1 r 9 »■Mu. bt$ i LloyL Reise 1 Amerika n ttlttt Kam, b 401 platz, Gießen. eichelSheim. Rr. 232 Dienstag den 6. Oktober 1883 icßeiier Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bnreau : Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. treis vierteljährlich 2 Mark 20. jßf. mit Bringerlohn, mrch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. cdaft l t Wort zu ver» Brandgasse 5. turen laWnm schnell u. gründ- lerden Maschinen Rühl, Spenglrr »las, ginn* (W* dit nJ,1 itttN06' B x **» iblinfltt, lraße 10. _ len t r haaren, Lei, ■weiden stete 5866 £xped. d. Bl. iNtz von amen- M«b väscke 30Ö7 Jauback- li'lhütt ÄÄ sicht- Deutschland. ][ Darmstadt, 4. October. Die Abwesenheit des Großherzogs, welche ursprünglich nur auf zwei Wochen bemessen war, wird sich nun, wie verlautet, doch etwas mehr in die Länge ziehen, da der hohe Herr nach Beendigung der Jagden in der Bukowina noch einen Ausenthalt in Budapest und in Wien zu nehmen gedenkt. Man wird daher der Rückkehr erst um die Mitte des laufenden Monats entgegensetzen dürfen. — Die Rückkehr des Erb - Großherzogs aus Schottland, wo derselbe bisher an dem Hoflager der britischen Königin in Balmoral verweilt hat, wird man nun ebenfalls in der Bälde erwarten können. Dem Prinzen ist nunmehr in der Person des Hauptmanns v. Schwartzkoppen vom großen Generalstabe, welcher bisher bei der deutschen Botschaft in Paris commandirt war, auch ein militärischer Begleiter zugewiesen worden, der in unterrichteten Kreisen für eine hervorragende Capacität seines Faches güt. — Der Prinz Ludwig von Battenberg, welcher eben mit seiner Ge- mahlin zu Besuch seiner Eltern auf Schloß Heiligenberg bei Jugenheim a. d. B. verweilt, wird nach Ablauf seines Urlaubs in den Dienst der englischen Marine zurückkehren. Der Prinz hatte bekanntlich bis zum Antritt seines Urlaubs eine Officiersstelle auf der königlichen Privat-Dacht „Victoria und Albert" bekleidet. Während dieser Dienstzeit hatte seine Gemahlin ihren Wohnsitz in England; für diejenige Zeit, welche Prinz Ludwig nunmehr in der englischen Kriegsmarine zubringen wird, gedenkt die Prinzessin Victoria zunächst hier im väterlichen Heim Aufenthalt zu nehmen. — Die Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein, welche sich mehrere Wochen über zum Kurgebrauch in Bad Homburg aufhielt, ist seit mehreren Tagen als Besuch der Großheizcglichen Prinzessinnen im Neuen Palais hier eingetroffen. Die Frau Prinzess' ', bekanntlich die Schwester der verstorbenen Großherzogin Alice, wird von h^r aus die Rückreise nach England antreten und hierbei ihre beiden Töchter, Victoria und Louise, welche noch hier sind, mitnehmen, während der Prinz Christian von Schleswig-Holstein mit dem Prinzen Albert schon von Jagdschloß Wolfsgarten aus über Berlin abqe- reift ist. Berlin, 3- October. Die kürzlich amtlich veröffentlichten Ergänzungen und Aenderungen des ersten Theiles der Wehrordnung haben — soweit die- ielben die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst betreffen — in der Presse theilweise eine Deutung erfahren, die auf irrigen Voraussetzungen zu beruhen scheint. Aus dem Umstande, daß nunmehr das Schema des Zeugnisses über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Dienst (Schema 17 zu 8 90 der Wehrordnung) den Zusatzvermerk erhält: „Wer sich behuss Erlangung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nicht spätestens bis zum 1. Februar seines ersten Militärpflichtjahres, d. h. desjenigen Jahres, in welchem er das 20. Lebensjahr vollendet, bei der betr. PrüsungS« Commission anmeldet und den Nachweis der Berechtigung nicht bis zum 1. April desselben Jahres bei der Ersatz-Commission seines Gestellungsortes erbringt, verliert das Anrecht auf Zulassung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst", ist gefolgert worden, daß die durch § 89 (Schlußsatz) der Wehrordnung bisher in Ausnahmesällen gestattete Hinausichiebung dieses Termins jetzt überhaupt