49 Mittwoch den 28. Februar 1883. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. .....— - — ■ 1 ■” " " " PreiS vierteljührlich 2 M«rt 20 Pf. mit Bringerlshn. Durtini: S chulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Ms«1ags Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberficht. Gietzen, 27. Februar. Ein glanzender Kreis fürstlicher Gäste hat sich in diesen Tagen m Berlin versammelt, um den Festlichkeiten am kaiserlichen Hose beizuwohnen, welche daselbst anläßlich der Silbernen Hochzeitsseier des deutschen krouprinz- bchen Paares nachträglich stattfinden. Von deutschen anwesenden Fürstlichkeiten erwähnen wir Großherzog Ludwig von Hessen, das sächsische Königspaar, die großherzoglichen Paare von Baden und von Mecklenburg-Schwerüi, von auswärtigen fürstlichen Personen den Prinzen von Wales, den Herzog und die Herzogin von Edinburgh, den Grafen und die Gräfin von Flandern als Vertreter des belgischen Königspaares, den Prinzen Thomas von Savoyen als Vertreter des Königs von Italien u. s. w. Den Glanzpunkt der Feierlichkeiten bildet das Kostümfest bei den kronprinzlichen Herrschaften am Mittwoch, wozu am Berliner Hofe seit Wochen schon umfassende Vorbereitungen getroffen worden sind, so daß das Fest sich äußerst glänzend zu gestalten verspricht. Die Etats-Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses, welche bisher im Allgemeinen einen ziemlich sachlichen Verlaus nahmen, haben in den letzten Tagen der vergangenen Woche eine hochdraniatische Färbung erhalten, wozu die mit der Berathung des Eultusetats am Donnerstag begonnene unvermeidliche „Cultnrkamps-Debatte" den eigentlichen Anlaß gab. Während noch die Verhandlungen über die Licenzstener-Vorlage — welche am Mittwoch mit der Annahme der nach den Vorschlägen der 12. Commission um- gearbciteten Vorlage endeten — einen bei Steuersachen ungewöhnlich ruhigen Verlauf nahmen, zeigte die Donner siags-Sitzung ein gänzlich verändertes Bild. Muf Grund einer von der 12. Commission noch zum Licenzsteuer-Gesetz beantragten Resolution entwickelte sich, nanientlich in Folge der leidenschaftlichen Ausführungen des Abg. Professor Wagner, welche sich über das gesamnite (Miet der Socialpolitik erstreckten, eine höchst lebendige Debatte, in welcher mcht nur die liberalen Redner, sondern auch der Abg. Windthorst, Herrn Wag- ücr und feinen staatssocialistijchen Lebren fcharf zu Leibe gingen. Die Debatte ließ bd ihrem Schluß eine gewisse Aufregung auf allen Seiten des Hauses rirück, welche sich durch die nun beginnende Berathung des CnltuSetats gerade ,ucht minderte. Diesmal hatte es Abg. v. Schorlemer-Alst übernommen, die üblichen Klagen des Centrums vorzubringen, die der Cultuvminister v. Goßler -,n entschiedener Weise zurückwies; schließlich griff noch Herr Windthorst in öie Debatte ein. Bei der am Freitag fortgesetzten Berathung des Cultutzetats erschien vom Centrum außer den Herren Windthorst unb Schorlemer-Alst auch Jbg. Reichensperger (Olpe) auf deni Plan; letztgenannter Abgeordneter brachte uuch den Mjchehen-Streit wieder zur Sprache und verlangte schließlich vom Kultusminister in sehr kategorischer Weise Aufschluß darüber, ob und nach welchen Grundsätzen die preußische Negierung die Verhandlungen mit dem Vatikan fortzusetzen gedenke. Von Seiten der Ultra-Conservatwen brachte Abg. Stöcker eine Reihe von Wünschen in Bezug auf Kirche und Schule _ vor und griff im Uebrigen den derzeitigen Rector der Berliner Universität, Pros. Dubois- Reymond, als einen Darwinisten, d. h. nach der Stöcker'schen Ansicht als einen Vertreter des krassesten Materialismus, auf das Heftigste an. Abg. Windthorst interpellirte gleich feinem Fractionsgenossen Reichensperger den Cultusminister über den Stand der Verhandlungen mit Rom, worauf Letzterer die präcise Mittheilung gab, daß der letzte päpstliche Brief bereits beantwortet sei, daß aber über den Inhalt der Antwort noch nichts mitgetheiit werden könne. Die Debatte gestaltete sich schließlich zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen dem ; Abg. Cremer und seinem früheren Fractionsgenossen Herrn Windthorst, sowie zwischen den Abgg. Stöcker und Hänel, welch' letzterer Professor