198. Samstag den 25. August L88S 'X A iX 101 H iii* 111 O B? I p D IB7 i B M | K 2 1^1 g i V 1 ZPWHMWH <4>Hjjv Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MSNtaO». PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringertohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. «Hitcmt Scyutstrape 7. Frankreich gerichtete Bismarck'sche Jntngue, bestimmt, Frankreich gänzlich zu isoliren und ein Theil der tonangebenden Pariser Preffe strotzt geradezu von beleidigenden und maßlosen Angriffen gegen Deutschland. An leitender Stelle in Berlin macht diese chauvinistische Sprache begreiflicherweise einen sehr Übeln Eindruck; so sagt die „Nordd. Allg. Ztg." in ihrer Morgenausgabe vom 22. August, daß die maßlosen Hetzereien der französischen Preffe gegen den deutschen Nachbar und die Heftigkeit seiner Revancheprediger Frankreich als den einzigen Staat darstellten, welcher den Frieden Europas bedrohe. Das osficwse Organ bemerkt, ein solcher Zustand könne nicht andauern, ohne den Frieden schwer zu schädigen, denn je höher die Fluth der Leidenschaften anschwelle, welche eine gewiffenlose Agitation für ihre verschiedenartigen Zwecke anzufachen nicht ermüde, um so weniger lasse sich vorhersehen, ob und wie lange dieselbe noch innerhalb der Dämme des äußerlichen Friedens zurückgehalten werden könne. Hoffentlich beachtet man in Paris diese ernste Mahnung. Der enthusiastische Empfang, welcher König Alfonso auf 1 einer gegenwärtigen Rundreise durch das nordöstliche Spanien allerorten zu Thell wird, beweist zur Genüge, daß die Pronunciamentos der Anhänger Zonlla s durchaus keinen Rückhalt in der breiten Masse des spanischen Volkes gefunden haben Selbst in Barcelona, das von jeher als der HaupMtz der spanischen Radikalen, sowie der Socialisten gegolten hat, und von wo aus mehr als einmal erfolgreiche Aufstände gegen das bestehende Regierungs-System ausgegangen sind ist der König von allen Klassen der Bevölkerung sympathisch begrüßt worden. Man darf daher wohl nicht mehr an der Wahrheit der ofsicielleu Madrider Depeschen zweifeln, denen zufolge die Ruhe in ganz Spanien nun» mehr vollständig wieder hergestellt ist. . Politische Ueberficht. Gießen, 24. August. Die in unserer inneren Politik schon seit längerer Zeit einge- tttfene Ruhepause ist in unerwarteter Weise unterbrochen worden. Durch kaiserliche Verordnung wird der Bundesrath auf den 27., der Reichstag auf e’ 29 August einberufen und als Grund für die so frühzeitige Einberufung dec gesetzgebenden Körperschaften giebt man osficiöserseits die Ratification des deutsch - spanischen Handelsvertrages an, welcher der Reichstag seme Geneh- maunq ertheilen soll. Bekanntlich ist der genannte Vertrag provisorisch schon in Kraft getreten, nachdem die spanische Regierung ihre Bedenken gegen die einst- nnilme Durchführung der Bestimmungen desselben — ohne die Sanctwn der beiderseitigen Parlamente"^ hatte fallen lassen; die plötzliche Cinberufung beä Bundesraths und des Reichstags ist daher jedenfalls dem Bestreben der Reichs- reaierung zuzuschreiben, den deutsch-spanischen Handelsvertrag auch verfassungs- Mßig zu erledigen. Ob den Reichstag in seiner außerordentlichen Session auch aridere Vorlagen beschäftigen werden, ist noch unbekannt. Die Kaiser-Zusammenkunft in Ischl scheint gleichsam der Vorläufer