X’5’« to ÖL *Ä w 'm, wiij peb. fojT; J^fcünnt. w« #r. 201. Freitag den 31. August 188S. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: S,chulstraß° 7. " mit Ausnahme des Moutag». N'^PoWen Ä ÄT WOW———BI—MKIII II1|B I im ■ ■ II wamMMMBHmMCBM«WB»»l«W0WWWB* lWB,MWM*«WOBMMOIMOWW*OOO***"*MMMM*OM*W"WWPMWWWlW*>IWWW*1 IMWiftMff Amtlicher Hsteil. Betreffend: Drainirungen in Flur II, III, VI und XII der Gemarkung Bellersheim. Bekanntmachung. Auf Antrag beseitigter Grundbesitzer und mit Zustimmung des Gemeinderaths von Bellersheim werden auf Grund des Gesetzes vom 2. Januar 1858, die Entwässerung der Grundstücke betr. (siehe Regierungsblatt von 1858, S. 33), folgende Pläne über Drainirungen in der Gemarkung Bellersheim sammt dazu gehörigen Anlagen (Verzeichniß der Betheiligten mit Kosten-Ueberschlag und näherer Darlegung des Unternehmens) vier Wochen lang, nämlich vom 1 5. September bis 13. Oktober l. I. auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Bellersheim offen gelegt: 1) In Flur II, 2) In Flur III, 3) In Flur VI, 4) In Flur XII der Gemarkung Bellersheim. hmall, lnU, kochen förn 6 it bewM jt iifkibt#. lgs-Ht zgegend siri n sehr Ä für alle M ' tWiiM . M C^i !Erpch.dI-^ le auf Metrik WM Die Abstimmung über diese vier Pläne soll Montag den 15. Mtober l. A, Vormittags von 10—1 Ahr, auf dem Gemeindehause zu Bellersheim slattfinden. Stimmberechtigt sind hierbei diejenigen, welche im Grundbuche und in den offen gelegten Namensverzeichnissen der Betheiligten als Eigenthümer der in Betracht kommenden Grundstücke eingetragen sind, oder deren Erben. Etwaige Berichtigungen des Grundbuchs und der Stimmberechtigten-Liste müssen daher noch vor dem genannten Termine bewirkt werden. ~ Alle diejenigen, welche glauben, daß ihnen durch die Ausführung vorbemerkter Pläne ein Schaden entstehe, oder welche es vorzögen, daß ihre Grundstücke ganz, oder zu dem zur Ausführung der Entwässerungsanstalt erforderlichen Theile derselben, abgetreten werden, oder welche, ohne im Plane und in der Liste der Stimmberechtigten aufgeführt zu sein, sich dein Unternehmen noch anschließen möchten, kurz alle, welche zur Sache etwas vorzubringen haben, können ihre Erklärungen während der angegebenen vierwöchigen Frist durch schriftlichen Vortrag bei uns einreichen, müssen solche aber spätestens in dem festgesetzten Termine bei Meldung späterer Nichtberücksichtigung schriftlich oder mündlich abgeben. Von allen denjenigen, welche spätestens in diesem Termine weder in Selbstperson, noch durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte abgestimint haben, wird angenommen, daß sie mit der Ausführung des Unternehmens einverstanden sind und, feine Ansprüche zu bilden haben. Gs wüsten daher nur diejenigen in dem Termine erscheinen, welche gegen einen der Pläne stimmen oder sonst etwas zur Sache vorbringen wollen und ihr Anliegen nicht vorher schon schriftlich vorgebracht haben. Zur Bestreitung der Kosten der auszuführenden Arbeiten soll ein Anlehen bei der Großherzoglichen Landescultur - Rentenkasse ausgenommen werden. Der Antheil der Einzelnen an der Schuld wird später nach Maßgabe ihres, Nutzens von den Anlagen bestimmt, worüber noch Hebregister offen gelegt übliche Weise erfolgen werden. Gießen, den 28. August 1883. werden wird. . Schließlich wird noch bemerkt, daß alle künftigen