Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Sureaur Schulstraße 7. d-r öffentlichen Ruhe in dem Fürstlichen Schloßgarten zu Lich und den dazu gehörigen Anlagen folgendes Polizei-Reglement erlassen: § 4- Alles Lärmen ober unanständiges Singen ist in dem Garten verboten. ! । I 1 Der Besuch des Schloßgartens zu Lich ist dem spazieren gehenden Publikum bis auf Weiteres gestattet, allen noch schulpflichtigen Kindern jedoch nur unter Aufsicht Erwachsener. Für die Nachtzeit ist der Aufenthalt im Schloßgarten während der Monate April bis Oktober von Abends 9’/2 Nhr Hs Morgens 5 Uhr und während der Monate November bis einschließlich März von Abends 7 Uhr bis Morgens 7 Uhr untersagt. § 2. Das Mitnehmen von Hunden ist, wenn sie nicht an der Leine sind, verboten. Uebertretungen der vorstehenden Bestimmungen werden, — abgesehen von dem zu leistenden Schadenersatz für allenfallsige Beschädigungen oder Entwendungen — nach den Polizei- und Feldstrafgesetzen, und, soweit deren Bestimmungen dafür nicht Platz greisen, mit 1 Mark bestraft. Das unbefugte Wegtragen von Tischen, Stühlen, Bänken oder sonstigen Geräthschaften von ihrem Platze ist nicht gestattet. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrloh' Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Bekanntmachung. Mit Ermächtigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 22. l. Mts. wn^d hiermit auf Antrag der Fürstlich Solms- öobensolms-Lich'schen Rentkammer nach Vernehmung der Lokalpolizeibehörde und der Gemeinde-Vertretung von Lich zur Verhütung von freveln und Stör ng 71/ / v, V___V ... q;x ..„k frdrtotlhpä Nnl7it>1 -Rssvlement 6111111CU I Ni, let 1°®it ine' !n lst und h * fett < i । i NotttG, onntaz« -j Um, dkö Xirilitii linMaiu Ma 1 ' ergn, M! Friedbeiz I X Är< 19». Mittwoch den SS. August ISS», siebener Anzeiger Amts- und Anzeisieblatt für den Kreis Gießen. Personen mit Schubkarren, Handwägelchen, Traglasten, Körben, Säcken, Feld- oder Handwerksgeschirr dürfen den Schloßgarten nicht betreten. Gieß-en, den 27. August 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. eifer ht oft ju & mrni’o fcsi zu entD reffenb W Lich. Reichels j, AlG. M : sind ti Oliö i >! | hrsuicbt ester |iW lt verjss- Potitifehe Uebersicht. Gießen, 28. August. Eine ganze Menge von Ereignissen drängt sich jetzt plötzlich zusammen, die geeignet erscheinen, der politischen saison morte ein unerwartetes unb gründliches Ende zu bereiten. Da ist zunächst die morgen Mittwoch, den 29. August, beginnende außerordentliche ReichstagSiession, welche dem bisherigen Stillleben in unsern innern Angelegenheiten ein vorläufiges Ziel gesetzt. Daneben wird in optima forma zwischen der „Nordd. Allg. Ztg." und andern deutschen Blättern einer- und der französischen Presse andererseits eine Preßcampagne eröffnet, zu welcher der bekannte AUarm-Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." den Anlaß gegeben hat und welche wohl diesseits wie jenseits der Vogesen die aufgeregten Gemüther noch nicht gleich zur Ruhe kommen lassen wird. Weiter sind die bevorstehende Reise des Königs von Spanien nach Oesterreich und Deutschland, die Begegnung zwischen König Karl von Rumänien und König Milan von Serbien in Wien, sowie der ebenfalls bevorstehende Besuch des letztgenannten Monarchen in Deutschland interessante und politisch bedeutsame Zeitbegebenheiten. Ferner gewinnt die Nachricht von der demnächst erfolgenden Zusammenkunft des Fürsten Bismarck mit dem österreichischen Minister des Auswärtigen, Grafen Kalnoky, in Gastein eine bestimmtere Gestalt, da Meldungen aus Gastein besagen, daß der deutsche Reichskanzler dort am 1. September eintreffen werde. Endlich kommt noch aus Frohsdors die Meldung, daß Graf Chambord, das Haupt der älteren Linie der französischen Bourbonen, am Morgen des 24. August seinen langen Leiden erlegen ist. Da augenblicklich das Ableben des französischen Thron-Prätendenten das meiste Interesse beanspruchen dürfte, so theilen wir gleich an dieser Stelle die hervorragendsten Daten aus dem Lebensgang des Dahingeschiedenen mit: Gras Heinrich Chambord — diesen Titel erhielt der Prätendent indessen erst in späteren Jahren — wurde am 29. September 1820 als Sohn des am 13. Februar desselben Jahres ermordeten Herzogs von Berry in Paris geboren. Der junge Prinz wurde von den französischen Legitimisten als ein „Wunderkind" begrüßt, das aber niemals die auf ihn gesetzten kühnen Hoffnungen verwirklichen, sondern im Gegentheile nur herbe Enttäuschungen erfahren sollte. Als die Juli- Revolution Karl X. in die Verbannung trieb, mußte auch Prinz Heinrich in die Verbannung wandern und nahm, nach einer Rundreise durch die bedeutenderen Länder Europas, seinen festen Wohnsitz zunächst in Görz und dann, nach seiner l847 erfolgten Vermählung mit Maria Theresia, Prinzessin von Modena, in Frohsdorf bei Wien. Hier hat Graf Chambord, von seinen Anhängern stets als der „Roy Henry V." titulirt, eine wahrhafte königliche Haushaltung geehrt, wozu ihm die vom Herzog von Blacas hinterlassene Millionen-Erbschast die Mittel gewährte. Hier hat er die letzten Jahrzehnte verbracht, ohne auch nur einmal einen ernstlichen Versuch zu machen, seine Ansprüche auf den französischen Thron zu realisiren. Da die Ehe des Grafen Chambord kinderlos geblieben ist, so ist mit ihm der einzige noch übrige Vertreter des älteren Zweiges der französischen Bourbonen aus dem Leben geschieden und die Orleans sind nunmehr die alleinigen Repräsentanten des Königthumes in Frankreich. — Das Leichenbegängniß des Grafen Chambord soll gegen Ende dieser Woche in Görz stattfinden, dagegen ist von einer öffentlichen Zeremonie in Frohsdors abgesehen worden. Die Tagespolitik in Oesterreich-Ungarn wird zur Zeit durch die ungarisch-kroatische Streitfrage beherrscht. Ob dieselbe durch die in Wien 'tattgesundenen Ministerberathungen in einer für beide Theile gleich befriedigenden Weise gelöst worden ist, erscheint mindestens noch ungewiß, wenn auch die Wiener Osficiösen versichern, „daß die gefaßten Beschlüsse geeignet erscheinen, das durch Herabreißen der Wappenschilder in Agram aufgeregte ungarische Rationalgefühl zu beruhigen und zugleich weiteren Agitationen jeden Vorwand zu entziehen." Jedenfalls handelt es sich bei dem ungarisch-kroatischen Zwischenfall nicht nur um Aeußerlichkeiten, wie es die Frage der gemeinsamen Wappen und der Umschriften auf denselben ist, sondern um eine tiefgreifende Aversion der Kroaten gegen die ungarische Regierungspolitik. Daß die ungarische Regierung selbst die ganze Angelegenheit sehr ernst auffaßt, beweist schon der Umstand, daß der Ministerpräsident Tisza seine Badereise nach Ostende ausge- .schoben hat. — König Milan von Serbien hat gelegentlich seines Wiener Besuches dem Minister des Auswärtigen, Grafen Kalnoky, den Orden des Weißen Adlers verliehen, eine Auszeichnung, die sehr bemerkt wird, da dieser höchste serbische Orden nur äußerst selten verliehen wird. Die Lorbeern der französischen Waffen in Tongking werden immer dünner und zweifelhafter. Die Ausfallsgefechte des Obersten Badens aus Nam-D nh vermochten die Niederlage von Hanoi nicht wett zu machen und der Erfolg, den die Franzosen durch die Einnahme der Stadt Hai Dsoung errangen, sieht in keinem Verhältniß zu ihrer jüngsten Niederlage bei Phukai. Daß die Franzosen hier unter erheblichen Verlusten ihrerseits von den „Schwarzen Flaggen" zurückgeschlagen worden sind, geht aus den bis jetzt noch sehr lückenhaften Berichten über diesen Zusammenstoß schon zur Genüge hervor. Die militärische Position der Franzosen in Anam wird durch diese abermalige Schlappe sicherlich noch schwieriger, wenn es ihnen nicht gelingt, die letztere durch einen raschen und nachdrücklichen Erfolg, wie z. B. durch die Einnahme der Hauptstadt Hue, zu paralysiren. Naneben kann die Niederlage von Phukai auch auf die Haltung Chinas gegenüber Frankreich einen bedenklichen Einfluß ausüben und es ist nicht unmöglich, daß jene eine Vereinigung der an der Grenze Tongkings stehenden chinesischen Truppen mit den siegreichen „Schwarzen Flaggen" zur Folge hat. — Ueber das Gesecht bei Phukai meldet eme Depesche des Generals Bonet aus Hongkong an den französischen Marineminister, daß dasselbe lediglich Recognoscirungs-Zwecken gedient und daß nach demselben auch der Feind seine Stellungen verlassen habe und zurückgegangen sei. Die Pagode von Phukai werde von den Franzosen besetzt gehalten. Die Madagaskar-Affaire, welche Anfangs zu einer ernstlichen Trübung der Beziehungen zwischen England und Frankreich zu suhren drohte, scheint friedlich beigelegt worden zu sein. Im englischen Unterhause war diese Angelegenheit in einer der letzten Sitzungen der Gegenstand eingehender Debatten, an deren Schluß jedoch der Premier Gladstone erklärte, daß diese Debatten, die hier heraufbeschworen würden, eine Gefahr für die Freundschaft und den guten Willen zweier großen Nationen seien und daß er es ablehne, m dieser Angelegenheit noch etwas zu sagen. Der lebhafte und anhaltende.Beifall, welcher auf liberaler Seite diesen Worten folgte, beweist, daß die- Maforitat: des. Unterhauses die Anschauungen Gladstone's theilt und somit durfte die Affaire von Tamatave ihre Erledigung gesunden haben, worüber man m ^ondon nue ut Paris nur Befriedigung empfinden wird. — Englische Blätter roer|en den von der „Nordd. Allg. Ztg." erörterten Gedanken eines Bündnisses Wischen England und Frankreich gegln die centralen Mächte des Contments entschieden zuruck, ein solches Bündniß sei unmöglich und ebenso eine Allianz zwischen Frankreich, Englands u^ ^Rußlanb. sich gegenwärtig Alles der größten Ruhe zu erfreuen. Seit Monaten hört inan nichts mehr von nihilistischen Umtrieben, auch sind in den letzten zwei Wochen keine Judenverfolgungen inscenir worden die Deutschenhetze in den Ostsee-Provinzen ruht ebenfalls und was die russisch Politik anbelangt, so hält dieselbe noch ihre Sommer-Siesta Man kann dies wenigstens dem äußern Schein nad) ^6^, benn unter der Hand sind bie politischen Agenten Rußlands fortgesetzt sicherlich thatig, zumal was die Balkan- Halbinsel anbelangt; man wird kaum daran zweifeln können, daß der Besuch des Fürsten von Montenegro in Stambnl auf die Initiative Rußlands hin W Beleidigu *!