Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags- Bvrcou: Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. tnit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Uebersicht. Gießen, 30. Januar. Unsere parlamentarische Lage ist, seitdem das preußische Abgeordnetenhaus dem Reichstage Vas Feld geräumt hat und somit sich beide Hör- perschasten nicht mehr die Stunden zu ihren Sitzungen gleichsam streitig zu machen brauchen, eine entschieden günstigere. Hiervon zeugt schon der un AU- gemeinen rasche und glatte Verlaus, den die zweite Lesung des Etats bis jetzt im Reichstage genommen hat und deren Beendigung unter solchen Umstanden man in dieser Woche bestimmt cntgegensehen barf. — 21m ®onnerftag_ erlebigte bei Reichstag bie Etats des Reichsjustizamtes und des Rechnungshofes unter Streichung einiger Positionen, während die Etats der Reichsstempel-Abgaben und der Reichsdruckerei, sowie verschiedene kleinere Specialetats unverändert genehmigt wurden. Am Freitag wurde der Reichstag durch die Interpellation des Aba v. Schalscha (Centrum) über die angebliche Commandirung von Soldaten katholischer Consession zu dem Gottesdienste des Staatspfarrers Grunastel in Kofel wieder einmal aus da» seit längere Ztit nicht mehr oetretene Gebiet des Culturkampfes geführt. Der Kriegsminister v. Kameke versicherte, daß die Militär-Verwaltung keinen Gewissenszwang übe, sondern sich in kirchlichen Dingen vielmehr der mildesten Praxis befleisiige. lieber das Kapitel der Seelsorge beim Heere entspann sich nun eine längere Debatte, wobei je nach dem Parteistandpunkte der einzelnen Redner verschiedene Wünsche laut wurden. End- lich verließ bas Haus biesen Gegenstanb und wandte sich der Welterberathung des Etats zu Aus derselben verdient lediglich die Erklärung des KnegSmmi- fters hervorgehoben zu werden, die derselbe in der Budget-Commission abgegeben hat und welche vom Berichterstatter Koller verlesen wurde, daß nämlich d,e Vermehrung der deutschen Artillerie nicht beabsichtigt würde; die letztere könne sich der Artillerie jeder andern Annee ebenbürtig an die Seite stellen. — Am Sonnabend setzte der Reichstag die Specialberathung des Etats fort. Von 69 Mitgliedern der Fortschrittspartei, der liberalen Vereinigung und der Volkspartei, ist folgende Interpellation im Reichstage em- gebracht worden: „Beabsichtigt der Herr Reichskanzler aus Anlaß des Unter- ganges der „Gimbria" neue Bestimmungen in Erwägung zu ziehen oder auf dem Wege internationaler Vereinbarungen anzubahnen, welche zur Verhütung von Collisionen zur See beizutragen im Stande sind?" Die kirchenpolitische Frage in Preußen ist durch den -Brief' wechsel zwischen Kaiser Wilhelm und dem Papste wieder ausgetaucht. Rach den Äußerungen der „Worbt). Allg. Ztg." erscheint eine Beschleunigung ber zwischen Berlin unb Rom schwebenben Verhandlungen und ein schließliches Arrangement mcht auszeschloflen. In Centrumskreiseii soll die Meinung Angesichts des Um- standes, daß eine Verständigung zwischen Preußen und der Kurie über bas Centrum hinweg nicht unmöglich ist, eine ziemlich unbehagliche sein. Herr v. Giers hat sich während ferner Anwesenheit in Wien großer Auszeichnungen sowohl von Seiten des Kaisers und des Hofes, als auch der Wiener leitenden Kreise zu erfreuen gehabt. Es zeigt dies deutlich, welches Gewicht man in Wien auf den Besuch des leitenden russischen Staatsmannes legt und die ungewöhnliche lange Dauer desselben — Herr v. Ogiers weilte vom vorigen Mittwoch bis zum Sonntag, nicht bloö bis zum Freitag, wie es ursprünglich hieß, in der Hauptstadt Oesterreichs — spricht