Erstes Blatt. Sonntag den 26. August Nr. 197 1888 ♦ 5® Vureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MsNtagS. ir A Gießen, den 25. August 1883. Bekanntmachung Bekanntmachung 530 Vormittags, in Büdingen 725 ab Büdingen 820 Abends. IO'3 in n Büdingen, den 23. Zipgust 1883. tIÄ .Illi"11 Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Kraemer. Pret- vierteyührttch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlstzn, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Darmstadt, 24. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 7. August dem Director und ersten Lehrer des evang. Prediger- Seminars zu Friedberg, Professor der Theologie und ersten Pfarrer daselbst, Geh. Kirchenrath Dr. Franz Alexander Schwabe, das Ritterkreuz 1. Klasse des Ludewigs-Ordens, — am 18. August dem gegenwärtigen Besitzer des Hotel Liverpool in Paris, Peter Heppenhei mer aus Nieder-Ramstadt, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen — zu verleihen. — Die Kaiserlich und Königlich Oesterreichisch-Ungarische Regierung hatte ror einiger Zeit die Absicht zu erkennen gegeben, den Bezirk ihres General- Consulats in Frankfurt a. M. auf das Großherzogthum Hessen auszudehnen, nachdem die Großh. Regierung sich hiermit einverstanden erklärt hat, ist die beabsichtigte Maßregel nunmehr in Kraft getreten. Berlin, 24. August. Die Verhältnisse der deutschen Maschinen - Industrie » wie uns von fachmännischer Seite versichert wird, fast ausnahmslos als Klinstige betrachtet werden, denn'die Nachfrage und der Bedarf an Maschinen aller nimmt stets größere Dimensionen an. Auch weisen die Maschinenfabriken in der Hauptsache zufriedenstellende Ordres auf, allerdings sind solche nicht auf längere >vauer; auch die Kesselschmiede, Brückenbau-Anstalten und Lokomotiv-Fabriken erwarten M wetterreichende Ordres, für Waggons sind ebenfalls nur wenige Lieferschlüsse vor- ^merkt. Die Werkzeugmaschinen - Fabriken, dann die Etablissements für Webereien, «pinnereikn rc. haben etwas mehr zu arbeiten, auch für Kletnmaterial, dann Eisen- und ^tahlgerathe ist gute Nachfrage. In dem PrämiirungSausschreiben für die am 29. d. Mts. in Büdingen stattfindende Viehpreisvertheilung (landwirthschaftliche Zeitschrift Nr. 31 von diesem Jahr» ist unter 1 d gesagt, daß Rinder, welche sichtbar trächtig sind, prämiirt werden soll; — sodann unter 2b: die zu prämiirenden Thiere müssen ein gewisses Alter haben, — Rinder V2—<3 Jahre. — Die Zahl 1/2 Jahr beruht auf einem Versehen und vird dahin berichtigt, daß statt: Rinder von V2—3 Jahre zu setzen ist: Rinder von 2—3 Jahren. Friedel Hausen, am 22. August 1883. De^ Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen. ______________ Klietsch. r» LaWt. Gefundene Gegenstände 1 Taschenmesser, 1 Gesangbuch, mehrere Schlüssel und Hundeblechmarken. |artjnfigl ock nieints $ _fj ZimM11 mtßliA ri|i oilicgfe iotribot öleiE^ Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß am 29. d. Mts., dem Tage des landwirthschaftlichen Festes zu Büdingen, zwei Extrazüge von Gießen nach Büdingen und in umgekehrter Richtung zur Beförderung gelangen werden, und zwar: ab Gießen ■Ä Ot*15 iltE tiF ..willst" . ’l Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenr-Bureau. Kaffel, 24. August. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz ist heute Abend 7 Uhr hier eingetroffen und von der Bevölkerung enthusiastisch em- v ^aris, 24. August. Auch die heutigen Morgenblätter beschäftigen sich och mit dem Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." Die „Röpublique sran^aise" w n-# e ^e$te &iune der „Nordd. Allg. Ztg." wird uns nicht aus der ha r Sammlung und der Wiederherstellung heraustreten lassen. Die Welt weiß, daß Frankreich den Frieden ernstlich wünscht. Gegentheilige Häuptlingen können nicht aufrichtig gemeint sein. Wenn man unsere Jsoli- ng noch ^u verstärken sucht, nun gut, so werden wir unsere Besonnenheit, ' EMeit und Festigkeit verdoppeln. Diese Tugenden werden ihre mprh tEQPen' man Eann allerdings anneh.t.en, daß man, je ruhiger wir bleiben ' desto mehr behaupten werden, daß wir uns einer zügellosen Agitation h>ngeben. Wir können das nicht verhindern. .. Der „Siecle" meint, Frankreich habe tausend Gründe, den Frieden w-n'rQker ohne jedweden vernünftigen Grund drohen, das fei das ™ T te ' Frankreich zu zwingen, immer für