1883 Donnerstag den 30. August str. 200 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vttkraor S.chulstraße 7. an Uh ich irantie für W .vaubiA, trage R ui. MM ibium,fc‘9G jndMW st t WN-t en Mn b AiflÄir ihmÜ!^ uvar zunächst nach Kopenhagen dürste es nun doch Ernst werden. Nachrichten aus Peterhof besagen, daß in der Umgebung des Czaren bereis alle Lor- bereilungen für die Reise getroffen würden und heißt es, daß das Kafferpaar dieselbe in der ersten Hälfte des September antreten würde. König Alfonso ist am Sonntag von seiner Rundreise durch das nördliche Spanien nach Madrid zurückgekehrt, von wo aus er sich den neuesten Dispositionen gemäß am kommenden Freitag nach Coruna begiebt, um seine Reise nach Deutschland anzutreten. Vor seiner Rückkehr nach Madned nahm König Alfonso in Mttoria die Vorstellung der Offenere der Nordarmee durch General Quesada entgegen, auf dessen Ansprache der Komg erwiderte, daß er der Erste sein werde, eintretender Gesahr die Spitze zu bieten. Er ,e> entschlossen, sein Blut zu vergießen sür die Interessen des Vaterlandes und des spanischen Volkes; er werde um jeden Preis die öffentliche Ruhe aufrecht erhalten. iinbtinN I A I chrM I [ter Dl M I t wrM tsiizaM I ion’5 iM i echückn ss steifer M I u ivetzen, ,1 Ms auf Den^] H sÄd M mpK 4ti{| N Politische Ueberficht. (Sietitn, 29. August. . Die außerordentliche Session, zu welcher der Reichstag jetzt liilbcrusen worden ist, dürste in Bezug aus ihre Dauer einen nicht minder ankerordentlichen" Gegensatz zu der ihr vorangegangenen Session bilden. Letz- ,'m ist bekannllich die längste Session, zu welcher der Reichstag seit semem Bestehen bis jetzt versaminelt gewesen ist, denn sie hat, Alles in Allem genommen, der anderthalb Jahre gedauert, während der heute Mittag zusammengetretene Kjchstag voraussichtlich nur wenige Tage in Anspruch nehmen wird, soweit tonnt wird der deutsch-spanische Handelsvertrag den einzigen Gegenstand der Mhandlunqen bilden; die Annahme des Vertrags erscheint >m Voraus gesichert, d» di- schleunige Sicherstellung unserer handelspolitischen Beziehungen zu Spanien jm allgemeinsten Wunsche liegen muß. Die Frage ist nur , ob der Reichstag tort beschlußfähig sein wird, denn die gegenwärtige Jahreszeit quaUsinrt sich vorzüglich zum Reisen und es ist sehr wahrscheinlich, daß die „Einberufungs- Ordre" nur den kleinsten Theil der Abgeordneten zu Hause angetroffen hat. Nleichwohl ist schon um des Ansehens des Reichstages willen im höchsten Stabe zu wünschen, daß die Reichsboten sich möglichst vollzählig m Berlin em- hiiden,5 so schwer auch die Zumuthung nach einer kürzlich erst abgelaufenen kelsion ist. ' Daran, die Session über das unumgänglich Rothwendige Hinaus mMdehnen oder große parlamentarische Actionen an den vorliegenden praktischen Kcaenstand zu knüpfen, wird wohl Niemand ein Interesse haben, und so kann man hoffen, daß der Reichstag schon in nächster Woche wieder ausemander- Aeutschkand. Darmstadt, 28. August. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Alleranädiast geruht: , . . x Am 7 August den Assistenten und Privatdocenten an der technischen Hochschule zu Berlin, Ernst Brauer, zum ordentlichen Professor an der technischen Hochschule, insbesondere für das Fach der Maschmenkunde mit Wirkung vom 1. October d. Js. an, zu ernennen und in der gedachten Elgenschast zu berufenQm g ( Mts. Seitens der Stadtverordneten zu Alzey erfolgten Wahl der Mitglieder der Stadtverördneten-Versammlung, Kar Römer und Christian Eller, zu Bürgermeisterei-Beigeordneten der Kreisstadt Alzen die Allerhöchste Bestätigung zu ertheilen. _ Die Verhandlungen der evangelischen Landessynode können nicht, wie bereits angeordnet war, am 4. September d. Js., sondern voraussichtlich erst am 2 October beginnen, da die baulichen Veränderungen m dem Sitzungssaale ».««Wtoi« Ä „rti b„ iA b,„ » Berlin für Ischia eingelaufenen Gaben weist zusammen bie Summe von 14C,Ü^ auf^6 Folgende, wie es scheint, aus orleantsttschm Weisen stammende Darstellung der Umstände, warum Graf Chambord nicht König von Frank- -eick aeworden macht jetzt die Runde durch alle Zeitungen. Es wird darin wohl em roenia Wahrheit zu sehr viel Dichtung gemischt sein: „Die wahr^ Ursache, warum zurQt (5bambord nicht König von Frankreich wurde, ist bisher noch nicht aufgeklart worden. Jetzt, nachdem ^er die Augen geschlossen, besteht kein Grund mehr zu ihrer Verheimlichung. Fürst Bismarck hatte erfahren, daß für die Monarchie nicht drei, sondern acht Stimmen Mehrheit in der Nationalversammlung gewonnen waren. Den Augenblick benutzend, schickte er eine Vertrauensperson zum Grafen Chambord mit der Aufgabe, den Grafen zur Annahme folgender drei Punkte zu bestimmen. 