Nr. los Dienstag den 5. Mai ISS» W - Schu-»r.ß- 7. «W «»M mit Wme des M-ni«gs. NdtzWÄ-n LlU' Amtlicher HHeik. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterecarbeit wird von morgen an die Strecke in der Bahnhofstraße zwischen Wolken- und Löwengasse bis auf Weiteres für Fuhrwerk und Reiter gesperrt. Gießen, den 4. Mai 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _________________________________________________________I. V.: Krämer.__ B o rladrrng. Gegen den am 21. Februar 1864 zu Steinheim, Kreis Gießen, geborenen Pionier Wilhelm Repp 1. Comp. Pionier-Bataillons Nr. 16 ist der Proceß wegen Fahnenflucht eröffnet. Der Genannte wird hiermit aufgefordert, spätestens sich in dem auf den 29. August 1885, Vormittags 11 Uhr, im diesseitigen Gerichtslocal, Obersaalstraße Hierselbst, anberaumten Termin einzufinden, widrigenfalls die Untersuchung geschloffen und Repp für fahnenflüchtig erklärt,"auch zu Geldstrafe von 150 bis 3000 Mark verurtheilt werden wird- Metz, am 30. April 1885. Kaiserliches Gouvernements-Gericht. Jeutschland. DanMstQdt, 2. Mai. In der ersten Kammer der Stände wurde von dem Fürsten Ijenburg-Birstein uno Freiherrn Ludwig Riedesel folgender Antrag von politischer Wichtigkeit eingebracht: „Hohe Kammer wolle Großh. Regierung um Vorlage eines Gesetzes-Entwurfs ersuchen, wodurch der auf das Großher- zogthum entfallende Antheil der mdirecten Reichssteuern (Zölle), nachdem der an das Reich zu zahlende Matrikularbeitrag in Abzug gebracht worden, den Gemeinden zur Bestreitung ihrer Lasten, insbesondere dec Schullasten überwiesen wird." Motivirt wird der Antrag wie folgt: „Durch die aus Vorlage der Reichsregierung von dem Reichstage schon beschlossenen und noch zu beschließenden Erhöhungen einer Reihe von Schutzzöllen werden voraussichtlich die Einnahmen des Reiches aus den Zöllen und somit auch die auf das Großherzogthum entfallende Quote derselben erheblich steigen. Der Zweck der gedachten Erhöhung ist aber die Ausbesserung der wirthschastlichen Nothlage, in dec sich heutzutage saft alle Theile der producirenden Klassen befinden, freilich in erster Linie durch Schutz der heimischen Production. Derselbe würde aber doch nur theilweise erreicht werden, wenn nicht die durch diese Zollerhöhung erzielte Mehr-Einnahme zur rheilweisen Entlastung der Bevölkerung verwandt würde. Unter allen öffentlichen Lasten sind aber sowohl in den Städten, wie auf dem flachen Lande die Communallasten mit die drückendsten und ist in den meisten Gemeinden sür die nächste Zukunft eher eine Steigerung derselben, als eine Herabminderung zu erwarten. Es erscheint daher als dringend geboten, auch in dieser Beziehung eine Entlastung eintreten zu lassen." Potsdam, 2. Mai. Der Kaiser traf in Begleitung des Kronprinzen und Prinzen Friedrich Karl um 10 Uhr 45 Min ein und besichtigte im Lustgarten drei Bataillone des ersten Garde-Regiments, wovon das erste Bataillon Prinz Wilhelm vorführre. Darauf besichtigte der Kaiser die Kaserne des ersten Garoe-Regiments. Sämmtliche fremde Milüärbevollmächtigte waren zugegen. E. R. Berlin, 2. Mai. Den Mitgliedern des Reichstags ist bekanntlich eine Denkschrift des preußischen Oberforstmeisters Dr. Dankelm ann zugegangen, in welcher die Einführung höherer Holzzölle durch oas Sinken der Holzreinerträge bei gleichzeitigem Steigen der Waldwirthschastskosten zu begründen versucht wird. Der Waldreinertrag des Jahres 1883 beträgt danach nur 9 77 Zr pro Hektar und nur 2 66 pro Festmeter. Vor der dritten Lesung der Novelle zum Zolltarif wendet sich nun der Abg. Rickert in einer Entgegnung an die Mitglieder des Reichstages, in welcher er auf Grund amtlicher Materialien