Sonntag den 8. März 1868 Drittes Blatt Rr 87. Erscheint täglich mit Ausnahme des MonlagS. »wrtant Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BringerUch«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Wenn^ e5 Kaisers. leyener Anzeiger Amts- und Anzeigebtatt für den Kreis Gießen. icert teana. E-trse 80 Pfg. tterbekasfe. taz» ä1/, Uhr: .mmlung Seltersweg. 'lgung fehlen, werden < t Vorstand. Gängen, i einfachsten M st Amlticher Hheil. e. ein Unbeschollenheilszengmtz, welches für Zöglinge von höheren 2. S. 4. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Zakres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zu« 1. April des- fetten Jahres zu erbringen. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über BereiLwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugnitz. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs • Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschrcken unb Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen L .örb., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersah-Ordnun- (L Theil der Wehr-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 — Reg.-Bl. Rr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ord. verwiesen. Großhenogliche Prüfungs-Commission für'einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commisfion nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen Aestellnngspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. Betreffend: Die Rnchsuchung der Bcrechügung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Bekanntmachung. Diejemgen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. «j 51, egenüber- ijtiCo., 6* 3001 ackene W5 '1 in «Ä in» rhalb <, »W -L-LLi-nK Ziele unserer Colonialpolitik. Je mchr sich die colonial-politiichen Bestrebungen ihrer gesetzgeberischen unb praktischen Verwirklichung nähern, desto mehr gerathen auch die Erörterungen, welche von Freunden unb Gegnern an dieses Thema geknüpft werden, in eine scheinbare Verwirrung. Materiell- Interessen, Parteitakt>k, berechtigte Vorsicht und reine Begeisterung erheben ihre Stimmen, und die Parteitaktik benutzt als Anhänger der Regierungspläne die nationale Begeisterung, wie sie als G-gner des Kanzlers die Argumente der be» rrchrigten Vorsicht übertreibt und m ßdraucht, um auf solche scheinbar loyale Manier zwar nicht der Colonialpolitik als solcher, so doch den gegenwärtigen in Verhandlung stehenden Maßnahmen zu dieser Hmdernffse aller Art rntgegenzusteSen. Die gleichzeitige Vorbringuna technischer, wirthschaftllcher und politischer Gesichtspunkte kann nur zu leicht die öffentliche Meinung verwirren. Sie erzeugt auf her einen Seite übergroße Hoffnungen, welche tm Falle des Fehlschlagens zur Enttäuschung, zum Mitz- ittiuen führen können. Sie erzeugt auf der andern Seite ungerechtfertigte Bedenklich- feiten, durch welche die Energie und Kraft des deutschen Vorstoßes auf dem Gebiete deö Welthandels der Gefahr einer dederklichen Abschwächung ausgesetzt werden. Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den materiellen »nb politischen Interessen unserer Colonialpolittk einerseits und der direct noch unbe-- thetligten Masse der Bevölkerung. Offenbar folgt die nationale Begeisterung Dem Firsten Bismarck auf seinen neuen Wegen und diese gewichtige Aeußerung her öffentlichen Meinung hat bei der entscheidenden Abstimmung im Reichstag zu Anfang dieser Woche ihr volles Echo gesunden, indem die colonialen Creditsorderungm eine fast einstimmige Annahme fanden- Dftse Begeisterung aber gwt den Männern, welche zum directen Handeln berufen find, den Muth der Pflichterfüllung, die Hoffnung des Er- solgrs und die Autorität, jede Ueberhaftung mit allen gefährlichen Enttäuschungen ab- zvwehren. Diese Begeisterung nähert das Swnen und Trachten der Massen wie der Einzelnen den Kreisen der directen Jntertsscnten, sie schafft die materiellen und moralischen Hülfsquellen für d e Arbeiten der Gegenwart und sie bereitet aus der Saat von heute die Voraussetzungen für eine künftige Ernte. Völlig anders steht e8 um die Behandlung der Colonialpolitik in jenen Kreisen, welche heute schon direct an Colonialunternehmungen und an dem ganzen Apparate, welcher zu diesem Zwecke bereit gestellt werden soll, betheiltgt find. Hier wird gerechnet, «wogen und noch einmal gerechnet. Das Gewicht und die Macht der bereits in den Bereich der Colornalvolitik gezogenen Jntereffen darf keineswegs übersehen werden. Hamburg bat die Führerrolle sich anzuetgnen vermocht und Bremen sieht, wenn auch »icht mißgünstig, so doch recht geschärften Auges und nicht ohne Besorgniß für die eigene Geltung der Entwicklung der Dinge zu. Die im Aufblühen begriffene Rhederei hat mit dm bedeutenden Capitalien, welche sie repräsentirt, bet Neu-Eröffnung und Subventionirung von Dampferlinien nicht bloS zu gewinnen. Wenn die unrechten Mittel ergriffen würden, wenn der Concurrenzkampf nicht blos gegen daS Ausland, sondern bewußt oder unbewußt gegen unabhängige deutsche Rheder eröffnet würde, wenn durch eine lleberproduction im Schiffbau die Gefahren einer Kcrse ober des Unterbietens bet Frachtsätzen heraufbeschworen würden, so würde die Rhederei damit her Möglichkeit von Verlusten auSgesetzt, die gerade in der Periode jugendlicher Neu- Sntwicklung nicht ohne Besorgniß für die Kraft der gesammten Thätigkeit auf diesem Felde betrachtet werden könnm. Unternehmungen, welche, wie der ^Norddeutsche Lloyd", bisher selbstständig auftraten und in freier Concurrenz ihre Rechnung sanden, sähen sich vielleicht an das Wettbewerben mit neuen Rhedereien gestellt, für welche möglicher Weise die Vergünstigung der Reichssubvention bestimmt ist und von denen sie besorgen, daß diese nicht Mo§ die neuen Seewege unb Frachten, sondern auch die Mten Verbindungen zu ihrem Nutzen verwerthen werden. In jene leidenschaftliche Erörterung, ob Triest ober Genua Kopsstation für die «stivdischen Linien der deutschen Postdampfer sein soll, tönten recht vernehmlich die Stimmen deutscher und nichtdeutscher Eisenbahn-Jntereffenten herein, je nachdem die Steigerung deS Frachtenverkehrs auf der Gotthardbahn und ihren Zufuhrstraßen oder auf anderen Concurrenzlinten gehofft, befürchtet wurde. Auf solche Weise erscheint eine schwere Menge von Privatinteressen heute schon in den Bannbereich der Colonialpolink gezogen unb die Stimmen, welche alle diese Interessen