Ne. 28T. Dienstag den 8. December 1885 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstraße 7. scheint täglich mit We des Montags. Politische Ueberficht. Gießen, 7. December. Im Reichstage sind Colonialpolitik und Culturkampf durch ein Stück Socialpolitik abqelöst worden. Am Donnerstag wurde die Berathung über die von den Socialdemokraten, dem Centrum und der Reichs- Partei eingebrachten, auf den Arbeiterschutz gerichteten Anträge, die noch in der Mittwochs-Sitzung begonnen worden war, fortgesetzt. Die Anträge beziehen sich auf ein verhältnißmäßig weites Gebiet und betreffen die Sonntagsarbeit, Arbeitszeit, Kinder- und Frauenarbeit und Arbeitszeit in Textil-Fabriken. Reu sind die in diesen Anträgen enthaltenen Forderungen, deren Kern man als einen durchaus berechtigten bezeichnen muh, im Reichstage nicht, derselbe hat sich bekanntlich mit ihnen schon früher einmal beschäftigt. Am Donnerstag war der Hauptredner aus dem Haufe der Centrums-Abgeordneten Dr. Lieber, welcher in Befürwortung der speciell von seiner Partei gestellten Anträge an die kaiserlichen Botschaften über die Socialreform vom 17. November 1881 und vom 14. April 1883 anknüpste. Er bedauerte, daß seitdem die Socialresorm keine wesentlichen Fortschritte gemacht habe, namentlich was die Enquete über die Sonntagsarbeit anbelange. Die Fragen der Frauen- und Kinderarbeit, des Maximal-Arbeits- tages und der Sonntagsruhe seien von seinen Freunden aus der vorigen Sesston wieder ausgenommen worden und bedauere er nur, daß die Regierung nicht ihrerseits mit einem bezüglichen Entwürfe hervorgetreten sei. Dr. Lieber legte dann die Nothwendigkeit einer weiteren Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit eingehend dar und erklärte bezüglich des Rormal-Arbeitstages, daß derselbe früher oder später der Ausbeutung einzelner Arbeitgeber gegenüber unabweisbar sei. Schließlich beantragte Dr. Lieber die Ueberweisung der vorliegenden Anträge an eine besondere Commisston. In seiner Erwiderung betonte Stoatssecretär v. Bötticher zunächst, daß er eine gründliche Arbeit in der Com- mijsion für die Sache ersprießlicher halte, als akademische Reden im Plenum. Ec legte dann dar, daß die Socialreform seit der kaiserlichen Botschaft vom 14. April 1883 keinen Augenblick geruht habe, speciell nicht auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes. Die Enquete über die Sonntagsarbeit sei eben noch nicht abgeschlossen, hinsichtlich der Frauen- und Kinderarbeit habe die Regierung weitere Vorarbeiten angeordnet. Mit dem Maximal-Arbeitstag seien in anderen Ländern zweifelhafte Erfahrungen gemacht worden; jedenfalls würden aber alle diese Fragen in der Commission gründlich zu erörtern sein. Die übrigen Redner, Abg, Lohren (Reichspartei) und Hitze (Centrum) brachten nichts wesentlich Neues vor. Die Debatte endete am Freitag mit der Ueberweisung der Anträge an eine Commission von 28 Mitgliedern, woraus der Reichstag die Special- berathung des Reichsetates fortsetzte. DieAusweisungsfrage wird im Reichstage demnächst wohl wiederum zur Sprache kommen, und zwar in Folge eines von dm Socialdemokraten ein* gebrachten Antrages. Derselbe weist darauf hin, daß die Massen>Ausweisungen österreichischer und russischer Unterthanen geeignet seien, völkerrechtliche Verwickelungen herbeizusühren, daß die Fremdenpolizei der Competenz des Reichs- lages unterliege und daß die fragliche Maßregel den Regierungen Rußlands und Oesterreichs Grund zu Repressalien gebe. Es soll daher der Reichskanzler ersucht werden, die nöthigen Schritte zu thun, damit jene die Interessen wie die Ehre der deutschen Nation gleich tief schädigende Maßregel alsbald rückgängig gemacht werde. Dem Reichstage sind in seiner jetzigen Session schon 454 Petitionen zugegangen, davon beziehen sich allein 303 auf die Arbeiterschutzgesetze. Natürlich enthalten die Petitionen manche curiose Exemplare; u. A. fordert ein Dresdener „Specialist" für Feuerungs-Anlagen, daß den Schornsteinfegern die Anschaffung der von ihm erfundenen Instrumente zur Nöhrenreinigung zur Pflicht gemacht werde. Die ostrumelische Frage kommt endlich in Fluß. Der von der Psorte zum außerordentlichen Commissar und General-Gouverneur von Ost- Rumelien ernannte Djevdet Pascha dürste zur Stunde in Philippopel eingetroffen sein und haben die daselbst domicilirenden Consuln der Kaisermächte Anweisung erhalten, Djevdet Pascha und seine Gehilfen zu unterstützen. Soweit ist Alles gut, aber der Hinkende Bote kommt nun. Die Rumelioten wollen nämlich absolut bei Bulgarien bleiben, und zwar