str. Donnerstag den 27. September 1883. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. -urrranr Schulstraße 7. Erscheint IL-lich mit Ausnahme deS Mo«tagO. PreiO viert unverr chteter Sache wieder nach Hause zurüäkehren. - Mit Eintritt der Dunkelheit sammelte sich eine zahlreiche Menge im Kurgarten, wo die verschiedenen Quellen und Brunnen in sehr geschmackvoller Weise beleuchtet waren. Besonders schön war das Palmenhaus beleuchtet und die tropischen Bäume mit ihren phantastischen Blattformen nahmen sich in dem Schein der Flammen und Flämmchen wie ein schöner Traum aus, wie ihn wohl eine Schahnajade in einem Märchen aus Tausend und eine Nacht zu träumen r Gelichiz.z,iku | en nbchnMrp I gut fituitiiDteki, L WnMLiÄ, ithrgchchM? mit K A ßE- liebrig eutenötr ffiiM tragen! .üHbJi »- re auf bit .teb I n rebigirUifc J und MMüchi i her und pilonlnte- 6 minal: unb Äp . >öfe; unterenyi . rörtcrung, m dem WM , neuesten L nichts, beten fc'; . tn, , AusfübtliM^ ihrung, cnkoME jelÄts -MH tret ersten 1. oße Anzahl E verbrcilE^ bringt ChroA LiL- ’ arteiiftfiK:’'! | artige,,[ ^PublicM^ vermag. An einem der Brunnen sah man in farbigen Lämpchen die Nationalfarben aller Länder, die durch ihre Könige und Fürsten in diesen Tagen hier vertreten sind, während wieder ein anderer Brunnen zu Ehren der Fürstentage nur mit leuchtenden Kronen decorirt war. Dazu spielte die Curkapelle und wechselnde bengalische Flammen brachten in dem dunklen Laub der alten Bäume prächtige Lichteffecte hervor. Der Kaiser fuhr in offenem Wagen an den beleuchteten Quellen vorüber, unterließ aber den beabsichtigten Besuch des Theaters, während die übrigen Könige und Fürsten auch der heutigen Vorstellung beiwohnten. (Fr- Ztg.) Lokales. G. Gießen, 26 Septbr. (Sterblichkeit in Gießens Die Sterblichkeit in Gießen blieb auch in der Woche vom 16. bis 22. September eine sehr geringe. Es ereigneten sich im Ganzen nur 3 Todesfälle, davon 2 bei Erwachsenen (Typhus, Brightische Nierenkrankheit), einer bei einem 5jährigen Kinde (Diphtherie). Gießen, 26. September. Schwurgerichtsverhandlung am 25. d. Mts. gegen Georg Wilhelm Reitz von der Ntddcrmühle bei Heldendergen wegen Meineids. Reitz war beschuldigt, daß er am 18. Mai 1883 in der Prozeßsache der Firma Gebrüder Reitz auf der Niddermühle bet Heldenbergen, Klägerin, gegen Bäcker Heinrich Seip zu Vilbel, Beklagten, Forderung betr., vor Großh. Amtsgericht Vilbel den ihm zugeschobenen Eid wissentlich falsch geschworen habe. Die Geschworenen fanden ein Ntchtschuldig; der Obmann verkündete dabei als Stimmenverhältniß 6 gegen 6. Gießen, 26. September. (Theater.) Kommenden Sonntag beginnen die Vorstellungen unseres Theaters irn Caf6 Leib. Die Leser werden aus der veröffentlichten Personallifte ersehen haben, daß Herr Director Brautlecht über ein zahlreiches und wohl gruppirtes Personal verfügt, welchem ein guter Ruf vorangeht. Auch die Bühne und Saaleinrichtung, welche wir zu sehen Gelegenheit hatten, .sind, man möchte fast sagen, zu splendid eingerichtet und dürfen wir aus eigener Anschauung versichern, daß den Theaterbesuchern alle nur möglichen Bequemlichkeiten, welche man an ein gutes Theater