Donnerstag den 29. März 1883 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Betreffend: Frühjahrs - Control-Vers ammlungen. Gießen, am 20. Februar 1883. bulbirection Gießen, den 17. Februar 1883. Bekanntmach un g H, daß ain Oberst z. D. und Bezirks-Commandeur. und um und um Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinzerlchn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Die diesjährigen Frühjahrs-Control-Versammlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden: 1. Im Bezirke der I» Compagnie (Gießen). 1) 3» Gießen am 2. April 1883, Vormittags, im Oswald'schen Garten und zwar um 77a für sämmtliche Reservisten der Infanterie, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatzj-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um 8% Uhr für sämmtliche Weyrleute der Infanterie, um 10 Uhr für sämmtliche Reservisten und Wehrleute der übrigen Waffen. Hierher gehören die Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg, Heuchelheim, Klein-Linden und Oppenrod. nfdö Saftet 2050 *n ®ittd 2) Zu Lollar am 3. April 1883, Vormittags, neben dem neuen Bahnhofsgebäude zwar um 9 Uhr für sämmtliche Reservisten sowie zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, 10 Uhr für sämmtliche Wehrleute aller Waffen. Hierher gehören die Orte: Mendorf a. d. Lda., Alt-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Hof Heibertshausen, Groß-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mir Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. 3) Zu Grünberg am 3. April 1883, Nachmittags, an dem Bahnhofe zwar um lJ/4 Uhe für sämmtliche Reservisten sowie zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, 21/4 Uhr für sämmtliche Wehrleute aller Waffen. Hierher gehören die Orte: Allertshausen, Beltershain, Gellshausen,L Göbelnrod, Grünberg, Hattenrod, Harbach, Keffelbach, Lindenstruth, Londorf, Lumda (Groß unh Klein), Odenhausen mit Appenborn-Hof, Queckborn, Reinyardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain und Winnerod. 11. Im Bezirke der 11. Compagnie (Lich). Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen lassen. Dr. Boekmann. Es ist selbstverständlich, daß dieser Tag von der ganzen evang. Welt als ein Danksest begangen wird für das, was nach Gottes Rathschluß zuvörderst durch dieses große Werkzeug unternommen wurde: das Werk der Kirchen- Refolmation. Aber wie der Tag auch äußerlich nicht zusammenfällt mit unserer kirchlichen Reformationsfeier, jo hat das evang. Deutschland allen Grund, eine besondere Lutherfeier zu begehen und diese zu einem wirklichen Erinnerungsfeste zu machen, bestimmt, die Gestalt des gewaltigen Marnies in die Herzen des gesamnuen Volkes einzuprägen. f o _ Niemals war es mehr an der Zeit, es laut zu bezeugen, was uns Luther ist und was die Welt ihm verdankt, als jetzt. Zwar ruht unsere Kirche auf keines Menschen Wort und Lehre, sondern ausdem unfehlbaMi GotteSwort, zwar ist sie nicht gegründet auf das Ansehen einer einzelnen Perfon, sonder n aus den Felsen des Glaubens an den Sohn Gottes, und wir stnd darum weit davon entfernt, aus den Vätern unserer Kirche fehlerlose Heilige zu machen, und wir verwerfen eine nut der Wahrheit nicht zu verbindende Schönmalerei und ungebührliche Verherrlichung dieser menschlichen Träger eines göttlichen Auftrages ; aber wir wollen uns auch nicht durch solche Angriffe, ivie sie gerade in neuester Zeit mit viel Gelehrsamkeit und Betriebsamkeit, aber mit wenig Ver- Mndniß für das Innerste in seinem Leben unternommen worden sind, dieses auserwühlte Heldenbild, zu dem jetzt vier Jahrhunderte lang die Deutschen wie late t «0 Mx, 71. Zweites Blatt O Zu H«»»gen am 7. April 1883, Mittags 12 Uhr, am Friedhöfe für sämmtliche Reservisten und Wehrleute sowie zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. Hierher gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Ronnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Villingen. 