heutige lenung. Tageszeit eh. §olonialwaaren-Gci^ lder.tWgerCom ^vertraut ist, für. Reiie gesucht. die Exped.d. Bl. U pis! Mk. angefertigt. 'oupes und Scheit Vwe., FriseurHeji' tcrgroefl 43. HaildarbÄ 41 Kalkbrennerei ;er Mann, welcher s größeren Colonick Detr'I-Geschast beftf" noch einige Zeit er, wünscht seines L Offerten sub E b.jöl■ Ä N von Gerbodf E3SSEH, (nächst dem fr* von Photograph® Art und Grösse, bei \tto WW_ iswaars M ,z H->«° Nr. ISO Dienstag den 9. Juni L88S Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. d«rr««r Schulftraße 7. Erscheint täglich mit «»snatzme des Msntchg». ' treis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerkh«. mrch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. Amtlicher HHeil. Betreffend: Die Erbauung einer normalspurigen Nebenbahn von Hungen über Echzell, Reichelsheim und Beienheim nach Friedberg. Bekanntmachung. Nachdem Grobherzogliches Ministerium der Finanzen dem Banquier Cäsar Strauß in Frankfurt a. M. die Erlaubniß zur Vornahme von Vermessungsarbeiten für eine Nebenbahn von Hungen über Berstadt. Echzell, Reichelsheim und Beienheim nach Friedberg ertheüt hat, so wird dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, - Gießen, am 6. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Nr. 17 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 5. l. M., enthält: sNr. 1606.) Bekanntmachung, betreffend die Redaction des Zolltarifgesetzes. Vom 24. Mai 1885. Nr. 18 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 4. l. M., enthalt: . sNr 1607.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1885/86. Vom 23. Mat 1885. Gießen, am 6. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. vr. Boekmann. ° 4287 Wegen eine» schweren ErkrankuogSfaUeS wird der SelterSweg vom Kreuz bi» zur Löwengasse für Fuhrwerk bis auf Weiteres gesperrt. ,. . Gießen, den 8. Juni 1885. GroßherzoglrcheS Polrzeramt Großen. x a Deutschland. Darmstadt, 6. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog werden Sich -a.irt Dienstag den 9. Juni nach Lich begeben und deshalb nächsten Mittwoch hier keine Audienzen ertheilen. Nach der Rückkehr beabsichtigen Se. Königl. Hoheit und die Großh. Familie das Hoflager in Seeheim zu beziehen. — Wegen des Ablebens Sr. Königl. Hoheit des Fürsten Karl An ton Mn Hohenzollern ist aus Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer von 8 Tagen an- geordnet worden, welche mit der zur Zeit bestehenden getragen getragen wirb. Darmstadt, 6. Juni. Das Amtsblatt des Großh. Ministeriums Les Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 21, enthält Ausschreiben d. d. Darmstadt, am 1. Juni, betr.: Die Vollstreckung der von den Gerichten erkannten Geldstrafen und Untersuchungskosten, insbesondere bei bekanntem Aufenthalt des Schuldners im Auslande. Aus dem Großherzogthum Hessen. Dem „Fr. Journ." wird unter'm 3. Juni geschrieben: „Man erinnert sich der Verhandlungen, welche onläßlich einer Interpellation des Abg. Ohly in der zweiten Kammer bezüglich der durch die Landgemeinde-Ordnung eingesührten directen Wahl der Bürgermeister stattfanden. Bei Weitem die meisten der damaligen Redner und auch die Regierung erkannten die großen Mißstände an, welche mit jenem Wahl- wodus verbunden sind; zu einem förmlichen Antrag kam es aber, da es sich mir um eine Interpellation