w Nr. SS. Freitag den 6. März L88S Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. —------------------------------- ' ■ ~~7 TTZ» I I «reiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. V^urean r Schulstraße 7. Erscheint täglich mtt AnLnahnre des Montags. $>ur^ die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. , ——ac fyiniBwn————ma—R ----X----- ■ ------------------------------------ öller. die Zweite Kammer der Stände des GroßherzogthumS nach- der Grotzh. Ministerien des Jnmrn und der Justiz und der 1 unter Parteien mit gleichem Wohlwollen enlgegengekommen und gebühre in Oesterreich keinem Volksstamme und keiner Partei die ausschließliche Herrschaft. EL ist die« der reine Hohn auf die deutschliberale Partei, denn sie kann von dem „gleichen Wohlwollen" der Regierung des Grafen Taaffe ein Liedchen singen. Im Uebrigen lasten die Ausführungen Dunaiewski's erkennen, daß an einen Systemwechsel in Oesterreich vorläufig nicht zu denken ist und werden also die Deutschen auch fernerhin da« Aschenbrödel unter den Völkerstämmen de« Kaiserstaates spielen. m Die französische Deputirtenkammer hat am Montag die neuen Getreibezölle im Ganzen angenommen, was einen entscheidenden Sieg des Cabi- netS Ferry in der inneren Politik bedeutet. In einigen Tagen roiro die Kammer an die Frage de« Listenscrutiniums herantreten und zwar handelt es sich in erster Linie darum, wann die Neuwahlen auf Grund des Listenscrutiniums stattfinden sollen- Die Kammer soll der Ansicht zuneigen, daß dieselben am Besten im September oder spätestens im Oclober d. Js. vorzunehmen feien, während die Regierung diesen Termin aus gewissen Gründen noch weiter hinaus verschieben möchte; indessen dürfte hierbei schließlich doch die Kammer mit ihrer Meinung durchdringen. , . . m . In der Schweiz findet gegenwärtig eine große Anarchisten - Razzia statt. Nachdem erst vor ein paar Tagen in Bern 10 Anarchisten au« dem Zuge heraus, mit dem sie eben abfahren wollten, verhaftet worden sind, ist daselbst am Montag die Verhaftung von noch zwanzig anderen Anarchisten erfolgt. Die meisten derselben sind leider Deutsche. Außerdem wurde in Genf bie Druckerei de« anarchistischen Journals „La Rövolte" — der Name sagt schon genug — von der Polizei geschloffen, unb alle vorgefundenen Papiere sind mit BeWag belegt worden. ______________________ Politische Ueberficht. GieHen, 5. März. Der gestrige 4. März bildet einen bedeutungsvollen Wendepunkt in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Nordamerika — der neue Präsident Gr over Cleve land hat an diesem Tage in seierlicher Weise sein Amt an- getreten. Zu diesem Zwecke hatte sein Vorgänger, Präsident Arthur, den neuen Senat zu einer außerordentlichen Session nach dem Weißen Hausse m Washington einberufen, und hier leistete Cleveland Den von der Verfassung vor- geschriebenen Eid. Gerade der diesjährige PräsidentschastSwechsel darf auf eine erhöhte Bedeutung Anspruch machen; denn seit dem Jahre 1860, m welchem als Candidat der damals neu begrünoeten republikanischen Parte,, Abraham Lincoln, das „Weiße Hau«" bezog, hat die jetzt besiegt- republikanische Parte, ununterbrochen die Zügel dek Regierung in Händen gehabt, und gestern nimmt nach 25 Jahren zum eistenmale wieder ein Demokrat den Präsidentenstuhl ein. Die allmälig immer mehr um sich greifende Verderbniß und die schonungslose Ausbeutung der Aemter durch die Republikaner führten ihren Sturz herbei und speciell das deutsche Element wär es, das dagegen Opposition erhob. Als namentlich die Republikaner den übel beleumdeten Blaine als Candidaten für die Präsidentschaft aufftellten- da wandten sich fast alle befferen Elemente Cleve- land zu, den die Demokraten zu ihrem Bannerträger erkoren hatten. — Präsi- bent Cleveland, der als Gouverneur von New-Dork die Feuerprobe eines unbestechlichen Beamten glänzend bestanden hat, ist kein Schwächling, sondern ein starker in der vollen Manneskraft stehender energischer Mann, aus den man allgemein da« Vertrauen setzt, er werde den verrotteten Zuständen der amerikanischen Verwaltung ein Ende machen. Da« ist indessen eine solche Mesenaus- gäbe, da das Unkraut in üppigster Blüthe steht, daß ein radikaler Umschwung nicht mit einem Male erwartet werden darf, sondern nur allmälig eine Besserung angebahnt werden kann. Gerade weil Cleveland nicht al« Candidat einer einzigen geschloffenen Partei, sondern als Compromtß«Candidat zweier einander noch schroff gegenüberstehender Gegner, der Demokraten und der unabhängigen Republikaner gewählt worden ist, wird seine Stellung um so schwieriger sein, und die ihm feindlichen Republikaner haben schon sroh darauf hingewiesen, daß selbst ein Cleveland solchen Schwierigkeiten nicht gewachsen sein dürste. Wir hoffen indessen, daß sich dies als ein gründlicher Jrrthum erweisen wird; denn die gebührende Geltendmachung des deutschen Elementes in de« Vereinigten Staaten steht mit der erfolgreichen Durchführung der Reformen Cleveland's im engsten Zusammenhänge. Besonders die Deutsch-Amerikaner waren es, welche sich von der verrotteten republikanischen Partei abwandten und einem Manne bei der Präsidentenwahl zum Siege verhalfen, von dem sie bestimmt voraussetzen konnten, daß er mit starker Hand eine Versöhnung der Intelligenz und Moral »m staatlichen Leben fördern werde. Da im Senat die Republikaner noch eine geringe Majorität besitzen, so ist dadurch ohnehin dasür gesorgt, daß das erwar- Ute Reformwerk des neuen Präsidenten keine allzuschnellen Fortschritte mache. — Leber die Entscheidungen von ganz bedeutender Tragweite, welche in nächster Zeit aus wirthschastlichem Gebiete und in der auswärtigen Politik getroffen werden müssen, läßt sich noch kein bestimmtes Urtheil sällen. Daher ist es sehr erklärlich, daß die Antrittsbotschast des Präsidenten nicht nur in Amerika, sondern auch in der ganzen civilistrten Welt mit großer Spannung erwartet wird. Wiederum hat am Montag vor dem Reichsgerichtshof zu Leipzig ein Landesverraths-Proceß begonnen, der aber dem Publikum in seinen Einzelheiten nicht in dem Maße bekannt werden wird, wie dies bei dem Proceß gegen Hentsch und Kraszewski der Fall war, weil diesmal die Oeffent- lichkeit der Verhandlungen ausgeschlossen