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Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht daß Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz die Genehmigung zur Vornahme einer mit dem diesjährigen Frühjahrsfaffelmarkt in Butzbach zu verbindenden Verloosung von Faffeln, Rindern, Schweinen und landwirthschaftlichen Geräthen unter der Bedingung ertheilt hat, daß nicht mehr als 10.000 Loose i 1 ausgegeben werden dürfen und (abzüglich eines Betrags von 300 JL für Prämiirung) mindestens 70% des Brutto-Erlöses aus dem Verkaufe der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet worden. Gießen, am 27. November 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Voekmann. Politische Ueberficht. Gießen, 1. December. Kaiser Wilhelm ist durch das Hinscheiden des Königs Alfonso von Spanien auf das Schmerzlichste berührt worden und hat sofort nach Empfang der Trauernachricht dem spanischen Gesandten, Grafen Benomar, durch den Generaladjutanten Grafen Lehndorff seine innigste Theilnahme ausdrücken lassen. Der deutsche Kronprinz und der Reichskanzler statteten dem spanischen Gesandten Beileidsbesuche ab. Der Reichstag hat am Donnerstag die Anträge Reichensperger, betr. Entschädigung unschuldig Verurtheilter, an eine besondere Commission zur Vorberathung überwiesen. Daß in beiden Beziehungen einmal etwas geschehen müsse, wurde von den Rednern aller Parteien zugestanden und kann man nur die Hoffnung aussprechen, daß die beiden Anträge, welche im Reichstage ja wiederholt eingebracht worden sind, diesmal nicht in der Commission begraben bleiben, sondern endlich zur praktischen Verwirklichung gelangen. Am Samstag stand neben verschiedenen Etats-Positionen auch die vom Abg. Reichensperger Namens des Centrums gestellte Interpellation bezüglich der Missions-Thätigkeit in den deutschen Schutzgebieten auf der Tagesordnung. Die Frage hat in der Tagespresse schon viel Staub ausgewirbelt und hat auch in der erwähnten Reichstags-Sitzung zu einer lebhaften Debatte geführt, zumal da das erwartete Eingreifen des Reichskanzlers in die Verhandlungen stattgefunden hat. Beim Empfang des Reichstags-Präsidiums durch den Kaiser hat sich der greise Monarch eingehend über die Aufgaben des Reichstages verbreitet und äußerte er sich u. A. auch dahin, daß die Verhandlungen einen etwas stürmischen Anfang genommen hätten und daß den Präsidenten mit der Leitung derselben keine leichte Arbeit zu Theil geworden wäre. Doch sprach der Kaiser seine Hoffnung auf gedeihliche Ergebnisse der Arbeiten aus. Der auswärtigen Politik geschah diesmal — im Gegensatz zu den früheren Empfängen des ReichStags'Präsidiums — mit keinem Worte Erwähnung. Vor dem Eintritte der Präsidenten sprachen dieselben den kaiserlichen Leibarzt Dr. v. Lauer, welcher die erfreuliche Mittheilung machte, daß das Befinden des Monarchen nichts zu wünschen übrig lasse, nur müsse darauf Bedacht genommen werden, daß erneute Erkältungen vermieden werden. Der Kaiser habe daher auch der Theilnahme an den nächsten Hosjagden entsagt und seine Ausfahrten noch verschoben. Unter den ReichStagS-Parteien herrscht ein förmlicher Wetteifer im Einbringen von Anträgen, und sollten dieselben alle Berücksichtiguug finden, so ließe sich das Ende der Etatsberathung vorerst noch gar nicht absehen. Dabci sind diese Anträge meist alte Bekannte aus der vorigen Session. Das Gentruin wie die socialdemokratische Fraktion haben ihren Ärbeiterschutz-Gesetz- entwurs wieder eingebracht, von den Conservatioen liegt, in Verbindung mit dem Centrum, wiederum der Antrag aus Abänderung der Gewerbeordnung vor, dahingehend, daß von denen, die ein Handwerk selbstständig betreiben wollen, ein Befähigungs-Nachweis verlangt werden soll. Außerdem liegen noch von freisinniger Seite verschiedene Anträge vor. Der Bundesrath hielt am Donnerstag eine Plenarsitzung ab, aus welcher indessen nichts Wesentliches hervorzuhen ist. Im Klerus von Böhmen macht sich, der „F. Ztg." zufolge, neuerlich eine befremdliche Erscheinung bemerkbar. In den deutschen Dröcesen treten die katholischen Priester in größerer Zahl ostentativ dem deutschen Schulverein bei. DieMassenaustritte zumAltkatholicismus unvProte- stantismus machen der Klerisei bange, und man will der katholischen Bewegung in Deutsch-Böhmen durch gewisse nationale Concessionen ein Gegengewicht entgegensetzen. Die Entscheidung der französischen Deputirtenkammer über die Tongking-Kredit-Vorlage und hiermit über das Schicksal des Cabinets Briffon-Freycinet wird erst etwa in 14 Tagen erwartet. Man glaubt indessen, daß, obwohl die betr. Kammer-Commission die Vorlage wahrscheinlich ablehnen wird, sich im Plenum dennoch eine, wenngleich geringe, Mehrheit für dieselbe finden werde, hauvtsächlich, weil soeben die Regierung erklärt hat, daß sie entschlossen sei, die Politik der colonialen Ausdehnung nicht weiter fortzusetzen. Jedoch ist sie Willens, an der Besetzung Tongkings unter allen Umständen sest- zuhalten, indem sie hierbei von der ganz richtigen Ansicht ausgeht, daß die Räumung Tongkings die Ehre und das Prestige Frankreichs schädigen würde. