18SS Mittwoch den 3. Ium eise! Rr. 125 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlrchk Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnshme des MontagS. •wreant Schulstraße 7. G! Saft i# DM Isvoll IS. noch nicht so weit überwunden zu haben, um ihnen diese Ortsveränderung zu gestatten. Ueber den Stand der afghanischen Grenzsrage liegt nur eine lakonische Londoner Meldung vor, welche besagt, daß der Gang der russischenglischen Verhandlungen ein solcher sei, daß gewisse bisher vorgelegene Differenzen als beseitigt erschienen und der Abschluß der Verhandlungen früher eintreten dürfte, als bis jetzt angenommen werden konnte. Jedenfalls giebt die afghanische Grenzfrage zu ernsteren Besorgniffen keinen Anlaß mehr und wenn sich vielleicht der endgültige Abschluß der Verhandlungen noch etwas verzögern wird, so ist doch nicht mehr daran zu zweifeln, daß eigentliche Schwierigkeiten hinsichtlich der Festsetzung der neuen afghanischen Grenze nicht mehr vorhanden und nur noch verschiedene Detalls zu regeln sind. Zur Abwechslung drohen jetzt für England neue Schwierigkeiten in Südafrika. Die Transvaal-Boern, welche sich erst vor einiger Zeit von der eigentlichen Transvaal-Republik abgesondert und weiter östlich einen jungen Freistaat gegründet haben, protesüren gegen die Besitzergreifung der Santa-Lucia-Bai durch die Engländer und rekla- miren dieses Gebiet für sich, und zwar aus Grund der Erklärungen der Häuptlinge des Zululandes, denen bisher die Oberhoheit über die Santa-Lucia-Bai zustand. Da bekanntlich wegen der Santa-Lucia-Bai noch Differenzen zwischen Deutschland und England schweben, so hat diese Frage durch die Einmischung der Transvaal-Boern eine vielleicht nicht so bald zu beseitigende Weiterung erfahren. "Halten^ amtet Politische Ueberficht. Gieße«, 2. Juni. Ueber das Befinden des Kaisers sind in jüngster Zeit wiederholt beunruhigende Gerüchte verbreitet worden, die aber zufolge den letzten, von competenter Seite von Berlin ausgehenden Meldungen bezüglich des Gesund- heitszustandes des greisen Monarchen aller und jeder Grundlage entbehren. Die Beschwerden des hohen Herrn machen sich nur noch selten und in geringem Grade fühlbar. — Bestimmte Dispositionen bezüglich der diesjährigen Badereisen des Kaisers sind auch jetzt noch nicht getroffen, nur heißt es jetzt wieder, >aß er doch noch nach Wiesbaden gehen werde, ehe er seine anderen Badereisen antritt. r r v „ Fürst Bismarck trifft, wie wenigstens die „Augsb. Abend-Ztg. aus „zuverlässigster Quelle" zu melden weiß, dieser Tage zum Kurgebrauche in Kffsingen ein, wo er, wie gewöhnlich, in der oberen Saline Wohnung nimmt. Seine Abreise nach Kijsingen würde der inneren politischen Situation für die nächste Zeit ihre Signatur aufdrücken, nämlich die der sommerlichen Ruhe und somit ist während derselben eine Entscheidung in den gegenwärtig noch schwebenden Fragen der inneren Politik nicht zu erwarten. Unter ihnen nimmt die braunschweigische Thronsolgefrage nach wie vor das allgemeine Jntereffe in hervorragender Weise in Anspruch; am Montag ist der Bundesrath nach der Pfingstpause wieder zusammengetreten und wird der Justizausschuß wohl noch Ende dieser Woche in der Lage sein, über den ihm .zugewiesenen preußischen Antrag bezüglich der braunschweigischen Thronsolge Bericht zu erstatten. Es ist nicht zu bezweifeln, daß der Ausschuß die Annahme des Antrages empfehlen und daß derselbe auch im Plenum keinen nachdrücklichen Widerspruch finden wird, wenn vielleicht auch ein paar Stimmen kleinerer Bundesstaaten gegen den Antrag abgegeben werden sollten. Was die Behauptung von einem Proteste des Herzogs von Cumberland anbelangt, welchen er in Form eines „Rundschreibens" an die europäischen Höfe versandt haben soll, so ist von einem solchen in Berliner diplomatischen Kreisen nichts bekannt. Der greise Fürst von Hohenzollern, Karl Anion, dessen schwere Erkrankung vor einiger Zeit gemeldet wurde, scheint sich im Zustande der Auflösung zu befinden. Eines der letzten Bulletins besagt, daß sich der hohe Kranke meist in bewußtlosem Zustande befindet und daß Unregelmäßigkeiten üm Athemholen und in der Herzthätigkeit zu constatiren sind. Fast sämmtliche noch lebende Kinder des Fürstlich Hohenzollernschen Ehepaares befinden sich zur Zeit in Sigmaringen, unter