Dienstag den 10. Februar 1886 Rr. 3M iebener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. , ,, . , .. - ■. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf mit vringerlohn BurtflU : echulstraße 7. €rf<$emt täglich mrt br. Montckgs Lurch die Pest besäen viertelfabrlich 2 Mark 50 bi. Amtlicher Iyeit. Bekanntmachung. Nachdem Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz dem (Süffelet Pferdämarkt-Comit4 die Erlaubniß zum Vertriebe von 500 Loosen a 3 für die am 3. Juni l. I. zu Cassel stattstndende Verloosung von Pferden rc. in den Kreisen Gießen und 'Alsfeld ertheilt hat, wird dies hierdurch zur öffentlichen Kemttniß gebracht. Gießen, am. 7. Februar 1885. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Fevtschland. Darmfiadt, 7. Februar. Se. König!. Hoheit der Grobherzog haben Lllergnädigft geruht: Am 28. Januar den Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Mainz, Dr. Johann Maneseld, aus sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Geiundheit in den Ruhestand zu versetzen; an deins. Tage den Lehrer an der Bictoriaschule und dem Lehrerinnen- Seminar zu Darmstadt, Dr. Eduard Körner, zum Lehrer an dem Real' gymnastmn und der Realschule zu Mainz mit Wirkung vom 1. April d. Js. an zu ernennen. Darivstadt, 7. Februar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute den Obersten und Jnspecteur der 3. Jngenieur-Jnspection v. Krause, den Major z. D. Winter aus Gießen, den Premierlieutenant Harseim vom 4. Großh. Infanterie - Regiment (Prinz Karl) Nr. 118, den Gymnasiallehrer Sommer ans Bensheim; zum Vortrag den Geh. Staatsrath Hallwachs. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 4. Februar den Landgerichtsrath bei dem Landgerichte der Provinz Rheinheffen, Karl Theodor Walter, zum OberlandeSgerichtsrathe — sowie den Landgerichtsrath bei dem Landgerichte der Provinz Rheinheffen, Adolf Lipp old, zum OberlandeügerichtSrath bei dem Oberlandesgerichte — zu ernennen. Berlin, 7. Februar. In der Bejchwerdesache des ausgewiesenen Zei- tungS-Berichterstatterü Alwm Böhme gegen das Polizei-Präsidium hat das Oberoerwallungsgericht die Entscheidung des Bezirksausschusses, welcher sich für incompeteut erklärt halte, bestätigt. Atel, 7. Februar. Bei der Taufe der Kreuzer-Korvette „Alexandrine" begrüßte Prinz Wilhelm dieselbe im Namen des Kaisers als neuestes Mitglied der Marine und fügte hinzu: „Möge dir vergönnt sein, in fernen Meeren des Reiches Banner mit Ruhm zu tragen, zur Freunde Schutz, zur Feinde Trutz, zu Reiches Wehr, zu Kaisers Ehr'." Straßburg, 7. Februar. Der Landesausfchuß überwies die Vorlagen über das Hypothekenwesen, den Erwerb und die Belastung von Grundstücken und die Einführung eines Grundbuchs nach zweitägiger Debatte einer Special- Commission. Aravkreich. Pari-, 7. Februar. Eine Depesche Courbet's aus Keelung vom 3. Febr. meldet, daß die neuen Positionen in der Nacht vom 31. Jan. auf den 1. Febr. von 1 bis 2000 Chinesen angegriffen worden seien. Der Feind wurde nachdrücklich zurückgcschlagen mit einem Verlust von mehr als 200 Todten, worunter ein europäischer Osficier und mehrere Mandarinen sich befanden. Die Verluste der Franzosen betragen einen Todten und einen Verwundeten. Die Chinesen haben vom 25. Januar bis zum 1. Februar 700 Todte und Verwundete verloren. England. London, 7. Februar. General Wolseley'erließ am 23. Januar folgende Proklamation an die Notabeln und die übrigen Einwohner von Metammeh und der benachbarten Ortschaften: „Die englische Regierung entsandte mich mit einer Armee, um den Frieden herzustellen, nicht Steuern zu erheben oder Jemanden BöseS zuzusügen. Zch werde alle nöthigen Lebensmittel bezahlen und die Versprechungen Gordon'S ausführen. Wir werden nur Diejenigen strafen, welche es verdienen, und fordern