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, dürfte dann schließlich auch das Parlament — wenngleich mit schwerem Herzen — dem Ministerium den 75-Millionen- Kredit bewilligen. In der Münzfrage ist zwischen Frankreich und Belgien ein Ueber- einkommen erzielt worden und liegt dasselbe den übrigen in der lateinischen Münz-Union betheiligten Mächten zur Genehmigung vor. Der erste Abschnitt der englischen Parlamentswahlen, diejenigen der Städte, ift am Samstag beendigt worden. Die chinesische Regierung stellt sich zu dem englischen Feldzuge in Birma recht freundlich. Der Vicekönig der südlichsten chinesischen Grenzprovinz Dün-nan, Kwei Chow, hat Befehl erhalten, ein Beobachtungs-Corps an der Grenze gegen Birma auszustellen. Dasselbe soll während der Dauer des englischen Feldzuges die Ordnung an der Grenze aufrecht erhalten und eine Flucht des Königs Thibau nach China verhindern. Der Tod des Königs Alfonso XII. hat jenseits der Pyrenäen vorläufig noch feine republikanischen oder carlistischen Pronunciamentos zur Folge gehabt, wie man allgemein erwartete. Auch ist die Sprache der republikanischen und carlistischen Journale fortgesetzt eine gemäßigte, trotzdem wurde in Cartagena und Barcelona, den Hauptcentren der spanischen republikanisch.socialistischen Bewegung, sowie in San Sebastian, der Hauptstadt des carlistisch gesinnten Baskenlandes, der Belagerungszustand „vorsichtshalber" proklamirt. Unterdessen ist das conservative Cabinet Canovas Del Castillo definitiv durch das liberale Cabinet Sagasta abgelöst worden, vermuthlich wird aber letzteres nicht auf Rosen gebettet fein. Das neue Ministerium ist in folgender Weise zusammengesetzt : Ministerpräsident Sagasta; Aeußeres: Moret; Justiz: Alonzo Martinez; Krieg: Marschall Jovellar; Finanzen: Camacho; Inneres: Venanzio Gonzales; Marine: Admiral Beranger; öffentliche Arbeiten: Montero-Rios und Kolonien: Navarro Rodrigo. Der alte Unruhstifter Zorilla ist bereits aus dem Wege von London nach der spanischen Grenze, auch Don Carlos wird wahrscheinlich demnächst versuchen, sich in Spanien wieder zu zeigen. Nachdem die Bulgaren schon am Donnerstag die serbische Grenze überschritten haben, ist von ihnen Pirot, wo vor einigen Wochen sich die serbische Armee zu ihrem Einfall in Bulgarien concentrirte, nach erbittertem Kampfe besetzt worden und hat Fürst Alexander am Samstag seinen Einzug in die Stadt gehalten. Den Bulgaren steht somit die Straße nach Nisch, dem großen Waffenplatz im südlichen Serbien, frei. Von der Conserenz hört man nicht viel Besonderes. Die ostrume- lische Nuß ist noch immer nicht geknackt und sind offenbar England und Rußland über die Lösung der ostrumelischen Frage mit einander noch nicht im Reinen; es dürfte der Umstand, daß sich die Absendung des von der Pforte für Ost-Rumelien ernannten Commissars noch immer verzögert, auf die englisch- russischen Differenzen zurückzuführen sein. Die Wirren in Peru, die seit dem Kriege mit Chile in dem unglücklichen Lande nicht ausgehört haben, nehmen einen immer bedenklicheren Charakter an. General Caceres, der Führer der Insurgenten, den die Truppen der provisorischen peruamschcn Regierung erst kürzlich geschlagen hatten, hat die Offensive wieder ergriffen. Nach der Besetzung Chiclas soll er in San Maleo, aus dem Wege nach Lima, eingezogen sein, die Hauptstadt selbst gilt als bedroht. England. London, 29. November. Eine amtliche Depesche aus Rangun von heute meldet: Der König von Birma sandte am 26. d. Mts dem englischen Geschwader einen Parlamentär entgegen, um wegen eines Waffenstillstandes zu unterhandeln. Der Parlamentär traf 30 englische Meilen von Mandalay bei dem Geschwader ein. General Prendergast verlangte die Ergebung der birmanischen Armee und Uebergabe von Mandalay. Am nächsten Morgen bewilligte der König alle Forderungen. Die Forts ergaben sich mit 28 Geschützen, und die Armee legte die Waffen nieder. General Prendergast begab sich am 28. d. Mts. nach Mandalay. Spanien. Madrid, 28. November. Die Leiche des Königs wurde in feierlichem Zuge heute Vormittag um 10 Uhr nach dem Bahnhofe gebracht. Die Truppen bildeten Spalier. Der Bahnzug