allerdings für die politische Wichtigkeit dieses Ereignisses. Rur über den eigentlichen Zweck dieses langen Besuches ist man noch im Unklaren, wie ja überhaupt die ganze mehr- wöchentliche Reise des russischen Staatsmannes einen mysteriösen Charakter an sich getragen hat. Es lassen sich daher auch über die Wiener Zwifchenstationen des Herrn v. Giers vorläufig nur Vermuthungen ausstellen, „etwas Gewisses" aber „weiß man nicht", wie es im Volksmunde heißt. Die politische Krisis in Frankreich war am Enoe der vergangenen Woche noch immer eine „latente", wie der politisch-diplomatische Kunstausdruck lautet, d. h. es wußte noch Riemand, selbst die „eingeweihten Kreise nicht ausgenommen, wie die Krisis enden würde. Charakteristisch für die gegenwärtige politische und parlamentarische Lage in Frankreich ist die llneinigkeit und Zerfahrenheit, welche sowohl un Cabinet Duclerc, als auch in der Depu- lirtenkammer herrscht. Ein Theil des Cabinets will die orleanistischen Prinzen ü toui prix halten, ein anderer Theil neigt einer Verständigung mit der Kammer zu und um die Ungewißheit vollkommen zu machen, heißt es, daß verschiedene CabinetsMitglieder jetzt die Zurücknahme der Gesetzentwürfe bezüglich der Thronprätendenten und wegen Abänderung des Preßgesetzes verlangen. Die Deputirtenkammer aber schwankt in der Frage bezüglich des Schicksals der Thronprätendenten hin unv her; zwar hat die Kammer-Commission den Antrag Floquet aus Ausweisung aller Mitglieder früherer Herrschersamilien Frankreichs in verschärfter Form angenommen, aber daraus folgt noch nicht, daß nun auch das Plenuni der Kammer diesem Anträge zustimmen wird, zumal da der von der Commission gefaßte Beschluß in Kammerkreisen selbst nur geringe Zustim- munr findet. Die entscheidende Berathung über denselben im Plenum der Kammer sollte am Montag, den 29. Januar, stattfinden. In Anbetracht dieser Lage der Dinge erscheint es begreiflich, daß die Gegner der Wepublil das vaupt noch immer hoch tragen. So feierten die Royalisten vorige Woche in Lunoges ein großes Banket, auf welchem natürlich die baldige Wiederherstellung des Königihums in Frankreich in enthusiastischer Weise begrüßt wurde. Der Ministerpräsident Duclerc ist erkrankt. . Die englische Regierung verfolgt m der Regelnng der egypttschen Telegraphische Depeschen. Wolff'ö telegr. Korrespondenz-Bureau. Berlin 29 Januar. Der „ReichS-Anz." veröffentlicht eine Dank- fagung Oe« kronprinzlichen Paars« für bie aus Anlaß ber W’J au« ber Rabe unb aus weitester Ferne empfangenen zahlreichen -oeweije Der W-d- md di, «W f*» 9" k, S»auj md 6« md »hm ?««■' ,u md *J ». ® LL'n Ld Lm" verliehen. Der Präsident übermittelt den Dank des Berlin, Januar. R dj' Ü- enr|„.(n Karl ausgesprochene Theilnahme KalseiS für die au« »lila6 be« ^^^wemwleii seien weitert 80,000 X aus bc« v->us-s »Nb /de t mit, f 8e0ll((6 Cj,,flC(iaUgen. Bei der Fortsetzung der Bc- m.h',pb 6h»a TOiwi^tm^beantrM ' bie Gommtfflon, zur Erweiterung der SchnswIHtze ir4521000 ”ju bewlUlgen. Die Adg. Herme«, jforcTcnb.cf unb ».'L1)'b3 'n n « y(i*una ber ür Tfflel angesttzlen Post, weil bie Erweiterung de« »tebter "°Uen St'e Lu S » r ’ Ausdehnung Berlin» und die dortigen siädiisiden M^Ärm,?t? l>eein^riUVfige^" Der Ban einer Trainka,eine nr Tempelhos wurde mit 116 aeäen Wlb Stiniimn Öembmiflt, ber für eine Kaserne in Wandsbeek geforbe.te Betrag von 300,000 J<- würbe abgelehnt. Fortsetzung morgen. 