Dubois-Rey- mond gegen die Angriffe Stöcker's in Schutz nahm. Die erregte Debatte endete mit einer Fluch persönlicher Bemerkungen, worauf eine Reihe Kapitel des Cnl- tusetats ohne sonderliche Discussion genehmigt wurden. Am Sonnabend wurde bie Berathung über den genannten Etat fortgesetzt. In Oesterreich cursiren Gerüchte von einer bevorstehenden partiellen Krisis im Cabinet Taaffe. Ob diesen Gerüchten eine feste Basis zu Grunde liegt, läßt sich noch mcht ermessen, aber Grund für eine Krisis im österreichischen Ministerium ist allerdings in Uebersülle vorhanden, wobei man nur au oie noch nicht abgeschlossene KaminskiAffaire zu denken braucht. Wer übrigens von dieser Krisis'betroffen werden sollte, ist auch noch nicht angedeutet , doch scheint die Stellung des Handelsmimstertz Baron Pino, wie auch diejenige des lluterrichtsministers v. Eybesfeld nicht allzusest fundamentirt zu sein. Die lange Negierungskrisis in Frankreich hat endlich nach einer Seite hin durch die definitive Constituirung des Cabinets Ferry ihren ckbjchlusi gesunden, bagegen ist aber ber Conflict zwischen Senat unb Deputirten- lanuner bezüglich der Thron-Prätendenten-Vorlage noch nicht beseitigt. Was unächst die politische Färbung des neuen französischen Cabinets anbelangt, so besteht dasselbe zumeist aus mehr oder nünbef ausgesprochenen Gambettisten unb oie wohlwollende Aufnahme, welche die opportunistischeil Blätter dem Cabinet ^erry entgegenbringeit, beweist, welche Hoffniingeu man Seitens der ehemaligen Partei Gambetta's auf das neue Ministerium fetzt. Dasselbe hat om Donnerstag in der Deputirtenkammer die übliche Erklärung über die Politik, welche Herr 7vem) einzuschlagen gebeult, abgegeben und sanb die Erklärung im Allgemeinen »me günstige Aufnahme, lieber ben Conflict zwischen Senat unb Deplltirten- 1 nmmer läßt sich zur Sttinde noch nichts Weiteres sagen, boch steht zu erwarten, aß sich ersterer der Macht der Verhältnisse beugen wirb. Die Regierung selbst tijut das Riöglichste, um bie Prätenbenten-Frage ihrer praktischen Lösung ent* gegenzuführen. Das Regierungsdecret, durch welches die Herzöge Aumale, Chartres und Alen<,wn ihrer mllitärischen Functionen enthoben werden, ist bereits veröffentlicht. Die Enthüllungen im Dubliner Mord-Proceß haben auch auf die Beziehungen der im englischen Parlamente vertretenen Anhänger Par- nell's zu den irisch-fenischen Mordbanden ein bedenkliches Licht geworfen. Die Partei des genannten Agitators im Unterhaust beobachtet allerdings eine sehr befremdliche Haltung, denn auf mehrfache Aufforderungen von Deputirten, ihre Stellung zu den irischen Geheimbünden klarzulegen, verhielten sich die Parnelliten theils schweigend, theils erhoben sie einen sinnlosen Lärm. Letzteres geschah auch in der Donnerstags-Sitzung des Unterhauses, in welcher der ehemalige Staatssecretär für Irland, Mr. Forster, schwere Anschuldigungen gegen bie Landliga erhob, was den irischen Deputirten O'Kelley zu so lärmenden Protesten veranlaßte, daß das Haus seine sofortige Suspension beschloß. — Das Unterhaus hat die Adreßdebatte wegen der vielen hierzu gestellten Amendements auch am Sonnabend noch nicht zu Ende führen können. Der Zwischenfall zwischen Italien und der Pforte anläßlich der Beleidigungen des italienischen Consulats in Tripolis durch Eingeborene ist nunmehr vollständig beigelegt. Der General-Gouverneur von Tripolis hat im Auftrage der Pforte dem italienischen Consul einen osficiellen Besuch abge- stattet und hierbei sein tiefstes Bedauern über diese Vorfälle ausgedrückt. Der italienische Botschafter, Graf Cortt, hat in Folge dessen seine Urlaubsreise angetreten. r , , , . Aus die Moskauer Krönungsfeie-r werfen bereits unheimliche Gerüchte ihre Schatten. In einer Petersburger Badeanstalt soll sich ein junger Mann selbst den Tod gegeben haben, angeblich, wie er vor seinem Ende dem herbeigerufenen Polizeimeister erklärte, weil er vom nihllistischen Executiv- Comitö bestimmt worden sei, den Czaren am Krönungstage zu ermorden; doch habe er es vorgezogen, sich selbst zu tödten. Die Geschichte klingt indessen etwas phanta isch und geben wir daher das Gerücht nur mit größtem Vorbehalt wieder. , Die Verhandlungen der