Alle auf, sich zu unterwerfen und nicht auf böSidillige Rathgeber zu hören. Kommt in's Lager, um die Officiere zu besuchen; Niemaud wird Euch mißhandeln, weder beim Kommen, noch beim Gehen." — Die MorgLnblälUr sprechen ihre Befriedigung über den Beschluß der Regierung aus, General Wolseley völlige Freiheit zu geben und betonen die Nothwendigkeit, Gordon um jeden Preis Hülfe zu leisten. Die Antwort Wol- seley's wirb heute Nacht erwartet. Heute findet wieder ein CabinetSrath statt. London, 7. Fetnuar. Da eins Escorre, welche oou Guoal (südlich voa Metemmsh) nach Kortt abgegangen ist, heute Abend an dem letztgenannten Orte erwartet w'rd, so hofft man auch Näheres darüber zu erfahren, ob eS Beresford gelungen ist, dm Obersten Sßtlfon und die Mannschaft der beiden gcscheitertm Dampfer von der Nilivlel in der Nähe be6 sechsten KatarakteS abzuholcn. Die Eingeborenen erzählten Wilson am 26. Januar vor Khartum, Gordon habe 15 Tage lang harte Kämpfe zu bestehen gehabt. Am 27. Januar berichtete ein Eingeborener, daß Gordon tobt sei und bei der Rückfahrt der Dampfer meldeten Boten, daß Gordon sammt allen ^optischen (christlichen) Truppen getödtet sei. Später kamen Leute vom Shagiyeh- Stamme an Bord und erklärten, daß sie die Absicht hätten, ftch dem Mahdi anzu- schlietzen. Zugleich erklärten fie, Gordon habe sich mit dem griechischen Consnl Nicola, 50 Griechen und einigen Soldaten in der katholischen Kirche eingeschlossen; fie hätten Munition und Lebensmittel bei fich. — AuS Gubat wird unterm 1. Februar gemeldet, bah die dortigen englischen Truppen auf drei Viertel Rationen gesetzt waren, nun aber Zufuhr an Bohnen, Dhnrra und frischem Fleffch erhalten haben. Die Kameele haben gutes Futter. Der Dampfer bomdardirt von Zeit zu Zeit Shendy und Metemmeh. Die Truppen säubern die Front des Lagers. Der Rest der Artillerie der Marine-Brigade (10 Kanonen) ist angekommen und ein Convoi ist mit 40 Verwundeten nach Gakdul abgegongen, um noch mehr Borräthe zu holen. (Fr. Ztg.) Atakleu. Rom, 7. Februar. Die „Agencia Stefani" meldet: Mancini ersuchte den italienischen Botschafter zu Konstantinopel, Grafen Corti, auf. den erbetenen Urlaub zu verzichten, um jeden Zweifel über die zwischen Italien und der Pforte bestehenden guten Beziehungen zu beheben. — Mancini conserirte heute mit Depretis und empfing sodann den englischen Botschafter. — „Esercito" meldet, das italienische Expeditions-CorpS für den Sudan werde aus ungefähr 15,000 Mann bestehen; als Basis der Operationen wolle man Maffauah und Suakim nehmen und in 20 Tagen vorthin vabgeherr. ■ < j Türkei. Konstantinopel, 7. Februar. Der frühere Metropolit von Erzerum, Haratium, ist anstatt des Narses zum armenischen Patriarchen gewählt. Berlin, 7. Februar. (Reichstag.) In der heutigen Sitzung des Reichstags kam als erster Gegenstand der Gesetzentwurf wegen bet Ergänzung des Gerichts- verfaffuugsgesetzeS zur ersten Berathung. Derselbe bezieht fich auf bte Exterritorialen, welche von her beutschen Gerichtsbarkeit gänzlich unabhängig gemacht werden sollen. Die Abgeordneten Rintelen, Winbthorft (Zentrum) und Marquardsen (natlib.) äußern verschiedene Bedenken und tönntn einem solchen Gesetze nur dann -ustimrnen, wenn vollständige Reciprocität gesichert wäre, was aber hier nicht der Fall sei. Abg. Klemm (cons.) dagegen fand, daß der Inhalt der Vorlage eigentlich schon in den Gesetzen enthalten sei und eS sich hier nur um eine authentische Erklärung der Vorschriften handle. Dem trat der Vertreter der Regierung bei, worauf die Vorlage bann an eine Commission von 14 Mitgliedern verwiesen wurde. Ohne Diskussion erledigte der Reichstag darauf die Rechnungen der Ober, rechnungSkamrner Bezüglich der allgemeinen Rechnung für daS Etatsjahr 1879—80 hatte die Commisffon