1863 Donnerstag den 5. März Nr. M ailNea, Erscheint täglich mit Nusnahme des MontagS. gegenüber. liegen nur noch 750,000 Pikul in Shanghai, der Norden hat also nahezu die ||lfte seines Bedarfs empfangen und demgegenüber erscheint es sehr zweiselhast, > .Job die erwähnte Maßregel zu dem sranzösischerseits gewünschten Zweck, einen . J6ß i8> Druck auf die Pekinger Regierung auszuüben, führen wird. Allerdings wird . ’!/■; ■ 20 4Hau§ Peking gemeldet, daß alle Würdenträger des chinesischen Reiches aufgefordert in '/r Friedensneigungen der chinesischen Negierung nach den bislang gemachten Erfahrungen sehr fraglicher Natur. Nach den letzten Meldungen aus London ist das Cabinet Gladstone entschlossen, zu bleiben, obgleich die geringe Mehrheit von 14 Stimmen, mit welcher das Unterhaus das conservative Tadelsvotum ablehnte, gerade kein Vertrauensbeweis des Hauses für die Regierung ist. Herrn Gladstone kommt jedoch der Umstand zu Hülfe, daß seine parlamentarischen Gegner dem Lande keinen geeigneten Mann als Nachfolger Gladstone's zu präfentiren haben und trotz der gegen das jetzige Cabinet selbst in liberalen Kreisen herrschenden Verstimmung wird es daher dem englichen Premier ermöglicht, stch auf seinem Platze zu behaupten. Die allgemeine Stimmung in England — wie stch aus den leitenden Londoner Blättern entnehmen läßt — betrachtet zwar die Entscheidung des Unterhauses als eine moralische Niederlage der Regierung, ganz abgesehen von der entschieden verurtheilenden Abstimmung im Oberhause, da aber eben Niemand da ist, Gladstone wirklich zu ersetzen, so wird England sich auch einstweilen mit demselben noch behelfen müffen._____________________________ Daß Frankreich sich im Kriegszustände gegen China befindet, ’ ui, von einer Kriegserklärung gegen die französische Regierung scheint also . 'Adem Reiche der Mitte gegenüber noch immer die Fiction des Repreffalien- St wan Zustandes ausrecht zu erhalten. Um die Chinesen mürbe zu machen, hat die sranzöstsche Regierung wieder ein völkerrechtliches Novum ersonnen, indem sie worden seien, ihre Meinung darüber abzugeben, ob es angezeigt erscheine, den Krieg gegen Frankreich sortzusetzen oder Frieden zu schließen; indessen sind die ijen für HM und M jo az %t\* ' {qflt bu Erped- d- M. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P>. Politische Ueberficht. Gießen, 4. März. Ueber die ferneren geschäftlichen Dispositionen im Reichstage und im preußischen Abgeordnetenhause verlautet, daß im letzteren nach Erledigung der zweiten Etatsberathung eine achttägige Pause eintreten soll, um dem Reichstage die nöthige Zeit zu gewähren zur Erledigung des Etats und der zweiten Lesung der Dampser-Subvenrions-Lorlage. Bei dieser Eintherlung soll die dritte Lesung des Etats im Abgeordnetenhause in der zweiten Woche des März beendet sein, um alsdann den Etat an's Herrenhaus gelangen zu lassen, so daß er zur vorgeschriebenen Zeit, d. h. bis zum 1. April, fertig gestellt Nirrean: Schulstraße 7. unreif ..stilles 20* ’S fr! i 21' angenehmen und heiklen Ausgabe mit vielem Geschick entledigt hat. Der Be« richt liefert ein klares und anschauliches Bild der Verhandlungen- Man muß "demselben entschieden Objectivität nachrühmen, und hat Herr Brömel die Be« . k . denken der freisinnigen Opposition in einer Weise zur Geltung gebracht, die für MMiM MMgkll. die Plenarberathung das Beste hoffen läßt. Die „Germania" meldet aus Rom die Wiederaufnahme der preußisch-vatikanischen Verhandlungen. Ob damit die Anwesenheit des Fürsten .(Ti mtrrn*« erlernen gu8foroSfi jn Rom, der privatim wegen Besetzung Des Erzbisthums Posen ver- Darmstadt, 2. März. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Mergnädigst geruht: Am 28. Febr. den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Grünberg, Dr. Friedrich Wilhelm Möbius, zum Landgerichtsrathe bei dem Landgerichte der Provinz Oberheflen, den Amtsrichter bei Großh. Amtsgerichte Mainz, Hugo Forch, zum Landgerichtsrathe bei Großh. Landgericht der Provinz Rheinheffen, den Staatsanwalt bei Großh. Landgericht der Provinz Rheinheffen, Dr. Karl Pre- tor ins, sowie den Amtsrichter bei Großh. Amtsgericht Mainz, Emil La ist, zu Landrichtern bei Großh. Landgericht der Provinz Rheinheffen, den Gerichts- affeffor Richard Stephan in Mainz zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Mainz und den (Jerichtsaffeffor Wilhelm Bücking in Mainz zum Amtsrichter bei demselben Gericht, letzteren mit Wirkung vom 1. März l. Js. an — zu ernennen. —r. Darmstadt, 3. März. ^Zweite Kammer der Landstävde.1 Zu Anfang der Sitzung verkünd,gte der 2. Präsident WolfSkehl, der heute den Borfitz führte, daß das Finanzgesetz für die Jahre 1885/88 von Großh. Regierung zur Genehmigung vorgelegt worden sei. Nach demselben soll bet der Grundsteuer auf die Mark Steuer- kapital 15 Ma., bei der Gewerbe-, Einkommen- und Kapttalrentensteuer 17 Pfg. ausgeschlagen werden. Weiter soll in dieser Fiaanzpertode Weinfteuer von den Kleinver- taufern erhoben werden und find auch unter solchen zu verstehen CastnoS und Bereinigungen, die Weine im Großen antaufen und an ihre Mitglieder im Kleinen abgebe». Eine ErbschastS- und Schenkungssteuer wird ebenfalls nach dem im vorigen Landtag verabschiedeten Gesetz erhoben werden. Alle übrigen Abgaben, wie Brückengeld re., bleiben bet diesem Ftnaüzgesetz bestehen. Auch sollen die EtngangSzolle und Retchs- steuern nach Maßgabe der durch die RetchSgesetzgebung getroffenen Bestimmungen vn- walttt und erhoben werden. Zum Schluß wird daS Betriebskapital der HauptstaatSkasse auf 2 200 yut)ße|6cra^un0 kommt man zu Kap. 90, „Ministerium selbst" und wird die GeneraldiScusfion hierüber eröffnet. . Ministertalrath Möller betont die Nothwendigkeit der Anstellung eines technischen RathS in der Steuerabtheilung deS Ministeriums, welcher Posten vom Ausschuß gestrichen wurde, und bittet die Kammer, diese Stelle In Consequenz der Berwilltgung bet andern R-ssortS zu genehmigen. Abg. Baur schließt stch diesen Ausführungen in ihrem ganzenlllmfaug an. Ein von dem Abg. Kugler etngebrachter Antrag, den Anfangs- bezw. DurchschntttS- gehalt der Vortragenden Räths dem Anttag der Regierung gemäß zu genehmigen, dagegen die Ueberschreitungsbefugntß der Regierung auf das normale GehaltSm^tmum von 6000 JL zu beschränken, wird, nachdem die Regierung durch