Londoner Donau-Conferenz ziehen sich mehr in die Länge, als ursprünglich erwartet wurde, denn sie nnd auch in voriger Woche noch nicht zu Ende geführt worden. Doch soll unter den Con- serenz-Theilnehmern nach wie vor die größte Uebereinstimmung herrschen, sodatz die Verzögerung des Abschlusses der Verhandlungen — über deren Gang man leider immer noch nichts Bestimmtes erfahren kann — wohl in einem außerordentlichen Grunde zu suchen ist. x . Der griechische Ministerpräsident, Herr TricoupiS, hat der Opposition der Athener Deputirtenkammer auf deren Verlangen, die Ausgaben zu rebuciren, in sehr deutlicher Weise, geantwortet, daß eine Reduction der Ausgaben und der Steuern unmöglich sei, die Herstellung des Gleichgewichts im Budget sei eine Rothwendigkeit. Ferner sprach sich der Premier für Bew^al- tung der griechischen Gesandtschaften aus und hielt auch die auf militäiifchem Gebiete für notljroenBiß erkannten Maßnahmen aufrecht. Aeirtschkand. Darmstadt, 26. Febr. Wie uns aus Berlin mitgetheiit wird, sind dortselbst Se. König!. Hohen der Großherzog und Ihre Großh. Hoheiten die Prinzessinnen Victoria und Elisabeth gestern Äbend halb 10 Uhr in erwunsch- tem Wohlbefinden angekommen. Die Allerhöchsten Herrschaften wurden von Ihren Kaiser!, und König!. Hoheiten dem Kronprinzen und der Kronpnnzelstn des deutschen Reichs nnd von Preußen, sowie von Ihren König!. ■W't™ dem Prinzen Wilhelm und der Prinzessin Victoria von Preußen am Bahnhof empfangen und in das Schloß geleitet. . (.Darmst. l3- 1 Berlin, 25. Feoiuai. Du „Noidd. AUg. >Ztg." Idjreiot: Sie fdlienenen Blätter enlyalten die Angnve, daß die Antwort nuf Die 9io^ bezw. unf bin «rief de? Papste« erst In den etzten Tagen erfolgt sU DtM Angave ift nur briilat ch des päpttlichen Schreibens richtig, während die "wahntt Aot U Haupt noch nicht beantworte, ist, well dazu eingehende ErwSgun«en und die Der. ständigung der dieffeitigen Behörden und zwar nicht nur einzelner Ressorts, f des Staatsministeririms erforberli» sind Es liegt M der Na m non G-»«fttn mi auSwäittgen Mächten, datz d'eseld-n In ihren Detail«, nameiitlieb auf etne c^^ , in welchem diese Detail« so mannigfache »nd -erw ckelte smd nicht durch amog Correfpoiidenz der Souveräne dauernd u>>d erfolgreich p f onbtn,en zwgchen Sou- Correfpondenz zwstchenKaifernnd Papst ist, wie di 1 ot iint«bonblunflen nicht an- neränen Überhaupt, auf die Einzelnhriten derf lw f allgemeine Grundsätze wendbar. Sie kann nur ausnahmsweise l ,? Unterschied vergibt man, unb Stellungnahme zum Austrag „zu ^'ng n. - unb b|e ^^chästlichen Noten wenn man bas kaiserliche unb VaP’llt^ * flefd)fiftlldie Verhandlungen finden nie- Uno aotu zusammenwtrft. Im engeren Sinne ge chäst Le^^i. Die mal« zwischen SouverSnen, fonbern Immer nutW 9blltd) monarchische Gorrc- E'wäguiig von Etnzelnheilen kanri n mM Note werbe settterzeit ohne ponbenze» fmben. D>e Beantwortung 6 b [8 Ergebnttz ber Erwägungen Zweisel «folgen aber bock nn naed dem Ablchlu^un°^^^„«soll das letzte aller dab-t dethetligten » Bismarek gegengezeichnet und wie in todtreiben de« Kaiser« «n den P u ,jn entfd)(ebcncr Sprache gehalten fein Lal'lsScnnSÄ deim Kaiser haben In der schon früher gemeldeten Lufaminensetzung wiedecholi ^Uundem^ ansflillige Zmückh-ltun« der liberalen ... ,.T „fätdi Debatten über d>n CultuSetat, dte Regierung müsse daraus ®In »hi?fÄllefien* bo6 sie in dem Stre.te zwgch.n Staat unb Kirche nicht mehr in hern Äe“ mlc trüber auf bie Unterstütznng her liberalen Parteien rechnen könne unb w«d/stch d?sthalb vielleicht veranlaftt fühlen, «egen die päpstlichen Wünsche nach giebtger zu sein al« bisher der Fall gewesen. Dieser Erfolg fei möglicherweise von Fnilijiilirs-^'üiniUBr-Uinliaiigen ergebenst anzuzeigen. 