'8'n ft«n b. )O|lig )onig. 5695 eb. Balser. nb ^euenvolk. Oonig. ße^M der Zie^- . 5715 Wnbjehekn. lalis Eitlen Eit Fütterung re- 569® büchst ein Menageriebesitzer. Mendes Semester p-: mmer zu vermiethe^ Ludwigsslrafi mit Stube prTÄ zu vermiethe^ erbert, ÄMV ite Mzeigen. (amen 5 israeilfifiiS -tt*1'- saMlM-Mda« jläitre? ju ttttttt»11 isiogen $<««*»*& S' ns- 569o Mx. iss Crft-s Blatt. Sonntag den 9. August I85S Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. t Vchulstra^e 7. Erscheint mit ««nähme Msntags. PvetA »ierteljLhrlich 2 Mark 26 Pf. mtt «ringerlatz» Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 59 Pf. Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Taschenmesser, 1 Frauenhemd, 1 Kinderhemd, 1 Paar Strümpfe, 1 Kiffenüberzug, 1 Visitenkartentasche, 1 Sporn, mehrere Schlüffel. Gießen, am 8. August 1885. Großherzoglicher Polizeiamt Gießen.- I. V-: Kraemer.> Betreffend: Die Rachjuchung der Berechtigung zum exnjapng freiwilligen Liren,r auf Grund von Schulzeugnissen. Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde wirb. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: Geburtszeugniß; 9 d. ein Eirrwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten auszustellen ist; 4. das Schulzeugnitz. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem EinwilligungS-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Neisezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen L Ord., sämtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (L Theil der Wehr-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 - Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. LÄensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Zakres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April des- selben Jahres zu erbringen. S. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist Ön ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden, erscheint es zwecknenlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen werden hierdurch aus die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. p. 1 Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commisstou nur dann * o. ein UnbescholtenheitSzeugmtz, waches für Zöglinge von höheren amubrinaen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen Schulen (Gymnasien, RealschulenProgymnasten und höheren Burger- gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Ausenthaltsort hat. schulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen Mgen und zu verpflegen; Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der SS 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ord. verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. London, 7. August. Eine Deputation der englisch-jüdischen Association begab sich heute zu Salisbury, um ein Einschreiten Englands, allein oder gemeinsam mit den anderen Berliner Signatarmächten, bezüglich der Lage der Juden in Rumänien zu erbitten. Salisbury erwiderte, die Regierung könne als Mitunterzeichner des Vertrages diese Frage nicht unberücksichtigt lassen, er bedauere, daß die Juden Rumäniens unter dem eingewurzelten Vorurtheil des Volkes, welches in der Gesetzgebung seinen Ausdruck gefunden habe, zu leiden hätten, die Angelegenheit sei sehr delikat zu behandeln. Die Regierung werde jedoch ihr Möglichstes thun, um eine Besserung der Lage der Juden herbeizuführen. — Die „Times- theilt in der zweiten Ausgabe folgendes Telegramm aus Meshed von gestern mit: Britische Ossiciere sind noch in Herat, wo die Befestigungsarbeiten fortgesetzt werden; der Emir wolle auch Truppen zum Schutze Herats aufftellen. Telegraphische Depeschm. Wolst'S telegr. Correspondeirz - Brrreair. Bad Gastein, 7. August. Der Kaiser und die Kaiserin von Oesterreich verliefen das Hotel Straubinger heute Morgen bereits um 7 Uhr, um sich nach der Kirche zu begeben. Sodann machte die Kaiserin einen Spaziergang, während der Kaiser, von dem