Kutter „Diedrich" und „Anna" durch englische Schiffer hat jetzt ihre gerichtliche Ahndung gesunden. Vom Geschworenengerichte zu Ipswich sind von den hierbei betheiligt gewesenen englischen Seeleuten drei zu 12 und fünf zu 9 Monaten Zwangsarbeit verurtheilt worden, auch drohte der Richter im Wie- derholungssalle Zuchthausstrafe an. In Deutschland wird man über dreien Wahrspruch der englischen Geschworenen sicherlich nur Genugthuung empfinden. Die neuesten Meldungen über die afghanische Frage kann man am besten mit dem Börsen-Ausdrucke: „Tendenz steigend" charakterisiren. Es wird jetzt verschiedentlich wieder einmal „abgewiegelt"; die Besetzung Port Hamiltons durch die Engländer soll ebensowenig wahr sein, wie diejenige Merut- schaks durch die Russen, auch die Nachricht von einem englischen, resp. russischen Ultimatum wird wieder dementirt. Daneben taucht immer entschiedener das Gerücht von einem Schiedsspruch bezüglich der Frage aus, ob Rußland durch das Vorgehen General Komarofsts das Abkommen vom 17. März verletzt habe oder nicht. Ein gekröntes Haupt Europas soll hierüber entscheiden und heißt es bereits, daß England den König von Dänemark zum Schiedsrichter m der Pendjeh-Angelegenheit wählen werde, vorausgesetzt, daß Rußland überhaupt dem Gedanken eines Schiedsgerichts zustimme. Bei den nahen verwandtschaftlichen Beziehungen der dänischen Königssamilie zu den Lösen von London und Petersburg wäre diese Wahl auch eine sehr glückliche und scheint man sich auch fcherseits mit diesem Ausweg befreundet zu haben. Die „Daily News ben nämlich: „Die (englische) Regierung wurde auf nichtamtlichem Wege informirt, der Czar sei einem Schiedsgericht geneigt, welches nicht das Verhalten Komaroff's oder Lumsden^s beurtheilen, sondern entscheiden solle, ob die Jnstruc- klonen, welch- gemäß de« Abkommens vom 17. März ertheilt worden waren, falsch ausgelegt wurden. Die amtliche Antwort Rußlands ist erst m nächster (also in dieser) Woche zu erwarten. Sobald die Einsetzung eines Schiedsge- richts accentirt ist, werden die Grenzverhandlungen fortgesetzt werden. Vollends friedlich klingt eine Mittheilung der „Deutschen Zeitung m Petersburg, wonach der F r i e o - a l s g e s i ch - r t zu betrachten sei. Dre ganze diplomatische Action, die sich englischerseits noch jetzt vollziehe, sei lediglich eine Rückzugsbewegung, der man möglichst einen anständigen Charakter wahren wolle. Die Zuckung äußert jedoch noch Zweifel, ob die Situation in dieser unbevmgt guMgen Werse schon jetzt aufzusassen sei; nun, hoffentlich darf man dies und auch der Umstand, daß dem Emir von Afghanistan das Großcommandeur.Kreuz des Sterns von Indien englischerseits verliehen worden ist, hat weiter nichts besonders Beunruhi- gendes an stch^ ina(dja, der als Specialgesandter des Sultans über zwei Monate in London verweilte, ist plötzlich telegraphisch nach Konstantinopel zurückbeordert worden. Was er eigentlich in London gewollt oder gesollt hat, darüber ist die Welt heute noch im Unklaren,.wahrscheinlich ist, daß er eme Ver- ständigung zwischen England und der Pforte wegen der egppttschen Angelegenheiten herbeizuführen beauftragt war; daß ihm dies gelungen sem sollte, ist indessen - nach seiner plötzlichen Abberufung zu urtheileu - nicht anzunehmen. Die Unruhen in der central-amerikanischen Republik Panama neigen ihrem Ende zu. General Aizpur, der Jnsurgenten-Chef hat mit dem Führer der Regierungs-Trüppen em Abkommen getroffen, laut dessen die Insurgenten die Stadt Panama räumen werden, worauf die Regierungs- Truppen dieselbe besetzen. ________ ___________ London, 4. Mai. „Daily News" erfahren, die Antwort des Peters- burger CabinetS auf Lord Granville'S Depesche sei am Samstag Morgen hier eingetroffen, Lord Granville vom russischen Botschafter v. mittelt und in einem am Samstag Nachmittag abgehaltenen Cabmetsra he be rathen worden, lieber die Antwort der englischen Regierung auf die ru st che Devescke babe man sich bereits in dem am Samstag stattgehabten Cabmets rathe im Principe geeinigt, heute werde die f"MÄe Anwort erfolg^ Dw russische Depesche sei in Form und Inhalt versohnüch, die Antwort Lord Gran ville's werde dieselbe Eigenschaft tragen. In der russischen Antwort heiße es, daß der günstige Eindruck, den der Kaiser und die Minister aus dem telgraphi- schen Resums der Depesche Lord Granville's vom 25. April gewonnen hatten, nach Prüfung des Wortlautes derselben noch verstärkt worden fei. Den „Daily News" zufolge wird heute oder morgen em Courier mit dem vollen Text der russischen Depeschen erwartet. ,, . . Lord Granville wurde am Samstag nach dem Cabmetsrath von derKom- ain in Windsor in Audienz empfangen.! 9 Die „Times" will über die Antwort Rußlands ans die englischen Vor- 32. *; «d ®OttB J ’lc!cr' Fichu'i ® Samen «J ötüi öon 5 ft 50 Pf- t08e«, Stehib c -hd. 50 Pf ’ Pf Rege,- . Mch», batt. ' Kstrdeloost stehlt 3D Nr. 1O4L Mittwoch den 6. Mai 188S Erscheint täsUch mit Ausnahme des MorrtagS. WKr-«irr Schulstraße 7. PrriS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 8 Awtkicher Hheit. Betreffend: Quartierleistung für die bewaffnete Macht im Frieden. Gießen, den 2. Mai 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die G rotzherzoglich en Bürgermeistereien des Kreises. Wir benachrichtigen Sie, daß nach Mittheilung Königlicher Intendantur 11. Armeecorps in Kassel vom 1. April t I- an die Liquidationen über Marschfouraqe nicht mehr in dreifacher, sondern nur in doppelter Ausfertigung einzusenden sind. ' Dr. Boekmann. C. LchrmuM. ijcm hoher Rabatt Politische