)ie in Kinder. Anzeigm. Nr. 81 Erstes Blatt. Donnerstag den 9. April 1885 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bwreattt Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preil vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerkchk Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. > u '^•^■•rwTTwmMMramrwnrnaMn Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. % Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Entschließung vom 31. März l. I. dem Pserdemarkt-Eomitä zu Fritzlar, Regierungsbezirk Cassel, die Erlaubniß ertheilt, die Loose einer von demselben in Fritzlar zu veranstaltenden Verloosung von Pferden, Wagen-, Fahr- und Reit-Requisiten in den Kreisen Gießen, AlSfeld und Lauterbach zu vertreiben. Rach dem von dem Königlich Preußischen Ober-Präsidenten der Provinz Hessen-Nassau genehmigten Verloosungsplan dürfen 7000 Loose ä 3 Mark ausgegeben und müssen 14.900 Mark zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden. Gießen, am 4. April 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. vr. Boekmann.____________________________________________________ Bekanntmachung. Nachdem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz durch Entschließung vom 31. März l. I. dem Stadrathe zu Baden - Baden die Erlaubniß ertheilt hat, die Loose der von demselben am 16. September, 28. October und 16. Dezember v. 3 zur Erhaltung der Baden-Jffezheimer Pferde- Wettrennen zu veranstaltenden Verloosungen von Jndustriegegenständen im Großherzogthum zu vertreiben, so wird dies hierdurch mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach dem von Großh. Badischen Ministerium des Innern genehmigten Gewinnplan im Ganzen 255.000 Loose ä 2 10 ausgegeben werden dürfen und 250-000 JL zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden müssen. Gießer, den 4. April 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. _________________ rling sucht f e 18» UI M . angeserügt. rpes und Nhtitel ist heute früh im Alter von 85 Jahren gestorben. Araukreich. Paris, 4. April. Ein Schreiben des Prinzen Napoleon räth seinen Freunden, die Idee der Auflösung der Kammer zu bekämpfen, da dies nur eine plumpe Schlinge wäre, durch welche die Royalisten Nutzen ziehen würden, um Aerrtschlaud. Berlin, 4. April. Die Ernennung des bisherigen Generalkonsuls in Pesth, Grasen Berchem, des Geh. Legationsrathes Hellwig zu Directoren im auswärtigen Amte, sowie die Ernennung des vor Jahresfrist wegen Krankheit zurückgetrelenen Directors Bojanowski zum Generalkonsul in Pesth ist nunmehr die Republik zu stürzen. — Auch Constans hat nunmehr aus die Cabinetsbildung verzichtet und den Präsidenten Grövy veranlaßt, dieselbe Brisson zu übertragen, da derselbe jedensalls der Deputirtenkammer am genehmsten sein würde. Briffon wird heute Vormittag 9 Uhr vom Präsidenten Grövy empfangen werden. — Briffon, welcher heute Vormittag vom Präsidenten Gr6vy empfangen wurde, hat den Auftrag, ein neues Cabinet zu bilden, angenommen. — Ein Telegramm des „Temps" aus Hanoi von gestern sagt, die französischen Posten bei Chu seien nicht beunruhigt worden; in der dortigen Gegend, sowie in Tuyenquan und Honghoa sei Alles ruhig, dagegen sollten sich am Schwarzen Fluffe feindliche Streifschaaren gezeigt haben, ebenso würden chinesische Kundschafter-Posten als im Marsche auf Kep befindlich signalisirt. — Das Journal „Paris" will wiffen, der zu Friedensverhandlungen mit i Frankreich beauftragte chinesische Zolldirector Hart hätte seit gestern zwei Mal ; telegraphisch um Beschleunigung der Antwort der französischen Regierung aus ' seine Vorschläge gebeten. Paris, 6. April. Das neue Cabinet ist, wie folgt, zusammengesetzt: Briffon Präsident und Justiz, Freycinet Auswärtiges, Main Targe Inneres, Clamagöran Finanzen, Campenon Krieg, Sadi Carnot öffentliche Arbeiten, Pierre Legrand Ackerbau, Hervömangon Handel, Goblet Unterricht, Sarrien Posten und Telegraphen, Galiber Marine. Die neuen Minister traten heute Nachmittag 5 Uhr bei Brisson zu einer Besprechung zusammen, die bis Abends 7 Uhr dauerte und in welcher über die von den Kammern abzugebenden Erklärungen berathen wurde. Kvglaud. London, 4. April. Das Cabinet wird heute zusammentreten, um bi» Antwort der russischen Regierung auf die Vorschläge Lord Granville'« in Er. jentzefl erfolgt. — Für die nächstjährige internationale Kunstausstellung sind außer den vom Magistrat zugesagten 100,000 nunmehr auch vom Cultusminister 100,000 JL aus Staatsmitteln bewilligt worden. — Der Reichskanzler Fürst Bismarck hat folgende Danksagung erlassen: „Aus Anlaß des 70. Geburtstages und des bevorstehenden 50jährigen Amts- Jubiläums gingen mir fo zahlreiche Kundgebungen des Wohlwollens in Gestalt von Glückwünschen und Festgaben zu, daß es mir leider nicht möglich ist, im Einzelnen daraus zu erwidern. Ich bitte Alle, welche am 1. April meiner freundlich gedacht, meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen und versichert zu .cymnet, sein, daß der freundliche tiefe Eindruck so vieler und reicher Beweise der Liebe ^TTeselle W meiner Mitbürger in meinem Leben nicht erlöschen wird. Trier, 4. April. Domprobst Dr. Holzer, Mitglied des Herrenhauses, M krsle hy pothek zu 5°/i. Wen unter Nr. A M MiäHattker cu «lOst-N ,6,5 ___ U-fiPSI* «äfe ÄTLiohbe® ätjsy Wägung zu ziehen. — Nachrichten aus Dongola zufolge ist der Mudir Abends nach Kairo abgereist. — Aus Tamai vom 3. d. Mts. wird gemeldet: Nach der Einnahme von Tamai kehrten die Truppen nach der Zareba am Fuße einer Tamai bene., Frisenr-GeM sweg 43.____ ,.nebm-r, gefut 600 000 Fel« M möglich 1 L-g- !-hr PM ting sucht , Schreinermeister. Wismarer Weg ge- ich Willens zu tkt taufe nute U fDW reltersweg 81. herrschenden Anhöhe zurück, Tamai wurde in Brand gesteckt. Die Infanterie soll Nachmittags nach der ersten Zareba, die Kavallerie nach Suaktm zurückkehren. Die Verluste der Engländer in dem heutigen Gefechte betrugen 1 Mann tobt, 1 Osficier und 10 Mann verwundet. Graham beabsichtigt, den Bau der Eisenbahn nach Handub sortzusetzen, das Lager dorthin zu verlegen und den Angriff Osman Digma's zu erwarten. — Die amtliche „London-Gazette" vom 3. April publicirt eine vom 31. v. Mts. datirte Bekanntmachung, wonach das Verbot der Vieheinsuhr vom heutigen Tage ab ausgehoben ist. ZLekgien. Brüssel, 4. April, Wie der „Jnd«p. Belge" aus Charleroi gemeldet wird, hat gestern in einer Kohlengrube in Marcinelle eine Explosion schlagender Wetter stattgesunden, durch welche 18 Personen getödtet wurden. Arrßlavd. Petersburg, 4. April. Aus Kertsch wird gemeldet: Der Dampfer „Mariopol" ist mit einigen 30 Personen, darunter auch Paffagiere, im Assow'- jchen Meere untergegangen. Nur ein Paffagier wurde gerettet. Afrika. Suakim, 4. April. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus.") Ein Spion, welcher aus Erkowit zurückgekehrt ist, berichtet, daß die Anhänger Osman Digma's denselben offen verlaffen. Osman befände sich mit 900 Anhängern in Shakuteb, einer befestigten Stellung zwischen Sinkat und Erkowit. Amerika. New-Uork, 4. April. Ein Telegramm aus La Libertad meldet, die Feindseligkeiten zwischen Guatemala und Salvador seien eingestellt, es sei ein emmonatlicher Waffenstillstand abgeschloffen. Die Legislative von Guatemala habe das vom Präsidenten Barrios wegen Bildung einer einzigen centralamerikanischen Republik am 28. Februar er. erlassene Dekret annullirt. Der Degen des Präsidenten Barrios sei aus dem Schlachtfelde von Chalchuapa zerbrochen ausgesunden worden. Eine spätere Depesche aus La Libertad meldet, Barrios sei tobt. Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correfponderrz-Brrrearr. Berlin, 7. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „Aus Tientsin uns zugehende kaufmännische Depeschen von gestern wollen kiffen, die Friedens- Präliminarien zwischen Frankreich und China seien unterzeichnet, die Bürgschaft für die Richtigkeit der Meldung können wir selbstverständlich nicht übernehmen. — Heber den neuen amerikanischen Gesandten Pendletvn wird derselben Zeitung geschrieben: Die Wahl Pendletvn's zeige, daß man in Washington großen Werth daraus lege, Amerika in Berlin würdig vertreten zu sehen; Pendletvn werde sich dieselbe angenehme und angesehene Stellung erringen, welche mit einer vorübergehenden Ausnahme alle seine Amtsoorgänger so viele Jahre zum Vortheil beider Länder in Berlin eingenommen haben. — Der Reichskanzler Fürst Bismarck ist heute Abend 11 Uhr von Schönhausen zurückgekehrt. t Daris. 7 Avril. Deputirtenkammer. Die von dem Eonieilprasidenten Brisson verlesene ministerielle Erklärung lautet: ^br den Umständen, unter welchen der Präsident der Republik uns zur Leitung der Geichafteßbcrufen hat bitten wir kein ausgedehntes Programm von uns zu erwarten. Wir haben versucht, rm nationalen ^n- terelle und unter Beiseitelassung jeder' nebensächlichen Erwägung ein Cabinet der Bei öbnung^ mifc b?r®® t au bilden, wir haben versucht, Männer zusammenzubringen, welche von möglichst gutem Willen beseelt sind, um eine um so größere Unterstützung zu erreichen, aber Sonntag den 12. April: Montag den 13. April: Boccaccio. Umgegend ein herzliches Lebewohl iu- 7 u- 8 5, Heil Daniel । ' - AS 2524 befindet. m ff 4,80-5,50 i — Der Prinz und die Prinzessin von Wales und Prinz Albert Victor find heute Abend über Holyhead nach Dublin obgercist. 2572 Jean Vait, Willy Pern. Bremerhafen, den 8. April 1885. Bei unserer Abreise von Watzenborn nach Amerika können wir nicht umhin für die freundliche Ausnahme, für das freundliche Entgegenkommen, das uns beides daselbst von Freunden und Bekannten in großem Maße zu Theil geworden, ebenso von allen Verwandten und Bekannten der Umgegend Gießens zu Theil wurde, und besonders Euch, Ihr lieben Großeltern, unseren innigsten herzlichsten Tank zu sagen. Wir rufen Euch Allen, Verwandten und Bekannten in Watzenborn und Durch Uebernahme eines großen Postens sehlfarbiger, sogenannter Ausschuss-Cigarren bin ich in Stand gesetzt, Kistchen von 100 Stück 2241____________________________9kr. 3 Liudenplatz Nr. 3. Baron Liebig"* Hallo - Legumluose - Hehl, -Cliocolade und -Chocolade-Pulver