Nr. » Sonntag den 4 Januar 1685 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. -Ä T-i I MI K1 k Vure«n r Schulstraße 7. Exemplar zugehen wird. Dr. Boekmaßn. Betreffend: Gesuche um Beurlaubung von Soldaten zur Disposition des TruppentheilS. Gießen, am 31. December 1884. Das Großhcrzoglichc SlteiSaint Gießen att die Grotzherzoglichen Büegermeistersien des Kreises. -indem wir wiederholt auf die genaue Befolgung der bestehenden Vorschriften in obigem Betreff, auf welche die Großh-rzoMen Bürgermeistereien . , L 4 December l % (Anzeiger Nr. 286) hingewiesen worden sind, aufmertiam machen und hierbei gleichzeitig aus unsere durch d>e Bekanntmachung vom 4. ^ecem . .1 15 0 igß9 y18g öon 1878 und 241 von 1882) Bezug nehmen, bemerken wir Folgendes: früheren merdeu^mu^ daß^ zunächs^nur die am' besten ausgebildeten Soldaten, welche sich gut geführt haben bei Beurlaubungen zur _. ...SBe”" roerben können, so ist es doch ftlr die Militärbehörden von Jntereffe, auch die häuslichen Verhaltmsie an der A^LSNL.1.' lernens um eventuell auch diejenigen zu berücksichtigen, deren Anwesenheit zu Hause dringend wünschenswerth erscheint Hand amll.che»ffeÄ U«ise« Verfahrens weisen wir Sie zufolge früheren Auftrags hierdurch an sich bei Einreichung von Gesuchen u-n Beurtoubung von Soldaten zur Disposition des Truppentheils künftighin des Schema'« zu bedienen, von welchem Ihnen mit der Post em gedrucktes , . . o Prei- vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlrbn. Erscheint läglich mit Ausnahuie des Montags. Durch die Poft bezogen viertcljcihrlich 2 Mark 50 Pi. ------------Gefunden • 1 Kinderschuh, 2 Paar Handschuhe, 1 einzelner Handschuh, 1 weißes Taschentuch (gez.), 1 Brille, 1 goto. Ohrringchen, 1 Cigarren- spitze 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Hundehalsband, 1 Pelzkragen, mehrere Schlüssel. Gießen, den 3- Januar 1884. Großherzogliches Polrzeiamt Gießen. F r_ej enrus.________ Leh v e r -Confer enz des Conferenzbczirks Gießen: Mittwoch den 7. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Gießen. Gesang Nr. 5. .6. 130. . Gießen, den 2. Januar 1885. Büchner, Kreisschulmfpector. Wochen - Ueberficht. Gießen, 3. Januar. Die Angelegenheit der Santa-Lucia-Bai (an der Ostküste Afrikas), welche bekanntlich Deutschland wie England für stch_ reklamiren draht zu ernsten Verwickelungen zwischen beiden Staaten zu führen. Wie die Ausyissung der britischen Flagge in Santa-Lucia beweist, will man engU- sckerseits die deutschen Ansprüche auf die Bucht nicht anerkennen, obgleich dieselbe nebst dem dahinter liegenden Gebiete rechtmäßig von dem Agenten des Hauses Lüderitz erworben worden ist. Es darf als sicher gelten, daß wegen der Lucia-Bai schon seit einiger Zeit Verhandlungen zwischen Deutschland und England schweben, und als eine Folge derselben kann die Aushissung der britischen Flagge in der genannten Bai wohl schwerlich betrachtet werden. Wie verlautet, hat Herr Lüderitz vor einigen Wochen persönlich mit dem auswärtigen Amte hierüber verhandelt und es ist begreiflich, daß er kein Verlangen trägt, seine neuen Erwerbungen unter englischen Schutz gestellt. zu sehen. — Im fiebrigen scheint man jetzt in England entschlossen, zu sein, in den trans- oceanijchen Gebieten mitzunehmen, was eben noch mitzunehmen