Nr. 128 Samstag den 6. Juni 1888 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ansnahme »es MontggA. PreiO vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlv^ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pr. Amtlicher Ißest. Betreffend: Die Krankenversicherung der Arbeiter. Gießen, am 4. Juni 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreises. Zur Beseitigung von Zweifeln sehen wir uns veranlaßt, Ihnen das Folgende zu eröffnen. Es kommt häufig vor, daß Gewerbtreibende, namentlich Baugewerbtreibende, an einem bestimmten Orte eine geschäftliche Niederlassung haben, aber auch außerhalb derselben zeitweise Arbeiter beschäftigen, indem z. B. ein Maurer oder Weißbinder seine Leute bald in diesem, bald in jenem benachbarten Orte aus einige Tage arbeiten läßt. In solchen Fällen gllt der Ort der gewerblichen Niederlassung- nicht die wechselnde jeweilige Arbeitsstätte als die für die Krankenversicherung maßgebende Beschäftigungsgemeinde. Sie wollen sich in vorkommenden Fällen hiernach bemessen. Dr. Boekmann. _______ Betreffend: Die Ableistung des Berfaffungseides. Gießen, am 4. Juni 1885. Diejenigen, Gießener Anzeigers. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. welche noch im Rückstände sind, erinnern wir an die alsbaldige Erledigung unseres Ausschreibens vom 26. v. Mts. in Nr. 120 des Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. Gießen, 5. Juni. Die jüngste Erkältungs-Krankheit des Kaisers hat einen ziemlich langwierigen Charakter, was wohl in erster Linie den anormalen, ewig wechselnden Witterungs-Verhältnissen mit zuzuschreiben ist. Ueber das Befinden des Kaisers verlauten von wohlinfor- mirter Seite folgende Mittheilungen: Die Leibärzte des Kaisers haben eine bange Woche hinter sich, beim sie waren die Einzigen, welche erkannten, zu wie schweren Besorgnissen die Krankheit des hohen Herrn Anlaß gab. Heute, da erfreulicher Weise jeder Grund zu ernsten Befürchtungen wieder geschwunden ist, dürfen sie es nicht nur sich, sondern auch Anderen gestehen, daß sie dem Verlaufe der Krankheit nur mit geängstigtem Herzen entgegensehen konnten. Das Leiden des Kaisers war allerdings bloS auf eine leichte Erkältung zurückzuführen, allein bei dem krankhaften Zustande, den diese hervorrief, machte sich ein Blasenleiden wieder geltend, das für einen jüngeren Mann wohl nur schmerzhaft märe, bei dem hohen Alter des Monarchen jedoch eine, durch Anwendung von Gegenmitteln veranlaßte Erschöpfung der Kräfte zur Folge haben muß. Es ist außer der hingebungsvollen Pflege Seitens der Aerzte vor Allem der bewun- dernswerthen Frische und Lebenskraft des greisen Herrschers zu danken, daß wieder eine allmälig fortschreitende Besserung eingetreten ist, welche mit Beruhigung in die nächste Zukunft blicken läßt. Nun handelt es sich vor Allem darum, die Besserung möglichst zu beschleunigen, und dazu benöthigt der Kaiser eines Elementes, das in Berlin keineswegs in genügender Quantität und Qualität vorhanden ist, nämlich der Lust. Das kaiserliche Palais am Ausgang der Linden besitzt keinen Garten, ja nicht einmal einen ausreichend großen Hof, wodurch der Kaffer in den Tagen, an denen ihm eine Ausfahrt nicht verstattet ist, genöthigt wird, fortwährend in der abgesperrten Atmosphäre des Zimmers zu verweilen. Man beabsichtigt daher, dem Monarchen zu empfehlen, den Antritt seiner Badekur diesmal nicht zu verzögern, und zwar legen, wie wir erfahren, die Aerzte diesmal weit mehr Gewicht als auf die Emser Kur auf den Aufenthalt in Gastein, das auf seinen erlauchten Kurgast immer eine besonders wohl- thätige, verjüngende Wirkung ausgeübt hat. Da aber Gastein an die Kräfte des Patienten immerhin einige Anforderungen stellt, wenn die Kur von Erfolg fein soll, gedenken die Aerzte, dem Kaffer in Ems Zeit zur vollständigen Erholung zu lassen und dann dessen Reise nach Gastein nach Thur.lichkeit zu beschleunigen. Tieserschütternd hat aus den Kaiser die Trauerkunde von dem am Dienstag Vormittag zu Sigmaringen erfolgten Ableben des Fürsten Karl Anton von Hohenzollern gewirkt, was bei der engen persönlichen Freundschaft, welche den Kaffer mit dem Verstorbenen verband, nur erklärlich erscheint. Der Verstorbene, Chef der fürstlichen Linien des Hohenzollernhaujes, wurde am 7. September 1811 als Sohn des Fürsten Karl von Hohenzollern- Sigmarmgen aus dessen erster Ehe mit Antoinette Murat, einer Richte des Königs Joachim, geboren und folgte )einem Vater, nachdem derselbe zu Gunsten seines Sohnes abgeoanft hatte, am 27. August 1848 in der Regierung, trat aber am 7, Deeember 1849 das Fürstenrhurn an Preußen ab, siedelte nach Düsseldorf über, erhielt durch königliche Ordre vorn 20. März 1850 das Prädikat „Hoheit" mit dem Vorrecht eines nachgeborenen Prinzen des königlichen Hauses und durch Ordre vom 18. October 1861 das Prädikat „Königliche hohen." Anfangs Divisions-General in preußischen Diensten, erhielt er am 6. November 1858 das Präsidium im sog. Ministerium der neuen Aera und am 2. Deeember auch im Staatsrath, schied aber im März 1862 wieder aus dem Ministerium, worauf er Anfangs 1863 zum Ober-Commandanten in der , Rheinprovinz und Westfalen ernannt wurde. Später wurde der Fürst General Iber Infanterie und stellvertretender Präses der Landesvertheidigungs-Commission und lebte, vermählt mit Prinzessin Josesine von Baden, seit 1873 in Sigmaringen, wo das erlauchte Paar am 21. October vorigen Jahres