* dein W be 'wnütti W M erfo(qt ist und in Bulgarien spielen die russischen Agenten ihre, wenn auch sehr zweifelhafte Rolle, weiter, mit welchem Endersolg, dürfte sich hier in naher Qait rbiaen. In Central-Asien sind wieder Unruhen ausgebrochen. Unter Leitung des bekannten Mollahs (Oberpriesters) Mushki Alum hat sich der kriegerische Grenzstamm der Ghilzais gegen den Emir von Afghanistan, Abdur Rhaman, empört. Der Aufstand kann bei der Unzuverlässigkeit der übrigen Grenzstämme leicht bedenkiche Folgen für die Herrschaft des Emirs haben. Men Habel 1) Gr. Ober mann al Johann Muschech Winrid Langsdorf WL Gerii . Bauer o erkam Herman absoluter Unterwürfigkeit empfangen wurden. Die französischen Bevollmächtigten bättsi einen Vertragsentwurf vorgetegl, welcher Zahlung der Krtegsemschäd'gung, sowie Besetzung des Forts Hue bis zur völligen Zahlung verlange. Ferner sollen die ana- mittschen Truppen in Tonking zur Disposition Boneis gegen die schwarze Flagge gestellt und das französische Protectorat mit neuen ausreichenden Garantien bestätigt werder Die Depesche spricht die Hoffnung auf prompte Lösung der Tonktnfrage aus London, 27. August. Nach einer Meldung aus Batavia von heute Mittaa haben tn der vergangenen Nacht auf der vulkanischen Insel Krakatoa, zwischen Sumatra und Java, furchtbare Eruptionen stattgehabt, welche bis Surakarta (Java) gehört wurden. Der Aschenregen fiel bis Tjeribon (Java), die Feu?rerscheinungen waren in Batavia sichtbar. Serang (Java) ift vollständig tn Dunkelheit etngehüllt, von der Eruption ausgeworfene Steine sind dort ntedergefallen. Auch in Batavia herrschte fast vollständige Ftnfterniß, alle Gaslampen waren gestern Abend verlöscht. Der Verkehr mit Anjer (Java) ist unterbrochen, man hegt Befürchtungen für diesen Ort. v Sohn des Heller i Milcher Ludwig erne Geldl Ne der An Haus Mose- { Wag Lokale-. Gießen, 28. August. Der D'eb, welcher Sonntag Nacht im Wartesaal 1. El einen Koffer gestohlen, wurde heute Nacht verhaftet, als er tm Begriff war, per Babu abzufahren. Er hatte den Koffer bereits um 5 JL versetzt. Oesterreich. Budapest, 27. August. In Zagla-Egerszeg ist die Ruhe seit gestern ungestört. Gleichwohl gährt es tm ganzen Comitate. Der Vicegespan tritt mit großer Energie auf. Die Regierung entfaltet beträchtliche Militärmachtmittel. In 11 Dörfern, welche das Tumultantencontingent gestellt hatte, begann die Comitatsbehörde heute die Untersuchung. In einem Berichte an den Minister Tisza spricht der Vicegespan die Heber? zeugung aus, daß nach dem Geständnisse Verhafteter und sonstiger Anzeichen zufolge die Tumulte systematisch und planmäßig vorbereitet waren. Er halte die Fäden bereits in der Hand und werde selbe bis zum Urheber verfolgen. In der Stadt Keszthely wurden Ruhestörungen versucht, doch beugte die Bürgerschaft vor, indem sie 15 Krakehler verhaftete. Auch tn Groß-Magendorf, einem angesehenen Marktflecken des Preßburger Comitates, brachen gestern Tumulte aus, tn denen die Juden geschädigt und mißhandelt, sowie eine Amtsperson durch Messerstiche tödtltch verwundet wurde. 29, August Wittags und iääu und wann- 30. August sBg dis g« »füä® Moste" nm in» 1A - Telegraphische Depeschen. Wolst'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. August. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung den Handelsvertrag mit Spanien einstinunig angenommen und seine Zustimmung zur vorläufigen Inkraftsetzung ertheilt. — Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Erzpriesters Wownatsch in Glogau zum Ehrendomherrn an der Kathedrale in Breslau. Kisflngen, 27. August. Die aus München hier eingetroffenen Minister v. Lutz und Baron Crailsheim folgten einer Einladung des Fürsten Bismarck zum Diner. Fulda, 27. August. Se. K. K. Hohert der Kronprinz besichtigte heute früh hier das 32. Infanterie-Regiment und begab sich hieraus nach Alsfeld, um das 95. Jnsanterie-Regünent und nach Salzschlirf, um das 6. Ulanen- Regiment zu besichtigen. Um l’/4 Uhr beabsichtigt der Kronprinz hierher zurückzukehren, Nachmittags 3'/» Uhr erfolgt die Rückreise nach Berlin. Wien, 27. August. Der Kaiser stattete gestern Abend der electrischen Ausstellung einen siebenvierlelstündigen Besuch ab. — Dem gestrigen kaiserlichen Familiendiner wohnte der König von Rumänien bei. Wien, 27. August. Der König von Rumänien ist heute Nachmittag 3Vz Uhr abgereift, nachdem derselbe zuvor den Besuch des Kaisers empfangen hatte, welcher den König nach dem Bahnhof begleitete. Am Vormittag