Nr. 260. Samstag den 7. November L88S Mr Lzge: Pfd. rische Ae, 8 Pfg, “■ '5 Pfg, 6, ®*«« “ ' *tuM lyheny, UZ 'w>, Äe *** r‘ ®ulct. W- 50 Pfg., ie. 1.ZVM. lO Stück 50 Pfg. inen, Roll- cA, 7986 djljanblung. unzm. i Zimmer per forort rettersweg 38. etübdjen mit W Siefeniveß 4. i ^errn §■ WirX n. Hauses, Mr- .mmern, 2 fetter), i zu vcrMhnu vr. Haupt.___ MMiardeuzimmer. zu cermietben. öakndoistraßc 58. lunfl zu vemrihtn. Valithorsttaße U. Logis zu vermiet^. Wcierstraßc 13._ clogis auf per,£Ä Ludwigstr. 5, ist p u vcrmiethen. K. Pettl IL Anzeigen. tu «ö»in, «* WjlsdichN! W ciicn bti W1“’- . Dhcres bei , Lermicthsbu^' i’en ßintrüt fleiu«'- .«glich-- 61”4' ■^T163flbrcnTl ’Ä* auäfu"’‘ CC c. c- 6. N--"^i.Si. i Keller- r.r§jS rM Bureau r Schulstraße 7. —---------- ” Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloha. Erscheint täglich mit Ausnahme beS Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Politische Ueberstcht. Gießen, 6. November. Die preußische Wahl-Campagne hat mieden am Donnerstag stattoesundenen Wahlen der Abgeordneten ihren definitiven Ab.ch^ß erreicht und man w7rd alio in diesen Tagen ziffermäßig die Gewinne ober Verlust der e;‘uelnen Parteien erfahren. Daß die Physiognomie des neuen p.sußlschcn Abaeoron-tenhauses in Bezug auf die Starkeverhaltnisse der üraltwnen sich von hprhniam bei früheren Hauses nur ganz unwesentlich unterscheiden wird, ist S n Ergeb en er Urmahlen nicht u bezweifeln eine gesicherte Mehr ett ur die Regkrung ist demnach auch jetzt nicht vorhanden und b.e wunderlich kaleidoskopffchen Abstimmungen, bei denen die ^aIte'’®luphpir“"X(finn1n ber Sbatt zu Fall verschoben, werden auch den Berathungen und D «usstonen. bet «adifien drei -fahre in bet preußischen Volksvertretung bte Signatur ausdrucken. Ob eine derartige Constellation in den gegenseitigen Fraktions-Verhaltmssen für d-n a-deililichen Fortgang bet gesetzgeberischen Arbeiten von günstiger Cinrotr lün/sein wird, muß nach den in dieser Beziehung schon gemachten Erfahrungen bezweiselt werden. ' m A n „ M Die Dersonal-Verschiebungen in hervorragenden Posten des Reiches die unter der Dircctive des auswärtigen Amtes stehen, ha en 7 den Men Tagen wenigstens in Bezug auf zwei dieser: »: ßlege.t thv Ende erreicht Denn fast zu derselben Stunde, m welcher ötttt Jtun|ter seinen neuen Posten als Botschafter der deutschen Reiche« der der^Regierung der französischen Republik angetreten hat, ist Gras Latzseldt rn -°ndon elnge troffen, um die Vertretung der Reichsregierung am Hofe von St. Jameslzu übernehmen und wenn Graf Münster in dieser Woche «^mals vi“ J nach London zurückgekehrt ist, so geschah eä nur, um sich offne Königin Victoria zu verabschieden. Fast genau zu derselben ö t, Gras Münster und Graf Hatzfeldt ihre neuen Aemter angetrettn haben.sind auch zwei'wichtige, mit bet inneren Politik zusamwengangende Person f 8 zu ihrer definiiiven Erledigung gelangt. Am Donnerstag hat Fürst Hohen oh den Statthallerpssten von Elsaß-Lothringeu übernommen und das feit «em Tod. de« General-Felomarschalls Frhrn. v- Manteuffel in der Regierung der lande eingetretene Provisorium ist soweit endgültig wieder betätigt, hoff^ m wird es dem neuen Statthalter bester gelingen, dm nochwioerstrebenden Uj bet einzelnen elsaß-lothringischen Bevölkerung endlich mit dem Reiche zu v söhnen, als dies bei seinem Vorgänger der Fall war. Went>,e Tage, ehe F > Hohenlohe seinen Einzug in Straßburg gehalten hat, ist auch Pimz Albrecht von Preußen an der Seite seiner Gemahlin in die alte Wel,en-Residenz Braun- ickweia cingezogen, von Tausenden als der neue Regent des so lange verwaist aewesenen Herzogthums jubelnd begrüßt. Roch am Tage seines Einzuges, am Montag, hat Prinz Albrecht die Regierung durch ein Patent angetreten und in demselben angeordnet, daß die Ableistung der allgemeinen Huldigung alsdann stattstnden soll, sobald das in dieser Hinsicht weiter Erforderliche mit bet San« besvetsamnilung in verfassungsmäßiger Weise vereinbart sein werde. Zugl ich versichert der Regent mit seinem sürstlichen Worte, die Landesverfaffung >» allen (Upftimmnnnen