Ueberficht. Gießen, 5. Mai. ÄrASLi ?ilTtut WW ÄS# sardcnwohnung H m 1. >i pb-jM! r Blömarcksiraße^, -, Bedingungen. Langson "baden die^ Chinesen bereits geräumt und außerdem sind Dangson und Thammoi non den Fram n b setzt worden. Trotzdem hält es die sranzösische Reg erung ür aut in der Absendung von Verstärkungen nach Tongking kerne Unterbrechung eintreten zu laffen?auch der neue französische D6erft.6ommanbtrenbe für Tongking, General de Courcy, hat sich noch >n voriger Woche m Toulon nach seinem Bestimmungsorte eingeschifft. Die so viel Aufsehen erregenbe Beraubung ber deutschen Dienstag Samstag Sonntag Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondeirz-Brrrearr Universität-- Chronik. Halle, 2. Mai. Die Neuwahl eines Rectors der hiesigen Universität für die Leit vom 12. Juli d. I. bis dahin 1886 ist gestern vollzogen worden und auf den Professor der Nationalökonomie, Dr. Conrad, gefallen. den 10. Mai: Die Jüdin. Lokales. Gießen, 5. Mai. In der am Mittivoch Abend stattfindenden Sitzung der „Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde" wird Herr Dr. Markwald einen Vortrag halten über „Jnfectionskrankheiten, insbesondere über die Cholera". Bei dem wohl äußerst wichtigen Thema des Vortrags machen wir auf denselben ganz besonders aufmerksam. Schauspielhaus. .. ben 5. Mail Gastspiel des Herrn Felix Schwcighofer. Scheu vor dem Minister. Wiener Genrebilder. (Scheu: Herr Schweighofer.) b°°-U Correspondenz. Lustspiel in 1 Akt von Dormg. Hierauf. Ci muß Sonntag Den 10. Mai: Der Hüttenbesitzer. werden können. Antwerpen, 24. April. sDie Decoration der hiesigen Ausstellung.^ Die Bonner Hof-Fahnenfabrik in Bonn hat die Decorationen für die Weltausstellung übernommen. Es befindet sich darunter als Hauptzierde der deutschen Ausstellungssection em goldfarbiges Banner von 3000 Quadratfuß Fläche, das ganz mit goldenen Dessins bedeckt ist und dessen Hauptfigur ein 10 Meter hoher Reichsadler bildet. — Beiläufig bemerken wir bei dieser Gelegenheit, daß die genannte berühmte Firma auch die erste bedeutende Lieferung von Flaggen für den Congostaat in Commission bekam. — sAuch eine Intimität.^ Gräfin (zum neuengagirtenKammerdiener): „^ohann, ich habe gestern zu meinem Entsetzen gesehen, daß Sie die Kleider meines Mannes und die Ihrigen mit derselben Bürste reinigen; ich muß mir solche Vertraulichkeiten doch aufs strengste verbitten." SchiffSnachrichten. Bremen, 4. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Elbe, Capt. F. Hamelmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. April von Bremen und am 23. April von Southampton abgegangen war, ist am 2. Mai, 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Gießen, den 5. Mai. Auf dem heutigen Markt Metr Butter per Pfund X 0.85—0.90, Hühnereier pr. St. 4—5 \ Enteneier St. 5—0 Gänseeier 10—00 Käse pr. Strick 4—8 4., Käsematte 2-3 4, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 30^, Tauben per Paar 0,50—0,65 H, Hühner per Stück X 1.00-1.30, Hahnen pr. Stück X 1.40—1.70, Enten per Stück X 1.80—2.30, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 50—60 Hammelfleffch 64-70 Kalbfleisch 48—50 Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—4.50, Milch per Liter 12—16 Zwiebeln per Centner X 6.00—0.00. Frankfurt, 4. Mai. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer JL 19,25-19,50, fremder JL 19,00-20,00, Roggen eff. hies. M 17,00-00,00, frembet X 16,75-17,50, Gerste effectiv hiesige und Wetterauer X 18,00—19,00, ftemdt X 19,00—20,00, Hafer eff. hies. X 15,75—16,25 fremder X 15,50—16,50. — Rübol eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. X 29,00. Branntwein eff. ohne Faß X aa Repertoir der vereinigten Stadttheater;u Mankfuri a. M. Opernhaus. Dienstag den 5. Mai: Carmen. Mittwoch den 6. Mai: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Und tue. Nutzer Abonnement. , , _ ~, . v Donnerstag den 7. Mai: Abschiedsvorstellung des Herrn Felix schwcighofer Der Verschwender. (Valentin: Herr Schweighofer.) S e t m f f tfe t e Darmstadt, 1. Mai. In der gestern stattgehabten Sitzung des hiesigen Kreistages kündigte Ober-Bürgermeister Ohly von hier an, daß er demnächst Veranlassung nehmen werde, die hessischen Städte aufzufordern, die von Württemberg ausgehende Bewegung zu Gunsten einer Revision des Gesetzes über den 1*1191111 g§- Wohnsitz und Beseitigung des in jeder Beziehung verderblich wirkenden Instituts der Landarmen zu unterstützen. Bisher hatte unsere Regierung diesem Beschlüsse gegenüber eine sehr rescrvirte Stellung eingenommen, sogar die beanttagte Ausdehnung der r.and- armenverbände auf die ganze Provinz abgelehnt. Mainz, 1. Mai. Durch eine glückliche Fügung ist gestern Vormittag im Krähbergtunnel ein Unglück verhütet worden. Als nämlich ein meist mit Aettonaren der Bahn besetzter Zug den Tunnel passirte, brach an der Locomottve eine sog. Kurbetstange. Dieselbe wurde mehrmals heftig herumgeschleudert und dann auf die Sette geworfen. Vor dem Tunnel hielt der Zug und der größte Theil der erschreckten Passagiere stieg aus, um den zunächst kommenden Schnellzug zur Weiterfahrt zube- nutzen. Es war ein Glück, daß die Kurbelstange, welche aus einem wohl armsmcken Stück Eisen besteht, auf die Seite und nicht auf die. Schienen fiel; tu diesem Falle wäre eine Entgleisung des Zuges im Tunnel unvermeidlich gewesen. Frankfurt a. M., 4. Mai. Gestern Abend geriet!) ein Gefreiter der 7 Compagnie des 81. Infanterie-Regiments in der Caserne mit einem anderen Soldaten in Rauferei, wobei er dem Gegner mit dem Säbel den Schädel auseinander schlug. Heute