sollte Mittags im Eskurial eintreffen; der Sarg wird sodann nach Celebrirung einer Messe in Der Königsgruft beigesetzt werden. — Es verlautet neuerdings, daß die Berufung der Cortes erst am 27. December stattfinden solle. Serbien. Pirot, 29. November. Zufolge einem Telegramm des Commandanten von Wtddin griffen die Serben Nachts um 11 Uhr die Redouten Widdins an, wurden jedoch mit großen Verlusten zurückgeschlagen; drei schwere Geschütze derselben wurden unbrauchbar gemacht. Der Angriff fand nach der Einwilligung des Fürsten, die Feindseligkeiten einzustellen, statt. Minister Zanow Lheilte den Vertretern der Mächte in Sofia das Geschehniß mit und bat, daffelbe durch die in Widdin residirenden Consuln verificiren zu lassen. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Eorresponderrr ° Burearr. , Berlin, 30. November. Der Kaiser eonserirte Nachmittags mit dem Fürsten Bismarck. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Zur Feier des 25jährigen Regierungs- jubüäums des Kaisers wird am 3. Januar 1886 in allen Garnisonen Gottesdienst und Paroleausgabe stattfinden. Der Kaiser wird ferner an diesem Tage die Gratulation der gesammten hiesigen Generalität entgegennehmen, wogegen solche am Neujahrstage ausfällt. Wien, 30. November. Der „Presse" und dem „Fremdenblatt" zufolge waren die Erklärungen des Grafen Khevenhüller, welcher dem Fürsten Alexander die österreichische Aufforderung zur Einstellung der Feiudseligkeiten überbrachte, keine Drohung, sie kündigten auch nicht den Einmarsch eines österreichischen Hilfscorps an, sondern Khevenhüller bemerkt nur, daß der Fürst bei fortgesetzter Invasion in's Unbestimmte österreichischen Truppen begegnen könnte, da Oesterreich den völligen Umsturz der Ordnung nicht zugeben könne. Pefth, 30. November. Bei dem gestern Abend zu Ehren Tisza's in den Redoutensälen ftattgehabten Festbanket brachte Tisza einen Trinkspruch auf den Kaiser, die Kaiserin und die kaiserliche Familie aus. Cardinal Haynald toastete auf Tisza, Jokai auf die Mitglieder der Regierung. Im Laufe des gestrigen Tages gingen Tisza telegraphische Glückwünsche von der Kaiserin, dem Kronprinzenpaar, dem Herzog und der Herzogin von Coburg, sowie von zahlreichen Freunden und Verehrern zu. Heute empfing Tisza zahlreiche Vereine und Corporationen. Heute Abend findet Festsoiröe bei Tisza statt. Rom, 30. November. Der Papst ordnete den Trauergottesdienst in der Sixtinischen Kapelle für den König von Spanien an und wird hierbei selbst das Hochamt halten. London, 30. November. Bis heute Abend 10 Uhr sind 158 Confervative, 176 Liberale und 29 Parnelliten gewählt. Wien, 30. November. Die Nordwestbahn theilt mit: Bei dem Courierzug von Berlin nach Wien, welcher heute Morgen hier eintreffen sollte, ist in Folge einer Felsabrutschung zwischen Wiese und Branzau die Maschine mit dem Tender entgleist, wodurch ein Gepäckwagen beschädigt und der Postconductcur leicht verletzt wurde. Sonst sind sämmtliche Passagiere unverletzt. Ein Hilfszug bringt dieselben mit mehrstündiger Verspätung nach Wien. Belgrad, 30. November. Die Rüstungen und Sendungen von Truppen an die Grenze dauern ununterbrochen fort. Gutem Vernehmen nach soll eine Abrüstung Serbiens nicht eher eintreten, als bis in Ostrumelien ein neuer Gouverneur, der jedoch nicht Fürst Alexander sein darf, von der Pforte eingesetzt, somit der frühere Zustand wieder hergestellt ist. — Leschjanin fährt fort, Widdin zu beschießen; er machte einen Sturm auf den Platz und besetzte weiteres Gebiet im Umkreise. Man nimmt an, daß Leschjanin entweder die Nachricht vom Abschluß des Waffenstillstandes noch nicht erhalten hat oder eigenmächtig handelt. Die Minister begaben sich heute wiederum zum Könige nach Nisch. Aus Deutschland, Rußland und Oesterreich-Ungarn gehen reichliche Hilfsmittel zur Pflege der Verwundeten ein. London, 30. November. Bei dem Abschiedsdiner zu Ehren des Grafen Münster brachte Lord Salisbury einen Trinkspruch auf Se. Maj. den deutschen Kaiser aus, in welchem er die zwischen Deutschland und England bestehenden freundschaftlichen Beziehungen betonte und auf die Thatsache hinwies, daß beide Reiche die beste Bürgschaft für den europäischen Frieden bieten. Das Bündniß zwischen England und Deutschland, welches die Herzen beider Völker labe, sei durch den Grafen Münster befestigt. Den Toast auf den Grafen Münster brachte der Herzog von Bedford, welcher den Vorsitz führte, aus. Petersburg, 30. November. Eine außerordentliche Versammlung des slavischen Wohlthätigkeitsvereins beschloß, dem Metropoliten Climent in Tirnowa und dem serbischen Patrioten Ristic 5000 Fr. zur Vertheilung