1888. Sonntag den 25 November Drittes Blatt. ftr. 27» nzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Vnreaur Schulstraße 7. B e k a n nt m a ch u n g bnrgcrlichkii itnen, sowie n stets gute Darmstadt, den hart- Dr.mod. iö CO sowie der '»»nee auf Rott, rarbeiter. istisch 6847 rärinuö". spätestens ute „Ober- Kassel) eine für fleißige, wollen sich einkommen, kes, blindes >fig. Pferd wkaufcn. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ^beziehen. Baue 11. LogiZ per feuftabt. n Kappffff den nebst , 2. St. toey lotst« X ab tu X solid V 6336 V De«WifchteK, Metz, 19. November. In der Nacht vom 14. zum 15. ds. Mts. wurde der Wachtposten auf dem Pionier-Exercteiplatze vor dem Gidatellenthore durch drei Strolche von rückwärts angesallen, mit einem Steine in's Gesicht geschlagen, so daß der Soldat ohnmächtig zusammcnfiel, und derselbe dann in das Wasser des nahen Wallgrabens geworfen. Das Wasser war an dieser Stelle nicht tief und es gelang dem Manne bald mit Mühe, aus dem Graben heraus und bis in die Nähe des Wachthauses zu gelangen, wo er hülferufend zusammenbrach. Hier wurde er gleich ron der übrigen Wachimannschast gesunden und nach der Kaserne verbracht; gegenwärtig befindet er sich im Milttärlazareih in ärztlicher Behandlung, trotzdem seine Verletzung als eine schwere gerade nicht bezeichnet wird- Wie es heißt, hätten die Angreifer bessere Kleidung getragen, als dies bei gewöhnlichen Leuten der Fall zu sein pflegt- Die Nachforschungen nach denselben sind in vollem Gange. Einstweilen hat die Militärbehörde angeordnet, oaß alle außerhalb der Stadt stehenden Schildwachen mit geladenem Gewehr auf Posten stehen sollen; man begrüßt diese Maßregel auch in Bürgerkreisen mit Befrtedig- ung, da es besonders hier in der Grenzfestung für nöthig gehalten wird, daß vor den mr die öffentliche Sicherheit verantwortlichen Schildwachen der nöthtge Respect vorhanden ist. 1) Der Gesinde-Dienstvertrag ist gültig abgeschlossen, wenn beide Theile sich über die Art der von dem Dienstboten zu übernehmenden Dienste im Allgemeinen und über die Gegenleistung der Dienstherrschaft mündlich oder schriftlich geeinigt haben. (Art. 2.) 2) Die etwaige Einhändigung und Annahme eines Miethgeldes gilt als Beweis des Vertragsabschluffes. Der Betrag des Miethgeldes wird, wenn nichts anderes ausgemacht ist, auf den Lohn nicht abgerechnet. Einseitige Zurückgabe oder Ueberlaffung des Miethgeldes löst den Vertrag nicht auf. (Art. 3.) 3) Ist über die Dauer der Dienstzeit nichts vereinbart, so wird der Vertrag als auf die Dauer eines gesetzlichen Vierteljahres abgeschlossen angesehen. Ein gesetzliches Vierteljahr beginnt entweder mit dem ersten Werktage nach Weihnachten, oder mit dem ersten Werktage nach Ostern, oder mit dem Johannistage, oder mit dem Michaelistage und schließt an dem Tage des Beginnens des jeweilig nachfolgenden Vierteljahres. Ein im Läufe des gesetzlichen Vierteljahres abgeschlossener Dienstvertrag gilt, wenn nichts anderes vereinbart ist, als bis zu Ende desselben eingegangen. (Art. 7.) 4) Bei dem Gedinge monatlicher Zahlung wird der Vertrag als auf die Dauer eines Monats abgeschlossen angesehen. (Art. 5.) 