empfing der König den Minister des Aeußern, Grafen Kalnoky, in einer Audienz, welche etwa eine Stunde dauerte und verlieh demselben das Großkreuz des Sterns von Rumänien. Bei dem Ministerpräsidenten Grafen Taaffe gab der König seine. Karte ab und verlieh auch mehreren Hofwürdenträgern Ordensauszeichnungen. — Die „Wiener Abendpost" ist in der Lage, die Meldung eines W euer Blattes, wonach die Stellung des Statthalters von Dalmatien, Baron Jwanovich, erschüttert sei, als vollkommen erfunden zu bezeichnen. Pefth, 27. August. Nach hier eingegangenen Mittheilungen haben in Zagla- Ezcrszeg Ausschreitungen gegen die Juden stattgefunden, welche bereits am Donnerstag begannen und an den folgenden Tagen sich dermaßen steigerten, daß das Militär e nschreiten mußte. Da auch die Excedenten mit Gewehren bewaffnet waren, gab es auf beiden Seiten Todte und Verwundete. Die an dem Eigenthum angerichtete Verwüstung wird als sehr erheblich geschildert. Gestern sollen die Bauern von Zagla- Egerszeg und Umgebung einen neuen Angriff auf die Juden und das Militär gemacht und peg.-n 20 Soldaten gelobtet ober verwundet haben. Auch in Csurgo und Keszthely kamen Ausschreitungen gegen die Juden vor. In Groß-Kanisza fanden nur unbedeutende Zusammenrottungen statt, die durch die Polizei und durch Dragoner auseinander gesprengt wurden. — Gestern hat auch im Zagoriengebirge (Kroatien) eine Bauernrevolte statt- gefunben; bi- Bauern rissen die Wappen herunter, weil sie die ungarische Krone nicht anerkennen wollen. Der Gemelndenotar in Maria-Bistritza, der bort'ge Gemeinde- üorftanb und ein Gensdarm wurden schwer verwundet, vier Bauern geobtet Es geht das Gerücht, baß die aufrührischen Bauern den ComitatSleiter gefangen genommen und nicht eher freigelassen hätten, als bis derselbe eine Art Revers unterfchrieben habe. Da eine Erneuerung her Unruhen befürchtet wird, sind Infanterie- und Cavallerie- Abtbeilungen, sowie Gensdarmen schleunigst von Agram nach den betreffenden Orten abgesendet worden. Gleichzeitig wurde in den aufrührischen Bezirken das Standrecht proklamirt. Die tn Agram anwesenden Abgeordneten der Nationalpartei treten morgen Zu einer Berathung über die Unruhen im Distrikt Zagorien zusammen. Paris, 27. August. Es heißt, daß die nach Tonking abzusendenden Verstärkungen etwa 1500 Mann betragen würden. Die Einschiffung wird vom 10. bis 20. September stattfinden. . — Gestern fand in Besongon in Folge Rechwrngsangelegenheiten ein Zusammen- UoB zwischen der französischen Bevölkerung und Italienern statt, wobei mehrere Schüsse ivurben^ verhaftet" '^utorit5t bc§ Maires wurde nicht anerkannt. 50 Italiener fSrtrmnZk 7^"^" veröffentlicht eine ihm mitgetheilte Privatdepesche, wonach Harmand und Champeaux am 23. August in Hue vom Könige mit allen Zeichen Vermischte-. Oppenrod, 27. August. Bürgermeister Johannes Petri I. wurde bei btt heutigen Bürgermeisterwahl trotz aller Agitationen einstimmig wiedergewählt. Offenbach, 25. August. Als unser Großherzog beim Verlassen unserer Stadt am Mittwoch sich noch tm Bebraer Bahnhof durch ein Gläschen Bier erquickte, be. merkte er das Fehlen seiner Cocarde an der Mütze. Er bat einen höheren städtischen Beamten, er möge ihm doch eine solche besorgen und beeilte sich Letzterer, den Wunsch des hohen Herrn zu erfüllen. Er lief zum Bahnhof hinaus und dachte wahrscheinlich daran, woher er am raschesten eine Cocarde herbekommen solle; da kam ihm ein Zollbeamter in den Weg und kurz entschlossen riß er ihm bte Cocarde von der Mütze, ohne den Grund anzugeben Der Zollbeamte war darob ganz verblüfft und erst später sollte er erfahren, welche Ehre seiner Cocarde widerfahren. Darmstadt, 25. August. Heute Mittag kurz nach 2Uhr brach in dem Stände- haus, und zwar in dem Bureau erster Kammer, Feuer aus, das indeß bald gelöscht werden konnte. Vermuthlich liegt eine Unvorsichtigkeit der bet Einführung der Gasleitung beschäftigten Arbeiter vor. Die Gefahr war bei der schlechten Bauart der mit Acten vollgepfropften Räume immerhin keine unbedeutende. Bensheim, 24. August. E ne Frau, bte ihr 6 Monate altes Bübchen in feinen Wagen gelegt hatte, um sich anderweit zu beschäftigen, wurde plötzlich durch lautes schmerzliches Aufschreien ihres Kindes aufmerksam gemacht. Zu ihrem größten Schreck mußte sie sehen, wie sich eine halb ausgewachsene Katze zwischen die Schenkel des kleinen Wesens gelegt und die unteren Thetle des Leides so stark angebiffen hatte, daß das Blut davon floß. Man sieht hieraus, wie gefährlich es ist, Katzen ohne Aufsicht bet kleinen Kindern zu lassen, da sogar schon Fälle vorkamen, wo sich diese Thier«' auf die Gesichter schlafender Kinder legten und so den Erstickungstod derselben her- beiführten. Mainz, 25. August. Die Kerkerthüren des hiesigen Gefängnisses haben sich gestern einem Manne geöffnet, der wegen einer Reihe von Widersetzlichkeiten und Jn- subord'nat oucn von dem Kriegsgerichte