1- Aner- kennuna aller seit 1859 geschaffenen Verhältmste, 2. Anerkennung des Versailler ^riedensvertraas - 3. Allianz Frankreichs in t Deutschland auf solider und dauernder Grundlage. Darauf run hatte Graf Chambord geantwortet, da er nicht mttgeholfen dtide die Verhältnisse von 1859 zu schaffen, so könne er dieselben auch nicht von Dorns berein anerkenn n Die Ve. saMer Fricd^nsverträge müsse er einer Prüfung unter- Kn- wenn d,e Lage d.s Landes eine Aenderung -r!°rd-rn würde, konnte -r sich durch ein vorder aeaebenes bindendes Versprechen in einer politischen Thatigkett zu Gunsten des Landes'nicht behindern lassen. Was die Allianz mit Deutschland betreffe, so ver- muthe er zwar? daß sie beiden Reichen zur Wohlfahtt gereichen würde; eT bte' felbe ein so würde er sie auch ehrlich halten; doch konnten vielleicht Bedingungen gestellt werden^ üb^r ?die er sich erst äußern könnte, nachdem er den Königsthron bestiegen habe 'Fürst Bismarck fand diese Antwort nicht befriedigend und richtete an dÄ Ultimatum: Entweder Gras Chambord nimmt di Redinouna-Ii an die wir ihm gestellt haben, dann ist er der An-tkennung des Konig- ®6um§unf=mfdl§fi6™t, odernicht, dann wird Deutschland sofort di- sranzo.sch- Grenze be etzen. Dieses Ultimatum brachte große Bchü.zung 'n den eingew cht n Kreisen hervor. Gras Chambord halte s-rad- noch Zeit «men Bries N«d°n,^r verlange die weiße Fahne, ein sonst Unerklärlicher Dorwand f entftant) die be- ohne die wahren Gründe derselben emgestehen zu müssen. ? orleanistischen kannte Spaltung und oerblieb Chambord im Exil." Der Z^eck dieser orttam „Enthüllung" springt in die Augen: es soll glaubhaft «-macht werd CH dH die Tricolore im Grundsatz angenommen und nur darum den ^r ,, er sie ablehnt, geschrieben, um sparen. Die „Enthüllung will nur die Legitimisten fu (Köln. Ztg.^ v-ranstalt-t- Enquete wegen Emsührung von Schutzzoll-Petitionen und Vor- nicht im Sinne derzenigen ausgefallen: sein, welch * Ausnahmen haben st-llung-n die erste Anregung dazu E ffenten gegen Ue Einführung von Schutz- stch, wie schon theilweise früher die!N'^f'^Körperschaften, denen man mangelnde zollen ausgesprochen, so noch in lüngster Ben zw x v ber ätzten Sitzung der Sachkenntniß gewiß nicht zum Vorwurf mach kann vaterländische Cultur S-ction für Obst- und G«r'-nb°u^ und dem landwirth- berichtete der Sccretar, daß deVorstanv vom^ sich nach Anhörung von Vertrauens- schastlichen Genttal-Verein aufgeford ^orb 'a^j Breslauer und auswärtige Mitpersonen gutachtlich über die Frage zu auye n. w tj5tten einstimmig sich gegen jeben «l'-b-r. welche -r zur Bera.hung. . n laden jeder Einfuhrzoll Schutzzoll auf Gr-eugnis^deS Gartenbaues au ber bam(t zusammenhängenden würde eine wesentliche Schädigung der o welchen Vortheil zu bringen; Gewerbe herbeiführen, ohne den.Blum z «rnn verwerfen. Die in der Sitzung auch ein Einfuhrzoll auf Baumschular s avw z Zustimmung zu dem Gut- anwesenden Mitglieder^d-rVerbandes deutscher selbstständiger ■ »ra ü—- - >•'« ) । gegen einen Schutzzoll ausgesprochen. Di?deutsch-französische Preßcampagne scheint wieder aller- dmd kriegerische Allüren hervorgerusen zu haben. So weist letzt die „Kreter Nnna" auf den Umstand hin, daß verschiedene deutsche Armee-Corps erne beschleunigte Mobilmachungs-Ordre besitzen, in Folge deren die betr. Armee- Lorvs in 3 bis 4 Tagen auf den Kriegsfuß gesetzt werden können, wahrend sonst zu der seldmarschmäßigen Ausrüstung eines Armee-Corps in der Regel eine Zeit von 8 bis 10 Tagen gehört. Im Falle einer erforderlichen Mobll- «chung werden die mit beschleunigter Mobilmachungs-Ordre versehenen Armeekorps natürlich zuerst auf den Kriegsfuß gesetzt. Die jüngsten Unruhen in Kroatien haben unter den Mitgliedern lei kroatischen Regierung bereits ihr Opfer gefordert. Der Banns von Kroatien Pejascevich, hat seine Demission eingereicht und auch vom Kaffer erhalten, loch' wird Pejascevich bis zur Ernennung seines Nachfolgers im Amte bleiben uni; die von der Wiener Minister-Conferenz beschlossenen Diaßregeln durchfuhren. Es deutet die Demission Pejascevich's darauf hin. daß in den betr. Conferenzen der ungarische Ministerpräsident Tisza mit seinen beabsichtigten verschärften Maßregeln gegen Kroatien durchgedrungen ist und wird man >n letzterem Lande bie straffere Anziehung der Zügel der ungarischen Regremngsgewalt wohl batb spüren — Der König von Rumänien machte während felnes Wiener Aufenthaltes'dem österreichischen Minister des Auswärtigen, Grafen Kalnoky, wieder- holle Besuche, was in diplomatischen Kreisen sehr bemerkt wurde. Der Tod des Grafen Chambord hat in Frankreich, abgesehen von den leqitimistischen Kreisen, keinen allzugroßen Eindruck hervorgebracht. Die lepublikanischen Blätter erkennen die Charakterfestigkeit und Prmclpientreue des verstorbenen an, iin Uebrigen aber meinen sie — und nicht mit Unrecht laß Frankreich durch dieses Ereigniß nicht im Geringsten alterirt werde. Die tegitimistischen Organe natürlich legen alle die tiefste Trauer an den Tag, ohne mdeffen große Entmuthigung