Nr. 27 Erstes Blatt. Sonntag den 1. Februar 1885 Kießmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. . . er die projectirte Er- wetterung der Bahnhofsanlage nach Süden hir und die damit im Zusammenhang befindliche Ueber- oder Unterführung des Bahnkörpers an der Rüstag'schen Wirthfchast angeführt- Auch von Seiten Großh. Kceisamts wurde der Sache die nöthrge Besüc- woltung zu Tbeil. Der nach Vortrag aller tn Betracht kcmmcndcn Momente zur Kenntniß her Versammlung gebrachte Antrag der Baudepuiat on Uulet: Dotz die Sta'rt bie Erlaubniß zur Un'erholiung des Fahrweges von der Eiffteighrll de: Oberbessischen Bahnen bis an den Auffc.httsweg nach der Frankfuc-e straße bei der König!. Bahn- v.'rwaltung erwirken, sodann auf Abstellung des mtHständ gen Planü^ergangs bei Rösing wiederhott dringen solle. Dieser Antrag wird von mehre, en sich zum Worte meldenden Herren Stadtverordneten in der Hauptsache befürwortet, wogegen Herr Dr. Gutfleisch hie Gründe darlegt, welche ihn bestimmen, dahin zu wirken, daß die Vahnoerwattung rechtlich verklagt werde wegen Sperrung des Verkehrs, daß er auf Grund des seither beliebten Hintanhaltens Seitens ver Bahnverwaitung nicht für Einreichung einer Petition stimmen könne; man solle bie Beseitigung der vorhandenen Uebelstände nicht erbitten, sondern fordern. Herr Dr. Gutfletsch fügt feinen Ausführungen den Antrag bei: „Eine juristische Commission mit P-Üfung ber Frage, ob und tn welcher R-chtung die Beschreitung des Rechtsweges zulässig fei, zu beauftragen." Dieser Antrag, sowie die Anträge der Baudeputatlon werden angenommen. Der 2. Gegenstand der Tages-Ordnung, betr. den Uebergavg über die Ober- hessische Eisenbahn auf dem Seltersberq, gibt auch hier Herrn Bürgermeister Dramm Beranlassung, alle seit Erbauung dieser Bahnen tn Betreff der Sicherheit und Erleichterung des Verkehrs m?t der Verwaltung derselben, sowie den höchsten Behörden des Landes gepflogenen Verhandlungen zurückzugreffen und die bete. Eingaben dir Bewohner des Selttrsbergs und der Frankfurter strotze vorzutragen. Die neueste Petition, in welcher sich die Petenten tn ber Hauptsache für Beseitigung der durch das Rangiren der Züge an dem Uebergange an der kttholffchen Kirche entstehenden Verkehrsstörungen, eoent. für Herstellung einer Uebersührung an dieser Stell", ferner für Errichtung einer Ueberbrückung der Bahn zwischen Hotel Kühne und Hotel L nz en klären, kommt hierauf zur Verhandlung, nachdem Herr Bürgermeister Bramm mtt- gethetlt halte, daß die von ihm angestellten Erhebungen ergeben haben, daß u A. 200 Schulkinder die bezeichnete Stelle täglich passiren. Die Baubepntatton beantragt: „Bei Großherzoglichem Ministerium der Finanzen das Ersuchen zu stellen auf Errichtung eines Fußgängerstegs über die Oberhessischen Eisenbahnen und die Verbesserung der Beleuchtung daselbst, dagegen von einem wetteren Uebergange vom Seltersberge nach dem Stationsgebäude Abstand zu nehmen." Herr Dr. Gutfletsch stellt auch hier, nachdem er die ihn bestimmenden Gründe hierfür dargelegt, den Antrag, den Rechtsweg zu betreten und gegen den FiScus