herrscht diese Stimmung unter den ostrumelischen Truppen wie in allen Schichten der Bevölkerung. AmtschkLKd. ][ Darmstadt, 5. December. Der Großh. Verwaltungs-Gerichtshof verhandelte heute in der Streitsache zwischen der Freiherrlich von Schenk'schen Familie und der Gemeinde Ober-Gleen. Letztere hat die Familie von Schenk, welche bekanntlich in Gemeinschaft mit dem Fiscus Eigenthümerin eines Waldes in dortiger Gegend ist, zur Communalsteuec herangezogen, der Fiscus zahlt nichts. Der Provinzial-Ausschuß Gießen hatte sich zu Gunsten der Gemeinde Ober-Gleen ausgesprochen. Bei der heutigen Verhandlung war die Gemeinde Ober- Gleen durch Rechtsanwalt Labroise, die Freiherrl. v. Schenk'sche Familie ourch Rechtsanwalt Dr. Gut fleisch, der Fiscus durch den Anwalt des Fiscus Rechtsanwalt Dr. Re atz von Gießen vertreten. Der Verwaltungs-Gerichtshof beschloß, die Entscheidung des Provinzial-Ausschusses Gießen zu annulliren, weil i die Gerichtsbank nicht ordnungsmäßig gebildet gewesen sei. (Es waren in der Sitzung des Provinzial-Ausschusses acht ordentliche Richter uno ein Ersatzrichter I zugegen gewesen und im Lause der Verhandlung hatte sich dann einer der ordentlichen Richter wieder zurückgezogen). Berlin, 5. December. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die am 12. November vom Bundesrath beschlossenen neuen Bestimmungen, betr. die zollfreie Ablaffung von Petroleum zu gewerblichen Zwecken; ferner eine Bekanntmachung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, betr. die landesherrliche Anerkennung des Bischofs Krementz als Erzbischof zu Köln, dessen Amtsantritt am 15. December erfolgt, an welchem Tage die Amtsthätigkeit des Staats-Commissars erlischt. Esten, 5. December. Wie die „Rhein.-Westf. Ztg." meldet, hat gestern früh in der zur Gute-Hoffnungshütte gehörigen Zeche Osterfeld bei Oberhausen eine Explosion schlagender Welter stattgefunden, wodurch 3 Bergleute um's Leben kamen, 9 mehr oder minder schwer und 3 leicht verletzt wurden. München, 5. December. Abgeordnetenkammer. Bei der weiteren Berathung des Etats des Innern erwähnte der klerikale Abg. Daller, daß bei der letzten Reichstagswahl zahlreiche Beamte und Militärs für den Socialisten Voll- mar gestimmt hätten, dessen klerikaler Gegen-Candidat, Pfarrer Westermayer, dadurch unterlegen sei. Daller sindet es unverantwortlich, daß Staatsdiener revolutionäre Candidaten unterstützen. Der Minister des Innern erklärt, die ministeriellen Erhebungen hätten die Unrichtigkeit der Behauptung Daller's ergeben. Abg. Frhr. v. Stauffenberg ist gegen eine Agitation der Beamten für die Socialisten, will dagegen die durch die Anregung Daller's und nach der Erklärung des Ministers gefährdete Wahlfreiheit der Beamten und das Wahlgeheimniß gewahrt wissen. Daller verlangt schließlich, daß die Staatsbeamten moralisch verpflichtet würden, gegen die vevolutionären Bestrebungen aufzutreten. Der Minister des Innern stimmt Dem bei und setzt hinzu, daß die Erhebungen der Regierung sich auf eine etwaige ostentative Wahlagitation für die Socialisten beschränkt haben und die Regierung nicht beabsichtige, in die Wahlfreiheit der Beamten einzugreifen. Karlsruhe, 5. December. Der Landtag wurde bis Mitte Januar vertagt. Bremen, 5. December. Die Rettungsstation Bremerhaven telegraphirt: Am 5. December von der deutschen Kuff „Hoffnung", Kapitän Hayenga, ge- fträMet auf Knechtscmd, mit Steinkohlen von Bon eß nach Friedrichsstadt bestimmt, 4 Personen gerettet durch das Rettungsboot der Station Bremerhaven. England. London, 5. December. Bis heute Nachmittag waren 300 Liberale, 237 Con- servative und 60 Parnelliten gewählt. — Bis heute Abend 6V2 Ubr wurden 309 Liberale, 244 Conservative und 66 Parnelliten gewählt. Der Liberale Generalstaatsanwalt Herschel und der Nadicale Wilfrid Lawson unterlagen. Rußland. Petersburg, 5. December. Das „Journal de St. Petersbomg", anknüpfeud an einen Artikel des „Pesther Lloyd", findet es natürlich, daß der „Lloyd" anerkenne, daß die slavischen Bevölkerungen der Stephanskrone ebenfalls ein Recht auf Berücksichtigung ihrer nationalen Bestrebungen haben, fragt aber, weßhalb dieses Recht nur dann offen ausgesprochen würde, wenn sich's um den Kampf mit anderen Slaoen- jweigen handle. Der Apell des „Lloyd" an das Urtheil der russischen Presse verdiene Beachtung; aber man müsse den gegenseitigen Interessen Rechnung tragen, wenn man eine Verständigung wolle, und die österreichisch-ungarische Presse, anstatt die Sprache der russischen Zeitungen in die Waagschale zu legen, thäte besser, Worte der