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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ZreuLschtand. 281 2uli. Das Großh. Oberconsistorium hat nunmehr ein Ausschreiben an sämmtliche evangelische Pfarrämter des Großherzvgthums gerichtet, betr. „die Feier des 400jährigen Geburtstages Dr. Martin Luther's." Im Eingang wird darauf Bezug genommen, daß Se. Königs Hoheit der Großherzog eine Feier des betr. Tages in allen evangelischen Gemeinden des Landes angeordnet, söwie daß die kirchliche Oberbehörde vor Erlaß des Ausschreibens mit dem Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulange- legenheiten, in's Benehmen getreten sei, behufs einer nut der kirchlichen Feier zu verbindenden Schulfeier. In zwei Anlagen sind zur Auswahl für den Festgottesdienst Altar-Lectionen und Predigt-Texte dargeboten, desgleichen das Gebet, welches auf die Predigt zu folgen hat. Zugleich bietet das Großh. Ober- conststorium eine kleine Festschrift dar. „Dr. Martin Luther. Kurze Darstellung seines Lebens und Wirkens. Zum Behufe der Schulfeier am 10. November 1883, dargeboten von Großh. Oberconststorium." Das Büchlein, welches hübsch ausgestattet ift,. enthält in 10 Abschnitten auf 23 Seiten eine gedrängte Dar- stellung der wichtigsten Erlebnisse aus dem äußeren und inneren Lebensqang Luthers bis zu dessen Tod. Berlin, 28. Juii. Der Herr Cultusminister v. Goßler hat an die König!. Regierungen einen längeren Erlaß gerichtet, welcher sich mit den Maßregeln gegen die Choleragefahr befaßt. Bleibt den mit der Wahrung der sanitären Interessen betrauten Landes-Polizeibehörden immer noch ein weites Feld der Thätigkeit aus eigener Initiative, wie die localen Verhältnisse es bedingen, und ist ihnen auch der weiteste Spielraum j: nach den eigenthümlichen Verhältnissen der einzelnen Bezirke für die prophylaktischen Maßnahmen gewahrt, so enthält doch der Erlaß zahlreiche hochbedeutsame Details, wie sie eben gegenüber der Gefahr gewiß vollständig am Platze sind. Es heißt in demselben: „Das Auftreten der Cholera in Egypten legt in Anbetracht der leichten Verschleppbarkeit dieser Krankheit den Sanitätsbehörden die Pflicht auf, den öffentlichen Gesundheitsverhältniffen die größte Sorgfalt zuzuwenden und sanitäre Uebelstande in geeigneter Weise und energisch zu bekämpfen, damit nirgends Zustände entstehen, welche die Entwickelung epidemischer Krankheiten begünstigen. Die prophylaktischen Maßnahmen beziehen sich zunächst auf die Reinhaltung des Bodens durch ordnungsmäßige Beseitigung oder Unschädlichmachung der Dejec- twnen und Abfälle aller Art, durch Reinhaltung und Desinfection der öffentlichen Bedürfnißanstalten im Freien, sowie in geschlossenen Räumen. Auf die Fernhaltung gesundheitswidriger Nahrungs- und Genußmittel ist zu achten, insbesondere auf die Beschaffung eines ausreichenden und gesunden Trinkwassers besondere Sorgfalt zu verwenden. Die Beschaffenheit der Brunnen und der anderweitigen Bezugsquellen für das Trinkwasser, die Lage der Aborte, Dung- stellen und sonstigen zur Aufnahme von fäulnißerregenden Substanzen bestimmten Anlagen ist erneut in sorgfältige Controls zu nehmen. Nicht minder bedürfen die Wohnungen, namentlich diejenigen, welche von einer dichtgedrängten oder einer ffuctuirenden Wohnbevölkerung benutzt werden, eingehender Beobachtung, wie Massenquartiere, Herbergen, Logir- und Kosthäuser, ferner Privatquartiere, welche von mehreren Personen bewohnt werden, sodann Räume, welche