den Krieg vorbereitet zu sein. 2016 eine Depesche aus Frohsdorf an den Herzog von BlacaS von kV 8 W ^bldet, wird auf bestimmt geäußerten Wunsch der Gräfin öiLmUrt • e öffentliche Ceremonie in Frohsdorf statthaben; das Leichenbe- L; A 'oU w ungefckhr 8 Tagen in Görz vor sich gehen. Graf Chambord ^r bis zum Augenblicke seines Todes bei voller Besinnung. Gießen Die Züge werden auf sämmtlichen Stationen und Haltestellen anhalten. Die Abfahrzeiten an den einzelnen Zwischenstattonen und Haltestellen werden durch die Großherzogliche Direktion der Oberhessischen Eisenbahnen auf den Stationen durch Anschlag bekannt gegeben werden. (Die genauere Fahrzeit siehe unter Lokales der heutigen Nummer. D. Red. d. G. A.) Da der Bezirksvereiu unter Umständen bedeutende Geldopfer für die Einstellung dieser beiden Extrazüge zu bringen hat, so wird eindringlichst gebeten, solche möglichst benutzen zu wollen. ä zu ucraiKh JeumiwjL ar. SSB m üinleihm i |u btjitbtiL i im $orbtrur.i erhausMiült otf :r 1. ßftota j luiMßttrilll gis zu ütriratüi iwengafi 5 zu vemik-j chützcnsilch II chen n-Wo'Mri Lahn brimH düng und £$ ches Fainilichi nach btt ii. MatW Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. London, 24. August. Das Oberhaus hat das Finanzgesetz und die Pächterbill in der vom Unterhause vorgeschlagenen Fassung angenommen. Der Schluß des Parlaments erfolgt morgen Nachmittg 2 Uhr. — Dem ^Reuter'schen Bureau" wird aus Simla telegraphirt: Nachrichten aus Afghanistan melden eine unter Leitung des bekannten Mollah Mushki Alum erfolgte allgemeine Erhebung der Ghilzais gegen die Regierung des Emir. — Die „Daily News" bespricht den Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." und erklärt ein Bündniß zwischen England und Frankreich gegen, die centralen Mächte des Continents für unmöglich; ein Bündniß zwischen England, Frankreich und Rußland geqen Deutschland, Oesterreich und Italien für gleichfalls unmöglich. England habe von Deutschland und Oesterreich Nichts zu fürchten. — Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Hongkong vom 23. ds. gemeldet: Es herrscht große Erregung in Folge eines Conflictes zwischen einem europäischen Zollbeamten in Kanton und eingeborenen Kulis. Der Beamte gab mehrere Revolverschüsse ab, tödtete einen Knaben und verwundete zwei Personen. Der Zollbeamte wurde sofort verhaftet und wird vor Gericht gestellt werden. — Man fürchtet, daß, wenn die neue Niederlage der Franzosen in Tongking bekannt wird, die feindselige Haltung der Eingeborenen gegen die Fremden, welche durch das Vorgehen Frankreichs hervorgerufen ist, sich noch mehr zuspitzen werde. Es sind bereits Maueranschläge erschienen, welche die Bevölkerung zur Ermordung der Fremden auffordern. Auf Ersuchen des englischen Consuls ist die englische Corvette „Swift" heute nach Kanton abgegangen._____________ Der Handel — ein Förderer der Industrie. (Nachdruck verboten.) Den mächtigsten Förderer der Cultur müssen wtr, wenn wir unsere Bücke in die Bücher der Geschichte lenken, tm Handel erkennen Dte Handelszüge führten die Bildung der unternehmenden Völker der Vorzeit und des Mittelalters wett eher zu den Barbaren als dies auf dem Wege der ungestümen Eroberung zu ermöglichen war; die Bildung war dasjenige köstliche Arom, welches über ihrem Gütertausch schwebte; und mehr, sie war unbedingt die Lebenskraft, mit welcher jene Völker festwurzelten in der Herrschaft über die ungebildeten Massen, deren geistige und sittliche Erhebung ihre providenttelle Aufgabe bildete. Der große Waarenzug ging schon vor Jahrtausenden aus dem fernen Indien nach der westlichen Welt, nach Europa und Afrika und dadurch bildete sich jener Karawanenhandel, der von Alters ber in Asien und Afrika heimisch war und unbedingt die Hauptursache der Cultur für die Bewohner dieses Weltthetls geworden ist, der noch heute den Verkehr des inneren Afrika mit der Küste und sonach mit allen andern Länd.rn vermittelt und alle Momente der Gesittung in seinem Gefolge trägt. Alexander v. Humboldt sagt in seinen Werken: „Auf Wegen, die der Handelsverkehr seit Jahrtausenden bestimmt hat, geht der lange Zug von Tafilet bis Tombuktu, oder von Murzuk bis Bornu: kühne Unternehmungen, deren Möglichkeit auf der Existenz des Kameels beruht, des Schiffes der Wüste, wie es dte alten Sagen der Ostwelt nenne%;efe Karawanen