unter den bulgarischen, reip. serbischen Opfern des jüngsten Krieges unverzüglich zuzusenden, ferner dem serbischen Metropoliten Michael zu dem nämlichen Zwecke 1000 Rubel zur Verfügung zu stellen und eine Sammlung von Spenden für die oben gedachten Opfer zu eröffnen. — Die „Nowoje Wremja" fragt anläßlich der Sendung des Grafen Kheven- huller, m welchem Zusammenhang dieser Schritt Oesterreich - Ungarns mit der Ein- muthrgkeit der Kaisermächte stehe. Das Blatt spricht die Befürchtung aus, der Waffenstillstand werde nur so lange dauern, bis Milan Dank der österreichischen Unterstützung seine Kräfte zum Weiterkampf gesammelt habe. Madrid, 30. November. In der Provinz Lerida ist eine bewaffnete Bande erschienen; sie wurde von Bauern verfolgt und alsbald zerstreut. r. : r 30. November. Die Leiche des Königs wurde gestern im Eskurial betgesetzt. Die feierlichen Obsequien finden nächsten Donnerstag statt. Graf Solms legte vor der Ueberfuhrung im hiesigen Königspalais einen Kranz mit Schleifen in den deutschen Farben auf den Sarg. t Konstantinopel, 30. November. Meldung der „Agence Havas".j Die Pforte erließ eine Proklamation, worin sie das ostrumeltsche Volk und die Behörden auffordert, von der Verirrung, in welche sie durch ihr persönliches Interesse suchende Personen gedrängt wurden, zurückzukommen und zum Gehorsam znrückzukehren Die Proklamation, versichert, das Wohlwollen des Sultans werde ihnen eine allgemeine Amnestie gewahren. Lokale-. Gießen, 1. December. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 3. December 1885, Nachmittags 4 Uhr. 9 1. Aufnahme des Hamm in den allgemeinen Bauplan. 2. Das Tonnensystem. 3. Vergebung von Eichenstammholz aus der Hand. Ludwig Pfaff Wittwe wegen käuflicher Abtretung von Gelände. u *>• Mch M Kaufmanns Louis Frohnhäuser um Bauerlaubniß. 6. Gesuch des Schr-inermersters Emil Müller um Bauerlaubniß 7. Gesuch des Buchhändlers Wilhelm Ferber um Erlaubniß zur Legung von Platten vor seinem Hause. 0 b 0 8- KN des Ludwig Christoph Rllbsamen um käufliche Uebcrlassung staatlichen Geländes. ° 9. Das nördliche Thorhaus am Neuenwegerthore betr. 10. Kostendecreturen. c ? V Gießen, 1. December. Am kommenden Sonntag findet das 2. Concert des Concertvcrems statt und bringt uns die C-moll Symphonie von L. v. Beethoven orchestralen Werke die jedem Musikinteressenten hinreichend bekannt und über welche so viel und so bedeutendes gesprochen ist, daß'wir es entschieden für überflüssig halten, in einer großen Standrede das Meisterwerk bis in die kle nsten Details zu zerlegen. 1 u TJ- W" sollte tie c-moll Symphonie und ihre hohe Bedeutung nicht kennen und »elchem wirklichen Concertenthusiasten möchte es wohl auch an Kenntniß unserer Classtker mangeln, so daß er eines Commentars benöthigt wäre? « c r racl tntc»c^ntc Persönlichkeiten werden wir außerdem begrüßen, erstens Herrn Profeffor James Kwast aus Frankfurt a. M. als Clavtervirtuose, dessen Name einen bedeutenden Klang in der musikalischen Welt hat und zweitens Herrn Max Friedländer, der als Lieder- und Balladensänger überall glänzende Aufnahme findet. Das Programm verzeichnet 2 der besten Balladen Dr. Carl Loewe's und ist dies um so freudiger zu begrüßen, da jene erhabenen Werke leider nur selten auf dem Repertorr der modernen Künstler zu finden sind. Jedenfalls verspricht das Concert ein recht interessantes zu werden und verfehlen wir deshalb nicht, schon heute ganz besonders darauf hinzuweiscn. Gießen, 1. December. Das Wintersemester unserer Hochschule hat mit einigen Ileberraschungen begonnen. Eine Burschenschaft „Arminia", welche jetzt init ihrer Constituirung befaßt ist, will die Ideen des „Allgemeinen deutschen Burschenbundes" unter den Schülern der Ludoviciana verbreiten. Zugleich ist ein akademischer Turnverein, der seither nur in den Spalten des hiesigen freisinnigen Organs spukte, letzten Samstag, allerdings kaum halb so stark, als ihn der X-Reporter der „Hess. Volksztg." schon vor einigen Wochen gesehen haben wollte, in die Erscheinung getreten. Die geschmackvolle Couleur dieser neuesten Verbindung, welche von verschiedenen Bruder- verbindungen aus anderen Hochschulen gelegentlich ihres Geburtsfestes besucht wurde, bretet eine weitere recht angenehme Abwechselung in dem Straßenleben unserer Universitätsstadt. Lat not least — trägt die „Hasso-Rhenania" jetzt weiße statt gelben Stürmern. — Der akademisch-literarische Verein scheint sich nach kurzer Existenz in dre erstgenannte Burschenschaft auflösen zu wollen. — ri, — Zufolge des andauernden Regenwetters sind Lahn und Wieseck bedeutend gestiegen und haben längst die Ufer überschritten. Nur