klagbar zu werden. Dieser Antrag wird mit 9 gegen 8 Stimmen zum Beschluß erhoben. Der 3. Punkt der TageS-Ordnung, Bildung der Ersatz-Commission, rottb durch die Wahl der Herren Wortmann, Vogt, Petri und MoSler zu Vertretern der Stadt bei dem Kreisersatzgeschäfte erledigt. Die Quellwasserleitung betreffend, theilt der Herr Bürgermeister den Inhalt eines Schreibens Großh. KcetsöauamteS mit, welches Revers darüber verlangt, daß der Stadt etu Recht auf Abführung des Wassers aus den Reservoirs der Quellwasser- leitung in bie Straßengraben nicht erwachse. Die Genehmigung zur Ausstellung qit Reverses wird ertheilt. In Betreff ber Legung des StadtbacheS in eine Steinsohle hat die Baudcputaton beantragt, im Anschluß an die bereits bestehende Probelange eine weitere Strecke von 400 Metern, vom botanischen Garten abwärts, in eine Steinsohle zu legen. Dieser Antrag wird zum Beschluß erhoben. __________________ Zur rrage der Kormölle DaS Bekanntwerden der Absicht der Regierung, die Zölle auf die Getreidearten und einige andere Importartikel zu erhöhen, hat zunächst zwei extreme Erscheinungen hervorgehoben: Maßloses Schreien und Toben gegen die Kornzölle und übertriebene Hoffnungen auf die günstigen Wirkungen derselben. Die ganze Affatre tft aber noch gar nicht spruchreif, wird es möglicher Weste auch in der gegenwärtigen Reichstags- session noch nicht, also wäre es dringend geboten, die Angelegenheit doch recht sachlich Zu prüfen und sich zumal vor Uebertreibungen zu hüten. Zunächst erscheint es unS schon total verkehrt, Fcechandel und Schutzzoll zu einer Parteifrage aufzubauschen, denn ein Blick auf die v:rschtedcnen Culturländer lehrt, daß Freihandel und Schutzzoll vielmehr wtrthschaftliche Opportunitätsmaßregeln als Forderungen politischer Parteiprogramme sind und erweisen sich sehr liberal regierte Staaten, z. B. die Vereinigten Staaten von Nordamerika, oft ganz extrem schutz- zöllncrisch. Von einer guten Politik erwartet man nun, baß sie nicht den Interessen einzelner Berufszweigen ober Volksklassen, sondern dem Woble der Gesammtheit dienen soll. Wie steht es nun in dieser Beziehung mit Freihandel und Schutzzoll? Man kann wohl sagen daß sowohl dem Freihandel als dem Schutzzoll gegenüber das Volk sich in Jnteressentengruppen theilt. Die Kaufleute aller Klassm. denen es vom finanziellen Standpunkte gleich sein kann, ob ihre Waare ein tn- ober ausländisches Product ist, werden immer für möglichste Freiheit des Handels schwärmen, weil sich dadurch bas Geschäft am glattesten und vorthrilhaftesten machen läßt. Dte Pro- ducrnten dagegen, wr Fah^k-nten, Landwftih^ Gewerbetreibende werden immer eine griffe Vorliebe für Schutzzölle haben, um b;r eit drückenden ausländischen Con- currenz eine Schranke vorz 'schieben. Von her Masse der SIrbdterb?Doir?ri;r,ß könnte man sagen, daß sie beim Freihandel, der die Preise aller Bedarfsariik l heruntcrbrückt, am besten stehen würde, doch kann dies nur mit einer wesentlichen Einschränkuag gesagt werden, rotnn nämlich der Freihandel d.m Arbeiter noch lohnenden Verdienst in den betreffenden Ecwerbszweigcn