5) Der Dienstvertrag, welcher bei den auf die Dauer eines gesetzlichen Vierteljahres gemietheten Dienstboten nicht vier Wochen oder bei monatsweise gemieteten Dienstboten nicht 14 Tage vor Ablauf der Dienstzeit gekündigt wird, ist für ein weiteres Vierteljahr bezw. Monat als stillschweigend erneuert zu betrachten. (Art. 8.) ES wird hierbei bemerkt, daß nach Vorstehendem die dahier fo häufig beliebte Aufkündigung von 14 Tagen bei igerr. Itters sucht Iten Damno bürget: peb. dS. Pl. • ®ccember träfe: 3L~ richt tu ührunq chmanit der Er- t frage». eu imßearDi’iict, i KürsÄmr- it und billigst icrmcifter, denjenigen Dienstverträgen, bei welchen über die Dauer der Dienstzeit nichts vereinbart worden ist, welche also als auf die Dauer eines gesetzlichen Vierteljahres abgeschloffen zu betrachten find, jeder gesetzlichen Berechtigung entbehrt, wenn nicht etwas Anderes ausdrücklich vereinbart ist. 6) Wenn ein Dienstbote sich an mehrere Dienstherrschaften für dieselbe Zeit vermiethet, so ist er verpflichtet, bei derjenigen Dienstherrschaft auf deren Verlangen einzutreten, mit welcher er den Dienstvertrag zuerst abgeschlossen hat, den übrigen Dienstherrschaften ist er zur Zurückgabe des etwa empfangenen Miethgeldes und zum Schadenersatz verpflichtet. Wenn eine Dienstherrschaft einen Dienstboten, von dem |te weiß oder den Umständen nach annehmen muß, daß er sich für dieselbe Zeit bereits an eine oder mehrere andere Dienftherrfchasten vermiethet, den Dienst aber unbefugter Weife nicht angetreten oder verlassen hat, in ihre Dienste aufnimmt, so'ist sie den früheren Dienstherrschaften zum Schadenersatz verpflichtet _ Außerdem ist in den eben angegebenen Fällen gegen die Dienstherrschaften bezw. die Dienstboten eine im Nichtzahlungsfalle in Haft zu verwandelnde Geldstrafe von 10 bis 40 Mark zu erkennen. (Art. 7.) 7) Wenn ein Dienstbote den Dienst vertragswidrig' nicht antritt oder unbefugt aus demfelben austritt und wenn ein Dienstbote von der Dienst- Herrschaft vertragswidrig nicht in Dienst angenommen oder vor Ablauf der Dienstzeit entlassen wird, so trifft die schuldige Dienstherrschaft oder den Dienstboten neben anderen im Gesetze bezeichneten Nachtheilen unter Umstanden eine vom Strafrichter zu erkennende Geldstrafe von 10 bis 40 Mark. (Art. 19 u. 21.) 8) Wenn ein- Dienstbote durch Vorspiegelung unwahrer Thatsachen die Dienstherrschaft zur Genehmigung seines vorzeitigen Dienstaustritts bestimmt hat, so trifft den Dienstboten neben anderen gesetzlichen Nachthesten ebenfalls eine Strafe von 10 bis 40 Mark. (Art. 20.) Betreffend: Das Gesetz die Gesindeordnung vom 28. April 1877; Es ist von uns häufig die Wahrnehmung gemacht worden, daß die Bestimmungen der Gesindeordnung bezüglich der gegenseitigen rechtlichen Ver- dältnisse der Dienstherrschaften und Dienstboten in ganz auffallender Weise trotz unserer verschiedenen Bekanntmachungen unberücksichtigt gelcffsen werden. Wir können unter Anderem nicht unterlassen, dabei zü bemerken, daß in vielen FällM' die Dienstbotenverdingerinnen, ob absichtlich oder unabsichtlich, wollen wir dahin gestellt sein lassen, irrige Auffassungen der Gesindeordnung Hervorrufen bzw. nichts dazu thun, solche irrige Auffassungen zu beseitigen, obwohl dieselben bezüglich der Bestimmungen der Gesindeordnung von uiis die erforderliche eingehendste Instruction erhalten haben. Es könnte sonst umst vorkommen, datz, während vor Einführung der Gesindeordnung in hiesiger Stadt die regelmäßigen Dienstwechselperioden nach Gewohnheit zu Wechnachten, ^stern, ^ohanni und Michaeli stattfanden, nach Einführung der Gesindeordnung, welche gerade diese Dienstwechselperioden gesetzlich emgeführt hat, sich tn hiesiger ötait kaum «0* jemand an diese Perioden bindet und das ganze Jahr durch ein immerwährender Dienstwechsel stattfindet. . _ xr, f . Wir sehen uns daher veranlaßt, bei dem Herannahen des am 3. Weihnachtsfeiertag stattfindenden gesetzlichen Dienstwechsels in