’ kaufen roit Unter- nelirt)' |ja.rne'» Sreqen. ' u/e >aaren: !*S*’ 6*, Ormt. LE-r ialiläl) 0). ! Weine i Söhne. ^rein, l/2 w. igen aus. kllichstsvttkiiis. 8um»en, unb Vater }ur tftigeit SSmeift sie jagen wir cf et Wwe er. 16 16 20 arrensl-vr- Nr. 170 Donnerstag den 26. Juli 1883 Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MsntagK. eingeschritten. glück- Der Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Darmstadt, 23. Juli. Das im Jahre 1886 stattfindende 50jährige Jubiläum der hessischen Gewerbevereine soll auf Anregung des Ministerialraths Fink mit einer Landesgewerbe- und Industrie-Ausstellung in Mainz verbunden werden. Kiel, 23. Juli. Definitives Resultat: Stichwahl zwischen Hänel und Heinzel. Es fehlten Hänel 182 Stimmen an der absoluten Mehrheit. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. lrtÜ Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. lichen Erklärungen Challemel-Lacour's im Senate zur Genüge hervor und so wird denn die Tongking-Affaire als ein nicht zu bannender Schatten in die demnächst beginnende Ruhepause für die leitenden Politiker Frankreichs fallen. Jenseits des Kanals zieht die Angelegenheit des zweiten Suez-Kanals noch immer ihre Kreise. Die Grunde, mit denen Herr Gladstone und Lord Granville das mit Herrn v. Lesseps geschlossene Abkommen vertheidigen, haben aus die erregte öffentliche Meinung des Insel-Königreiches so gut wie gar keinen Eindruck gemacht. Die handeltreibenden Kreise Albions glauben durch den Vertrag der englischen Regierung und dem Erbauer des Suez-Kanals ihre In- tereffen ernstlich bedroht und die Conservativen wissen in geschicktester Weise aus dieser Verstimmung Capital gegen das Cabinet Gladstone zu schlagen. Die Verhandlung über den Vertrag haben im Unterhause am Montag, den 23. Juli, begonnen und man darf begierig sein, ob es Herrn Gladstone gelingen wird, den drohenden Sturm zu beschwören. Die Nachricht, daß die Cholera in Genua ausgebrochen sei, hat sich glücklicher Weise als falsch erwiesen und dürfte lediglich auf die erhitzte Phantasie etlicher Zeitungs-Correspondenten zurückzuführen sein. Trotzdem hat es die italienische Regierung, um den Befürchtungen ängstlicher Gemüther ent- gegenzutreten, für angezeigt gehalten, diese Nachricht amtlich zu dementiren und zugleich erklären zu lassen, daß die Gesundheitsverhältniffe in ganz Italien ausnahmslos höchst befriedigend seien. Immer unheimlicher lauten die Telegramme über das Auftreten der Cholera in der Hauptstadt Egyptens. Noch vor zwei Wochen belief sich die Zahl der Cholera-Opfer in Kairo auf 3 bis 4 und jetzt rafft hier die Seuche tagtäglich Hunderte von Menechenleben hin. Vom Sonnabend 8 Uhr Vormittags bis zum Sonntag früh 8 Uhr erlagen in Kairo der Cholera 381 Personen, davon die meisten, 216, in der Vorstadt Bulak. Auch aus einer ganzen Reihe anderer egyptischer Städte werden zahlreiche Todesfälle an Cholera gemeldet, während sie in Damiette, ihrem Ausgangspunkte, dem Erlöschen nahe ist', da ihr hier im Laufe des 21. Juli nur 4 Personen erlagen. Bis jetzt hat sich die Cholera indessen, anstatt nach Alexandrien zu, nilaufwärts gewendet und dies gewährt immerhin noch einige Beruhigung. Politische Ueberskcht» Gießen, 25. Juli. Fürst Bismarck scheint in diesem Jahre gänzlich auf seine gewohnte Badekur verzichten zu wollen. Denn obwohl wir uns mit raschen Schritten dem Hochsommer nähern, weilt der Kanzler noch immer in Friedrichsruhe und allerdings ist auch sein Gesundheitszustand noch lange nicht ein derartiger, um den Antritt einer längeren Reise gestatten zu können. Unter solchen Umständen erscheinen auch die in der Presse hin und wieder auftauchenden Meldungen, daß Fürst Bismarck sich nach Gastein zu begeben gedenke, vorläufig als sehr wenig glaubwürdig. Die Oede in unserer inneren Politik wird wenigstens in etwas durch die sich in verschiedenen Wahlkreisen vollziehenden oder in naher Aussicht stehenden Nach- und Ersatzwahlen zum Reichstage unterbrochen. So hat in diesen Tagen in Kiel die Nachwahl für Professor Hänel stattgefunden, dessen Mandat von der betr. Reichstags-Commission für ungültig erklärt worden war. Nach den bisherigen