bei öffentlichen Bauten von Arbeitern zum Wohnen benutzt werden. Gewerbliche Anlagen, in welchen, sei es Fäulniß erregende, sei es zur Verbreitung ansteckender Krankheiten geeignete Stoffe sich befinden, bedürfen einer erhöhten Beaufsichtigung. Auch auf die vagirende Bevölkerung, sowie aus die aus Nachbarstaaten im Grenzverkehr, namentlich im Flußverkehr auf diesseitiges Staatsgebiet übertretenden Personen ist die Aufmerksamkeit der Executiv-Organe zu richten. Märkte, Messen und andere Veranstaltungen, welche Gelegenheit zur Anhäufung größerer Menschenmassen geben, werden eingehender Beachtung bedürfen." Ausdrücklich ist in dem Erlaß noch betont, daß keine Maßregeln ergriffen werden, welche geeignet sind, die Bevölkerung zu beunruhigen, daß vielmehr überall nur die Ueberzeugung erweckt und bestärkt werde, daß es sich lediglich um vorbeugende Anordnungen handle, welche zur Beseitigung der erfahrungsmäßig den Ausbruch und die Verbreitung ansteckender Krankheiten befördernven Mißstände bestimmt sind. — Viceadmiral Bätsch ist unter Stellung » la suite des See-Osficiercorps unb Contreadmiral Berger als Viceadmiral zur Disposition gestellt. Stuttgart, 28. Juli. Der „Staats-Anz." meldet die Ernennung des Generalmajors Steinheil, Commandeurs der 53. Infanterie-Brigade, zum Knegsminister. a a Hamburg, 28. Juli. Fürst Bismarck ist mit der Frau Fürstin Bismarck, dem Grafen Wilhelm Bismarck und dem Dr. Schwenninger heute Vormittag von Friedrichsruhe mittelst Extrazugs nach Kissingen abgereist. Aesterreich. Wildbad Gastein, 28. Juli. Se. Maj. der Kaiser nahm heute früh wie gewöhnlich ein Bad, machte des kalten Regenwetters wegen aber erst später eine Promenade. Gestern Abend verweilte der Kaiser abermals im Hause des Grafen Lehndorff, wo eine Dilettanten - Vorstellung stattfand. Die Berge ringsum sind stark beschneit. Nyiregyhaza, 28. Juli. Tisza-Eszlarer Proceß. Der Vertheidiger Friedmann bezeichnet in seinem Plaidoyer die Untersuchung als unerfahren und befangen, sie sei hartnäckig auf einem Wege geblieben, der von der richtigen Spur ablenke. Der Aberglaube an einen rituellen Mord, welcher bei dem Volke von Tisza-Eszlar leicht Eingang gefunden habe, sei das Irrlicht gewesen, welches den Untersuchungsrichter in den Sumpf geführt habe. Der Vertheidiger halt religiösen Fanatismus als Motiv der That für ausgeschlossen und weist darauf hm, daß auch die Satzungen der jüdischen Religion den rituellen Mord ausschließen. Bezüglich des Zeugen Moritz Scharf sagt der Vertheidiger, derselbe sei von Anfang an ungesetzlich behandelt und provocirt worden, und die Aussagen desselben vor Gericht und bei dem Local-Augenschein in Tisza- Eszlar enthielten Widersprüche. Auch Friedmann verlangt Freisprechunq der Angeklagten. a — Der Vertheidiger Szekely wies auf die in der Aussage Moritz Scharfes enthaltenen Widersprüche hin und betonte das von seinen Clienten Junger, Lustig und Abraham Braun nachgewiesene Alibi. Der Vertheidiger Heumann plädirte sehr heftig und leidenschaftlich und zog sich durch seine Angriffe auf die Führung der Untersuchung wiederholte Ermahnungen des Präsidenten zu. Derselbe beschuldigte geradezu die Administrativ-Behörde des Comitats, daß sie mit dem Haupte der Administration bemüht gewesen sei, falsche Zeugen zu schaffen, Lügen zu verbreiten und die Christen gegen die Juden zu Hetzen. Auch die per- sönlichen Rechte und Freiheiten seien verletzt worden. Italien. Rom, 29. Juli. Ein neues furchtbares