unter allgemeinster Theilnahme das Fest seiner Goldenen Hochzeit beging. — Fürst Karl Anton hat in schwierigen Lagen dem deutschen Vaterlande wichtige Dienste geleistet, unter denen sein hochherziger Verzicht auf das Fürstenthum Hohenzollern zu Gunsten Preußens keineswegs einer der am wenigsten ersprießlichsten ist. Einen hervorragenden Antheil an der Reorganisation der preußischen Armee haft der Verschiedene, indem er dieselbe in seiner früheren hohen militärischen Stellung überhaupt einleitete und auf der von ihm geschaffenen Grundlage brauchte der Kriegsmimster v. Roon bann nur weiter zu bauen. Wenn es ihm nicht beschieden war, während seiner Minister-Präsidentschaft große und bleibende Erfolge zu erringen, so wird ihm doch das Verdienst des edelsten Wollens in der Geschichte Preußens ungeschmälert bleiben und wird sein Andenken als das eines warm fühlenden Patrioten in Deutschland immerdar in Ehren gehalten werden. Die Beisetzung der fürstlichen Leiche erfolgt am Samstag in der Familiengruft zu Sigmaringen. Ein eigenthümliches Zusammentreffen ist es, daß an demselben Tage, an welchem d^r Chef des Fürstlich Hohenzollern'schen Hauses aus dem Leben schied, auch das Haupt einer andern deutschen gefürsteten Familie verschieden ist. Eine Depesche aus Regensburg meldet das daselbst am Dienstag Abend erfolgte Ableben des Fürsten von Thum und Taxis, Maximilian Maria, welcher unter Vormundschaft seiner Mutter, der Prinzessin Helene, Herzogin in Bayern, zu Regensburg residirte. Fürst Maximilian Maria war erblicher Reichsrath in Oesterreich und Bayern, und erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses und der ersten württembergischen Kammer. Der Ver- ftorbene war am 24. Juni 1862 geboren, hat also nur ein Alter von 23 Jahren erreicht Die Kaiserin von Oesterreich hat sich aus die Kunde von dem Ableben des Fürsten von Thum und Taxis sofort nach Regensburg begeben. In Paris ist die Leichenfeier für Victor Hugo in einer der Bedeutung des großen Todten durchaus würdigen Weise verlaufen. Die Trauerfeier trug lediglich den Charakter einer großartigen französischen Rational- Kundgebung und die zahlreichen revolutionären Elemente, welche Paris beherbergt, besaßen merkwürdiger Weise so viel Taktgesühl, diesen allgemeinen Trauertag der französischen Nation nicht durch mindestens unpassende Kundgebungen zu stören. Auch die von der Polizei während des Trauerzuges vorgenommene Con- fiscation von einem Dutzend rother und schwarzer Fahnen hat nicht den geringsten Zwischenfall herbeigesührt und kann somit die Regierung mit dem Verlause der ganzen Feier nur zufrieden sein. General Courcy, der neue französische Ober-Commandirende in Tong- king, ist daselbst am Montag Abend gelandet und wird sich demnächst nach Huo begeben, dessen Garnison verstärkt werden soll. Inzwischen nimmt die friedliche Auseinandersetzung zwischen Frankreich und China den erwünschtesten Fortgang. Von der Kaiserin von China ist ein Decret erlassen worden, in welchem der Abmarsch der Führer der Schwarz-Flaggen und die Räumung von Tongking innerhalb der sestgesetzien Frist angeordnet wird. Das Interesse an dem englisch-russischen Conflicte, welches gänzlich einzuschlafen drohte, ist durch die Nachricht der „Daily News", daß die Pendjeh-Affaire nun doch noch dem König von Dänemark zur schiedsrichterlichen Entscheidung unterbreitet werden soll, wieder geweckt worden. Das genannte Blatt hat indessen in letzter Zeit bezüglich des englisch-russischen Streitfalles schon mehrfach optimistische Nachrichten gebracht, die sich hinterher als nicht wahr erwiesen nnd so wird denn auch die Bestätigung seiner jüngsten Meldung abzuwarten sein. Gleichzeitig ist in London ein Blaubuch über de» Zwischenfall von Pendjeh und die sich an den russischen Vorschlag, den deutschen | Kaiser zum Schiedsrichter zu wählen, anknüpfende Correspondenz zwischen London und Petersburg veröffentlicht worden. Da englischerseits gegen die Wahl Kaisers Wilhelm keinerlei Einwendungen gemacht worden sind, jo erscheint es einiger- maßen verwunderlich, daß das Schiedsrichteramt trotzdem dem dänischen Herrscher übertragen werden soll. Der Todestag Garibaldi's, der 2. Juni, hat in Rom Anlaß zu einem Zusammenstoß zwischen der Polizei und einigen demokratischen Vereinen gegeben. Als letztere am Dienstag Abend mit Fahnen und Kränzen sich nach dem Capitol begeben wollten, um den Todestag Garibaldi's zu feiern, löste die Polizei den Zug wegen ausrührischer Rufe auf. Dennoch gelang es einem Theile der Demonstranten, nach dem Capitol vorzudringen und hier Kränze niederzulegen. In der Deputirtenkammer sind wegen der Auflösung des Zuges bereits mehrere Interpellationen eingebracht worden- Darmstadt, 4. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 23. v. Mts. den Hauptstaatskaffe-Gehülfen Karl Rahrgang aus Butzbach zum Calculator 2. Klaffe bei der Hauptstaatskasse zu ernennen; an dems. Tage bie Expeditoren bei der Main-Neckar.Eisenbahn, Ludwig Reinhardt zu Eberstadt, Georg Bickel zu Auerbach und Friedrich August Escher zu Bickenbach in gleicher Diensteigenschaft an die Stationen Heppenheim, bezw. Eberstadt und Langen, zu versetzen. Darmstadt, 4. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Sich heute Vormittag in Begleitung des Flügel-Adjutanten Major Wernher über Worms nach Flonheim begeben, um der Einweihung der dortigen neu erbauten protestantischen Kirche beizuwohnen. Die Rückkehr hierher erfolgt im Lause des Nachmittags über Bingen und Mainz. Die Direction der Hessischen Ludwigsbahn hat Seiner Königlichen Hohett von Worms bis Flonheim und von Flonheim bis Mainz einen Extrazug zur Verfügung gestellt. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Brrrearr. Berlin, 4. Juni. Der „Reichsanzeiger" meldet: Die Genesung des Kaisers schreitet ohne Störung in erwünschter Weise fort. — toe. Maj. empfing Nachmittags 1 Uhr den Chef der Admiralität, Generallieutenant v. Caprivi, sowie die Matrosen der Panzerfregatte „Olga", welche unter dem Commando des Lieutenants,v. Ctzel am Dienstag hier eingetroffen waren, um von gestern zu heute vor dein Kaiser!. Palais Posten zu stehen. , , . — Der Kaiser richtete bei dein heute Nachmittag stattgehabten Empfange des Lieutenants Etzel und der Mannschafteu von der „Olga" huldvolle Worte an dieselben. Der Empfang, welchem auch die Großherzogin von Baden beiwohnte, dauerte 20 Minuten. , „ — Der „Reichsanzeiger" publicirt die Erhebung des Profeffors Voltmann (Halle) in den Adelsstand. — Die Stadtverordneten-Versammlung lehnte nach lebhafter Debatte den Antrag Jrmer, die aus den landwirthschaftlichen Zollen Berlin zufallenden Beträge bis zur definitiven Reform der städtischen Steuern zur gleichmäßigen Entlastung kleinerer Wohnungen von der Miethsteuer zu verwenden, mit 81 gegen 13 Stimmen zur Zeit ab, weil die Höhe der Beträge noch nicht feftsteht. — Die Braunschweigische Erbfolgefrage ist noch nicht auf die Tagesordnung der morgen stattfindenden Sitzung des Bundesraths gesetzt worden, weil seitens einiger Souveräne noch keine Instructionen an die betreffenden Bimdesraths-Bevvckmächtigten eingegangen sind. Die Arbeiten des Bundesraths dürften noch einige Wochen in Anspruch nehmen. # Kisfingen, 4. Juni. Der Reichskanzler und Graf Wilhelm Bismarck sind um 71/2 Uhr Abends hier eingetroffen. Dresden, 4. Juni. Die Königin reist um 41/2 Uhr Nachmittags nach Sigmaringen zur persönlichen Condolenz. Königsberg i. P., 4. Juni. Rach dem gestrigen Diner bei dem Oberpräsidenten drückte der Klonprinz wiederholt dem Oberbürgermeister Selke und dem Vorsteher der Kaufmannschaft, Geheimen Eommercienrath Simon, seine freudige Ueber- raschung über den ihm bereiteten Empfang aus, begab sich dann zu der Gemahlin des verewigten Generals v. Gottberg, um ihr mündlich sein Beileid auszusprechen, und fuhr sodann um 8V2 Uhr in das Theater. Das Haus begrüßte den Kronprinzen durch Erheben von den Sitzen. Eiue weitere spontane Ovation unterblieb, weil die Ankunft Sr. K. u. K. Hoheit bei offener Scene stattfand. Der Kronprinz folgte der Aufführung mit sichtbarem Interesse und verweilte in den Zwischenacten in längerem Gespräch mit den Herren der Umgebung, speciell dem Grafen Dohna-Schlobitten, sodann ließ der Kronprinz mehrere Damen zu sich entbieten, darimter Frau 0. Verdp und die Gemahlin des Oberbürgermeisters Selke, mit denen Se. K. u. K. Hoheit sich gleichfalls auf das Huldvollste unterhielt. Rach 9 Uhr brach der Kronprinz zur Loge „Todtenkopf" auf, wo die Officiere des Regiments ein Fest arrangirt hatten, für die Officiere lvar kleine Uniform, für die Herren vom Civil Ueberrock vorgeschricben. Die Räume der Loge waren festlich geschmückt, der herrliche Garten mit Lampions geziert, auf dem Schloßteiche bewegten sich zahlreiche Boote. S. K. u. K. Hoheit wurde bei der Ankunft mit dem Prinzen Wilhelm von den Officieren des Regiments empfangen. Der frühere Eommandeur des Regiments, v. Knobelsdorf bat, ein von früheren Kameraden dem Regiment geschenktes Bildniß Seiner Majestät des Kaisers entgegeunehmen zu wollen. Der Kronprinz erwiderte, daß er das Bild des Kaisers im Namen des Regiments gern entgegennehme; die Gabe sei eine Bürgschaft, daß die früheren Angehörigen dem Regiment ein treues Andenken bewahren. Der Kronprinz wohnte darauf im oberen Stockwerke dem Zapfenstreich der Garnison bei, von dem auf dem Schloßteich in drei Prahmen postirten Gesangverein des Regimeitts wurde ein schwungvoller, von einem Officier des Regiments verfaßter und vom Musikdirector Schwalm componirter Festgesang vorgetragen. Der Kronprinz, sichtlich überrascht, sprach iviederholt seine Befriedigung über die reizenden Arrangements ails. Es folgte der Fackelzug der Richt-Couleur-Studenten, wobei Studiosus Petruschka eine begeisterte Ansprache hielt. Der Kronprinz ließ das Eomite 311 sich entbieten und dankte mit huldvollen Worten. Hieran schloß sich ein bis 311 später Stunde andauerndes zwangloses Beisammensein. Um die getroffenen Vorkehrungen nicht zu stören, hatte der Kronprinz darein gewilligt, bereits heute Morgen 5 Uhr nach Pillau zu fahren. In Pillau wurde Se. K. u. K. Hoheit von den Spitzen der Behörden empfangen; der Kronprinz schritt die aufgestellte EhrcncoNtpagnie ab und bestieg dann den bereitgestellten Dampfer, um unter Führung des Geh. Contmercienraths Simon eine kurze Seefahrt anzutreten. Während derselben wurde an Bord das Frühstück eingenommen. Sodann erfolgte um <> Uhr 33 Miit. die Abfahrt nach Palmnicken, wo der Commcrcienrath Becker, Besitzer der dortigen Bernsteinbergwerke, einen großartigen Empfang vorbereitet hatte. Der Kronprinz bestlchte das Bergwerk und die Villa Becker und sprach and) hier iviederholt seilte hohe Befriedigung über die zu seinem Empfang getroffenen Vorkehrungen aus. Um 8 Uhr 20 Min. verließ Se. K. 11. K. H. Palmnicken und traf 9 