1269 liberaler Sette bezweckt und deren passives Verhalten fei damit erklärbar. Aber für im höchsten Grade bedauerlich hält es die „Norddeutsche" mit Aba. Tiedemann, datz die Negierung bei keiner der nationalen Parteien Unterstützung in ihrem Kampfe gegen die polnischen Bestrebungen findet. Leipzig, 24- Februar. In dem Patentproceß Pfeffer wider Professor Scheibler, welcher das Melasse-Entzuckerungüverfayren durch Strontiantt zum Gegenstände hat, stand deute auf die Berufung deü schon in erster Instanz mit der Nichtigkeitsklage abgewiesenen Klägers Pfeffer Termin vor dem Reichsgerichte an. In demselben nahm der Berufungskiäger Pfeffer die Berufung zurück und wurde auf Antrag der Verklagten des Rechtsmittels für verlustig erklärt und zur Tragung sämmtlicher Kosten verurtheilt. Die Rücknahme erfolgte, nachdem die von dem Reichsgerichte veranlaßte umfangreiche Beweisaufnahme nicht zu Gunsten des Klägers ausgefallen war. Der Verklagte, Professor Scheibler, und das als Litisdenunziat mit ihm verbundene Consortium der Siationalbant für Deutschland, waren durch dcn Reichsgerichtsanwalt Dr. Neuling und durch den Rechtsanwalt Dr. Alexander Katz (Berlin) vertreten. England. Dublin, 25. Februar Gestern wurde im Postamte von Ballydehob ein mit Dynamit gefüllter Brief aufgefunden, welcher an den Bicekönig von Irland avrejsirt lüar. lilresslHich der Sliiill Glessen pro 1883 ist erschienen und in der Expedition deS Gießener AnreiaerS ni S Mk zu haben. } W 1 1 Sn.» ■ W S'r & - M Dit a w X” - S___ W i8 tut $potag! |o0 in * e«lb,8«pe< itiz WhiWX' tert =®M 293 fctr. ft M 1.6 31 Jtart. b A , ft dch W Mi k- Mm anri Mittwoch in drisrlba 7 Sau-, Zer! jüigert: 2 Echm-c mit 4,12 64 Sauftom: getattei 336 Eichecha 85,88 ? GrubeÄ 38 Fichten-: 163 Stück öl und @n 13 Stüdfi*; tu Jaiamm TU Mm lagert. yjLzi, A. 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Hof" eine größere Anzahl Herren abgesaßt, welche dottselbst eben eine Pistolen-Menfur erledigt hallen. — Wir haben bisher von dieser Sorte Duelle, von welchen beiläufig gesagt seit Neujahr nicht weniger denn neun zum, wenn auch unblutigen, Austrug kamen' keine Notiz genommen und solche mit Stillschweigen übergangen. Wenn aber diese Unsitte so offenkundig wird, daß z. B. Samstags Jedermann, ja jeder Schulbube weiß daß auf dem „Windhof" eine Pistolenmensur statifindet, dann ist es an der Aeit daß auch die Presse ihrerseits nicht mehr schweigen kann. Die Folgen dieses offenen Treibens sehen wir ja an den Vorgängen und Untersuchungen über Schülerverbindungen rc. an den höheren Lehranstalten. — Dem Vernehmen nach soll von Seiten der Ober-Polizeibehörde ganz energisch gegen diesen Duell-Unfug eingeschritten werden. W. Das Adreß-Buch der Provtnzial-Hauptstadt Gießen für das Jahr 1883, herausgegeben von Herrn Redacteur A. Scheyda, ist nunmehr erschienen und enthält im Anschluß an das sehr übersichtlich geordnete Straßenverzeichntß ein Namensregister der Hausbesitzer, ein alphabetisches Verzeichnitz der Bewohner und sämmtlicher Geschäfts- und Gewerbetreibenden Gießen«. Es folgt hierauf ein Ver- zeichniß aller Ctvil-, getstlichen und Militär-Behörden, der Lehranstalten, sowie der Wohltdatigkeits- und Sanitätsanstalten, der Handels- und Verkehrsbehörden, sowie oller Vereine. Den Behörden, Beamten, Lehrern und Instituten der Ludwigs-Universität ist ein ausführliches Register gewidmet; desgleichen den Militärbehörden, über bfe eine genaue Rang- und Quartierliste jedwede Information gewährt. Fügen wir noch hinzu, datz auch der Derkehrsanstalten, wie Post. Main-Weser-, Köln-Gießener und Oberhessischen Eisenbahn, sowie sämmtlicher Tarifsätze oller dieser Verkehrsmittel ausführliche Erwähnung gethan ist, so glauben wir, nicht nur Geschäftstreibenden, sondern auch Beamten und Privatleuten das durch eine Fülle von Material ausgezeichnete Buch bestens zur Anschaffung empfehlen zu können. Auch die Reglements der Locolbehorden sind in dem vorzüglichen Werke ausgenommen und empfiehlt es sich auch den Hausfrauen zur Anschaffung, da es über die Verpflichtungen der Herrschaften und Dienstboten durch einen Auszug aus der Gesindeordnung Auskunft gibt Die Ausstattung der gebundenen Exemplare ist elegant und geschmackvoll, das Werk alfe in jeber Beziehung nur empfehlenßwerth. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 26. Februar. Abgeordnetenhaus. Cultusetat. Reichensperger (Köln) bespricht verschiedene Mißstände auf den Universitäten, wie das Duellwescn, die Ferien- erntheilung, die Cllquenwnthschaft der Profefforen u. a-, und verlangt neben Staats - Universitäten freie Universitäten. Stöcker bringt Dubois' Rede über Darwinismus abermals zur Sprache. Virchow vertheidigt Dubois und bezeichnet Stöcker's Ausführungen als Ketzergericht Windthorst verlangt, das CultuSministerium solle seine Mißbilligung über Dubois' Vorgehen auSsprechen. Der Cultusminister bestreitet das Vorhandensein der gerügten Mißstände, insbesondere die Beemfluffung des Ministeriums bei der Besetzung der Professuren. Darwin's Lehre sei nicht ohne Widerspruch geblieben, zwischen Religion und Wissenschaft bestehe kein Gegensatz, zur Förderung freier Universitäten könne er nicht die Hand bieten, da sie zur Förderung freier Wissenschaft nichts beitragen würden. Bei der Position für bte Universität Halle bringt Majunke Bcnchlag's Brief zur Sprache und klagt über die Ausführungen desselben aegen den Katholicismus. Der Cultusminister entgegnet, er habe die Schrift gelesen, könne aber dem Verfasser derselben nicht zürnen, wenn er in der Schrift Vorstellungen mache, daß die Unterrichtsoerwoltung nicht recht verfahre. Etwas anderes sei es, wie weit er (Minister) denselben Folge zu geben gedenke. Windthorst bedauert, daß die protestantischen Professoren nicht mehr kirch?npolitische Fraaen besprechen könnten, ohne Ausfälle auf die Katholiken zu machen. Der vierhundertjabrige Geburtstag Luther's könne, an- tkatt eine Feier der inneren Kräftigung des Protestantismus zu fein, eine lediglich polemische Feier gegen die Katholiken werden. Bei der Position für die Universität Bonn weist Fürth darauf hin, daß Bonns Beliebtheit als Universität in den Rheinlanden wegen unzweckmäßiger Besetzung der katholischen Proseffuren im Abnehmen b griffen sei. Der Minister sagt erneute Prüfung der Beschwerde, eventuell deren Abstellung zu. Fortsetzung morgen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." weist in ihrer heutigen (26.) Abendnummer auf den Unterschied hin, der in der Sprache deS letzten Schreiben? der Curie und in der Sprache der CentrumSführer zu Tage trete. Wenn auch der Inhalt deS Schreibens auf Erzielung möglichst günstiger Bedingungen für die Verständigung berechnet sei, so leuchte doch aus demselben die wohlwollende Höflichkeit des Papstes und Jacodini's hervor, während hn schroffsten Gegensätze dazu die Reden der Centrumsführer den stempel zorniger Grobheit gegen den Minister trügen und den Eindruck machten, als ob man durch herausfordernde Schärfe in der Form der Regierung jedes Entgegenkommen abschneiden wolle. Windthorst lebe nur vom Kampfe und wolle denselben um jeden Preis. So lange das Centrum Windthorft's Führung folge, könne die Regierung nicht auf Frieden rechnen. Wien, 26. Februar. Die in der KaminSki'schen Angelegenheit eingesetzte parlamentarische Untersuchungs^Commission beschloß der „Polit. Corresp." zufolge, zunächst die Negierung auizusordern, sich über diese Angelegenheit zu äußern und dazu die Erklärungen des gegenwärtig in Wien anwesenden Kaminski entgegemunehmen. Paris, 26. Februar. Der Herzog von Chartres bat gestern sein Commando in Rouen niedergelegt. Vorher hatte derselbe einen Regimentsbefehl an die ihm unterstellt gewesenen Truppen erlassen, in welchem eS heißt: Unterstützet meinen Nachfolger, beweiset durch Euren Eifer, Sure Hing-chu^g und Euren absoluten Gehorsam gegen die Gesetze des Landes und bte militärische Vorschriften, daß bP Lehr n welche ub Euch gab, stets der Ehre und Vaterlandsliebe entsprangen. — Der Herzog von Chartrr« ist g-flnn Aberd h^r Hngefroffen- Brüssel, 26. Februar. Zu der Dynamit-Explosion, über welche gestern berichtet wurde, meldet die „Gazette de Bruxelles"' bestätigend, daß eine Beschlagnahme von^ Koffern stattgesunden hat, welche Briese und Documente, mei- stentheils in russischer und italienischer Sprache, über eine ausgedehnte, von den Anarchisten organifirte internationale Verschwörung enthalten. Seit vorgestern sivd unaufhörlich Depeschen zwischen hier, Paris und Petersburg gewechselt worden. Petersburg, 26. Februar. Der Herzog und die Herzogin von Edin- burgh sind heute Nachmittag nach Berlin abgereist. Vermischte-. Mainz, 23. Februar. In dem gegen den Rentner Marcus Loeb von Worms angestrengten Wucherprozeß wurde heute das Urtheil vublicirt- Dasselbe verurtheilte Loeb xu IVi Jahr Gefängniß, einer Geldbuße von 5000 und 5 Jahre Ehrverlust, abzüglich 6 Monate Untersuchungshaft. . 