Bekanntmachungen in dieser Sache nur noch im Gießener Anzeiger und zu Bellersheim auf orts- Politifche Uebersicht. Gießen, 30. August. Die außergewöhnliche parlamentarische Sommer-Campagne, zu welcher der deutsch-spanische Handelsvertrag den Anlaß gegeben hat, ist am Montag durch den Bundesrath eröffnet morden. Nach Erledigung mehrerer geschäftlicher Mittheilungen und nach der Wahl der Ausschüsse wandte sch der Vundesrath der Berathung des deutsch-spanischen Handelsvertrages zu, welcher schließlich einstimmig angenommen wurde, auch ertheilte der Bundesrath feine Zustimmung zur vorläufigen Inkraftsetzung desselben. Jedenfalls werden die Verhandlungen des Reichstages nicht jo glatt verlaufen, wenn auch nicht zu bezweifeln steht, daß derselbe schließlich dem Vertrage gleichfalls zustimmen wird. Es wäre auch durchaus nicht zu wünschen, daß der Reichstag diese für Deutschland immerhin wichtige Angelegenheit allzurasch behandelte, sondern es steht zu erwarten, daß er den Vertrag nach allen Seiten hin reiflich prüfen und ihm bann erst seine Zustimmung geben wird. Der deutsche Kronprinz ist am Montag Abend von der Reise, die tT behufs Jnspicirung der zum 11. Armee-Corps gehörigen Truppentheile unternommen hatte, und auf welcher ihm von der Bevölkerung überall der wärmste Empfang zu Theil wurde, wieder nach Berlin zurückgekehrt. Im Laufe der michsten Woche gedenkt sich der hohe Herr nach Bayern zu begeben, um einen Theil der bayerischen Garnisonen zu inspiciren. Der Ches der Abtheilung für das Remontewesen im preußi- Hen Kriegsministerium, Generallieutenant v. Rauch, ist in Bewilligung seines Abschiedsgesuches zur Disposition gestellt worden, unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Kavallerie. Zu seinem Nachfolger wurde Oberst Frhr. v. Troschke, Commandeur des ostpreußischen Kiirassier- Regiments Nr. 3, ernannt. In Sachsen wie in Baden nimmt der Wahlkampf anläßlich der im des September bevorstehenden Ersatz- resp. Neuwahlen zum Landtage allmälig eine lebhaftere Gestalt an. In letztgenanntem Bundesstaate stehen sich Rationalliberale, Ultramontane und die süddeutsche Volkspartei gegenüber. Im badischen Landtage und speciell in der Abgeordnetenkammer hatte bis jetzt die wationalliberale Partei noch die relative Majorität, nachdem durch die letzten ^andtagswahlen ihr bisheriges entschiedenes Uebergemicht gebrochen worden nar- Die Nationalliberalen wollen nun in den jetzigen Wahlen das verloren gegangene Terrain so weit als möglich zurückerobern, während man gegnerischer- s ats hofft, den Nationalliberalen noch mehr Wahlkreise abzuringen; doch dürste rm Allgemeinen jede Partei nur ihren Besitzstand behaupten. Etwas anders Netzen die Dinge in Sachsen; hier stehen sich nicht nur Liberale und Conser- watwe gegenüber, sondern erstere bekämpfen sich auch in vielen Wahlkreisen untereinander, dem in Döbeln von den Vertrauensmännern der liberalen Parteien abgeschloffenen Compromiß zum Trotz. Außerdem gedenken sich hier aber Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. auch die Socialdemokraten in ganz erheblichem Maße an den Wahlen zu betheiligen. Sie besitzen in der sächsischen zweiten Kammer bereits 3 Mandate und bei der Uneinigkeit der Ordnungspartei einer- und dem Umstand andererseits, daß bei den Wahlen zum sächsischen Landtage schon die