waren es, welche, wenn auch auf den verschiedensten Straßen, immerhin aber durch das Innere der Länder dte reichen Schätze und Erzeugnisse des Ostens nach dem Occident brachten und den hohen Glanz jener reichen Städte erzeugten, der einst das alte Babylon zu dem Wunder-der Welt machte, damit endlich aber dte Mittel an die Hcmd gaben, Wissenschaft und Kunst, dte höheren Güter der Menschheit, freigebig zu pflegen. Die Cultur Europas mußte diesem Gange des Handels gemäß in einem gewissen Grade an den Orient, dte Wiege der Geschichte, geknöpft sein, und die frühe Geistes- btldung wanderte so, gleich dem belebenden und erleuchtenden Sonnenlichte, von Osten nach Westen. Rücksichtlich seiner Produkte ist unser WelttheK unter den Conttnenten ') Sicherem Mi W E Versammlung erhält. — In Wies eck legte ein gestern um die Mittagszeit ausgebrochenes Feuer ein Haus und einen Stall in Asche. ** Alten-Buseck, 24- August. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde der derzeitige Bürgermeister Johannes Wagenbach VII. mit 152 Stimmen einstimmig wiedergewählr. Die Gemeinde, die noch nicht, wie viele andere Gemeinden, ta Parteien gespalten ist, hat durch die große Belhetltgung an der Wahl und durch die einstimmige Wiederwahl ihres sehr bewährten Bürgermeisters gezeigt, wie sehr dieser das allgemeine Vertrauen genießt, und hat hierdurch ihm, dec am Wahltage seinen Geburtstag feierte, gewiß einen schönen Geburtstags-Glückwunsch dargebracht. Möge der Wledergewählte noch recht lange zum Segen der Gemeinde wirken. Darmstadt, 22. August. sMiltlärdienstnachnchten.j Graf v. Herzberg, Generalmajor und Commandeur der 49 Inf.-Brigade, wurde in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit Pension zur Disposition gestellt; v. Grote, Oberst und Commandeur des Colbergischen Grenadter-Regiflrents (2. Pommern'fchen) Nr.9, commandtrt zur Vertretung des Commandeurs der 49. Infanterie-Brigade, unter Beförderung zum Generalmajor zum Commandeur dieser Brigade ernannt; eeeberer, Rittmeister und Escadronschef vom 2. Großh. Drag.-Regt. (Letb-Drag.-Regt.) Nr. 24, als Adjutant zur 2. Division (Danzig) commandlrt; v. Wrochem, Prem-Lieutenant von demselbkn Regiment, zum Rittmeister und Escadronschef befördert; Dr. Medicus, bisher Großh. Gerichts-Accessift, zum Garnisons-Auditeur in Neisse ernannt. — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen-und Stahl- industrieller belief sich die Roheisenproduction des deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat Juli 1883 auf 281960 Tonnen, darunter 173 704 Tonnen Puodelroheisen, 7924 Tonnen Spiegelesten, 38 844 Tonnen Bessemer, 34 069 Tonnen Thomasroheisen und 24 919 Tonnen Gießereiroheisen. Die Production im Jul, 1882 betrug 267133 Tonnen. Vom 1. Januar bis 31. Juli 1883 wurden producirt 1952 314 Tonnen gegen 1782 313 Tonnen .m Vorjahre. — sShingholesen.j Ein neuer Völkerstamm, der bisher noch niemals in Deutschland gezeigt oder gesehen worden, der aber entschieden alle bisher gier vorgeführtcn Karawanen an ethnographischem Interesse übertreffen dürfte, ist seit 18. d. M. durch Vermittelung Carl Hagenbeck's, in dem Berliner zoologischen Garten eingetroffen, um am nächsten Dienstag mit Vorführung der etgenthürnlichen heimathlichen Sitten und Gebräuche zu beginnen. Es sind dies Bewohner der 7800 englische Mellen von uns entfernten, im Indischen Ocean liegenden Insel Ceylon, die in der Dprache der Eingeborenen selbst Singhala genannt wird. Die Singhalcsen, ein äußerst intelligenter Volksstamm, bewohnen spectell den südwestlichen Theil dieses paradiesiichen Jnftllandes und stehen, wie ganz Ceylon, unter britischer Oberhoheit. Die jetzt tm zoologischen Garten befindlichen Stnghalesen stammen aus den Gouvernements Colombo und Kandy und zwar aus den an der Südwestküste gelegenen Ortschaften Welleweta, Kotugastota und Wattegama. Sie zeigen wie die meisten der dortigen Eingeborenen eine von olioen- braun bis beinahe ins Schwarzdraune spielende Hautfarbe. Die Gesichtszüge sind sehr regelmäßig und bet einigen der Männer, wie beispielsweise bei dem Zauberer und Schlangenbeschwörer Bombay Ramzammy, einem 16jährigen Burschen, geradezu schön zu nennen. Eine Reihe perlweißer Zähne und bte eigentümlich funkelnden braunen resp. schwarzen Augen erhöhen den wohlthuenden Eindruck noch ungemein. Die Haare sind