Morgen um 6 Uhr erschoß sich der Gefreite im Hausgang der Caserne — Der Gefreite der 7. Compagnie des 1. Hessischen Infanterie-Regiments Nr. 81, welcher sich heute Morgen auf dem Flur der Compagnie erffchoß, heißt Hirsch und ist aus Hanau. Er stand in trunkenem Zustande mit einem Kameraden auf der Sttaße, als einige Füsiliere der 10. Compagnie an ihm vorüberkamen und das Wort „Weißbinder" (ein Spottname für die Musketiere), aussprachen. Hirsch erwiderte mtt dem Wort „Schornsteinfeger". Darüber ärgerte sich ein Füsilier derart, daß er blank zog und mit der Waffe auf Hirsch eindrang; dieser zog ebenfalls blank, pamrte den Hieb und versetzte seinem Gegner zwei Hiebe über den Kopf, wodurch der Getroffene so schwer verletzt wurde, daß er nach dem Lazareth in Bockenheim gebracht werden mußte. — Hirsch hat sich den Lauf des geladenen Gewehres in den Mund gesteckt und mit der kleinen Zehe des rechten Fußes die Abzugsfeder zurückgedruckt. Eine Patrone soll er seit längerer Zeit bei sich getragen haben. Der Schuß ging durch den Schädel und drang in die Decke. Die Leiche des Unglücklichen wurde ebenfalls nach dem Lazareth gebracht. (or- Z-) — Der „Franks. Beob." schreibt: Der Frankfurter Reichstags - Abgeordnete Herr Sabor wurde durch den Tod seiner Schwiegermutter in tiefe Trauer versetzt. I Dieselbe hinterläßt ihrer Tochter auf ihren Theil 800,000 X. ! Wiesbaden, 29. April. Die bei den hier lebenden Verwandten des Afrika- Reisenden Paul Reichard von dem Generalconsul des deutschen Reiches Dr. Rohlfs in I Zanzibar eingetroffene inhaltschwere Depesche hat folgenden Wortlaut: „Alles verloren, I knapp Tod entronnen, Boehm todt, Credit Zanzibar 9000 X, kommt Juni, beauftragt Rohlfs." — Man muß hiernach annehmen, daß Paul Reichard in Zanzibar angelangt ist und den General-Coiisul Dr. Rohlfs beauftragt hat, das Scheitern der ost-afrikanischen Expedition zu melden. Vermuthlich sind die Reisenden auf dem Heimwege von den Wilden überfallen worden, Böhm ist im Kampfe geblieben, Reichard kaum dem Tode entgangen; die ganze Ausrüstung, die gesammte wissenschaftliche und ethnographische Ausbeute, das erworbene Elfenbein und die sonstigen Gegenstände sind I geraubt und vernichtet worden. Reichard verlangt einen Credit, um seine Ruckreffe antreten zu können und hofft im Monat Juni persönlich in Wiesbaden zu sein. Dies dürfte mit anderen Worten dem Inhalte der Trauernachricht entsprechen. In vier Wochen werden auch erst die Briefe, welche etwas Näheres enthalten, hier erwartet Berlin, 4. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm den Antrag Huene tu dritter I Lesung nach den Beschlüssen der zweiten Lesung an und genehmigte das ganze Gesetz mit 223 gegen 86 Stimmen. Der Finanzminister hatte erklärt, von dem Zustandekommen des Gesetzes sei die Bewilligung der Zölle abhängig gemacht. Werden die Zölle bewilligt, so werde die Regierung das Gesetz, wie es aus der zweiten Lesung her- üorgcgang^, N ^ai. Alle großen Kleidermagazine am Boulevard sind geschlossen, I da die Arbeitgeber den Gesellen wegen ihrer übermäßigen Forderungen gekun- I btgt habem^o- 4 Der Prinz von Wales eröffnete heute in Begleitung der Prinzessin die internationale Ausstellung der Erfindungen, deren Präsident er ist Der Prinz wurde von dem außerordentlich zahlreich versammelten Publikum nut lebhaftem Euthusmsmus^ begrußt^^^ ^aui Befehl der Admiralität ist der Bau neuer Kriegsschiffe kleinen Modells eingestellt worden. . _ Im Oberhause sagte Granville: Wie die russische Regierung wünscht, Mittel für die etwa nöthige Regelung der aus dem Gefechte bei Aktepe entstandenen Differenzen zu beschaffen, so auch die englische. Auch stimmt die englische RMerung mit jener überein, daß es nicht wünschenswerth ist, die beiderseitigen tapferen Offictere vor Gericht gestellt zu sehen. Deßhalb sind sie bereit, dem Urtheile emes befreundeten | Souverains alle Differenzen zu überweisen, die sich hinsichtlich der Deutung der Ab- < machung vom 17. März als vorhanden erweisen können zwecks Regelung der Sache in einer für beide Länder ehrenhaften Weise; wir hoffen, daß hinsichtlich der Details bei der Ueberweisung keine Schwierigkeit vorkommt. Beide Regierungen sind unter diesen Umständen bereit, sofort in London die Unterhandlungen über die Grenzabsteckungslinie wieder aufzunehmen, deren Details nur an Ort und Stelle unter den von der Commission vereinbarten Bedingungen geprüft und abgesteckt werden sollen; die Unterhandlungen, deren Resultat augenblicklich vorauszusehen ist, werden für die englische Regierung sehr erleichtert durch die erlangte Kenntniß der Ansichten des Emirs und die erhaltene volle topographische Information. Ferner ist vereinbart, daß der Pendjeh-District während der Unterhandlungen neutralisirt wird und die russische Regierung deutete ihre Bereitwilligkeit an, die Frage, ob sie die russischen Vorvosten beim Eintreffen der Commission zurückziehen wolle, zu erwägen.. — Gladstone machte im Unterhause eine analoge Erklärung, die auf den radicalen Bänken von lautem Beifall begrüßt ward. Rom, 4. Mai. Der Senat lehnte den Antrag Rossi's auf Erhöhung des Einfuhrzolles für Getreide und Reis ab und nahm die Tagesordnung Poggli's an, wonach der Senat von der freihändlerischen Erklärung der Regierung Akt nimmt. In der Kammer erklärte Depretis, es sei nicht der geringste Verdacht eines Cholerafalles in Neapel vorhanden. Mancini erklärte, er werde Mittwoch die Interpellationen über "die Colonialpolitik beantworten. Brüssel, 4. Mai. Der Bürgermeister von Brüssel überreichte heute dem Könige