vcrgeschlagen, gewisse EiatSüberschreiiungen, sowie den Kabel- dertrag der Post- und Telegrapbenverwaltuvg mit einer Gesellschaft nachträglich zu genehmigen und dem Reichskanzler Decharge zu ertheilen. Bei ben nachträglich genehmigten Ausgaben befinden sich mehrere Bettäge der Militärverwaltung, die vom preußischen und sächsischen KrtegSminister durch Extrahirung Königl. CabtnetSordreS justificirt find. Abg. Meyer (Halle) beantragte, die nachträgliche Genehmigung mit dem Vorbehalte auSzufprechen, daß der Reichskanzler für dieselben nachträglich die Verantwortlichkeit durch Gegenzeichnung der betreffenden CabinetSordre übernehme; in Bezug auf den Kabelvertrag sollte die nachträgliche Gmehmigung deS Reichstags eingehvlt werden. Abg. Myer hob hervor, daß er, um der Regierung entgegenzukommen, den ersten Theil seines Antrags dahin modificiren wolle, daß nur die nachträgliche Genehmigung auSgesp-ochkN werden solle. Daraus entwickelte sich eine außerordentlich ausgedehnte Diskussion, an der sich die Abgeordneten Maltzan-Gültz, Richter, Meyer, Winbthorft, HSnel, v Benda, Rickert, ». Helldorf wiederholt detheiligteu. Die Vertreter der Regierung, General-Major v. Hänisch und Director Aschenborn vertheidigten vergeblich die Rechtmäßigkeit deS Vorgehens, denn schließlich wurde der Antrag Meyer vom Centrum, Polen, ©odalbemofraten, Deutschfreisinnigen und National!lberalkn angenommen. v _ .. Der Kabeloer trag wurde, gleichfalls nach langen Debatten, in denen von peilen der Regierung und der Nationalliberalen betont wurde, daß eS fich hierbei mcht um einen Garantie-, sondern nm einen Pachtvertrag handle, nachträglich genehmigt. D,e nächste S tzung findtt Dienstag den 10. Februar statt und zwar die erste Berathung deS Zolltarifs. __ Telegraphische Depeschen. Wolff's telcgr. Sorrespondenz-Burtau. Paris, 8. Februar. Von der Polizei sind gestern etwa 20 Anarchisten wegen Reden, in welchen sie zu Plünderungen aufreiztsn, verhaftet worden. — Ein Telegramm des Generals Briere de l'Jsle aus Dongsong vom 6. b. Mts. sagt ■ „Der Angriff auf das verschanzte Lager des Feindes wurde am Vormittag durch starken Rebel verhindert; nach dem Rebel trat Regen ein. Gleichwohl gelang es uns, noch vor Einbruch der Nacht vier Vertheidigunas- Linien des Feindes, die sich auf 10 Schanzen stützten, wegzunehmen. Die Zette, sowie die Lebensmittel und Munitionsvorräthe der Chinesen find in unseren Händen. Unsere Soldaten schlugen sich, trotz der großen Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, vorzüglich. Die Vertherdigung des Feindes war eine energische. Unsere 90-Millimeter-Bcrtterien leisteten uns große Dienste." London, 8. Februar. Der „Observer" meldet, daß General Wolseley aus seine specielle Anfrage Seitens der Negierung dahin instruirt worden sei, daß der Feldzug, selbst für den Fall, daß Gordon nicht mehr am Leben fein sollte, bis zur Unterdrückung der Jnsurrection fortgesührt werden solle. Morgen findet ein Cabinetsrath statt. Petersburg, 8. Februar. Zum Zw.'cke der theilwetsen Abänderung der bis- hertgeu kaiserlichen Hausordnung ordnet ein Ukas des Kaisers an den Senat an: 1) daß als Großfürsten. Großfürstinnen und kaiserliche Hoheiten die Söhne, Brüder, Töchter, Schwestern, sowie die Enkel, die vom Mannesstamme Herkommen, zu bi* trachten, vom Mannesstamme herkommenden Urenk-l der Kaiser aber als Hoheiten, Fürsten und Fürstinnen kaiserlichen Geblüts anzusehen seien; 2) daß unter der unmittelbaren Oberaufsicht deS Kaisers eine Revision des Statuts der kaiserlichen Familie »om 5. April 1797 vorzunehmen sei, wozu die Einsetzuug einer Specialcommisston angeordnet wird. — Der katholische Bischof von Wilna, Grinewetzky, ist in Dienstangelegenheiten hier angekommen.