Beschwichtigung und der Vernunft in Belgrad und Risch vernehmen zu lassen, wo man auf die Worte dieser Presse so sehr höre. — Das „Journal" dementirt die Nachricht der „China Mail", daß Rußland den Insurgenten in Kaschgar Unterstützung leihe. Die russischen Agenten hätten sich vielmehr bemüht, die herrschende Unzufriedenheit zu beschwichtigen, da Störungen der Ordnung nur die russischen Handelsbeziehungen schädigten. Moskau, 4. December. Anläßlich der Drohung des Grafen Kheoenhüller, die bulgarische Armee könnte bei weiterem Vorrücken auf österreichische Truppen stoßen, bemerkt die „Mosk. Ztg.": Ob früher oder später, sei einerlei. Niemand könne wissen, wohin und wie weit der Krieg gehen werde. Eine Drohung für die Zukunft übe daher denselben niederdrückenden Einfluß, wie eine solche für die Gegenwart. Dieselbe hätte keine Bedeutung, wenn ihre Wirkung sich lediglich in der Einstellung der Feindseligkeiten geäußert hätte. Thatsächlich sei es jedoch anders gekommen. Die Drohung hätte den gesunkenen Muth der Serben gehoben und die Serben aufgemuntert, ihre Krcffte zu sammeln und die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten vorzubereiten. Die „Mosk. Ztg." fragt indeß, ob die Erwägung der Erfolge der die bulgarische Armee ausgebildet habenden russischen Officiere nickt als ein nützlicher Fingerzeig dienen werde, daß die Bulgaren nicht so ganz verlassen seien, wie man glaube. Die durch hohen lobenswerthen Heldenmuth erkauften bulgarischen Siege könne man nicht aus der politischen Rechnung zwischen Serbien und Bulgarien streichen. Die bulgarische Armee sei aufgehalten und der Möglichkeit beraubt worden, sämmtliche Früchte ihrer Siegesopfer zu genießen. Dieselbe jedoch durch Drohungen zur Nachgiebigkeit zu zwingen, gehe Über das Maß des Zulässigen. Statten. Rom, 5. December. Einer Meldung der „Agence Stefani" aus Suakim vom 4. d. M. zufolge übernahm General Gane in Folge von aufgetauchten Schmierigkeiten die unmittelbare Leitung auch des administrativen Dienstes in Massauah, erklärte aber dem egyptischen Untergouverneur, er wolle damit an der Frage der türkischen Oberhoheit nicht rühren. Die Bevölkerung nahm die Maßregel sichtlich günsttg auf. Der egyptische Untergouverneur suchte in Kairo darum an, nach Egypten zurückkehren zu dürfen. 180 egyptische Soldaten gehen heute nach Suez, andere 100 Irreguläre erhielten die Bewilligung, in staatliche Dienste einzutreten. Serbien. Belgrad, 5. December. Unter den Verwundeten in den Hospitälern ist die Sterblichkeit noch immer groß; selbst kleine Verwundungen nehmen, weil anfangs Aerzte fehlten, einen gefährlichen Character an. Neuerdings begannen die Zustände sich durch das Eintreffen der fremden Aerzte zu bessern. Türkei. Philippopel, 5. December. Gestern besuchten die türkischen Delegirten den Bischof und legten ihm den Zweck ihrer Mission dar, indem sie ihn daran erinnerten, daß 100,000 Männer bereit seien, in die Provinz einzurücken, wenn deren Bewohner sich den Wünschen des Sultans widersetzen sollten. Den Delegirten wurde geantwortet es sei unmöglich, in diesem Augenblicke solchen Vorschlägen Gehör zu geben; die Delegirten möchten sich nach Sofia wenden, die Rumelioten seien bereit, Alles anzunehmen was die Regierung des Fürsten gutheißt. Aonstarrtinopel, 5. December. Gadban Effendi wird sich nach Beendigung seiner Mission in Philippopel als Delegirter und Gehülfe des außerordentlichen Corn- miffars nach Sofia belegen, wo derselbe an Stelle Nihads als Agent der Pforte fungiren wird. — sHavas-Meldung.j Die Pforte erließ ein Rundschreiben, worin den Mächten erklärt wird, daß nur die Pforte allein, nicht der Fürst von Bulgarien die Bedingungen des Waffenstillstandes regeln dürfe. Dem Vernehmen nach fordere England die Pforte auf, eine neue Conferenz in London vorzuschlagen. Die Pforte ist nicht geneigt, London als Versammlungsort anzunehmen. — Die Abreise des zum außerordentlichen Eommissar des Sultans ernannten Djevdet Pascha nach Ostrumelien ist verschoben worden. Afrika. Algier, 5. December. In Bussaada sind durch fünf Erdstöße die Kirche, das Presbyterium und 71 Häuser zerstört und dabei 2 Menschen getödtet und 2 verwundet worden. Srrakirn, 5. December. Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Italien ergriff Besitz von der Civilverwaltung Massauahs. Die egyptischen Beamten verlassen Massauah. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Eorrefpondenz»Brrrea«. Berlin, 6. December. Der Stadtverordnetenvorsteher Dr. Straßmann ist heute yJttuag gestorben. ft. Baris, 6. December. Die belgische Negierung erklärte nunmehr ihre Zustimmung zu den letzten, dre Münz - Conserenz betreffenden Vorschlägen Frankreichs, denen Italien bereits vorher beigestimmt hatte. uiuhucio^, ielbft efngTtroffen $ccember' ^ch Nachrichten aus Rangun ist König Thibau da- Der „Observer" glaubt annehmen zu dürfen, daß selbst wenn die noch ausstehenden Wahlen zu Ungunsien der Conseroatlven ausfallen sollten, das Ministerium dennoch vor Zusammentritt des Parlaments seine Entlassung nicht einreichen, sondern dem Parlamente wichtige legislative Reformen unterbreiten werde. , 6- Dccbr. Der türkische Delegirte Lebib Effendi ist heute früh £OI1{ ber zweite Delegirte Gadban Effendi, welcher an Stelle Nlhad s in Sofia als Agent der Pforte fungiren soll, wird sich morgen dorthin begeben. Reichstag. E. R. Berlin, 5. December. In der heutigen Sitzung des Reichstages wurde dre zweite Berathung des Etats beim Etat der Reichsjustizverwaltung ausgenommen. Von 29,000 JL, die zur Remunerirung von Hilfsleistungen verlangt werden, wurden nach dem Anträge der Budget-Commission 4000 AL abgesetzt. Staatssecretär v. Schelling: Vom Präsidenten des Reichsgerichts ist die Bewilligung drei neuer Rathsstellen gewünscht worden; eine Bildung kleiner Senats- Gruppen erscheint nicht empfehlenswerth. Die Geschäftslast bei den 5 Civilsenaten hat so zugenommen, daß hier auf über 1 Jahr hinaus Termine anberaumt sind. Die Nothwendigkeit eines sechsten Eivilsenats ist unbestreitbar und wird dem Reichstage dementsprechend eine Nachforderung zugehen. Abg. Dr. v. Grävenitz (Reichsp.) erklärt sich mit dieser Vermehrung angesichts der sich seit Anbeginn häufenden Arbeit einverstanden. Abg. Dr. Windthorsr (Ctr.) bittet, mit dem Bau des Reichsgerichts doch nun endlich zu beginnen, da das gegenwärtige Amtsgebäude des höchsten Gerichtshofes nicht würdig ist. Wenn etwa der Zögerung der Gedanke, das Reichsgericht von Leipzig nach Berlin zu verlegen, zu Grunde liegt, so müßte er dem auf das Entschiedenste widersprechen. Commiss. des Bundesraths Geh^ Rath Meyer: Der aus der ausgeschriebenen Concurrenz herausgegangene Plan des Baues des Reichsgerichtsgebäudes bedarf noch einiger Abänderungen; danach ist der Kostenanschlag vorzunehmen; innerhalb zweier Monate durfte die Vorlage dem Reichstage zugehen. Beim Etat des Reichsschatzamts, Titel: Münzwesen, befürwortet Wr. v Schalscha die Ausgabe von Pfennig-Stücken. v ■ Geh. Reg.-Rath Schrant: Ein Bedürfniß danach ist bisher nicht bekannt geworden; doch sollen Erhebungen darüber auf diese Anregung hin angestellt werden. Abg. Dr. Braun glaubt, daß das Bedürfniß an 21/2 Pfennig-Stücken, das allerdings exrstlre, durch vermehrte Ausgabe von 1 Pfennig-Stücken schon befriedigt werden könne. Abg v. Schalcha: So lange nicht Halbpfennigstücke geprägt sind, würde der Einwand des Abg. Braun nicht stichhaltig sein. (Heiterkeit.) ,. "B«m Etat des Reichseisenbahnamts wünschtAbg. Kröber (Volkspartei) für Chler 3roclten Stückgutklasse, sowie billigere Transportbedingungen Reg.-Rath Körte verspricht für die erste Anregung Berücksichtigung, auf Sie zweite Angelegenheit hat der Reichstag keinen Einfluß. Abg. Schrader (dfr.) bedauert die geringen Machtbefugnisse des Reichseisen- vahnamtes, die auch zur Folge habe, daß die Unterbeamten vom Avancement ausgeschlossen sind. Dem kann vielleicht dadurch abgeholfen werden, daß die älteren Beamten von anderen Reichsamtern übernommen werden. Ä c widerspricht der Behauptung, daß infolge geringerer Machtbefugmß des Reichsersenbahnamls von letzterem keine fruchtbare Anregung gegeben werden könne. 000 5 Abg. Dr. Hammacher (nat.-lib.) bedauert das Fehlen eines Reichseisenbahn- gesehes. Der preußische Landeseisenbahnrath hat dieser Tage die Einführung einer zweiten Stuckgutklasse zu befürworten beschlossen, freilich nur für gewisse des billigen Transports bedürftige Transportgegenstände. Danach dürfte auch die Einführung dieser Stuckgutklasse für ganz Deutschland bald erfolgen. x r nrra der (dfr.): Das beweist doch am Besten meine Behauptung von der Machtlosigkeit und Abhängigkeit des Relchseisenbahnamtes vom preußischen Eisen- bahnminffterlum. ' 1 Sin tüchtiger Rath kann, meiner Ansicht nach, die gaiize Arbeit des Reichselsenbahnamtes leisten. (Heiterkeit.) Dasselbe ist der Idee der Reichseilenbahnen entsprungen; diese Idee ist aber zum Glück nicht zu Stande gekommen. Wenn die Einzelstaaten der Reichseisenbahnidee zustimmen würden, so wären sie so thoricht, ihre Stütze sich selbst zu entziehen. ' r. , Abg. Shader (dfr.): Die Institution an