-Anikkl, maareii ^755 »Z- k (vaseline. ' haltige) t.Wwltf. ipotheke zu 7746 eigen. n oder Hnuz- i, erfahrenen m. Zimmer mit horstr. 21. ' rc., zu wrs Dicrtiftr. 8. ienloges Bep Ederstr. t>. is (neu hex- -Straß- 8. Wohnunq», mit Zubehör, zu jedem Ee- nielhen. audgasse ä. . Bl. derung. sich jetzt bei f)l, Bahnhof- ^Oftnpicher. idchtn z. Bl. 7» ■szulcih-n ans >. Exped-d.N. o m m i s sultt lomptoirift ^ern^Gießen. nde Amme« das Bureau rank^ur^W. P. £ na t«. ms- __ tclimg. rin, Waschen und törustadt 13, steher. convalcscenlnt khcn). Lallthor 24, steher. kfurterstr. 1, oigsplatz 13, sicher. meidcrlehrlwg- iik- ater. aus. -stlichkeiten '« Vorstellung aus- ember 1883. >onneinent- I erlangen: i Mal: enzsL 3 in 4 Akte" ibe 10 Uhr. Blatters sjje. 275. Zweites Blatt Sonntag den 25. November 1883. vj r r * () y * tl^ - Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint tL-llch mit Ausnahme des MsttlagS. v. Boetticher. Preis vierteijshrlich 2 Mac! 20 Ps. mit Bringeri «hn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Ps. Verwaltungsbehörde hinsichtlich solcher Schankgefäße, in welchen eine ihrer Natur nach stark schäumende Flüssigkeit verabreicht wird, über die vorstehend bezeichneten Grenzen hinaus sestgestellt werden. § 3. Der durch den Füllstrich begrenzte Raumgehalt eines Schankgefäßes darf a) bei Gefäßen mit verengtem Halse höchstens 7üo, b) bei anderen Gefäßen höchstens Vso geringer sein als der Sollinhalt. § 4. Gast- und Schankwirthe haben gehörig gestempelte Flüssigkeitsmaaße von einem zur Prüfung ihrer Schankgefäße geeigneten Einzel- oder Gesammr- inhalt bereit zu halten. § 5. Gast- und Schankwirthe, welche den vorstehenden Vorschriften zuwider- handeln, werden mit Geldstrafe bis zu einhundert Mark oder mit Haft bis zu vier Wochen bestraft. Gleichzeitig ist aus Einziehung der vorschriftswidrig befundenen Schankgefäße zu erkennen, auch kann die Vernichtung derselben ausgesprochen werden. § 6. Die vorstehenden Bestimmungen finden auf festverschlossene (versiegelte, verkapselte, festverkorkte u. s. w.) Flaschen und Krüge, sowie auf Schankgefäße von Vin Liter oder weniger nicht Anwendung. § 7. Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1884 in Kraft. Urkundlich unter unserer Höchsteigenhändigeu Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen Jnsiegel. Gegeben Bad Gastein, den 20. Juki 1881. (L. 8.) Wilh el m. Betreff: Die Bezeichnung deS Raumgehaltes der Schankgefäße. Mit den: 1. Januar 1884 tritt das Reichsgesetz, die Bezeichnung des Raumgehalts der Schankgefäße betr., vom 20. Juli 1881, in Kraft. Mit Rücksicht hierauf machen wir durch nachstehende wiederholte Veröffentlichung der Vorschriften die Gast- und Schankwirthe darauf aufmerksam, daß |te «echt- ,eitia sich bis zu dem gedachten Zeitpunkt in ihren Gast- bezw. Schankwirthschaften mit vorschriftsmäßigen Schaukgesahen für die Verabreichung *on Wein, Obstwein, Most oder Vier (§ 1-3), sowie mit gestempelten FlüsstgkeitSmaaßen zur Prüfung ihrer Schankgefäße (§ 4) versehen. Für die säumigen Gewerbtretbenden werden vom 1. Januar nächsten Jahres an die empsindlichsten Nachthelle eintreten, da von diesem Zeiipumte an fämmtliche in Gast- oder Schankwirthsckmften zur Verabreichung der genannten Getränke dienenden Schankgesäße, welche