2) Zu Lich am 9. April 1883, Vormittags, am Bahnhöfe. und zwar um 9 Uhr für sämmtliche Reservisten sowie zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um 10 Uhr für sämmtliche Wehrleute aller Waffen. Hierher gehören die Orte: Albach, Mendorf a. d. Lahn, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Groß-Linden, Grüningen, Hausen, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühlsachfen, Münster, Hof-Gill, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg. aus den genannten Orten zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden Offiziere und Mannschaften des Beurlaubteu- standes aller Waffen des deutschen Reiches zu erscheinen, welche zur Reserve uub Handmehr geboren, zur Disposition der Truppenthelle beurlaubt, oder zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassen siuo. — Die Ersatz-Reservisten haben nicht zu erscheinen. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche spätefteiis 8 Tage vor den betreffenden Control- Versammlungen auf dem Dienstwege eingereicht werden. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben sich der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen. ™ nurd noch bemerkt, daß die Leute mit dem Rtilitär-Paß und Führungs-Attest versehen in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben, und vor dem Beginn der Control-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen 2c. fortzulegen find. Fehr. v. oiöder. i ■ 1U b-April d Uhr. chiehcner Anzeiger Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Semester mt i- Ausbessern de» M ModellzeichAl i ung des 'e, Lvitzenarbeit; landzeichnen. Anmeldung N il genügender 1 ;u mchen. er Borßand artens i 3. April imi ich Mlil--! 1 borgens 8^ Ar Bartel. -indeiM^, itn W furt n. M > -slllhklldt in, flc9cn9eIä| Bureau r Schulstraße 7. ? “tb bie 9L dly)t aud!, tfl’ Bon« AÄl!» * - rtirnlW? ... 1 Allergi?digst"gencht6e" der GroWerzog h'«ben /L 14-c Directoc der Realschule zu Mainz Dr. Friedrich ^chodler auf fern Rachjuchen, unter Anerkennung feiner langjährigen treuen and ersprießlichen Dienste, mit Wirkung vom 1. April 1883 an, in den Ruhe- 'n nnpHpihOpnr eßen Unb ^>blben das Ritterkreuz 1. Klasse des Ludewigsordens h t ®e- Königl. Hoheit der Großherzog nahinen .KnS 5 empfingen den Mazor v. Sluckaro, Director der h n?Urr ' Fbuermehrkute Franz Ptumb il. und Deppert ans Oberlandesgenchtsrath Mor, den Proftffor Noack; ?uui Vor- 1 Mat? f 5 JnL S-arck, den Oder-Kammerherrn Frhrn. „;r Das Amtsblatt Großh. Oberconsistoriums ^Suchten aus den, Jahre 1882 und an deren Sp.tze Ivlgendes Auslchreiben an die evang. Pfarrümier des Grogherzogthums: „Indem wir Ihnen die kirchlichen Nachrichten über das adgelaufene Jahr Zugehen lassen, ergreifen wir die Gelegenheit, Sie auf ein Ereigniß des laufen* ven Zahres von höchstem Belange für die gefammte evang. Christenheit hinzu- nyeffen . wir meinen den am 10. Rovember 1883 eintretenden 400jährigen (Geburtstag Dr. Martin Luther's. I..4 Dtriöi: i l ' 2002 33 A. Fangmann 1961 Kleiderstoffe! F. Holberg, Kirchmpiatz 1708 Weinverkauf F. Holberg, Kirchenplah 1707 per Flasche per Flasche Feinste empfiehlt T> 600 !9 1953 Im I<'ass entsprechest«! billiger* zu Mk. 1,10 und 1.20 J. A. Busch Söhne 1754 Herrn, Ang. Müller. A 1904 250 300 60 80 100 150 250 300 Champagner Tokayer » edKit W. Chocolade