3ena, 25. Februar. Der „Jenaischen Zeitung" entnehmen wir die nachstehende Richtigstellung einer auch von uns gebrachten Nachricht: Die Zeitungen der letzten Tage bringen den Abdruck einer sensationellen Nachricht aus dem „Reichsboten" Über einige in hiesigen studentischen Kreisen vorgekommene Todesfälle in Folge von Mensuren. Diese Nachricht ist zum größten Theil unwahr, zum andern Theil entstellt. Zunächst ist unwahr, daß an einem Tage 21 Mensuren stattgefunden und daß zufällig die zu diesen Mensuren benutzten Schläger nicht gründlich gereinigt gewesen seien! Unwahr ist auch, daß bei fast allen beteiligten Studenten Blutvergiftung eingetreten sei, unwahr ferner, daß drei Studenten gestorben und noch „12 hoffnungslos" krank feien. — Richtig ist nur, daß bei einer Anzahl von Studenten die Kopffose eingetreten ist, eine Krankheit, deren Vorkommen sich durchaus nicht auf studentische Kreise beschränkt. Richtig ist auch, daß dn Student im Fieberwahn zu dem unheilvollen Schritt gelangte, Strychnin, welches er besessen, zu sich zu nehmen. Bei dem Zweiten wurde der Tod wesentlich durch Herzschwäche berbeigeführt- Auch ist die aufgetretene Kopfrose überhaupt nicht unmittelbare Folge von Mensuren gewesen (dnzelne Studenten hatten nicht einmal Mensurwunden erhalten), sondern auf eine zufällige Uebertragung von Pilzen (Bakterien) zurückzuführen. An Blutoergiftun- bat feiner krank gelegen und sind sämmtliche übrige erkrankte Studenten nach wenigen Tagen genesen und bereits Alle wieder wohlauf und munter! Kaisersl autern, 24. Februar. In der Baumwollspinnerei „KamperSmühle" bei Kaiserslautern ist eine Feuersbrunst auSgebrochen, welche die alte Spinnerei mit 12,000 Spindeln zerstört hat; die neue Spinnerei mit 8000 Spindeln wurde gerettet- Paris, 24. Februar. Ein Telegramm des New-Aork Herald zeigt an. daß ein Sturm von zunehmender Stärke sich über den Atlantischen Ocean unter dem 50. nörd- lichen Breitegrade bewegt. Derselbe wird den Norden von Großbritannien und die Südküste von Norwegen gegen den 26. bis 28. d. M. erreichen und Regenfälle untermischt mit Graupeln, im Gefolge haben. Auf dem Ocean wird sehr stürmisches Wetter herrschen. — sVacante Stellen für Militäranwärter im Bereich des 11. Armeecorps.j Kassel, Eisenbahn-Betriebsamt, fünf Burcauaspiranten, täglich 2,50 JL Kastel, Strafanstalt, 2 Aufseher, jährlich 1110—1410 JL Dietz, Bürgermeisteramt, Ratbsschreiber, 600 J£ Hilchenbach, Bürgermeisterei, Polizeidiener, 750 v4L und freie Wohnung. Jena, Landes-Heilanstalt, Wärter, jährlich 180 JL und freie Station. Jena. Landes-Jrren- Heilanstalt, Pförtner, 15 monatlich. Meiningen, Landrath, Diener, 1200 jährlich. Wehlheiden. Strafanstalt, Bäckermeister, 1000—1200 JL jährlich. Handel und Berikedr. Gießen, 27. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JL 1.10-1.15, Hühnereier 2 Stück 9—11 Käse per Stück 5—9 4 Kasematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 25 Tauben das Paar Jü 1.10—1.20, Hühner per Stück 1.50—1.70, Hahnen per Stück JL 1.70 bis <^2.00, Enten per Stück JL 2.00—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 66-70 4 Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 54—56 Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 66—70 Kartoffeln per 100 Kilo JL 7.50-9.00, Zwiebeln per Gentner JL 5—7.00, Milch per Liter 14—18 SkrWscht «t**» ' Üiiüfm9 }N | Vom 1. k. Mts. ab treten bircctc Tarif- ' lätzc zwischen Gießen O H. und den - cSnih,?b:ti: wichtigsten Stationen der Thüringischen, : :n bero^ der Werra-, der Saal-, der Nordhausern bihfä^1 M I Erfurter und der Weimar-Geraer Bahn in -.'k' L^^cvez «raft Auch werden verschiedene weitere Stationen der Sächsischen Staatsbahu und :-.'U2.2, 'S der Oberschlefischen Bahn in den directen r untteldeutschen L.rbandsverkehr aufge- ^leBm für a* «i«i «Sä SW ^Mrben, & !** Wtt* ' ^tnibradci Material aal' ?b:? toaS - kWsichlt h ti 7,^Hm-schaftq Jfuaft gibt, r» -- dar Sertalii k wb oon Sonti ■ -3fidbt vewuhnir; > ji|n Ehroerl^, >’ bit vMcheü! f; fiSEgm btr Itto slge I» Maikum I cimrllt ZllM L tat la’flQifl bt( e {fii Inen! Llnwsk' irrten fei. unoi- V franf feien. mBiheien ift, a | k trvV btf6rhl?g boi Mttn), foabmif la Süttvergtftst T!m nid) ® «egaM MB r rg.THlf(b?8 BBS tc । jj Inerter* ji Saßet. 