ijL Wie der „Daily Telegraph" berichtet, wäre der Commandant des englischen Geschwaders in den australischen Gewässern angewiesen, die Louisiaden, die Woodlark-Jnseln, die Long.Jnsel und die Insel Rook unter englisches Protectorat zu stellen, für den Fall, daß der Versuch gemacht werden sollte, in der Nähe des australischen Festlandes Annexionen vorzunehmen. Die angeführten Inseln liegen in der Nähe der deutschen Erwerbungen in der Südjee und ist augenscheinlich, daß sich England durch letztere beunruhigt fühlt. In Köln wird beabsichtigt, ein großes Banket zu veranstalten, an wachem die Spitzen verschiedener Behörden und die hervorragendsten Industriellen aus ganz Rheinland und Westfalen theilnehmen werben,, auch Mr. Stanley hat sein Erscheinen zugesagt. Der „Allg. Anz. für Rheinland-Westfalen", welcher diese Notiz bringt, fügt hinzu: „Es dürfte wohl keinem Zweifel unterliegen, daß dieses Feit Veranlassung zu einem Stelldichein aller derjenigen werden wird, welche gewillt sind, die mit ebenso vielem Eifer als diplomatischem Geschicke in's Werk gesetzte Colonialpolitik der Reichsregierung mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu unterstützen." Der preußische Gesandte beim Vatikan, Herr v. Schlözer, brachte am Dienstag dem Papste seine Neujahrswünsche dar. Es wäre wohl übereilt, wenn man aus diesem durch die Etiquette gebotenen Vorgänge auf die bevorstehende Erneuerung der Verhandlungen Preußens mit dem Vatikan schließen wollte. In Frankreich ist am Montag die parlamentarische Session geschloffen worden, nachdem vorher noch beide Häuser des Parlamentes der Regierung den geforderten Kredit im Betrage von einer Milliarde Francs für das erste Quartal 1885 bewilligt hatten. Den Kammern war offenbar daran gelegen, den parlamentarischen Staub wieder einmal von sich zu schütteln, denn sie ließ.m sich nicht einmal Zeit, der Ackerbaukrisis, an welcher Frankreich augenblicklich laborirt, noch eine Sitzung zu widmen und die Interessenten der nothleidenven Landwirthschaft müssen sich wohl oder übel bis zum Wieder- zusammentritt der Kammern gedulden. Daß die Budgetderathung so ganz und gar nach Wunsch des Cabinets Ferry ausgefallen ist, erscheint nur als ein neuer Beweis, wie sehr deffen Einfluß jetzt im Parlamente dominirt und tfl somit die Stellung des Ministeriums nach Innen entschieden als eine gefestigte Zu betrachten. Zu wünschen wäre nur, daß bald auch die Situation in Ostasien eine der französischen Regierung günstigere werde und die neuerdings aus Ostasien eingelaufenen Nachrichten laffen dies auch erhoffen. Denselben zufolge haben die Franzosen einen Vorstoß gegen Tuyenquan gemacht und den Chinesen hierbei beträchtliche Verluste beigebracht. Ferner fanden in der Umgegend von Hongyen mehrere Gefechte mit Seeräubern statt, wobei die letzteren 300 Todte und zwei Kanonen verloren, während die Franzosen angeblich keine Verluste erlitten. p r_r Die Gefangennahme von Holländern durch französische Unter* thanen am Congo dürste zu diplomatischen Weiterungen zwischen Holland und Frankreich Anlaß geben. In der Sitzung der ersten holländischen Kammer vom 30. December brachte der Abg. Fransen van der Putte diese Angelegenheit zur Sprache, woraus der Minister van den Does de Villebois erklärte, daß die französische