ISS* Dienstag den 7. Juli Rr. nzerger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint mit *«Sn«hme deS t Schul^raße 7. 3486 schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der Laus der gesetzlichen Hosen, 4719 «d-r * A X K X X X X y 'J gaffe. • o. )cr. »kn^eibfr Kreisausschuß des Kreises Gießen. Dr. Boekmann.________ -Norath so Wrei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit »ringerM» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Darmstadt, 4. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Wergnädigst^g h^i Schullehrer Johannes Eid mann zu Darmstadt das silberne Kreuz des Verdienst. Ordens Philipps des Großmuthigen zu verleihen. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 27. Juni den Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen Otto Schädel zum Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim zu ernennen. Am^Juni^Jacob Klein in Mainz zum Gehülsen bei der Provinzial- Direction Rheinhessen, Georg Spam er in Darmstadt zum Gehülsen bet der Provinzial-Direetion Starkenburg, Julius Hartmann in Gießen«zum Gehulfen bei der Prooinzial-Direction Oberhessen, Peter -L.hiery rn Mainz zum G Hülsen bei dem Kreisamt Mainz. Konrad Müller m Darmstadt zum Gehulfen bei dem Kreisamt Darmstadt, Johann Adam Geißler in Dieburg jum G Hülsen bei dem Kreisamt Dieburg, Leonhard Marquard >n ErbachzumG- hülfen bei dem Kreisamt Erbach, Johann Baptist Lautenbach m Bmgen rum Gehülsen bei dem Kreisamt Bingen; am 13. Juni Karl Wurstius in Alsselo zum Geyulsen bei dem Kreisamt ^eitz in Offenbach zum Gehülsen bei dem Kreis- amt ^"^ch Juni Heinrich Kreud er in Friedberg zum Gehülsen der dem Kreisamt Friedberg; — sämmtlich mit Wirkung vom 1. Ium d. IS. . Berlin. 3. Juli. Bezüglich der Wahl der Arbeitervertreter, welche vas Unfallversicherungsgesetz vorsieht, hat das Reichs-Versicherungsamt nunmeh die erforderliche Verfügung ergehen taffen. Es heißt daselbst: „Den Anforderungen der Gesetzes kann nur entsprochen werden, wenn die für jede Berufsgenoffenschast und Genoffenschasts-Section in Betrachts kommenden Kassen und deren Mitgliederzahl der zum Erlaß des „Regulativs berufenen Das Reichs-Versicherungsamt hat daher, da das „Regulativ" voraussichtlich in der Mehrzahl der Fälle von dieser Behörde zu erlassen sein wird, durch em an die Regierungen der Bundesstaaten gerichtetes Schreiben vom 14^ 3uni d Jr deren Vermittelung dahin erbeten, daß ihm die in den einzelnen Staatsgebieten vorhandenen Krankenkassen der unter 1. bezeichneten Art an der Hand eines dem Ersuchs-Schreiben angeschloffenen Formulars womöglich bis zum 15. Juli d. Js. mitgetheilt werden. Durch die Bestimmungen des Unfallversicherungsgesetzes werden die Kranken- kaffen, denen die Fürsorge für die ersten 13 Wochen obliegt und die weitere Fürsorge Seitens der Berussgenoffenschaften Übertragen werden kann, m eine nahe Beziehung zu den letzteren gebracht. Es besteht daher sur beide-T-Heile und nicht minder für die unteren Verwaltungsbehörden em Interesse, genau zu wissen, zu welcher Berufsgenoffenschast die einzelne Fabrik- rc. Kaffe , oder zu welchen Berussgenoffenschaften oie Ortskrankenkaffen in Beziehung stehen. Eine möglichst sorgfältige Ausstellung der Nachweisungen erscheint aus diesem Grunde geboten. _ Erst wenn die letzteren bei dem Reichs-Verjicherungsamt vorliegen, tonnen Seitens des letzteren die Regulative ausgestellt, die Wahl-Commission ernannt, durch die Kaffenvorstände zu vollziehenden Wahlen ausgeschrieben werden, .nd erst nachdem die letzteren vollzogen sein werden, ijt die Wahl von zwei Beisitzern zum Schiedsgericht für jede Genoffenschasts-Section rc. von Seiten der Vertreter der Arbeiter möglich. Dies Alles ersordert einen nicht geringen Zeitaufwand. Sofern von den Behörden in Erledigung jenes Schreibens die Mitglieder der Berussgenoffenschaften zur AuSkunfts-Ertheilung in Betreff der Kranken- kassen-Verbältniffe ihrer Betriebsarbeiter rc. veranlaßt werden sollten, uegi eo in ihrem eigenen dringenden Interesse, die nöthigen Ausschlüsse so rasch und so genau Ivie möglich zu geben. Denn die von allen Seiten gewünschte möglichst schnelle Bekanntmachung. « „irt hi.,M ** ta.l.i» d-i M 5 12 26. «-»-»>- »- Provinjialou-schub b alsbald^ ininH» U. auf Einzel- u, auswärts, araturen ch h Giessen, ;;,£eS»*s S i-«*S aniertiO'L ÄM»«*' e, 6W« «-.MM» b.» °°ch S 10 d.. ..m 26. F-d,..- ® b„ »»««W ■*”» - 21'SS sw... bKt.