____________________________________________ Judas Maccabaus. Oratorium von Georg Friedrich Händel. III. Der zweite Theil beginnt mit lautem Jubel, der Feind ist geschlagen; Fall ward sein Loos. daS Volk jauchzt und der EröffnungSchor in D-moli drückt die Siegesfreude aus, indem er fugenartig eine immer höhere Steigerung des Ausdrucks gewinnt. Ein einfaches Tenor Recitatio führt alsdann zu dem majestätischen Duett und Jubelchor: „Zion hebt ihr Haupt empor." Darauf wird dem Helden von einer Israelitin Lob und Ruhm verheißen. Alles athmet Freude und H.ll, Heil Judäa, glücklich Land, dein Segen blüht in seiner Hand, singen die frohen, glücklichen Menschen. Der Sieger dankt, doch spricht er: „Gott wm'S allein, nur ihm gebührt des Sieges Ruhm." Da plötzlich verdunkelt sich das klare, wonnige Bild, ein Bote dringt die Kunde, daß AntiochuS einen neuen Feind entsendet und wieder tritt ein tiefer Ernst in des Volkes Mitten. Hochdramatisch vergegenwärtigt uns der Componist die neuen Klagen: „Du sinkst, ach armes Israel; doch Simon ermuntert die Bedrängten wieder und Judas ruft sie mit neuem Muth zum Kampfe auf. Markig ertönen die Kriegesklänge, das Feldgeschret und die Worte des Israeliten: „Die ihr dem Ew'gen bient, vertilgt dcs Aberglaubens tobte Götzen." In der Tenor-Arie (F-dur) „Falscher Weisheit Hirngespinste" finden wir das edelste Feuer der Begeisterung, mit der man dem Götzendienst ein Ziel setzen will und so steigert sich der Enthusiasmus bis zum Schluß des zweiten Theils, wo der großartige, von herrlichen Choralsätzen durchwebte Chor: „Noch niemals beugten wir das Knie dem stummen Holz und tauben Stein. Wir opfern Gott und Gott allein!" einen tiefen Eindruck hinterläßt. Im dritten Theil ertönt ein Opfergesang, der gleichsam als brünstiges Gebet zum Herrn emporsteigt, der Weihrauch strebt hinauf in die geteilte Luft, das gilt als gutes Zeichen und nochmals sendet eine Israelitin heiße B t:.n zu Gott: „Dann tönt der Laute und Harfe Klang in deines Volkes Lobgesang, zu deinen Tempeln wallt es dann von Inbrunst voll und betet an." Ein Israelit eilt von Kaphar Salama herbei und bringt überschwenglich Glück. Das schreckliche Heer ist besiegt und der Sieger Judas Maccabäus naht- Welch' eigner Zauber liegt in dem nun folgenden Chor, der erst von den Jünglingen (Damenstimmen) sanft angestimmt, dann von den Mädchen wirverholt und endlich vom ganzen Volke im höchsten Jubel ausgenommen wird: „Sehr er kommt mit Preis gekrönt!" Ein Siegesmarsch (G-dur) beschließt den feierlichen Auftritt, dann erklingt ein freudevoller Lobgesang. Der Held nennt das Lied süß im Gegensatz zu dem Geräusch der Schlacht und fordert die Getreuen auf, den Tod eines gefallenen Helden zu feiern. Darauf schmettern die Trompeten, dem Sieger Kranz und Lohn weissagend. „Fried' über Juda" spricht der von RomS Senat Entsendete, er bietet Schutz, wenn wieder die Völker sich empören. Eine Israelitin fordert die Jungfrauen, auf, >e8 Siegers Stirne zu bekränzen und ein wundersamer Friedensgesang tritt un3 in dem zart gehaltenen, sinnigen Duett (G-dur) entgegen. ES ist der wirkliche Lobgesang der jauchzenden Natur, in den sich die Chöre der Cherubim und Seraphim mischen sollen mit ihrem himmlischen Hallelvjab, Amen! —a— Lokale-. Gießen, 9. Februar. Am Samstag Mittag wurden einem Bremser der Ober- hesstscheu Eisenbahnen auf Station Renzendorf bet dem Rangiren beide Beine abgefahren. Der Verunglückte ist bereits gestern Morgen seinen Verletzungen erlegen. Vermischte-. Halle, 7. Februar. Die vom Reichsgericht wegen des Niederwald-Attentats zum Tode verurtheilten Anarchisten Reinsdorfs und Küchler wurden heute früh 8 Uhr im Hofe der hiesigen Strafanstalt hiugerichtet. Der gleichfalls verurtheilte Rapsch ist zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt; e8 war demselben