Mtntstertalrath Weber diesen Vermittlungsantrag angenommen und auch die Minorität deS Ausschusses stch angeschlossen hatte, einstimmig angenommen. , Bezüglich der Berufung eines technischen RathS in der Abtheiluvg für Bauwesen wünschen die Abgg. Osann und Kugler, man möge fich bei einer eveot. Berufung im Inland umsehen, da unsere Verhältnisse inländischen Technikern bester bekannt seien als auswärtigen. Von der Regierung wird in diesem Sinne eine Zusage gegeben. Bezüglich der Gehaltserhöhung der 4 Bureaugehülfen beim Ministerium zieht der Ausschuß seinen auf Ntchtbewtlltgung dieser Position gestellten Antrag zurück und schlüßt fich in seiner Gesammtheit dem Antrag der Regierung an. Wetter kommt der seiner Zett zurückgestellte Thetl deS Kap. 16, „Gehaltserhöhung der OberrechnungSrSthe zur VerhaEung.br^l^a ^geber befürwortet auch hier Namens der Regierung die Erhöhung in dem festgesetzten Betrage von 1500 Abg. Osann wtdn-spricht den Ausführungen der Regierung insofern, als eine Gleichstellung Mit dm Gcha"^ der technischen Räthe hier nicht stattfinden könne, da die Qualifikation der technischen Räthe eine ganz andere sein müsse alS die der Ober-RechnungSräthe. Ersiv^tdie Höhe des jetzigen Gehaltes unfern Verhältnissen entsprechend und genügend, sollte KrelneEr Höhung dringend nothwendig erscheinen, so «oje man ben W sond dazu benutzen. Ferner ist er auch auS Gründen der Consequmz nicht für eine Erhöhung, da man die Gehaltserhöhung deS Präfidenten deS Rechnungshofes ver- ”Ci߀IÄap^91-94, .Portokosten und TelegrapbengebÜ^ nördlichen Collegienhause«, ^HauptstaatSkasse«, führung« finden ohne wesentliche Debatte mit den vom Ausschuß beantragten Dummen die ^^ehm^glmg^^S^^^^Rentämter" werden Pos. 1.2, 3 genehmigt. Die Be- willigung etnes von der Stadt AlSfeld an die geachteten Gesuchs um i^höhuug «»•"«* >•’511 ■* cr6B6t (jf»mmtari)ern>uttunasro(ien der gameralbomänen* wkb genehmigt. »7Äer®alfun8 und Forstschutz" beantragt die Mi- SBefdtiauna ber 9 Forstmeifterstcllen. Die Regierung befür. daß -S nicht thunlich s-i. dies?Fu^en in Magere Hände zu legen. Außerdem sei die Organisation von 1879 Zimmer zu vcrmietkiei sein kann. , r r . Auch jm Reichstage dürfte bei dieser Eintheilung sich keine Schwreng- n äIMI m8$rtiÄ”tr !>>« kett ergeben. Vor den Osterferien soll eben nur noch der Etat, die Zolltarif« Novelle und die Dampfer>SubventionS'Vorlage zum Abschluß gebracht werden. >, «wt ««8 Was die Dampfer'Subv-ntions-Vorlage anbelangt, fo ist man in Parlamentär,. w6r«6e 88, ist »« i.X scheu Kreisen im Zweifel, ob sie in der zweiten Lesung im Plenum em beffere« emi-th-r,. NLheresbei Schicksal haben wird, als in der Commission. Was den vom Abg. Brömel L. Fuhr, smettfMt 85, erstatteten Bericht anbelangt, welcher erst am Samstag zur Vertheilung getont« Swen in dH' L-g- d, men ist, so muß man anerkennen, daß Herr Brömel sich der nicht gerade m zu vemlekhen. - - — — - , .. ' ' ta itrte in der Exped. d. Bl. Sftaurahou Tpftb endliche mäblirtT^nv ____Mnksurterstrahe vtz. Angnste Frieffe. Suskowstt m Rom, ver priöattm wegen Belegung vrs vx,v WBW handeln soll, zusammenhängt, ist nicht erkennbar. Ueber den Erfolg der brsherrgen Bemühungen Luderrtz, utn eine Actiengesellschast mit 900,000 JL Kapital zur Uebernahme von Angra Pequena zu gründen, war bisher nichts bekannt. Nun bringt das Berliner „Tageblatt ein anscheinend von beteiligter Seite kommendes Entrefilet. Dasselbe bestreitet, daß Lüderitz in Verlegenheiten sich befinde; er wolle eben 21,000 Quadratmellen nicht ganz allein exploitiren. Doch enthält die Notiz bte Drohung, daß Lüderitz, falls sein Versuch hier scheitern sollte, englische Kauf-Offerten acceptiren werde. Angra Pequena bliebe denn doch unter deutschem Schutz. r Ofsiciös wird aus Berlin geschrieben: Der preußische Staats- rath, und zwar das engere aus den Staatsministern und den Mitgliedern der Reffort-Abthellungen bestehende Plenum, ist von Sr. Majestät berufen; der Zusammentritt steht nahe bevor. Diesem engeren Plenum wird das gesammte, über die Frage der Geschäfts- und Börsensteuer erwachsene, gesetzgeberische Material zur Berathung und gutachtlichen Aeußerung behufs Berathung der Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. i Eine Lame, die Etudrir in Mdemem V'' Karlsruhe gunch W-.M®1 m und Kindern MM MM Malen und Holzschnchen J ftwrfertiate Zeichnungen, ro liegen in der Buchhandlung kn lb zur Einsicht offen- A fBtif von Lumpep, - ®tt ^»anisseu, wir preußischen" Regierung für ihre "Abstimmung im Bundesrathe über diese Frage t Öüte0 auf vorgelegt werden. Es ist selbstverständlich, daß aus diesem Vorgehen der Staats- , Hausaror ' |ray regierung e{n Schluß weder auf ein ablehnendes Verhalten gegenüber dem lb gesuZt'i« v. Wedel loschen Entwurf, noch auf eine Zustimmung zu Den Oechelhäuse r'- jrflö ÄCM ^en Vorschlägen, noch auf die Stellungnahme zu der Frage überhaupt gezogen zpeohelmer f»- werden kann. Man wird vielmehr nicht sehlgehen, wenn man die Einberufung allthorstE-—bed Staatsrathes in ursächlichen Zusammenhang mit den Erfahrungen bringt, "T^nen welche mit dem preußischen Geschästssteuer-Entwurse gemacht sind. Man wird GeorsLW—7-^ sich der zahlreichen Einwendungen erinnern, welche aus den verschiedensten Kreisen nrmavchen werden m e"1 M Erwerbslebens gegen jene preußischen Vorschläge erhoben find. Nach der- Äi! gesucht- . selben Wahrnehmung bedarf es keines weiteren Nachweises, daß eine Geschäfts- —- sieuer-Vorlage auch dann, wenn sie den Namen Börsensteuer führt, nicht nur bestimmte enge Geschäftskreise berührt, sondern tief in das Geschäfts- und Er- TTjjie werbsleben weiter Schichten der erwerbsthätigen Bevölkerung eingreift. - Daß Frankreich sich im Kriegs^"^""^" " ttihhtlllitfl den Mächten amtlich notificirt worden, .7 njei sein NW China ist aber bis jetzt nichts bekannt, dit n nÄer Lage KMdem Reiche der Mitte gegenüber noch im Mer in sreww^i, an Zustandes aufrecht zu erhalten. Um die C i ftanzösische Regierung wieder ein völkerrechtliches Rovum ersonnen, moem ne OV den Reis für Kriegs-Contrebande erklärt. Freilich trifft der Schlag mehr den Tijt vv auswärtigen und namentlich den amerikanischen und englischen Handel, weshalb ^amCii' und Mustern §üon englischer Seite als eine Antwort auf die Neutralitäts-Erklärung von uorg^^^rinKl- Hongkong bezeichnet wird. Wie dem auch