beobachten, aufrecht erhalten und beschützen zu wollen. L ÄX Ä im Theater zu Braunschweig °me Festvorste ung statt bei welcher bas Regentenpaar, als es erschien, von bem zahlreichen Publi- kum'stürmstch begrüßt würbe. Nach bet Vorstellung wurde dem hohen- Paar- ein Fackelzug dargebracht, die Bürger- und Kneger - Vereine hielten F.st- 6°mmUeebebr‘ den Inhalt der nun in Berlin wie in Madrid über- aebenen päpstlichen Vermittelungs-Rote in Sachen der Karolinen-Frage aasen nT immer eine Menge sich widersprechender Gerüchte um. Es ist deshalb schwer sich über die päpstliche Rote ein richtiges Urtheil zu bilden, zumal da weder von Berlin noch von Madrid von osficioser Seite irgendwelche Aeußerung man im Vatikan der Antwort auf die Vorschläge des Papstes noch Ende dieser Woche entgegenfehe und daß man zuversichtlich aus die Zustimmung beider Par- teien hoffe- welche Gras Kalnoky in dem ungarischen Delegations-Ansschuste über die Lage aus der Balkan-Halbinsel abgegeben bat, we den von bet europäischen Presse noch immer lebhaft commenlirt. Die „Berl. “Ti, 'S je Stünmung in den leitenden Berliner Kreisen wieder- SS i» bleie auffällige Verzögerung 0 zuversichtlicher werdende Sprache »»'ÄKS.... U, h-'---». Nachdem an Stelle des Stadtverordneten Ludwig Kauf der StadtverordneteLudwig Georgi^zum^^tgl^d d^ahlun^^^^ ÄÄÄÄ 2^. v. M. (Anzeiger Nr. 249) zur öffentlichen Kenntniß gebracht., ^^r 18-5. ®ro»e™M«iMjgA Wen. 1/1 • »V v v l 14 l U 11 U« Gießen, am 5. November 1885. DI, »,«»««.= ... 16- 8«».~ 1625 1».. ... Die Großherzogliche Krels-Schul-Commtsswn Güßen rttt die Gemeinde-Schulvorstände des KreifeS. . Sie wollen die Lehrer bedeuten, daß Seine Königliche Hoheit der Großherzog zu genehmigen geruht haben, daß zu Urlaubsgesuchen für -kein Stempel mehr zu verwenden ist. Or. Boek mann. ——------ ÄnH^Großberzöglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Dl- wwg I.»i° dl- WM, d-- »m-l.d<- * WM» >' M *•** nebst den 1884/85-r Formularpapier-Ersatzgeldern ,'ind bis -um 22. d. Mts. — bei Meldung der Mahnung — anher zu bezahlen. Sie wollen hiervon Ihren Gemeindeangehörigen in geeigneter A.ei,e Kenn niß, ge - ^^ßherzogliches Rentamt Gießen. Gießen, den 4. November laSo. .......—-------------- »,l„I!„d, Dl- «l-M.., I» Ich.. •». . L m, . ®W*' “ 5- *“■ Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an di- Greßh-rzosl-ch-n Bürg-rM-ister-i.n der Landg-m-ind-n M Kreises. LAS.'WSL«mm ■*•«« ® •« ä » Ur. o * • lll ** ii* ■■ 2. 4. 5. Senkgrube. Die Ausführung der Wasserleitung in Gießen. Ansinnen Groß!). Kreisamtes Gießen an die Gemeinde Muschenheim betr. die Schreibmaterialienvergütung des Vorsitzenden des Schulvorstandes daselbst. Reclamation des Fürstlichen Rentamtes Griedel und des Heinrich Bender I. von Dorf-Gill gegen den Voranschlag der Gemeinde Dorf-Gill wegen Zuziehung zu der in Geld verwandelten Naturalbesoldung des Lehrers rc. Urtheilsverkündigung in Sachen, den Recurs des Eduard Poschel modo Gebrüder Röhrte dahier gegen einen Polizeibefehl betr. die Ausdünstungen J1 LZÄ LisfL aus dem Schoorgraben. Gießen, 5. November. Heute Abend fand in „Stein's Garten" das erste Abonnements-Concert unserer Regimentscapelle, unter Leitung ihres Dirigenten, des Herrn Musikdirectors Krauße statt. Der umsichtige Leiter hatte ein Programm zusammengestellt, welches nur einer Richtung huldigte, nämlich der leichtbeschwingten Muse und dem musikalischen Humor. Mit Recht war der Eoncert-Abend mit dem Ausdruck „Wiener Abend" bezeichnet, denn die Heroen der Wiener Operetten glänzten besonders durch ihre heiteren und anmuthigen Weisen. — Wir behalten uns vor, aus die Winter-Abonnements-Concerte bei nächster Gelegenheit näher einzugehen. (Anm. d. Red: Was nutzt es, wenn Herr Musikdirector Krauße ein noch so seines Programm zur Aufführung bringt, wenn ein großer Theil des Publikums so unruhig ist und derart laut conversirt, daß für den wirklichen Musikliebhaber der Besuch oer Abonnements-Concerte zur Qual wird. Und dann der belästigende Cigarrenrauch und die mangelnde Ventilation, welche keinen Abzug gestattete! Hoffentlich werden