in einer mittleren Stadt zu stellen berechtigt ist, geboten sind. Der Saal des Cafä Leib ift recht praktisch in Logenräume, Sperrsitze, 1. und 2. Platz, sowie Gallerie eingerichtet. Neu ist die Einrichtung der Logen, welche zweckentsprechend ein- getheilt und geschmackvoll draptrt, wohl die besten Plätze des Saales sind und von welchen aus die Bühne voll und ganz besichtigt werden kann. Die Decorationen der Bühne, vollständig neu gemalt, sind, dem Ganzen entsprechend, recht schön ausgefallen und macht die Bühne selbst auf die Beschauer einen empfehlenden Eindruck. Hoffen wir, daß das Repertoir auch so gut ausfällt, wie Dekoration und äußere Einrichtung. Wir dürfen dann getrost der Direction eine angenehme und einnehmende Saison versprechen. _____________________ Vermischte-. Friedberg. Schon seit einiger Zeit zeigt sich ein regeres Leben und vermehrte Betheiligung an unserem Localgewerbeverein, was gewiß ein Z ichen für den guten Sinn unserer Handwerker und ein Beweis für die Erkmntniß ist, daß durch Zusammenhalt und gemeinsames Wirken noch Vieles, was dem Handwerkerstand mangelt, erreicht werden kann. Erfreulich ist die hohe Zahl der Handwerker-Sonntags- schüler und auch nicht zu unterschätzen sind die Erfolge und das Streben derselben. Der Verein glaubt sich durch Alles dieses bestärkt in dem längst gehegten Vorhaben, zur weiteren Ausbildung sowohl der Handwerkerlrhrlinge als auch der Gesellen und zur Unterstützung der Handwerksmeister, noch zu der Handwerker-Sonntagsschule eine erweiterte Handwerkerschule mit an den Wochentagen offenem Zeichensaale zu errichten. Durch das bereitwillige Entgegenkommen der Centralstelle des Landesgewerbevereins, durch Unterstützung der Mathildensttftskasse und unentgeltliche Ueberlassung eines Locals durch den Stadtvorstand ist eS dem Gewerbeverein gelungen, diese Schule in's Leben zu rufen und mit dem neugewonnenen tüchtigen Lehrer, dem Architecten Diesener, mit dem 20. October dieselbe zu beginnen. Das gegenwärtig in Bearbeitung befindliche Programm der Schule wird demnächst veröffentlicht. Wir verfehlen aber trotzdem nicht, auch an dieser Stelle alle Handwerker und Interessenten Friedbergs und der Umgegend auf diese Schule aufmerksam zu machen und da der geringe Betrag des Schulgeldes es Jedem, selbst dem Unbemittelten möglich macht, dieselbe zu besuchen, so sollte Niemand, dem an technischer Ausbildung gelegen ist, die günstige Gelegenheit versäumen, möglichst umfangreichen Gebrauch von der Schule zu machen und das Seine dazu betzutragen, daß der Handwerkerstand des Kreises Friedberg mit der Zett fortschreitet, um den immer mehr g steigerten Anforderungen des öffentlichen Lebens auch auf dem Gebiete der Gewerbe stets entsprechen zu können. (O- Anz.) Mainz, 22. September. Mittwoch den 26. d- M, Nachmittags 3 Uhr, wird unsere Pferdebahn officiell eröffnet und am Donnerstag, Morgens 7 Uhr, dem allgemeinen Verkehr übergeben werden. Marburg, 20. September. In der hiesigen chirurgischen Klinik befindet sich gegenwärtig ein Mann in ärztlicher Behandlung, an dem eine wahrhaft bestialische Schandthat verübt worden ist Dieser, ein Müller, befand