ist. Es handelt sich in dem vorliegenden Falle um die Veruntreuung geheimer militärischer Acten, welche sich auf die Mobilmachung der 8. (rheinischen) Armee-Corps beziehen. Angeklagte sind der Kaufmann Gustav Janssens aus Lüttich und der Geschäftsmann Adolph Knipper aus Birkenfeld, welche sich eines früheren Sergeanten, Namens Schneider aus Münster, bedienten, um sich in Besitz der Acten zu bringen. Im Ganzen find 12 Zeugen vorgeladen, unter ihnen mehrere preußische Oificiere. Da, wie schon erwähnt, die Oeffentlichkeit der Verhandlungen ausgeschlossen ist, so vermag die Presse über den Proceß nur das Urtheil mitzutheilen, welches für Donnerstag oder Freitag erwartet wird. Seit voriger Woche wird das österreichische Abgeordnetenhaus durch die Budgetoebatte in Anspruch genommen, welche der Regierung scharfe Angriffe Seiten« der Linken eingebracht hat. Am Montag übernahm es der Finanzminister Dunajewski, diese Angriffe zurückzuweisen und gestaltete sich sein- Rede zu einer umfaffenden Darstellung der gegenwärtigen politischen Lage in Oesterreich. Natürlich beleuchtete der Minister dieselbe vom Stand- punkte der Taaffe'schen V-rsöhnunqspolitik aus und daß er die Erfolge dieser Politik glorificirle, darf daher nicht Wunder nehmen. Etwas mehr als naiv klang e« aber doch, wenn Herr Dunajewski versicherte, die Regierung sei allen Deutschland. Darmstadt. 3. Mir». Mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Ist an °**------ k— '3aÄW*“’ rarn6h»rinflthtmia naib- stehende Proposition der ----- ■ M'Ärt Dön SN' SLj-AtzK --^WS-Lri-tze. ahnkles Terte stets Ms mehtr ffln R°dberg »onätht ’tta werben jchrG, bejotj ■■ Sfet, Rübsawen mit schnstüchen Arbeiten m 'm sucht bei einem GesGi Rechtsanwalt gegen mäßic 1 seinen freien Abendstuch iß. Mm Auskunft ertb« wnn Karl Schulze, M bis 2 tüchtige"WagU inen sofort Arbeit erhalten! Äarl Wunder, ______WagnermePer. F ^Jn^dem Hauptvoranschlag der Staats-Einnahmen und -Ausgaben pro 1885/88 ist unter Kapitel 119 Titel 2 der Betrag von 200 000^ für Errichtung eines chemischen Laboratoriums an der Landes-Universität eingestellt, dabet jedoch von Errichtung einer Wohnung des DtrectorS in dem Gebäude abgesehen worden, weil man von der Ansicht ausgtng, daß letztere in dem dermaltgen Laboratorium verbleiben könne. Inzwischen hat der Direktor des chemischen Laboratoriums in dem seinem Hauptinhalt nach abschriftlich beiliegenden Berichte das dringende Ersuchen gestellt, die DtrectorS- wohvung mtt dem Laboratorium zu vereinigen, beziehungslose eine solche in der unmittelbaren Nähe desselben zu errichten, und konnte die Regierung das Gewicht der hierfür geltend gemachten Gründe nicht verkennen. Dazu^ kommt, daß das Gebäude, in welchem sich daS chemische Laboratorium befindet, überhaupt so defect ist, daß die Einrichtung der Wohnung des DirectorS in demselben sehr bedeutende Kosten ver- ursachen würde- nd fon)te Unzulänglichkeit der dem Institute zur VerAguvg stehenden Räume waren die Veranlassung, daß von Ueberwetsung der früheren Dienstwohnung an den neuernannten Director abgesehen und deren Verwendung für JnsttttttS- zwecke gestattet werden mußte. Dem Director mußte hiergegen eine MtethsentschLdtg- ung von jährlich 1000 JL bewilligt werden. Diese wird indessen wegfallen, sobald er in den Genuß der neuen Dienstwohnung gelangt. . _ Nach dem nebst Bauplan vetltegenden Kostenüberschlag wird der projectirte Bau der Dtrectorswohnung, für welchen daS erforderliche Terrain bei der neuen Aula vorhanden ist, einen Kostenaufwand von 34,200 erfordern. Die unterzeichneten Ministerien richten hiernach mtt Allerhöchster Ermächtigung Sr- König! Hoheit des GroßherzogS an die Stände des GroßherzogthumS, zunächst au die zweite Kammer daS Ansinnen, m Ihre Zustimmung zur Ausnahme der bezeichneten 34,200 JL für den Bau einer Dienstwohnung des DtrectorS deS chemischen LaboratortuwS an der LandeSuntversität in daS Staatsbudget für 1885-88 Kap. 119 Titel 2 zu erthetlen. t . —L Darmstadt, 3. März. ^Zweite Kammer der Landstande, außerordentliche NachmtttagSsttzung.j Diese außordentltche Sitzung fand^zwecks und Besprechung der Interpellation deS Abg. Metz (Darmstadt) die ^hohung und Verstärkung der Rb-tvdSmm- bett-, statt. Gleich zu Anfang erklärte ^st-rtalr°ty Weber, daß ein Pioject für die V-rftS'kung und Erhöhung b" RhetndSmm-toedeu bei der Regierung in Bearbeitung sich befinde und f-hr beschleunigt werde, um noch Im Laufe dieser LandtaaSperto^e vorgelegt werden zu können. , . Aba. Metz ist mit dieser Versicherung der Regierung Mfrieden glaubt ledoch nochmals ^t'hunlichste Beschleunigung der Arbeiten Angesichts der stets drohenden Wasser- Schröder bei dem Stand ber e*nuf‘roc'läc" ba$ 7d'an'kg7^!ssm und ^nächste Sitzung auf Mittwoch Vormtttaa anberaumt. -! 4 März sZweite Kammer der Landstände/s Zur B^rathung kam beute Kav^^'^ Technische Forstverwaltung und Forstschutz- worüber gestern ein nff aefafet tonnte Die Debatte drehte sich heute, wie gestern, fcaupb FsÄ1«UfHm? teh» ©ermfnberunß der stehenden Forstmeisterstellen. Abg. “nbetSelne Sebcntin in der Befestigung, da dt-jer Dtenstzw-ig voll. Nr. 9 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 28. Februar, enthält: sNr. 1590.1 Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Griechenland. Vom 9. Jnlr 1884. Gießen, am 4. März 1885. Großherzogliches Kreisami Gießen. p Dr. Boekmann. »ßmtztchrahe, sich in Anfertigung w -polieren, Sutten, Mm jen, WaMen unb am Zach emschchckn AM cherung prontpioM^ dediemng-______ in braoelMdcheu M zum 25. Mr; für eint M sucht-, . , p die Erped- b. Bl- . “•Ä'« r^L--'7 Dnf fi S- HaS.S pr nie ns-’0 ina beitu’Teintrelcn. "" Heinrich Oesterreich. Triest, 4. März. Sämmtliche Heizer des „Lloyd", 400 an der Zahl, sinken und zwangen die aus Venedig gekommenen Heizer, auch zu striken- Die Lloyd-Direction telegraphirte an das Kriegs Ministerium um 150 Heizer und requirirte von der Agentie in Konstantinopel 150 türkische Heizer. (Fr. Ztg.) Berlin, 4. März. sReichstag-l Der Reichst«- begann heute die dritte Lesung des Etats. Die Tribünen waren überfüllt und auch das HauS war sehr gut besetzt, frenn an einer später erfolgenden Abstimmung bethetligten fich 329 Mitglieder. Nachdem Abg. Liebknecht lSoc-Dem.) einige