Nr SO Drittes Blatt Sonntag den 5. April 1885 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bttrtflttt Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloch«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Fürst Bismarck. Gedenkblatter zum siebzigsten Geburtstage. Von Professor Dr. Adalbert Horawitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung) »ES ist doch nur eine Zeltfcagr", schrieb er da wohl, „Völker und Menschen, Thorheft und Weisheit, K,ieg und Frieden, sie kommen und gehen wie Wasserwogen und das Meer bleibt. ES ist ja ntchiS auf dieser Erde alS Heuchelei und Gaukelspiel u. s. w." Schon im Februar 1860 sah er trostvoller in die Zukunft, ec meint, „die von des Rheinbundes und der Bundesacte Gnade souveränen Kleinstaaten können ihren ParttkulariSmuS auf die Dauer gegen den Strom der Zett nicht halten ... ES kann, wie meine Genesung, Stillstand und Rückschritt gelegentlich durchmachen, aber im Ganzen rück! es vorwärts, sobald wir muihig wollen und unS unseres Wollens nicht mehr schämen, sondern im Bunde, in der Pr-sse und vor Allem in unseren Kammern offen darlegen, was wir in Deutschland vorstellen wollm, und was der Bund bisher für Preußen gewesen ist: ein Alp und eine Schlinge um unseren HalS." Ganz offen rückt BiSmarck mit seinen Strebungen heraus, wenn er am 22. August 1860 schreibt: „Ich habe ... nie etwas anderes gerathen, alS uns auf die eigene und die im Falle deS Krieges von und aufzubtetende nationale Kraft Deutschlands zu verlassen." Und am 18. September 1861 bezeichnete er alS dringliche Aufgabe der deutschen Politik „eine straffere Consolidatton der deutschen Wehrkraft, eine bildsamere Einrichtung des ZollwesenS, e-ne Anzahl gemeinsamer Institutionen, um die materiellen Jntercssen gegen die Nachthetle zu schützen, die auS der unnatürlichen Configuration der deutschen inneren Landesgrenze erwachsen" . . . „Ich sehe außerdem nicht ein", fährt er fort, „warum wir vor der Idee einer Volksvertretung, sei eS im Bunde, sei es in einem Zoll- und VeretnSparlament. so zimperlich zurück- schrccken." So sprach der Mann, den man mittlerweile für den Posten eines Ministers ausersehm hatte. Er selbst schrieb aber gerade in diesen Tagen, sehr zweifelnd an seiner geistigen Spannkraft: „Vor drei Jahre» hätte ich noch einen brauchbaren Minister abgegeben, jetzt komme ich mir in Gedanken daran vor wie ein kranker Kunstretter" . . . Und am 7. März 1862 erklärte er seiner Schwester, „würde ihm das Ministerium angetragen, er würde ablrhnen, er fühle sich nicht wohl genug für so viel Aufregung und Arbeit!" Vorerst freilich ging dieser Kelch an ihm vorüber, er ward als Gesandter nach Varis verfitz!. An der Quelle konnte er nun Napoleons Pläne studiren und sich mit dem von Europa Gefürchteten tn Accord setzen. Der Frühling sah ihn im ungemüth- ltchen, stinkenden BotschaftSpalais in Paris. Noch immer widerstrebt sein Inneres gegen eine Berufung tn's Ministerium, wenn es aber fein muß. will er den König nicht im Stiche lassen. „Soll eS sein, dann voran! wie unsere Kutscher sagen, wenn sie die &ine nehmen." So rasch ging es freilich nicht. BtSmmck hatte noch Zeit, eine erfrischende Reise in's südliche Frankreich und nach dem nördlichen Spanten zu unternehmen; im September 1862 aber berief ihn der Telegraph zur U.bervahme deS Ministeriums nach Berlin. Schon am 23. September wurde er zum Staatsminister ernannt und ihm der interimistische Vorsitz im Mtmsterium übertragen. DaS Organ der Altliberalen schrieb darüber: „Ec war ein Landedelmann von mäßiger politischer Bildung, dem mit der burraukratifchen Pedanterie auch die bureaukrattsche Routine fehlte, deffen Einsichten und Kenntniffe sich nicht über daS erhoben, was das Gemeingut aller Gebildeten ist. . Ihm gegenüber wird sich das Wort bewähren, daß die Politik eine sehr positive Kunst ist." Ein süddeutsches Blatt aber ries aus: „Warten wir ab, nach seinen Thaten soll er gerichtet werden!" Diesem Standpunkte gegenüber konnte er getrost in die Zukunft schauen: Die deutsche Einheit ruhte schon latent in seinem Haupte, seine sehr positive Kunst bat feinen Plänen kräftiges Leben verliehen. Friedrich W.lhelm IV. war am 2. Januar 1861 gestorben, sein Bruder, der bisherige Prinz-Regent folgte ihm als König. Mit klarem Blick hatte dieser seit Langem erkannt, daß Preußen nur dann auf des großen Friedrichs Bahnen schreite, daß eS nur dann den Traditionen seinrr Geschichte folgen könne, wenn seine Armee den Anforderungen der Zeit entspreche, wenn sie fähig würde, auch die schwersten Aufgaben zu bewältigen. General von Bonin und E. Th. von Roon hatten schon 1856 Pläne zu einer Reorganisation der Armee vorgelegt, welche dieselbe im Falle kriegerischen Verwickelungen vor einem zweiten Jena bewahren sollten. Der neue König war mit ganzer Seele dabei, diese Idee zu realifiren. An Bismarck, den er von früher her kannte und hochschätzte, meinte er den Mann gefunden zu haben, um die inneren Schwierigkeiten zu beheben. der That, König und Minister hatten Vieles, das sie zusammenführen und in treuer Lebensarbeit vereinen mußte. Zu den