die vorbezeichnete ^nhalts- anaabe nicht tragen, oder sonst den Anforderungen des Gesetzes nicht genügen, ausnahmslos der Einziehung unterliegen, außerdem aber diejenigen Schank- ..ober Gastwirthe, welche solche verwenden, in die im % 5 des Gesetzes angedrohte Strafe (Geldbuße bis zu 100 Mark oder Haft bis zu vier pochen) versallm. In dem Gesetz ist nicht ausgesprochen, daß die Bezeichnung der Schankgefäße den Eharaeter einer~ amtlichen Feststellung und Beglauoigung trägt. Es ff't daher den Gast- unö Schankwirthen überlassen, sich aus beliebige Weise die Bezeichnung der in Rede stehenden Gefäße mit dem Soüinhait zu beschaffen, wobei es selbstverständlich ist daß sie für die Richtigkeit der Bezeichnung haften. _ x .. .... Wir bemerken noch, daß dir nach dem 1. Januar 1.884 eintretende strenge Controle über die Ausführung des Gesetzes sich nicht nur darauf erstrecken wird, ob die Schankgefäße die im § 1 des Gesetzes vorgeschriebene Bezeichnung des Sollinhaltes tragen, sondern auch darauf, ob die Bezeichnung des Sollinhalts innerhalb der im § 3 des Gesetzes angegebenen Fehlergrenzen dem wirklichen Inhalte entspricht. Gießen, den 13. November 1883. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. (Nr. 1442.) Gesetz, betreffend die Bezeichnung des Raumgehaltes der Schankgefäße. Vom 20. Juli 1881. Wir Wilhelm, von Gotttes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen rc. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags, was folgt: § 1. Schankgefäße (Gläser, Krüge, Flaschen rc.), welche zur Ver- abreichimg von Wein, Obstwein, Most oder Bier in Gast- und Schankwirthschaften dienen, müffen mit einem bei der Ausstellung des Gefäßes auf einer horizontalen Ebene den Sollinhalt begrenzenden Strich (Füllstrich) und in der Nähe des Strichs mit der Bezeichnung des Sollmhalts nach Litermaaß versehen sein. Der Bezeichnung des Sollinhalts bedarf es nicht, wenn derselbe ein Liter oder ein halbes Liter beträgt. Der Strich und die Bezeichnung müffen durch Schnitt, Schliff, Brand oder Aetzung äußerlich und in leicht erkennbarer Weise angebracht sein. Zugelaffen sind nur Schankgefäße, deren Sollinhalt einem Liter ober ■ einer Maaßgröße entspricht, welche vom Liter auswärts durch Stufen von «/2 Liter, vom Liter abwärts durch Stufen von Zehntheilen des Liters gebildet wirb. Außerdem sind zugelaffen Gefäße, bereu Sollinhalt Vi Liter beträgt. § 2. Der Abstanb bes Füllstrichs von dem oberen Rande der Schankgefäße muß , , a) bei Gefäßen mit verengtem Halse, auf dem letzteren angebracht, zwischen 2 und 6 Zentimeter, b) bei anderen Gefäßen zwischen 1 und 3 Zentimeter betragen. r r Der Maximalbetrag dieses Abstands kann durch die zuständige höhere Durra«: Schulstraße 7. Wochenschau. Gieße», 24. November. Seit vorigen Donnerstag ist der Kronprinz des deutschen Reiches und von Preußen der Gast des Königs Alfonso und zugleich der spanischen Nation, beim an diesem Tage hat der Fuß des deutschen Kaisersohiies zum ersten Male den Boden Spaniens betreten, und zwar in Grao, der Hafenstadt von Valencia. Die Landung sollte nach den ursprünglichen Dispositionen zwar im Lause des vorhergehenden Tages erfolgen, an welchem das deutsche Geschwader schon in Sicht von Valencia gekommen war, aber theils die vorgerückte