von seinem Standpunkte au- recht geschickte Bemerkungen über die allgemeine politische Lage gemacht hatte, kam beim Etat des Auswärtigen Amtes der viel umstrittene -weite Dtreetorpostm -or Verhandlung. An dieser bethettigteu sich die hervorragendsten Redner aller Parteien mit ruhigen, sachgemäßen Ausführungen und eS würde sicherlich nicht zu einer Erregung der Ge- müther gekommen sein, wenn nicht der Aba. Wöllwarth (Reichspattei) dienach dem Beschluß deS 15. December etngetretene Entrüstungsbewegung in etwas zu krassen Farben geschildert. Im Schwabenlande, führte er auS, habe die Entrüstung einen Grad angenommen, daß es ihm kaum als eine Ehre erschienen sei, Mitglied deS RetchS- lsgeS zu sein und daß er die Empfindung habe, daS Volk würde einem etwaigen Staatsstreich der verbündeten Regierungen gegenüber kaum Widerspruch erheben. Diese Aeußerung fand eine derbe Abfertigung Seitens des Abg. P ay er (VolkSp., gleichfalls Schwabe), der unter stürmischer Heiterkeit des Hauses einige Spectalfälle davon vor- lÜhrte, wie die Entrüstung manchmal zu Stande gekommen sei. Abg. Eugen Richter (dfr.) legte dar, daß es sich bet den 20,000 Jü um keine Prtnctpielle und keine Vertrauensfrage gehandelt habe und noch handle, sondern lediglich um eine technische Angelegenheit- Der Reichskanzler habe einen HilfSarbetter in die Dtrectorstelle berufen, so daß eS sich nur noch darum drehe, ob dieser Hilfsarbeiter dauernd angesiellt werden und Direktor heißen solle. Unbeeinflußt durch den Adressen- siurm werde die Mehrzahl seiner Partei gegen die Bewilligung der geforderten Summe, eine Minder heil dafür stimmen. Für diese letztere entwickelte Abg. Rickert die Gründe, der dabei betonte, daß die Angelegenheit lediglich eine untergeordnete und eine budgetmäßige sei. Namens des Cenirums erklärte Abg. v. Franckenftein, daß dasselbe, wie in Ler zweiten Lesung, ablehnend votiren werde, ohne damit ein Mißtrauen ausdrücken zu wollen. Einen Grund zur Aenderung seiner Haltung könne da« Centrum am allerwenigsten in den maßlosen Schmähungen gegen den Reichstag erblicken, welche die .wfficiöse Presse so sorgsam gesammelt habe. Weitere Erklärungen, ohne jedoch damit neue Momente vorzubringen, gaben l>te Abg. v. Helldorf, Windthorst, Graf Doenhof, v. So Ilmar und Langer erth von Simmern. In namentlicher Abstimmung wurde danach die Position von 20,000 für den Zweiten Director mit 172 Stimmen gegen 153 Stimmen angenommen. Dafür stimmten die beiden conservatioen Parteien, die Nationalliberalen und von den Deutsch-Freisinnigen die Abg. Meyer (Halle), Münch, Witt, Witte, Struve, Dr. Siemens, Thomsen, Schlüter, Rickert, v. Forckenbeck, Schrader, Wilbrandt, Behm, Bctsert, Broemel, Faehrmann, ständig überflüssig sei und von den Oberförstern versehen werden könne. Er bitte weiter für die Oberförster GehattSklassen wit einem DurchschntttSgehalt von 3500 JL und einem Maxtmalgehalt von 4500 «X festzusetzen. Abg. Theobald beleuchtet näher den Dienst der Forstmeister, die in jeder Weise entbehrlich und ganz so, wie Abg. Osann gestern bemerkt, Briefträger zwischen Ministerium und Oberförstern seien. Ihre Hauptbeschäftigung bestehe darin, in ihrem Bezirk umherzufahren und sich hm und wieder zu zeigen. Auch er kann sich nicht für Beibehaltung dieses Jnst'tutS aussprechen. Er bittet am Schluß seiner Ausführungen um Erweiterung der Competenzen der Oberförster soweit, daß nicht Gemeinden wegen Verabfolgung von Laubstreu bet dem Ministerium einzukommen haben. Ministerialrath Draudt bestreitet, daß derForstmetsterdienst so idyllischer Natur sei, wie der Abg. Theobald soeben dargestellt; chr Dienst sei mindestens so anstrengend wie derjenige der Oberförster. Außerdem bestände diese Beamtenkategorie tu Preußen, Bayern, Württemberg und Baden. Die Abgeordneten Kugler und Arnold schließen sich dm Ausführungen des Abg. Theobald an, während Abg. v. Wedekind im Sinne der Regierung austritt. Bet der Abstimmung genehmigte man unter Ttt. 1 die Besoldung für 9 Forstmeister im Bettage von 40,500 und ebenso die für Besoldung und Zulage der Oberförster, Lit. 2, geforderten 238,363 16 H tncl. des Zuschusses von 1200 JL. für diese beiden Posten, unter der Voraussetzung, daß die vorhandenen 80 Stellen beider Titel in fünf Gehaltsttossen mit je 16 Inhabern von 2500 , 3000 , 3500 , 4000 , 4500 JL nach Ihrem Dienstalter von der Anstellung als Oberförster an eingethetlt werden. Wetter wurden noch für Bureaukosten, Vergütung von Pserdffourage re. 101,639 69 eingestellt. Die Kammer richtete ferner an die Regierung das Ersuchen, genaue Ermittlungen darüber anzusttllen, ob die Stellen der Forstmeister als Localstellen nicht ganz beseitigt oder doch die dermalen noch vorhandenen Forstmeistcrstellen nicht demnächst ohne Nach- thetl für daS öffentliche Jntereffe mit Rücksicht auf die rein begutachtende Stellung dieser Beamten wenigstens vermindert werden können und sodann über das Ergebniß dieser Untersuchung demnächst Mtttheilung, bezw. Vorschläge zu machen, sowie Beschluß darüber zu fassen, ob nicht die in ihrem Verwaltungsbezirke ungemein geringfügige Oberförsterei König demnächst eingezogen werden kann. Kap. 98, „Allgemeine Kosten der Forstverwaltung, welche sich nicht speciell auf die Großh. Hausdomänen beziehen", wird sodann mit 11880 JL eingestellt. Bet Kap. 99. „Verwaliungskoften der directen Steuern und direkten Auflagen", gelangte man zur Diskussion über die beantragte widerrufliche Anstellung der Steuer- commissartats-GehMfen. Abg. Pennrich schlug vor, die Zahl der anzustellendeu Ge- hülfen auf 31 statt auf 20 zu erhöhen. Abg. Ellenberger dagegen warnt, eine zu große Anzahl von Leuten avzu- stellen, welche nach Verlassen der Schule sofort als Gehülfen bei den bett. Aemtern einträten und nun mit 29, 30 Jahren ohne Examen mit 1200 zur Anstellung gelangten , während ältere Beamte, wie z. B. Steueraufseher, solche Gehalte nicht bezögen. Abg. Ohly bedauerte, daß bei jeder Budgetberathung, wenn es sich um Ver- willigvng einiger 100 zur Erhöhung der Gehalte der niederen Beamten handle, sofort Stimmen im Hause gegen solches Vorgehen sich gellend machten, und wird sodann der Antrag des Ausschusses, wonach bei diesem Kapitel "866,760 JL 12 H eingestellt und