und -Chocolade-Pulver von Starker L Pobuda, Kgl. Hoflieferant, Stuttgart. Ober-Ingelheimer Medoc Priorato St. Julien St Estephe *r> 1999 Neuheiten in größter Auswahl und billigsten Preisen empfiehlt » 19 r 90 100 120 150 200 festlichen Veranstaltungen der eigentliche Geburtstag Samstag der 10. Novembe Vorbehalten bleibt. Zur würdigen Vorbereitung und Durchführung dieser Feier in unserem Lande haben Sie das Beste und Wichtigste zu thun. Wir zählen darauf, daß Sie stch eine möglichst volksthümliche, alle Klassen und Schichten der Gemeinde umfassende, die Schule mit Lehrern und Jugend voll und ganz in Anspruch nehmende Feier werden angelegen sein lassen. Gott wolle Ihnen und Ihren Gemeinden dazu seinen Segen geben. — Dem Landes-Comitö zur Unterstützung der Wasserbeschädigten im Großherzogthum ist heute Seitens des Herrn Präsidenten des Reichstags ein weiterer Beitrag von 32,860 zugegangen, der bei der Vertheilung einer ihm vom Auswärtigen Amt übermittelten Sammlung von Liebesgaben auf das Großherzogthum gefallen ist. Tafelobst. Dalenzia Edel Orangen, Blut-Apfelsinen, Tyroler Tafeläpfel in 4 versch. feinsten Sorten, Malaga-Trauben, Prinzeß-Mandeln, zu einem Vater emporgeschaut haben, nehmen lassen. Zweifelsohne werden gerade diese Angriffe vielen Protestanten Anlaß geben, sich auf's Neue in Luther's Leben, Wesen und Werk dankbar zu vertiefen; bei den evang. Geistlichen ist eS selbstverständlich, daß sie stch mit neuer Freudigkeit darauf besinnen, was wir an dem in jeder Ader feines Wesens deutschen Reformator besitzen. Während der Waffenkampf um den Glauben sein Ende gesunden hat, ist der Geisterkampf der Reformationszeit jetzt aus der ganzen Linie wieder entbrannt, und es würde in der That der von den Gegnern vorausgesetzte Zerfall des Protestantismus sein, wenn unsere Kirche aus diesem Kampfe nicht gereinigter, geläuterter und entschiedener hervorginge. Eifrige Beschäftigung mit Luther's Bild und Luther's Schriften, wobei auch seiner Fehler und Schwächen mit Offenheit gedacht werden niufe, werden die besten Waffen zur Führung dieses Kampfes darreichen. Denn wenn auch unser theologisches Denken nicht einfach bei Luther stehen geblieben ist und stehen bleiben kann, wird doch unser evangelisch religiöses Leben nicht hinaus kommen über feine vorbildliche tiefinnerliche Frömmigkeit, die in unerreichter Kraft des Wortes das Herz und das Gewissen seines Volkes zu treffen wußte. In diesem Sinne getrieben, wird die Vertiefung in Luther auch für die verschiedenen Richtungen und Standpunkte innerhalb unserer Kirche ein Einigungsband werden können. Es ist zu hoffen, daß bei dem geläuterten geschichtlichen Sinn, dessen unsere Zeit sich rühmt, nicht eine einzelne Richtung sich des großen Mannes bemächtige, sondern daß man ihn, der der Geschichte angehört, als eine außerhalb des jetzigen Parteikampfes stehende und allen gemeinsam angehörige Gestalt verehre. Schaaren wir uns um die religiöse Persönlichkeit Luther's und lernen wir von ihm immer wieder die „Freiheit eines Christenmenschen" mit der Beugung vor der Autorität des göttlichen Wortes zu verbinden. Dies Alles lassen Sie uns insbesondere auch thun um unseres Volkes, um unserer Jugend willen. Ist es nun einmal das tragische Geschick unseres Volkes, daß seine größte That, die That, die seine Stellung in der neuen Geschichte bezeichnet, nur von dem evang. Thell mit Freude und Begeisterung gefeiert wird, und mischt stch so in unsere stolzesten Erinnerungen der Schmerz über die mangelnde Ein- müthigkeit der Feier, so sehen wir doch eine Heilung der klaffenden Wunde nicht in einem Verschweigen oder