den Nachweis führt, baß der Reinertrag in dem letzten abge- Musenen Jahre auf mehr als 11 pro Hektar gestiegen ist, und wenn man, Vie dies geschehen muß, die Ausgaben, die nicht zu den dauernden und lausenden gerechnet werden können, außer Ansatz läßt, dürste der Reinertrag auf einen noch höheren Betrag zu schätzen sein, der den höchsten in den Gründerjahren vielleicht nahezu gleichkommen dürste. Angesichts dieser Thatsachen spricht Abg. Rickert mit Recht die Meinung aus, daß von einem Nothstand der Wald- mtthschast in Preußen nicht die Rede sein kann. — Der finanzielle Ertrag der Waldwirthschast hängt sehr wesentlich von der Höhe der Nutzholzausbeute ab. Zn dieser Beziehung steht Preußen hinter den anderen deutschen Staaten, insbesondere gegen Sachsen, weit zurück. Der Procentsatz der Nutzholzausbeule ist in den Staatsforsten Preußens seit 1830 von 19,3 pCt. bis 31,6 pCt. in den Zähren 1864 und 1865 gestiegen. Er fiel dann, stieg im Jahre 1874 auf 34 pCt. und ist von da ab wieder bis 1877/78 gefallen. Es wurden in den senden Jahren von der Gesammtmasse des emgeschlagenen Derbholzes an Nutzholz gewonnen: 1878/79 27,9 pCt., 1879,80 28,9 „ 1880/81 29 1881/82 29 1882/83 31 1883/84 39 Auf der Verschiedenartigkeit der geschäftlichen Usancen der Forstverwaltung benutzt die große Differenz in den Erträgen zwischen Preußen und Sachsen. Die Lesjchästlichen Usancen der Art zu reformiren, daß sür Handel und Industrie ein Anreiz geboten wird, in dem Vertrieb oder der Verarbeitung der Produkte des Waldes eine Erwerbsquelle zu finden, wird die Aufgabe derjenigen Forstverwaltungen sein, die über das zu langsame Steigen der Waldreinerträge klagen. Herr Rickert resümirt sich dahin: Eine eingehende und unbefangene Prüfung ergiebt, daß die Behauptung, daß Die Waldreinerträge wesentlich nur durch eine namhafte Erhöhung der Holzzölle gehoben werden könne, ebensowenig zutreffend ist, wie die Behauptung, die Waldwirthschast befinde sich in einem Nothstande. Kesterreich. Pesth, 2. Mai. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung sand heute Mittag durch den König statt im Beisein des Kronprinzen-Paares. Der Pro- tector der Ausstellung. Kronprinz Rudolph, richtete eine Ansprache an den Monarchen, worin er die Wichtigkeit der Ausstellung betonte, welche den Aufschwung der ungarischen Cultur aus allen Gebieten bezeuge. Der König gab hierauf erwiedernd seiner Freude Ausdruck, diesem hochbedeutenden Feste beizuwohnen, welches Beweise ablege von dem Aufschwung der ungarischen Nation; er erbittet Gottes Segen sür die Ausstellung und erklärt dieselbe für eröffnet, v. Tisza dankte, worauf die feierliche Eröffnung verkündet wurde. Hierauf fand der Rundgang des Königs statt. Die Stadt ist beflaggt. ArankreiH. Paris, 2. Mai. Die „Agence Havas" meldet, der Vertreter Frankreichs in Egypten, Taillandier, kehrte nach Kairo zurück. — Eine Depesche aus Hanoi sagt: Die chinesischen Truppen am Rothen Flusse begannen den Rück- marsch nach Iünnan. England. London, 2. Mai. Wie „Daily News" aus angeblich unanfechtbarer Quelle erfährt, sei der Kaiser von Rußland, von dem Wunsche beseelt, wenn möglich den Krieg zu vermeiden, geneigt, den Vorschlägen Englands, den Zwi- schensall bei Pendjeh einem Schiedssprüche zu unterbreiten, zuzustimmen. Die englische Regierung sei von der versöhnlichen Stimmung des Kaisers und der russischen Regierung nichtamtlich benachrichtigt, die amtliche Antwort könne aber erst in der nächsten Woche in England eintreffen und werde voraussichtlich die förmliche Annahme der englischen Vorschläge übermitteln. Die Form sür dieses Arrangement, welche jede Collision mit der erregten, beiderseitigen