handelte, nicht. Jetzt ist ein darauf bezüglicher Antrag von einem Mitglieds der ersten Kammer, Dr. Dorns ei ff, und zwar in der Richtung gestellt worden, daß in Abänderung der Landgemeinde-Ordnung derjenige Zustand hergestellt werden möge, welcher durch das Gesetz vom 8. Ja- nuar 1852 sanctionirt war. Danach wurde der Bürgermeister von der Staatsregierung aus den gewählten Mitgliedern des Gemeinderaths ernannt, dessen Mitglied er verblieb; gleiches galt von den Beigeordneten. Nach der Begrstp- düng des Antragstellers entsprächen diese Bestimmungen den richtigen staatlichen Principien, die nie verlassen werden dürften, wenn Ordnung in der Staatsverwaltung erhalten bleiben solle, dies wird des Näheren ausgeführt." Berlin, 6. Juni. Der Kaiser nahm am heutigen Vormittage mehrere Vorträge entgegen und empfing gegen Mittag die Besuche der Frau Kronprin- zessin nebst deren zur Zeit hier anwesenden Töchtern und des Prinzen Wilhelm, lieber das Befinden des Kaisers wird gemeldet, daß der erlauchte hohe Herr sich wieder völlig wohl und hergestellt fühlt und deshalb am heutigen Nach- niittage, sobald die starke Hitze des Tages nachgelassen, zum ersten Male wieder eine Ausfahrt zu unternehmen gedachte. — Der Reichskanzler sin Vertretung v. Burchard) verkündet unterm 3. ds. folgenden Bundesrathsbeschluß: 1) Das Entrippen inländischen Tabaks, welcher vom 1. Juli 1885 ab in Theilungslager ausgenommen wird, ist nur mit der Maßgabe zu gestatten, daß die entripvten Blätter unmittelbar vom Lager unter Steuercontrole in das Ausland geführt werden. Ausnahmsweise kann mit Genehmigung der Directivbehörde und unter den von derselben vorzuschreibenben Controlen Die Versteuerung des entrippten Tabaks zugelassen werden, wenn nach L rge der Verhältnisse kein Zweifel besteht, daß der betr. Tabak ausschließlich zu F-abrikationszwecken im Jnlande Verwendung findet; 2) aus Tabak, welcher vor baut 1. Juli d. Js. in ein Theilungslager ausgenommen ist, finden vom 1. September d. Js. ab die Vorschriften unter 1 gleichfalls Anwendung. — Aus Veranlassung des Herrn Justizministers hat, wie der „Hamb. Aarresp." mittheilt, das Königl. Commerz-Collegium in Altona verschiedene Jn- duistrielle und Handelstreibende zur gutachtlichen Meinungs-Aeußerung aufgefor- beert, ob Bedürfniß nach einem Gesetz vorliege, welches den Verrath von Mschästs-Geheimnissen mit Strafe bedrohe. Fast sämmtliche Beklagte haben sich dahin erklärt, daß in dem Verrath der Geschäfts-Geheimnisse eine große geschäftliche Gefahr liege, daß aber durch Erlaß eines Strafgesetzes die Sache nicht gebessert werden würde, weil die gegebenen Falls unvermeidliche Unter- suchung und öffentliche Gerichtsverhandlung das Geheimniß noch viel mehr in die Oeffentlichkeit bringen würde, als dies durch den Verrath eines Einzelnen geschehen kann. Berlin, 6. Juni. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht eine Bekanntmachung, betr. die Anmeldung der zur Unfallversicherung verpflichteten Betriebe, und das „Reichs-Gesetzblatt" enthält das Gesetz über Ausdehnung der Unfall- und Krankm-Versicherung. , t ä . Sigmaringen, 6. Juni. Se. Kais, und Kgl. Hoheit der Kronprinz ist heute früh mittelst Extrazuges hier eingetroffen und von dem Fürsten Leopolo, sowie den übrigen fürstlichen Personen empfangen worden. — Die Beisetzung der Leiche des Fürsten