sich auf dem Wege nach feiner Heimath Erfurtshausen, wobei er mehrere Stunden lang Wald zu durchwandern hatte. Am Wege, mitten in bit-fern Walde, traf er Vormittags gegen 10 Uhr drei Strolche, die einen großen Vorrath von Brod, Wurst, Schinken, Eiern und dergleichen und eine Flasche Branntwein vor sich hatten- M't einem „guten Morgen" wollte der Müller vorübergehen, doch sprang einer der Strolche auf und vor ihn und forderte von ihm „Geld oder das Leben", wobei er ihm ein Dolchmesser auf die Brust setzte. Zwar schlug der Bedrohte seinem Angreifer mit dem Stocke über den Kopf, doch wurde er gleichzeitig von den beiden andern Strolchen von hinten zu Boden gerissen, ihm bann Hände und Füße gebunden, der Mund verstopft und in den Watd geschleppt. Hier wurde er durchsucht, wobei ihm feine Baarschaft von zwei einzelnen Thalern und seine silberne Cylinderuhr abgenommen worden sind. Hierauf nun machte einer der Räuber den Vorschlag, „den Kerl aufzublasen". Während nach seiner Anweisung die beiden andern das Opfer festhalten mußten, ritzte dieser demselben am Unterleibe die Haut auf, steckte ein Röhrchen in die Oeffnung und blies nun mit aller Kraft ßuft hinein. Unter furchtbaren Schmerzen trennte sich nach und nach die Haut vom Fleische, zuerst am Bauche und in den Weichen und bann über die Brust hinauf bis zum Halse, doch batte der Gemarterte wahrend dessen die Besinnung verloren. Als er wieder zum Bewußtsein kam. neigte sich die Sonne bereits ihrem Untergänge zu. Da die Räuber beim Verlassen ihres Opfers diesem die Hände wieder frei gemacht hatten, so konnte dieses sich die Füße wieder frei machen und schleppte sich in die nächste Ortschaft, von wo aus er am andern Tage hierher in die Klinik kam- (O- Ztg ) Offenbach, 22. September. Der Soldat, welcher gestern Abend 9 Uhr den Wachposten an unserer Schiffbrücke bezogen und vorschriftsmäßig um 11 Uhr abgelöst werden sollte, wurde von der Ablösung nicht angetroffen. Bei genauerer Durchsuchung der Umgebung fand man denselben jenseits der Brücke im Weidengefträuch versteckt, von wo er in Güte nicht wegzubringen war. Nach heftigem Widerstand wurde er auf einem Karren zur Kaserne geschafft und dort im Laufe des heutigen Tages einer ärztlichen Untersuchung unterworfen. Bei derselben ergab sich, daß der Mann, ein geborener El- säßer, geisteskrank geworden ist- Frankfurt a. M.. 22. September. fEtwas von unrem Kaffer.) Von Augenzeugen wird uns Folgendes mitgetheilt: Gestern Morgen, als während der Parade plötzlich ein kleiner Regenschauer niederging, erlaubten sich mehrere Offiziere der Reserve, ihre Regenmäntel anzuziehen. Der Kronprinz bemerkte di s, rief einen Offizier zu sich heran und gab ihm Befehl, den Herren Reserveoffizieren mitzutheilen, baß Se. Majestät der Kaiser des deutschen Reiches trotz des Regenwetters doch ohne Mantel einherreite, was selbstverständlich zur Folge hatte, daß die Herren Offiziere sofort beschämt die Röcke auszogen. München, 22. September. Der Director des hiesigen Haupt-Laboratoriums, Major Dekinder, hat sich gestern Nachmittag durch einen Schuß in den Hals entleibt, lieber die Motive verlautet nichts. - In dem ca. zwei