2S Mittwoch den 31. Januar 1883 Gießener Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Angelegenheiten entschieden ihren Weg weiter, so auch hinsichtlich der finanziellen Berathung der Regierung des Khedive. Da mit Zustimmung Englands die egyptische Regierung die Finanzcontrole für aufgehoben erklärt hat, so ist der bisherige englische Controleur, Mr. Colvin, dem Khedive als Rathgeber zur Seite gestellt worden. Die Nachricht von der schon erfolgten Ernennung Colvin's hat sich bis jetzt zwar noch nicht bestätigt, da die englische Regierung der egyptischen ihre Zustimmung zu dem Entwürfe das ErnennungsdecretS noch nicht angezeigt hat, doch gilt diese Ernennung als unmittelbar bevorstehend. — Die drei Mitglieder der irischen Landliga, Davitt, Healy und Quinn, welche sich weigern, die verlangte Kaution zu stellen, werden je sechs Monat Gefängniß erhalten Diese Strafe war ihnen angedroht worden, wenn sie sich weigern sollten, die verlangten 2000 resp. 1000 Pfd. Sterl. als Bürgschaft für ihr gutes Verhalten zu stellen. . Aus Süd-Amerika kommt die Kunde von einem bort landesüblichen politischen Ereignisse, nämlich vom Ausbruche einer Revolution in der Republik Ecuador. Die Regierung dieses Staates hat erklärt, jede Verantwortlichkeit für die Sicherheit und das Eigenthum der Ausländer ablehnen zu müssen — Die Aussichten für einen definitiven Friedensschluß zwischen Chlle und Peru gestalten sich immer günstiger. Der in Cajamaica tagende Rational - Congreß der Peruaner hat beschlossen, Unterhandlungen behufs sofortigen Fne- densschlusses mit Chile einzuleiten, sei es mit, sei es ohne Bolwia Zur Bedingung macht jedoch der Congreß, daß Peru seine Unabhängigkeit behalt und daß es nicht aller der Hülfsmittel beraubt werde, welche es zur Besserung seiner Lage unbedingt nöthig hat. _ ■ _ Darmstadt, 29. Januar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: a c. Am 27 Januar den Finanzaspiranten Wilhelm Schilling aus Gießen zum Registratur-Assistenten bei der Registratur des Mnisteriums des Innern und der Justiz zu ernennen. , . — Dem Landes-Comitä zur Unterstützung der Wasserbefchadigten im Großherzoglhum ist heute Seitens des Herrn Präsidenten des Reichstags der nach der zweiten Vertheilung der aus den Vereinigten Staaten Nordamerikas zu Gunsten der Ueberschwemmten eingegangenen Gaben dem Großherzogthum überwiesene Betrag von 33,830 Jt zugegangen. Bor einigen xagen ist r em Comite durch die Vermittlung des Großh. Staatsministeriums auch aus der von der Bürgerschaft zu Hamburg für die Rothleidenden bewilligten Summe der Betrag von 12,000 JL zugestellt worden. , Berlin, 28. Januar. (Sm häufig genug gerügter, aber trotzdem sich tmmer wiederholender Umstand, unter welchem Tausende deutscher Answandern M leiden haben ist die häufig sehr inhumane Behandlung und unzuretchende ^erpflegung derselben aus den zwischen Großbritannien und den amerikanischen Hasenplatzen verkehrenden DamvseU niei/ Es hängt dieS zusammen mit den geschäftlichen Manipulationen der blnuenländ scheu AuSwanderungsagenten, welch letztere die Unerfahrenheit und Geschästs- unkennin'ß namentlich der ländlichen Bevölkerung ausbeuten. Oft genug ist es vor- aekommen daß Auswanderer, welche mit einer direkt befördernden britischen Linie nach Nordamerika zu gelangen beabsichtigen, in ihrem binnenländischen Heimathsotte von dem dortigen Agenten Annahmescherne (sog. Jnterimtzscheine) für eine indirekt befördernde britische Linie gegen Anzahlung autzgehändigt erhalten Lotten.indemder Umstand daß die Beförderung indirekt erfolgt, aus dem Inhalte deZ Unnahmescheins nicht erfichtlich war, vielmehr erst nach der Ankunft der Auswanderer in Hamburg bei der Aushändigung des definitiven Passagecontracis Zu Tage trat. Run aber bestehl^eine Vorschrift