sich als Aufsichtsbehörde ist ganz berechtigt, zu bedauern bleibt nur die geringe Machtsphäre des Amtes. ,, , Die nächste Sitzung findet am Mittwoch den 9. December statt. Zur Berathung stehen. das Pensionsgesetz v. Köller tn dritter Lesung, sowie die Anträge v. Helld 0rf (ks.) S)flbs'?urkr auf Abänderung der Legislaturperioden; außerdem die Anträge Ausfeld und Genossen wegen Zollstreittgkeiten-Entscheidung. Risch, 6. Decbr. Der Kriegsminister Petrovic hat seine Entlastung genommen, an semer stelle ist der bisherige Gesandte in Rom Franassovic zum Kriegsminister ernannt worden. General Horvatovic ist zum Oberbefehlshaber der vereinigten Mschaoa-Armee ernannt worden, Oberstlicutenant Milanooic zum Chef des Generalstabes derselben und der bisherige Kommandant der Ntschava-Armee zum Chef des großen Generalstabes. «attaro, 6. December. Nach hier eingegangener Mittheilung soll der Gouverneur von Skutari (Albanien) eine Suspendirung des Handelsverkehrs mit Montenegro angeordnet haben. Newtzork, 6. December. Shermann ist zum Präsidenten des Senats ernannt worden an Stelle des bisherigen Senatspräsidenten David Davis, welcher in Fogle Ablebens des Bicepräsiventen Hendricks verfassungsmäßig zum Vicepräfident der Union geworden ist. Lokale-. fl Gießen, 7. December. Oeffentliche Sitzungen des Prooinzialausschusses finden statt und kommt zur Verhandlung: Montag den 14. I. Mts. 1. Die Unterstützung der Wachtmeister Schneider Wittwe dahier. 2. Strafantrag gegen mehrere Gemeinderathsmitglieder zu Vilbel auf Grund des Art. 45 der Landgemeindeordnung. 3. Klage des Ortsarmenverbands Allmenrod gegen den Ortsarmenoerband Rockenberg wegen Unterstützung der Familie des Valentin Korell aus Maar. 4. Beanstandung der Bürgermeisterwahl in Alten-Buseck. Dienstag den 15. l. Mts.: 5. Recurs des Müllers Joh. Sünder zu Harheim gegen einen Polizeibefehl Großh. Kreisamts Friedberg wegen Unterhaltung des Mühlgrabens an der Untermuhle zu Harheim. 6. Expropriation eines Grundstücks der Johs. Paul Wittwe in Großen- Erchen für die Grube Luse. . @i«6en, 7. December. Wir machen all- Diejenigen, die zur Wahl für die ten:$FfammtunS berechtigt sind, daraus aufmerksam, daß di- Ausübung dieses Rechtes von der Anmeldung bei der Bürgermeisterei abhängig ist. Wer also 2o Jahre alt tft, vier Jahre hier seinen Wohnsitz hat und seit dem 1. April d. I. Sommunalsteuer zahlt, muß sich vor dem 1. Januar k. I. auf der Bürgermeisterei persönlich anmelden, falls er von seinem Wahlrecht Gebrauch machen will. , Gießen 7 December. Das vorläufige Resultat der Volkszählung ergab für /re Stadt 19,423 Seelen. Im Jahre 1880 hatten wir 16,855 Seelen und bei der i«Ä?ahme am 4. Juni 1882 17,928, mithin hat unsere Stadt in 1885 gegen 1880 2568 Seelen und gegen 1882 1495 Seelen mehr. Bis zu 20,000, bei welcher Zahl wir auch ein Stadtverordneten - Collegium von 30 Personen haben wurden, N^en uns diesmal also noch einige Hundert Seelen, welche hoffentlich bei der nächsten Volkszählung vorhanden sein werden. Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde. der Kleinkinderschule, 1. J°< Vermischtes. Frankfurt a. M , 4. December. Ein höchst interessanter, aber auch höchst ttaunger Fall wird am 7. d. M. im ärztlichen Verein im Saal- des Senkenberg'schen Stifts auf Antrag des Herrn Dr. Auerbach zur Sprach- kommen. Der zur Sitzung cmgeladene Unglückliche heißt Burkhard, ein geborener Frankfurter, Sohn des Dienst- Mannes Burkhard. Derselbe diente im Jahre 1881 bei dem Fußartillerie-Regiment in Atainz. Er hatte sich die Ungnade seiner directen Vorgesetzten, zweier Sergeanten und eines Unterofficrers, zugezogen, welche ihn durch übermäßige Uebungen im Dienste derart chlkantrten, daß er zum Krüppel wurde. Die drei Chargirten erhielten über diesen Fall, der s. Z. tn den Blattern eingehend behandelt wurde, ihren wohlverdienten Lohn, indem die zwei Sergeanten vom Kriegsgerichte in Mainz zu 3 Jahren und der Unterofficter zu anderthalb Jahren Zuchthaus verurtheilt wurden. Der Mißhar.delte aber trug das schrecklichste Leiden davon. Seine rechte Hand ist zur Faust zusammengeballt, der Arm gekrümmt uiid in steter regelmäßiger Bewegung, so daß die Faust wie der Perpendickel einer Uhr sich fortgesetzt hin- und herbewegt. Der vorliegende Fall, der einzig in seiner Art dastehen soll, wird nun im ärztlichen Vereine zur Berathung gelangen. Burkhard bezog vom Militärfiskus im ersten Jahre monatlich 18 JL auf mehrere Reclamationen hin, im zweiten Jahre 36 JL, im dritten Jahre 48 und in Mern Jahre 57 JL Aber auch dies letztere reicht für