Anton ist heute unter Betheiligung der zahlreich hier anwesenden Fürstlichkeiten, Generalen, der weltlichen und geistlichen Behörden und der Deputationen der Regimenter, deren Chef der Verstorbene gewesen, erfolgt. Nach dem feierlichen Trauergottesdienst in der Stadtkirche setzte sich der Leichenzug nach der Familiengruft in Bewegung. Unmittelbar hinter dem Sarge schritt Se. Kaiserl. und Königl. Hoheit der Kronprinz, ihm zur Seite Fürst Leopold von Hohenzollern und König Karl von Rumänien, sodann folgten der Großherzog von Baden, der Herzog von Anhalt, Prinz Wilhelm von Württemberg, Fürst von Fürstenberg und die übrigen zur Bei- setzung erschienenen fürstlichen Personen. Se. Kaiserl. und Königl. Hoheit der Kronprinz hatte sofort nach seiner Ankunft einen Kranz am Sarge des Fürsten niedergelegt. Ä Wilhelmshaven, 4. Juni. Während einer Kreuzfahrt stieß gestern der zum Schutze der deutschen Nordsee-Fischerei in der Nordsee ftationirte Aviso „Pommerania", Commandant Capitän-Lieutenant Freiherr v. Sohlern, östlich von Norderney auf eine ganze Flottille englischer Fischersahrzeuge, welche schon seit mehreren Tagen innerhalb der Grenzen des deutschen Fischereigebietes ihre Netze warfen. Bei der Flottille befand sich ein Dampfer, der den Fang nach England zu bringen hatte. Dieser Dampfer wurde zunächst von der „Pommerania" aufgefordert, seine Flagge zu zeigen; als dieser Aufforderung nicht nach- gekommen wurde, sandte der Aviso ein vollbemanntes Boot an Bord des Dampfers und nahm Protokoll aus. Ein bei der unberechtigten Ausübung seines Gewerbes angetroffener Fischkutter, aus Yarmouth zu Hause, wurde von der „Pommerania" in Schlepptau genommen und im hiesigen Kriegshasen in Arrest abgeliefert. Ein Verhör des Führers desselben hat bereits stattgefunden. Schweiz. Bern, 6. Juni. Tie spanische Regierung, hat sich bereit erklärt, vom 1. Juli an der Pariser Convention, betr. den Austausch von Postpaketen, ohne Werthangabe beizutreten. , — Die am 3. d. Mts. ausgewiesenen Anarchisten (9 Deutsche, 1 Franzose, 11 Oesterreicher) waren der anarchistischen Propaganda, aber nicht eines unter das Bundesstrafrecht fallenden Vergehens überwiesen. Spanien. Madrid, 6. Juni. In dem Dorfe Museros in der Nähe von Valencia sind 13 Erkrankungen in Folge der Cholera vorgekommen. Mußland. Petersburg, 6. Juni. „Nowosti" veröffentlicht eine vom Blatte selbst als sehr zweifelhaft bezeichnete „kaukasische Privatnachricht", wonach der Emir von Afghanistan, Abdurrahman, von seinem Gefolge ermordet worden sei. Kriechenland. Athen, 6. Ium. Dem Vernehmen nach sind aus Kreta Unruhen aus- gebro chen. Einzelheiten liegen noch nicht vor. Amerika. Lima, 6. Juni. Ein Telegramm des „Reuter'schen Bureaus" meldet' 'Vier Bataillone des Generals Caceres haben ihre Dienste dem Präsidenten, General Iglesias, angeboten. Tausend Mann sollen von Lima abrücken, um Arequipa anzugreifen. Die Hafenstadt Mollendo wird am 8. Juni d. Js. dem Handel geöffnet werden. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 7. Juni. Eine Cabinetsordre vom 3. Juni bestimmt, daß die Officiere des 1. Magdeburgischen Infanterie - Regiments Nr. 26 und die des Hohenzollernschen Füsilier-Regiments Nr. 40 vierzehn Tage, die in den Hohenzollernschen Landen garni- sonirenden Officiere vier Wochen Trauer um den verstorbenen Fürsten von Hohenzollern (Flor um den linken Unterarm) anzulegen haben. Sigmaringen, 7. Juni. Der Kronprinz und der Großherzog von Baden sind heute Mittag nach Baden-Baden abgereist. Wien, 7. Juni. Bisher sind 275 Reichsrathswahlen vollzogen; davon entfallen 118 auf die Linke, welche bisher insgesammt 18 Mandate verlor; der böhmische Groß- grundbentz wählte 6 Liberale und 17 Conferv^ive; der oberösterreichische 3 Conser- vative (darunter den Minister Grafen Falkenhayn) und der Salzburger 1 Eonservativen; die Handelskammern von Brünn, Olmütz und Klagenfurt wählten 4 Liberale. Petersburg, 7. Juni. Großfürst Wladimir trat gestern eine Jnspectionsreise rn der Petersburger und Moskauer Militärbezirke an und wird auch den höchsten Norden, u. a. Novaja Semlja besuchen. Rom, 7. Juni. Die technische Commission der Sanitätsconferenz genehmigte in ihrer heutigen letzten Sitzung die vorgeschlagenen Mittel gegen Verbreitung der Cholera auf dem Landwege. Morgen findet die Schlußredaction der Beschlüße 'statt, welche der Conferenz in der nächsten Plenarsitzung unterbreitet werden. Simla, 7. Juni. Der Resident in Kaschmir meldet, daß die Erderschütterungen daselbst noch fortdauern. An einigen stellen habe sich die Erde unter Aufwirbelung eines schwefelhaltigen Staubes und heißen Wassers geöffnet, auch seien Häuser eingesunken. Dennoch sei die Erdbewegung im Allgemeinen eine leichte. Tiflis, 7. Juni. Hier ist von der Ermordung Abdurrahman's nichts bekannt. Urriversttäts- Chronik. Gießen, 8. Juni. Seinem längeren Leiden ist in der Nacht vom Samstag auf Sonntag Herr Professor Dr. Rob ert von Schlagintweit, geboren den 27. October 1833 zu München, erlegen. Wir betrauern in ihm einen Gelehrten von Weltruf bekannt durch seine Forscherreisen mit seinen Brüdern Hermann und Adolf in Indien — nach welchen die 3 Brüder 1859 von dem Könige von Bagern in den Adelsstand erhoben wurden — sowie durch seine populär-wissenschaftlichen Vorträge. Bonn, 5. Juni. Der bisherige Privatdocent Dr. Karl Gotthard Lamprecht ßt zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakuität hiesiger Universität ernannt worden. Mit diesem Herrn wird der erste aus der Reihe der jungen Ge- ehrten befördert, welchen der eifrige Förderer wifsenschaftlicher Bestrebungen im Rhein- land Gehermerath Dr. v. Mevissen, seit etwa 5 Jahren freigebig das sorgenfreie Studium speciell rheinischer Geschichte ermöglicht hat. Ein anderer Gelehrter aus dieicm Kreise, Dr. Höniger, der Herausgeber der Kölnischen Verwaltungsacten 1^- und 13. Jahrhunderts, hat sich kürzlich an der Berliner Universität für Geschichte Lokales. Gießen, 8. Juni. [Turnerisches.) Das gestern auf dem Bad-Nauheimer Hochwald stattgehabte Volksturnfest, begünstigt vom herrlichsten Wetter, hatte einen sehr starken Besuch und Tausende von fröhlichen Menschen waren gekommen, um Antheil zu nehmen an den herrlichen Genüssen der freien Statur, wie auch an den Unterhaltungen eines mit jedem Jahre sich ausdehnenden und schöner gestaltenden Volksturnfestes. Programmmäßig Mittags 1 Uhr begann auf dem Hartmann'schen Felsenkeller die Sitzung des Prersgerichts, in welchem auch Herr Bürgermeister Wörner von Bad-Nauheim erschien und die Vertreter resp. Kampfrichter im Namen Bad-Nauheims herzlich begrüßte und sie bewillkommnete. — Gauvertreter Demuth dankte im Namen der