wonach alle wesentlichen Bedingungen der Beförderung nutzt bloß w die Passageco'ntracie, sondern bereits in die erwähnten Annahmescheme aufzunehmen sind, nach dem Wortlaut der bezüglichen Hamburger Verordnungen nur für die direkte, mcht aber für die indirekte Beförderung, so daß die in ihren legitimen Boraussetzungm getäuschten und durch da« Verfahren der Agenten geschädigten Parteien sich gesetzt sehen, den betreffenden Agenten regreßpflichtig zu machen. Eine A"ldenmg dieses Kustandes erscheint im allgemeinen Interesse gewiß bringent) fleboten, tft auch m ir auf Grund des Berichts des AuswanderungScommissarSmit Bettttdigung constattr n können, compeienten Ortes in Aussicht genommen. W e dte Ding aber ^ntiiD^len über den Punki der direkten, resp. indirekten BesörderungSart geben zu lasten. --- Handel und Verkehr. Gießen, 30. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete- Butter per Pfund JL 0 95-1.05, Hühnereier per Stück 5-7^, Käse per Stück 5-8 Kasematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar JL 1.00, Hühner per Stück JL 1.30—1.8D, Hahnen per Stück 1 50 bis 2 20, Enten per Stück 2.00—2.20, Ochscnfleisch per Pfund 66-70 H Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch 54—56 Schweinefleisch 62—64 -L,' Hammelfleisch 66-7i)^ Kartoffeln per 100Kilo JL 7Ä-8^Mbeln perCentner jL 5.00—7, Milch per Liter 14—18^. Weißkraut 100 Stück JL 5—9.00. , r “ Die mit dem Postdampfschiffe .Cimbria" am 17. d. M- von Hamburg abgesandte Post für die Vereinigten Staaten von Amerika, best hend aus 30Brtefsäcken HP?io^rPß 6 (f e n, dat bei dem am 19. b. M. erfolgten Untergange des genannten Schiffes nicht gereitet werden können und ist als verloren zu betrachten. Diejenigen Briessenbungen, welche noch her Bestimmung des Absenders dem Pastbampfer „Simbrla* Hav" hatten zugeführt werden müssen, sind auf dem Wege über England zur Weltersendung gelangt- Vas Gutachten öcr Coininiffioii nir ilntcrfudjung der Lleschiverdcii gegen die tiljcindieguliruiig. - a , w. Darmstadt, 29. Januar. Das lange erwartete und umfangreiche Gutachten der Eommission zur Unter- tuchung der hessi,chen StrombauverhSHnisse über die durch die Strombauten hervor, gerufenen Beschwerden hessischer Gemeinden und Gutsbesitzer, welches von Seiten der Großh. Staatsreglerung unterm 17. dtz. MtS. den Ständen in einigen autographirten Exemplaren vorgelegt wurde, hat in seinem ersten Druckbogen nunmehr die griffe ver- n ä1* -jnbfm wir vorausschicken, daß für den ad hoc verstärkten Finanzausschuß Z Äanuner die Abgg. Dr. Schröder (WormS) als Referent und Dr. Geyer (Mainz) alS Korreferent fungiren werden, thetlen wir im Nachstehenden den wesentlichen Inhalt des Gutachtens mit. u a^meinen ®orbemerhingcn wird auSgeführt, wie die sämmtlichen bi fischen Gemeinden am Rhein von oberhalb Worms bis Bingen im Laufe der lebten 3abre Klage darüber geführt haben, daß in den Wasserständen dieser Stromstrecke Aenderungcn zum Nachtheile der Landwirihschaft eivgetreten seien- Je häufiger hierbei b,e des RheineS ausgesührten Arbeiten alS Ursachen Dieter Aenderungen worden seien, um so mehr haben jene zunächst nur allgemeine Klage all- mahllg den Eharacter ostener Beschwerden angenommen und schließlich m einer Etn- §ade an die 2. Kammer geführt, an deren Schluß dieselbe ersucht wird, zur Äbwenduna der in Rede stehenden Nothstävde bei der Regierung bewirken zu wollen: etTombauten im Rhein einzustellen und sofort in Erwägung zu ziehen, ob nicht bn ©teUe be§ fetzigen schädlichen Systems der Rhein-Regulirung em so.ches zu setze» sei welches den L>ch.ffsahrtSoerhältniffen