Stunden von München entfernten Ort Pasing ist seit Kurzem eine großartige Hammelfchlächterei eingerichtet, welche nur für den Export, hauptsächlich nach Frankreich, arbeitet. Es werden allwöchentlich zweimal, nämlich Dienstag und Donnerstag, je 300 Stück geschlachtete Thiere expedirt. Der Import der lebenden Thiere geschieht saft ausschließlich aus Ungarn- — fAuch ein Amt) In dem Kirchenbuche einer Dorfgemeinde im Magdeburg- f$en findet sich unter dem Jahre 1679 und auch noch später folgende Rubrik: „Einem Schulknaben, welcher in diesem Sommer die Schlafenden in der Kirche - zu ein Paar Schuhen zwölf Groschen " aufgeweckt Hai, AuS Thüringen, 23- September. Von dem Landgericht am 18. September ein 12jähnger Knabe aus dem Thüringer Walddori n?,, lUU r { zu acht Tagen Gffängniß oerurtheilt — der Staatsanwalt hatte drei Monat; ; weil er eine Vogelhervhüite in Brand gesteckt hatte. Die SBogelberbbütkn h;rüß ~ Vogelfang. Aus dieser Tdatsache geht unwiderleglich hervor, daß der dem Schwarzburg'schen nach wie vor unter bin Augen der Behörden bttrwh,» ,n trotz aller Verbote, trotz aller Beschwerden in der Presse über diese Dezimiruna u- ' Singvögel. Denn hauptsächlich Singvögel sind es, die in diesen ißjatlaerS?7 gefangen werden, theils um gegessen, theils um als Stubenvögel verkauft m Angesichts solcher Tbatsachen sind unsere'Declamationen gegen dre Italiener und franzosen über Vogelmord hinfällig. Es ist hohe Zeit, daß endlich etn burdjardf^ J wirksames Vogelschutz-Gesetz in Kraft tritt, wenn nicht unsere Wälder enlDöi&rt werden sollen, denn die Verminderung der Singvögel wird von Jahr zu ffabr o! älliger. — Wie gefährlich Schläge in der Nackengegend unter Umständen werden können lehrt ein von Dr. Schulz, Prosector am herzoglichen Krankenhause zu $caunid)iDi; im „Neurolog. Centralblatte" veröffentl'cht-r Fall. Em kräftiger, gesunder Knade b ' m unmittelbar nach Schlägen an das Hinterhaupt und die Nackengegend Sprachlähmur' Kopfschmerz und Uebelkeit, bann Gesichtsmuskellähmuug Vierzehn Tage später n ich Lähmung des rechten Armes und rechten Bemes ein. Nach zehn Wochen ioLr- Schwäche der linken Extremitäten, allgemeine Streckkrämpfe und Blasenschwäche. weiteren acht Wochen traten Schliagstörungen, Lähmung der Kaumuskeln und ^ujt libi-r ein. Der Fall, der nicht gut anders zu erklären war, als daß durch den Sch ff: etn Bluterguß in das verlängerte Mark ftattgefunden hat, welcher eine schleichend Entzündung der Häute und der Substanz ein<§ Theiles d s Rückenmark s verursacht? ging nur langsam in Genesung über. So selten auch — glücklicherweise folit traurige Folgen einer körperlichen Züchtigung sind, so mahnt doch der Fall zu gtöfytr Vorsicht, da nicht immer eine vollständige Wiederherstellung, zuweilen sogar eia tödtlicher Ausgang nach solchen Blutergüssen in die Rückenmarkshöhle conftalirt worden ist. — Einige heitere Schwabenstreiche erzählt der „Vetter aus Schwaben*: Schlecht Entschuldigungen. Bauer: „Herr Pfarrer, Sie fan g'wiß recht hundsmüd'?" Pfarre: „Aber Huberbauer, wer wirb denn in solchen Ausdrücken zu seinem Pfarrer spreche»- r Bauer: „Entschuldiga Se, Herr Pfarrer, aber i han