von einer ganzen Reihe von Monarchen-Reisen und Begegnungen gewesen m sein, welche fast sämmtlich mehr oder weniger einen politischen Hintergrund hoben. Den Reigen hat König Karl von Rumänien mit feiner Berliner Reise öffnet, welcher hiermit zwar zunächst nur einer Einladung Kaiser Wilhelms m den jüngsten Tauffeierlichkeiten am Berliner Hose Folge leitete, messen Reise aber auch bezüglich einer Annäherung Rumäniens an das deutsch- österreichische Undniß von hoher politischer Bedeutung ist. Von Berlin begiebt sich der ruma- miche Herrscher nach Wien, wo er mit König Milan von Serbien zusammentrifft, Micher schon seit Montag in der österreichischen Hauptstadt wellt. Wahrend bann König Karl direct nach Bukarest zurückreist, begiebt sich König Milan un Laufe des nächsten Monats weiter nach Homburg v. d. H., um hier Kaiser Wilhelm zu begrüßen und den Kaiser-Manövern beizuwohnen. In Homburg trifft endlich auch König Alfonso von Spanien ein, um ebenfalls'als Gast des Kaisers den Manövern beizuwohnen, und zwar gedenkt König Alfonso vom 2U. bis 26. September in Homburg zu verweilen. Schließlich ist noch zu erwähnen, daß König Fernando, Vater des regierenden Königs von Portugal, Anfangs biejer Woche zu einem Besuche seiner Tochter, der Prinzessin ®eorg zu Sachsen, in Dresden eingetroffen ist. — Auch die Reffe des Serbenkönigs wird gl. ich derjenigen des rumänischen Herrschers mit der deutsch-österreichischen Allianz m Verbindung gebracht, man schließt hieraus, wohl nicht mit klnrecht, daß Serbien, gleich seinem rumänischen Nachbar, bestrebt ist, sich dem rusiischen Oinfluste zu entziehen und in das Fahrwasser der deutsch-österreichischen Politik einzulenken un6 daß dieses Bestreben in Berlin gewürdigt wird, zeigt klar die Verleihung des GroßkreuzeS des Rothen Adler-Ordens an den serbischen Ministerpräsidenten Pirotschanatz. Was endlich den Besuch des Königs von Spanien in Deutschland anbelangt, so erhält derselbe durch den Umstand, daß der spanische Minister des Auswärtigen, Marquis Vega de Armijo, den König Alfonso begleitet, seinen politischen Stempel. Vega de Armijo gilt als ein eifriger Befürworter eines engeren Anschlusses Spaniens an Deutschland und es ist nicht gerade unwahrscheinlich, daß die Anwesenheit König Alfonso's bei den Kaiser-Manövern m dieser Beziehung ihre Früchte tragen wird. In den höheren Co mm and o stellen unserer Ria n ne sind mehrfache Beförderungen erfolgt. Durch kaiserliche Ordre sind die Contre- Admirale Graf v. Monts und v. Wickede zu Chefs der Marmestattonen der Nordsee bezw. der Ostsee ernannt und die Kapitäne zur See, r^rhr. v. Reibnitz, Frhr. v. d. Goltz und Knorr zu Contre-Admirälen befördert worden. Im österreichischen Kaiser st aate haben sich während der letzten Tage wieder einmal jene nationalen Eisersuchts-Scenen abgespielt, welche nachgerade ein fester Bestandtheil des österreichisch-ungarischen Völkerlebens geworden M sein scheinen. In Triest benutzten die Irredentisten Den Geburtstag des Kaisers Franz Josef, um durch Werfen einer Pulver-Petarde ihren antioster- ^ichijchen Gefühlen Luft zu machen und der_ italienische Turnverein in Triest We diese Demonstration durch einen argen Exceß in der Nacht vom 19. zum 20. August fort, wobei mehrere Wachmänner und der Redacteur des deutsch- liberalen „Triester