Nr. 119. Erstes Blatt Sonntag den 27. Mai 1888 5 Gießener Anzeiger !n,f* Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Virreov r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Morr1agS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. tritt Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Arches. (ZI Megimbfc le Decharge. immer 115 biefe Muil jchußmitgliebn^ jeorbnet, iinHi ir bic bewerte tglieber zu brivzL ^lieber, an h den können, jofnü er Gewerbebank di Zeit zu Zeit M . Iten Vorstandes ß ulch neue Mt-;l^ ausgedehnte t. Neue Mgl' ie werden jroeiu Hen müssen, in r in eine jebe Ä; 'erlief auch W\ j Ncksschten und E tz zu bringen, dK lank eine förbeL itten Agende Hme n. W 'im, Huugei ..-sgr Amtlicher HHeit. Betreffend. Aufsicht über das Fasselvieh. Gießen, am 25. Mai 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der nachbenannten Orte. Die Besichtigung der Gemeinde-Zuchtstiere und Zuchteber durch die von dem landwirthschaftlichen Bezirksverern gewählte Commfision ward an 9 1) Dieuüaa den 29. I. M.: in Weitershain, Rüddingshausen, Odenhausen, Kesselbach, Londorf, Allertshausen, Cümbach und Gerlshauscn. 2) Mittwoch den 30. l. M.: in Weickartshain, Stockhausen, Stangenrod, Lumda, Beltershain, Neinhardsham und Grunberg. 33 Kreitaa den 1. Juni: in Lauter, Queckborn, Harbach, Lindenstruth, Saasen und Göbelnrod. Sie wollen die Bullen- und Eberhalter anweisen, zur fraglichen Zeit zu Hause zu bleiben und die Threre der Commrfston bei deren Cintreffen vor- wsübren auck sick selbst bereit halten, um etwa verlangt werdende Auskunft zu ertheilen. 'Weiter empfehlen wir Ihnen, die Mitglieder des Vereins zur Züchtung und Veredlung der reinen Vogelsberger ^j.ndv:ehrasfe ober solche, welche diesem Vereine beitreten wollen, davon in Kenntniß zu setzen, daß auch Kühe, welche zur Züchtung dieser Raffe verwendet werden sollen, der Commission zur Besichtigung vorgesührt werden können. Dr. Boermann. ________________________________ werden. Jugeflogen: 1 Kanarienvogel. Gießen, den 26. Mai 1883. Bekanntmachung. Gefunden : 1 Brecheisen, 1 wollenes Tuch, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 Messer, 1 Laterne, 1 Säbelscheide, mehrere Schlüssel und Hundeblechmarken. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fref en ins. Betreffend: Kreis-Lehrer-Conferenz. . Greßen, am 25. Mai 1883. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Greßen an die Schulvorstände des Kreises. Die diesjährige Kreis-Lehrer-Confer.nz soll Mittwoch den 30. Mai, Vorwittags 10 Uhr, ans bern ®Äiffe«be«a <»Wate luv;„vlU Sie wollen die Lehrer Ihrer Gemeinden hiervon mit dem Anfügen in Kenntniß setzen, daß wir dringend wünschen müssen, daß ohne triftigen Grm kein Lehrer fehle. Ihre geistlichen Mitglieder werden zur Beiwohnung freundlichst eingeladen. Zur Verhandlung kommen folgende Gegenstände: , r r< 1) Der Lehrer in seinem Berufs- und Privatleben. Referent: Lehrer Bernhard zu Burkhardsfelden. 2) Der Anschauungsunterricht in der Volksschule. Referent: Mehrer Zörb zu Gießen. r 3) Die beste Art der Einführung der neuen Orthographie in der Volksschule. Referent: Lehrer Drrlam zu Grunberg. 4) Das Turnen ohne Geräthe. Referent: Turnlehrer Möser zu Gießen. Dr. Boekmann. __________________________________ Aeutschland. m. Darmstadt, 25. Mai. Zu Beginn der heutigen Sitzung der zweiten Kammer erklärt Staatsmmtfter Freiherr v. Starck auf Anfrage Schröder, daß umfangreiche Arbeiten für die Vorlage eines neuen W'-ttwenkassengesches im Gange seien, doch könne diese Vorlage für den damaligen Landtag nicht mit Bestimmtheit zugesagt WerbCIt(55 folgt die Berathung der Vorlage des Staatsmtnisteriums in Betreff der Gewährung einer K i n s e n g a r a n t i e für eine Acttenunternehmung wegen Herstellung and Betrtebls der Dampf-Kettenschleppschtfffahrt auf dem Marn für die Strecke Mainz-Aschaffenburg. Der Finanzausschuß beantragt, wie bereits mttgetheilt, Genehmigung. - Der 2 Präsident Muhl übernimmt den Vorsitz. - Abg. Metz beantragt, die der Regierung zu erthetlende Ermächtigung an die Bedingung zu knüpien, büß das Actienkapttal binnen zwei Jahren beschafft werde. — Staatsmintster rfrbr. v. Starck erklärt sich damit