Ergebnissen der Wahl dürfte eine Stichwahl zwischen Hänel, welcher bis jetzt 9540 Stimmen erhalten hat und dem socialdemokratischen Candidaten Heinzel, auf welchen 6659 Stimmen fielen, kaum zu vermeiden sein, da auch der Candidat der Conservativen, Graf Reventlow, 3321 Stimmen erhielt. In den jüngsten Tagen sind verschiedene allarmirende Nachrichten über angeblich umfassende Maßregeln zum Schutze der deutschen Ostgrenze durch die Blätter gegangen. Indessen wird jetzt von zuverlässiger Seite gemeldet, daß sich diese Maßregeln im Großen und Ganzen aus den Ausbau der Festung Thorn beschränken, wie dieselben gemäß dem Gesetze von 1873 über den Festungsbaufonds zu erfolgen hat. Von derselben Seite werden die Mittheilungen über einen Nm- oder Neubau der ehemaligen Festung Graudenz mit dem Bemerken dementirt, daß Graudenz als Festung längst aufgegeben sei. Es werden in diesem Jahre, und zwar Anfangs Herbst, an den ehemaligen Grau- denzer Werken lediglich die schon seit Jahren üblichen Mineur-Uebungen der Pioniere stattfinden, an denen sich diesmal auch Abtheilungen des sächsischen und des württembergischen Pionier-Bataillons betheiligen werden. Außerdem ist noch zu erwähnen, daß das achte ostpreußische Infanterie-Regiment Nr. 44 von Metz nach Danzig zurückversetzt werden wird, was man als den ersten Schritt zur Verwirklichung der Absicht betrachten kann, die altländischen Regimenter aus Elsaß-Lothringen zurückzuziehen und dieselben nach und nach durch die neuformirten Regimenter zu ersetzen. Die Schießversuche der von der Swinemünder Gesellschaft „Vulkan" für Rechnung Chinas erbauten Panzer-Corvette „Ting Auen" haben ein vollständig befriedigendes Resultat ergeben. Obwohl die zu prüfenden Geschütze mit einer Ladung bis zu 200 Kilogramm Pulver pro Schuß versehen waren, so haben doch diese furchtbaren Detonationen auf das Schiff nicht den geringsten Einfluß ausgeübt und bewährte sich die Bauart des Panzer-Colosses auch bei dieser Probe auf das Ausgezeichnetste. Die deutsche Schiffsbaukunst hat demnach mit der Erbauung der „Ting Duen" einen neuen Triumph gefeiert. Kaiser Franz Josef hat in voriger Woche seine Reise durch Steiermark und Krain, zu welcher die 600jährige Jubelfeier der Vereinigung dieser Provinzen mit den österreichischen Stammlanden den Anlaß gab, beendigt. Die Eindrücke, welche der Monarch während der Reise empfangen hat, dürften namentlich in Anbetracht der Haltung der slovenischen Bevölkerung ziemlich gemischter Natur gewesen sein. Bei keiner Gelegenheit unterließen es die Wort- und Parteiführer der Slovenen, dem Kaiser gegenüber mit ihren national- slovenischen Gefühlen zu demonstriren, obwohl sich diese Demonstrationen natürlich nur in gewissen Grenzen bewegen konnten. Für die deutsche Bevölkerung der genannten Provinzen mußte es daher doppelt erfreulich sein, daß Kaiser Franz Josef aus der Reise mehr als einmal öffentlich und in unzweideutiger Weise den slovenischen Prätentionen entgegentrat, indem er besonders den Werth des deutschen Sprachunterrichtes betonte. Es läßt dieses Auftreten des Herrschers selbst darauf schließen, daß man in den maßgebenden Wiener Kreisen denn doch nicht gesonnen ist, die slovenischen Bäume bis in den Himmel wachsen M lassen. In der französischen Deputirtenkammer hat die Angelegenheit der Eisenbahn-Conventionen, welche zu einer gefährlichen Klippe für das Cabinet Ferry zu werden drohte, eine für dasselbe günstige Wendung genommen. Am Sonnabend beendigte die Kammer die Generaldiscussion über die betr. Vorlage und votirte für dieselbe auf Antrag des Arbeitsministers Raynal mit 250 gegen 122 Stimmen die Dringlichkeit, so daß die Kammer, dem Wunsche der Regierung entsprechend, die Conventionen jedenfalls noch vor Schluß der Session erledigen wird. Auch sonst stehen die Actien des Ministeriums Ferry nicht un- giinstig und besonders kann dasselbe mit Genugthuung constatiren, daß der Senat in diesen Tagen für die so vielfach angefeindete Vorlage über die Ge- richtsresorm dem Antrag der Regierung entsprechend mit 139 gegen 127 Stimmen die Dringlichkeit ausgesprochen hat. Auch der Zwischenfall aus Madagaskar scheint trotz des