lang, schwarz und seidenartig. Eigentümlicher Weise werden dieselben von Männern wie Frauen zu einem Chignon aufgewickelt am Hmterkopf getragen. Einige haben auch noch als besonderen Zierruth einen den vorderen Theil des Kopfes bedeckenden runden Kamm aus Schildpatt im Haar stecken. Die Kleidung der Stnghalesen besteht aus einem bunten, turbanartig um den Kopf geschlungenen Tuch, einem bunten Tuch um die Lenden und kurzen Hosen. Am Oberkörper sind sie sonst unbekleidet, hier jedoch tragen sie zum Schutz gegen die Kälte bunte Trtcotjacken. Die Füße sind stets unbekleidet. Die Frau-n und Kinder kl- iden sich genau analog den Männern, der Unterschied scheint eine weiße, den Oberkörper bedeckende Jacke zu sein. Außerdem tragen Frauen und Mädchen Ohrringe neben Fingerringen und Armspangen, während die Männer nur die beiden letzteren Arten von Schmuckgegenständen tragen. Die Schaustellungen dieser Stnghalesen. die, wie einleitend gesagt, am nächsten Dienstag beginnen werden, versprechen noch bedeutend interessanter zu weiden als diejenigen der Kalmücken, namentlich dürfte bas Arbeiten mit den Elephcu.ten und Zebus ein äußerst seltsames, hier noch nicht gesehenes Schauspiel bieten. Der Sonntag und Montag ist zur Erholung für die von der Reise etwas angegriffenen fremden Gäste und zu den nöthigen Vorbereitungsarbe ten bestimmt. V e r ru i s ch t e -. Lollar, 24. August. Bei der heute dahier stattgefundenen Bürgermetsterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Fuchs mit großer Majorität wiedergewählt. Bersrod, 25. August. Bei der am23. August abgehaltenen Bürgermeisterwahl Jacob Bücher mit 47 Stimmen zum Bürgermeister gewählt, sein Gegen- caribidat Johannes Becker erhielt 27 Stimmen. Witterungskunde.*) 26. August. Sonntag. Frühmorgens kühl, windig, bedeckt bis etwas regnerisy, bann ausgeheitert warm, auf Mittag zu gewitterhast, Nachmittags schön und warn, Abends Gewitter namentlich ergiebig in den südlichen Gebieten mit stellenweise mäßiges Herabgang des nächtlichen Temperaturminimums Es ist nicht ausgeschlossen, dcß nachmittägige „Wärmegewitter" jetzt und in den folgenden Tagen örtlich auftreten urb dadurch die Ausbeiterungspertoden verschieben. 27. August. Montag. Fortdauer des Morgens kühlen, windigen, bedeckten, Mittag zu bei schnell steigender Temperatur gewitterhaften, Nachmittags aufgeheit-rt«i warmen Wetters. Abends strichweise gewitterhafte Niederschläge, namentlich ergieß auf Westen und Südwesten zu mit stärkerem Wind und örtlich mäßigem Herabgeh!» der nächtlichen Temperatur. 28. August. Dienstag. Fortdauer der bisherigen Wetterlage. Morgens drohenv bedeckt, Vormittags veränderlich, strichweise auigehellt, Nachmittags aufgebessert warm. Abends sind Niederschläge wahrscheinlich, besonders nach Westen und Südwesten 3» *) Aus Dr. L.Overzier's Wetter-Prognose für denMonatAug u fr abgeschlossen am 20. Juli (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln. Preis 1 X\ — Nachdruck verboten. Handel und Verkehr. Gießen, den 25. August. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfmr X 1.00—1.10 Hühnereier per Stück 5—6 Käse Stück 4—9 Kasematte o Erbsen per Liter 20 Linsen 30 H, Tauben per Paar 60—80 H, Hühner A Stück X 0.85—1.30, Hahnen per Stück X 0.50—1.10, Enten pr. St. Ochsenfleisch per Pfund 70 Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch50 d 54 Schweinefleisch 62-64 H, Hammelfleisch 62-70 Kartoffeln per 100 KU X 3.50—6, Kirschen pr. Pfd. 00 Milch pr. Ltr. 13—18 Gänse pr. Stuck X Zwiebeln per Ctr. 5—7.00 X ___________ WtatWfwrt a. 88., 25. August, Nachmittags 2 Uhr — Min. (T-legrcvhst«» Coursbericht. Mitgetheilt durch bas Bankgeschäft Albert Kaufmann in- Gi-MA Creditactten 251--/., Staatsbahnactien 2711/2, Calizier 252'/,, Lombarden 128-/„ westbahnactien 1703/«, Gotthardbahnactien 1123/16, Darmstädter - Bankactten 1 s- Disconto Commandit 1955/e, Oefterr. Silberrente 67n/i6, 4% Ungar. Goldrente /o /ib» 40/0 1880er Russen 72'/2, 5o/o 1877r Russen 9112, 2. Orient-Anleihe 57-/8, 4 ° Spanier 59, 5o/o Rumänische Reute 93V4. 4o/o Unific. Egypter 71«/e, 5°/o Dürrm 1015/ig, Marienburger 106Vie, Hess. Ludwigsbahnact. 