einverstanden, auch Abg. Kugler hat keine Einwendungen. - Abg. Ellenberger wird zwar für die Vorlage stimmen, gibt aber der Hoffnung Ausdruck, daß gelegentlich die Vertreter der großen Städte bei Vorlagen für Hebung der Verkehrsverhältniffe des flachen Landes ein gleiches Entgegenkommen zeigen mochten. - Abg. Böhm weist darauf hin, daß auch viele kleine Orte am Main große Vor - lheile von dem neuen Unternehmen haben werd n. — Abg. Tecklenburg ist für ote Vorlage unter Hinweis auf die günstigen Erfahrungen in anderen Ländern. — Abg. Pfannstiel glaubt, daß sich Actionäre auch ohne Zinsgarantte finden werden, wie bei landwirthschaftlichen Betrieben, z. B. Rübenzuckerfabnken. — Abg. Maurer widerspricht dieser Ansicht, ausführend, daß Wasserstraßen dieselbe Bedeutung haben wie Eisenbahnen. — Abg. Falk: Das Unternehmen sei kein solches, welches nur die Absicht habe, Dividenden zu beschaffen, sondern ein patriotisches, was daraus hervor- zche, daß die Frankfurter Börsenleute demselben fern bleiben. — Abg. Wasserburg: Lei Anlage einer schiffbaren Straße könne nie gesagt werden, daß nur das Interesse der Anwohner gewahrt werde; es handle sich hier um ein allgemeines Landesinteresse. - Schmalbach ist gegen die Vorlage, welche nur das Interesse der Städte Mainz Md Offenbach im Auge habe. — Lautz stimmt trotz schwerer Bedenken der Vorlage za wegen der in Aussicht stehenden Hebung der Steuerkraft der genannten Städte. — Die Abgg. Wolfskehl und Arnold erläutern den Antrag Metz dahin, daß nur die Zeichnung des Aktienkapitals und die Einzahlung des vom Handelsgesetzbuch vorgeschriebenen Betrages verlangt werde. — Jö ckel ist für die Vorlage, ebenso Wo lz, der msführt, die Städte Mainz und Offenbach seien für die Staatskasse gute Melkkühe, denen man das Futter nicht entziehen dürfe. — Rach einem Schlußworte des Referenten Schröder, worin er der Negierung für die Einbringung der Vorlage dankt, wird dieselbe nach den Anträgen des Ausschusses mit dem Anträge Metz gegen zwei Stimmen (Psannstiel und Schmalbach) angenommen. Weiteren Gegenstand der Tagesordnung bildet der vom Finanzministerium vor- flelegte Gesetzesentwurf, die Eisenbahnen von localem Interesse und d i e Straßenbahnen betreffend. In der Generaldebatte erklärt sich Abg. Jost für die Po rlage, will jedoch die Gemeinden nicht zu stark belastet haben und empfiehlt nur normalspurige Bahnen. — Ministerpräsident Schleiermacher erwidert, nach dem vorliegenden Gesetze könne auf diese Verhältnisse in jedem einzelnen Falle entsprechende Rücksicht genommen werden. — Dittmar macht auf Unklarheiten in Art. 3 anfmerk- a® namentlich bezüglich der dort genannten Communalverbände, und fragt, wer solche bilden solle. — Muhl: Unter diesen Communalverbänden seien bereits be- ftkbende Verbände, wie Kreise und Provinzen, verstanden. Er vermisse eine Be- fliaimung, wie gegen renitente Gemeinden ein Zwang ausgeübt werden könne. — Ministerialrath Fink bemerkt dem Abg. Dittmar gegenüber, daß es nicht d e Absicht des Gesetzes sei, zum Zwecke der Erbauung von Secundarbahnen Communalvrrbande sich bilden zu sehen. — Tecklenburg beantragt für die in Rede stehenden Bahnen die allgemeine Bezeichnung „Nebenbahnen". . , , , . Die Generaldebatte entwickelt sich nach und nach zu einer sehr eingehenden Specialdiscussion des Art. 3, welcher erst morgen zur Erledigung kommen wird, da nach Annahme der Art. 1 und 2 des Gesetzesentwurfs bet der großen Neihe der zu Art. 3 gestellten Anträge die Debatte abgebrochen werden mufete. Der Ausschuß wurde beauftragt, der Kammer morgen womöglich eine neue Nedaction des Art. ö D° § Nächste Sitzung morgen Vormittag 9 Uhr. Aus der Pfalz, 24. Mai. Ohne Sang und ohne Klang ift m Kaiserslautern im Laufe der vorigen Woche das Schild der kaiserlichen Tabakmanufaktur mit dem Reichsadler verschwunden und das dortige Geschäft geschlossen. Aesterreich. Wien, 24. Mai. Heute fand ein Duell zwischen dem Redacteur der Militär-Zeitung, Oberstlieutenant a. D., Bolgar, und dem Commandanten des Eisenbahn-Regiments, Oberstlieutenant Schlaper, statt. Letzterer wurde daber erschossen. Arankreich. Marseille, 25. Mai. In Folge der Conststorialwahlen wurden m Tlemcen (Algerien) die israelitischen Häuser von Christen gestürmt und sunwg sogar zerstört. Die Israeliten waren auf die Dächer gefluchtet^ Sterne flogen binauf und hinab, sogar ein Schuß wurde aus der Menge abgefeuert. Dies dauerte, bis die Behörde Alles zerstreute. Ein Dutzend Chrrsten und mehrere Israeliten sind verwundet. Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenr-Bureau. Ib1 a®err?2 mit b“m af/aU e.tig g-mhmlgt-n Antrag- H°rMng, betr. bte fakultative Wlh'lL rn Bismarck e'mn Zusätzen Gunsten des Schuldners welchen der Commlssar der Regierung und Munkel bekämpfen. veröffentlicht einen Erlotz de« Kaisers an den CultuS- - Der »Re »sanzeis°r o ^rtMffenb blc Se(et Don Lutber's 400. Ge- bÄrBeU"ur«aam W*un? ll. November statistndendes Kirchen- und Schulfest. Bet kirchlichem Haupigöiiesdlenst ist als Hauptlied „Eine feste Burg ist unser Gott- zu wählen. In dem Dankgebet ist auszudrückcn, daß eS sich nicht um den Lobpreis eines Menschen, sondern um den Lobpreis Gottes für die in der Reformation dem deutschen Volke zu Thetl gewordene göttliche Gnade handelt. Kiel, 25. Mai. Der Chef der Admiralität, General v. Caprivi, inspi- cirte heute die kaiserliche Werft in Ellerbeck, das Proviantmagazin, die Kasernen, das Lazareth und die übrigen Garnison-Anstalten. Salzburg, 25. Mai. Die Großherzogin Alice von Toskana hat bei einem gestern nach dem Hintersee unternommenen Jagdausflug durch das Umstürzen des Wagens einen Bruch des rechten Oberarmes erlitten, es wurde derselben bei der in vergangener Nacht erfolgten Rückkehr hierher der erste Verband angelegt und steht nach ärztlicher Versicherung eine vollständige Heilung zu erwarten. Stockholm, 25. Mai. Wegen der Abstimmung des Reichstags über die Heeres-Organisation demissionirte das ganze Ministerium. Petersburg, 25. Mai. Der „Regier.-Anz." veröffentlicht einen Erlaß des Kaisers, in welchem derselbe dem Großfürsten Wladimir und dem General Grafen de Legardie, Mlitär-Gouverneur von Moskau, für die an den Tag gelegte treffliche Haltung der Truppen bei dem feierlichen Einzug und dem Civilgouverneur von Moskau, Fürsten Dolgorukow, für die vorzügliche Ordnung an diesem Tage seine Anerkennung und seinen Dank ausspricht. — Der neuernannte russische Gesandte für Bayern und Württemberg, de Staat, ist in gleicher Eigenschaft auch für Baden und Hessen beglaubigt worden. — Das „Journal de St. Petersbourg" gedenkt der Anwesenheit der Vertreter sämmllicher Monarchen und Regierungen Europas, Nordamerikas und der asiatischen Grenzländer bei dem glänzenden Einzuge des Kaisers und der Kaiserin in Moskau und sagt, Rußland sei stolz und glücklich über solche Achtung und Freundschaftsbeweise. Dadurch werde bezeugt, daß die edlen Absichten des Kaisers, die loyale Politik und das Bestreben desselben, die Lage des Volkes moralisch und materiell zu bessern, von der gesammten Welt anerkannt werden. Ebenso sei auch die Gegenwart der zahlreichen Vertreter der Presse von Bedeutung. Der Empfang, welcher dem Kaiser in Moskau bereitet worden, sei ein Beweis für die Liebe des russischen Volkes zu seinem Monarchen und für die Grundlosigkeit der in den letzten Jahren ausgestreuten böswilligen Erfindungen. Der Artikel schließt: Möge die Wahrheit über Rußland jetzt sich Bahn brechen und die Freundschaftsbande der Monarchen befestigen. Die Moskauer Feierlichkeiten sind ein Friedenssest im vollsten Sinne des Wortes, wie die „Provinzial- Corresp." mit Recht bereits bemerkt hat. Moskau, 25. Mai. Der Kaiser empfing heute Mittag 2 Uhr den Prinzen Albrecht von Preußen und die außerordentliche preußische Botschaft im Neßkutschny - Ssad - Schloß. Nach herzlicher Begrüßung und Bewillkommnung stellte der Prinz die Herren seines Gefolges vor und hatten sich dieselben der huldvollsten Begrüßung durch den Kaiser zu erfreuen. Der Kaiser, die Kaiserin und die kaiserliche Famllie werden folgenden Festen beiwohnen: Den Ballfesten, welche am Montag im kaiserlichen Palais, ant Dienstag bei dem General- Gouverneur von Moskau, Fürsten Dolgorukow , am Donnerstag Seitens des Adels und am Freitag von dem deutschen Botschafter für die Mitglieder des diplomatischen Corps veranstaltet werden. Am Mittwoch erscheinen die Maje- stäten