1893 Dienstag den 30. Januar Nr. 21 Erscheint täglich mit Ausnahme beö Montags. ptircov : Schulftraße 7. v. Starck. v. Starck. London, Gesängniß. Dublin, 27 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. wit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. zoalichen Siegels. Darmstadt, den 20. Januar 1883. (L. S.) Ludwi g. zoglichen Siegels. Darmstadt, den 20. Januar 1883. (L. 8.) Ludwig. Berlin, 27. Januar. Die Leistungen der deutschen Industrie auf den letzten gewerblichen Fachausstellungen zu Frankfurt a. M., Nürnberg und Stuttgart haben dem Secretär der englischen Gesandtschaft in letzterer Stadt, Mr. Haggard, nicht unbedingt tmponirt. Sein nach London erstatteter amtlicher Bericht über das Ergebne jener Ausstellungen fonftatirt dem Vernehmen nach, daß die deutschen Manufaktur- waoren den französischen und englischen Erzeugnissen sowohl hinsichtlich der Güte des Materials als auch der Gediegenheit der Arbeit ebenso nachstehen, als sie die letzteren an Billigkeit des Preises übertreffen. Mr. Haggard gibt jedoch zu, daß die Deutschen thre Fehler gewahr geworden und über deren Corrtgtrung aus wären und bet der von ihm ebenfalls anerkannten ungemeinen Rührigkeit unserer gewerbthätigen Kreise sieht er voraus, daß Deutschland seinen Concurrenten bald hart auf den Fersen sitzen 28. Januar. (Prioatdevesche der „Franks. Ztg.") Nach der „Nat.- Qta" aus Petersburg zukommrnden Mitthetlung Hobe der Czar die von lbm ein- zuscklagende politische Linie nunmehr für die Dauer fixirt. Der Czar habe sich vergewissert. daß die Aufrechlcrhaltung oer traditionellen Beziehungen zu Deutschland den Inter«ss^n feinr§ Reichs und seiner Dynastie am meisten entspreche. Bemerkenswerlh ist, daß diese Versicherungen gleichze tig mit der Anwesenheit von Giers in Wien erfolgen und wohl dazu bestimmt sind, die Misfion G'crs zu erläutern. — Die Beschwerde des Predigers Hapke in der bekannten Eldessache tft Seitens der Kammer des Landgerichts einstimmig zurückgewiesen worden. — Einige hier eingetroffene klerikale Blätter heben hervor, daß in Folge des kaisrrlichtn Briefes an den Papst die geschäftliche Behandlung b?r vom Centrum em- gebrachten Anträge verschoben werben nird- , -- . D> vom Krtegsmtnisterium eingeleitete Untersuchung wegen Befreiung vom Militärdienst im Bcre che des 11. Armeekorps und in Elsaß-Lothringen hat bereits ernste Folgen gehabt. Nach dem „Tageblatt" sind aus dem Bereich des 11. Armeekorps v^er höhere Militärärzte, Oberstabsärzte resp. Stabsärzte, suspendtrt Worten Karlsruhe, 26. Januar. Die Neckar^halbahn von Heidelberg nach Neckar-Elz ist nunmehr wieder so weit hergestellt, daß der Durchgangs-Verkehr mit Tageübetrieb übermorgen nach einem provisorischen Fahrplan wieder ausgenommen werden wird. icßeuet Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 2 Gesetz, die Faustpfandverträge der Vorschuß- und Credit-Vereine betr. Ludwig IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Mein 2C 2C Ätit Zustimmung Unserer getreuen Stände haben Wir verordnet und verordnen wie folgt: , t r Einziger Artikel. Aus die Faustpsandverträge der al« Genossenschaften eingetragenen Vorschuß- und Eredit-Vereine finden die Vorschriften des Art. 311 des Allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuchs auch in dem Falle Anwendung, wenn der Pfandbesteller kein Kaufmann ist oder die Schuld nicht aus einem beiderseitigen Handelsgeschäft herrührt. Die Vorschriften des erwähnten Artikels des Handelsgesetzbuch« finden ferner auch Anwendung auf die Faustpfandverträge zur Sicherung von Aus- leihen der Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigevrückten Großher- Deutschland. Darmstadt, 26. Januar. Das Großherzogl. Iiegieimngsblatt Nr. 3 'nt^attl Gesetz, die Ausführung des deutschen Gerichtskosten-Gesetzes und der deutschen Gebührenordnungen sür Gerichtsvollzieher und für Zeugen und Sachverständige betreffend. Ludwig IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Heffen und bei Anschließend an das Gesetz vom 30. August 1879 und die dazu erlassenen Aussührungs-Verordnungen, haben Wir mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen, wie nachsteht: _ Artikel 1 Insoweit die durch das Reichsgesetz, betr. die Abänderung von Bcstimniungen des Gerichtskosten-GesetzeS und der Gebührenordnung für Gerichtsvollzieher, vom 29. Juni 