Turner des Gaues Hessen in kurzen kernigen Worten. ... Nachdem die Functionen an die Preisrichter bei den Geräthen vertheilt und verschiedene auf das Wettturnen sich beziehende Angelegenheiten besprochen und erledigt waren, zogen die Turner geschlossen unter Vorantritt der sehr gut geschulten Feuerwehrcapelle nach dem Hochwalde. Hier angekommen, begann alsbald unter Leitung des Gauturnwarts Engel (Marburg) das Wettturnen. Dasselbebestand, wie schon früher mitgetheilt, aus Freihoch- und Freiweitsprung, Klimmen und Steinstoßen und be- theiligte.sich daran die sehr stattliche Zahl von 72 Turnern. Es wurden im Ganzen 24 Preise ausgegeben, welche sich wie folgt vertheilen: Gießen 7 Preise, darunter den ■ ?tud; Th. Hof mit 34 Punkten), Wieseck 3 Preise, darunter den zweiten, Bad-Nauhelm 4 Preise, Friedberg, Usingen, Vilbel, Wetzlar je 2 Preise, Butzbach und 'Lauterbach je einen Preis. - Nachdem die Preisvertheilung, welche durch den Gauturnwart Obmann Engel rn Marburg vorgenommen, vorüber und Gauvertreter Demuth die Gründe der Einführung unseres Volksturnens klargelegt hatte, übernahm der erste Sprecher des Bad- Nauhclmer Turnvereins, Herr Lehrer Wagner, das Wort und sprach ächt turnerische Worte an die Festgeno sen, schließend mit einem dreifachen „Gut Heil" auf Seine Maiestat Kaiser Wilhelm I., womit die officielle turnerische Feier ihren Abschluß gefunden hatte. 17 D , ,. 8-^uni. Die am Samstag Abend abgehaltene Generalversammlung "^^^sigen Gewerbebank genehmigte schlankweg die Vorlagen ihres Aufsichtsrathes. 1L A- ow ioldendenzahlung von 8pCt. Bei der Ersatzwahl wurden wieder- bezw. Egewahlt und erhielten Stimmen: die Herren ve. Gut fleisch 109, Ehr. Leo 96, Ad°lph Noll 110, Ehr. Schopbach 112, PH. Uhl 91 und PH. Walther 107 Stimmen. ' — Ein am Samstag wegen Diebstahls von Cigarren beigestecktcr, schon viessoch bestrafter Mann aus einem benachbarten Orte hat sich heule Nacht im ArrestlU mittelst seines Leibriemens erhängt. Vermischtes. z-, Darmstadt, 6. Juni. Wie mir hören, finden die diesjährigen Herbstmanövcr der Großherzoglichen (25.) Division in der Provinz Starkenburg statt. Tie den eigentlichen Tivisionsmanövern vorausgehenden Brigadeübungen werden von der 49. Jnfanteriebrigade bei Dieburg, von der 50. Jnfanteriebrigade bei Darmstadt (Artillerie-Schießplatz bei Griesheim) und von der 25. Cavalleriebrigade ebenfalls bei Darmstadt abgehalten. Die Divisionsmanöver sind in der Gegend von Lindenfels Bis zum 12 September, dem Allerhöchsten Geburtsfeste Sr. Königl. Roheit des Groß- Herzogs, werden die Hebungen der Großh. Division beendigt sein/ Marburg, 6.Juni. Gestern Abend gegen 7 Uhr fand ein Soldat beim Baden in der Lahn unterhalb der Militärbadeanstalt die Leiche eines jungen Mannes. Tie- selbe wurde alsbald nach der Sieche gebracht und heute Morgen festgestellt, daß^der Verstorbene der 16jährige Ludwig Zadt aus Niederofleiden war, welcher seit einiger- Zeit bei einem hiesigen Maurermeister als Handlanger in Arbeit stand und am Sonntage seine in Weidenhausen innegehabte Wohnung verließ, ohne daß man wußte, wohin er sich begab. Auf welche Weise derselbe um's Leben gekommen, konnte noch nicht fest- gestellt werden.. Marburg, 6. Juni. Ein schweres Gewitter mit starkem Hagelschlag, wie er seit langen Jahren nicht dagewesen, entlud sich heute Nachmittag