106Vie- Tendenz: still- fei Ä fco OU, Tw4 * »äS«. M 'N 1 hpr nuen Welt der von der Natur am wenigsten begünstigte. Ein großer Theil der Befriedigungsmittel seiner Bedürfnisse, man könnte fast sagen, alles was den An- snrücken des verfeinerten Lebens, den Anforderungen des Luxus genügen sollte, mußte ' uü dem Orient herbeigeschaft werden. Es scheint, als habe die Vorsehung diese wunderbare Verknüpfung zum großen Triebrade der Bildung der Völker bestimmt. Und genau was sich früher im Verkehr zwischen Asien und Europa zeigte, findet tief 'm östlichen Asien sein Abbild, in jenem für uns so lange mit den Zauberdämmen der ^abel umwebten Reiche der Mitte, dessen nähere Kennmiß, wenn auch zuerst mit Gewalt nun aber doch dieser im Interesse des Handels sich erschlossen hat- Die Geschichte nennt dort als die ersten Culturspenden die berühmten Gesetzgeber und Staatsordner ^o-hi Jao, Schun und An, welche tm 20.-30. Jahrhundert vor Christus gelebt haben sollen und zuerst eine Civilisation über China verbreiteten. Namentlich von Fo-Ht erzählen die Geschichtsschreiber des Landes, er habe gelehrt daß alle Vernunft vorn Himmel komme, er habe Unterricht in der Seidenzucht, im Brückenbau und im nutzbaren Gebrauche von Lastthieren ertheilt, das Ehegesetz begründet und Tausch und Handel ctngefübrt. Es ist bewiesen, daß schon tm grauen Alterthum dort eine bedeutende Cultur erblühte, bereit Einfluß und Ausbreitung unberechenbar geworden fein würden, hätten nicht die Chinesen selbst durch das Durchschneiden aller ihrer Verkehrsadern nach außen sich selbst zum Falle gebracht, hätte China fortgefahren, sich durch regen Handel in Berührung mit der Außenwelt zu halten- Nachdem der Kaiser Schi-hoang-tt um die Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. den Verkehr mit den anderen Völkern durch das Aufführen der Gebirge übersteigenden und Seen ourchschnetbenden chinesischen Mauer unterburben hatte, war es vorüber mit Glanz unb Herrlichkeit; zwar erreichte China unter Tai-tsong im 7.Jahrhunbert n. Chr. die höchste Blüthe, aber nach bem Erlöschen seines Hauses ging China dem Verfall entgegen, mit bem Fortfall des Handels ging die Cultur zurück. UeberaH wiederholt sich dieser Einfluß des Handels auf die Civilisation. Die Griechen danken ihre Aufklärung den Egyptern und schon Thucydides sagt, daß das große Wachsthum des griechischen Handels mit den rapiden Fortschritten der griechischen Cultur zusammenfiel. Wie sehr aber eine verständige Colonisirung der Cultur emporhebt, lehrt die Erfahrung aller Zeiten. Die vielen Handelskolonien des Alterthums, die tn ganz geringer Abhängigkeit vom Mutterlande sich in den schönsten Gegenden der Welt beinahe selbstständig entwickeln konnten, haben ohne Zweifel diese Cultur mächtig gefördert und alle diese Völker danken einzig und allein ihre Blüthe den regen Handelsbeziehungen zu anderen Nationen. Das colonisirende Volk führte seinen Gottesdienst ein, ohne daß die Eingeborenen zur Annahme gezwungen wurden, urb neben diesem höchsten Interesse des Menschen bürgerten sich in den Colonien aQmadg alle die Elemente des Guten und Schönen ein, welche die Eingewanderten aus der Heimat mit herüberbrachten. Im Gegensatz zu den betriebsamen Phöniciern zeigen uns die denselben benachbarten Juden, ebenso auch heute die Chinesen und Japanesen, wie wenig ein Fortschritt der Bildung möglich ist, wenn Handel und Industrie vernachlässigt werden. Man kann daher den von mancher Seite empfohlenen und als möglich hingestellten „geschlossenen Handelsstaat" gar als ein Paradoxon bezeichnen, tm offenen Widerspruch mit der wahren Natur des Verkehrs, mit allen Forderungen der politischen Oekonomie, mit den Bedürfnissen unb Eigenschaften der Menschen. Wie unendlich groß und anderen Völkern tausendfach überlegen, konnte unser deutsches Volk bei seinem Gewerbfleiße, bet seiner Industrie fein, wäre es uns vergönnt, foloniftrenb auftreten zu können, hätten wir mehr Gelegenheit, unsere Erzeugnisse nicht erst durch andere Völker fremden Erdiheilen zugänglich zu machen, unsere einheimischen Jndustriegegenstande geschmückt mit fremden Federn, segelnd unter fremder Flagge. Nicht weggeleugnet allerdings darf werben, daß auch die Kriege zur Verbreitung der Cultur betgetragen haben, aber immer nur mittelbar. Sie legten zwar die Keime m einer künftig aufblühenden Civilisation, sie traten aber zugleich nur zu oft als Zerstörer der edelsten Schöpfungen des Wissens unb ber Kunst auf. Wie viel edler zeichnet dagegen der Handel friedlicher Bürger