1881, geänderten Bestimmungen des deutlchen Gerichtskostengesetzes vom 18. Juni 1878 und der deutschen Gebührenordnung nir Gerichtsvollzieher vom 24. Juni 1878 auf Angelegenheiten, welche vor besondere Gerichte gehören oder durch die deutschen Proceßordnungen nicht betroffen wer- tcn landesrechtlich sür anwendbar erklärt sind, oder insoweit in landeSrecht- lichen Bestimmungen daraus verwiesen ist, treten die neuen Bestimmungen deS Gesetzes vom 29. Juni 1881 auch landesrechtlich an Stelle der alten Bestimmungen des Gerichtskosten-Gesetzes und der Gebührenordnung für Gerichtsvollzieher. . ggejje treten bei etwaigen künftigen Aenderungen der erwähnten Reichsaesetze, sowie bei etwaigen künstigen Aenderungen der deutschen Gebührenordnung sür Zeugen und Sachverständige vom 30. Juni 1878 und der deutschen Civilproeeßordnung vom 30. Januar 1877, soweit die letztere >m Gebiete des Kostenwesens landesrechtlich Awendung findet, die neuen reichsgesetzlichen Bestimmungen, insofern im einzelnen Falle nicht« Anderes bestimmt werden sollte, auch landesrechtlich ohne Werteres an £?teile der alten. . Artikel 2. Das gegenwärtige Gesetz tritt sofort ui Kraft. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigebrückten Großher- Berlin, 26. Januar. Die „Berl. PoUt. Nachr." fchreiben: Am Aos- vorus fcheinen absonderliche Dinge zu pafsiren. Eine an die m Koiistantinopel aeereditirten Diplomaten gerichtete Pforlen-Mittheilung besagt nichts Geringeres, als daß der Sultan über seinen eigenen Palast, den Mdiz-KwSk, eme Art von Belagerungszustand verhängt hat, der so scharf gehandhabt wird, daß die Repra- sentanten der Mächte um ihrer selbst willen von dort getroffenen Maßregeln verständigt werben mußten, um nicht vorkommenden Falls von den nut streng« ster Instruction versehenen Wachen und Posten ohne Weiteres über den Haufen aeiebossen iu werden. Steht der Thron Abdul Hamib'S wirklich aus einem nut stündlicher Eruption drohenden Vulkan, oder hat sich mit ihm der VersolgniigS- wabn bis zum Extrem ausgebildet — in beiden Fällen dürste ans eine ersprieh- licße Mitwirkung der Türkei bei der Lösung ver internationalen politischen Taaessragen vorderhand nicht zu rechnen sein. , 95ctltn 27. Januar. Reichstag. Bei der fortgesetzten Berathung des Dlilitäretats werden 200,000 Ji. als erste Baurate für ein Baracken- Kasernement in Jüterbog! nach dem Anträge der Commisston gestrichen, 10000 nun Dieubau und zur Ausstattung einer evangelischen Garni- ionli'che in Spandau nach längerer Debatte in namentlicher Abstimmung mit 09 aeaen 99 Stimmen bewilligt sdasür das Eentrum und die ganze iKcdjte). Ebenso wird entgegen der von der Commission beantragten Streichung die Position von 48,000 zur Erweiterung de« Svandaner ExercierplatzeS, mit 109 gegen 99 Stimmen genehmigt. Der Rest de« ordentlichen Duhtai- itat« wird nach den Commissionsanträgen bewtll>ll,gt. Im Extraordmarmiu wurde die für die Unteroffieierschule in Ren-Brelsaeh gesordei e Position mit 190 gegen 98 Stimmen gestrichen, obwohl der Kriegsminister für bic Position »ingetreten war. Fortsetzung Rlontag. Italien. cwnn. 27 Januar Der „Moniteur be Rome" veröffentlicht ein Com- .T' ila su.-ribütinfi der Kurie zu Polen. In demselben wird erklärt, dab"b!ziigl ch de« Gebrauches der russischen Sprache in der Kirche noch nichts abaemackit sei Der Papst werde die vaeante» luschostichen evrtze m Polen ms- befonbe« Warschau, Saudomir, Lublin, Plocko, Wilna Zytoimr besetzen. Den Semiualien der Diöcesen solle möglichste Freiheit znriickgegeben und die strengen Ma ireaeln sollen nach und nach gemildert werden. Da« Blatt erwähnt mebt. ob sich Rußland beim päpstlichen Stuhle vertreten lassen werde. Escsterrcich. Wien, 27. Jan. Der Minister v. Giers hatte heute eine Besprechung nFpem deutschen Botschafter, Prinzen Reuß. Arankrcich. Paris, 26. Januar. Die Krankheit des Ministerpräsidenten Duelerc besteht in den Anfängen einer Lungenentzündung, die Aerzte hoffen indeß, einem weiteren Umsichgreifen der Krankheit Einhalt thun zu können. Pari», 27. Januar. Der Minister-Conseil hat gestern beschlossen, auf Grund eines Antrages Fabre eine Verständigung zu acceptiren. Dieser Antrag reprobucirt ben bezüglichen Entwurf ber Regierung unb fügt baS Verbot sür bie Prinzen hinzu, Wahlfunetionen auszuüben unb Aemter unb Stellungen im Civil- unb