läßt. Geht cs so weit, baß die ausländische Con- currenz einheimische Industriezweige lahm legt und auch die Arbeiter dieser Zweige mehr ober weniger arbe tSlos macht, bann nutzen bie billigen, vom Freihandel herbei- geführten LebenSmsttelpretsr dem Arbeiter auch nichts, er kann sie ja doch nicht bezahlen. Besser wäre es bann, die bluffenden P oducentm wären durch zweckentsprechende Schutzzölle vom Ruin bewahrt worben, sie könnten dann auch ihren Arbeitern noch lohnende Arbeit und damit Brot geben. , Die elementare Ursache der Kornzölle ist nun die, d^.ß die deutsche Landwirty- schäft in Folge ber enormen Concurrenz des ungarischen, russischen, amerikanischen ur.d indischen Getreides an einer solchen schweren Bedrängniß le'.det, daß selbst gute ein- heimische Ernten diese Bedrängniß nicht heben können. Gleichzeitig wird geltend gemacht, daß die landwirthschafiliche Bwö'kerung Deutschlands die größere Hälfte ber deutschen Bevölkerung überhaupt ist und daß, wenn man für baß Wohl der Gesammt- beit Wirthschastspoltt k mache, man die 26 Millionen von Landwlrthschaft lebenden Deutschen doch nicht ausschließen könne. Ferner wird auch darauf hingewiesen, baß die landwirthschaftliche Bevölkerung nicht nur unsere zahlreichsten Producrnten, sondern auch unsere zahlreichsten Con- fumenteu sind und deßhalb, wenn etz dem Bauer besser gehen, von feiner gesteigerten Kaufkraft auch bie anderen Erwnbszweige einen Aufschwung erhalten würden. Schließlich führen die Vertreter ber Kornzölle noch bas Argument in's Feld, daß in den letzten Jahren tn Folge der besseren Ernten und dem Steigen ber auswärtigen Concurrenz wohl die Kornpreise um durchschnittlich 25 pCI. gefallen seien, aber die Brotpreise nur um 10 bis 15 pCt., woraus hervoraehe, daß die Zwischenhändler, Müller und Bäcker die Blotpreise viel mchr beeinflussen, al9 ein Steigen ober Fallen der Kornpreise. Mun sieht hieraus, daß es dringend geboten ist, die Gründe für und gegen die Schutzzölle sehr sachlich zu untersuchen und nicht mit Vorurtheilen und Uebertreibungen die Frage ber Kornzölle zu behandeln. Eia Ausgleich zwischen den verschiedenen Jnteressentengruppen dürfte sich bann vielleicht als die gerechteste Lösung der Streitfrage finden laffm. UniverfttätS- Chrvnik. — Die Zahl der auf den 9 preußischen Landesuniversitäten im laufenden Wintersemester Studirenden beträgt 12 937 gegen 12,548 im Sommer fern« ft er 1884 und gegen 12,465 im Wintersemester 1883—84. Was die Frequenz ber Universitäten anbetrifft, so ist d"felbe im Vergleiche zum Wintersemester des vorigen Jahres folgende: Berlin 5006 (4635). Halle 1631 (1544), Breslau 1389 (1479), Bonn 1080 (1073), Gottingm 993 (1064), Königsberg 887 (909), Greifswald 856 (725), Marburg 708 (720), K'el 387 (352). Auf die einzelnen Fakultötm vertheilt sich im laufenden Semester (die Zahlen für das Wintersemester 1883—84 sind tn Klammern beigesüqt) die Frequenz w e folgt. Es ßubtrten: Evangelische Theologie 2322 (1926), katholische Theologie 236 (223), Jury 2244 (2338), Medicin 3256 (2876), Philosophie 4879 (5102). Vermischtes. Lich, 