bei einer Galavorstellung im Theater und am Sonnabend auf dem großen Volksfest beim Petrowsky-Palast. Für letzteres sind die umfassendsten Voäehrungen getroffen und verspricht dasselbe außerordentlich großartig zu ivc/oeit. Heute ist Soiräe und Empfang bei dem Minister des Auswärtigen, wozu alle außerordentlichen Botschafter, das diplomatische Corps, die' sonstigen Würdenträger des Reiches und die höheren Hofchargen geladen find. Lokales, Gießen, 26. Mai. (Sitzung der Stadtverordneten vom 24. Mai^ Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Hetz, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Bai st, Dtery, Gail, Grüneberg, Hornberger, Lüdektng, Aug. Noll, Petr,, Pfannmüller, Schopbach, Vogt, Wenzel und Wort mann, lieber die Erbauung eines Schulhauses für die Stadtmädchenschule, für welchen Bau bekanntlich der Platz an dem über die Pipp'sche Schanze führenden Theil der Westanlage vorgesehen ist, hat Herr Stadtbaumeister Stief Bericht, Pläne und approximative Kostenvoranschläge eingereicht. Darnach erhält das Schulgebäude seine Hauptfa^ade nach Nordost. Vorgesehen sind 16 Lehrsäle (davon je 5 im 1. und 2. Stock und 6 tm 3. Stock), 1 Conferenzztmmer, 1 Bibliothek- zimmer, 1 Zimmer zum Aufbewahren der Lehrmittel für den Anschauungsunterricht, 1 Zimmer für den Dirigenten, 1 Schuldienerwohnung und sonstige Räumlichkeiten, Keller u. bergt Die Heizung erfolgt mittelft Meidinger Oefen. Der Gesammtflächen- inhalt der Anstalt betragt 724 O Meter; die Baukosten beziffern sich auf rot. 175,000 wovon auf den Bau des Hauptgebäudes 148,200 X, auf den Bau der Turnhalle 22,260 X, auf den Bau den Abtritte 4480 X entfallen. Die Kosten für Herstellung des Platzes vor dem Schulhause sind hierin nicht inbegriffen. Der Plan wird genehmigt. — Nach dem Bericht des Herrn Director Vtgelius haben die städtischen Schulen folgenden Bestand: a) Höhere Mädchenschule tncl. Vorschule: Classe I. 8, II 27, III 21, IV 36, V 30, VI 37, VII 43, Villa 42, VHIb 36, IX 67, Xa 32, Xb 33 Schülerinnen; b) Erweiterte Mädchenschule: Classe I 12, II 35, III 39, IV 36, v 24 Schülerinnen; c) Stadtknabenschule: Classe I 34, II 54, III 67, IV b6, Va 62, Vb 46, VI 89, VII 77, VIII 104 Schüler; d) Stadtmädchenschule: Classe I 40, II 50, HI 91, IV 88, Va 70, Vb 42, Via 55, VIb 43, Vila 42, Vllb 65, VIII 120 Schüler. Es besuchen demnach die höhere und er wetterte Mädchenschule 556 Schülerinnen, die Stadtmädchenschule 706 Schülerinnen, die Stadtknabenschule 619 Schüler; der Gesammtbestand dieser Schulen beträgt somit 1881 Zöglinge.' — Dem Gesuch des Tumfestcomitös um Ueberlaffung des Plätzchens vor dem Lahnstein zur Aufstellung von Buden für die Dauer des 14. Mittelrhein. Turnfestes ro-rb statt- gegeben, desgl. dem Gisuch des Gastwirths H. Schmal! um Ueberlaffung eines Holzlagerplatzes. — Nach Bericht des Vorstandes der Gießener freiw. Feuerwehr hat d rselbe in seiner Sitzung vom 27. April ds. Js. beschlossen, das Corps aufzulösen, falls die Errichtung einer Pflichtfeuerwehr nicht erfolgt. Da die Vorarbeiten hierzu bereits im Gange, so erklärt die Commission diesen Passus einstweilen für erledigt. Ferner beantragt gen. Vorstand 1) die Anschaffung wetterer 200 M. Schläuche für den Zubringer, 2) eines Klettertaues und eines Einreißtaues, 3) einer Gesimsbock- leine, 4) die Reparatur des Gesimsbockes, 5) 18 Stück Schlauchbinden, 6) 3 Schlauch- brücken zum Schutze der Schläuche vor dem Beschädigen durch Fuhrwerke, 7) von 12 Gewinden, 8) die Anbringung von Federn an die Spritzenlaternen, 9) entsprechende Vorrichtungen zum Stauen des Wassers in den Stadtgräben und 10) daß bei nächtlicherweile ausbrechendem Brande die Obleute der Feuerwehr durch die Polizei benachrichtigt werden sollen. Die Commission beantragt zu 1) die Anschaffung von 100 M. Schlauch zu den bereits vorhandenen 250 M., da sie die Ansicht vertritt, daß die Kräfte der Bedienungsmannschaft des Zubringers und die Druckkraft desselben nicht genügen, das Wasser auf mehr denn 400 M. Entfernung, namentlich bei Steigungen zu bringen, zu 2 und 3 die Anschaffung zweier starker Taue zu befürworten, ebenso einer Gesimsbockleine, zu 4 die Reparatur des Simsbockes vornehmen zu lassen, zu 5 die verlangten 18 Schlauchbinden und zu 6 die 3 Schlauchbrücken zur Anschaffung zu empfehlen, zu 7, die Anschaffung von 2 Gewinden für hinreichend zu erklären, zu 8, die Spritzenlaternen mit Federn zum Schutze gegen das Rütteln beim Fahren zu versehen. Zu 9, Anbringung von Stauvorrichtungen in den Stadtgräben, beantragt die Kommission die Einforderung von Vorschlägen über die hierzu geeigneten Stellen. 