fei, jedenfalls scheint, daß die 6off* ;V‘i ‘ße'lirbt'2ori W ßflmMRnun9, durch diese Maßregel den Norden Chinas durch Abschneidung der Reis- ’pnben zufuhr m't einer Hungersnoth bedrohen zu können, ziemlich aussichtslos ist. t Sehren^ Shanghai nimmt gewöhnlich in seinen Docks 1 Million Pikul Reis auf — ii. etwa 600,000 Kilogramm — von denen 400,000 in den beiden Klangs ver- braucht, der Rest nach dem Norden befördert wird. Nach den letzten Berichten u M Volkspartei 1519 Für bebaute. Man hat mein Votum in der egyptischen Frage mit den Vorgängen auf colonial- volitischem Gebiete in Verbindung gebracht. Ich solle persönlich eine ungünstigere Meinung über die egyptische Politik Englands haben und diese Meinung solle sich auS einer Empfindlichkeit darüber herschretben, daß England meinen Rath nicht befolgt habe. Ich bin nicht leicht zu einem Rath über fremde Politik zu bewegen, am wenigsten aber bin ich empfindlich über eine Nichtbefolgung meines RatheS. Ich habe England über Egypten niemals einem Rath gegeben. (Hört! hört!) Lord Granville befindet sich im Jrrthum, wenn ich in Bezug auf Egypten ihm gerathm haben soll: to take it Egypten zu nehmen. Ein solcher Rath ginge weiter, als eS in meiner Gewohnheit ist. Der diplomatische Verkehr mit England wird meist durch Noten vermittelt, welche in London von unserer Gesandtschaft redigirt werden; der Tcxt wird dann hierher geschickt und durchgeseheu. Eine solche Correspondenz ist ähnlich wie eine Privatcorrespondenz und der Botschafter ist gleichsam nur der Uederbringer; man könnte fie eigentlich auch mit der Post befördern. Die Diplomatie wäre dabet eigentlich überflüssig; mein College Stephan könnte die Roten sämmtlich befördern. (Heiterkeit.) Sonst halte ich es immer für nützlich, erst mündlich durch den diplomatischen Vertreter sondtren zu lassen und dann die Forderungen entweder zu modivirev oder zu sagen: eS geht nicht ander«. So kommt man besser über die Sache hinweg, als durch den Verkehr mit der Post, bei dem man nie sicher über die Wirkung der Schriftstücke ist. Ich halte den mündlichen Verkehr für besser. Seit dem vorigen Sommer haben wir 128 solcher Schriftstücke mit 700 bis 800 Seiten erhalten, die sämmtlich durchgesehen, geprüft und beantwortet werden mußten- (Hört! hört! recht«.) So viel habe ich von den anderen Regierungen innerhalb meiner 110 Mitglieder 35 7 24 Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 3. März. Die „Nordd. All-,. Zig." schreibt: Seit dem fran. zösischen Kriege ist kaum eine öffentliche amtliche Correspondenz zwischen Cab» neten vorgekommen, welche mit den diplomatischen Traditionen mehr in Wider- sprach stünde, al« die jüngsten im englischen Blaubuche. Die Beantwortung der deutschen Beschwerden über das Verhalten der englischen Osficiere und Bc- * Nr i. voÄ zu neu, um daran zu rütteln. Der Ausschuß ist j-doch für eine Erhöhung der Gehalte der Oberförster, denn düse Kategorie von Beawten bedürfe am Meisten einer Gehaltserhö^hung.^ fprfl$en sich noch die Abgg. v. Wedekind für und die Abgg. Metz und Osann gegen dos Institut der Forstmeister aus. Heute^Mlttall hr"außerordentl^he Sitzung über die Interpellation Metz, „Verstärkung und Erhöhung der Rheindämme." to ‘Mw# Soc'aldemokraten von den Deutsch-Freisinnigen 45 zu erschlagen. Berlin, 3. März. (Original-Nachricht.) In der morgigen Sitzung deS Reichs- i ags wird gelegentlich der 3. Berathung deS Etats der viel erörterte Posten eines zweiten Directors im Auswärtigen Amt und der für denselben ««forderte Gehalt von 20.000 X zur Entscheidung gelangen. Die Aussichten hierfür sind noch sehr zweifelhafte, und kann der Beschluß sehr leicht mit einer nur ganz unbedeutenden Stimmendifferenz erfolgen. Ein volles Haus von 397 Mitgliedern vorausgesetzt, würoe sich die Abstimmung wie folgt gestalten: Dagegen: Centrum Polen u. Elsässer 20jährigen Thätigkeit als Minister des Aeußern von allen anderen Staaten zusammen urcht bekommen. Vielleicht machen solche Schriftstücke ja auf das Parlament einen lieferen Eindruck, als auf die fremde Regierung. Die vorhin erwähnten Actenstücke sind zu meinem Bedauern veröffentlicht worden und ich muß die Msttheilungm aus denselben hier richtig stellen- Ich habe nie einen Rath über Egypten an England rrtheilt, wohl aber bin ich um einen solchen wiederholt gefragt worden (hört! hört! rechts), sowohl von Lord Ampthill, als auch durch unsere Organe tn England. Ich bin gefragt worden, ob ich bereit wäre, der englischen Regierung meinen Rath oder einen Wink zu ertheilen über das, was Eagland in Egypten thun sollte, und was bei uns keinen Widerstand finden würde. Ich habe jedesmal die Antwort gegeben in dem Sinne der Schrift vom September 1882, die in Ihren Händen ist, daß sich ein Minister eines solchen Rathes enthalten müßte, da er anderen Cabinetten gegenüber eine gewisse Verantwortlichkeit habe. Ich bin weiter gefragt worden, ob ich mich nicht zu einer Meinungsäußerung herbeilassen wollte. Ich antwortete, daß ich nicht rathen würde, Egypten zu annectiren. Wohl aber würde ich an Stelle Englands eine sichere Stellung tn Egypten zu gewinnen suchen; solche Stellung zu gewinnen wäre aber ohne eine Collision nur durch den Sultan möglich. , , t o , Ich sprach mich also dafür ans. die Vermittelung des Sultans zu suchen. Ich meinte, daß tn solcher Form ein Anstoß mit den anderen Nationen vermieden würde. So würde England nicht mit dm Verträgen colltdtren und die Besitzer der egyptischen Bonds würden auch damit zufrieden, wenn sie eine sichere Verwaltung Egyptensdurch englische Organe erwarten dürften. Namentlich würden auch die französischen Rivali- iäten in Egypten vermieden worden fein. Dagegen mußte eine Annexion eine scharfe Spannung m dis Verhältnisse, namentlich in die zum Sultan und zu den Muselmännern tragen. Ich schlug vor, gleichsam unter der Firma des Sultans in Egypten aufzutreten, dadurch wäre, worauf ick hohen Werth lege, England mit Frankreich tn nuten Beziehungen geblieben. DaS wäre der richtige Weg gewefen, to obtam influerce. Wenn England annectiren wollte, so hätten wir ja das nicht gehindert, denn die Freundschaft mit England ist mir wichtiger, als das Schicksal Egyptens. Wenn England einfach unter türkischer Souveränität auftrete, so würde es vielleicht die öffentliche Meinung für sich haben, so äußerte ich