durchblicken zu lassen. Der „Fran^ais _ weist die Annahme verschiedener republikanischer Blätter, daß der Tod des Gra,en Chambord eine schärfere Trennung unter den Royalisten in Frankreich Hervorrufen werde, entschieden zurück, im Gegentheil würden die Orleans und Bourbonen, ausgeklärt über die von ihnen begangenen Fehler und durch das erlittene Un- glück, sich nur noch enger aneinander schließen. — In Anam haben die Franzosen ihre Schlappe bei Phukai durch die Einnahme der die anamitffche Hauptstadt Hue schützenden Forts wieder wett gemacht. Hue ist hierdurch den Franzosen preisgegeben und soll sich auch Kaiser Phüdac und fem m großer Bestürzung befinden und in Unterhandlungen mit dem französischen Dv^r- befehlshaber eingetreten sein. Da die Besetzung der Forts von Hue einen Dheit des französischen Expeditions-Corps in Anspruch nimmt, so werden in nächster Zeit von Toulon ein Bataillon Infanterie und eine Batterie nach Cochinchina abgehen. Wegen unzureichender Mittel wird der in den ostasiatischen Gewässern commandirende Admiral Courbet sich darauf beschränken, Turan, Hue, das Delta des Rothen Flusses und Hako zu blokiren. Die Thronrede, mit der das englische Parlament am vergangenen Sonnabend geschloffen worden ist, trägt eine sehr optimistische Färbung zur Schau. Die Beziehungen zum Auslande werden als vortreffliche geschildert und was speciell Frankreich anbetrifft, so ist nach der Thronrede die Affäre von Madagaskar nicht im Mindesten im Stande gewesen, das freundschaftliche Berhältniß zwischen Frankreich und England zu trüben. Auch bezüglich der Nischen Verhältnisse schaut die Thronrede Alles in rosigem Licht, namentlich mrd der Umstand, daß die agrarischen Verbrechen im Abnehmen begriffen find, gebührend 1 beleuchtet. Ob freilich in Irland wirklich sich Alles so 9^deisert hat, wie man in den Londoner Regierungskreisen anzunehmen scheint, bleibt ollerdings noch abzuwarten. . f . Mit der Reise des russischen Kaiserpaares in's Ausland und * % «Ml * tvkL lu$ lnii CchkN n0 Nsvrchi ii iit fitiijt- --------------------— " ? ? PreiS vierttiMrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn. Erscheint ILzttch mit Ausnahme des MsotagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. lNjchL Bbti iNgt fmn int; inbgaii’e 6. In Außland. Petersburg, Dr. P. Bruder in Bingen. Aus dir Von Pfarrer Dr. Falk in MombaH. mn in Wiesbaden. Zur Erfindung?- Heute erfolgte ein kurzer, ziemlich starker Erdstoß mit Madagaskar- herrscht Ruhe. t Agram, 28. August, unterirdischem Rollen. eingegangene Prtvatdepesche meldet den Tod der Königin von der Hauptstadt von Madagaskar und in den Provinzen Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Corresponbenz-Bureau. Hesterreich. Pesth, 27. August. Das Journal „Nemzet" meldet aus Zakany: Gestern Nacht sanden in dem Orte Gyekenyes, in der Nähe von Csurgo, an der kroatischen Grenze heftige Demonstrationen gegen die jüdische Bevölkerung statt. Die durch fremde Agitatoren aufgewiegelte Masse drang in die Wohnungen der Juden und plünderte dieselben. . Nachmiti Miibergerstr We offtnili kmsteifleri > Mündige ^Matratze, ^ISopha, - langer T Midnschräi *-1 Wa, A, mehrer Wlator, An! VesWischtes. K Salzschlirf 27. August. Dem hiesigen Bade wurde heute gelegentlich dessen'B-st?chS "zu ' ° eC"'er Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen di- hohe Ehre England. London, 27. August. Wie dem Reuter'schen Bureau aus Alexandrien vom 27. ds. gemeldet wird, bereitet der Generalkonsul Malet einen Generalbericht über die gegenwärtige Lage in Egypten vor, wacher sich günstig über die Resultate der letzten Reformen aussprechen soll. — Wie weiter gemeldet wird, sind die provisorischen Lager in Elwerdan und Heluan aufgehoben worden und werden die englischen Regimenter in einigen Tagen nach Kairo zurückkchren. Zahlreiche Officiere begeben sich vom 1. September bis 30. November auf Urlaub. — Am 1. September sollen die Eisenbahnverbindungen in demselben Umfange, wie vor Ausbruch der Cholera wieder hergestellt werden. — Eine hier ' ~ '........ K o k « L e tz. tr> , 0. Gießen, 29. August. [Sterblichkeit in Gießen.) Die Sterblichkeit in ©iefttn blieb auch tn der Woche vom 19. bis 25. August eine geringe, es ereigneten ÜA» Ganzen nur 7 Todesfälle. Von 3 erwachsenen Personen starb eine an Altersschwach? eine an «Lcrophttsucht, eine an organischer Herzkrankheit. Von 4 Kindern s arben > an Darmcatarrh, eins an Hirnentzündung, eins an Lungenschwindsucht Gießen, 29. August. Die officiellen Einladungen zu dem Turnfest mit Preis- turnen am 28, 29. und 30. S-ptemder zur Einweihung des Nattonal-Dmkmals aus dem Nkederwald sind von Seiten des Turnvereins Rübesheim ergangen- Das Preis- turnen beginnt Sonntag den 30 September, Morgens 10 Uhr und besteht in S Hoch- und Weitsprung, Steinstoßen und Klimmen nach der Mittelrheintschen