entspricht und zugleich für bk Userbewohner nicht nacWiIifl ist; 2. statt der nutzlosen und schädlichen Wasserbauten die Einengungen und Stauungen zu beseitigen und zum Schutze gegen Hochwasser und Eisgang d.e Dämme zu verstärken und zu erhöhen. Auf Grund hiervon und einem ständischen Beschlüsse entsprechend, hat die Regierung die Eommission berufen, welche mit der Untersuchung der in 119 Schriftstücken einzeln zur Vorlage gekommene.. Beschwerden von 46 Gel mefnben in der Zeit vom 12. April biS 5. Mai beschäftigt gewesen ist und die Be- schwerden aus Grund vorgängiger Besichtigung der Oertttchkesten unter 4uitcbuna Der Snterntenten und nach Anhörung der Großh Baubeamten geprüft hat. Nach dem Gutachten lasten sich bk erhobenen Beschwerden im Großen und Ganzen darauf zuruckführen. daß behauptet wird: , , A ,.$)urd? mittelst Anlage von Durchstichen am Oberrhein erfolgte wesent- 4 deS Stromlaufs werde das Wasser von oben schneller, als vordem zugefuhrt könne aber, weil die AdschlußverhSltntssc unten bet Bingen unverändert ge- '-benffien nicht in entsprechender Weise oeschleuntgt ob fließen und müsse daher nnfhmMihin S£iet8 unb ie nach den Umstanden streckenweise vothwnidig tfntn gegen früher erhöhten Stand annehmen h , Dfrmcbrtcn Wasserzuflusses sei nun daS Strombett durch Anlaß der Rheinregultrung tm SchifffahrtSinteressc angelegten Buhnen und AH*ankUn* b QU§ 9lnI°6 'n Folge hiervon entstandenen Versandungen engt worde?"^ Erbauung von Brücken-, Hafen- und Quai-Anlagen noch ver- 9: fönrn-c ba&cr nicht im Geringsten befremden, daß — wie dies Thatsache sei - die Binne. landereien weit mehr als in früheren Jahren, an Druck- unb Qu ll. •WXF °18 fr^cr Entwässerung fänden unb bafe bk “um F? ber gelber errichteten Damme nicht mehr hoch und stark genug seien Ebenso habe auch die Gefahr beim Eisgang sich vermehrt, denn dem Eise werde durch Budnen und starkes Weidenhol; häufig der Weg versperrt' ® "öul?ncn lediglich den StrornregulirungSbauten und den auf den Verlandungen be- in? r^e,ben,)fIanjun0tn müsse zugeschlieben werden, daß manche Uiergrundslückk, die früher vom Angriffe des Stromes nicht zu leiden gehabt hatten nunmehr d^m ausgesetzt seien und von Jahr zu Jahr mchr in Abbruch gertetbe " ' . . . _ *5n Folien fei auch durch strombauliche Anlagen die Sckisssabrt besonders aber die kleine Schifffahrt, bezw. der Verkehr von einem Stromuser «um anbern wesentlich gestalt worden und hieraus eine .erhebliche Schädigung von Privat- tntereffen entstanden, zu bereu Ausgleichung der Staat verpflichtet erscheine. k diese Beschwerden in der Hauptsache für begründet hält nÜ ‘ bleiben beantragten Maßregeln aber nicht immer für die richtige hat erachten können, geht sie im Weitere auf die Emzelnheiten ein. 9 P fltllunqfn SÄS w4‘< bk deutsch- R-.»,p-st B-- Lokale». mirh lE o n c e r t - V e r e i n s Am Mittwoch ben 28. Februar wird der Concert-V^rein tm Bunde mit dem Akademischen Gesana-Verein hie ^Bachschen Matthäus-Passion in der lf0,rkC?r ift Ül-oße Mühe auf die Einübung dieses schwieriaen n^^^^et worden, das Orchester ist durch Heranziehung auswärtiger Kräfte L^2rkt; außer einer einheimischen Sängerin, Frl. L., sind für dk Solo- ifnt? ^4 gewonnen, welche bk volle Garantie für treffliche Leistungen bieten Irame?