Säbelgerassels der Londoner Officiösen für das französische Ministerium keine weiteren Verlegenheiten nach sich ziehen zu wollen und so bleibt denn für letzteres nur die Tongking-Affaire als ein dunkler Punkt bestehen. Denn daß diese ganze Angelegenheit nicht zum Besten steht, geht aus den neu- Berlitt, 24. Juli. Gegenüber anderweitigen falschen Angaben erfährt die „Nordd. Allg. Ztg." betreffs der Hirsch-Dunker'schen Kassen, es handle sich nicht um Arbeiterkassen, sondern um eine Revision der Jnvalidenkaffe, wobei einige zur Geschäftsführung erforderliche Bücher mit Beschlag belegt worden seien. Die Geschäfte der Kassen seien in keiner Weise unterbrochen. Kiel, 24. Juli. Officielles Wahlresultat: Hänel erhielt 9540, Graf Reventlow 3321, Heinzel 6659 Stimmen. 7 Stimmen zersplitterten sich. Die Stichwahl findet am 3. August statt. Dresden, 24. Juli. In der verflossenen Nacht ist das Gebäude der vormaligen Militärkammer mit den darin befindlichen Vorräthen und Equipagen niedergebrannt. Bei den Rettungsarbeiten sind zwei Männer und später durch den Nachsturz eines Gesimses eine Frau und ein Kind verletzt worden. Stockholm, 24. Juli. Der schwedische Monitor „Thordön" ist bei Slätbaken in der Nähe von Norrköping gesunken. Die Mannschaft ist licherweise gerettet. Kairo, 24. Juli. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus") Khedive gedenkt am Donnerstag nach Alexandrien zurückzukehren. — Auch unter dem englischen Infanterie-Regiment in Suez ist die Cholera aufgetreten, zwei Mann sind gestorben. In dem englischen Regiment, welches den Dienst auf der Citadelle in Kairo versieht, sind zwei Erkrankungsfälle vorgekommen, von denen einer tödtlich endete. — In den letzten 24 Stunden bis heute früh 8 Uhr sind in Kairo 463 Personen, davon 249 in der Vorstadt Bulak, 117 in Chibin, 95 in Gizeh und 2 Personen in Jsmailia an der Cholera gestorben. London, 24. Juli. Alle Morgenblätter, mit Ausnahme des „Standard", sprechen sich billigend darüber aus, daß die Regierung von dem Abkommen mit Lesseps zurückgetreten ist. Der „Standard" bemängelt die Haltung der Negierung und verlangt Auskunft über die Schritte, welche die Regierung zur Förderung der englischen Seehandels-Interessen thun werde. Bei dem gegenwärtigen Stande könne die Angelegenheit nicht verbleiben. Nyiregyhaza, 24. Jnlt. Tlsza-ESzlarer Proceß. In der heutigen Sitzung gelangten die vmch den Untersuchungsrichter requirsiten Akten über eine tm Jahre 1790 zu Peer in Siebenbürgen angebl'ch durch Juden stattgehabte Ermordung eines Christen- knaben zur Verlesung. Auf Verlangen M Vertheidigers Eötvös wird auch die Entscheidung der Hofkammer über diesen Fall verlesen. Die Angeklagten murdtN damals srcigesprochen und gegen die gerichtlichen Organe wurde von Staatswegen oon l • 32 194,3 HecloUter- III. Ergibt sich Verbrauch in Gtetzen gleich (Schluß folgt ) Nur» Mer das 5 eigene und i Wögen des i mdmMose jeute am 21. In § Uhr, das A Unterrichts anftalten. Im Schuljahre 1883/83 wurde das Gymnasium im Ganzen von 400 Schülern besucht, wovon 109 auf die 3 Vorschulklassen kamen Die Zahl der Abiturienten betrug Michaelis 1882 und Ostern 1883 zusammen 11' Avon sich 6 dem Studium der Medtctn, 2 dem Studium der Rechtswissenschaft 1 dem Studium der Theologie, 1 dem Studium der Elektrotechnik widmeten. 1 Abiturient ping zum Postfach über. Sauriern Der Präsident läßt Moritz Scharf vorführen und fordert den Ankläger und die Vertheidtger auf, sich über die Beeidigung desielben zu äußern. Staatsanwalt Szeiffert führte aus, daß das Alter des Moritz zwar nicht genau festgestellt sei, doch müsse nach den Aussagen der Hebamme angenommen werden, daß Moritz 15 Jahre alt sei. Er könne daher die Beeidigung desselben nicht beantragen; außerdem habe Moritz ein unmoralisches, unreligiöses und herzloses Betragen gezeigt, indem er seinen eigenen Vater beschimpfteiiund die Symbole seines Glaubens verspottete. Ueberdies habe er auch bei der Localbksichtrgung in Eszlar anders ausgesagt als vor Gericht, alles dies spreche gegen die Beeidigung des Moritz Scharf. Der Vertheidtger Friedmann ist aus denselben Gründen gegen die Beeidigung. Der Vertheidtger