bei den folgenden Eoncerten die hier beregten Mißstände nicht mehr obwalten und die Abonnc- ments-Concertc das bieten, was sie ihrem Wesen nach bieten sollen: einen musikalischen Genuß und keine sog. Sonntags- oder Bier-Conccrtc.) Gießen, 6.November. Mit dem Heutigen wurde der Ertrag des am Donnerstag den 29. October verunstalteten Concerts zum Besten der Hinterbliebenen der auf der Eorvette Augusta Verunglückten an die Ecntralsamnielstelle, die Depositenkasie der deutschen Bank in Berlin, abgesandt. Nach Abzug der Unkosten betragt die Einnahme 421.90 A ein hübscher Erfolg, mit welchem die Herren Eoncertgeber zufrieden sein können. — Dem am 3. November in Daubringen ausgebrochencn Brande siel nur eine gefüllte Scheune zum Opfer. Dank der von allen Seiten herbeigeeilten Hülfe konnte das Feuer von den dicht angrenzenden Nachbargebäuden entfernt gehalten werdem Ein dortiger Bewohner ist der Brandstiftung verdächtig zur Haft gebracht und bereite geständig. _________________________ England. London, 5. November. In einer gestern abgehalienen Versammlung der conservatwen Südbezirks von London erklärte Lord Salisbury sehr bestimmt, dah er niemals die Principien des Freihandels au,gegeben habe. Es wider, spreche nicht diesen Principien, die englischen Tarife für solche Länder zu erhöhen, welche englische Produkte ausschließen und diejenigen anderer Länder zulasten. Warum sollte man nicht beispielsweise Repressalien gegen Spanien ergreifen und den englischen Zoll auf Wein erhöhen? Das wäre zu rechtfertigen und ividerspreche keineswegs dem Freihandel, da keine englische Industrie darunter leide und die Xeres-Weine keine nothwendrgcn Subsistenzmittel seien. Z-euiManü. Darmstadt, 5. November. Ernannt wurde: am 3 t. October der Gerichtsvollzieher-Aspirant Christian Gunschmann aus Villingen zum Gerichts. Vollzieher mit dem Amtssttze zu Langen; ä m an deins. Tags wurde der Gerichtsvollzieher.Aspirant Karl Rothenberger aus Alzey zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Seligenstadt ernannt. Nebenbei gehen auch die „häckeleien" zwischen Serbien und Bulgarien weiter. Die bulgarische Regierung hat jetzt den Mächten die osficielle Mittheilung zugehen lasten, daß di- Serben in der Nacht vom 24. October allerdings einen Th-il des bulgarischen Dorses Klissura besetzt und sich erst am nächsten Morgen auf serbisches Gebiet zurückgezogen hätten. Diese Miitheilung wird schwerlich dazu beitragen, die serbisch-bulgarischen Beziehungen freundlicher zu gestalten. Von russischer Seite tritt man mit fast ängstlichem Elser der Mei- nunq entgegen, als ob Rußland bei der Erhebung in Philippopel die Hand im Spiele cehabt habe. Das „Journal de St. Pötersbourg" stellt alle derartigen Gerüchte als bloß- Manöver hin, darauf berechnet, der bulgarischen Bewegung alle antirussischen Elemente zu gewinnen. Das officiöss Blatt siebt weiter zu, daß Rußland allerdings Sympathiesn für die Verwirklichung der wohlbekannten Wünsche des bulgarischen Volkes hege, dastelbe dürfe aber bei Unternehmungen gegen die Verträge nicht auf den Beistand Rußlands rechnen, die kaiserliche Ansprache zu Fredensborg sei eine neue öffentliche Bestätigung dieser Politik GciDcten. Eine Meldung des „Standard" aus Nisch vom Dienstag behauptet, König Milan sei nach Pirot (an der serbisch-bulgarischen Grenze) abgereist und habe Befehl zur Ergreisung der Offensive ertheilt. Die Meldung des „Standard" ist indessen noch von keiner Seite bestätigt worden, auch der „Times" ist keine derartige Nachricht zugegangen. Das am künftigen Dienstag zusammentretende neue französische Parlament wird bei seiner Eröffnung die formelle Demission des Cabinets Brisson wahrscheinlich schon vorfinden. Wenigstens bringt der „Temps" eine bezügliche Notiz, in welcher es weiter heißt, daß Briffon von Gröoy mit der Neubildung des Cabinets beauftragt werden würde. Das ministerielle Blatt glaubt, in das neue Ministerium werde die Mehrzahl der bisherigen Minister, besonders Freycinet und Goblet, eintreten. Das Cabinet würde eine Erklärung vor der Kammer abgeben und alsdann ein formelles