zu der schrecklichen ©träte von 22 Jahren Gefängniß verurtheilt worden war. Der Verurtheilte, der Elsässer Gräf auS Colmar, stand hier bei d.n Husaren und hat bereits 9 Jahre tm Gefängniß zugebracht. Schon dreimal wurden Gnadengesuche an den Kaiser gesendet, doch abschlägig beschieden. Durch die lange Hast wurde aber die Gesundheit des Verhafteten auf das Aeußerste erschüttert und in Folge dessen nochmals ein Gesuch um Entlassung aus der Hast ab- gefenbet. Dem Gesuch wurde ein Gutachten der Medicinalbehorde beigelegt des Inhalts. daß nur durch eine Entlassung aus dem Gefängniß das Leben des Mannes erhalten bleiben könne. Auf Grund dieses Gutachtens wurde gestern Nachmittag der Gefangene temporär — hoffentlich vielleicht für immer — aus der Haft entlassen. — — Bei dem gestern Abend zu Ehren des Namenstags des Großherzogs abgehaltenen Fackelzug hat sich leider der Janhagel wieder in ganz ungezogener Weise benommen. Im Gedränge grtff_ eine Anzahl unbekannter Civilpersonen nach dm Gewehren der den Zug begleitenden Solbaten, um diesen die Waffen im Durcheinander zu entreißen; einer der Officiere erhielt sogar von rückwärts einen heftigen Stoß in die Seite, machte deßhalb sofort Kehrt und hieb mit seiner Waffe dem Thater über den Kopf, worauf der Getroffene tn der Menge verschwand. Um sich vor ferneren Insulten zu schützen, mußten die Soldaten das Seitengewehr aufpflanzen. Es läßt sich nicht verwundern, wenn bet solchen Rohheiten die Soldaten schl eßlich von ihrer Waffe Gebrauch machen. (F. I ) Worms, 24. August. Der Schnellzug Nr. 26, welcher um 10 Uhr 50 Mtt. Nachts hier abgcht, überfuhr am Uebergang Nr. 4 in der Speyererstraße gestern ein Fuhrwerk Als der Zug dahersauste, befand sich das Fuhrwerk in schräger Richtung auf dem Uebergang, wodurch ein Pferd erfaßt und getötet worden ist, während bc3 zweite Pferd, sowie der Fuhrmann und der Wagen, welcher mit Weinfässern beladen war, unversehrt geblieben sind. Das Fuhrwerk gehört Philipp Mittler in Bensheiv. Der Dienst em Uebergang wurde durch einen Abloser versehen, welcher die Barrieie vorher nicht geschlossen hatte. Frankfurt, 26. August. Einem schweren Unglück ist heute Nacht der »li Nordhausen cursirende Berlin-Frankfurter Schnellzug noch glücklich entgangen Zwlschei Hettstedt und Sangerhausen brach plötzlich die vordere Achse der Locomotioe mitte, entzwei. Nur dem Umstande, daß der Zug wegen starker Steigung an dieser Stele gerade langsamer fuhr, ift es zu danken, daß kein größeres Unglück eintrat. D« Zug traf infolge dessen mit zwei Stunden Verspätung hier ein. In demselben befaiö sich auch der Minister Maybach, der nach seiner Ankunft im „Frankfurter 8y>v hier abstieg. As chaff enburg, 23. August. Am gestrigen Tage besuchte der Kronprinz de? deutschen Reiches, mit Gefolge von Hanau kommend, unsere ehrwürdige St'ftskirH!, eine der ältesten Kirchenbauten Deutschlands, von Herzog Otto I. aus dem sächsisch« Katserhause tn den Jahren 970—982 erbaut, deren 900jähriges Jubiläum wir na* ihrer glücklich beendeten Restauration im Mai vorigen Jahres gefeiert haben. hohe Gast weilte über eine Stunde in der Kirche und unterzog den herrlichen Bau uv» dessen Kunstdenkmäler einer eingehenden Würdigung. Besonders nahmen die uiiteinem Ahnen seines hohen Hauses, dem Kurfürsten und Cardinalerzbischof^ von Mam- Albrecht von Brandenburg, in Verbindung stehenden drei Kunstdenkmäler, Er-guir von Peter Vischer und dessen Sohn Johann in Nürnberg, seine Aufmerksamk-it « Anspruch, der Baldachin nämlich mit dem Schreine der heiligen Margaretha in ersten Capelle des linken Seitenschiffes, von dem Erzbischöfe an unsere Kirche geschen^ dann das Reliefbild dieses Kirchenfürsten selbst und die Madonna an der rechten ur» linken Wand des Chores, l tztere gleichfalls ein Geschenk des hohen Gönners umeci- Kirche. Außerdem fesselten den Kronprinzen die beiden kunstvollen Rittergestalten den obersten linken Pfeilern des Basilckabaues des Hauptschiffes und der siine l^rzg»? daneben, bet welchem er sich Notizen und Zeichnungen machte, sowie der Kanzelkörper mit Alabastergebilden besonders den Blick des hohen Herrn- Dara i besichtigte derselbe bte Kunstschätze in der Sakristei der Kirche, das auf Pergame m geschriebene M'ffale und Passionale seines erlauchten erzbischöflichen Ahnen mtt.»am- verzierungen und Gemälden von Glockendon und einem Originalkupferstiche von Awr a Dürer, das in einem abgebrochenen Altar aufgefundene alte Schachbrett aus oem - oder 13. Jahrhundert, ein Unfcum der Kunstwelt, die Stola des heiligen Bst Martinas in einem Kästchen von Elfenbein, das frühere Capitelkreuz aus Silber uio Bergkrystall, sowie die beiden Büsten des heiligen Petrus und Alexanders l . w. Patrone der Kirche, nebst der alten herrlichen gothischen Monstranz Meisterwerre Goldschmiedekunft aus dem 15. Jahrhundert, von einem FrankfurterKünftler va Dirmstein gefertigt. Nachdem der hohe Gast