anläßlich des Titels „Souverain des Congostaates" eine Adresse. Der König nahm dieselbe mit Dank entgegen und bezeichnete als Ziel des neuen Staates, der Civilisation in Afrika zu dienen, die Sclaverei abzuschaffen und für die Entwickelung des Handelsverkehrs Sorge zu tragen. Hoffentlich wird es gelingen, genügende Kapitalkräfte für Anlagen von Wegen und industrellen Unternehmungen zu gewinnen. Petersburg, 4. Mai. Oberst Zakrjewski vom Stgbe General Komaroff's trifft morgen mit Berichten über den Zwischenfall am Kuschkflusse ein. Kairo, 4. Mai. sReutermeldung.j Die durch die internationale Commission festgesetzten Entschädigungen für die durch das Bombardement von Alexandrien Betroffenen werden nicht vor Ende Juni gezahlt. schläge wissen, daß die russische Regierung Willens sei, die englischen Vorschläge als Basis für weitere Verhandlungen zu behandeln, daß sie es indeß als mit der Ehre der Armee unverträglich betrachte, die Vorgänge vom 30. März d. Js. in irgend einer Form einem Schiedsgerichte zu unterbreiten. Als Alternative solle vorgeschlagen werden, daß während der Dauer der Grenzabsteckung durch die gemeinsame Commission die russischen Truppen von den in Folge der pro- vocatorischen Haltung der Afghanen durch General Komaroft besetzten Positionen zurückgezogen wurden. n t . Ein Telegramm der „Times" aus Tientsin vom 3. d. Mts. meldet, em englisches Geschwader habe Port Hamilton besetzt, von den Chinesen werde dies für eine Verletzung der Integrität von Korea erklärt. u" u. BerliN, 4. Mai. sReichstag.j Die mit so großer Spannung erwartete zweite Berathuug des Börsensteuer-Gesetzentwurfes hat ^eute dieselbe auch morgen erst zu Ende geführt werden wird, so ist ihr Schicksal heute bereits entschieden; der Entwurf wird bis auf andere Zetten reyonirt merken. Der v. Wedell-Malchow'sche Antrag verlangt eine procentuale Besteuerung unter Anwendung von Steuerregistern, der Anttag Arnsperger der nationalliberalen Partei eine in Abstufungen fixirte Besteuerung mit Schlutznotenzwang, demgegenüber entt schied sich die Coinniission unter Verwerfung des letzteren für die procentuale £e; fteuerump,^^ Herren Oechelhäuser, v. Wedel-Malchow, Buhl und v. Buol wurde der mühevolle ^Versuch gemacht, dem Anträge etmge Lichtseiten abju; geiDUins5bgb3?icht?r1 bemerkte, daß er es nicht für die ^Mabe der Volksvertretung Balte der Regierung Steuervvrschläge zu machen, zumal nach dieser Richtung hm oer Begehr nicht gesteigert zu werden braucht. Unklarheit und Dehnbarkeit seien die Haupt- eigens ch^^P em erttrng c n k de^Herr Reichskanzler in der Debatte .machte, waren auch nicht geeignet, dem Anträge Freunde zu erwecken, und die recht lronffche Frage ob sich die Herren v. Wedell-Malchow und seme Freunde auch der Wirkung klar seien, welche ihre Vorschläge auf die Landwirtschaft und industriellen Geschäfte haben müßten, brachte auf die Rechte eine anscheinend so deprimire^e Wirkung hervor, daß sie die Rede des Fürsten Bismarck ohne den geringsten Beffall und ohne gliche Zustimmung zu Ende gehen ließen, ein Vorgang, der nach unlerer Meinung bis letzt ölS b^^ue^Gesichtspunkte brachte der Reichskanzler nicht vor. Die gegen die procentuale Besteuerung erhobenen Einwände richten sich zwar, memte me Befürchtung, daß das Arbittagegeschäst, welches ganz gewiß em wlrthschaftliches Be- dürfniß fei, geschädigt werde, wiewohl man im Staatsrathe der Ansicht war, daß dem durch Steuerfreiheit der Wechsel vorgebeugt werden konnte, ^eder Landwirth und ledei Industrielle, führte er specieller aus, macht Geschäfte,, die ben Usancen emer Börse unterliegen und demnach besteuert werden müssen, die Börse wird auf diese Contra heuten die Las? abwälzen. Die Antragsteller wollen doch nicht die Producenten, tonbern lebiglid) die eigentlichen Börsengeschäfte treffen, es wirb demnach etne Fassung gesucht werben müssen, bie alle Probuceuteu vor einer Belästigung durch biese Steuer sichert. Die Börse selbst wirb bei ihrer Aalglätte ja nur schwer MM Zahlen m bringen fern und die Steuer mehr oder stiinder abwälzeu können, gleichwohl ist das Gesetz em dringendes Bedürfniß der Zeit und zur moralischen Befriedigung des Gerechtigkeitsgefühls der Steuerzahler nothwendig. . . Seitens der freisinnigen Partei ist für den Fall der Annahme dieses Gesetzentwurfes der Antrag gestellt, den Zoll auf $etroleum■ fl^cittflsauf8ubeben ferner fordert die socialdemokratische Partei bet Annahme die Aufhebung der Salzsteuer oder für den Fall der Ablehnung dieses Antrages die Verwendung des Ertrages der Geschafts- fteuer zu einem Jnvalidenfonds für erwerbsunfähige Arbeiter. Wett iE Ein, e r I (i g < allen N Äflfoi k> AaftM- Ä., ,,d> H-mNmdW ^504 Buchen Eichen Msptn im Gießen Montag bei von Vomi ssoll im Gießene IDWct Hang inetes holz verf Schell Rm 40 10 L Änn-, We 134 EichenstäM darunter 9 69 Ctm. S 1 Nadelstamn 6 Hainbuchen Die Zusamn Straße nach Da dem Steinbruch : ließen, den ?roßherzogl. B 1 o3O3 A. NtMtiicheK Der Spar- m Stadt und LandZ bat in 1880 M und in d Ung von 10. •u § 55 u- 66 dei Mjsen mordei Aenossenschaftsregi Laubach, den 1 Großherzogi Röi tauft, siil X\ Araßeni ■Wn nack frN AI °u| Sj” »tM 2)|barbeite ^Kurerar' 3354 X3 »S- « $igg ■ < 4-W j-Ä'Q 3 -L4K : ' - Kirchenplatz 9 v^*t Werkag von R. Schuktz & Ko. Straßburg i. K Conflrmanden-Sehirme •ass' L ä Man abonniert in allen Buchhandlungen auf B j D -5 PW B -HDWHW MMW ft™ 11/ » W gehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto nach der Schweiz. 1446 Zur Theilnahme am Feste lädt herzlich ein Der Vorstand. 