wecken, find vollauf berechtiat, als Vertreter privater Interessen, die geschont, berücksichtigt, gefördert sein wollen. Alle jene Stimmen haben Anspruch auf Geltung, und es gehört mit zu den schwierigen, verantwortungsvollen Aufgaben der Reichsregierung, daß sie die Gesammtheit jener bereits berührten Jntereffen im Einklänge erhalte mit den Plänen und Arbeiten der neu eröffneten Zukunft. Die deutsche Rhederet, die deutschen Hafenstädte, die deutschen Bahnen und ihre Anschlußltnien, der bereits bestehende deutsche Handel nach den Colonien und die von jenen abhängende Industrie — sie alle drängen geschäftig um die Bureaus, in denen das Neue geplant wird und verlangen ihr Theil an den Hoffnungen, Gewinnsten. an den Arbeiten ober zum Mindesten die Bedachtnahme auf bis Gebiete, in denen sie bisher schon geherrscht, gehandelt und sich bereichert Haden. Viele hoffar zu gewinnen, Viele fürchten zu verlieren und ihnen allen gerecht zu werden ist eine Arbeit, welche viel mehr der sorgfältigen Ueberlegung, als der Begeisterung bedarf. Hier ist mit Reden, mit Abstimmungen und allen den parlamentarische Mitteln nichts gethan. Das ist Sache der Ausführung durch die Behörden und die Interessenten. Man wird sich in den Fragen der Ausführung bequemen müssen, an dem Vertrauen zum Reichskanzler und seinen Organen festzuhalten, die Gegenwart als eine Zeit der Aussaat zu betrachten unb zu warten, bis die berufenen und erprobte« Führer der Colovisirungsarbett die Nation, ihren Handel, ihre Industrie und ihre Arbeitskräfte zur Ernte berufen. Vermischte-. St. Goar. Frau Anna Maria Caspary von hier feierte am 3. März ihren hundertjährigen Geburtstag. Geistig frisch, kann dieselbe auch noch leichte Hausarbeit verrichten. Frau Caspary hat 47 Nachkommen, welche zusammen 1168 Jahre zählen. _ — sNagclpfleg^ Wie „Fürs Haus" mittheilt, gibt eS in Newyork ein Institut für bie Behandlung der Hände unb Dandy unb Modedame halten es für ihre Pflicht, sich wöchenilich zwei bis dreimal die Fingernägel pflegen zu lassen. Der objr die Ankommende nimmt in einem Lehnstuhle Platz, an dem ein T schchen angebrachl ist, auf welchem Bürsten, Kämme, Krüge, Schwämme, Feilen und andere Gegenständ- liegen. Zuerst werden die F.ngersp'tz-n in Eau de Cologne geweicht und nach ein ger Zeit abwechfelnd mit Salbe und Puder gerieben. Nun folgt das Abpoltten, Fe len unb Formen. Nach einer Stunde ist der „Patient" fertig und bezshlt 1 Dollar — 4 hat aber das Bewußtsein, schön gepflegte Fingernägel zu besitzen- - Ein neues furchtbares Sprengmittel, dessen Kraft die- d-S Dyaamtts um bas Dreifache übertrifft, aber bei ber Handhabung nichtJalb fo^efäbrltd) fein foU, bat ein New-Yorker Chemiker erfunben. Derselbe machte kürzlich den Bergen bet Huu- tingon in Pennsylvamsten mit seinem Stoffe Versuche, über wird: Bei dem ersten Versuche wurde ein am Fuße des Felsblock, dessen Inhalt auf 85 Tonnen berechnet war, bis in eine Trefe von 6 Fux a«gebohrt; in das Bohrloch wurde eine mit dem neum Sprengmittel ^.