hei, lininis Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 1SS3 Nx. ISS Zweites Blatt Sonntag den 9. August . , . . - Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlrhr BütttMl vchulstraße 7. Erscheint täfittch mit Ausnahme des Me-ntagS. ^urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P'. ___, MMI——iimim■!!IWTiwrw-Tn—!—rm-----wiiim im ■■■■r irateur. RocSileP Beschäftigung bei _ iSebr. Ltamm, chen nchm beiden ♦ l Schäfer | »Teuling ♦ ein te J )es Hoch, daß es er-1 er Froschgasse bis in? ifee. MI -er-Clnb Wichil. von ausgekäMm > Haar werben i1X K schön und dauerhaft angesertigt von leker, Neustadt 30. rplan. )on Gietzen * t 430, 5**, 6», 8^, 11“, Jo« 8' I* 1« 8'3, 816, QM* ' IQ53. !« 3I, 8«, W j78Q2G% Ql?, 125, 12»\ 4«, ßw (bis Dich, ÖOi ’ 530, 820’, 919, U9, iu, 450z 9S (bis Betzdorf). j 7^. [50, 5, T°. Zö 12", 4“. 1, 4“, 8“- i in Gieben m: 1 1 .... 4i;* 915 ... Q Q39♦, ll41, 1 1 K., ii”.6i“ \ ,a 751 (von M' <&>***■ !, H». 429,10 0 4-9,10. 900, Zbb, 016 0,335 chnellM- w >en- Betreffend: Die Landeswaisenanstalt. Gießen, am 8. August 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Rückstände sind, an Erledigung der Verfügung vom 25. Juni 1885 Gießener Anzeiger Nr. 146 binnen 3 Tagen. Dr. Boekmann. Wochen Ueberficht. Gießen, 8. August. Die Kaiserbegegnung in Gastein bildete diesmal den glänzenden Mitlelpunkl der Wochen-Begebenheilen. Ohne ein politisches Ereigniß im eigent- Uchen Sinne des Wortes zu sein, hat diese sich alljährlich aus österreichischem Boden, am Fuße der Salzburger Alpen, wiederholende Zusammenkunft zwischen dem greisen deutschen Kaiser und dem österreichischen Herrscher eine hohe Be- deutung für die europäische Politik erlangt und wohl darf man darum behaupten, daß sich in diesen Tagen die Augen von ganz Europa nach dem herrlich gelegenen Badeorte im Salzkammerguts gerichtet haben, wo am Donnerstag Kaiser Franz Joses, begleitet von der Kaiserin Elisabeth, seinem lang, jährigen Freund und Alliirten, Kaiser Wilhelm, wiederum begrüßte. Auch diesmal waren es keine Erwägungen hochpolitischer Natur, keine Erörterungen diplomatischen Charakters, welche die beiden Monarchen zusammenführten — schon die Abwesenheit der beiderseitigen Minister würde dieser Annahme widersprechen — nein/ auch Heuer waren es wieder die innigen persönlichen Be- Ziehungen, in denen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef zu einander stehen und der leb afte Wunsch, sich auch mündlich wieder ihrer gegenseitigen freund- schasilichen Gesinnungen zu versichern, das die beiden Herrscher zu zwanglosem Beisammensein in Gastein vereinigte. Aber gerade diese warme Bethätigung ihrer persönlichen Freundschaft verleiht dec traditionellen Zusammenkunft der beiden Kaiser immer aufs Neue ihre weitere Bedeutung. Sie ist die beste Bürgschaft für die ungeschmälerte Fortdauer des Einvernehmens zwischen Deutschland und Oesterreich und berechtigt somit zu der Hoffnung, daß auch der europäische Friede für die nächste Zukunst gesichert ist, denn derselbe findet seine Hauptstütze doch immer wieder in dem deutsch > österreichischen Bündniß. So wird denn auch diesmal die Begegnung Kaiser Wilhelms mit Kaiser Franz Josef von allen Friedensfreunden mit den aufrichtigsten und herzlichsten Wünschen begleitet, unter denen derjenige am meisten hervorragt, daß es dem greisen keuischen Kaiser vergönnt sein möge, sich auch im nächsten Jahre mit seinem kaiserlichen Freunde an den Quellen Gasteins zu begrüßen. Im Gegensatz zu dem Kaisertag von Gastein wird die signa- lisirte Entrevue zwischen dem Kaiser von Oesterreich unv dem Kaiser von Ruß- land einen hochpolitischen Charakter tragen. Zeit und Ort derselben sind nunmehr festg-stellt, und zwar findet sie nicht in der zweiten September-Hälste, wie dieser Tage gemeldet wurde, sondern noch im Laufe des gegenwärtigen Monats, am 24., 25. und 26. August, und zwar in Kremfier, statt. (Siemfier ist eine ca. 11,000 Einwohner zählende Stadt in Mähren, in der Landschaft Hanna und an der March gelegen und ist die Sommer-Residenz des Erzbischofs von Olmütz). Der Zusammenkunft werden auch die Kaiserinnen Oesterreichs und Rußlands, wahrscheinlich auch der österreichische Kronprinz, beiwohnen; außerdem gilt es als zweifellos, daß die beiderseitigen Minister des Auswärtigen und Ministerpräsident Graf Taaffe in Kremsier anwesend sein werden. Letzterer Umstand namentlich verleiht der Begegnung zwischen Kaiser Franz Josef und dem Czaren ihren eigentlichen politischen Charakter, denn bas Zugegensein der