Mdgtit -ssg» len ~ öenl sWtffät ^figer R-schL. ’n Ä?8 * Ll^crtnatn^ lCrtuet H?Eau fi, auf dem Lai Ms M Ä8""^ "gsfahige kmcnl-Fsdch E zugleich Laaer ktteil sub L 3978 dir llon rh. Dietrich ch »ohrecht lpWn. W | > Mädchen mit guten - )tn- und Hausarbeit ! n der E^ped. ds. U, mderen Anblick wie vor - alten hier findet mm trittspreis von dm id) der Lahn wird bm j ^nbmWM^^ l inOJtt i des „Gießener »erden von der -BlattcSzurSck- Rr. 1417. Freitag den 29. Juni 1888. ießener Anzeiger Amts- und Anzeigtblatt für den Kreis Gießen. Erscheint tügliH mit Ausnahme des Msniags. Bureaur Schulstraße 7. am PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 26. Juni. Da die Vorlage wegen Erbauung einer stehenden Brücke über den Main bei Kostheim bei dem demnächst stattfindenden Zusammentritt erster Kammer Erledigung finden soll, so wird in den nächsten Tagen dieserhalb der Finanzausschuß zusaminentreten. Hamburg, 26. Juni. Die Stichwahl im ersten Hamburgischen Reichstags-Wahlkreise zwischen Bebel und Rabe ist ans den 29. Juni festgesetzt. England. Dublin, 26. Juni. In Curragh machten gestern Abend bei einem Streit-'zwischen Soldaten zweier verschiedener Regünenter beide Parteien von den Gewehren Gebrauch und schossen aufeinander. Fünf Soldaten wurden ge- tödtet, mehrere verwundet. Weitere Thätlichkeiten wurden durch das Einschreiten der Osfieiere verhindert, welche drohten, sofort auf die Meuterer schießen zu lassen. _______________________________________________ Politische Ueberfkcht. Gießen, 28. Juni. Das preußische Abgeordnetenhaus hat am Montag nach sehr lebhafter Debatte die kirchenpolitische Vorlage in dritter Lesung mit 224 gegen 107 Stimmen definitiv angenommen. Nicht mit Unrecht konnte der Führer des Centrums, Herr Windthorst, die Debatte als einen Extract aller Cultur- kampf-Verhandlungen bezeichnen, denn noch einmal lebte der leidige „Cultur- kampf" in all' seiner alten Bitterkeit und Schärfe auf und mehr wie einmal sah sich der Vorsitzende, Vicepräsident v. Heeremann, genöthigt, seine Autorität geltend zu machen und er that dies in einer so unparteiischen Weife, daß selbst dem Fraktionsgenossen des Vorsitzenden, Herrn Windthorst, ein Ordnungsruf zu Theil wurde. Auf den Gesetzentwurf selbst wurde in der DiScussion fast gar nicht eingegangen, während man die ganze Geschichte und die Zukunft des „Culturkampses" des Langen und Breiten erörterte. Einzelne Episoden der Verhandlungen waren sehr interessant, so namentlich diejenigen, in denen die Abgg. Stöcker und Virchow sprachen und wobei es an Anklängen und Nemi- niscenzen an Judenhetze, Darwinismus, Thiermenschen, Socialdemokratie und christlich-sociale Wahlagitation nicht fehlte. Die Specialdiscnssion, welche '.nehr als 4 Stunden währte, endete mit einer wahren Springfluth persönlicher Bemerkungen, in denen die Erregung der vorhergegangenen Debatten sich noch sehr bemerklich machte. Die anderen Gegenstände der Tagesordnung boten nach Erledigung der kirchenpolitischen Vorlage kein Interesse mehr dar. Innerhalb der freiconservativen Partei sollen wegen der Haltung derselben gegenüber der kirchenpolitischen Vorlage Differenzen entstanden sein. Von dem Vorstande der freiconservativen Fraktion werden die hierüber in Umlauf befindlichen Gerüchte dementirt, doch ist dieses Dementi, welches die freiconservative „Post" bringt, so kurz und unklar gehalten, daß man