Stimmung vermeiden müsse, sei von der englischen Regierung erwogen und beschäftige jetzt die Ausmerksamkeit des russischen Cabiuets. Das Verhalten Komaroff's und Lumsden's solle dem Schiedssprüche nicht unterbreitet werden, sondern nur die Frage, ob die Instructionen, welche in Folge des Abkommens vom 17. März gegeben wurden, auf der einen oder andern Seite falsch ausgelegt worden sind. Es sei nicht beabsichtigt, die Grenzsrage einem Schiedssprüche zu unterbreiten. Wenn der Vorschlag wegen des Schiedspruches angenommen wird, soll die Grenzregulirung fortgesetzt werden, ohne die Entscheidung des Schiedsrichters abzuwarten. Während der Arbeiten der gemischten Commission bleibt das streitige Gebiet neutral und wird weder von den Russen, noch von den Afghanen besetzt. , London, 2. Mai. Die Königin ist heute Abend aus Darmstadt rn Windsor wieder eingelroffen. Rußland. Petersburg, 2. Mai. Die „Deutsche Zeitung" erfährt von gut unterrichteter Seite, daß der Friede als gesichert zu betrachten sel. Die ganze diplomatische Action, die sich von englischer Seile jetzt noch vollziehe, sei lediglich eine Rückzugbewegung, der man einen möglichst anständigen Charakter wahren wolle. Das Blatt äußert jedoch noch Zweifel, ob die Situation in dieser unbe- dingt günstigen Weise schon jetzt aufzufassen sei. Neigten. Antwerpen, 2. Mai. In der Festhalle des Ausstellungs-Palastes fand heute Nachmittag die feierliche Eröffnung der Ausstellung statt, welcher das Königspaar, Graf, Gräfin und Prinz Balduin von Flandern, sämmtliche Mini- ADW »Balter . tC/ tzS a Mai 1885 m «ifX Ls Md zur *ÄÄ «■ «»* Donnerstag, Bowitta .6 zm W äorbeW au’ Donnerstag, de" Noimltag! x dem unterz Termin anberaumt Allen Personen, Konkursmasse gehö' Laben ober zur S Mldig sind, wirt m den Gemeiner ober zu leisten, ar üchrlegt, von de nb von den For sie- aus der Sai siiedignng in Ar fonteoerroaltei 1885 Anzeige zu Gießen, den 2 Troßherzogl. Ar M ? Ne Geri Kriechenlaud Athen, 2. Gesandten bei den Suakiw, eingetroffen. Afrika. 2. Mai. General Wolseley ist heute Nachmittag hier Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 3. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm gestern den Rest des Antrags Hüne fast durchweg in der Commissionsfassung an. — Montag soll die dritte Lesung dieses Antrags stattfinden. — Das Herrenhaus nahm zunächst die Secundärbahn-Vorlage in der Fassung des Abgeordnetenhauses an. Bei der Debatte stellte der Minister Maybach die Anlage der Zweigbahn von Altdamm über Wollin nach Neustrelitz für den weiteren Verlauf der Erweiterungsbauten des Bahnnetzes in Aussicht. Ferner gab er eine Übersicht von den bisherigen Aufwendungen für die Meliorationsbahnen, sowie für die neuen Bahnanlagen und erklärte, daß die Staatsregierung gegenwärtig erwäge, wie fie den Wünschen der östlichen Provinzen in Bezug auf einen besseren Absatz ihrer Producte Rechnung tragen könne, ohne dabei die Staatsfinanzen und die Production von West- und Mittel-Deutschland zu schädigen. . Sodann wurden auch die anderen aus der Tagesordnung stehenden kleineren Vorlagen durch unveränderte Annahme erledigt. Die nächste Sitzung wurde auf Dienstag anberaumt; auf der Tagesordnung stehen kleinere Vorlagen. Rom, 3. Mai. Der Papst empfing heute Mittag 200 deutsche Pilger. In der von dem Fürsten Löwenstein verlesenen Adresse heißt es, die Pilger seien im Namen des katholischen Congresses Deutschlands gekommen; die Adresse erinnert an die Encyklika des Papstes über die Freimaurerei und sagt, die Katholiken Deutschlands arbeiteten an der Verwirklichung der Ideen des Papstes über die sociale Frage; sie erwähnt Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, W