EötvöS nennt Moritz Scharf einen Zeugen des Comttats, wie es in England Kronzeugen gebe. (Der Präsident rügt diesen Ausdruck.) Moritz könne unmöglich bei einem Gotte beeidigt werden, welcher für ihn nicht exifttre. Die Vertheidtger Heumann und Funtak äußern sich in gleichem Sinne. Hierauf zog sich der Gerichtshof zurück; nach einstündiger Berathung verkündete der Präsident, daß Moritz Scharf nicht beeidigt werden soll. In den Motiven für diesen Beschluß wird besonders hervorgehoben, daß der Knabe sich gegen seine Religion gehässig ausgesprochen und außerdem von einander abweichende Aussagen gemacht habe. Während sich der Gerichtshof zur Berathung zurückgezogen hatte, stand Moritz Scharf unbeweglich, an den Schranken sich festhaltend. Plötzlich sprang sein Vater Joseph Scharf auf und rief seinem Sohne zu, er möge auf sein Leben Acht geben, man werde ibn aus dem Wege räumen wollen, damit er nicht später verrathe, wer ihn abgerichttt. MoUtz Scharf erwiderte nichts. Der Angeklagte Scharf mußte aus dem Sa a.'e geführt werden. Moskau, 24. Juli. Der Vorsteher des hiesigen serbischen Klosters ist auf Anordnung des Moskauer Metropoliten seines Amtes enthoben worden, weil er für den nicht kanonisch gewählten serbischen Bischof Mraowitz Gebete verrichtet hat. Arbeite Vermischtes. . . lMilttärdienstnachrichten.) Major Müller, aggregirt beTP Aoßh. Jnf--(Leibgarde-)Reg. Rr. 115, wurde als etatsmätziger Stabsofficier in das 3. Ostpreußische Grenadier - Regiment Nr. 4 (Danzig) versetzt. Sec-Lieutenant Stumpf vom Jns.-Reg. Rr. 54 in das 2. Großh. Jnf.-Reg. (Grobherzog) Rr. 116, Zbc-Lieut. Lange vom 3. Großh Jnf.-Reg. (Leib-Reg.) Nr. 117 in das Jnf.-Reg' Nr- 19 versetzt. Hauptmann Naglo, Compagnie-Chef vom 4. Großh. Jnf.-Reg. (Prinz Earl) Nr. 118, mit Pension und der Uniform des Jnf.-Regts. Nr. 62 mit dem Ab- zetchen für Pensionäre nebst Aussicht auf Anstellung im Civildienst der Abschied bewilligt. Premierlieutenant Block vom 4. Großh. Jnf.-Reg. (Prinz Carl) Nr. 118 zum Hauptmann und Comvagnie-Chef befördert. Nissen-Meyer, seither überzähliger PvemierUeutenant von demselben Regiment, in die vacante Premierlieutenantsstelle r t24, $ulL Den Bemühungen des Herrn Landraths v. Tieschowitz hierselbst ist es gelungen, bei der Königlichen Eisenbahn-Direktion in Frankfurt a. M. eine Vergünstigung im Bahnverkehr zwischen Wetzlar und Gleiberg, bezw. Gießen auszuwirken, die namentlich von den zahlreichen Besuchern der alten Burg dankbar auf- genommen werden dürfte. Nach einem dem genannten Herrn zugegangenen e? D0m 1’ August dss. Js. ab gestaltet sein, mit einem Retourbtllet Wetzlar-Gießen die Routen Wetzlar-Gleiberg oder Wetzlar-Gießen in beliebiger Weise zur Hin- und Rückfahrt zu benutzen. Es wird demnach künftighin freistehen, mit einem derartigen Billet nach Gleiberg zu fahren und über Gießen heimzukehren oder umge- anzutreO n iU rci^en unb mit ben von Gleiberg abgehenden Zügen die Rückfahrt ort Eisenach, 24. Juli. Die Vertreter der deutschen Turnerschaft hielten gestern Abend zur Vorfeier des 8. deutschen Turntags im Restaurant Tivoli einen solennen Commers ab. P'äcis 8V2 Uhc begrüßte der Vorsitzende des Eisenacher Turnvereins (Wilhelm) die anwesenden Vertreter. Rechtsanwalt Georgi von Eßlingen. Vorsitzender der deutschen Turnerschaft, eröffnete hierauf den officiellen Commers und brachte ein „Gut Heil" auf die Turnerei Deutschlands und Deutsch-Oesterreichs. Es verflossen nunmehr die Stunden bis nach Mitternacht sehr rasch und wechselten mit Reden und Gesängen. Den mufikalischen Theil belebten hauptsächlich die Vertreter des 9 Kreises mit Auffahren verschiedener Rheinlieder. Eine zündende Rede hielt ein Vertreter Deutsch-Oesterreichs (Honiz aus Wien), welche ein nicht enden wollendes „Gut Heil" veranlaßte. Eisenach, 24. Juli. Morgens in der „Erholung": 8. deutscher Turntag. Geh. Reg.