Landeshauptmann Grafen Chorinsky und den Mitgliedern des Landesausschusses geführt, den Hebestollen besichtigte, durch welchen das Wasser aus den Gasteiner Quellen in das in die einzelnen Häuser führende Röhrennetz gepumpt wird. — Seine Majestät der Kaiser Wilhelm machte heute in Begleitung des Flügel- adjutanten Qberstlieutenant v. Petersdorff eine Promenade auf dem Kaiserwege und stattete sodann dem Kaiser und der Kaiserin von Oesterreich, welche um 9 Uhr von ihrem Spaziergange nach dem Hotel Straubinger zurückgekehrt waren, einen Besuch ab. Kaiser Franz Josef hatte kurz vorher den Fürstbischof von Olmütz, Cardinal v. Für- ftenberg, und den Grafen Beust in kurzer Audienz empfangen. — Zu dem heute bei Sr. Majestät dem Kaiser Wilhelm stattfindenden Diner sind außer dem beiderseitigen Gefolge der Staatsminister v. Bötticher, der Cardinal v. Fürstenberg, der Statthalter Graf Thun, der Landeshauptmann Graf Chorinsky und die Grafen Beust, Palffn, Lamburg und Zichy geladen. — Nachdem Seine Majestät Kaiser Wilhelm etwa eine halbe Stunde bei den österreichischen Majestäten verweilt hatte, verabschiedete sich die Kaiserin Elisabeth, um einen Spaziergang in das nach Böckstein führende Thal zu machen. Beide Kaiser verblieben dann noch eine Viertelstunde allein. Gastein, 7. August. Nachmittags um 3Vr Uhr begab sich der österreichische Kaiser, die Kaiserin am Arm führend, zum Diner beim deutschen Kaiser; Franz Josef trug die Uniform des Franz-Regiments, die Kaiserin ein schwarzes Spitzenkleid, schwarze Federn im Haar und ein schwarzes Sammtband mit Brillanten um den Hals. Die Bevölkerung begrüßte die Majestäten mit lebhaften Hochrufen. Hinter dem Kaiserpaar schritten Noosca und Frau Fließer, sämmtlich wie auch der Kaiser mit einem Trauerflor um den linken Unterarm, da heute die Hoftrauer um die Gräfin Meran beginnt. Auf ber zur Terrasse des Badeschlosscs hinaufführenden Treppe erwarteten der Hofmarschall Perponcher und Baron Reischach die österreichischen Majestäten. Kaiser Wilhelm erschien in österreichischer Uniform. Das Diner wurde an zwei Tafeln im Speisesaale und Salon servirt. An der ersteren, in Hufeisenform, sitzt Kaiser Wilhelm m der Mitte, zur Rechten die Kaiserin, links Kaiser Franz Josef. Die österreichischen Malestaterr kehrten wenige Minuten vor fünf Uhr von der Hoftafel zurück. Der Kaiser führte die Kaiserin. Graf Perponcher begleitete dieselben bis zum Fuße der Terrassentreppe. Bald darauf kam Kaiser Wilhelm in österreichischer Uniform, gefolgt von der gesammten Suite, die Treppe hinab, schritt über den Straubinger Platz und begab sich tn die Appartements der österreichischen Majestäten. Rach wenigen Minuten kam Kaiser Wilhelm, die Kaiserin führend, die Treppe des Hotels herunter, hinter ihnen Kaffer Franz Josef in österreichischer Generalsuniform. Kaiser Wilhelm geleitete die Kaiserin bis zum Wagenschlag der bereitstehenden vierspännigen Postkutsche. Beide Kaiser umarmten ünd küßten sich dreimal herzlich, während die Bevölkerung wahrhattbegeffterte Hochs ausbrachte. Kaiser Wilhelm küßte der Kaiserin die £>anbals der Wagni sich langsam in Bewegung setzte, reichte die Kaiserin nochmals die Hand, die der Kaffer abermals küßte. Als der Wagen den Blicken des Kaisers entschwunden war, kehrte Se. Majestät ins Badeschloß zurück. Den Herren des österreichischen Gefolges wurden von Kaiser Wilhelm Auszeichnungen verliehen, die dieselben bereits zum heutigen Dmer Fulda, 7. August. Die Conferenz der preußischen Bischöfe ist geschlossen und haben die letzteren Fulda verlassen. _ _ o , , . Paris, 7. August. Ein Telegramm der „Agence Havas" aus London sagt, Sir Henry Drummond Wolff begebe sich heute direct nach Konstantinopel, ohne Paris zu berühren und ohne in Wien Aufenthalt zu nehmen. Paris, 7. August. Der „Fran?aise" zufolge wählt der Krlegsminffter gegenwärtig Offiziere für die Reorganisation der annamitischen Armee