3“ 1?.' Benachrichtigung durch die Polizei, hält die Commission es für genügend, wenn ote ötgnaltften und Hauptleute der Feuerwehr von einem ausgebrochenen Brande benachrichtigt werden. Schließlich beantragt die Commission, Voranschläge über die Herstellung electrtfcher Leitungen zwischen dem Stadtthurm und den städtlfchen Thor- Häusern emzufordern. Dle Anträge der Commission werden genehmigt. — Bet bei hierauf stattfindenden Wahl eines Spritzenmeisters an Stelle des Herrn Ruckstuhl wird Herr Weißbinder Carl Schwall gewählt. — Dem eingereichteu Bericht des Herrn Lehrer Schmuck über den Zustand der Turngeräthe auf dem Turnplätze entsprechend, wird die Neubeschaffung der qn.Geräthe (veranschlagt zu 420 X) genehmigt. — Ein Schreiben des Vorstandes der Kleinkinderschule enthält bas Gesuch um Zuwendung einer jährlichen Unterstützung und zwar unter Hinweis auf den Beitrag von 200 X, welchen die Mathildenstiftung der Anstalt mit der Bedmgung zukommen lieft, daß die Gemeinde einen mindestens gleichen Beitrag leistet. Die Versammlung sprach sich für Bewilligung eines Jahresbeitrages von 300 X aus. — Die Verhandlungen wegen Geländeerwerbs zum Ausbau der Straße auf der Ostanlage haben bisher zu einer Verständigung mit den mtereffirten Grundbesitzern geführt, mit Ausnahme des Herrn Ruckstuhl, gegen welchen in einer früheren Sitzung die Einleitung des Expropriationsverfahrens beschlosfen wurde und des Herrn Fr. Müller II.; Letzterer ist auf das seiner Fo-derung (15 X pr. tu Klafter ohne Unterschied des Geländes) gegenüber gestellte Angebot von 20 X für Baugelände und 7 X für das übrige Gelände, nicht eingegangen. Die Differenz zwischen dem Gebotenen und Geforderten beträgt 840 X Die Versammlung spricht sich nun auch in diesem Falle für Einleitung des Expropriationsverfahrens aus. — Anläßlich des nunmehr in Gang kommenden Baues der Wasserleitung ist ein Theil von Triebvierteln auf dem Luiherberg zur Anlage eines Hochrefervoirs bestimmt; die betr. 4 Trieboiertel sollen deshalb nicht mehr verpachtet werden. — Mit der durch Gesetz vorgeschriebenen Aufstellung statistischer Tabellen, bdr. die Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodennutzung und des Ernte-Ertrags im Deutschen Reiche, werden für die Gemarkung Gießen die Feldgefchworenen beauf- tragr. — Das Gesuch des Herrn Carl Ockel dahier um pachtweise Ueberlaffung von WiesiNgelände an der Wieseck wird nicht befürwortet, desgl. dasjenige des Herrn H. Werner um pachtweise Ueberlaffung eines Therles der Wiefeckböschung. — Nach Bericht des Gr. Polizeiamts ist die Floftrinne an verschiedenen Stellen in den Neuen Bäum schadhaft. Die Versammlung verbindet mit der Genehmigung zur Reparatur des Pflasters den Beschluß auf Einforderung des Koftenvoranschlags für Herstellung erhöhter Trottoirs in gen. Straße und Einstellung dieser Ausgabe in das nächste Budget. — Großh. Bürgermeisterei Darmstadt hat durch ein Schreiben ihre Ansicht über die voraussichtliche Einführung des Gesetzes, betr. die Kapitalrentensteuer und die Besteuerung der Actiengesellschaften, bargelegt und eine Zusammenkunft von Gemeindevertretern behufs Entgegennahme der Ansichten in dieser Angelegenheit und Einleitung geeigneter Schritte hiergegen für wünschenswerth erachtet. In diesem Schreiben wird namentlich ausgeführt, daß durch eine höhere Besteuerung des Kapitalvermögens und der Actiengesellschaften, da solche nicht im ganzen Reichsgebiete eingesührt sei, der Wegzug der Kapitalisten und die Verlegung vieler durch Actiengesellschaften betriebener Etablissements erfolgen würde, wodurch den Gemeinden finanziell erhebliche Nachtheile erwüchsen. Nachdem von Großh. Bürg rmeisterei Gießen Zusage zur Beschickung dieser Besprechung ertheilt, werden die Vertreter der Gemeinden auf Freitag den 25. Mai