edelsten Zügen des damaligen Königs n^unferks jetzigen Kaisers gehörte eS aber zweifellos, oaß er von Anfang an Bismarck S köstliche Art erkannte, daß er trotz zahlloser Jntriguen, trotz wüihenden Sturrn- brausenS der offenilichen Meinung mit tapferem Sinne fest an seinem Kanzler gehalten, °°n Eifersucht oder Mißtrauen seine Helle Seele getrübt. DaS darf Deutschland dem Kaiser Wilhelm nie vergessen! . ®8 ®av kein Kleines, in der Confl'ctszeit nicht irre zu werden, alS die ent- schiedene Opposition deS Landtags. der Widerspruch vieler Städte, der Hohn der Zeitungen und die Proteste vieler Versammlungen BiSmarck als einen Landverderber, als emen allgemeinen Unruhestifter bezeichneten. Allerdings, eS stimmt peinlich, die damaligen Landtagsberichte zu lesen; da jene Zeit aber vorüber ist und der endliche Ausgang doch e^n so günstiger war, ,st e6 möglich, die Sache objectiv zu betrachten und sich an Bismarck's Kampfetzweise zu erfreuen. Hie und da ist er ganz der alte Göt- UT ®e0nern gleichzeitig vornimmt, geradezu erstaunlich ist die Fülle von geistiger Frische, von Schlagfertigkeit und Behendigkeit, mit der er einen nach dem andern feiner Gegner abführt. Da werden wohl alle Register gezogen: sachliche Darlegung. Ironie, köstlicher Humo" tiefer Ernst begegnen sich in dtesm gehaltvollen Reden, durch dir allerdings auch grimme Erregung hindurchbricht und zu den bekannten Zwischenfällen mit Behrend, Virchow und Anderen führt Am wärmsten aber wird BiSmarck wenn er für das Haus der Hohenzoüern spricht. Rußland zu Liebe, daS zu gewinnen ihm für seine nächsten politischen Pläne voihig sch,en, verfügte BiSmarck Ausnahmszustände über die Provinz Posen- auf den feturm ber Polenfrrunde erwiderte er mit denselben Motiven, die er noch in den letzten Tagen hinstchtlich der polnischen Frage ausgesprochen und machte dabei die namentlich für jene Jahre zutreffende Bemerkung: „Die Neigung, sich für fremde £ Q Q l unb Nationalvestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur flut Kosten des eigenen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische KrankhettSform, deren geographische Verbreitung sich leider auf Deutschland beschränkt." Den Angriffen deS politischen Dilettantismus setzte BiSmarck — man sollte «einen smtlich genug — das Programm des Königs gegenüber, daß kein Fuß breit deutscher Erde verloren gehen und daß ebenso kein Titel deutschen Rechtes geopfert werden solle. Und wie man ihn dann nie verstehen wollte, von seiner Jneonsequenz decla- mirte, er wedelte er: „Die Politik ist keine cxact Wissenschaft; mit der Position, die man vor sich hat, wechselt auch bk BenutzungSart der Positionen. Herr Virchow hat gesagt, er wünsche, daß ich dereinst in meinem Fache mich derselben Anerkennung en in bem Anisen. Ich unterschreibe diesm Wunsch mit voller Auf- richtigkeit. Ich euenne die hohe Bedeutung des Herrn Vorredners in seinem Fache vollkommen an und gehe zu, daß er in dieser Beziehung einen Vorsprung vor mir hat. SBenn ^r der Herr Vorredner sich aus seinem Gebiete entfernt und auf mein Ge- biet ungünstig übergeht, so muß ich ihm sagen, daß über Politik sein Urtheil ziemlich leicht für m'ch wiegt. Ich glaube wirklich, meine Herren, ohne Ueberhebung, diese Dinge verstehe ich besser." y Und als später, nachdem Bismarck in der holsteinschen Sache schon genugsam seine nationalen Tendenzen und sein hervorragendes Talent in der Behandlung verwickelter poliiischer Angelegenheiten erwiesen hatte, der Landtag an seiner Befähigung und seinem Berufe, Staatsgeschäfte zu treiben, Zweifel erhob, sagte er mit schneidender Satire: „Ich bin nicht unbescheiden genug, daß mir nicht selbst mitunter solche Zweifel kämen; ich bin überzeugt, daß jeder der Herren, bk diese Phrase unterschrieben haben, die Sache an meiner Stile besser gemacht haben würde, aber — den Beweis davon haben Sie noch nicht gegeben." Wie die äußerste Demokratie der attischen Volksversammlung im Vereine mit den partikularistischen Bundesgenoffen von PerikleS eine spccificirte Rechnungslegung und damit — unverständig genug — eine vorzeitige Enthüllung seiner geheimsten Pläne verlangt hatte, so drängte auch die Opposition im Landtage dermaßen nach Eröffnungen über die letzten Ziele, die begreiflicherweise nicht gegeben werden konnten, daß Bismarck in der Hitze der Debatte einmal daS sehr beherz'genSwerihe aber nicht beherzigte Wort entschlüpfte: „Könnten wir Ihnen die Wahrscheinlichkeiten, die wir haben, mit derjenigen Klarheit auseinandersetzen, m't der ich Seiner Majestät dem Könige gegenüber im Stande bin, sie zu entwickeln, ich glaube, Sie würden in der Heftigkeit Ihrer Opposition gegen daS, was wir treiben, einigermaßen Nachlassen." Gering war die Aufgabe wahrlich n'cht. welche BiSmarck zu leisten hatte, doch weder Kraft noch Humor verlor der gewaltige Kämpe; mitten tn einem der heftigsten Stürme (am 7. October 1862) schrieb er am Kammerttsch, „mit einem Redner, der nur Sottisen sagt, auf der Tribüne vor mir, zwischen einer abgegebenen und einer abzugebenden Erklärung", an seine Gattin. „Arbeit ist viel," schreibt er, „etwas