aus. Marseille, 7. August. In den letzten vierundzwanzig Stunden zahlte man Hierselbst 26 Choleratodte. , _ . , Petersburg, 7. August. Nach entern heute veröffentlichten Gesetz wird regierungsseitig für in's Ausland exportirten Zucker die Steuer zurückerstattet und eine Prämie von einem Rubel pro Pud gemährt. Das Privilegium erstreckt sich aus Zucker, welcher bis zum 1. Juli 1886 nach Asien ausgeführt wird. Das Privilegium erlischt, sobald der Zucker-Export 2 Mill. Pud erreicht. „ . — Das „Journal de St. Petersburg" schreibt: Wir wollen bei den Erklärungen nicht stehen bleiben, in welche Lord Salisbury eintritt. Was die Grunde für den Aufschub anbelangt, welchen die Regelung der Zulfikarfrdge erleidet, so sind diese Gründe bekannt, und man darf wohl annehmen, daß die Ergänzung der Informationen, welche die russische Regierung glaubte einholen zu müssen, ihr ohne Zögern zu- qeben wird. Was die Besetzung von strategischen Positionen aut afghanischem Gebiete anbelangt, bemerkt das Journal weiter, so bildet die Unabhängigkeit Afghanistans einen Theil des zwischen Rußland und England getroffenen ^kommens, welches den setzt schwebenden Verhandlungen als Grundlage dient. In Bezug aut die Nachricht des Bureau Reuter", daß afghanische Truppen bei Pendjeh concentrirt ^wurden und russische Truppen ebenfalls dorthin gesandt worden seien, constatnt das Journal, daß in Petersburg keinerlei Bestätigung dieser Behauptung euigegangen sei, und das; uber- dem, da Pendjeh in Folge der Ereignisse vom 30. Marz ueutralffirt worden sei, weder russische Truppen, noch afghanische Soldaten dorthin hatten Vordringen tonnen. Selstnafors, 7. August. Das russische Kafferpaar ist heute, um i Uhr Nachmittags, eingetroffen uni) wurde von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Belgrad 7 Nugust. Der serbische TepuUrte Jacowlewitz Ut am 5. August in Berines (Kreis Rudnik) von Räubern in bosnischer und montenegrischer Tracht: überfallen und ermordet worden. Konstantinopel, 7. August. Die gegenüber den französischen Mittelmeer- 'Provcnienzen festgesetzte lOtägige Quarantäne ist ausschließlich in den Lazarethen von Clremore bei Smyrna, Beiruth und Tripolis zu erledigen. Die in den Auslandhäfen obsolvirte Quarantänezeit wird dabei berücksichtigt. Universität-- Chronik. — Der Vorstand der Anatomie in Tübingen, Professor Henke, hat einen Ruf nach Königsberg abaelehnt. — Als Nachfolger des Professors Gerhardt hat die Würzburger medicinische Fakultät der bayerischen Unterrichtsverwaltung an 1. Stelle Professor Leube in Erlangen, an 2. Lehrmeister in Tübingen und an 3. Licht heim in Bern in Vorschlag gebracht. Leube war nächst Gerhard für die Berliner Professur in Aussicht genommen. Lokale-. Gießen, 8. August. sStadtoerordnetensitzung vom Donnerstag den 6. August, Nachmittags 4 Uhr.) Anwesend: Herr Beigeordneter Heß als Vorsitzender und die Herren Stadtverordneten: Baist, Gail, Georgi, Grüneberg, Hoch, Hornberger,^Ad. Noll, Aug. Noll, Kauf, Lüdeking, Petri, Scheel, Schopbach, Simon und Vogt. 1. Wahl eines Mitglieds der Einschätzungs-Commission für die Einkommen- und Kapitalrentensteuer. Herr Kaufmann Emil Pistor jun. wurde an Stelle des ausgeschiedencn Mitglieds für die 1. Abtheilung erwählt. 2. Beitrag der Stadtkasse zu den Kreisumlagcn pro 1885/86. Für die nicht vorgesehenen 3944.28 JL wurden die Mittel zu Lasten der Ueberschüsse bewilligt. 3. Die Ueberlassung eines Schulsaales zur Abhaltung von Gesangsübungen. Der Gesangverein der Bürger-Gesellschaft beabsichtigt, ein Concert zum Besten des Abt-Denkmals zu veranstalten und zur Abhaltung der Gesangsübungcn wurde die Benutzung eines Locals im Schulhause in der Schulstraße genehmigt. 