unmöglich geworden sei. Diese Auffassung ist nicht zutreffend. Der betr. Satz (§ 89, Absatz 7) lautet: „Weitere Ausnahmen können nur in vereinzelten Fällen in der Ministerial-Jnstanz genehmigt werden", und ist durch die neuerdings erfolgten Abänderungen der Wehrordnung nicht beseitigt. Allerdings soll der nunmehr aus dem Berechtigungsschein selbst gemachte, oben erwähnte Vermerk, welcher früher dort fehlte, den betr. Dienstpflichtigen noch einmal besonders daraus aufmerksam machen, den gesetzmäßigen Termin nicht zu versäumen, da andernfalls die Berechtigung für ihn erlischt,'aber trotzdem bleibt in ganz beson- dern Ausnahmefällen und unter gewissen Voraussetzungen die durch § 89 (Schlußsatz) zugelassene nachträgliche Hinausschiebung des Termins durch die Ministerial-Jnstanz möglich, da die betreffende Bestimmung noch zu Recht besteht. Andernfalls hätte sie ausdrücklich als in Wegfall kommend bezeichnet werden müssen. Durch die neue Fassung des § 89, Ziffer 3, litt. c. sind nunmehr auch die^ieal-Gymnasien, Ober-Realschulen und die Real-Progymnasien den höheren Schulen beigerechnet worden, deren Directoren zur Ausstellung eines Unbescholtenheits-Zeugnisses berechtigt sind, während in der alten Fassung nur die Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höhere Bürgerschulen ausgenommen waren. Ebenso ist neu hmzugekommen, daß auch die Directoren der „übrigen militärberechtigten Lehranstalten" jenes Zeugniß auästellen dürfen. Was die übrigen Abänderungen der Wehrordnung betrifft, wonach jetzj auch höhere Officiere und nicht ausschließlich die Jnsanlerie-Brigave-Commandeure Mitglieder der Ober-Ersatzcommission sein können, so ist hierin ursprünglich der Umstand schuld gewesen, daß speciell im Aushebungsbezirk Berlin der betr. Jnsanterie- Brigade-Commandeur mit Arbeit überhäuft war, ohne ihn hiervon durch Stellvertretung entlasten zu können, weil eben nach dem Wortlaut des Gesetzes nur der Jnsanterie-Brigade-Commandeur Mitglied der Ober-Ersatzcommission sein dürfte. Was aber hinsichtlich Berlins zutrifft, findet auch wohl in andern großen Aushebungsbezirken Anwendung, jedoch ist in der neuen Bestimmung ausdrücklich festgesetzt, daß in solchen Fällen die betr. Anträge immer erst aus dem militärischen Dienstwege einzureichen sind. In entsprechender Weise kann jetzt auch der Landwehrbezirks-Commandeur in seiner Eigenschaft als Mitglied der Ersatz-Commission durch einen andern Osficier vertreten werden. Aber auch hierfür ist jedesmal erst die Genehmigung aus dem Dienstwege einzuholen. (Köln. Ztg.) — Die Nachrichten aus den Balkan-Staaten lauten wieder scheinbar beunruhigend, und man begegnet hier und dort der Ansicht, die Lage wäre selbst von den Regierungen, die von dem wirklichen Stande der Dinge unterrichtet sein müßten, etwas zu günstig aufgefaßt worden. Die Botschafter in Konstantinopel müßten sich jedenfalls mit ihren Berathungen beeilen, damit der bedenklichen Gährung Einhalt gethan werde. Der König Milan namentlich sei der auf ihn eindringenden Bewegung nicht gewachsen und könne unversehens weiter getrieben werden, als er wünsche. In Griechenland gehe es vor der Hand weniger stürmisch zu, weil man dort Serbien den Vorrang lassen wolle, aber ihm, wenn es handle, bald folgen werde. Das Ministerium Delyannis werde jedenfalls, wenn es unthätig bleibe, einen harten Stand in den Kammern haben. Man müsse sich daher Alles in Allem trotz der friedlichen Anstrengungen der Mächte auf Zwischenfälle gefaßt machen, die deren Absichten durchkreuzen könnten. Man verhehlt indessen nicht, daß eine verhältnißmäßlg ruhige Entwickelung der gegenwärtigen Wirren ihre Aussichten behält. Was ein osficiöses Petersburger Telegramm über die nothwendige „Action" der Mächte den von Belgrad, Athen, Sofia und Albanien her drohenden Gefahren gegenüber sagt, wirb als eine an die Unruhestifter gerichtete Warnung aufgefaßt. Sonst wollte man die diplomatische Lage als im Großen