^^o-Petrolin nennt es der E.sindcr - gefüllte Glasröhre von *0 Zoll Länge und /g Zoll Schute ssrr gebracht, von ihr aus verlief die Zündschnur bis vor dieOeffnung des Bohrloches unb letzteres würbe sodann auf die gewöhnliche Weise mittelst Erde geschlossen, ohne baß auf die Dichtigkeit und Festigkeit der Verfchlu^asse besonderen Werth^ges legt ward. Die Explosion ging mit ungewöhnlich lautem Knalle vor sich, die ganze obere Hälfte beS Felsdlockes würbe in Sprengstücke zerschmettert von denen keines größer war, als eine Faust; die untere Hälfte war ^Bruchstücke ^verschiedener Größe auseinander gerissen und der ganze Block war nach unten und settwärtS in den cKelf?n hinein bis auf mehrere Fuß von seiner Umgebung gelost. Die kleineren ©prene^ stücke wmen bis auf e7ne MeL im Umkreise geflogen. Eine gesunde Eiche die acht Fuß über dem Boden einen Durchmesser von drei Fuß hatte, wurde in dieser Hohe biS auf daS Mark angebohrt, in das Bohrloch wurde eine kleine Glaskugel mit Nitro. Petrolin gebracht und entzündet, ohne daß das Bohrloch geschlossen wurde. Der ganze J. Gr. D. Bapst, Marktplatz, Colonial-u.Eisenwaarenhdlg. Grosses Lager in allen Arten Haus-u. Kiichengeräthen.Oefen, und Herden. 102 Mohien-Haifidlung en groa dc en detail. cm. brt. 10. 60 11. 60 12. 60 13. 60 14. 60 56 ' 41 56 .r - 6 Preise: Rein 54 cm. 54 n 54 ii 58 " 51 ii 54 " 57 ii 58 n 60 « Mesa mterhi Roth aus den Productionsc 1. 2. 3. 4. 6. 7. 8. 9. Baum floß mit fämmtltchen Wurzeln in die Luft, Stamm, Ache und Zweige wurden | in kleine Holzsplitter zerrissen, wie man sie zum Anmachen von Feuer verwendet. Bäume, die dreißig Fuß von der Eiche entfernt standen wurden ihrer Ache und Zweige sowie etnetz Thetles ihrer Rinde entkleidet. Endlich wurden zahlreiche Ver. suche mit dem Abschtetzen des Stoffcs aus einer Büchse v-ranflaltet, und ledesmal drangen die Kugeln in die Scheiben, die aus verschiedenen Stoffen bestanden mmdettens dreimal tiefer, als wenn die Laoung aus bestem Schießpulver bestanden halte. Nach der Ansicht des Erfinders ist das neue Mittel namentttch für Felssprengungen und für die Zwecke der Küstenvertbeidtgung von hervorragender Bedeutung. Daß das Nitro- Petroliu zur Ladung gewöhnlicher Büchsen verwendet werden kann, scheint unzudeu en, daß die Entzündung desselben und die furchtbare Sprengwirkung ^cht so urplötzlich wie bet dem Dynamit, sondern mehr nach und nach von Statten geht, ähnlich wre bet dem Schießpulver. Dynamit würde sich nicht die Zeit nehmen, die Kugel aus dem Laufe zu treiben, sondern das Gewehr zerschmettern. Die zehn Gebote der GbstbaunMcht, entworfen vom Vorstand der badischen Obstbanmschule tm Auftrage des Mmistertums M 3n"er^;,nbc bi4 bejm Äauf non Obftbäumen an gute BauwILulen. Kaufe nur solche Sorten, die für das Klima deines Ottes und die Beschaffenheit und Lage deines Grundfiü^stchb sggume der Regel im Frühjahr; tm Spätjahre nur dann, wenn der BodLn sehr gut und die Lage eine warme ist, so daß der Baum in. bemfeiben Jahre noch anwachst. Hebe die Baumgruben im Herbste oder wahrend des Winters aus, damit die Erde, besonders auch die des Untergrundes, tüchtig durchfrtert. Die Baumgrube sei mindestens 1,20 Meter breit und 1 Meter tief; achte beim Pflanzen darauf, daß der Baum nicht zu tief, aber auch nicht zu hoch zu stehen komme, r wtig steht er, wenn der Wurzelhals sich in gleicher Höhe mit der umgebenden Erdoberfläche befindet. Zur Stütze gib dem Baume einen geraden glatten, dauerhaften Pfahl, binbe den Baum zunächst nur locker, später aber fest an. Die Erdschetbe um den Baum belege mit kurzem, verrotteten Mist; dadurch wird der Boden gletchmaß g feucht erhalten und das Anwachsen des Baumcs befördert. 