage zurück und wird dieser Titel gestrichen. Nächste Sitzung Dienstag den 17. März. Berlin, 8. Marz. Aus der Sitzung der Holzzoll-Commission vom Samstag Abend wird uns berichtet: Nach den Beschlüffen der ersten Lesung soll der Zollsatz für geschnittene Fouruiere 9 JL (gegen 6 JL bisher), sowie für hölzerne Möbel rc- 14 M (gegen 10 betragen. Diese Bestimmungen fanden auch das Etnverständntß der Commission in zweiter Lesung. Bezüglich der Zollvergütung, über welche man sich bet der ersten Lesung für die Abfälle bet der Bearbeitung von Bau- und Nutzholz in Prtvattransitlägecn geeinigt hatte, wurde von deutschfretsinniger Sette dte Nothweudigkett betont, durch das Gesetz selbst Bestimmungen über dte Höhe der Vergütung zu treffen. An der Ausführung deS Sperrgesetzes seitens deS BundeSraths möge ermessen werden, ob eS rathsam sei, dem Bundesrathe solche Bestimmungen einseitig zu überlassen. DaS Gleiche wurde auch von conservrttoer Seite betont; es sei zweckmäßiger, dem BundeSrathe feste Anhaltspunkte zu geben. Die Commission entschied sich auch dementsprechend Mit allen gegen 3 Stimmen, trotzdem daß die Vertreter der Regtrung das Ersuchen stellten, nur eine prtncipielle d^^m^Subcommtssion, dte mit der Fixirung der Bestürmungen über die Höhe der Vergütungen beauftragt wurde, trat sofort zusammen und einigte sich über folgenden Antrag: k Für Abfälle, welche bei der Bearbeitung von Bau- uH Nutzholz in den Transit- lägern entstehen, tritt, wenn die Hölzer in das Ausland c-uSgeführt werden, ein entsprechender Nachlaß an dem zur Last geschriebenen Zoll ein. Derselbe beträgt 1) für Säge- und Schntttwaaren, ein- und mehrseitig in der Richtung der Richtung der Längsachse geschnitten a) in der ganzen Länge gleich dick und breit . 33^3 pCt. b) nicht gleich dick oder breit .... 20pCt. 2) für ungesäumte Bretter.....2OpCt. 3) in allen übrigen Fällen.....7^/gpCt. Die nächste Sitzung der Holzzoll Commission findet am Montag statt. Leipzig, 7. März. Im Landesverraths'Proceß haben die öffentlich verkündeten Urtheilsgründe ergeben: Janssens lebte vom Jahre 1878 bis 1882 in der Rheinprovinz, hauptsächlich in Köln, als Generalagent des französischen Kriegsministeriums, um militärische Geheimnisse auszukundschaften; er hatte eine Anzahl Unteragenten, darunter zwei Söhne, die in Wesel, Köln, Koblenz und München wohnten. Von Unterosficier Mester beim Bezirkscommando in Deutz verschaffte er sich Abschrift der Mobilmachungs-Instruction des 8. Armee-Corps für etwa 80 den Sergeanten Schneider in Düffeldorf bestimmte er gegen ein Geschenk von 500 Jl., die Beilagen der Mobilmachungs-Instruction des 7. Armee-Corps zu liefern. Dieselben wurden während der Abwesenheit des Divisions-Generals mittelst nachgemachter Schlüffel, die Janssens lieferte, aus Schränken entwendet. Andere Agenten waren beauftragt, Abzeichnungen, Festungspläne, sowie Mobilmachungspläne des 5. und 11. Armee-Corps und des bayerischen Heeres zu beschaffen. Der Agent van Esse theilte seine Kennt- niß von den Umtrieben Janssens dem Berliner Polizeipräsidium mit. Als Janssens hinter den Verkehr van Esse's mit der Berliner Polizei kam, offerirle er Letzterem die Namen der von ihm