^Aufführung dieses Werkes in anderen Städten nicht Or?eli nir fV unfer prä(^tlOe§ Orgelwerk mit (Bach wollte sogar z m? u ber^ti^^9 h rongezogen wissen) - lauter betören, welche uns wohl zu/ehen. ' b fem Kirchenconcerte mit hochgespannten Erwartungen entgegen- Pari», 29. Januar. Ferry hat Die Bildung eines neuen Cabinets ab- gelebnt, man ist daher aus die (Sombiiuition eines Cabinets Fallwres zurückge- kommen. C-s wird versichert, daß alle bisherigen Minister, mit Ausnahme von Duclerc, Billot und Jaur^guiberry, ihre Portefeuilles behalten. Falliöres würde die Präsidentschaft, Tirard ad interim das Ministerium des Auswärtigen, Mahl) ad interim dasjenige der Marine übernehmen, AUnBKriegümini - er mürbe Thi- baudin ernannt werden. Der ^tinisterrach tritt heute Vormittag zu einer Sitzung im Elysäe zusammen. — Bei dem heute int Elysee stattgehabten Ministerrath ist der bisherige s])hnifter des Innern, Falliäreü, zum Conseilpräsidenten ernannt. Derselbe übe'r- nünmt interimistisch das Reffort der auswärtigen Angelegenheiten. Die Minister der Marine und des Krieges werden später ernannt werden. Die übrigen Minister verbleiben auf ihren Posten. Das Ministerium wird bei der heutigen Debatte über den Antrag Fabre in der Kammer erscheinen. — Rach dem heute auSgegebeckn Bltlletin hat Duclerc eine wenig befriedigende Nacht gehabt, indeß macht sich doch das Eintreten einer Besserung bemerkbar , die einen günstigen Ausgang der Krankheit erwarten läßt. Dem Kranken ist von den Aerzten absolute Ruhe anempsohlen. — Deputittenkammer. Der Conseilpräsident FallioreS erklärte, das letzte Cabinet habe in Folge von Meinungsverschiedenheiten seine Enttaffung gegeben. Die Demission der Rttnister des Auswärtigen, des Kriegs und der Rcarine fei angenommen worden. Der Präsident Gr^vy ljabe ihm Den Vorsitz im Ministe- num übertragen. Obwohl das Mnisterium noch nicht vollständig gebildet sei, stelle es sich doch zur Verfügung der Kammer, denn die in Rede stehende Frage verlange un Ziitereffe des Landes eine prompte Lösung. Caffagnac und Janvier de la MoUe beantragen die Berathung der betr. Vorlage bis zur Ernennung eines Kriegsministers, welcher bei der Frage sehr interessin sei, zu vertagen. Der Consellpräsident erwiderte, es handle sich nicht um ein Mllitärgesetz, sondern um ein politisches Gesetz. Die Kammer beschloß sofortige Berathung der Vorlage. ^Darmstadt, 27 Januar. Düs von ben Mainzer Blättern erwähnte Dank- Gouverneur der Festung Mainz ©eneraUieut.nant „Seiner Exccllevz bern Königlichen Generallteutenant, Gouverneur der Festuna ° ^oyna beehu sich ber unterzeichnete StaatSrninister tm Alle»höchsten ^U'öl'chcn Hoheit beS GroßhcrzogS ben wärmsten Dank auSzuspr?chen rbc" jüngsten Hochwassergefahren Der Bevölkerung unb ben Behölben des Lanbe« gebrachte hochherzige unb erfolgreiche Hülfe. Wie bk Stabt Mainz nur bureb «Lh '?C unb umsichtige Mitwirkung ber Garnison tn^ben Stand 9c,nb obzuhalten, so haben weite Gebietsstrecken rechts unb link« WniSVh Rettung von Leben unb Etgenthum Ihrer Bewohner aus brängenbfter fflof jrßnotb ber unerschrockenen unb aufopfernden Hülfeleistung ber ihnen von Eurer Excellenz nut ihren Pontons zum Beistand gesandten wackeren Pioniere zu danken LK'L«,- SS iS Or'tellunbn®\"/itfet0n^enDeVn^)'"'nIroerbeln.<''0n ber ®tDÖIferUnß ber l°'-»wer h-'mgesuch.-n der ÄroßherzogUche StaaatSminifter an ben Gommanbcur ber ÄSmSÄS • »*,.,»«. Wl,. ,i. »Ä.Ä SÄ 5 K ?rtrt '(S.anflcbff’96Dn* Erfolgreiche Hülfeleistung gesunden. Jrn Allerhöchsten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs beehrt sich Eurer Großherzoglichen htUen für bk bezüglichen Anorbnungen der Eornrnanbo- ü und umsichtige Ausführung Der ertheilten Weisungen PfI! ÜrlCT un? .Soldaten ben wärmsten Dank im Namen ber bethetligten B^horb<.n unb ber so schwer heimgesuchttn Bevölkerung auszusprechen." und 1 ‘2Uh?1 Vin V.,n29'f gÖ HUar; 3n b eine große Menschenmenge an, bte bas HauS mit Stetn- mr iU stürmen versuchte Schutzleute waren erst nach breioiertel Stunbe loKlSr e ^äumund bcr Straße gelang erst dem mit blanker Waffe einschrettenben “ lEtn tragisches Nachspiel zur Katastrophe ber „E mbrta".1 Aus Pest h wird dem „Wiener Frem-.endlait vom Freitag berichtet: D-.r Honveb-Jnvattb.