mich damals. Eine Mißstimmung schien sich so vermeiden zu lassen. Wie der Entschluß ausfallen würbe, wußte ich nicht, ich konnte nur zur Vm sicht und zur Achtung für die Verträge rathen. Ich wußte diese Aufklärung geben, um die daran geknüpften Insinuationen zurück- zuweism, als ob ick England dnrck die Anmx on Egyptens ablocken und Verwirrung anrickten wollte. Ich habe diese Meinungsäußerung nur widerstrebend gethan und in der Ueberzeugung, daß der europäische Friede durch Rathschläge der Mäßigung gesichert werde. (Lebhafter Beifall reckts.) Der Grund der Verstimmung in England ist also hinfällig. Vielleicht ist diese Verstimmung auch nur scheinbar; man sucht den Grund für eine solche lieber bet anderen, als bet sich. Ich meine, daß wir für die Dauer hirect widerstrebende Interessen England gegenüber nicht haben. Ich meine, daß man sich einen Moment durch die Rücksichten auf einige englische Kaufleute leiten läßt, daß man aber im Allgemeinen zufrieden sein wird mit unserer Colonialpolitik in Afrika, und daß man dabei beharren wird ohne Rücksicht auf die Stimme von Deuffchland. Man ist bet den fremden Nationen zu sehr geneigt, anzunehmen, daß sich in Deutschland, wie im Jahre 1870, geharnischte Männer aus der Erde stampfen lassen, gleichwie ( tn der griechischen Sage vor Kolchis geharnischte Männer entstanden. Da fehlt aber > auch nicht das Haubersteinchen, welches Medea dazwischen wirft, wo dann die Manner über sich herfallen und sich zerraufen, während der fremde Jason dabei steht und zusieht, wie sich die deutschen Recken unter einander bekämpfen. Auch erinnert das an die alte deutsche Mythe, daß jedesmal, wenn ein deutscher Völkerfrühling wie unser verstorbener College Völck es nannte, eintritt, sich auch stets ein Loki findet, derdenHödun. den nämlichen blöden Menschen, veranlaßt, den Frühling zu tobten, den großen Mann . Berlin. sReickstagl Bet dem großen Interesse, welches die Rebe deS Fürsten Reichskanzlers in der Sitzung vom 2. März allerorten erregt hat, halten wir es für geboten, dieselbe so ziemlich ihrem Wortlaute nach zur Kenntniß der Leser zu bringen. $ürf* Ich kann uich?mit Sicherheit sagen, ob die Bewilligung eines Pauschquantums bei den verbündeten Regierungen Billigung finden wird, aber ich kann viel vorher sagen, daß ich meinerseits dieselbe befürworten will. Ich halte dafür, daß daö, waS wir erstreben für jetzt durch ein Pauschquantum ebenso gut erreicht werden kann. Ja, Ich würde vielleickt in der Lage gewesen sein, den verbündeten Regierung Antrag auf ein Pauschquantum vorzuschlagen, wenn ich geglaubt hätte, dätz in dieser Form die Annahme der Sache wahrscheinlicher gewesen wäre als bei einer ®eta.Irrung. Ich fürchte, daß, wenn wir ein Pauschquantum gefordert hätten, Sie bann Detaillirung von uns verlangt hätten, und wir können ja nicht mit voller Sicherheit voraus e hen, was kommen wird. Wenn wir ein Jahr Zeit gehabt haben, Land und Leute, die Be, arenzung der Besitzungen, die von unfern Landsleuten erworben sind, die oaltung, welche bis auswärtigen Regierungen unfern Unternehmungen gegenÜb-r beobachtet, kennen zu lernen, wenn wir ein Jahr lang Zeit gehabt haben werden, Erfahrungen zu sammeln, uns Berichte erstatten zu lassen, erst dann werden wir tn der Lage sein. Ihnen mit voller Ueberzeugung Detailvorschlage macken zu können. Düj-nigen die wir bisher gemacht haben, haben wir in fidem auf das Utthe-l des Syndikats zu Hamburg hin gemacht; ob unsere eigene Anschauung übei’S Jahr dam t vollständig über- Eimmt, kann ich nicht vorher sagen. Deßhalb ist meines Erachtens die Bewilligung eines Pauschquantums nützlicher als die errzelnen Details. Ich bebaute, daß bei dieser Gelegenheit eine Reihe von Fragen gestellt wurden, die weder von mir, noch von sonst irgend Jemand haben beantwortet werden können. Ich glaube, daß tdn lebender Mensch sie mit Sicherheit wird beantworten können, ich wenigstens bin sicherlich nicht in der Lage. Ich Habs d.ejen gen Antworten gegeben, welche sich aus den Acten haben geben lassen. Den zukünftigen ^"M'^ungen der verbündeten Regierungen will ich um so weniger vorgreifen, «US es sich ja für m.d) fclbft um eine terra incognita handelt, wo ich den sicheren Erfolg der Vorschläge Nicht vertreten kann, lieber diejenigen Rechtszustände, welche späterhin in diesen Colonien Platz greisen werden, habe ich mir b.sher wenigstens eine feste Ansicht roch nicht bilden fönneu. Ich weiß auch nicht, ob einer der Herrsn in der Commission in der Lage gewesen wäre/darüber bestimmte Vorschläge zu machen. Wenn er habet aus Erfahrungen Sachkundiger gestützt ist, so werde ich ihm sehr dankbar fern, wenn er mir seine Wissenschaft mtttheilen wollte. Es ist dieses vorsichtige Vorgehen ja ganz natürlich bei dem System, welches wir in den Colonien überhaupt abopttrt haben, das ich im voriaen Jahre entw cfdt habe und welches damals im Princ^p Jhre Sanctton gefunden bai, dahingehend nämlich, daß wir nicht ein vollständiges System im Kopf und in der Theorie fertig machen und nun zur Durchführung zu bringen suchen, utcht etwa, so wie Minerva aus dem Haupte Juptter's entspringend, gleich vollkommen lebensfähig dastehen würde, sondern vielmehr, daß wir die S ache sich osganlsck entwickeln, daß wir sie krystallistren lassen. Wir haben nicht die Aufgabe, die Colonlatioa zu führen, sondern wir haben die Absicht, ihr zu folgen mit dem Schutze des R^chS da, wo wir eine Wabtschelnlichkett der Entwicklung und eine Berechtigung auf ben Schutz des Reichs anerkennen. Wir selbst sind lernbebürftig tn der Sache und können nicht alle Fragen beantworten^bte u^8 ßt)er unfere Colonialabsichten ausgesprochen habe, vor AÜe'N betont, daß eine solche Colonialpolit-.k überhaupt nur dann -r.