die bezügliche Mtttheilung schon vorgestern Nachmittag gemacht worben. Rupsch erklärte hierbei, daß er auch mit dieser Entscheidung nicht zufrieden sei; er sei unschuldig ver- urtbeilt und verlange vollständig freigesprochen zu werden. Dem Akte der Hinrichtung wohnten etwa 80 geladene Personen, darunter zwei Reichsgertchtsrätbe, bei. Zuerst wurde die Execution an Reinsdorff vollzogen, welcher ein sehr freche« Verhalten zeigte. Noch kurz vorher hatte derselbe in der Zelle eine Cigarre geraucht und daS Lied: „Stiefel, Du mußt sterben, bist noch so jung" gesungen. Geistlichen Beistand lehnte ReinSdorff ab. Als er schon vor dem Richtblock stand, stieß er den Ruf aus: „Nieder mit der Barbarei, hoch lebe die Anarchie!« Küchler war niedergeschlagen; seine Augen Allgemeine Teuerverficherungsbank für Deutschland ru Gotha. Bekanntmachung. Rach dem Rechnungsabschluß der Bank für das Geschäftsjahr 1884 beträgt die in demselben erzielte Ersparniß: 75 Procent der eingezahlten Prämien. Die Banktheilhaber empfangen, nebst einem Exemplar des Abschlusses, ihren Dividenden-Antheil in Gemäßheit des zweiten Nachtrags zur Bankverfassung der Regel nach beim nächsten Ablauf der Versicherung, beziehungsweise des Versicherungsjahres, durch Anrechnung auf die neue Prämie, in den in obigem Nachtrag bezeichneten Ausnahmesällen aber baar durch die unterzeichnete Agentur, bei welcher auch die ausführliche Nachweisung zum Rechnungsabschluß zur Einsicht für jeden Banktheilnehmer offen liegt. Gießen, im Februar 1885. Anton Kicke»', 924 __Agent der Feuerversicherungsbank f. D. zu Gotha. Weizenstroh (Maschinendrusch) wird täglich verkauft bei 664 Rudolf Burg, Arnsburg. umflorten Thräneu. Auch erschien er in Begleitung eine« Geistlichen. Der traurige Act verlief sonst sehr rasch und ohne bemerkenswerthes Vorkommmß Halle, 7. Februar. Zur Ergänzung meiner Mittheilungen über die Hinrichtung der beiden Anarchisten Reinsoorff und Küchler theile ich Ihnen noch Folgendes vttt: Die Entschließung des Kaisers, in welcher ausgesprochen wird, daß er von dem Rechte der Begnadigung keinen Gebrauch zu machen gedenke, battrt vom 2. Februar d. I. Dieselbe war den beiden Delinquenten gestern Vormittag durch den Ersten Staatsanwalt am hiesigen königlichen Landgericht, Herrn v. MörS eröffnet worden. — Die Hinrichtung wurde durch den gestern Vormittag mit mehreren Gehülfen hier eingetroffenen Scharfrichter Krauts aus Charlottenburg mittels Beiles vollzogen. Nach 3/48 Uhr nahmen die geladenen Personen, ca. 100 an der Zahl, Professoren, Militärs, Vertreter der städtischen Behörden rc., Zutritt, bald danach traf ein 25 Mann starkes Militärpicket ein. DaS Schaffst war in einem her inneren Höfe errichtet, in dessen Nahe sich der Tisch mit dem vorläufig noch verhüllten Richtbeil befand. Punkt 8 Uhr war alles zur Exeeutton bereit- Am Gerichtslisch erschien der Erste Staatsanwalt Herr v. MoerS in Begleitung seines Secretärs Herrn Blanckmburg. Aus dem Ge- fängniß trat zuerst, von zwei Gefängnißwärtern geführt, Reinsdorff heraus, dessen Auftreten doch nicht mehr so sicher wie bei den Proceßverhandlungen war. Fahle Blässe hatte sein Gesicht überzogen, den Beistand deS Geistlichen hatte er abgelehnt. Reinsdorff trat dicht an den Gerichtstisch und nunmehr las ihm Herr v. MoerS nochmals das Urtheil, sowie die schon erwähnte kaiserl. Cabinetsordre vor. Auf die Frage, ob er sich von der kaiserlichen Unterschrift überzeugt, verneigte sich ReinSdorff. Hierauf verkündete Herr v. Moers mtt lauter Stimme, daß er kraft her Ermächtigung des Ober-Reichsanwalts den Hochvcrräther Reinsdorff dem Scharfrichter zur Vollstreckung deS TodesurtheilS durch das Beil übergebe. In diesem Moment brach Reinsdorff in die Worte aus: „Nieder mit der Barbarei! Es lebe die