vorläufig jene Gerüchte nicht kurzer Hand abweisen kann. Einen Commentar zu den Vorgängen innerhalb der Fraktion liefert vielleicht ihre Abstimmung am Montag über die kirchenpolitische Vorlage. Von den Freiconservativen enthielten sich 8 der Abstimmung, 10 stimmten mit Ja, 23 mit Nein, die übrigen fehlten. Nach dem Fraktions^Verzeichniffe zählt die Fraktion der Freiconservativen im Abgeordnetenhause 59 Mitglieder. Herr v. Bennigsen hat an den Vorstand der nationalliberalen Partei ein Schreiben gerichtet, in welchem er die Gründe seiner Mandats-Niederlegung mittheilt. Die steigende Verbitterung der Parteien, der immer schärfer auftretende Gegensatz zwischen der Reichsregierung und dem Parlamente, die Spaltung unter den Liberalen sind hauptsächlich die Motive seines Rücktrittes gewesen, trotzdem gedenkt Herr v. Bennigsen auch ferner mit seinen politischen Freunden in nahen Beziehungen zu bleiben. Die Adresse, welche 63 ordentliche Professoren der Wiener Universität, darunter Gelehrte von europäischem Rufe, an den Rector derselben, Professor Maassen, gerichtet haben, ist ein bedeutsamer Protest gegen das Em- treten des Rectors zu Gunsten der czechischen Volksschule in Wien. Professor Maaffen, welcher die Virilstimme der Wiener Universität auf dem niederöster- reichischen Landtage vertritt, hatte bekanntlich die genannte Maßregel in einer Weise vertheidigt, wie es selbst der eingefleischteste Czeche nicht hätte besser thun können. In maßvoller, aber entschiedener Sprache protestirten nun die 63 Professoren dagegen, als ob Rector Maaffen die Anschauungen der Mehrheit der Docenten an der Wiener Hochschule ausgesprochen habe und da sich auch in den Kreisen der Wiener Studentenschaft eine immer lebhaftere Mißstimmung gegen Professor Maassen kundgiebt, so ist es überhaupt sehr zweifelhaft, ob derselbe noch lange das Rectorat wird behalten können. — Die Verhandlungen in dem Tisza-Eszlarer Mordproceß gestalten sich allmälig günstiger für die Angeklagten, da die Aussagen des 14jährigen Hauptbelastungs-Zeugen Moritz Scharf sich in vielen Punkten als unwahr Herausstellen. In den Reihen der Pariser Radikalen hat die Verurtheilung der Louise Michel, des „Heldenweibes" der Commune, zu 6jähriger Einschließung und lOjähriger Stellung unter Polizeiaufsicht, große Entrüstung und Aufregung Hervorgerusen. 6 Jahre Gefängniß für ein bischen Straßen-Emeute — das ist allerdings hart und man kann es den Pariser Barrikadenmännern nicht verdenken, wenn sie ihrer Entrüstung über diesen „ungerechten" Nrtheilsspruch in mitunter sehr drastischer Weise Lust machen. Neben der „bitteren Louise" sind noch verschiedene ihrer männlichen Schicksalsgenossen zu Gesängnißstrafen ver- urtheut worden; als dre Verurtheilten abgesührt wurden, riefen ihnen die im Gerlchtssaale anwesenden Radikalen tröstend zu: „Wartet nur, sie müssen Euch wleder .rerlassen, denn wir wählen Euch zu Deputirten!" Sehr bezeichnend! ■— JldG) einer Meldung der „Agence Havas" aus Shanghai dauern die Verhandlungen zwischen dem chinesischen Staatsmann Lihung Chang und dem französischen Gesandten Tricon fort und lassen einen günstigen Ausgang erwarten. Die Unterredung des Conseilpräsidenten Ferry mit dem Marquis'Tseng habe in Peking einen guten Eindruck gemacht; die Nachrichten über die Kriegsvorbereitungen Chinas seien unbegründet. Die Arbeiten des englischen Parlamentes gehen mit schneckenartiger Langsamkeit vor sich und geben Grund zu der Befürchtung, daß die Session von 1883 in legislatorischer Beziehung abermals zu den unfruchtbaren Jahrgängen zu zählen fein wird. Von den wichtigeren Regierungsvorlagen hat bisher, wenn man von dem in einer Sitzung erledigten „Sprengstoffgesetz" absieht, noch keine einzige beide Häuser des Parlamentes passirt und die Budget- Voranschläge harren noch immer der Erledigung durch die Budget-Commission. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenr-Bureau. Berlin, 27. Juni. Das Abgeordnetenhaus verwies heute den Antrag Zelle's auf Abänderung der Städteordnung an die Gemeinde-Commission. Die Debatte beschäftigte sich fast ausschließlich mit der Auflösung der Berliner Stadtverordneten-Versammlung. Die Abgg. Zelle, Straßmann, Minnigerode, Minister v. Puttkamer, Windthorst und Cremer beteiligten sich an der Debatte. Das Haus erledigte sodann Wahlprüfungen. Kirchheimbolanden, 27. Juni. Nach einer Mittheilung der „Pfälzischen Presse" hat bei der gestrigen Reichstagswahl in Landau-Neustadt Mahla (nat.-lib.) 9223, Sartorius (Fortschr.) 9284 Stimmen erhalten, während sich 70 Stimmen zersplitterten. Es findet demgemäß eine Stichwahl statt. Nyiregyhaza, 27. Juni. Tisza-Eszlarer Proceß. Im weiteren Verlaufe der heutigen Verhandlung sagte Frau Scharf aus, ihr Stiefsohn Moritz sei stets sehr furchtsam, verlogen und störrisch gewesen, weshalb er öfter habe gezüchtigt werden müssen, zweimal habe er ein Messer nach ihr geworfen, das zweite Mal am Tage ihrer und seiner Verhaftung; seither habe sie ihn nicht gesehen. Mit seiner ©tiefmutter confrontirt, bleibt Moritz bei feinen bisherigen Aussagen. Seiner abwehrenden Stiefmutter ruft er zu: „Sie lügen ; seinem Vater, der ihn mit aufgehobenen Händen bittet, die Wahrheit zu sagen, erwidert er: „Er wolle nicht ewig eingekerkert und auch nicht Jude bleioen, die Juden würden ihn tödten." Mit den Dienstleuten des Sicherheits-Comnussars Neczky confrontirt, beharrt Moritz bei seiner Behauptung, er habe seme Oe- ständnisse freiwillig gemacht, Niemand habe ihm etwas zu Leibe gethan. PariÄ, 27. Juni. Die „Agence Havas' läßt sich aus PortSaid melden, daß auch dort zwei Cholerafülle vorgekommen, wovon einer todtlich — Der „Temps" behauptet, daß das Auftreten der Cholera bereits am 12. Mai von Bombay signalisirt worden sei und daß der internationale Gesundheitsrath strenge Maßregeln anordnete. Diese seien von dem englischen Delegirten vereitelt werden, welcher erklärte, daß den Landeisinteressen ebenso gut Rechnung getragen werden müsse, wie den Interessen der öffentlichen Gesuud^ett^pstege.^, 27. Juni Der Sanitätsrath beschloß, die sämutt- lichen egyptischeu Provenienzen der Quarantäne gemäß dem Reglenient von 1 >« au unterwerfen Deshalb müssen im Mittelmeer alle Schiffe Smyrna oder Beyrut anlaufen Für die Häfen des Rothen Meeres wird besondere .Quanin* ZamXl Alle Sanitätsämter werden telegraphisch instruirt Alexandrien, 27. Juni. (Telegramm des „Reuter scheu Bureaus"). In Damiette starben gestern 47 Personen, davon 37 an der Cholera; in Man- surah sind von 7 Cholerakranken 2 gestorben. I.1WI I'I ■' I I II. ijygWMIl Die Regierung wird sich unter diesen Umständen gezwungen sehen, die zur Be- rathung der von Abgeordneten eingebrachten Bills bestimmten Tage auch noch für sich in Anspruch zu nehmen und der