-Rath Rose, Bürgermeister von Eisenach, begrüßte im Namen der Stadt die Vertreter und hob besonders hervor, wie in Zeiten der Bedrängniß die Thüringerlande eine Pflanzstätte der Turnerei gewesen seien. Der Vorsitzende Georgi dankte im Namen der Abgeordneten und eröffnet ben 8. deutschen Turntag. Es wird die Präsenzliste aufgestellt und constatirt, daß 192 Abgeordnete (10 aus Oesterreich) anwesend, daß außerdem 2799 Turnvereine, in Deutschland incl. Deutsch-Oesterreich mit 221471 Ver- einsangchörigen und 19629 turnenden Mitgliedern bestehen. Marburg, 23. Juli. Dem Vorstand des landwirthschaftlichen Kreisvereins Witzenhausen, Herrn 0. Keysenberg zu Bischoffsbausen, ist auf eine diesbezügliche Eingabe an die Königliche Regierung (das Abschießen der Sperlinge betreffend) folgende Erwiderung zugegangen: „Auf die Eingabe vom 24 v. M. eröffnen wir Ew. Hochwohlgeboren, daß eine die Sperlinge in Schutz nehmende Bestimmung nicht besteht- Die einzige jetzt noch geltende gesetzliche Vorschrift bezüglich des Schutzes nützlicher Vögel findet sich im § 30 des Kurhessischen Gesetzes vom 7. September 1865. Hiernach wird Derjenige, welcher Nachtigallen sängt oder deren Nester zerstört, um zehn Thaler und Derjenige, welcher anderen kleineren, vom Raupen und Insekten sich nährenden Vögeln auf diese Weise nachstellt, um 21/2 Thaler bestraft. Zu den insektenfressenden Vögeln können die Sperlinge nicht gerechnet werden; ihrer Verfolgung steht deßhalb dort, wo sie sich in Schaden bringender Weise vermehrt haben, nichts im Wege." Kassel, 21. Juli. Auf der Bergisch-Mäikischen Bahn ist gestern ein Schaffner verunglückt. Bei dem gegen Abend hier von Arnsberg eintreffenden Zuge fiel der Schaffner Kroll beim Coupiren der Btllets vom Trittbrett vor dem Perron der Starton Bestwig; es wurden ihm beide Beine abgefahren, so daß derselbe nur mit großer Vorsicht in das Krankenhaus nach Meschede gebracht werden konnte. Derselbe ist schon am nämlichen Abend gestorben. Er hinterläßt eine Frau mit 6 Kindern. — Die Dispositionen für die Manöver des 11. (Kasseler) Armee-Corps, denen der Kaiser beiwohnen wird, sind nach dem „Rh. C." nun wie folgt getroffen! Die 21. Division (Frankfurt a. M.) manöorirt am 17., 18. und 19. September zwischen Oberursel und Hofheim. Die 22. Division (Kassel) in denselben Tagen nördlich von Hanau und die 25. (Großherzogltch Hessische) Division aus Darmstadt zwischen Seligenstadt und Offenbach, resp. nördlich von Frankfurt a. M. Die große Parade vor dem Kaiser, sowie die Corpsmonöver finden in den Togen vom 21. bis 26. September bei Homburg v. d. H. und Frankfurt a. M. statt. Außer dem König Alfons von Spanien und dem Prinzen von Wales werden noch mehrere fremde Fürsten und gegen 105 fremdherrliche Osficiere Gäste des Kaisers sein. Petersburg, 18.Juli. Wie russische Blätter melden, ist es unter den Kosaken aus sonderbaren Gründen zu Ruhestörungen gekommen. Als nämlich in der 1. und 2. Nowotscherkassischen Kosaken-Staniza vor 14 Tagen die Kosaken von ihrem Hetman aufgefordert wurden, gegen die in ungeheuren Schwärmen aufgetretenen Heuschrecken zu Felde zu ziehen, erklärten die Kosaken mit vollem Recht, daß man die verlangten Maßregeln viel früher hätte vornehmen müssen und daß es jetzt, wo die Heuschrecken schon fliegen könnten, ganz nutzlos sei, sich gegen dieselben aufzumachen. Der Hetman ermahnte nun die Leute zum Gehorsam, sie hörten aber gar nicht auf ihn und begaben sich unter großem Lärm nach Hause. Am 3. Juli berief der Hetman der 1. Staniza abermals eine Versammlung ein und legte in derselben ein Papier auf, in welches sich alle die einzeichnen sollten, welche gegen die Heuschrecken gehen wollten und welche nicht. Kaum aber hatte der Hetman diese Forderung gestellt, so ergriff auch schon ein alter Kosak das Tintenfaß und warf es ihm an den Kopf. Dann packte man ihn und warf ihn, roie weiland einen kaiserlichen Rath, zum Fenster hinaus, und ähnlich wie in dem Prager Falle that sich glücklicherweise auch der Hetman keinen Schaden. In der 2. Staniza, wo gleichfalls eine Versammlung tagte, ging es nicht weniger stürmisch her, nur wurde hier der Hetman anstatt zum Fenster zur Thür hinausgeworfen. Vorläufig, durch welches Mittel ist noch unbekannt, ist es den Behörden gelungen, die Kosaken zu beruhigen, so daß sich 3000 von ihnen bereit erklärt haben, den Feldzug gegen die Landplage aufzunehmen. — Das Organ des sächsischen Gewerbevereins in Dresden schlägt vor, abgenutzte Stahlfedern, ähnlich wie Cigarrenabschnitte, zu sammeln und den Erlös zur » 3» J jMKtt, * *27.3» $ ** D fihSn und wa ♦) Aus Dr. Wlossm am, Stahls! S-7." F'^jin ab Äolich W dülfltN entziehe". 