lUilitärbienli zu beHeiben. Daraus gab der Marineminister Jaur« - guiberry seine Entlaffung; ber Kriegsminister Billot erklärte, daß er eine solche Maßregel ablehne, willigte aber ein, provisorisch fein Portefeuille zu bebalten, um nicht eine Ministerknsis zu veranlassen, lieber bie Ansicht be« Conseilpra- fibenten Duelere, welcher krank ist unb Niemand empfangen kann, ist zur Zeit noch Nichts bekannt. Der Commission ist der Beschluß des CabinetS zur^Kennl- niß gebracht worben. Dieselbe nahm heute mit 6 gegen 5 Stimmen den Fabre > scheu Antrag an. Der Berichterstatter Marevu legte sein Mandat als solcher nieder, worauf- Fabre zum Berichterstatter gewählt wurde. Dieser wird seinen Bericht am Schluffe der heutigen Sitzung einbringen. In dem Journal „Le Pay«" erklärt Caffagnae, die Kaiserin habe ihn ersucht, seine Politik gegenüber dem Prinzen Napoleon nicht zu andern. Er sagt, diejenigen, welche behaupteten, daß bie Kaiserin sich in politischer Beziehung mit dem Prinzen Napoleon geeinigt habe, beleidigten die Saifenn, deren Reise einfach ein Akt der Familien-Solidarität und der Grotzmuth gewesen sei. Die Kaiserin habe nicht verlangt, den Prinzen besuchen zu dürfen, und die Regierung habe ihre Abreise nicht zu beschleunigen gefucht. — Die „Frances versichert, der mit der Voruntersuchung gegen den Prinzen Napoleon beaustiagte Jnstructionsrichter habe heute Vormittag der Anklagekammer seinen Binau erstattet. Diese werde binnen 5 Tagen Beschluß fassen. ^nftland. ruoun, z-.. Januar. Die Berhandlung im Proceffe gegen Üe be« Mordconiplottes gegen Polizei-Offieianteu und Beamte ilt heute wieher ttufgenointueu worben. Lui .a 3 «. \ der Angeschuldigten al« diejenigen, welche im November v. I«. bi.. Oischwore« neu Field mit dem Dolche mtflefaUeu Haven. Januar. Davitt, Heali) unb Quinn weigern sich, die verlangte Kaution zu stellen und erhalten dieselben daher je fidj 1 Mailand, 28. Januar. In vergangener Nacht herrschte ein großer Schnee- sturm an der Küste von Palermo. Mehrere Sch ffe gingen verloren, ebenso auch Menschenleben. Rußland. Petersburg, 26. Jan. Die russischen Revolutionäre geben wiederum Zeichen verstärkter Thätigkeit, aber auch die Polizei hält scharfe Wache. In Odessa ist wieder eine geheime Druckerei der 'Nihilisten entdeckt und beschlagnahmt worden, bei welcher Gelegenheit den Polizeibeamten große Mengen revolutionärer Druckschriften in die Hände fielen. Cü scheinen darunter auch vielerlei persönliche Nachweise gewesen zu sein, da auf Grund der gemachten Entdeckung zahlreiche Verhaftungen vorgenonimen wurden. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz-Burcau. Berlin, 28. Jan. Der Kaiser empfing heute Mittag das Präsidium des Reichstages und des Herrenhauses und die Mitglieder des Äundeüraches, welche condolirten. Paris, 28. Januar. Die Krankheit des Lonfeil-Präsidenten Duclerc erweist sich als Lungenentzündung, nimmt aber einen normalen Verlauf. Das Befinden des Kranken ist den Umstanden gemäß befriedigend. Derselbe confe- rirte heute früh einige Minuten mit General Pittiö, dem Chef des Militär- staates des Präsidenten Grövy. Der Mnifterrath ist gegenwärtig unter dem Vorsitze des Präsidenten Grövy im Elysöe versammelt. — Die Mnister, welche dem Conseil im Elysoe heute Vormittag beigewohnt, haben dem Präsidenten Grevy chre Entlassung übergeben. Dieselbe wurde noch nicht angenommen. — Die Aerzte des Nkinisterpräsidenten Duclerc erklärten, daß eine absolute Ruhe von mmdesteuS zehntägiger Dauer für den Kranken notbwendig jein werde. Dublin, 28. Januar. Die beiden Angeklagten, welche in dem Proceß wegen Theünahme an der Verschwörung gegen Regierungsbeamte als diejenigen recognoscrrt wurden, welche den Geschworenen Field mit dem Dolch angesallen haben, heißen Brady und Kelly. Die recognoscirende Zeugin ist em Mädchen aus Carroll. Die weitere Verhandlung hierüber ist auf 8 Tage verschoben worden. Paris, 29. Januar. (Privat - Depesche >. Grövy nahm die Demission des Cabinets an und conferirte gestern Äbend mit Fern) und Falliöres. L o fa l e S. ” Gießen, 29. Januar Am Samstag Nachmntag entstand in einem Haufe der Wallthorfiraßc ein Kellerbrand, welcher jedoch alsbald, ohne größeren Schaden anzu- richten, gelöscht wurde. verwischte». Darmstadt, 26. Januar. Dem LandcScomtte zur Unterstützung der Wasser- deschadigten im Grotzherzoglhum ist vo: einigen Tagen feilens des BerbandSplüsidiumS der lanLwiriyschasiiichen Consumvereme in Hessen in dankcnSwerthcster Weise Die Bei- Hülse der Organe dieser Vereine und ihres Verbands bei Anschaffung von Futter- vorräihen und Saatgut angeboren worden. 