Abendstunde, theils herrschendes Nebelwetter ließen die Landung am Mitt- woch nicht rälhlich erscheinen. Das zur Begrüßung des Kronprinzen entsendete ffpanische Geschwader war am Eingänge des Hafens von Grao postirt, wo es bei dem Herannahen des deutschen Geschwaders Salutschüsse abgab, ebenso bei der Landung des Kronprinzen. Quai und Hafen von Grao waren am Mitt- rvoch Abend illuminirt. Das wichtigste Ereigniß der Woche in Bezug auf uniere inner« Politik ist der am Dienstag erfolgte Zusammentritt des preußischen Landtages, welcher durch eine Rede des Vicepräsidenten des Staatsministeriums, v. Putt- kamer, eröffnet wurde. Die Rede hat im Allgemeinen einen günstigen Eindruck hervorgeruseu, namentlich was die Mittheilungen über die verhältnißmäßig befriedigende Finanzlage des preußischen Staates anbelangt. Bedeutsame und überraschende Wendungen enthält jedoch die Rede nicht, lieber die Einbringung neuer tircheupolitischcr Vorlagen sagt sie nicht das Miiideste, wie sie überhaupt jede Streifung des kirchenpolitischen Gebietes sorgfältig vermeidet, was jedenfalls charakteristisch für die Verhältnisse in dieser Beziehung ist. Der erste wichtige Akt beider Häuser nach der Eröffnung des Landtages war die Eonstituirung der Bureaux, also die Wahl der Präsidenten und Schriftführer, welche im Herrenhause noch am Dienstag vor sich ging und wobei das alte Präsidium: Herzog v. Ratibor — Graf v. Arnim-Boitzenburg — Dr. Beseler — wieder- Lewählt wurde, davon die beiden Ersteren per Acclamation. Auch das Abgeordnetenhaus wählte am Mittwoch per Acclamation sein altes Präsidium: v. Köller — v. Heeremann — v. Benda, sowie die bisherigen Schriftführer wieder. Zu Quästoren berief der Präsident die Abgg. v. Liebermann und Zelle. Die nächste Sitzung des Abgeordnetenhauses ist auf Montag, den 26. Novbr., anberaumt, an welchem Tage das Haus in die Generaldebatte über den Etat eintritt. Außer dem preußischen Landtage sind in dieser Woche noch zwei andere Landtage zusammengetreten, die von Baden und den beiden Mecklenburg. Der badische Landtag wurde, ebenfalls am, 20. November, durch eine Thronrede des Großherzogs eröffnet, ter mecklenburgische Landtag, der seine Sitzungen in Sternberg abhält und von beiden Großherzogthümern gemeinschaftlich beschickt wird, am nächsten Tage, wobei Ober-Landdrost Graf v. Eyben die landesherrlichen Propositionen verlas. Der Großherzog von Baden hat bei der letzten Hoftafel einen Trinkspruch auf die Mitglieder beider Kammern ausgebracht, den mir, den Lesern nicht vorenthalten wollen. Der Fürst sagte nämlich mit Bezug auf den Landtag: t . r. .. ,, „So verschieden auch die Richtungen und Meinungen sein mögen, welche hier ihre Vertretung finden, — auf zwei großen Standpunkten werden wir uns Alle einmüthig begegnen: Die Liebe zur Heimath wird stets der Leitstern Ihres Handelns fein; und unseres Heimathlandes Wohl und Bestes zu fördern, muß unsere gemeinsanie Losung sein. Die Liebe zum deutschen Reiche muß uns einigen zu steter Opferbereitschaft für dessen Stärke und Macht. Wir werden eingedenk bleiben, daß die Erhaltung eines mächtigen deutschen Reiches bett Frieden Europas bedeutet, somit die Erhaltung des Friedens auch, unsere Aufgabe ist, insofern wir ein starkes und gesundes Glied des dentschm Reiches bleiben und unsere Kraft demselben widmen." Der Großherzog vertritt also die Ansicht, daß die Oppositionsparteien ebenso wie die Regierungspartei von der Liebe zum engeren Vaterland sowohl, als zum deutschen Reiche beseelt sind, und seine Auslaffungen enthalten etnr Glycerin-SchwrfelmiLchscift, Theer-Schweselskif^ CarKol-Glytrnnseise (von Fr. Wolff & Sohn, Karlsruhe) Zu haben bei 5595 C. Fr.