Vertrauensvotum fordern, um die ministerielle Frage unverzüglich zu lösen. — Sollte die Regierung bei ihrer Abficht bleiben und mit einem Programm vor das neue Parlament treten, so dürste sie zugleich beantragen, daß die Deputirtenkammer sich nur mit der Prüfung der Vollmachten beschäftige und sich dann bis zum Zusammentritt des Congrcffes, das heißt also, bis Ende December, vertage. Ein Eingehen der Kammer auf diesen Antrag würde die Regierung wohl als das vom „Temps" erwähnte formelle Vertrauensvotum betrachten. Lokales. Gießen, 6. November. Samstag den 14. November l. 3. findet eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses des Kreises Gießen statt, in welcher zur Verhandlung kommt: . 1. Recurs des Michael Deis von Wetzlar gegen einen Polizeibefeht Großh. Polizeiamts Gießen wegen des ordnungswidrigen Zustandes einer Verwischtes. Mainz, 3. November. (Selbstmord. Körperverletzung. Unglücksfall. Realgymnasium. Nachtwandler.) In verflossener Nacht machte ein stellenloser Kellner den Versuch, sich mittelst eines Revolvers das Leben zu nehmen und schoß sich eine Kugel in den Mund. Der Tod trat aber nicht sofort ein, denn der Mann wurde am Morgen noch lebend, aber bewußtlos in seinem Bette aufgefunden und dann in das Hospital verbracht. Hier stellte es sich heraus, daß ihm die Kugel im Hinterkopf stecken geblkeben war. Ohne wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein, verstarb er heute Mittag gegen 12 Uhr. Der Körper des Selbstmörders wird nach Gießen zur Anatomie gefchickt werden, da der Heimathsort desselben nicht ermittelt werden konnte. — In einem Hause des Augustinergäßchens gerieth heute Vormittag ein Metzgergeselle mit seinem Meister in Streit; letzterer ergriff hierbei ein Beil und schlug mit demselben seinem Burschen derart auf den Kopf, daß das Blut hoch emporspritzte. Der schwer, aber nicht lebensgefährlich Verletzte wurde alsbald in das Rochusspital gebracht, woselbst eine etwa 4 Zoll lange Wunde am Kopfe constatirt wurde. Der Thäter, ein Pferdemetzger, wurde verhaftet. — Gestern Abend stürzte der Fuhrmann I. in der Nähe des Neu- thors von seinem eigenen, mit neuem Wein beladenen Fuhrwerk herab, wobei ihm das rechte Bein von den Rädern zerquetscht wurde. — Die Schülerzahl für das Realgymnasium hat für das Wintersemester eine erhebliche Zunahme erfahren; die Zahl betrug im letzten Wintersemester 579 und beträgt jetzt 676^ Vor 50 Jahren, also im Jahre 1835, hatte die Realschule 3 Elasten und etwa 90 Schüler. — Eine eigenthum- liche Wahrnehmung wurde gestern Abend an einem in der Stadthausstraße beschäftigten Schneiderlehrling gemacht. Der junge Mann klagte am Morgen über Kopfschmerzen und wurde dieserhalb von seinem Meister zu Bett geschickt; den ganzen Tag über verweigerte er Speise und Trank zu sich zu nehmen. Am Abend wurde dem Schneidermeister plötzlich mitgetheilt, daß sich Jemand auf dem Dach seines Hauses befände; die Leute eilten auf den Speicher, um nachzusehen, als sie gewahrten, daß der Schnewer- junge auf dem Dachfirste saß, sich völlig auszog und ein reines Hemd anzog. Es kostete viele Mühe, den Jungen wieder von dem Dache herab und in Sicherheit zu bringen. Der Junge wußte gar nicht anzugeben, warum er eigentlich auf das Dach geklettert sei; ein eigenthümlicher Drang habe ihn dazu veranlaßt. Da der Junge fortwährend über Kopfschnierzen klagte, so wurde er zu weiterer Beobachtung und Behandlung seinen Eltern übergeben. (D. Z.) Wetzlar, 2. November. Heute Nachmittag ereignete sich hierselbst ein Unglucksfall, welchem beinahe mehrere Menschenleben zum Opfer gefallen mären. Von mehreren an der Eisenbahnbrücke am Taubenstein beschäftigten Anstreichergehilfen stürzten drei derselben in Folge Zusammenbruchs des jedenfalls zu leicht,gebundenen Gerüstes in die Lahn. Zwei derselben trieben ca. 500 Meter in dem Wasser weiter,, wo sie dann in einen hinzugeeilten Kahn ausgenommen wurden, während der Dritte sich schon nach einer kurzen Strecke an's Land arbeitete. Das jetzt schon sehr kalte Wasser und Vie Arbeitskleider der Leute verhinderten ein Schwimmen gänzlich