4. Die Badeanstalten in der Lahn. Die von Großherzoglichem Polizeiamt Gießen zur Vorlage gekommene Polizei-Verordnung wurde wie folgt angenommen : Auf Grund des Artikels 296 des Polizeistrafgesetzes und des Artikels 56 Pds. 1 der Städteordnung wird nach Anhörung der Stadtverordnetenversammlung mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 188 zu Nr. M. I. verordnet wie folgt: § 1. Die polizeiliche Aufsicht über die öffentlichen Badeplätze in der Lahn steht dem Großh. Polizeiamt zu, welches dieselbe durch die ihm unterstellten Vollzugsorgane ausübt. $ 2. Das Mitnehmen von Hunden in die Badehäuser ist nicht gestattet. $ 3. Von dem letzten, unterhalb der Pulvermühle gelegenen Badehause an, stromaufwärts bis zum sogen. Schäferbrunnen, ist das Baden in der offenen Lahn (außerhalb der Badehäuser) sowie das Entkleiden an beiden Ufern verboten. Bei dem Baden in offener Lahn sowie innerhalb der Badeanstalten haben sich die Badenden, falls sie sich nicht in einer geschlossenen Halle baden, ohne Ausnahme der Badehosen zu bedienen. $ 4. Das Schwemmen oder Waschen von Rindvieh, Schafen, Schweinen zwischen den beioen ober- und unterhalb der Lahnbrücke gelegenen Wehren ist vom 1. Mai bis 15. September untersagt. Pferde dürfen in den Monaten Juni und Juli nur bis 7 Uhr Morgens und nach 8 Uhr Abends, in den Monaten Mai, August und September bis 7 Uhr Morgens und nach 7 Uhr Abends, in den übrigen Monaten aber zu jeder Zeit zum Schwemmen gebracht werden. S 5. Das Localreglement für die Provinzialhauptstadt Gießen vom 8. Mai 1856 betr. das Polizeistrafgesetz, insbesondere Baden in Flüssen, tritt außer Wirksamkeit. § 6. Zuwiderhandlungen werden, soweit nicht die einschlägigen Strafbestimmungen des Reichsstrafaesetzbuchs und des Polizeistrafgesetzes zur Anwendung zu kommen haben, mit einer Geldstrafe von einer bis dreißig Mark geahndet. Gießen, 4. August. Die Hessische Lutherstiftung, welche bestimmt ist bedürftige Studirende der evangelischen Theologie, die sich verbindlich machen, 5 bezw. 10 Jahre der Hessischen Kirche zu dienen und sich durch bereits erwiesene Tüchtigkeit würdig gezeigt haben, durch Stipendien bei ihrem Studium, vorzugsweise bei solchen auf der Landesuniversität zu unterstützen, hat in diesem Jahre zum ersten Male Stipendien zu vergeben. Die einzelnen Stipendien haben die Höhe von 350 und 700 J4 und steht die Summe von 3150 JL zur Verfügung. Gesuche um Verleihung eines Stipendiums sind an den Secretär des Vorstandes der Hessischen Lutherstiftung, Herrn Rechtsanwalt Dr. Dornseiff in Gießen spätestens bis zum 1. September l. I. einzureichen. (D. Z.) Vermischtes. Friedberg, 4. August. Gestern Abend wurde ein junger Mensch von Ockstadt, Namens Grimm, der auf der „Kaisergrube" arbeitet, auf dem Heimwege in der Nähe des Forsthauses Winterstein, von 3 Männern und einem Weibe überfallen, feiner geringen Baarschaft und seiner Kleider beraubt, verwundet und geschlagen und dann laufen gelassen, als er um sein Leben flehte. Grimm konnte ein genaues Signalement der Räuber geben. Die Gensdarmerie begab sich heute sofort auf die Suche und so steht zu erwarten, daß, da die Räuber eines der am Winterstein gelegenen Orte passirt haben müssen, sie in kürzester Zeit ergriffen werden. ][ Darmstadt, 7.August. sSprachreiniger.j In dieser an Ereignissen hochpolitischen wie localen Inhalts gleich armen Saurengurkenzeit wird es Ihre Leser vielleicht amüsiren, von einer Bestrebung hiesiger Herren der guten Gesellschaft Kennt- niß zu erhalten. Dieselben haben sich nämlich untereinander verpflichtet, sich im gegenseitigen Verkehr jedes übersehbaren Fremdwortes zu enthalten. Geschieht es trotzdem, daß einer der Herren ein Fremdwort gebraucht, für das ein den Sinn vollständig wiedergebendes Wort in der deutschen Sprache gefunden werden kann, so zahlt der Betreffende für solches Vergehen 5 $ Strafe. Bei besonders groben Verstößen wider die deutsche Muttersprache werden 10 H erlegt. Wenn irgend ein Zweifel obwaltet, ob das gebrauchte Wort nicht bereits Bürgerrechte in der deutschen Sprache erworben hat oder nicht sinndenkend übersetzt werden kann, wird von der