^Conra-, Friseur- 7217 Ein mitten in der Stadt gelegenes großes Wohnhaus mit Hintergebäude und Garten ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei der Exped. ds- Bl- Hemden nach Mast liefert in guten Stoffen, solider Arbeit unter Garantie des Gutsitzens zu billigen Preisen 6291 H. l&übsitmen. auf den prämiir 7540 3 trocken streichel 3709 chlagende Verurteilung jener gehässigen Polemik, die gegen die sog. „Reichs- einde" noch immer im Schwünge ist und neuerlich in Süddeutschland fast zu rischen Kräften zu kommen scheint. Der Wortlaut der von China mstgetheiltemNote ift noch nicht bekannt ; den Inhalt derselben kann man sich aus den verschiedenen Mittheilungen, welche die Zeitungen gebracht haben, mit Leichtigkeit zusammenstellcn. Die Chinesen beharren auf ihren Oberhoheits-Ansprüchen über Anam, erklären die von den Franzosen ohne Zustimmung Chinas mit Anam abgeschlossenen Verträge für nichtig, bezeichnen ein etwaiges Vorgehen Frankreichs gegen Bacninh als einen casus belli und weigern sich, auch nur ein Tttelchen von dem zurückzu- ziehen, was ihre Vertrauensperson und ihr Vertreter, der Marquis Tseng, seit Monaten zur Ueberraschung aller zunstmäßigen Diplomaten in französischen und englischen Blättern gegen die Regierung hat drucken lassen. Die Franzosen ihrerseits bestehen darauf, daß die mit Anam abgeschloffenen Verträge rechtskräftig sind, und daß sie die chinesische Oberhoheit über jenes Königreich somit ui cht anerkennen. Sie haben Truppen nach Tongking geschickt, um Bacninh zu nehmen, und dem Marquis Tseng einfach mitgetheilt, die chinesischen Vorschläge seien nicht annehmbar. Ein vollständigerer Widerspruch, als er zwischen den französischen und chinesischen Ansprüchen zu Tage tritt, ist kaum denkbar, und die Erkenntniß dieser Thatsache war geeignet, große Beunruhigung zu erregen. D ies ist aber bisher wenigstens mit großer Kunst vermieden worden. Daß die Ruhe aber eine unnatürliche und oberflächliche ist, ist leicht erkennbar. Wirkliche Beruhigung kann in Frankreich erst eintreten, wenn die Widersprüche zwischen China und Frankreich gelöst sind und ein Verständniß zwischen den beiden Rationen herbeigeführt worden ist. Ob Ferrr, und Tseng sich aber überhaupt noch verständigen können, erscheint zum mindesten zweifelhaft. Die Nachrichten aus den übrigen europäischen Großstaaten lauten in dieser Woche recht dürftig. Nur bezüglich Italiens ist nochmals der so überaus herzliche und glänzende Empfang hervorzuheben, welcher dem deutschen Kronprinzen in Genua zu Theil geworden ist und der für die freundschaftlichen Beziehungen Italiens zu Deutschland thatsächlich von hoher Bedeutung ist, wie er anderseits auch von der außerordentlichen Beliebtheit zeugt, deren sich der Erbe des deutschen Kaiserthrones im italienischen Volke erfreut. Die tausendstimmigen Evivvas, mit denen die Genueser dem ihnen so