beiderseitigen Minister deutet darauf hin, daß in Kremsier wichtige Dinge verhandelt werden sollen, und zwar steht nicht zu bezweifeln, daß in dem inähri. schen Landstädichen die in Skierniewice begonnene Annäherung zwischen Oester- reich und Rußland zur vollendeten Thatsache werden wird. In den inneren Angelegenheiten ist der am Mittwoch erfolgte Zusammentritt der Conferenz der preußischen Bischöfe in der alten Bischossstadt Fulda als das einzige bemerkenswerlhe Wochenereigniß zu verzeichnen. Anwe- f ind waren der Fürstbischof von Breslau, der neue Erzbischof von Köln, Dr. Crementz, und die Bischöfe von Hildesheim, Trier, Osnabrück, Münster nnd Limburg; die Bischöfe von Paderborn und Kulm waren durch Domeapitulare vertreten. Die Verhandlungen begannen am Mittwoch früh und sind am Freitag beendigt worden; hoffentlich werden sie in ihren Resuliaten mit zur Wiederherstellung des kirchlichen Friedens in Preußen beitragen. Auf dem Gebiete dec auswärtigen Politik traten in Folge der bekannten Artikel des Pariser „Tcmps" und der „Nordd. Allg. Ztg." wieder einmal die deutsch-französischen Beziehungen in den Vordergrund und konnte man in Folge der scharfen AuS- lasiungen des Berliner osficiösen Blattes in der Thal glauben, das Verhältniß zwischen Deutschland und Frankreich sei plötzlich ein unsicheres, bedenkliches geworden ; doch ist ein inzwischen nachgefolgter anderweitiger Artikel des „Temps" geeignet, diese Befürchtungen wieder zu zerstreuen und liegt auch wirklich kein Grund zu der Annahme vor, als ob sich in der letzten Zeit die Beziehungen zwischen beiden Staaten verschlechtert hätten. Die Gerüchte von einem dem deutschen Kronprinzen in der Schweiz zugestoßenen Unfälle, ober gar von einem gegen den hohen Herrn vec- suchten Attentate haben sich erfreulicher Weise nicht im Mindesten bestätigt. — Der König von Serbien wird im kommenden Herbste der Gast des Prinzen Wllhelm von Preußen bei den in Ostpreußen stattfindenden Hofjagden sein. Die Ergänzungswahlen zum sächsischen Landtag werden am 15. September stattfinden. In Oesterreich wurde in der abgelausenen Woche die politische Situation natürlich vollständig durch die Kaiserbezegnung in Gastein beherrscht und die Fragen der inneren Politik sind vor diesem bedeutungsvollen Eingriffe einen Augenblick verstummt. Selbst der leidige Nationalitätenzwist, der gerade in letzter Zeit durch die neuen czechischen Forderungen in der Bankfrage wieder mehr hervorgetreten ist, muß schweigen vor dem erbebenden Eindruck, den die in Gastein wiederum so markant heroorgetreteve persönliche Freundschaft der beioen Kaiser von Oesterreich und Deutschland auf die weitesten Kreise der Bevölkerung des Kaiserstaates macht und Czechen wie Polen, Slovenen wie Croaten müffen es anerkennen, daß das Bündniß mit Deutschland, welches in der innigen Freundschast der beiden Monarchen am schönsten wiederspiegelt, es der habsbur- gischen Monarchie hauptsächlich ermöglicht, ihr Gewicht im europäischen Concert gebührend zur Geltung zu bringen. Das französische Parlament liegt in den letzten Zügen und wird nach dem Schluffe der parlamentarischen Session die Wahlbewegung wohl aus- schließlich das politische Feld in Frankreich beherrschen. Jndeffen ist es immer noch fraglich, ob dieselbe sobald zur vollen Geltung kommen wird, da sich die allgemeine Ausmerkiamkeit allgemach den bedrohlichen, aus dem französischen Süden kommenden Nachrichten zuwendet. Daß in Marseille wiederum die Cholera ausgebrochen ist, muß trotz aller versuchten osficiösen Schönfärbereien als feststehend betrachtet werden und nur die Frage ist vielleicht noch offen, ob es sich um eine mildere Form der Epidemie ober wirklich um die asiatische Cholera handelt. In der Zeit von Dienstag Nachmittag 5 Uhr bis Donnerstag Nachmittag 5 Uhr sind beim Marseiller Standesamte 68 Cholera- Todesfälle angemeldet worden; die Behörden sind also nunmehr doch zur amt- sichen Anerkennung des Charakters der Seuche, als der Cholera, gezwungen. Die lateinische Münz-Conferenz hat sich bis zum 1. October vertagt, ohne zu einem Resultate gelangt zu sein. Die englische Politik im Sudan und in Afghanistan hat in dieser Woche wieder das Thema eingehender Erörterungen im Oberhause gebildet. Was insbesondere den Sudan und Egypten anbelangt, so haben hierüber sowohl der Premier Salisbury wie der Schatzsecretär Hicks- Beach langatmige Erklärungen abgegeben- Aus denen Salisbury'S geht namentlich hervor, daß es im Sudan für England doch bedenklicher aussteht, als es bisher den