Regierung eine Untersuchung an Ort und Stelle zugesagt habe. Der Präsident der holländischen afrikanischen Gesellschaft, Muller, verlangte, daß Holland überhaupt seine Rechte am Congo Frankreich gegenüber geltend mache, was der Minister mit der Erklärung beantwortete, es könnte dies so lange nicht geschehen, als nicht die Unsicherheit in Bezug auf die Rechte des, französischen Protectorats in den fraglichen Gebieten beseitigt sei. Das Erlöschen der Cholera in Frankreich und Italien hat Seitens der Schweiz die Aufhebung der sanitären Maßregeln, welchen bisher die Reisenden aus Italien und Frankreich und die Eisenbahn-Verwaltungen unterworfen waren, sowie die Aushebung der Controle in den Gasthöfen vorn 1. Januar ab zur Folge gehabt. Auch die ungarische Regierung hat vom gleichen Tage an die Aushebung der Cholera-Vorsichtsmaßregeln Frankreich gegenüber versügt. , r Aus London meldet man, daß Königin Victona ihre Zustimmung zur Verlobung der Prinzessin Beatrix mit dem Prinzen Heinrich von Battenberg gegeben habe, unter der Bedingung. daß dieselben ihren Wohnsitz in England, und zwar in einem der königlichen Schlösser, nehmen. «Deutschland. Darmstadt, 1. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom Heutigen dem Obersten a. D. Freiherr v. Buseck, „ Oberstlieutenant a. D. Freiherr v. Ricou und „ Divisions-Auditeur, Justizrath Lot heißen das Comthurkreuz 2. Klaffe, „ Rittmeister Freiherr Schenck zu Schweinsberg, persönlichen Adjutanten Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Heinrich das Ritterkreuz 1. Klaffe; sodann im 2. Dragoner-Regiment (Leib-Dragoner-Regiment) Nr. 24 dem Premier-Lieutenant v. Oertzen, „ Seconv-Lieutenant und Regiments'Adjutant v. Grolman das Ritterkreuz 2. Klaffe, „ Ober-Fahnenschmied Zöller das Silberne Kreuz mit der Krone und „ Wachtmeister Frieß das Silberne Kreuz des Verdlenst-Ordens Philipps des Groß- müthigen zu verleihen geruht. Darmstadt, 1. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog habe« Lrlezrapytsche Depr-Hra. «Solff'S Seles«. LoreespoWdemMvses«. Berlin, 2. Januar. Der „Kreuz-Ztg." zufolge wird der Staatsrath zum 12. d. Mts. einberufen werden. Es werden demselben die für den Landtag bestimmten Vorlagen zur Begutachtung vorgelegt werden. Elberfeld, 2. Januar Die »Elberf. Zia." vnöfftntlicht folgendes Schreiben des Reichskanzlers vom 29. December: »Das Schre-ben btr Bürger Elberfelds und tzte darin angekündtgte Sendung von 20146 5 sind mir gestern zugegangen. Die Opferfreudtgkett aller Stände Ihrer Vaterstadt und vorwiegend die große Zahl der kleinen Beträge zeugt stärker als Worte cs vermögen von dem Eindrucks welchen das Votum der Mehrheit des Reichstags vom 15. Darüber in allen Nethen der Bevölkerung gemacht hat. Durch diese uno mit derselben übereinstimmende Kundgebungen aus allen Thetlen des Reiches fühle ich mich hochgeehrt und in meinem Amte ermuthtgt, letzteres deswegen, weil ich in der Stärke und Ausdehnung der durch den Beschluß vom 15. December hervorgerufenen Bewegung ein Zeichn erblicke, daß das deutsche Volk die Gefahr erkennt, welche für die Zukunft deS Rctchcs in der Bildung solcher Majoritäten liegt, die nur im Kampfe gegen die Regierung einig sind, aber zerfallen, sobald sie eine Regierung gemeinsam bilden ober unterstützen