Ä“S"i885. D-- Ortschaften Eilendors und Forst, sowie die Lehrer des Landkreises Aachen Aufstellung genommen. Se. K. und K. Hoheit wurde am Eingänge des mit mäch- tigen Triumphbogen geschmückten Hüttenwerks von dem Verwaltungsrath und der Direction empfangen und dann durch das Werk geleitet, wobei Höchstder- selbe von einer durch eine Glasscheibe abgeschlossenen Tribüne aus der Vornahme eines Gusses beiwohnte. Vor dem Verlassen des Hüttenwerkes überreichte der Verwaltungsrath die Urkunde über eine Stiftung von 120,000 JL zu Gunsten der Jnvaliven, Wittwen und Waisen der Arbeiter und ersuchte Se. K. und K. um Uebernahme des Protectorats. Gegen l1/4 Uhr kehrte der Kronprinz zur Kaserne zurück, wo gegen halb 2 Uhr das Diner seinen Anfang nahm, an welchem auch die Civilbehörden und Vertreter der Geistlichkeit Theil nahmen. Am Eingang des in einen Speisesaal umgewandelten, prächtig decorirten Exer- cierhauses wurde dem Kronprinzen von dem Major a. D. und Landrath v. Bönninghausen, im Namen der Landwehr- und Reseroe'Osfiziere des Regiments, ein Se. Maj. den Kaiser darstellendes Oelgemälde von Kempffer in Düsseldorf überreicht, der Kronprinz nahm dasselbe im Namen des Osfizier-CorpS des Regiments mit Dankesworten entgegen. Bei dem Diner brachte dec General v. Witzendorff den Toast auf Se. Maj. den Kaiser, der Oberst v. Wentzel den Toast auf Se. K. und K. Hoheit dem Kronprinzen aus, der Kronprinz toastete aus sein Regiment. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correfpondenz-Bureau. Ems, 5. Juli. Se. Majestät der Kaiser beehrte gestern um 2 Uhr die Gräfin <->chlippenbach mit einem Besuche, unternahm daraus eine kurze Spazierfahrt und besuchte Abends, an einer weiteren Ausfahrt durch heftigen Regen verhindert, das Theater. Am Diner nehmen heute Prinz Wilhelm, welcher um 3 Uhr 40 Min. aus Coblenz eintrifft, und Fürst Leopold von Hohenzollern TZeil. Morgen wird Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz erwartet. Aachen, 5. Juli. Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz brachte beim gestrigen Festdiner im Exercierhause etwa folgenden Toast aus: Das Bild, welches ich Ihnen heute Morgen überreichte, soll an den Augenblick erinnern, an welchen ich jetzt als an die Feuertaufe des Regiments zurückdenke, um Ihnen zu beweisen, was ich schon damals von diesen! Regimente gehalten habe. Seit der Zeit, seitdein ich es das meinige nenne, hat es an bedeutungsvollen Kriegen theilgenommen. Der Krieg von 1864 war gewissermaßen die Einleitung, der Uebergang zu den großen Waffenthaten von 1870/71. Mit welchen Gesinnungen ich auf das Regiment blicke, habe ich Ihnen bereits heute Vormittag gesagt. Was Se. Majestät von dem Regimente halten, ist Ihnen bekannt, ich habe Ihnen also nichts mehr zu sagen, als daß das alte Vertrauen zu dem Regimente unverändert bleibt. Eines aber lassen Sie mich hervorheben, daß es für das ganze Regiment von besonderer Bedeutung erscheint, daß es nach den großen Kriegsereignissen jetzt berufen ist, an der Stätte seine Garnison erhalten zu haben, an welcher die Gebeine Karls des Großen ruhen, dessen Krone nunmehr meinem Hause angehört. In diesem Sinne trinke ich auf das Wohl des Regiments. Weimar, 5. Juli. Das Befinden der Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Weimar, welche gestern bei einem Spazierritt mit dem Großherzoge das Unglück hatte, mit dem Pferde zu stürzen und bewußtlos in das Schloß getragen werden mußte, hat sich gebessert. Dem Vernehmen nach liegt keine gefährliche Verletzung vor. Braunschweig, 5. Juli. Die gestrige Feier anläßlich des 25jährigen Bestehens des Magdeburgischen Infanterie-Regiments Nr. 67 hat einen glänzenden Verlauf gehabt. Bei der Festparade, zu welcher eine große Anzahl von Offizieren von auswärts hier eingetroffen war, hielt der Eommandeur des Regiments, Oberst v. Hering, eine Ansprache. Am Abend fand auf dem Easernenbofe ein von den Soldaten veranstaltetes Volksfest statt, zu welchem die Mitglieder des Regentschaftsrathes, die Spitzen der Behörden erschienen und nach Tausenden zählende Bürger mit ihren Damen als Gäste theilnahmen. Bingen, 5. Juli. An dem Festbankette, welches heute auf dem Rochusberge stattfand, nahmen etwa 300 Personen Theil. Hugo Hönack (Newyork) hieß "Namens des festgebenden Corps die erschienenen Gäste willkommen und brachte ein dreifaches Hoch auf die deutschen Schützen, die deutsche Einheit und das deutsche Reich aus. Sein erster Toast gelte dem zum mächtigsten Reiche Europas gewordenen deutschen Vaterlande, dessen Sitten und Gebräuche auch ferner in Amerika heilig gehalten würden. Zur Beantwortung dieses Toastes erhob sich der Herausgeber der „Newyorker Staatszeitung", Oswald Ottendorfer, der mit lebhaften Acclamationen begrüßt wurde, und hob in seiner Rede hervor, ihm und vielen seiner Freunde sei es zwar nicht vergönnt gewesen, an den Opfern und Kämpfen thätigen Antheil zu nehmen, durch welche die Verwirklichung ihrer Jugendträume erreicht und die Einheit, die Größe und die Macht Deutschlands erstritten worden sei. Gleichwohl könne das deutsche Vaterland keine begeisterteren Verehrer finden als die Bürger deutscher Abkunst in