die nachgesuchte Ermächtigung dafür ertheilt werden soll, daß höchstens 20 Steuercomm ssariatsgehülfen auf Widerruf angestellt werden, einstimmig angk- vommen. Es ist bet letzterer Verwilligung jedoch Bedingung, daß die jeweiligen effecttven Dtenstbezüge dieser Gehülfen, deren Höhe stets von Großh. Regierung formell sestzustrllen sein wird, bis zu einem Maximalbetrage von 1200 «X ihr pensionSfähigeS Einkommen zu bilden haben. Voraussetzung zu dieser Anstellung muß eine 15jährige Verwendung aI6 Gchülfe gegen Bezahlung bei einem Steuercommtffariat zur vollen Zufriedenheit in dienstlicher wie außerdienstlicher Beziehung sein. Zu Kap. 100, „Kosten des Katasters", wird die Summe von 84,750 unter der Ermächtigung vecwtlligt, daß im Falle der Honorirung einzelner Geschäfte an auswärtige Katafterämter aus besonderen Gründen nothwendig erscheint, eine Ueberschreitung der bewilligten Summen gerechtfertigt sein soll. Kap. 101, „Localbaubeamten". Mtnisterial-Präsident Weber betonte die Noih- wendigkeit der geforderten Localzulagen für die KretSbauaufseher und bedauerte den von dem Ausschuß vorgenommenen Strich von 3000 JL Er beklagt lebhaft, daß dem KreiSbaumeister zu Offenbach die besondere Vergütung von 600 «X für Aufsicht über die Schiffbrücke daselbst nur bis zur Eröffnung der festen Brücke zugesichert ist. Nachdem Abg. Schröder nochmals den AuSschußantrog befürwortet hatte, genehmigte die Kammer diesen Antrag und stellte also bet diesem Kap. die Summe von 95029 vÄ ein. Morgen Vormittag 9 Uhr findet die Fortsetzung der Derathung statt. Darmstadt, 4. März. Herr Oberbürgermeister Ohly hat die Vertretungen der hessischen Städte auf nächsten SamStag, den 7. März, zu einer Conferenz nach hier etnaeladen. Gegenstand derselben soll der Gesetzentwurf über die Gemetnde- umlagen sein. Hoffmann, Horwitz, Lipke, Lorenzen, Panse, dagegen die übrigen Deutsch- Freisinnigen, daS Cmtrum, Polen und Welfen und die Socialdemokraten. Bet der darauf fortgesetzten Etatsberathung wurde das in zweiter Lesung beanstandete General-Consulat in Capstadt, nach erteilter Information, nunmehr fast rtv«- sttwmig bewilligt, dagegen verblieb eS bet den Beschlüssen der zweiten Lesung bezüglich des Consulats m Korea, wofür statt geforderter 45,000 nur 30,000 und bezüglich deS Covsulats in Apia, wofür gegen geforderte 77,000 JL nur 44,000 JL bewilligt wurden. In der Discussion dieser beiden Posten kam eS zu einer ziemlich scharfen AuS- einandersktzung zwischen den Rednern der deutschfrerfinnigen Partei, Abg. Bamberger und Richter und den Sprechern der Nationalliberalen, Abg. Kalle, Woermann und Hammacher, bezüglich der mit der Colonialpolitik der Reichsregierung zusammm- hängenden Bestrebungen, wobei fich Abg. Richter speciell gegen den Abg. Kalle wandte, der ohne Roth und zwingende Veranlassung vielleicht nur um zu der letzten großen Rede des Reichskanzlers einen Commentar zu liefern, von dem Neid und der Mißgunst Englands in Bezug auf die deutsche Colonialpolitik gesprochen habe. Nächste Sitzung morgen, Fortsetzung der dritten Lesung des Etats. Telegraphische Depeschen. Wolst's telegr. Correspondenz - Drrrean. Berlin, 4. März. Der „Germania" wird aus Rom gemeldet: Kardinal Ledochowski wurde zum Secretär der Breven ernannt an Stelle des verstorbenen Kardinals Chigi. Leipzig, 4. März. Im Landesverraths-Processe Janssens - Knipper wurde die Beweisaufnahme heute beendigt. Morgen finden die Schlußvorträge statt. Die Feststellung des Urtheils und dessen Verkündigung ist für Samstag in Aussicht genommen. München, 4. März. Das Pafsamr Gericht hatte eine Locomotive und vier Waggons der österreichischen Staatsbahn in Passau gepfändet. Hiergegen war von der bayerischen Regierung aus Grund des Rechtes der Exterritorialität der Competenz-Conflict erhoben worden. Der Gerichtshof zur Entscheidung von Competenz-Conflicten hat nunmehr die Paffauer Gerichte zur Anordnung der Zwangsvollstreckung an einem ganzen Eisenbahnzug der österreichischen Staatsdahn für zuständig erklärt. Zanzibar, 4. März. Der deutsche General-Consul Gerhard Rohlss hat dem Sulturr, sowie den hier residirenden Consuln die Mittheilung zugehen laffen, daß das westlich von Zanzibar liegende, von der Gesellschaft für deutsche Colonisation erworbene Gebiet unter deutsches Protectorat gestellt sei. Zur Ausübung der Jurisdiction ist ein dem General-Consulat unterstellter Beamter ernannt. London, 4. März. Die „Times" drückt die Hoffnung aus, daß die zwischen England und Deutschland bestehende diplomatlsche Spannung bald verschwinden werde. Mißverständnisse obwalteten unzweiselhast auf beiden Setten. In den unbebauten Strichen der Erde sei Raum genug für England und Deutschland. Es sei kein Grund vorhanden, weshalb sie jenseits der Meere, wo immer sie sich begegnen, nicht ebenso befreundet sein sollten, als sie lange Zett in Europa gewesen seien. — Die „Times" meldet aus Philadelphia von heute, das Cabinet Cleve- land's sei wie folgt zusammengesetzt: Bayard Auswärtiges, Manning Finanzen, Lamar Inneres, Whitney Marine, Endicott Krieg, Vilas General-Postmeister, Garland Justiz. Das Cabinet wird Cleveland's Anschauungen zu Gunsten der Einstellung der Silberprägung unterstützen. — Der Colonial-Secretär in Fidschi, Thurston, ist zum britischen Com- missar für die Verhandlungen, betr. die Lösung der internationalen, die englischen und die deutschen Jntereffen aus den westlichen Südsee-Jnseln berührenden Fragen, ernannt worden. — Das neue Blaubuch über die suoasrikanischen Angelegenheiten enthält eine Depesche Lord Granville - an den Botschafter Dtalet über eine Unterredung mit dem deutschen Botschafter Grasen Münster. Lord Granville habe dem deutschen Botschafter versichert, daß die britische Expedition nach dem Bechuana- Lande in keinem Zusammenhänge mit der deutschen Colonial-Bewegung in Angrr Pequena stehe. Die britische Regierung erhebe keine Einwendung gegen die Ausdehnung der Deutschen in Angra Pequena, gegen das Protectorat über die Küste des Damara- und Ramaqua-Landes selbst bis zum 20. Längegrade. Was die von Deutschland erworbene Stellung im Kamerun-Gebiete anbelange, so betrachte die britische Regierung die Anwesenheit Deutschlands in der Nachbarschaft ihrer jüngsten