müde, richt genug Schlaf, aller Anfang ist schwer, mit Gottes Hülfe wird es bester werden." Seiner Schwester schilderte er wenige Tage später seine Tageseintheilung: ,Heut von 8-11 Diplomatie, von 11—l«/a verschiedene streitsüchtige Minister Conferenzen, dann bis 4 Vortrag beim König, von Vr-3A Galopp im Regen bis Hippodrom, um 5 Uhr zur Tafel, von 7 bis jetzt 10 Uhr Arbeit aller Art, aber gesund und gMen Schlaf, starken Durst!" Reifen, die er 1863 machte, führte« .ihn nach Karlsbad, Salzburg, Gastein, Nürnberg; aus letzterer Stadt schreibt er, wie lästig eß sei, aus jeder Station wie ein Japanese angestaunt zu werden, „mit dem Jncognito und seinen Annehmlichkeiten ist es vorbei, bis ich dermaleinst gleich Anderen vor mir verschollen sein werde und irgend ein Anderer den Vorzug hat, Gegenstand allgemeinen UebelwollenS zu fein." Dieses Uebelwollen äußerte sich sehr bald in greifbarer Weise; am 27. Oct ob er schreibt er: »Heut' Abend ist Seine Majestät wieder hier, die Bedrohungen seines Lebens sind viel beforgltcher als die gegen mich gerichteten, aber auch dies steht ja nur in GotteS Hand!" Die Aufregungen und Arbeiten wuchsen, seitdem die holsteinische Frage die Con- stellationen. welch- der Frankfurter Fürstentag und viele andere ergeben haften, in den Hintergrund schob. Hier galt eS, sich vor Allem deS guten Willens Rußlands zu versichern, Napoleon III. in feiner nicht unfreundlichen Haltung zu bestärken und gegenüber den Velleitäten des Bundestages und der Politik Hannovers und SachsenS sich mit Oesterreich zu verständigen. Es ist hier nicht der Ort, der einzelnen Schachzage und der endlosen Schwierigkeiten und Hemmnisse zu erwähnen, durch die BtSmarck'S nationales Werk gekreuzt, ja, in Frage gestellt wurde Ungemein bezeichnend aber find seine später geäußerten Worte über diese Zett: „Das ist die diplomatische Action, auf die ich am meisten stolz bin. Gleich nach dem Tode des Königs von Dänemarck dachte ich an die Erwerbung Schleswig-Holsteins. Aber es war schwer za vollbringen. Alles war gegen mich: Oesterreich, die Kleinstaaten, die Damen unseres Hofes, die Liberalen, die Engländer. . ." In der That. so war es, und die nie nachlassenden Angriffe mußten ihn ärgerlich und überreizt machen. „Ich wollte", schreibt er übrigens mit kernigem Humor, „irgend eine Jntrigue setzte ein anderes Ministerium durch, daß ich mit Ehren diesem ununterbrochenen Ttntenstrom den Rücken drehen und still auf dem Lande leben könnte; die Ruhelosigkeit der Existenz ist unerträglich; es ist kein Leben für einen rechtschaffnen Laudedelmann, und ich sehe einen Wohlthäter in Jedem, der mich zu stürzen sucht." DaS Ziel — die Lösung der holsteinischen Frage im Sinne Preußens — wurde erreicht, nachdem der Augustenburger aus Bismarck's Bedingungen nicht eingegangen war; das Jahr 1864 hatte dem Worte des Staatsmannes Recht gegeben, das so viel Auffehen gemacht hatte: „Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden — daS ist der Jrrthum in den Jahren 1848 und 1849 gewesen — sondern durch Blut und Eisen." Wenn die alten Demokraten von 1848 den Ausbruch einer Revolution erhofft, Napoleon III. Bismarck daS Schicksal Polignac's prophezeit hatte, so erfüllte stch von alledem nichts. In alter Königstreue hatte daS Volk zu König und Regierung gestanden, als es zum Kampfe mit Dänemark kam, und hatte dem alten RuhmeSkranze neue Blätter hinzugefügt. Mit schlecht verhohlenem Aerger schrieb damals ein ftanzö- stsches Blatt: „In Deutschland find nur die Köpfe revolutionär, die Hände bleiben unschuldig". Umsonst auch mühte sich der Imperator an der Seine, den Mephisto zu spielen und Preußen zu Compensationen zu bringen. Nicht einen Fuß breit deutscher Erde den Fremden preisgeben, dieser Cardinalsatz stand bei dem Könige wie bei Bismarck fest. Freilich, wenn Napoleon es unternahm, Preußen gegen Oesterreich und dieses gegen Preußen zu Hetzen, so gelang dkS bei den damaligen Verhältnissen um so leichter, als einerseits das beiderseitige Streben nach der Hegemonie in Deutschland dm Antagonismus nicht absterben ließ, andererseits tn dec gemetnschaftltchm Verwaltung der Herzogthümer eine stete G-fabr eineß feindseligen Zusammenstoßes lag. Dem Kenner der Geschichte, welcher die Gegenwart auS der Vergangmheit verstehen gelernt und die Zukunft zu deuten weiß, mußte der Krieg zwischen den beiden Vormächten ebenso ein Ax'om fein, wie es ketn Zufall ist, daß Athen und Sparta im peloponesischen Kriege einander zum entscheidenden Kampfe gegenübertraten. Und zweifellos war BiSmarck längst mit diesem Gedanken vertraut, so sehr er auS Rücksicht auf die ungeheure Verantwortung eines solchen Krieges, wie auf die persönlichen Gefühle König Wilhelms gegen den Wiener Hof alle Versuche zu einem Compromtß machte und nicht müde wurde, Thetlungsprojecte hinsichtlich deS Einflusses in Deutschland vorzuschlagen. I<3 ich i(l’ den an ; neben feinen Das fühlten Alle. btt Bund mar ein Unding geworden; deshalb versuchte e« Oesterreich mit dem Frartfurter Füistentag, Preußen v t der Bund Sresorm. Za, ba« Uh ter e war sogar doe Zeitlang dem Dualismus