und Ganzen unverändert ansehen. Die einfache Wiederherstellung des früheren Zustandes wird noch immer deswegen bezweifelt, weil sonst eine gemeinsame Berathung oder Conferenz überflüssig gewesen wäre. Man hätte alsdann die Türkei zum Einschreiten veranlassen müssen, gleichviel, ob das die orientalische Frage mit allen ihren Wechselfällen aufgerollt hätte. Die Mächte wollten offenbar das Wagniß nicht unternehmen und werden sich auch weiterhin schwerlich dazu entschließen. Um Uebrigen glauben unbetheiligte Personen, die den Orient genau kennen, ein in irgend einer Form, selbstverständlich unter Wahrung der Hoheitsrechte der Pforte geeintes Bulgarien werde stets Rußland gegenüber eine größere Unabhängigkeit bewahren, als es dem getrennten möglich war, und es werde das Serbien und Griechenland einen bessern Stützpunkt gewähren, als irgend ein kostspieliger Gebietserwerb, der mit einem gewagten Spieleinsatz erstrebt würde. Die unruhigen Köpfe davon zu überzeugen, wird, allerdings Mühe kosten. Berlin, 3. October. Die verschiedentlich verbreitete Nachricht, daß eine Einigung Deutschlands und Spaniens in der Karolinenfrage bereits erzielt und eine Vermittelung demnach überflüssig sei, ist ganz unbegründet. Die Antwort Deutschlands auf die letzte spanische Note liegt dem Kaiser noch zur Genehmigung vor. — Der Polizeipräsident v. Madai, der von seiner Urlaubsreise ohne die gewünschte körperliche Kräftigung zurückgekehrt ist, hat wegen erheblicher Ver- schlunmerung seines Fußleidens bereits von Königstein (Taunus) aus an den Kaiser ein Abschiedsgesuch gerichtet und bis zum Eintritt in den Ruhestand Urlaub nachgesucht. — Der frühere Unterstaatssecretär im auswärtigen Amte, Gruner, ist gestorben. Hesterreich. Wien, 3. October. Der Unterrichtsminister lud die ausländischen Regierungen zu einer internationalen Conferenz in Wien für Ende October ein zur Gewinnung eines einheitlichen musikalischen Normaltons. Pesth, 3. October. Tisza erklärte im Abgeordnetenhause: Die Entrevue von Kremsier sei eine Folge der Kaiserbegegnung in Skierniewice, ein bloßer Höflichkeitsact und die Erneuerung der persönlichen Freundschaft beider Monarchen. Von der Annexion Bosniens oder von der Union Bulgariens und Rumeliens war in Kremsier keine Rede. Daß eine auf die Union abzielenoe Agitation bestand, war bekannt; der Ausbruch der Verschwörung überraschte jedoch sämmt- liche Cabinette Europas. Die Regierung habe keine Kenntniß davon, ob irgend eine Macht mit Waffengewalt zu mterveniren beabsichtige, sie wisse jedoch, daß olle Mächte die Aufrechterhaltung des Berlin"r Vertrages und des Status quo wünschen. Niemand hindere die Türkei an der Geltendmachung ihrer Rechte. Der Vorschlag einer Botschafter-Conserenz stimme mit den Wünschen des Sultans, betr. eine freundschaftliche Intervention der Mächte, überein. Von einer Annexion Bosniens und der Herzegowina sei keine Rede, noch weniger beabsichtige Oesterreich-Ungarn eine Vermehrung der Complication durch eine etwaige Besetzung türkischen Gebietes. Die Regierung müsse jedoch erklären, was auch begreiflich fei: Falls jedes Bemühen scheitern sollte und die vitalen Interessen der Monarchie gefährdet wären, würde Oesterreich-Ungarn sich die Freiheit der Entschließungen wahren. Die Antwort wurde zur Kenntniß genommen. Irankreich. Paris, 3. October. Eine „Temps"-Depesche aus Belgrad meldet: Die Skupschtina übertrug dem Könige die Dictaturgewalt. England. London, 3. October. Der frühere und der jetzige deutsche Minister- resident von Marokko, Dr. Weber und Testa, sind zum Abschluß des deutsch- marokkanischen Handelsvertrags bevollmächtigt und werden sich in den nächsten Tagen von hier nach Tanger einschiffen. Italien. Rom, 3. October. In der Provinz Palermo kamen gestern 196 Cholera- Erkrankungen und 99 Cholera-Todesfälle vor, davon entfallen auf die Stadt Palermo 150 Erkrankungen und 75 Todesfälle. In der Provinz Ferrara betrug die Zahl der