der nordamerikanischen Union. Jeder von ihnen könne unbeschadet seiner politischen Ueber- zeugung dein Heldengreise, der heute als Kaiser an der Spitze des deutschen Reiches stehe, seine aufrichtige Achtung und seine warme Verehrung zollen. (Lebhaftes Bravo.) Der beste Schutz eines Volkes nach innen wie nach außen beruhe zwar in dem Patriotismus und der Opferwilligkett seiner Bürger, ohne daß das Erträgniß des Fleißes des Volkes der Erhaltung einer großen stehenden Armee geopfert zu iverden brauche, von den deutschen Bürgern Amerikas werde aber die unerläßliche Rothwendig- keit einer solchen Institution unter den dermaligen Verhältnissen Europas nicht nur im vollen Umfange anerkannt, sondern sie preisen auch so laut als irgend Jemand die hohen Verdienste, welche das deutsche Heer um den Aufbau des deutschen Reiches sich erworben und sie wetteifern mit allen Freunden Deutschlands, dieser glorreichen Armee und ihren bewährten Führern den wohlverdienten Ruhmeskranz um die Stirn zu flechten. (Lebhafter Beifall.) Ebenso seien die deutschen Bürger Amerikas nicht mit solcher Blindheit geschlagen, um nicht die eminenten Verdienste des großen Staatsmannes anzuerkennen, dessen Diplomatie es zu verdanken sei, daß die mächtigsten Rationen Europas sich um Deutschlands Gunst bewerben. (Lang anhaltender Applaus ) Die Deutsch-Amerikaner verhindere weder ihr Staatsbürgerthum, noch der Republikanis- mus, mit vollster Seele in die Iubelhymne einzustimmen, die heute hier der Macht, der Größe und dem Ruhme des deutschen Vaterlandes ertöne. Die Deutsch-Amerikaner stimmten um so begeisterter ein in die Lobpreisung der Vorzüge des deutschen Vaterlandes, als dieselben die Frucht deutscher Wissenschaft, deutschen Gemüthslebens, deutscher Pflichttreue, deutschen Fleißes, deutscher Ausdauer und Genügsamkeit seien (Lebhafte Zustunmung.) Redner schließt unter lautestem Beifall und dreifachen! Hoch auf das deutsche Vaterland, in ivclches die Festversammlung brausend einstimmt. Tie weiteren Toaste galten den Vereinigten Staaten von Nordamerika, der Bedeutung des 4 Juli den Gästen rc. An das um 10 Uhr beendete Bankett schloß sich ein glänzender Festball. Aachen, 5. Juli. ^e. K. u. K. Hoheit der Kronprinz hatte gestern noch das Rathhaus, loiuic das Polytechnikum und die Salvatorkirche besucht und Abends dein für die Mannschaften seines Regiments veranstalteten Feste und dein städtischen Feste im Kurhause beigewohnt, bei welchem die hiesigen Gesangvereine concertirten. Um 10 Uhr Abends unternahm der Kronprinz eine Rundfahrt durch die glänzend illu- minirte Stadt und besuchte den Elisengarten. Heute früh 3/48 Uhr begab sich der Kronprinz nach dem Dom und nach der evangelischen Kirche und fuhr dann mit Extrapost nach Montjoic. Auf dem Wege dahin wurden Höchstdernselbcn aller Orten begeisterte Ovationen von der Bevölkerung dargebracht. Die Rückkehr von Montjoie erfolgte heute "Nachmittag kurz vor 4 Uhr. Se. K. u. K. Hoheit wohnten hierauf dem Diner bei dein Regierungspräsidenten v. Hoffmann bei, zu welchem die Spitzen der Behörden, die Generalität und alle Stabsoffieiere geladen waren, und trat 51/. Uhr unter abermaligen sympathischen Kundgebungen der Bevölkeriing, mit Extrazug über Köln und Enis die Rückreise nach Potsdain an. Greifswald, 5. Juli Der Professor der Chirurgie an der hiesigen Universität, Dr. Paul Pogt, ist heute früh gestorben. Graz, 5. Juli. Der General der Cavallerie, Herzog Alexander von Württemberg, ist vergangene Nacht in Bad Tueffer gestorben. Madrid, 5. Juli. Ter König wohnte gestern mit den Mitgliedern der königlichen Familie der Vorstellung im Hoftheater bei und wurde bei seinem Eintritt mit stürmischen Hochrufen begrüßt. Athen, 5. Juli. Der König begibt sich demnächst zum Gebrauch der Badekur nach Wiesbaden, während seiner Abwesenheit wird Ministerpräsident Delyannis die Regentschaft führen. UniversttätS - Chronik. — Die von Prof. Gerhard in Berlin gepflogenen Verhandlungen haben zu dem Ergebniß geführt, daß derselbe den ihm dort angebotenen Posten angenommen hat und im Oetober von Würzburg dahin übersiedelt. Ter bisherige 1. Assistent der medieinischen Klinik, Dr. Müller, wird ihn begleiten. Lokales. Gießen, 6. Juli. sZum Dresdener Turnfest.j Bis zum 27. Juni hatten die offieiellen Anmeldungen 15000 überschritten. Vom Ausland haben sich weiter angemeldet: Mailand, Melbourne (Australien). Das Standquartier für den Mittel- rheinkreis befindet sich im (Safe und Restaurant O. R. Benisch, Pirnaischer Platz. Briefsendungen, Postanweisungen, Telegramme re., welche bei der Postanstalt auf dem Festplatz in Empfang genommen werden sollen, sind nach „Dresden-Altstadt, postlagernd Festplatz" zu richten. Die Turner aus Amerika sind am 27. Juni er. von New-Bork nut dem Ned-Star-Line-Dampfer „Belgenland" nach Antrverpen abgefahren. Die Zusammenkunft aller deutschen Turnlehrer findet am Montag den 20. Juli er., von Abends 8 Uhr an, in den Unterrichtsräumen der Königlichen Turnlehrerbildungsanstalt zu Dresden, Carusstraße T, statt. Verwischtes. A u s Rheinhessen, 3. Juli. Die Traubenblüthe hat in fast allen Orten unserer Weinbau treibenden Provinz einen vorzüglichen, gleichmäßigen Verlauf genommen und dürfte dieselbe nun überall zu Ende sein: auch die Entwickelung der Trauben und des Weinstockes selbst ist so günstig wie sie nur gewünscht werden kann. In Weinbergen der Gemarkung Oppenheim, Nackenheim und Nierstein trifft inan bereits Trauben, welche den Umfang einer Erbse besitzen. 