und alleii in | Üer. m im Saale) jimcntsmuftk. Mtee 80 $fn me/ solvie für Äen Verluste Rr. 102. Zweites Blatt. Sonntag den 3. Mai iss» Weßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ®”rM” - Schulstr°ß° 7. Erscheint täfllto mit «n^abme des Montag«. °?^'lMrlfch 2^?"^ Amtlicher Hheil. Steuer - Commiffariat Gießen. Amtstsrge: Dienstag und Samstag. Vormittags 8—12, Nachmittags 2—4 Uhr. Jein. Feigel. , welche gorbenutgtr •enen Friedrich )nont, haben, werter eästcirte Rechmnger nerhalb 8 Tagen bei ihr. Simon, Vomund, Neuenweg 32. rtoreu. cMiöott ifi * ify ftiiiber wird gee tn BclohliMg 0M gdtav .Jg Lchneider em Sintritt, au<5 fpta ^Gebr^TtaM- SUBfiC | Vagnergehülst«^ Mer, WM 13 OQOtiÄ en Freunde i ,A—dl tigen ‘1 rndes j gdne gr^J X)ODOOOODOi 0 ü J Wochen - Ueberficht. Gießen, 2. Mai. Der parlamentarische Schwerpunkt lag in dieser Woche entschieden im preußischen Abgeordnetenhause, welches am Donnerstag in die Ple- narberathung des Hu en eichen Verwendungs-Antrages eingetreten ist. Dieselbe dürfte sich ziemlich umfangreich gestalten, namentlich da von nationalliberaler Seite noch in letzter Stunde ein Gegenantrag eingebracht worden ist, welcher den Communal-Verbänden drei und eine halbe Monats-Rate der Grund- und Gebäudesteuer überweisen will, während bekanntlich der Huene'sche Antrag den 14 V2 Millionen übersteigenden preußischen Antheil an den Erträgnissen der Vieh- und Getreidezölle den Communen zur Verfügung stellt. Von den Nationalliberalen wird der ihnen vom Centrum und theils auch von den Conservativen gemachte Vorwurf, fie hätten ihren Antrag überhaupt nur eingebracht, um die ganze Sache zu verschleppen, mit dem Bemerken zurückgewiesen, es sei ihr Antrag wenigstens ein letzter Versuch, um die Communen zum Mindesten in den Besitz einer sicheren Einnahmequelle aus Ueberweisungen gelangen zu lassen, und die unheilvolle Verquickung von Reichs-Einnahmen aus Kornzöllen und Staats- Ausgaben zur Erleichterung der Communallasten zu lösen. Trotzdem dürfte dieser „letzte Versuch" im Hause nur eine schwache Unterstützung finden, vielleicht, daß die Freiconservativen mit dafür eintreten, das Centrum aber hält natürlich an seinem, dem Huene'schen, Anträge, fest, für den wohl auch der größte Theil der Conservativen stimmen wird und was die Deutschfreisinnigen anbelangt, so wollen diese von allen beiden Anträgen nichts wissen. Die Regierung endlich wird sich ebenfalls für den Huenesschen Antrag erklären, da ja von seiner Annahme das Centrum seine definitive Zustimmung zur Zolltarif-Novelle im Reichstage abhängig macht und da das Centrum bei den Zollerhöhungen ausschlag- gebend ist, so wird sich die Regierung wohl oder übel genöthigt sehen, der in dem Anträge Huene ausgedrückten Finanzpolitik des Centrums entgegenzukommen. Im Reichstage ist die zweite Lesung der Zolltarif-Novelle am gestrigen Freitag zu Ende gebracht worden. Das Haus hat in dieser Woche förmlich im Galopp noch eine ganze Reihe von Zollerhöhungen bewilligt: Raps und Rübsamen, Oele und Fette, Wachs und Lichter, Schmalz und Cacao, Krastmehl, Chokolade, Puder, Stärke, Maccaroni, Nudeln, Droguen, Superphosphate, Strontian-Präparate und Thonwaaren, — überall acceptirte der Reichstag theils die von der Regierung, theils die von der Commission beantragten Zollerhöhungen. Dabei zeigte das Haus solche Lücken, daß