3504 veranschl- zu Eingezäumtes Bassin für Nichtschwimmer. Der Vorstand. man die 69,85 solidesten B. Bau-, Werk- und 134 Gnauth. 3354 * I. Weitzenkorn. 3505 143,40 98,50 36,17 159,53 1 6 Buchen Eichen Aspen Rmtr. 214 76 14 Rmtr. 40 10 Oeffenlliche Kekamümachuilg. Der Spar- und Creditverein für Stadt und Land, E. G, in Laubach hat in 1880 seine Statuten neu abgefaßt und in der Generalversammlung von 18. November 1883 find zu § 55 u. 66 derselben Aenderungen beschlossen worden, welche aus dem Genossenschaftsregister zu ersehen sind. Laubach, den 1. Mai 1885. Großherzogl. Amtsgericht. ir n H Wo kaust billigsten u MA in großer Auswahl, in allen Farben und Qualitäten, von den billigsten bis zu den hochfeinsten empfiehlt den, als: Maurerarbeiten Schreinerarbeiten Glaserarbeiten Weißbinderarbeiten Lieferung einer gußeis. Pumpe Lich, den 4. Mai 1885. Frischgeschossenes Rehwild klmft fortwährend die Wildhandlung 34596 Theodor Jacob, Erfurt. Jahresfest des Minser Zweigvereins der Gustav-Adolf- Stiftung m Langsdorf 3448 Mittwoch den 6. Mai l. I. Festprediger: Herr Stadtpfarrer Dingeldey zu Gießen. Der Fest- gottesdienst beginnt um 10 Uhr. Nachmittags: Ansprachen im Freien. Rohseidene Bastkleidee (.ganze Seide) Mk 15. 80 Pf. pr. kompl Robe, sowie schwerere Qualitäten versendet bei Abnahme von mindestens zwei Roben zollfrei in's Haus das Seiden- Fabrik-Depot von G. Henneberg (Königl. Hoflieferant) in Zürich. Muster um- Minner-Bade-Verein. Die Anstalt ist eröffnet. Der Abonnementspreis beträgt per Saison 3 Mark. Söhne von Mitgliedern zahlen, wenn sie sich in dem Knabenhaus aus- und ankleiden, unter 14 Jahren Nichts. Arbeitsversteigerung. Freitag den 8. lfd. Ms., Vormittags 10 Uhr, sollen im Pfarrhause zu Holzheim nachstehende, an demselben vorzunehmende, Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben wer- Eichenstämme mit 29,63 Festm., darunter 9 Stämme von 41 bis 69 Ctm. Durchmesser, Nadelstamm mit 0,57 Festm., Hainbuchenstämme m. 0,53 Fstm. G> 9 Rmtr. Wellen 54 5660 29 1250 — 200 Nutzholz. Z'Stz Sä ljMniuig der LG ^mittag in eme log. Edie Seilt r Unterfahrt zu hl S lvohl armsdilkti, F» ut diesem Fch befreiter ber?.^ anberen Soldaten ir, Zander schlug, ta aierne. Zu einem, aus vier Wochen berechneten Cursus im Malen auf Majolika, Seide, Holz ic., werden Teilnehmerinnen gesucht. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Näheres zu erfragen bei 3487 Prof. Pasch, Bahnhofftr. 77. Hoizversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 11. Mai 1885, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Hangel stein nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh Reish. Zmanterie-ReginM erschoß, heißt Hich n Kameraden aut h •amen und das Won Hirsch erwiderte mit derart, daß er blau! lö blank, parirte m odurch der Gckchin rheim gebracht roerbfn den Mund gesteckt ck drückt. Vine PaiM ing durch den Schade )e ebenfalls nadjtar (Fr. Zh | -1 Der Nba? TÄ-S 41 Anfertigung nach Maß binnen zwei Stunden. Die Nr- 30 enthält: Souverän- Roman von A. v- d. Elbe. (Fortsetzung.) — Zum 100 jährigen Todestag des Herzogs Leopold von Braunschweig. Von G- Thiel. Zu einem Bilde von Daniel Chodowiecki. — Aus der deutschen Reichsbank. Von Th- Coßmann. Mit sechs Illustrationen und Porträt des Directors der Reichsbank von Dechend. — Odysseus (Fortsetzung). Erzählung von Heinrich Seidel. — Am Familientisch: Ein neuer historischer Atlas. Von Th. H. Pantenius. — Ein Nachklang vom Bismarckfest. Gedicht von Karl Gerok. — In unserer Spielecke. Mit zwei illustrirten Beilagen: Der Fackelzug zu Ehren des Reichskanzlers am 1. April. Mit Illustrationen. r dir inbtreÄU 185 Die Gräfl. Solms-Laubach'sche Bauverwaltung. I. A.: Ml, Schön, 3493 Bauinspector. worcn der letzte Zusammenstoß der Russen und Afghanen ftattfand, ist besonders gekennzeichnet. Die Karte ist nach den neuesten russischen und englischen Kartenmaterialien bearbeitet und, dem großen Maßstabe entsprechend, reich an Details. Die Ausführung auf lithographischem Wege ist eine deutliche und übersichtliche und zwar wurden Flüsse, Straßen und Eisenbahnen schwarz, das Terrain braun und die einzelnen Reiche durch zartes Flächencolorit dargeftellt. Bei der besonderen Actualität dieser vorzüglich ausgeführten großen Karte und dem außergewöhnlich billigen Preise von 60 kr. — 1 Mark = 1 — 60 Kop. dürfte die Karte einen durchschlagenden Erfolg erzielen. Dieselbe ist in allen Buchhandlungen vorräthig. Mittwoch den 6. Mai l. A, Nachmittags 2 Uhr, wurden auf meiner Amtsstube 100 Stück Tapeten u- eine Schleudermaschine, geegen Baarzahluug versteigert- n. Geißler, 35o)l Gerichtsvollzieher. Literarisches. Afghanistuu. Die ganze politische Aufmerksamkeit unserer Tage concentrirt sich heute auf das Land im fernen Asien, in dem Rußland und England sich kriegsbereit gegenüberstehen. Wir begrüßen es daher mit Freuden, daß A. Hartl eben's Verlag iit Wien eine prächtige „Karte von Afghanistan und den angrenzenden russischen und englischen Gebieten" nn Maßstabe von 1 : 2100 000 publicirt, welche allen Politikern, Geographen und jenen, die den dortigen Ereignissen mit Interesse folgen,, höchst willkommen sein wird. Die Karte reicht im Norden bis Merw (der Hauptstadt der von den Russen in den letzten Jahren unterworfenen Teke Turkmenen) unter specieller Berücksichtigung der von hier aus dem Murghab- und Kuschk-Flutz aufwärts führenden Wege nach Pendschdeh und Kufchk, sowie der Paßübergänge nach Herat, ferner ein Theil von Buchara mit der gleichnamigen Hauptstadt. Im Nordosten bis Kaschgar. Im Osten der westliche Theil von Britisch-Jndien mit sämmtlichen Eisenbahnen und der von den Engländern projectirten Bahnlinie Quetta und Kandabar. Im Süden ein Theil von Beludschistan mit der Hauptstadt Kelat. Im Westen die östlichen Gebiete Persiens mit den von Mesched ausgehenden Straßenverbindungen nach Herat und Merw. Das strittige Grenzgebiet am Kufchk- und Murghabflusse, Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbstbefleckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dr. Retau’s Selbst- bewahrung. 