3) Willst du schöne, wohlgeformte Bäum- erhalten, so beschneide in den ersten 5 oder 6 Jahren die Kronenzweige oder lasse dies von einem Sachverständigen be- sorg-n. Die Leitzwetge kürze bei stark wachsenden Sorten auf zwei Drittel, bet m-tttt- ftark wachsenden auf bte Hälfte und bei schwach wachsenden etwa auf ein Drittel der Lange efti. Die Knospe, über der man den Zweig abschneidet, sei eine wohlausgcbtlbete Holzknospe. Die Settenzweige der Kronenäste darfst du niemals ganz hcrausschmiden, sondern in den ersten zwei Jahren nur um die Halste eiukürzen. 4) Um bem Anfahren mit Pflug, Egge u. s. w. vorzudeugen, bringe 3 Pfähle in der Nähe des Baumes an. Zum Schutz gegen Wild binde im Herbst die jungen Bäume mit Dornen, Reisig ober Schilf ein. „ , . — 5) Die Baumscheibe erhalte stets locker und reinige sie vom Unkraut. Dulde nicht Moose, Flechten und alte Rinde an deinen Obstbaumen, da du sonst niemals der schädlichen Jnsecten Herr wirst. Entferne auch dürre oder zu drch. stehende grüne Aeste, sowie Misteln. Lasse auch kttne Aststummel stehen, da sie Stammfäule verursachen. Den zu entfernenden Ast säge genau an seiner Entst?hungsst-lle ab, schneide bte Wunde mit scharfem Messer glatt und verstreiche sie mit Wer, Ottfarbe, Baumwachs (5 Tbeile Fichtenharz und 1 Theil Spiritus), ober guter Baumsalbe (.gemischt aus stebm. Kubst^ten und Jauche). 6) Verfolge Sommer und Winter alle an deinen Bäumen sich vorfindenden Raupen und Käfer, weil sie Blüthe, Laub und Früchte zerstören. Lege jedenfalls auch einen Klebgüttel tm Herbst an und bestreiche cha tm Frühjahre aus's Neue mit Kledmasse (fünf Theile Fichtenharz, vier Th eile Steadnol und drei Theile Schweine- 7) Bäume, die lange Jahre reichlich getragen haben und erschöpft sind, kannst du durch Verjüngen der K-onenaste zu neuem Leben bringen. Kürze zu dem Ende im Herbst ^.September) oder im Frühjahr die Aeste des Baumes mit Ausnahme von zweien oder dreien auf die Halste oder ein Drittel ihrer Länge ein und entferne die riehen bleibenden Aeste und Settenzweige später nach und nach, wenn eine neue Krone sich gebildet hat. 8) Beachte, daß du von Zett zu Zeit deine Obstbäume düngen mußt. Bringe vsn Dünger nicht an den Stamm, sondern im Umfange der Krone in ausgehobene Löcher oder Grabes verwende als Dungmtttel gut gegohrene Jauche oder Eomvoft: b*t Zwetschen, Pflaumen, Kirschen u. s. w. wende nur stark mit Wasser verdünnte Jauche an. Obstbäume kannst du zu allen Jahreszeiten düngen, mit Ausnahme der Zeit, wo der Boden gefroren >st. x t 9) B-ft du mit den Sotten, die deine Obstbäume tragen, nicht zufrieden, so pfropfe fti um, beachte aber dabet, daß die aufzusetzende Sorte tm Triebe gleich ist mit em umznpfropsendm Baume, weil sonst Unfruchtbarkeit oder Stechthum des Baumes dtc Folge wäre. 10) Achte beim Ernten der Früchte darauf, daß Aeste und Zweige, die