zu einer Besprechung in das Rathhaus zu Darmstadt eingeladen und wird außer Herrn Beigeordneten Keller, als Vertreter des Herrn Bürgermeister Bramm, Herr Stadtverordneter Homberger daran theilnehmen. Gießen, 26. Mai. Die Schwurgerichtssitzungen der Provinz Oberhessen für das II. Quartal I. I. werden am 25. Juni ihren Anfang nehmen. Zum Vorsitzenden ist Herr Landgerichtsrath Hofmann zu Gießen ernannt. — Auf Requisition der Staatsanwaltschaft zu Mannheim wurde gestern Morgen ein junger Mann von dort in einem hiesigen Hotel verhaftet und heute Morgen nach Mannheim verbracht. Der Verhaftete fleht im Verdachte, sich der HeereSpflicht durch unerlaubte Mittel entzogen zu haben- Es dürfte derselbe bet der bekannten Militär- befreiungsangelegenheit beteiligt sein. — (Neue Reclame.j Als heute Morgen der Berliner Schnellzug auf hiesiger Station abfuhr, flog plötzlich aus einem Coupöfenster eine Hand voll Gold- und Stlbermünzen den auf dem Perron Stehenden um die Köpfe. Natürlich suchte jeder sofort die Münzen zu erhaschen und mag wohl mancher schon von einem guten Frühstück geträumt haben; leider aber zeigte sich bei näherem Betrachten, daß cs feine Münzen, sondern kleine Medaillen waren, welche als Geschäftsreclame dienen. Vermischtes. Darmstadt, 24. Mai. Hier ereignete sich dieser Tage folgende pikante Geschichte. Die Tochter eines Prof.ssors blieb zur höchsten Verwund rung ihrer Eltern zwei Tage aus der Wohnung fort. Man kann sich die verblüfften Gesichter des Vaters und der Mutter denken, als das Fräulein Tochter endlich zurückkehrte und den Eltern auf die ihr gemachten Vorstellungen über das Unschickliche eines derartigen Benehmens kurzer Hand erklärte, daß sie sich inzwischen verhetrathet habe und als Beweis dafür die betreffende Urkunde vorzeigtc. Der Mann ihres Herzens ist ein Mitglied der hiesigen Hofmusik. Die Trauung hatte ohne Wissen der Eltern der Braut in Helgoland, also auf englischem Gebiet, stattgefunden. Mainz, 23. Mai. Das von dem hiesigen Landgericht gegen den Rentner Marcus Loeb von Worms wegen Wuchers erlassene Urtheil, durch welches Loeb bekanntlich neben einer hohen Geldstrafe zu einem Iahe Gefängniß verurtheilt wurde, ist gestern von d m Reichsgericht m Leipzig ausgehoben und die Sache zur abermaligen Verhandlung an das Landgericht nach Darmstadt verwiesen worden. Loeb ist jetzt bereits 9 Mona>e in Haft- Kassel, 24. Mai. Ein schrecklicher Mord und Selbstmord hat sich vorgestern hier zugetragen In dem Haus Nr. 6 der Mauerstraße wohnte der Bremser Adam Bachmann, ein in den 30er Jahren stehender Mann, mit feiner Frau, während der einzige Sohn auswärts bei einem Schlosser in der Lehre ist. Zwischem dem Eh:paare soll es schon feit längerer Zeit des Oefteren zu Zwistigkeiten, die sogar zu Thätlichkeiten ausarteten, gekommen sein. So war auch vorgestern Abend wieder ein heftiger Streit im Hause vernehmlich und es dauerte längere Zett, bis derselbe betgelegt schien und es ruhiger wurde Gestern gegen Mittag fiel es den Hausbewohnern auf, daß sich von den Eheleuten noch Niemand hatte blicken lassen und als man auch das Logis verschlossen fand, auf das Rufen aber keine Antwort erhielt, wurde endlich nach der Polizei geschickt- Die Thüre zur Wohnung wurde sodann durch einen herbeigeholten Schlosser erbrochen und es soll sich nun ein schrecklicher Anblick geboten haben. Die beiden Eheleute lagen entseelt, aus Schußwunden blutend, am Boden, die Frau mit dem Gesicht auf den Dielen, ihr gegenüber • lag der Mann ausgestreckt, neben ihm ein sechs- läufiger Revolver, aus dem drei Schüsse abgefeuert waren. Der Mann hat danach zuerst seine Frau und dann sich selbst erschossen, bei ihm soll die Kugel durch die Schläfe gegangen fein. Die schreckliche That ist vermuthlich in der Nacht geschehen, da man im Hause nichts von den Schüssen gehört hat. Aufgefunden wurden die Leichm erst gestern Nachmittag gegen halb 5 Uhr — (Lebmsoersicherungs- und Ersparniß-Bank in Stuttgart.] Bei dieser in Süddeutschland den ersten Rang einnehmenden Lebensversicherungs-Gesellschaft wurden tm vorigen Jahre 3226 Personen mit J4 20 311500 neu versichert, darunter außergewöhnlich viele mit höheren Versicherungssummen, und wurde dadurch der Verftche- lungsstand der Bank, nach Abrechnung der Abgänge durch Tod, Ablauf von Versicherungen rc. auf 38 201 Personen mit JL 193230700 erhöht. Die Jahreseinnahme stieg von 7 832 542 auf JL 8 446 803. In Folge günstiger Sterblichkeit, welche um •«*, wFA ! mA*1 ÄS* w ME ^llen ^„Achnij S» IlcheÄ^ mÄ 3t>67 9ert »erben liflt ttrn ®uJei btr Khten I >®4ä Ä ^miniunfl !.i Men bisher '''M.»