die Spuren seiner Wege! Unmittelbar in die empfänglichen Furchen wird der Samen ber Bildung gestreut, kein Unkraut des Grolls und der Rache wuchert zwischen ber Frucht empor. Der Hanbel vermittelt trif dem milden Wege des Entgegenkommens die Bekanntschaft mit den Fremden, und diesem Verkehr, ist er einmal rege emporgewachsen, folgt Vertrauen und Achtung gegen die Personen, gegen die Sitten, und die Bildung und Erkenntniß des einen Theils geht aömälig über in das Eigenthum des in der Cultur tiefer stehenden, bis sich mit den Interessen auch hie geistigen Bcsitzihürner beider verschmelzen. Der große französische Philosoph Montesquieu sagt: „Zwei Nationen, welche miteinander Handel treiben, machen sich wechselseitig abhängig; ist das Interesse der einen Kauf, so ist dasjenige der andern ber Verkauf, und alle ihre Einigungen sind auf beiderseitige Bedürfnisse gegründet." Ferner sagt er: „Die Geschichte des Handels ist die Geschichte der Vereinigung der Völker. Der Handel fängt damit an, alle Menschen eines Volksstammes miteinander zu verbinden, bann vereinigt er bie Völker unten einanber und verbindet endlich alle Theile des Weltalls" — und weiter: „Die Sitze des ersten Völkerverkehrs waren auch die Sitze der Cultur; Austausch ber Maaren erzeugte Austausch ber Jbeen unb durch diese wechselseitige Reibung lodert sie zuerst auf, bte h.tlige Flamme ber Humanität." Literarisches. In dem Volkslied „Germania auf dem Niederwald", welches der allgemein bekannte und seiner volksthümlichen Compositionen wegen so sehr beliebte Componist Alb. Arndt in Frankfurt a. M dem deutschen Volke gewidmet hat, iß wohl nach langen, langen Jahren wieder ein Lied erstanden, welches vom ganzen deutschen Volke freudig gesungen werden wirb. Als besonders gut gelungen müssen wir die beiden letzten Verse an dieser Stelle lobend hervorheben. Es heißt da: Germania hoch! Nie re fc’ das feste Band, Umschlingend Süd, Nord, Ost und West, So lang ein ein'ges deutsches Vaterland — Verbleibst du Wacht am Rheine treu unb fest. Germatstas Herrscher! Hoch gesegnet sei D e Hand, die emst den Hammer schwang, Gesegnet sei das Wort, bas warm und treu, Aus seinem edlen Kaiserherzen drang. ?is 19. August. W Wior dr- I hi 22. August. Mmchcrs Jo Rn 19. August MI WH' ’! Hin#"1 p, n«“. Ekl Ml"; 21 v a 10$ Ms? te« I WM I, » ' ,3**8 s KsW10' !•' Dec I E n groß! Kf?6$eniD' ■prinW ci!a _ , Vernehmen nach hat Herr Stadtverordneter unb Commerzienraih Adolph Noll bei ber Stadtoerordneten-Versammlung einen Antrag auf Versicherung ber beiden hiesigen Feuerwehrmannschaftey gegen Unfall auf Kosten ber Stadtkasse eingebracht. Wir begrüßen btefen Antrag unb wünschen, baß er die Zustimmung ber Nei| kN*- >■?’ Srummetg 3* Stiälit NN ikiimmc Ersteig ;ü chn Wiesen in wirb in sol ärt: Jüer ®emat ü!Hektaren Di ^zust, des! --.'chRabena jüer8eniai Mgreita, ‘NnslOU^i 'M Jh ber 8e । E Hektaren #1 Nachmi Peib im Pk ^.ben 24/ u Nj. Obers L Lc 8 v ka leS Gießen, 25. August. Se. Königl. Hoheit ber Großherzog fuhren gestern Mittag von hier aus mit ber Oberhessischen Bahn nach Romrob und werden von dort aus wieder über Gießen nach Jagdschloß Wolfsgarten, woselbst bte Großherzogliche Familie Sommeraufenthalt nimmt, reisen- Se. Großh- Hoheit Prinz Heinrich verweilten bis gestern Nachmittag Vz5 Uhr tn unserer Stabt- — Zur Feier bes hohen Namenstages unseres Großherzogs fanb gestern Abenb großer Zapfenstreich statt- Gießen, 25. August. Bei bem Interesse, welches für bte hiesige Aliceschule in immer wetteren Kreisen rege wirb, möchten wir unsere geschätzten Leserinnen spectell auf bie bevorstehenbe Ausstellung am 28 und 29. b- Mts. aufmerksam machen. Die Arbeiten in ben verschiebenen Zweigen ber feinen Weißnäherei unb Stickereien, welche bis zu Kunstarbetten ausgeführt werben, wie bes Kleivermachens, finden stets allseitigen Beifall, im Zeichnen werden auch recht gute Resultate erreicht. Der Segen ber von unserer hochsel'gen Großherzogin Alice gestifteten Industrieschulen tritt beim Anblick ber erzielten Erfolge in schönster Weise zu Tage unb muß man diese Anstalt nur auf das Wärmste empfehlen- Gießen, 26. August. Zu unserer kürzlich gebrachten Notiz über die anläßlich bcs landwirthschaflltchen Festes in Büdingen am 29. I. M. gehenden Extrazüge geben wir nachstehend deren Fahrzeit an: Diese kraftvollen, echt deutschen