Nachstehendem auf einige Bestimmungen des fraglichen Gesetzes wiederholt besonders aufmerksam zu machen. _ Der fntcreffaniefte Schiefewettkampf, der vielleicht je in Amerika ausgefocht-n i» wild dicker Taae den ja auch in Deutschland bekannten Dr. Garver und einen Capitän Stubbs zusammensühren. Es wird sich um nicht mehr denn hundert e>d)UB, ifH uin mn Ansatz von 5000 Dollars von jeder Seite handeln. Garner, dessen phänomenale 'Schutzfertigkeit allbekannt ist, galt bisher als der beste Sch^e der Welt. Mit einem Ma^ erräblt man aber von dem Gegner Dr. Carver's Wunderdinge. Von 240 aus dem Sattel eines galoppirenden Pferdes auf Glaskugeln und Geldstücke abgeaebmkn Schüssen soll er nur einen gefehlt haben und von weiteren 160 trafen nur krri o;er ntdr Unter 900 geworfenen Thonkugeln traf er 880 und in zwei Serien I foo’eHW fehlte er nicht eine. Man darf aut den Ausgang dieses Wettkampfes gespannt sein- - sEin unerwartetes Impromptu) Professor der Magie: „Meine Herr- schalten ©otheke SRcuä j. L.___ । Reise wird unger Mini» . 400 post' Kasch inen- kllde. fl. 767) Men Wir machen weiter darauf aufmerksam, daß das fragliche Gesetz den Dienstbüchern vorgedruckt ist, so das> jeder sichgenau über die sraglichen Bestimmungen selbst informiren kann. Wir sind aber selbstverständlich gerne bereit, in jeder Beziehung Auskunft zu erthellen und wollten wir anrathen, in Zweifelsfällen eher bei uns Auskunft sich zu erwirken, als bei den Dienstbokenverdingerinnen. 'Wir erinnern ferner daran, daß das nach § 38 der Gesindeordnung auch von uns geführte Gesinderegister lammtliche„der, zmZeit °^ ^uher h er Bediensteten ausgestellten Dienstzeugniffe, sowie die seit Erlaß der Gesinde-Ordnung gegen Dienstboten ergangenen «trafurtheste enthalt und auf unserem Bureau in den üblichen Bureaustunden von Dienstherrschaften eingesehen werden kann. W MS Sm *n8 »» WW sichere Nachricht über Eigenschaften und Verhalten eines Dienstboten nicht unbenützt zu taffen, at§ erfahrungsgeniaß von den Dlenstherrschaften Entlassung in die Dienstbücher eingetragenen Zeugnisse in leider allzuhäufigen Fällen der Wirklichkeit nicht entsprechen nn J F qeitoniffe he.ra sprich zu den bei eintretendem Bedürfnisse von der Polizeibehörde direct erhobenen, m die Gesinderegister aufgenommenen wahrheltsgematzen Zeugmffe bezw. noch b-I«d-r« baranf «ufmertiam ,» mach«, d-b mch S betrieb der Gesindeverdinger vom 28. Januar 1882, Gesindeverdinger, welche ihr Gewerbe dazu mißbrauchen, Dienstbotenjuin Lj leiten, mit einer im Nichtzahlungsfalle in Haft zu verwandelnden Geldstrafe von o bis oO Mark bestraft werden und es JMMsse der Dienstherrschaften und der Dienstboten erwünscht sein kann, daß.Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen unnachstchtlich zur Anzeige gebracht weroen. Gießen, den 13. November 1883. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. 7657 MnüöerLroffenes Kavrikat zum Stärken der Wäsche. EMIL FISCHBACH « GIESSEN. W 7744 von und-S 1 in alle von^. empfiehl Ott JV-ör Möbelschreiner. Empfehle meine stets vorräthiacn Tischund Bettstollen, Schrank- und Com- modefliße, sowie alle Drechslereien zu billigsten Preisen. 7Q§g J.Häuser, Drechsler u-Stuhlm.,Ncue nw. 58 7(593 sowie M in bekan Wiede Für hier so . des Br Gesang Glaube Wäsche bis 1. wege v bis zui schlosser versehe! zureiche können Staats! nter Ni Gieß empfiehlt ihr reichhaltiges Lager in Möbeln aller Art zu billigst gestellten Preisen und jahrelanger Garantie. Carl Schulze 11., i Neuen Baue Ur. 17 empfiehlt Besonders guten Java-Kaffee, roh pr. Pfd. M- 1, 1,20, 1,40, gebrannt pr. Pfd. Jt-. 