5öi ns. r Scbnun:. M 1200.1** Sut r gdrf ö-9. „251 r°» r-jft 66-70 ; ^btln per kommen. Nähere Auskunft ertheilt unser Tarifbureau, wie auch die hiesige Güterspedition- Gießen, den 23. Februar 1883. 1359 Großh. Direktion. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Montag den S März er. soll in den Distrikten Scheuern- toalb, Lappenberg und Hollerberg nachstehendes Brennholz versteigert werden: 293 Rmtr. Buchen-Scheit u- Prügelholz 1. Classe, 81 Rmtr. Eichen-Prügelholz, 238 „ Buchen- und Eichen-Stock- holz, 1860 Wellen dgl. Reisholz. Alsdann wird Mittwoch den 7. März er. in denselben Distrikten nachstehendes Bau-, Werk - und Nutzholz versteigert : 2 Eichen - Schnittstämme 1. Classe mit 4,12 Fstm., 64 Baustämme 2. Classe mit 47,45 Festmeter, 336 Eichenstämme 3. Classe mit 85,88 Fstm., zu Wagner- und Grubenholz, 98 Fichten-Baustämmem. 28,75 Fm., 163 Stück Eichen-StangenzuWagner- und Grubenholz, 13 Stück Fichten-Stangen, zu Sparren geeignet. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist j e d e s m a l Morgens 9Va Uhr in dem Distrikt Scheuernwald beim Teich. Bemerkt wird, daß das sämmtliche Gehölz ganz in der Nähe von Hohensolms und an sehr guter Abfahrt lagert. Hohensolms, den 23. Febr. 1883. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. i 345 Dörmer, Revierförster. Holz-Versteigerung. Freitag den 2. März l. Zs., des Vormittags von9Uhr an, soll in dem Reiskircher Gemeinde- matt), Distrikt Buchwald, nachverzeichnetes Gehölz versteigert werden, als: 2 Rmtr. Buchen-Scheit, 47 „ „ Knüppel, 1781 Wellen „ Reisholz, 750 „ Nadel- 10 Rmtr. Buchen-Stöcke, 83 Stück Fichten - Derbholzstangen, 4,31 Cbm. enthaltend, 1700 Stück Frchten-Reisigstangen, 30 Cubikmeter enthaltend. Die Zusammenkunft ist im Distrikt selbst bei Abzählungsnummer 3, am Hattenröder-Weg. Reiskirchen, den 26. Februar 1883. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. 1352_______Jünger.___________ Samstag den 3. Mär? I. I., Mittags 2 Uhr, B/-rbtn Bahnhofsstraße 41 öffentlich meisternd gegen Baarzahlung versteigert: 1 Nähmafchine, 2 Uhren, Regulator, 1 Küchenschrank, 1 Kleiderfchrank, 1 Sopha, 3 Spiegel, 1 Comptoirpult, 1 große Ladenthckc, verschiedene Regale, 1 Copirpresse, 1 Patentheerd, 1 amerik. Füllofeu. Die Gegenstände sind sämmtlich gut -< halten. - ließen, den 27. Februar 1883. Bühner, 1162 Großh. Gerichtsvollzieher. Holz-Vtrstkigkrung. Freitag de» 2. Mär; d. I. “ L.AL in beit Distrikten „Herborn" und „Langsdorfer Grenzwald" nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 84 Eichen-Stämme von 18—50 Ctm. Durchmesser und 327 Kiefern- „ „ 12-33 „ 38 Buchen- „ „ 30-50 „ 66 Hainbuchen-,, „ 20—40 „ „ „ 21 2tadel-Stangen „ 10—12 Mir. Länge. Der Anfang der Versteigerung ist Vormittags „Herborn". 2-12 Mir. 5-19 „ 2-12 „ 2-10 „ Länge, H II II 10 Uhr im Distrikt 1353 Hungen, den 24. Februar 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. Holz- 1) Freitag den 2. März c. werden in dem Gemeindewald von Bechlingen versteigert: 5 Eichenstämme II. Cl. mit 7,55 fm, 29 Eichenstämme III. Cl. mit 18,58 fm, 12 „ IV. „ „ 2,69 „ 1 Eichenstange II. „ „ 0,05 „ Versanunlung an der Wohnung des Vorstehers zu Bechlingen um 10 Uhr Vormittags. 2) Samstag den 3 März e. kommen im Gemeindewald von Katzenfurt zur Versteigerung: 4 Eichenstämme I. Cl. mit 12,78 fm, 16 Eichenstämme II. Cl. mit 25,44 fm, 34 „ III. „ „ 28,27 „ 5 „ IV. „ „ 0,80 „ 8 KiefernstämmelV. „ „ 0,96 „ 10 Kiefernstangen I. „ „ 0,81 „ 16 Kiefernstangen II. „ „ 0,93 „ 4 „ III. „ „ 0,16 „ Versammlung beinr Vorsteher daselbst um 12 Uhr Mittags. 