sicherlich verschiedentlich die Beschlußunfähigkeit desselben hätte constatirt werden können, doch machte Niemand den Versuch hierzu, denn offenbar waltete auf jeder Seite das Bestreben vor, die Zollberathung möglichst schnell ihrem Ende zuzuführen und dieses Ziel ist, wie oben angedeutet, am gestrigen Freitag erreicht worden, lieber die fernere Geschäftslage im Reichstage verlautet noch nichts Bestimmtes, es heißt indessen, daß nach Erledigung der dritten Lesung der Zolltarif-Novelle doch noch die Novelle zum Unfallversicherungs-Gesetz, betr. die Ausdehnung desselben auf die land- und sorstwirthschaftlichen Arbeiter, folgen soll. Da dem'Reichstage auch noch verschiedene kleinere Vorlagen, ja, sogar der deutsch-russische Auslieferungs-Vertrag zugehen sollen, so würde der Sessionsschluß keinenfalls vor Pfingsten erfolgen können, wenn nicht außerordentliche Anstrengungen gemacht werden. Es verlautet denn auch bereits, daß der Seniorenconvent die Abhaltung von Abendsitzungen in's Auge gefaßt habe, was freilich in Anbetracht der gegenwärtigen Temperatur-Verhältnisse die parlamentarische Pflichterfüllung unserer Reichsboten bedenklich erschweren würde. Die dieser Tage zu Wien erfolgte Verlobung des Erb- großherzogs Friedrich Wilhelm von Baden mit Prinzessin Hilda von Nassau wird wohl alle Gerüchte zum Schweigen bringen, welche die Nichtveröffentlichung auszubeulen suchten. Der badische Thronfolger, der älteste Enkel unseres Kaisers, hat bisher lange Zeit im 1. Garde-Regiment z. F. und im 1. Garde-Ulanen-Regiment Dienst gethan und wird bei letzterem Regiment voraussichtlich noch bis zum Herbst commandirt bleiben, um dann die Führung ebnes Infanterie-Regiments zu übernehmen. Seine Gediegenheit, seine reichen Kenntnisse, sein rechtlicher Sinn haben dem Prinzen besondere Beliebtheit und Achtung erworben und man erblickt allseitig in ihm den würdigen Nachfolger seines hervorragenden Vaters, eine zuverlässige Stütze des Reichsgedankens und de r Reichsverfassung. Für unfern Kaiser hat diese Verlobung noch einen beson- be:reir Werth: sie bedeutet für ihn die volle Aussöhnung mit dem Hause Nassau, dcvs der geschichtlichen Umwälzung der letzten Jahre die öffentliche Anerkennung jetzt wenigstens stillschweigend gewährt. Während der Erbgroßherzog demnächst 28 Jahre alt wird, hat die Braut im vorigen Winter ihr 20. Jahr vollendet. In Oesterreich beschäftigt die Wahl-Campagne anläßlich der room 27. Mai bis zum 5. Juni dauernden Neuwahlen zum Reichsrathe fast amsschließlich die Gemüther. Die Wahlbewegung zieht täglich weitere Kreise umb die Wahlaction schreitet allerorten rüstig vorwärts ; Wahlaufrufe der verschiedenen Parteien werden von den Zeitungen veröffentlicht und da und dort schließt man Compromiffe und Wahlbündnisse ab. Wie ernst die klerikale Partei die Sache nimmt, erhellt daraus, daß das Capitel-Vicariat in Linz die Pfarrämter Oberösterreichs angewiesen hat, für den glücklichen Ausgang der Reichsrathswahlen Betstunden abzuhalten. Die unverhältnißmäßig lange Osterpause des italienischen Parlaments hat am Dienstag ihr Ende erreicht, an welchem Tage die Deputir- tenkammer wieder zusammengetretcn ist. Mancini brachte die Londoner Convention vom 18. März ein, betreffs der Garantie der egyptischen Anleihe. Seitens der Opposition theilte Kairoli mit,, er werde den Minister des