und konnten sich dieselven nur durch Festklammern an einigen Bretterbohlen über dem Wasser halten, bis denselben Hilfe gebracht wurde. , (®: Frankfurt a. M., 5. November. Vorgestern wurde in Bockenheimem seit 1868 daselbst von einem Sonderling hinterlegtes Testament eröffnet. Derfelve bedachte seine alte Dienerin mit 12,000 außerdem wurden in seiner,Woynmig hierin Lappen rc. eingewickelt im Bett, Schrank, Cornrnode-Ecken versteckt, noch Madrid, 5. November. Der Zustand des Marschalls Serrano hat sich sehr verschlimmert; er empfing heute die letzte Oeliing. — Sechs hiesige Zeitungen werden gerichtlich verfolgt, weil ffe aus Manilla eine Revolte und große Feuersbrunst, wobei das deutsche Consulat eingeäschert wurde, gemeldet hatten. Die Negierung erklärt die Nachricht, daß eine Revolte stattgesunden habe, für unbegründet. Bei der Feuersbrunst, welche am 24. v. Di. stattfand, wurden zwei Häuser zerstört. Nisch, 5. November. Der französische Gesandte Millet überreichte dem König feierlich seine Creditive. Es wurde beiderseits eine herzliche Ansprache ausgewechselt. Konstantinopel, 5. November. Die Conferenz hielt heute die erste Sitzung ab, worin der Austausch der Vollmachten und die Constituirung des Bureaus stattfand. Samstag ist die nächste Sitzung. UniverfitätS - Chronik. — Für das Fach der Cheniie hat sich in der philosophischen Fakultät zu Berlin Dr. Andreas Fock mit einer Vorlesung über „die Bedeutung der krystallo- graphischen Forschung auf dem Gebiete der organischen Chemie" als Privatdocent habilitirt. r . . — Die Gesammtstudentenschaft zu Heidelberg wird dem neuvermahlten erbgroßherzoglichen Paare als Angebinde zum Hochzcitsgeschenk eine silberne Bowle widmen, die von dem berühmten großen Heidelberger Fasse getreulich nachgebildet iltr d. h. den 27,000sten Theil desselben Rauminhalt hat,, oder etwa 9 Trinkflaschen. Der Erbgroßherzog von Baden hat früher mehrere Semester in Heidelberg studirt und sich am studentischen Leben in reger Weise betheiligt. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Eorrespondenr - Barra«. Berlin, 5. November. Der heutigen Bundesrathssitzuna liegt ein Antrag Preußens vor über Abänderung des § 22 des Preßgesetzes, betreffend die Verlängerung der sechsmonatlichen Verjährungsfrist bei Preßvergehen m besonderen Fallen. Auf der Tagesordnung steht ferner die Vorlage über den Nordostfeekanal. Dem Vernehmen nach soll der Beitrag des Reiches von 106 Millionen durch eine Anleihe, bezw. durch Schatzanweisungen aufgebracht werden. Berlin, 5. November. Bekannt sind 42a von 433 Wahlen; davon 135 con- fervative 59 freiconfervative, 99 Centrum, 10 nationalliberale, 42 deutschfreisinnige, 14 Polen 2 Dänen, 3 Welfen. Berlin wählte durchgängig freisinnig, ebenso Königsberg und Breslau. Köln wählte beide Centrums-Candidaten, Hannover beide Nationalliberale. An hervorragenden Parteimitgliedern wurden sonst gewählt: v. Wedell- Malchow (Prenzlau), Kropatschek (Westhavelland , Hammerstein (Stolp), Cuny Eynern (Solingen), Boretius (Halle), Hammacher (DuAurg), Hobrecht (S argardt), Gneis Magdeburg und Kreuznach), Reichensperger (Olpe)>, Hmue (Francensein), Rickert (Danzig), Hänel (Altona), Staatsminister Maybach (Waldbröl), Lucius (Greifswald), Bötticher (Stralsund), Oberpräsident Achenbach (Siegen). — Von 433 Wahlen sind 432 bekannt. Gewählt find 140 Conservative, 60 Freiconfervative, 99 Klerikale, 70 Nationalliberale, 44 Freisinnige, 14 Polen, 2 Dänen und 3 Weisem $ ^vernder. Der Bundesrath überwies die Nordostseekanal-Vorlage den Ausschüssen für Landheer, Festungen, Seewesen, Handel, Verkehr und Rechnungswesen. Er überwies ferner den Antrag Preußens, betreffend ine Abänderung des S 22 des Preßgesctzes, an den Justizausfchuß. Zu dem vom Reichstag angenommenen Gesetzentwurf wegen Aufhebung des Gesetzes über die Verhinderung der unbefugten Ausübung von Kirchenämtern wurde befchlofsen, daß, da der s#unbe3ta_g erst am 14. November 1884 dem Beschlüsse feine Zustimmung versagte, kern Anlaß vorliege, von solchem Beschlüsse abzugehen. , „ . .. r . Braunschweig, 5. November. Gestern fand tm Schlosse em Galadiner von Etwa 70 Gedecken statt, woran der Hofstaat und die Spitzen der Behörden mit ihren .Damen^thel^ahmem^^^n^^b.