Meit- turnordnung^ Anmeldungen haben bis zum 15. September er. stattzusinden. Die' Festdeitrage betragen für Sonntag den 30. September 50 Pfg, für alle ^estlickkellm 1«^L und einschließlich Massenquartier 1,50 X. Die Anmeldeliste für den btefiam Verein wird demnächst circuliren. y ,I0m — Bei Schluß unseres Blattes wird uns die Mittheilung, daß heute Nackt in worden^st^ b beV Ostanlage ein sehr bedeutender Diebstahl an Silberzeug verlibi Nachdem Hochstderselbe am schon geschmückten Bahnhofe die Begrüßung der Dorfes und der Ktrchengemeinde erstgegengenommen, ritt er mit den ihn begleitenden Ossizieren unter enthusiastischen Hochrufen des an der Straße zahlreich ^^amm-ltcn Publikums nach dem tn der Gemarkung Landenhausen liegenden den maligen Exercierplatze des 6. Ulanenregiments. An einer Haupteinfahrt des mit Ehren- v^tet', Guirlanden, Fahnen rc. festlich ausgestatttten Kurgartens angelangt, ritt er mtt Gefolge tn diesen em und begab sich zum Kurhause, in dem er seiner Freude über den Eindruck, den er hier empfing, Worte gab. Vor der Terrasse des Kurhauses geruhte nnh'nJ^ «eT erwartenden Besitzer des Bades, Rechtsanwalt Barth, anzusprechev und von dessen Angehörigen einen ihm dargereichten Ehrentrunk nebst Bouquet anzu- frtf?fnhnnUn kr ‘»’Ä der Kurgäste und sonstigen zahlreich Anw-s-nd-n fetzte sodann der stattliche Zug seinen Weg fort. fflpfnmSfSXiu §a k26, F“??!** 6e0flnn die Generalversammlung de- Gesammtoeret^s der deutschm Gffchtchts- und Alterthumsoereine mit dem Empfang ^r Gaste im „Europäischen Hof". Herr Bürgermeister Küchler begrüßte in der ge- s.^b^r^inigung die erschienenen Gäste, worauf der als Präsident der Versammlung Gwt'fend aus Frankfurt. V-cepräsident des Frankfurter G^chEchtsvereins, welcher das Präsidium des G.'sammtoereins führte, mit einem Hoch Ja? Wormser Localcomite dankte. Den Theilnehmern der Versammlung wurden durch den Verein zur Erforschung der rheinischen Geschichte in Mainz als Festgabe "^bttrage zur Rheinhessischen Geschichte und Alterthumskunde". D-r w* *h.Lb §Rf Cbrk-rCl^ba rien ' welcher tn hohem Grade nach verschiedene ^ICrr»be ntfd^ Archäologie und Geschichte fördert, ist der folgende: ä Tn !’ 9! ^-Olekten. Von Dr. W. V-lke. 1) Fibula aus dem 11. Jihrhundech. TafO 2) Rormscke Wafserspeier. (Mit Taf.) Römische Waffen aus der Kaiser- Em Mainzer Museum von Hch. L'ndenschmit. (Mit Taf.) Die seit 1875 er; kfm11 Mainzer Museums. Von Dr. I. Keller. Der Bretzenheims Müirzfund. Von P Jofeph in Frankfurt a. M (Mit Taf.) Regesten zur Geschichie e^be unVer Verpfändung des Mainzer Domschatzes. (1461 bs 14Zb). ^on ^taatsarchivar Dr. Sauer tn Wiesbaden. Die Zerstörung des Klosterk bei Bingen im Jahre 1632. Von Dr. P. Bruder in Bingen. — Stiftsgeschichte von St Stephan zu Mainz, p — - - - Münzer Hausinschrift. Von Dr. Widmann .» M'chte der Buchdruckerkunst. Von Pfarrer Dr. Falk in Mom bach. ^Der Typhus'n Mainz (und Torgau) 1813/14. Von Geh. Medicinalrath Dr. A. Wernher. (-H De ber Petersk.rche im Gartenfelde. Von M- Heckmann. Römtscte Uvoe b Von M. Heckmann und Fr. Ltndenschmtt. Der Eigelstein M Bon Heck Uf 281 Clinger und Dr. W. Velke. Römische Felsendenkmäl^ . 22. August. Die Nordische Telegraphen - Agentur meldet heute aus dem Innern drei größere Feuersbrünste, und zwar eine auf der Jagnatiew'schen Besitzung Chruschtschewo (bei welcher 17 Pferde umgekommen, ein Viehhof, eine Tenne eine Stiege und 5000 Schock Garben verbrannt sind), eine in Moskau und eine die bedeutendste, in Berschadi, im Kreise Olgopol (Podoli en), durch welche 80 „den Juden gehörige Häuser" in Asche gelegt wurden. Sonderbar, daß sich das Feuer mit Vorliebe der Judenhäuser bemächtigt- Am 12. August hat übrigens in der Umgebung von Jckaterinoslaw abermals eine Judenhetze im Kleinen ftattgefunden. 10 Bauern über- st-len in einem Walde unweit der Stadt 3 heimkehrende Juden, schlüge,: sie nieder nahmen ihnen die Baarschaft und sämmtliche Kleidungsstücke ab und prügelten sie darauf noch weidlich durch. Beim Veräußern der geraubten Gegenstände wurden die Uebelthäter indessen abgefaßt und in's Gefängniß geworfen und so werden sie wahrscheinlich auch bte verdiente Strafe erleiden. Kronstadt, 27. August. Der Kaiser und die Kaiserin sind mit ihren Kindern und der Großfürstin Maria Paulowna heute Nachmittag mit der Dacht „Dershawa" nach Kopenhagen abgereist. Air"' •'S« Skt Berlin, 28. August. Der Kaiser conferirte heute Mittag längere Zeit wlt dem Kriegsminister und empfing später den früheren badischen Gesandten v. Türkheim in Abschieds-Audienz und alsdann den neuernannten Gesandten ?5rhrn. v. Marschall, welcher sein Beglaubigungs-Schreiben überreichte. r. . ~ Der „Deutsche Reichs-Anz." veröffentlicht die Liste der von dem Ministerium m den Landes-Eisenbahnrath gewählten Mitglieder und Stellvertreter- Sx c rer. VON den Bezirks-Eisenbahnräthen aus den Kreisen der Land- wirthschaft, Forstwirthschast, Industrie und des Handelsstandes in den Landes- Eisenbahnrath gewählten Mitglieder und Stellvertreter. rv28’ August. Die zu Gunsten der Verunglückten von Ischia in der m ft Irr ?nm!iff?caun9 veranstaltete Feier war äußerst zahlreich besucht, bte Circulation 71/ Hb? Ä^nÖhna "nEerbrochen und die Feier verlief auf das Glänzendste. Um * '? m bas Kronprinzenpaar, der Prinz und die Prinzessin Wilhelm und Einaanae emnfnnnpTt itnh nixi a wurden VON, dem Comite am P endenden Hochs und den Klängen der National- M^.