Verführten, die falchen Schlüssel und andere Beweismitel zum festen Preise von 1200 Frcs. Bezüglich des Angeklagten Knipper ist der Beweis nicht erbracht, daß er von beabsichtigten und der erfolgten Bestechung der Soldaten gewußt. Oesterreich. < Wien, 7. März. Abgeordnetenhaus. Gegenüber Bemerkungen Schö- nerer's über das Verbot einer Versammlung In Schlesien sagte der Ministerpräsident Graf Taaffe, die Beamten hätten die einfache Instruction, nach dem Gesetze zu handeln. Er trage aufs Strengste Sorge dafür, daß bei Amtshandlungen niemals Partei-Anschauungen zum Ausdruck kämen. Graf Taaffe hob ferner, gegenüber Bemerkungen über den Statthalter von Böhmen, hervor, daß die Regierung mit voller Beruhigung und Befriedigung die Verwaltung Böhmens in diesen guten, vertrauenswürvigen und festen Händen wisse. Im Verlause der Debatte legte der Polizeipräsident dar, daß die Einführung von Ausnahms-Bestimmungen dringend geboten mar; er verwies auf die gegenwärtig in Wien herrschende Ruhe im Vergleiche zu den vorhergegangenen Jahren. — DaS Sub-Comitä des Gebühren-Ausschuffes legte eine neue Gebühren- Rovelle vor. Die Bestimmungen über die Börsensteuer bleiben unverändert. Kaufmännische Correspondenzen bleiben gebührenfrei. Wien, 7. März. In Karmin wurden bisher 65 Leichen herausgebracht. Manche Leichen waren gänzlich verbrannt, andere unversehrt. Die Todten sind zumeist in derselben Stellung gefunden, in der sie gearbeitet hatten. Nach Annahme der Aerzte haben die Unglücklichen einen plötzlichen Tod gefunden. Zwei Drittel der Verunglückten waren verheirathet. — Professor Süß vermuthet, daß die Explosion durch Entzünden von Kohlenpuloer entstanden sei. Zur Zeit der Explosion wurde an dem Wetterschachte eine mehrere Meter hohe Feuerfäule wahrgenommen. Die Angaben über die Zahl der Verunglückten differiren. Wahrscheinlich sind es 104. — Das Sub-Counts des Eisenbahn-Ausschusses beantragt in seinem neuen Referate über die Nordbahn eine Dividende von 105 st. und Theilung des Gewinn-Ueberschusses zwischen Staat und Bahn. (Fr. Ztg.) IrarrLreich. Paris, 7. März. Die Bureaux des Senats wählten eine Commission für den Zolltarif auf Cerealien. Sechs Mitglieder der Commission sind der Regierungs-Vorlage günstig, drei sind für höhere Eingangszölle, als beantragt ist. — Gegen 20 Ausländer ist wegen ihrer Betheiligung an den jüngsten HandsL und Verehr. Grünberg, 7. März. (Fruchtpreise.) Weizen M 18.70, Korn JL 16.40 Gerste M 16.20, Hafer JL 15.00, Erbsen JL 00.00, Linsen M 00.00, Lein JL 00.00, Samen JL. 00.00, Kartoffeln JL 0.00, Wicken 00.00. Frankfurt, 7. März. Auf dem heuttgen Markt kostete der Centner Heu „M 2.70—3.20, Stroh M 1.90—2.20, Eier das Hundert M 5.40—7.50, Butter 1. Qualität M 0.90, 2. Qualität M 1.10, Kartoffeln per Centner JL 2.00—2.25, Kohlrabi 3-0 H pr. St., Erbsen 100 Kg. 22.00—30.00 M, Rothkraut pr. St. 2O-3O Huhn tAL 1.50—2.00, 1 Ente M 2.00—3.50, 1 Taube 40—60^, Hahn 1.90—2.50, Gans M 6-10.00, Welsche M 5.00-10.00. Telegraphische Depeschen. Wolff s lelegr. Correspondeirz-Birreair. Berlin, 8. März. Fürst Bismarck leidet, der „Nat.