no a’molnt, weil der Herr Pfarnr gar so saumäßig schwitzet." — Hausfrieder's Erinnerung. Im Hirsch in M. nnirbt am letzten Sedanstag natürlich viel von der glorreichen Zeit 1870-71 ßefprolj Einer der Herren erging sich in langer Rede über den Krieg und über FrankreiL. Frankreich sei ein schönes, reiches Land und die Franzosen seien im Allgemeinen im, höfliche Leute rc. An einem Tische nebenan saß der Hansfriederle und 'pitzie Qeajiit4 die Ohren, doch redete er nicht darein. Der Herr ßebrer zog ihn ins Gespräch, ’ntetn er ihn fragte: „Du sagst ja Deine Meinung gar nicht, Hansfriederle, wie hat es r*!na Dir gefallen, Du hast ja den Feldzug mitgemacht und warst in Frankreich!" Haut, frieberle kam ordentlich in Verlegenheit, kratzte sich hinter den Ohren und tneiric ,,S' ka' scho' fei’, daß wohr ist, was der Herr über d’Franzosa fa t, aber mlar heut ft selbichs mol reacht noch’m ßeaba tracht!" — Eine ganze Reihe von Katastrophen haben sich in Italien am 15 Sepltima ereignet. In ßercara Sriddi bei Palermo stürzte in Folge eines wolkenbruchacl'iei, Reaens eine Schwefelgrube zusammen. Wie die Rasfegna versichert, wurden bcbti viele Arbeiter verschüttet. Der Eigenthümer der Mine ist schwer verwundet- @ir zwanzig Verwundete wurden nach Palermo geschafft und im dortigen Hospital un.tr’ gebracht. In der Umgebung von Tarent wüthete gleichzeitig ein Cyclon, oerbun:anssrtrdik!i bV;jik rer M P , ^Q^Wc'Üir: b warst In Fickj': i hinter bmiN’ I Zranch Wae- s ich in Püßi’k- i Folge WM iffegna 1W8? e ist schM M^ unb im boiliwi^, eickzeitig ein eg das W?“\; (rgluli ItM';;;;; l# wel«t BUte'-;. btmollrl;te$;. I» ”*$£• -6S$B inrfommeW1 >!*%> len »0’ rt ®« * bem 13t! । eite« Md» «Ltti-I: M'' W »AM nteß« J Ä MA- oM. l§- « dB' »'■•-Ad is flt,Stielt . der;%jp ü$ •t&>* fieiftnllidit Marto««8. Die Erben des Johannes Wehrum V- voitiBurkhardsfelden beabsichtigen, die Parcellen der Gemarkung Burk- haidsfelden: IX/446, Acker am Asch enpfuls weg, 1/484, Acker im Brühlhof, 1/485, Acker daselbst, 111/150, Wiese, die Giebenhäuserwiese, 111/475, Acker an der Kasparswiese, 111/652, Acker unterm See, V/L89, Acker rechts der Straße, VU;811, Wiese in der Struthwiese zu veräußern, vermögen aber den EigrnthumsnachweiS nicht zu erbringen unb resp. die gehörig erfolgte Zahlung des Kaufschillings nicht nachzuweisen. Es werden darum Alle, welche Eigenthums - oder sonstige dingliche Rechtsansprüche an diese Grundstücke btfben zu können glauben, hiermit auf- gefordert, solche so gewiß binnen 3 Monaten dahier anzumelden, als sonst die Veräußerungen bestätigt und derEintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Gießen, den 21. September 1883. Großh. Amtsgericht Gießen. 6374 Dr. Schäfer. 63145 Freitag den 28. September, RaHmittaas 2 Uhr, sollen Neuenweg 48 die Zum Nachlaß des verstorbenen I. A. Rtnm gehörigen Möbel rc. rc. gegen Baar- Mung versteigert werden. Jeikgeöotenes. Beschlagenes Fichten-Bauholz in einem Wohnhaus von 14 Mir. lang, S'/i-Mtr. breit, verwendbar, ist abzugeben. Rah. bei der Exped- ds- Bl. 6378 6386 Ein Haus mit Scheuer und Hosiraum, in bester Lage der Stadt, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres in der Exped. ds- Bl. Mermietßungen. 