özlich ist, wenn fie von einer Mehrheit des nationalen Willens mit Entschlossrnheit und Uebcrzeugung aettagen ist. Denn wenn die Regierung sich abquält, gegen eine starke Minorität oder «ar gegen eine parlamentarische Majorität günstige Colonien ins Leben zu rufen, würde sie eine Danaidenarbeit verrichten, die ermüdend ist und die allenfalls em neues Capitel tn her Budgrtcommission und in den jährlichen TadelSvoten für die Regierung liefern, aber einen praktischen Erfolg kaum haben könnte. Ich frage nun, ob eine solche Stimmung im deutichsn Volke überhaupt vorhanden ist. Ich habe hier nicht gefunden, daß er in der Majorität des Reichstags Widerklang gkfunden hat. Ja, wenn wir dahin kämen, daß der Reichstag uns zu einer Colonialpolittk drängen würde, dann wäre unsere Lage freilich eine wesentlich andere. AuS der zögerndenund dilatorischen Behandlung, welche die Colonialpolitik hier von der Majorität erfährt, müssen wir aber schließen, daß es den Eindruck gemacht hat, alS ob der Enthusiasmus des deutschen Volks Br die Colonialpolitik gar nicht besonders groß sei. Wird die^Colonialpolitik über'S Jahr ebenso lau und matt unterstützt, so kann ich nichts anders thua, als sie, wie ich schon früher einmal gesagt habe, zu dm Acten Samoa zu legen. Ob vielleicht dann ein Nachfolger von mir den dritten Shell der sibyllinischen Bücher hier anbieten wird, weiß ick nicht. Wird der passive Widerstand und die Obstruction von der Majorität gegen die Colonialpolitik noch fortgesetzt, dann ist eS, meine ich, Pflicht der Regierung/durch Neuwahlen zu erfahren zu suchen , ob daS Volk die Ansicht der Majorität theilt- In einem solchen Falle wäre dann freilich wieder einmal daS Uriheil über die Colonialpolitik gesprochen. Ist daS Volk aber anderer Meinung, dann müssen die Wahlen erst recht zu Hülfe genommen werden und an das Votum der Wähler appellirt werben. (Bewegung auf allen Seiten.) Die Frage ist noch nicht abgeschlossen, wir werden die Colonialpolitik fortsetzen, so lange wir hoffen, daß sie von dem deutschen Volke getragen und gestützt wird. Sonst lassen wir sie fallen. Maßgebend ist für uns auch die Stellung des Auslandes. Das Ausland wird dmch solche Verhältnisse gleichsam ermutigt, unfern Colonialbestrebungen fest gegev- überjutreten. Man kann eS ja in den Zeitungen des In- und Auslandes lesen, daß die Mehrheit des Reichstags nicht überzeugt ist, derartige ColoniHolitik zu treiben. DaS liest man sowohl in englischen Zeitungen, wie in denen der Opposition, so daß man versucht ist, an einen direkten Zusammenhang der Opposition und an ein internationales Zusammengehen der Opposttionspresse zu glauben. Man lese nur die „TimeS". (Hört! hört! rechts.) Sicher ist, daß unter dem Eindruck dieser Tonart unsere englische Correspondenz eine sckärfere und unfreundlichere geworden ist. Man bat dazu gegriffen, Aktenstücke zu veröffentlichen, welche noch gar nicht an ihre Adresse gelangt waren. So kam ein Brief eines australischen Königs an Se. Majestät den Kaiser eher zum Druck, als ihn der Kaiser erhalten hatte. (Hört! hört! rechts.) Actenstücke vertraulichster Natur sind in England eher zum Druck gekommen, al8 wir sie erhalten haben. Ebenso Ist sogar der Inhalt einer Besprechung der vertraulichsten Natur gedruckt worben. DaS sind alles Zeichen einer Verstimmung, die ich lebhaft weisenden MWWw naa m erwiderte, bezüglich der । üchr Art, dieselben könnten Wuctlonen nackgesncht, bi« i-i* Bericht desselben und )oer Änerlenmny der deutsche M,te Asritutz seien Wrisunae Plessen's Dom 15. Octvber 1 meldet für den 13. d. einen Sechen, daß die Regierung dem Kabinete Beaconsfield'c . Eart werden, daß das Re . Deutschland, namentlich bei K-erung einer großen R- Marinebudgets einen Antra Zeichnet wird, was haui Maoaganten Verausgabur !$r bchahkammer, Child. . Wen Abmachung ^ J-Mn Botschafter erfahren ^Kleber heutet , Oberhaus. Die kein ^lrden angenommen. Lord O stungen Birmas an f^ran iS-i'S*-> 'S?»#* bhe feien 6 Stfr« „Otogen i0 _ 6in N-gr-m fei durch drei Kreuze L r te MM« g-fl Ebeü*e* 9 9 - Eine DrpMe au MiiS habe to um 20 Loudon, 3. Mär; bi; in Dover, ShomW Herzogen worben w, v nuben als zum Dienste lihe Untersuchung der u ßngeblto bMchtigten B biudung gebracht. — In einer Kohle kücgangenen Nacht 26 G Korti, 3. Marz. L.ruppenabtheilung des ß v.egen des an dem Oberst inarfchirt in Gmähheit ! I ||pn Merawi, der Marsch London, 2. März. I roh dieselbe von der deutscher I iseit dem Schreiben Granvill. | DchiD „Rapid" Campbell, ~ Saiaa S°ck beTfc 221 Dafür: Confervative und National- liberale 156 Mitglieber, Deutsch-Freisinnge 20 „ 176 »u ber Gruppe ber blffentirenben Deutsch-Freisinnigen gehören die Abgeorbneten Rickert, v. Forckendeck, Horwitz. Lipke, Dr. Siemens. Die Entscheibung wirb hiernach von ber Besetzung des Hauses abhängen. Erscheint daS ^kntrum so zahlreich, wie bei ber ersten Abstimmung am 15 Decernber v. I., so gilt bte Position nach den heute in Abgeorbnetenkreisen colportirten Ansichten für abgelehnt. Berlin, 3. MSrz. [9iefd)6tag ] Der R-IchSt-z bestätig!- heute in dritter Lesung den Gesetzentwurf wegen beS Zollanschlusses Bremens, sowie bas Gesetz wegen eines Zusatzes zu ben Bestimmungen bezüglich der Erhebung ber Tabakssteuer; banach soll princtpaltter zugelassen werben, baß die Steuerzahlung nnb GewicktSermittelung, bte jetzt bis zum 15. Juli auf die Ernte des folgenden Jahres erfolgt sein muß, von der Finanzbehörbe bis zum 30. Juni beß zweiten auf bte Ernte folgenben JahreS binau9» geschoben werben bars, event. sollen bte Steuerbehörbm ermächtigt sein, bte Steuerzahlung biß zum erstmaligen Verkauf des Tabaks, jedoch minbestenS bis zum 30. Juni des zweiten auf bte Ernte folgenden JahreS hinauSzuschieben. Der Regterungsvertreter erklärte biete Vorschläge für annehmbar. Danach beschSsttgte sich das Haus mit Wahlprüfungen, von benen bie der Abg. Rickert, Halben, v. Vollmar, Ackermann, Antotne, Oetker, v. Alten, Virchow, Witte und v. Estorff für gültig erklärt würben. Bezüglich ber Wahl bet Abg. Lotz, Payer, beschloß ber ReickStag vorherige Ermittelungen unb entschied sich auch tn gleicher Weise hinsichtlich ber Wahl des Abg. Sanel. Letzterer Gegenstand führte wiederum zu einer langen Debatte über bteJBefugnW des Reichstages, eine Wahl für gültig zu erklären und danach den RetchSkanzl« aufzufordern, über einzelne Punkte, die bte Wahlproteste angeben, Erhebungen an,u^%eJ,g|OatßfeCret5r v. Bötticher bem Reichstag btefe Befugniß auch heute, wie bereits tn einem ähnlichen Falle, bestritt, so würbe auf Antrag deS Abgeordneten v. Bollmar (Soc.) bte Beschlußfassung über bie Wahl selbst anSgesetzt. und bte Aus- forberung, bie erwähnten Ermittelungen anzustcllen, zum Beschluß erhoben. Der ferner zur Berathung stehende Gesetzentwurf, wo mch Beamte, bte tm RttchS- bienft eine Anstellung gefunden, nachträglich für Vergeben, bie sie vor einer solchen Anstellung in einem Einzrlstaate begangen