-Ztg." zufolge, an rheumatischen Schmerzen, die ihn arsts Zimmer fesseln. Gras Herbert Bismarck kehrt heute oder morgen hierher zurück. Paris, 8. März. Eine Meldung des Generals Briöre de ttJsle wiederholt, daß er am 3. ds. in Tuyenquan angekommen sei, und fügt hinzu, daß er in einem DeM vorwärts Tuyenquan auf die Schwarz-Flaggen und die Armee von Dünnan in stark verschanzter Stellung gestoßen fei, mit der er einen heftigen Kampf bestanden habe. In der Nacht vorher habe der Feind die Belagerung aufgehoben. Die französische Besatzung von Tuyenquan habe nach Oeffnung einer Bresche sieben Sturmangriffe ausgehalten und dem Feinde große Verluste" zugefügt. General Negrier habe die chinesischen Forts an der Grenze, sowie bedeutende Mengen von Munition und Magazine zerstört. — Wie dem „Temps" aus Hanoi von heute gemeldet wird, sind die chinesischen Verschanzungen vorwärts Tuyenquan erst nach zweitägigen Kämpfen genommen worden. Die Chinesen, welche den hartnäckigsten Widerstand leisteten, wurden vollständig geschlagen und erlitten sehr bedeutende Verluste. Havanna, 8. März. Acht Banachen und vier andere Insurgenten sind gestern in Santiago erschossen worden. Buenos - AyreS, 8. März. Der Finanzminister der argentinischen Republik, de la Plaza, hat sein Entlassungsgesuch eingereicht. Der Präsident hat dasselbe angenommen. Rein seidene Stoffe Mk. 1. 35 Pf. per Meter, sowie h M 1. 80 $ und 2. 20 bis 9. 80 (farbig, gestreifte und carrirte Dessins) ver- fenbet in einzelnen Jioben und ganzen Stücken zollfrei in's Haus das Setden-Fabrik- D^pbt von 6. Henneberg (Königl. Hoflieferant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H nach der Schweiz. 35 öffentlichen Kundgebungen vom PoliZestPräfecten die Ausweisung verfügt roorben- Darunttr sind 16 Deutsche, 2 Italiener, 1 Pole und 1 Russe. England. London, 7. März. Ein Connnuniquö des Kriegsministeriums Demen» Lirt das Gerücht, Wolseley's Gesundheit sei angegriffen. Dieselbe sei vielmehr vollkommen zufriedenstellend. Aegypten. Kairo, 7. März. In Folge der Weigerung des englischen Präsidenten des Gesundhettsrathes, Die durch Den letzteren vorgeschlagenen Maßregeln zur Berathung zu stellen, werden die General-Consuln fordern, daß die Regierung den Präsidenten zur Befolgung des Reglements anhalte. Berlin, 7. März. sReichstas.s In der heuttgen außerordentlich spärl'ch besuchten Sitzung deS Reichstags gelangte zuerst bk Novelle zum Retchsmtlitärgesetz zur endgültigen Annahme. Sodann wurde dte dritte Berathung dcS Etats fortgesetzt und zu Ende geführt. DaS in der zweiten Lesung verworfene Post-Dtenstgebäude in Weißenfels wurde heute, nachdem fick dte Nattonalliberalen, entgegen ihrem früheren Votum, dafür erklärt, bewilligt. Ein Betrag von 10000 der zu Vorarbeiten für daS Project des Baues eines KadettenhauseS in Stolp bewilligt worden war, wurde auf Antrag deS Abg. Rickert mit der Einschränkung bestätigt, daß dteEntschetdung, ob tn Stolp oder wie bisher In Kulm, eine offene bleiben solle. Bet der Position Zölle führte eine Bemerkung deS Abg. v. Christen über dte schwierige Lage der Hufnägelschmiede zu einer ziemlich lebhaften Debatte hierüber, wie über dte Etsenzölle tm Allgemeinen. Dte Abgeordneten Richter und Löwe konnten sich dem Abg. v. Kardorff und dem Staatsmintster