Gesellschaft abgestimmt. Diese Abstimmung kostet den Antragsteller, ob er nun Recht oder Unrecht bekommt, jedesmal 20 H Gerichtsgebühren. Die Gesellschaft tagt täglich hier, insofern sie bei dem gemeinschaftlichen Mittagessen in einem unserer ersten Gasthäuser die ongedeuteten sprachreinigenden Grundsätze anwendet und zur strengsten Durchführung bringt. Trotzdem die Gesellschaft bis jetzt nicht gerade zahlreich zu nennen ist, so hat die Kasse der Sprachreiniger doch schon recht gute Geschäfte gemacht, wie allein aus der Thatsache zu ersehen sein dürfte, daß aus der betreffenden Kasse zwecks eines Beitrags zur Bis- marckspende s. Z. 100 JL gezahlt worden sind. In Zukunft werden die gesammelten Gelder für gemeinnützige milde Zwecke verwendet oder auch wohl bei heiteren geselligen Veranstaltungen zu Ehren von Bacchus und Gambrinus geopfert werden. Mainz, 5. August. sTod durch Mißhandlung.) In unserem Nachbarorte B. hat sich vorgestern eine rohe That abgespielt; in dem fraglichen Orte wohnen eine ganze Anzahl polnischer Arbeiter mit ihren Familien, welche sich als Maurer oder Handlanger ernähren. Vorgestern kam es nun zwischen diesen Arbeitern zu einem -Streit, wobei einer derselben in so schändlicher Weise mißhandelt worden ist, daß er an den erhaltenen Wunden verstarb. Das Gericht hat gestern bereits die Section der Leiche vorgenommen, bei welcher Gelegenheit constatirt worden ist, daß der Arme förmlich todtgetreten worden war, da sich am ganzen Körper die Spuren der Fußtritte zeigten. Der Thäter wurde gestern verhaftet und unter Gendarmeriebedeckung in das hiesige Gefängniß abgcführt. .Zahlbach, 5. August. Den lieben Leichtsinn hatte gestern Abend eine Frau in unserer Hauptstraße schwer zu büßen. Das Feuer wollte nicht recht brennen und da mußte dann Hülfe im Aufgicßcn von Petroleum gesucht werden. Kaum hatte aber Jbie Frau aus einer Kanne von dieser höchst gefährlichen Flüssigkeit auf das Feuer gegossen, da erfolgte ine Explosion und lichterloh stand die Frau in Flammen. Mit schweren Brandwunden bedeckt, konnte sie nur mit Mühe vom Verbrennen gerettet werden. Ein wahres Wunder ist es zu nennen, daß nicht noch größeres Unglück durch einen Brand entstand, wodurch unser Ort, der seit vielen Jahren von solchen Unglücksfällen verschont blieb, sehr in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Wie oft soll übrigens noch vor dem Aufgießen von Petroleum auf das Feuer gewarnt werden, berichten doch tagtäglich die Tagesblätter über derartige Unglücksfälle. Langenhain, 2. August. sEine Luftfahrt vermittelst einer Windhose.) Gestern Nachmittag gegen 3 Uhr geht ein 13jähriger Knabe von hier nach dem nahen Fauerbach v. d. H. Kaum hatte er diese Höhe überschritten, hört er hinter sich ein starkes Brausen. Erschreckt eilt er den hohen Rain hinauf, und oben angekommen, erfaßt ihn eine Windhose, hebt ihn haushoch empor und trägt ihn etwa 10 Minuten weit seitwärts über die Felder. Noch nicht ganz wieder zur Erde nicdcrgekommen, wird er abermals in die Lüste getragen und endlich durch einen starken Stoß auf die Erde niedergeworfen. Glücklicherweife hat ihm diese interessante Luftfahrt keinen weiteren Schaden als einen kurzen Schwindel und etwas Brechneigung zugefügt. So erzählte der Junge und ein Fuhrmann hat die Luftfahrt mit angesehen. ■ (D. ZI Neustadt a. d. H., 5. August. Unser berühmtes Schützenhaus („Vier Jahreszeiten") eines der ältesten historischen Sammelpunkte in der Pfalz, in welchem die Helden der Revolutionszeit über Wohl und Wehe des Landes rathschlagten, ist abgebrannt, — sEin Ferienhospiz für Gymnasiasten.) Man schreibt der „Nordd. Allg. Ztg.": Es läßt sich nicht leugnen, daß durch die Errichtung eines Ferienhospizes an der See vielen Schülern der höheren Lehranstalten ein Dienst erwiesen wird, da gerade der Aufenthalt an der See auf nervös überreizte Naturen einen überaus wohl- thuenden Einfluß übt, der Aufenthalt