sodann noch den romanischen Kreuzg , der Kirche beschritten und Photographien (aus dem Atelier des Herrn Sampater vay.ci, wie die Hauptkunstdenkmäler an sich genommen hatte, verließ er dieselbe, feine Befriedigung über das Gesehene und die gelungene Restauration aussprechend un bedauernd, nicht Zeit zu haben, alles tm einzelnen nach Verdienst hEschauen würdigen zu können. Bet diesem Rundgange durch die Kirche hatten wir Gelege o - das tiefe Kunstverständniß des hohen Besuches zu bewundern, dessen Blick immer l auf den hervorragenden Kunstgegenständen hasten blieb. Dieser Tag wird uns ehrwürdigen Stiftskirche und ganzen Stadt um so unvergeßlicher bleiben, als un zugleich des freundlichen, liebevollen und leutseligen Benehmens des hohen Her M tu Whren R dein Deutschland. Darmstadt, 27. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, Seine Königliche Hoheit der Erbgr oßherzog, sowie Ihre Großherzoglichen Hoheiten die Prinzessinnen Victoria, Elisabeth, Irene und Alix begaben Sich gestern von Jagdschloß Wolfsgarten aus, Ihre Königliche Hoheit die Frau Prinzessin Carl von Darmstadt aus nach Langen, um der Emweihungsfeier der dortigen neuen evangelischen Kirche beizuwohnen. Die Allerhöchsten Herrschaften wurden bet der Ankunft mit lebhaften Hochrufen empfangen und durch die Ueberreichung von Bouquets erfreut. Bei Gelegenheit der Uebergabe des Schlüssels zur Kirche Seitens Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs an den Superintendenten erklärte Seine Königliche Hoheit, daß Er hiermit zugleich Langen in den Rang einer Stadt erhebe. Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Victoria hatten die Gnade, ein Kind des Oberförsters Engel, welches in der Kirche die heilige Taufe empfing, über das Taufbecken zu halten. Nach Beendigung der kirchlichen Feier kehrten bte Herrschaften nach Wolfsgarten zurück. Berlin. Die Folgen der letzten Pariser Möbelarbeiter - Strikes erweisen sich für dessen Urheber als wahrhaft unheilvoll. Nachdem die Werkstätten wieder auf; gingen, mußte die Wahrnehmung gemacht werden, daß die auswärtigen Concurrenten es verstanden hatten, das Wasser auf ihre Mühle zu ziehen. Nicht genug, daß die Commisssionäre für Brasilien, Rußland, Egypten und sogar Italien ihre früheren Aufträge abbeftellt hatten, es zeigte sich bald, daß Frankreich selbst massenhaft mit fremden Produkten versehen worden war. Die mit belgischen und namentlich mit deutschen Fabrikanten angeknüpften Beziehungen dauern auch jetzt noch fort und es hat nicht den Anschein, als ob das Faubourg Saint-Antoine so bald wieder feine alte Kundschaft zurückerobern werde. — Der Effektivstand des italienischen Heeres wird binnen Kurzem eine Vermehrung durch Neusormattonen erfahren. Den bestehenden 10 Berfaglteri-Regimentern treten zwei neue hinzu, das 11., mit Garnison in Caserta, und das 12, mit Garnison tn Verona. Auch die Cavallerie erhält einen Zuwachs um zwei Regimenter, das 21. in Padua und das 22. in Brescia. Die bezüglichen Decrete werden zum 16. September erwartet. äk;; Äilii* ! i,n in bim 1 i'l \*Ä. ' etliches M WM. Au iütr |)i «Karl Lud« Mitklägers, Wafferwärme der Lahn. Am 28 August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 16Vr° R-, LuftwLrme + 16° 9L L- Chr. Rübsamen. Witterungskunde/) 29 August. Mittwoch. N-'gung zur Aufbesserung besonders nach Westen zu, Vormittags und Mittags wolkig bis gew tterhaft bedeckt, Nachmittags aufgebessert bis schön und warm, Donnerstag. Frühmorgens Neigung zur Aufheiterung, auf Mittag zu wolkig bis gewttterhaft, Nachmittags aufgeheitert biS schön und warm. ■ ♦) Aus Dr L. Overz 1 er's Wetter-Prognose für den Monat August, abgeschlossen am 20. Juli (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 X). — Nachdruck verboten. MS erinnern werden. Nachdem derselbe auch das L Schloß dahier besucht hatte, fuhr a mlt9Hit8,IbCcm $ nt^n^Rhetn^gau, 25. August. Die Entwickelung der Wein- tauben ist eine überraschend günstige. Hier und da kam jedoch die starke Sonne be tü«a mit einem Male so plötzlich, so daß manche Beere verbrannt wurde. Uederhaupt her fierbft tn Geisenheim, Rüdeshetm, Aßmannshausen und Lorch ein sogenannter «Ildischer" werden; d. h. einzelne Weinberge hängen gedrückt voll, in andern steht es ?närlicher aus; einzelne Producenten werden daher sehr viel, einzelne weniger ernten. Huolität wird überall ausgezeichnet. O^g^enhetm im Rhemgau, 25. August. Der Stand der Weinberge ist ein berzerau'ckender. Die warme Sonne thut förmliche Wunder. Die Beeren ?nd durchweg ausgewachsen, zum Theil ganz Helle und im „Markodrunnen" namentlich ffifirf) Der Schluß der Weinberge dürfte bet uns ehestens erfolgen, weßhalb die Arbeiten in denselben zu bee'len find. Hält die überaus günstige Witterung an, so steht A «ns-rer Gemarkung zweifellos eine großartige Ernte bevor. U Mannheim, 27 August. Ein in seiner Art wohl einzig dastehender Unglücks- r.n bat beute Vormittag eine arme Wittwe tn schweren Kummer versetzt. Dieselbe wollte auf dem Markt einige Einkäufe besorgen und ließ ihr kaumelfjähriges Kind allein in dem verschlossenen Zimmer zurück. Zum Trocknen von Wasche befand sich ii, der Nähe des Ofens ein schlaff aufgehängtes Sell, mit dem das Kind gespielt baben mag, wöbet es mit seinem Kopf sich in dem Seil verwickelte und als die Mutter »nrückkebrte fand sie zu ihrem Schrecken ihr einziges Kind tm wahren Sinne des Wortes erhängt vor. Alle sofort angewendeten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, da das dünne Seil durch Strangulation den Tod des Kindes wohl sehr rasch herbeigesührt bat. --------- ---- Handel unb Versehr. Gießen, den 28. August. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 1.00—1.10, Hühnereier per Stück 5—6 H, Käse Stück 4—9 H, Käsematte 3 Erbsen per Liter 20 -5,. Linsen 30 Tauben per Paar 60—80 Hühner per Stück X 0-85—1.30, Hahnen per Stück X 0.50—1.10. Enten pr. St. X 1.20—1.80, Ochsenfleisch per Pfund 70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch 50 bis 54 X Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 62—70 Kartoffeln per 100 Kilo X 3.50—6, Kirschen pr. Pfd. 00 Milch pr- Ltr. 43—18 Gänse pr. Stück X 3—4.50. Zwiebeln per Ctr. 5—7.00 X Frankfurt, 27. August. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer X 20V2—4, fremder XI8V2 - 22, Roggen eff. hies. X 16%—17, fremder X IQVz— W/zr Gerste effectiv hiesige und Wetterauer X —, fremde X —, Hafer eff. hiesiger X 13l/2, fremder X 13V2—14. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. X 39. Branntwein eff. ohne Faß X 46. Frankfurt, 27. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 330 Ochsen, 15 Bullen, ca. 350 Kühe und Rinder, ca. 240 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. OuaL X 71, 2. Qual. X 64, Kühe und Rinder 1. CliiaL X 60—62, 2. Qual. X 50—55, Kälber 1. Qual. X 60, 2. Qual. X 50 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunstsertheilmrg über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist.: UeE>er Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen find, ist die @&pcbttion zr keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzuholen. Allgemeiner Anzeiger. limifcounerts mit Firmendruck in allen Farben und Qualitäten von cX 2.50 pro mille an und höher empfiehlt Ottmar Hohler, Lindenplatz. 5669A Mobiliar - Versteigerung. Im Hause des K. Schomber, Rodheimerstraße 40, lassen die Erben des Moses Stein Dienstag den 4 September und die folgenden Tage, Mittags um 2 Uhr, sämmtliches Mobiliar sowie Weißzeug freiwillig gegen Baarzahlung versteigern. (5772) Lüdeking. Auszug. Zn der KrivaMagesache des Karl Ludwig Jhnng von Lich, Privatklügers, gegen den Hermann Heller, ledig, von da, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großh. Schöffengericht zu Lich in seiner Sitzung vom 27. Juli 1883, an welcher Theil genommen haben: 1) Gr. Oberamtsrichter Langer- mann als Vorsitzender, 2) Johannes Roth 1. von Muschenheim, 3) Heinrich Köhler X. von Langsdorf als Schöffen, verpfl. Gerichtsschreiber - Gehülfe Bauer als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: Hermann Heller, geb. am 5. September 1859, lediger Sohn des Oekonomen Heinrich Heller von Lich, wird wegen öffentlicher Beleidigung des Karl Ludwig Jhring von da in eine Geldstrafe von 40 r. Pfr». Euler, Ludwigsstr. 14. Englische Fuüturden-Del-Kacksarbe (zum Selbstlackiren von Fußböden) in bekannter vorzüglicher Qualität. Georg Schwaab A ♦ Helene Schwaab, geb. Sperling, < ♦ Vermählte. 5756 ♦ ♦ Hirschberg i. Schl. Dresden. ♦ 5485 Das von Herrn R. Eckstein bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. Grünberger-Straße 14. -Äug werden t fa natürlich z Die jüngi - 'Iwatischen Ri ^Pejascevich, ■i Wird Pejasce ^ie von der i lautet die De, ! fllngarilche R 1 'Wln gegen J. Rothenberger Gericht!, best. Taxator Idndenplatz 8. 609 ; Die deut' ti kriegerische' PNg" aus bei cheunigte Modi fe in 3 bis J Mt zu der selb Frische Palmkuchen mit Gehalt von 15—18% Protein und 9—10 % Fett. Frische Sksamkuchrn mit garantirtem Gehalt von 50 % Protein und Fett. Beides in bester Qualität empfiehlt billigst Carl Feiri, vorm. G. Ch. Spruck. Colporteur auf Zeitschriften und Lieferungswerke gegen hohe Provision gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl- 5728 5755 Roller nimmt an die Cigärren- fabrik von Arnold Müller. »tinlN Der zweite und dritte Stock meineSHaufes zusammen oder getrennt per 1. Oktober zu vermiethen. 5632 Fried. Fleier Wwe. • Kreuzplatz 6, 2. Stock. Trunksucht Stadium", be- Zz seitigt sicher mit, auch ohne Vorwissen, der Erf. d. M. it. Specialist f. Trunksuchts- leidende Th. Konetzki, Berlin, Brunnenstraße 53. Atteste, deren Richtigkeit von Kgl. Amtsgerichten und Schulzenämtern, bestätigt, gratis. Nachahmer beachte man nicht, da solche nur Schwindel treiben. 