28. Januar. H'ute Abend wurden die Einwohner unfern Stadt schon wieder (fett ca. 4 Wochen zum dritten Male) durch Feuerlärm erschreckt. In einem Stallgedäude des Ehr- Uhrhan in der Ohlegassc, welches vor etwa 2 Jahren erst abgebrannt war, war Feuer ausgLbroLcn, welches jedoch durch die rasch herbeigeeilte Löichmannschaft bald wieder gelöscht wmde. Wie man hört, soll der E'genthümer deS abgebrannten Gebäudes und sein Vater, welche der Brandstistung verdächtig seien, alsbald gefänglich eingezogen worden sein. (Gründ. Anz.) — Eme neue Betriebskraft wurde in England eingeführt. Von einer Central- siclle an der Themse wirb den Kaufleuten und Industriellen die für den Betrieb ihrer Maschinen erforderliche Albettskrast in der Gestalt unter hohem Drucke stehenden Wassers zugeführt. Da sich diese Einrichtung glänzend bewährt hat, wird dieselbe über ganz London ausgedehnt werden. — (Terpentinöl und DiphtheritiS.) Von einem praktischen Arzte erhält die „Post" folgende Zuschrift: ^Mit großem Interesse las ich im Feuilleton Ihrer Zettnng -Jneii Bericht über den Vortrag des Herrn Dr. Ringk, die Diphtheriiis betreffend, unb deren Heilung durch Terpentinöl, äußerlich wie innerlich in energischen Dosen verwandt. Unserer schnelllebenden unb schnellvergkssenden Ze t darf hier wohl in Erinnerung gerufen warben, daß schon vor Jahresfrist füi bie Behanblunq der Diph- iherttis mit Terpentinöl in großen Gaben gleichfalls ein Berliner Arzt, Santtätsrath Dr. Hübener, mtt größter Entschiedenheit in einer kleinen B ofchüre aufg treten ist, welche dann in der „Poft" einer kurzen Besprechung von mir unhrroorfen wurde. Unb zwar war die innere Behandlungsw-ise genau dieselbe, wie bte heute von Dr. Ringk aufgestellte: Terpentinöl mit OLvenöl — bei Dr. Hübener mit einer Schleimiösung — zu gleichen Theilen vermischt, theelösselweis; verabreicht. Bei dieser Bchandlung erklären beide Aerzte, an deren tüchtiger Beobachtungsgabe nicht zu zwrifeln ist, gleichmäßig. was wohl hoh: Beachtung verdient, in ihrer Praxis ttine ober annähernd Feine Todesfälle mehr verzeichnet zu haben. Damals rief mein kurz-8 Referat einen z'cm- lich lebhaften Widerspruch hervor. Von einer Sette wurde ein älterer College in einer Universitätsstadt als Nestor der dortigen Aerzte bezeichnet, gegen die Sache hcran- gezogen, ber vom Terpentinöl feine besondere Wirkung bei Diphtheritis gesehen haben wolle, von anderer Seite wurde sogar vor der Unvo'sichtigkeit gewarnt, eine Verwendung von so großen Gadm Terpentinöl, welche unbedingt lebensgefährlich seien, öffentlich anzupreism. — Herr Dr. Ringk unterscheidet sich tndeß von Herrn Dr. Hübener in seiner Behandlungtzweise dadurch, daß derselbe auch örtlich Terprntinöl zur Zerstörung der Pilzbildung durch Pinselung im Halse und Eingießen in die Nase gleichfalls mit Olivenöl vermischt verwendet, während Hübener örtlich Natron oxy- benzoicum oder Höllenstein verwendet. Unb in der Thal ist diese örtliche BchandlungS- weise von Dr. Ringk wohl auch als ein Fortschritt zu bezeichnen und eigentlich zu verwundern, warum der so entschieden für die