^uiferzelt geleiter, wo die als Ehrengäste geladenen Mitglieder ber Fotsch oft bie hoben Herrschaften begrüßten. Bei ber Ankunft im Kaiser- au§ Musikcorps der zwölf Garderegimenter bestehenbe Orchester Trauermarsch , woran sich bte übrigen Musikstücke unb die von fünf: bunbert ^^sern der hiesigen Gesangvereine ausgesührten Gesangvortrage anfdiloffcn n^iiaU8^CÜU?n i?^a6k ^ar bur,5 elektrisches und bengalisches Licht feenhaft er- 0e0fec” 1$ 480 Musikern, Trommlern und Pfeifern bestehende FüVk-IttnÄ DetI'e6 d°s Kr°npr«nz-np°a- m-t den übrigen f München, 28. August. Das Cultusministerium hat mittelst Ent- «2 b^Öal fett by iS I „M , IX#®®1? kN * I« btr Roil bie innere Lt NP“ bidotunbe :D im Osttn LrW eit eines [ - lieber d Hin berietet: -W Bturti M baß er Irin, weil er vo fein worben w am der rmon Mr» Bürger hin um ein hm der eite m Der Uns W als die Ur Metz, 26. ? I* Sor dem hm Ä in der 5 Mr Mer: Älj in das F tom Gase, d Ä der andere I Offenbach, ttBUtbt hier e Afrika. Kairo, 27. August. In den letzten 24 Stunden bis heute früh 8 Uhr sand unter den englischen Truppen in Suez ein Cholera-Todesfall statt. Von den Eingeborenen starben in demselben Zeitraum in Unter-Egypten 3, in Ober- Egypten 78 Personen an der Cholera. Durban, 24. August. Die Nachrichten aus dem Zululand sind sehr widersprechend, so viel aber steht fest, daß Cetewayo im Jnhanhlawalde, etwa 12 Km. von ber mittleren Furth des Tugelaflusses entfernt, eine täglich wachsende Anzahl von An- hangern um sich vereinigt. Sollte Cetewayo als Flüchtling ober in sonst welcher Absicht bie Grenze überschreiten, so würben sich die Behörden von Natal in einer mißlichen Lage befinden. Die auf dieser Seite des Tugelaflusses lebenden Natalkaffern sollen dem verwundeten Zulukönig sehr gewogen sein. Im Zusammenhang mit diesen leicht vorauszusehenden Verwickelungen sind einige militärische Maßnahmen angeordnet ™Or?rnA .^0 werden beispielsweise das 41. Regiment, sowie das 1. Bataillon des in Natal ftationirten Walliser Regiments am Dienstag den Tugelafluß entlang in das Zulugebiet einrnarschiren. ES heißt, die britischen Truppen würden bei Jsandlwana ein befestigtes Lager beziehen Es werden viele Stimmen laut, welche die Ewverlei M.g des Zululandes bis zum Umvolost empfehlen. 0 ßaae und fwL™8? b^ten d" Nationalpartei werden am 6. September über ihre C ndruck r c Ereignisse in Zagorien brachten hier einen tiefen Dnrfea hn?*DkL, ^ s Ulfachen brachtet man bie jahrelangen Bearbeitung des Bauern- immer auf^llnnarn^ra^ht Unb uf fortgesetzten Uebergriffe der ©teuerejefutoren, wobei x*Lßatnooa V1 c ""lnittelbare Ursache hingewresen wurde. i" ^U0llft< lieber die vulkanischen Eruptionen auf ber ^nfel fat bCn\fi hUe,nteTl“§,$Katanla 0emelb£t: D°r Ausbruch begann am Sonntag unb besondere ^5r spanischen Provinz Bantam schwer geschädigt- ins- burd) ben bau§aemnrknPnni9r?A^Ur‘flCn Feldfrüchte, sowie die Brücken unb’gßege Quartier in Anjer unb AirPprr*11 oUnb ^imRein gelitten. Das europäische Amer unb bas chinesische Lager in Nerak würben durch die außergewöhnlich hohe Fluth fortgerissen. Die telegraphische Verbindung xmifeben SRantnm " Batavia ist augenblicklich noch unterbrochen. In Folge des vulkanifcken herrschte gestern tn Bataota Dunkelh-tt. Der untere' ^ber @'bt ft 2' ' " bte außerorbentltch Hobe Fluth überschwemmt worben 6kr d-r-ts „ 28. August. Wie aus Zala-Eg rffeg gemeldet wird, hatten sich gestern Abend spat in Zala-Loevoe etwa tausend mit Flinten und Leiten b? waffnete Landleute aus der Umgegend angesammelt, welche eine größere AmM von Laden erbrachen und plünderten und sich mit der Drohung roiebenufom J entfernten. Der Vorstand des Ortes verlangte schleunigste Hülfe — F» ovL, Egerssag herrscht Ruhe. Die Jahrmärkte in diesen Orten und in Loevoe Ün» untersagt worden. Wie es heixt, würde Seitens des Ministeriums ei- Seat , rungs-Commiffar entsendet werden. ' B Kopenhagen, 28. August. Aus Athen ist eine militärische Commisstm hier emgetroffen, welche heute die Kriegswerft besuchte. Toulouse, 28 August. In vergangener Nacht zerstörte ein Feuer mehrer, Mühlen; namentlich in dem Mühienetablissement SocidtS du Sudouest ift eine eXhrS Menge Mehl unb Getreide vernichtet worben. Der Schoben wirb oÜ Br L MMivnen taxirt. Von dem Personal der Mühlen und den Hülfeleistenden fft Niemo^ beschadlgt worden. ' . f 28. August. Gestern ging der Privatbampfer „®eorg" in ba4 aufzusuchen^^ Um beU vermißten Dampfer der holländischen Polarexpedilion, .Verna", bel? Nied, 26. August, [lieber Obstverwerthung.) Die Gründung öc« ur!