Verbergen derselben, sondern in der Betonung des evang. Standpunktes, der, was vom Evangelium in ihr ist, auch in jeder anderen Kirche anerkennt, in der Betonung des protestantischen Princips der Gewissensfreiheit, wonach Niemand um seines Glaubens willen gekränkt werden soll, so wollen wir auch zwischen den Confessionen nur einen Wettkampf in Werken des Glaubens und der Liebe. Eben dazu aber ist es nöthig, daß das Glaubensleben erstarke und stch vertiefe, und dazu soll die Lutherfeier auch ihr Theil beitragen. Während wir über die Einzelheiten der Feier des Festes, das nicht blos ein Kirchensest, sondern auch ein Schulfest, womöglich ein Volksfest des ganzen evang. Deutschlands sein soll, nähere Bestimmungen vorbehalten, weisen wir zunächst darauf hin, daß die kirchliche Feier am schicklichsten Sonntag den 11. November gehalten werden wird, während der Schulfeier und sonstigen 1154 Schüler finden gute und billige Pension^ fowie Beaufsichtigung durch einen class. Philologen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. n 51 Ankauf von Lumpen, Knochen, Papier und Akten. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. Baron Lieblos Ma Ito - Legumlnose - Mehl, Beste blutbildende und leicht verdauliche Nahrungsstoffe für Kinder und Erwachsene, von vielen medicin. Autoritäten warm empfohlen. Niederlage in Gießen bei Carl Schwaab und H. Kinkel, Conditorei. C. G. Kleinhenn’s Delikatessenhandlung. 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Der Mörder des Briefträgers Cossäth wurde gestern früh in Begleitung von zwei Polizeicommisfaren von Magdeburg hlerherlransporttrt. Zunächst wurde er nach einer Zlle des Untersuchungsgefängnisses in Moabit gebracht und tm Brtsein des Staatsanwalts und des Criminalcornrnsssars Geiger, welcher bekanntlich die Recherchen in dieser Sache geführt hat, seiner eigenen Kleidung, in welcher er sich seit seiner Festnahme befunden hatte, entledigt und dafür mit dem Gefangenenanzuge versehen. Die Kleidung des Sobbe wurde hierauf sorgfältig untersucht und dabei wurde die überraschende Entdeckung gemacht, daß die Beinkleider stark mit Blut bespritzt waren, daß ferner an den Manschetten des Oberhemdes Blutfpuren sich befanden und ebenso auf fernem blauen Rock Da der Mörder in Berlm in seinem blauen Rock gesehen worden, so entstand die Vermuthung, daß Sobbe fett der Mord- that Übelhaupt nicht feine Wäsche und seinen Anzug gewechselt hat, welche Annahme sich sodann auch bestätigte. Trotz der ihn sehr gravirenden Blutflecke (die er alS Bierflecke bezeichnete) beftrstt Sobbe jede Betheil'gung an der Ermordung des Geldbriefs trägers Cossäth und gab an, am 12. ds. (dem Tage der That) sich in Ern chcn befunden zu haben, wostlbsl er für eine Buchhändlersfirma in Magdeburg colportirt habe. Inzwischen waren sürnmlliche Recognoscenten des Mörders nach dem Criminalgericht gekommen und Sobbe wurde aus seiner Zelle dem Untersuchungsrichter, LandgertchtS- rath Hollmann, vorgeführt. Auf die Frage beffdben, ob er die Mordthat verübt habe, erwiderte Sobbe mit fester Stimme: Rein! Hierauf legten die den Sobbe begleitenden Magdeburgischen Polizribeamten einen sechsläufigen Revolver vor, den sie in seinem Koster gefunden halt n. Die hierselbst in dem Logis des Mörders in der Adalbert- straße vorgefundenen Revolverpatronen wurden vorgezetgt und die Besichtigung ergab, daß die Patronen genau zu dem Revolver paßten. Dieser gravirende Umstand konnte jedoch den Sobbe nicht bewegen, die That einzuräumen und es sollte nunmehr zur Vernehmung der Rokognoscenten geschritten werden. Zu dem Zwecke wurde Sobbe von dem Untersuchungsrichter