9tad) Allem zu schließen, können Weinproducenten, abgesehen von denjenigen Gemeinden, in welchen der Hagel die Hoffnungen theils ganz vernichtet, theils sehr herabgedrückt hat, wieder auf ein gesegnetes Jahr hoffen. — Die Leutseligkeit des Kaisers ist bekannt und documentirt sich in vielen kleinen Vorfällen, die aus dem intimen Leben des greisen Monarchen zuweilen in die Oeffentlichkeit dringen. Ein klassischer Zeuge dafür ist jedenfalls der geivandtc Hofbarbier Kaiser Wilhelms, Namens Staude, der täglich im Palais erscheinen muß. Ist der Kaiser verstimmt oder sorgenvoll, so ist er still. Zuweilen aber ist er besonders gut gelaunt und fragt scherzhaft: „Na, Staude, wie geht's? Haben Sie heute keinen neuen Berliner Witz?" Dann erglänzt Figaros Antlitz ob des hohen Vertrauens in Itolzer Freude und er bringt, wie die „P. Ztg." erzählt, irgend einen guten neuen Kalauer ans Tageslicht, der die herzliche Heiterkeit des Kaisers erzielt. Freilich niuß er auf die Frage aus hohem Munde gestehen, daß der Witz nicht von ihm, sondern von dem „urkomischen" Bendix herrühre, dem bekannten Komiker des „Amerieain- Theaters". Herr Staude liebt es nämlich, ferne Kalauer dem Vortrage des „Urkomischen" zu entlehnen. Der Kaiser aber lächelt bei Staude's Geständniß und sagt schmunzelnd: „Ah, Bendix — na der is jut!" — Vor einiger Zeit schoß der Consul der Vereinigten Staaten in Rio Grande do Sul, Mackey, im Theater mit dem Revolver auf eine Persönlichkeit Namens Amorim, der ihn mit seiner Pistole bedroht hatte. Mackey beeilte sich, in Begleitung des deutschen Consuls, sich den Behörden zur Verfügung zu stellen. Aber Amorim, der nur leicht verwundet war, begab sich an der Spitze einer mit Messern bewaffneten Bande zum Polizeieommissar und verlangte, daß ihm Mackey ausgeliefert werde. Tie Polizeiwachen geriethen in Angst und ergriffen die Flucht. Während eines Augenblicks hielt Mackey mit der Pistole in der Hand die Angreifer in Schach, bis die Zeugen dieser Scene herbeieilen und ihn beschützen konnten. Er stellte sich darauf von Neuern unter die Obhut der Behörden. Alle fremden Consuln ergriffen Partei für Mackeu und boten ihm ihre Dienste an. Sie schickten zugleich einen Gesainmtbericht nach Washington, in welchem sie den amerikanischen Consul vollständig rechtfertigten und seinem Benehmen ohne Rückhalt ihre Billigung ertheilten. Wie zu erwarten war, wurde Mackey von der Jury einstimmig freigesprochen. — sExplosionen.j In Wahn entzündete sich bei dem am 30. Juni statt- gefuiidenen Schießen des 1. Rheinischen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 8 beim Einsetzen des Geschosses eine Granate; durch die Sprengwirkung wurde ein Mann sofort ge- tödtet und einem anderen die rechte Hand zerschmettert. — Desgleichen explodirte bei einer schweizerischen Truppenübung zu F!auenfeld eine Granate beim Laden; zwei Kanoniere sind tobt, einer schwer verwundet. Madrid, 3.Juli. Gestern kamen in Spanien 1354 neue Cholera-Erkrankungen und 664 Todesfälle vor; davon konunen auf Madrid 2, auf Aranjuez 62 und auf die Provinz Valencia 366 Todte. — Vielen der Leserinnen und Leser dürfte es nicht unlieb fein, ein Mittel gegen den nichts weniger als angenehmen Stich der Mücken, Fliegen und sonstige! Jn- secten zu erfahren. 9tamentlich solchen würde damit sehr gedient sein, denen eS so geht, daß nach kaum einer Minute die dem Stich folgende Anschwellung die Größe eines Ein- und sogar Zweimarkstückes erreicht, während der Stich selbst sich in eine kleine Wasserblase verwandelt. Alle angewandten Mittel, als Salmiakgeist, Chloroform, Kamphcr, Liniment, ^telkenöl rc. blieben ganz ohne Wirkung. Es ist nun ausgefallen, daß sich nach jedesmaligem Waschen die Schmerzen auf kurze Zeit verloren. Diese Erscheinung beobachtend, fand man dann auch, daß cs keine Täuschung sei, sondern daß die Seife diese wohlthuende Wirkung ausübe, sobald man gleich nach dem Stiche die betreffende Stelle damit einreibt. Die Seife wird ein wenig angefeuchtet und dann so lange gerieben, bis sowohl die entzündete Stelle als auch die nächste gesunde