relative Majorität entscheidet, erscheint die Befürchtung nicht ausgeschlossen, daß sich die Zahl der socialdemokratischen Sitze in der Dresdener Abgeordnetenkammer durch die bevorstehenden Wahlen noch vermehren wird. Kaum sind die Wiener Minister-Conferenzen anläßlich der Unruhen in Agram, Zengg u. j. w. zu Ende, als schon wieder von antiungarischen Demonstrationen aus Kroatien berichtet wird. Diesmal war der Schauplatz derselben das Zagriengebirge, wo in mehreren Ortschaften die Bauern die Wappen herunterrissen, da sie die ungarische Krone nicht anerkennen wollten. Am bedenklichsten war die Bauernrevolte in Maria-Bistritza, bei welcher der Gemeindevorstand, der Gemeinde-Notar und ein Gensd'arm schwer verwundet und vier Bauern getödtet wurden. Von Agram sind Kavallerie-, Jnfanterie- und Gensd'armerie-Abtheilungen nach den aufrührerischen Ortschaften abgegan- gen, in denen außerdem das Standrecht proklamirt wurde. Gleichzeitig werden aus Ungarn erneute Ausschreitungen ^gegen die Juden gemeldet. In Zala-Egerszeg kam es hierbei zu einem ernsten Zusammenstoß zwischen dem Militär und den Tumultuanten, wobei gegen 20 Soldaten getödtet oder verwundet wurden. Auch in dem Orte Gyekenyes, an der kroatischen Grenze, fanden heftige Demonstrationen gegen die jüdische Bevölkerung statt. Die durch fremde Agitatoren aufgewiegelte Menge drang in die Wohnungen der Juden ein und plünderte dieselben. Endlich fanden auch in Groß-Mogendorf, in der Nähe von Preßburg, antijüdische Excesse statt, bei denen viele Juden gemißhandelt wurden und der intervenirende Kreissecretär Balla einen Messerstich erhielt. Der Tod des Grafen Cham bord hat bis jetzt in Frankreich noch keine größere royalistische Kundgebung hervorgerufen. Vielleicht trügt zu bie|er Reserve der Royalisten die energische Haltung der franzöülchen Regierung ...it bei, welche erklärt hat, bei der geringsten legitimistischen Demonstration sofort sämmtliche Prinzen von Orleans aus Frankreich ausweisen zu lafsen. Es heißt indessen, daß die Legitimisten beabsichtigen, die Begräbnißfeler des Grafen Cham- bord, welche Montag, den 3. September, mit königlichem Pomp zu Görz statt- finden soll, zu einer großartigen Kundgebung im Sinne des verstorbenen „Roy' zu gestalten; ob die französische Regierung schon in diesem Falle ihre Drohung wahr machen würde, steht noch dahin. Wa§ das Testament des Prätendenten anbelangt, so wird versichert, daß dasselbe auch nicht das Geringste enthalte, was auf die Existenz eines schriftlich hinterlassenen Wunsches in politischer Beziehung schließen ließe, noch viel weniger aber sei ein solches Document selbst aufgefunden worden. — In Anam haben die Franzosen durch das Bombardement und die Besetzung der die Residenz Hue umgebenden Forts den Erfolg erreicht, daß der Kaiser Phüdac mit den französischen Bevollmächtigten schleu- Schm""' SZ SUi P1*1 ini w i, 1 I, P-., Ul 1,1 & I11 * >1 d. bUl fef 'er, NN' ei ckrE 12. Vermischte-. -recht verkündet worden. ~ tiHpuu culWH,u uno 005 das dritte * ' (St- Pr) ^atam, 29. August. Die Unrusicn in - Heber den Unglücksfall in Köln wird dem „Fr. J> von dort unterer ____ 9 Unruhen in Zagorlen schemen, nachdem 27. August geschrieben: Die Beerdigung der auf so schreckliche Weise bet einer Schwimm SA i Mir« genügende Militärmacht entfaltet ist, vorläufig beendet