1 LerKreissparkc wirb zum Konti floitojorber August 1A anMlden. b wirb zur 2 " Meines anbt über bie Bestellt! Wes und einst § 120 ber Koni Gegenstände au Donnerstag bi Vormii M $ur PH Nenmgen auf Donnerstag ben Bormittc mdemunterzeich K i Termin 0 fc Persone «kursmaffe qeb fc oder zur Mig sind, wir ^euGemeiM *7 leiften, ai W, non di ■ eon den fori * der Sa( HR in Ans Synoalten >"cl. Wosrn ; und Ä W 5065 D'- s ch »l - zühlte In allen 3 Abth-llung-n (l. und II. Ordnuna nebst ^nnn^ q Schüler. Mit dem MaturitätSzeugniß gingen ab 13 Schüler um Mathematik (4), neuere Philologie (3) Natur- militäUsche Laufbahn ^Wissenschaft (2) zu studtren, das Postfach wählten 2, die c. Den Ausbau des Oberhesstschen Eisenbahnnetzes betr hefnrtAt der Bericht die Frage der Secundärbahnen. Er bemerkt, daß Gießen die Verb nbi ™ Nordoften zum möglichst unmittelbaren Anschlußan b^tbürlna(fAe^ und sächsischen Eisenbahnlinien fehle, unb betont, baß erst, wenn das den oherbesM-» Bahnen fehlende Stück Alsfeld-Hersfeld, welches im Ganzen dne ßanae dIh1 n ,r 44 Km. haben würde unb damit für die Strecke Coblenz-Eifenach-Ldvria^^^sn Gießen-Eisenach-Leipzig eine Abkürzung von 43 Km. dringt, gebaut werdet mürbe' was als Vollbahn geschehen müsse, dem Verkehr der Stabt’äiÄ'n’bVna Ä Verbindungen geschaffen seien- v^uiuiuigcn Der Bericht schreibt ferner: Handelskammer. Im Jabre 1881 24 Sitzungen, im Jahre 1882 18 Sitzungen statt- Erledigt wurden in er ft er en 493 ^lnsSnae, in letzteren 452 Eingänge. Die Zahl der Mitglieder der Kammer wurde auf Antrag derselben von Großh. Regierung im Jahre 1881 von 7 auf 9 erhöbt Um , „ für Handelssachen. Die bei dem Landgericht der Provinz Öber- hfffin errichtete Kammer für Handelssachen hatte im Jahre 1881 im Ganzen 122 $rort>6- facben zu bearbeiten. Die Zahl der Beschlüsse über Gesuche um einstweiligeVersüaunaen und Arreste betrug 4, die Zahl der KostenfestsetzungSbeschlüffe 37. Im Jabr? 1882 waren zu bearbeiten 10 im Jahre 1881 unerledigt gebliebene Sachen. Neu anbänaia ?oorbXim ordentlichen Verfahren 89, tm Urkunden- und Wechselproceß 34 zusammen 133 ^älle. Die Zahl der Beschlüsse über Gesuche um einstweilige Verfügungen und Arreste belief sich auf 4, die Zahl der Kostenfestsetzungsbeschlüsse auf 32. 9 0 ™ Unterricht sanftalten. Im Schuljahre 1883/83 wurde das Gymnasium Lokale-. Gießen, 25. Juli. (Sterblichkeit in Gießen) Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 15. bis 21. Juli betrug im Ganzen 12, davo» bet Kindern 5, bet Erwachsenen 7. Von 3 Kindern im ersten Lebensjahre starb eins an allgemeiner Ab- zehrutzg, das zweite an Darmcatarrh und bet dem dritten, welches nicht ärztlich beobachtet worden war, konnte eine bestimmte Todesursache nicht angegeben werden. Von 2 schon älteren Kindern erlag eins der Diphtherie, das andere einer Nierenentzündung. Bei den erwachsenen Personen wurde als Todesursache bezeichnet: Krebs zweimal, Gehirnerweichung, Schlagfluß, Bronchtenentzündung, Ruhr je einmal. Ein Mann verlor das Leben durch Herabstürzen von einem Gerüste. g. ** Die „Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde" wird am Mittwoch den 1. August ein schönes Fest, das ihres fünfzigjährigen Bestehens, feiern. Dem Programme gemäß wird um 11 Uhr ein Festactus in der großen Aula der Universität stattfinden, wobei Herr Professor Dr. Pflug „lieber animale Nahrung Snb™tbrr gesundheitsschädliche Beziehung zum Menschen" und Herr Professor Ur. Buchner über „Die Geschichte der Gesellschaft", sprechen werden. Daran wird sich eine Mittagstafel im Hötel Einhorn und am Nachmittage eine gesellige Vereinigung in Wenzel s Garten anschließen. Die Betheiligung der Damen bei allen diesen Acten wird erbeten. Gießen, 25. Juli. Der Jahresbericht der Großh. Handelskammer zu Gr eß en für die Jahre 1881 und 1882 ist im Druck erschienen. Derselbe bemerkt einlettungswelse, daß seit dem Erscheinen des Jahresberichts, worüber zwei Jahre ver- strichen sind, sich eine langsame, aber stetige