ihnen auch König Karl von Rumänien, welchen seine Gemahlin begleitet hat. Seit voriger Woche befinden sich die Urwahlen zum öster- lleichischen Reichsrathe in vollem Zuge. Auf die Wahlen der Landgemeinden in Steiermark, Rieder-Oesterreich und Salzburg sind nunmehr diejenigen in den Landgemeinden Ober-Oesterreichs, Krams, Tyrols und Voralbergs gefolgt. Da diese Wahlbezirke eine ausschließliche Domaine der klerikalen Partei find, so hatten die Liberalen gar keine Candidaten ausgestellt und auch der Bauernverein für Ober-Oesterreich begnügte sich mit der Aufstellung bloßer Zähl-Candidaturen. Es find demnach in Ober-Oesterreich 6 klerikale, in Tyrol 8 klerikale, in Vorarlberg 2 klerikale und in Krain, wo die Slovenen entschieden vorherrschen, 5 jlovenische Abgeordnete gewählt worden. Bemerkt zu werden verdient, daß im 5 Krainer Wahlbezirk, der von Gottschee, in welchem auch viele Deutsche Wohnen, der das vorige Mal gewählte Fürst Windischgrätz (klerikal-slovenisch) dem slovenischen Landgerichtsrathe Hren Platz machen mußte, ein Beweis, daß die Rationalitäten-Bewegung selbst den anscheinend so festen .Besitzstand der klerikalen Partei zu erschüttern droht. Die Wahlen selbst sind allerwärts in größter Ruhe verlaufen. Das Leichenbegängniß Victor Hugo's hat in Frankreich alle Tagessragen augenblicklich in den Hintergrund gedrängt. Dasselbe hat am Montag unter allgemeinster Theilnahme der französischen Nation und speciell der Pariser Bevölkerung stattgefunden. Trotz des lauten Widerspruches der monarchistischen Parteien ruhen nun die Gebeine beö_ größten zeitgenössischen Dichters Frankreichs im Pantheon zu Paris und ist somit dasselbe seiner ursprünglichen Bestimmung, den großen Männern Frankreichs zur letzten Ruhestätte zu dienen, faktisch zurückgegeöen worden. Die französischen Klerikalen betrachten die Beisetzung der Leiche Victor Hugo's im Pantheon als eine Entweihung dieses nationalen Gebäudes, aber da der klerikale Fanatismus den Ge- gieinen des großen Dichters wegen seiner entschieden antikirchlichen Gesinnung, welche derselbe im Leben documentirte, die Aufnahme in jeder anderen Kirche versagt baben würde, so blieb eben der Regierung nichts weiter übrig, als das Pantheon zu diesem Zwecke seiner ursprünglichen Bestimmung zurückzugeben. Die italienische Expedition am Rothen Meere scheint jetzt 'wenigstens vor einem Angriff der Abyssinier gesichert zu sein, den sie bis in die 'neueste Zeit besürchten mußte. Der von der italienischen Regierung an König Johannes von Abyssinien mit einer Mission betraute Kapitän Ferrari hat nach Rom berichtet, daß er von dem abyssinischen Herrscher freundlich ausgenommen worden sei und daß letzterer erklärt habe, freundliche Beziehungen mit Italien unterhalten zu wollen. So lange freilich König Johannes den italieni- jschen Truppen nicht gestatten will, das äußerst ungesunde Massauah zu verlassen rund die gesunden Hochebenen von Keren zu beziehen, bleibt ihre Lage eine sehr Mißliche und vorläufig scheint der König sein Mißtrauen gegen die Italiener Darmstadt, 1. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 30. Mai dem Schloßverwalter Johannes Do eng es in Friedberg das silberne Kreuz des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 15. Mai den provisorischen Lehrer an dem Gymnasium und an der Realschule zu Worms, Heinrich Habermehl, zum Lehrer an diesen Anstalten zu ernennen. L. Sübsl Lehrling, s« Cafe tzvcl. reinergeselle < k, Schreinerimisltr n FcibrikgeschHs^ : nöthigen Vorkeck Antritt gesucht lilhelnr 3»rbillti. ictt, welches 2 M -Geschäft Mig rar ' SUW vft MK 9it tebj). U. ff Verändert indet sich von Will .. Vermischtes. . Gießen, 29. Mai. (Statistik des mittelrheinischen Turnverbandes.l Dreier Tage wurde die Statistik des mittelrheinischen Turnverbandes, welche für das verflossene Jahr im Januar d. I. durch die Gauvertreter erhoben wurde, durch den Kreisvertrcter und Kreisschriftführer fertig gestellt. In Anbetracht der ungemein hoben Bedeutung, welche das Vereinsturnwesen in unserem deutschen Vaterlande hat und den Turnern in Schule und Heer eine sehr wichtige Stellung einraumt, therlen nur aus der Statistik Folgendes mit: Der Mittelrheinkreis unter den deutichen Turnkreisen der neunte, besteht gegenwärtig aus 12 Gauen; dieselben ordnen stch^ der Große nach folgendermaßen: 1. Gau „Rheinhessen" mit 52 Vereinen und 41o0 Turnern; 2. Gau „Hessen", umfassend die Provinz Oberhessen nebst eungen preuWchev.Vereinen, nut 28 Vereinen und 2602 Turnen; 3. Gau „Maingau" mrt 43 Vereinen und 22o9 Turnern; 4. Gau „Sud-Nassau" mit 27 Vereinen und 2206Turrern; o. „Main-Rhemgau" (die Gegend von Darmstadt und Aschaffenburg) mit 20 Vereinen und 1983 Turnern ; 6. Gau „Offenbach-Hanau" mit 18 Vereinen uni>17/7 Turnern; 7 ®au:„$ranffurt mit 6 Vereinen und 1526 Turnern; 8. Gau „Rhem-Moiel" mit 24 Vereinen und 1369 Bumern; 9. Gau „Saar-Mosel" mit 21 Vereinen und 1255 Turmern; 10. Gau „Nahe-Jdarthal" mit 9 Vereinen und 967 Turnern; 11. Gau „Unter-Nahe mit Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz - Burean. Berlin, 1. Juni. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser litt in den letzten Tagen an erneuter Reizung des Halses, die indeß gleicherweise wie die übrigen Krankheitserscheinungen nach einer guten Nacht wesentlich vermindert ist. Das Allgemeinbefinden beginnt sich zu heben, ist indeß nicht derart, daß der Kaiser das Znnmer verlassen kann. Der Kaiser empfing heute den Besuch der Großherzogin von Baden und die Vorträge Wilmowski's und Albedyll's. Bern, 1. Juni. Die Bundesversammlung trat heute zusammen. Zum Prast- denten des Nationalraths wurde Bezolla (Graubündten, radical), zum Vicepräsidenten Morel (Neuenburg, radical), zum Präsidenten des Ständeraths Zweifel (Glarus, Centrum), zum Vicepräsidenten Bopy (Waadt, radical), gewählt. Paris, 1. Juni. Die Beisetzungsfeier der Leiche Victor Hugo's wurde zur festgesetzten Zeit begonnen. Der Platz bei dem Triumphbogen und alle dahin führenden Straßen waren mit dichten Menschenmassen angefüllt. An dem Katafalk nahm zuerst der Senatspräsident Le Royer das Wort und feierte Hugo als einen Mann, der unausgesetzt die höchsten Ideale der Gerechtigkeit und Humanität verfolgt und einen gewaltigen Einfluß auf die Moral Frankreichs ausaeübt hat. Floquet betonte, daß es sich nicht um ein feierliches Leichengegängniß, sondern um eine Apotheose des Verstorbenen handele, und bezeichnete denselben als einen Apostel, dessen über das Grab hinaus dauernde Worte zum definitiven Erringen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit der ganzen Welt führen würden. Der Akademiker Augier sagte, Frankreich erweise heute dem Dichterfürsten Ehren, wie sie Souveränen zukommen. Goblet bemerkte, Hugo werde die erhabene Personification dieses Jahrhunderts bleiben, dessen Geschichte Widersprüche, Zweifel, Gedanken und Bestrebungen er am besten zum Ausdruck gebracht habe; er sei ein tief humaner Character gewesen, der den Geist der Toleranz und des Friedens unter den Mitbürgern repräsenttrte. Nach Beendigung der Reden setzte sich der Trauerzug gegen Mittag in Bewegung. — Die „Agence Havas" meldet aus Kairo: Der Unterrichtsmmister Mahmud hat seine Entlassung genommen, voraussichtlich wird der Minister der öffentlichen Arbeiten, Ibrahim, ebenfalls demissioniren. , Bukarest, 1. Juni. Der österreichisch-ungarische Gesandte kündigte heute den Handelsvertrag, welcher von Rumänien schon am 6. März gekündigt wurde. Teheran, 1. Juni. Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Der persische Gesandte in Konstantinopel, welcher einige Monate in Teheran verweilte, wird sich demnächst nach Berlin begeben. r „ „ , , , „ Sigmaringen, 2. Juni. (Privatdepesche.j Fürst Karl Anton von Hohenzollern ist heute Vormittag um 10 Uhr gestorben. ------------- Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. kraße 9. 15 Vereinen und 950 Turnern; 12. Gau „Lahn-Dill" mit 12 Vereinen und 842 Turnern. Demnach beträgt die Zahl der einem Gau und dem Kreis angehörenden Vereine 275, die Zahl der Mitglieder ca. 22,000. Rechnet man die sogen, isolirten Vereine, welche keinem Verband angehören, hinzu, so erhalten wir im Mittelrheinkreis weit über 300 Turnvereine mit etwa 23,000 Turnern. Die Zahl der practischen Turner beträgt ca. 11,000, die Zahl der Zöglinge 2820, die Zahl der Vorturner 1215. Eigene Turnplätze haben 56 Vereine, eigene Turnhallen 27 Vereine. Winterturnen haben 204 Vereine, die übrigen turnen nur so lange, als es die Witterung im Freien gestattet. Wenn man Alles zusammenrechnet, turnten im vergangenen Jahre in runder Summe 