maßgebende pttzzerstörende Wsikunq des Terpentinöls auftretende Dr. Hübener nicht schon die Consequenz zog, um auch örtlich von diesem Mittel in erster Linie ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Jndetz baut sich ia naturgemäß die ErfohrungSwffsenschaft der ä-zilichen Behandlungsweise aud stets neuen Beobachtungen aut, bis endlich die möglichst hohe Vervollkommnung für den einzelnen Fall gesunden ist. — So auch hier. — Vermißt habe ttb tn Ihrem Referate übft den Vortrag des Herrn Dr. Ringk jede Erwähnung über eine energische Terpentinverwenbung bei der Diphtherie des Kehlkopfes; jidenfgllS würde hier unser bisheriger Terpentingebrauch in immerhin schwachen Inhalationen, ober zu einigen Tropfen auf verdampfendes Wasser gegossen, gleichfalls eine wesentliche Verstärkung zu. erfahren haben. Theater. (Hießen, 30. Januar 1885. Kurz vor dem Schlüsse der Saison ist cs unserer thatkräftigen Direction nochmals gelungen, Frau Charlotte Lauge vom Frankfurter Stadttheater zu einem Gastspiel zu veranlassen. Natürlich konnte das Haus die Menge, rvclche zur Vorstellung herbeiströmte, nicht fassen und dichtgedrängt saßen die Zuschauer andächtig, wie es eine „Iphigenie auf Tauris" verlangt. Ein wahrhafter Kunstgenuß ist auch immer etwas Schönes und prägt sich den Herzen der denkenden Hörer ein, fortlebend in angenehmer und dauernder Eriuvcrnng. Die hohen unvergleichlichen Worte eines G oethe, in solcher Vollendung wiedergcgeben, wie unsere verehrte Gästin dies gethan, müssen unbedingt den tiefsten und nachhaltigsten Eindruck hcrvorbringeu. Frau Lange gab eine Gestalt von der edlen Priesterin Di a na's, wie sie nur eine nut ganzer Seele der Kunst dienende Schauspielerin geben kann. Das schöne weibliche Gemüth, das im bittersten Unglück nur Menschenliebe empfindet, das mit allen Fasern seines Herzens nur dem Guten hingegeben, konnte nicht herrlicher zur Anschauung gebracht werden. Die hoheitsvolleu Bewegungen, gepaart mit der Aesthetik des Mienenspiels, alles war wie gemeißelt. Man fühlte sich dieser Iphigenie gegenüber in jene uralten Zeiten versetzt, kurz: man fühlte mit, was ihr Herz beiuegte und glaubte nickt mehr an eine Comödie, Frau Lange spielte die Iphigenie nicht, sie. Bltnur« .J’n» 1 )en aa0t» l’IÄ'» ' Mtf« *Ä‘ v!-t u ^,6> ITiittet, 8atibn>lri6i Wie ein. 6? t"l,nb 7 Wille ß lebenktn JlteUfteti gon* *lnim Irten. S4Kli: , „6,*nbl" letten l‘6e.n. ®oncurr(Hi v. b*e ©rotpretfe 'ändltt. Müller ober Falle« der ir uvd «eßen die uebtTtrdbunßen en verschiedene« ung der Strett- n im lausenden meifemrfter 1884 btt UnionWlm Jahre- Ulfttnbc: Onn 108U (1073). >), Marburg 708 ich Im kufenbin mmtrn beigesüat) (1926), katholische Philolophlr 4879 tut Stabt schon tdt. Zn einem >a 2 Jahren erst asch herbeigettlte E'grvWmer b(4 'Schtig seien, ol6» Jiünb. Nnz.) >n einer Central, ,en Bitrieb ihrer drucke stehenden trd dieselbe über Arzte «Mit Wt n Jhnr Lr'wvg z dettrstinb, und scheu Dosen otn girr wohl 'n Er- ablunfl dec D'pb' hit, SanlWroth ive ausg trchu Ist. )t|(U wurde, lind ite von Dr. Sw ltlei Schlowlösuvst serB-h°ndiuliger. wdfdn ist, ölrich' >er annähnnb keine Restrot einen lew- rer College In einer i bte Sache h^°n irltli irtbfft von ö:r1?, • Sa 7ero'ntlnbl l ort!'