sympathischen „principe imperiale di Germania“ bei seiner Ankunft und Abreise zujubelten, sie haben in ganz Italien einen mächtigen Widerhall gefunden, sie haben auch jenseits der Alpen, bei uns in Deutschland, ein lautes Echo geweckt und die Sympathien gesteigert, welche im deutschen Volke unzweifelhaft mehr und mehr für Italien erwachen. Unmittelbar an die nunmehr erfolgte Ankunft des deutschen Kronprinzen in der Hauptstadt Spaniens knüpft sich die Reihe glänzender Festlichkeiten an, welche König Alfonso zu Ehren seines hohen Gastes veranstaltet. Den Reigen derselben eröffnet am Samstag den 24. November eine große militärische Revue, an welcher 22 Bataillone Infanterie nebst entsprechender Cavallerie und Artillerie theilnehmen; hieran reihen sich Bankets, Diners, Ausfahrten und Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung von Madrid, auch ein Stiergefecht ist in Aussicht genommen. Die Festlichkeiten währen bis in die erste Decemberwoche hinein und dürften durch einen größeren Ausflug des Kronprinzen nach Andalusien ihren Abschluß finden. — Von Spanien aus wird der Kronprinz nicht auch, wie ursprünglich geplant, dem Lissaboner Hof einen Besuch abstatten, sondern auf demselben Wege nach Deutschland zurückkehren. Es ist aber wahrscheinlich, daß der Kronprinz von Portugal auf seiner Rückreise von England nach Lissabon auch Spanien berühren und hierbei in den ersten Decembertagen eine Zusammenkunft mit dem Kronprinzen des deutschen Reichs haben wird. Bis zum Dienstag, den 20. November, war in Kairo noch kein Beschluß darüber gefaßt worden, ob von der unter General Wood stehenden egyptischen Armee Verstärkungen nach dem Sudan geschickt werden sollten, um der durch die Schaaren des falschen Propheten arg bedrängten Expedition unter Hicks Pascha Hilfe zu bringen. Man wartete auf directe Nachrichten von diesem selbst — statt derselben ist aber Mittwoch früh in Kaito die Meldung eingelaufen, daß die Armee Hicks Paschas vernichtet ist. Die Nachricht dürfte auch in Deutschland peinlich berühren, da sich 6—8 deutsche Officiere bei der Expedition befunden. Daß die englische Regierung jetzt sich für eine energische Fortsetzung des Kampfes aussprechen wird, ist sehr wahrscheinlich- Als Mohamed Ächmet im Juli 1881 sich selbst als Mahdi, als Prophet, ankündigte, hielt man den Mann, welcher sein ganzes Leben bis dahin in einer Höhle nahe dem Dorfe Aba, am Weißen Nil verbracht hatte, für einen harmlosen Narren, welchen ein einziger Polizist hätte gefangen nehmen können. Bald fand er jedoch Gläubige und Anhänger und die ungeschickten Versuche der cgyptiMn. Beamten, ihn unschädlich zu machen, trugen nur dazu bei, seinen Einfluß erhöhen. Im November des genannten Jahres zog eine Truppenabthellunq gegen den Mahdi, allein dieselbe wurde mit einem Verluste von 400 Manu geschlagen und seitdem hat der blutige Religionskrieg, in welchem die egnp- tischen Soldaten zwar besser bewaffnet wie ihre Gegner sind, aber aus religiös Gründen nicht gegen den Mahdi kämpfen wollen, ungeschwächt fortgedauert. Am 14. Juni 1882 wurden 2000 Mann Egypter unter Jussuff Pascha nächtlicherweile überrascht und vollständig vernichtet, wobei die Araber 4 Kanonen und 1500 Remington - Gewehre erbeuteten. Rechnet man hierzu nun noch die