6393 Möblirtes Zimmer zu vermiethen. __Bleichstraße 5 2. Stock. ~6i383 Ein möblirtes Zimmer zu ver- metihen. Wetzsteingasse 7. 6382 Zwei möbl'irte Zimmer einzeln in Vermiethen. Neustadt 1, Ecke der Bahnhofstraße. Möblirtes Zimmer (nahe der Kaserne). 6394 Chr. Rühl, Wallthorftr. 23. Vermischte Anzeigen. 6381 Ein solider Kaufmann kann sich mit ca. 10-—15000 Jü an einem rentablen Fabrikgeschäft behufs Erweiterung betheiligen. , Schristl. Anfragen unter Nr. 6381 befördert die Exped. ds. Bl. 6392 Meine am Wißmarer-Weg und auf dem Sandfeld gelegenen Aecker bin ich Willens zu verpachten. Marie Möhl, Seltersweg 81. 30—40 Erdarbeiter werden gesucht bei hohem Lohn an dem Babnbau bei Trais-Horloff. 6388 G. Hitzelberger. In der Wetterau wird ein Etablissement mit vorhandener Dampf- oder Wasserkraft. in der Nähe einer Eisenbahn- oder Schifffahrtstation, zu pachten oder kaufen gesucht. Gefl. Offerten sub 0. L 735 an Haasen- stein & Vogler, Frankfurt a. M. 6380 % ”-S- 2.» Die Nr. 50 enthält: Das Gelübde. Novelle von Sophie Junghans. (Fortsetzung.) — Ernste Verwarnung. Bild von Max Lebling. — Zur Lutherliteratur. V. Von Robert Koenig. — Eine gefälschte Bibelhandschrift Mit Illustration. — Praktische Wohlthätigkeit in London. Eine Bildereihe von Ludwig Freiherrn von Ompteda. IX. Organsation der gesummten Wohlthätigkeit Londons. — Die Prinzessin. Roman von Moritz von Reichenbach. (Fortsetzung ) — Zum Kaisermanöver. Von Hermann Vogt. Mit zehn Illustrationen von R Knötel. — Am Familientisch: Gegensätze. — Gesundheitsrath. — Eine Lutherschrift von Emil Frommel. — In unserer Spielecke. Mit zwei illustrirten Beilagen: Jwall Turgenew. Von Th. H. Pantenius. Mit Porträt. Ein mit der doppelten Buchhaltung gründlich vertrauter Buchhalter findet sofort stundenweise Beschäftigung. Schriftl. Offerten mit Angabe der Ansprüche und etwaigen Referenzen befördert die Exped. ds. 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Zimmerofen „Kronjuwel" Lönholdt's Patentofen von Gebr. Buderus Belgische Regulirofen sowie ein reichhaltiges Lager einfacher Regulirofen. 6139 Kelterobst kaust Emil Schmält, 5649„Frankfurter Hof". 6385 Ein reinliches, tüchtiges Dienstmädchen für sofort gesucht im Schützenhof. Bekanntmachung betreffend Kündigung der 4'|2°|o hypothekarischen Anleihe 8r. Durchlaucht des Fürsten zu Sohns - Braunfels über Mk. 1.741.700 d. d. 13. December 1876 beziehungsweise Conversion derselben in eine neue 4°|o hypothekarische Anleihe. Auf Grund der Bestimmungen der Schuld - Urkunde und kraft erhaltenen Auftrags des Herrn Darlehensschuldners kündigen wir hiermit die durch Schuld- und Pfand-Urkunde d. d. Braunfels 13. December 1876 bei uns aufgenommene 4*/2% Partialobligationen - Anleihe Sr. Durchlaucht des Fürsten zu Solms- Braunfels von Mk. 1.741.700, soweit dieselbe noch nicht getilgt ist, zur Rückzahlung auf den i. Januar 188J. Wir fordern die Besitzer der Partialobligationen dieser Anleihe auf, das Kapital derselben sammt dem gleichzeitig fälligen halbjährigen Zinsbeträge an gedachtem Tage gegen Einlieferung der Obligationen und der Coupons nebst Talon an