an der See und die Bäder in derselben eine Stählung und Kräftigung des jugendlichen Körpers bewirken, wie wenige andere Mittel. Der' preußische Eultusminister hat sich nun durch den Augenschein überzeugt, daß zur Anlegung eines solchen Hospizes die Insel Langeoog ganz besonders geeignet ist, weil dort der Lärm und Trubel des modernen Badelebens gänzlich fehlt und hoffentlich auch für die Zukunft ferngehalten werden kann. Ein solches Ferienhospiz, im Anschluß an das bereits bestehende, in erster Linie für Geistliche, Lehrer und Beamte, sowie deren Familien bestimmte Hospiz zu errichten, hat sich das Kloster Loccum auf Langeoog entschlossen, und das preußische Eultusministerium empsiehlt dasselbe in wärmster Weise. Das Hospiz ist für Knaben im Alter von 12—16 Jahren bestimmt. Für je 20 Knaben wird ein Gymnasiallehrer als Inspektor angenommen. Die Knaben schlafen in Langeoog in großen Schlafsälen. Für den Aufenthalt bei Taae während etwaigen Regenwetters wird ein großer Saal eingerichtet, in welchem auch Die gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen werden. Um 6*/, Uhr Morgens wird aufgestanden,, um 9V2 Uhr Abends zu Bett gegangen. Der Preis beträgt für 4 Wochen, alles außer der Reise inbegriffen, 100 JL. — Wer noch keine Badereise unternommen hat, dem können wir ein neue^ Reiseziel empfehlen, wo er idyllische Ruhe des Landlebens und kräftige Seeluft findet. Conoentionellem Zwang begegnet man dort nicht, und vor Allem: man braucht im wahren Sinne des Wortes nicht Toilette zu machen. Dieses Eldorado für Touristen ist — Kamerun. Carl Stangen bereitet soeben eine Gesellschaftsreise nach diesem vielgenannten Lande vor, welche bereits vollständig in ihren Details festgesetzt ist, und zu der sich auch schon sechs Teilnehmer angemeldet haben. Sobald nock eine gleiche Anzahl der Fahrt sich anschließt, ist das Unternehmen gesichert und die Abreise wird bekannt gemacht. Der Einschiffungshafen wird Bremen sein und soll je einige Tage Station in Lissabon, Lagos und Liberia gemacht werden. Als Reisedauer hat man 9 Wochen in Aussicht genommen und der Betheiligungspreis ist auf 2800 JL fixirt. Der Plan bezweckt, Interessenten eine günstige Gelegenheit zu bieten, die neue Colonic kennen zu lernen und die Anknüpfung von Handelsbeziehungen zu erleichtern, von welchem Gesichtspunkte aus der Idee einer solchen Gesellschaftsreise die Anerkennung, nicht versagt bleiben kann. Schiff-Nachrichten. Bremen, 7. August. sPer tr'ansatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. Juli von Breinen und am 28. Juli von Southampton abgegangcn war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 7. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Fulda, Capt. O. Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 29. Juli von Bremen und am 30. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Gießen, den 8. August- Auf dem heutigen Markt kostete' Butter per Pfund JL 0.75—1.00, Hühnereier pr- Stck. 5—6 X Enteneier St- 0—0 H, Käse pr. St. 5—9 Kasematte 2—3 H, Erbsen pr. Liter 20 X Linsen 26 H, Tauben per Paar 0,50 bis 0,70 X Hühner per Stück X 0.90—1.10, Hahnen pr. Stück JL 0.50—0.80, Enten per Stück X 1.20—1.80, Ochsenfletsch per Pfund 68—00 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleffch 64—70 X Kalbfleisch 48—50 X Kartoffeln per 100 Kilo JL. 5.00—6.00, Milch per Liter 12—16 H, Zwiebeln per Gentner JL 6.00-7.00, Kirschen per Pfund 20-24 H. Auszug aus den Standesamtsregisteru des Standesamts Gießen. Aufgebote. Juli: 27. Kaufmann Ludwig Karl Martin Hermann Frech mit Wilhelmine Luise Emilie Demuth, Tochter des Bürgermeisterei-Secretärs Wilhelm Demuth zu Gießen. 27. Schuhmacher Friedrich Jäger mit Marie Karolinc Dorothea Henriette Feldhaus, Tochter des verstorbenen Tapeziers Georg Feldhaus zu Gießen. 27. Barbier- Ludwig Emil Karl Christian Friedrich Ott mit Christine Helene Christiane Zinßer,. Tochter des Schlossers Heinrich Zinßer zu Gießen. 