Unglück hat die Insel Ischia betroffen: ein Erdstoß hat ganz Cassamicciola zerstört. Nach einer Privat- Depesche der „Capitale" zählen die Opfer nicht nach Hunderten, sondern nach Tausenden. Ein Telegramm der TelegraphewAgentur bestätigt, daß viele Menschen umgekommen sind. Aus Neapel sind der Präfekt, Militär und Aerzte auf verschiedenen Dampfern aufgebrochen. Auf der Insel befindet sich der Director des zoologischen Instituts, Dr. Dohrn, sowie die Deputirten Fortunato und Capelli, die wie jener als Badegäste sich dort aufhalten. Dieselben sind gerettet. Die telegraphische Verbindung mit Ischia ist daher für den Privatverkehr unterbrochen. (Fr. Ztg.). — Von hier gingen sofort zwei Compagnien Pioniere nach Cassamicciola ab, ebenso der Minister Genala, sowie eine große Anzahl Journalisten. — De Pretis ist sehr leidend und traf nicht, wie er beabsichtigte, heute hier ein. — Bis jetzt hat Italien keine Ouarantänemaßregeln gegen England getroffen. Turin, 28. Juli. Der ehemalige Viceadmiral Graf Persona ist heute gestorben. Aegypten. Alexandrien, 28. Juli. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus.") Heute sind hier mehrere Cholera-Erkrankungen vorgekommen, eine der erkrankten Personen ist gestorben. Kairo, 28. Juli. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus.") In den letzten 24 Stunden betrug die Zahl der hier an der Cholera Gestorbenen 277, davon kommen auf die Vorstadt Bulak 73. Bis heute früh haben in genannter Vorstadt die Cholera-Sterbefälle erheblich abgenommen. Kairo, 28. Juli. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus") Bis heute früh 8 Uhr sind in den letzten 24 Stunden an der Cholera gestorben: in Damiette 11, in Ghizeh 24, in Zifteh 12, in Chibin-el-Kum 92, in Mehallet 58, in Tantah 29, in Mitgmar 37, in Dagadoud 13, in der Provinz Galliu- bieh 20, in der Provinz Manufieh 39 Personen. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenr-Burearr. Wildbad Gastein, 29. Juli. Se. Maj. der Kaiser wohnte heute nach der Promenade dem Gottesdienste in der evangelischen Kirche bei, wo der Oberhofprediger Dr. Kögel die Predigt hielt. Das Wetter hat sich aufgeklärt. Kisstngen, 29. Juli. Der Reichskanzler Fürst Bismarck ist, von der Frau Fürstin Bismarck, dem Grafen Wilhelm Bismarck und Dr. Schwenninger begleitet, gestern Abend 9 Uhr 45 Min. hier eingetroffen und von dem zahlreich versammelten Publikum freudigst mit Hochrufen begrüßt worden. Rom, 29. Juli. Der Minister der öffentlichen Arbeiten, Genala, ist nach Ischia abgereist. Triest, 29. Juli. Der Lloyddampfer „Apollo" ist mit der ostindisch- chmesischen Ueberlandpost heute Nachmittag aus Alexandrien hier angekommen und zur Quarantäne nach dem Lazareth übergeführt worden. Neapel, 29. Juli. Gestern Abend 9 Uhr 45 Min. hat auf der Insel Ischia ein heftiges Erdbeben stattgefunden, dessen Folgen noch verheerender sind, als im Jahre 1881. Besonders schwer getroffen wurden die Orte Cassamicciola, Forio und Lacco Ameno, woselbst viele Häuser eingestürzt und zahlreiche Personen unter den Trümmern begraben sind. Von hier wurden Dampfschiffe mit Chirurgen und Militär an Bord nach der Insel entsendet, um möglichst Hülfe zu leisten und die Verwundeten hierher zu transportiren Bis heute Mittag find gegen 100 Verwundete hierher gebracht worden. Die Zahl der Tobten läßt sich noch nicht feststellen. Alexandrien, 29. Jnli. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus.") Heute sind hier abermals zwei Personen an der Cholera gestorben. Ein Hospital für die Cholerakranken wird in der Vorstadt Gabari eingerichtet, man hofft dasselbe schon in einigen Tagen fertigzustellen. Neapel, 30. Juli. (Privat-Depesche.) Die Zahl der bei dem Erdbeben zu JSchia Umgekommenen wird auf 2000 ge° Grünbei Aste JL 14.88, Kartoffeln $^7§m"crUef8t?n 7°laedke^M^?^ Bienenzüchter-Vereins noch für dl- Ausstellung und denMarkt bir 8rü6e kamen geotbnet, bann begann der Besuch der Ausstellmi^ d^^"""bb^-,°".?"b murben war unb ben Beweis lieferte, baß die Bienenzucht 'n?, M . verhaltntßmaßlg reiche wirb. Ausgestellt waren B.enenvolker, H°7?g'und ®Ä«riebm Io» zehn Uhr sanken dieVerhäng 1OO Ausstellern. Vortrag des Psarrers Weiganb, Prasibent bes ^nffnSJ1 ^ene und anziehende Eschbach statt: „Der Bien muß-, nacbbem«eLorbne^ aus ber Stabt bie Versammlung begrüßt batte 9irs nnrfrf+tsr.^ 6 nmaUr^er assiciell Namens Ortenberg event. Gießen bestimmt $)er fettberiae^orft^h $er^mmI^8§ort mürbe u&wü ä» jw £ ®xMt, W®Ä‘y™s«'>Kii:s gerecht zu werben. Ein zahlreiches Publikum mnr M h" U2?,aIIen ^asordcrungen wehrmusik bis tief in die Nacht hinein zusammen b ^[5n0en unserer Femr- ä-iä-ää; * ™s» $ ouf (Srunb ?e3 ^etz^nl-rstützungskass-sür -erunM-kte Feuerwehrleute Ist aus bem Personen, welche in U In zahlreicher Beth-iUgung der Ver,insmttglle^?”wu!b-"gest?rn^Vormlttaa 5erner irnb ausgestellt bie Sammlungen der Ingenieurschule (jrntmftrfp .mh ■Sl"J!»*«5?SSJS3Sil",w,’*w »»> “Mii iüdjj «ÄWS.ÄttfÄÄ'J gÄfcÄ’SÄS-V'ÄÄSB WMSSK-8B gI?lg?est"b?r Fachgenosse^zu^Mkm''8 ba§ ®£fßbl ber Zusammen?' ■■Bi Baudenkmälern beziehen? daß nicht blos materstlle ->m-!-ss-n "im N? ,Dor6a"bc.nen SSÄM-tESS unb^«ta« ^e ^“m8ef* ftt nen ÄuUn^ftin^bufU^^ Kunsthanbwerk" -ZWZZSBMs zu erheben. 3 Achten >Zeit unb in ben rechten Dingen seine Stimme -— - __________ (Schluß folgt.) rsMLkWZMW ■■iSlgfi MMZ8MS MSMMLMS M-Ä F-sUs vom beftbg?ÄWßÄXb^ QtIir !8etbe,!iflten 3Ur «er- „ß., ^.Huter den mannigfachm Vereinsgebilden, welche zur Erreickuna ihrer ttZS« §euHd,^^ro,eberfb,e '^"0' UFh'Ä-iÄ 9 c\rtuv „ " len Deutschlands anrufen müssen, nimmt ohne ^inetfei her nnr Kinberh?llstMe?"7n d?? abfler,urfencn «rofeffor B-nek- gegrünbete Segln für seines zweijähr?aen Besteml^s^Seeküsten eine hervorragenbe Stelle ein. Während un mam «v. L 6bn Lieiteh^ns sind bem Verein an freiwilligen Beiträaen refrfilfdi SSEwS'«Äw SiK'SS »“T1»Ä'&WÄ w rMW rs.«l E-ssr ä Lis “>ssä, Summe von ^250 000 Ma?k^ ^otzen National-Hospizes in Norderney die bedeutende 250.000 Mark bis zum^^lns^ hbewilligt, daß die weiter erforderlichen beschafft tn<>rhpn 1883 in anderer Weise durch ben Verein ü&ernOmm“n unb aS'Lm ^üt ba§ Rectorat über den Verein Aussicht gestellt. § b m Silbechochzeitsfond einen namhaften jährlichen Beitrag in Soo^üb^wsts-n worb®nna6men '«Londesbrandkasse soeben wieder -In Betrag w MMZSW-MTE MWsZWMZ SMWWWMH--M SEZLMMSW hierauf bezügliche Petition an den deutsch?» »S» 8 angenommen unb es soll eine MKL.MZWWMM k**S Sophas, 7 Äommoben » 4 Jtl Ä 1 § M'«-s B ÄSpir 1 ^Hai^rar ’ÄMtji ! ®"tft tBen, den 30. 5157 m _ Großi blatt“ (a ”D« • ’n Lhter SwLtl"»«iÄ ..?«< :ih* ?."?Ä iSäs-: ÄS« ’kheil, tD 5 die Ehi, 3n ander?„ ;ber b-»ä% d Don der sm »« * si» ein h-,ti töi< einei *2'11« iOn mit dem Sn«» (bet PQite, bür* s,?°6 n für bu UU Reifel Ä fts °!7° Mb ti M 5 “fterref^i^n Reichs- ,"„6 f“' di- AnMtz- ' Ul-ss-n, d«h jeto ! Mnt-lchMirts M S' 5umtag möge dahin otelen kleineren Tm- lkcksichtigung empfo^kn.' cartburg, dem Annatha!