9tachdem die näheren Modalitäten dies r Beihülfe wiederholt besprochen worden waren, har gestern eine Versammlung votx^tt- gliedern des Ausschusses des LandeScomtte's nut Vertretern der in den defchäoi^cn hegenden benehenden Confumoereine stattgesunden, in d»r allseitige Einigung dl'in stcurfand, daß zunächst eine Aufnahme der an den einzelnen Orten vorhandenen drau tz- baren Futtervorräthe und die Feststellung dcS fehlenden Bedarfs erfolgen soll- Diese Ausnahme und Feststellung soll zunächst durch je für mehrere Gemeinden bestellte Commissionen, die auS Mugliederu des Vorstandes der an den betreffenden Orten oder rn bereu nächster Nähe vorhandenen Conjummreme und OrtsoorftandSmitgliedern defiehen, vorgenommen und hiernach der von dem Landescomite anzuschastende Futter- dedarf bestiuimt werden. Diese Commissionen, die alS Beauftragte des LundeScoaiztc'S erscheinen, sollen übrigens ermächtigt werden, da, wo sie augenblicklichen Mang l an Futter wahrnehmen, demselben sofort abzuheifen; im Uedrigen sollen die für jede Gemeinde erforderlichen Quantitäten an Furier von dem Com.te bestimmt, möglichst auf dem für Beschaffung der Bedürfntffe der Confumoereine üblichem Wege angelresert und durch die Commissionen an die rinzeli en Empfänger verthcill werd.n- Außer der An schaffung von Futtermitteln, namentlich Kartoffelfuttermiteln, ist zunächst die Beschaffung von Kleesamen in das Äuge gefaßt und wird voraussichtlich demnächst auch die Beschaffung von Saatfruchr und Setzkartoffeln auf dem gleichen Wege in Angriff genommen werden. Darmstadt, 27. Januar. Schon seit dem 17. d. M. hat daS LandeScomitö zur Unterftützung der Wasferbeschädigren im Großherzogthum in allen durch die Uebcr- fchwemmungcn betroffenen Gemeinbcn ber Kreise Bensheim und Groß-Gerau in lieber» emstimmung mit den betreffenden Kreisämtern sogenannte Vertrauensmänner, vielfach in der Person der Bürgermeister, bestellt, um neben ber Benutzung der amtlichen Hülfe durch die Bürgermeistereien auch noch direct sich über die Verhältnisse und Bedürfnisse d" unterrichten und die Ausführung seiner Anordnungen sichern zu können. Aue Mittheilungen dieser Vertrauensmänner werden sofort berücksichtigt und beantwortet und ist neuerdings denselben zur Pflicht gemacht worden, daS LandeScomilö ^Uaufend durch wenigstens alle drei Tage zu erstattende kurze Anzeigen über die Verhältnisse an ihren Orten tn Kenntlich zu erhalten. eine «^£^0 ber bureb die Gnade Seiner Majestät bes Kaiser« den notbleidenden Gemeinden überwiesenen Saarkohlen bisher um deßw-llen noch nicht stattsinden konnte, weil noch nicht alle Gemeinden ihr Bedürfniß angemeldet Haden so hat das Landescomitö Fürsorge getroffen, daß allen Gemeinden, die dessen bedürfen, sofort aus Kosten des Landes- bezw. dcs KrciScomitäs der einstweilige Bedarf an Steinkohlen zur Verfügung gestellt wird, und sind die KreiScomitöS, in deren Bereich sich ein derartige« Bedürfniß gezeigt hat, ersucht worden, die ihnen auS der Kaiserlichen Geldspende überwiesenen Mittel alSbald und in reichlichem Maß zur Anschaffung von Brennmaterial, insbesondere Steinkohlen, zu verwenden AuS Baden, 24. Januar. Am Dienstag Morgen sand im Mooswalde (sog .Matte") bei Freiburg em Pistolenduell zwischen zwei Studirenden der Hochschule statt. Der AuSgang des Duells war ein unglücklicher: stud med. Belgradt aus Berlin erhielt c nen Schuß in den Unterleib und starb im Hospital. *’ Wegen zahlreicher unter ber Firma Wyprecht u. Co. zu Rotterdam aus- geführter Betrügereien gegen deutsche Kaffee-Consumenten und ZcitungS-Expeditionen war bekanntlich der Inhaber dieser Schwindelsirma tn England ergriffen und an Holland auSgeli-fert worden. Derselbe nannte sich Dr. Eduard Nathan Ganz und wurde unter diesem Namen vom Strafgericht zu Rotterdam zu einer längeren Gcfäng- ntfeftrafe verurtheilt, welche er gegenwärtig verbüßt. Inzwischen ist nun ermittelt worden, daß Der Betrüger in Wahrheit nicht Dr. Ganz, sondern Eduard Nathan heißt. Nathan war Handlungscommis und ist ber Sohn eines Manufakturtsten in Mainz, woselbst er am 6. Januar 