- Leopolb Schomann, ein öliahriger Greis, Pflegling befl Honoeb-Asyls, trat heute in ein Gast- hanS, wo eben über bte .C mbria"-Katastrophe gesprochen würbe; er lauschte ängstlich ft"9 ctnc? Bastes unb fragte, als bkfer geenbet hatte, nochmals nach dem oon einem Lchlagfluß getroffen, tobt zu Hoben. Bei ihm fanb man ein Schreiben Lf‘a^n ^"bw'S au« Hamburg ihm mtttheilte, baß er sich mit Wttb unb Kinb aus Der »Eimdria" etngeschifft habe. r» .^57, l" ^"w erscheincnben Zeitung „Sarjä" entnehmen wir noch folgende, Ädtarart<55l’?ftfi1,cn Einzelheiten über ben Circusdranb in Mefen G?h 30 ^aiahfuinlii? Pack I E k., ^Ü9- das üT~. " Unb «?*• Mittwoch bft tltksfag ben s ■ lütt d i- werben/ 16-ji .L 140 tt-45x- IM int aili ichm oetba lluntraibäi. <' Str »-^Prt(^2 ,;!: »fe‘« ■ ' * >4 Ä-yS ’S^Si ■ 6aaeNtT(Uaibai E r krsth mb • *L* ta da Kast- r l-urLtr LoxAjch v2ch bm ' r-4br, äirjte er, ' via vt. Tchrecher, 4 criö.ft unbtmb ®a »tr fclgnibe, " ‘•'t v'.roti?Tflüb tü Unter 1 i -etirr rmb brr i m «i ßrtfin vev t LeLr« fu M fflD tt4 |I t-x^cn 5t r- ®c a ch-r etzeve r otT sich Tur) r i: tla a- birf« jer'rtytb l’fl rn ba i* i rt jirrtit braiit ■ Irr fr-ff st tobtil ' ' i itboi flta bei * .r.t $cra r Wien . icni • V -■ ^r; •?. »erbt. r ,-vxrl ddlt. bi -n trirt t^r M n 7 |W Ma tü A j'i H5 rech.x irres -;t br !bm b:s unb 4 -■ b< 2» . • »*: fcdt ; ; wviW .. • Lbn>43rt m t ff .. m Aaarr^ »-ffS A^fkv »ov da Mr •* 5-^ yr f ? Itsbfl V- /. s--Z t N*1 0 ßl*- ri**T t-^Ü Jagdverpachtung. Donnerstag den 8. Februar, Nachmittags 1 Uhr, soll die der Gemeinde Weitershain zustehende Feld- und Waldjagd (circa 450 Morgen Wald) auf dem Bureau - des Unterzeichneten unter den vor der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Weitershain, den 24. Januar 1883. Großh. Bürgermeisterei Weitershain. 587 Faulstich. Jagdverpachtung Donnerstag den 8- Februar l. IS-, Vormittags 10 Uhr, soll die der Gemeinde Rüddingshausen zustehende Wald- und Feldjagd (550 Morgen Wald) auf dem Bureau der unterzeichneten Bürgermeisterei unter den zuvor bekannt gemacht werdenden Bedingungen in zwei Abteilungen auf 6 Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird noch, daß der Jagdbezirk I nur 5 Kilom. von der Bahnstation Meder-Ohmen entfernt ist. Rüddingshausen, den 24. Jan. 1883. •$r. Bürgermeisterei Rüddingshausen. 586 Loth. itlontag brn 5. Februar l. A, Vormittags 9 Uhr, sollen im alten RathhauSsaale ver- j steigert werden: (Lrmentlieserg., veranschl. zu 196,— Jt. I Maurerarbeit, „ „ 1709,94 „ 5teinhauerarbeit, „ „ 5809,15 „ Lchlosserarbeit, „ „ 292,55 „ dstästererarbeit, „ „ 765,13 „ Basaltsteinlieferg., „ „ 96,— „ Fuhrleistungen, „ „ 346,— „ Chaussirarbeit, „ „ 279,30 „ Panirarbeit, „ „ 440,— „ Gießen, den 30. Januar 1883. Großh. Bürgermeisterei Gießen. w<6(>9 A. Bram m. Holzvcrfteigcrung. Mittwoch den 7. und Donnerstag den 8. Februar, iedes- mal von 9 Uhr an, sollen im Albacher - Wald, in den Districten Mühlberg, Kreuzholz und Buchwald nachverzeich- nete Holzsortimente öffentlich versteigert r werden: 87 Eichen-Stämme mit 30 Fstm., 16—41 Ctm. Durchmesser, 140 Nadel-Stamme mit 70 Fstm., 11—45 Ctm. Durchmesser, 295 Nadel-Derbstangen mit 30 Fstm., 8—13 Ctm. Durchmesser, 176 Nadel-Reisstangen mit 5 Fstm., 3—4 Ctm. Durchmesser, 120 Rmtr. Buchen-Scheit, 24 „ Eichen- „ 62 „ Buchen-Knüppel, 60 „ Eichen- „ 1920 Wellen Buchen-Reis, 1800 „ Eichen- „ 55 Rmtr. Buchen-Stöcke, 30 „ Eichen- „ Bau- und Werkholz wird den ersten Erist eine reine, blendendweihe Haut Vorratvtg ä Stück 50 bei (*mil Fischbachs Gegen Husten ■DEWWucherer’s €0E Gumi Brust-Bonbons begutachtet von Dr. Rudolf von Wagner, kgl. Hofratb und o. ö. Prof. a. d. Universität Würzburg. Zu haben bei den Herren .Och. Sinket, Eonditor, WUh. 