noch eine Steigung von 30 Ctm und die Lahn hat den Höhepunkt des Jahres 1882 erreicht. — Als ein wahrer Segen ber diesem Hochwasser ist unsere Pumpstation zu betrachten. Dieselbe begann am Sonntag Abend 8 Uhr ihre Thätigkeit und hat von da an, mit langen Pausen arbeitend, das Innere der Stadt vollständig wasserfrei gehalten und dadurch gegen früher, wo alle Keller der Unterstadt unter Wasser standen, großen Schaden abgewaildt Die Maschine der Station fördert bei voller Kraft pro Minute 11 Cubikmeter im fließenden Zustande ein großer Bach. Theater. *** Gießen, 1. December 1885. Die für Montag angekündigte Vorstellung von Emanuel Geibel's ^Brunhild" mit der königl. bayerischen Hofschauspielerin Mag da Irsch ick als Darstellerin der Titelrolle mußte leider plötzlich eingetretener Hindernisse wegen einen Aufschub erleiden und ist nunmehr auf Mittwoch den 2. December festgesetzt. Wir machen nun auf unseren Hinweis in der Dienstagsnummer dieses Blattes nochmals, ganz besonders aufmerksam. Die Künstlerin, welche nach uns vorliegenden Berichten mit einer Clara Steg! er in die Schranken treten darf und überall vor ausverkauften Häusern austrat wird auch ber uns ihre Gastspielabende zu höchst genußreichen zu gestalten wissen und wir glauben, daß unser Publikum die Gelegenheit nicht unbenützt vorübergehen läßt emmal wieder etwas Gediegenes auf dem Gebiete der Tragödie anzusehen — a— ' Handel und Verkehr. in. r Hetzen, 30. November, lieber unser Münzwesen äußert sich der Jahresbericht unserer Handelskammer: In der letzten Zeit wurde von den verschiedensten Seiten unsere Münzgesetzgebung hesttg angegriffen und die Währungsfrage zum Gegenstand von Besprechungen und Verhandlungen gemacht. Auch die Kammer nahm zu der Frage Stellung als ihr von den Aeltesten der Kaufmannschaft eine an den Bundesrath und Reichstag gerichtete Petition, die Goldwährungsfrage betreffend, mitgetheilt wurde. Die Petition war in einer Konferenz beschlossen worden, welche von den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft zum 5. März 1885 berufen worden war und in welcher die hervorragenderen Handelsplätze Deutschlands vertreten waren. Ihr Inhalt ist folgender: Angesichts der Thatsachen: „1) daß 126 landwirthschaftliche Vereine an den Herrn Reichskanzler die Bitte gerichtet haben, die Initiative zur schleunigen Herbeiführung der vertragsmäßigen Doppelwährung zu ergreifen, 2) daß der Herr Reichskanzler diese Petitionen dem Bundesrathe zur Kenntniß- nahme unterbreitet hat, D 3) daß dem Reichstage der Antrag vorliegt, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen die Initiative zu einer Wiedereinberufung der im Jahre 1881 abgebrochenen Munzconferenzen zu ergreifen, um eine Wiederaufnahme der Ausprägung vollwerthiger Silbermünzen geltens der Vereinigten Staaten, des lateinischen Münzbundes, des Deutschen Reiches und aller derjenigen Staaten hcrbeizuführm, welche sich diesen Landern anschließen wollen, fühlen wir uns als die geordneten Vertretungen des Handels und der Industrie unserer Bezirke verpflichtet den Hohen Bundesrath und den Hohen Reichstag zu bi ten ihre Aufmerksamkeit auch darauf zu lenken, daß der Deutsche Handelstag n sein r Plenarversammlung vom 20. November 1880 mit den Stimmen von 89 (gegen 5 f 8 EntI,“Itenbe) H°"b-ls°°Mnd°n fügende Angesichts der hervortretenden Bestrebungen, eine Aendernng der Reicksgeseh- gebung über die Miinzwahrung herbeizuführen, erklärt der Deutsche Hand ls- ag, daß es zu einer schweren Schädigung der deutschen Wirthschastsintercssen fuhren wurde, wenn unter den bestehenden Verhältnissen an den Grundlagen unserer Munzgesetzgebung gerüttelt würde. 0 Der Deutsche Handelstag hält es vielmehr für geboten, di- nöthiaen TJ' uln. *6unlid)ft schnell die durch das Provisorium geschaffene schädigende Ungewißheit zu beseitigen und den Abschluß unserer herbchufüh7em °° ^Währung beruhenden Münzgesetzgebung Falls sich das von manchen Seiten behauptete Bedürfniß nach einer Vermehrung der Reichsstlbermünzen (besonders Ein- und Zweimarkstücke) sV01wa?^es- Herausstellen sollte, so würde der Handelstag kein Bedenken in der.Befriedigung dieses Bedürfnisses erblicken. 