Auswärtigen über die Colonialpolitik der Regierung interpelliren und wird also die Kammer zum so und sovielten Male das Vergnügen einer Debatte über diesen Gegenstand haben. Vielleicht, daß sich Herr Mancini bei dieser Gelegenheit, außer über die Lage der italienischen Truppen am Rothen Meere, auch über das zwar dementirte, aber hartnäckig immer wiederkehrende Gerücht von der Ersetzung der englischen Garnisonen in Egypten durch italienische Truppen einmal ausläßt. Nach den Gepstogenheiten des italienischen Ministers des Auswärtigen steht indessen kaum zu erwarten, daß er sich über die eigentlichen Absichten Italiens in Egypten und am Rothen Meere frei von der Leber weg äußern wird. Die zu Ende gehende Woche hat zwar bezüglich des englischrussischen Conflicts auch noch keine Entscheidung gebracht und werden überhaupt, ehe eine solche erfolgt, wohl noch weitere Wochen vergehen, aber es läßt sich nicht verkennen, daß die Aussichten auf Erhaltung des Friedens tiefer als je gesunken sind. Auch die berühmte Rede, welche Gladstone am Montag im englischen Unterhause zur Begründung der vom Hause dann auch einstimmig angenommenen Creditforderung von 11 Millionen Pfund Sterling gehalten hat, ist nicht geeignet, die Friedenshoffnungen zu stärken, wenngleich fie an und für sich nur wenig zur Klärung der Situation beigetragen hat. Am folgenden Tage äußerte sich ein College des englischen Premiers, der Handelsminister Chamberlain, auf einem Bankett allerdings wieder etwas friedlicher, aber seine Aeußerungen ändern nichts daran, daß die Lage einen sehr gefahrdrohenden Character trägt. Dieselbe erhellt übrigens auch aus der Besetzung von Merutschak durch die Russen, welche somit wiederum um eine Etappe auf dem Wege nach Herat vorgerückt sind; da ein vom 25. Aprll datirtes und vom Unterstaatssecretär Fitzmaurice m der Mittwochssitzung des Unterhauses mitgethelltes Telegramm Lumsden's diese beunruhigende Nachricht bringt, so ist dieselbe kaum in Zweifel zu ziehen. England hat denn auch, wie „Standard" meldet, von Rußland wegen der Besetzung des genannten Platzes Erklärungen verlangt. Die „Times" berichten: „Die englischen Vorschläge betreffen nicht nur die Untersuchung der Pendjeh-Affaire, sie enthalten auch das Anerbieten, die Grenze Afghanistans in russischem Sinne zu regeln, wenn Rußland ausreichende Garantien gebe, keinen Versuch zur Besetzung Herats zu machen. — Vom General Komaroff liegt über verschiedene Vorgänge unwesentlicher Natur bei Pendjeh wieder eine Depesche vor, aus welcher nur hervorzuheben ist, daß -Komaroff in der That von der russischen Regierung den Befehl erhalten hatte, Pendjeh nicht zu besetzen. — Die russische Regierung hat die schleunigste vollständige Armirung der festen Plätze am bottnischen und finnischen Meerbusen angeordnet. Symbolik und Aberglauben. Von Moritz Lilie. ^Nachdruck verboten^ (Schluß.) Ein naher Verwandter der Rabe, die Elster, ist ebenfalls vielfach Gegenstand des Aberglaubens geworden. In Scandinavien gilt sie gewissermaßen als heiliger Vogel und wird von den Landleuten niemals getödtet, mährend sie m Deutschland nut weniger günstigen Augen angesehen wird. Wem sie über den Weg stiegt, dem steht ein Unglück bevor, und die Hausbewohner, auf deren Dach sie sich sitzt, haben ^rauer zu erwarten. Die List und Verschlagenheit der Elster ist