eine« Süd- und Norddeutschlands niet aiaen.lRt; bet eüD.n foUte In dl- M-chttphir- her Korben unter der Preußens liegen. Man weiß, wie auch dieser Vorschlag keine Verwirklichung sand, wie Preußen bann mit Italien in Verbindung trat, Napoleon auf - Neue seme Sirenenklänge hören, gleichzeitig aber auch Oesterreich Hostaung auf Preuß.sch»SchUsien schwächsten Auge ersichtlich. Nichts Anderes als (^ottüertrauen war e8, bat den Kanzler auf seinen waghalsigen Wanderungen und Kitten durch icmd.iche etä*k durch das allüberall von Franctireurs besetzte fcanb als nebenter -tjoft unbfiWtter kEdiutt begleitete. Ja! dieser herrliche Besitz des Menschen, bie echte Religiouiät, der tief jm Gemütbe, nicht in Aeußerlickkeittn wurzelnde (glaube feiten den grotzen Staate- mann das machtvolle Genie in diesen Stunden, wie in den dangen -^agen. als er seine beiden geliebten Söhne im Kamme wußte, als ihm der Eine ichwer verwundet in's Haus getragen wurde, als täglich Nachrichten von dem lobten freunden und Bekamiten kamen- Dieser Glaube aber war es auch, der ben zauienbm unb-aber Tausenden Stärkung und Erquickung in den bangen Minuten bot, in denen sich d'e Seele hoffnungsvoll und getröstet von dem zerschmetterten blutigen Körper trennte- Der letzte Laut der bleichen Lippen war bei den meisten der ^uischen Eolbaten em ergebungsoolles Gebet, ein Segenmpruch oder Ade für die daheim Gebliebenen. Wohl ein anderes Bild, als das des verzweifelnden Gottesleugners, sur ben mit denr^ode Wes zu Ende ist, dessen letzter Lebensodem zugleich mit dem Fluche entweicht, da« er so jung schon sterben müsse. - Doch genug von bttfen Reminiscenzen em GNpracke. die ich in jener unvergleichlichen Zeit mit deutschen Cmctercn un El,aß hatte - dc gleiten wir den „eisernen Kanzler' aus seinem Zupe gegen PanS - en enern n Kanzler! — nie mehr verdient er diesen Namen, als tn diesem Feldzuge, in dem seine Eonsequenz und Unerschütterlichkeit unsere Bewunderung erregt- Nirgends w'de ich ben Vergleich mit Luther so am Platze, als in dieser großen Epoche: nirgends mag man mehr erkennen, daß beide Männer in ihren Vorzügen und - t^krn derselben Art entstammen. Ich stehe nicht an, zu behaupten, daß Beide in ihrem innersten Wesen den Romanen ganz unverständlich bleiben müssen. Es fehlt ihnen ganzl icneS Theaterpathos, jene hochtrabende Ausdrucksweise, iene Berechnung ihrer Worte für die Kritik der Zeitgenossen und das Urtheil des Geschichtsschreibers, das etwai Ludwig Xl>. das Napoleon l. so oft an den Tag legten. Tas ist der Gang, die Nedeweste, welche auch anderen Menschen eigen ist, kein Schreiten auf dem Kothurn: der Ausdruck des Gedankens, der Empsindung einfach, grobkörnig oft ja derb aber immer paHaw- Unb inmitten all' der taufenbfadjen Gefahren von außen und der Zweifel m Innern köstliche Ruhe unb prächtigen Humor, als ob man tm tierjten erriebcn lebte, unrichtiger, als anzunehmen, baß Bismarck's Wirken in zenem Kriege ein ungehemm es gewesen märe: an Aerger und Hemmnmen fehlte eS ihm nicht, oft batte er Hä। über bie Militärs, über gewisse Fürstlichkeiten und Uber die Schonung ^ber -tarnen ur bas .Babel" an ber Seine zu beklagen: ost stutzte er darnach, seine Gedanken tn,L weg durchführen zu dürfen, es kam sogar dazu, da« er seme Entlastung nehmen wollte Wohl wirkte dabei auch bie übermenschliche Anstrengung mit, bie sogar bie riejenbaitc Natur des Kanzlers angriff. Nicht die körperlichen Strapazen, die er leicht ertrug, die erdrückende geistige Arbeit war es, die seinen leibenben Nerven gefährlich warb. Rubelnd mit Gefühl en, wie die Väter in den Befreiungskriegen, zog Alldeutsch: land in den Kamps- Nickt vermessene Siegesgewißheit erfüllte die Herzen: man wußte baß man einem barten Strauß entgegengebe: Biele besorgten, daß die deutschen Truppen de Prätorianern des Kaiserreiches nicht gewachsen »ein wurden- Da erweckte der aroßberz a! Entschluß des edlen Königs von Bauern welcher Suddeutschland einer nationalen Politik rokbergab, frolw Hoffnung. Zn Ende ««r cs la nun mit der schmachvollen Unterwürfigkeit des ^udens — Napoleon n hatte mir das Cubbeujd) land des Rheinbundes vor sich, feine Austastung war, Gott sei lstdankt enie falsche. Gebieterisch forderten die süddeutschen Stamme den Anschluß an ^eußens Heer Bauern, Württemberger unb Babenser tbaten in tunlidiei a>eife ihre nationale l'll d - wie Bismarck gar oft freudig anerkannte. Wie trüber, io zog auch 1870, diesesmal zur gewaltigsten Entscheidung, der deutsche Staatsmann Mit IN- den .tiieg- Die einst gegenüber dem Drohen volksverrätberifcher Minister ini Luden die nut einei neuen Vereinigung mit Frankreich gedroht hatten, jenes berühmte Wort aiissprack. Der Appell an die Furckt findet kein Ecko in deutschen Herzen .so ist n turd)tlo- unb ohne Zagen bineingeritten in s feindliche Land. Und ivahiltd). wer i ic lange Neihe von Gefahren betrachtet, die er unversehrt durckgemackt, wirb lagen wüsten hier wird das Walten einer höheren Macht, das Walten der Vorsehung, auch dem Am 16 August waren die Söhne Bismarck's bei Mars-la-^ours im heftigsten Kampf- g-wcs-n, „btt ältere hatte