sollen. Wenn es auch nickt thunlich sein wird, Ihre reiche Spende zur Deckung der abgUkhnttn Elats- -osiston zu benützen, so hoffe ich doch. Ihnen über Verwendung betfeibm Vorschläge machen zu können, welche auf den Beifall der Geber rechnen dürfen. E nttroeikn bitte ick. den L tzteren und allen Bttheiligten meinen herzlichen Dank ouSznnrück n. London, 2. Januar. Der Premier Gladstone kehrte gestern Abend mach London zurück, woselbst auch die übrigen Minister bebufs Abhaltung eines außerordentlichen Cabinetsraths eintreffen. Anderson und Hemming reisen morgen Abend nach Berlin zur CongoConferenz ab. London, 2. Januar. Gladstone ist seit einigen Tagen unwohl und genöthigt gewesen, ärztliche Hülfe in Anspruch zu nehmen. Die Nacht verbrachte derselbe unruhig, doch trat heute eine Besserung ein, so daß er der heutigen Cabinetsraths-Sitzung beiwohnen konnte. Nom, 2. Januar. Von unterrichteter Seite wird die Nachricht des „TempS" dementirt, nach welcher die Weihnachts-Allocution des Papstes an die Kardinale den Nuntien mit einer Note des Kardinal-Staalssecretärs Jakobini übermittelt wurde, in welcher die Nuntien aufgefordert werden, die unerträgliche Stellung des päpstlichen Stuhles hervorzuheben und die Frage der Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstes aufzuwerfen. Es wird hervorge- hoben, daß es sich um eine gewissermaßen vertrauliche Allocution gehandelt habe, welche nicht wie die Allocutionen an die Conststorien durch die päpstliche Kanzlei gedruckt vertheilt werden. Aegypten. Kairo, 1. Januar. General Wolseley erhielt gestern einen Zettel mit den Worten: „Khartum all right. C. Gordon, 14. December." Das Papier trägt das Siegel Gordon's, die Authenticität ist nicht zu bezweifeln. Ellguth, Mitglied des preuß. Herrenhauses. Wilhelm JentgkS, Mitglied des Herrenhauses unv des Proo'.nzmllanbtags, Crefcld. Wirkt. Gch. Rath Dr. Wey>r, Mitglied deS preuß. Herrendausetz. SenatSsecrctär Dr. Sicoektng, Hamburg. Gch. Ober- Regterunasratb v. Campe. Bückeburg. Geh. Justizrath Dr. Fr. Siegrn. Jucho, Frank- Lorb Ampthill, englischer Botschafter beim Deutschen R"tche, Potsdam. ». Kirchmanu. früher AppellationSgerichtS, Vtcepläßdent und Abgeordneter, Berlin. Dr. Fr. Kapp, Berlin. General v-Röder, früherer deutscher Gesandter für die Schweiz. Bern- Karnmergerichts-PrSsident Meyer, Mitglied des Herrenhauses. Freiherr Karl o. Plotho, Mitglied des Herrenhauses. _ _ Gelehrte, Dichter und Aerzte. . Dr. Richard Lange in Homburg. Professor Dr. Ulrich Geh. Reg -Rath, Dekan ber philosophischen Fakultät in Halle. Prof. Dr. Klinkeriues, Director der Göttinger St-nrwarta und Prof.ffor der Astronomie o. d. Universität Halle. Prof. Goldschmidt £ i ^roI- Berghaus, Geograph und Kartograph, in Stettin. Prof. Dr. Müllenhoff, Germanist, in Berlin. Geh. Rath Dr. Radius, Director deS vharmak. Museums tn Leipzig. Dr. Zwenger, Professor der Pharmazeutik a. d. Universität Marburg Dr. H Brandes, Professor der Geschichte an der Leipziger Untoersität. Mtgn-t, franz. Historiker, Mitglied der Akademie Frar.?aise, in Parts Dr. Bachmann, Professor der Geologie a. d. Universität Bern, 5. April in der Aar. Prof. Dr. Schödler, Schriftsteller in Mainz. Gch. Justizrath Dr. Thol, orbentl. Professor der Fakultät in Göttingen. Prof. Dr. Gövprrt, Bot. in