30. Der Sergeant im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Theodor Karl Semmclmeyer mit Helene Dorothea Lutz, geb. Rühl. Wittwe des pens. Lehrers Heinrich Daniel Lutz zu Gießen. August: 3. Dachdecker Karl Friedrich Gustav Christian Korndörfer mit Marie Thersia Storck, Tochter des verstorbenen Taglöhners Franz Storck zu Gießen. 4. Arbeiter Heinrich Zimmermann mit Elisabeth Imhoff, Tochter des Landwirths Philipp Imhoff zu Marburg. 6. Pfarrer Ernst Adam August Dingeldey mit Elisabeth Thesen Wilson, Tochter des Directors Peter Wilson zu Gießen. 7. Schuhmacher Johann Wilhelm Barenhoff mit Marie Karoline Lemmer, Tochter des verstorbenen. Wegwärters Carl Lemmer zu Bockenheim. «heschließnngen. Juli: 29. Der Vicefeldwebel im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Friedrich Nafsua zu Gießen mit Christine Plitsch, Tochter des Landwirths Johannes Plitsch III. zu Lang-Göns. 29. Schmied Friedrich Müller, Wittwer, mit Sophie Lies, Tochter des verstorbenen Schreinermeisters Hermann LieS zu Gießen. Geborene. Juli: 20. Dem Dreher Johs. Rohrbach eine Tochter. 21. Dem Dachdecker- Martin Emil Jtoü eine Tochter, Lina Marie. 23. Dem Vicefeldwebel im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Heinrich Adolph ein Sohn. 27. Dem Straßenmeister Christoph Bischoff ein Sohn, August Hugo. 28. Dem Geschirrhändler Philipp Wagner eine Tochter. 28. Dem Kaufmann Emil Fischbach Zwillingskinder, eine Tochter und ein Sohn. 29. Dem Fuhrmann Heinrich Mootz ein Sohn, Heinrich Wilhelm Christoph. 29. Dem Sattler Adam Heß eine Tochter, Kalh. Elisabcthe. 30. Dem Schuhmacher PH. Seipp ein Sohn. 30. Dem Gärtner Johs. Balßer eine Tochter, Luise Karoline. August: 1. Dem Lademeister August Thierbach ein Sohn. 1. Dem Tapezier Ferdinand Nennstiel ein Sohn. 2. Dem Professor Dr. Rudolf Stammler eine Tochter, Bertha. 2. Dem Fuhrmann Hermann Bender eine Tochter, Helene Auguste. 3. Dem Schlosser Friedrich Gustav Kock eine Tochter^ Elisabeth Katharine. 3. Dem Maurer Heinrich Sommerlad eine Tochter, Anna Elisabeth. 4. Dem Bahnarbeiter Konrad Nau ein Sohn. 6. Dem Oeeonom Karl Jughard III. ein Sohn. 6. Dem Locomotivheizer bei der Oberhessischen Bahn Ludwig Dem eine Tochter. \$tthenn*' ,9t06ctt§Uii iS“1'! fi-' ^*k.) iort et S.?™1 «1 m »d oÄF't ein Erde niebcrnpf nuttn ^tten N°""nen, Wfüjt. s ®*m b^y«;-6 'S« * «*«s PM Lmt” üb-rmz 2 2lu?rnf*'nt0e °"dk« Augenschein übermal s gänzlich fehlt und lA^sFerienhos^ lUche, Lehrer und $t- JJJ das Kloster Loccum n emp» dasselbe in ~lb ^yren bestimmt, f a btl W "ährend ■lujeni auch Die gemrin- ien? ausgestanden. r ^Wochen, alles außer können wir ein neues^ kräftige Seeluft findet. 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Taglöhner Daniel Schneider. 80 Jahre alt. 28. Commis Christian Leidner, 39 Jahre alt. 28. Bäcker Max Dörzenbach, 32 Jahre alt, von Heidelberg. 29. Cigarrenmacher Ph. Reuschling, 47 Jahre alt, von Klein- linden. 29. Elise Strauch, 74 Jahre alt, Wittwc des Holzmachers Heinrich Strauch. 30. Christian, 1 Jahr alt, Sohn des Schneiders Kaspar Weiß. 30. Friedrich, 8 Jahre alt, Sohn des Schneiders Georg Kock. 31. Therese, 4 Jahre alt, Tochter des Postschaffners Adam Cmig. August: 1. Heinrich Uhl, 57 Jahre alt, von Neukirchen, Kreis Wetzlar. 2. Friedrich, 1 Jahr alt, Sohn des Schuhmachers Christian Weißbeck. 2. Anna Katharine, 1 Jahr alt, Tochter des Taglöhners Andreas Baum. 2. Weißbinder Konrad Eisensellcr, 42 Jahre alt, von Hattenrod. 2. Arbeiter Ph. Weihrauch, 47 Jahre alt, von Gambach. 4. Ludwig Emil, 3 Jahre alt, Sohn des Gerichtsvollziehers Emil Geißler. 4. Anna Elisabethe Lesch. geb. Bechthold, 79 Jahre alt, Wittwe des Arbeiters Georg Wilhelm Paulus Ludwig Lesch. 4. Emil August, 2 Jahre alt, Sohn des Gastwirths Ludwig Herbert III. 5. Stadtgärtner Christian Bieber, 63 Jahre alt. 6. Lina, 9 Monate alt, Tochter des Postschaffners Adam Emich. 