über unsere Stadt und Flur. —e. Offenbach, 6. Juni. [VIII. Verbandschießen.j Auf dem Festplatz wird es mit jedem Tag lebhafter. Die Bauten gehen mit schnellen Schritten ihrer Fertigstellung entgegen und werden ohne Fehl bis zum 10. Juni ferliggestellt fein. Heute schon kann man ersehen, wie stattlich die Festhalle, wie practisch und schön die Bür- hallen und welchen imposanten Eindruck die Portale nach ihrer Vollendung machen werden. Man sieht, daß der Schützenverein es sich angelegen sein läßt, seine Festgäste in jeder Weise zu befriedigen und auch dem Auge etwas zu bieten. Ter Fcftplak dessen Einfriedigung im Laufe der nächsten Woche völlig geschlossen werden soll, ist von geradezu großartigem Umfang und wird selbst für die denkbar höchste Frequenz ausreichen, em Punkt, der gar nicht zu unterschätzen ist. Das Probcbankett wird am 21. Ium pünktlich stattfinden. Es wird an diesem Tage nicht nur die Küche des Herrn Bruch einer Prüfung unterzogen, sondern auch die Getränke und die Scheibcnst'ände. Von der Capelle der freiwilligen Feuerwehr wird bei dieser Gelegenheit bis zur Beendigung der Festlichkeit concertirt. — Verflossenen Mittwoch wurden in Gegenwart vieler fremden Schützen die Scheibenstände einer Vorprobe unterzogen, deren Ergebniß die einstimmige Erklärung war, daß das Arrangement ein wohlgelungcnes sei. Wer das Leben und Treiben an besagtem Mittwoch gesehen, konnte übrigens schon einen kleinen Vorgeschmack von dem Fest bekommen. — Die Anmeldungen auswärtiger Schützen zu Festkarten, Wohnungen und Festbankett beginnen zahlreicher cinzulaufen, ebenso die Ehrengaben. Von letzteren seien neben dem bereits früher angeführten Preis der Stadt Offenbach im Werthe von 500 Mark genannt: Ter Preis 'des Deutschen Schützenbundes, bestehend aus 300 Mark baar; der Preis des Badischen Landesschützen- oereins im Werthe von 200 Mark; 2 Preise des Pfälzischen Schützenbundes von je 175 Mark Werth; 2 Preise der Mannheimer Schützengesellschaft von je 125 Mark- eine prachtvolle Büchsflinte des Herrn H. Knecht in St. Gallen; 3 Preise des Tffen- bacher Schützenvereins von je 250 Mark 2c. rc. - Im Gabentempel wird sich übrigens wiederum deutlich zeigen, daß Offenbach mit Recht die Stadt des geselligen, des Vereinslebens, genannt wird, denn die meisten hiesigen Vereine werden einen schönen Preis stiften. Einzelne sind bereits eingegangen; so vom hiesigen Fechtclub, vom Bicycle-Club 2C._ Wir werden in einem spätern Artikel Veranlassung nehmen, noch ausführlicher auf die eingegangenen Ehrengaben zurückzukommen und begnügen uns für heute mit dem Resumö, daß, soweit bisher aus allen Vorbereitungen ersichtlich, das VIII. Verbandschießen einen für alle Theilnehmer befriedigenden und erfreulichen Verlauf nehmen wird. — [Vacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armee-Corps.j Ort der Stationiruna wird bei der Einberufung bestimmt, Bezirk des Kgl. Eisenbahn- Betriebsamts Wiesbaden, Bahnhofsnachtwächter, 50 monatlich. — Cassel, Garnison- Bau-Jnspection, Tagewächter, resp. Bureaudiener, 2,50 Tagegelder. — Eisenach, Postamt, Landbriefträger, 600 v*L Gehalt und 144 Wohnungsgcldzuscbuß jährlich. — Frankfurt a. M., Direction der Main-Neckar-Bahn zu Darmstadt, Wagenwärter, 990 Gehalt, Wohnungsgeldzuschuß, Fahrgebühren und freie Dienstkleidung. — Daselbst, Schaffner, Gehalt