haben, zur Verantwortung sezogen werden können, würbe an eine Commission von vierzehn Mitgliedern zur Vorberathung ü^^Abg' Kayser (Soc.) ließ bie Gelegenheit nicht unbenutzt, einige StreSflichter auf einen in jüngster Zeit vielfach erörterten Vorgang zu werfen; doch bestand auf keiner Seite bte Neigung, nochmal« auf denselben emzugehen. - Nächste Sitzung morgen. Dritte Berathung des Etats unb ev. einige Anträge aus dem Hause. März. (Telegramm des „Reutersschen Bureaus.") Die 1519 1530 bindung gebracht. — In einer vergangenen Nacht Kohlengrube bei Usworth unweit Newcastle wurden in der 26 Grubenarbeiter durch schlagende Wetter getövtet. amten in Kamerun könne man ohne Unrecht zu thun, als grobe Abfertigung bezeichnen- Für die in der Note vom 21. Februar an den Grasen Münster an- qemeldeten Forderungen für die bei Kamerun angeblich beschädigten britischen llnterthanen konnte die englische Regierung unmöglich schon am 2. Februar schere Beweise besitzen, wie auch die amtliche Untersuchung erst ausweisen könne, welche Forderungen Deutschland England gegenüber erheben könne, wegen Betheiligung englischer Beamten und Unterthanen an den Vorgängen in Kamerun. Die Norddeutsche" weist aus das Bombardement von Alexandrien hin, wosür England Entschädigungen nicht gezahlt und Egypten dieselben aufzubürden scheine. Die „Norddeutsche" schließt mit den Worten: Wir sind überzeugt, Deutschland mrd darauf halten, daß Englands Verfahren in Egypten und das Verfahren der deutschen Flotte in Kamerun gerecht gegen einander abgewogen werde. Patis, 3. März. Ein Telegramm des Generals BnLre de l'Jsle vom 28. v. Mts. meldet, er habe Phudoan verlassen und marschire aus Tuyenquan; die chinesische Armee in Yunnan habe ihm den Weg versperrt, aber er werde sich in seinem Marsche nicht aufhalten lassen. Die Besatzung in Tuyenquan habe in der Nacht des 25. v. Mts. einen heftigen Angriff zurückgeschlagen; die Verluste der Feinde seien bedeutend. General Negrier habe die Chinesen angegriffen und dieselben am Morgen des 23, v. Mts. in der Richtung aus Lang- fön in die Flucht geschlagen. Die Transportschiffe seien am 24. v. MtS. ange- kommen und die Truppen ausgeschifft worden. — Ein Telegramm des Admirals Courbet vom 1. d. Mts. meldet, er befinde sich jetzt vor dem Flusse Ningpoo und habe sein Kreuzergeschwader vor die Mündungen des Dangtsekiang gelegt, um die Reisausfuhr zu hindern, Der Fluß sei durch drei Kreuzer versperrt. Die Chinesen hätten sich bis 3400 Meter hinter der Absperrung geflüchtet. Eine Kanonade sei mit den Forts am Eingänge des Flusses gewechselt worden. . — Eine Depesche aus Tientsin vom heutigen Tage meldet, der Preis von Reis habe sich um 20 pCt. erhöht- London, 3- März. Das Ergebniß der ärztlichen Untersuchung, welcher die in Dover, Shorncliffe und Portsmouth garnisomrenden Truppen gestern unterzogen worden sind, war ein sehr befriedigendes, nur wenige Mannschaften wurden als zum Dienste außerhalb Englands ungeeignet befunden. Die ärztliche Untersuchung der in England stehenden Truppen wird vielfach mit einer angeblich beabsichtigten Verstärkung der englischen Truppen in Indien in Ver- im Saale des Herrn Albold (Restauration Brarnm, Neustadt). Tages-Ordnung: I. Abrechnung. U. Anträge des Haupt-Vorstandes. HL Delegirten-Wahl- ? Die Ortsverwaltung. General-Versammlung der Allgemeinen Kranken- und Sterbe-Kaffe der Metallarbeiter Samstag den 7. März 1885 Lokales. G. Gießen, 4. März. sSterbllchkeit in Gießen.) Die Sterblichkeit war in der letzten Fedruarwoche um die Hälfte geringer, als in der unmittelbar vorhergehenden Woche, e8 waren im Ganzen nur 7 Todesfälle zu verzeichnen. Ern Kind von.wenigen Wochen ftarb bet ungünstigen Ernährungsverhältntssev an allgemeiner Abzehrung. Von 6 Erwachsenen starben 3 Personen an Lungenschwindsucht, eine an Lungenentzündung, eine an Brustfellentzündung, eine an Tuberkulose des Gehirns. Die Eisenbahnkatastrophe bei Hanau vor Gericht. (Öriginalbericht des „Gießener Anzeiger). 0. K. Hanau, 3. März 1885. Vor der Strafkammer des Landgerichts zu Hanau begann gestern unter dem Andrange eines nach Hunderten zählenden Publikums die Verhandlung gegen den seither in Haft befindlich gewesenen, vom Dienste suspendirten Telegraphisten Johannes Gut- berlet aus Hanau, angeklagt durch Dienstvernachlässigung gröblichster Art das furchtbare Eisenbahnunglück vom 14. November v. I., dem 22 Menschenleben zum Opfer ielen, herbeigeführt zu haben. „Am kritischen Tage, Mittags 12 Uhr", so sagt die Anklageschrift, „stieß, etwa 12 Minuten vom Ostbahnhofe Hanau entfernt, der von Bebra kommende fahrplanmäßig um 12 Uhr 1 Minute in Hanau eintrefiende Personenzug Nr. 26 auf den noch im Einfahrts- geleise stehenden Gütertrain Nr. 304. Der Zusammenstoß hatte den Tod von 22, die Verletzung von 25 Personen, sowie die Zertrümmerung von ungefähr 10 Eisenbahnwagen zur Folge. Der Schaden beziffert sich auf ca. JL 70,000. — Der Zusammenstoß ist aus folgenden Ursachen herzuleiten: Der von Bebra eintreffende Güterzug konnte nicht in den Bahnhof einlaufen, weil das Einfahrtsgeleise noch zur Rangirung des um 11 Uhr 18 Minuten nach Frankfurt a. M. abzufertigenden Güterzugs Nr. 518 benutzt wurde und erhielt deßhälb am Bahnhofsabschluß-Telegraphen Haltesignal. Nachdem der Zug 518 mit 29 Minuten Verspätung, d. i. um 11 Uhr 47 Minuten, von Hanau abgefahren war, wurde die Einfahrt des Zuges Nr. 304 wieder dadurch verzögert, daß der planmäßig um 11 Uhr 56 Minuten in der Richtung nach Bebra abzulassende, gleichfalls verspätete Güterzug Nr. 511 das Einfahrtsgeleise kreuzte, das Einfahrtssignal für Zug 304 mithin nicht früher gegeben werden konnte, als bis Zug 511 jenen Kreuzungspunkt passirt hatte. Nach den hiernach getroffenen Dispositionen sollte der von Langenselbold zu erwartende Personenzug Nr. 26 auf der Vlockstation Niederrodenbach so lange zurückgehalten werden, bis Zug 304 emgisahren und dadurch das Cinsahrtsgeleise frei geworden wäre. Der Angeschuldigte, welcher auf Station Hanau(-Ostbahnhof) den Dienst als Telegraphist versah, hat indessen eigenmächtig die Blockstation deblockirt, d. h. dahin ein Telegramm abgeben lassen, welches für das Personal des Zuges 26 die Bedeutung hatte, daß die Strecke bis zum Bahnhofsabschluß-Telegraphen in Hanau frei sei.. In Folge dessen fuhr der Zug 26, dessen Locoinotivführer