Umgebung tüchtig mit Seifenschaum bedeckt ist, welchen man dann antrocknen lasse. Rach kurzer Zeit läßt das entstandene Brennen nach und damit sind dann auch alle Schmerzen verschwunden. — Ein Referendar aus Braunschweig, der in Straßburg bei einem Infanterie- Regiment letzthin eine Dienstübung vollzogen hatte, beschloß die Heimreise in bequemer Weise vermittelst des Veloeipedes anzutreten. Mittwoch den 3. v. M. früh trat er die Reise an und erreichte nach Zurücklegung von 204 Kilometer Abends ohne Unfall Darmstadt. Auf der Fahrt hatle der Radreiter immerwährend den Wind im Gesicht. Den andern Tag fuhr er über Offenbach, Hanau, Gelnhausen nach Schlüchtern, mo er nach Zurücklegung von 103 Kilometern Nachtquartier nahm. Ten dritten Tag vollbrachte er auf der 133 Kilometer weiten Strecke Schlüchtern, Fulda, Bebra, Allendors. Den vierten Tag machte das Wetter dem kühnen Fahrer einen Strich durch die Rechnung. Der Nadreiter kam an diesem Tage über Göttingen, verweilte dort einige Stunden bei früheren Commilitonen und gerieth nachher bei der Weitersahrt in ein Gewitter, das mit ungeheuerem Negenniederfchlag verbunden war. Tie Straßen wurden durch den Regen unfaßbar, wodurch der Fahrer gezwungen wurBe, 54 >rilc>- meter vor seinem Ziele die Fahrt zu unterbrechen. Er nahm nach einer Fahrt von 100 Kilometern in Zeesen Nachtquartier, den andern Sag langte er nach Jurückleguug von 54 Kilometern Vormittags um 10 Uhr 45 Minuten in Braunschweig an. ^ie Reisezeit hatte vier Tage, acht Stunden und zehn Minuten und die ganze Fahrstt^cke 594 Kiloineter betragen. Der Reifende hat bei Bergübergängen und bei schlechten Straßen, sowie schlechtem Pflaster in den Orten im Ganzen 4 Stunden 38 Mimiten das Pclociped schieben müssen. Nach Ansicht des Fahrers kann die Reise, wenn es nicht zu heiß ist und nicht regnet, in 3*/> Tagen gemacht werden. — sIm Institut.! Religionslehrer: „Fräulein Irma, was lernen wir aber von dem Gleichniß der sieben klugen und der sieben thörichten Jungfrauen?" Fräulein Jrmä: „Daß wir stündlich auf den Bräutigam warten sollen." Arbeitskalender für Len Gbst-, Gemüse- und Blumengarten Juli. Obstgarten. Neben dem Neinhaltcn des Obstgartens und der Baumschule ist der Monat Juli die beste Zeit zum Oculiren und wird mit Steinobst begonnen und nut dem Kernobst geendigt. Bei Pyramidenbäumen, denen man eine vollendete Form geben will, ist darauf zu sehen, daß nirgends Zweige fehlen und müssen solche nöthigen- falls durch Stäbe in vorhandene Lücken gezogen werden, . Gemüsegarten. Neben fleißigem Begießen und Remhalten der Beete ift jetzt darauf zu sehen, daß leergewordene Beete wieder mit Carotten besäet und mitWinterendivien und Krauskohl bepflanzt werden; ebenso wird von jetzt ab bis Mitte September alle 14 Tage eine Aussaat von Radieschen gemacht, auch kann man den ganzen Juli hindurch noch Erbsen legen, welche oftmals bis zum Eintritt des großes noch recht dankbar tragen. Bei Erdbeeren, die nicht zur Fortpflanzung dienen sollen, werden die Ranken entfernt und nachdem die Pflanzen keine Früchte mehr haben, werden ste gut angehäufelt, was viel zur Kräftigung und zur reichen Tragbarkeit für s künftige Jahr beiträgt. Ausläufer, die zur Verpflanzung im August benutzt werden sollen, werden auf leere Stellen des Beetes mit kleinen Häkchen festgehakt, etwas Erde aus die Stelle der Wurzelbildung gebracht und bei trockener Witterung begossen, damit man starke Pflanzen zum Versetzen bekommt, was gleich den Ertrag der nächsten Frühjahrsernte erhöht. c , .. , Blumengarten. Zu Anfang des Monats nehme man die abgeoluhten Blumenzwiebeln, ivelche jetzt welke Blätter haben, aus den Beeten heraus und bringe sie an einen luftigen schattigen Ort, einzeln nebeneinander gelegt. Die leer gewordenen Beete werden frisch gegraben und sofort wieder mit Topspflanzen bepflanzt, als Verbenen, Heliotrop, Geranien rc. Das Begießen, welches bei trockener Witterung fast täglich zu geschen hat, nehme man stets Nachmittags imd) 5 Uhr vor und zur Hauptzierde des Gartens gehört auch das Reinhalten der Wege und der Blumenbeete von Unkraut. Ende Juli kann man mit dem Oculiren der Rosen beginnen, nachdem inan vorher alle unteren Triebe entfernt hat. Mitte des Monats säe man PensL's (Stiefmütterchen), halte aber das Beet bis zur Keimung feucht und schattig. Der Blumenflor im Freien besteht jetzt haiiptsälich aus Rosen und vielen Sorten Sommergewächsen, als Leokoye, Phlox, Petunien, Reseda rc. Die Zimmercultur der Blumen beschränkt sich jetzt hauptsächlich nur auf fleißiges Begießen und Schatlighalten der Blattpflanzen und Palmen. SchiffSnachrichten. Bremen, 4. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Neckar, Eapt. R. Bussins, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. Juni von Bremen und am 23. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Morgens wohlbehalten iii Newyork angekommen. l&aubel und Verkehr. Grünberg, 4. Juli. tFruchtpreise.) Weizen X 18.60, Korn X 1760, Gerste X 16.00, Hafer X 15.40, Erbsen X 00.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 4.50, Wicken 00.00. Frankfurt, 4. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 2.25—3.10, Stroh X 2.00—2.50, Eier das Hundert X 4 00—5.00, Butter 1. Qualität X 0.90, 2. Qualität X 1.05, Kartoffeln per Centner X 2.50—2.75, Kohlrabi 3—4 H pr- St., Erbsen 0,50 Kg. 0.12—0.15 X, Rothkraut pr. St. 00-00 Huhn X l.oO—2.00, 1 Ente X 2.00—3.50, 1 Taube 40—60 Hahn X 1.90—2.50, Gans X 3—6.00, Welsche X 5.00-10 00. Repertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M. Opernhaus. Gesammt-Gastspiel -er Münchener. Mitglieder des Königl. Theaters am Gärtnerplatz, unter Leitung des Königl. Bayerischen Sofschauspielers Herrn M. Hospauer. Dienstag den 7. Juli: Im AuStragftüberl. Mittwoch den 8. Juli: Zum ersten Male: Die Zwiderwurzcn. Volksstück in 5 Akten von Dr. Hermann Schmidt. Donnerstag den 9. Juli: Der Schlagring. Freitag den 10. Juli: Zum ersten Male wiederholt: Die Zwiderwurzcn. Samstag den 11. Juli: Herrgottschnitzer. Sonntag den 12. Juli: Die Zwiderwurzcn. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 6. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 15°, Lust im Schatten 17°. L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Arbeitsbersteigmmg. Mittwoch den 8. Juli l. I., Vormittag- 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause folgende Arbeiten in Accord gegeben werden: 1. Planir-, Chaussir- und Pflasterarbeiten an der Straße hinter der Kirche und hinter der Rahme, veranschlagt zu 416,35 dl. 2. Maurerarbeit an der Marktstraße, veranschlagt zu 120,— „ 3. Zimmerarbeit, veranschlagt zu 24,— „ Mendorf a/Lda., am 3. Juli 1885. Gr. Bürgermeisterei Mendorf a/Lda. Bieber. 4975 Der kunstmäßige Ausbau einer 1338 Mtr. langen Strecke des Weges Wetzlar-Weidenhausen, innerhalb letzterer Gemarkung und veranschlagt zu rund 7000 Mark, soll auf schriftliche Forderungen vergeben werden. Letztere sind bis längstens den 23. ds. MtS. hierhin verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen, an welchem Tage, Vormittags 9 Uhr, sie eröffnet werden. Kostenanschlag und Bedingungen sind hier einzusehen. Gr. Rechtenbach, den 4. Juli 1885. 4972 Das Bürgermeister-Amt. Holzversteigerung in der Bberförsterei Brar.doberndorf Schutzbezirk Cleeberg- Donnerstag den 9. Juli, Vormittags 10 Uhr, werden in den siscalischen Wald- diftrikten Westerburgerheck 20 und Triebachsheck 7 b versteigert: 13 Eichenstämmchen mit 2,10 fm, 4,50 Hdt. Eichenstangen IV. Cl-, 37 rm Eichen-Schäl-Knüppel, 43,50 Hdt. Eichen-Wellen II. Cl. Zusammenkunft: Westerburgerheck. Vrandoberndorf, den 3. Juli 1885. Der Königliche Oberförster. 4977 Bender. Ieilgeöotenes. Weiukirseherr zum Einmachen und zu Kuchen, zu haben auf der Licbigshöhe. 4988 Allgemeiner Anzeiger. Betreffend: Rechnung des Armenvereins dahier pro 1884. Bekanntmachung. Die rubricirte Rechnung liegt acht Tage lang auf der Registratur Großherzoglichen Kreisamts zur Einsicht der Interessenten offen. Gießen, am 3- Juli 1885. Der Vorstand des Armenvereins Gießen. Dr. Boekmann. Vergebung von Bauarbeiters. Die Ausführung der nachstehenden, bei Unterhaltung der Kreisstraßen erforderlichen außerordentlichen Arbeiten und Lieferungen soll Samstag den 11, Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten im Wege schriftlicher Submission vergeben werden: I Baubezirk (Rohrer). dl. 1) Verlegung und Verbreiterung der Chaussirung an der Ortseinfahrt zu Leihgestern, veranschlagt zu .... 288,73 2) Verlegung der Chaussirung in der „Hohl" auf der Straße Lang-Göns—Holzheim, veranschlagt zu 275,75 III. Baubezirk (Maringer). 3) Herstellung eines neuen Kanales am Ortsende von Rüddings- hausen, veranschlagt zu 170,62 IV- Baubezirk (Sensfelder). 4) Liefern von eichenem Belag für die Lahnbrücke bei Ruttershausen, veranschlagt zu - 1587,60 5) Herstellung zweier neuen Kanäle auf der Straße Mainzlar- Treis a. d. Lumda, veranschlagt zu 340,02 6) Desgl. eines solchen auf der Straße Lollar—Staufenberg, veranschlagt zu 252,— 7) Pflasterung einer Mulde auf der Straße Mainzlar—Treis a. d. Lumda, veranschlagt zu 120,— Zostenvoranschläge und Bedingungen sind bei dem betreffenden Bezirksbauaufseher und bei dem Unterzeichneten einzusehen, bei welchem auch die Offerten, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis längstens zu obigem Termin einzureichen sind. Gießen, am 6. Juli 1885. Der Kreisingenieur: 4991 Gnauth. Ausverkauf* von Herren-, D^merr- u. Kinderwäsche. 71 Settersweg. Pli» EIBifilSjer« Settersweg 71. Herren-Hemden mit dreifach leinenem Einsatz, Prima Stoff dl. 2.50, 3.