Worte, welche mit ber schwungvollen Melodie ber Composition so recht innig verschmolzen sind, werben wohl halb in Jebermamis Herzen wiederklingen unb für immer bem beutschen Volke durch Germanias Wacht all bem Ntederwalb erhalten bleiben. Das Lieb ist für eine Singstimme mit Clavierdegleitung unb auch für Männer- Chor gearbeitet und damit Jedermann billig in dessen Besitz kommen kann, bat der Componist Albert Arndt in Frankfurt a. M ben Verlag selbst übernommen. Preis ^ 60 Pig Gießen Abfahrt 53° Vorm- Bübingen Abfahrt 820 Abends Garbenteich „ 5*o ,, Bletchenbach „ 830 L:ch „ 6 Stockheim „ 837 „ Langsborf „ 65 Ranstadt „ 84« „ Hungen „ 615 Nidda . 9 Oberwtbbersheim „ 630 » Oberwiddershetm „ 912 „ N-dba „ 644 tr Hungen „ 925 „ Ranstabl „ 654 Langsdorf „ 931 Stockheim „ 7 L-ch n 940 Bleichenbach „ 710 Garbentetch „ 955 Bübingen Ankunft 725 w Gießen Ankunft 1020 u ' j^ter des der Brodverkäufer der Bäcker Hn^ Grummetgrss- i den nö::::- f i No. 33. J s bei Herrn S. Elsoffer, Giessen. |15O7 ^Maimer Kirlhcnbau-Losc!k°.EÄ 0 _ . . . __ n Bll. -tfV A e»Xn«ori Gnh oder i. Gesammteinlage 8 Mk. Lotterie in 4 Klassen. 'w 337980 Mark i. W Gesammtgewinn- — Haupt inn Mainz, alleiniger I 80- 5(00 O 2 1 2 1 2 3 2 1 2 3 1 2 3 (2 (4 (6 (2 (4 (6 Im Auftrag: Rechner Heuser. für alle 4 Klassen sind bei Moritz Strauss jun. “nbetifc 11)9 elches bd o fehl itbmtt froi, i !s Dom M elUNgkN 57- eißt da: NVU''M hön önbL N: Mn: bit :■ 3)löi( en. b 1^8, I Grumme 1 gras- Versteigerung Mchsten Dienstag den 28. August l 3 ; soll das Grummetgras aus den den v. Grolmann'schen Erben gehörenden : Wiesen in der Gemarkung Burkhardsfelden und Reiskirchen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr in der Kißwiese. Submission. Freitag -en 31. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen die zu Herstellung »er Dorlarer Schulgebäude erforderlichen Arbeiten und Lieferungen dahier vergeben rverden, veranschlagt für Maurer und Mncher incl. Lungsteinlieferung 515 «X, | Zimmermann 72 JL, Schreiner 38 ounbM| Mgiflni m oon oliott Nfinbl* I Mbqnföt I nbentan I >■ DkHu'i I von Mm | gehcknLL ß enden mx, | n bestehle.; | nten lud) u i t, htnM | nb stet? nk- 8 n, betfo | leröem trcr t , wabrinbi: 8 . Die ßjr | nstag bch211 Brodpreise vom 2 6. August bis 9. September 188 3. Etüte O , CD co O C c SPä S x: rt pH ö ti cd co © _ ’S ß t: « c cd O Sandsteine Fertig behauene, wetterfeste Sandsteine liefert unter Garantie billigst Balth. Brück, Sandstembruchbesttzer 5709 in Hassenhausen. ' na 1. . Selbstgefertigte 1560 latkirk Möbel aller Art ltets vorräthig zu billigsten Preisen bei Cttpl Steller, Schillerstraße 60. SXA Versteigerung ag ist jin t I I ■* - zr« '•A.rt ii den nöG 11 Aeilgeöotenes. Uorchgliche Süstäpsel (feinstes Kochobst) empfiehlt zu sehr billigen Preisen C. G. Kleinhenn's Deltcateßen- Handlung. 5710 ersteigert: t) In der Gemarkung Alten-Buseck wir 7 Hectaren Donnerstag den M. August, des Morgens 9 Uhr. bei Wirth Rabenau daselbst. 2) In der Gemarkung Wicseck von HHektarenFreitag den 31. August, iw Morgens 10 Uhr. bei Wirth Lenz . ^selbst und 3) Zn der Gemarkung Gießen wn 36 Hektaren an demselben läge, des Nachmittags 2 Uhr. bei t Wirth Leib im Philosophenwald. Gießen, den 24. August 1883. Großh. Oberförsterei Gießen. h 5696 Lang. Denselben. Dem Maschinenschlosser Gustav Krüger -in Sohn. Louis August Wilhelm ^Eduard.^geboren^^^ Schreiner Heinrich Jentzen ein Sohn, August Louis Balthasar^geboren^den^ 1 A^usmann Wilhelm Montanus ein Sohn, Adolf Christian August, geboren dcn 24. Juli. Beerdigte. Den 17. August. Alfred Emanuel Mannkopff, König!, preuß. Hauptmann. a. D. im Westfälischen Pionierbataillon Nr. 7, alt 38 Jahre 11 Monate 10 Tage, gestorben am 15^August 0 ^eorß Conrad Bender, Schuhmacher dahier, alt 26 Jahre 11 Monate 5 Tage, gestorben den 16. August. Denselben. Christiane Marie Wagner, des verstorbenen LocktrersChrstoph Waaner eheliche Tochter, alt 21 Jahre 6 Monate 23 Tage, gestorben den 15. August. Den 2?. August.' Luise Leidig, geb. Steinberger, Wtttwe deS -«fto-ben« Rentners Carl Weidig, alt 65 Jahre 10 Monate 12 Tage, gestorben den 20. August. Dresden. Leipzig. Breslau. Stettin. Danzig Pr. Potsdam. Rostock. Hannover. Frankfurt a. 0. könipsberg i. rr und 500 Filialen in Deutschland. ===== Dienstag den 4. September. Nachmittags 2 Uhr, und die folgenden Tage werden rn der Wohnung des verstorbenen Herrn Moses Stein (im K. Schomber schen H"" Möbel aller Art. Bett- und Weißzeug, Herrenkleider, 1 Tafelclavier, 1 fernes Kaffeeservice, Glas- und Porcellan, sowie verschiedenes Haus- und Kuchen- geräthe meistbietend versteigert. Gießen, den 23. August 1883 Großherzoglrches Ortsgerrcht. 