wie vor. — Großrudestedt, Postamt, Landbriefträger, 510 Jl. Gehalt und 60 JL. Wohnungsgeldzuschuß jährlich. — Hanau, Postamt, Packetträger, 750 JL Gehalt und 144 JL Wohnungsgeldzrischuß jährlich. - - Hanau, Amtsgericht, Canzleigehülfe, 5—8 4 für die Seite. Offenbach, Rodach (Herzog- thum Coburg), Themar, Wolfsgefährth, Postämter, Landbriefträger, 510 JL Gehalt jährlich und Wohnungsgeldzuschuß. — Bezirk der Großherzogl. Hess. (25.) Division. Station Darmstadt oder Frankfurt der Main-^teckar-Bahn, Direction der Main-Neckar- Bahn, 2 Schaffner, 1150 JL pro Jahr, freie Dienstkleidung und gesetzliche Fahrgebührcn, steigend. Daselbst, 2 Wagenwärter, Gehalt wie vor. — Hessische Strecke der Main-Neckar-Bahn, Ersatzbahnwärter, 780—900 JL Gehalt jährlich und freier Dienstkleidung. ________________________ Schiffsnachrichten. Bremen, 6. Juni. [Per transatlantischen Telegraph.f Der Postdampser Main, Capt. H. Christoffers, vom ^Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. Mai von Bremen und am 26. 9Nai von Southampton abgegangcn war, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 6. Juni. [Per transatlantischen Telegraph.j Der Postdampser Fulda, Capt. O. Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27.Piai von Bremen und am 28. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.________________________________ Schwarz Satin merveilleux (ganz Seide), Mk. is. 90 Pf. per Meter bis JL 14. 65 H (in 16 verschied. Qual-) versendet in einzelnen Roben und ganzen Stücken zollfrei in’s Haus das Seiden- Fabrik-Döpbt von 6. Henneberg (Konigl. Hoflieferant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 $ Porto nach der Schweiz. 28§ Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 8. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. 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Hessische ötM st alt jährlich und F lar- ■|i*rN #11 yallilt-v Bekanntmachung. Heinrich Jacob Schnabels Ehesente in Wieseck haben in dasiger Gemarkung Flur XX. Nr. 8 an Heinrich Hormann's Eheleute von da verkauft. Es fehlt aber der Kaufbrief darüber som 23. Juni 1878. Wer noch Ansprüche aus dem Verkauf glaubt bilden M können, hat dieselben so gewiß binnen 2 Monaten hier geltend zu machen, als sonst auf Grund vorgelegterOuittung das „beschränkt" zum Kaufbrief gelöscht werden soll. Gießen, den 2. Juni 1885. Großh. Amtsgericht Gießen. ________Langsdorfs.____4264 Holz-Versteigerung. Donnerstag den 11. Juui ds- Js- kommen im Gräfl. SolmS-Laubach'schen Neoier Feldheim zur Versteigerung: 268 Rm- Eichen - Schälstangen, zu Baustützen und Kleeblöcken re. geeignet, 299 Rm. Eichen-Reiser, 17 Eichen - Stämme von 6 Mtr. Länge u. 17—18Ctm. Durchm. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am Bellersheimer Fußpfad. Arnsburg, den 8. Juni 1885. 4265 Henckel. Arbeits-Vergebung. Die Herstellung von Goffenpslaste- rungen aus vorhandenen Steinen im Orte Dorsgill soll im Submisfions- tvege vergeben werden, und beträgt der Voranschlag: a. Handarbeit 99,— Jt., b. Sand- und Kieslieferung 54,90 „ 153,90 Jl. Offerten zur Uebernahme dieser Arbeiten wollen bis zum 15. d. M. bei Geoßh. Bürgermeisterei Dorfgill ein- gereicht werden, woselbst auch der Vor- arlchlag eingesehen werden kann. Gießen, den 7. Juni 1885. I. A. Rohrer, 4268 Bez.