^^ Tageblatt" zufolge begibt sich der Prinzregent Freitag Abend zur Hofjagd nach der Göhrde und kehrt Samstag hierher zurück. Die Vriinessin begibt sich Montag über Berlin nach Kamenz. Paris, 5 Wooeinber. Graf Münster überreichte heute Grevy sein Beglaubigungsschreiben im Beisein Freycinet's. In. seiner Ansprache sagte Graf Münster: „Indem der Kaiser mich mit dieser hohen Mission betraute beau tragte mich Allerhochst- derfelbe zugleich, die von meinem Vorgänger so glücklich unterhaltenen Beziehungen der guten Nachbarschaft fortzusetzen und weiter zu entwickeln. Wollen Sie, Herr Präsident, sich überzeugt halten, daß es mir zur größten Genugthuung gereichen wird, wenn ich dieser meinen persönlichen Gefühlen vollständig entsprechenden Aufgabe mich entledige, indem ich mich zum getreuen und aufrichtigen Dolmetsch der guten Intentionen meines erhabenen Souveräns mache." Grevy erwiderte: „Ich nehme mit Vergnügen Ihr Beglaubigungsschreiben entgegen und bin überzeugt, daß Sie beseelt von den persönlichen Gefühlen für Frankreich, deren Sie eben gedachten, und im Bewußtsein der gemeinsamen Interessen beider Nationen dazu beitragen werden, die guten Beziehungen zwischen denselben ebenso zu befestigen, wie Ihr eminenter Vor- Länger." Mferligt KMg Lam-tag den 1 Vormittag soll die NlsrrtigM lsd. m ChauffeegM W Gießen-Ma lung 6-28 loosw Stelle versteigert n N ist bei Abthc Gietzen, den 5.3" Großh. tobe Wal AMMu . Die nachverzeich Wger Gemeinde den Nachmittags un vaale des I. Wenigstnehmeni WB gestellten W werden. Wege nach $ 2 oerc ffWeiiett, Sütgerm a—-JM btM «»■ä ■SuÄ benr5."g 7992 ®t0Weti0 jiiletl# [gtfroten-l .j sr««.. inr ; verletzt, eu ncviditl SA»* d" E syegeri. WZ d-mc ■ S3av«eM8-u üiiSilwyit D- »brrier lott in iluNtbigtr 1 Htaäf« Mg-ncht« __ [CejterreidiiK «ni«rbMl, d°« di- all, unÜMM'ta U"W füllen praftiKbe Aerzte 1 versiiat absolvirt haben fiber dcr Schulen sungi Hsnmd eines Gutachten^ tzchiiler, insbesondere -Schnibbuchern in allen - Ein verhew gewesen sein. Aerlin i ; dorti-en Qber-Nealschi 7265 frei ins Haus geliefert. 2649 11,055 v* Stunden, auswärts. 2 k'-L einem Balle eine junge Engländerin kennen und verliebte sich sterblich in dieselbe. Er fand Gegenliebe und die beiden jugendlichen Liebenden beschlossen zu heirathen. Doch die Eltern des Primaner-Bräutigams wollten begreiflicherweise aus keinen Fall ihre Einwilligung geben. Kurz entschlossen reiste das junge Pärchen nach England, wo Beide rechtsgültig vereint wurden. Der junge Ehemann kehrte zu den Bänken der Prima zurück, aber die Ehe war seinen Studien nicht sonderlich förderlich. Zu Michaelis fiel er mit Glanz durch das Abiturienten-Examen. Er verließ die schule, um an der Seite seiner Gattin practische Landwirthschast zu studiren. Muschenheim bdr. Vorstandes daselbst «mich Bender I. ^rs-Gill wegen Zu- >es Lehrers rc. rd Pöschel modo -die Ausdünstungen s ©arten" das erste es Tingentcn, des ein Programm zu- r leichtbeschwingten ert-Äbend mit dem Operetten glanzten ilten uns vor, aus inzugehen. sAnm. och so seines Pro- ms so unruhig ist oex der Besuch dn e Zigarrenrauch und tlid) werden bei dm ten und die AboM i: einen rnnsike- >es am Sonne enen her auf bet Tepositenkasse der :"ch die ©innchne geder Mieden sein en Brande siel nur herbeigeeilten Hülle iernt gehalten rveldiii. gebracht und W Frankfurt, 3. November. Ein schon vor 20 Jahren besprochenes Project, die directe Eisenbahnverbindung zwischen Brüssel und Mainz, ist bei der Ausstellung zu Antwerpen durch die Herren van der Straeten-Ponthoz wieder zur Sprache gebracht worden. Die Linie soll von Brüssel über Wawre und Huy gehen, die deutsche Grenze bei Bicilsam überschreiten, quer über die Eifel und den Hnndsrück nach Kreuznach laufen und von dort aus die Ludwigsbahn in der Nähe von Mainz erreichen. Diese Linie würde die kürzeste Verbindung zwischen England und Mainz, dem Centrum der Linien nach dem Süden und dem Osten, bilden. Unter Annahme