Cholera-Erkrankungen 3, diejenige Der Cholera-Todessälle 4, in der Provinz Parma kamen 5 Erkrankungen und 3 Todesfälle, in der Provinz Rovigo eine Erkrankung, in der Provinz Trapani 9 Erkrankungen und 3 Todesfälle vor. Kriechenlano. Athen, 3. October. Die Kammer wurde zur Berathung dringender, in Folge der Umstände nothwendiger Vorlagen auf den 23. d. Mts. einberufen. Die Gesandten Oesterreichs, Englands und Rußlands conferirten gestern lange wit dem Könige und riethen zur Mäßigung. — („Havas" Meldung.) Zwei höhere Officiere sind nach Ungarn abgegangen, um dort die angekauften Pferde abzuholen. An die macedonischen Freiwilligen, sowie an die SLudirenden, welche Waffenübungen beginnen, wurden heute Waffen ausgehändigt. Die Recrutirungs - Bureaus sind angewiesen, die Reserve-Cadres aus Mannschaften vom 23. bis 31. Lebensjahre zu vervollständigen. Für das Departement der Kriegsmarine wurden ansehnliche Kredite angewiesen. Es verlautet, der König begebe sich demnächst zur Truppenbesichtigung nach Theffalien. Ostindien. Siwla, 3. October. Der der Regierung gegenwärtig vorliegende allgemeine Plan der Armee-Reform enthält dem Vernehmen nach auch Vorschläge für Die Reorganisation der Heere der eingeborenen Fürsten und Verwendung derselben zu Reichszwecken. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Eorrespondenz-Bureau. Baden-Baden, 4. Oclober. Se. Majestät der Kaiser empfing heute den von Berlin eingetroffenen bisherigen türkischen Botschafter und nunmehrigen Minister des Auswärtigen, Said Pascha, welcher hierauf auch zur kaiserlichen Tafel gezogen wurde. Bei I. Maj. der Kaiserin fand aus Anlaß Allerhöchstderen Geburtstags heute Nachmittag noch ein größerer Gratulationsempfang statt. Paris, 4. October. Die hiesigen Wahlen vollziehen sich in vollster Ruhe, bis jetzt ist keinerlei Zwischenfall gemeldet worden. Rom, 4. October. In Palermo starben gestern 70 Personen an der Cholera, in den übrigen inficirten Provinzen kamen 12 Cholera-Todesfälle vor. Kopenhagen, 4. October. Der Empfang der bulgarischen Deputation durch den Kaiser Alexander fand gestern Vormittag IlVr Uhr statt. Der Kaiser soll, sicherem Vernehmen nach, die Deputation davon verständigt haben, daß er versuchen würde, im Einvernehmen mit den übrigen Signatarmächten des Berliner Vertrags eine friedliche Lösung der bulgarischen Frage herbeizuführen. Die Deputation wird Kopenhagen demnächst wieder verlassen. Risch, 4. October. Die Skupschtina genehmigte einstimmig die Vorlagen, betreffend die Vergebung des Tabakmonopols und die Aufnahme einer Anleihe von 25 Millionen, sowie den Gesetzentwurf über die Einquartierung. XXXVIII. Nersammlung deutscher Philologen und Schulmänner. VI. Montag den 5. October. „Bald sind wir verschwunden Zur Heimath zurück, Und denken der Stunden In wonnigem Glück. Ade nun, fein Gießen, Du gaffliche Stadt! Ob Thränen wohl fließend — Nun, weinet Euch satt!" Wahrlich, der Himmel hat sich dieses Mahnwort aus dem Festliederbuche der Versammlung zu Herzen genommen; war schon das ganze Fest in jeder Beziehung ein feuchtes, der Abschiedstag war erst recht ein nasser. Zwar zu wirklichen Thränen ist es wohl nicht gekommen, vielmehr war die Stimmung bis zum letzten Augenblicke freudig und festlich. Wir haben noch kurz über den letzten Tag, Samstag den 3. October, zu berichten. Die letzten Sectionssitzungen fanden unter theilweise recht schwacher Betheiligung statt; dagegen versammelte die letzte allgemeine Sitzung noch einmal fast alle Theil- nehmer. Besondere Aufmerksamkeit erregte der durch Experimente erläuterte Vortrag des Herrn Dr. Trautmann über physiologisch-phonetische Vorgänge. Sodann wurde Bericht erstattet über die Arbeiten in den einzelnen Sectionen. Es erhellte aus den Berichten, daß die Vorträge und Discussionen der Sectionssitzungen vollauf geeignet sind, sowohl in wissenschaftlicher Hinsicht als auch besonders für die Schule anregend und fördernd zu wirken. Einige wichtige Beschlüsse der Versammlung, die das Gebiet der Pädagogik betreffen und für alle Betheiligte, sowohl für die Lehrer höherer Schulen als auch für die Volksschullehrer von hohem Interesse sind, 'werden wir in einer der nächsten Nummern d. Bl. mittheilen und erörtern. Zum Schluß sprach Herr Prof. Oncken, als 2. Präsident der Versammlung, noch einige zu Herzen gehende Worte und schloß dann officiell die 38. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner. Eine philologische Nachsitzung fand am Nachmittag auf dem Gleiberg statt, philologisch, denn zwei lateinische Gedichte wurden vorgetragen, das eine von Herrn Prof. Dr. Gareis, Kanzler, — ein Gleiberggedicht seines Freundes Felix Dahn — und ein lustiges Gaudeamus, verfaßt und vorgetragen von Herrn Dr. Nover aus Mainz. Wir rufen den fremden Gästen ein herzliches „Lebewohl!" nach, überzeugt, daß sie, gleich uns, die Tage des Gießener Philologenfestes so bald nicht vergessen werden. Lokales. Gießen, 5. October. Die gestrige Feier des 39. Stiftungsfestes des Turnvereins, durch das unaufhörliche Negenwetter stark beeinträchtigt, konnte demgemäß ihren programmmäßigen Verlauf nicht nehmen; es fielen daher der Festzug sowie das Concert ganz aus und wurde dafür nur ein Schauturnen mit Musik in der Turnhalle abaehalten. Das Banket nebst Tanzvergnügen dagegen Abends in Stein's Garten fiel prächtig aus und war stark besucht. Nähere Details werden wir morgen berichten. Vermischtes. Berlin. Den armen gefiederten Bewohnern unserer Wälder ist einmal wieder der Krieg in furchtbarer Weise erklärt worden, weil es die Laune der Mode so haben will. Die Damenwelt hat sich für die Anbringung ganzer Vogelbälge oder auch nur von Flügelpaaren an ihre Hüte erklärt und der Straußenfeder, welche bisher als Schmuck der Hüte dominirte, den zweiten Rang cingeräumt. So kommt es denn, daß die armen Waldbewohner zu Tausenden und aber Tausenden gemordet und nach Berlin gesandt werden, wo ihr Balg kunstgerecht verarbeitet wird. Zu jenen Vögeln, welche ihr Leben in erster Reihe für die Befriedigung der Putzsucht lassen müssen, gehören die Lerchen, Schnepfen, Stare und Tauben- Es folgen alsdann Möven, die sogenannten Mevelvögel, kleine Papageien und Colibris. Einen ungefähren Begriff von dem großen Umfange, welchen die Massenmorde vorgenannter Vögelgattungen haben müssen, erhält man, wenn man die in unseren Phantasiefedernsabriken zur Verarbeitung kommenden Vogelbälge sieht. In ganzen Bergen werden die Federn entfärbt, um ihnen dann durch einen chemischen Proceß jede beliebige Farbe zu geben. — Ein gräßliches Unglück ereignete sich kürzlich in Kaiserslautern. Drei Knaben Namens Klug, Hupp und Herzhauer, 9, 11 und 12 Jahre alt, gingen in den am westlichen Ende der Stadt befindlichen Steinbruch des Herrn Anton Hocke und versuchten die darin befindliche Werkzeughütte aufzubrechen; da es aber ihnen nicht gelang, holten sie sich ein langes Brett, stellten es an das Dach der Hütte, kletterten hinauf, warfen mehrere Ziegeln herunter und versuchten von oben einzusteigen, was ihnen besser gerieth. Innen angekommen, versuchten sie eine fest verschlossene, mit Blech beschlagene Kiste aufzubrechen, was ihnen dadurch gelang, daß sie eine Hebwinde unter den Deckel der Kiste brachten und so lange aufwärts drehten, bis der Deckel in Stücke zerbrach. In der Kiste befanden sich noch 25 Pfund Sprengpulver, von dem sie sich alle Hosentaschen vollsteckten und den Rest mit forttrugen. Nicht weit davon auf freiem Felde wollten sie das ganze Pulver probiren und zündeten einen Theil davon an, das ganze Pulver sing aber Feuer und explodirtc und alle drei standen sofort in Flammen. Hell brennend, liefen zwei der Burschen nad) der nahegelegenen Wohnung des Herrn Bahnmeisters, der dritte dem Lothringer Hof zu, wobei sie unterwegs die brennende Kleidung abwarfen. Trotzdem trugen sie die gräßlichsten Brandwunden davon und wurden sie in das Spital gebracht, woselbst