600,000 Turner an 25,000 Abenden, ein deutlicher Beweis, welchen Einfluß das Turnen aus das Leben unseres Volkes hat. 200 Mitglieder und darüber haben folgende Vereine: Turnverein Frankfurt 550 Mitglieder, Turnverein Offenbach 500 Mitglieder, Turngemeinde Darmstadt 500 Mitglieder, Turnverein Gießen 418 Mitglieder, Turnverein Butzbbach 209 Mitglieder, Turngemeinde Bessungen 230 Mitglieder, Turnverein Castel 300 Mitglieder, Turnverein Mainz 275 Mitglieder, Turngemeinde Rieder- Ingelheim 203 Mitglieder, Turngemeinde Ober-Ingelheim 200 Mitglieder, Turngemeinde Worms 207 Mitglieder, Turnverein Wiesbaden 350 Mitglieder, Männer-Turnverein Wiesbaden 280 Mitglieder, Turngesellschaft Wiesbaden 200 Mitglieder, Turnverein Oberstein 300 Mitglieder, Turnverein Idar 244 Mitglieder, Turn- und Fechtclub Frankfurt 321 Mitglieder, Turngemeinde Hanau 300 Mitglieder, Turngemeinde Frankfurt 270 Mitglieder und Turnverein Sachsenhausen mit 200 Mitgliedern. Den weitaus größten Theil des Mittelrheinkreises stellt Hessen mit seinen drei Provinzen, auch hat es die beiden größten Gaue und nach dem Frankfurter Turnverein die größten Vereine. Möge der blühende Mittelrheinkreis auch fernerhin blühen, wachsen und gedeihen und noch immer mehr Segen verbreiten! Mainz, 31. Mai. An die Feier der Eröffnung der „Neuen Brücke" reihten sich am Abend die von Seiten der Stadt Mainz veranstalteten Festlichkeiten in der Stadthalle an. Wenn auch der mittlerweile eingetretene Regen, der glücklicher Weise nicht lange anhielt, die Festesfreude etwas herabdrückte, so bot doch die Stadthalle, die Umgegend derselben und besonders die „Neue Brücke" ein so lebhaftes Bild, wie es nur durch ein so bedeutungsvolles Ereigniß veranlaßt werden konnte, tausende und abermals tausende von Menschen wogten in einer unabsehbaren Menge über die Brücke nach Kastel, welches ebenfalls, dem Ereignisse würdig, im schönen Festschmuck erschienen war. Das Nachmittags um 5 Uhr in dem Garten der Halle abgehaltene Festconcert war sehr gut besucht, aber nicht im Vergleich zu den Eoncerten, welche am Abend in dem Saale der Stadthalle durch die städtische Kapelle und in dem Garten veranstaltet worden waren. Die Räume, zu welchen Jedermann freien Zutritt hatte, waren geradezu überfüllt und alle Stände und Berufsklassen vertreten. Gegen 9 Uhr fand von der Mainspitze aus die electrische Beleuchtung der neuen Brücke und der Stadthalle, ebenso* des ganzen ausgedehnten Rheinufers statt, wodurch, durch die Wiederspiegelung in den Fluthen des Rheines, prachtvolle Effecte erzielt wurden; nach 9 Uhr begann das Feuerwerk auf einem kleinen Rheindampfer, welches, wenn auch bescheiden, doch einen sehr guten Verlauf nahm und eine beifällige Aufnahme fand, besonders wirkungsvoll war die bengalische Beleuchtung der Stadthalle von der Straßenbrücke aus gesehen; wie ein Feenpalast aus Tausend und einer Nacht hob sich der imposante Bau, in zartes Roth, Blau oder Grün gehüllt, aus dem dunklen Häusermeer empor. Erst um Mitternacht kam die Festlichkeit in der Halle zum Abschluß. Marburg, 30. Mai. Sicherem Vernehmen nach sollen die Vorarbeiten zu dem Neubau der Aula (östlicher Flügel des Universitäts-Gebäudes) nach dem von Professor Schäfer in Berlin ausgearbeiteten Project jetzt hier so gefördert werden, daß die Einstellung der Bausumme in den nächstjährigen Etat ermöglicht wird. Durch die Vollendung dieses Baues wird unser Universitätsgebäude zu den hervorragendsten Bauwerken der Gegenwart gehören und als stilvoller Kunstbau eine Bedeutung ersten Ranges erhalten. Berlin, 27. Mai. (Mysteriöser Tod.j Der langjährige Mitarbeiter der ^berliner Gerichtszeitung", Richard Jüterbock, ist in der Nacht vom Montag zum Dienstag unter geheimnißvollen Umständen plötzlich verstorben. I. wurde Morgens 3 Uhr mittelst Droschke nach dem Hause Waldstraße 23 gebracht und von einigen Herren, welche sich mit ihm in der Droschke befanden, vor genanntem Hause in besinnungslosem Zustande niedergelegt. Andere Passanten wurden auf die davonfahrende Droschke aufmerksam, gewahrten den in bewußtlosem Zustande vor dem Hause liegenden I. und brachten denselben nach seiner Wohnung. Nach Verlauf von einer Stunde war I. eine Leiche; die goldene Uhr fehlte, das Portemonnaie des I. war leer. Die Criminalpolizei recherchirt eifrig