von Starker L Pobuda, Kgl. Hoflieferant, Stuttgart. Beste blutbildende und leicht verdauliche NahrungSilofie für Kinder und Erwachsene, von vielen medicin. Autoritäten warm empfohlen. Niederlage in Gießen bei Earl Echwaab und H. Kinkel, Condttorn, W r0’’ 1,1 abzugeben und garantire für guten Zug und Brand- Geneigten Aufträgen sehe ich entgegen- Kindergarten. Mein Kindergarten ist am Donner-tag, den 9. April wieder eröffnet. Neue Anmeldungen nehme ich zu jeder Zeit in meiner Wohnung Wetzsteingaffe 33 entgegen. 2570 Hochachtungsvoll Clara Rothe. Freitag den 10 April. Macbeth.. ^amStag den 11. April: Laroche. Dc.r Probepfeil. Geschäfts-Verlegung. Den geehrten Einwohnern Gießens und Umgegend hiermit die ergebene Anzeige, daß sich mein Geschäft von Heute an Bahnhofstraße Nr. 'iS Handel und Verkehr Grün berg, 4. April. (Fruchtpreise.) Weiten X 00.00, Korn X 17.10 Gerste X 00.00, Hafer X 15.10, Erbsen X 00.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 4.20, Wicken 00.00. r i-.e I I epi eJpObtn I I 7* 1 Reprrtoir bet vereinigten Stabttljeater }u Frankfurt a. M. Opernhaus. Donnerstag den 9. April: Gastspiel des Herrn Perotii. Martha. (Loonell: Herr Perotti.) Freitag den 10. April geschlossen. Samstag den 11. April: Neu einstudirt: Joseph in Aegypten. Hieraus zum ersten Male: Ein EarnevalSsest. Komisches Ballet. Divertissement in 2 Bildern. Sonntag den 12. April: Gastspiel des Herrn Perotti. Der Troubadour. (Manrico: Herr Perotti.) Schauspielhaus. Donnerstag den 9. April. Wallensteins Iob. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. Anfang 6 Uhr. verschiedener Kräfte für den Dienst Frankreichs und der Republik zu gewinnen. Was die chinesische Frage angeht, so werden wir von China Achtung unserer Rechte, sowohl derjenigen, welche sich aus den Verträgen ergeben, als auch derjenigen, welche Edina ' " "" ----*—x L~* —'----- Wir werden Lokale-. 6. Gießen, 8. April. sSterblichkeit in Gießen.j Die Kahl der Todesfälle stieg iväbrend der Woche vom 29. März bis 4. April wieder etwas: es waren deren im Ganzen 14 zu verzeichnen, davon 4 bei Kindern, 10 bei Erwachsenen Von den Kindern erreichten drei nur ein Älter von 2 Wochen: eins derselben starb an allgc meiner Schwäche, einS an Krämpfen, eins an Rose. Ein Kind von 4 Fahren starb an Lungenschwindsucht. Bei den erwachsenen Personen war Todesursache: Lungen entzündung, Lungenschwindsucht, Schlagfluß des Gehirns je zweimal, Bronchien entzündung, Krebs, Altersschwäche je einmal Bei einer Frau, die bei Lebzeiten nicht ärztlich beobachtet worden war, konnte die Todesursache nicht näher angegeben werden. Gießen, 8. April. Wir hatten diese 17 steif eierrage abermals Gelegenheit, einige Vorstellungen in dem Grand ^alon Geschwister Mel ich in Oswalds Garten zu besuchen. Wir können nicht umhin, denjenigen Interessenten, welche etwas wirklich Erheiterndes sehen wollen, anzurathen, in Melichs Salon einzutreten. Die Leistungen der größtcnthcils noch jugendlichen Künstler waren durchweg vorzüglich und wurden präcis und exakt ausgcführt. Hervorzuheben wäre Alles, weil fast Alles noch nicht dagewesen. Hauptsächlich Turnen am Reck, Magie, die unübertrefflichen Pedcspced und Velocipedenläufer, Luft- und Parterre-Gymnastik, Ballet, lebende Bilder, Panto mimen. Die feine Ausstattung der Eostüme, sowie das elegante Auftteten der Künstler verdienen ebenfalls heroorgehoden