Erwerbungen im Gebiete des Oel-Flusses, sowie die Ausdehnung seiner Besitzungen nach den oberen Gewäffern des Kalabar - Flusses ohne Eifersucht. — Bei dem in der Nacht zum 3. d. Mts. in der Nähe von Usworth stattgehabten Gruben-Unglück sind, wie nunmehr festgestellt ist, 36 Grubenarbeiter um's Leben gekommen. Paris, 4. März. Der „Temps^ meldet aus Hanoi vom 3. d. M.: Nach her Einnahme von Langfon ergriff General Negrier Maßregeln zur Verfolgung der Chinesen. Eine Reihe Nedouten deckte die Straße nach China. Negrier griff dieselben am 24. Februar, Vormittags 9 Uhr an. Nachmittags um 3 Uhr zogen sich die Chinesen zurück und ließen einen Theil des Kriegsmaterials zurück. Die Armee von Aun-Nan befehligt Luvink-Phuoc. Gegen diesen marschirt Briere de l'Jsle. Courbet ging nach der Demonstration bei Chinkai nordwärts, ließ aber mehrere Schiffe zur Beobachtung vor dem Flusse Ningpo zurück. — Mehrere Zeitungen melden, Ferry werde beantragen, daß die Kammer nächsten Freitag eine Sitzung halte zur Berathung der Verträge von Hue-Kampodge. Es komme darauf an, die Verträge schnell zu ratifiziren, da die Negierung bereits die Gewißheit erhalten habe, daß zwischen dem Hof von Hue und den Chinesen ein Einverständniß bestehe. — Stach Shangai wurde aus Ningpo tele- graphirt, daß die französische Flotte bei der Insel Deadmen vor Anker liegt. Zwei französische Torpedoboote versuchten sich der Seestadt Chinae zu nähern, wurden aber durch heftiges Feuer der Chinesen daran verhindert. Washington, 4 März. Cleveland wurde heute als Präsident installirt- Derselbe appellirt in seiner Antrittsadresse an die Bürger, ihn in der Ausübung seines Amtes zu unterstützen; er hebt die Nothwendigkeit hervor, in der Verwaltung und im Privatleben des Volkes Sparsamkeit zu üben und in keiner Weise von derjenigen auswärtigen Politik abzuweichen, welche durch die Geschichte und die Tradition das Gedeihen der Republik gefördert habe. Diese Politik sei die Politik der Unabhängigkeit, begünstigt durch die Lage des Landes, seine Gerechtigkertsliebe, seine Macht — die Politik des Friedens, welche den Interessen des Landes und seiner Neutralität angemessen sei und sich jeder Betheiligung an auswärtigen Händeln und ehrgeizigen Bestrebungen in andern Erdtheilen enthalte, deren Einmischung in die der vereinigten Staaten „er zurückweise. Diese Politik sei diejenige Monee's, Mashington's, Jeffer- son's, nämlich der Friede, die redliche Freundschaft mit allen Nationen und keinerlei Bündniß mit einer derselben. — Cleveland verlangt, daß die Finanzen des Landes aus gesunde, vernünftige Grundlage gestellt werden, sodaß dadurch das geschäftliche Vertrauen und der Lohn der Arbeit, das Einkommen gesichert und die Bevölkerung von der nöthigen Besteuerung entlastet werde, indem jede Anhäufung von Uebcrschüssen im Staatsschätze vermieden werde. Cleveland empfiehlt die gerechte Behandlung der Indianer und die Verbesserung in deren Erziehung, die Civilisirung mit dem Endziel der schließlichen Zulassung zur Bürgerschaft. Er verlangt die Unterdrückung der Vielweiberei, strenge Durchführung der Gesetze zur Verhinderung der Einwanderung von ®udjen Sichen Aspen Erlen 28 48 4 2 287 55 11 3 !|* «e1 (X. Durchs ^Qitge .Hy SftärÄg S SlraM ® e f än 0,D ’Ji Wplh ~1 rfCjp!tulir 6181 ML sss* SKS« Wnn auch feme Ee tot* M zu hart beurteilen ot! Wente bnWchittzt. auvtlkt habuu Das drum i!rarltt!sche Geburt, die ty Aftnihalt In Parts, der Bmvhob. , ... , Ja ihm begrüßte $ Msebtlder" brachte. Wachrbgen Witzes unb tamkbarm Volke, ober in G. Brandes nennt ihn I HrW Voltaire zu bezeichr Arith, Pchrlh. Rmtr. Rmtr. , w 'i6 MW ! W E; Bau-, Werk- und 116 ®^enftämmc mit 1 »«unter Stämme M ■ , ^Durchmesser, 18 wfr“ mit 2I ' S** mit 0,4 1 ■■ ■&,( V ■ll"’ ——3* Sm ©iefenet Mmttg btn 9. Mir, M Sormittags 9 U iit® ® Wem Stefa hchMuite i lberguchiizeichMH, werdens A. Iiinnh, «m Ä? W « ■ V» rtt9 !l”’ »Tn* B „ x " 111 e £@88 1 ~*«5™Ä fllSB! ureau. lu6 ^orn gemelbet ■ o^, mi””t« w| >*Ä" B ö W B Lamslag Me eine Socomotiue gepfänkt, Sten .bM Richies der Extern^ v-r Gerichishss M End ■toffauer Gerichte zur An- dahnzug der österreMn Gerhard Rohlst ' E »Heilung zugehen i2r MM für deutsche xctoiat gesiE fei. Zur W nnterstellter Beamter ie Hoffnung aus, daß die ursche Spannung bald m iielhast aus beiden Seiten, genug für England uni ’6 fie jenjeitä der Meere ein follten, als sie lange heule, bas Labinet Cleve- WS, Mrumg Finanzen, War General'PostmerK, chauungen zu GuuD her 1, iß M britischen Cm internatio* die enK' Südsee-Jnseln bechrMn^ hen Angelegenheiten * Met über eine Unter* Lord Granville Hobe w ebition nach dem BchM !olonial-Beivegung in* ine Einwendung gegen » in das Protectorat üder de M 20. LWgrade. W gebiete anb«, fr» Lmdi in bet MW* X smie die Mb*® * h?r Nahe von UswoiÜ e?M 3?®*«6tll! a s qj?. • Nach ,5y1‘*S f Dre Armee o de l^lle. C ur^achi^i hrere foeanW r Aerathung JJrfi. da & $3SSS% hinar» $(f! , lU rÄ'MS tz-M ÄiK-rS irnnfl6cr solchen Personen, welche sich um Arbeit im Land mitbewerben, ohne die Absicht zu haben, Bürger zu werden. Die Reform des Cioildienftes und der Schutz der Rechte der Freigelassenen werden schließlich als nothwendig bezeichnet- ____________________ Dem Lyriker Heine wird von allen Stimmen der Lorbeer zugesprochen. A« seinem echten olympischen Dichterblut war schon in der ersten Sammlung seiner Gedichte, die als Frucht seines Berliner Lebens hervorgegangen, nicht zu zweifeln- Seit Goethe's Jugcndz it hatte daS deutsche Lied keine so süßen, herzgewinnenden Weisen gekannt, tote Heine sie im „Buch der Lieder", im „Intermezzo" und auch in vielen seiner späteren Dichtungen angestimmt. Die zartesten Saiten weiß er anzuschlagen, aber oft nur, um ihre süßen Töne im Fronte kalter Ironie erstarren zu lassen, oder sein Gespinnst mit einem gelle» Lachen zu zerstören- Das freimüihtge Selbstgeständntß: „Gmtalttät und Tugend leben in beständigem Hader und kehren sich manchmal verdrießlich den Rücken-, paßt auf sein ganzes, zwischen Idealismus und Sensualismus schwankendes Leben. Nachdem der Vortragende diese Richtungen seines Geistes an den einzelnen poetischen Schöpfungen kurz dargelegt, schließt er mit dem Hinweis, daß die Liebe, die allein unsterbliche Macht, das