nicht weniger als drei Schaue bekammen. einen durch das Bruststück bes Rockes, einen auf bie Uhr unb einen durch das fleisch des Oberschenkels". Mit Stolz erzählte der Kanzler, der am übende sorgenvoll über das Scklacktseld geritten, um nach seinen Söhnen zu spähen, sein esohn Wilhelm habe einen Kameraden, ber am Beine verwnnbet war, mit kräftigem Arme ans dem Ge^ tümmel herausgezogen, ihn aufs Pferd genommen unb so gerettet. Doch Bisma:n Demuth dank« wollen! und der den Krieg entscheidet, W«in wir auch letzieren noch(gegen in«. llBiler lose Frankreich noch sorstühren müssen. Die Behandlung Frankreichs, dessengr^ same Kriegführung durch die Franctireurs, besten Verwilderung unter dem leiden sckaftlicken Hafse gegen die "fremden Barbaren" den . deutschen Soldaten lo arl I I mitfoielte war Bismarck nicht zweifelhaft- So arg der böse Wille nicht blos Einzelne sondern ber ganzen Nation hervortrat, ebenso grunblich mußte dafür geforgt werdei', daß Frankreich keinen erfolgreichen Neoanchekneg mehr fuhren könne. Der Zielpumt I on- ber Unterhandlungen, die Bismarck jetzt und spater mit >)ules ^avre und ThierS I führte der Grundgedanke aller biplomatiscken Lckrsttstücke mußte die Erlan-ung Sicherheiten gegen Frankreicks böse Absichten fein. Zn genau.kannte der beut | I Staatsmann Sie Vergangenheit, um nicht zu wissen was bie PoUstk y I Deutschland stets bedeutete — diesen brutalen Mitzhandlungen iollte endlich einmal e . Ende gemacht werben. All' bie Drohungen, all' den sentimentalen Apvules Favre s überden beii Staatsmanm mit dem er io ost und in |° erschütternden Momenten zu veidandel batte. Favre schreibt von ihm: ..Tie grobe Gewalt, die et °usubt. tlogt ibm i°-de^ I HockmutH noch Täuschungen ein, aber er halt baran test - • • 3cnn ^Bme^mfter Nähe umschwirrten. ES ist mir aber doch lieber so, al« wenn er bie Dm ficht übet- trtebe. Er war enthusiaSmirt über seine Truppen und mll Recht, sodaß er da« Sausen und Einschlagen neben sich gar nicht zu merken schien. Ruhig und behaglich wie am Kreuzberg, fand er immer wieder Bataillone, denen er danken unb guten ^"b sagen mußte, bis wir bann richtig wieder ins Feuer hinetngerathen waren- Ec hat aber so viel darüber hören müssen, daß er eS künftig lasten "ird. h,«rtnnufrte Rasch kam — trotz aller Kreuzungen durch Napoleons später deSaoouirte 3lrronbliung6anhäße - der ersehnte Friede für bie Vötter unb die H.ere, in den Verhandlungen mtt Frankreich, wie tn denen m t ben M ttel, und Kleinstaaten l at BtSmarck wundersame Energie und kluge Nachgteblgkeit gczUgt Ji n^nti ?t?D^!k4. wa« dieser Staatsmann bedeute. Triumphe aller All wurden thm^zu The.l, die^Vo k« Vertretung selbst wetteiferte, ihm ihr Vertrauen zu erweisen, nur enge verbistene alte @e8ne®gl8RritbVemeft,mantUDO"lI1o,«n - Goas BiSmaock aber, auss W ermüdet unb adgiftvannt. ,°g sich aus bie Insel Rügen zurück, um nach einigen Wochen wieder u7tdwmb'?ae»"^ Schon ^m7Feb,u„ 1867 ... mnn über die Verfassung einig; der Entwurf wurde zur G.nehm.gung dem | mittlerweile gewählten constttuirenden Reichstag oo^clrgt. SD,c ®t”t neuen Organisation sind bekannt; sie entstanden nicht aus thcoretstchen Erörterungen, sondern fügten sich ben praktischen BedÜrsnisslN an. Als D'dmarck den Entwurf d m Reichstage mittheilte, kam es ihm vor Allem darauf an, bati man nicht wieder in ver derblicher deutscher Genauigkeit endlosen Berathungen fiij^nfltj)e et ba« ost cltlrte Wort: »Arbeiten wir rasch! Setzen wir Deutschland sozusagen in den 'Na.7on In den Satt-l g.hodrn. ad-r von sittft ttrntt n» kng (Retten nicht' er mußte auch ihr Rittmeister werden- Und er hatte I vielfach mit recht störrischen und ungeschickten Leuten zu thun, eS war Arbell vollauf auch für den versuchten unb etprobLn Mann! m _ «ncr damals sanguinisch eine baldige Erweiterung deS Norddeutschen Bundes ermattete sah sich in seinen Hoffnungen getäuscht: stärker als je schienen die Gegner de? unioniftischen Richtung zu widerstreben, selbst die drei Sessionen drS Zollparlamcnt« brachten keine Resultate in der ElnigungSfrage. Einen Trost freilich mochte man in dem Erfolge der BtSmarck ichen Dolittk ^rflnfretAS Dräsentionen gegenüber ersehen, baö, wie bekannt, sowohl bte Luxemburger Laa. auswals. Ä st» Sud) In bie «ngetegenheft Nordsibtti-igS drangt, Ädn fein Kleefeld wird vom deutschen Gebiete abgetreten! DaS war stets die Ant mnrt' be8 deutschen Staatsmannes, ber unter vielen anderen hochwichtigen politischen w ein Schloß Var,In zurück. Unb hier lebt ber Mann ber graften europSischen Epopöe seiner ihm so sehr nöthigen erfrischenden Idylle. Auch in BtSmarck ist die deutsche Zweiseelennatur — der Mann, der nicht rasten unb ruhe?kann desim WI°: bie Wett bewegt bat bte Innigste Sehm.