ihn nicht mehr zum Stehen zu bringen vermochte, auf den noch außerhalb des Abschluß-Telegraphen auf dem Einfahrtsgeleise stehenden Güterzug Nr. 304 und zwar gerade in dem Augenblicke, als der Zug 511, nach Überschreitung des obengedachten Kreuzungspunktes, sich auf dem Nebengeleise befand; das Entgleisen mehrerer Wagen des Zuges Nr. 26 und das Hinüberfallen auf die Seite des Zuges 511 führte auch eine Zertrümmerung mehrerer Wagen dieses letzteren Zuges herbei. Der Hereinbruch dieser in ihren Details wahrhaft grausigen Katastrophe ist lediglich der fahrlässigen Handlungsweise des Angeklagten zu- zuschreiben. Indem derselbe das Deblockirungssignal ohne -den dazu erforderlichen Auftrag des zuständigen Beamten abgab, fitzte er durch grenzenlose Vernachlässigung der ihm obliegenden Pflichten den Zug Nr. 26 in Gefahr und verursachte den Hereinbruch namenlosen Elends. Die Schuld des Gutberl et geht zur Genüge bereits hervor, daß er, von einem Hilfstelegraphisten auf die drohende Gefahr eines Zusammenstoßes aufmerksam gemacht, es trotzdem unterließ, auf dem Morseapparat die Haltestelle „Pulvermühle" anzurufen, wodurch die Möglichkeit, den Zug Nr. 26 zum Halten zu bringen, geschaffen worden wäre. Nachdem ich in Vorstehendem zur befferen Orientiruug des Lesers in kurzen Zügen nochmals den Hergang der Affaire recapitulirt habe, wende ich mich zur öffentlichen Haupt- Verhandlung, welche unter dem Vorsitze des Herrn Landgerichtsraths Dr. Geißler stattfand Dec erste Staatsanwalt, Herr Dr. Schumann, vertrat die Anklage, und Herr Dr Bulle, sowie Herr Jnstizrath Dr. Osius führten die Verteidigung des Angeklagten. Derselbe ist ein großer schmaler blasser Mann, dessen Gesicht ein dunkles Schnurrbärtchen ziert, das er krampfhaft drehte. Er unterhielt sich vor Beginn der Sitzung lebhaft nut seinen Anwälten, und als die Zeugen, deren nicht weniger als 38 geladen sind, eintraten, sandte er hier und da einem alten Bekannten einen Gruß, flüchtig, damit es dem Präsidenten nicht auffalle. Es kann hier natürlich der Gang des Zeugenverhörs, welches bis heute spät in die Nacht andauern kann, nicht, auch nur auszüglrch, mitgethellt werden. Die Zeugenaussagen sind fast durchweg dazu angethan, einen für den Angeklagten ungünstigen Einfluß hervorzurufen. Letzterer verwickelt sich während des Ganges der Zeugenvernehmungen des Oeftern in grosse Widersprüche, zumal während der Kreuzverhöre. 9 (Schluß folgt.) Für Coiifirmanden (Knaben und Mädchen) empfehlen unser Lager in fertiger Wasche. ß ,1- > ........ _ ___ l -y z Truppsnabthci'lung des Generals Bcackmbury hat den Stamm der Monassirs wegen des an dem Oberst Stewart begangenen Mordes z»r Strafe gezogen und marschirt in Gemäßheit der ihm inzwischen erlheilten Befehle nach dem Lager sott Merawi, der Marsch nach Abuhamed ist aufgegeben. Gießener MeneiMlhter-Verein. Sonntag den 8. dieses Akts», Nachmittags 3 Uhr, bet Jelsing, Neuenweg, General ■ Versammlung. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage und Jahresbericht. 2) Vorstandswahl. 3) Verloosung an die Mitglieder. 4) Aufnahme einer Statistik. Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist dringend erwünscht-______ Bürger - Club. Sonntag den 8. Man: 1527 Abendunterhaltung mit Theater im Cafe Lsib- London, 2. März. Unterhaus. Maxwell richtete die Anfrage an die Regierung, ob dieselbe von der deutschen Regierung irgend eine Mittheilung bezüglich Kameruns seit dem Schreiben Granville's vom 21. d- empfangen habe und ob der Kaprtan des Schiffes „Rapid", Campbell, Instruktionen betreffs den der deutschen Flagge zu erweisenden Respektszeichen nachgesucht und erhalten habe- Unterftaatsfekretar Fltzmau- rice erwiderte, bezüglich der erwähnten Depesche fänden noch Mlttheilungen vertraulicher Art, dieselben könnten jetzt noch nicht veröffentlicht werden. Canrpbell habe keine Instructionen nachgesucht, die bereits publizirte Depesche vom 19. December sei der einzige Bericht desselben und enthalte keinen Hinweis auf irgend eine Frage betreffs der Anerkennung der deutschen Flagge. Den englischen Flottenoffizieren an der Westküste Afrikas feien Weisungen zugegangen, die deutsche Flagge in den in der Rote Plessen's vom 15. October 1884 erwähnten Plätzen anzuerkennen. Ashmead Bartlett meldet für den 13. d. einen Antrag an, das Bedauern des Hauses darüber auszusprechen, daß die Regierung das freundliche Einvernehmen mit Deutschland, das unter dem Kabinete Beaconsficld's hergestellt worden sei, umgestoßen habe. Zugleich soll erklärt werden, daß das Verhalten der Regierung bei den letzten Unterhandlungen mit Deutschland, namentlich bei denen betreffs Reu-Guineas und der Pacific-Jnseln der Regierung einer großen Nation unwürdig sei. Reed kündigte für die Berathung des Marinebudgets einen Antrag an, durch welchen der Zustand der Flotte als unbefriedigend bezeichnet wird, was hauptsächlich der mangelhaften Verwaltung und ungehörigen enraoaganten Verausgabung der bewilligten Gelder zuzuschreiben sei. Der Kanzler der Schatzkammer, Childers, erklärte, er könne den Tag für die Vorlage der finanziellen Abmachung bezüglich Egyptens noch nicht festsetzen, er habe indessen von einem Botschafter erfahren, daß die Abmachung faktisch fertig sei. Der Premier Gladstone wohnte der heutigen Sitzung eines leichten Unwvhlseins halber nicht bei. Oberhaus. Die königlichen Botschaften betreffs der Reserve und der Miliz wurden angenommen. Lord Granville erklärte, er schenke den Gerüchten von Gebietsabtretungen Birmas an Frankreich angesichts der positiven Versicherungen der französischen Regierung keinen Glauben. Extra-Bestellungen hierin werden entgegen genommen und dieselben rasch und pünktlich besorgt. Gleichzeitig empfehlen unser Lager in Schweizer Stickereien, joiDie eine große Parthie Stickerei-Resten zu äußerst billigen Preisen. Geschw. Heerz, Neuenweg 7. Schiffsnachrichten. Bremen. 2. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Werra, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 18. Februar von Bremen und am 19. Februar von Southampton abgegangen war, jft am 28 Februar 10 Ubr Abends woblb-balten in Newyork anaekommen Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde. Mittwoch, 4. März, Abends 6 Uhr, in der Kirche, 3. Passionsandacht, Pfarrer Dingeldey. _____________ Anfang S Uhr._____ Prima Apfelwein § aus gebrochenem Obst empfiehlt Butzbach, Oberh. Lonis Witzler. MS ggi 6«“- I« l“ 0 ,rte w‘(”' !! ant®0!t\®Qß bei n ist, dah Mu in dey ten 9e0enüb«e !’ ^,tl|fiet Nch Mtch nK ?^^ KZ di- Stallte ■ WBtatrmng WS - ntty mimt *n3nftwt(mnt|Ä «Nota und Betntanj d-tabendgethmM,; l$8‘ dn MSßlMn«,Wt lmun9 in England ist allo man sucht dm And bah wir für die Dnnrr abm. Ich meine, dah wm u Kaufleute letten W.dch er ColoMpvW tn Asiitn, Stimme von Deutschlnnd. timen, daß sich in Dentis > 'de stampfen lassm, gleichnite i entstanden. Da fehlt aber \ wirft, wo dann die Männer1 Jason dabet steht nnd zusteht, luch erinnert daS an die alte elfrWng wie unser ver- i Soll finbtt, der den Hödun, r tobten, bin großen Mann, rgigen Sitzung des Reichs- oHl titele Posten eines I Iben aefoite Gehalt von rsür sind noch sehr zwetfel- x\ unbedeutenden Stimme - vorausgesetzt, würde sich bli | 0 Mitglieder y 7 * 4 , >1 >6 Mitgltedn, L ' sS’ä’S? 5 Sprint ba8 GinW fo dien für abgdtint Der Vorstand. 1525 Ein Manschrtlenknopf (Schild- platt) mit der Aufschrift Monaro wurde verloren- Gefl. a.bzugeben gegen Belohnung in der Exped. d- Bl- Bekanntmachung 1435 A. Bramm. Gießen, den 3. März 1885. 1515 90 12 1200 Hofstraße in Gießen. 1516 Pfarrer B. Emmerich. Bender. 1518 zu zu u und Wellen Birken-Besenreiser. nfl nngetrchn. Direktion der Berlinischen Lebens-Persicherungs-Gesellschaft. 1521 Schillerstraße 11. 1517 cc Hnüöertroffenes AaKriKat zum Stärken der Wäsche Einen tüchtigen Schmiedeaefellen sucht I 1362 Ein Familienlogis alsbald zu 1526 H. Thomas. vermiethen bei W. Brück, Flügelsgasse. 286 239 18 395 78 1248 115 2 1 340 1425 46 69 30 39 950 75 // ir 6/3.8 Uhr ©bl. Cons. I.Gr 6/3.9 Uhr Ball. II. Gr. § SS c CD bc Eichenstämme von 15—57 Etm. Durchm. u. 4—16 MLr. Länge, 50 Festm., Nadelstämme von 15—22 Elm- Durchm. u. 4—17 Mtr. Länge, 3 Festm , Nadelstangen von 4—14 Elm. Durchm. u. 3—14 Mtr. Länge, Eichenstämme, 0,35 Festm., Birkenstamm, 0,27 Festm., einer Heblade geeignet, Fichten-Baumstangen, Der Anfang ist im Distrikt Judenkirchhof, am Fußpfad von Trais nach Sichertshausen. Staufenberg, den 3. März 1885. 111 960 528 Vers-Summe 170 539 jährl. Rente. 32 661 483. o 5 V H Der Bürgermeister. Vogel. f/ Rm. n ir fi !f s'S 22 533 Personen mit . und Garantie-Capital Ende 1883 Berlin, den 31. December 1884. Das Fahren der zwei städtischen vierrädrigen Gießfässer soll im Sub- miffionswege vergeben werden. Die hierauf Reflectirenden wollen ihre Offerten binnen 8 Tagen von heute an verschlossen bei der unterzeichneten Stelle, woselbst die Bedingungen eingesehen werden können, einreichen. Gießen, den 28. Februar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vermischte Anzeigen. Ganz in der Nähe einer gewerbreichen Stadt ist eine gutgehende Gartenwirthschaft mit vollständigem Inventar unter günstigen Bedingungen auf 3 Jahre zu verpachten. Näheres bei I. Seibel, Bahn- Weitere Auskunft wird gern ertheilt, auch werden Anträge auf Versicherungen entgegengenommen von Wilh» MosSer, Holz -Versteigerung Dienstag den 10. «nd Mittwoch den 11. März l. I. sollen in dem Stadtwald zuHungen, in den Distrikten Heckenwald, Buchwald, Großer Wachsberg, Hubbach, Langsdorser Grenzwald und Weckmannsscheuer nachstehende Holzsortimente versteigert werden: Dienstag den 10. März Schlosser. Rentner H. Vogt. Die Bezirksvorsteher: O. Kempff. Ph. Jung. L. W. Plank. Samstag dcn 7. ds. Mts , Nachmittags 2 Uhr. in der Flett'schen Hofraithe dahier, versteigere ich gegen Baarzahlung: 1 neue Comptoir - Einrichtung, bestehend in Pult, großem viereckigem Tisch, großem Real mit Untersatz rc. Die Versteigerung findet voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 4. März 1885. Engel, 1535 Gr. Gerichtsvollzieher Holzverfteigerung. Montag den 9. März I. I., von Vormittags 10 Uhr an, sollen in den Waldungen des Freiherrn von Rabenau zu Friedel- Hausen, Distrikte Judenkirchhof, Spies, Herkersberg und Burgwald versteigert werden: „igs-Reiss^ 30 Festm. Mittwoch den 11. März Raummeter Allgemeiner Verein für Armen- nnd Krankenpflege. Unseren Mitgliedern machen wir die Mitthellung, daß die Beiträge für 1885 in den nächsten Wochen durch unsere Dienerin, Frau Bickel, gegen Quittung erhoben werden. Dieselbe nimmt auch die Einzeichnung neuer Beiträge entgegen. Unser Verein hat sich der Pflege der Armen und Kranken im gesümmteir Bezirk unserer Stadt gewidmet. Seine Bedürfnisse wachsen daher von Jahr zu Jahr. Er hat 1884 an Unterstützungen 500 " N * Die Gesellschaft schließt jede Art von Lebensversicherungen gegen feste billige Prämien. Aussteuer' und LeibrentenVerficherungen werden Zeschüsts-Verlegung Einem geehrten Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich das von mir seither in l^aimsbacli betriebene Maurer-Geschäft mit Heutigem nach hier verlegt habe. Gefl. Bestellungen für mich nimmt Herr Gastwirth Luft, Neuenweg, entgegen. Alle in mein Fach einschlagende Arbeiten werden auf das Pünktlichste und Sauberste billigst ausgeführt und bin ich gern bereit, Zeugnisse über ausgeführte Bauten rc. auf Wunsch vorzulegen. Um geneigte Aufträge bittend zeichne Hochachtungsvoll Georg Ff aff, Maurermeister. 1511 Ein gebildete junge Dame empfiehlt sich im Anfertigen von altdeutschen u. 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Eine Seehumoreske. — Albrecht Dürer's Porträt Holzschuhers- Von A- Rosenberg. — Gottlob Geißler, ein deutscher Missionar auf Neu - Guinea- — Braunschweigische Prinzessiinnen- — Militärische Charakterbilder. Eine Schwadrons - Besichtigung. Von H. Vogt. Mit drei Illustrationen- — Verrechnet. (Schluß) Roman von L. Bernhardt. — Am Familientische: Rechtsrath. — Was aus einem Fragezeichen alles werden kann. — In unserer Spielecke. Mit zwei illustrirten Beilagen: Die beiden afrikanischen Scheichs vor dem Kaiser- — Umschau auf gewerblichem Gebiete^ — Umschau in fernen Landen- 1509 Gesucht wird auf sofort ein gebildetes, gesetztes Frauenzimmer zu einer älteren Dame, die etwas leidend ist. Offerten erbittet man unter Nr. 1509 an die Exped. d- Bl. aFür ein feineres Colonialwaaren- Geschast wird eine tüchtige mit der Branche vertraute Verkäuferin gesucht. Schriftliche Offerten unter Chiffre E. Nr. 1513 an die Exped. d. Bl. Wermiethungen. 1512 Ein kleines Familienlogis vorn 1. 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