BreSlau. Freiherr *)r- D* Kurator der Urnversiiät Jena. Dr. Großmann, Professor ber Mechanik a- Hochschule in Berlin. Geh. Rath Dr. Renaud, Professor der RechtS- ^N'chaft a. b. Un Der fit 5t Heidelberg. Geh. Rath Dr. Seebeck, fr. Curotor der Union fi!St Jena. Prof. Dr. Fr. Klocke, Mineralog, in Marburg. Prof. Dr. Johann Gustav Droysen Histortter in Berlin. Eberly, Prosissor der Rechtswissenschaft a. d. qt f" BreSlau. Pros. Dr. K. R- LepsiuS, Geh. Ober-RegierungSrath, berühmter Aegyptologe. Dr. Hübner, ord. Professor der Chemie a. d. UnionfitSt Bonn, gest in Götimgen. Prof. Dr. F. Hochstetler, Mineralog und Geolog, gest. in ffiirn. Dekan o Schöningen, ehern. Prof ssor a. d. Ur.i»:rsität Tübingen, gest. in Hechingen. Dr. Dietzel, Professor der Notionalökoiomie a. d. Un oersität Marburg. Pros. Lichtenstein ad. Unioerät ©Teölau Germanist und LiterarhPorike., gest. in ous Rügen. Gustav Nrch er, Profcssor a. b. Akabemie für Land- und Forst- wtrthschaft n Thararcht. Prof. Dr. Förster, Entomologe in Aachen. Dr. Kobnhenn, Prof, der allgem. Pathologie a. der Universität Leipzig. Geh. Hofrath Dr. Osterloh, Prof, ber Rechte a-d- Universität Leipzig. Prof. Dr. Otto Köstlin, Naturforscher, tn Stuttgart. Dr. W. Beseler, Geh. Ober-Neg.-Rath, Curator der Un oersität Bonn. Dr. Horstmann, Prof, der Medtcrn a. d. Universität Marburg. Bentham englischer Botaniker, in London. Dr. Herrmann, Professor der Geschichte an der Universität Marburg. Rasmus Nielsen, Professor ber Philosophie an der Universität Kopenhagen Dr. Aoä Lallemanb, bek. ForschungSreisender, Mitglied der Nooaraexpedit.on. Dr. K. Hillebrand, Literarhistoriker und Historiker tn Florenz. Fuchtz, Geh. Justirratü und ord. Professor, ständ. Mitglied des Curatoriums der Universität Marburg. Pros Dr. Winterling in Erlangen. Poitev'.n, franz Grammatiker, Verfasser deS „Dictionnaire umversel“, in Paris. Alfr. Edm. Brehm, Zoologe und Forschungsreisender, in Renthendorf. Dr. Bodinus, Director des Zoolog'schen Gartens tn Berlin, bekannter Zoologe, tn Berlin. Geh. Hoscath Dr. Kolbe, Professor der Chemie an der Unwn siiSt Leipzig. Dr. v. Vierordt, Universitätsprofessor, ber. Physiologe, Begründer des ersten physiologischen Instituts in Deutschland, zu Tübingen. Dr. Ed. Rüppel, bekannter Afrikaforscher, Mitglied ber Senckenbergischen natm forschenden Gesellschaft in Frank- furt a. M. Geh. Rath Prof. Dr. Philipp v. Jolly in München. Prof. Dr. August Stober, tn Mülhausen. Emanuel Geibel, in Lübeck. Dr. Heinrich Laube, Dichter Schriftsteller und Bühnenleiter, 77 Jahre alt, in Wien. Proftssor De. Gustav PfarriuS,' rheinischer Liederdichter und Novell.st, tn Köln. Dr. Alexander Jung, Schriftsteller und Lckerarhtstoriker, in Königsberg t. Pr. Dr. August Schilling, medicmischer Schrift- steller, in Burglengenfeld, Oberpfalz Ober-Medtcinalrath Dr. v. Kornbeck, Leibarzt des Königs von Württemberg, in Stuttgart. Hofrath Dr. Rttter von Vivenot, einer der ältesten und bedeutendsten Aerzte WtenS. Professor Dr. Ed. Jäger, ber. Augenarzt !S Medicinalrath Ehrt, Director der Landrsheilanstalt tn HubertuSburg! Geh. Medic nalrath Dr. Ried in Jena. Dr. H. Neumann, Prof, ber Psychiatrie in BreSlau. Dr. B. Bähr, Hann. Medicinalrath und Letbmedckus, in Gmunden Prof. Dr. Adelmann, Chirurg, in Würzburg. Professor