in dem ächsten Jahre wieder Früchte tragen sollen, nicht abgebrochen werden. Ziehst du Tafelobst, so mutzt du es mit äußerster Vorsicht brechen und in einem trockenen, kühlen, aOer gegen Fost geschützten Räume aufbemahren und die Früchte einschichtig derart auf ~,t oh lea n, her Stiel nnrh oben qpfebrt ist. Ueber Netter's Haarwaffer. Es kann nicht genug wiederholt werden, und ist auch darüber schon Vieles von Autoritäten geschrieben worden, daß Oele und Pomaden die Hautporen nur verstopfen, in Folge Zutritts des Staubes sich eine Schichte bildet, weiche die Hautausdunstung verhindert, die Haarwurzeln erstickt und dadurch Kopfleiden und kahle Stellen erzeugt. Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die tm blinden Vertrauen auf schwindelhafte Reelame — unbedacht, ob das Versprochene zu erfüllen möglich sei — Hundert- tausende für schädliche Haarmittel ausgeben und in dem Wahne leben, neue Haare auf kahlen Stellen Zu erzeugen, während sie damit doch nur den Charlataiusmus unterstützen und ihrer Gesundheit schaden. Wäre es denn nicht mel vernünftiger, bet Zeiten von dem unnatürlichen Dressiren der Kopfhaare abzulasfen und dafür ein wtrtltd) gutes conservirendes Haarmittel statt der insgesammt schädlichen Oele und Pomaden zu gebrauchen V Als ein solch' verläßliches und unschädliches Mittel kann das Haarwasser von Carl Retter in München nicht genug empfohlen werden, da dasselbe laut Gutachten hervorragender Autoritäten, wie Professor Dr. v. Wittstein re- rc-, Alles enthält, um das Haar feucht, welch, glanzend und die Kopfhaut immer thätig und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb acht Tagen gänzlich zu entfernen. — Zu beziehen per H'lacon a unb 1.10 bei Herrn C- Merkel. Marktstraße, Gießen- « pract Arzt in Frankfurt a.M., früher Assist. IrPflRP.h Prof. Ricord’e,Paris, heilt raach, gründl. u. • V vlliSvllj ohne grosse Kosten alle Nerven-, Frauen-, 5 Haut- u. Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eig-ener Methode- Sprechstunden 10—j und 3—b. Stiftfitrasse 22 I. Auswärts brieflich. Gesek Hiermit erlaube i Zu machen, daß ich das Schl -aus GchndKeitsrücksichter lhktbe. Mr das mir so r »Zugleich, dasselbe auch a Gießen, den 1. .,, MM Bezn. 'N in allen vorkor wird ^ts mein eift ^oiennng das meinem Zu erhalten. »,®“e2 zehrten !j Launsba, Slaur Uln Zeigte Holzversteigerung in der fürstl Oberförsterer Lich. Im Distriet , Hard", Vt Stunde von hiesiger Bahnstation, sollen versteigert werden: Moatag den 16. Marz Scheith. Prügelh Stockh. Reish. Rmtr- Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 226 265 149 3820 Eichen 14 90 92 1830 Erlen — 30 12 260 Dienstag den IT März 25 Eichenstämme I Classe, von 40 bis 75 Ctm. Durchmesser, mit 26,85 Fstm-, 69 Eichenstämme II. und III. Classe mit 19,50 Fstm-, 8 Lmden- und Pappelstämme mit 3,38 Fstm-, 4 Buchenstämme mit 2,72 Fstm-, 18 Fichtenstämme mit 13,08 Fstm-, 5 Kiefern- und Lärchenstämme mit 5,12 Fstm- und 64 Eichenstangen mit 6,27 Fstm- Inhalt- Zusammenkunft jedesmal Morgens 9 Uhr beim Hof Kolnhausen- Lich, den 6. März 1885. 