namentlich der Friedrich Hupp, Sohn des Steinbrechers Martin Hupp, sehr bedenklich darniederliegt, so daß die Frage ist, ob er wieder hergestellt wird. — Die Etatsstärke unserer Armee für das Jahr 1885—86 stellt sich lute folgt: Infanterie 10,274 Officiere und 294,729 Mannschaften, Kavallerie 2358 Officiere und 64,699 Mannschaften, Artillerie 2500 Officiere und 51,166 Mannschaften, Pioniere 406 Officiere und 10,480 Mannschaften, Train 200 Officiere und 4879 Mannschaften, besondere Formationen 314 Officiere und 956 Mannschaften, Nichtregimentirte 2058 Officiere und 5 Mannschaften, 1686 Militärärzte, 783 Zahlmeister, 619 Roßärzte, 656 Büchsenmacher, 93 Sattler, zusammen 449,250 Mann. Die Zahl der Dicnstpferde beziffert sich auf 81,598 und zwar 62,550 bei der Kavallerie, 16,591 bei der Artillerie und 2467 beim Train. — Wie in der Türkei der Wachtdienst gehandhabt wird, zeigt folgende Stelle aus einem Konstantinopolitaner Briefe der „K. Z.", der das Straßenleben in Pera schildert. Mitten in dem Gewirr der schiebenden, stoßenden, schreienden Menschheit erblüht zuweilen noch in wunderbarer Gemüthlichkeit die echte alttürkische Idylle. So sah ich sie gestern, da kaufte sich ein Mann eine Tasche voll Haselnüsse und hatte nun auch den Wunsch, sie zu essen. Aber die Schalen waren zu hart für seine Zähne und ihm fehlte ein Werkzeug, sie zu knacken. Da ersah er den Polizeisoldaten, welcher drüben im verfallenen Schilderhäuschen Wache steht. Er ging zu ihm und sprach: „Effendin, mein Lamm, ich möchte gern meine Nüsse essen, habe aber nichts, um sie aufzubrechen." Der Soldat ruckte die Achseln. „Ich habe auch nichts." Darauf der Andere: „Doch, mein Bruder, Du hast Deine Flinte; der Kolben eignet sich vortrefflich zu dem Geschäft; komm und hilf mir, ich gebe Dir eine Hand voll ab." Das leuchtete dem Krieger ein. Gleich darauf saßen sie friedlich neben dem Schilderhaus; der Eine schob seine Nüsse auf einen glatten Stein, der Andere knackte sie mit dem Gewehrkolben und dann verspeisten Beide das Ergebniß ihrer Thätigkeit, ohne sich um die vorübergehende Menge zu kümmern. Ein halbes Dutzend hungriger Hunde stand im Kreise umher und wartete, ob für sie was abfiele; so hatte das Bild auch einen Nahmen. — sDer erste Gedanke.^ Lieutenant v. A.: „Denke Dir, Kamerad, habe in der Lotterie 150,000 JL gewonnen." — Lieutenant v. B.: „Fabelhaft, Du Glücklicher! Da brauchst Du ja gar nicht zu heirathen!" — Die Bimbia-Flöte — das Stück 5 — ist die allerneueste Errungenschaft unserer colonialen Bestrebungen. Vermöge ihrer leichten Handhabung und ihrer gräulichen Modulationsfähigkeit verspricht sie in würdiger Weise die Erbschaft des Cri-Cri anzutreten. ____________________ Theater. *** Gießen, 4. October 1885. Die schöne Ungarin, welche die Berliner in eine solche Begeisterung versetzt hat, daß man überall ihre Vorzüge rühmte, gelangte nun auch bei uns zur Aufführung. Leider können wir aber nicht in das Lob der Nesidenzler einstimmen, da wir es mit einem Stoff zu thun haben, der eigentlich gar kein L>toff ist, eine Krankheit, an welcher leider die meisten Possen unserer Zeit leiden. Was wir hier als Novität aufgetischt bekommen, ist eigentlich nichts weiter als eine Kette abgebrauchter Witze, die an Fadheit einer den andern noch übertreffen. Die Personen sind nur copirtc Marionetten aus älteren Comödien. Da haben wir einen Gallapfel in verbesserter Auflage, einen Geyer nach modernen Mustern und als Matador den unvermeidlichen Berliner Schusterjungen mit einer gehörigen Portion Frechheit. Die Verfasser Mannftädt und Weller haben das denkbar Unmöglichste geleistet, indem sie Carrikaturen zeichneten und Effecte gewissermaßen aus der Luft griffen. Als Eröffnungsvorstellung hätte Herr Director Rheinberger sicherlich in seinem eigenen Interesse besser gethan, eine andere Wahl zu treffen und müssen wir dies um so mehr behaupten, da das Personal noch nicht ganz beisammen zu sein