9 Dre Kurze der Zeit laßt es unmöglich erscheinen, jetzt durch Berufuna der Plenarversammlung des Handelstages ein neues Votum aller Handelsvorstände ein- Vläke^Deutsckl^nd- u« Vertretungen des Handels und der Industrie hervorragender Deutschlands> legen Zeugnrß dafür ab, daß wir die vorbezeichneten Resolutionen auch letzt noch voll und ganz aufrecht erhalten und erheben Widerspruch aeaen die ^ersuch^em"^"' mit racI$en ble landwirtschaftlichen Vereine ihre Petition zu begründen ,r , Aeben uns der Hoffnung hin, daß der Reichstag den vorerwähnten Antroa ^tc. verbündeten Negierungen wenigstens in der bisher von ihnen ru rö0C /^genommenen Stellung verharren werden, wenn sich wirkt ick der Abschluß unterer auf dem Grundsätze der reinen Goldwährung beruhenden Münmesek- gebung zur Zett mcht sollte beschleuniaen lassen. ocruyenoen ^cunzgefetz- Schon allem die Befürchtung, daß an den Grundlagen derselben aerüttelt werden fL'g-S fL» 9a,‘ien ^kchrsl-bm d-r Nation uL-r-ch-^L-n'Sch' dm^uzn- , .Die Kammer beschloß, die Aeltesten der Kaufmannschaft in Berlin ru antarisiren auch ihre Zustrmmung zu der Petition dem Bundesrathe anzuzeigen Ä>0H Butter per^nd Käsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 20 PbK^9« 1’ °^° A ^se pr. St. 5-9 X vM 5.00-0.00. Weißkraut pr. St- 4-^6 P Ut X 1^"18 Zwiebeln per Centner Ernst O LdmAfb" Bürgerknegs, al «°rd°n'-rl"A -in Weizen -ff.hiesiger «. W-tt-rW-r •* ^l'nn-'ramnr "5 t?'0^9,50' Roggen -ff. hi-s. Jt 14,75—15,25, fremder •* &W-.&2r>, Gerste effectw hiesige und Wetterauer M. 16,00—17,00, fremde M. 16,50—17 ,50, Hafer -ff. hies. JL 13,50-13,75 fremder M. 13,50—14,50. . . , Frankfurt, 30. Novbr. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- Aeben waren 385 Ochsem ca. 10 Bullen, ca. 312 Kühe und Rinder, ca. 209 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual JL 65-66, 2. Qual. M 56—62, Kühe und Smber 1. Ouat. 54-56, 2. Qual. M 35-48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kalber 1. Oum. 50-55 4, 2. Qual. 40-45 H per 1 Pfund Schlachtgewicht Wr Bulgarien gingen bei uns ein: N. N. 1 M, Lehrer Römer 2 M. Weitere Gaben nimmt die Exped. d. Bl. gerne entgegen. Literarisches. Ernst Otto Hopp: Geschichte der vereinigten Staaten von Nordamerika. 3. Abtheilung. Mit 40 in den Text gedruckten Abbildungen und Karten. (Das Wfisen der Gegenwart 46. Bd.) 8°, 268 Seiten, 1886. Leipzig: G. Freytag' Prag: F. Teinpsky. — 1 JL = 60 kr. — Mit diesem Bande beendet der Verfasser seine Geschichte der vereinigten Staaten von Nordamerika. Das Buch beginnt mit dem Ausbruche des zwischen dem Norden und Süden dieser Staaten geführten Bürgerkriegs, also mit dem Jahre 1861, und erzählt die großen politischen Ereignisse und culturgeschichtlichen Veränderungen, die sich bis auf die jüngste Gegenwart auf nordamerikanischem Boden vollzogen haben. In gedrungener, kraftvoller Sprache wird ein großartiges Gemälde der heißen Kämpfe entrollt: die Rettung der Bundeshauptstadt Washington, die erste Schlacht bei Bull-Run, die Erfolge und Mißerfolge in Virginten, Schlachren bei Shilos, bei Perryoille und Murfreeöborough, bet Chickahominy und bei Malvern-Hill, bei Antietam und Fredericksburg, der Kampf an den Küsten, die Eroberung von Vicksburg, die Kämpfe bei Chattanooga, Chancellorsville, Gettysburg. die Belagerung von Charleston, die Seeschlacht vor Mobile, die kriegerischen Unternehmungen ^hcrman's und Grant's, des letzteren Schlachten in Virginien, Lincoln's Ermordung die zwei Verwaltungen Grant's, die Thätigkeit Hayes — also ein großes gewaltiges Material ist in besonderen Capiteln mit höchst anerkennenswerther Klarheit lorgfaltlg behandelt und in fesselnder Weise zur Darstellung gebracht. Den Statistiker werben überdies die Bemerkungen über die vom Marinesecretär G. Walles neu or- ganilirte J-lotte mteresstren, aber auch die Erörterungen des Verfassers über die politische Lage Nordamerikas im Allgemeinen, über die Befreiung der Sclaven, über die queren Angelegenheiten sind meisterhafte Specialstudicn 40 Abbildungen, Landkarten. b^uhmter Feldherrn und Präsidenten, landschaftliche Darstellungen, ein Spottbild aus Lincoln s (Uncle Abe) Zaudern im Beginn des Krieges, werden die Freude an dem gediegenen Buche erhöhen, welches ebenso durch seinen Inhalt wie + vollendete Kunst der Darstellung Verbreitung in den weitesten Kreisen Holzversteigerung im Gießener Stadtwaßd. Montag den 7. Dezember 1885, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Ursulum, Tanne, Sandberg und Philosophenmald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh Reish. Rrntr. Rrntr. Rrntr. Wellen Nadel 70 90,2 31 3200* Eichen — 4 1,8 50 * darunter 2400 Durchforstungswellen B. 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Jung, Wieseck- 8597 Eine Wiese am Riegelpfad und ein Acker am Nahrungsberg sind auf mehrere Jahre zu verpachten Frau Th. Haubach Wwe., Seltersweg 16. Mittwoch den 2. Dcccmber 1885, Abends ■ Uhr, Feier des 24 jährigen Stiftungsfestes und Generalversammlung. Tagesordnung: Berichterstattung, Vereinsangelegenheiten, Vorstandswaht- Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten- Gäste sind willkommen. 