Anschein hatte, da England nicht einmal im Stande ist, die ihm befreundeten Araberstämme zu schützen, welche von den Rebellen allmählich aufgerieben werden. In den Ausführungen Hicks-Beach's spielte die Mission Sir Drummond Wolff's die Hauptrolle und bezeichnete es der Minister als eine vornehmliche Aufgabe Wolff's, wegen Egyptens ein Arrangement mit der Pforte zu treffen. Im Uebrigen betonte Hicks-Beach, daß England gesonnen sei, in der Ordnung der egyptischen Angelegenheiten mit den übrigen Mächten gemeinsam vorzugehen. In Bezug auf die afghanische Frage laffen die von Lord Salisbury hierüber abgegebenen Erklärungen lediglich erkennen, daß die begliche Controverse zwischen England und Rußland noch lange nicht abgeschlossen ist und daß ersterer Staat jedenfalls entschlossen ist, seine Interessen an der afghanischen Grenze vollständig zu wahren- Auch die Angelegenheiten Südafrikas sind in London dieser Tage auf's Tapet gebracht worden. Der Colonialminister, Oberst Stanley, hat gegenüber einer Deputation von in Südafrika Jnteressirten sich in beruhigender Werse über die dortige Lage ausgesprochen nnd hierbei zugleich bemerkt, daß die Frage einer Annexion oder der Proclamirung des Protectorats über Zululand dre englische Regierung ernstlich beschäftige. In Spanien stockt das politische Leben unter dem Einflüsse der Cholera-Epidemie fast gänzlich. Dieselbe hat sich jetzt, so ziemlich über ganz Spanien verbreitet; auch in Madrid, wo sie bisher m sehr müder Werse auftrat, hat die Seuche plötzlich einen bedrohlichen Character angenommen. König Alfonso gedenkt demnächst eine abermalige Rerse nach den am meisten heimgesuchten Orten anzutreten und wird Saragossa als nächstes Reiseziel genannt. Millionen JL, sind folgende zu verzeichnen: Gold und Silber. (Nachdruck verboten.) Ansichten des großen keine klare Vorstellung und werthoollsten Pro- Das russische Kaiserpaar bereist gegenwärtig Finnland, wo es von der Bevölkerung mit außerordentlichem Enthusiasmus empfangen wird. Am Dienstag Nachmittag trafen die hohen Reisenden in Willmanstrand ein und begaben sich alsbald nach dem Lager der finnischen Truppen. Die Nachricht vom Tode des sudanesischen Rebellenführers Osman Digma wird von englischer Seite selbst dementirt; es scheint sich hier daffelbe Spiel zu wiederholen, wie bei den Mitthellunaen über den Tod des Mahdi. in den Jahren: 1493—1600 — 1993 1601—1700 — 2504 1701—1800 = 5301 1801—1850 = 3305 1851—1860 — 5629 1861—1870 = 5259 1871-1880 = 4756 zusammen also 82,751 Millionen JL. lieber die Gold- und Silberproduction gehen die Publikums oft recht weit auseinander; es herrscht ebensowohl über die Gewinnquanten, wie auch über die hauptsächlichsten ductionsplahe vielfacher Jrrthum verbreitet ist. Die Statistik der Goldproduction hat nun allerdings für die ältere Zeit nur die Bedeutung der Schätzung und weist leider auch in der Gegenwart noch nicht die wünschenswerthe Vollständigkeit und Genauigkeit auf. So viel jedoch ermittelt worden ist, betrug der Werth der Goldproduction in allen Ländern der Erde Als Hauptproductionsgebiete der letzten Jahre sind Vereinigte Staaten Nordamerikas, Australien, Rußland, Columbia, Venezuela, Brasilien, Mexico, Oesterreich - Ungarn, Canada und Deutschland. Deutschland selbst hat nur eine geringe Goldausbeute. Sie betrug im Jahre 1830: 463 K. — 1,292,000 c/M. Dahingegen ist die Silberausbeute Deutschlands höher als in irgend einem anderen Lande und zwar betrug sie 1880 186,000 K. — 28,608,000 namentlich ErMbirge 44,600 K., Oberschlesien 9700 K. und im Mannsfeldischen 01,600 jt. Die Verwendung des Goldes und Silbers in den Gewerben ist eine überaus große und mannigfache. Der industrielle Edelmetall-Verbrauch in den Culturländern wird von Professor Adolf Soetbeer, einem der bedeutendsten Kenner des Münzwesens rn der Zettperiode von 1871—1880 auf annähernd 84,000 K. Gold — 234 Mill, und 450,000 K. Silber — 81 Millionen JL pro Jahr geschätzt. Nach demselben hat sünfzig Jahren, d. i. von 1831 bis 1880, der gesammte Verbrauch an @010 32,6 pCt., an Silber 25,2 pCt. der Edelmetallproduction betragen, während zu Munzzwecken etwa 2/a alles neu gewonnenen Goldes und etwa % alles neu gewonnenen Silbers verwandt werden. einen Blick in die Goldschmiedeläden werfen, so sehen wir die hauptsächlichste industrielle Verwerthung des Goldes. Wir erblicken hier Armspangen, Diademe, Fingernnge, Haken, Ketten, Knöpfe, Kreuze, Medaillons, Pokale, Uhrsthlupel und vieles andere. Eine außerordentliche Bedeutung hat namentlich