< 2 gegenwärtig zur Modefrage geworden. In jedem Blatt und jeden U°P£nI" ’ mQ” von gegründeten ober noch zu gründenden Zuckerfabriken. Daß se ^an0crf 3ahre hinaus eine stattliche Divchende abwerfen werden, ist nicht zr bestreiten und eine Hauptsache dabei ist, daß der Bauer nicht blos Rüben baut, fonbert baß er es möglich zu machen sucht, eine oder mehrere Gttdactien zu erschwingen. @r ES t|t aber auch gewiß, bog »te °m n doppelter Beziehung sind, doch herabgeben müssen UN> zwar in demselben Verhältnisse, als neue Fabriken entstehen. Deshalb soll hier atf ernen nicht minder lucrattveu, viel leichter zu cultivirenden landwirthschaftlichen Er werbszweig hingewiesen werden, auf die Herstellung von Odftconserven. X7..;P schon wiederholt darauf hingewiesen und gefragt worden: Wie wird bc SK a t m” vsO0llchsi gut verwerthet? Auch hat man schon Preise aus den ver- Len Gegenden des Landes mitgetbeilt, welche aber erheblich variiren. In dec letzten Tagen scheinen die rnitgetheilten Preise der Wirklichkeit nahezu kommen. Dies: Preise sind niedng, es gilt also, das Obst besser zu verwerthen. Die seefahrendec Nationen Engländer, Holländer, Amerikaner, halten sehr viel auf Obst, das nicht fr getroernet und gedorrt ist, wie wir es mit Zwetschen- und Aepfelschnitzen vorzunehmer lie Conserven, die noch den frischen Geschmack an sich haben q-a lauft doch ein kleiner Beigeschmack mit unter, der aber nicht beachtet wird Für Obitconseroen, bte noch den frischen Geschmack an sich tragen, existirt ein unbe rS ^satz bei den seefahrenden Nationen. Die Herstellung dieser Conserven tf: Ml schwer unb„ erfordert keine großen Fabrikanlagen. Wenn also die Aepfelwein^ fasser, Latwergentopfe und Dörrobstsäcke gefüllt sind, hier ist noch Raum, um Hundert taufenbe oon Centnern vortheilhast, ja sehr vorthetlhaft zu verwerthen. Auch hier sind die landwirthschaftlichen Genossenschaften in erster Linie berufen, bahnbrechend voran zugehen. Da wo Creditvereine zugleich neben den Confumvereinen bestehen, ist da? erforderliche Capital — an dem die Unternehmen meistens zu scheitern pflegen — unschwer zu beschaffen. Wie bei allen neuen Unternehmungen werden Diejenigen, e Gedanken zuerst praktisch ausführen, durch hohe Gewinne den Rahm ab tropfen; sie müssen allerdings oft auch das erste Lehrgeld zahlen. Allein dies sollU Niemanden abhalten, den Versuch zu wagen. Wer hat am meisten Muth und Lafr dazu? v (N. H. V) ytottet Ä unter J •akutt| A Hi h|f, ’y1» bisherigen Stellung abgewiesen. ,, .. Preßburg, 28. August. Gestern haben in Groß-Mogendors Tumulte stattgesunden mehrere Wohnungen und Geschästslocale von Juden wurden ae- plündert und demolrrt, die Flüchtenden gemißhandelt. Kreisnotar Balla wurde durch einen Messerstich verwundet. s^örtam/ 28' August. In der Ortschaft Oberstubicza haben gestern; Abend Zusammenrottungen stattgefunden. Die Wappenschilder wurden von den I Grafiten herabgerissen; der Gemeinde-Notar, der Geistliche und der Lehrer ae- ! ren^seien ®r^ärun9 ou unterzeichnen, daß sie gute Kroaten, nicht Magya- ä IM sstovsmtäää Bl nPTtnPYl r£>l I Ittl A AhAnwtnfnM 1 w C * cr. r. r* , • c ,. . . } BWÜP -eich 9*1 It ter Ada« Straß M n lieM dr rtdesaWr gelangt, ihr Iner tyM ! heule Sicht: llbNM üüih heutr gtlfjtrii en dlr^h 'S] IM ,te N »«8*. "M km" ’Hfal JSS *•< 'V’iiieifa W**" „’Mta s« Wta n lp WlijkilU ür ben W» jerfüinW lt drni ich rügte Inti liier Bnsm^ idesFeM mit fimeiH immluug wM tna I»j* imSfunbe'- u ich imM Ift d-l M i auS d»^ je feil IW MölchlW Mli3 - y,S' I, In »*? itann- W u >er |16 6rWS m"l toW '»w " ft 1*4, jfa 5 SW an PIU. brW .Hi ‘Ä mzien, 23 August, lieber die heute zum ersten Male durchgeführte Beleuchtung elektrischen Ausstellung schreibt bte „N. F Pr" u. A.: Wenn wir unser Urthetl °..r bjc heutige erste Beleuchtung der Ausstellung in kurzen Worten zusammensassen Sen so müsten wir uns einerseits von jeder überschwänglichen llebertreibung fern; inlten und andererseits alle jene Schwierigkeiten und Hindernisse in Betracht ziehen, *a flU* h-ute noch die Beleuchtung lückenhaft und unvollständig machten Wenn man ° r. bf; noch immer nicht ausreichend vorhandene Dampskraft, ferner die Ungelenk gkett «8 noch nicht in allen seinen Theilen ganz genau zusammenwirkenden Betrftbs-Or- «anismus berücksichtigt, so war der beunge Erfolg immerhin ein ganz befriedigender, Äienn auch ein großer Theil des Publikums mehr erwartet haben mag und für die Qiifünft auch mehr erwarten darf. Es war aber eine genügende Probe, um zu erkennen, «as das elektrische Licht in seiner vollen Entfaltung zu leisten vermag. Die Jn- ^entrung der Beleuchtung war keine besonders glückliche. Die