Verluste, welche die Egypter zweimal in der Nähe von Suakim erlitten haben, dann muß man allerdings gestehen, daß bereits viel Blut wegen des Mahdi geflossen ist. Es scheint, daß namentlich die mächtigen Sklavenhändler mit ihm gemeinschaftliche Sache machen — vennuthlich ein Grund mehr für England, nun selbst auf den Kampfplatz zu treten und die Ermordung des Consuls Moncrieff zu rächen. Vermischt-». Rohrbach, 19. November. Hier und in der Umgegend sind in letzterer Zeit öfters VerauSgabungm von falschen Einmarkstücken vorg-kommcn. Am Sonmag wurde nun der „H.sj. Ldztg." zufolge durch die Geusdarmene ein hiesiger Einwohner NamenS Friedrich Helserich dieserhalb sestgenommen. Noch am {Oben Tage sand auch durch die Großh. StaaiSanwaltschast Darmstadt eine Untersuchung dahier statt, der zur Folge die Münzformen in einem Brunnen aufgesunden woiden sind. Heute früh wurde nun auch die Ehefrau Helferich's und ein bei ihr wohnender Agent und Weinreisender, nickt von hier gebürtig, sestgenommen und nach Darmstadt abgeliesert. — (Die Kriegskasse des Marschalls Nry.j Das „D. Tgbl." berichtet: Eine uns von befreundeter Seite zugänglich gemachte Privatmiitheilung enthält de» Stoff für eine reizende Dorfhumoreske. Ort der Handlung: Ein Dorf in der Nähe von Magdeburg. DaS Dors ist so glücklich, einen % Morgen großen, sehr fischreichen Gemeindeteich zu besitzen, von dem die Sage geht, daß tm Javre 1812 Marschall N>y auf dem Rückzüge tue KriegSkasse dort versenkt habe. Unglücklicher Weise aber war der sagenhafte Schatz, an den übrigens k-in Mensch mehr recht glaubte, ebenso unerreichbar wie die Fische in diesem Teiche, well eine Menge aus dem Grunde liegender alter Baumstämme und ein starker Schilfbestand jeden Durchzug mit dem Netz unmöglich machten. Drei unternebmungslust'ge Herren aus dem benachbarten Städtchen, ein Zimmermcister, ein Fabrikbesitzer und ein GasthosSinhaber, faßten im Monat Ociober den Entschluß, den unzugänglichen T-ich auszupumvm, um auf diese Weise dec Ftsche Habhast zu werden. Der Eine liefert die Locomobile, der Andere eine Pumpe, der Dritte 120 Gentner Kohlen und viribus unitis wird das große Werk in Angriff genommen. Aber sie pumpen und pumpen und der Teich wird nicht leer. Höchsten», daß der Wasserspiegel sich um ein paar Fuß gesenkt bat. Im Dorfe darüber natürlich große Schadenfreude, deren Kosten die drei Unternehmer zu tragen haben. S'e beschließen, sich zu rächen. Der Zimmermeister hat seit langen Jahre» aus seinem Boden unter altem Gerümpel einen kupsernen Kirchthurwknopf von urnenartiger Form und beträchtlichen Dimensionen liegen. DaS Ding wird mit Glasscherben gesüllt, die Oeffnung, welche einst für die tragende Eisenstange bestimmt war, mit einer alten Gießkannenbrause verschlossen und dann zu stiller Stunde von den drei Verschworenen in den Teich versenkt. Der Fabrikbesitzer fährt nach Magdeburg, um schnell einige sranzösstche Goldstücke einzuwechseln und die Vorbereitungen sind beendet- Die Nachricht, daß noch eine zweite Pumpe ausgestellt werden solle, treibt die Dorfbewohner In Schaaren nach dem Teiche hinaus. Em in das Geheimniß gezogener Mitverschworener rudert dort in einem Kahn umher und plötzlich schreit er auf: „Hier liegt etwas Eisernes, holt einen Haken, ich habe eben mit der