Uhr 48 Min. in Königsberg wieder ein. Bern, 4. Juni. Durch Beschluß des Bundesraths sind gestern 21 Anarchisten, darunter ein Franzose und mehrere Deutsche, ausgcwiesen worden. Kopenhagen, 4. Juni. Gittern Vernehmen nach wird die russische Kaiscr- familie im Laufe des Sommers zum Besuche am hiesigen Hofe erwartet. Paris, 4. Juni. Deputirtenkammer. Berathung des Berichts der Eommission über den Antrag, das Cabinet Ferrv in Anklagezustand zu versetzen. Der Bericht schlägt die Ablehnung des Antrages vor. Der Eonieilpräsident Brisson ersucht die Kammer im Namen der Negierung, den Vorschlag der Commission anzunehmen. Es sei unnütz, am Vorabend der Wahlen wieder Debatten zu beginnen, welche nur Spaltungen unter den Republikanern hervorbringen würden. Man möge unfruchtbare Debatten vermeiden. (Anhaltender Beifall im Eentrum.) Rividrc sprach darauf für die Versetzung des früheren Ministeriums in Anklagezustand. London, 4. Juni. Der Präsident des Handelsministeriums, Chatnberlain, hielt vor seinen Wählern in Birmingham eine Rede, in welcher er betonte, die Besserung in dem Zustand der Dinge in Irland sei eher der wohlwollenden Gesetzgebung als den Zwangsmaßregeln zuzuschreiben. Was die afghanische Frage angehe, so glaube er, daß dieselbe bald in befriedigender Weise definitiv gelöst werden wird. Das Ziel Englands in Egypten sei, letzterem die Unabhängigkeit zu sichern. Es könne nicht geduldet werden, daß der Abmarsch der englischen Truppen das Signal für eine andere Macht werde, eine präponderirende Stellung in diesem Lande einzunehmen. England habe das Recht auf jede Garantie dafür zu zählen, daß die übrigen Rationen sich ebenso uneigennützig verhalten iverden, wie es England gethan habe. Lokale-. Gießen, 5. Juni. (Sitzung der Großh. Handelskammer vom 27. März.j Gegenwärtig waren die Herren F. C. B. Koch, S. Heichelheim, A. Katz, C. Klingspor, Hch. Schirmer. Die Eingänge wurden theils zur Circulation bestimmt, theils der Kasse und den Acten überwiesen. Auf eine Anfrage der Handelskatumer zu Darmstadt hat sich die Kammer bereit erklärt, einem gemeinsamen Vorgehen der hessischen Handelskammern zur Abwendung der durch das geplante sogenannte Arbeiterschutzgesetz der Industrie drohenden Nachtheile beizutreten. Durch den Herrn Ersten Staatsanwalt am Landgerichte der Provinz Oberhessen wurde ein Eirkular des Reichskanzlers zur Kenntniß der Kammer gebracht, betreffend Erlaß strafrechtlicher Bestimmungen gegen den Verrath von Fabrik- und Geschäfrs- geheimnissen, und die Kammer zur geeigneten Aeußerung aufgefordert. Zur Beurtheilung der hiermit angeregten Frage werden insbesondere thatsächliche Mittheilungen erwünscht, die erkennen lassen, in welchen Arten gewerblicher und kaufmännischer Unternehmungen und unter welchen Modalitäten Verletzungen des Geschäftsgeheimnisses hauptsächlich hervorgetreten sind. Nach Anstellung der erforderlichen Ermittelungen soll an den Herrn Ersten 'Staatsanwalt dahier Bericht über das Ergebniß derselben verstattet werden. lieber die Qualificationen verschiedener Firmen in Tripolis sind der Handelskammer vertrauliche Mittheilungen zugegangen. Interessenten des Bezirks soll auf bezügliche Anfrage von der Kammer Auskunft ertheilt werden. — (Sitzung der Großh. Handelskammer vom 4. Mai.) Die Eingänge wurden theils den Acten überwiesen, theils zur Circulation bestimmt. Unter dem 9. April d. I. wurde der Kammer von der Firma Koch & Patz dahier ein eingehend motioirter Protest einer Anzahl deutscher Eorscttenfabriken gegen die geplante Zollerhöhung auf Hornstäbe mit der Bitte mitgethcilt, die Kammer möge in geeigneter Weise dem Herrn Reichstagsabgeordneten des hiesigen Bezirks unter Hinweis auf die in dem Proteste erörterten Gründe zu veranlassen suchen, gegen bie geplante Zollerhöhung zu stimmen, da auch in seinem Wahlkreise die berührten Interessen vertreten seien. Der Bitte wurde nach vorheriger Beschlußfassung in der gewünschten Weise durch ein Schreiben an den Reichstagsabgeordneten entsprochen. An das Reichseisenbahnamt erfolgte unter dem 30. April in Ausführung früher gefaßter Beschlüsse der Kammer eine Eingabe betreffend den projcctirten Sommerfahrplan der Oberhessischen Eisenbahnen, in welchem der erste Morgenzug auf der Strecke Gießen-Gelnhausen statt wie bisher auf 7 Uhr auf 82$ Uhr gelegt werden sollte. Da in der letzten Eisenbahnbeirathssitzung zu Darmstadt die irn Interesse des geschäfts- treibenden Publikums an hiesigem Platze gegen eine Späterlegung des näher bezeicd- neten Zuges geltend gemachten Gründe unberücksichtigt blieben, so wurde in der oben erwähnten Eingabe die Vermittlung des Reichseisenbahnamts in der fraglichen Angelegenheit angerufen. Zur Ausführung des in der vorigen Sitzung gefaßten Beschlusses, betreffend den Erlaß strafrechtlicher Bestimmungen gegen den Verrath von Fabrik- und Geschäfts- geheimnissen, soll in geeignetem Umfange Umfrage bei den Industriellen des Bezirks gehalten werden imb dieselben zur Mittheilung ihrer in dieser Frage gemachten Erfahrungen und gehegten Wünsche aufgefordert werden. Die Aeltesten der Kaufmannschaft in Berlin theilten der Kammer eine an den Bundcsrath und Reichstag gerichtete Petition betreffend die Goldwährungsfragc mit, welche von den Vertretungen des Handels und der Industrie hervorragender Plätze Deutschlands unterzeichnet ist und in welcher an den Bundesrath und den Reichstag die Bitte gerichtet wird, ihre Aufmerksamkeit darauf zu lenken, daß der deutsche .