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Bl- 534 750 (geht nur bis Deutz 641. 12, 451. Fulda 645, 12, 5. Lauterbach 6*5, 12, 5. gooooooooooooooooooooss o o § J. Rothenberger § g Gerichtl. best. Taxator O 8 IJndenplatz N. o §§00000000000000000000$ Vermischte Anzeigen. kehrlliiK 65$ flefudit von Ehr. HermeS, Drechsler. 674 Zwei Aecker und ein Garten zu verpachten. I. Frtebel Wwe., Bahnhofstr- 3$ |Tic Nr. IT^entbalt: Margaretha- ^Novelle aus den E»»gabiner Beraen- Aon A. Frensdorfs. (Fortsetzung). — (rin Sonntagtzbild. Gedicht von J»»lius Lohmener. Zi» dem Bilde^von B- Woltze. — Arbeiterhandel in der Südsee. Aus den Erinnerungen eines deutsche»» Seeman»»es von M. Eckhardt. — Im ^»irschgrund. Erintinalnovelle von H. Engelcke. — Bei der Fischhändlerin- Bild von A. Eckardt. — Der gerechte Heraldiker- Mit sechs Illustrationen- — Praktische Wohlthätig- keit in London. Eine Bilderreihe von Ludwig Freiherrn von Ompteda. II- Doktor Bernhardos Mission für arbeitsfähige Kinder unb für Erwachsene- — Am Familientisch: Die Sehschärfe bei verschiedenen Völkern und Berufsklassen. — Verbrechergestirne. — Nechtsrath. — Ein literarisches Nationaldenkmal. Von Dr.Ehr. E. Luthardt. Mit drei illustrirtei» Beilage»»: Die „Wollenen". Von Julius Stinde. Mit Illustration: Professor GustaoIäger aus Stuttgart, i»» Berli»» Vortrag über fein Normalgewand haltend- — Umschau auf gewerblichem Gebiet. — Aus dem Vögelte den Südafrikas. Mit zwei Illustrationei». — Ein neuer Fisch. Mit Abbildung: Der pelikanartige Breitrachen. — Umschau in fernen Landen. — In unserer Spielecke. 670 Ein junges, starkes Mädchen, das noch nicht gedient hat, kann empfohlen werben burch Pfarrer Scrida in Alten- Buseck.______ 660 Im Manzbügeln unb Waschen empfiehlt fick» Frau Herget, Neuen-Bäuen (woh»»hast bei Herrn Photograph Orth). Ankunft in Gießen von: Franlfurt 1", 8«, 9"* 11", V\ 2 4 o, 7ls, 83ti*, 12"* Marburg 6", 721. Cassel 2513*,8w*, 11», 4«, 6^, 11^ Wetzlar 72‘, 940, U33, V*. 3IS, 43’, 6,s, 910*, 11», 12*. Emö-Eoblen- 94u, l2*, 313, 6M, 1)<0,12 Deutz U33, 4U, ll20. Fulda 11", 42f, io Lauterbach 8", 11« 4-«, 10. (gelnhausen 9«, 3»> ««. Nidda 680, 9N 380 ß o. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffer • die Nachtstunden. Vermietpuilgen. 682 Saitdgasfe 46 ein Logis zu ver- »niethcn.________________Schreiner Hotz. 681 Das seither von Herrn Lehrer' Eurschmani» bewohnte Logis ist per 1- Mai zu vermiethen __ P. Gerhard, Kaplansgasse. 680 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen.Tiefemveg 18. 9f stzoarMqszF 'Hl0® lioqn?c upjpa Uunzßnt5 uAtzznmaZa nV Jio|oj jod '.xg(pqng’ qun 3(pn>f /uaauiui}g’ v KNv quj(pßjq 'ZivotustiiuivL ssnolpj u^ pgg 28 Ein mövlirteS Zimmer ver- miethet Eugen Kauffmann, Alicenstr. 20 Freundl-, kleines Familienlogi^ vermiethet sofort I. Boeck, Wallthorstr.18. 257 Zu vermiethen das untere Stockwerk Marburger-Straße 29 mit 4 Zimmern nebst Zub hör und Garten. Nachfragen bei Herrn I. Ricker, Buchhandlung, »ueflen Kauf der ganzen Hof- raithe bei Ehristian G. Eckel in Frankfurt a. M., Leerbach-Straße 47. 313 Ein hübsches Logis in schöner La^e, 5 Zimmer, ist an eine ruhige Familie für 50Ö 1