—, 3 50, 4.— ( . .. c m . — - - o —-——ö---- im V2 Dtzd. 1 dl. billiger früherer Preis dl. 3.oO, 4.50, o.— 6.— ’ 9 Herren Kragen, leinen, pr. Dtzd. dl. 3.80. Damen - Hemden, Prima Swff und Stickerei dl. 1.45, 1.60, 1.80, 2.—, 2.20, im V2 Dtzd. 1 dl. billiger. Pique-Jacken mit Stickerei 1.50 dl. 4986 Damen Nachthemden und -Hosen. Kinder- und Mädchenwäsche in allen Größen, auffallend billig. Speeialität 8 in leinenen und wollenen Spitzen. Neue Sendung angckommen. Frau C. I» Keller, Wchstcingasfe 48, im Hause d. H. Dr. Weber. Ananas-Eröbceren alle Sorten Einmach-Kirschen, Aprikosen und grüne Nüsse empfiehlt täglich frisch, zu äußerst billigen Preisen 4833 I. Weisel, Obst- und Gemüsehandlung, Seltersthor. Wegen vorgerückter Saison verkaufe das noch vorräthige Lager in Damen-, Mädchen-, Herren- & Knabenhütcn sowie Sonnenschirme für Damen, Herren u. Mädchen bedeutend unter Preis. A. Fangmann, 4992____________Kirchenplatz.________ Neue Kartoffeln zu verkaufen. Frankfurterstraße 69. Frische Aale, Hechte, Rheinsalm, Wefersalm, Prima fette Matjesheringe per Stück 10 5i, Feinste Sardellen Pfd. dl. 1,20 (ohne Salz gewogen). Aal in Geläe, Rollmöpse, Caviar, ger. Aale, Sardinen, ff. marinirte Heringe, Stück 6 und 7 5\, neue Holl. Vollheringe, per Stück 4 und 5 rc. in der 4995 Hamburger Mschhandlung. von A. Koch. Eine an der Grünberger Straße gelegene Besitzung bestehend aus Wohnhaus mit Hintergebäuden, großem Hofraum, Vorgarten als Bauplatz geeignet, zu jedem Geschäfte paffend im Ganzen oder theü- weise unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch 4912 W. Krämer. J. H. Fuhr Sonnenstraße 23 empfiehlt in ganz neuer Sendung Damen- und Kinderkragen, Rüschen, weiß und farbig, sowie noch eine Parthie Büschem-Reste, farbige Blonden, farbige Wollspitzen mit Gold rc. zu den billigsten Preisen. 4349 QOO Das neueste, hochfeinste 030 IHTascheutuchparfüm ist Rich. Gründer’s Q g Dornröschen | g O von höchst lieblichem, erfrischend, u. O O dauernd. Wohlgeruch. Depot b. Herrn O QOQ Fr. Welker, Neustadt 30. QQQ Röhrle’s Bierhalle (früher Pöschel). Dienstag den 7. Juli: 4985 Bonn Gegr. 1Ö1. Neustadt. 4811 4307 4973 4993 Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pfietsch) in Gießen. ■ Hoflieferant Berlin, 6tgr. 1831 NB. Für diejenigen Damen, welche selbst fertigen wollen, wird billigst zugeschnitten und eingerichtet. Der TestamentSexekutor: Diery, Rechtsanwalt. Zur Desinfection: Chlorkalk, Carbolsäure, Eisenvitriol empfiehlt F. C. Henzerling, nach eigener praktischer Methode errichten werde. Mein eifrigstes Bestreben wird es sein, meinen Schülerinnen tue erforderlichen Kenntnisse in kurzer Zeit praktisch einzuprägen. Anmeldungen werden von jetzt ab täglrch entgegen genommen. Achtungsvoll Frau Kalbfleisch, Grünbergerstraße 20. GkmiisrMaiyen bei C. Fietsch, Nahrungsberg. Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst- besteckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: I>r.Retau’s Selbstbewahrung;. 80. Aufl. Mit 27Abbild. Preis 3M Lese es Jeder, der an den schreck« lichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehendurch das Verlags-Magazin in Leipzig, Neumarkt Nr. 34, sowie durch jede Buchhandlung. 3479 Gesellschaftsverein. Bei günstiger Witterung werden den Tanzvergnügungen am 8. und 22. 3«li Eoncerte der hiesigen Militärkapelle von 6 Uhr ab vorausgeheu. Gießen, den ik. Juli 1885. 4971 Der Vorstand. bringt ihre Spezialitäten Gebr. Java-Kaffee’s in empfehlende Erinnerung. Sorgfältigste Auswahl und Mischung nur feinster Rohsorten, verbanden mit rationeller Brennmethode garantiren ein stets gleichmässig vorzügliches Product, das allen anderen Sorten gegenüber eine Ersparniss von 25% gestattet. 4534 Alleinige Niederlage in Giessen bei Herrn JL ML Schulhof, in Lieh bei Herrn Otto StÖCkicht. Proben auf Verlangen gratis. Aufforderung. Ich bitte, alle Forderungen an den verstorbenen Herrn Dr. Carl Schmitthenner aus Eießen binnen acht Tagen bei mir zur Anzeige zu bringen, widrigenfalls dieselben bei der Regu- Urung dessen Nachlasses von mir nicht berücksichtigt werden können. Zur gefl. Beachtung. Den geehrten Damen von Gießen und Umgegend bringe hierdurch zur Kenntniß, daß ich am 1. Juli d. I. einen Cursus im Zuschneiden u. Unfertigen von Oamenkleidern Großes Abend-Concert ausgeführt von der Capelle des 2. Grotzh. Hess. Jns.-Regts. Nr. 116, unter Leitung des Capellmeisters Herrn C. Krautze. Anfang */2S Uhr. Entree 80 Pfg. NM» Die Halle ist vor Zupluft geschützt. P. Jmmel, Restaurateur. 4881 Ein tüchtiger Schlosser, _ber auch in Nohrlegarbeiten Erfahrung besitzt^ und ein tüchtiger Eisendrcher für Hei- nere Arbeit finden sofort dauernde Beschäftigung. H. Schassstaedl, Metallwaarenfabrik u. Gieyeret. Herzlichen Dank sagen wir für die uns zu Theil gewordenen vielen Beweife tiefen Mitgefühls bei der Beerdigung unserer lieben Mutter und Schwiegermutter Katharina Brück geb. Sauer namentlich auch Herrn Pfarrer Dingeldey für seine trost- 4859 Ein möblirtes Zimmer zu ver- mietben bei Ph. Bob, Bahnhosstr- 11. 