6. Marie Sophie, 1 Jahr alt, Tochter des Oeconomen Heinrich Noll VII. 7. Katharine Wilhelmine, 1 Jahr alt, Tochter des Fuhrmanns Heinrich Belloff. Auszug aus ven Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische G e m e i n d e. Getaufte. Den 2. August. Dem Schriftsetzer Albert Köchlin eine Tochter, Frida Margarethe Johannette Gertrud Luise, geboren den 8. Juni. Denselben. Dem Locomotivheizer Karl Riebel eine Tochter, Margarethe Katharine Wilhelmine Henriette, geboren den 19. Juni. Denselben. Dem Schuhmacher Heinrich Rabenau ein Sohn, Heinrich Christian, geboren den 24. Juni. Denselben. Dem Kaufmann Karl Stieber ein Sohn, Karl Ludwig, geboren den 28. Juni. Den 3. August. Ein unehelicher Sohn von hier, Hans Alfred, geboren den 12. März. Den 4. August. Dem Kaminfeger Franz Rcbl eine Tochter, Franziska Helene, geboren den 14. Juli. Den 5. August. Dem Stationsassistcnt Friedrich Appel ein Sohn, Christian Friedrich Hermann Walter, geboren den 16. Juli. Beerdigte. Den 7. August. Christian Bieber, Stadtgärtner, alt 63 Jahre, gestorben den 5. August. Bro-preise vom 9. August bis 23. August 1885. der Bäcker H 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 56 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrot, 1. Sorte 25 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 50 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 22 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 44 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei Johs. Lein, L. Schneider, K. 66 Haas, L- Keil. Gießen, den 8. August 1885. der Vrodverkäuser H 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 2 „ (4 „ ) „ .....56 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 25 2 , (4 Pfd.» Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei I. Blitz (Kornbrod) 44 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte — 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 22 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 44 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 66 Großherzogliches Polizeiatnt Gießen. I. V.: Kraemer. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur geniessen am 8. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 16°, Luft im Schatten 12°. L. Chr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Briefkasten. Abonnent in Leihgestern. Bereits von uns im April gebracht. D.Red. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Im Firmenregister des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Max Müller ist unterm 1. August I. I. als Theilhaber aus dem unter der Firma „Arnold Müller" von seiner Mutter Frau Arnold Müller Wittwe dahier betriebenen Geschäft ausgeschieden, an dessen Stelle ist Gustav Müller mit demselben Tage als Theilhaber eingetreten, die dem letzteren s. Z. er- theilte Procura ist erloschen. Gießen, am 5. August 1885 Großherzogl. Amtsgericht Gießen. _________Müller._______5735 Bekanntmachuusi. Im Firmenregister des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Die Firma Heyligenstaedt & Co. hat dem Friedrich May von Gießen Procura ertheilt, derselbe ist sonach berechtigt die Firma zu vertreten und zu zeichnen. Gießen, den 4. August 1885. Großherzogl. Amtsgericht Gießen. Müller. 5734 Montag den 14. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Lorenz Stender Flur XXXV/38/io 129 Mtr. Grabgarten auf der Grünberger Chaussee und die Professorstücke, „ XXXV/4/10 463 Mtr. Hofraithe daselbst, „ XXxv/268Vio 690 Mir. Grabgarten meistbietend versteigert werden. Gießen, den 8. August 1885. Großherzogliches Ortsgericht. 5744 Müller. Keikgeöotenes. Neuen Incaroat-Kieesaamen la. Waare, empfiehlt 5727 __________A^KrölL_ Sopha's, Betten, Stühle, Spiegel & Bettvorlagen empfiehlt W. Kutzschrad, 5720_________Kaplansgaffe 27. Einmachfäsfer f in allen Größen empfiehlt billigst Joh. Arnold Wittwe Asterweg 23. 38. 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