den zum Krüppel gemachten Unglücklichen, der vollständig arbeitsunfähig und sogar zu seiner Bedienung emer zweien Person bedarf, nicht ans und so war Burkhard gezwungen, in neuester Zett den Mllitarsiskiis bei dem Landgerichte Mainz zu verklagen. Die Verhandlung %Lnun™am 9* December statt und es Hal Dr. Meyer die Vertretung des unglücklichen Mannes übernommen. Allgemein ist man auf den Ausgang dieses Vro- cesses gespannt. (O. Z.) Handel «nd Verkehr. (Setfte^rÜ1230er^5; Reizen Jü 16.20, Korn JL 13.70, isetjte iHafer vM 12,o0, Erbsen «AL 14.50 Linien 98 q,4m y <>< nn Samen JL 20.00, Kartoffeln JL 0.00, Wicken 15.00. ' 8pin ^°0' Muftk. Gießen, 7. December 1885. Ein Eoncert-Comitö ist nicht zu beneiden, wir wenigstens beneiden es nicht- denn wer ist wohl tm Stande einem Jeden alles recht zu machen? Niemand, dürfen wir unverhohlen ausrufen! und wenn der Concertverein mit Selbstbewußtsein an- "bb'"A..darf, Jedein wenigstens etwas gebracht zu haben, so ist das Höchste erreicht, was Muhen und Opfer nur zu erreichen vermögen. Geben wir uns also diesmal der Hoffnung hin, daß die vielen mißvergnügten Stimmen, welche nach dem Concert am 1. Novbr. laut geworden sind, nunmehr ver- Kn! & 'S11' zw-lt^C°nc-rt, welches gestern sogar den besonderen 4 b,eT epibc-Nlsch gewordenen „zn lang" ausgezeichnet zu werden, alle Fehler des ersten wieder gut machte. Jedenfalls haben di- Musikdirection, wie c 5 brc Zllnzen Kräfte eingesetzt und wenn diese Kräfte zuweilen versagten, Jäi?1 c ncm ^?ri^SL“nt/rn,?r^en den Blechinstrumenten sind bet suchten Witterung manche Mißstande eigen, welche zu bekämpfen selbst d?in sattel- festesten Blaser schwer wird und eine Beethoven'sche Sinfonie, wie gerade die in C-moll U fe Goncert§ bnngt doppelte Schwierigkeiten, besonders wenn das Orchester bereits den ganzen Abend tn starker Anspannung Hervorragendes geleistet hat- Wir wollen daher nur den Eifer, die Thatkrast der Musiker und den Fleiß, die Geduld und den Geschmack des Dirigenten, des Herrn Musikdirectors Felchner hervor- baL^bwand etwas gegen diese Factoren einzuwenden hat. — Etwas Vollkommenes gtebt es nicht auf der Erde, warum soll nun gerade bei uns alles am Schnürchen gehen, wo doch manche harte Unbill zu bekämpfen ist?! . $?,er ®oncertabenb besaß auch seine Krone und diese Krone war Herr Mar Friedländer ein gottbegnadeter Baritonsänger, begabt mit schöner sonorer Stimme und verständnisvoller Aussassung. Sem Vortrag von Loewe's Archibald Douglas b-- kundete die feinste dramatische Empfindung und ein Gemüth, eine Seele daß dem Hörer warm wurde, mit einem Worte: Herr Friedländer singt und spricht zum 5wen er fühlt was er singt, em seltener Vorzug der heutigen Concertsänger ' ' . . H^r James Kwaft führte sich mit Ferd. Hillers Fi8-moll4oncert als Clavier- .bedeutender Techno ein, er verstand es, die der Piece inne wohnenden Schönheiten ms beste Licht zu setzen und der hier und da nicht besonders hervor- ÄlrnH ° i°? uem künstlerisches Relief zu geben. Auch in seinem Capriorio und in Dein H-moll-Scherzo von Chopin erweckte er reiches Interesse. —a— r I-nor-r StiM u 13.7d, jO, £pn ** nber 1885. beneiben es nicht; Niemand, dürfen bstbewußtsein an- :5 Höchste erreicht» ** find«, aber auch höchst Senkenberg'schcn Der zur Sitzung rohn des Dienst- erie-Regiment in veier Sergeanten mgen im Dienste n erhielten über i wohlverdienten Wen unb der 'er Mißhandelte ruft zusammen- dah die Ln vockegende Vereine zur Be-. Jahre monatlich m dritten Jahre den zum Krüppel seiner Bedienung igen, in neuester Die Verhandlung rtretung des un- aang dieses Pro- (C. 3.) fijix#1'’ *’3” en mißvergnügten iü>, nunmehr ver- ir dm besonderen Zeichnet zu werden, tusikdirection, wie umeilen °»>M rum* find » , felbfttauf* rolc dik M Omoll wd-rs warn W „igwdeb ,nb len As i e ,',ild)ner »e*. rinjuoenb» ta- 11t gerade bei«" 1 Sri,.» ™n'tll bn teütn *f des •"“■«ft «soll d« ^'d-rtz roe « ®tofa: l1 »«61 für bi, teibun. * ®er alfo 1Slpnl d. 3. «»ewieiftat 'Wau» ergab für «ttl und bei der unsere Stadt In Bis zu 20,000, Personen haben öffentlich bei der “SÄ’“ rs-yss t seinem^ 'ahier. 16,1 «ns ®runb 6» 8729 zu verkaufen bei 8658 PH. Walther, Lindenplatz. 1920 5000 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Monlag den 14. Decembcr 1885, von Vormittags 9 Uhr an, . soll im Gießener Stadtwald in den Distrikten Bruderwinter und Strangswiese nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish- Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Groftherzogliche Handelskammer ____________ Adolf Zinsser, Wahlcommifsär. Attgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Betreffend: Die ErgänzungSwabl der Mitglieder der Handelskammer m Gießen. Termin auf* ^^anzungswahl der Mitglieder der unterzeichneten Handelskammer für das nächste Jahr haben wir Nadel 33 56 Weichholz — — An die Bewohner der Stadt Gießen! ... 