unserer Kasse in Empfang zu nehmen. Zugleich machen wir bekannt, dass zur Conversion erwähnter 4*/2% Anleihe in eine vierprocentige Sr. Durchlaucht der Fürst zu Solms-Braunfels durch Urkunde d. d. 30. Juli 1883 eine neue Anleihe im Betrage von Mk. 1.741.700 ä 4% gegen auf Namen lautende Partialobligationen bei uns aufgenommen hat. Für diese Anleihe sind mit agnatischem Consens Grundbesitzungen des Fürstlichen Hauses im Grossherzogthum Hessen gelegen, deren Werth ortsgerichtlich auf Mk. 3.299.319 taxirt ist, an erster Stelle zu den Hypothekenbüchern verpfändet. Die Partialobligationen lauten auf Mk. 1000, Mk. 500 und Mk. 200, sind auf den Namen der Mitteldeutschen Creditbank in Meiningen ausgestellt und durch einfaches Indossement übertragbar. Dieselben sind mit Couponsbogen und Talon versehen. Die am 2. Januar und 1. Juli jeden Jahres fälligen Zinsen und das Kapital der rückzuzahlenden Obligationen sind zahlbar bei der Mitteldeutschen Creditbank Filiale Frankfurt a. M., ,, ,, 99 . 99 , Berlin, „ „ „ in Meiningen. Die Anleihe wird laut des den Obligationen aufgedruckten Tilgungsplans im Wege der Verloosung binnen 46 Jahren vom Jahr 1884 an zurückgezahlt, doch ist dem Herrn Darlehensschuldner auch schnellere Tilgung mit einvierteljährlicher Kündigung gestattet. H " Das Original der Schuld- und Hypotheken-Urkunde ist bei uns hinterlegt und den Interessenten ^derzeitige Einsicht derselben gestattet. Den Inhabern der 472% Partialobligationen der Anleihe von 1876 offeriren wir den Umtausch derselben! gegen Obligationen der neuen 4% Anleihe vom 30. Juli 1883 in gleichem Nominalbeträge unter der Bedingung , dass der Umtausch in der Zeit vom 15e I»SG inclusive 31» Oktober 1883 bei uns Neue Mainzerstrasse 32, erster Stock, Effectenschalter, oder einer der anderen oben genannten Zahlstelle» bewerkstelligt wird. . , , Wir sind jedoch schon vom 1. October ab bereit, Anmeldungen zur Conversion entgegenzunehmen, findet d den am vom Nominalbetrag. Der Zinsenlauf der neuen 4% Obligationen beginnt am 1. Januar 1884. Frankfurt a M., im September 1883. Miiteldeiitsciie MIM Filiale Frankfurt a. M. A Auslieferung der effectiven Stücke erst vom 15. October ab statt. f Bei dem Umtausch vergüten wir den Inhabern der zur Conversion eingereichten 472% Obligationen so or 31o December 1883 fälligen Coupon, sowie eine Conversionsprämie von 1V2% (ein und ein halb rrocen Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung bringe ich zur Kenntniss, dass ich Sei ens Mitteldeutschen Creditbank Filiale Frankfurt a. M. ermächtigt bin, Anmeldungen in den bemerkten Termmen^^ Conversion entgegenzunehmen und den Anmeldenden die gleiche Vergünstigung zu gewähren, wie in o Bekanntmachung angegeben. Giessen, im September 1883. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Aron neidieltieim. Druck unt> Verlag her BrüHl'sckien Druckerei (Fr. CSr. DietlS in Gießen. Beilage. oj drin Kreistage ai Zm Zwecke •r diMmchligteii, tut AechiMg diese MMeten kreis-' Gießen, Betreff N Msch LS IV. $ V. 5 vn. s VIII. 3 Vthlbtzlrke. iWn) b^Buseck) Die am Gießen bet tage bie gk 91 beir feto hA1!?ein uM für b( ^rrvalbe m . Or 'Nm beaft W