zu jein. Die Bauern sind meistens in das Gebirge geflüchtet. Paris, 29. August. Der Marinemimster hat unter dem heutigen Datum nun dem Gouverneur von Cochinchina aus Saigon das solgendeTelegramm erhalten- Die Corvette „Chateau Renault" ist angekommen, nut dem Adlatus des Civilkommisiärfl dem Schiffslteutenant Champeaux an Bord, welcher die Präliminarien des am 25 hfl in Hue unterzeichneten Frtedensvertrags mitbringt Dieselben setzen fest: Vollständig Anerkennung des französischen Protektorats über Annam und Tongkmg- endaültia Annexion der Provinz Dinthuan an Cochinchina; dauernde mlitärische Besitzung h!r Forts von Thuanan und der Lmie von Vimgchna; sofortige Zurückberufung ber na* Tongkmg gesandten annamitischen Truppen, dessen Garnisonen auf den Frtedensfub gebracht werden. Den Mandarinen wird Auftrag gegeben, ihre Funktionen wieher aufzunehmen; die durch die französischen Behörden erfolgten Ernennungen von Ae, amten werden bestätigt. Frankreich übernimmt es, die unter dem Namen Schwane Flaggen" bekannten Banden aus Tongking zu verjagen und auf diese Weise"Stckerkeii und Freiheit für den Handel zu schaffen. w Madrid, 29. August. Die spanische Regierung hat ihren Botschafter in Paris Herzog von Fernan Nunez, beauftragt, die französische Regierung über ihre Absicki betreffs Zonllas zu interpelltren; sobald die Antwort bekannt sei, solle das Ministerium zusammentreten, um über die Wiederherstellung der konstitutionellen Garantien Re- schluh zu fassen. Der Kriegsmimster Martinez de Compos soll gegen die Herstellung der konstitutionellen Garantien und für eine Demission der M'nffter sein. London, 29. August. Nach einer hier eingegangenen und auf amtlichen Mittheilungen beruhenden Depesche aus Batavia von heute Nachmittag ist Anjer durch die Meeresfluth, welche dem Vulkanausbruch aus Krakatoa folgte, vollständig zerstört, die Zahl der um's Leben gekommenen Europäer und Eingeborenen ist eine sehr große, die Verluste an Eigenthum sind ganz enorm Auch in dem nördlichen Theile der Provinz Bantam ist der Schaden außerordentlich groß. Weiter eingegangene Meldungen aus Batavia von heute besagen, der Himmel habe sich wieder geklärt, die Verbindung mit Serang sei wieder hergestellt. Die Städte Tjesringen und Telokbetong sind zerstört, alle Leuchtthürrne in der Sunda-Meerenge sind verschwunden, das äußere Ansehen der ©unba^ Meerenge hat sich stark verändert, die Schifffahrt in derselben ist gefahrvoll nigst in Unterhandlungen getreten ist. Die Bevollmächtigten verlangen Zahlung einer Kriegsentschädigung, Besetzung der Forts von Hue bte zur völligen Zahlung, Verwendung der anamitischen Truppen gegen die „Schwarzen Flaggen" und Bestätigung des französischen Proteetorats mit neuen, ausreichenden Garantieen. Auch in England ist mit dem am vorigen Sonnabend erfolgten Schluß des Parlaments Stille in der inneren Politik eingetreten. Das Cabinet Gladstone kann im Allgemeinen mit Befriedigung auf die abgelaufene Session zurückblicken, denn im Ober- wie im Unterlaufe wurden die heftigen und wiederholten Angriffe der Conservativen auf das Ministerium erfolgreich zurückgewiefen; selbst die bedenkliche Krisis, in welche das Cabinet durch die Angelegenheit des zweiten Suezkanals versetzt wurde, hat daffelbe nicht ernstlich zu erschüttern vermocht und Herr Gladstone kann sich