Premier Gladstone gedenkt einen dahin zielenden Antrag einzubringen, welcher kaum einer nennenswerthen Opposition begegnen dürfte. Berichte aus Konstantinopel erklären den Aufstand in Albanien für erloschen. Die Mehrzahl der aufständischen Stämme hat, falls ihnen General-Amnestie gewährt wird, ihre Unterwerfung angekündigt, andere Stämme haben ihre Bereitwilligkeit zu Unterhandlungen erklärt. Vorläufig ist auf dem infurgirten Gebiete Waffenruhe eingetreten, welche der Commandeur der türkischen Truppen den darum nachsuchenden Stämmen gewährt hat. Aus Damiette (Egypten) kam vor einigen Tagen die Kunde, daß daselbst ein gastrisches Fieber ausgebrochen sei, welches einen typhusartigen Charakter habe. Die in Alexandrien domicilirende ständige internationale Gesundheits-Commission begab sich sofort nach Damiette und hat nun conftatirt, daß das „Fieber" thatfächlich die Cholera ist und daß die Zahl der Erkrankungsfälle zunimmt. Hoffentlich geschieht Alles, um den umheimlichen Gast von den Küsten Europas fern zu halten. Im Gebiete des untern Missouri und Mississippi haben große Ueberschwemmungen stattgefunden, wodurch die Ernte theilweise vernichtet Horden ist. l I !■ .........---— ........■ lienW: test. Taxator nPl8,z 8,609 »urnpen, Knochen, Alten. S iftotbtnWr, ■RtutM 22._____ ms sütiMW« p w\ y ) anbtie Maschen bei wooMM oooooooou.- iilelle gelilA In einem | ÜÄ 45 2. Wieseck, 44 3. soll Wilhelm Klee, 4442 Alle Sorten Mineralwasser in stets frischer Füllung empfiehlt 3575 Gg. Wilh. Weidig, Herrn F. Gros, Gießen, Ludwigsplatz 6. 4411 42V2 39 38V2 35 341/2 Ph. Möser, ] Joh. Kreiling, > Ludw. Mank, J W- Rtebel, Gießen, DaS gestrige erste Concert der spanischen Studenten in den Garten-Anlagen dev „Hotel de belle vue“ war ziemlich besucht. Die Witterung war für ein Garrencorrcerr relativ kühl, doch blieb man von dem vorübergehend drohenden Regen verschont. Die Eftudiantina Espannola zählt 15—16 Mitglieder und zwar, will man sie semesterweise classificiren, vom Fuchs bis zum bemoosten Haupt- Die dunkeläugigen Söhne des Südens fanden eine sehr warme und liebenswürdige Aufnahme beim Publ tum bezw. bet hiesigen Commtlitonen (Corpsftudenten), wie auch der Universität^ Curator ihnen lebhaftes Interesse entgegenbrachte. Die Gäste erschienen in altspanischem Nattonal- Costüm, den Mantel malerisch über die Sammijacke geschlagen. Sie boten tn ihrer schwarzen Tracht einen interessanten Anblick- Ihr Programm bestand durchweg aus National-Tänzen, die mit ihren, zum Theil eigenartigen Instrumenten — außer Violine, Flöte, Guitarre und Triangel waren Mandoline bezw- Bandurra, sowie kleine Tamdourine vertreten — ousgeführt wurden. Die Handhabung der Instrumente ging theilwetse über den gewöhnlichen Dilettanismus hinaus und leisteten einzelne Mitwirkende Voi- zügliches. Was der fremdartig klingenden Musik einen besonderen Reiz verlieh, war der bestrickend weiche, süßliche Zusammenklang. Häufig piano resp. pianissimo gehalten, eigneten sich die Concertstücke allerdings besser für den Concerisaal wie für den Vortrag im Freien. Die einzelnen Nummern fanden lebhaften Beifall und wurde Einiges da capo gegeben, so die Nummer Les amis, valse pour Bandurra et Guitarre sowie die Schlußnummer mit Gesang. Die Estudiantina errang allseitige Zufriedenheit, die beste Empfehlung für das heutige zweite Concert, das wiederum im Bellevue-Garten stattfindet. Kirsi Wckochm, stets M Lri der „Germ Sonntag den 8. Juli, Nachmittags 2 Uhr, in der Stadtkirche zu Gießen Wafferwärme der Lahn. Am 28. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 171/? R-, Luftwärme + 19« 9t L- Cbr. Rübsamen. gefeiert werden. Die Predigt hat Herr Stadtpfarrer Ritsert von Darmstadt übernommen. In der Hoffnung, daß sich auch viele Landleute an dem Feste betheiligen, hat Großherzogliches Oberconsistorium allgemein die Erlaubniß ertheilt, an diesem Tag den Nachmittagsgottesdienst aussetzen zu dürfen. Nach den Statuten soll jeher Zweigverein durch zwei Abgeordnete vertreten sein. Es ist zu wünschen, daß dieß auch beobachtet wird. Die Geistlichen wollen das Fest künftigen Sonntag anzeigen. Lang-Göns, den 27. Juni 1883. Strack, Dekan. A der Kinzen! fötal werden folge k Hand verkauft: d Bohrer, 1 Schleifstein, 1 Brunnenstei 1 Strohbank, 1 FegnMe, 1 offaitS Maei 1 MekmaM \ Beetpflug, Petroleum: u 1 gut erhaltene- l Atthie eichen 1 Deispänniger c ^ttmwaagen, ® Werkdielen. Jahresfest des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adoif-Slistung. Das Jahresfest des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung Ikilgcöo A Sine Parthie ^lügeben Lud« B eck er, j W>°s°ck, Otto Münch, \ A- Bender, Gießen, E. Völzel, Wieseck, A- Sanner, Gießen, 4. 5. 6. 7. 8. 731/ Ucber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition >-»«» ’JS; >—--eül ^2®“ Mit« •l-H. Ä : ÄH? als Sieger Diplome: 1. Preis mit 46V2 PunktenöK. Jullmann, Gießen, Karl Christ, Wieseck, Zum Turnfest. Zur Decoration von Häusern, Sälen, Festhallen rc. empfehle: das allgemeine Turner-Wappen, Hesfifche Wappen, Reichs-Wappen, Turner-Sprüche, Emblemen, Will- kommen, Germania re., sowie DecoratLonsfähnchen, Lampions, Ballons und fertige Papier-Rosen in großer Auswahl und zu billigen Preisen. 9. „ „331/2 „ PH. Rohrbach, Wieseck. Der Obmann beglückwünschte die Sieger und empfahl denselben, sowie auch den Besiegten durch warme Worte, wacker weiter zu wandeln auf der betretenen Bahn. Beim Schauturnen wurden recht gute Leistungen gezeigt und muß man einen Fortschritt anerkennen. Hoffen wir auf dessen stete Weiterentwickelung. Die weiteren Stunden wurden durch Vorträge des hiesigen Gesangvereins „Concordia" gewürzt und fanden durch ein nettes Tänzchen ihren Abschluß. Man trennte sich erst, als schon der neue Morgen graute, mit dem Bewußtsein, ein recht gemüth- liches Fest verlebt zu haben und werden die bei uns verlebten Stunden wohl Allen in guter Erinnerung bleiben- Gießen, 28. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 27. Juni l. I. gegen 1) Kaufmann Christian Hofm annzu Gießen wegen betrügerischen Bankeruits. 2) Susanne Schilling von Offenbach wegen Beihülfe. — Dieselben waren beschuldigt und zwar 1) Christian Hofmann: daß er im Juli 1882 seine Zahlungen eingestellt und in der Absicht, seine Gläubiger zu benachtheiligen, a. Schulden anerkannt habe, welche ganz oder theilwetse erdichtet waren, b. Handelsbücher, deren Führung ihm gesetzlich oblag, zu führen unterlassen, bezw. sie so geführt habe, daß sie keine Uebersicht des Vermögens gewähren; 2) ©uf ann e S chilling : daß sie dem Christian Hofmann zu Gießen zur Begehung des unter la erwähnten Verbrechens wissentlich durch Rath und That Hülfe geleistet hebe. Beide Angeklagten wurden für schuldig erachtet und demgemäß Hofmann in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren 6 Monaten, abzüglich von 3 Monaten Untersuchungshaft, und Susanne Schilling tn 9 Monate Gefüngniß veruriheilt. — Ueber die am Sonntag in Wenzel's Garten auftretenden spanischen Studenten entnehmen wir der Bonner „Deutschen Reichs-Zeitung": Den. nc ■ «u Keitas6tn 1 MMS- KSL HAni MmrWlÜhlM MMg«« jffli echrd-rkchei LLi-(3'"kd°ch Wl merbeit. *9 l«?