3™ auf den erneuten Hülferuf der Deutschen Colonie in Sofia für die bulgarischen Verwundeten richten die Unterzeichneten an ihre Mitbürger wiederholt die dringende Bitte um baldige Zusendung von Geldspenden. Dre Sammlung von Kleidungsstücken u. s. w. ist vorläufig eingestellt. Gießen, den 5. December 1885. Baist, Rechtsanwalt. Dr. Boekrnann, Provinzial-Director. »ramm, Bürgermeister. Dr. Gareis, Kanzler. Hanstein, Landtagsabgeordneter. Heß, Beigeordneter. Mayer Hornberger, Fabrikant. Keller, Beigeordneter. Knorr, Landgerichts- Prafident. Landtagsabgeordneter. Noll, Commerzienrath. von der 9*iopp, Rector. Silbercisen, Präsident der Handelskammer. Dr. Stammler, Langerichtsdirector. Zimmermann, Erster Staatsanwalt. T Verzeichniß der bis jetzt eingegangenen Gaben: 1. (seid: ...1,011 Herrn Gcheinicrath vr. Wasscrschleben 20 Mk., Director Georg Noll 10 Mk ßrHftBaiU?ol|>wr 3 3J!H Boubureaugehülfe Altvater 3 Mk., Baubureaugehilfc- 1 s! r-lz'^ .'öurger'rnelfter Bramm 10 Stadtverordneter Voat 3 Mk. HandelskanmierprasidentSilbereisen 10Mk., Erster Staatsanwalt Zimmermann 10Mk' W., Commerzienrath Adolf Noll 20 DiL, S'euerrath Engisch b Mk-, Frl Karoime Krauskopf 2 Mk., Rentamtmann Lynker S Mk., Rentner Friedrich Emarrenfabilkant Otto Kempf 10 Mk., Weinhändler Karl Schwan Gehelmer Regierungs-Rach Ur. Habcrkorn 3 Mk.. Buchhändler Ferber 5 Mk., PrwaIscrihelit Hell 1 Mk., Freiherr Victor o. Rabenau 20 Mk., Hausverwalter Dieb Club 1 Mk Praudent Ur Buff 10 Mk., Rechtsanwalt Baist 5 Mk., Fabrikant Meyer Hornberger 10 Mk., Fabrikant Scheid 10 Mk., Landtagsabgeordneter Metz 10 Mk., Landgerlchts-Prasident Knorr 10 Mk., Kanzleidicner Kraus 1 Aik., Landgerichts-Rath Wtmer 2 Mk., Gasfabrikbesitzer Hetz 10 Mk., Bankoorstand Georg Wortmanu 3 Mk. Kaufmann Emil Pistor II. 3 Mk., Rechtsanwalt Justizrath Dr. Dornseiff 30 Mk ’ Genchts-Aflessor Ur. Löwe 5 Mk., Bürgermeisterei - Sccietär Deniuth 2 Mk., Lehrer R°m-r 2 Mk., Genodann Ploch 0,50 Mk, Amtsgerichtsdiener Becker, Nidda 5 Mk, ubo,nJi tc&cn 3 ®;f-' Gemeinde Bettenhausen 10 Mk, 3t. N. 1 Mk, Rechner A. Lauoer 3 sJJir. II. Kleidungsstücke u. s. ro. t A Von Herrn Kaufmann Ludwig Hein 1 Stück (40 m) Verbandmull, Herr Fabri- k?nt Meyer Homberger, Kaufmann Herz Schulhof, N. N., Professor Dr. Pasch, Frau Z- Z-.W'ttwe, Frau Landgerichtsrath Ouvrier Wittwe, Oberförster Heyer, Kaufmanu F. Teipel je em Pack mit Kleidungsstücke u. s. w., Herr Kaufmann Emil Pistor II. eine Kiste. Freitag, den 11. December, Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, im Lokale der Handelskammer (alte Realschule) anberaumt. ry c.. stimmberechtigten Mitglieder des Handelsstandes der Stadt Gießen werden ru dieser Wabl mit ^geladen, daß drei Mitglieder zu wählen sind, und die nach dem Gesetzeau" e. Herchelherm, C. Klingspor und Ed. Silbereisen, wiedirgewählt werden können 9 ' ® Gießen, den 7. December,4885. Christbaumkerzchen (aller Größen) in den schönsten Farben, nur I. Qualität, ferner Daushattungstiihter Aeikgeöotenes. Orangen und Mronen in schönster Maare eingetroffen bei 8746 C. G. Kleinhenu. la. Neue holl. Vollhäringe keine alte schottische Maare per Stück 5 Pfg. 8747 H. F. Nassauer. 8656 Fiäninö prachtvoll im Ton, s. g. wie neu, ist um die Hälfte des reell. Werthes zu verkaufen- Näheres bei Gastwirth Hailand in Sich. 4 Kanarienhähne, 14 Weibchen diesjähriger Zucht, für 20 Mark baar abzugeben. 8400 Grünbergerstraße 1. Ein Fuhrwagen, sowie ein gebrauchter Omnibus B. Bau-, Merk- und Nutzholz. 390 Fichten- und Kiefern-Stämme mit 238,28 Festmeter. Unter den Kiefern befindet sich eine größere Anzahl Schnittholz. Die Zusammenkunft ist auf der Strangswiese. Gießen, am 7. December 1885. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. ________A. Bramm. 8743 Mittwoch den 9. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in der L o u i s F l e t t'schen Hofraithe dahier, sollen gegen Baarzahlung 1 Wagen, 1 Hundewägelchen, 1 Schwein, 7 Ganse, Bettung, 1 Nähmaschine, 2 Sopha's, 2 Kleider-, 2 Küchenschränke und sonstige Mobilien öffentlich versteigert werden. Gießen, den 7. December 1885. Engel, 8749 Gerichtsvollzieher. Dienstag den 10. December, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich im Auftrag des Herrn B. Pftichter in dessen Wohnung, Wolkengaffe 19, Mobiliargegenstände, beft. in Möbeln, Feder-Bettwerk, Tischen, Stühlen, Kommoden, Bettstellen und sonstigen Haus- baltungsgegenständen, versteigern. 