zu werden. —r. Barmen, 5. April. In dem benachbarten Schwelm ist gestern Abend die im Umbau begriffene Hbach'sche Pianoforte - Fabrik eingestürzt, 8 Arbeiter unter ihren Trümmern begrabend. Von den Verschütteten wurden 7 lebend und einer als Leiche heroorgezogen. Mehrere der Geretteten haben Arm-, Bein- und Rippenbrüche erlitten. Der materielle Schaden ist bedeutend. Für die in der Grube „Eampbausen" Verunglückten gingen ferner bei uns ein: E. R. III., Beuern 1 X, E. K. und B. K. 1,50 X, Schlicphake ö X, P 2 X, L. W. 3 X, Einnahme einer theatralischen AbendUnterhaltung auf der Burg Gleiberg 26,46 X, eingeaangen bei der Bürgermeisterei Annerod 7,20 X, gesammelt von der Gcsellschast Fricdolia im Frühconcert bei Junker 5 X, Str. 3 X Summa 54, i 6 x InSgesammt 1160,19 X Weitere Gaben nimmt die Exped. d. Bl. gerne entgegen. i wel Säw .V' Uk' des 3 <*'’'' 3■■■»*«„2. üpr mW iWKml-yS xSS «N Lös« iBttofl* 2it am ST« ® icltene HolzvN innen von Monin ib bei bet Früher' in Empfang PayiemWe, ai ttttherrliche Obe 6 SchiffSnachrtchten. Bremen,, 7. April. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer Elbe, Eapt. F. Hamclmann, voni Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 25. März von Bremen und am 26. März von Southampton abgegangen war, ist am 4. April, 2 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. selbst in der Eonoention vom 11. Mai 1884 anerkannt hat, verlangen, uns glücklich schätzen. wenn Verhandlungen genügen, um diesen Zweck f , , mir sind auch entschlossen, die Erreichung desselben mit den Waffen zu verfolgen und sind ebenso entschlossen, den Eharacter der Expedition nicht ohne Genehmigung des Parlaments zu ändern. In den Gefühlen für das, was wir unseren heroischen Land- nnd Sectruppen und ihren Führern schuldig sind, wird man uns leicht einig finden. Unsere zweite Ausgabe wird sein, durch eine aufmerksame und umsichtige Politik unsere allgemeine Lage in Mitten der Fragen zu sichern, welche Europa beschäftigen. Sie werden uns nicht gleichgültig lassen, aber welche Interessen dabei auch in's Spiel kommen, so werden wir uns in unserer Haltung stets von der Erwägung leiten lassen, ob ein dircctes und überwiegendes Interesse Frankreichs dabei in Frage kommt. Im Innern wird die Herstellung der Einigkeit und Eintracht und, wenn dieser Ausdruck gestattet ist, die freie und natürliche Eoncenttinmg der republikanischen Kräfte der uns beherrschende Gedanke sein. In diesem Geiste werden wir an die Prüfung der dringenden Gesche und an die Berathung deS Budgets herantreten, das ^ic in der gegen wärtigen LegcSlaturperiode zu votiren haben werden. Bald wird das Land zum Worte gelangen, wir werden unsere Ehre darein setzen, dafür zu sorgen, daß die Wahlen frei, loyal und aufrichtig seien. Je mehr diese Kundgebung deS allgemeinen Stimmrechts eine spontane und unabhängige sein wird, um so mehr wird die Republik gestärkt werden und um so fester wird die Vereinigung aller Republikaner zusamrnengekittct werden. Wie wir in Bezug auf die auswärtigen Angelegenheiten nur nach der Fahne Frankreichs sehen, so wollen wir im Innern nur der nationalen Souveränetät dienen. Wir bitten alle Freunde der Demokratie und der erhabenen Negierungsform, der wir unser Leben gewidmet haben, uns bei dieser Aufgabe beizustchen. Brisson schloß mit der Bitte, die Kammer möge die noch restirenden 150 