1613 Winttnenauer, Forstrath^ Holz-Versteigerung» Nächsten Donnerstag als den 12. März L I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im hiesigen Wald, District Dorswiese versteigert werden: 3 Eichen-Stämme mit 1,22 Fstm-, 17 Buchen- „ „ 20,75 „ und bis zu 53 Ctm. Durchmesser, 23 Nadel-Derbstangen mit 1,22 Fm-, 274 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 12 „ „ -Knüppel, 32 Hundert Buchen-Reiserwellen, 9 „ Nadel- „ 90 Rmtr. Buchen-Stöcke. Groß-Buseck, am 6. März 1885. Großh. Bürgermeisterei Groß-Buseck 1602 Stephan. 1532 Eine Kaute Mist zu verk-uch» bei Carl Bnrkhardt, Neustadt. 1 JCIIWeiidei < zu hfui 'Vi'a Holzverfteigerung in der Gbersörsterei Strupbach. Freitag den 13 Mär; L I. sollen in dem Gemeindewald zu Frankenbach öffenttlch meistbietend versteigert werden: 46 Eichenstämme, Bau- und Nutzholz nut 38 Fstm. Inhalt, 120 Rmtr. Bucheil-Scheitholz, 31 „ „ -Prügelholz, 2740 Stück Buchen-Wellen, 16 Rmtr. Eichen-Scheitholz, 9 „ „ -Prügel, 235 Eicheu-Wellen, 111 Fichten - Durchforstungshaufeu, zu Spalier und Bohnenstangen geeignet, Sarutsag den 14. März 1000 Stück Buchen-Wellen, 55 Fichten-Durchforstungöhaufen, 48 Stämme Kieseru - Nutzholz mit 7,42 Fstm. Inhalt. Im District Niedernberg Eichen- Nutzhoh, für Wagner geeignet. Der Anfang ist Freitag den 13. d. Mts., Morgens 9 Uhr, in der Eichen- hardt. Frankenbach, den 5. März 1885. 1600 Bürgermeister Klein. Hölzversteigerung im Ettingshäuser Gemeindewald Montaa den 16 März er., von Bormittags 9 Uhr an, soll im Ettingshäuser Gemeindemald in den Districten Sandhecke, Riedstein und Hardt nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 30 Rmtr. Eichen-Knüppel, 60 „ Mdel- „ 1075 Eichen-Wellen, 13462 Nadel-Wellen, starke Durchforstung, 60 Rm. Ächen- und Nadelstöcke. Di. Zusammenkunft ist in der Sandhecke beim Pflanzgarten. Ettingshausen, am 6. März 1885. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. 1619 Launspach. Allgemeiner Anzeiger. Herrn. Äug. 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Anleitung im Porzellan-Avalen für Herren und Damen nach der neuesten Lehr-Methode. __1 . nachstehenden, besonders vortheilhaften und billigen Preisen. — - ■' “■ ' merveilieux der Meter M. 3.15 Kunstgerverbeschule, IranKfurt a. M. Vorschule mit Abend- und Sonntagscursus in drei Abheilungen- Fachschule, umfassend : 1) Fachklasse fürSchreiner, Schlos s e r und verwandte Fächer. Director Luthmer. 2) Fachklasse für M al er, Lithographen rc- Maler Widmann- 3) Fachklasse für B i ld h a u e r , Modelleure rc. Bildhauer Kloucek. 4) Fachklasse für Ciseleure, Gold- und Silberschmiede rc. Bildhauer Wrdemann. Zweck der Fachschule: jungen Kunsthandwerkern nach ganzer oder therlwerser Absolvirung ihrer Lehrzeit Gelegenheit zu einer höheren künstlerischen Ausbrldung rn ihrem speciellen Beruf zu geben. . Schulgeld der Vorschule: Sonntag 6 J£, Abends 12 Jt. pro Jahr. Schulgeld der Fachschule: 75 pro Jahr, in drei Raten zahlbar. . Der Beginn des Sommersemesters 22. April. Schulstatut und Lehrplane berm Unterzeichneten, Neue Mainzerstraße 35. _ loiy __Frankfurta. M-, 20- Februar 1885. Der Drrector: stt.OberfichereiLich. iiiict W jer Bahnftatm, 'M R erben: ita4 den 16. Marz ees» ?. 1 • _ 30 " 1 14tag den U MÄj fienftämnie '■ SW'..