Hauptaufmerksamkett l,g Publikums concentrirte sich natürlich auf die Rotunde und auf die Lichtwtrkung in ietklben Der heutige Abend war geeignet' den Ausspruch des englischen Comm'ssions- Mitaliedes Sir Frederic Adel zu bestätigen, daß er noch nie einen zur Erprobung des «I ktrischen L'chtes so geeigneten Raum gesehen. Jedes andere Beleuchtungs-Material, ltlbst der stärkste Aufwand von Gasflammen, würde nicht ausreichen, diesen colossalen L„m auch nur Halbwegs mit Licht auszufüllen, der in Folge der ungünstigen Con- iiruction des Gebäudes selbst durch die Sonnenstrahlen nicht genügend erleuchtet werden Lnn Allerdings bot auch die heutige elektrische Beleuchtung der Rotunde keinen über- vältigenden Anblick, durch den das Auge geblendet ober verwirrt worden wäre; aber el war ein mildes, angenehmes und reines Licht, das, durch den ganzen Raum ver- tbkilt alle Partien desselben gleichmäßig erhellte und nirgends die mit dem elektrischen Lichte sonst unvermeidlichen scharfen und tiefen Schatten warf. Doch wies die Belichtung der Rotunde noch große Lücken auf. Sehr viel Effect beim Publikum machte biaeflcn die innere Beleuchtung des türkischen Pavillons, in dessen Kuppel ein Kranz m 60 Glühlampen brennt, deren Widerschein von der rothen Seide, mit welcher das innere der Kuppel ausgekleidet ift, den ganzen Pavillon mit rotbcm Lichte erfüllt 21113 der Rotunde richtete sich b e Hauptströmung des Publikums dem Weidrnann'schen Pavillon im Osttransept, den Interieurs und dem Theater zu. Zwischen 8 und 9 Uhr aar der Besuch ein so starker, daß der Verkehr in vielen Galerien stockte. Die Rotunde Hot das Bild eines großen Abendcorso bei glänzender Illumination. — Ueber den Selbstmord eines Realschülers vermittelst Cyankali wird aus Berlin berichtet: Der Unglückliche befand sich im Alter von 21 Jahren und stand vor seinem Abiturientenexamen. Vor etwa einer Woche eröffnete ihm der Director der Realschule, daß er auf ein halbes Jahr von dem Abiturienten xamen zurückgesetzt wsrden, weil er vor einiger Zeit in einem hiesigen Bierlocal, ein Glas Bier trinkend, betroffen worden war. Das Local, in welchem der Schüler betroffen worden, gehörte zu einem der rmommirteften und ältesten Localen Berlins, welches von Personen aus anständigen Bürgerkceisen frcquenttrt wird Der Schüler nahm sich die Zurücksetzung, wclche ihn um ein halbes Lebensjahr bringen sollte, so zu Herzen, daß er am Mittwoch Mittag in der elterlichen Wohnung, als er sich in einem Zimmer allein befand, sich vergiftete. Der Unselige ließ einen Zettel zurück, in welchem er seine Zurücksetzung vom Manien als die Ursache seiner That bezeichnete. Metz, 26. August. Gestern ereignete sich hier ein Unglücksfall eigenthümlicher AU. Vor dem Hause eines Weinhändlers auf dem Marzellenplatz standen mehrere leere Spritfäffer, in deren Nähe 2 kleine Knaben spielten. Der eine Knabe setzte sich auf eines dieser Fässer und der andere hatte bte unglückliche Idee, mit einem brennenden ZLndholz in das Faß zu leuchten. Mit lautem Knall entzündeten sich die in demselben befindlichen Gase, der eine Knabe wurde in die Luft geschleudert und war sofort tobt, während der andere lebensgefährlich verwundet wurde. Offenbach, 24. August. (Verausgabung minderwerthiger Goldstückes Gestern A'oend wurde hier ein Kaufmann aus einer benachbarten Stadt betreten, als er ein Zwanzigmarkstück in einem hiesigen Specereiladen auszugeben versuchte, das um 5 Mark minderwerthig gemacht gewesen. Von einem Schutzmann auf das Polizeibureau gebracht, fanden sich nach weitere solche Geldstücke, wie auch größere Beträge Silbergeld bei ihm vor, alle Taschen der Weste, des Rocks, der Hosen, sowie das Portemonnaie hatte er voll, ein Umstand, aus welchen man mit Besttmmtbeit schließen konnte, daß das Geld von erst kurz vorher gewechselten Goldmünzen herrührte. Eine in Begleitung des Herrn befindliche Dame, die Frau eines Goldwaaren-Fabrikanten, hatte auf der Brust eine große Anzahl 20- und 10-Markstücke verwahrt, die sofort beschlagnahmt wurden. Selbst in den Strümpfen der Dame wurde ein größerer Betrag Silbergeld üorgefunben und beschlagnahmt. Das Pärchen hatte bereits verschiedene Wirthshäuser, Specereiläden, Cigarrenläden besucht und in diesen, ja sogar bei einer Höckertn aus dem Markt, minderwerlhige Goldstücke ausgegeben, bte fast größtentheils durch die Polizei wieder eingezogcn wurden. Die Gesammtsumme des hier eingewechselten Silbergeldes soll sich auf ca. 200 Mark belaufen. Beide Personen wurden verhaftet Neapel, 24. August. Es liegen jetzt amtliche Angaben über die Zahl der auf Ischia Umgekommenen vor. Es verblieben demnach in Casamicclvla noch 2827 Einwohner, während 1992, darunter ungefähr 1000 Badegäste, umgekommen sind. In Forio sind 6547 mit dem Leben davongekommen und 313 gelobtet worben. In Lacco sind 1787 am Leben und 138 tobt. Jnsgesammt wurden 2443 Leute gelobtet. — Nach Millheilung des Bureau Veritas sind im Juni b. I. 72 Segel- und 14 Dampfschiffe verloren gegangen und zwar von ersteren 4 deutsche, 29 englische, 15 amerikanische, 7 norwegische, 3 schwedische, 3 holländische, 3 französische, 3 italienische, 2 po lugiefische und je ein russisches, dänisches und griechisches; von den Dampfern waren 10 englische und je 1 amerikanischer, französischer, griechischer und norwegischer. Witterungskunde.