v. Bötticher gegenüber darauf berufen, was sie 1879 voraus- gesagt hatten. Abg. Graf Hocke beschwerte sich, daß die Steuerbehörde auf ein gänzlich unbegründetes Gerücht hin dem Besitzer einer Zuckerfabrik Im Oderbruch die Steuercredtte entzogen habe und später selbst das Unbegründete ihres Vorgehens zugegeben habe. Ftnanzmtutster v. Scholz fand danach das Procedere der Steuerbehörde ganz correct und wteS die Beschwerde energisch zurück. Eine Resolution an dte RetchSregierung wegen Beschränkung deS Postorrkehrs am Sonntag wurhe. nachdem sich Staatssecretär Stephan dagegen erklärt hatte, gegen dte Stimmen deS Cevtrums abgelehnt. Zur Begründung des Antrags AuSfeld wegen der Ausführung des Sperr- gesetzeS und etnzuführenden Erleichterungen, führte Abg. Meyer aus, daß in Zollsachen ein Klagerecht vorhanden sein müsse, wie dies auch In Erkenntniffen des Reichsgerichts als Grundsatz aufgestellt sei; an drr Hand verschiedener Spectalfälle krtttstrte der Redner dte Instructionen, die der Bundesrath bezüglich deS Sperrgesetzes erlossen und behauptete, daß der vom Bundesrath geforderte Nachweis niemals erbracht werden könne. In Bezug auf einen angeführten Spectalfall, der das beinahe Unmögliche der bestehenden Verordnung bewies, erklärte Finanzmtnister von Scholz, über die getroffenen Vorschriften nicht htuwegsehen zu können, resp. dazu nicht ermächtigt zu sein. Darauf wurde die weitere Berathung bis Montag vertagt. Nußbaumholz. Einige Wagenladungen Nnßbaumdielen werden zu kaufen gesucht. J. C. Otto’s Möbelfabrik, 1646 Fürth i. B. Allgemeiner Anzeiger. 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FreiherrlicheOberföch VttHeigt ... von faelsCarteu seit langen Jahn Nnugung§eta6Iiffemen Eten genannt, in ick i fe'r».= uni> KM jedem SJ mit teic tuffa wS'J’®1'' 'm Qartee B”* K'LgZr !!«6ier das beinahe Unwöglch Wt von Scholz, übtt resp. dazu nicht ermSchtlg», vertagt. B§EKNWtMKiHNNg. Die Lieferung des für das Bürgerhospital in der Zeit vom 1- April d. I. bis 31. März n. I. erforderlich werdenden Bedarfs an: Ochsenfleisch, Schweinefleisch, Schweine- und Nierenfett, Wurst, Brod, Wecken, Kuchen, Mehl, Milch, Bohnen, Milch, Bohnen, Erbsen und Linsen, sowie die Fertigung der Särge für die auf Kosten der Armenkasse beerdigt werdenden Personen soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Offerten sind bei Herrn Armenkafferechner Laub er, bei welchem die Lreferungs- bedingungen eingesehen werden können, bis zum 16. d. Mts. verschlossen einzureichen. Gießen, am 7. März 1885. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. A. Bramm- __ VrrftkMkung von Wenzel s Garten in Giessen. 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Wau- und Nutzholz: Ein kräftiges Mädchen vom | 1666 Ein Mädchen, im Kleidermachen - 1 und Flicken geübt, sucht Beschäftigung. | Näheres Schützenstraße 14. Aspe v Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr an der Abfahrt in dem Distrikt Stoll auf der Straße von Appenborn nach Weitershain statt. Bemerkt wird, daß das im Distrikt Rangen sitzende Holz von Nachmittags 1 Uhr ab zum Ausgebot kommt. Papiermühle, am 7. März 1885. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Ebel. 1 m. 1870, Korn "-Ä 00.00, ntn «/"* Vieh= uui) Rrämermarkt zu Allerastorf an der® Lumda KM 11. Mär? 1. Z. Mt Bezug auf unsere bereits erlassene Bekanntmachung vom 24. Februar l. I. erlauben wir uns die Herren Landwirthe sowie die Herren Metzger, welche Ankäufe zu machen haben, nochmals darauf aufmerksam zu machen, daß nach erhaltenen Anzeigen der wirkliche Auftrieb an Schafen reiner Raffe und verschiedener Gattung ein bedeutender fein wird. Allendorf a. d. Lumda, den 8. März 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Bieber. 1661 Schlösser Carl Noll im Alter von 34 Jahren von seinem schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 8. März 1885. 1664 Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Flügelsgasse 6) aus statt. empfohlen. 1668 . 1674 Seltersweg. 1676 1654 Ein Schmierkäfebrod liefen ! geblieben. Abzuholen Wirtschaft Grün- ' bergerstraße 15. in ZU Zur Smfsu empfehle meine Sämereien guter keimfähiger Waare billigst gestellten Preisen. Friedrich G-eors 1663 Ein anständiges junges Mädchen von außerhalb sucht vom 1. April Stelle als Verkäuferin. Näheres in der Exped. d. Bl. Carl Weidig Wwe., Cigarrenfabrik. €)• <*. Kleinheit^ Kreuzplatz 1. Bestellungen auf Fische nod Geflügel zum Allerhöchsten Geburtstag Sr. Majestät des deutschen Kaisers bitte rechtzeitig machen zu wollen; Gleichzeitig hatte mein Lager Conserv-rter Früchts und Gemüse 1662 Am Sonnabend den 7., Abends kurz vor 7 Uhr, wurde auf dem Seltersweg oder auf der Frankfurterstraße ein silbernes Armband verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, es gegen gute Belohnung abzugeben. Wo? sagt die Exped. b- Bl. BekarmtwachNng. Nächsten Mittwoch d«n 11. März, Abends 8 Uhr, findet Generalversammlung des Credit-Vererns zu Heuchelheim E. G in dem Saale des Wirth Wilhelm Sleinmüller statt. Tagesordnung: Abhör der Rechnung re. *671 Der Vorstand» Entlaufen § ein junger schwarzer Wachtelhund, mit gelben Abzeichen an Kopf, Brust und Läufen. Er trägt ein ledernes Halsband mit Marken-Nummer 1308. Finder wird gebeten, denselben gegen Belohnung ab- zugeben Schillerstraße 9. Eine Kaute Mist zu verkaufen. 1350 Jakob Dörr, Gr. Mühlgaür. ,1659 Für Gießen und Umgegend wird der Meinoerfimif eines sehr lohnenden Bedarfsartikels einem soliden Geschäfte der Metallwaaren- branche, oder einem tüchtigen Agenten übertragen. Offerten unter A. 6788 an Rudolf Moffe in München erbeten. Kriegerverem Gießen, yy Die Beerdigung des Kameraden Noll findet morgen Nachmittag 3 Uhr statt. Zusammenkunft V23 Uhr im Lindenhof 1675 Mr Stotternde. Ende März werden wir in Cassel einen Kursus f. Sprachleidende eröffnen. Unsere Methode ist neu u. allseitig u. berühr auf d. neuest. Wissenschaft!. Forschungen u. prakt. Erfahrungen. D. Ursache des Stotterns wird beseit- u- damit eine gewandte u. sich. Sprache schnell gewonnen. D- leitend. Grundsätze haben wir in d- verschiedenst. Zeitschriften u- kurz in uns. Prosp. dargelegt. (S. d- Reichs- Medicinal-Anz. Nr. 3, Jahrg. 8; die Blätter f. Belehr, und Unterh. Nr. 8 in Halle a/S. vom v. I.; Allgem. Deutsche Lehrerzeitst. Nr. 9). Wer nicht geheilt wird, zahlt nichts. 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