3) Montag den 3. März c. werden in^ dem Lokal des Wirths Becker zu Berghausen aus dem Wald dieser Gemeinde von 2 Uhr Nachmittags ab verkauft: 4 Eichenstämme I. Cl. mit 12,78 fm, 12 Eichenstämme II. Cl. mit 20 fm 71 „ Hl. „ „ 43,73 „ 6 „ IV. „ „ 1,49 „ 4) Mittwoch den 7. März e. werden in dem Gemeindewald von Kölschhausen aus den Distrikten Hirnset, Vorderes Koppenstück, Hintere Arbach und Stoppelberg versteigert: 2 Eichenstämme I. Cl. mit 11,59 fm, 1 Eichenstamm III. Cl. mit 0,53 fm 1 KiefernstammIII. „ „ 0,41 „ 5 KiefernstämmelV. „ „ 0,58 „ 37 Fichten- und Klefernstangen mit 1,52 fm. Versammlung am Gemeindehaus zu Kölschhausen Vormittags 10 Uhr. ö) Donnerstag den 8. März e. kommen im Gemeindewald von Dillheim zum Verkauf: 5 Eichenstämme I. Cl. mit 16,19 fm, 10 Eichenstämme II. Cl. mit 18,04 fm 32 „ HL „ „ 23,38 „ 5 „ IV. „ „ 1,16 „ und 60 rm Eichen- und Buchen-Brand-Derbholz. Versammlung an der Wirthschast des Wilhelm Trauthig I. zu Dillheim 'Nachmittags 1 Uhr. 6) Samstag den 10 März e. .kommen in dem Gemeindewald von Breitenbach zum Verkauf: 32 Eichenstämme mit 11,52 fm, 18 Kiefernstämme mit 2,18 fm, 251 Kiefernstangen „ 10,71 „ Versammlung an der Wohnung des Vorstehers Vormittags 10 Uhr. 7) Montag den 12, März c., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Local des Wirths Schmidt zu Aßlar aus dem Wald dieser Gemeinde, Distrikt Vordere und Hintere Langseit, Helligenberg und Naßgeling versteigert: 11 Eichenstämme II. Cl. mit 16,08 fm, 66 Eichenstämme III. Cl. mit 46,57 fm 5 IV 1 9Q ° h 1T • n ii b4,0 n 8) Montag den 19. März c. kommen im Niederlemper Wald zum Verkauf: 1 Eichenstamm IV. Cl. mit 0,07 fm, 12 Eichenstangen mit 0,36 fm 15 Kiefernstangen II. „ „ 0,75 „ Versanunlung an der Wohnung des Vorstehers Vormittags 10 Uhr. Ehringshausen, den 24. Februar 1883. Der Bürgermeister: 1354 Zechlin. Eiseiistiefjerei ». lUafloenfaörifi von Carl Schenck, Darmstadt. «2 Fuhrwerkswaage». Viehwagen testmalwaageu in Eisen. Decimal-Tasclwaageu mit Marmorplattc als Butterwaage. Vertreter für Oberhessen:_____________A. Uuvh. Hungen. Wasserlcituugcn, Gasleitnilgen, Badeeiuricsttungeu, Gewächshaus- Niederdruck Masferheizniigctt ' enlpfiehlt: tiustav Macks Ingenieur und Inllnllntions-Geschiift in Frankfurt a. M. Vertretung und Lager zu directenl Bezüge der KieselguhrrCompofitioa von Stamme Co. tu Hannover. Vorzügliche, billigste Jsolirniaffe zum Schutz gegen Würmeausstrahlllng wie gegen das Eindringen der Kälte. 1176 1 j Holz-Versteigerung. ! Donnerstag den 1. März d.J. sollen im Gemeindewald der Gemeinde Waldgirmes folgende Baustämme versteigert werden: 1) Distrikt Klöppelstrauch. 60 Ächen-Stämme von 2—17 Mr. Länge und 16—95 Ctm. Durchmesser. 2) Distrikt Hermannsdell. 100 Fichten-Stämme von 8—15 Mtr. Länge und 14—32 Ctm. Durchmesser. 3) Distrikt Lenchen. HO Fichten-Stämme von 5—13 Mr. Länge und 15—27 Ctm. Durchmesser und 166 Derbholzstangen von 4—12 Mr. Länge und 9—14 Ctm. Durchmesser. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr im Distrikt Klöppelstrauch (Markwies) bei Nr. 98. 1312 Waldgirmes, den 24. Februar 1883. Bernhardt, Bürgermeister. Freitag den 2. Mar), Nachmittags 2 Uhr, werden im »Rheinischen Hof" verschiedene Metzgerutensilien, darunter 1 Wurstfüllmaschine , Fleischwiege rc-, sowie einiges Hausgeräthe freiwillig gegen baare Zahlung versteigert. Gießen, den 26. Februar 1883. 1342 Groß he Mögliches Ortsgericht. Donnerstag den 1. und Freitag den 2. März, Vormittags 9 Uhr und Mittags Vr3 Uhr anfangend, wird die Wrißwaaren-Versteigerung in der Restauration Albold fortgesetzt. Gießen, den 27. Februar 1883. Bühner, 1363^loßh.^erichtsvollzieher. Okssenttiche Bekanntmachung. Montag den 4. März lasse ich in meiner Hofraithe dahier die mir zuge- hörendenGegenstände wegen Auswanderung nach Amerika öffentlich gegen baare Zahlung versteigern: 2 Kühe, 2 Schweine, 8 Hühner und 1 Hahn, 1 Wagen mit Zubehör, 1 Pflug und 1 Egge, ca. 15 Ctr. Heu, ca. 15 Ctr. Stroh, Vorrath an Holz, ca. 8Rm- Buchen-Sckeit, eine QuantitätErd^ewächse ».Kartoffeln und sonsttae Hausgerathschasten. Reiskirchen, den 23. Februar 1883. 1349 Kaspar Lepper. Donnerstag den 1. Mär), Nachmittags 2 Uhr, werden in meiner Amtssttlbe 3Sophas, Konnnoden, Kleiderschränke, sonstige Möbel und 1 Nähmaschine gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 27. Februar 1883. Geißler, 1360 Großh- Gerichtsvollzieher. Aeiigeöotenes. 1286 Ein HauS mit schönem Garten, nächst dem Bahnhof, für einen Beamten günstig gelegen, ist Wegzugshalber sofort preiswürdig zu verkaufen. Näheres durch H. Hof, Bahuhof- ftraße 33.__ Ringern. 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