lipperbrief Kap. 4, 1-9. Pfarrer Dr. Naumann. Mai. Wie verlautet, sollen aus Sparsamkeits-Gründen die .......auswärtigen Mächten, ausgenommen derjenige in Konstantinopel, abberufen werden. Die Führung der Geschäfte sollen die ersten Secre- Lokales. Gießen, 4.Mai. Ihre Majestät die Kaiserin Auguste trifit heute Nachmittag 6 Uhr 5 Min., per Extrazug von Berlin kommen, auf hiesigem Bahnhof ein. Nach einem Aufenthalt von 40 Minuten erfolgt die Weiterreife nach Karlsruhe, ^hre Majestät haben sich jeden Empfang verbeten. Gießen, 4. Mai. Die Vorstellungen am Samstag und Sonntag im Eircus Lorch waren wieder gut besetzt und waren die Besucher über die Tüchtigkeit der Leistungen des Lobes voll. Vermischtes. —e. Offenbach, 30. April. [VIII. Verbandschießen des badischen Landesschützenvereins, des pfälzischen und mittelrheinischen Schützenbundes.i Die Arbeiten zu dem vom 28. Juni bis 5. Juli in den Mauern unserer Stadt stattsindenden VIII. Verbandschießen sind in vollem Gange. Die Circulare, in welchen, die Festtage angegeben wurden, sind bereits vor mehreren Wochen an die Verbandsmitglieder versandt worden, die Schießordnuna, sowie die Anmeldeformulare zu Festkarten, Wohnungen, Bankett ?c. folgten heute nach, die Festcomitös sind endgiltig gebildet und haben ihre Thätigkeit begonnen, die Pläne für die Festhalle rc. sind vollendet und die Arbeiten des Baucomitäs nehmen rüstigen Fortgang. Der Festplatz ist, Dank dem Entgegenkommen der Regierungs- und städtischen Behörde, ein so großer und schöner, wie ihn wohl ein ähnliches Schützenfest noch nicht aufzuweisen gehabt hat. Derselbe saßt mindestens 20,000 Menschen und die auf demselben im Entstehen begriffene ^esthalle nebst zwei Bierhallen werden allein für ca. 3000 Personen Sitzplätze enthalten. Das Reft beginnt bereits am Samstag den 27. Juni mit festlichem Empfang der fremden Schützen an den Bahnhöfen, Abends findet in der Schlosser'schen Liegenschaft Begrüßung der eingetroffenen Gäste und großes Eoncert statt. Sonntag Vormittag werden die übrigen eintreffenden Schützen empfangen, in geordnetem Zuge wird nach dem Festplatze gezogen, woselbst in der Festhalle um 1 Uhr em großes Bankett statt- findet, nach dessen Beendigung das Eoncurrenzschießen seinen Anfang Nimmt Zum i Schluß erfolgt Preisvertheilung und hierauf Eoncert m der Festhalle. Am Montag den 29. Juni und den folgenden Festtagen beginnt schon um 7 Uhr Morgens da- Schießen, Mittags findet alltäglich Festbanket, Abends Preisvertheilung, Volksbelustigungen, Feuerwerk rc. statt, kurz es wird des Schönen und Angenehmen m Hülle und Fülle geben und wenn der Himmel ein freundliches Gesicht macht, dann wird das diesjährige Verbandsschießen den glänzendsten seiner Vorgänger würdig an die Seite gestellt werden können. Das Festpräsidium hat Herr Bürgermeister Brmt übernommen und damit ist dem Schützenfest ein Haupt gesichert, rote es umsichtiger, liebenswürdiger und beliebter nicht gefunden werden kann. Daß die Emwohnerschasi unserer Stadt Alles aufbieten wird, unsern Gästen den Aufenthalt hrerselbst io angenehm wie möglich zu machen, braucht gewiß nicht erst versichert zu werden, fit doch Offenbach als die Stadt der Geselligkeit weit und breit bekannt. Mögen sich, die fremden Schützen und Gäste recht zahlreich an unserem Mainstrom versammeln, einet herzlichen Aufnahme dürfen sie versichert sein! Handel und Verkehr. Grünberg, 2. Mai. (Fruchtpreise.) Weizen 19.00, Korn X 17.10, Gerste X 16.40, Hafer X 14.90, Erbsen X 18.90, Linsen X 00.00, Lein X 20.00, Samen X 22.00, Kartoffeln X 4.00, Wicken 00.00. Frankfurt, 2. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete der Zentner M X 2.75—3.10, Stroh X 1.90—2.20, Eier das Hundert X ^20—6.00, Butter 1. Qualität X 0.90, 2. Qualität X 1.10 Kartoffeln per Centner XZ.^-W Kohlrabi 30-35 H pr. St., Erbsen 0,50 Kg. 0.18-0.22 X Ro hkraut pr. St.00-^^ Huhn X 1.50—2.00, 1 Ente X 2.00—3.50, 1 Taube 40—60 ßabn X 1.90—2.00, Gans X 6-10.00, Welsche X 5.00-10.00.______ Ser, zahlreiche Mitglieder des Senats und der Kammer und die ^somatischen < weaen^ihrer^Anhänglichkeit an den heiligen Stuhl, Vertreter der fremden Mächte beiwohnten- Der Ausstellungs-Präsident Lynen ernia^nte sie zu der für sie besonders nothwendigen Tugend der Ausdauer, zum dankte in einer Ansprache dem König für die Förderung des Ausstellungs- Gehorsam, zur Einigkeit und zur ferneren Ergebenheit gegenüber dem Papst und dem rmeckes ebenso aud) den Vertretern der fremden Mächte und des auswärtigen Episkopat, hob die verderblichen Anstrengungen der Freimaurerei hervor und erinnerte Thätigkeit \um Gelingen ber WOm W' Anbeg^r tragen haben. Der König erwiderte mit besten Wünschen für den Crfötq bßr wünsche, daß diese Bemühungen zu einem für die Kirche und das Reich gedeihlichen Ausstellung. Nach einem von 1400 Sängern ausgeführten Festgefang erklärte Ergebnisse führen möchten. , f her Könia die Ausstellung für eröffnet. Neapel, 3. Mai. Auf dem Vesuv haben sich 200 Meter oberhalb der oberen I Eisenbahnstation zwei Krater geöffnet, aus welchem sich Lavastrome tn der Richtung Serbien. auf den Raum zwischen Torre del Greco und Pompeji ergießen. , r .. a Petersburg, 3. Mai. Der „Regierungsbote" veroffemlicht em aus Anlan der Nisch, 2. Mai. Die Skupschtma nahm die Modlficatwn des Steuer- r)eute stattfindendeu Seculärfeier des Erlasses der Kaiserin Katharina II., durch welchen gesetzes im Sinne der Regierungs-Vorlage an. der Grund zu den gegenwärtigen Adelsprivilegien gelegt worden ist, erlassenes kalier- geieyr» im » I liches Rescript an den Adel, in welchem der Verdienste defielben um Thron und Vaterland huldvollst gedacht und in Anerkennung hierfür die Gründung enter besonderen Adelsagrarbank auf den von dem Kaiser selbst vorgezeichneten Grundlagen angetunbigt wird. Das Rescript schließt mit dem Wunsche, daß der Adel in seinem treuen und eifrigen Dienste für Thron und Vaterland fortfahren rn^ge. o . Kopenhagen, 3. Mai. In der schwedischen Stadt Skanor (bei Malmo) wurden gestern durch eine große Feuersbrunst 89 Häuser zerstört. An hundert Familien smd obdachlos. , ... „ , , Simferopol, 3. Mai. Der Minister des Innern, Graf Tolstoy, ist heute nach Petersburg abgereift. Temeswar, 3. Mai. Fürst Alexander Karageorgewitsch ist heute Morgen gestorben; die Beisetzung wird in Wien stattfinden. Kairo, 3. Mai. Nubar Pascha stattete heute den französischen diplomatischen Agenten den vereinbarten Entschuldigungsbesuch ab. Taillandier empfing ihn im Beisein des Eonsuls und setzte sodann den Khedive persönlich von der Wiederaufnahme der offieiellen Beziehungen in Kenntniß. . , Lima, 8. Mai. Die Regierungstruppen haben bei Ayacucho eine Niederlage erlitten. General Caceres befindet sich aus dem Marsche gegen Lima, wo man,ick aus eine größere Schlacht in der Äiachbarschast vorbereitet. Die Nationalversammlimg hat sich vertagt. täte erhalten. E E Berlin, 2. Mai. sNeichstag.s Im Reichstage brachte die restliche Be- ratbuna der Zolltarifnovelle in der zweiten Lesung eine lange Erörterung über die Termine zu welchen die verschiedenen Zollerhöhmigen in Kraft tretet sollen, sowie >7m die Zulassung des gerichtlichen Verfahrens bet Zollstreitigkeiten. Dte ConMIivn bäf die Bedeutung dieses Antrages nicht verkannt und die Nothwendigkelt der Schasiung ellier unabhängigen Zollbehörde