* gtg;n lüb“6‘ W* j rbt'to btl,§ j ?' ®lnI«tung £ Omnien LL: Emte-Ertrggi ! jUeberlajfung doe des Hem 'chung. - Noä ,?n 'n den N-im JO jur ReparM § sür HerstellW? ■ : ,tn das näGi ' üben ihre Anfich, ^nsteuer unb bk < ft vonTeweiahe- it und WeMtz • 1 Zch reiben M aloermögens unb WW fei, hß . ichchrn betrubeni? :We NaM ■ Lefchickung diifr 10 den 25. W p wirb außer Han mm, Herr Statt iinj Oberhessen fb Zum VolsrM nbe gcherv MoitzN heute Morgrn nt$ HeereSpflichl bms dekannlm Md- rnellzug aus HW mb voll Gold- O aiürlid) salhli jiba einem guten Fch chten, baß es km mt bitntn. [jtnbe -.kante Gl« runj ihrer Eltern Ktsichln des Datni rte und ben Ellen! ■adtatn Denehmei! unb aU W ist etu M'tgllkM ; >n Braut iö W \ den M | j oenirlSiflf *1 1 »- M -d-m-! > ” iDtblH । h°t Ü» ««»£ ■ Ä" -SSS i Ss ÄM ! 1,4 w 5 EU 6* hobelt' .. kcnl M ; 177«.!° E i neben UP . er Wnn hal . I 8ri bkl« “ tffeS Lterbli« # 7.M Ä»ÄÄ i AL» LL'i in Gießen. Geborene. Auszug aus den Standesaurtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. 21. Schuhmacher Philipp Seng mit Clara Harbach, Tochter des verstorbenen Leinwebers Daniel Harbach in Stangenrod. 24. Kaufmann Karl August Martin Nrco- laus Leopold Schlatter mit Mathilde Dietz,. Tochter des Kaufmanns Wernhard Dretz von Gießen. 25. Schreiner Franz Theodor Wigandt mit Henriette Friederike Cundms, Tochter des verstorbenen Mühlenbesitzers Carl Gottfried Cundius in Gießen. Eheschließungen. 24. Schlosser Ludwig Klotz mit Adolfine Louise Stohr, Tochter des Schlossers Friedrich Stohr in Gießen. 24. Posthilfsbote Adam Paul mit Margarethe ^uhane Marie Mattern, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Johannes Heinrich Mattern 14. Dem Fuhrmann Konrad Pfeiffer eine Tochter, Marie. 15. Eine Tochter von auswärts. 15. Dem Seconde-Lieutenant im 2. Großherz. Hess. Infanterie - Regiment Nr? 116 Arel Gentner ein Sohn, Constantin Franz Theodor Axel. 17. Dem Arbeiter Peter Merkel ein Sohn, Karl Georg Friedrich. 17. Dem Oeconom Karl Martm Kreiling eine Tochter, Christiane Adolfine. 18. Dem Stuhlmacher Philipp Henkel, em Sohn, Wilhelm Julius Johannes. 20. Eine Tochter von auswärts. 23. Dem Schremer Georg Daniel Hoß ein Sohn, Georg Friedrich Adolf. letzterem Kall vermindert sich die zu zahlende Prämie, mit 15pCt. anfangend, voraus- ichMch iShrltch um w-tt«? 3 pC,., so daß nach 33 V-rstch-rungsjahr-n bet einer Prämtenleistung von JL 100 nur noch 1 gu zahlen und von da ab eine jährlich steigende Rente zu beziehen ist. ________ Handel und Verkehr. Gießen, den 26. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund m_ z.20-^1.40, Hühnereier Stück 5 ^, 2 St. 9 H, Käse per Stück 4—11 ^ Kasematte 3 Erbsen per Liter 22 Linsen 32 4, Tauben ver Paar JL 0.70-0.80 Hühner per Stück «X 1.50—2.00, Hahnen per Stück B c: n T V Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags nach Amerika. Paffagiervertrüge schließen ab: Die General«Agentur des Norddeutschen Lloyd für Hesien M. Abraham in Mainz und dessen Agenten C. W. Dietz Nachf., Gießen. Nie Spiegelberger, Butzbach. I. Schulhof, Friedberg. PH. Zimmer, Lich. Herm. Vogt, Reichelsheim. 698 L. M Schloß, Alsfeld. ___ Eine Cigarrenssbrik außerhalb welche schon seit 25 Jahren besteht, wünscht einen militärfreien, tüchtigen, jungen Mann auf längere Dauer anzustellen, welcher das Abnehmen der Cigarren bei ca- 40 Leuten in Allem zu besorgen hat, Lohn ausrechnen und in Abwesenheit des Prinzipals auch die Effectuirung der Commissionen, sowie darauf bezügliche schriftliche Arbeiten. Der Anzustellende muß gute Zeugnisse und Referenzen haben. Offerten unter A. 1829 bei der Expedition ds Blattes abzugeben. 3653 3673 Ein Kegeljunge wird angenommen im „Löwen". _ Bauschutt kann gegen Vergütung abgeladen werden bei 3555 I. Barnaß, Gartfeld. 