nun mehr als bisher den auswärtigen Angelegenheiten widmen. Fürst Nikita von Montenegro hat seinen Aufenthalt in Stambul bis in diese Woche verlängert, an deren ersten Tagen die Rückreise nach Cettinje erfolgen sollte. Der Besuch des montenegrinischen Herrschers in der türkischen Hauptstadt soll in der That dazu beigetragen haben, die türkisch-montenegrinische Grenzregulirungs-Frage zn einem definitiven Austrag zu bringen, so daß jetzt einem dauernden Einvernehmen zwischen Montenegro und der Pforte nichts mehr im Wege steht. Auf der zwischen Java und Sumatra gelegenen InselKrakatora haben furchtbare vulkanische Eruptionen stattgefunden, welche große Zerstörungen verursacht haben; nähere Berichte fehlen noch. ,, 2b- August. Im abgelaufenen Jahre befanden sich im Großberzoi- toum Heffen 248 Kinder unter 6 Jahren im Wege der öffentlichen Armenpflege in fremder Pflege. Es ist dies eine verhältnißmäßig hohe Zahl. Im Verlag von H. Hohmann in Darmstadt erschien soeben ein WerkHn k n Angen, das so recht geeignet ist, eine Massenverbreitung durch gai; Autfchland zu erfahren, denn wo bliebe ein deutsches Herz, das nicht den Zeitung berichten über die Enthüllungsfetcrlichkeiten des National-Denkmals am Rhein ul! Interesse folgen wird? Und dieses Werkchen, welches uns als Titelblatt das Denkwiri in künstlerischer Ausführung vor Augen führt, macht uns so recht m't allem Wissen»! werthen desselben vertraut, worunter wir auch die genaue Beschreibung aller EtnzL- c.n ns Denkmals sowie des Niederwaldes selbst gerne vermerkt haben, so daß Ulr Denjenigen, der das Glück hat, das Denkmal an Ort und Stelle zu sehen, ein giUt 'st, wie es für jeden Deutschen von höchstem Interesse sein muß, Über ein « patriotisches Werk eingehend unterrichtet zu sein. Affolterbach, 27. August. Ein interessanter Streit hat sich hier entöidteL Der Steinhauermetster Lipp von Wald-Michelbach hat einen Steinbruch in hiesig Gemarkung in Pacht und hatte neulich beim Sprengen von Steinen das seltene GW, eine versteinerte Schildkröte zu finden. Dieselbe soll 20 Zentimeter lang und 10 Ceni- meter breit sein. Der Bürgermeister beansprucht nun den Besitz dieses seltenen FundS für seine Gemeinde, da diese dem genannten Steinhauermetster nur die Sandstein, nicht aber in dem Bruche sich bergende Alterthümer verpachtet habe, während der beir. Pachter nicht gesonnen ist, den interessanten Fund der Gemeinde abzutreten. DteSa«!< wird nun auf gerichtlichem Wege ihre Erledigung finden und steht man dem Ausganq« mtt Spannung entgegen. Mainz, 27. August. In der verflossenen Nacht um 12 Uhr wollte ein decker von hier mit seiner „Braut" über die Schiffbrücke nach Caftel gehen. Unteres gertetben die Beiden miteinander in Streit und erklärte plötzlich der Dachdecker den Mädchen, wenn es nicht Ruhe gebe, springe er in den Rhein. Da sich das Madch«tn nicht entschließen konnte, den Schleußen ihrer Beredtsamkest zu gebieten, so füh?!« bet Thörichte seine Drohung wirklich aus und sprang in den Rhein, wo er fofoii verschwand. Ober-Finkenbach, 27. August. Die gestrigen Kirchweihfreuden hat ei« jähes Unglück gestört. Von der Brücke, welche das Vorderhaus des Gasthaus » ,/Zum Löwen" mit dem Hinterhaus (Tanzsaal) verbindet, brach das Geländer, wM- scheinltch durch zu starke Anlehnung und dadurch hervorgerufenen Druck und ftürztd)melbad), Heinrich, Beigeordneter zu Bannerod. 