aus dem Verhörszimmcr über den Corridor, woselbst die Rekognoscenten standen, nach einem gegenüberliegenden Zimmer geführt. Als Sobbe im Corridor die Rekognoscenten erblickte, erschrack er sichtlich und vermochte sich kaum auf den Beinen zu halten. Der Untersuchungsrichter hatte die tiefe Bewegung des Sobbe wohl bemerkt und er begab sich zunächst allem mit dem Verdächtigen nach dem anderen Zimmer, woselbst er ihn fragte, ob er jetzt, da die Rekognoscenten ihn unzweifelhaft als den Mörder bezeichnen werden, noch mit einem freiwilligen offenen Gesiändntß zögern wollte. Nack einem Schweigen von etwa einer Minute gab Sobbe die Erklärung ab, daß er der Mörder des Geldbriefträgers Cossäth sei und daß er die Ermordung eines Gcldbriefträgers, um sich die Baarschaft desselben anzueignen, während seines achttägigen Aufenthalts in Berlin geplant habe. Nachdem dieses unumwundene Geständniß des Mörders protokollirt worden, trat der Untersuchungsrichter aus dem Vernehmungszimmer in den Corridor und sagte den Rekognoscenten, daß Sobbe die That eingeräumt habe und somit eine Recognition feiner Person seitens der oorge- ladenen Zeugen überflüssig set. Sobbe, welcher sich nach seinem Geständniß in hoher Aufregung befand und völlig außer Stande war, eine Darstellung des näheren Thai- bestandes zu geben, wurde nach seiner Zelle zurückgebracht. &«■ ^niirrj im ailf31 her . St«; i N Die Neuheiten in En-iiiiii-ms imil Sonnensdiiniien sind bei mir eingetroffen und empfehle solche zu billigsten Preisen. 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I., von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Strangswiese und Bruder- Mnter nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz: Eichen Buchen Nadel Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Rm« Nm. Rm. Wellen. — 12 — 300 5,6 — - 50 177 398 31 7000 Bau-, Werk- und Nutzholz: 22 Nadel-Stämme mit 8,12 Fstm., 13 Nadel-Stangen mit 1,49 Fstm. Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, den 24. März 1883. O roßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2044 A. Bramm. Bau'UndWeekholz- Verfteigerung in der sürstl. Oberförsterer Lich. Dienstag den 3. April sollen im District „Hard" versteigert werden: 61 Eichen-Stämme mit 41,65 (Stint. Inhalt, darunter ca. 23 Ctim. Werk- und Schnittholz von 40 bis 70 Ctm. Durchmesser, 28 Fichten-, Kiefern- und Lärchen- Stämme mit 17,84 Cbm. Inhalt, darunter ca. 10 Cbm. Schnittholz von 31—48 Ctm. Durchmesser, 5 Buchen-Stämme mit 4,35 Cbm., 19 Eichen-Stangen mit 1,94 Cbm. und 45 Fichten- und Lärchen - Stangen mit 4,57 Ctim. Inhalt. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr beim Hof Kolnhausen. Lich, den 21. März 1883. Wimmenauer. 2002 Forstrath. iuii'ii Dienstag den 10 April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Jm- mo-bilien des Johannes Schneider II. dahier: Flur XXXlX/774/,0, 1076 Mtr. Grabgarten, rechts des Wiesecker-Weas, XXXiX/777/io, 393 Mtr. Hofraithe daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Februar 1883. Großh. Ortsgericht. 1304 Müller. Ulf e. 120, 150. 200 . 250 . 300 , ,er Fl«'* 90 **r 100. Donnrrllag drn 12. April, Nachmittags 2 Uhr, pUen aus hiesigem Ortsgericht die Jm- nobllren des Otto Mögenburg dahier: Mr Mo, 577 Mtr. Hofraithe auf dem Rerchensand, 1/2148/,y, 1296 Mtr. Grabgartcn das. neiftbretend versteigert werden. «Gießen, den 28. Februar 1883. 1386 Versteigerung von Möbel, Betten, Haus' und küchengerälhen gegen B aarzahlung Donnerstag den 2v.und Freitag den 30. März, Nachmittags 2 Uhr, im Hause des Herrn C. Schwan, b eltersweg 64, 3. Stock. 