Ruderstange dran gestoßen!" Blttz- schnill taucht in Allen di- verklungene Sage von der Kriegskasse des Marschalls Ney wieder auf. Zwanzig Beine laufen nach dem Dorse, um Werkzeuge zu holen, und bald sind Kundert Arme damit beschäftigt, den »Schatz" aufs Trocken zu bringen. Der Fabrikbesitzer hält seine französischen Goldstücke in Bereitschaft; sobald die „Urne" an stand erscheint, buddelt er die Gießkannenbrause weg und zeigt triumphirend die Goldstücke, als hätte er sie in der Urne gesunden. Em allgemeiner Jubelschret durchzilleft die Lust: „Der Schatz! der Schatz!" Aber mit einer einfachen Mystifikation ist den Mitverschworenen nicht genügt. Der Fabrikbesitzer verschließt die Urne wieder und nun müssen ihm die Leute Helsen, das centnerschwere Ding auf seinen Wagen zu laden. Ja dem Glauben, daß er den Schatz, an d-m jeder von ihnen seinen Theil beanspruckt, zum Amtsvorsteh-r fahren werde, helfen sie willig und sie sind bereit, ihn im Triumphzuge zu begleiten. Aber sobald der „Schatz" »den liegt, springt der Fabrikbksitzer auf den Wagen und haut wie wahnsinnig auf die Pferde ein. Der Wagen verschwinde!, — nicht nach dem Dorfe zu, sondern nach dem Städtchen b<§ Fabrikbesitzers. E nm Augenblick starrten die Dörflw ihm wortlos nach, bann erhebt sich ein wildes Gesckrki: Haltet den Kerl, den Spitzbuben, den Räuber! Er will unfern Schatz um die Ecke bringen! Ein Bauer spannt seinen abgetriebenen Gaul aus und setzt dem Wagen zu Pferde nach, vergebens! Man sammelt sich vor dem Hause des Fabrikbesitzers an und als er erklärte, daß er die Urne untersucht und nichts gesunden, glaubt man ihm natürlich nicht und — wirst ihm die Scheiben ein. Man läuft zum Landratb und erzählt ihm die Schohgeschichte — er lächelt ungläubig. Ein Bäckerlehrling, der den Schatz hatte heben helfen, kündigt seiu-m Meister k conto des Fundantheils, und als dieser ihm sagt, daß er verrückt sei, prügeln sie sich und er wird hinausgeworfen. Das W.....er Kretsblatt beschreibt den Fund und vergißt nicht, neben dem Geldwerthe desselben auch den historischen hervorzuheben. Die ganze Gegend ist in Aufregung. Nachdem sich die Verschworenen lange genüg ins Fäustchen gelacht, bringen sie endlich die historischen Beweise für die Vorgeschichte des — Kirchtburmknopses! Homerisches Gelächter! Die Bauern von F. aber kratzen sich hinter den Ohren und seufzen: „Hätten wir wenigstens nicht geholfen, den „Schatz" zu heben!" Ieikgeöolenes. Frische Veilchen und Theerofen empfiehlt - 7676 _ Karl Berger, Lindenplatz. Mer, süßer Aepftüvein (vorzilgl.) bei Th. Sony, Bahnhofstr. 7678 500 Mark (Hebräuch von Kothens Zahnwasser ä Flacon 60 Pfg. jemals wieder Zahnschmerzen bekommt ob. a. dem Munde riecht. Job. George Kothe Nachf, Berlin S., Prinzenstr. 99. 330 In Gießen zu haben bei Fr. Seibel. WM-MatVOtzerr (von weißer Wolle), selbst angefertigt, empfiehlt 6818 Wilh, Böhling, Caplaneig. 5. Allgemeiner Anzeiger. Zur gefl. Beachtung! 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ZMAD Z 'M If ■Jr t, 4 7639 Vnreau h .In IIt fy ■vn W J.n 7615 Wetzsteingasse. 7644 DeMsrLLiche biblische Borträge CO SelterSweg 41. 7554 Verantwortliche Nedaction: A- Sch ei) da. — Druck und Verlag der Brühl'schex Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. . Bedienste in den ü betrieb t leiten, u und der lö CO Bestimm! Zweifels' . 