betont, doch meinte die Commission, diese wichtige Kraae nicht gelegentlich der Tarifnovelle erledigen zu sollen. ™. ” 8 Damit erklärte sich das Haus einverstanden, beschloß aber bezüglich der Witidi- borst'schen Klausel wegen des Einführungstermins dieselbe m das Gesetz nicht auf- iunehnien weil man der Ansicht war, daß einmal dadurch alle Harten der Taristtovelle doch iücht beseitigt werden könnten und jeder Interessent anderseits be, den langwierigen Verhandlungen Zeit genug hatte, sich daraushin einzur.chten. Indessen hielt man es für nothwendig, für einzelne Artikel die Hinausschiebung der Einsuhrungstermme der neuen Zölle vorzuschlagen und zwar entschied man sich bei Mohn, Sesam, Erdnus en-e für den 1. October, bei mineralischen Schmierölen und Cichorien für den 1. 3uh, bet Kokosfasern (zollfrei), Branntwein, Kraftmehl, Puder, Starke, Starkegummi. Nudeln, Macearoni für die sofortige Einführung des Zolles, bei RapS, Rubsaat und sammt- licben übriaen Positionen für den 1. Juli. y Alle Abänderungsantrage, die zu Erleichterungen für die Importeure gestellt waren wurden abgelehnt, fo ein Antrag des Abg. v. Frankenstein für Cichorien aus den 1 Zanuar 1886, ferner ein Antrag der Abgeordneten Richter und Bromel, den Termin auf „acht Wochen nach Veröffentlichung des Gesetzes im Reichsgesetzblatt iU der sehr eingehenden Debatte betheiligen sich die Abgeordneten Struck- mann, °. Franckenstein, Vrornel, Richter, Dr. Bamberger und der Staats- fecretar d. Burchar . zweiten Berathung des Unfallversickerungs - Gesetz- entwurfs gelangten die restlichen Paragraphen nach den Vorfchlägen der Eornrniffion mit unwesentlichen redactionellen Abänderungen zur Annahme. Der Gesetzentwurf über eine veränderte Besteuerung von Zucker, der gestern aanz friedlich die erste Lesung passtrt hatte, sand heute nach einer schwachen Befürwortung des Abg. Graf Hacke, der die danach fällig werdenden Rubenzuckerlteuer- Credite pro 1884-85 um 3 Monate gegen eine Vergütung von 4 pCt. der Kreditsumme verlängern will, sehr lebhafte Opp°">ion bei dem Staatssecretar v. Burchard und d u Abgeordneten Richter, Heine nd Windthors ; die Diskus,lon wurde schl-eß- lick aus Antrag des Abg. Heine (Soc.), nachdem sich die spärlich anwesenden Mitglieder durch seinen Hinweis, die Auszählung des Hauses zu beantragen, von ihrer Neigung, die Debatte zu schließen, vertagt. . f Diese Angst vor der Auszählung war heute, wie überhaupt in der letzten Zeit der Vater manches Beschlusses, der bei einem zahlreicher besuchten Hause nicht gefaßt worden wäre, es ist deßhalb nicht ausgeschlossen, daß in der dritten Lesung der Zoll- tarifnooetle noch manch andere Bestimmung eingeführt wird. Am Montag wird der Börsensteuerentwurf beraten. Allgemeine Ausverkauf. 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Bl. 3070 Ein schönes möbliries Zimin-w mit Kabinet zu vermietben- Grünbergerstraße 31._ 2633] Möbl. Zimmerau üemietbtn. Ludwlgstraße 64_ 2975] Lade« mibLöM^Fermi» M. Kann, Lmdenplatz— "2827] LadeuHtMöbnung, gr- u vermiethen. Wettergafi^5^1-,. 3110] Laden mit Cabinet zu w miethen. Schulftratze 5. 1302] Logis, 3-4 Zimmer zu miethen. Näheres in der Exped^d. Ä- 2206] Möbl- Zimmer und Cabinet M vermiethen. Mausburg 2984 EUchön möblirtts^und einun« möblirtes Zimmer zu oerlmetben. Sonnenstraße 2). .fürConfirmanÖen empfehle zu besonders billigen Preisen und guten Qualitäten Sounerrsrtzirme und En-tout-oaS, Corsetten Ksausen, Glaee-Hand- schuhe und namentlich: garnirte Hüte in großer Auswahl 3475 A. Fangmann. rneueFChasseputgewehr Meine gebrannten Kaffee5® von 98 Pfennig per Pfund an, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. Eberh Metzger,