der bei Expreßzügen üblichen Geschwindigkeit glaubt man die Reise von London via Ostende nach Mainz in 12 Stunden 50 Minuten machen zu können, während tue Dauer derselben auf dem kürzesten Wege jetzt 20 stunden 12 Minuten, auf dem Wege über Vlisfingen gar 23 Stunden 37 Minuten beträgt. Daß außer dem Gewlnn, welchen der Verkehr im Allgemeinen aus dem Bail einer solchen Eisenbahn ziehen würde, dieselbe namentlich für Belgien große Vorthcile zu bieten geeignet wäre, bedarf kaum der Erwähnung. TbÄuiPei^teigen^ DienStag den 10. November, Vormittags 10 Uhr, werden im.Oswaldsgarten eine große Parthie aus Norddeutschland stammender, höchst. Aepfel-, Birnen-, Awetschen- u. Kirschbäumchen versteigert. 7929 Anfertigung von Straßengräben. . SamStag den 14. d Mts., Vormittags 9 Uhr, soll die Anfertigung von ca. 5000 lfd. m Chausseegräben an der Staatsstraße' Gießen—Marburg in Abthei- lung 6-28 loosweife an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist bei Abtheilungsstein Nr. 6. Gießen, den 5. November 1885. Großh Kreisbauamt Gießen. Walter. 7998 "7782 Ein Schnhmacherlehrting kann eintreten bei Louis Opper, Altenbuseck.. i gesunden. Die Werthpapiere zu zählen, brauchte das Gericht vier volle Das eiwa eine Million betragende Vermögen geht an lachende Erben nach Anker - Cichorien von Schlanke Oetfässer zu Dungsässern, auch kurze Fässer, zu Bütten passei'd, sowie preiswerthe Regensässer bei 7990 jL. Mühlhausen» Sonnenstraße 1. Ein äußerst wachsamer, gut dressirter Neufundländer Hund 18 Monat alt, zu verkaufen. Näheres in der Exped. d- Bl- 7995 fabet eine ofjenU :r ^'Verhandlung tnen Polizeibesehl 11 8ustandes einer Achtungsvoll C. Stein. Arbeitsversteigmmg. Die nachverzeichneten Arbeiten in biesiqer Gemeinde sollen nächsten Mittwoch den 11- d Mts«, Nachmittags um 1 Uhr, im Saale des I. Schön dahier an den Wenigstnehmenden unter den im Termin gestellten Bedingungen vergeben werden. Am Wege nach Daubrrngen: vH/. 1. Erdarbeiten, veranschl. ZU 111,25 2. Chaujsirarbeiten, „ „ 135,— Lollar, den 4. November 1885. Großh. Bürgermeisterei Lollar. __Fuchs.__ 7993 Samstag den 19. Derember, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Wilhelm Seibert Flur 1/427 a 50 Meter Hofraithe in der Judengasse, Flur 1/399 88 Meter Hofraum daselbst, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. November 1885. Großherzogliches Ortsgericht. 7992 Müller. S Mrtta ift -Unkfl,' '«f*t misch Kirchliche Mnzeigen der Stützt Metzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 23. Sonntag nach Trinitatis, 8. November. Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser- . Montag, den 9. November, Abends 8 Uhr, Bibelstunde m der Klemkmder- schule, Joh- Kap. 17, von Vers 6 an, Pfarrer Or. Naumann. Am Sonntag den 15. November wird im Abendgottesdienst das heilige Abendmahl mit unmittelbar vorhergehender Beichte gefeiert werden- Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 8- bis 14. November besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 24. Sonntag nach Pfingsten. Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Com- munion- Um '/rl0 Uhr: Hochamt und Predigt. Um 2 Uhr: Andacht- Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 8™ Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 5s0 Uhr. __________ >!,e M, Ö’Äfe und war eingeschlafen. ,,, . .. . Trier, 3. "November. Heute Mittag kurz vor 12 Uhr stürzte nut donnerähnliche in Gepolter die ganze Nordwand eines eben erst unter Lach und gebrachten Neubaues in der Pelristraße zusamlnen. Em Maurer, wurde unerheblich verletzt, ein anderer erlitt schwere innere Verletzungen und wurde in das Mutterhaus gebracht. Eine gerichtliche Untersuchungscommission ist schon an der Ungluässtelle cingetroffen. Vor rnehrcren Jahren stürzte in der 'Nahe der Ungluckoftatte ein ganzem Haus zusammen. Die Ursache des jetzigen Vorfalles wird vielfach m den ungunsttgeu Witterungsverhältnissen gesucht. , . — sFeuerwehrwesen.j Nach der „Zeitung für Feuerlöschwesen (Mulichen) tf bi.e Zahl der Feuerwehrleute in Bayern von 4144 rm Jahre 1880 auf 4886 tm <\übre 1885 gestiegen