-Bauausseher. Dienstag den 9. Juni, Nachmittags 2 Uhr, werden Wiener Hof im Hinterbau Möbel und sonstige Gegenstände 4212 namentlich: 1- und Lthürige Kleider- schränke, Kommode, Tische, Stühle, So- rcha's, Bettstellen, Bettwerk, Wanduhr, ein großer kupferner fast noch neuer Waschkessel, Hausthüre in gutem Zustande, eine wenig gebrauchte Brückenwaage, sowie 2 sehr gut erhaltene äußere Schaufenster mit großen Schei- b en und Klappladen mit Ladenthüre versteigert.F. Hofmann. Dienstag d. 9. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, Men auf hiesigem Ortsgericht die zum Nachlaß der Fräulein Münch gehörigen Immobilien: ö-hir Nr. Mtr. XXVI 312Vio — 417 Acker am untersten Niegelpfad, auf die Wiesen, XX VI 313Vio — 282 Grabgarten das., XX VI 3141/io — 349 Grabgarten das., XXVI 314V10 - 385 Hofraithe das., XX Vl 315 52/ioo — 25 Grabgarten, jetzt Straße das., meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. Juni 1885. Großh. Ortsgericht. 4156 Lüdeking. Dienstag d. 9. Juni d. J., Nachmittags 3 Uhr, ioltot auf hiesigem Ortsgericht die zum Achlaß des Balthasar Euler gehörigen Zinmobilien: zlu r Nr. Mtr. XVII 71,3 — 362 Hofraithe am Hamm, xvii 71,7 — 663 Grabgarten dcpelbst, XVII 72,3 — 706 Grabgarten daselbst, XVII 72,7 225 Hofraithe daselbst, XVHI 60 —1187 Acker daselbst, nochmals versteigert werden, mit dem Bemerken, daß dem Meistbietenden der Zu- Wcvg sofort ertheilt werden wird- Meßen, den 3. Juni 1885. 4157? Großh. Ortsgericht. LÄdeking. Versteigerung. Mittwoch den 10. Juni er., Nachmittags 2 Khr- findet in Wenzels Garten die Versteigerung der vorräthigen Weine, Champagner und Ligueure, sowie vorher auch die des Grases statt. Gießen, den 8. Juni 1885. 4285 A. v° Jungenfeld, Concursverwalter. Holzversteigerung. Es werden versteigert: I) Montag den 15. Juni l. I. aus den Districten Steinweg, Neuhofsheege, Birkenheege und Schafbusch: 64 Fichten- und Kiefernstämme mit 34,21 Fstm., 398 Fichtenstangen mit 8,91 Fstm.; sodann Buchen, Eichen und Nadel: 76 Nm. Scheiter, 319 Rm. Knüppel, 230 Rm. Reisholz, 76 Rm. Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Steinweg bei Reinhards- Hain. — Steigliebhaber wollen das Holz vorher einsehen, da bei der Versteigerung nur ein Theil desselben vorgezeigt werden kann. Die Gr. Forstwarte B u r i und K e i ß n e r zu Reinhardshain ertheilen auf Verlangen Auskunft. . 2) Dienstag den 16. Juni aus den Districten Krummstrauch, Pfaffenloch, Grauwinkel, Koppe und Göbelnrödertanne: 3 Fichten- und Lärchenstämme mit 1,37 Fstm., 12 Fichtenstangen mit 0,51 Fstm., 400 Buchen-Reisstangen; sodann Buchen, Eichen und Nadel: 81 Nm. Scheiter, 47 Rm. Knüppel, 516 Nm. Reisholz, 74 Nm. Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Krummstrauch auf der Staatsstraße. — Steigliebhaber werden ersucht, das Holz vorher einzusehen, da bei der Versteigerung nicht sämmtliche Nummern vorgezeigt werden können. Großh. Forstwart Schmitt zu Harbach ertheilt Auskunft. Grünberg, am 6. Juni 1885. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. 4267 ______________________Vigelius. (£. tzlttckralh Möbelfabrik SS Lsger Ederstras^s 8 — Wallthorstrasse 21 k /MH empfiehlt sein reichhaltiges Lager von Kasten-Möbeln und Polsterwaaren aller Art, sowie Gardinen, Teppiche, Drelle, Plüsche und Fantastestoffe, Bettfedern und Daunen. 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