*) 30. August. Donnerstag. Frühmorgens Neigung zur Aufheiterung, auf Mittag zu wolkig bis gewilterhaft, Nachmittags aufgeheitert his schön und warm. 31. August. F'-eitag. Frühmorgens aufgeheitert, auf Mittag zu wolkig, ge- witlerhaft und windig, Nachmittags aufgebessert, stellenweise schön, doch unruhig, spätnachmittags bis Abends heiter und noch warm, Nachts wohl kühl mit Niederschlägen. *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für benMonatAugust, abgeschlossen am 20. Juli (Verlag der M. Lengseld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 XV — Nachdruck verboten. Frankfurt a. M., 29. August, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt burch bas Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Crebitactten 250%, Staatsbahnactien 271%, Galizier 251%, Lombarden 128%, Nord- weftbahnactten —, Gotthardbahnactien 111%, Darmstädter - Bankactten 155%, Disconto Commandit 195 %6, Oefterr. Silberrente 67%, 4% Ungar. Goldrente 75, 4% 1880er Russen 72%, 5% 1877r Russen 91%, 2. Orient-Anleihe 57%, 4% Spanier 58%, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 713/16, 5% Türken 10i5/i6, Marienburger 105%, Hess. Ludwigsbahnact. 112. Tendenz: schwach. (Auszeichnung.) Der Wiener „Neuen freien Presse" zufolge ift auf der Internationalen Pharmaceutischen Ausstellung in Wien dem Liebig Company's Fleisch- Extract wiederum die höchste Auszeichnung, bas Ehrendiplom, zuerkannt worben. Wafferwärme der Lahn. Am 29 August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 16° R>, Luftwärme + 16%° R. L. Chr. Rübsamcn. Allgemeiner Anzeiger. Donnerstag den 30. d M., Nachmittags 2 Uhr, sollen Grünbergerstratze 20 nachverzeichnete Gegenstände öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert werben: 1 vollständiges Bett mit Sprungfedermatratze, 1 vollständ. Kinderbett, 1 Sopha, 1 ovaler Tisch, Stühle, 1 langer Tisch, 1 Glasschrank, 2 Kleiberschränke, 1 Nähtisch, 1 Kommode, 1 Waschtisch mit Marmor- platte, mehrere Bilder, 1 Rollwagen, 1 Regulator, 1 Musikwerk und verschiedenes Andere. 5753 Aeilgeöotenes. la Räucheraal. Bücklinge, Eochs, Sprotten, sowie sämmtliche »i.schconserven versendet täglich frisch und billigst unter Nachnahme die Fisch- R^lcherei und Conseroenf abrik von 5780 r. E. jÄkuttls, Putzig i. Weftpr. rpeciellen Preis-Courant franko und gratis. 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Gelnhausen 920, 335. ß58- Nidda 630, 920, 335 ü 6. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffen die Nachtstunden. Kelterobst kauft Finit Schmatz 5649„Frankfurter Hof". von Reichenbach. (Fortsetzung.) — Bange Stunden. Gedicht von Stephan Waetzoldt. Zu dem Bilde von Hermann Lang. — Bartholomäus Ziegenbalg, der Apostel der Tamulen. — Im atlantischen Ocean. Ein Seebild von Reinhold Werner. — Zwei Bilder aus Ebers und Guthes Werk über Palästina. Text von H. Weser. — Am Familientische: Chirurgie in der Südsee. — Aus Billingshausen. — Was von einer Gouvernante in England verlangt wird. — Rechtsrath. Mit zwei illustrirten Beilagen: Auf dem Trümmerfelde von Ischia. Mit zwei Illustrationen. — In unserer Spielecke Bürgerclub. Donnerstag den 30. August, Nachm. 6 Ahr: IW in den l'liilnsnplienwald 5506 Eine durchaus tüchtige, mit gr.fcik Zeugnissen versehene Haushälterin nirb für eine Oekonomie zu engagiren gefm Näheres bei I. Jutzi, Steinstraßefix - angenomme 'knigen ii Een und i II Zur B pMjeil der I stn wird. i (. Schließ! II -4 Weise er Gieße Bei der auf Gegenseitigkeit beruhenden Bremer Debensverstcherungs -Bank gingen im Jahre 1882 mehr denn 4600 Anträge mit über 7 ^2 Millionen Mark Versicherungssumme ein. Der unterzeichnete Hauptagent der Bank hält sich zur Vermittelung von Lebens-, Renten-, Aussteuer- und Militärdienst-Versicherungen sowie zur 5713 Ein kräftiges Dienstmädchen, welches aut bürgerlich kochen kann, wird per Michaeli gesucht. Zu erfragen in der Exped. ds. Bl. 5699 Ein Mädchen, welchesHger- lich kochen kann und Hausarbeit übernimmt, gegen hohen Lohn nach Wetzlar gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl.__ 5655 Bei mir kann gekeltert werden. Emil Sclimall, „Frankfurter Hof". eine geräumige Garten - Wohnung mit schönem Garten an der Lahn beim Bahnhof, mit oder ohne Stallung und Wiesen. Näheres Frankfurter-Straße 49, 1. St. 4543 Ein Laden mit Wohnung per 1. Oktober zu vermiethen. I. 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