3674 Es können Kegelliebhaber Abende besetzen im „Löwen". An die evangelische Gemeinde! Die Liste der bei der demnächst stattfindenden Ergänzungswahl der Kirchen- gemeindevertretung stimmberechtigten Mitglieder der evangelischen Gemeinde. Gießen wird drei Tage lang, nämlich am 28., 29. und 30. Mai d. I. und zwar an jedem Tage Vormittags von 8 bis 11 Uhr und Nachmittags von 2 bis S Uhr in der Wohnung des 3. Pfarrers, Ludwigsplatz 8, offen gelegt werden, damit während dieser drei Tage die Gemeindeglieder Einsicht davon nehmen und bei dem Kirchenvorstand deshalb Einwendungen vorbringen können. Gegen dessen Entscheidung kann binnen drei, weiteren Tagen Rekurs an den Dekanats-Ausschuß ergriffen werden. Gießen, den 26. Mai 1883. Der evangelische Kirchenvorfland Dr- Naumann, J. Hanstein 3672__________._________________________Pfarrer._______________________________, Die Färberei und Druckerei von I. Wallenfels II ire. Kirchenplatz 21. GrieSSeXl Kirchenplatz 21. empfiehlt sich dem hiesigen und auswärtigen Publikum im Färben und- Druckcn von Wolle-, Seide« und Baumwollen-Stoffen. Herren- und Damengarderoben werden zertrennt, sowie unzertrennt iw den ächtesten Farben wie neu hergestellt. Das Decatiren von Tuch wird bestens besorgt. 3661 Reelle und prompte Bedienung. — Mäßige Preise. Wirthschasts-Empsehlung. Einem hiesigen und auswärtigen Publikum, sowie an Reisende u. Handelsleute die ergebene Mittheilung, daß ich wieder in, Besitz des „Rheinischen Hofes" bin, und halte wie früher gute Logis, Mittagstisch, Neffau- ration zu jeder Tageszeit und stets ein gutes Glas Aktienbier. Auch mache ich die geehrten Handelsleute aufmerksam auf die große geräumige Stallung. Es wird mein Bestreben sein, mir durch prompte und reelle Bedienung die vollste Zufriedenheit meiner Gäste zu erwerben, und halte ich mich verehrlichem Publikum bestens empfohlen. Achtungsvoll Chr. Reinhardt, 3670 „Zum Rheinischen Hof". Pöschel s BicrhaNc. Montag den 28. Mai: ABEND-CONCERT der hiesigen Regimenlsmufik. sm Entree Pf ff. Anfanff S Uhr. Männer Bade Verein 3322 Die Anstalt ist eröffnet. Der Abonnementspreis beträgt per Saison 3 Irrtümlichen Gerüchten zu begegnen, bemerken wir, daß ein eingezäimtes- Bassin für Nichtschwimmer vorhanden ist. Der ^Zorstanv.^ Einweihung. Zu der am Sonntag den 27. Mai stattfindenden Ein' Weihung meines neuen Saalbaues lade ergebenst ein. 3647 G-ottlieb jung, Bieber. Danksagung Allen Denen, welche unsere liebe treue unvergeßliche Gattin, Mutter und Tochter Iran Katharina Gibb geb. Heller zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet, sowie für die zahlreichen Blumenspenden, insbesondere aber Herrn Pfarrer Schlosser für die trostreichen Worte am Grabe unseren innigsten Dank. Gießen, den 26. Mai 1883. 3666 Die trauernden Hinterbliebenen. 3640 Das Flechten von Stroh- und Rohrstühlen, sowie das Unfertigen von Stühlen jeder Art wird zu sehr billigen Preisen ausgeführt vou Philipp Henkel, Stuhlmacher, Sonnenstr. 14, dem Clubgebäude gegenüber- 3547 Zum Bügeln in und außer dem Hause empfiehlt sich E. Ritsert, Wallthor 81. 28/5Ast.8U.Conf.I!I.Gr^ 3546 Eine in vorzüglichem Zustand befindliche rweispännige Chaise ist Z" verkaufen oder gegen eine einspännige zu vertauschen. Wo? sagt die Exped. ds-Bu 3651 Sattlergesellen sogleich gesucht auf dauernde Arbeit. Louis Senner. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Br üb loschen Druckerei (Fr- Chr. Putsch) in Gießen. Hierzu ein zweites Blatt und eine Berlage, Schulstr- 1) der Borf 2) die Krei- Bürgem (fließen, Hausen, Worb Fabrikan Bürgerin Bürgerin Gießen, Beuern, aus Gro 3) die M: Nechtsan Billingei 4) der Krei< 5) der Pro' Als Urflint Bürgen Nachdem der‘ : Mtreten Aufsiellu j . Ter Vorfi' sc chi die Miigiiedc ß'tjrudt befindet, si '( Zu Rubrik - wollen, daß der La Der Vorsi iür 1879 und 1881, | ^stellt -ade, daß o. Sramm jiel i ffinifteriiim des Zn 1 tcg einstimmig einoe I • Der Voraus^ Teschlußfaffung ü a. Unterh b. Nenba q . Die Zuschrift Notierungen des j «sMigen für die 3 S* ba bic hfc i ^lerhaltung der Km i Ä*»; anbr ■! u., Dtt Sorijhe ■ *6 d-S sproninjial I x, »ch bet M ' SÄ"** ? änoabt ! aiÄ’QU’id afc4';"n Si sfe des ner lrni 'm @«n2 Mtu R-ich, "'iS di «ttigc Äj, T-ÄSt t 1