Grab des Dichters freundlich umweht, der trotz aller frivolen Keckheit für hohe ideale Z»ele gekämpft und der In der Vorahnung seines frühm Todes von sich gesungen: Verlorner Posten in dem Freiheitskriege Hielt ich seit dieißig Jahren treulich aus. Ich kämpfte ohne Hoffnung, daß ich siege, Ich wußte, nie komm' ich gezund nach Hand. Ein Posten ist vacant — die Wunden klaffen — Der Eine fällt, die Andern rücken nach — Dock fall' ich unbesiegt, und meine Waffen Smd nicht gebrochen — nur mein Herze brach! Wie zu erwarten war, hatte das Thema des Vortrogs, wie der bereits durch früher gehaltene Vorträge bekannte Redner, einen großen Zuhöcerkleis versammelt. Die Arbeit war nach Anlage und Inhalt eine vorzügliche, da dem Zuhörer ein anschauliches Lebensbild des Dichters gegeben wurde, in welches die Würdigung seines CharacterS und seiner hervorragenden Werke der Zeit ihrer Entstehung entsprechend eingeflockten waren. Sehr gut gewählte Citate waren alS Belegstellen für die Beurtheilung deS Dichters durch den Redner etngefügt. Reben dem tüchtigen Inneren Gehalt deS VortragS brtonsn wir noch, daß derselbe in einer edlen, erhabenen Sprache abgefaßt war. HarrdsL Wnd Vermehr. Frankfurt, 4. März. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu JA 2.80—3.30, Stroh JA 2.00—2.50, Eier das Hundert JA 540—7.50, Butter 1. Qualität JA 0.90, 2. Qualität JA 1.10, Kartoffeln per Gentner JA 2.00—2.25, Kohlrabi 3-O H pr. St., Erbsen 100 ßg. 22.00-30.00 JA, Rothkraut pr. St. 2O-3O H, Huhn JA 1.50—2.00, 1 Ente 2.00—3.50, 1 Taube 40—60^, Hahn JA 1.9O—2.50, Gans JA 6—10.00, Welsche JA 5.00-10-00. . Limburg, 4. März. Rother Weizen JA 1585, weißer Weizen JA 00.00, Korn JA 11 20, Gerste JA 10.80, Hafer JA 7.60, Kartoffeln a 100 Pfund JA 0.00, Erbsen ä 100 Pfund JA 00.00. 3 kt i pract Arzt in Frankfurt a.M., früher Aanint. Bsp ITipfl H irPTIRP.h Prof. Rioord’e, Paris, heilt rasch, gründl. u. VI. 1UCU. SJ. Vollöl.Ohne grosee kosten alle Narvan-, Frauen-, 5 Haut» u. Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eigener Methode. Sprechstunden 10—1 tmd 3—6. -rqp 99 I Aniwärt* brieflich. Die Cisenbalilckatastrophr bei Hanau vor Gericht. (Ociginalbertcht^deü „GießeNLk Anzeiger.-) (Schluß) 0. K. Hanau, 4. März. Staatsanwalt Dr. Schumann hob in seiner Rede hervor, daß das Verschulden drS Angeklagtcn ein sehr hohes set. Wenn Gutbe rlet, auf die Gefahr deS Zusammen- itoßes rechtzeitig aufmerksam gemacht, trotzdem rnchtS gethan habe, um ihn abzuwenden, sondern sich mit der Annahme tröstete, „daß am Hellen Tage die Bahnwärter schon achörig aufmerksam sem würden", so erhesiche diese Nachlässigkeit eine schwere Ahndung. Er glaube, unter Berücksichtigung aller Milderungsgründe, dennoch auf Verhängung des höchst zulässigen Strafmaßes piatdiren zu sollen und beantrage, bm Angeklagten zu fünf Jahren Gefüngrnß zu oermtheilen. _ Der Gerichtshof unterbricht darauf die Verhandlungen biS Nachmittags 4 Uhr. Nach Beendigung dieser Pause ergreift der V-rtheidtger des Angeklagter., Herr Jüflizrarh Or. OsiuS das Wort. Nach längerer Rede, m der er nochmals alle Mildern n 6 s grün de rec^pitultrt, bittet er um eine viel mildere Strafe als die bean- tragk. Nach der Replik des Staatsanwalts zieht sich der Gerichtshof 6V2 Uhr AbendS lut Beratbung zurück- Nach bewshe anderthalbstündtger Berathur.g verkündigt der Gerichtshof das Urtheil, wonach Gutberler wegen fahrlasstger Gefährdung eines Eisenbahn t r a n s p ortes drei Jahre Gefängntß erhält- L 0 k a L e H. Gießen, 4. MS-z. Der 4. Vortrag deS Alice-Vereins, „Heinrich Heine", von Herrn Realpymnasiallehrer Dr. Mensch, fand am 27. Februar statt. In den Einleitungsworten führte der Redner die Hörer an die Ruhestätte Heine's, den Kirchhof Montmartre in Paris, der vor wenigen Jahren der Schauplatz weltbewegender Ereignisse gewesen und dem deutsche Fanfaren und deutsche Kanonen ^ren S^ittiem^Hetne das letzte „freie Waldlied der Romantik" gesungen, haben in ollen Lcbenssphären mächtige Wandlungen stattgefunden, aber dessenungeachtet'st kein L«ed Heim's, das einmal im Munde des Volkes geklungen, veraltet; selbst das Schwert seines W tzrS tst noch so schneidig und blank, wie in früheren Tagen. Wenn auch seine Geschosse von Hotz und BoSheit getränkt waren, wirdman doch den Dichter, dessen Leben ein Kampf für die edelsten Güter der Menschhe t gewesen, nicht zu hart beurteilen dürfen, wenn man den Strom semeS Lesens verfolgt und die Momente berücksichtigt, die auf die Entwickelung seiner Jndwldualstat entscheidend e n- gkwtrkt haben: Das drückende Bewußtsein beständiger finsnz ellerAbh Sn gigkett, seine israelitische Geburt, die ihn mit allerlei gemeinem Volk in Fehde brachte, und der Aufenthalt in Paris, der ihn über bm Ernst deutscher Gesinnung und Wiffenschaft i'»w-a»»b. Eegrü6tc Deutschland feinen -rst-n Humoristen, alS er ihm seine ^eiseb ilder" brachte. Das Verbimst, als der erste auf dem Geb ete deS stets schlaoferstgen Witzes und der dolchscharfen Satire erschienen zu fein, ist stets vom dankbaren Volke, ober in nur geringem Maße von der Kritik anerkannt worden. G. Brandes nennt ihn den deutschen ArrstophamS, richtiger wäre er wohl als der devtsche Voltaire zu bezeichnen. - Ieikgeöotenes. Ale- sowie Lagerbier in Flaschen zu beziehen. 1537 Brauerei Weidig. Einen großen Posten Schweizer Stickereien empfehle bedeutend unter Fabrikpreis. 1349 M. Hann, Lindcnplatz. Extraseine Wiener Macraroni ha. do. Gemüsenudeln, Aechtc ital. Macraroni, Prima Grmüsenudeln pr. Pfund 40 empfiehlt 1460 Emil Fischbach. Holzversteigerung. DienStag den 17. März d. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Muschenheimer Markwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden : 10 Eichen-Stämme von 15 bis 67 Ctm. Durchm., 5 bis 14 Mtr. Länge, mit 10,15 Festm., 118 Kiesern-Stümme von 16 bis 40 Ctm. Durchm-, 3 bis 10 Mtr. Länge, mit 32 Festm-, 216 Fichten-Derb- und Neisstangen mit 4,77 Festm-, 22 Rm. Buchen-Scheit, 187 „ „ Knüppel, 5 „ Eichen- „ 17 „ Kiefern- „ 2249 Buchen-Welleu, 4487 Eichen- und Kiefern-Wellen, 51 Rm. Buchen- u. Eichen-Stöcke. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Wetterbergskopf. Das Bau-, Werk- und Nutzholz kommt erst zur Versteigerung, und wird mit den Kiefern der Anfang gemacht. Mufchenheim, den 4. März 1885. Großh. Bürgermeisterei Mufchenheim- Roth. 1550 Versteigerung. Montag den 9. März, Vormittags 10 Uhr, werden im hiesigen Pfandlokal, Seltersweg 11: 3 Kommoden, 3 Kleiderschränke, 3 Sopha's, 3 Schweine öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 5. März 1885. Der Pfandineifter- 1553 Hör n- 1532 Eine Kaute Mist zu verkaufen bei Carl Burkhardt, Neustadt. Kergebung von Straßenbauarbeiten. Die nachstehenden, zum Neubau einer KreiSstratze von Grü- ningen nach Langgöns erforderlichen Arbeiten des I. Looses (Gemarkung Grüningen) sollen durch den Unterzeichneten Samstag den Lflh März d. I., Nachmittags 1 Uhr, auf Großherzoglicher Bürgermeisterei Grüningen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden, und zwar: 1) Erdarbeiten, veranschlagt zu ... «A 913,— 2) Beifuhr und Verlegen von Cement - Röhren, veranschlagt zu . «M. 110,10 Pläne, Voranschlag und Bedingungen sind auf Großherzogl. Bürgermeisterei Grüningen einzusehen, woselbst auch bis längstens zu^ obigem Termin die Offerte verschlossen einzureichen sind. Gießen, am 4. März 1885. Der Kreisingenieur. 1554 Gnauth. Obstbäume empfiehlt 1437 Carl Berger. Hülsen fruchte sehr gut kochend, empfiehlt zu den billigsten Preisen HL F. Nassauer, 1353 Kreuz 6. Holzdersteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 9. März 1885, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Dfftrieten Hochwarte und Mühlberg nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Scheith. Prügelh. Slockh Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 28 287 90 4590 Eichen 48 55 25 600 Aspen 4 11 — — Erlen 2 3 2 90 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 36 Eichenstämme mit 12,24 Festm-, darunter Stämme von 45 bis 48 Ctm. Durchmesser, 7 Erlenstämme mit 2,69 Festm-, 18 Fichtenstangen mit 0,49 Festm. Die Zusammenkunft ist auf der Staatsstraße nach Grünberg an den Alientischwiesen. Gießen, den 3. März 1885. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 1497 A. Bramm. Holz-Versteigerung. JmGräft. Solms-Laubach'schen Nevier Arnsburg kommen Montag den 9. März d. Js. zur Versteigerung: Scheit- Prügel- Stock- Reiserholz Raummeter Buchen Eichen u. Nadel ' 2 * U6 H3 916 sowie 4112 Stück Fichtenstangen von 4—9 Mtr. Länge, 3—9 Ctm. Durchm. — 24,60 Cbm. Dieselben sind besonders zu Leiter- bäunten, Lattenstangen, Baumstangen unb Bohnenstangen rc. geeignet. Morgens 91/2 Uhr Zusammenkunft om Dorfgiller Fußpfad. Arnsburg, den 5. März 1885. ,1549 Henckel. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Der Entwurf des Voranschlags der Gemeinde Gießen für das Etatsjahr 1885/86 liegt acht Tage lang auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde zur Einsicht jedes Betheiligten offen. Gießen, den 5. März 1885. , 1°$9 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Holzversteigerung. Dienstag den 10, März l. I. werden in dem Stockhäuser-Hof-Wald, V4 Stunde von der Bahnstation Mücke entfernt, versteigert: 148 Stück Eichen-Stämme von 15 bis 36 Ctm. Durchm. und 5 bis 10 Meter Länge, 80 Stück Kiefern-Stämme von 15 bis 25 Ctm. Durchm. und 5 bis 12 Meter Länge, 13 Stück Fichten-Stämme von 20 27 Ctm- Durchm. und 10 bis 15 Mtr. Länge, 1 Lärchen - Stamm von 32 Ctm. Durchm. und 14 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist Morgens 9V2 Uhr an dem Weg vom Stock- häuser-Hof nach Ilsdorf. Stockhäuser-Hof, 26. Febr. 1885. 1440 Konrad Rohn. Von Mittwoch bett 4. bis Tam-tag bett 7. I MtS. findet im Hause des Herrn Martin Hartmann, neben der Apotheke, ein Ausverkauf bet zur ConenrSmaffe des Kürschners Karl Hermann Bach gehörigen Waaren statt. Es kommen zum Verkauf: Hüte, als: Seidenhüte, Modenhüte, Haar- und Wollfllzhüte in allen Fa^ons; Mützen in Stoff und Filz, darunter Bergmannsmützen; Regenschirme für Herren und Damen; Hosenträger in allen Qualitäten; Kragen und Manschetten; Cravatten, Binben und Shlipse in allen Farben; Cravattennadeln unb Kragenknopfe; Pelzwaaren, als: Muffe und Kragen, Fußteppiche. Ferner werden verkauft: Mehrere Reste Tuch und Buckskin, 1 Stück Wachstuch u. s. w. Grünberg, den 2. März 1885. 1448 Der Concursverwalter. 3C* Ale "ME von heute an täglich im Zapf. 1638 Brauerei Weidig. Das WresslNCii der Stadt (liessen für 1885 ist nunmehr erschienen und wird den geschätzten Subskribenten irsis Haus geliefert. Eremplare deffelben sind ä 3 Mark in der Erpedition des „Gießener Anzeiger" zu haben.____________________________ Bon heute ab ausgezeichnetes Vliirsen-Hiei* im Zapf. Jean Weber 1560 zur „Stadt Cassel“. Flaschenbier. Dortmunder Actienbier aus dem hiesigen „Wiener Hof" pr. Flasche 25 4 Aschaffenburger- und Textor-Bier billigst in Dorjügl. Qualitäten empfiehlt Carl Schulze II., 1352 Neuen Baue 17. "Prima Apfelwein ß aus gebrochenem Obst empfiehlt Butzbach, Oberh. Louis Witzler. Heue Sendung la. türk Awetschen, per Pfund 25 bei 5 Pfund je 1 billiger, echt ital. Maecaroni, la. Gier-Bandnudeln, la» Eier. Faben - unb Figur» Rubeln, feinste Bietoria-Erbfen, ditto gerollte Erbsen, Linsen unb Bohnen, gutkochend und bMgst. Eduard Fuckcxt, 1265 Neuen Bäuen 11. "Apfel sp alten, Apfelringe, americ., Brünellen, Mirabellen, Kirschen, Bordeauxpflaumen, Zwetschen, von 20 an pr. Pfund empfiehlt 1459 Emil Fischbach. ■bi. f'aMition's Gichtwatte, 5 brsteS Hetlmkttel gegen Gicht und Rheumatismen cc> oi llcr Art, als: Gesichts-, Brust-, HalS-um °o ^.ibnschmerzen, Koks-, Hand- und Fußgicht, ö Gliederreißen, Rücken- unb Lendenwed. ‘—* 1 3u Packeten zu t M. unv halben iv 60 B bei Heinrich Wallach in Gießen. Vertreter von einem rheinischen Weinhaus ersten Ranges für Gietzen und Umgegend gesucht. 1548 Franco Offerten unter V. 4554 an Ru- dolf Moste in Frankfurt a/M. 1558 Ein braves Dienstmädchen zum 1. April gesucht. __________Frau 8. Frohnhäufer. Entlaufen ein junger schwarzer Wachtelhund, mit gelben Abzeichen an Kopf, Brust und Läufen. Er trägt ein ledernes Halsband mit Marken-Nummer 1308. Finder wird gebeten, denselben abzugeben 1551 Schillerstraße 9. 1547 Ein Schüler kann Kost u. Logis erhatteii^ Ludwigsplatz 4, parterre. 