spruchwortlrch geworden; was der Fuchs unter den Vierfüßlern, ist sie in der Bogelwelt. Den Fischern und Anglern, an denen sie vorüberfliegt, weissagt sie lchsiAenMM • • aber paarweise, so bedeutet dies das Gegentheil. Das englische Landvolk besitzt em Sprüchwort: Eine bringt Sorge, zweie Freud, Dreie Hochzeit, viere Lew! Freilich ist die Abneigung gegen diesen Vogel nicht ohne Berechtigung und die seltsame Vorliebe für glänzende Gegenstände, die ihm eigen ist, hat die altbekannte Redensart heroorgerufen: „Der stiehlt wie eine Elster . Sie uberfE die Nester kleinerer Vogel, raubt die Jungen und tödtet nicht selten Mit ihrem Schnabel selbst die Alten; aber wie ihre Namensverwandten vertilgt ste auch große Mengen schädlicher Thiere und hat darum auch ihren Werth. Sympathisch dagegen ist dem Menschen seit den ältesten Zeiten die Taube gewesen. Von Alters her gilt sie als das Symbol der Unschuld. Die Strenggläubigen der griechisch-katholischen Kirche todten sie Niemals, well nach der Bibel einst der heilige Geist ihre Gestalt annahm. 'Nach der Sündfluth brachte T * U g/'i Zu habet Grosses L? Zithern, 1 monikas, A standtheüi Musik« Gra mit über 5 über Orche Harmonie- u. mehrstii kalien-Aus Liel Stellung ein Würze allei riehtig anm »chkeii Vorzügliche aus den ersten Kaufs- und L (450 bis SO Sm» .> M Soeben meinem Lag hierdurch M Gleichzeitig ! I «albv-rd-ckte Wagen, -"**» ! .1. G. Rumpf, Eis. Hand 18, Frankfurt a. 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Mag auch n dieser starkem drei- bis vierfachen Vermehrung die moderne Orthographie etwas hpinctraaen baben indem sie manches Stichwort ans ferner früheren Hennath C Ul den Buchstaben K versetzte; der bei weitem größte Theil fällt doch auf die Menge des zn dem bewährten alten Stoff hinzugetretenen und verarbeiteten neuen. SengiiiB davon liefert jede Seite; es genüge, hier nur beispielsweise folgende Artikel zu^ nennen Kolonien (ein sehr zeitgemäßer Aufsatz), Kamerun, Kapkolome, Ke-lung (auf tfonno]*), Korea, Kapital, Kathedersozialisten, Krankenverstcherungsgesetz, Krankenhäuser, Komma- bacillen, Keramik, die Städte Köln und Leipzig (mrt Planen),; Kondatz (nitt Plan des Schlachtfeldes), ferner die brographrfchen Skizzen. Graf Kalnoky, Katkow, Ketschwayo (Zuluhäuptling), Geheimrath Koch. Derselbe auf das praktische und Zeitgemäße gerichtete Sinn wie beim Texte spricht sich auch wieder in der Wahl der Illustrationen aus, die 23 Bildertafeln, 7 Karlen und 86 emgedruck e HolMnitte unifassen. Die mit bestem Verständniß und gleich der Chromotafel zum Artikel Keramik (bearbeitet von Jacob von Falke) und den Abbildungen der Laubholzei wahrhaft kunstvoll ausgeführten Tafeln bringen Darstellungen aus dem Thier-, Psimizen- und Mineralreich, aus technischem und industriellem, aus agrarischem und krieg.'- wissenschaftlichem Gebiete. Unter den Karten nehmen die Ueberstchtskarte der Kolonien europäischer Staaten, die Karte der Kapstaaten und Konstantinopel mit Umgegend unser besonderes Interesse in Anspruch. Keine Frage also, Brockhaus Conversatioiio- Lexikon ist gegenwärtig das neueste und zuverlässigste, dasjenige, welches die.Forfläfntü in'den Wissenschaften, Künsten und Gewerben, die Veränderungen nn politischen und Culturleben, die statistischen Ergebnisse und biographischen Daten bis auf die fungsten Tage herab registrirt. _ nunmehr 17 Jahre so beliebte, trotz aller Nachahmungen unüber- iroffene Haarwasser von C. Retter, München (staatlich geprüft u. begutachtet), welch, statt Oel ob. Pomade tägl gebraucht bestens zu empfehlen ist vkft. zu 40 u. JL 1,10 C. Merkel, Marktstraße 16, Gießen. Wie man in vielen Gegenden Mitteldeutschlands auf dem. Lande den Pferden und Rindern in den Ställen den Tod eines Familienmitgliedes anzeigt, weil diese Thiere sonst zu Grunde gehen würden, so auch ben Bienen, nur daß man telstamer Weise diesen Thierchen gegenüber gewisse Förmlichkeiten beobachtet, die man bei jenen uittaW. b mirb breimat mit dem Hausschlüstel an dcn Bieiicnstock geklopft und ihnen dann leise das traurige Ereigniß verkündet, während man m Zauchen Ländern Deutschlands den Körben andere Plätze auweist und sie mit schwarzem Mor behängt, im Gegensatz zu freudigen Gelegenheiten, bet denen man dre Stocke mit bunt farbige^ S^ff^cht leugnen, daß der Aberglaube nicht selten eine poetische Seite hat, die zu zerstören den romantischen Duft vernichten hieße, der manchen üumgen^Nolks- gebrauch durchweht. Leider aber rnüsfen jene Ueberlieferungen der Rohheit und Unvernunft nur den Vorwand zu Mißhandlungen der„Thiere geben, die ihnen ost willig ihr Brod verdienen helfen oder in anderer Weise nützlich sind. Dem gefühllosen Menschen ist nichts heilig; er wird dem geduldigen und genügsamen Esel keine rücksichtsvolle Behandlung angedeihen lallen, weil seiner wiederyolt in der Bibel Erwähnung geschieht und selbst das Kreuz, welches ihm de. Sage nach zur Erinnerung an Christi Einzug in Jerusalem auf den Rucken gezeichnet ist, wird Ibn lü^^^Z^^^^ri^^er ftimmen. 5)a§ Strafgesetzbuch allein ist kem ausreichendes Schutzmittel; durch Belehrung muß die Liebe zu denThierengeweckt, dieEebe^ugMg von ihrer Daseinsberechtigung gefestigt werden, dann ist auch der Zweck der -U)tei- schutzvereine ganz und voll erfüllt. _______ 0arl Anselm jun. Fabrik StoSzenbsra bei Salmünster (Frankfurt-Bebraer Bahn) 2706 Parkettenfabrik, Eichenholzproduktion, Sägewerke empfiehlt für Neubauten und aus alte Fußböden eichene massive, sowie eingelegte Zu beziehen durch Herrn S. Kataeastein, Hosihandlung in Gielren. bei welchem Originalmuster ausliegen und illustrirte Preislisten zu haben sind. Treilick sind es, wie in so vielen anderen Dingen, auch egoistische Motive, welche den Menschen zu diesen freundschaftlichen Gesinnungen veranlassen, denn das Haus, in m niftet, bleibt vorn Blitzschlag verschont und wird nie von Teuerschadeil heimgesucht; Glück und häuslicher Frieden kehrt ur ihm ein unb feine Bewohner bleiben vor schweren Krankheiten bewahrt. Wo aber storche sich niedergelassen haben, zieht Freude ein und bald giebt es tm Hause eine Hochzeit. Bei den Juden standen die Schwalben in hohem Anfeyen und eure poetische Sage erzählt, daß sie bei dem Brande des Tempels in -3^'usalein Wasser ui ihren Schnäbeln herbeitvugen, um das Feuer zu löschen. Llber die schwachen Vogel vermochten das entfesselte Element nicht Mändigen und das.HeiliMuür fa^^ seitdem verloren die Schwalben ihren Gesang und nur em lerfes Zwitfchern ist ihnen geblieben, das zuweilen ihre stille Trauer uilterbricht. . . Auch die Spinnen bringen Glück und deshalb wird eine sorg)a^ue Hausfrau wohl ihr Gewebe in der Zimmerecke entfernen, die Spinne selbst aber nicht