schien; vor allen Dingen aber der Damenflor fehlte, der zur Aufrechterhaltung von Chören, wie zur Verschönerung von Festlichkeiten unbedingt nöthig ist. Wir sehen von einer Kritik über die Aufführung selbst vollständig ab; einesteils kann man nach dem Gehörten und Gesehenen fein endgültiges Urtheil fällen und anderntheils hoffen wir auch, daß gewisse Mängel bald verschwinden werden. Wir sahen z. B. ein und dieselbe recht bürgerliche Zimmerdecoration im ersten Act als Colonialwaarenladen, im zweiten als Wohnzimmer und im dritten sogar als Festsalon der reichen Ungarin rc. — a— Schiff-nach richten. Bremen, 3. October. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Elbe, Capt. F. Hamelmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. September von Bremen und am 24. September von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Hanvei und Verkehr. 3‘ October. (Fruchtpreise.) Weizen JL 16.50, Korn JL 14.30, Gerste JL 13.30 Hafer JL 12.40, Erbsen JL 00.00, Linsen JL 00.00, Lein X 00.00, Samen JL 21.20, Kartoffeln JL 0.00, Wicken 00.00. Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Joh. Kap- 15, von Vers 18 an, Pfarrer Dr. Naumann. Kepertoir der vereinigten Stadttheater zu Iranksurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 6. October: Violetta. Mittwoch den 7. October: Bettel ft ud ent. Außer Abonnement. Donnerstag den 8. October: Zum ersten Male: Silvana. Oper von Weber. Freitag den 9. October: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Götz von B erlich in gen. Außer Abonnement. Samstag den 10. October: Jessonda. Sonntag den 11. October: Lohengrin. Schauspielhaus. Dienstag den 6. October: Unsere guten Freunde. Mittwoch den 7. October: Don Carlos. Donnerstag den 8. October: Abonnements-Vorstellung A. 130 (für einen ausgefallenen Freitag). Ein Gesandtschafts-Attachö. Freitag den 9. October geschlossen. Samstag den lO.October: Neu einsiudirt: Anna-Liese. Das Tagebuch. Sonntag den 11. October: Ein Gesandtschafts-Attache Stimm ' Gießen. ' "üTcf 10 n M das Grc Ml in Gieße Mucken «n w Ä 1. circa 4bu V' 7. „ 10 . & ' 600 St 13. „ 1 M 11. „ 15 5 Schriftliche Oss Mst »Liejerung mfien" sind bis , 1883, Nachmitt Verwaltungsburv senden. Die Bedingung Einsicht Gn. Gießen, den Grotzh. Directic s Mm 3. Sie Nerung Haltung der Bezii Aiedenkops pi lichen Deckmati benannten Sernr licher Versteigern! I In Gt Mittwoch -e Zmittag » « Mfo ?• für die fyrborn- 61 " .. Biedenly j " H Ölabenbc ' " n Gladenbi H» In B Donnerstag . Vormittai jw (Mta ?' turdieDi'llenblm s."" " S^nfopf □ " ./ Wenfopf ’" .. Wallau-L Ja Bl den B-rmittligs _M dein Natk «e. ' " Adenkoff- ■•'ist 5. IS «:,h» K'-'-K ff"»* " d-r Wj„h°l I bin ®$Ii Ak 3),s'.eben,"pr *» N be b-7 eni: "u.tern. Smgen in'? 7M-L %s* Msen, ttJg ct\Nitne, mi! §si Mr ’ tauben fofort ™«®*ng c '»hrroees j>ik «tamunben bg= .^kdrich °d°ß bi, Fngi fol8t: L*'« unb Pioniere Kentirtc 2058 1 harzte, 656 'er Dienslpserde :i der Artillerie folgende Stelle llleben in Pera den Menschheit )e Idylle. To und hatte nun ne Zähne und ldaten, welcher n und sprach: nichts, um sie Darauf der ignet sich vorvoll ab." 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Speisekartoffeln, 2. „ 10 „ Salatkartoffeln (sög. gelbe Mäuschen), 3. „ 10 Ctr. gelbe Rüben, 4. „ 4 „ weiße „ 5. „ 1 „ rothe 6. „ 10 „ untererdige gelbe Kohlrabi, 7. „ 10 „ Zwiebeln, 8. „ 600 Stück Weißkraut, 9. „ 100 „ Rothkraut, 10. „ 400 „ Wirsing, 11. „ 350 „ Lauch, 12. „ 350 „ Sellerie, 13. „ 1 Ctr. Meerrettig, 14. „ 15 „ Aepfel. Schriftliche Offerten mit der Aufschrift „Lieferung von Küchenbedürf- niflen" sind bis zum 12. Oetober 1888, Nachmittags 4 Uhr, auf das Verwaltungsbureau portofrei einzusenden. Die Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht offen. Gießen, den 5. October 1885. Großh. Direction des acad. Hospitals. ___________Riegel._______7144 Bekanntmachung. Die Lieferung des für die Unterhaltung der Bezirksstraßen im Kreise Biedenkopf pro 1886/87 erforderlichen DeckmaterialeS foll an nachbenannten Terminen mittelst öffentlicher Versteigerung vergeben werden: !