-cht nach einem der Natur htngtgebencn Stillleben, innia mit ber ewig gleichen delligen Na m ! Ader wie fick Sulla als Erdictator tn bem kleinen Landstadtchen, in das er sich zurückzog, dne n?ue Ihötig eit fchuf tn der er wiederum ber Große, Siegreiche war, so war ber Senfe^be9 5en !Bunbe8 in Varzin ber Meister ber Natur geworben, auf dessen Machtgebot Forste entstanden unb unwirthliche iSegenden lohnenden Ertrag liefern mußten. Ob er nun hinauSrttt in bte beglückende Stille der Wälder und die würzige, kräftige Luft einsog, ober ob er, im Herbste noch immer auf seinem aellebten Landsitze weilend, am mächtigen Kamin, die Pfeife in der Hand, den wackeren „Sultan w Füßen, von ber Vergangenheit träumen oder ZukunstSplane in seinem Geiste gestalten mochte, Eines bl'.eb stets unverrückt fein höchste« LebenSelement - daS war der kategorische Imperativ, den der Weise von Königsberg, den JiNw^uel Kant ihm zur Nlcdtschnur deS LedenS gemacht. Die Pflicht war e«, welche ihn gar oft bet ent» scheidenden Verhandlungen rasch nach Berlin eilen ließ; lsie Pflicht erhielt ibn inmitten der scheinbaren ländlichen Zurückaezogenhett stets tn Dienst. Ernster verantwortungsvoller als je sollte sie im Juni 1870 an ihn berantr t n. ES waren die Tage, Ebenen daS Kaiserreich, daS nicht der Friede war, die alte Politik Frankreichs gegen Deuisch- lanb bte Politik gcwisi'.nlosester Frivolität unb Eroberungssucht aufzunebmrn sick veranlaßt sah Man weiß, welche Keckheit der bomatige französische ^schafttr Bmedetti, welche Verlogenheit bte französischen Minister entwickelten, wie König W lhelm dem aufdringlichen Sendling Frankreichs künden ließ, er habe ihm weiter nichts mehr zu faaen. Die Folge war die Kriegserklärung, welche man um pben ^18 haben mußte, um üe ber grande nation zu ihrer Beruhigung hinzuwerfen. Die Erklärung, welche nad) btefer leichtsinnigsten politischen Hanblung beS Kaiserreiches von Seite Preußens an bte Eabinette Europa« erging, ist au? L'smarckS Feder; dne edlere, mannhaftere Sprache ist fetten in einem diplomatischen Aktenstücke gesprochen worben- gerne tv- Unert man sich auch heute wieder dieser maßvollen, so ganz von deutscher Att durch- die1 i - EÄploinc mW äasi SSS cngcHben werdci^ UnKrjeicbnfttn» finit versehe".^ t Ubr. mw 1Kit bem !-1M- iv ;am l?ütcrtari! Cberbcffcn jur W Heber beffen W errrbitionen, von w' trtnwlare käuflich b tziiskunft. , Hetzen, den 29-. Srotzherzotz SsttheW dem 1. Ap Ü'.MHnmg: fr RaLttay I ichen Vieh- ■ der Nachtrag 11 fischen 6üti •Jiäbere Auskm ctbeiltti die Güte tzießMi den 31 iKroßherzo Gonfuri J.7 bem Mui vermögen be6 A Äübi von Hot r.^aft in Gie hing eines nachtr korzugsreG Tei Donnerstag Vormütag^ vor dem GrG rterseldst anberaur ließen, den 31 & x virichtsschreiber d Jm ^reiherrlich ^»Walddistrikt - "Mittwoc gegen 1 l 2500 Wcüc Verpackung von Glas, Porzellan zc. Möbeltransport Heinr. Weidenhaus Giessen Wallthorstrasse 13. 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Die Bedingungen können auf der Registratur Großherzoglicher Direction, Zimmer Nr. 4, eingcsehen werden. Angebote find an den Unterzeichneten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 10. April, Abends 6 Ubr, einzusenden. Gießen, den 2. April 1885. Der Eisenbahnbaumeister. Conkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Bäckers Johannes Rühl von Homberg a/O., jetzt wohnhaft in Gießen, ist zur Prüfung eines nachträglich angemeldeten Vorzugsrechts Termin auf Donnerstag den 30. April, Vormittags 101/4 Uhr, vor dem Großherzogl. Amtsgerichte Hierselbst anberaumt. Gießen, den 31. März 1885. Neidhart, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen den Districten Loch, Röder, Aulbach, Haag, Saal, Eichwäldchen ic. Ausgebot: Lungen- und Halskranke, (Schwindsüchtige, Asthmaleidende), Urnverfitats - Chronik. — General-Superintendent Schwarz tn Gotha ist gestorben. Schwarz Ist am 19. November 1812 zu Wnck auf Rügen geboren, flublrte tn Halle, Bonn, Berlin und Grnsswald Theolog'e. In Halle Mitglied der Burschenschaft, mußte er für diese Verbindung etn halbes Jahr auf der Festung Wittenberg büßen. Im Jahre 1841 habttttlrte er sich als Prioatdocent tn Halle und vertrat 1848 bk Kreise Torgau und Ltebenwerda tm Frankfurter Parlament. Herzog Ernst von Sachsen - Koburp - Gotha ernannte Ihn 1877 zum Genrral-Supriintendenlen. Schwarz etn Schüler Schleier- macher's, nahm an der Gründung deS deutschen ProtestantenveretnS den lebhaftesten Authetl und stand fett 1864 mit an der Sitze desselben. empfiehlt in reichster Auswahl zu äußerst billigen Fabrikpreisen Die Filiale der Mainzer Schirmlabrik Geschwister L©rsch, Seltersweg. Kindersonnenschirme von 50 Pfennig per Stück an. Repariren und Ueberziehen der Schirme schnellsten- und billigst. 2423 35 33 38 30 45 1160 58 Jedem Louis Rothenberger, Neuenweg 22. werden auf die Medicinal-Pflanze „Herba Homeriana“ aufmerksam gemacht. Dieses von bedeutenden Aerzten gegen jene Leiden erprobte Mittel allein echt zu beziehen durch das Special-Depot von A, Wolffaky, Berlin N"., Weissenburgei-str. 99. Schön lackirte Möbel 'olid und geschmackvoll gearbeitet, empfiehlt M billigen Preisen 95 „ „ Reiser. Die Zusammenkunft ist in Pfaffen- berg, bei Nr. 1 des Stammholzes. Crumbach, den 2. April 1885. IVeitheiieit in Sonnenschirmen Oolzversteigerung. Mittwoch, den 13., Donnerstag, den 16 und — wenn nöthig — Freitag, den 17. April kommen in der Forstwartei Maulbach Holzverkauf. Donnerstag den 9. d. Mts., von 1 Uhr ab, wird bei Wirth Herrn Weis- brob in Salzböden aus dortigem Gemeinde-Walde verkauft: 1. Aus Distr. Austück: a. Buchenholz m: 5 Felgen, 72 Scheit, 31 Kpl, 33 Stöcke, 1107 Reiser; b. Eichen rm: 3 Kpl.; 11. aus Distr. Hardt: 539 rm gemischte Reiser; III. aus Distrikt Faberstück: Buchenholz rm: 47Scheit, 55 Kpl., 19 Stöcke, 86 Reiser u. 404 rm gemischte Reiser; iv. Totalität: a. Buchenholz rm: 6 Scheit, 2 Kpl., 23 Reiser; b. Kiefern rm: 11 Kpl., 29 Reiser. Crofdorf, den 2. April 1885. 