todten. Daaeaen steht dem, welchem ein Hase oder eine Katze über den Weg lauft, miaenebmeö^Voor unb ba§ Gleiche verkünden Schweine, wenn sie dem Menschen begegnen. Viel verbreitet ist auch der Glaube, baß, ©Me, Wanderers grasen, Unglück bedeuten, während sie arif der rechten Seite als glückverheißend gelten und in einigen Gegenden Böhmens, Schlesiens und der Lausitz herrscht eine ähnliche Meinung in Bezug aus die Gäuje. Ein sinniges Symbol ist dem Volke die Biene, jenes kluge, emsige Geschöpf, das s eit und endliche n Zeiten a s das Wahrzeichen des Fleißes und der Ordnungsliebe allt MÄd Friede und Eintracht herrscht, gedeiht sie; fie oedafet aber i)ro Wolmunaen wenn Zank und Zwietracht im Hause emkehren. Daher wird sie cruch im Süden Deutschlands, im Schwarzwalde, einzelnen Th eilen der Schweiz, tm Elsaß !md besonders L England, gewissermaßen zur Familie gerechnet univon allen Ereignissen freudiger oder trauriger Art in aller Form in Kenntniß gesetzt. ........ - . ■ — — -■' rvrBSmKTI iip dem Noah als Zeichen wiederkehrenden Lebens in der Natur den Oelzweig, und ersten Sendboteii könnte man als Vorläufer unserer heutigen Brieftauben bedachten, die bestimmt zu sein scheinen, als Vermittler von schriftlichen Kundgebungen, aut einem mit Taubenfedern gefüllten Bette einen harten und schweren Todeskampf bestehen müsse, ein Wahn, der von der orthodoxen Getftilchkeit genährt wird, um das tLbk"nLndeZche Müthen unb «nH M wie eine giftige RÄ' “KV'SS fÄSSÖ Tropftn seMes schweren Blutes ein und tnacht sie sich dadurch wieder auf em Jahr bienftbar. lfer obn. bie Nachtschwalbe, ein nicht minder harmloser Vogel ;ener soff uächlicher Weile den Kühen und Ziegen die Milch entziehen, so daß sie am änderen Mor^n beim Melken anstatt der Milch Blut geben und der Sturnivogel, welcher die Masten des Schiffes umschwirrt und dabei seinen Hellen Warnungsruf aus^ stützt liebt nach dem Matrosenglauben dadurch das verderbenbringende Unwetter t)eX' bei 'ion bc? iItabeliegenkn und natürlichen Erklärung daß der Vogel anbere thiere den nahenden Sturm wittert und dies burch unruhiges Fliegm und eiaenthümliches Geschrei zu erkennen gibt, wollen die Schifssleute nichts willen, obgleich sie dem Mahnrufe des geflügelten Warners folgen und rechtzeitig ihre Vor- ^h^^ Aber^auch- liebenswürdige und segenbringende Eigenschaften schreit ^rMlks- alaube einzelnen Thieren zu. In kindlich naiver Weise bezeichnet das Volt das zutrauliche Rothkehlchen und den munteren, niedlichen Zaunkönig als des Herrgottes Habn und Henne, uni damit anzudeutm, daß sie sich der ganz besonderen Gunst des Schöpfers erfreuen. Storch und Schwalbe, welche so oft die menlchliche Gastfreund- ^nit in Anspruch nehmen, haben sich dadurch gewi ermafzm das Hausrecht erworben; üb er nQ g era ä lyi?1 ni cm i^nen ©■ d) u^, erleichtert ihnen, das Ansiedeln dirrd) Befestigen von Brettchen und Geflechten, die als Unterlagen für das zu erbauende Nest dienen Casseler Pferdeioese n 3 Mark, 11 Stück 30 Mark. 3145____________Julius Wallach. Toilette-Abfall-Seife per Pfund 60 Pfff.» €llycei?in-Traiiep.-8elfe per Pfund 70 Pfff. in vorzüglicher Qualität empfiehlt 2867 Gustav Gerhardt. Die in Alten-Buseck in der Hohlgasse liegende Hofraithe bin ich Willens zu verkaufen- F. C. Schneider, 2230 Gießen, Mühlgasse 11. 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