Millionen für Tongking vo- wovon die reinen Farben 5 H per Stück kosten, zu Jt 3,50—3,8(1, 4,00-4,50, tircn. (Beifall.) ,. Der Präsident schlug hieraus vor. die Sitzung aufzuheben, damit die Eomnunion den Bericht sertigstclle. Perrin (von der äußersten Linken) spricht gegen den Antrag und verlangt Vertagung der Sitzung. Letztere wurde abgelehnt und die Sitzung auf eine Stunde suSpendirt. /r , . , Paris, 7. April. Der „TempS" meldet, in den EouloirS der Kammer war heute die "Nachricht verbreitet, daß nach einer im Auswärtigen Amte eingegangenen Depesche das Tsungli - Namen die Friedenspräliminarien ratificirt habe, welche am 3 d Mts. von Billot, dem Director der politischen Angelegenheiten im Auswärtigen Amte, für Frankreich, und von Eampbell für China unterzeichnet worden seien. In Peking sei ein Edict publicirt, durch welches den chinesischen Truppen anbefohlen wird, Tongking zu räumen. Pari-, 7. April. Deputirtenkarnmer. Nach Wiederaufnahme der Sitzung beantragte die Commission, den Credit von 150 Mill. Frcs. für Dong- fing als Zeichen des Vertrauens für das neue Cabinet zu votiren. Gegenüber einem von Perrin eingebrachten Antrag, Tongking zu räumen, erklärte der Confeilpräsident Brifion, die Negierung hätte nie geglaubt, einen derartigen Vorschlag, welcher auf das Evidenteste die Gefühle der Kammer und d-s Landes verletze, aus der Mitte des Hauses vernehmen zu müssen. Die Negierung wünsche den Frieden, sie werde aber niemals etwas thun, was sich mit der Würde und Ehre Frankreichs nicht vertrage. (Beifall.) Der Credit von 150 Mill. Frcs. wurde mit 373 gegen 92 Stimmen genehmigt. — Eine Depesche Vriere's meldet, daß die Franzosen die zwischen Chu und Dongson gelegenen Anhöhen von Deovan und Doaquan wieoer besetzt haben. — („HavaS-Meldung." i Eine Depesche Patenotre'S bestätigt, daß China die am 3. d. Mts. in Paris durch Billot französischer- und Campbell chinesi- scherseits unterzeichneten Friedens-Präliminarien ratificirt hat. London, 7. April. Ein Telegramm der „Times" aus Pcking von gestern bestätigt, daß der englische Zolldirector Hart die Friedensverhandlungen zwischen China und Frankreich geführt habe, die Grundlage derselben bilde der s. Z mit Fournier abgeschlossene Vertrag von Tientsin, von China werde keinerlei Kriegsentschädigung gezahlt. . L, — Der „Daily Telegraph" erfährt, die Vermehrung der m Indien stehenden englischen Truppen um ca. 8000 Mann werde durch den größten Theil der gegenwärtig in Egypten stehenden englischen Armee erfolgen. — Die Commisiare für die Prüfung der Land-Reclamationen deutscher Reichsangehöriger auf Fidschi haben ihre Arbeiten beendet und werden nunmehr ihre Berichte erstatten. In der jetzt zusammentretenden Commission für die westlichen Südsee-Jnseln wird Deutichland, wie bekannt, ebenfalls durch den Generalkonsul Dr. Krauel, England durch den Colonial-Secretär Thurston vertreten fein. Hchva in der Sihiigli Brandl -chutzb-zi jn den fiscal | 7t 9, 13c und Tricbachsheck, E V wald, Westerburg lonMir zur Verjj I. iWwfaß j Sormittaß «ljusammeokuti bachßbtck) I "3 itüd Ätzen - 50 tm, 2U0 Eichen ne^olj ic.) n V M Eichenst n Buchen! H. Mittwost Borwitta iZusamruenku nvald) I nn Ächen-2( ,w ; Eichen-Kn 7/00 ^dt. Eich^ ,L.rm Buchens ^.^ABuchen- : n Holz aus d - Ä.u?8*rt» SSJsi 2513 6 „ „ Dv» Ct prnkt. u SpcriaJnru filr Haut-, Frauen- u. Ge- N r ■ uenscn. shze^ht$^rankhoi,en rmnksurr... * ’ SUftstr. 