2442 Das Bürgermeisteramt. bin ich in Stand gesetzt, Kistchen von 100 Stück wovon die reinen Farben 5 per Stück kosten, ÄS ßcn Staate- ai§ et ! ^wden unt n und Qbtt xn slch dik w [rennte. *tcn ein nen. "dem Stobt ÄMet -er* eisernen 2 feine nnbe ich urgends mcig em derselben em innersten " ganz jenes Borte für bie Ludwig Xiv. eweise, welche Ausdruck des 'wer passend, ä im Innern lebte. Nichts ungehemmtes Eichen-Abschnitte mit 19 Mm., Kiefern mit 7 Fstm., Rm. Eichen- u. Buchen-Scheit, n ff ff ff Knüppel, „ „ „ „ Stockholz Eichen- und Buchen-Wellen, Rm. Kiefern-Knüppel, ir e er sich über r Damen tüt ebanfen frisch-; nehmen wollte, bie riesenhafte I > im heftigsten. ommen, einen )a§ Fleisch bei itüoQ über das Wilhelm bflbt aus dem Ge-; Doch Bismark wurde in di so wenig Pw: m weiter geaei ill' den aroDr ; neben feine.; iese SchlaÄ c: >en sranzSK: Napolm ill iser im ossem sich wie'm da teren Umfiiinb aufe ftattfanb ichtencn Tisch ! M y Uxuw- Unsere btn von Wi- )tn dieser M te, das in b:r sagen zu lassen Es ist em Demuth bon'ei ’nen das Kaiser Hs, dessen fa» üer dem W Soldaten ft jt bloß Wr'tr • aesorgt we* ’• ^Der M javre und W e Erlangung - ante der deck der endlich nuB- ?n ApB leb BrsE rK *»« ö t&ffl übrr d!« .j, Daniel Heil Xm*^**z^ Daselbst ist auch die Brochüre über die „Heilwirkung und Anwen- düng der Medicinal-Pflanze .Herba Homeriana“ kostenlos zu beziehen. —-^-Din Packet k 60 Gramm für 2 Tage kostet 1.20. Ich warne namentlich vor Ankauf der von J. Kirchhöfen und E. Weidemann gefälschten Homeriana. 1455 Paolo Homerot Entdecker und Zubereiter der „Herba Homeriana *. Gewiß, alle Factoren hatten ihre Schuldigkeit gcthan- Selten hatte Deutschland eine so große Zeit erlebt; tapfere Gesinnung und Opferfreudigkeit, welche 1813 bereits Wunder geleistet, erfüllten nun das ganze Land- Und wie das Land, so that Jeder in den siegreichen Heeren seine Pflicht. Was Roon's Organisationen, was Moltke's Strategie geleistet, was des greisen Heldenkaisers tapferes Beharren geschaffen, kündet die Geschichte. Daß aber diese kostbare Arbeit die Glieder der Nation zum Ziele führte, daß der Erfolg so unverkümmert war und diesmal nicht durch die Federn der Diplomaten verdorben, sondern durch das Genie eines nationalen Staatsmannes völlig benützt ward, das ist und bleibt das unsterbliche Verdienst Bismarck's! und halte ich mich bei eintretendem Bedarf bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 695__H. Weidenhaus. 1 auch 2 Schüler erhalten gute Pension. Wo? sagt die Exped- d- Bl. 2-62 Die Zusammenkunft ist jedesmal um 9 Uhr Vormittags im District Saal, aus der Straße von Maulbach nach der Eisenbahnstation Ehringshausen, von welcher sämmtliches Holz 2—5 km entfernt liegt. Gute Straßen erleichtern die Abfuhr des Holzes nach der genannten Eisenbahnstation. Unter den Buchen-Scheitern kommen 36 Hainbuchen-Scheiter vor, welche unaufgespalten sind und sich zur Fabrikation von Schuhleisten, Wickelformen und zu Handwerksgeräthen besonders eignen. Scheiter und Knüppel werden vorzugsweise am Mittwoch ausgeboten. Mit dem Verkaufe der Buchen-Scheiter wird der Anfang gemacht. Wegen Einsichtnahme des Holzes wende man sich an den Großherzogl. Forstwart Bern ins in Maulbach. Maulbach, am 2. April 1885. Großherzogliche Oberförsterei Manlbach. Koch. _________________2437 Durch Uebernahme eines großen Postens sehlfarbiger, sogenannter Ausschuss-Cigarren 6 ff Keifgeöotenes. Louis Wittich II, Lager in wasserdichten Wagen-, Waggon' und Pferdedecken (mit Firmen- Aufschrift) zu Fabrikpreisen. 2434 J. H. Fuhr 25 Sonnenstrasse 25 empfiehlt in großer Auswahl Sommer-Handschuhe in fils de cos und Seide in allen Farben, 2433 Glace-Handschuhe 2knöpfig, schwarz u. farbig. Confirmanden-Hüte oon 2 JL an bis zu den feinsten empfiehlt in reicher Auswahl Mtthksßsche Eisenbahnen. Mit dem 1. k. M. gelangt der Nachtrag IV. zum Gütertarif Köln (rechtsrhein.)— Obcrhcssen zur Einführung. lieber besten Inhalt ertheilen die Güterexpeditionen, von welchen auch Nachtragsexemplare käuflich bezogen werden können, Auskunft. 2440 Gießen, den 29. März 1885. Grotzherzogliche Direktion. Oberhesßsche Eisenbahnen. Mit dem 1. April d. I. gelangen zur Einführung: der Nachtrag I zum Oberhessisch-Hessi- fchen Vieh- rc. Tarif, der Nachtrag m zum Oberhessisch-Hessischen Gütertarif. Nähere Auskunft über deren Inhalt ertheilen die Güterexpeditionen. Gießen, den 31. März 1885. 2441 Grotzherzogliche Direction. la. Portland-Cement Fabrikat Schifferdecker & Söhne, Heidelberg empfehlen billigst 1422 Jean Dern & Cie. Friedrich Leo €1 1 e 8 • e n. 391 Specialität: OwffjBC- Salat Kartoffeln (sogen. Mäuschen) empfiehlt 2272 I. Schäfer, Kirchenplatz 4. 