8579 Der Vorstand. Ein Taschenbuch verloren. Wiederbringer erhält Belohnung. Fr. Mestrnann, stud chem., 858 t Alicestr. 11. Central Krankenkasse der Bäcker. 8577 Mittwoch d. 2. Dccember, Nachm. 5 Uhr Versammlung be^Steuernagel.^ Verband Giessen der Reiehsoderfechtschule Magdeburg. Fechtabend DienStag den 1. Decbr. Abends 8V2 Uhr, Restauration Schnell- 8585 Der Vorstand. oodöo... ooa'aoöoöäööa q Unserm lieben Freund § | Kar! Horn | O zu seinem 25 jährigen Wiegen- ö O feste ein dreifach donnerndes 8 M Hoch, daß die ganze Krone 8 q wackelt. 8582 g O Steinbach, 1. Decbr. 1885. Ö O Mehrere Freunde. O ODoaooaaoiocx)oooonn ti y 'S" ß« X ® « Z-s-s- ® 3 d ä Die Nr. 9 enthält: Unser Neffe. Erzählung von L- F. Born. (Schluß.) — Was sich liebt, das neckt sich. Nach dem Bilde von Matthias Schmid. — Berlin-Ostende mit zehntägigem Re- tourbillet. (Schluß.) Von Hans Arnold. — Des Hohenzollern Einzug in die Welfen- stadt. Mit neun Illustrationen. — Auf Turnanstalt. Von Fritz Klien — Am Familientisch: Die Welt des Kleinen- — In unserer Spielecke. Mit zwei illustrirten Beilagen: Die Christenmorde in Anam. — Kaehler. Pascha j-. — Umschau in fernen Landen Renten- u. Lelicnsversichcrungs-Anstntt $u Darmstadt. Von heute ab bis Ende December werden die Renten an jedem DienStag, Donnerstag und SamStag, Vormittags von 9—12 und Nachmittags von 2—4 Uhr, in meiner Wohnung (Bahnhofstraße 64) gegen Einhändigung der 1885er Coupons ausbezahlt; auch können neue Einlagen gemacht und Nachzahlungen geleistet werden. Gießen, den 1. December 1885. Der Bevollmächtigte: I. PH. Müller. Verein hessischer Lehrerinnen zur Gründung eines Heims. Alle, die einen Beitrag zu obigem Verein gegeben haben, werden zu einer Generalversammlung aus Mittwoch den 2 December, Nachmittags 5 Uhr, im Saale der höheren Mädchenschule, Schillerstraße, freundlichst eingeladen. 8604-DaS Loealeoruits. fFtettw MW/'«. Jpeut?, den 1. und 2. December 1SS5: Große Gala»Vorstellung von der Gesellschaft Heiter unter Mitwirkung des Herrn Pollini aus Köln (Damenkomiker). Anfang 8 Uhr. — Untres 25 Ffg. Um zahlreichen Besuch ladet ergebenst ein 8599 Oie tieReilficiiaft. 53 v 6 I re *9 tot« p* N Mit den neuen Schnelldampfern des Norddcuischtn Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika machen. Näheres bei dem General-Agenten (Dhr, Oerschow, Offenbach 8> und dessen Agenten 334 I. M. Schulhof, Gießen. 8115 Für ein Colonialwaaren- kn-gro8-Geschaft ein tüchtiger Neisender gesucht. Schriftliche Offerten mit Zeug- nißabschriften bef. die Exp. d- Bl. Stadt-Theater in Giessen. Das tftr gestern angckündigte Gastspiel der Königl- Bayerischen Hofschauspielerin Frau Magda Jrschick, welches wegen der Kürze der Zeit nicht genügend bekannt war und darum ausfallen mußte, findet bestimmt Mittwoch statt und sind Billets bereits bei Herrn Friseur Gerhardt, Lindenplatz, zu haben- Mittwoch den 2. December i Gastspiel der berühmten Tragödin und I Königl. Bayerischen Hosschauspielerin ] Frau Magda Jrschick Brunhild I Drama in 5 Aufzügen von Emanuel j Geibel. । Abonnement^-Bittcts fyaben gegen Zuzahlung Gültigkeit. — Die gestern bereits ausgetragenen aussübrl. Theater- zettel gelten für diese Vorstellung. Die Direktion. MS" Der heutigen Nummer liegen die „Vcrwaltungs- blätter" Nr- 6 bei. □MIT Der heutigen Nummer liegt eine Extrabeilage des „Berliner Lokal Anzeiger", betr. Abonnements - Einladung, bei. 8595 Redaction: A. Scheyda» — Druck und Verlag der Brübl'scben Druckerei (Fr. Ebr. Bietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. 17. Donnerstag am A-M 1 JJZütiöO* 2. Donnerstag 3 Samstag, 4 Dienstag s'Mtwoch 6. Donnersta 7, Samstag 8. Dienstag 9. Mittwoch 10. Donnersta, 11, Samstag 12. Dienstag 13. Mittwoch 14, Donncrstat 18. Samstag ' 19. Dienstag 20. Mittwoch 21. Donnerstag 22. Samstag 23. Dienstaa 24. Mittwoch 25. Donnerstag 26 Samstag Die Interessen! fordert, die Zahl in Empfang zu n Vorzeigung der € timiren. Die Herren Bi sucht, dieses in il übliche Weise befi Gießen, den 28 Der Rechner de Mittwoch 6 Nachn sollen in der Fl^ 2 Secretäre schränke, 1 LW, SG karren, 1 (Bpi । 1 Waschkessel, 5 Malter Kai neistbietend verste Gießen, den 30 8574 Zeiht Feinst. Blü " Pul Neue Ma» Nnen u ^ihonat u ^ltronen, Banille, ” E übrige fit Dame^ HP«t nosen-5 nsn Traue I'stvsy-H 11 «ü St«- », Nni Bekanntmachung 3. Mait 16. 8574 L. Kalkhof. 8428 empfiehlt billigst 8252 empfiehlt 7163 äußerst billig. 8263 8102 , x StE 6. 7. 9. 12. 13. 14. Geißler, Gerichtsvollzieher. 