22, tr. Assist. Prof. Kicord’s. Ausw. bri^ti O Wir haben eine Parthie moderne Kleiderstoffe, schwarze CachemirS und Seiden- reuge, Damen-Umhänge, HaletotS, IaguetteS und Regenmäntel, sowie eine Parchie fertige Herren-Alizuae, Paletots, Lack- und Taillen- sRbde, Joppen, Hosen, Knaben- und Eonfirmanden- Anzüge 2C, ferner eine Parthie BuckSkinS zum Verkauf ausgesetzt, welche zu ganz bedeutend ermäßigten Preisen abgegeben werden. 2518 Gebrüder Stamm. N. S. Neue Sendungen für die lausende Saison treffen noch täglich ein. «Victor i. (Lyonell: 73 M. Nutzer 200 408 n. Hieraus tifjemutt in ubabom; M L 00 o n A 17,10 n A 00.00, u. Ge- rta.M. , briet! wb die im unttr ihrr» 1 <*I8 Lkicht che erlitten. 188a- rika kw« jje AM' । in gwß® lefnnnten da liefen »töt' itzenbM Holzversteigerung in der Königlichen Gbcrförsterei Brandoberndorf Schutzbezirk Cleeberg. In den ftscalischen Walddistrikten 7c 9, 13c und e, 20, 26 und 27, Triebachsheck, Einhäuserfeld, Streit- rvald, Westerburgerheck und Cleebaum kommen zur Versteigerung: I. Montag den 13. April, Vormittags 10 Uhr, (Zusammenkunft im Trie- dachSkeck) bei uni ein: P. 2 A 8urg Wberg vielt von der itma 54,16 «X ßoftbampfer welchn am ™r, ist am sek MerlMche (fifrabainitii. | Mit Gültigkeit vom 1. d- M. ist der Nachtrag vi zum Deutschen Eisenbahn- Gütertarif Theil I, welcher Abänderungen und Ergänzungen des $ 48 und der Anlage D, sowie des § 50 des Bctriebs- reglements, enthält, zur Einführung gelangt. Näbere Auskunft erthcilen die Güter- exvcditionen. 2534 Gießen, den 2. April 1885. Grostherzogliche Direktion. OdkkheMe Eisend ahuen. Mit dem 1. d. Mts. ist der Nachtrag I 2572 Mit* z ML ^Me fr® heb ^nchiku inten nicht en »erben. Ä einig! na ®arttn wirklich «’ftunatn nd wurden jW nicht -peoespeed: lcr, Panto- ier Künstler o-E Stück Eichen - Baustämme mit 50 km, Stück Eichen (Gruben- u. Wagnerholz 2C.) mit 50 fm, Stück Eichenstangen I. u. II. Cl., „ Vuchenstämme von 1,89 fm. II. Mittwoch d. 18. April, Vormittags 10 Uhr (Zusammenkunft im Streitwald) 18 rin Eichen-Scheit, 65 „ Eichen-Knüppel, 106,00 Hdt. Eichen-Wellen III. u. IV. Cl. 43 rm Buchen-Scheit, i 116 „ Buchen-Knüppel, i 28,50Hdt. Buchen-WellenIII.u. IV.Ct. Das Holz aus den Distrikten Clee- r baum und Westerburgerheck wird von 1 Uhr ab bei Gastwirth Hoffmann in Cleeberg ausgeboten. Brandoberndorf, den 4. April 1885. Der Königliche Oberförster. 2513 Bender. HolMsteigerüng^ in der Oberförsterei Krofdorf. Freitag, 17. April, 9 Uhr, zu Salzböden bei Wirth Weitzvrod aus Schutzbezirk Salzböden, Distr. 63, Eulenkopf, Buchen: 8t rm Scheit, 88 rm Stammknüppel, 1179 rm Stammreiser; Distr. 68, Hemmstoß, Buchen: 1 rm Scheit, 16 rm Stammknüppel, 2362 rm Durchsorftungsrciser; Weichholz: 2 rm Stammknüppel; Distr. 77 b, Hohen- schied, Buchen: 10 rm Durchforstungs- reifer; Fichten: 18 Baustämme mit 2,85 fm k. Inh., 550 Dcrbbolzstangen zu Dachsparren, Gerüsten, Leiterbäumen. 2400 schwächere Stangen, zu Leiterbäumen, Stacketen, Pfählen, Bohnenstangen, 9 rm Klafter Nutzholz, 2 rm Stamm knüppel, 62 rm Reiser; Weichholz: 1 rm Stamm- knüppel, 30 rm Reifer; Distr. 84, Vila, Hasengarten, Lärchen u. Kiefern: 12 rm Stammreiser, 255 rm Astreiser; Distr. 71 ab Schloßberg, Eichen: 1 Bau stamm von 1,11 fm f. Inh.; Distr. 8®a, 81, 82, Hardt (Totalität), Buchen : 3*7 rm Dnrchforstungsreiser. Krofdorf, den 4. April 1885. 