2341 Ein Stück Land an der Sammftratze zn verkaufen. Löber Wwe., Neuenweg 22. “"£084 Ein Garten am Wismarerweg ist zu verkaufen. Näheres Neuenweg 20. Herren-u. Damen- Dtrohhüte werden gewaschen, gefärbt und faronnirt bei 1976 C. L. Gail, Seltersweg. 2398 Einen Lehrling sucht Louis Wittich II., Sattler. 2401] Llnftreicher-Gehülfen gesucht. ___________C. Stephan») in Wetzlar. 2025 Eine kleine stille Familie sucht ein Logis von 4—5 Zimmern mit Zubehör, parterre oder im ersten Stock, mit Garten. Offerten mit Preisangabe bittet man in der Expedition dieses Blattes ab- zugeben.__ 2333 Für' eine ruhige Familie wird pr. Juni—Juli ein Logis von 6—7 Zimmern nebst Zubehör außerhalb der Stadt zu miethen gesucht. Gefl. Offerten sub J. 18 an die Exped. d. Bl. Im Freiherrlich von Rabenau - schen Walddistrikt Niederseilbach werden Mittwoch den 8. April, Mittags gegen 1 Uhr 2500 Wellen gemischtes Lsulchoh-Reifig versteigert. Treis a/L., den 28. März 1885. 2429 Awendt, Oberförster- Holzdersteigerung. Donner-tag oen 9. d. Mts., Morgens 10 Uhr anfangend, kommt in dem Pfarr- und Kirchwald zu Crumbach folgendes Holz zur Versteigerung: Neuheiten für die Saison in Damen-Begenmänteln, Promenadenmänteln, Umhängen, Mantelettes, Visites, Paletots, Jacquettes etc. aus den modernsten wollenen, seidnen nnd Fantasiestoffen angesertigt, find eingetroffen Ich empfehle durch dirccten sehr Vortheilhasten Baareinkaus, eine reicbbaltige Auswahl, von den cinfacksten bis l« den hochfeinsten Sachen, in allen Größen und Weiten, ;u außergewöhnlich billigen Preefen. A. Docter. Seltersweg 57, dem Hotel „Prinz Carl“ gegenüber. Das Neueste der FrühjabrS-Laison in Strohhüten, Federn, Blumen, Bändern, Stoffen und Hut-Verzierungen empfiehlt in großer Auswahl billigst. Strohhüte für Damen, Mädchen unb Knaben schon von 60 H an. 2090 _______A. Fangmann. Neueste Soiinenscliirme für Damen und Herren eingetroffen. 2432 MeyerhofE & Goslar. Wr Consirmanöcn empfehlen eine sehr reichhaltige Auswahl schwarzer und farbiger CachemirS, sowie Confirmanden Anzüge zu billigen Preisen- 243i__MeyerhofE & Goslar. Lhierschützvereül. flenerntoerfammfunn Abends 8 Uhr, im Cafe Schwinn. Tagesordnung: Ersatzwahl des Ausschusses- — Rechnungsablage. — 2461 Allenfallsige Anträge von Mitaliedern. . Cafe Schwinn. Vorbcrcitungs-Institut m Gicstcn. Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär-, specielle Finanz- und Geometer-Examina, für den kaufmännischen Beruf, sowie behufs Aufnahme in Gymnasien, Real-, polytechnische und sonstige höhere Schulen. Für Geschäftsleute, welche sich für ihren Beruf oder ein Examen vorbereiten wollen, an den gewöhnlichen Cursusslunden thcilzunehmcn aber behindert sind, ist ein Abend-Cursus eingerichtet Beginn des Sommer-Semesters am 13. April 1885. Der Vorsteher: Dr. Kübel« 2131 Bahnhofstrasse 45. Durch Gewinnung neuer, namentlich ausländischer Lehrkräfte bin ich in den Stand gesetzt, neben meinem Institut mit dem 1. Mai eine Correspondenz- u. Conversations-Schule zur gründlichen Erlernung des schriftlichen und mündlichen Gebrauchs der französischen und englischen Sprache zu eröffnen. 2126 Nähere Auskunft ertheilt in den Stunden von 11 — 1 Uhr Samstags und Sonntags. _________________Der Vorsteher: Dr. Hübel» Tanz - Unterhaltung I des Kranken-UntcrstiihungsHun-cs dcr Slhncidcr (E. D.) 2499 Hiidebraiid’sclies BOCK-A LE. Bäckerkränzchen am 2. Oflerfeiertage im Saale des „Prinzen Carl“. Anfang 7V2 Uhr Der Vorstand. Nur gegen Vorzeigung der Karten ist der Eintritt gestattet._______2244 Am 3. Osicrfcicrtagc: Concerl im Sdiöiiliof zu Lollar ivozu ergeben^ einladet__________[2395]JE/* Schön. Idcrttncnrcrcin . Anmeldungen sind unter Beifügung der Militär-Papiere bei dem ersten Vorsitzenden LouiS Perri III., Schillerstraße oder dem Vorstandsmitglied AuliuS HooS, Marktplatz einzureichen. 2267 Der Vorstand- Am 2. tststcrfcicrtagc: Tanz-JIasik. Äm-aTOsterfeiertage Gutbesetzte Tanzmusik wozu ergebens! einladet x ... - 2487 Restauration Schmidt. Grunbergcrftrahe. Aicdaction: A SLeyda. — Druck und Verlag der T. Osterfeiertag im Saale des „Caf« Leib 1384 60-80 Pfg. 1703 besorgt. Brühl'ichrn Druckerri Cbr. Pietsch) in Si-b-n. Albert «ehrend, Marktstr - u. Neustadt Ocke Karten an der Kasse ä I Mk, Das <£omite. Hochachtungsvoll L. Berlrand Anfang 8 Uhr. 2253 ___________________________________ Achtung! Slrohhüte, Blumen, Federn! Wer einen schönen modernen Hut kauten will, oder einen alten umgeformt haben will, der wende sich gefälligst an meine Filiale Wettergasse 3. 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L"erm. ttoch, >-chreinermstr, __________________Wcstan'.agc 6.___________ 2417 Ein gesitteter, iui Zeichnen geübter Junge findet Stelle als Litho grapden'Lehrling in der Lithographie und Steindruckerei von Martin LooS, Bahnhofstraße 28. »et i Die nachj Die dies unb zwar um 7 Kamffchasten all Kaffen. Hierher und zwar um um 10 Uhr hierher und jmir uw . um P, Ubt ™ iämnitliche R« Hierher c öb zwar uw 3 11 * Uhr für Hierher g @ro66 *9 ^Qnber, . und <>a/' '«iS* h N Ski JKl ?