die Goldverwendung zu Uhrgehäusen. In früherer Zeit hatte die Verarbeitung von Gold zu Schnupftabakdolen viel größeren Umfang als gegenwärtig. Auch die Anschaffung von goldenen ^afelgeräthen kommt jetzt viel seltener vor als früher. Diese Ver- wendungsart ist jedoch im Verhältniß zum Gesammtgoldverbrauche stets nur un- wefentlich ms Gewicht gefallen. Von schon größerer Bedeutung ist die Abnahme der Goldverwerthung zu Schmuckgegenständen, indem der immerhin sich bahnbrechende feinere Geschmack weniger auf die Verwendung sehr massiven Goldschmuckes als auf den mit Juwelen verbundeneii gerichtet ist. Der hauptsächlichste gewerbliche Goldverbrauch dient indessen zu den von den Massen gekauften Schmuckgegenständen, deren Absatz mit der Zunahme der Bevölkerung Md des Wohlstandes in engster Verbindung steht. Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren haben die Einkäufe an goldenen Bnouterieartikeln eine enorme Ausdehnung gewonnen und selbst der wachsende Vertrieb täuschend nachgemachter Pseudo - Gold- artikel, z. B. der Talmifabrikate, hat der rapiden Zunahme des gewerblichen Goldverbrauchs keine Schranken zu setzen vermocht. Es könnte wohl noch eher behauptet werden, daß der Absatz unechter Schmuckgegenstände nur der Vorläufer für die Ein- fuhrung wirklicher echter Goldwaaren in neue Bevölkerungskreise bildet. Der Schein sättigt nicht, sondern weckt die Bedürfnisse. ' , Ein nicht unbedeutendes Quantum von Gold geht jedes Jahr vollständig ver- Alles Gold, welches zu Bilderrahmen, Buchbinderarbeiten, Möbeldecorationen Ausschmückung von Porzellan-, Steingilt- und Glaswaaren verwendet wird, ist für die Volkswirthschaft nur einmal zu benutzen. Daß die Goldschmiedekunst eine uralte ist, beweist der im Berliner Museum aufbewahrte sogenannte Hildesheimer Schatz, welcher ganz ohne Zweifel Arbeit der Augusteischen Zeit ist. Im Münz- und Antikencabinet Wiens befindet sich eine in- Collection von Goldgefäßen, die in Ungarn gefunden wurde, aber asiatischer Herkunft ist, mit merkwürdiger Vermischung hellenistischer, asiatisch-barbarischer, christ- U" ""ck Ät ?£2ta?tfAer Elemente (ffreua , Runen, griechische Inschrift). Die Bluthezekt der Goldschmledekunst^st unstreitig das 16. Jahrhundert. Von der damaligen Leistungsfähigkeit der Künstler und Arbeiter einestheils, sowie anderntbeils D0? Kunstsinn und Geschmack des Publikums jener Zeit geben die in Privatbesitz und den Museen befindlichen Goldschmiedearbeiten einen glänzenden Beweis- , . Der industrielle Verbrauch des Silbers ist in neuerer Zeit ebenfalls ganz bedeutend gestiegen, wenn auch nicht in demselben Verhältnisse als derjenige des Goldes Hauptsächlich hat zu dem größeren Verbrauche von Silber zu gewerblichen Zwecken der mcht unerhebliche Preisfall des Silbers größeren Einfluß gehabt. Einen ungeheuren Silberconsum hat ferner die Photographie aufzuweisen. Die Anschaffung schwerer lUbermr Gera he als Leuchter Schüsseln, Teller, Tafelaufsätze, scheinen nicht mehr sn ^m Maße wie früher zu bestehen, da-man sich in der Neuzeit mehr mit anderen dem Silber ähnlich sehendeii Metallcompositionen (Christofle) begnügt. Was die deutsche Goldwaarenindustrie der Gegenwart anbelangt, so hat dieselbe ihren Hauptsitz m Hanau, Stuttgart, Pforzheim, Gmünd, Frankfurt a. M., Offen- bach. Aber mcht nur die Fabrikation von Gold - Schmucksachen steht in Deutschland auf hoher Bluthe , auch die Herstellung von Blattgold und Golddraht ist eine ganz enorme. Die letztere Industrie hat namentlich in dem gewerbfleißigen Nürnbera und Umgegend lhren Sitz. Hinsichtlich des Exports der Schmuckmaaren überragt z 3 Deutschland alle anderen Länder. u ~r... der deutschen Silberwaarenindustrie zkommt neben den schon genannten Platzen, m welchen beide Edelmetalle verarbeitet werden, hauptsächlich noch Berlin in Bettacht. In unserer deutschen Hauptstadt werden jährlich ca. 15000 K. Silber ver- arbettet. Wie bereits erwähnt, verbraucht die Photographie bedeutende Quanten von Suber — in Deutschland pro Jahr gegen 10,000 K. — ivelches als Höllenstein in den Handel kommt. Von Fachleuten wird der jährliche industrielle Silberocrbrauch Deutschlands auf ca. 100,000 K. pro Jahr geschätzt, während der gesammte industtielle Goldverbrauch auf ca. 15,000 K. veranschlagt wird. , -§§^eßlich sei noch erwähnt, daß die Edelmetall-Schmucksachen der Japanesen vortteffuchste Arbeit und originellsten Geschmack zeigen; ihnen zur Seite steht der chinesische Schmuck aus Gold- und Silberfiligran. Am interessantesten aber, wenn