3687 I. Rothenberger, Beeidigter Gerichts-Taxator. I Prima Stearinlichter, Lüstrelichter in allen Größen empfiehlt zu den billigsten Preisen. Ferd. Drehes, 8737 vorm. Grg. Wilh. Weidig. ZM Hochfeine (jr|oil^SI"^egenschirme DZ 8734 von 4 Mark an. Feinste seidene und halbseidene Regenschirme zn den billigsten Preisen. Fh. Ellinger Wachstuch, Ledertuch, Fußdoden-Wachstuch, Vorlagen, Gummi Tischdecken, Unterlagestoffe re. in großer Auswahl zu billigen Preisen empfiehlt 8733 Heinrich Wallach. Hopfen-Wter-und Hopfen- Nqueur Cognac. Specialitäten der Nürnberger Hopfen-Bitter- Compagnie, Nürnberg. Von ersten Autoritäten geprüfte, sehr aromatisch schmeckende Hopfen- Destillate, die als angenehme und magenstärkende Getränke vorzüglich wirken. Hauptdepots in Gießen bei den Herren: Ferd. Drebes, Friede. Leo, Gg. Hauß, Hch. Kinkel. 8720 Aechten Tokayer Ausbruch, Aechten Malaga, sowie mein Lager in allen übrigen medicinischen und Tischweinen bringe in empfehlende Erinnerung. 9739 Ferd. Drehes, vorm. Gg. Wilh. Wsidig. 8 Lungen- und Halskranke 8745 | Schwindsüchtige und an Asthma Leidende werden auf die Heilwirkung I der von mir im Innern Russlands entdeckten Medicinalpflanze, nach meinem Namen „ HOMERI ANAu benannt, aufmerksam gemacht. Aerztlich erprobt und durch Tausende von Attesten bestätigt. Die Broschüre darüber w rd kostenlos und franco zugesendet. Das Paket Homeriana von 60 Gramm, genügend für 2 Tage, kostet 1 Mk. 20 Pfg. und trägt dasselbe als Zeichen der Echtheit das Facsimile meiner Unterschrift. — Ich warne vor Ankauf der von E. Weidemann in Liebenburg am Harz — Julius Kirchhöfen in Triest — Albert Wolffsky in Berlin und noch von allen anderen Firmen offerirten unechten Homeriana-Pfianze Echt zu beziehen nur allein direct durch mich Paul Slotnero in Triest (Oesterreich). | Entdecker und Zubereiter der allein echten Homeriana - Pflanze. Prrgl. Mandeln, Rosinen, Corinthen, Sultaninen, Citronat, Orangeat, Citronen, Backpotasche, Hirschhornsalz, Backobladen, Vanille, Haseinußkern, Anis, Honig, Syrup empfiehlt: FercL Drebes 8702 vorm. Gg. Wilh. Weidig. Auf Wunsch werden Haselnußkerne und Mandeln unentgeldlich gerieben. 500 Dro-tsem! weiße reinleinene Taschentücher offerire billigst, pr. Dtzd. von 2.50 JL an. 8553 M. ÄailKS, Lindmptlltz. Für Weihnachten 30 W D erlaube ich mir mein reichhaltiges Lager von Prachtwerke«, Claffiker«, Gedichtsammlungen, Romanen, Reisewerke» und sonstige» Unter« haltunasschriftcn, Bilderbüchern und Zugendschristen für jedes Al ter, Atlanten, Predigten, Erbauungsbüchern u. s- w. zu empfehle». Äluswahlsendnngen stehe» »ach Wunsch zu Dienste». ™ J. Bicker’sdie Buchhandlung. Heute Nachmittag 2 Uhr verschied plötzlich der Grossherzogliühe Bürgermeister Hörner Montag. Abends SV, Ubc U' U' Mouatsversammluug r bei Kamerad Seng, Seltersweg. __________8697 Während der Markttage am 8. und 9. December halte ich eine schöne Auswahl Grenzhauser Sleingulwaaren^ als Krüge, Töpfe rc. zum Verkauf. Standplatz in Oswald» Garten am Krämerwarkt. Fabrikant Jacob Menningen 8738___________________________aus Grenzhausen.__________ DeffenMche Vorträge des Gewerbevereins und Volksbildiingsverems. Mittwoch -en 9. December, Abends 8 Uhr im Saale des Lenz'schen FelsenkelUrs erster Vortrag' Herr Stadtbaumeister Stief über Schlachthausarrlagen. Jedermann ist zur Thellnahme eingeladen. 8725 ____________________Die Vorstände des G.--U. und V B D Neue holl. Sardellen ä Pfund 80 Pfg. desgl. jährige ä Pfund 1.20 Allertshausen, den 5. December 1885 Die trauernden Hinterbliebenen. 8728 8726 sagen innigen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für jeden Beweis freundschaftlicher Theilnahme bei dem Hinscheiden unserer geliebten Mutter Margarethe Bang, geb. Körber Danksagung. Für die reichen Blumenspenden und die so zahlreiche Beiheiligung bei der Beerdigung unserer unvergeßlichen Gattin, Mutter, Tochter und Schwester Frau Katharina Lenz, geb. Aubel, fernen wir Verwandten, Freunden und Bekannten unfern innigsten Dank. 8742 Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. zu Allertshausen im 58. Lebensjahr. Um stille Theilnahme bitten Kuss. Sardinen, Caviar, Orangen und Mronen Universal-Catarrh- u. Husten-Bonbons nur in besten Qualitäten, empfiehlt Fertl. Ilrehes. _ 8736______________vorm. G-g. Wilh.. W *" PM arbeitet Met unb ylQB einer all am 27. h f8 lall nur'die I^berathen a Gerung bet 5 W