*:: Etui. Mchm»r, - machen. Näheres bei dem General-Agenten M» Abraham, Mainz, und dessen Agenten: 101 Carl Loos, Kirchenplatz, Gießen. Hermann Vogl, Reichelsheim. 1533 Ein Pferdeknecht kann eintreten bei Ed. Klinket. 56 „ n H n n n u 7. | „ 43. 60 „ ,, " ee " Preise: Rein Netto comptant. Versandt gegen Nachnahme. Muster auf Verlangen. Lieferung franco. ’pöuuun "“"i=xy 1. Ntt-V tuigl > tin m stark mit smnf -ÄS«« :*-s te d in einem trodenp« 3 her. ~ Wer sch«» zjielez uurverstopsen, J! k ^HaulausdmlslW " ^ahle Stellen erzeug :n Vertrauen auf schwindel L ,m!9ld) ’cl -Mert leben, neue Haare anl bcii liharlatanismus unten vernünftiger, bei Zeit» M und dafür ein mrklij Üblichen Leie und Pomader id)C5 Mttel tann das München : hervorragender Autorität^ das Haar feucht, weich, glW ’oroie die lästigen Schupp» ■eben per Flacon»4u u« ' No. 40. i r, 41. sowie eine grosse Parthie amenkan. btahlgerathe -n hMlentend herabgesetzten Preisen, und ist den Herren Land- Win. Platz Söhne, Filiale Frankfurt a. M., Taunusstrasse 8. steschM-Verlegung. Einem' geehrten Publikum zur gefl- Nachricht, daß ich das von mir "seither in I^aunsbach betriebene Maurer - Geschäft Sä.«.-*»*, 119,D„Äetf»”4 1515 ___ Wegen Aufgabe des Artikels verkaufen: wir Pflüge, Eggen und. Mähmaschinen verschiedener Systeme, Heuwender, Heurechen, Drül-(Säe) Maschinen «tc. et<^ K-LSÄ ±8 «; _> f I. I -L latrnW in LmW-de am 6. M Milte drS HsustS dnfltli Auf dn TageSord betr. daö BriüäbvllgSor Minister Finger dahin «Gesetzes Regelung sinder E8 folgt die Bear »offen, die Corrmmnzv; Regierung durch MinW vollständig die Volkswirt Lieser Frage bedinge uni fstreben, die Jntcreffen 1 Auch glaube stch die Rex Wischen den Eisenbahaer MWaude abzuhelfen. Abg. Woffsle-l Preußischer SeltÖ gegen b bchen Ädern baburi uni Linien her M/chen ßubffli an Ifrin SeftlmminigSort f - einmal tlar >u Zage getceie Hu Bayern und Baden naL damit diesen bedauerlichen i der Lage der Sache sei das Du meinen Anordnungen i . , Abg. Osann glaubt beim die BnkchrsverWn i vmg gewesen, in dem der an,. >*W«t WM Mi thun werde, wm Mttihril ^ dieser Sache ju tfon bi ® '»Mwinitas i’ M([, die Inter- ,en des Lai ür: »KZ SZSsz demnächst die Boi •Sa: Ä teSa* S'äFÄg“ SZLtz's "-Kr & “u »A?.1 N-dllction: A. Scheyda. — Druck und Verla« der Brühl'sSen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) tn Gießen. Todes-Anzeige Herrn Wilhelm Angel Setreffen nach langem schwerem Leiden im Alter von 70 Jahren zu sich zu nehmen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Montag Mittag 3 Uhr vom Sterbehause (Brandgasse) aus statt. 1630 Jacob Hirz I. 1586 Hofstraße in Gießen. Fahrplan. »fahrt von Gießen nach: Abf L- Hornberger. Fr. Schwester Luise Wolf. Director A. Heß. Amtmann Nover. Pfarrer Schlosser. Rentner H. Vogt. Neuen Bäue 12. 1572 Giessen, den 7. März 1885. Die Bezirksvorsteher: O. Kempff. Ph. Jung. B. Emmerich. L. W. Plank. 1513 Für ein feineres Colonialwaaren- Geschäft wird eine tüchtige mit der Branche vertraute Verkäuferin gesucht. Schriftliche Offerten unter Chiffre E. Nr. 1513 an die Exped. d. Bl.__ 1626 Ein tüchtiges Mädchen gegen guten Lohn nach auswärts gesuchte Luowigsplatz 5, Hinterhaus. 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