5350 X - Der dem öfterr < besuche, toq Der Tod WHij^i MNischm» Nwit ’N6ti d Wch« Qi > ier^jf übn I 6?nut ni >6 &«! ti! jU toäiW« «, io ichMtt Reparaturen an Näh- Maschinen * “ beginn öer Proben zum CulQen jubisüum: Dienstag Öen 28. August um 8 Nhr. Meinen billigen KAFFEE insbesondere einen vorzüglich gut und kräftig schmeckenden Java, Jl. 1.—, bei größerer Entnahme billiger, bringe in empfehlende Erinnerung. 5122 Ein kleines Logis zu vermiethen. Neuenweg 25. 5578 Ein freundl. Familienlogis vöu 3 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. Näheres bei W. Müller, Flügelsgasse, 5512 Dammstraße 1 (Ecke der Nord- anlage) 3. Etage, bestehend aus 5 Zimmern und Zubehör, per 1. November eoent. auch früher zu vermiethen. 5633 Mein Hinterhaus mit Scheuer und Garten ist per Anfang November zu vermiethen. L. Treff. 5711 Ein Laden mit kleinem'Logis zu vermiethen. Christian Noll, Caplansg. aller Systeme unter Garantie für solide Ausführung. Theodor Haubach, 891 Bahnhofstraße 40. 5727 Für einen Schüler der Ober- Secunda des hiesigen Gymnasiums sucht man für das nächste Semester in einer gebildeten Familie, in der er zugleich gut beaufsichtigt wird, volle Pension. Offerten mit Preisangabe an die Exped. ds. Blattes. 5014 Pensionäre finden gute Auf- nahme. Näheres in der Exped. ds. Bl. 5749 Ein Mädchen, das die Schule besuchen soll, findet Aufnahme. Näheres bei der Exped. ds. Bl. IW Stcllensuchende jeden Berufs placirt schnell Renter's Bureau in .Dresden, gr. Ziegelstr. 57. 5748 Einen Kutscher zu einem Reisefuhrwerk suchen 5762 Gebr. Scheel. 5764 Ein junger Mann, der in Buchführung und Korrespondenz erfahren, auf einige Stunden des Tages gesucht. Geft. Offerten unter Nr. 5764 befördert die Exped. ds. Bl. Handlanger 5768 Mehrere tüchtige Mädchen mit guten Zeugnissen suchen Stelle für Küche und Hausarbeit auf Michaelis. Näheres bei Vermiethfrau Bärrn, Caplansgasse 25. Darmstädter Fferdemarkl-JLoose (Ziehung am 20. Oktober) sind ä 2 Mk. in der Expedition dS. Bl. zu haben. Alle Sorten Farben, trocken und auf das Feinste in Del gerieben, wie überhaupt alle zum Anstreichen rc. erforderlichen Artikel kauft man gut und billig bei 3709. flk'r. Seibel. Preis-Charade. Die ersten Zwei, sie sind ein theures- Wort, Das Jeder nur mit Ehrfurcht saget, Das ihm gar oft ein fester sichrer Hort» Wenn ihn die böse Welt verjaget- Mein Drittes ist nicht oft zu finden^ Doch ist es da, merkt man's sofort, Denn immer weiß es zu entzünden Mit Schnelligkeit ein treffend Wort- Das Ganze ist ost mehr zu schätzen, Als der Gelehrten langer steifer Zopf, Denn ohne Worte erst zu wetzen, Trifft es den Nagel meistens auf den Ko>' Die Redaction des vielseitigen und reÄ halligen Familienblattes „Die Sphinx" - bei wöchentlich 16 Seiten incl. portofreie Zusendung unter Kreuzband für das vir monatliche Abonnement September-Dezerr ber (18 Nummern) nur — Allmonatlich sollen in ähnlicher größere geistige Wettkämpfe unter f-i* Abonnenten der „Sphinx" zum AustM kommen. Probenummer gratis! Gebackene Fische auf der Pulvermühle. 57»9 51 Ankauf von Lumpen, Knochea, Papier und alten Akten. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. i ÄTechnicum Mittweida \ o\ U \ — Sachsen. — \ l N a) Maschinen - Ingenieur • Schule \ B b) Werkmeister • Schule. \ M — Vorunterricht frei. — ! Wermifchte Anzeigen. 5703 Ein tüchtiger Schloffergeselle findet dauernde Beschäftigung bei Just. Kreiling, auf der Bach Nr. 4. 5708 Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Wilhelm Stumpf, Herrenkleidermacher, Brandgasse 6. Die M” jti» kk-ns'ch M“’ 3 Wg M wld ” ^jandlungen bil v aßgemeinfien 3 PbeAMl« ; fGÜglich zum V nur den 4649 Im unteren Stock meines Hauses eine Wohnung von 4—6 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. Briel, Rechtsanwalt. 5349 Möblirte Zimmer auf Wochen und Monate zu vermiethen. Gartenstraße 29. 5636 Ein Familienlogis von 3 Zimmern zu vermiethen. Neuenweg 31. 5690 Ein kleines, schönes Familienlogis per 1. September beziehbar. Wettergasse Nr. 7. 5599 Ein freundl. Familienlogis von 3 bis 4 Zimmern zu vermiethen. _____________H. Schnett, Brandgasse. 1921 Marburger-Straße 24 ist.der 2. Stock, 6 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenantheil, zu vermiethen. 5245 In meinem Hause sind die unteren Geschäftsräume, sowie ein Familienlogis von 3—4 Zimmern zu vermiethen und sofort zu beziehen. ftyorg Leih. 5368 Geräumige Mansardenwohnung an eine ruhige Fanülie zu vermiethen und Anfangs Oktober zu beziehen. Wilhelm Reiber, Bahnhofstr. 66., 5193 Zwei ineinander gehende Zimmer, unmöblirt oder auch möblirt, zu vermiethen. Kreuz lä. Die Bibliothek des Gesellschaftsvereins ist von Donnerstag den 30. August ab wieder zu der festgesetzten Stunde, Nachmittags von 2—3 Uhr jeden Donnerstag, geöffnet. 5750 In dem Schaufenster der Fr. E. Fehsenfeld'schen Buchhandlung ist neu ausgestellt: 5752 „An der Happelswiese“ (bei Annerod) Winterlandschaft, Oelgemälde von Wilhelm Jett.