Dr. von Wttttch, Geheimer Medicinalrath an der Universität Königsberg. Geheimer Sanitätsrath Dr. Lefstvg in Berlin. Geheimer Ober-Medicinalrath Dr. Heinrich Grimm, Leibarzt Sr. Majestät des Kaisers, tn Berlin. Maler, Architekten rc. Baurath Jll!ng in Neisse. Geh. Rath Dr. Gotthilf Ludwig Hagen, Ober- Landesdaudtrecior a. D-, gesto-.b.n zu Berlin. Gustav Richter, Prof, an der Berliner Akademie, Historien- und Porträtmaler in Berlin. Professor Otto Günther Genre- und Historienmaler in Weimar. Julius Schlegel, HoslanLschaftsmaler deö deutschen Kronprinzen. Arnold Friedrich Ewald, Historienmaler in Berlin. Berg, Director der Kunstsammlungen des Breslauer Muftums der bildenden Künste tn Breslau. Hans Makart Maler, tn Wien. Wilhelm Wider, Geschichis-, Genre- und Porträt- maler, in Berlin. Professor Ludwig Burger, Maler und Illustrator, tn Berlin. Karl Schttlier, Bildhauer, ein Schüler Schillings, in Dresden. Baurath Prof. Dr. Schwatlo msttelst Allerhöchster Entschließung vom Heutigen den Rittmeister ä la suite der Kavallerie Gras zu Dsenburg-Philippseich zum Major ä la suite der Kavallerie zu ernennen geruht. Spanicn. Madrid, 1. Januar. In Torrox (Provinz Malaga) wurden heute wiederum starke Erderschütterungen verspürt und heftiges unterirdisches Nollen gehört. In AlbunuelaS (Provinz Granada) spaltete sich der Erdboden, die Kirche versank bis zur Spitze des Thurmes, Menschm und Vieh verschwanden in den Erdriffen. UniverfitätS- Chronik. München, 27. December. SDte hiesige Uruversität hat durch den nm WeihnachtS- abend kurz vor Mitternacht erfolgten Tod deS GehrimrathS Proftssor Philipp o. Jolly eine ihrer Zierden, die wissenschaftliche Welt einen der berühmtesten Forscher auf dem eJlrClc b*In!"a^?attschen Physik verloren. In Mannheim als jüngerer Bruder des ch-n Ministers g-dor-n, lebte Zoll? feit 1854 In München als akademischer Lehrer, feierte vrer un Juni dieses Jahres, umgeben von vier Söhnen, von welchen bre bret alteren felbtl i^on Lehrer an den Hochschulen in Straßburg, Würzburg und Tübingen sind, fein fünfzigrährtgeS Doctorjubiläum, das ihm ber Ehren und Auszeichnungen von unLtc”1 eine reiche Fülle brachte und noch acht Tage vor feinem Tode war der rüftige 7btährige Greis als Präsident der Geographischen Gesellschaft ein aufmerksamer Zuhörer bei dem Vortrage deS Profeffors Dohrn aus NeapU über die dortige zooloaffchr Station und ihre weittragenden wtssenschastlkchen Ziele. m ~ Professor Dr. Rothmund, der derzettige Rccior der Münchener Universität JL F1 raAC bfr Staatsregierung tn die Pfalz abgereist, um feine Aufmerksamketl ber in Katser?lautern und Umgebung ausgebrochenen epidemischen Augeukrankd it ru- Siiwenben, non d-r man - h-ffmtlich in üb-rgroß-r S-rgc - drfürchtrt. dah »e der egypttschen Augenkrankh'tt verwandt sei. b ,K ocr Vermischt-S. c bk^eder, Wö llstadt. Wie srech ble Stromir geworden, geht aus folaenb-m h-rv°r. In -In-m Gasihanse in der Näh- des Bahnhofs dahier wu?de am -'st-n Feiertage em Braten von 8 Pfund für daS Mittagessen anaerlibtet al« Hausfrau tn die Wirthsstube gerufen wurde. In öZiS,',,, Stromer tn die Küche, um stch -inen Teller Supv- -der sonst° "was D-u Braten s.hen, denselben anntcliren, tn em daliegendis Papier einw'ck 'n und m den gerade abgehenden Zug -iusteigen. war das