19'94 I. A. Fr. Müller, Ortsgerichtsmann. et Donnerstag den 5. April, Nachmittags 2 Uhr, )oü. auf hiesigem Ortsgericht der Garten der' Heinrich Sauer's Eheleute dahyier: Fluir XXXVI/28, 2000 Mtr. Garten unter den neuen Eichen, 12/V2 Klasse, gibt 1 fl. 48 fr. Rente, meiistbielend versteigert iverden. Meßen, den 16. März 1883. Großherzogliches Ortsgericht. ta Mütter. Schwarzen Cachemire in anerkannt guten, rein wollenen Qualitäten empfiehlt 1963 J. Ch. Retter, Täglich gebrannte >■ oer a- $1 e 8 a o - lialfc c’8 vorzüglich im Geschmack, zu 90 A. 1, A 1,20, A 1,40 und A. 1,60 per Pfund, sowie mein reichhaltiges Lager in rohen Kaffees zu 65, 70, 80 und 92 A. 1, A 1,10, A 1,20, A 11,30, A 1,40 und A 1,50 per Pfund, empfiehlt 1229 Hl» ESsoffer. Meine gebrannten Kaffee's sind nicht nach besonderer Methode geröstet, auch nicht caramelirt, weil meinen Abnehmern keinen Zucker für Kaffee verkaufen mag; besteht doch das wohlklingende Carameliren und Candiren nur darin, den? Kaffee beiin Rösten Zucker zuzujetzen, wodurch der Kaffee bedeutend an Gewicht, aber nicht an Qualität gewinnt; daher kommt es auch, daß die Hausfrauen von meinem auf natürlichem Wege gerösteten Mocca-Melange- Kaffee mit ein Pfund ca. 1—2 Tage länger ausreichen, als mit jenem. Eine weitere Senvung Thee Souchon 1882er Ernte, per V4 Pfd. 80 Pf., 1753 traf wieder ein bei J. A. Busch Söhne. H |j ft'iWr Abonnements-Einladung auf die Berliner Gerichts-Zeitung. 2. Quartal 1883. Man abonnirt bei allen Post-Aemtern Deutschlands, Oesterreichs, der Schweiz rc- für 2 Mark 50 Pf. für das Vierteljahr, in Berlin bei allen Zeitungs • Spediteuren für 2 Mark 40 Ps vierteljährlich, für 80 Pf. monatlich einschließlich des Bringer- lohnö. 31 Jahrgang. Die Berliner Gerichts-Zeitung, in Berlin wie im ganzen übrigen Deutschland Vorzugs- weis in den gut sttuirten Kreisen der Beamten, Gutsbesitzer, Kaufleute rc. verbreitet, ist bei ihrer sehr großen Auflage fürInserate, deren Preis mit 35 Pf. für die 4gespaltene Zeile sehr niedrig gestellt ist, von ganz bedeutender Wirksamkeit. Wer sein Recht nicht kennt, hat den Schaden zu tragen! Wer sich vor solchem Schaden an Ehre und Vermögen bewahren will, abonnire auf die „Berliner Gerichts- Zeitung", die, von den hervorragendsten Berliner Juristen redigirt, bei ihrem niedrigen Abonnementspreis, bei ihrem reichhaltigen belehrenden und unterhaltenden Inhalte in keinem deutschen Haushalte fehlen sollte- Die neuen Reichs- und Landesgesetze werden stets eingehender Erörterung unterzogen, wie dies bei dem Wuchergesetz, der Feld- und Forstpolizeiordnung, dem Reichsstempelgesetz rc. rc. geschehen ist. Binnen Kurzem, so- sofort nach Publikation der neuen Subhastations-Ordnung (Gesetz, betreffend die Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Eigenthum) wird dieses wichtige Gesetz erläutert werden. Alle beachkenswerthen Entscheidungen des Reichsgerichts und des Oberverwaltungsgerichts werden mitgcthcilt und erklärt, die interessantesten Processe des In- und Auslandes gebracht. Diese Ausführlichkeit von Jedermann unentbehrlicher, sehr leicht faßlich daraestellten Belehrung in Verbindung mit dem reichhaltigen, allen Abonnenten in schwierigen Rechtsfragen kostenfreien Rath erteilenden Briefkasten, das anerkannt höchst gediegene Feuilleton, welches stets die neuesten, besten Romane sowie belehrende und humoristische Artikel unserer ersten Schriftsteller enthält, führen der Berliner Gerichtszeitung unausgesetzt eine große Anzahl neuer Abonnenten zu, so daß sich dieselbe mit vollstem Recht zu den gelesensten, verbreitetsten Blättern Deutschlands rechnen darf. 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