5697 Lüdeking. 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . - - - 28 4 , ' c^esde Seit 1816 ' eigene Centralgeschäfte (1 in Berlin) des Standesamts Gießen. r «ckubmacher PhiUpp^Wagner mit Anna Marie PHMppine Mühl, August. 18- Schuymaa-er w vp WUbelm Mühl in Wetzlar. 18. Kaufmann „t b“ä Schuhm-ch-rm.st» Adlnbkrg Tochl-r des Fruchtb°ndl-rs bull Katz von §2 Hilfshetzer Georg Olt, Wittwer, mit Mathilde 1,®?lbtnf,ir0ffbnfti« ©"mon Tochter d-s O-conomm Konrad S.mon zn volfine Friederike CH s Heinrich Scheich mit Anna Katharine Doubleur, MM- 23. Johannes Doubleur zu Altenburg 23. Backer- er za Gi-b-n mit El.s-Wilh-lmtn- G-itz, Doch.» * S»^"XÄ^lCb£nt0Pf' Ausust. 22. M-tzg» Mam Dich mll ^nii jffi IF°-.tz», T°ch!» d-s L°c°mo'ws°^s Heinrich Schw°itz-r zu Gi-b-n. «u8ufi. 13 D°m SÄ Ä1 KM» IS »i1“ iftS» Mpbtne. 17. Dem Dremstr y^Fbetd Elisabeth 19. Dem Schuhmacher Johann Sw?£65 »m *< «..» 17- blÄiSV37ti;.*"SI: Äiuife W-id'S, -Nb. S'-inb-ch 6b Jahr- Munhkim. 21. Emma LAiS. 20. ^aJL"bV§8Q^nar'f>eiter§Äonrab<5«n>eiS»• 21. Katharine, Mrzarethe, 5 Monate Tochter o y Johann Philipp Schmitt von 15 306» 0“. ° rst°rb°n°n Landm-E *, Balthasar Mbn-r. kKob-ihkLn-r g5 DamZ, 73 Jahre alt. Wittwe d-s Holzmachers Philipp „Olli««* in miiSÜ*#1 i kann, U Öami9f-Ö2r@sc^-M&sch.i3iexi 2V. 3.4^? 7 JS 8 pferdig halten vorräthig und liefern auf Probezeit mit Garantie und Zahlungserleichterungen cd.ui/ci1pt . Main grBge JIAYFARTH «fe Co-> FRANKFURT a. Main.-- Das Grummetgras der cameral- jiscalischen Wiesen in der Oberförsterei ließen wird in folgenden Terminen I Neue Filialen werden stets ggrn 2^£ge^en' - IDiö H Oswald Mier’schen Weine ii von Bk. 0. 80 Pf. pro Liter (die Flasche 60 Pf.) an unter den Bedingungen seines Preis-Courantes LI sind zu haben : ---—----- 'S*", .«•'Ä öS I Dr. Richter’s electromotorischeZahnhalsbiindcr, UM Kindern das Zahnen zu erleichtern, k Stück 1 cX Niederlage bei 3518 Carl Hostmann. „ .....56 ”, ) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei Hch. Nain 22 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei Hch. 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Der König hunb sich über - M mit König >1 Die Frage, pingen empfani ft Gegenüber |in dieser Hinsi M versichert, ai Mismarck mit M sein, ob bi Wv Blattes ei M Kanzler, tro( tP paar Stunt [■» preufi^ ff Biichöß W* des Cultusn BJ die Bekleibu Neuheiten in Damen« kleiderstoffe sowie alle Arten Besatzstoffe für die Herbst und Wintersaison 5702 Tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit sucht per Michaelis Frau Lieutenant Klingelhöser. 5720 Ein braves Mädchen mit guten Zeugnissen auf Michaeli gesucht. Marktpl. 2. Wermischte Anzeigen. 5699 Ein Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und Hausarbeit übernimmt, gegen hohen Lohn nach Wetzlar gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. Fel-fchlößchen. Sonntag den 26. August 5716 Concer t=Musik. Anfang 4 Uhr. — Entree frei. Sonntag den 26. und Montag den 27. Auguft Mchweihfeft in EolTfli roo3u ergebenst einladen Frlcdr. 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' Mein Drittes ist nicht oft zu finden, Doch ist es da, merkt man's sofort Denn immer weiß es zu entzünden Mit Schnelligkeit ein treffend Wort. oft< inc$r schätzen, der Gelehrten langer steifer Zopi, Denn ohne Worte erst zu wetzen, Trifft es den Nagel meistens auf den M Die Redaction des vielseitigen und rest haltigen Familienblattes „Die Sphinx" - bei wöchentlich 16 Seiten incl- portofrei Zusendung unter Kreuzband für das W monatliche Abonnement September-Tem 6er (18 Nummern) nur JA 3.35, buri Post Anweisung oder in Briefmarken eie zusenden an die Expedition der „S-Hinf. 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SÄT Im dritten Theil gelangen fämmtliche Plagen zur Ausfübrw» -— welche bet dem großen Zapfenstreich vor Sr. Majestät Kaiser WMm! von den vereinigten Musikchören des XI. Armeecorps gespielt werden. — Anfang 4 XThr. Entree 25. Pf. Es ladet hierzu freundlichst ein Aepfel