\?anbe[y- tag in seiner Plenarversammlung vom 20. November 1880 eine Resolution beschlossen habe, inhaltlich bereit der Handelstag es für geboten erachtet, daß an den Grundlagen der Münzgesetzgebung festgehalten, beziehungsweise thunlichst schnell ein Abschluß dieser Gesetzgebung herbeigeführt werde. Die Kammer beschließt, die Aeltesten der Kaufmannschaft in Berlin zu autorülren, ihre Zustimmung zu der Petition dem Bundesrath anzuzeigen. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz bringt zur Kenntniß der Kammer, daß nach einer Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 23. März d. I. der § 50 Nr. 3, Abs. 3 des Betriebsreglements für die Eisenbahnen Deutschlands durch Bundesrathsbcschluß folgende Fassung erhalten habe: „Führen vom Abscudungs- nach dem Bestimmungsorte verschiedent Wege, so ist bei Sendungen, welche einer zollamtlichen Abfertigung unter liegen, der Absender berechtigt, die zu berührende Zollabfertigungsstelle vor zuschreiben. . , Im klebrigen bleibt die Wahl des Transportwegs ausschließlich dem Ermessen der Eisenbahn überlassen; letztere ist jedoch verpflichtet, bat @ui über diejenige Route zu beförbern, welche nach ben veröffentlichten raufen den billigsten Frachtsatz unb bie günstigsten Transportbebingungen barbicter.^ Einer Petition an den Minister bei" öffentlichen Arbeiten in Berlin, betreneiu Eanalisirung ber Fulba, schloß sich die Kammer auf Ersuchen der Handelskaunuei Kassel an. . f , Der Marken- und Musterschutzverein deutscher Tabakindustriellcr tbcilt oci Kammer eine Petition an den Reichstag nebst einer Denkschrift, betreffend Reform oct Freizeichemvesens und der Publikation der Waarenzeichen im Allgemeinen mit. -liiaJ tritt ben Ausführungen ber Denkschrift bei unb beschließt, bie Petition durch eine Zu stimmungsadresse an den Reichstag zu unterstützen. Auf die Vorstellung betreffend Errichtung einer Haltestelle ber Maiu-L>e er Bahn bei Groß-Linben geht ber Kammer ber abschlägige, an ben BürgerineiNe> von Groß-Linden gerichtete Bescheid des preußischen Ministers der öffentlichen Arveue^ in Abschrift zu. f s Es wird die vertrauliche Mittheilung von einer bei Neapel beircbciioei Schwindelfirma gemacht. Bezügliche Anfragen sollen zunächst an bie Kammer geriet) 1 werden. Gießen, 5. Juni. Vor einigen Tagen stahl ein Junge von 10 Jahr'eil in einen Hause am Lindenplatz eine Taschenuhr. Dadurch daß das Kerlchen mit ber llbr seinen Mitschülern prahlte, verriet!) es sich und mußte es dieselbe ^aus ihrem vciM im elterlichen Hofe herbciholen. Seinem Vater schwindelte der Junge vor, er 1 1 dieselbe einem Uhrmacher zur Reparatur bringen. . . v,.u — Ein angeheiterter Bäckergeselle, welchem Kinder nachliefen, wart ein.mioa derart zu Boden, daß es einen Armbruch davontrug. _ . r r , -- Ein Zimmergeselle stürzte gestern vom ^Neubau der schule an der ^deiiai y glücklicherweise ohne ernstlichen Schaden zu nehmen. . .. s <-v — Heute Nacht hauste nach ziemlich langer Pause wieder einmal der teufet in ben Straßen ber Stabt. Zlusgehobenc Thüren unb Fensterladen, rungew Handkarren, hinwcggewälzte Regenfässer, zertrümmerte Gartentische und ^aiue .j.. • bezeichneteil die Stätte, wo man sich amüsirt hatte. 9iun, bie ^ugeno austoben l .. ( Ans einem benachbarten Orte wird uns nachstehende launige ( et )l berichtet: < „Als kürzlich das Anrt eines Ortsdieners vacant wurde, mar unter v , reichen Bewerbern um diese Stelle einer, der ganz geivrß glaubte, er wuioe ?a ivst u MldeMÄ Mhorir vem Mes unb Sch Alle Ab' fleatbeitet unb c fähig Don.ben' auch gemv M Aufmermmtem bunten Stickarl bat, haben unse vollenbet. -lusl Viele Besuchern jvir glaubet iw Haß das IlnMt ^(fiüh-rinner w Donnersta Nach soll auf bahiesi taithe des Kon Flur 1/824 o Schlo „ 1825 2 meiftbietenb vei Gießen, ben Ä942 mit Wmrn $ in bester Ges zu verlausen, stehendes G werben- Domrsta Nail soll auf baVtt1 taithe des Ko Flur 1/824 „ 1825 meistbietend D' Gießen, ber 4189 Ei Iampj mit 54 KL Fabrik vo MMche __Karl tatet ö^iingen L“6 mit 3( ?eue 6olö 4 unb 5 < unb 7 a dE-n, pr. k-Pfd. Üöo Lncr vom 27 m i»r «LH rW -'M Sammer u., le drohenden NM H Pwvinz Oberhßk >er gebracht, betreü«; Ank- und GM L Bur iöeurtbcüür nttheüungen ernjüni? nscher Unternehm^ «Hs hauptsStz MWen soll an te uß derselben Denier/ bivontragcn und Ortsdiener refp. Polizeidiener n) erb en. Um nun die Ortsschelle gewandt führen zu können, was mit dem Ortsdienerdienst verbunden ist, und unser spaßhafter Eandidltt wahrscheinlich dahin belehrt worden war, er müsse in dieser Kuust- sertigkeit eine Probe vor dem Ortsvorstand ablegen, übte derselbe sich schon einige Zeit vo-rher, ehe das Amt vergeben wurde, mit einer sogenannten Dickwurz, die er so an kim Stück Kordel oder Strick befestigte, daß sie die Ortsschelle barstellte und bimbelte mnb bambelte dann im Vollbewußtsein seiner zukünftigen Würde fest darauf los, bis er eines schönen Tages zu seinem Schrecken die Erfahrung machte, daß nicht er, sondern ein Anderer den Sieg davongetragen hat. Gingesandt. Gießen, 5. Juni. Da wir uns für Frauen-Arbeit in hohem Grade interessiren, Jo statteten wir Zeltern der Ausstellung von Schülerinnenarbeiten, welche Fräulein Lina Möser im „Einhorn" veranstaltet hat, einen Besuch ab und wir freuen uns, daß wir darüber nur Gutes und Schönes berichten können. Alle Arbeiten sind in der That höchst sauber, accurat und äußerst