Anarchie!" Aber schon hatten ihn der Scharfrichter und seine Gehülfen gepackt nnd weitere Worte hervorzustoßen war ihm nunmehr unmöglich. Mit außerordentlicher Schnelligkeit waltete Krauts seines Amtes; ein Augenblick und der Gerechtigkeit war Genüge geschehen. Nur wenige Minuten waren von dem Austritt des Gerichteten aus dem Ge» sängniß bis zu feinem Tode verflossen. Mit derselben Schnelligkrit vollzog sich dann die Hinrichtung Küchler's, welcher vollständig gebrochen war und alles ruhig mit sich geschehen Ueß, ohne auch nur ein Wort zu äußern. Sträflinge brachten schnell die schwarzen Sarge herbei und nach kurzer Zeit waren alle Spuren der schrecklichen Arbeit verwischt, worauf sich die Anwesenden vom Schauplatz der Execution in tiefer Stille entfernten. Der ganze Act hatte 15 Minuten in Anspruch genommen. Sofort nach Beendigung des Actes erschien an den Anschlagsäulen eine Bekanntmachung, in welcher die vollzogene Vollstreckung des llrtheils dem Publikum mitgetheilt wurde. (F. Z.) — sVacante Stellen für Militäranwärter tm Bezirk beS 11. Armee - CorpS j Königl. Eisenbahn-Betriebsaml zu Altena, 15 Bremser, bezw. Aspiranten für dm Fahrdienst, während der P.obezeit je 57 JL. 50 H diätarische Monatsremuneration, nach zufriedenstellendem Ablauf der Probezeit, bestandener Prüfung und Anstellung als etatmäßiger Bremser 690 JL JahreSgehalt und der tarifmäßige Wohnungsgeldzuschuß (60—180 M b?zw. Dienstwohnung. Daselbst, Kassen- und Bureaudiener, während der Probezeit 75 JL diätarische Monatsremuneration, demnächst bei der etatsmäßigen Anstellung als Kassen- und Bureaudiener 900 JL Jahresgehalt und der tarifmäßige Wohnungsgeldzuschuß (60—180 M, bezw. Dienstwohnung. — Diez, Bürgermeisteramt, 365 JL pro Jahr. — Wiesbaden, König!. Gymnasium, Pedell, 840 JL und freie Wohnung. Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert) und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt mau die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nickt. Das Seiden-Fabrik- D6p5t von 6. Henneberg (Königl. Hoflieferant) in Zürich versendet gern Muster von seinen ächten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke zollfrei in's Haus, ohne Zollberechnung. Ein Brief nach der Schweiz kostet 20 H Porto- 022 Stuttgart, 3. Februar- (Allgemeiner deutscher Versicherungs- verein.) Im Monat Januar 1885 wurden 627 Schadenfälle angemelbet und zwar 460 äußere Verletzungen und 167 innerliche Erkrankungen- Von den Unfällen hatten 3 den sofortigen Tob und 46 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben im Monat Januar 23- Neu aufgenommen in den Verein wurden in diesem Monat 3567 Personen. Alle vor dem 1. November 1884 etngetretenen Schäden, incl. der Todes- und JlwalibitätS lalle sind biS auf die von 24 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirk. 914 Handel und Berühr. Grünbera, 7. Februar. (Fruchtpreise.) Weizen JL 17.60, Korn 16.20, Gerste JL 15.50, Hafer Jü 14.00, Erbsen 17.60, Linsen JL 00.00, Lein JL 00.00, Samen JL 00.00, Kartoffeln 4.00, Wicken 0.00. Frankfurt, 7. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu v4L 2.75—3.30, Stroh JL 2.10—2.30, Eier das Hundert 6.50—9.40, Butter 1. Qualität JL 0.90, 2. Qualität 1.10, Kartoffeln per Centner J4 2.00—2.30, Kohlrabi 3- 0 H pr- St-, Erbsen 100 Kg. 22.00—30.00 JL, Rothkraut pr. St. 12—20 H, Huhn^L 1.50—2.00, 1 Ente JL 2.00—3.50, 1 Taube 40—60 H, Hahn 1.90—2.50, Gans 6—10.00, Welsche JL 5.00-10.00- Kirchliche Anzeigen der evsngei. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Brief Pauli an die Philipper, Kap. 1. Pfarrer Dr. Naumann- r Anzeiger. Alice-Berein in Gießen. Der HL Vortrag findet nicht heute Dienstag, sondern wegen der an diesem Tage stattfindenden Hauptprobe des Concertvereins erst 916 Freitag den 20- Februar, Abends 7 Uhr, statt.Der Vorstand. 