.« ^rp,' Mieten m 611 KKt ün9 ,«n für den i'^Äin R-- '( «S “L, ,neraWt( 6bltnrbe i*« “’irt SO. öS* „ einem l°dtth-°L> ®>r; ,§ und A&e* aiicrnbe1 fall«; sd düs ‘ -wpErM.Ä e ni-l't. L zl-sti' ' Wrl«, rt'V ‘fÄ’1« fir E"r, nich'' H-aadel anö Gerkrhr. Gießen, den 31. Januar. Auf dem heutigen Markt kl, ter. ?uner per Psurd x 070—0 85, Hühnereier pr. Stück 7—8 H, Kate St. 4--8 Kasematte-, 3 H, Stlnen pr. VucT zu A Vülfen 2o Tauben per Paar >.^-^>0 /, vübn-^ 50 Stücke 1.30—1.50, Hahnen pr. Lliick JL I.dO- 2.4u, Enten per 2 00 2o0, Gänse per Pfund 50—60 Welsche JL 0.00—00 00, rDchsenfleisch per Pfund 66—68 Kuh- und Rindsleitch 54-60 Lchweiueflesich §?^Mil^oer 60-68 2?, Kalbfleisch 50—54 -5. Kartoffeln per 1 Kilo jl 3.80-4.5QI Liter 12—16 H, Zwiebeln per Etr. JL 4.00—0.00, Wervkraut pr. Stück 4 < $ 15 ar e«' Mit diesen Worten glauben wir AlleS ausgesprochen zu baden, waS eine 1 °Äe «n .creft- eben'-ll» einen nrojen «eil unserer «ner- r.nnun? (»r* iuar rcblid) bemüht, seiner Partnenn werttg zur Lcttc zu sttbcn und Viele scenen a lanacn ihm ganz vortrefflich, wir erwähnen b<.iorc:re bie Lchttderung Teine» fldmmiam Schicksals, dao ihn zum ' ' nnord getrteben und de» mtt vr ler Lvcjchicklichkrit oeacbenen Mcnolog, in welchem er mit umnachlcten Gclsi ferne Eltern p leben glaubt Ter 3. Act schloß recht ergreifend und hatte Herr Halm einer ^^"gflroar1 nur pT beteuern, daß nach einem so ernsten, inhaltsschweren.lbschlusse von der GaUerie herab, wo das Orchester placirt war, eine luftige Walzerweift herab- tönte und die schöne Illusion erheblich störte. ** Märchen! Welch' holder Zauber erfaßt jedes Kmderherz bei diesem Worte! T,e unlängst entschwundenen Weihnachtomge steigen in der Erinnerung aus mit all den freudigen Ucberraschunqcn, die die lieben Ettern ihren Kindern bereitet haben Da ist so Manches schon den Weg alles Fleisches gegangen, so^ manche Puppe bat Arme und Beine verloren! Ader eines, wird immer noch werth ^ehalten und ii müßigen Stunden heroorgeholt Tas Märchenbuch! Aut welchem Weihnachts tisch halte bar’ gefehlt! Wie schon sind die Bilder! ^a sicht man ne Alle in ihren laldenprächtigen Geländern: Tie Prinzessin Tausendsckon, den Menschenfresser, den kleinen Däumling re- Wie viel mehr aber muß es ein Kinderauge entzücken, wenn o 5!b"efÄ.n fcibWtig in Vebrn^röfer. vor sich sich,: iVhj «nbr ob e , ben Prinzen Wuiiderhold, den König Kakadu, die alte »yec W a l- puigis tc Mit erneuter Freude wird bann das Märchenbuch hervorgeholt und nll bte lüsten Erinnerungen noch einmal durchlchwelgt. . ... Was die Biarbeilung des Märchens anbelangt, so ist sie eine ungemein komische und bezüglich der Ausstattung wird uns berichtet, daß die daju gehörigen .Kcquisiten, wie die prächtigen komischen Eostume von der Tirection eigens zu diesem Stück ange schalst worden _— i—» Als einen angenehmen xyrühlingSvotcn fmbet unv bte durch ihre großartigen Samrnculiurrn Ditannic tytiaia J. 0.. in Erfurt eine retzende Blumenmappe zu, die hübsch tn Buntdruck ousgeführt zwölf der belteblcften Blumensamer.so-ten entölt Jede eorte Ist ®‘cnndach Tochter d-a vnflo bmen Kaufmann« Johann B-md tt Tienstbach zu G.ißm. Januar: 10 W lhelmtne Margarethe, Tochter deS Schneiders Wilhelm Moritz Huppert. 