nach dem Führer der betr. Droschke, sowie nach den Insassen derselben. Die Beerdigung des I. ist vorläufig auf Samstag Nachmittag festgesetzt, nachdem es keineswegs ausgeschlossen ist, daß auf Requisition der Staatsanwaltschaft eine gerichtliche Obduction der Leiche erfolgen wird. Nach Aussage des sofort herbeigerufenen Arztes ist die Annahme, daß I. vor seinem Tode in heftigster Weise narkotisirt wurde, gleichfalls nicht ausgeschlossen. — Bei Beginn der Badesaison dürften einige Winke für Badende, die von einem erfahrenen Praktiker herrühren, allgemeine Beachtung verdienen. Im Hamburger Verein für öffentliche Gesundheitspflege stellte nämlich gelegentlich eines Vortrages Badeaufseher Krüger in Steinwärder folgende Regeln für Schwimmer und Badende auf: 1) Den Weg zur Badeanstalt lege in mäßigem Tempo zurück. 2) Bei der Ankunft erkundige Dich zunächst nach der Strömung und den Terramverhältnissen. 3) Entkleide Dich langsam, geh' dann aber sofort ins Wasser. 4) Springe mit dem Kopf voran ins Wasser, oder tauche wenigstens schnell ganz unter, wenn Du das erste nicht kannst oder magst. 5) Bleibe nicht zu lange im Wasser, zumal wenn Du nicht sehr kräftig bist. 6) Kleide Dich nach dem Baden schnell wieder an. Vor dem Baden warnte Redner in folgenden Fällen: 1) Bei heftigen Gemüthserregungen; 2) nach durchwachten Nächten; 3) bei Unwohlsein; 4) nach Mahlzeiten und besonders 5) nach Genuß geistiger Getränke. Echternach, 28. Mai. Vorgestern fand hier die weltbekannte Springprocession in althergebrachter Weise statt. Dem „Schw. Merk." wird über dieselbe Folgendes geschrieben: Gegen 8 Uhr Morgens sammelte sich die aus allen Richtungen der Windrose herbeigekommenc Menschenmenge in der Nähe der Sauerbrücke, um die im Freien in deutscher Sprache gehaltene Predigt anzuhörcn. Unmittelbar nach Beendigung derselben intonirten die zahlreichen in der Menge vertheilten Musikcorps die bekannte Melodie: „Adam hatte 7 Söhne", worauf sich sodann die Procession in Bewegung setzte; voran eine Anzahl von Fahnenträgern und Geistlichen, an welche sich gegen 2000 Sänger und 8000—9000 Tanzende anschlossen; den Beschluß machten etwa 1500 Beter. Die Tarnenden fassen sich an den Händen zu vierer: oder fünfen und Hüpfen nun in mehr oder weniger grotesken Sprüngen 5 Schritte vor rind 4 zurück. Die über 60 Stufen zählende, zur Pfarrkirche hinaufführende Steintreppe unterbricht keinen Augenblick den Tanz, der sodann durch die Kirche um das Grab des hl. Willibrod geht und jenseits der Kirche an einem Holzkreuze seinen Abschluß findet. Newyork, 27. Mai. Wieder hat ein Mann — derselbe heißt Fleischer — den Versuch gemacht, durch einen Sprung von der hohen Brooklyn-Brücke sich das Leben zu nehmen. Eine Untersuchung ergab, daß die Familie des Mannes sich in größter Noth befand. Dieselbe wurde sofort mit Lebensmitteln auf 3 Wochen versorgt. Man fürchtet, daß sich eine förmliche Spring-Manie entwickeln wird. — In Colgate-Street, Jersey City, stürzte heute ftüh bei Tagesanbruch ein von 5 Familien bewohntes Haus ein. Von den 27 Insassen wurden 4 getödtet und 8 verwundet. GchiffSu ach richt en. Bremen, 1. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Elbe, Capt. F. Hamelmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20. Mai von Bremen und am 21. Mai von Southampton abgegangen war, ist am 30. Mai, 5 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Derkedr. Gießen, den 2. Juni. Auf dem heuttgen Markt toftete Butter per Pfund JL 0.70—0.80, Hühnereier 2 Stück 9—0 Enteneier St. 5—6 X Gänseeier 00—00 4, Käse pr. Stück 5—10 Käsematte 2—3 X Erbsen pr. Liter 22 X Linsen 32 4 Tauben per Paar 0,50—0,70 H, Hühner per Stück JL 1.00—1.50, Hahnen pr. Stück JL 1.00—1.70, Enten per Stück 200—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 4. Kuh- und Rindfleisch 56—60 X Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleisch 64—70 4, Kalbfleisch 50—54 -4, Kartoffeln per 100 Kilo 3.00—4.00, Milch per Liter 12—16 4, Zwiebeln ver Centner JL 9.00—10.00, Kirschen per Pfund v4L 0.50—0.60. Grünberg, 30. Mai. (Fruchtpreise.) Weizen Jü 18.30, Korn 17.70, Gerste 16.10, Hafer JL 15.50, Erbsen JL 00.00, Linsen JL 00.00, Lein «H. 00.00, Samen JL 00.00, Kartoffeln J4 3.80, Wicken 00.00. Frankfurt, 1. Juni. Der heuttge Viehmarkt war stark befahren. Ange- trieben waren 372 Ochsen, ca. 10 Bullen, ca. 391 Kühe und Rinder, ca. 218 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 64—66, 2. QuaÜ 58—62, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 54—56, 2. Qual. Jl. 45—48, Kälber 1. Qual. JL 58—60,2. Qual. JL 50—55 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Frankfurt, 1. Juni. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer xM* 19,00—00,00, fremder JL 19,00—19,25, Roggen eff. hies. 16,75—00,00, fremder JL 15,50-16,75, Gerste effektiv hiesige und Wetterauer JL 17,50—18,50, fremde vtt* 18,75—20,00, Hafer eff. hies. JL. 15,25—15,75 fremder JL 15,00—16,25. — Nüböl, eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. JL 29,00. Branntwein eff. ohne Faß JL 39. Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 1. Juni. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 377 Stück Rindvieh und 962 Stück Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 29. Juni d. I. (zugleich Wollmarkt). — Von der in Plakatform hergestellten „Uebersicht der Postcurse im Großherzog- thum Hessen vorn 1. Juni ab" werden Privatexemplare zum Preise von 15 Pfennig für das Stück an das Publikum abgelassen. Bestellungen sind an das hiesige Kaiserliche Postamt zu richten. — Es ist im Publikum noch wenig bekannt, daß Reisende, welche durch plötzlich eingetretene Zwischenfälle verhindert werden, das bereits gelöste Eisenbahnbillet zur Fahrt zu benützen, oder, im Besitz eines Tagesbillets an der Rückfahrt verhindert werden, den für das Billet gezahlten Betrag (bei Tagesbillets natürlich nach Abzug des vollen Tourpreises) zurückerhalten. Zu diesem Behufe ist es nothwendig, oas qu. Billet, nachdem es von dem betreffenden Stationsvorstande mit einem entsprechenden Vermerk versehen worden, dem zuständigen Betriebsamt einzusenden, welches darauf den Betrag durch die Stationskasse des Wohn- resp. Aufenthaltsortes des Reisenden zahlen läßt. Farbige und schwarzseidene Grenadine# Mk. 1.55 per Meter bis Mk. 14.80 Pf. in 10 verschied. Qual, ver- sendet in einzelnen Roben und ganzen Stücken zollfrei in's Haus das Seiden-Fabrik- D6pöt von 6. Henneberg lKönigl. Hoflieferant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto nach der Schweiz. 491 Temperatur in Gießen. Mai 1885. Niederste ....... 0,0 °R. Mittlere.......-V 8,53 „ Mittel früherer Jahre + 10,06 „ Mittel 1874 .......+ 7,91 „ Höchste........+ 23,8 „ Niederschlag an 18 Tagen .... 2,53 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 2,01 „ „ Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 2. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 13V-?, Luft im Schatten 12°. L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Allgemeine Die akadentisclie Olirenhlinik io liessen 4o9g wird am Samstag den 6. Joni eröffnet. Dieselbe befindet sich im 2. Stock des alten Schlosses und können Ohrenleidende daselbst am Dienstag, Donnerstag und Samstag von 11 — 12 x/2 Uhr ärztliche Behandlung erhalten. Photogr. Anstalt«G. Backofen Giessen. Berlin. Vom 4. —12. d. Mts. bin ich persönlich zu Aufnahmen in Gießen. 4105 r Anzeiger. Unser Geschästslocal ist Mittwoch den 3. d. M. wegen des Unterverbandstages der Erwerbs- und Wirtbfchafts-Genossenschaften in Cassel geschloffen Greffen, den 1. Juni 1885. Gewerbebank zu Greffen, E. G. 4075 H. Wagner. Carl Vogt II. Nachdem Herr Ph. Rabenau in Großen Buseck von der Vw waltung unserer Agentur entbunden worden ist, haben wir solche dem Herr» Wilhelm Althaus in Groffen Buseck übertragen. Rachen-Leipziger Uersichermigs-htien-Geselischaft. Die Directton: Th» Grosse. Bezugnehmend aus Obiges, empfehle ich mich zum Abschluß von Veo sicherungen gegen Feuerschaden, Blitzschlag und Explosion zu festen und mäßige i Prämien und bin zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft gern bereit. 