W->k einer MMuie Ktt-ndabn. bedienstete sahen wohl. oatz die K.rl« etwa« Fettes eingewtckell batieu um, Nn, k.n. eilten, hatten aber weiter kein Arg dabei. Hu ipät erst stellte fi* Mr V Zu °-rwund-rn ist nur, daß ntchl der T-Ugraph^ benutzt wurde um^ aus btt nächlleu Station abzusaagrn. UBI rou,De' um b,c BratenrSuber bQ6 dadurch eine Mehretonahme von .und 85 MN « erz»elt worden ist. Die gefammte M bretnnabrne h^m -7 oc>,uuu Jt. 94,000 Die Frequenz auf den bedeutenderen Stationen im Person-n?und^Güt^? verkehr ist folgende: Gießen 242 257 N^rfonen gnsfeih m tJn® ®“tet3 57,074 Personen, Büdingen 54908 Jerfonen ^bba^51950ffl?rfnnSWfÄinJnk 50,320 Personen, Grünberg 48.240 Personen Fulda 46174 Ä Elnhausen 41,6!3 Personen, Hungen 40,174 Personen, Mücke 30,354 Personen^ Hungen 30,953 Tonnen, Gtetzen 26 742 Tonnen ®tünberfl 24 tqqV« t^üterö-tf<5r: 21,9to Tonnen Mücke 18.323* " Äfe Alss-lb W.654 ÄnZ0Rnin' ^u'^ach 13,616 Tonnen, Büdingen 11,17? Sn$B Todtenliste des Jahres 1884. Fürstliche Personen. Prinzessin Maria Anna, Gemahlin des Prinzen Georg von Sachsen. Drin, Leopold, Herzog von Albany, jüngster Sohn ber Königin von England. Kaiserin Maria Anna von Oesterreich, Wcktwe Kaiser Ferdinands I. Pctnz Leopold von Sachsen, Vetter des regierenden Herzogs von Sachsen-Coburg. Graf Julius zur Ltppe-Btesterfeld, Chef der älteren L«pv?schen Linie. Prinz Emst Hermann von Lippe- Detmold. Kronprinz Alexander ber Niederlande, Prinz von Oranten. Sßrtrx fietn- mxx., Reuß. Landgraf Friedrich von Hessen. W lhelm , Herzog von Braun- schweig. Militärpersonen. w General Friedrich Adrian Herwarih von B'.ttenfeld, Bruder des FeldmarschallS in Merseburg. Wilhelm von Tümplmg, General ber Caoallerie, Commaudeur deS 6. Armeekorps in Breslau. Feldzeugmeister a. D. Freiherr von Brandenstein tn Dresden. General von Schwerin, Gouverneur von Metz. General z. D. v. Rotb- maler in Erfurt. Graf ©tünne, General ber Cavalieri?, ehern. Oberstallrneister des Brandts, ehern, hannoverscher KriegSminister auf Schloß Ricklingen. General z. D. v. Dannhausen tn Kösen. Generalfeldmarschall Herwarth v. Bittenfeld in Bonn. v. Schmerling, K> K. österreichischer Feldzmameister SJSf!enk Wittich, preußischer Generallieutenant z. D. Bernhard v. Prof. Dl.Schvatlo !l>eaam Mhnachts- ftr Mpp o. Jolly n Forscher auf dem naerer Sruber des akademischer L-Hrer. )N welchen die dret bürg und Tübingen kluszrtchnungen von nem Tode war der it ein avsmnksawer ie dortige zoologische mchener Uniö/rW ine Ausmerkfümketl jrdötit. b»6 st- alt? W«w 6 billigst (Händler ausgeschlossen). 141____________Liebigstraße 65, l- Stock. Gießener Äctienbier 23 g' Frankfurter Bier 23 „ Krofdorfer Bier 12 „ liefert bei Abnahme von 6 Flaschen frei in's Haus 133 Fhil. Bob, Bahnhofstraße 11, Ecke der Kaplansgasse^ Bötel Bellevue (Wen® ei’* Garten}. M H >T- M U ■Ä i z Nur echt mit dieser Schutzmarke: Alalz-Eriract u. Earamellen*) v. L. H. Pietsch & Co., Breslau- Herren L. H. Pietsch & Co. in Breslau Ersuche ick, für anliegende 10 Mark mir 3 große Flaschen Malz- Extract („Huste-Nicht") umgehend zu senden. Ihr Malz-Extract „Huste- Nicht" und Caramellen haben sehr wohlthuend auf meinen leidenden Zustand gewirkt, daß mein Husten fast ganz verschwunden ist. 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