™ haeau hierM, «mnuTtai»jöaumeilt säi zur EiSs Ügate der Djfert In 30. Juni. MÄeserchütte, ffi Geb, Vermischtes. Frankfurt a. M., 26. Juni. ^Zoologischer ©arten.] Der nächste Sonntag der Zwanzigpfennigtag des Juli. ist ein wichtiger Jahrestag für den Zoologischen Garten, denn es sind am 1. Juli d. I. zwanzig Jahre her, daß der indische Elephant in dem Etablissement eingetroffen ist. Am darauffolgenden Sechskreuzertage, welcher damals auf den 5. Juli fiel, war der Garten von 15,250 Personen besucht, die höchste Zahl, welche in dem alten Zoologischen Garten jemals erreicht worden ist. Es beweist dieser Zudrang, welch lebhaftes Interesse der Elephant in den weitesten Kreisen erweckte. Das mächtige Thier, welches sich seitdem stets des besten Wohlseins erfreut, hat fick auf das Prächtigste weiter entwickelt und eine neuerdings vorgenommene Messung desselben hat gezeigt, daß es fe;t dem Tage seiner Ankunft um 70Centimeter höher geworden ist, was einem vollen Drittel seiner damaligen Größe entspricht. Es hat nunmehr eine Höhe von 2 Meter 82 Cent- erreicht und ist eines der größten Exemplare, wenn nicht überhaupt das größte seiner Art, welches sich tn einem europäischen Zoologischen Garten befindet. Witterungskunde.*) 29. Juni. Nach Osten und Nordosten, wenn auch Frühmorgens dunstig bis bedeckt, so doch Morgens bis Vormittags aufgebessert, Mittags mehr wolkig, Nachmittags Neigung zu Aufheiterung, Abends wieder mehr dedeckt. Nach Westen und Südwesten zu tm Allgemeinen mehr bedeckt, namentlich in Süddeutschland nicht ohne Niederschläge, die am Abend mäßig gewitterhaft auftreten. 30. Juni. Im Allgemeinen Morgens molk g bis bedeckt, bann Aufheiterung, auf Mittag zu Haufenwolkm, Nachmittags besser, Abends gewitterhaft- Namentlich tn den südlichen Gebieten sind *mmer noch kurze, örtlich ergiebige Regenschauer mit Gewitternatur zu erwarten. Dir Winde sind dabei im Allgemeinen mäßig, im Süden und Südwesten ziemlich lebhaft- Der Wasserstand des Rheins dürfte bei Köln eine mittlere Höhe von 3 bis 4 Metern haben- 1. Juli. Sonntag- Frühmorgens graublau bis schleierig, bann sich aufheiternd, schwül, stellenweise gewitterhaft Vormittags und Mittags; Nachmittags schön und sehr warm- Das nächtliche Temperaturminimnm sinkt im Nordseegebiet. Es beginnt eine Gewittcrperiode, die namentlich dem Süden mit den Tagen fortschreitend plötzliche und massige Niederschläge bringt. Die Wafferstände steigen, soweit sie von den Niederschlägen in südlicheren Gebieten abhängen Nach Osten und Nordosten zu ist mehr Aussicht auf vorwiegend trockene und heiße Tage mit Gewittern Vormittags bis Mittags und vereinzelt Nachts. *) Aus Dr. ß. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Juni, abgeschlossen am 15. Mai (Verlag der M- .Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 A)- — Nachdruck verboten. und Limburg, 27. Juni. Rotber Weizen A 17.50, Weißer Weizen A —.—, Korn A 12.15, GersteA 8.80, Hafer A 7-60, Erbsen A —.—, Kartoffeln^—.