- 1' welchem sich ch >khr anregender Nadir wieder ein gutes Stück hten deutschen Turntagis ichgesuchte Strlängemtj. der Feier der Enthüllurz uchschen Ministers br nen. Es erhalten danah Retourbillets eine m> zust: der Berlängerungl eigesügd Dieselbe Vei- n die Thkilnehmer ar nm (mit Ausnahme de i den beiden Jma birec nst gung wird fidjtr den Mrtgtln des fiönlfr ftrtiäamt§ ju Wngei agen aus seinen HeerL dem Rindvieh in dm Zander, bafo man nnv - mdw^nhichaMenW tn 12. Aguft: Vol»- Lienüaß den ll-AuB- i die Händler dürfte t? 8.ehpräm>irung auch rie n Letheiligten zur Erreichung ihrer M lhüife d^ Pu'.'likil°is ahne Zweifel der j. tssss x.SD tä'Sti -S srÄ« Stile birt bra« ü?ir w l(« iHitiii«9'" ... yS”$. L'-Kj- »e» S'S*S 4 ^Ä r N'L -sondern jeden Monat statistische Daten selbst sammelt, von den Werken erhalt und veröffentlicht- — Wie schon in 1877, so hat auch der Verein wiederum seit Anfang dieses Jahres in mehrfachen Verhandlungen mit dem Kmserl- Statistischen Amte eine Vereinfachung der Fragebogen angeregt und damit möglichst richtige Angaben der Werke, sowie ein ftüheres Erscheinen der officiellen Zusammenstellungen zu erreichen gesucht. Die dem Bundesrath vorliegenden Anträge entsprechen daher durchaus den vom Verein der Eisenindustrtellen neuerdings geäußerten Wünschen und Vorschlägen. Wenn die amtliche Montanstatistik bisher genöthigt war, die ausgebliebenen Antworten mancher Hüttenwerke, darunter namentlich der kleineren (über 1OOO Etablissements zählenden) Eisengießereien, durch Schätzungen der Bergämter zu ergänzen, so mag allerdings ein wesentlicher Grund für die mangelhafte Ausfüllung mancher Fragebogen darin zu finden sein, daß Letztere zu compltcirt eingerichtet waren und neben unwichtigen manche allzu sehr ins Detail gehende Fragen enthielten. Mag übrigens zuzugeben fehl, daß unsere amtliche Montanstatistik deshalb nickt absolut richtige Angaben enthalten hat — und von welcher Statistik könnte man das Gegentheil behaupten wollen? — so wird man sie doch nicht als unbrauchbar bezeichnen können. So groß sind die durch thetlweise Schätzungen entstandenen Fehler kaum zu erachten, daß die Gesammttesultate wenigstens nicht als annähernd richtig anzusehen waren. Witterungskunde.*) 31. Juli. Dienstag. Frühmorgens dunstig bis hell, Morgens sckleierig bis gewitterhaft bedeckt, Nachmittags schön und warm. Im Süden sind die Niederschläge ergiebiger. Winde aufgefrischt, besonders Vormittags und Nackts. Nach Westen und Südwesten zu ist die Bedeckung am Morgen dichter, nach Osten zu ist schon Vormittags Aufbesserung wahrzunehmen. 1. August. Mcktwoch. Frühmorgens dunstig, in den westlichen Gegenden klarer, Morgens und Vormittags zunehmend schleierig bis wolkig bei noch ziemlich böigen Winden, spätnachmittags aufgebessert bis zuletzt sommerlich schön. Die nächstfolgenden Tage werden bei tagsüber noch ziemlich hock steigender Temperatur Gewitter Vormittags und fortschreitend Nachmittags bringen; auch Nachts sind besonders in den südlicheren Gegenden Niederschläge zu erwarten. Die nächtliche Temperatur liegt örtlich noch mäßig tief. *) AuS vr. L- Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Juli, abgeschlossen am 15. Juni (Verlag der M- Lengfeld'schen Buchhandlung tn Köln, Preis 1 X). — Nachdruck verboten. Handel und Verkehr Grünberg, 28. Juli. (Fruchtpreise.) Weizen X 19.00, Korn X 16.60, Gerste X 14.88, Hafer X 14.96, Erbsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 32.00, Kartoffeln X 0.00. Frankfurt, 28. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete der Ceutner Heu X 0.00—0.00, Stroh <^L 0.00—0.00, Eier das Hundert X 5—6, Stück 64, Butter 1. Qualität X 0.00, 2. Dualität X 0.00, neue Kartoffeln per Centner X 3.50—4.50, Kohlrabi (5t. 3 - 5 4 per Stück, Erbsen per Pfd. 20 4, Nothkraut per (5t. 15—30 4, Poularden X 2—3, Huhu 1.50—2.50, 1 Ente X 2.50—3.50, 1 Taube 50—60 4. Hahn X 1.30—2.00, Sommergans X 4—7.00. Repertoir der vereinigten Stadttheater?u Frankfurt a. M. Dienstag den 31. Juli: 2Ub Mittwoch den 1. August geschlossen. Donnerstag den 2. August: Mignon- Freitag den 3. August geschlossen. Samstag den 4. August: Undine. Sonntag den 5. August: Huaenotten. Dienstag ben 31. Juli: Mittwoch den 1. August: Madame Favart- Donnerstag den 2. August geschlossen. -instubmEClav"!/«.^^^ Neu einfiubtrt: Di- Geschwister. Hierauf: Neu Samstag den 4. August: Was Ihr wollt. Sonntag den 5- August: Fedora Montag den 6. August: Neu e.nstudirt: Rosenkranz und Gülbenstern. Brvdpreife vom 29. Juli bis 12. August 1883. der Bäcker 4 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 bei M. Lenz u. C. Steinberger 27 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 56 bei M- Lenz u- C. Steinberger 54 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei M. Lenz u. C. Steinberger 24 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei M. Lenz u. C. Steinberger 48 1 ,, (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 22 bei M. Lenz u. C. Steinberger 21 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 44 bei M- Lenz u. C. Steinberger 42 3 ,, , (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei H. Vogt, L. Keil, Ludwig Schneider, Carl Wallenfels, L. Kroneberg, Gg. Müller, K. Haas.....66 der Brodverkäufer 4 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 7 „ (4 „ ) „ .....56 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 25 o .. bei Hch. Rain 22 » (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 50 o x bei Hch. Rain 44 o „ (b „ ) Schwarzbrod 1. Sorte — 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 22 o ,, . _ bei Hch. Rain 21 2 „ (4 n ) Schwarzbrod 2. Sorte 44 o bei Hch. Rain 42 3 „ (b „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 60 Gießen, den 28. Juli 1883. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ____ Fresenius. n _ Wasserwärme der Lahn. Am 30. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 121/2° R-, Luftwärme + l6i/,o R. _______ L. Ehr. Rübsamen. Berichtigung. In dem Konkurs des Kaufmanns Strack ist an Stelle des Herrn Rechtsanwalts Dr. Schwarz Herr Kaufmann Ferdinand Hoffmann als Konkursverwalter getreten. 5165 Gießen, den 30. Juli 1883. Neidhart, Gerichtsschreiber Großh. Amtsgerichts. Mittwoch den 1. August, Nachmittags 2 Uhr, werden auf meinem Bureau versteigert: 2 Sophas, 6 gepolsterte Stühle, 4 Kommoden, l Consolchen, 1 Glasschrank, 4 Kleiderschränke. 2 runde Tische, 1 Spiegelschrank, 1 vollständiges Bett, 1 Nachttischchen, Bilder, Spiegel. 2 Nähmaschinen, 1 Kassaschrank, 1 Pianino, 1 Con- versationslexikon und verschiedene Bände Gartenlaube. Gießen, den 30. Juli 1883. Geißler, 5! 57 Großh. Gerichtsvollzieher. Ieikgeöotenes. 5086 1 Thür und 2 Fenster zu verkaufen-_________________Neustadt 30. Neu! Wen! 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SJtWUl Sch" Di- A ciiligtn, Graf iti aUfeilig m 4 JL <5. 16 21-25 16 20-24 20 41-46 16 71-75 9 70 4 17-21