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Abheilung W» Holz vn W RamMn Bu 31 Sollen öen ] Sen 36g Lesern _ 33 W» ®ie5 9 m 73°o forftung, 1020 Eichen- und 3 53 Wenstämm Dnrchn Ser Länge im Dimeter, 4,1 Derbßangen v Mmeffer, ( 500 Sü!i ^Ner, 5 W, entbaltej M °We«rob tij«' »ftt0* 8 ra ? btÄ 8 r, ■--- ;.6O, SwJilJJ | I .UV* v»vl AA Ai'i I 1.00, Lein * 00.0 -l J vnNcheruo^ .emdbtt und \w. en UnsSllen battfu bttät brr Brrletzn- Monat Januar: ßedonen. Alle vc: ib JnvaltbMitill'- regulirt- itiiide. Md-rs-hul-, ®Iir । ti bit Art»n S° 6.50-9.40. «* lteer «tut.».® Ä??~ Ülsen bitt ®oBRtn. $5* fe * *.’™s btm He, U» ,altLn Nflibni !e M ^tlnitoip mm ,Dr W ® Moment brach ® • Mt Snarchir'* I? wt|ltre Wone Echntlllgktl! °°r Gr^gt etrn au? dem @t, °0Üioa sich bann UeS ruhig mit sich 'rachttn schu.ll bi! schrecklichen Srbttt n tu tiefer Sollt N. 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Der Anfang Morgens 9 Uhr im Distrikt GabrielSzimmerplatz. Samstag den 11 Februar in den Distrikten Alterlicherweg, 3tted- stein und Hard. 12 Rm. Buchen-Scheitholz, 196 „ „ Knüppelholz (Stammknüppel), 50 „ „ Stockholz, 2400 Wellen Buchen-Reisholz, 54 Rm. Radel-Knüppelholz, 11660 Wellen Radel-Durchforstungs- reisig. Der Ansang Morgens 9 Uhr int Distrikt Alterlicherweg beim Enders- brunnen. Ettingshausen, am 7. Februar 1885. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Launspach. 918 Holzversteigerung im Albacher Gemeindewald. Freitag den 13. Februar, Vormittags von O Uhr an, soll in den Distrikten Roderde und Kreuzholz, Abtheilung 5, 8 u. 9, nach- verzeichnetes Holz versteigert werden: 12 Raummeter Buchen-Scheit, 31 „ „ Knüppel, 9 „ „ Stöcke, 9 „ Radel-Stöcke, 7300 Buchen - Wellen, zweiter Durchforstung, 1020 Eichen- und Radel-Wellen, 83 Fichtenstämme von 16 bis 30 Ctm. Durchmesser, 5 bis 20 Meter Länge, enthaltend 58 Festmeter, 409 Derbstangen von 8 bis 13 Etm. Durchmesser, 5 bis 10 Meter Länge = 26 Festmeter, 500 Reisigstangen von 5 bis 7 Etm. Durchmesser, 5 bis 10 Meter Länge, enthaltend 12 Festmeter, zu Wagnerholz Sä eignend. Bemerkt wird, daß der Anfang der Versteigerung int Distrikt Roderde an der Kreisstraße von Albach nach Oppenrod beginnt, und das Werk- und Brennholz zu gleicher Zeit zum Ausgebot kommt. Albach, den 8. Februar 1885. Großh Bürgermeisterei Albach. Balser. 932 Holzversteigerung in brr fürftl. Mkrsörstcrei Lich. Montag den 16. Februar sollen im Distrikt „Höler" versteigert werden. Sckeitb. Prügelt). Stockb. Reish. Raummeter Wellen Buchen 60 369 158 3750 Eichen — 33 35 810 Kiefern - 26 40 1290 Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der alten Gießener Straße am Schindkopf. Lich, den 9. Februar 1885. 933 Wimrnenauer, Forstrath. Hchverstkigkrnmi. Es komnten zur Versteigerung: S. Montag den 16. Februar L I. in den Distrikten Sohlwald, Ochsenstall und Steinweg: 43 Eichenstämme mit 16,37 Fstm.; 230 Fichtenstämme mit 114,32 Fstm.- 18 Buchenstämnte mit 15,91 Fstm ; 47 Fichten-Derbstangcn mit 4,23 Fstm. Zusammenkunft Morgens 9 tlhr im Distrikt Soblwald, nahe der Kreisstraße von Geilshausen nach Beuern. Ile DienStag den 17. Februar in den Distrikten Steinkaute und Beltershainerwald: 124 Kiefern- und Lärchenstämme mit 66,34 Fstm., sodann Kiefern- und Fichten-Brennholz: 170 Rm. Scheiter, 150 Rmtr. Knüppel, 572 Rm. Reiser und 105 Rm. Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Distrikt Steinkaule aus der Kreisstraße von Beltershain nach Reinhardshain. Es wird mit der Versteigerung des Stammholzes begonnen, das Brennholz kommt von etwa 11 Uhr an zum Ausgebot. Grünberg, am 7. Februar 1885. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. Vigelius. 