4906 Wolkengasse 26 ist eine Stube zu vermiethen- Kistler. reichen Worte. Jean Weber u. Frau Die Dampf - Kaffee - Brennerei von A. Zuntz sel.Wwe., 4956 Ein braves und zuverlässiges Dienstmädchen wird gegen guten Lohn zum baldigen Eintritt gesucht. Ecke der Grünberger- u. Wolfstr. Nr. 8. Vüerhessische flefcrtfdjaft für Natur- imö Heillluuüe zu Ziehen. Die Sommer-Generalversammlung findet axn 12. Juli d. J. in Weilburg statt, und werden dazu die Mitglieder der Gesellschaft, sowie alle Freunde der Naturwissenschaften und ihre Damen geziemend emgeladen. Taae-ordnung: Gemeinsame Abfahrt von Gießen 8 Uhr 20 Min-, Besichtigung des Schloßgartens und des Schlosses zu Weilburg, Sitzung 11 Uhr in der großen Aula des Gymnasiums, gemeinsames Mittagessen (2 sammcn, zu vermiethen durch "3-162 Ein Logis mit 4 Zimmern und ämmtlichem Zubehör, parterre, ift anderweit zu vernnethen, 1. September beziehbar. Zu erfragen bei Ludw. Schmidt, Grünbergerstr. 27. 4728 Der zweite Stock in meinem Haufe, Westanlage 7, mit Gartcnantheck und Bleichplatz, an eine ruhige Familie zum 1. Oktober d. I. zu vermiethen- Aicgler Bahnmeister. 4870] Familienlogis, 6 Zimmer mit Zubehör u. Gartenantheil, auf 1. Cctober zu vermiethen. Frankfurterstraße 53. 4954 Gesucht wird ein Hausmädchen, welches im Nahen und Bügeln bewanden ist, zum sofortigen Eintritt. Zu erfragen bei Frau Müller, Bermietherin, Löweng. "4941 Ein Dienstmädchen, welches im Kochen und ’ in den folistigen häuslichen Arbeiten bewandert ist, wird alsbald gesucht__Kaplaneigaffe 7. 4960 Ein Dienstmädchen, welches die Hausarbeit versteht und kochen lernen will, gesucht Kirchenplatz 11, Hl- Stock. 49761 Anstreichergehülsen such: C. Stephany in Wetzlar. Hermischte Anzeigen. Ich warne hiermit Jedermann^ meinem Schwiegersöhne Emil Win- decker in Lich irgend etwas für mich zu borgen, oder demselben, für mich Zahlungen zu leisten, da derselbe nicht mehr in meinem WaaremGe- schäfte ist. 4982 Lich, 6. Juli 1885. M Hecht. 49'84 Ein schönes Kneiplokal abzu- geben. Restauration Jmmel iNöhrle's Brauerei). 4987 Ein junges Mädchen mit guter Handschrift für Comptoir und ein stilles Ladengeschäft zum 1. August gesucht- Die Comptoirarbeiten werden gelernt- Salair wird sofort gegeben. Offerten «ad 100 an die Exped. d- Bl. __ 4989] Ladenmädchen gesucht. __________I. Schmücker. 4978 Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit findet am 1- August Stelle bei Frau Rechtsanwalt Rosenberg. 2 gutgehende Wirthschssten zu berpachten, auch sind beide Häuser billig zu kaufen. 4832 Wilh. Krämer, Bleichstraße. 4735 Ein kräftiger Junge als Hausbursche gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 4708 Ein braves Mädchen auf sofort gesucht- Marktstraße 23. Ein Wort an^Vlle, welche Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch ober Russisch wirklich AM" sprechen lernen wollen. Gratis und franko zu beziehen durch die Rosenthal'fche Verlagshandlung Wermietfiungen. 4974 Schillerstraße 23 ist eine Wohnung mit allem Comsort per October zu vermiethen. 4990 Ein anständiger Arbeiter kann Logis erhalten. Kaplansgasse 23. 4979 Ein kl- möbl. Zimmer mit Kost zu vermiethen- Lindenplatz 7. 4981 Eine große Stube ohne Möbel zu vermiethen^ Flügelsgasse 4- 4994 Grünbergerstr. 18 ist der zweite Stock zu vermiethen, 1. September oder Oktober beziehbar. 4607 Die Beletage in meinem Hause, Ecke der Alicen unb Ludwigstraße, ist zu ver- mietheu. Luvk, Bauunternehmer. " 4893 Möblirtes Zimmer zu vermiethen __Asterweg 40. 3804 Fein möbl. Zimmer mit Cabinet per 1. Juni zu vermiethen. 9 Schulstraße 9. 2773 Das von Herrn Staatsanwalt Zimmermann bewohnte Logis ist, per 1. Juli beziehbar, zu vermiethen. Bismarckstraße 6. ~ 4874 Ein kleines Familienlogis sofort zu vermiethen. Frankfurterstraße 82. 4872 Die untere Etage meines Vorderhauses ist anderweit zu vermiethen und am 1. October beziehbar- ____________Professor Dr. v. Ritgcn. 3508 Ein Familienlogis von 5 Zim- mern zu vermiethen. Bahnhofstr. 57. 3331] Familienlogis: 3 Zimmer und Küche rc., zu vermieden im Darmstadter Haus. 4933 2 schön möbl. Zimmer, in schönster Lage zu verm. Näh, i. d- Exp- d- Bl. 4266 Gut möblirtes Zimmer m-'Cabinet zu vermiethen- Marktstr. 9. 4632 Die Parterre-Wohnung meines Hauses ist per 1- August zu vermiethen- Arnold Mueller. ~ 4633 Zwei möbline Zimmer mit Pension zu vermiethen- Neustadt 31. 4817 Ein Logis im Vorderhaus zu vermiethen- ___________Neuenweg 40. 4823 Ein Zimmer mit Zubehör zu vermiethen- jü? arktplatz 13 - 2 Löwengasse 2 4847 ein möblirtes Zswmer zu vermiethen-