1546 Ein möblirtes Zimmer auf der Grünbergerstraße pr. 15. März zu miethen gesucht. Offerten wolle man unter Nr. 1546 in der Expedition dieses Blattes niederlegen. ^oocxööööäöffiömoGton 2 Unferm lieben Freund Q ra PH. Kr .... g 2 zu seinem 21. Wiegenfeste ein drei- 2 fach donnerndes, über's Kreuz rollen- 8 8 des, bis in Dorfe ld's Gartens C kollerndes Hoch. 1555 q Q Wieseck, den 5. März 1885. D Ö Die durstigen Brüder. 2 DoaDOOoocxaoaiCDE^apnpQno 1462 Zur Erlernung des feinen Putzfachs werden 2 junge Mädchen sogleich engagirt. Albert Wehrend. Monats-V ersammlung der 1540 nationalliberalen Partei und ihrer Ireunde Samstag den 7. März, Abends 8 Uhr, im Saale des Lenz’schen Felsenkellers. Nortrag der Herrn Dr. Weifsenbach: Kolonieeo. Kolopialpolitik, Kolonialverein. Geschäfts - Uebergabe. Hiermit erlaube mir einem geehrten Publikum die ergebene Mitthellung zu machen, daß ich das seither unter meiner Firma betriebene Schlossergeschäft aus Gesundheitsrücksichten an Herrn Martin Dörr käuflich abgetreten habe. Für das mir so reichlich geschenkte Vertrauen bestens dankend, bitte ich zugleich, dasselbe auch auf meinen Nachfolger gefälligst übertragen zu wollen. Gießen, den 1. März 1885.« Hochachtungsvoll Karl Noll. Auf Obiges Bezug nehmend, erlaube ich mir, einem geehrten Publikum mich in allen vorkommenden Schlofferarbeiteu bestens zu empfehlen. Es wird stets mein eifrigstes Bemühen sein, durch gediegene Arbeit und reelle Bedienung das meinem Vorgänger geschenkte Vertrauen auch mir zu erwerben und zu erhalten. Hochachtungsvoll Martin Dörr, Schlosser, 1555 Flügelsgaffe Nr. 6. Wermiethungen. 1557 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Marktstraße 15. 1552 Ein kleines Familienlogis zu oer^ miethen. H. Roth, Löwengasse 24. 1545 Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu_ vermiethen. E. Plank, Marktplatz. 1539 Ein Logis von 5 Zintmern ist pr. 1. Juni zu vermiethen, auf Wunsch auch früher. Jfaac Strantz, Wallthorstraße. 1542 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Ed. Noll, Neustadt. 1543 In meinem neu erbauten Hause in der Ludwigsstraße, zwischen Realschule und Aula, ist eine Mansardenwohnung, bestehend aus 3 ineinandergehenden geraden Zimmern, mit abgeschlossenem Cor- ridor und allem Zubehör, pr. 1. April an eine ruhige Familie zu vermiethen- Peter Ruckstnhl, Neuenweg 38. 1470] Fein möbl. Zimmer in. Cabinet 3it_vermiethen. Schulstraße 9. 1302] Loyis, 3—4 Zimmer, zu ver- mietf)en._ Näheres in der Exped- d. Bl- 1326 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Kirchenplatz 4. 1383 Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, beziehbar den 1. April, zu vermiethen- Restauration Spietz. 1486 Ein möbl- Zimmer sofort zu ver- miethem Westanlage 15 I. 1502 Ein Familienlogis zu vermiethen. ____Kaplansgasse 18. 1504 Die neu hergerichtete Mansardenwohnung in der „Stadt Cassel" ist an ruhige Leute zu vermiethen- W. Katz. 1425 Zwei gut möblirte Zimmer bis April zu vermiethen- Wallthorstr. 59 1501 Ein kleines LogiS mit Zubeh. pr. 1. April zu vermiethen- Kaplansgasse 5. 1432 Ein schönes Zimmer mit Cabinet, möblirt oder unmöblirt, sofort zu vermiede n- Seltersweg 26. 1413 Zwei Zimmer, per 1. April er. beziehbar, zu vermiethen- Seltersweg 14. 1420 Ein ruh. g- möbl. Zimmer i- schöner Lage zu^vermiethen. Neuenweg 62, 3. St. 839 Ein Familienlogis mit 5 Zimmern und Zubehör bis 1. Mai zu vermiethen. Philipp Bauer II, Bahnhofstr. 57. 1339 Ein möblirtes Zimmer zu ver- inietfyen- Marktstraße 34. 1442 Frankfurter Stratze 69 der 1. Stock, 4 Zimmer, Küche tu Zube- hör, zu vermiethen. ~ 1177 Parterre-Wohnung, 8 Zimmer Zubehör und alle Bequemlichkeiten, per Mai zu vermiethen- , H. Becker, Süd-Anlage 7. 1362 Ein Familienlogis alsbald zu vermiethen bei W. Brück, Flügelsgasse. 32 Der seither von Herrn Wolf Katz bewohnte Laden mit Logis ist pr. 1. April 1885 anderweitig zu vermiethen. L. Textor, im Darmstädter Haus. Vermischte Anzeigen. Ein tüchtiges, in allen Hausarbeiten und der Küche erfahrenes Mädchen wird zu einer älteren Dame gesucht- Näheres in der Exped. d- Bl- Mrlings-Gesuch. Ein junger Mann mit guter Schulbildung und aus guter Familie kann als Lehrling bei mir eintreten. Joh. Conr. Zickendraht, Bank- u. Wechselgeschäft, 1536_____________Hersfeld._______ 1357 1—2 Pensionäre finden in einer Familie gute Aufnahme. Näheres in der Exp. d. Bl.___________ Lehrmädchen werden in ein hiesiaes Putzgeschäst gesucht. 954 Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Flechtenkranke sanden, werden unter Garantie gründlich geheilt- Man versäume daher nicht, meine von mir zu beziehende Schrift, Preis JL 1, zu lesen- t C. Rolle, Mstrabe^t. Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnifsen, für ein Detail- tu Engrosgefchäft hier gesucht. Selbstgeschriebene Offerten unter B. durch die Exped. d. Bl.__________1544 Verloren würbe eine goldene Damen- Bemontoir-Uhr beim Verlassen des letzten Club-Con eertes, oder auf dem Wege Sonnenstraße- Schulstraße KLrchenplatz. Der ehrliche Finber wird gebeten, solche gegen Belohnung bei der Exped. d. Bl. abzugeben. _ 1561 955 Einen Lehrling sucht Georg Böger, Mechaniker. 1322 Zu «stern suche ich einen Lehrling mit guten Schulzeugnissen und erbitte schriftliche «fferten. Arnold Mueller» Gesucht wird ein tüchtiger Schlosser, ferner ein kräftiger Junge, der die Metallgießerei zu erlernen wünscht. H. Schaffstädt, 1485 Metallwaarenfabrik u- Gießerei- 1463 Zwei junge Mädchen können die feinere Kleidermacherei erlernen bei Auguste Frieste. 6/3. 8 Uhr ©bl. Conf.I.Gr- 6/3. 9 Uhr Ball. II. Gr. Z Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei Kr. Chr. Pi etsckt in Gießen- Betressend K Aus @runb bei1 2. Die Krc Neide N« Die nMrheW 1 W & 3. Die 5 4. Die 6 Gießen, am t Gesurrten: Gieße«, den 1 -i Umstadt, 6 EißM ftm man zur Äerai MW, .MirbSüberschü öibmttnList unb Elsmdahum t Lügelegtnhkit. Mivistttialrath Schul btt Rrtzinuutz btt 5 W Hinsicht ootfltnommtn ja müfltn, daß durch Gew HnNrung tu gletcher Wei rtz sbrechm noch dir Sausittu W für, thtil Wito MckMtckarcha MMg tzisordnt. sidüch u AK« dn Ich»« Ich tb Stimmen augtMMn. r,. , Zenso fiM btt Vv ?btthGchm Elsenbabnar' Dlaatsdienst die dnfttmmii Wkiter kam man z ^-bttibahnev'. Hi» tatet 5. ^beiten bei der ßinte Gleichung der Angeleger v , ^n|talpräflbent bi™.*Ätnantta« teÄ S6-. «Ä'tt Nim.?,^nheit 1 ''u C|ne £1 MS?