1856 geboren wurde. Im Jahre 1875 ist Nathan zu Frankfurt a- SJi. wegen Betrugs zu einer dreimonatlichen Gefängmßstrafe verurtheilt worden und hat sich durch die Flucht der Verbüßung dieser Strafe entzogen, welche nun- üerja^rt ist. Im Jahre 1876 hielt sich Nathan unter dem Namen Charles v-rfolgt wurde ^me™a 10 Budapest auf, woselbst er gleichfalls wegen Betrugs Würzburg. Es hat sich in Folge der Untersuchungen der SicherheitS-Com- Mission gezeigt daß in der Stadt Wörth die Mehrzahl aller Häuser in Folge der doppelten lieberschwemmung in den Fundamcnttn gewichen und im Holzwerk morsch »mb unb schlägt nun die Regierung dem Magistrat vor, die Stadt an eine andere ** wozu fte emt B-chütt- (elften will. Der Magistrat hat dem Var. .chiag, der schon vor 100 Jahren einmal auftauchte, angenommen und einen Plan für Neu-Wörth ausarbeiten lassen. Die Einwohnerschaft wird sich danach auf einem hügeligen Terrarn ansiedeln. Dieser Fall der Verlegung der ganzen Stadt wird immerhin selten und sehcnSwerih bleiben, aber er wird auch noch viel Noth und Schulden mit sich bringen. m , A"Iin, 25. Januar. In der gestrigen Sitzung des hiesigen „elektrotechnischen Vereins wurde von einem Mitgttede die Frage vorgelegt, ob bet den m so entsetzlicher Weise auftretenden Unfällen zur See nicht vielleicht die Elektricität als Retterin eintreten konnte? Herr Geh. Rath Siemens tbe lte hierauf ein Ereigniß mit, das sich mit einem feiner Kabcldampfer zugetragen hat. Derselbe befand sich eines Abcnds in ber Nähe ber Newfoundlandbank. Der Nebel und die Dunkelheit versperrten die Fernsicht, als man die Signale eines sich nähernden Schiffes vernahm. Alle Kabeldampfer besitzen eine vollständige Beleuchtungs-Einrichtung, mit welcher man im Stande ist, daS Schiff im Augenblick im hellsten Glanze erscheinen zu lassen. Die Lampen wurden entzündet und man gewahrte nun einen mächtigen Dampfer, der auf daS erleuchtete Schiff zu- lief- Sofort wendeten beide Schisse und konnten eben noch zur Noth einander ausweichen. — ES wäre wohl erwünscht, daß wenigstens die großen Auswandererschiffe b,c oieler Hunderte zu schützen haben, ähnliche Vorrichtungen besäßen, um UnglückSfälle, wie sie zu unserer Schande immer und immer wieder auftreten, zu verhindern. Witzenhaufen, 24. Januar. Die Wiederherstellung der durch den Bergrutsch bc, Aldungen unfahrbar gewordenen Stelle der Bebra-Friedländer Bahn wird eine längere Heit in Anspruch nehmen. Das Geleise muß auf eine ganz neue Flache verlegt werden; eS wird sich also um längere Bodenarbeiten aus einem ganz neuen Terrain handeln. Welcher unangenehmen Störung die Passagiere dieser Strecke bei dieser rau hm Witterung ausgesetzt sind, läßt sich denken. Eine ca 10 Minuten lange Strecke muß zu Fuß durchwandert werden, um zu dem an Jener Seite wartenden Train zu gelangen. Die Passagiergüter müssen von dem Bahnpersonal unter großen Schwierigkeiten auf der beschädigten Stelle transportirt werden. Der Güterverkehr hat auf ber Strecke Eichenberg-Eschwege ganz ausgehört unb werben die Frachtstücke über Kassel befördert. H omdurg o. b. H, 24. Januar. Ein Füsilier ber hiesigen Garnison, ber in feiner Compagnie alS Spaßmacher bekannt ist, würbe von einem Lieutenant als Bursche angenommen. Während der Abwesenheit seines Herrn kam der „Herr Bursche" auf den Gedanken daß ihm eine Offiziers-Uniform auch nicht übel stehen würde und daß es ein herrliches Vergnügen fein müßte, so ein Stündchen ^Herr Lieutenant" zu spielen Gedacht, gethan! Er legte sich die complete LieutenantS-Unisorm an mit Helm und Schärpe und marschirte alS schmucker Ronde-Offizier - -s war Abends und bereits dunkel - der Kaserne |u. Würdevoll trat er an der Wache, die ins Gewehr getreten war und vor ihm präfenttrfe, vorüber und nahm die Parole entgegen. Ermuthigt durch solchen Erfolg unb gehoben durch die Ehrenbezeugungen schritt er weiter, um die Posten zu revidiren. Alles war tn Ordnung Nach diesen dienstlichen Strapazen wollte sich unser General in spe auch etwa« zu Gute thun; er begab fich in eine Wirtbschast, um hier den „flotten" nicht Burschen, sondern Lieutenant weiter zu spielen. Da aber hatte sein Stün lein geschlagen; von einem Unteroffizier wurde der mit fremden Federn geschmückte Vogel erkannt. Kurz war die Freude, lang die Trauer. In einsamer Zelle wird der „Herr Lieutenant" Zett