1,20, 1,40,1,60 Aepfelkrant (Honig), Prima-Waare, pr. Pfd. 19 S\, 2. Sorte 18 H Salatöl, garantirt rein und gut schineckend, pr. Schoppen 45 -S,, Rnböl vorzüglicher Qualität, per Schoppen 38 -ls, Häringe, pr. 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Aus der Verdeuischung, die er gleichzeitig besorgt, wird der ^K. 3." folgendes, wörtlich treue Pröbchen der Weisheit eines Brahmanen mitgeiheilt: bin fo schwach von Hitz' und Fieber; Welch' Mittel kennst Du, Doktor, sprich! „Trink einen Humpen Wein, mein Lieber, „Und bring' cm Krüglein auch für Mich!" r k cvn der nächsten Woche wird in dem Hasen von Marseille der italienische Damvier Buffalo" Capilän Louea, einlausen, der einer Mittheilung des Patent- Mueaus von R Lüders in Görlitz zufolge, die Eigenthümlichkeit besttzt, ganz mit Glas d^aen tu sttn Anstatt des gewöhnlichen Kupferblechbeschlags ist der Boden des Dampfers ^Buffalo« m't Glasplatten bedeckt, um die Ansätze zu vermeiden die nach eimaer Beil" die Fortbewegung des Schiffes ganz beträchtlich hemmen. Das Schiff, das kürzlich nach einer Fahrt von drei Monaten in die Docks von Deptford gebracht war, wurde von Sachverständigen besichtigt, die bestätigten da« die Glasplatten von dem Schiffskörper jeden Ansatz fern gehalten hatten. Die Platten waren nach der dreMionat- ftchen Fahrt ebenso blarck und glatt wie an dem Tage, an dem st- auf die schiffs- wände befestigt wurden.^^^rt , gn efncr Wirihschast zu Saargemünd befand sich am 15 d. M- ein Fabrikarbeiter, welcher das sog. Martinigeld, ein von den Fabriken all- iabrlich gewährtes Geschenk, erhalten hatte und davon sich etwas gütlich that. Wie Mancher b" solchen Gelegenheiten gemüthlich »rch zu Scherzen geneigt werd so erlaubte auch dieser Arbeiter bei der Bezahlung seiner Zeche von seinen zwei Fünfzigmark- scheimn einen der auswartenden Wirthstochter mit der Weisung zu üb-rgeben, folchen p)fen werfen Als nach einiger Zeit dem Gaste von dem Gelde nichts mrückaÄach? wurde und er nach der Ursache fragte, mußte er zu seinem Entsetzen -rfabren daß das Mädchen auf die scherzhafte Aeußerung nicht geachtet, fondern die Weisung wörtlich ausgeführt hatte und der Kassenschein vom Feuer schon verzehrt^war. Principal: Sie sind drei Monate auf der Reife und hohen die ©oeien nicht verdient, wie soll ich dabei bestehen? — Reisender: Glauben ©ie nur Her Rüsftlmeier an mir' liegt die Schuld gewiß nicht, allein ich werde ohnemiefen — Princival: Ach was da, Sie machen es nicht recht. — :~sdj werde eS Ihnen jetzt einmal vormachcn und thun Sisals wären Sie unser Ab- ffleben @fe Achtung' Habe ich die Ehre Herrn Schwärmer zu sprechen? — bin ick - Pr'ncipa : Sehr angenehm- Ich reife für das Haus - “SW tzuth.r mehr«, Bibeln in deuticher Sprache vorillndcn So offerirt dcr Koialog Nr. 37 des Antiquariats von Ludw. Rosenthal m München folgende Bücher Nr. 41^ Achte hentkcke Bibel 2 Bände. Augsburg 1480. Preis 460 Mark. Nr- 412. -tceuure bemsche 2? 9 'msnhe Nürnbera 1483. Preis 450 Mark. Nr. 418. Zehnte deutsche Bibel, 2 Theile Straßburg 1485 Preis 300 Mark. Nr. 420. Elfte deutsche.Bibel, 2 Bande. m.Pfa 515 Mark Nr. 425. Zwölfte deutliche Bibel, 1 Band. Mnnühnrn 1490. 80 Mark. Nr. 429. Dreizehnte deutsche Bibel. Augsburg 1507. 