11 Httnrich Wilhelm Martin, Sohn dc« LchneidrrS Jecod Büttner 12. Richard Lom«, Sohn des Eisendr-her« Gustav K-Vger 13 Eine Tochter de« LocomotlvsühreiS Dann! Wiechmd. 15 Marie, Tochter d « Staatvanwalt-geh Isen W'lbelm Stein. 16. Frieda, Tochter de« Kaufmanns FeiS Elltnaer. 17 M nna Karoline, Tochter deS Kaufmann« Franz Wolf. 18 Anna tkaro^Tochter d'S^.ttho- araphen Martin LooS^ 18 S n Sohn deS Restauroteu'S Gustav Gühlholz. 18 Emttte Johannette, Tochter d S Bierbrauers P ier Worch. Friedrich ^^riä .>010011, Sohn detz Kaufmanns Friedrich Kopp 20 Em Sohn befl TaglöhnerS Karl Schmidt. •21. Wilhelm Ka l, Sohn deS Kohlenhändlers Svumd Klinket 21. SUfe Friedertre, Tochter deS Fabrikant n Georg Th'om 22 Friedrich Wilhelm, Sohn d'« Eroeditton«. gehülfen Ludwig Dietz. 26 Heinrich. Sohn bcS Bahnwärters bet der L)d<,hessischen Bohn Heinrich Schmidt. 26 Johann Ferbtnand Eduard, Sohn deS Oderteleoraphen- Asflst-nten M'chatl Eduard L'ennlnger. 28. Sin Sohn dc« Kaufmanns Eberhard Metzger. 28. Em Sohn beS SchicmerS Karl Seydtcke. Gestorbene. Januar: 16. Katharine Margarethe Erzgräber, geb. Pfeiffer, 66 Jahre alt, Ehefrau beS Gärtner« Valentin Erzgräber. 17. Katharine Pfiff.r, 0. Eh-srou bcB R-ftamattmS Gustav ÄÄÄ, Wltt°- b« oetflortenen Ctation«, affiüenten Karl Klrstein. all 38 Jabre. gestorben den 27. Januar. Allgemeiner Anzeiger. Hotz-Versteigerung. Holzverfteigernng. Mittwoch, den 4. Februar von Morgens 9 Uhr an, soll im OlarbcnteiAer Gemeindewald, Distrikt Seewald und Höhlerkops nach- verzcichneteü Holz versteigert werden: 124 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 89 „ „ -Knüppelholz, 94 „ „ -Stockholz, 2870 Weüen „ -Reisholz, 76 Rmtr. Nadel-Knüppelholz, 7 „ „ -Stockholz, 1*200 Wellen „ -Reisholz, 19 Eichen-Stämme von 12 -36 Ctm. Durchmesser und 5—14 Mir. Länge, 6 Eichen-Terdstangen, 19 Stadel - Stämme von 15—31 Etm. Durchmesser und 8—14 Mtr Länge, 150 Nadel-Dechstangen, 428 „ 'Rei-ftangen. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde i|n Distrikt Seewald bei dem Mengelvbauser Teich- Fortsetzung der Versteigerung mit dem Buchenholz nm l O UHr im Distrikt Höblerkopf. Garbenteich, am 30. Januar 1885. Grostb. Bürgermeisterei Garbcnteich. 69 t_______S ch wa rz.____________ Lamftag den 7 Februar, Nachmittags 3 llbr, sollen in der Gemeinde Rodgen die Herstellung von Subsellien, veranschlagt ;u 600 JL, öffentlich in den Accörd gegeben werden. Gießen, am 31. Januar 1885. S e n ß s e l d e r, 713 Bezirksbauausseher. Holzversteigmmg im Steinbacher lSemeindewald. Donnerstag den 5. Februar kommt in den Distrikten Geseng und Heiligenwald folgendes Holz zur Versteigerung : 6 Nm. Weißbuchen-Nundscheitlwlz, 284 „ Buchen-Scheitholz, 355 „ „ -Knüppelholz, 205 „ „ -Stockholz^ 6540 Wellen „ -Astreisholz, 16 Nm. EjAcn-Scheitholz, 21 „ „ -Knüppelholz, 