haben, über daS Vergängliche alles Irdischen Betrachtungen auzustellen. Gingesandt. Wie au« heutiger Annonce ersichtlich, findet am Dienstag den 30. Januar das Benefiz deS Herrn Gustav Ernst statt. Jedwed m Theaterfreund ist eS hinlänglich bekannt, was Herr Ernst auf unserer Bühne und tn Rollen verfchiedensten Genres geleistet und darf er fich mit Recht zu dem Liebling deS Publikums zählen. Der Benefiziant wird den Pygmaleon in ber kürzlich mit bestem Erfolge auf- geführten Operette „Die schöne Galathee" singen unb in dem Characterbild „Im Vorzimmer seiner Excellenz" den alten JeremiaS Edrgott Knabe (Glanzrolle der Herren Fr. Haase, Possart, LewinSky) spielen. Den Schluß bildet die allerliebste Operette „Die Kunst geliebt zu werden" mit dem rasch beliebt gewordenen Gaste Fräulein Ranzen Hof er, so daß allen Kunst» und GefangSfreunden ein höchst genußreicher Abend tn Aussicht gestellt ist. Möge das funftltebenbe Publikum Herrn Ernst an feinem Ehrenabend durch recht lebhafte Betheiligung die verdiente Anerkennung zu Theil werden lassen. Literarische-. DaS Jahr 1882, feine bedeutsamsten Ereignisse und ihre Vorgeschichte. Von Mo'-iz B. Zimmermann. Mit 13 Illustrationen. 6 Bogen Octav. Geheftet. 30 Kr = 60 Ps. W eder ist ein Jahr um, das reich an weltgeschichtlichen Ereignissen, an erschütternden und folgenschweren Episoden war. Unter dem ermüdenden Einerlei der täglichen Sorgen lassen aber die meisten Menschen auch die bedeutsamsten Vorkommnisse kaum länger auf sich wirken, alS die Lectüre der zur Gewohnheit gewordenen Tages- l’teratur währt Und bei der Hast, mit welcher fich tn unserer Zeit die Ereignisse drängen, gleiten im Lause des JahreS die wechselnden Bilder auf ber Weltbühne so rasch vorüber, wie die phantastischen, einen Moment reizenden und bann rasch verdrängten Schatten einer Camera obscura. Da empfiehlt es sich den» wohl, wie man es bezüglich der Privatoerhältnisse thut, auch die allgemein wichtigen Vorkommnisse am Jahresschlüsse rückblickend zu überschauen und daS große Facit dieser kurzen Spanne Zeit im Völkerleben zu über blicken, — die doch lange genug war, um Altes zu stürzen und umzugestalten, denn auch Neues zu schaffen unb die bämmernben Schatten ber Zukunft in unsicheren Umrissen zu zeigen. Diesem Bedürfniß soll das vorliegende Heftchen entgegen kommen und damit gewiß den Zweck einer „Chronik ber Zeit" erfüllen. Daß der Verfasser sich dabei nicht auf eine trockene Auszählung der Daten beschränkte, sondern die bedeutsamsten allgemein wichtigen Ereignisse in ihren Ursachen unb Wirkungen beleuchtete unb auf bie Vorgeschichte jener Thatsachen zurückgeht, welche baS Jahr 1882 zeitigte, wirb gewiß dem Leserkreis erwünscht fein. Die trefflichen Illustrationen, Porträts rc., bie bas Werk zieren, tragen dazu bei, den Werth desselben zu erhöhen und wird gewiß Jedermann gerne das Büchlein lesen, das ihm die Geschichte eine« miterlebten Jahres in anmutblgfter Form bietet. Der Preis, der nur mit Rücksicht auf größten Absatz so gestellt werden konnte, ist ein geradezu spottbilliger. Handel und Berkedr. Frankfurt, 27. Januar. Aus dem heutigen Markt kostete ber Gentner Heu JL 3.00—3.50, Stroh2—2.20, Eier das Hundert ^5.50—7.50, Stück 6—8^, Butter 1. Qualität JL 1.20, 2. Qualität JL 1.10, Kartoffeln per Centner JL 3.25—4.50, Blaukraut per Stück 3—5H, Wirsing 5—8 X Rothkraut 15—20 H das Stück, Gans per Psd. 60—80 Jt, Huhn J4 1.50—2.50,1 Ente 1.80—2.00, 1 Taube 70 X Hahn JL 1.40—1.60. Grünbera, 27. Januar. (Fruchtpreise.) Weizen JL 19.12, Korn JL 15.08, Gerste X 14.40, Hafer X 12.12, Erbsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 0.00. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn mau von der Annoncen ■ Expedition von H A AN RENTEI VOGLER in Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Zur geft. Beachtung Schriftliche Anfragen wegen AuSkunftsert^ettung über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegl fft. Ueber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die (5xp-dition zu keinerlei AuSkunftSertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten gegenteiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzuholen. cNbla -- äif $aiit|n «n. :■: -, »Mtt, ils Ä« ~ 069 üchm '4te2a,b,t .. J w. ■ ‘ aus: "rMe, : iS*" .Miß 48 ju «.^Ekiznqch • .^7v,.®lt6 eine - 2,7“™ "kiatll ■ *.