nicht gar am vollendetsten sind die indischen Gold- und Silberschmuckwaaren. Welches erhöhte Interesse übrigens die deutsche Goldschmiedekunst in neuerer »^E^ouuen hat, zeigen am deutlichsten die in Wien, Prag und Gmünd errichteten Goldschmiedefchulen, die von Schülern aus allen Ländern besucht sind. E W. Vermischtes. Grün berg, 4. August. Heber eine sonderbare Brautwerbung wird hier folgendes erzählt: Ein Amerikaner verliebte sich in die Tochter eines Carousiell- vefitzers aus einem benachbarten Städtchen und hielt bei dem Vater um die'Hand derselben an. Da dieser erklärte, seines Geschäftes wegen die Tochter nicht entbehren xxv fonnen, bot der Verehrer als Entschädigung 4000 JL, worauf Vater und Tochter emgegangen sind. Worms, 3. August. Gestern Abend gab es am Rhein ein komisches Jnter- 53/4 Uhr zu Berg fahrende Personenboot der Köln-Düsseldorfer Gefellfchast „Adolph' eine ansehnliche Zahl Mannheimer Excursionisten, Ruderclubiften Horchheimer Gurken eingeladen hatte und bereits die Gänge abgezogen waren, rlv™* ein behandkofferter Herr und theilt luftschnappend mit, daß noch sechs Personen mitfahren wollen, die, so rasch es ihre Körperfülle erlaubte, im Schweiße ihre^ Angesichts heranwatscheln. Der gefällige Capitän läßt die Gange wieder anlegen und mit dankbarem Blick eilen die Nachzügler auf Teck. Endlich stößt der „Adolph" von der Landebrücke ab und fängt an zu paddeln. Da erschallte auf dem Boote ein ?ch.reckensrus und die fechs Nachzügler machen Miene, vom Boote zu springen. Mit ftarken Armen halten die Matrosen sie zurück. Die Aermsten wollen nach Mainz und muffen nun noblenz-coblenz nach Mannheim fahren. Tableau — homerisches Gelächter der Erd- und Wassergeister. (gj 2 ) r r; “ I®in W« Papageis „Ich hielt mich", erzählt ein berühmter, noch lebender Sanger ui der Zeitschrift „Ibis", „einige Wochen in Leipzig auf, wo ich für eine Anzahl von Gastrollen engagirt war. Um dem unbehaglichen Wirthshausleben zu entgehen, hatte ich mir eine Wohnung gesucht, deren Fenster nicht nach der Straße, sondern nach einem wohlgepflegten Garten hinaussahen und welche mir ungestörte Ruhe zu verfprechen schien. Leider erwies sich meine Rechnung als falsch. Unter mir wohnte eine Familie, welche im Besitze eines vielsprechenden Papageien war. Die Leute hatten außerhalb der Zimmer vor ihren Fenstern ein langes Brett und darüber e^ne ebenso lange Stange anbringen lassen, auf welcher der Papagei — es war warmer Sommer — an seinem über die letztere gezogenen Ringe hin und her spazierte. Ick hatte bei dieser oder jener Collegin und auch bei anderen Damen schon manchen abscheulichen Lürmmacher aus dieser zur Plage aller Ruhe liebenden Leute erschasienen Sippe kennen gelernt, aber ein so unausstehlicher Schreier war mir doch noch nickt vorgekommen. Das Thier war so ausgesucht niederträchtig, daß es stets am meisten Skandal machte, sobald ich nur anfing, irgend eine Cantilene zu probiren. Man kann Erbitterung vorstellen, die sich endlich zu einer förmlichen Wuth gegen den Jiubeftorer steigerte. Ich trug mich schon mit heißen Rachegedanken, als ein Ereigniß cintrat, welches mich völlig besänftigte und mit meinem Feinde aussöbnte. Eines Nachmittags war ein starkes Gewitter über die Stadt heraufgezogen und ein mörderischer dnaFe0en ha"8 die Straßen überschwemmt. Als ich unmittelbar darnach meine Wohnung betrat, war mein erster Weg zum Fenster, um zu sehen, wie der Garten bei dem Unwetter daoongekommen war. Aber zuerst zog der Papagei meine Aufmerksamkeit auf sich. Die Familie unter mir war auf einem Ausflug begriffen und batte vergessen, den Vogel vorher ins Zimmer hineinzunehmen. Er hatte in Folge besten den ganzen Gewitterregen auf den Pelz bekommen, war völlig durchnäßt und suchte nun unter ängstlichem Hin- und Herlaisten und Flattern und unter fortwährendem mufe: „Ei Herrcheses!" das Wasser abzuschütteln. Die Situation war so komisch, daß ich mich kaum erinnern kann, jemals in meinem Leben so anhaltend und so erschütternd gelacht zu haben. Aber die Geschichte war zu unbezahlbar, als daß ich nicht allen Grolls gegen meinen bisher so intensiv gehaßten Feind hätte fahren lassen. Handel und Deekede. Vom 1. August ab ist vom Reichs-Postamte durch Vermittelung der zwischen Hamburg und der West- und Südwestküste Afrikas verkehrenden Dampfer der Firma C. Woermann m Hamburg ein Packetbeförderungsdienst zwischen Deutschland einerseits und einer Reihe westafrikanischer Küstenplätze andererseits, nämlich Accra, Addah, Ambriz, Ambrizette, Bagida, Banana (Kongo), Cabenda, Cape Coast Castle, Cape Palmas, Eloby, Gabun, Grand Bassa, Grand Popo, Kamerun, Kinsembo, Landana, Little Popo, Loanda, Lome, Mayumba, Monrooin, Muculla, Musera, New-Calabar, Quistah, Salt Pond, Sinoe, Waida und Winebah, eingerichtet. Dieser Dienst erstreckt sich auf gewöhnliche Packete ohne Werthangabe und ohne Nachnahme bis zum Gewichte von 5 Kgr. einschließlich. Die Einlieferung und Auslieferung der Packete in den gekannten Plätzen hat an Bord der Dampfschiffe zu gesckehen oder kann, soweit sich Agenten der Woermann'schen Unternehmung an diesen Plätzen befinden, durch deren Vermittlung erfolgen. In der Richtung nach Afrika sind die bei den deutschen Post- anstalten etngelicferten Packete sämmtlich dem Postamte 2 in Hamburg zuzuführen, von wo aus die Weitersendung nach dem Bestimmungsorte in der Regel am letzten Tage jeden Monats erfolgt. Den Packeten müssen zwei Zoll-Inhaltserklärungen beigegeben sem, welche bei Packeten nach deutschen Schutzgebieten (Bagida, Kamerun und Lome) in deutfcher Sprache lauten können, sonst aber in französischer oder englischer Sprache abgefaßt fein müssen. Das Porto, welches stets vom Absender im Voraus entrichtet werden muß, beträgt in beider Richtung ohne Rücksicht auf die Entfernung und bas Gewicht 1.30 «4L für jedes Packet. Hiervon entfallen 50 Pfg. auf die deutsche und 80 Psg. auf die Seebeförderungsstrecke. Der neue Dienst wird bis auf Weiteres aus den Verkehr nach und aus Deutschland selbst beschränkt; Packete nach und aus rucklicgenden Ländern bleiben von der Beförderung vorerst ausgeschlossen. Den Packeten burfen verschlossene oder offene Briefe, sowie sonstige Schriften nicht beigepackt werden. Die Begleitadressen dürfen auf dem Coupon außer dem Namen und der Wohnung des Absenders keine Bemerkungen enthalten. Im Falle des Verlustes oder der Bcschädiaunn von Packeten wird dem Absender für den wirklich erlittenen Schaden Ersatz geleistet jedoch betragt der Ersatz in feinem Falle mehr als 3 JL für jedes halbe Kilogramm ber ganzen Sendnng. Mit Rücksicht auf die örtlichen Verhältnisse in den gedachten Kuftenplatzen find Einrichtungen zu einer geordneten Bestellung der Packete und Begleitadressen an die Empfänger unthunlich und es wird für einen durch die verlagerte Empfangnahme der Packete am Bestimmungsorte entstehenden Schaden keinerlei Erfatzverbindlichkeit übernommen. Es ist daher dringend zu empfehlen, die Adressaten von der Absendung der Packete mittelst besonderer Schreiben in Kenntniß zu setzen und fie aufzufordern, für Abholung der Packete Sorge zu tragen. Allgemeiner Herrn, fing. Müller, Giessen, Seltersweg. Leinen und Baumwollenwaaren, Bettwaaren und Anfertigung von Betten, Steppdecken, wollene Decken, Reifedecken, Großes Gardiuenlager. Alleiwverkaaf des Herforder Kettgarnleinen zu Fabrikpreisen. Billige feste Preise, beste Wsaren. 602 Anzeiger. Schlackensteine Zu Massiv- und Fachwerk-Bauten empfehlen wir als Alleinverkäafer zu Fabrikpreisen, mit dem Be> merken, daß dieselben auf unser Gesuch, vom großherzogl. Mnisterium des Innern und der Justiz, zur Aufführung von Massivbauten im Stadtbezirk Gießen ebenfalls genehmigt sind. 5574 Jean Dem öt Co. Mittelung der zwischen i Dampfer der Firm i Deutschland einerseits Mlich Accra, Addah, )£ Toast Castle, Cape 1 Kinsembo, Landana, lltusera, Neiv-CMar, Dieser Dienst erstzeck ahme bis zum Gewichte der Pallete in den ober toiW» befinden, durch deren bei den deutschen Post- Hamburg zuzusuhrm. in her M ™ W” 1" boltoerflirrunßen bri- Mir oder en«l* Vmder im Borins die 6n»”5 mjg auf die deoi^- auf IBeitereo t s.pr Keschadignng i-b°d-n S 'Xamm -des „,d°ch>m :w'Kl" Ä «'lb uns belhäbit»«: Ks-u»""" ""»»Ls ^chen bet % ljur Seit?!??ne’en ^Hanteften «a der !&»'- E W. chter^eA S dier “Ier um bie&U^ Wer nicht hm* bet: 11 * Ltzk ^^^omischetz ^nt,r. 4bS9Ä Aubte, im Schweiß ck Lieder J der „Adolph" 5 b-m Boote ein SJ«Ä,2 berühmter, noch W8 aus, wo ich für lchm Wirthtzhautzleben U'chl nach der Strafe, welche mir ungestörte als talsch. Ihtet mir Papageien war. Die ges Brett und darüber iger — es war warmer lud her spazierte. 