geschmackvoll gearbeitet und dieselben sind, was wir ganz besonders heroorheben möchten, recht sorgfältig von den sogenannten Ueberladungen ferngehalten worden. Jede Besucherin hat mich gewiß mit uns die Ueberzeugung gewonnen, daß alle Arbeiten nicht nur mit großer Ämfmerksamkeit, sondern auch mit Verständniß ausgeführt worden sind. Die weißen und binnten Stickarbeiten, zu denen Fräulein Möser sehr schöne Zeichnungen selbst geliefert bat, haben unsere besondere Aufmerksamkeit erregt, denn dieselben sind wirklich prachtvoll vollendet. Auch den Putzarbeiten konnten wir Miseren vollen Beifall nicht versagen. Viele Besucherinnen haben mit uns höchst befriedigt den Einhornsaal verlassen, und mir glauben im Sinne derselben zu handeln, lucnn wir hiermit öffentlich aussprechen, d»ß das Unternehmen des Fräulein Möser gewiß verdient, durch Zusendung von Schülerinnen recht reichlich unterstützt zu werden. 6. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 1. Sonntag nach Trinitatis, 7. Juni. Vormittags 9‘/2 Uhr: Professor Dr. Gottschick. Nachmittags 2i/2 Ubr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Katechismuslehre für die Gymnasiasten und Stadtschüler, Vormittags 11 Uhr, in der Friedhofskapelle, Pfarrer Dingeldey. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 7. bis 13. Juni besorgt Pfarrer Dingeldey. Kathalische Gemeinde. 2. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Com- munion. 1210 Uhr: Hochamt und Predigt. Um 2 Uhr: Andacht. Nach dem Gottesdienste Kollekte für diejenigen hilfsbedürftigen inländischen katholischen Gemeinden, die an Orten mit überwiegend protestantischer Bevölkerung bestehen. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstoq Abend 9 Ubr. __ Temperatur der Lahn und der Luft nach Neailmur gemessen am 5. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17°, Luft im Schatten 24°. L. Ch r. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer. Allgemeiner Anzeiger. lis sind der HM des Bezirks soll E Die Eingänge niuriJ . v Firma Koch SM Eorsettenfabriken M eilt, die Kammer r1 1 hiesigen Bezirks * assen suchen, gegen! die berührten Mm mg in der gewünitt: prodjen. il in Ausführung sck' vrojectirten SmM sie Morgenzug ani V | Uhr gelegt werden sod l m Interesse desgefW gung des naher W- , so wurde in der & in der fraglichen 'schlusses, betreffend! zabrib und Gesche MMrrr Bef. )er Kammer timsto Goldwährung^^ ■ie hervorrageWN- ath und den RM dah der deutsche ne Resolution M an den @i'i* AeinAbWd'k' Donnerstag den 18. Juni, Nachmittags 2 Uhr, selll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- rmthe des Konrad Kraufch Flur 1/824 531 Meter Hofraithe in der Schloßaasse, „ 1/825 262 Meter Grabgarten btt), -meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Mai 1885. Großh. Ortsgericht. 3942 Maller. (Ein flefdjftftsQaus mit schönem Laden und großem Lager, im bester Geschäftslage Gieß en's, ist zu verkaufen, und kann event. noch begehendes Geschäft mit übernommen werden. F. Hoffmann, 4001_________Konkursverwalter. Donnerstag den 18. Mui, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hos- rmithe des Konrad Krausch Flur 1/824 531 Meter Hoiraithe in der Schloßgasse, „ I 825 362 Meter Grabgarten das. rneistbietend versteigert werden. Gießen, den 8. Mai 1885. Großherzogliches Ortsgericht. 3573 Müller. ft in Serlin r’innt M nom23.»'l :» Sw* ,0j>««" Gilt •'[’ 'Sat l'11^ '! i n#, V «- 611' -F j,“Ä> xSA kW Aeikgeöolenes. - 4189 Eine 8 pferdige Dampsdreschmaschine mit 54 Zoll breiter Trommel, aus d^er Fabrik von Cleyton & Schut- leworth, vier Jahre gebraucht, ist r-vegen Ablebens des Besitzers zu ver- i'rufen. Näheres bei Karl Uhrhan II. in Lich. Hamburg. Fischhandlung. Steinbutt 85 Hechte 80 H, Seezungen 90 pr. Pfund, neue Matjesheringe, Stück 10 H, Postfaß mit 30 Stück 3 tM. franco. Neue Holländer Vollheringe, Stück 4 und 5 H, ff. marinirt Stück 6 und 7 H, feinste Brabanter Sardellen, pr. Pfund JL 1,20 ohne Salz gewogen, neuen Caviar, pr. Pfd. Mk. 2,SV n. 3,00, Rollmöpse St. 5 u. 6 Sardinen, Lachs in Gelöe empf. A. Koch. [4213 Ieldbrand Russen | werben verkauft auf dem stzifcherhof. la. Himbeergelse, „ Zwetschen- und ,, Birnmus mnpftehlt billigst C. Roth. 41150 Wallthorstraße 5. Bekanntmachung. Während der Badesaison wird an jedem Sonntage, zuerst am 7. Juni er., ein Extra-Personenzug von Wildungen nach Wabern nach folgendem Fahrplan zur Beförderung gelangen: Ortszeit. Ab Wildungen um 9 Uhr 40 M. Abends, „ Wega „ 9 „ 48 „ „ Mandern „ 9 „ 55 „ „ „ Ungedanken „ 9 „ 59 ,, „ „ Fritzlar ,, 10 „ 12 „ ,, „ Zennern „ 10 „ 20 „ „ an Wabern „ 10 ,, 28 „ ,, Ab Wabern Anschluß nach Cassel mit dem um 10 Uhr 41 M. Abends von dort weitergehenden, jedoch nur I. und II. Wagenklaste führenden Courierzuge Nr. 301 und in der Richtung nach Frankfurt a. M. mit dem um 11 Uhr 35 M. Abends weitergehenden Personenzuge, mit L bis IV. Wagenklasse, Nr. 306. Zu dem Extrazuge werden Billets für die I. bis IV. Wagenklaffe zum gewöhnlichen Fahrpreise verausgabt, auch sind zu demselben Retourbillets gültig. Passagiere III. und IV. Klaffe haben jedoch für die Benutzung von Schnell- und Courierzügen mit nur I. und II. Wagenklasse ab Wabern die erforderlichen Zusatzbillets zu lösen. Cassel, den 4. Juni 1885. Königliches Eisenbahn-Betriebs-Amt. (Main-Weser-Bahn.) 4194 Vieh- und .liriimeniiürfd wird Donnerstag den 18. d. Mts. dahier abgehalten. Grünberg- den 3. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. ___________________. Pracht._______________________4191 Dienstag den 9. Juni, Nachmittags 2 Uhr, werden Wiener Hof im Hinterbau Möbel und sonstige Gegenstände namentlich: 1- und 2thürige Kleiderschränke, Kommode, Tische, Stühle, Sovha's, Bettstellen, Bettwerk, Wanduhr, 1 großer kupferner, fast noch neuer Waschkeffel, Hausthüre in gutem Zustande k., verstei gert.4212 Einem geehrten Publikum Gießens und Umgegend theile ich ergebenst mit, daß ich mein Schuh- und Stiefellagee bedeutend vergrößert habe. Durch directen Bezug aus den ersten und besten Schuhfabriken Deutschlands bin ich in der Lage, das Beste und Solideste irr ollen Sorten Seüuhwooren von den Feinsten bis zu den Einfachsten zu wirklich billigen Preisen zu liefern. 1 Hochachtungsvoll Julius Buch, Ecke der MäuSburg und Wettergaffe. NB. Reparaturen werden schnell und billigst ausgesührt.3963 4141 Ein massiver Schreibfecretär, | , 416.3 Zn uert Garntt. Gartenmobel, nußbanmpolirt, ist preiswürdig zu ver- eich. Holz. kaufen. Bahubofstr. 26, III. Stock. I I. Rothenberger, Lmdenplatz. Prima Butter bei Abnahme von 10 Pfund das Pfund TO Pfg. frei in'5 Haus geliefert. II. F. Nassauer. 4203__________Kreuz 6.____________ Zur Pflege von Mund und Zähne, zur Beseitigung des so schädlichen Zahn- weinftein, Mund- und Tabakgeruch, und um den Zähnen blendende Weiße, dem Mund liebliche Frische zu verleihen und die Zähne bis ins späte Alter gesund zu erhalten ist unübertroffen die Aromatische Zahnpasta aus der Königl. Bayer. Hofparfü- meriefabrik O. ■> Wunder! lein, prämiirt Nürnberg 1882. ä 50bei Hch. Wallach, Markt- platz 8.4187 Eine noch tm besten Zustande befindliche Brunnen-Pumpe ist wegen Umbau sofort zu verkaufen. 4152 Hotel zum Mappen. Betteiwltogen em* Rosshaa»* die beste und zweckmäßigste Unterlagdecke für Kinder und für Erwachsene, welche an Bettnäffen leiden, Roßhaarmatratzen für Rheumatismus- u. Gicht-Leidende, welche das Schlafen in Federbetten nicht vertragen können, zugleich kühle u. angenehme Lagerstätte für Per- fonen, welche Nachts stark fchwitzen. F. Maussner, mechanische Rosthaarweberei Nürnberg. Die Betteinlagen und Matratzen aus Rotzhaar sind von medicinifchen Autoritäten geprüft und aufs Veste empfohlen nnd liegen Zeugnisse zu gest. Ansicht auf. 3544 Alleinige Niederlage für Gießen und Marburg nebst Umgebung J. Rothschild, Gießen, Mhelmstr. 18. 4197 Eine gnterhaltene Hobelbank zu verkaufen; ferner eine Schlafstelle zu ver- mietben.__Gr. Müblgasse 14._ Vortrefflichen Bienenhonig besonders feinen, weißen, bringe in empfehlende Erinnerung. Rödelsperger, 3996 Sonnenstraße -5. 4091] Aechte runde, gelbe Oberndorfer Dickwnrzpstanzen, sowie alle Sorten Gemüsepflanzen empfiehlt Gottlieb Helfenbein, Marburgerstraße 82. 4 42 4193 w. Gustav-Adolf-Fest empfiehlt 3553 pro 1884; 4208 Hereingefallene. 5J Ausschluß einiger Mitglieder. Gießen, 4068 Bahnhof Lollar vermiethen. Seltersweg 31. Brlkell-Falirlk Friedrich für Gießen und Umgebung: 4178 Sonnenstraße 9. u. Aufn. rvo Redaction: A. Scheyba. —- Druck mü> Verlas der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pi etsch) in Gießen. Bstre Das Ober die Delicatefsenhandlung von Carl Schwaab« empfiehlt 4076 SamStl lev im Rec Schirme reparire und übersiehe rasch, gut und billigst. Permanente Ausstellung von Neuheiten in Metallwaaren. r In Gemö gehende Durch Gießen b. die : c. die i A die i e. die x f. die i Mitglied der Großh. Handelskammer, für die mir zu Tbeil gewordene freundliche Behandlung öffentlichen Dank aus. joao R. S. Höxter, 420^Gemünden. ganz ergeben^ eingeladen. Tagesordnung: Privatstd. t. all. Lchrf., auch t. Hebräisch bei maß. Honon ebenf. ertd. 4911 Gießen, den 1. Juni 1885. Gewerbebank zu Gießen, eingetr. Genoffenscha Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes: J. Hanstein. Seltersw@g Wr. 2S- im früheren Laden des Herrn Schaaf^(Drogenhdlg.). 4028 Zu Johanni ein Dienstmädchen gesucht. Frankfurter Straße 37, 1 Treppe hoch. Gesund, ''1[*be, 1 Theil Gießen, Liebmann Rotbsebild Rabdinatg-Landidat^ ScMlter Strasse FS PösehePs Bierhalle Samstag de« «. Juni In mein. Hause finv- Schüler, ro. o. hies. Höhr. Lehranstalt k>es., frdl. Aufnahme bei sorgf. (eibl. u. peiftig. Pfleae, gewiffm Bcaufflch. u. streng rclig. Erzieh, u. auf Wunsch Nachh., rt| Vorbereitung. I Di» Groß MÄlfotb. D «it M Stelle ju Die zur 3 Gewerbebank zu Gießen (eingetragene Genossenschaft.) Sonnen- und Regenschirm Fabriklager für en gros & en detail. Anerkannt bestes Fabrikat. Auch im detail die billigsten en xros-Preise. Himbeer-Gelse in vorzüglicher Qualität per Pfund 30 Pfennig Anfang V28 Uhr. Entree 30 Pfg. Die Mitglieder der Gewerbebank zu Gießen, eingetragene GenossenschUlmden. werden zu der haben Samstag den 6. Juni a. c-, Abends 8 im großen Saale des Cafe Leib dahier Wir wünschen unserm Freund Jakob Seibert zu seinem 25. Wiegenfeste ein dreifaches Hoch, daß es erschallt durch £ die Schäferstraße, durch das Jungfer- $ lmßchen über - das Kreuz bis zum m Georg Erb'. H H 4207 Seine Freunde, g Vermischte Anzeigen. 4204 Ein erfahrenes zuverlässiges Dienstmädchen für Küche u. Hausarbeit gesucht. Von wem? sagt die Exp. d. Bl . 42-/9 Ein junger Kaufmann wünscht in guter Familie Logis mit vollständiger Pension- Gefl. Offerten erbeten sub Z. in der Exped- d. Bl. __________________ Tüchtige Handarberter sucht 4192 _ HaaS'fche Kalkbrennerei. 