5: llmg Mittwoch den 2. Derrmber, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraihe dahier 2 Secretäre, Kommoden, Kleiderschränke, 1 Regulator, 1 Bettlade, Tische, Sopha's, 1 Pferd, 1 Stoßkarren, 1 Spiegel, 4 Bilder, 2 Betten, 1 Waschkessel, 1 Rind, 3 Wagen Heu, 5 Malter Kartoffeln meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. November 1885. z&hlv e iiie ! Gattung 1 Lager bei h D. 10% Rabatt 860$ Anteil an jede« von 9-12 Mofftrntze 64) 9 tonnen neue n. Gebrüder Stamm, Markt u. Zchulstraßen-Ecke, empfehlen ihr reichhaltiges Lager der neuesten Damen- u. Kindermäntel, größte Auswahl eleganter Herren- und Knabengarderobe, insbesondere Herbst- und Winter-Ueberzieher, Kaisermäntel, Schuwalofs Regenröcke, Schlafröcke, Joppen rc., sowie alle Neuheiten in Stoffen zur Anfertigung nach Maß. Bedeutende Preisermäßigung bi- Ende Deeember. 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Weihnachtsgeschenke empfehle zu den billigsten Preisen: Caputzen, Umhängetücher, seidene Halstücher, Herren-, Damen- und Kinder-Westen, Schürzen, Kragen, Manschetten rc., Kormal - Hemden, -Hofen, -Jachen und -Leibbinde« von Prof. Dr. Jäger, 3 pCt. unter Fabrikpreis. Carl Sticher, Marktstraße 18. Alle vorjährigen Artikel verkaufe um die Hälfte des reellen Werthes. .r, Der kaum für möglich gehaltene Krieg zwischen Serbien und Bulgarien T;Uut” gekommen. Se. Hoh. der Fürst von Bulgarien, eine Sprosse ^r^en^au^eä un^ ihm seine junge Armee sind durch die plötzliche serbische Kriegserklärung und den Einfall der serbischen Armee in Bulgarien gezwungen worden, in einen Winterfeldzug einzutreten. Wie viel Kammer und Roth ein solcher Feldzug selbst für die bestorganisirte Armee zur Folge hat, steht lebhaft genug in unserem Gedächtniß. , , richten deßhalb an Alle, die für solche Noth ein warmes Herz haben, die dringende Bitte, dies durch Spenden von warmen Kleidungsstücken (wollene Hemden,. Jacken und Strümpfe), sowie an Geld, theils zur An- schaffung von antiseptischem Verbandszeug u s. w., thells zur Ueberweisung desselben an den Hllfsverein in Sofia, so rasch als möglich zu bethätiqen. Zur Empfangnahme von freundlichen Gaben ist das unterzeichnete Comitö in der Hauptannahmestelle im Palais Sr. Großherzogl. Hoheit des Prinzen Alexander bereit. Darmstadt, 17. November 1885. Das Hilfs - Comits. Johannes Zufall, Zinngießerei. Altes a. Zinn wird gegen Maare, pr. ' " Pfund 85 angenommen. Müller. (innen eims. haben, werden Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bet der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1. Mittwoch den 2. Deeember 1885, 2. Donnerstag 3. Samstag, 4. Dienstag 5. Mittwoch 6. Donnerstag 7. Samstag 8. Dienstag 9. Mittwoch 10. Donnerstag 11. Samstag 12. Dienstag 13. Mittwoch 14. Donnerstag 15. Dienstag 16. Mittwoch 17. Donnerstag An die Bewohner der Stadt Gießen. g ää ztasswäs: Sitte, auch ihrerseits durch Spenden von Geld, warmen Kleidungsstücken u. s. w zur Linderung der Noth der bulgarischen Verwundeten beizutraqen. ^Pfra?n^me T Geldspenden sind die Unterzeichneten, sowie die Expedition des „Gießener Anzeiger'- bereit, während Kleidungsstücke, Verbandzeug u. s. w. auf dem Rathhaus am Marktplatz an Rathsdiener Moll ab- gegeben werden können. Gießen, den 24. November 1885. ®aiU, Rechtsanwalt. Dr. «oekmann, Provinzial-Director. Bramm, Bürgermeister. Dr. Gareis, Kanzler. Sanstein. Landtagsabgeordneter. Heß.Beigeordneter. Mayer Homberaer. Fabrikant. Keller, Beigeordneter. Knorr, Landqerichts- Prastdent. Metz, Landtagsabgeordneter. Commerzienratl,. »pn der Skopp, Rector. Silbereisen, Präsident der Handels- kammer. Dr. Stammler, Langerichtsdirector. Zimmermann Erster Staatsanwalt. . 18. Samstag den 19. Dienstag „ 20. Mittwoch „ 21. Donnerstag „ 22. Samstag „ 23. Dienstag „ 24. Mittwoch „ Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen- Gießen, den 28. November 1885. Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. 2. Januar 1886, 5. „ II. Rübsamen. 7819] Frische Sendung Rheinwein angekommen, per Schoppen 40 P f , über die Straße 35 H. Ph. Bauer II,, Altdeutsche Weinstube, Bahnhofstraße 57. Regenschirme ^psiehlt in großer Auswahl zu billigsten 8538 a» Fangmann, Schleuderhonig ^inft weiß (Erzeugniß der rheinhess. Bienenzucht) empfiehlt pr. Pfd. 90 8334 Emil Fischbach, passendes Weihnachtsgeschenk. .Durch birccten Einkauf in China bin rch in Stand gesetzt, prachtvolle Theeservice b-st-hend -usThee- u. Milchkanne, Zuck-r- dose und 2 Tasten, bedeutend unter dem Ladenpreis- offcriren zu können. 0^0^__Alicestraße 18, parterre. Jeiieraoziiflder unübertrefflich, entzündet sofort ohne Anwendung von Papier oder Holz jedes Brennmaterial. 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