54 len schon manchen of wen Leute erschafsem ar mir doch noch niiti lB es stets am meistm r.probiren. Man kann lichen Sßutf gegen den t!tn, a(§ ein Ereignitz le aussöbnte. Cines i und ein mörderischer eibar darnach meine hen, wie der Garten Papagei meine Ans lusflug begriffen und • Er hatte in ssche völlig durchnäßt u«ö unter war so nd und so erschütternd ts W ich nicht allen ren laszen. ne mit den f allen irn «.st"' Maurerarbeit Steinhauerarbeit Zimmerarbeit Dachdeckerarbeit Schreinerarbeit Schlofferarbeit Glaserarbeit Weißbinderarbeit Spenglerarbeit zu // ii re tf ft tt tt JL tt u ft ft tf ft tt tt tt Bauverding. Die zur Erbauung einer Sections- halle bei der Veterinär - Anstalt zu Gießen erforderlichen Bauarbeiten sollen im Wege der allgemeinen schriftlichen Unterbietung verdungen werden. Dieselben sind veranschlagt: 4160,75 709,- 1096,25 732,— 1146,30 1040,50 464,— 793,- 150 — Pffasterarbeit „ M 235,— Die Bieter haben die Angebote nach Prozenten der Titelsummen, schriftlich, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 13. August I. I., Vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen, bis zu welchem Termin Plan, Anschlag und Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 4. August 1885. Großh. Kreisbauamt Gießen. I. V-: Kranz, 5671 Großh. Baumeister. Dienstag den 11. August, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Neustadt Nr. 6 im Laden: eine Ladeneinrichtung, für Herren- kleidergefchäft, 2 Leitern, 1 Stehpult, Aushängeschild, eine Parthie tcrrenfleiber, insbesondere ommerröcfe, mehrere Lampen, wobei 2 Broncewandlampen, Bücher (Huff, Körner und sonstige Bücher für die reifere Jugend), sowie Haus- u. Küchen- geräthe rc. versteigert. Im Auftrag: 5695 F. Hoffmann. 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Plätten oft ii verunstaltet, zu bart l gestärkt oder schlecht \\ gebügelt werden, oder dass sie in der Wäsche eingehen, sollte man den 9erfüll mit JReg’s Sfoffii ragen schon der geringen Ausgabe wegen machen. Meys Stoffkragen Vorhemdchen Marnenen von vom Versand-Geschäft Mey & Edlich, Plagwitz-Leipzig, welches auf Verlangen illustrirte Preiscourante gratis und franco versendet. 4404 Herren- und Knaben Hemden Anfertigung nach Matz auch in jeder Weite vorräthig, sowie Kragen, Manschetten, Hemden Ginsätze, Vorhemden, Taschentücher, stets das Neuestem Shlipseu, Hosenträgern, Glaes- und Sommer-Handschuhen, empfiehlt zu billigen Preisen 2840 H. Äiibeamett. Die MASCHINEN FABRIK von Heinrich Lanz in Mannheim empfiehlt Neue Patent-Dreschmaschinen für Hand- u. Göbel-Betrieb, Stiften-System. Neu verbesserte Göpel für 1 bis 4 Pferde. 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Das seither von Herrn Bahnmeister Sircoulomb bewohnte Logis ist, per sofort beziehbar, zu vermiethen. 4424 Frankfurterstraße 75. 3643 Der mittlere Stock, bestehend aus 7 Zimmern, 2 Kabinetten, Küche nebst Zubehör, sofort zu vermiethen. <5. Brandes Wwe., Frankfurterstr. 43. *'5585 Ein Wohnung, außerhalb der Stadt, an ruhige Leute billig zu ver- miethcn. Näheres I. Rothenberger. "‘5420 Ein Logis, 5 Zimmer, sowie ein kleines Mansardenlogis zu vermiethen. Näh eres in der Exped. d. B l. 5404 Marburgerstraße 24: 7 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenantheil zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 7)421 1—2 Mans.-Zimmcr rc. an e. e. Dame oder Herrn zu vermiethen. __ Blockstraße 2. 5631 Die größere Hälfte der Mansarde per 1. October zu vermiethen. <5. BrandeS Wwe., Frankfurterstr. 43. 5309] Fr. möbl. Himmer, mit oder ohne Pension, zu vermiethen. Grünbergerstraße 6, II. St. 5239 Ein möblirtes Zimmer mit Ea- dinet zu vermiethen. Gartenstraße 27. 4870] Eine schöne Wohnung, 6 bis 7 Zimmer, Zubehör und allen Bequemlichkeiten, mit Garten, auf 1. October zu vermiethen. Auskunft in der Exp. d- Bl- Generaldebitaire der Loose: Moritz Strauss junior in Nürnberg und Mainz. 5261 Tbige Loose find zu haben bei Jul. Wallach 5413 Mark 20000.10000, 4000, 3000. 2000 Mark etc. Viele von Tausend Mark. 5000 Gewinne. Ein Looa eine Mark. Gro*wr Lotterie der Internation. Ausstellung ▼on Arbeiten aus edlen Metallen und Legirangen in NUERNBERG. 5000 Gewinne. Ein Loos eine Mark. Gewinne von Mark 140000 Mark in Gold, Silber, Diamanten etc. VerkaufeMellen nai allen Orten )üranfienu!itrr|1fi(jung8= uni) Steröe= Kosse Verein (E. jj.) Montag de» 10. August, Abends S>/2 Uhr: Generalversammlung $ im Frankfurter Hof. Tagesordnung: Verwendung des Vereinsvermögens (8 37 des Statuts). ______________________________Der Vorstand. Bürger-Club. Sonntag den 9. August soll das auf der Karte vorgesehene Sommerfell verbunden mit Concert der hiesigen Regimentsmusik im Garten und Saal des Cafe Leib abgehalttn werden. Beginn des Concertes: Nachmittags 6 Uhr. Zu recht zahlreicher Betheili'gung der Mitglieder ladet ein 5668 Der Vorstand. Mein Geschäft befindet sich von heute an t Vr». II im Hause des Herrn Ernst Lotz. Durch die