— Frankfurt, 27. Ium. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu A 2.80—3.80, Stroh A 2—2.20, Eier das Hundert 4.50—5.50, Stück 5^, Butter 1. Qualität A 1.25, 2. Qualität A 1.15, Kartoffeln per Centner A 4.50. Kohlrabi 1—5 H per Stück, Erbsen per Pfd. 25 H, Spinat per Mahlzeit 30 H. Poularden A 2—3, Huhn n Monat Mi, Wandlung itl Köln, Weizen X , too^tW-r; t der ^ntner M i Xr VS 5ÄÄ *-*-*j:5 icht «ebell,^M 0, c GIESSEN Seltersweg 2 institut zur Verwendung. Wir laden die hiesigen Einwohner zur Benutzung dieser Termine mit dem Bemerken ein, daß allein denselben vorgenommenen Impfungen für den Einzelnen unentgeldlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß auf eigene Kosten die Impfung vornehmen lassen. Kinder, deren Zurückstellung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können in den Terminen gleichfalls dem Jmpfarzt vorgestellt werden. Gießen, den 25. Juni 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. lge svater. :e sind die un Jadre 1882 geborenen Kinder," sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Es dürfen jeddch auch Kinder, die erst in 1883 geboren sind, zur Impfung gebracht werden und auch Erwachsene werden aus ihren Wunsch geimpft. Es kommt nur Kälberlywphe aus dem LandeS-Jmps- Primär ApfelfiNeA empfiehlt Heinrich Hinkel, 3483 Eine fast noch neue Treppe zu verkaufen.Ludwigsplatz 4. Sp.ecialität: illiqste Preise. Pre is- Co üräiitefranco. M. Herbst Söhne urzbur^.ßad Kissin^en 8c Efeer Küchcu- geräthc 4240 Wiirsierliüte große Auswahl bei 37 __C. L. Gail, Seltersweg.^ Cogna,c\ Das vernickeln und Poliren aller Arten Metallgegenstände, insbesondere von Fahrgeschirren, Neitzeugen, Wagenbeschlägen, Deichselbrillen re., wird täglich besorgt von 4349 LouisSenner, Sattler. Corsetten! Toiirnure! Schürzen (weiß, farbig und schwarz) für Damen und Kinder in den neuesten Fayons empfiehlt in großer Auswahl zu billigsten Preisen 4444 J. ZU. JFuhr9 Sonnenstraße 25. Werkzeugen für Schreiner, Zimmerleute, Wagner, Schlosser u. s. w. Beschlägen aller Art. 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Abonnements werden jederzeit angenoinmen bei allen Buchhandlungen und Post- anstalten. — Probe-Nummern gratis und franko durch die Expedition, Berlin W., PotSdamer-Straße 38; Wien I, Qpern- gassi' 3-_------------— Fuhrknccht. Tüchtiger Fuhrknecht, der Liebe zu Pferden hat, gegen hohen Lohn für sofort gesucht. Näheres in der Exped. Bekanntmachung. Die nächste Steuererhebung für die Gießener Pflichtigen findet an den Werktagen vom 1. bis 20. iitd. des nächsten Monats statt, wobei die Brandversicherungsbeiträge pro 1882 miterhoben werden. _______________Großherzogliche Districts-Einnehmerei Gießen I.________________ Pfennig - Sparkasse. Die Einleger werden aufgefordert, Samstag den 30. Juni I. I. die Sparkaffenscheine zum Zwecke der Einlage der Pfennigspargelder in die Sparkasse dahier an die Pfennigsparkasse-Erheber abzugeben. Gießen, den 27. Juni 1883.Das Curatorium. 4360 Ein Pianino von vorzüglichem Tone und solidester Bauart ist billig zu verkaufen. Adresse in der Exped. ds. 