1. Theil 100 Mark, 2. Theil 200 Mark. Nr. 432. Bibel tttttsch, 2 Theile. Augsburg 15181 -sTrzwttfMngsthat einer verlassenen Braut-j Aus Kufstem wird geschrieben: Unlängst Nachts hörte das bayerische Bahnpersonal Hilferufe eineri weMichen Stimme. cdhMobl ffck die Leute Anfangs nicht orienttren konnten, woher die Rufe kamen, so rva* kn* in imef Nartien auf um zu suchen. Da entdeckte die eine aus öiÄann bestehende Abtheilung an der steilsten Uferstelle des Inn eine Frauengestalt, d-e halb im Wasser, sich krampfhaft an den Weidenzwetgen eines niedrigen Busches nnftnmr'erte Unter großer Mühe wurde dieselbe mit Hilfe von Set.ern und Stricken aus d?m W°sser geI°gen 2lu7 °ber- Ufer gebracht, wurde das Mädchen, das vor Kälie fast erstarrt war, ohnmächtig und stammelte nur zwei Mal die Worte. „O mio caro Giuseppe“. Nachdem ihr in einem Magazmsschuppen dre erstm Hfttelesttungen zu Tbeil geworden waren, wurde die vom Tode Gerettete in den Bahnhof gebracht. Als sich da? Mädchen hinlänglich erholt hatte, erzählte sie. daß isie °us Regensburg gebürtig, 20 Jahre alt und aus einer guten Familie sei, daß sie nut ihrem Verlobten einen Ausflua gemacht, in Folge eines kleinen Zwistes von ihm aber in Kufstem ver- lasien worben sei und daß sie aus Verzweiflung darüber den Tod in den Wellen gesucht habt. Da aber das hübsche Mädchen auch eine tüchtige Schwimmerin war, f° tm letzten Augenblicke doch die Liebe zum Leben und trachtettte st- mtt Aufgebot ihrer letzten Kräfte dem anfänglich gesuchten Tode durch Erreichung des Users zu — lieber den stechen Raub, welcher, wie t- legraphisch schon gemeldet, am Mitiw°m Abend in Stuttgart verübt wurde, enthält das „Franks. Journ.“ folgenbtn aussük?. lichen, die telegraphischen Angaben ihestweise richtig stellenden Bericht: Heute Abevi wurde hier ein räuberischer Uebersall in dem in einer der frequentesten Straßen k Stadt geleg nen G-schäftslokale eines Bank ers verübt, das an Frechheit in der Au, sührung den bckaont-n Sttaßburger Fall noch übertrifft. In das parterre gelen™', Bankgeschäft von I. O. Heilbronner in der Kionprtnzstraße traten heute Abend 6 Uhr vier anstävd g gekleidete Männer. Nachdem der zuletzt Eingetretrne die da, aus bas Trottoir fübrenoe Glasthür hinter sich zugezogen1, drangen die Anderen, mi. Todtschlägern bewaffnet, aus Heilbronner, der mit einem Beamten Namens £);gnJ allein im Geschäft anwesend war, ein und versetzten Beiden wuchtige Schläge «uf L Kopf. Oetinger stürzte, schwer verletzt, zu Boden, während Heilbronner, der bn s ‘ sinnung nicht v rloren, blutüberströmt in eine Ecke rettrirte, verfolgt von einem dw Angreifer. Tue drei Anderen eilten an den offenen G-ldschrank und rafften ata zusammen, dessen sie habhaft werden konnten, wie es heißt, etwa 10,000 Mark Papieren und die gleiche Summe in Kassenscheinen. Der Verfolger Heilbronn»; wollte gerade gegen diesen zu einem tödtl'chen,Streiche ausholen, um sich den M. bequemen Zeugen der Thai vom Halse zu schaffen, als von seiner Waffe ber Sleitiw sich ablöste und durch das Schausenster flog, das klirrend in Stücke ging. Nur biefetn Umstande verdankte Heilbronner sein Leden, denn tne vier Spitzbuben eilten jetzt bUr* die Hinterthür des Ladens in den Hos und es gelang ihnen, durch das Hausthor, bat gleich neben ber Thür des Heilbronner'schm Geschäfts auf die Straße mündet, ba§ Weite zu gewinnen, ehe sie noch durch diejenigen gefaßt werden konnten, welche aus bi, von Heilbronner jetzt auSgestotzenen Hilferufe und das Klirren ber Scheibe herbeiechm Ihre Waffen, auf Holzstielen steckende Bleikugeln, die sie ohne Zweifel selbst gefertiot hatten, ließen die Räuber auf dem Platze. An Oeiingers Auskommen wird greifen. Heilbronner erinnert sich, daß ber eine ber Räuber, die sammilich gut gekleidet roattn, am Vormittag schon im Geschäfte gewesen und sich nach dem Cours eines Staatspapiqz ei kündigt hatte. Die Frechheit, mit der die That ausgesührt, ist um so größer, albim gleichen Hause sich ein sehr frequentes Bierlokal befindet. Bis heute Abend falle mm, von den Tbätern noch keine Spur. - ISelbstmord eines Ossiziers.j In militärischen, sowie in aristokratisch!