3?,AC ir3 einige Be 1) sich über gemeinen iich geein 2) Beweis i nichts ar Zurück Bertra 3) Vertrag abgeschlof Eil nach äße' Johannis Beginnen gesetzliche vereinbar 4) die Dane 5) Viertelja gemiethet wird, ist ;u betrat E dahier werden Sonntag und Mittwoch, Ilbends 8 Uhr, Cauzlciberg 5, eine Treppe doch, abgehalten. «5. Moä»ä. Julius No«, Gold- u. Silberarbeiter. HLltnisse i können m dahin gef bezüglich während und Mich noch jemc Kleinkinder Bewahranftalt. Weihnachten naht heran und es erwächst uns wieder die Ausgabe, den Kindern unserer Anstalt die gewohnte WeihnachtSbrschcerung zu bereiten. Im vorigen Jahr hatten wir 179 Kinder zu versorgen, und die reichliche Hilfe unserer Kinderfrennde setzte uns in den Stand, jedem dieser Kinder eine bedeutende Weihnachtsgabe zu beschaffen, deren Wohlthat sich zum Theil das ganze Jahr hindurch bewährt hat. In diesem Jahr ist unsere Anstalt auf 213 Kinder — 34 mehr — angewachsen, für die wir den Tisch zu decken haben; und doppelt herzlich und dringend bitten wir daher die Freunde unserer Anstalt und Kinder, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. dgl., besonders aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Wer bald gibt, sagt man, gibt doppelt; wer aber wegen der großen Schaar unserer armen Kinder diesmal wirklich doppelt gibt, dem schulden wir mehr als doppelten Dank. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herum gegeben werden; vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Fräulein Vansa (Wallchor), Frau Bürgermeister Bramm (LudwigSplatz), Frau Dr. Brüel (Neuen-Büue), Frau Chr. Keil Wittwe (Südanlage), Frau Pfarrer Köster (Burggrabengasse), Fräulein Langer mann (Neuen-Bäue), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage), Frau Kanzler Wasserschleben (Liebigsstraße), Fräulein Wort- mann (Ästerweg). Gießen, den 15. November 1883. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. 7673 Mädchen, welche der bürgerlichen und feinen Küche vorstehen können, sowie Mädchen für alle Arbeit finden stets gute Stellen. Beck's Dtellenbureau, Darmstadt, Mathildenplatz 11. sichere Entlassui sprich zi Erläuter ergebenst anzuzeigen. M Wachtpo' von rück ohnmäch geworfen bald mit gelangen Wachtmc im Milt gerade n tragen, < nach den daß alle Posten s ung, da für die Händen i s Aermischte Anzeigen. 7593 Eine Dame mittleren Alters sucht Stellung als Pflegerin einer alten Dame oder als Vorsteherin eines kleinen büraer- liehen Haushalt. Näh. Auskunft crtheilt die Expcd. ds. Bl. 7665 Möblirtes Zimmer per 1-Decembrr zu vermiethen.Wallthorstraße 31. 7731 Gründ!. Unterricht in j-der Art von Vuchführunq wird von einem Fachmann ertbeilt. Adresse bei der Ex- pedition dS. Bl. zu erfrage». Specialausstellung in SO Pfennig-Artikeln, Unser Lager ist sowohl in Kinderspiehvaaren als auch in allen Galanterie- und Luxus-Artikel auf’s Reichhaltigste mit Neuheiten versehen, und halten wir uns bei billigster lind reellster Bedienung bestens empfohlen. V Arrswarrherer nach Amerika erhalten billigste und reellste J Beförderung mittelst Post-Dampfer des ss. Nordd-eutsche» Lloyd in Bremen durch die Agentur von J. M. Scliulhof, Maiklstraße. 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