• In Gladenbach Mittwoch den 14. Oetober, Vormittags V2IO Uhr, im Gasthaus zur Post a. für die Herborn—Gladenbacher Straße, b. „ „ Biedenkopf—Gießener „ c. „ „ Gladenbach—Marburger „ 4. „ „ Gladenbach—Frohnhäuser „ II» In Biedenkopf. Donnerstag den 18. October, Vormittags V2IO Uhr, im Gasthaus zum Frauenthal a. für die Dillenburg—Biedenkopfer Straße b. „ „ Biedenkopf—Hallenberger „ t‘aff. Auflage 4-6,000. N6onnemcnt§ (80 Pfg.) bei der nächsten Buch«, Musikalienhandlung oder Pc-siansialt. UM" Proben nnimer n gratis in allen Auch- und MusilalienhandlunLen. 7022 Mittwoch -en 14. Mober, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Jm- mobilien des Wilhelm Seibert Flur 1/427» 50 Meter Hofraithe in der Judengasse, „ I 399 88 Meter Hofraum daselbst, nochmals versteigert werden und wird mit dem Zuschlag die Genehmigung beantragt- Gießen, den 5. October 1885. Großherzogliches Ortsgericht. 7140____________Müller.___________ Mittwoch den 7. Bctober, Nachmittags 2 Uhr, werden in meiner Amtsstube Sopha's, Kommoden, Kleiderschränke, sonstiges Mobiliar und 3 Pferde gegen Baarzahlung versteigert. ^on Geißler, 7139 Gerichtsvollzieher- JeikgeLotenes. Ein kleines gut gebautes Hmt® mit circa */2 Morgen Garten in freier Lage und nahe der Bahn zu kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe nimmt die Expedition ds. Blattes entgegen. Vermittler verbeten.___7132 Darmstädter Pferdelotterie. Ziehung am 14 Oktober. Loose hierzu bei 7149 _____Julius Wallache Gute SpeisekartoMn werden abgegeben, 100 Ko. 8 Mk. frei Gießen. Proben können bei. Rudolf* Goebel, Neuen Bäue, unb Rudolf Schlabach, Ludwigsplatz, abgeholt werden. 7137 Grünberg.______Prinz, 7156] Leere Kisten billig zu ver- kaufen.___________________Marktplatz 9. Zwiebeln. 30 Ctr. gute Speisezwiebeln, ä Ctr. 3.50 JL, sind heute Dienstag im Gasthaus zur „Stadt Berlin", Brandgasse 2, zu haben, auch in kleineren Quantitäten. 7151 _______Günther. 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Dem unterzeichneten Präsidium ist es eine angenehme und freudig erfüllte Pflicht, für die so wirksame Unterstützung, welche es in allen Kreisen Gießens gefunden hat, seinen herzlichen Dank auszusprechen und zu bekennen, daß es ohne die opferfteudige und so überaus dankenswerthe Theilnahme der Einwohnerschaft, namentlich der verschiedenen Ausschüsse, seine Aufgabe nicht hätte erfüllen können. Insbesondere fühlen wir uns gedrungen, dem verehr- lichen Stadtvorstande, dem Gesellschafts-Verein, dem Kronbauer'schen Männerquartett-Verein und Herrn Baumeister Roth für die wohlgelungenen Feste, welche dieselben den Mitgliedern der Versammlung theils veranstaltet, theils durch ihre Mitwirkung verschönert haben, unseren herzlichen Dank auszusprechen. Endlich verdient die gute Bewirthung in Stein>S Garten um so mehr öffentliche Anerkennung, als sie unter besonders erschwerenden Umständen in durchaus befriedigender Weise erfolgte. Das Präsidium: 7148 Schiller. Oncken. 38. Versammlung deutscher pfjifofoflen u. Sdjuhnänner. Alle Forderungen an die Versammlung bitten wir binnen acht Tagen bei Gymnasialdirector Dr. Sch iller einzureichen. Das Präsidium: 7147 Schiller. Qncken. Gießen, den 5. October 1885. 7153 Bonames 7127 7136 Ein Eommis sucht ein möblirtes Zimmer in der Nordanlage oder deren Nähe. Schriftliche Anerbieten vermittelt die Exped. d. Bl. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr vom Hauptpostamt aus statt. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß unsere liebe Frau und Mutter ICathaHrs© Götz heute Morgen 10 Uhr nach kurzem, aber schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. 6831 Ein stud. ertheilt gründlichen Unterricht in der Mathematik und im Französischen und Englischen. Näheres Frankfurterstraße 69 1. 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