« Kreisen von Pest erregt der Selbstmord eines jungen Offiziers großes Aussehen uni ungetheilte Thetlnahme. Der Selbstmörder ist ber Lieutenant des 5- Feldarlillertü regiments Baron Lenk, Stefan Horvath de Zalaber, Sohn des FeldmarschaU-Lieuten« Johann Horvath de Zalaber, Jnspectors ber Pserde-Assentcommission und ChesS btt königlich ungarischen Staatsgestüte. Lieutenant v. Horvath war der einzige Sohn d„ Feldmarschall-Lteutenants. Er absolvirte vor zwet Jahren die Polytechnik und lt« als Einjährig-Freiwilliger in das genannte Artillerieregiment ein, legte nach Ablach seiner Dienstzeit die Qss-zi-rsprüsung und bald darauf die ActivftStS-Officnrsvrüsun, ab und diente seither als Berusssoldai. Als Sohn eines altadeligen und angeschM Geschlechtes stand dem jungen Manne um so eher eine glänzende (wrie-e bevor, atz ihn auch seine Fähigkeiten, seine Fachkenntnisse, sowie seine sympathischen personbcht« Eigenschaften zu einer Zierde des Osfiziercorps machten. Seine Collegen kannten ch« als liebenswürdigen, lustigen Kameraden und Niemand ahnte, daß der pinge Man» solch düsteren Gedanken nachhänge und zu einem solch v-rzweiselten Entschlüße komm» werde. Sonntag Vormittag gegen 8 Ufa sagte Horvath seinem Bedienten, er tonne sich entfernen, da er nicht zu Hause frühstücken werde. Kur, daraus, als sich da Bediente entfernt hatte, ertönte ein Schuß aus dem Zimmer. Eine Ordonnanz, milch eben vor der Wohnung vorüberging, eilte fofort fanetn unb fanb Den 8ieutenant im Blute auf dem Fußboden. Er alarmirte augenblicklich die Nachbarschaft und den Im spectionS-Osfizier. Aerzte eilten herbei, allein sie konnten nur mehr den Tod btz unglücklichen jungen Osfiziers constaiiren, der sich mit einem Armee-Revolver mitten ins Herz geschossen hatte. Der Vater des Unglücklichen wurde alSbalo von dm traurigen Fall verständigt. Er erschien erschüttert beim Leichnam seines Sohnes; « Schmerz übermannt, war er unfähig, zu sprechen. Mittags besuchte er den Map commsndanten und traf die nöihigen Anordnungen, welche der traurige Fall nach sich liebt Der unglückliche Selbstmörder hinterließ einen Brtef an seinen Vater, tn welchem er wahrscheinlich den Grund des verhängnißvollen Abschlusses seines lungtn Lebens angegeben hat. In Osfizierskreisen, die dem unglücklichen jungenManneM standen, w'll man wissen, daß gekränktes Ehrgesühl die Veranlassung des ©elbfa. mordes^war^.^ ftßt(flif4en Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen-unb W industrieller belief sich die Roheisenproduction des deutschen Reichs (ein WeM Luxemburgs) im Monat October 1883 aus 292 282 Tonnen, darunter 181664 To« Puddelrofaiftn, 8 028 Tonnen Spiegeleisen, 38 901 Tonnen Bestemer, 32 <>37 T« Tbomasroheisen und 29 252 Tonnen Gießereiroheisen. Die Production rm Ocick 1882 betrug 283 950 Tonnen. Vom 1. Januar bis 31. October 1883 wurden Produkt! 2 806 640 Tonnen gegen 2 610438 Tonnen tm Vorjahre. Nur echt mit dieser Schutzmarke: [HWlITmij Mch-Cxttsct u. Carsmellen*) |! ffWJ mm HB v. L. H. Pietsch & Co., Breslau. T I i7 nM ftt'T* Die durch zahlreiche Dankschreiben anerkannt, bewährtesten >rnd bestes^WEerr G-nußmittel bei Hust-u,M husten, Catarrh, Heiserkeit, V-rsA-rmung, Hals- und vom einfach. 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