4106 Wilhelm, Allhaus. ? *'S!i te vor fwtreppe findet. “c KNqq, SSfiJi L?rw ar- 'st Wi 30, jj 50 Klinsen 32 i ,ov' wne» et. ä M ttinb 68* mtdflttii 61-n SAiS v. befahren. ^4 lnder, ca. 218 M $ 58—62, Mh r «1.4 58-40,2. tot- hiesiger u. Mt? 16,75-00,00, fc- 17,50-18,50, fe ),00-16,25. - W i eff. ohne Faß jt? i. Auf den Haitz Stück Schiveine, ? llmack). astcurse m GrHr^j Preise von 15 Kran das hiesige M >e, welche durch M iffe Uenbahnbillel i: r Rückfahrt verhck naflirlid) nach W es notfjwmbii),' ütmmeMM rvächcs M iltsortes MW Grenafcs ) mrschied.Mi- ms d°s ®Mg uster umgehet eu. ) OR. )3 ii )6 „ 01-„ Löst 12 Uhr Mittags 53 Par. Zoll. 01 // " BeTanntmachnng. Vom 1. Juni ab werden die gegenwärtig zum Landbestellbezirk des Postamts in Ulrichstein gehörigen Orte rc. Bobenhausen, Wohnfeld, Heutzmühle, Hahnmühle, Schneidmühle und Rappelmühle, ferner die Orte Großeichen, Höckersdorf, Sellnrod mit Wiesenmühle, und Schmitten, welche zur Zeit zum Landbestellbezirk des Postamts in Ruppertenrod gehören, von den genannten Postanstalten abgezweigt und dem Landbestellbezirk der Postagentur in Mücke (Hessen) zugetheilt. Vom gleichen Zeitpunkte ab treten in den Orten Bobenhausen, Hockersdorf, Großeichen und Ilsdorf Posthülfstellen in Wirksamkeit. Die Verwaltung dieser Posthülfstellen ist den nachgenannten Personen übertragen worden: in Bobenhausen dem Landwirth Herrn Johannes Repp, in Großeichen Herrn Bürgermeister Schombert, in Höckersdorf Herrn Bürgermeister Hamann und in Ilsdorf Herrn Bürgermeister Bast. Zur Vermittelung des Postversendungsverkehrs der neuen Posthülfstellen wird vom 1. Juni ab zwischen Bobenhausen und Mücke (Hessen) über Höckersdorf, Großeichen und Ilsdorf eine Landpost eingerichtet, welche zugleich zur Personenbeförderung für Rechnung und Gefahr des Landwirths Herrn Johannes Repp in Bobenhausen zu dienen hat und folgende Kurszeiten erhält: L II. I. H. ab 520 Vorm. 200 Nachm. Bobenhausen an 950 Vorm. 810 Nachm. >» 55" „ 230 „ Höckersdorf u 920 „ 740 „ X 610 250 „ Großeichen ® 840 „ 720 „ r 640 „ 320 „ Ilsdorf 800 ,, 650 „ an 650 „ 330 „ Mücke ab 750 „ 640 „ An Sonntagen fallen die unter II angegebenen Fahrten aus. Darmstadt, am 30. Mai 1885. Der Kaiserliche Ober-Postdirector- Hagemann. Bekanntmachung. Vom 1. Juni ab treten in den zum Landbestellbezirk des Postamts in Londorf bez. des Postamts in Grünberg (Hessen) gehörigen Orten Kesselbach, Geilshausen und Beltershain Posthülfstellen in Wirksamkeit. Zur Vermittelung des Postversendungsverkehrs der neuen Posthülfstellen, sowie der Posthülfstelle in Odenhausen wird vom gleichen Tage ab eine Landpost zwischen Londorf und Grünberg (Hessen) eingerichtet, welche zugleich jiUr Personenbeförderung für Rechnung und Gefahr des Landbriefträgers W i ß n e r von Londorf zu dienen hat und folgende Kurszeiten erhält: Londorf ...... an 610 Kesselbach..... 6oO Odenhausen (Straßeneinschnitt) Ia 540 Geilshausen .... W 520 Beltershain .... ® 435 Grünberg (Hessen) Bahnhof 400 Grünberg (Hessen) Stadt ab 345 Darmstadt, am 29. Mai 1885. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. In Vertretung: Plaz.. Vorm. ab 515 5Z 545 £ 605 Ä 650 ’ 725 an 730 Nachm. ii n ii u n ii Bekanntmachung. Vom 5. Juni er. ab bis auf Weiteres hält der Courierzug 301 (von Frankfurt a/M. 715) versuchsweise in Lollar. 4117 Hannover, den 1. Juni 1885. Königliche Eisenbahn-Direction. Mittwoch den 3. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in der Flett'schen Hofraithe dahier, sollen tgegen Baar versteigert werden: 1 Wagen, 1 Schwein, 2 Kleider-, 2 Spiegel-, 3 Küchenschränke, Tische, Stühle, Sopha's, 2 Secretäre, 1 Pen- dule, 1 Bett, Spiegel, Bilder, 1 Nähmaschine, Brockhaus Convers.-Lexikon, 1 Parthie Schreinerwerkzeuge u. Nutzhölzer , sowie diverse Stücke Bux- kin's rc- Voraussichtlich findet die Versteigerung 1 Heilweise statt. Gießen, den 1. Juni 1885. Engel, 41069 Gr. Gerichtsvollzieher. Em Geschäftshaus mit schönem Laden und großem Lager, im bester Geschäftslage Gießen's, ist z:u verkaufen, und kann event. noch bestehendes Geschäft mit übernommen merden. F. Hoffmann, 4001 Konkursverwalter. Jeldbrandsteme 1 »verkauft Maurer PH. Größer. Tascheiila^plänc ” neueste bei 3985 He Hühn« Papierhandlung. Die Rösser'schen Vormünder beabsichtigen den Rösser Aschen neugebauten Hof mit lebendem und todtem Inventar, nebst zwei Ge- meindenutzenantheilen. Hundert Kasseler Acker Land und einer Dreschmaschine zur Hälfte, zu verkaufen oder zu verpachten. Termine hierzu sind erster auf den IS. Juni, zweiter auf den 22. Juni d. I. angesetzt. Kirchvers, den 22. Mai 1885 Die Vormünder: 4019 Gerhardt und Luh. JeilgeSotenes. Metzgerbloufen waschecht, billigst bei 4098 Louis Rothenberger, Neuenweg 22. @tn Hous, gute Lage, zu jedem Geschäfte geeignet, ist zu verkaufen. Näheres bei 4101 K. Klees, Ludwigstr. 