<6 ba dieser .T,?”1■3N'6trde m r»** .:?.V; t:l dn ■♦«» ikt r-ßk, ’-tnnioa, her in ‘ dllrschr , »v-n eatf^t* auf ‘::a ’fr* und bag .«ttmr ji tptekn, - ci s*i Helv unb " ii-nM M beräti ' 'J garaei criyia i-aun^ • l c •ctff, ®h bit • «rthfei 6tr«H|t| c kgö nt n an ua 9na isfi'.tlflL ,; ■irk kt hu i-agfa Z'an. 4-* üti Msche, j I kl 3.i liEUOTM £er trri auf uafnrr * n i3 i! Kecht p es bÄn tätigt V jnliA Jx Br WDMVßl le (nfl if ilrrlxitz LpciLk wrt ALßk Krttoi i -L-i LfTS^erchv a Werskvb buil b-t fr^Hk k» LS ÄtNlht . frcirwe, flD °! * g SC lfl bfl gti BiAwt *;fwr>nK5 Zig* . 2fi dtt trttyw j« fidibtosi f- t$| >20 fl- kl- x-^LVechtWch lZ :y*rd»» . krt«l° I t - grlücha I £ I - HMrtW? 1 Allgemeiner Anzeiger. Aufforderung. Am Vormittage des 21. l. M. wurde in der Nähe hiesiger Stadt an der von hier nach Marburg führenden Straße an einem Baume hängend die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden. Der Verstorbene mag etwa 40—45 Jahre alt gewesen sein, hatte graue Augen, spitze Nase, ovales Kinn, qlattrasirtes Gesicht' und schwarze Haare, die au einzelnen Stellen mit grauen untermischt waren. Bekleidet war der Verstorbene mit braunblauem Kittel, zwei wollenen Wamsen, bräunlichen Hosen, doppelten weißwollenen Strümpfen, weißem Hemde, bläulichem Halstuche und genagelten Schnürschuhen. In der Nähe der Leiche fand sich eine schwarze Tuchmütze, ein Paar gestrickte weißwollene Handschuhe, ein buntwollenes Halstuch, eine Züge mit 3 leinenen A. L. gezeichneten Hemden, 6 Paar wollenen, theils A. L., theils H. M. gezeichneten Strümpfen, einer schwarzen und einer bräunlichen Tuch- Weste, einem Kamme und verschiedenen Putzgeräthschasten. Die Körperlänge der Leiche betrug 1,70 bis 1,75 Meter. Alle Diejenigen, welche über den Verstorbenen Auskunft zu geben vermögen, werden hierdurch ersucht, sich bei der unterzeichneten Behörde oder dem hiesigen Polizeiamte zu melden. Großherzogliche Staatsanwaltschaft. $25 Zimmermann. _________________ Holzvcrstcigerung in den Waldungen des Grchherzogtichcn Hauses der Meeförflerei Grimberg. Montag den 5. und Dienstag den 6. Februar I. I. kommen in den Districten Sohlwald, Steinweg und Espe zur Versteigerung: 31 Eichenstämme von 16—50 cm Durchm. und bis zu 9 m Länge, 25 Buchenstämme „ 34—50 „ „ „ „ „ 9 „ „ 516 Fichten-, Lärchen- und Kiefernstämme von 14—40 cm Durchm. und bis zu 20 m Länge, 333 Fichtenstangen von 9—13 cm Durchm. und bis zu 16 m Länge. Zusammenkunft am 5. Februar im District Sohlwald in der Nähe des chaufsirten Vicinalwegs von Geilshausen nach Beuern; am 6. Februar im District Steinweg am Pflanzgarten, jedesmal Morgens 9 Uhr. Am ersten Tage gelangen die Eichen-, Buchen- und Lärchen-Stämme, sowie ein guter Theil der Fichten-Stämme und Stangen zum Ausgebot; am zweiten Tage wird der Rest der Fichten-Stämme und Stangen versteigert. Grünberg, am 26. Januar 1883. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. ,ß42 Vigelius. Submission. fre- 75- 351.- 190.- 80.- 451.05 675.32 Maurerarbeiten, veranschl. zu ..... . Zimmerarbeiten incl. Holzlieferung, veranschl. zu Dachdeckerarbeiten incl. Materialien, veranschl. zu Schlosserarbeiten, veranschl. zu ..... Schreinerarbeiten, veranschl. zu..... Glaserarbeiten, veranschl. zu...... Weibbinderarbeiten, veranschl. zu Bedingungen, Kostenüberschläge und Zeichnungen können am 30. und 31. lsd. Mts. und Donnerstag den 1. Februar in meinem Geschäftszimmer eingesehen und die Offerten von da ab bis zum 1. nächsten Monats, Mittags 4 Uhr, eingereicht werden. Dieselben müssen mit der Aufschrift: „Submission für den Scheuerbau zu Albach" unter Bezeichnung der betreffenden Arbeit versehen sein. Die Abgebote sind in Procenten auszudrücken. Zur Eröffnung der Submission ist Termin aus Freitag den 2. Februar, Mittags 2 Uhr, in der Wirtschaft von I. Euler festgesetzt. 345.79 143.00 73.42 7.25 16.65 Zur Erbauung einer Scheuer für Herrn Konrad Balser^IV zu Albach sollen nachstehende Lieferungen und Bauarbeiten auf dem Submissionswege vergeben werden: । Lieferung von Vurbacher Tragbalken und Gußröhren, veranschl. zu 129.62- ttnffriefprnnü. veranscbl. ru ............132.11 In Gießen lassen Mittwoch den 31. Januar 1883, Nachmittags 2 Uhr die Erben des Nentamtmanns Bott t heilungshalber ihre an einer der quentesten Straßen Gießens (Seltersweg Nr. 81) gelegene Kalklieferung, veranschl. zu ......... Lieferung von Backsteinen (Ofenbrand), veranschl. zu . „ „ „ (Feldbrand), veranschl. zu . Lieferung von Schlacken- und Grubensand, veranschl. zu Brechen von Mauersteinen, veranschl. zu..... Lich, den 27. Januar 1883. 