2510 Müller, König!. Oberförster. zum Gütertarif Frankfurt a/M- —Oberhessen, welcher Berichtigungen und Ergänzungen, sowie Entfernungen für neu ausgenommene Stationen des Königlichen Eisenbahndirectionsbezirks Frankfurt a/M. enthält, zur Einführung gelangt. Der Nachtrag ist von den Expeditionen ffiuflld) zu beziehen- 2525 Gießen, den 2. April 1885. (Sroßherzogliche Direktion. Bekanntmachung. Die am 27. März I. I. abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von Montag den 13. l. Mts. ab bei der Freiherr!. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Papiermühle, am 2. April 1885. Freiherrliche Obersörsterei Rabenau- Ebel. 2509 Großh. Gymliafium pi Gießen. Anmeldung neuer Schüler für die Vorschule und die Gymnasialklaffen: Montag den 13. April, Vormittags 8—10 Uhr, im Conferenzzimmer des Gymnasiums. Aufnahmeprüfungen: Montag den 13. April, von 9 Uhr ab, in den Klassenzimmern. Nachprüfungen, soweit dieselben nicht später abgehalten werden: Montag den 13. April, Vormittags 8 Uhr. Schulanfang: Dienstag den 14. April, Vormittags 8 Uhr. 2578 Die Directlon• Groß!) Realgymnasium und Realschule zu Gießen. Die Anmeldungen neuer Schüler werden am 13. April von 8—1 Uhr im Schulgebäude entgegengenommen. Die Aufnahme-Prüfungen finden am 14. April Vormittags von 8 Uhr an statt. Der Unterricht beginnt am 15. April Vormittags 7 Uhr. Großh. Direclion. Nodnagel. 2552 Betreffend: Das Anlehen der israel. Religionsgemeinde Gießen. Bei der diesjährigen Verloosung wurden die Obligationen Nr. 83, 92 und 193 zur Rückzahlung am 1. Juli d. I. bestimmt, was mit dem Bemerken bekannt gegeben wird, daß von diesem Tage ab deren Verzinsung aushört. Gießen, den 5. April 1885. Der Vorstand der i-rael. Religions-Gemeinde Gießen. 2531 M. Homberg er. ffiessiiTilerSM Giesse« für 1885 Eremplare desselben sind ä 3 Mark in der Expedition deS „Gießener Anzeiger" zu haben. Lindenplatz Lindenplatz Papier- und Schreibmaterialien 128 Lager von Schulbüchern, Schulschreibheften etc. o O t-i üxihrni, Dtun ein ^publik, dort eine t lat Robinet Kerr^ dallamelllS»Majoritäf Mti( d>r Zaftimmv für Franlreich eine V iti Sejirhungen zu I :ai Parlament geka ! Ftranlmorilidjleit, r cir den striegsschau; Snere änderten nie 'U7 den Frieden oo bidtn hatte. Unb ' lut, welcher bishei m Tongkrng ist lau: Lckche rcc c, cheint ober erschil er^llsche $Qi(amenl I A-lle oon Mißerfolk I 8 mte. öS ist trotz | irti rationalen dezii us.'che Julei Feny Eiotschchen des Gn wyn aui’6 9leue, bi hei Landes beherrsch Zriebens aus die D orgewiesen. Wem, de $oliti! gtanfreid bann sind die wichti 'chen nämlich, |owet iajen oon heute tön | ^iiügt roerben un I nh an die Stelle ei 'Än Willens ge : JflW, in einem I j jwi io nöthig, Wen Frankreichs i digen kann. «ratet >■ *«« W eS wntutfi unter &6tn Sriebei k! Um jeden ; S N jedi ta:n,2 N lebe Mil He ?;ib ■4e F j Lom Etanbpui 102 Kit anoa Moment an Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1», 7»», 9**, 11", l*e, 2», 4», 7», 8**, IO", 12" Marburg 2*, 5-'", S", 8»*, 11» 4", 6 ”• 7», 11“ Vaffel 2» »»•, 8®e, 11*, 4" « % 7-, 11^. Wetzlar 7C (von Dietztz 7* (von B d» don), IP«, j", 3*. 4* v-, 8 «•. 11* 11 0 Emi-Eoblen, 9W. 1", 3*. •*, 8 ”, II*. Deutz II’ 4 - 11*. Fulva II1’, 4y< 10 Lauterbach 11”, 4», 10. (tcltihdufcn !»w, 3^. 6^ Nidda 6 -, V*. 3“ 6«. • t rjKctrt Schnelltug Die fetten Ziffern her