4195 Ein Dienstmädchen gesucht. _______________________Schillerstraße 13. 4196 Gestern wurde auf der Schönen Aussicht irrthümlicher Weise ein schwarzer Sonnenschirm mitgenommen. Bitte denselben gegen Belohnung in der Exped- d. Bl. abzugeben. abzuhaltenden 20. ordentlichen General - Versammlm! Mktzgerbtoustn waschecht, billigst bei 4098 Louis Rothenberger, Neuenweg 22.) Gießen, den 5. Juni 1885. Warnung. Wir fühlen uns verpflichtet, Jedermann auf den Hölleuspectakel aufmerksam zu machen, der seit vier Wochen von Morgens 6 bis Abends um 8 Uhr, fast ununterbrochen in der Nähe der Menges'- 1 cheu Vernietungsfabrik, Grünbergerstraße Erricht, da dieser Umstand beim Miethen von Wolmungen in dortiger Gegend schwer in's Gewicht fallen dürfte. Zugleich möchten wir an dieser Stelle die Frage aufwerfen: Stehen der Behörde keine Mittel zur Verfügung, diesem Lärm em Ende zu machen? Vergissmeinnicht | Neuestes, hochfeines, nachhaltiges U Parfum compos6 ä Fl. «X 1 —, q v*L 1.25 und 1 50 in 3118 q Carl Schwaab’s Delicatessenhandlung. kZ 3GQooQ3oaooacx3DiaaQöaoDa WermietHungen. 4205 In meinem Hinterhause ist ein kleines Logis von 3 Zimmern, Küche und Zubehör, per 1. Juli zu vermiethen. _ Ehr. Köber I. Wwe., Neustadt 10. 4190 Rodheimerstraße 102 eine neu hergerichtete Kamilien- wohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, pariere, zu billigem Preise an eine ruhige Familie zu ver- miethen. Nähere Auskunft ertheilt L. A. Müller daselbst. 3455 Zwei schön möblirte Zimmer zu '"-ruht. Die .. ft”' daß nach — ?,en gemeins ? ,tl9en einer 1) Erstattung des Geschäftsberichtes 2j Ersatzwahl ausscheidender Mitglieder des Aufsichtsrathes; Sollte^ein^ 3J Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahres-Rechnung und iitoQen die dem Vorstande und Aufsichtsrathe zu ertheilende Decharge; 4) Vertheilung des Reingewinns und Mia uir 51 Anczscklnn pmtner Stell Grosses Abend-Concer ausgeführt von der Capelle des 2. Großh. He,'s. Jnf.-Rcgts. Nr. 11 unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krauße. Gartenmvbel in Eisen und Holz, Gartengeräthe: Spaten, Rechen, Hacken, Heckenfcheeren, Rasenscheeren, künstlichen Dünger für Blumen, Gemüse und Wiesen. Rasenmäher. Eiserne Schiebkarren 3725 empfiehlt Emil Fistor. 4206 , Der untere Stock meines Hinterhauses ist zu vermiethen. W. Werber, Lindenplatz. 3508 Ein Familienlogis von 5 3tm= mern zu vermiethen. Bahnhofstr. 57.^ 938) Möblirte Zimmer, sowie Pferde- stall zu vermiethen. Gartenstraße^ 29.^ 4145 Das seither von Frau Ober- wachtmeister Schmitt bewohnte Logis ist bis zum 1. September zu vermiethen. ___Balth. Strauch. 4120 2 Zimmer (wobei ein sehr großes) und Küche sofort oder 1. Juli zu vcr- miethen._________________Kirchenplatz 12. 4119 Ein Familienlogis zu vermiethen. __Kavlansgasse 18. 3331] Familienlogis: 3 Zimmer und Midje 2C., zu vermiethen im __________________Darmstädter Haus. 4176 Ein Logis vermielhet ___________Ludw. Schmidt, Glaser. 4146 Ein Logis von 3 Zimmern, Küche re. zu vermiethen und bis zum 1- September beziehbar. Blcichstraße 15. 3994 Ein freundl. möbl. Stübchen zu vermiethen.______________Kirchcnplatz 10. 4112 Ein kleines Familien-Logis im ^Hinterhause zu vermiethen Marktstr. 23. 4188 Ein stud. math. ertheilt billig Mathematikunterricht. Wer? sagt die Exped. d. Bl, ^4198 Ein junger Mann, welcher seine Lehrzeit in einem größeren Colonialwaa- ren:En-gros- ii. Detail-Geschäft bestanden hat und bereits noch einige Zeit als Commis thätig war, wünscht seine Stellung zu verändern. Gefl. Offerten sub E. 100 die ^Expedition d. Bl- 4200 In ein Colonialwaaren-Geschäst en-gros wird ein solider, tüchtiger Commis, der mit der Branche vertraut ist, für eins. Buchführung und Reise gesucht. Offerten nimmt die Exped. d. Bl- unter ycr. 4_ entgegen.__________ Ich spreche hiermit Herrn M ActienEXport-Bier, Münchener Hacker-Brü CZ warme und kalte Speisen vMierfragi 1*4 beruht o C. Dräbing, Restaurateur. Sonntag den 14. Juni, Nachmittags 2 Mtyr toirb ber Stoetßüeref” Gießen fein Jahresfest in der Kirche gi Leihgestern feiern. Alle Glieder und Freunde des Vereins werden hierz eingeladen. Die Geistlichen werden ersucht, das Fest den Sonntag vochi anzuzeigen. Es ist erwünscht, wenn aus jeder Gemeinde zwei AbgeordiWr erscheinen. Lang-Göns, den 4. Juni 1885. ________________________________Dr. Strack, Vorsitzender. 4199 Einen braven Jungen in die Lehre sucht _____d» Hottmann, Neuen Baue 6. Lehrling Wit entsprechenden Vorkenut niffen in eine größere Cigarrenfabrik gesucht. Arco. Offerten an die Er ped. d. Bl. 4125 Tüchtige Steinbrecher gesucht. Näheres in der Ex- ped. d. Bl._______________4151 4126 Einen Jungen in die Lehre sucht L. Opper, Schuhmacher in Alt-Buseck- t 2 Mehrer ob( * ’nfn’Peli9i<)n8! "Mmen, iu übertrug den Alleinverkauf ihrer Braunkohlen und BrikeM^^e bete .....G^F - t”- Dabeilf Fritz Hast in Gießen, Bahnhofstraße 56. Nwtiits 3 Donell Lf? Für den Engros-Verkauf nehme zu je?cr Zeit Bestelluni^ffkner 11 ent8e9en- Fritz Baat. ; Unterzeichnete empfiehlt I trn Mgcln. f» der Fran gS'nfa 5/0. 8 Hl,r. Mehrere kleine Sopha, 1 größeres Sopha, Garteusopha mit 2 Seffel von Rohr, Eisschrank, Ausziehtisch, Waschkommode mit Marmoraussatz, mehrere neue I thür. Schränke, Tische, 1 eichene Kommode, Weißzcugschrank zu verkaufen bei Louis Rothenberger, 4099 Neuenweg 22. Dus Wohnhaus Ludwigstraße 52 ist unter günstigen Bedingungen preiswürdig zu verkaufen. 3977 Näheres bei der Exped. d. Bl.