Nach einer Statistik von 1882 besaßen dieselben 8 Dampf- svritzen 4008^ Saug- und Druckspritzen, 5085 Drucksprihen, 999 Schieblettern, 4077 Anstellleitern mit und 13,931 Anstellleitern ohne Unterstütz unMtangen. — Im Herzogthum Braunschweig bestanden Ende des Jahres 1884 163 ^oschbezlrke, 3..1 frei- roitliqe und 137 Pflicht-Feuerwehren mit 11,809 freiwilligen und 4392 Pflicht-Feuerwehrmännern und 19,177 Ordnungsmannschaften. Das Loschmaterral beftand aus 454 Spritzen mit und 218 ohne Saugwerk. raarcu rm Jahre 1884 227 Schaden- feuer zu verzeichnen mit einer bei der Landes-Brandversicherungs-Anstalt veisicherten Summe für Immobilien von 416,388,675 Jt. — Aus dem Eisenberger Kreis, 2. November, wird der „Hessischen Morgenzeitung" berichtet: „Mehrere der bei der mörderischen Affarre auf der Brede- larer Straße Verwundeten schweben in Lebensgefahr. Em Greis, der zwei Schädel- bräche davongetragen hat, ist vielleicht schon, jetzt, wo ich dies schreibe 'verschieden Ein 9jähriger Junge lvird in Folge von Schlägcck, die er mit dem Lodtschlagec übet tzas Kreuz erhalten hat, wahrscheinlich an den unteren Extremitäten gelahmt bleiben. <^ie Verbrecher sollen ini Gefängnis; nicht nur keine Reue an den Tag legen, sondern üi fluchwürdiger Weise über den Schrecken, den sie heroorgerufen, und über das Unglück, das sie angerichtet haben, sich lustig machen." _ sOesterreichische SchulhygieineF Das ungarische Unterrichtsnrinisterium hat anaeordnet, daß die allgemeine öffentliche Gesnndheitspflege an sammtlichen Gymnasien und Realschulen Ungarns als Lehrgegenstand eingeführt werden soll 2"s Lehrer sollen praktische Aerzte dienen, welche vorher einen 4monatllchen Eursus an der Universität absolvirt haben müssen; dieselben sollen gleichzeitig als die hygtemrschen Uuf- feber der Schulen fungiren. - Ferner hat das Unterrichtsministerium m Wien auf Grund eines Gutachtens des obersten Sanitätsraths zum Schutze der Gesundheit der Schüler, insbesondere der Augen, den Gebrauch von guadrirten Rechentafeln und Schreibbüchern in allen Lehranstalten verboten. — Ein verheiratheter Primaner dürfte selbst in unserer Zeit noch mcht da- aewescu sein. Berlin besaß in diesen! Sommer einen solchen. Der Pr-lmaner H. einer dortigen Ober-Realschule, der Sohn reicher Eltern aus Frankfurt a. M., lernte auf Unglücksfall, tctknloKr WU "'N wurde am » )ann in tr heute Dätlag g. UI Anatom flW ,e. - Zn le mit seinem MA dben seinem M kfÄÄ Kä W ja W*» /Emd «fr d 5* •iawth® ““Ljldi* 'crÄW jr kalte \ saunten stwfcfli- . d, sf fr Tricotagen: Unterllosen und Jacken in den geringsten und feinsten Qualitäten, sowie sämmt- liche Unterzeuge für Herren und Damen, nach System Dr. ^ager, empfehlen zu äußerst billigen Preisen .. ÖUUt) Mäusburg 10. ,1. 88olterhoff SöitMe Mäusburg 10. Zeitungen. 7746 Hansvcrkauf. I Eine gut gehende Whschaft mit Metzgerei vis-ä-vis einer sehr frequenten Bahnstation, ist wegzugshalber zu verkaufen- Näheres in der Exped- d. Bl. 7997 — Die vcrwittwete Baronin v. Oppenheim auf Bessenheim bei Coblenz hat der Gemeinde Bessenheini 400,000 JL zur Erbauung eines Kraukenhailses geschenkt. Dasselbe soll Kranke und Gebrechliche des Ortes ausnehmen, denen die Mittel fehlen, sich selbst zu pflegen und zu erhalten. Die Aufnahme und Pflege ist unentgeltlich, em Unterschied in der Eonfession darf nicht gemacht werden. _ - sErfroren.j In der Nähe des Friedhofes auf der Ehausfee nach Fmthen wurde heute Morgen bet Tagesgrauen die Leiche eines Mannes erfroren gefunden. Der Mann war wahrscheinlich betrunken, hatte sich an den 9cand dec» Weges gefetzt ! ■? * Expedition «»MWM Frankfurt a. M. I Annahme von Annoncen | für sämmtl.Zeitungen d.Welt. I \ Kataloge u. Kosten- l Anschläge s V gratis u. franco. B Prinzip: Roelle, 11 Ci pünktlichste und /S billigste Bedienung. Dommerleit & Co» in Buckau-lHaydeburg. Anker-Cichorien ist ein trockenes, lichtbraunes Pulver aus gewaschenen Magdeburger Cichorienwurzeln hergestellt und zetchnet sich aus durch sein Aroma, Reinheit im Geschmack und Ausgiebigkeit. . 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