80, Aufl. Mit 27 Abbild, Preis 3^. Lese es Jeder., der an den schreck« lichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom fichern Tode. Zu beziehen durch das Verlags-Magazin in Leipzig, Neumarkt Nr. 34, sowie durch jede Buchhandlung. 3479 ÄiHM)5'*' Mellung übrMmen. aniffwn Wm innnerbiener). , be VertrauliMten m Römh eld. Groß. Icicbstags-AbgeordMj , tiefe Trauer versetzt S f lerwaudlen des Afrikas Reiches Dr. RoM rtlaut: „Alles verloren, ommt Ium, beauftrag! in Zanzibar anMgi öcheirmi der oftaftika- auf dem heiWege M n, Reichard fmbem nschaftliche und ete igen Gegenstände M it, um seine Mllrch «Men ju fein. Diü entf'vrechen. Zn vic ÜM«, W raifliS Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen an der 2. vor dem Steinbruch gelegenen Schneise. Gießen, den 5. Mai 1885. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen 5303 A. Bramm. Vergebung von Strastenbauarbeiten. Die nachstehenden, zum Neubau einer Kreisstraße von Grü- mngen nach Lang-Göns erforderlichen Arbeiten des II. Looses (Gemarkung Holzheim) sollen durch den Unterzeichneten SamStag den 9. Mai d. I., Nachmittags 1 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Grü- ningen im Wege schriftlicher Sub- imffion vergeben werden, und zwar: 1) Erdarbeiten, veranschl. zu 810,— i 2) Maurerarbeiten „ „ 365,20 „ Pläne, Voranschlag und Beding- irrtgen sind auf Großh. Bürgermeisterei Grüningen einzusehen, woselbst auch bis längstens zu obigem Termine die Offerten verschlossen einzureichen sind. Gießen, am 29. April 1885. Der Kreisingenieur: Mittwoch den 13. Mai, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Ludwig Hosch Flur 1/751 31 Meter Hofraithe in der Sonne meistbietend versteigert werden. Gießen, den 21. April 1885. Großherzoglrches Ortsgericht- 3024 Müller. Ein Break mit verstellbarem Halbverdeck u. Patentachsen, zu verkaufen. 3495 Wo? sagt die Exped- d. Bl.___________ HerrenuKnalren- Strohhüte in allen modernen Farben und Fa^ons, in größter Auswahl empfiehlt 3506 I. Weitzenkorn. S Vollständiger Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe fertiger Herren, und Kimben-Kleider. Wegen Aufgabe meines Ladengeschäftes verkaufe ich, um möglichst rasch zu räumen, sämmtliche Herren- und Knaben-Kleiver unter Selbstkostenpreis. Mein Haus in bester Geschäftslage mit schönem, großem Laden 3486 steht unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen oder Laden zu vermiethen. M. Weiner, Giessen, Gcke der Marktstrafte und Wettergusse. NB. Auf meine werthen Kunden im Anfertigen nach Maß hat vorstehender Ausverkauf keinen Bezug. D. O. Geschäfts-Anzeige. Einer geehrten Einwohnerschaft Giessens und der Umgegend machen wir hierdurch die ergebene Anzeige, dass wir das von uns seit 20 Jahren an hiesigem Platze betriebene Stickerei- und Kurzwaaren-Geschäft (ohne Activa und Passiva) mit dem Heutigen an Herrn liOllis Walther hier käuflich abgetreten haben. Mit dem besten Danke für das uns unausgesetzt in so hohem Maasse geschenkte Wohlwollen und Vertrauen bitten wir dasselbe auch unserem Nachfolger gütigst zu Theil werden zu lassen. Giessen 3 5. Mai 1885. Hochachtungsvoll Geschwister Sauer. für W* s« 5 wl-g °r Wonnew *h cnpori^Ägjt uni>6 ÄiltÄiL11?®,” vMl ftj“™iefräti «äL tonnt, bau M« ° *®eg(n ü]d§ man braucht, da den Ui«! stick das Kraut da gezogen werben können, r Kederpflanzen. Alle ho Mistbeeten und Topfen g in*§ Freie oder in leer g Achts immer noch Mei Bereitschaft; die Mhc wi Ist der Rai h-ncfei Wen und Stangenbohne irften Blüthen ab, man er Kerguarlier sind die erst n'Oifencm Wetter stark un Im Blumentzar' lein, daß sie m's freie Lc ragen. Drangt das Am zegossen werden. Bei re Mächse, wenn dies nid mehr zu befürchten, so f iGeivlichshäuser von ihren freie M//M, bie 311 ®i bie Zöpfe bis etiutä über Jeilgeöckr Eine noch im guten jrltene Ladeafront Wluß ist billigst abz W Wilhe Unter Bezugnahme auf vorstehende Anzeige knüpfe ich daran die ergebene Mittheilung, dass ich das von genannten Damen übernommene Geschäft, unter der Firma Geschwister Sauer Nachfolger in unveränderter Weise für meine Rechnung fortführen werde. Mein ganzes Bestreben wird darauf gerichtet sein, durch aufmerksame, reelle und billige Bedienung dem Geschäfte den guten Ruf zu erhalten, dessen es sich seit seinem Bestehen zu erfreuen hatte. Giessen, 5. Mai 1885. Hochachtungsvoll 3490 Mermiethungm. 3494 In m. Hmterhause ein kl. Logis zu vermiethen. W. Ferber, Lindenpl. 5. 3492] Parterre-Wohnung, 8 Zimmer mit Zubehör und allen Bequemlichkeiten, zu vermiethen. H. Becker, Südanlage 7. —3499 Ein Zimmer vermiethet I. Häuser, Neuenweg 58. 3500] Logis, 3—4 Zimmer, pr. 1. Au- gust zu vermiethen. I. Heß, Teufelslustg. 3481 Ein Logis zu vermiethen. _ ^Metzger^Hofmann,^Wallthor.^ "3304] Zimmer, unmöblirt, mit Cabi- net, zu vermiethen- Wilhelmstraße 3. 3485 Der 2. Stock zu vermiethen- Riegelpfad 3. 3484 -Der zweite Stock zu vermiethen. Jacob Balser, Grünbergerstr. 3489] Große und Helle Werkftätte, auch als Lagerraum geeignet, zu vermiethen. I. Schmucker. Vermischte Anzeigen. Unentgeltlich ÄSÄ ö sucht mit und ohne Wissen vollst, z beseitigen. M. C. Falkenberg, Berlin 0., Rosenthalerstr. 