5. Buchbinder Werkzeug, complettes, mit vielen Schriften, Fileten und Platten, wie auch eine Walze, Beschneidmaschine und kleine Vergolderpresse billig abzugeben. 4060 Näheres Franks. Straße 79 hier- SslKtol in ganz vorzüglicher Qualität, sehr feinschmeckend, empfiehlt 4102 Jeldbrand-Russen Z werden verkauft im Fischerhof. Ausstellung von Schülerinnenarbeiten. Den verehrten Eltern meiner Schülerinnen, sowie Freunden meiner Schule zur gefl. Nachricht, daß ich kommenden Donnerstag den 4. und Freitag den S. Juni, Vormittags von 9—12 und Nachmittags von 2—6 Uhr, im Saale des Hotel „Zum Cinhorn" die von meinen Schülerinnen im Winterhalbjahr gefertigten Arbeiten ausstelle und zu deren Besichtigung freundlichst einlade. Hochachtungsvoll Lina Möser. NB. Der Unterricht beginnt demnächst wieder am 8. Juni. H. NESTLE’S KINDERMEHL 15Jähriger Erfolg» 21 Auszeichnungen, worunter 8 Ehrendiplome und 8 Gold. Medaillen. Zahlreiche ZEUGNISSE der ersten medicinischen Autoritäten. Vollständiges für kleine Kinder. Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, d esshalb auch Erwachsenen bei Magen leid en als Nahrungsmittel bestens empfohlen. Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Henri IVratld. 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Voll-Heringe, Stück 4 und 5 H, marinirt Stück 5 und 6 Bücklinge. Flundern, Aal in Gelee, Caviar, Sardellen, Sardinen, Rollmöpse rc. bei A. Koch. 4121 Anfertigung von Herren-, Damen- und Kmderwäsche, Herrenhemden mit 3fach leinenen Einsätzen von 3.— an. 606 Tadelloser Sitz garantirt. Herw, Aug. Müller. »««$2. Grosser Ausverkauf *a,w 32- des Sächsischen Strumpf- u. Handschuhlagers 4122 Dr. Harnack. E. Kauffmann. Schlosser. Stamm. 4005 4104 Zwei Arbeiter können Kost uck Logis erhalten. Näheres bei Wittwe Sony, Neuenweg 15. Leipzig. 3. Rechenschaftsbericht des Schriftführers. 4. Referate und Diseuffion: „Der Kampf nnder tue Trunksucht . Referenten: Pfarrer Fuchs aus Beerfelden und vr. Psannmüller, Arzt vom Landeszuchthaus Manenschloß.. Um Va3 Uhr gemeinschaftliches Mittagsefsen im Hotel zum Einhorn. Trockenes Couvert 2 Tischkarten sind vor Begmn des Gottesdienstes von den Mitgliedern des Ausschusses zu beziehen. Der geschäftssiihrende Ausschuß: am 3- Juni 1885, Vormittags 10 Uhr, der Stadtkirche zu Giessen. Liturgie unter Mitwirkung des Kirchengesangvereins. Festpredigt: Pastor Zinßer, Director der Stadtnnsston m 1. 2. Iahresftst und Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins für MEN voraerückter Saison und m sväter Ankunft meiner Strohhüte gebe ich fämmtliche Hüte unter dem Kostenpreise ab: Herren-, Dame», und Kiudeäüte, garnirt und ungarnirt. von 50 an. Die bestellten Gartendüte finb atT9e^omme^ au6erbem mm f lauer als- Hosen Unterhemden Facken und Unterröcke, vollständig sortirt, per Stuck von oO H an; gestrickte Herren-, Damen- und Kmderstrumpss da. *A8®teb. von 50 Van. Wäsch?/ als: gestickte Damen- und Kinderröcke, Hosen, Hemden für Herren, Damen und Kruder bas/, Dtzd. von E an KrfiüTipn V Dkd von 1 M. art' Sonnen- und Regenschirme von feinstem Rips, Seide, Atlas, Zanella brs zu den billigsten von oO L, an, Stocke 250 ? V 'He/eenVDamen- und äerfraften, gestickt und ungestickt, das V. 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Scheyda. 4078 Ein tüchtiger SchmiedegeM fofort 6^^^hrmanu, Vet.-Anstall^ 4094 Ein braves Dienstmädchen ror auf Johanni zu miethen gesucht von Friedrich Georg, Handelsgärtner, Seltersweg. Wohnungs-Veränderunfl Meine Wohnung befindet sich von heuU«^ Marktstraste 0. 4092 Ein Schreinergeselle erhält Arbeit bei H. Sack, Schrcinermeister. ”"4030] Tüchtige Arbeiter können Kost I u. Logis erhalten. Sandgasse 66. 4079 ______-—, . 4093 Ein Kellnerlehrling, sowie cm K-gc»iung° --sucht- • 4100 Ein Mädchen, im Flicken und Kleidermachen bewandert, sucht SefcEjäfc tigung. Näheres Hammstraße 19. 4107 Ein älteres erfahrenes Mädchen mit guten Zeugnissen für Küche und Hausarbeit sucht Frau Professor Birnbaum. 4108 (Sin tüchtiger Drechslergeselle sofort gesucht. I. Häuser, Neuenweg. 4u03 Ein tüchtiger Bursche, welcher mit 2 jungen Pferden umzugehen versteht iinb gute Zeugnisse hat, wird gesucht. Wo ? sagt die Exped- d. Bl- 3957 Ein geb. 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