Besserung unserer wirthschaftlichen Verhältnisse bemerkbar gemacht habe, welche zu der Hoffnung berechtigt, daß die lange andauernde Periode des Stillstands, ja Rückgangs im GeschSftsleben endlich vorüber fei. T, m üblich, ,erfüllt der Bericht In drei Theil-: I. Gutachten, Ansichten, Wünsche: II. Berichte über Thatsachen; III. Statistische Notizen. Dem ersten Theil entnehmen wir bezüglich des Baues neuer Eisenbahnen die folgenden Bemerkungen: v zur t ®l“b/1nba$.'2ollör. Bekanntlich ist schon seit Jahren ein Comitä, welches in Gladenbach seinen Sitz hat, bemüht, von Gladenbach einen Schienenweg nach hem Lahnthal, speciell nach Lollar, zu errichten. Nachdem dasselbe die zur Deckung der ftaatlicherseits verlangten Beiträge, in Summa 167,000 Mark, zum größten Theil in Form von Zeichnungen der dabei intereffirten Kreise, Gemeinden und Industriellen gesichert hatte (zusammen 117,825 Mark), wandte sich dasselbe an die hiesige Handelskammer mit dem Ersuchen, dieselbe möge die Vertretung der Stadt Gießen bestimmen Mr Deckung der noch fehlenden 50,000 Mark ebenfalls einen Beitrag zu bewilligen Wir haben dieses Gesuch der Bürgermeisterei der Stadt Gießen übermittelt. Dieselbe bat die Angelegenheit in der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt. Das Ansuchen wurde jedoch von dieser Versammlung abgelehnt. Es blieb der Kammer nichts zu^br'ingen b ®efd?Iu& 3ur Kenntniß des betreffenden Comstös in Gladenbach . . c- d. Kinzenbach-Gladenbach. Außer obiger Bahnverbindung, welche wesentlich die Interessen des früheren hessischen Hinterlandes berührt, ist neuerdings noch eine --proiectirt worden, welche vornehmlich die Eisenindustrie der oberen Lahn und Dill fordern sollte. Es ist dies eine als Secundärbahn geplante Linie welch? s°a i«inr?enla?' <^at,LOrn?ert. Verbindungsbahn Wetzlar-Lollar, abzweigen und du-^ch ker ^aI naf$ Gladenbach und Laasphe geführt werden soll, um auf diese Welse nnttelft der damals projectirten Fortsetzung der Linie Cölbe-Laasphe nach Altenhundem die Eisenwerke der oberen Lahn und Dill in directe Verbindung mit dem wes phälischen Kohlenrevier M bringen Das hierzu niedergcsetzte Comitö, welches sein n Sitz n rit^tete. besh°lb eine Petition an die preußische Reglung und an das preußische Abgeordnetenhaus. Bekanntlich hat aber die preußische Regteruna den Ban der Linie Laasphe-Hllchenbach bem der Linie Ln°sph--Altenyunb-m -org-zog n unb das preußische Abgeordnetenhaus hat diese Abweichung genehmigt. cln RnInAt.ff.-n 5at bte oben gedachte Linie Kinzenbach-Gladenbach-Laasphe ihre eigentlich?Bedeu un« da ber auf ber Strecke Laasphe-Hilchenbach zu machende Umweg zur Er- -ichung des westphälischen Kohlenrevters nicht viel geringer ist, als der über Betz' Die hiesige Fortbildungsschule wurde im Jahre 1882/83 von 210Schülern str 8 Abtheilungen resp. Classen besucht. Die Mehrzahl waren Lehrlinge bei hiesigen Meistern, einige hatten sich als Arbeiter in Fabriken angemeldet. Der II. Theil enthält zunächst über den Bergbau folgende Mittheilungen- dem in unserem Bezirk gelegenen Brauneisensteinbergwerk wurden gefördert im Braunstein 1276 Ctr., Manganeisenstein 1,444,180 Ctr. n, . Der beträchtliche Rückgang der Production (gegen 1880 Minus 221,000 Ctr.) rührt, nach den Mittheilungen der Verwaltung, von dem Sinken der Verkaufspreise K" Spiegeleisen (wozu der hiesige Eisenstein hauptsächlich verwendet wird) her, und »ic? '* wieder eine Folge ber verringerten Nachfrage von Spiegeleisen — für welches im Jnlanb nicht genügende Verwendung vorhanden ist — für England. Dieser Rückgang macht sich seit einigen Jahren bemerkbar und nimmt voraussichtlich im laufenden Jahre noch größere Dimensionen an. Weiter heißt es: r rr 7 65 ? u cj 11. $robuctton und Absatz sämmtlicher Bierbrauereien in Gießen lassen sich in folgender Weise annähernd feststellen: I. Production — durch das Hauptzollamt Gießen: 1) Verbrauch von Malz ä 50 Pf. per Hectoliter o B/er ^ich..... . 45 261 Hectoliter. 2) Einfuhr von Bier...... 4 679 Tr A, r r Production und Einfuhr in Summe gleich 49,940 Hecioltter. II. Ausfuhr abgezogen nach den Registern für die Rückvergütung von Octroi..... 