936 Holzversteigerung. ' Donnerstag den 12. Februar von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Anneröder Gemeindewald, Distrikt Wolsäkaut, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 34 Rm. Eichen-Scheitholz, 31 „ Dirken- „ 4 „ Radel- „ 64 „ Eichen-Knüppelholz, 10 „ Birken- „ 1 „ Radel- „ 66 „ Eichen-Stockholz, 15 „ Birken- u. Radel-Stockholz, 2470 Eichen-Reisholzwellen, 450 Birken- „ 350 Radel- 400 Eichen-Stümme mit 63,54 Fstm, 20 Radel- „ „ 17,61 „ 10 Birken- „ „ 2,78 „ 265 Eichen-Stangen „ 20 „ Der Anfang ist am Müllerweg, am Fernewald. Annerod, am 5. Februar 1885. Großh. Bürgermeisterei Annerod. ________Engelhardt._____845 Holz-Versteigerung in dem Grmeindnvatd Königsberg. SamStag den 14. Februar sollen in dem Distrikt Grubenwäldchen 35 Eichenstämme, mit 41,49 Festm., 29 Rm. Eichen-Scheit, 13 „ „ Knüppel, 75 „ „ Reiser, im Distrikt Buchscher 42 Eichenstämme, zu Gruben- und Wagnerholz geeignet, 2 Buchenstämme, 2 Rm. Eichen-Knüppel, 20 „ „ Reiser, 37 „ Buchen-Scheit, 57 „ „ Knichpel, 325 „ „ Reiser, 61 n u Stockholz versteigert werden. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Grubenwäldchen bei Stamm Rr. 1 • Königsberg, den 9. Februar 1885. Der Bürgermeister. 942 Scherer. __ Holz-Versteigerung. Im Gräfl. Solms-Laubach'schen Revier Arnsburg kommen Donnerstag den 12. d. MtS. Distrikte Hard, Hain und Langerzug, nachstehendes Holz zur Versteigerung : Schert- Prügel- Stock- Reiserholz Raummeter B. E. B. E. B. E. B. E. 162,5 318 128 843 Das Holz aus dem Langenzug wird in der Pause versteigert, und ist Feldschütz D h ö r n e r hier angewiesen, Steigliebhabern dasselbe vor der Versteigerung ,;u zeigen. Die Versteigerung beginnt vräcis 9 Uhr im Distr. Hard. Arnsburg, den 8. Februar 1885. 937 Henckel. Fortsetzung der Versteigerung der Ml Th. Wittlich'scheu Concursmasse. Dienstag den 10. d. Mis. werden in dem Wittlich'scheu Laden Waaren, als Feucrieug, Eiäwricn, Stopfen, Papier, Melü, Socken rc., sowie GeschäftS- utensilien, als Comptoiroult, Eopirpresse, Ladeueinrichtungsgcgenständc, Gefäße, Gemäße rc-, sowie Mittwoch den 11. d. Mts. ebendaselbst: Hanvgcrätde aller Art, 1 Küchenschrank, Tische, Stühle, 1 Regulator rc, versteigert. Gießen, den 1. Februar 1885. 3r. Soffmann, 909 Eoncursverwalter. Mittwoch drn 11. h. Mts, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett' scheu Hosraithe dahier gegen Baarzablung versteigert: Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, Tische, Spiegel, Uhren, 2 vollständige Betten u. a- m- Geißler, 931 Gerichtsvollzieher. Die Dienstwohnung des Directors der mebic. Klinik, nebst Rebengebäude — Eichenholzbauten — sollen auf Abbruch verkauft werden und ist dazu Termin aus 919 Mittwoch den 11 I. M., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle bestimmt. Marburg, den 7. Februar 1885. Königliche Universitäts-Kasse. In Lohra bei Wirth Diefenbach kommen am Donnerstag, 12. Februar, von Morgens 10 Uhr an zur Versteigerung: 86 Stück Eicben-Nutzhol;- Abschnitte haltend 43,01 Festmcter. Das Holz liegt im Distrikt Hardt. Gießen, den 9. Februar 1885. 930 Isaac Strauß. Aeilgeöotenes. Spreu u. schönes Kornstroh (Handdrusch) verkauft 862 Marl Euler, Hammstr. 5. Ill'illlilllilis vorzüglicher Burgunderwein pr. Flasche ind. Glas Milt. 120 bei Abnahme von 12 Flaschen Jt. 1.10 24 1 — ff 1! ff rr n x- empfiehlt 578 Carl Schwaab’s DelirateffknhLndlung. 687 Ein großer Schreibtisch mit verschließbarem Aufsatz ist billig zu verkamen. Sonnenstraße 2o. M am. Nampfäpsel t $fb. so a „ Apfelspaltcn „ 45 Türk. Pflaumen 25 „ fft .. ,, .. so» s„ Sultan „ „ w „ gcsch Birnen es „ Bamberger prüncllcn .. es „ fft. ital. „ .. 90 „ offerirt 514 S. ElsoSer. Brikett* per Centner 80 Pfg, sowie kleingemachtes Brennholz empfiehlt die Holzh andlung 437 S. Katzcnstcin. 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