22 .. „ -Stockholz, 350 Wellen „ -Astreisholz, 16 Nm. Nadel-Stockholz, 480 Wellen Nadel-Neisholz, 500 Wellen Wcichholz. Der 2lnfang Morgens 10 Uhr im District Geseng aus dem Schießplatz. Freitag den (>. Februar kommt zur Versteigerung- 11 Eichen-Bau- und Werkbolzstümme von 43—69 (Stm. Durchmesser, 4—10 Mtr. Länge, 17,63 Fsttn. Inhalt, 23 Eichen-Stämme, sür Wagner geeignet, 45 Fichten - Stämme von 15—32 (Stm. Durchmesser, bis 17 Mtr. Lange, 17,96 Fstm. Inhalt, 42 Fichteu-Dcrbftangen, 2 Elsbeeren Stämme, 2 Kirsch-Stämme. Der Anfang Mittags 1 Uhr bei der Lehmgrube am Weg von Steinbach nach Dorsgill. Steinbach, den 29. Januar 1885. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. 685 Krämer. Dienstag den 3. Februar er., von Vormittags 10 Uhr an, werden. im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Ameiser und Stockschlag'. 35 Nmir- Buchen-Scheit, 111 „ „ -Knüpp el, 122 „ „ -Stöcke' 72 „ Eichen-Scheit, 62 „ „ -Knüppel, 60 „ „ -Stöcke, 2300 Wellen Buchen-Reisig, 1800 „ Eichen-Reisig, 19 Eichen-Stämme von 20—46 Ctm. Durchmeffer, versteigert. Zusammenkunst beim Bergwerk. Groß-Linden, am 30. Januar 1885. Großh. Bürgermeisterei Groß'Linden. 700 Leun. Keilgcöotenes. Geräucherte Lachtzhäringe ä *1 Pfg. bei 703 S. Elsoffer. Acchlc Gothaer Cervelatwurst frisch eingetroffen bei 696 Ferd. Drehes, vorm. Gg. Wilh. Weibig. 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Q ^702 Louis Krausgrill, c OOOOCOCQOO 00000000 empfohlen. 721 In den nächsten Tagen geht ein Wagen nach Frankfurt leer zurück. Bäuerischer Gesangverein. Thisrschutz Verein. ■ Montag den 2. Februar er., Abends 8 Wyc, b im Cafe Schwinn. Tages-Ordnung: Allgemeine Angelegenheiten. DculjHeMödeilrsnspsrl-LtftllfthÄfi Wir beehren uns hiermit anzmcigcn, daß Herr Philipp Müller in Giestere Mwengaffe Ar. 26 als Mitglied in die Deutsche MöbeltrurrSport-Gefettschuft eingetrcten ist und die Vertretung derselben in Gießen und Umgebung übernommen hat. Für Umzüge und Uebersiedclungen in der «Ltadt und über Land, sonne Möbeltransporte per Eisenbahn ohne Umladung empfehlen wir die bewahrten Einrichtungen unserer Gesellschaft auf's Angelegentlichste. Der Vorstand der Deutschen Möbeltransport-Gesellschaft. Bezugnehmend auf vorstehende Anzeige füge hinzu, daß mir ru jedem Transport Wagen zur Verfügung stehen und ich keine Rückfracht für leere Waggons berechne. _ Einem vcrehrlichen Publikum halte mich vorkommcnden Falles bestens Hochachtungsvoll _ Fix. Muller LSwengaffe. Sonntag den 8. Februar: Abendunterhaltung im ?eib'schen Saale. Anfang Th Uhr. »er Vorstand. NB. Nichtmitglieder können gegen Entree eingeführt werden- 6$2 Katholischer Kirchengesang-Berein. Freitag den 6. Februar, Abends 8 Uhr, im Vereinslokal Generalversammlung. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung wird um vollzähliges Erscheinen gebeten- '710_______________________________________Der Borstand. Sonntag den 1. Februar: 707 TANZ - MUSIK bei 694 Ein 111061. Zimmer mit freundl. Bedienung in der Nähe des Seltersbergs zu miethen gesucht. 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