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Zugleich besorgen wir bezüglich der von uns in Verwahrung genommenen Werthsachen folgende Leistungen: das Abtrennen der fälligen Zins- und Dividendencoupons, deren Jncasso oder Verwerthung; — die Entgegennahme von Hhpothekenzinsen; — die Besorgung neuer Couponbogen, den Umtausch von Jnterimsscheinen in definitive Titel; — die Besorgung ausgeschriebener Einzahlungen und Ausübung von Bezugsrechten nack Auftrag, sowie: die Controle über Verloosung und Kündigung von Werthpapieren und den Jncasso verlooster resp. gekündigter Effecten. Die Deponenten erhalten halbjährlich beim Semestralabschluß ein Verzeichniß ihrer bei uns ruhenden Werthpapiere zur Prüfung und Anerkennung zugestellt bei welcher Gelegenheit wir für die gesammten oben näher bezeichneten Leistungen eine Aufbewahrungs- und Verwaltungsgebühr von ein Viertel pro Mille halbjährlich von dem ungefähren Courswerth der hinterlegten Effecten (im Minimums5 per Semester angefangenes Semester für voll) berechnen. ' Die Eingänge für Coupons, Zinsen und verlooste Effecten können den Deponenten nach Wunsch in lausender Rechnung oder in Checkrechnung verzinslich gutgeschrieben werden. Schließlich bemerken wir, daß das volleingezahlte Actiencapital der Mitteldeutschen Creditbank dreißig Million. Mark beträgt. 4443 Franksurt a. M., Juni 1883. Mitteldeutsche Creditbank. Filiale Frankfurt a. M Bureaur Junghosstraße 14. Englische Futzlmden-Bel-Ackfarbe (zum SelbstlackLren von Fußböden) in bekannter vorzüglicher Qualität. 3«- Niederlage bei Fr. Seibel. 3708 HlellenvcrmiMungsburcau de» Kaufmännischen Kkreins Frankfurt a. Ä. die günstigsten Erfolge. wk Wenzel s Garten, Giessen. !! Zum ersten Male in Deutschland!! Sonntag den 1. Juli 1883: iMT liir eitern«® CONCERT der Zr Esluiliaiiliiiii Espanii* L (Spanischen Studenten von der Universität Madrid) in ihren malerischen altspanischen Studenten - Costttmen. Anfang 5 Uhr. — Entree 1 Mk. Programme an der Kasse. Billets vorher A 50 Ffg. in der Delicateffen- Handlung von Herrn Carl Schtvaab (Seltersweg), sowie bei Herrn Friseur Gerhardt (Lindenplatz). NB. Die spanischen Studenten fanden während ihrer Reise durch Deutschland überall die wärmste und liebenswürdigste Aufnahme und wurde denselben besonders auf den deutschen Hochschulen, namentlich in Bonn, das lebhafteste Interesse seitens der Studentenschaft entgegen gebracht. 3NF- Bier im Glas. 'M 4459 Gewerbverein in Gießen. Der in der Generalversammlung vom 20. Juni beschlossene gemeinsame Ausflug nach Wetzlar zur Besichtigung des dortigen Hüttenwerks und Walzwerks wird Samstag den 30. Juni unter der Leitung des Herrn Schiele stattfinden. Abfahrt vom Bahnhof 442 Nachmittags, Ankunft in Wetzlar 459, Rückfahrt aus Wetzlar 921, Ankunft in Gießen 940. Zu recht zahlreicher Betheiligung ladet hierdurch ein Der Vorstand: 4458 Dr. H. v. Ritgen. TMerscleeitsvereiete l Montag, 2. Juli 1883, Abends 8 Ahr, im Cafe Schwimi. Gesellschaft „Heiterkeit". Samstag den 30. Juni, Abends V29 Uhr: ordentliche Generalversammlung Tagesordnung: Rechnungsablage, Vorstandswahl. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. 444$ Der Vorstand. Math. Kirchen-Gesangverein. Freitag drn 29. Juni, Abends 8 Uhr: 4448 Außerordentliche Generalversammlung. Gcschästs-Erössmmg. Die Solinger Stahlwaarenhondlung und Dampfschleiferei von H. Tesche uns Solingen empfiehlt sich einem hiesigen sowie auswärtigen Publikum. Es wird alle Tage jede Stahlwaare fcharf geschliffen und neu polirt. Nur durchaus beste Waare, reelle Preise und freundliche Bedienung soll mein Bestreben und Empfehlung sein. 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