größeren Localitäten bin ich in den Stand gesetzt, meinem Geschäft eine weitere Ausdehnung zu geben und halte mich in allen Sattlerartikeln , Portefeuillrwaaren sowie Maschinen-Treibriemen bestens empfohlen. luouis Wittich II., 5572 Sattler. Liedericranz Die auf den 16. August anberaumte Parthie ans den Stmrferrberg findet schon Sonntag den 9» August statt. Abfahrt mit Extrazug nach Lollar: 1 Uhr 50 Min. Rückfahrt: 9 Uhr 40 Min. Dillets ä 60 Pfg. können von 1 Uhr ab am Bahnhof in Empfang genommen werden. Kinder von Mitgliedern unter 14 Jahren fahren frei. 5687 ___ Der Vorstand. Von heute an bis Montag den 10. August ist die Menagerie in Oswalds Garten von Morgens 10 bis Abends 10 Uhr geöffnet. Nackmitrags 4, 6 u. 8 Ubr. Haupt-Vorstellungen mit Fütterung der Thiere. 5692 Zum Besuche ladet freundlichst ein jFr. Mrichel, Menageriebefitzer. ______Montag den 10 August: Letzte Vorstellung. 6, Mieter, Mechaniker, Neue Baue Durckhardt'scheS HauS empfiehlt sich zu Anlagen von 1820 Elert. Haus- und Hotel-Lelkgrsphen, Scheiten, Telephons eie. 5212 Der 2. Stock, bestehend aus 7 Zimmern mit Zubehör, in meinem Hause in der Lndwigstraße zu vermiethen. Wilh. Seipp, Weißbindermeister, Ludwigsplatz 6. 5161 Der dritte Stock des Windecker'- schen Hauses am Kreuz, bestehend aus sieben Zimmern mit Korridor rc., ist für den 1. October l. I., auf Wunsch auch für sofort, zu vermiethen- Näheres bei _ Rechtsanwalt Labroiffe. 4385 Der seither von ^ra« Staatsanwalt Schober bewohnte dritte Brock meines Hanfes, Tüdanlage 15, ist anderweit zu vermiethen und pr» 1. Lctober zu beziehen. Hatz. 4592] Logis, 6 Zimmer, Badezimmer^ schöner Garten pr. losort zu vermiethen. ______^arl Stohr I., Ludwigsplah 5. 5153 Die seither von Frau Dr. Diehm Mwc- bewohnte Mansarde, Sonnenftraße Nr. 3, am Canzlciberg, ist vr. 1. Octobcr zu vermiethen. Näheres bei _ __________ L. W. Plank. 5667 Ein möblirleü Zimmer zu vers miethen. Marttstraße 34. 4848 In meinem Hause in der Neustadt ist der dritte Stock zu vermiethen. J^Dernhardt. 3038 Ein freundliches Logis von 4 Z. (2. St.) mit Zubehör und Gartenantheil, sowie ein Mansardenlogis, zusammen oder getrennt, pr. sofort zu vermiethen. ^Näh.^in der^Exp. d- Bl. 5686 Zwei schöne, ineinandergehende Zimmer, mit oder ohne Möbel, zu Der; miethen. _ Bahnhofstraße 7. aTJÜG Eni möblirtes Zimmer, aus Wunsch mit Kost, vermiethct Hcinr. Kiefer, Neuenweg. 4882 Die Parterre-Wohnung, beft. aus 8 Zimmern, Pferde stall, Boden, Bletch- platz u. m. Benutzung des Gartens, auf 1. October zu vermiethen. Zu erfragen Franksurterstr. 31, II. St. 5527 Dammstraße 1 i Nord-Anlage) III. Etage, bestehend in 5 Zimmern nebst Zubehör, zu vermiethen._________________ 5552 Zwei möblirte Zimmer zu oer? miethen. Lndwigstraße 12, parterre. 5607 Eine Stube (Parterre) nebst Zu- behär^zu oermiethen. Kapla.isgasse 3. 5681 Eine Wohnung von 3 Zimmern und Zubehör zu vermiethen. Jacrw Wagner, Grünbergerstraße. 2827] Laden mit Wohnung, gr. o. kl^ zu vermiethen. Wcttergasse 5 II. 4712 Ein neueingerichtetcr Laden nebst Wohnung ist Neustadt 18 zu vermiethen Näheres bei _ Wilh. Plank, Bahnhofstraße 18._ 5323 Eine schöne geräumige Werkstatt zu vermiethen. Näheres i. d. Exp^d. Bl. 5355] Laden mit Eabinet in bester Lage der Stadt zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl._________ 5640] Laden nebst < Logis, Wettergasse 3, zu vermiethen und Anfangs October zu beziehen. Näheres bei Herm. (tuler. 4957 Laden mit Logis zu vermiethen bei Georg Lchomber, Seltcrsweg 30. Vermischte Anzeigen. 5641 Ein kräftiger Junge als Lehr* ling gesucht von Martin Lenz, Bäckermeister. Kanäle, Kinnen, Fußböden, Gewölbe, BauwerlMcke u. s w., aus Ceurentbeton, werden ausgesührt durch 5098 Albrecht Stein, Wetzlar, Cementwaaren-Fabrik. Alles Zinn und Blei kauft G. Rühl, Spengler 4026 in der Neustadt. Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'.scheu Druckerei (Ffr. Ehr. Pietsch) in Gießen. fit.1S ßtrlii RmwrW joa)ie dem Te\ Dttski in Meiler M Wch eiilgelri werden ^achmi ftleile zwilchen ©aftei: Rrgentz leine \ -Der Morgen-PiM Wien, sich demnächst üdpstallen. Wien, büi Die 'teootl noly mit leim ein strsüMe und Lrsterrei Kaisers und weder eine gi lachen in Huben, daß an < welches in hirt falten werben ^vtzrn' faV nunmehr 1 Ministn der; Haag ratistcin wort Drüfs ierredurig jh ^ffociation (S Mfyetefat Wiener Qpl 3erfiöriing nn -'llederlaffunge "brede, d- »mi unerirä, kir ?°nd»a fct||ter ü[fnü «Hing di te"? jöiebie , Varis, “"gereift. 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