62. [3483 Louis Walther. Z5 Circus A. Lorch =5 Bswald's Gatten — Gießen. Heute Dienstag, den 5. Mai, Abends 8 Uhr: Grosse Vorstellung. Auf viels eiliges «Verlangen wird das dressirte Schwein „Fritz" durch seinen Dresseur Mstr. Wo kau vorgeführt werden. Mittwoch Nachmittags 4 Uhr: Extra - Kinder-V'orStellung mit eigens dazu gewähltem Programm. Kinder zahlen Sperrsitz 60 H, Erster Platz 40 Zweiter Platz 25 Gallerte 15 H. Erwachsene volle Preise, haben jedoch ein Kind frei auf allen Plätzen. Abends 8 Uhr: ^aIna»Pam guter Familie, von heiterem Temperainent, wenn möglich musikalisch, denen es Vergnügen bereitet einige Zeit in einem lebhaften Städtchen (10,000 Einwohner) z>^ verweilen, ist Gelegenheit geboten, sich eine gute Freundin zu erwerben. Reflectireude werden gebeten, ihre Adresse mit Beifügung der Photographie unter Chiffre B. S. 214 an die Exped. d- Bl. zur Weiterbeförderung zu richten. Photographie folgt im Falle sofort retour._______________3480 Amerikanische Landkarten vers. grat. u. fco. — Buch „Englisch ohne Lehrer" gegen 50 H in Bfmkn. 2866 Th. Reiner, Hamburg. Redaction: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Dir heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Rafft «h und stets W geb" Qualitäten empfiehlt iber, 3486 ie», Mt haft ten haben. nd Vertrauen aw. Beilage ;u Ur. 104 des „Gießener Anzeiger". Arbeitskalender für den Gemüse-, Obst- und Blumengarten. Mai. So lange Eis und Schnee die Erde bedecken und kalte Winde heulen, sütd wir zufrieden mit getrockneten und eingemachten Gemüsen und Früchten, nach Kellerlust riechenden Kartoffeln u. s. w. Sobald aber die Erde das „Frühlingskleid" über ihren Körper zieht, so herrlich grünend, blühend rmd duftend, daß sie damit allen auf ihr lebenden Geschöpfen die Köpfe und Köpfchen verdreht, so erwachen im Herzen der Menschen auch unsagbare Gefühle nach frischem Gemüse, nach Spargel, Salat und dergleichen, und es wird daher jeder Gemüsegartenbesitzer wohl vorgesorgt haben, daß fein Garten im Wonnemonat vollständig ist und alle Beete besetzt sind. Mit der warmen Witterung, nach anhaltendem Regen wird das Unkraut üppig emporschießen, es ist daher Sorge zu tragen, daß dasselbe sofort entfernt wird. Gemüse muß behackt und bei großer Trockenheit begossen werden. Ein schwacher Jauche- grch bei trüben Tagen und nachheriger Guß mit reinem Wasser ist angezeigt. Wer Spargel hat, fängt an zu stechen. Bei jungen Anlagen lasse man den ersten Trieb stehen und steche die späteren; es ist überhaupt schädlich, vor drei bis vier Jahren nach der Anlage Spargel zu stechen. Ist im April der Winterkohl, Blätter- und Braunkohl nach nicht bestellt, so wird er vor Mitte Mai gefäet, ebenso macht man nochmals, um während des Sommers frische junge Gemüse zu haben, Aussaaten von frühem Kohlrnbl, Salat, Carotten, Spinat, Erbsen u. s. w. Rach den gefürchteten drei Eismännern fängt man mit der Bohnenaussaat an, die man nach 8 bis 14 Tagen nochmals legt; sind die jungen Pflänzchen der Bohnen heraus und tritt starker Frost ein, so ist es besser, nochmals zu legen, da man von Saaten, die durch Frost gelitten, nichts erzielt. Auch Herbst- und Winterrettig sind zu säen. Ebenso wird zu wiederholtem- mal zu verschiedenen Zeiten auch Kopfsalat gefäet, um auch dieses Gemüse stets frisch zu haben. Alle früher gemachten Aussaaten müssen durchjätet und behackt werden. Da voraussichtlich in den kommenden beiden Monaten Beete frei werden, so ist Sorge zu tragen, daß diese Beete wieder bebaut werden können; man säe frühen Wirsing und Kohlrabi. Gegen Ende Mai säe man Rapontica und Winter-Endivien, nicht zu viel, nur was man braucht, da beide Sorten leicht im Sommer schießen. Mitte und gegen Ende Mai siirbt das Kraut der Rübe ab, ein Zeichen, daß dieselben reif sind, weßhalb sie gezogen werden können, und verwende man die großen für die Küche, t)ie kleinen zum Wiederpflanzen. Alle höher ivachsenden Erbsensorten müssen Reifer erhalten. In Mistbeeten und Töpfen gezogene Gurken, Melonen, Zier- und Speisekürbisse werden in's Freie oder in leer gewordene Mistbeete gepflanzt. Da es in diesem Manat des Nachts immer noch frieren kann, so halte man zum Schutze dieser Culturen Töpfe in Bereitschaft; die Mühe wird reichlich gelohnt. Ist der Mai trocken, so müssen alle Gemüse nachhaltig begossen werden. Bei Erbsen und Stangenbohnen breche man die obersten Spitzen der Pflanzen mit den erften Blüthen ab, man erzielt dadurch früheren und gleichmäßigeren Ertrag. Im Erdbeerguartier sind die ersten Ranken zu entfernen und die blühenden Pflanzen bei trockenem Wetter stark und durchdringend zu begießen. Im Blumengarten werden die Saaten von Sommerblumen bereits so kräftig sein, daß sie in's freie Land geflanzt werden können, am besten bei trüben regnerischen Tagen. Drängt das Auspflanzen, so müssen die Beete vor dem Pflanzen tüchtig durchgegossen werden. Bei recht warmer Witterung werden alle schnell keimenden Sommergewächse, wenn dies nicht schon früher geschehen ist, gefäet. Sind keine Nachtfröste mehr zu befürchten, so können die Zimmerpflanzen in's Freie kommen und die kalten Gewächshäuser von ihren Schätzen entleert werden; man achte stets darauf, daß alle diese Pflanzen, die zu Gruppen zusammengestellt werden, recht luftig stehen und senke oie Topfe bis etwas über die Hälfte in's Land ein. Georginen, Gladiolen und andere Blumenzwrebelil sind, wenn dies nicht schon geschehen, zu legen. Topflilien sind gleich- bQnuVn * rcte £ < 511 Punzen. Decorationsgruppeu