638 K. Schön, Bauinspcctor. 90 Flur l Nr. 466 und 467 auf dem Bureau des Ortügerichts (früheres Realschulgebäude) öffentlich meistbietend unter den im Versteigerungütermin bekannt zu gebenden Bedingungen versteigern. Die 'Besitzung besteht aus großem solid gebauten Wohnhaus mit bewohnbarem NebenhauS, einem seither zu Lagerzwecken benutzten Nebengebäude, großem Hofraum mit doppelter Einfahrt und einem 3494 Meter haltenden Garten, welcher ein den Selters weg mit der Südanlage verbindendes werthvollc» Dauterrain bildet. Durch ihre Lage und Ausdehnung eignet sich die Besitzung vorzüglich für jedes Geschäft, insbesondere auch zum Betriebe einer großen Wirtschaft; auch kann sie zum Gegenstand einer gewinnbringenden Vauunternehmung gemacht werden. Nähere Auskunft ertheilt Rechtsanwalt Dr. Dittmar m Gießen. Nutzholz Verwerthung. In den Districten Faulerboden und Zollstockswäldchen des Gießener Stadtwaldes sollen 925 Eichenstämme von 21—58 Ctm. Durchmesser und zusammen 361,69 Festmeter Inhalt im Submissionsweg mit 6monatlichem Zahlungsausstand gegen Bürgschaft verwertet werden und sind desfallsige Offerten bis zum 14. Februar 1883 bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, deren Eröffnung am 15. Februar er., Vormittags 11 Uhr, erfolgt. Es wird bemerkt, daß sich unter den Stämmen Schnitt- und Grubenhölzer befinden, daß das Holz in der Nähe von Chausseen liegt und daß die Forstwarte Brück in Rödgen und Schlag in Hausen angewiesen sind, das Holz auf Verlangen vorzuzeigen. Gießen, den 28. Januar 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 653_____________________2l. Bramm. _____________________ Bekanntmachung. Die Forst- und Feldstrafen der VI. Periode 1882 werden vom 1. bis 25. k. Mts. an den gewöhnlichen Zahltagen erhoben. Gießen, den 29. Januar 1883. ___________________Großherzogliche Districts-Einnehmerei I._________________. Versteigerung. Wegen Anfgabe meines Weiß-, Wolle- und Kurzwaaren- Geschäftes lasse ich Montag den 29. Januar, Nachmittag» von 2 Uhr anfangend, und die folgenden Tage in dem Saa.e der Restanration Bramm (Nenstadt) den Rest der noch vorrathigen soliden Waare, bestehend in: Kaputzen, Tüchern, Unterröckchen, $?ofen, Unterjacken, Flanellhemden, Strümpfen, Beinlänge«, Korsetten und WeipWaaren versteigern. 613 Carl Wenzel. OberhMlhe Eiskndahncn. Mit dem 1. Februar d. I. gelangt der Nachtrag IU zum Vieh- rc. Tarif im diesseitigen Lokal-, wie im Main-Neckar-Ober- hessischen und Oberhessisch-Pfälzischen Verkehr zur Einführung. Derselbe enthält Abänderungen derZusatzbeftimmungen zum Betricbo-Reglcment und der Tarisvor- schtisten und kann zum Preise von 5 von unserer Magazinsverwaltung bezogen werden. Gießen, den 26. Januar 1883. 640 Großh. Direktion. Holzverkanf. Samstag den 3. Februar cr., von 9 Uhr ab, wird im hiesigen Gemeindehause nachbezeichnctes Holz aus District Bruchwiese, Dreitöppel, Eichwald und Krocket - berg des Gcmeindewaldes Krofdorf- Gleiberg versteigert: Eichen: 21 St. 3. und 4. Kl- mit 7,50 Fstm-, 11 Rm. "Nutzholz, 14 Rm- Derbholz- Buchen: 267 Nm. Scheitknüppel, 117 Rm- Stöcke, 637 3611. Reiser. Fichten: 2 Stamme 4. Kl-, 325 Stangen, 11 Rm- Spatter- stangen- Gemischtes H o l z: 2 Rm. Knüppel (Aspen, 687 Rm. Reiser. Mofdorf, den 27. Januar 1883. 639 DaS Bürgermeisteramt. Holzverfteigerung inderfiirsllichenObersörstereiLich. Jrn District „Haler" soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Montag den 5 Februar: Scheith- Prügelt). Stockh. Reish- Raummeter. Wellen. Buchen 153 375 197 5710 Eichen - 30 9 200 Hierunter 6 Rmtr. Buchen-Werk- scheitholz. Dienstag den 6. Februar: 27 Eichen-Stälume mit 5,87 Cbrn., 15 Buchen- „ „ 14,89 „ 8 Fichten- „ „ 6,80 „ 55 Kiefern- „ „ 17,78 „ 76 Eichen- und Hainbuchen-Stangen mit 4,90 Cbm. und 7509 Fichten-Stangeu von 2—9 Ctnl. Durchmeffer und 3 — 10 Mtr. Länge, zu Bohnenstangen, Hopfenstangen , Rüstreiteln, Leiterbäumen rc. geeignet. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr auf der Hauptschneise an der Gardenieicher Grenze- Lich, den 27. Januar 1883. fUQ Wimmenauer. 621 Eiu junge« (5jährigeS), trächtige« Pferd zu verkaufen bei