21. K romen, Konrad I, Kaufmann zu Schotten. 22. Fendt, Wilhelm, zu Ober-Erlenbach 23. Röcke r, Landwirth zu Büßseld. 24. Heller, Karl, Färber zu Llch. 25. Köhler, Konrad, Rentner zu Lich. 26. Batst, Theophil, Rechtsanwalt zu Gießen. 27. Bing, Heinrich I, Landwirth zu Frischborn. 28. Da hmer, Johannes, zu Hopfmannsfeld. 29. Orbig, Emil, Kaufmann in Gießen. 30 Jacob, Heinrich Wilhelm, Gerber zu Lauterbach. 15. 16. 17. 18. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 13. 14. % hmm Hei ta 3, Mittags 10 •■•i diGhrigk ^iinberoiejer N verfiel M den 2 S- Ärgers Telegraphische Depeschen. Wolff's teilegr. Correspondenz-Bureau. , . 29 August. Die Herbstparade des Garde-Corps vor dem Kaiser fiat bet günstigstem Wetter ftattgefunben. Der Kronprinz und alle Prinzen waren aeaen- wartig; die Kronprinzessin mit ihren Töchtern und Prinzessin Wilhelm folgten in Equipagen, Prinz Wilhelm war bei der Artillerie eingetreten SeVSnhP £ hlr "wa 15,000 Mann und 76 Geschütze standen, wurde von' dem Ge^ne allien enan v^Kleist kommandirt. In der glänzenden Suite befanden sich viele fremd^rrliche Officler/ fahrtRubelnb begrü|t° ^^^drängten Menschenmassen bei der Zufahrf u^ Rück- S den Hjä 8 49 Lokale-. or, . Gießen, 30. August. Se. Großherzogl. Hoheit Prinz Heinrich trafen gestern Abend wiederum in unserer Stadt ein, um heute Morgen das hiesige Regiment auf bem Trieb zu infptciren. Die Regimentsmusik brachte gestern Abend vor dem Absteigequartier, dem Hotel „Zum Einhorn", ein Ständchen. v Gießen, 30. August. Die Schwurgerichts-Sitzungen für daS III;£1pLlQrXaln ödOO x unter günstigen ^al)lux\a^ bikdmgungcn zu verkaufen durch I. Blitz. ^Qnfcouoerts mit Firmendruck iit allen Farben und Vitalitäten d on x 2.F0 pro mille an und höher empfiehlt Ottmar Köhler, __Lindenplatz. 5669 5740 12 junge Hühner zu verkaufen. -— Ederstraße 8. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Handelsgesellschaft Gebrüder Buderus zu Lollar unterm heutigen Tage mit dem Eisen- und Manganerz-Bergwerke „Londorf" in der Gemarkung Londorf, Kreises Gießen, beließen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klane gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 28. Mai 1883. Großhcrzogiiche Obere Bergbehörde. Jaup. 5799 _____________________________________Tecklenburg. _ BetEntMachung. Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom, 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Fürstliche Haus Solms - Hohensolms - Lich zu Lich unterm heutigen Tage mit dem Bergwerke „Liebig" in der Gemarkung Lich, Kreises Gießen, beließen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Aionaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jeden! gestattet. Darmstadt, den 14. Juni 1883. Großherzogliche Obere Bergbehörde. 5800_______________________________Tecklenburg. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Handelsgesellschaft Gebrüder Buderus zu Lollar unterm heutigen Tage mit dem Bergwerke „Muschel" in der Gemarkung Musch en heim, Kreises Gießen, beließen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht iverden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 6. Juli 1882. Großherzogliche Obere Bergbehörde. Jaup. Kon. Tecklenburg Wenzel s Garten. 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