von Emmas, Riesenhanf und Mars werden angelegt Sämlinge von Topfnelken in Töpfe oder in's freie Land ge- pflanzt. Des Abends sind alle Pflanzen ;u begießen. Man jäte fleißig und luudc alles Rothwendlge und Hochwachsende an Stäben auf. Die Rasenplätze sind alle vier- zehn Tage zu mähen und nach dem Mähen zu walzen und zu begießen. Hat man Eoieu und Goldlack in Töpfen von der Juni-August-Aussaat, so werden diese letzt blühen, hat man abgeblühte Erocus- und Tulpenbeete, so sind dieselben umzugraben, Die Zwiebeln sind herauszunehmen, zu trocknen und an einem trocknen Orte aufzubewahren. Dre Beete werden sofort mit Sommergewächsen, als Levkojen, Astern bepflanzt, um tm Sommer und Herbst blühende Gruppen zu haben. , . Obstgarten Fortsetzung des Rindenpfropfens bei Kernobstwildlingen. Bei dm rm Vorjahre veredelten Bäumchen sind, wenn die Edelreiser kräftig wachsen, die wilden ^.rrebe unter denselben wegzubrechen, bei schwachen Stämmen einige zur Verstärkung derselben zu schonen. Bei den veredelten Bäumen ist der Verband zu lüften und nach zu entfernen. Die Edeltriebe sind an dem beini Abschneiden des Wildlings verbliebenen Stumpfe anzuheften. Kümmerlich wachsende ältere Bäme sind mriverdünnter Zauche zu begießen, sonst ist aber von aller Baumdüngung abzusehen. Sind die Reben nicht schon angeheftet, so muß dies jetzt geschehen. Am Zapfen läßt man nur die stärksten Triebe als künftige Tragreben stehen und bindet sie in schräger Richtung auf. 0 Vermischte-. ,, —e;r Offenbach, 2. Mai. [VHI. Verbandsschießen.) Gestern Abend 6 Uhr hielt das Eentraleomit^ für das VIII. Verbandsschießen unter Vorsitz des Herrn Huppe m dem oberen Saale der „Bavaria" wiederum eine Sitzung ab, in welcher zunächst von der,Baucommission aufgestellte Budget, zu welchem Herr Baurath Raupp die nothlgen Erläuterungen gab, geprüft und genehmigt wurde. Die von dem Baucomit6 ln Uebereinstimmung mit der Finanzcommission geforderte Summe für Festhalle ( - Meter groß), zwei Bierhallen, Gabentempcl, Decorationen rc. rc. beziffert sich aus 19,872 Mark. Besonders erwähnenswerth ist, daß die Festräume, sowie der ganze Festplatz, mit elektrischem Licht beleuchtet werden sollen, ivodurch der Platz, in den be- kaniitlich auch der naheliegende Weiher einbezogen ist, bei gutem Wetter einen geradezu feenhaften Anblick gewähren wird. Herr Elemens Knipp berichtete hierauf über die bisherige Thatigkeit des Wirthschaftscomitäs. Ein von ihm vorgelegter Vertrag mit dem Kapellmeister Herrn Kern in Mainz, der durch feine Concerte in der Schlosser- schen Liegenschaft noch in bestem Andenken steht, wurde einstimmig genehmigt. Die Kapelle ist 42 Mann stark. Außer der Mainzer Militärkapelle wird unsere Feuerwehrkapelle und wahrscheinlich noch ein drittes Musikchor concertiren. 3ur Uebernahme der Festwirthschaft haben sich bis jetzt sechs Wirthe gemeldet; Abschluß ist noch nicht "'folgt. Die Platzcommission, über deren Thätigkeit Herr Weber Bericht erstattete, hat bereits 850 Mark an Platzmiethe von Schießbuden-, Carrousselbesitzern rc. vereinnahmt Die Eommisston rechnet auf eine Einnahme von mindestens 2600 Mark. Herr Seid wurde zum Ankauf von 60 Bechern, 30 für Stand- und 30 für Feldscheibe", wie sie das Schleßcomit^ ausgesucht und wie sie der Versammlung vorgezeigt wurden er- machtlgt. Die Becher sind sehr schön und repräsentiren einen ganz ansehnlichen Werth. Zrim Schluß wurde bestimmt, daß, sofern nicht häufigere Sitzungen nöthig werden Mn^O'restag, Abends halb 9 Uhr, eine Sitzung des Eentralconütäs stattfinden soll Mit lebhafter Freude wurde die Mittheilung begrüßt, daß die Stadtverordneten-Ver- sammlung am Donnerstag Abend einstimmig einen Preis im Werthe von 500 Mark für das Verbandsschießen bewilligt hat. Derselbe besteht in einem Tisch und sechs Suchten, dre ein Product heimischen Kunstfleißes sein und thatsächlich einen weit höheren Werth, als oben bezeichnet, haben werden. Herr Director Schurig wird seine Kunst, die Pyrographie, dabei wieder zu besonderer Ehre bringen. ich das von t gerichtet sein, n es sich seit .er. MuiA Srmtfidltn, * »M ,j daft-ri" ZW oerbeii. M 7^aüNrli” Ieikgeöotenes. Eine noch im guten Zustande erhaltene Ladenfront mit innerem Verschluß ist billigst abzugeben bei 3213 Wilhelm Klee. RafiTee roh und stets frisch gebrannt, in besten Qualitäten empfiehlt Ludw. Pfeil, 3000 Neuenweg. □ Bergmann & Co.’a 8 | Lilienmilch. 8 ” neuestes Product von überraschender 0 Wirkung gegen Sommersprossen, q Finnen, Flechten, Mitesser etc. Er- g folg garantirt. 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Sprechstunden täglich von V3I bis V22 Uhr Wir machen aufmerksam auf § 49 des Krankenkassengesetzes, betr. Anmeldepflicht der Arbeitgeber, und theilen gleichzeitig mit, daß unser Kassenbote non jetzt an bei den Beiträgeerhebungen stets Anmeldeformulare zum Aus- Wen bei sich führt, sowie daß solche auch bei Herrn Conrad Stein- häufer. Weidengaffe, unentgeltlich zu haben sind. 3339 Der Vorstand. g|g|r dieses Haus- hat eme ebenso . “ grosse Zahl ähnlicher Präparate als Nachahmer hervorgerufen, welche sich nicht entblöden, Verpak- kung, Farbe und Etiquette in täuschender Weise herzustellen. Die Packete des ächten Stollwerck sehen Fabrikates tragen den vollen Namen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen durch ausgelegte Firmen-Schilder. KautschsE-Fußboden-LrE H mit Farbe. § Zum Selbftlackiren von Fußböden und aller Arten Geräthe 5 *Z gießt es nichts besseres als: ~ | H HOEXTER’s Kautschuck-Fussboden-Farbe. ? 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