17 745,7 fe» daselbst 1 V669' S /'kÄ Großh -d-t M tr Snfllanb, Di.',, °°'°»-!i»lich im taui* in®ie6(n 2* Stdollkr, ^«loiiüF. W5,7 ^Hecloliter. 10^5 sD' m «5 «^Ä nJiSfy ö00reÖlrt serEtabWctertn k- Skc-LtMnant 0Mrzog) Nr. 116, .*" bo§ Jnf.-Reg. Jnf-Rkg. (Prinz l- o2 mit dem Ab- ift der Abschied be- M) Carl) Nr. 118 Wer übrrzahltger kDinUeuteirnntsflelle draths v. Tieschowih in Frankfurt a. M. !, bezw. Gi-ßen aus- > Burg dankbar aus- )errn MganMev it einem RetMbillrt in beliebiger Weise freistehen, mit einem jukehren oder Ulliae- Zügen die Rückschl rschast hielten gestmi jdoH einen soleurs ienocher LurnverÄ Blingen Vorsitze!^ nei5 und brachte tii chs. Es oerflosseu Ittn mit fltbtn und rttir be5 9. Preises hielt ein Vertreter llendes »Gut Heil" deutscher WM mntn der Ttadt die j bu rbürtngerleilte rat dankte im M amd die Pral'M eich) ancefenb, p ich mit 221471 ^ । 1, dW-BB , brtT, Luftwärme + 13° N. L. Ehr. Rübsamcn. Konlursverfahrrn. lieber das Vermögen und zwar 'das eigene und das errungenschaftliche Vermögen des von hier flüchtig gewordenen MoseS Thalberg I. wird heute am 21. Juli 1883, Nachmittags 5 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kreissparkassendirector Schlabach wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 25. August 1883 bei dem Gerichte anzmmlden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Donnerstag den 30. August 1883, Vormittags 10 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag den 6. September 1883, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 4, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. September 1883 Anzeige zu machen. 5049 Königl. Amtsgericht zu Wetzlar. Arbeitsverding Montag den 30. d. M., Morgens 10 Uhr, werden im Bürgermeisterei-Lokale dahier Arbeiten und Lieferungen, worüber Kostenanschläge hier eingesehen werden können, vergeben für a. Atzbach an Maurer- Tüncher 373 X, Schieferdecker 490 X, Schreiner 820 X, Zimmermann 119 X b. Dutenhofen an Maurer - Tüncher incl. Ziegel- und Kaminrohr-Lieferung 350 X, Lungsteinlieferant 169 X c. Krofdorf an Ziegeldecker 83 X, Maurer 57 X 6. Vetzberg an Schieferdecker 57 X, Ziegeldecker 41 X, Schreiner 25 X, Weißbinder 10 x c. Launsbach an Schieferdecker 267 X, Weißbinder 20 X f. Ode n- hausen an Schieferdecker 327 X. Maurer- Tuncher 252 x g. Salzböden an Schieferdecker 122 x, Maurer 94 X Krofdorf, den 24. Juli 1883. '5065 Das Bürgermeister-Amt. Donnerstag Len 26. d. M., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Ludwig Orthr Flur 1/609, 38 Mtr. Hofraithe auf dem Neuenweg, 1/611, 31 Mtr. Hofraum, Miststätte daselbst, 1/629, 69 Mtr. Hofraithe daselbst, 1/669, 12 Mtr. Hofraum, Miststätte daselbst nochmals versteigert werden. Gießen, den 9. Juli 1883. Großherzogliches Ortsgericht. 4738 Lüdeking. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Mit dem Abfahren des im Laufe der Zeit im hiesigen Gemeindewald ersteigerten Holzes ist die unerstreckliche Frist bis zum 1. August d. Js. nunmehr zum Letztenmale erweitert worden. Lich, am 20. Juli 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. 4976 Dem geehrten Publikum bringe ich mein reichhaltiges Lager in Ungar-Weinen in empfehlende Erinnerung. Als geborener Ungar sind mir die besten und billigsten Einkaufsquellen meiner Heimath bekannt, und führe ich alle Sorten feiner Tafel-, Dessert- und Tokayer-Weine. Flasch enp reise Weisswein r Rüster vom Jahre 1865 X 1.30 „ Ausbruch (süß) • „ 1.40 Tokayer (alt) . . • . „ 2— ä 3/4 Liter : Hothwein r Erlauer ...... X 1.20 Villanger (alt) ... „ 1.40 Rüster (hochfein) ... „ 1.60 In Gebinden von 20 Liter aufwärts bedeutende Preisermäßigung. Bei Bedarf einzelner Flaschen bitte, sich gefälligst an die Verkaufsstellen zu wenden bei Conditor Kinkel oder M. Strauß, Cigarrenlager, am Kreuz. Proben stehen jedem Kunden in meinem Keller zur Verfügung. Beste Referenzen von medicin. u. and. Autoritäten. A.. AllSterlitz9 Neuen Büue 25. Ungarweinhändler. Umzugshalber verkaufen wir, um damit zu räumen, unsere sämmtlichen Artikel, als: Weiftwaaren, Fichus, Schleifen, Handschuhe, Strumpfe re. zu herabgesetzten Preisen. 4868 Geschw. 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