Tagblattes" mißhandelt wurden. Auch die antimagyarijchen ^ceffe in Agram haben an anderen Orten Kroatiens ihre^ Fortsetzung gefun- ben, wie in Zengg und Karlsstadt, wo gleichfalls die Amtsschilder mit ungari- I lher Sprache heruntergerffsen wurden. Man scheint in Wien die kroatifchen Unruhen sehr ernst zu nehmen, denn der Minister für Kroatien und Slavonien, Äedekowitsch von Komor, und der BanuS Pejacsevics, sowie der ungarische Ministerpräsident TiSza und der Finanzminister Szapary sind in Wien eilige» troffen und haben einem am Dienstag unter dem persönlichen Vorsitze Kaiser Franz Joses's stattgefundenen Ministerrathe beigewohnt, welcher sich dem Vernehmen nach mit den Tumulten in Agram, Karlsstadt u. s. w. beschäftigt hat. — Die Nachrichten aus Frohsdorf über das Befinden des Grafen Chambord l mten durchaus hoffnungslos; der Graf hat bereits Abschied von seiner Familie und seiner näheren Umgebung genommen. . Die französische Presse widmet der bevorstehenden Reise des Königs Alfonso nach Deutschland eine Aufmerksamkeit, welche weder durch das zu erwar- 'lende Bombardement von Hue, der Hauptstadt AnamS, noch durch oie am Dienstag begonnene Session der französischen Generalräthe beeinträchtigt wird. Die Pariser Blätter erblicken in der spanischen Königsreise lediglich eine gegen Deutschland. Darmstadt, 23. August. Gestern Abend 8 Uhr sand im Großh. Schloß Tafel statt, zu welcher außer der Großh. Familie der Großh. Staats- minifter, die Mitglieder des diplomatischen Corps und die Großh. Hofstaaten Emladungen erhalten hatten. „ , Nach der Tafel begaben Sich die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften auf den Wall, um die Serenade zu hören, und wurden Se. Kafferl. Hoheit der Kronprinz beim Vortreten aus die Bastion mehrmals von der versammelten Volksmenge mit enthusiastischen Hochrufen begrüßt. Heute Nachmittag wird der Kronprinz nach der Rückkehr von Wiesbaden und Homburg, welche um 5 Uhr 10 Min. zu erwarten steht, den Oberbürgermeister Ohly und den Hauptmann ü la suite Zernin, Redacteur der „Allge- meinen Militär-Zeitung", empfangen. . . Des Abends beabsichtigen Se. Kaiser!. Yohett der Kronprinz und Se. Se. König!. Hoheit der Großherzog die Osficier-Veremigung t Militar-Castuo mit Allerhöchstthrer Anwesenheit zu beehren. Darmstadt, 23. August. Se. Kömgl. Hoheit der Großherzog haben Allerqnädigst geruht: , „ ,. Am 7 August den Director und ersten Lehrer des evang. Prediger- Seminars zu Friedberg, Geh. Kirchenrath Dr. Franz Alexander Schwabe, aus sein Nachsucheu und unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Auszeich- nung geleisteten Dienste — mit Wirkung vom 1. October d. Js. an ui den Ruhestand zu versetzen; t r pr . m an dems. Tage den zweiten Lehrer und Professor an dem evang. Prediger- Seminar zu Friedberg, Dr. Gustav Diegel, zum Director und ersten Lehrer und den dritten Lehrer und Professor an dem evang. Prediger-Seminar zu Friedberg, Dr. Wilhelm Weiffenbach, zum zweiten Lehrer und Professor an diesem Seminar — mit Wirkung vom 1. October d. Js. an, an dems. Tage den dritten Pfarrer an der St. JohanniSkirche zu Stuttgart, Dr. Heinrich Adolf Köstlin, zum dritten Lehrer und P^elsor an dem evang. Prediger-Seminar zu Friedberg — mit Wirkung vom 1. October d. ^s. anVmMEage dem zweiten evang. Pfarrer Karl Baur S" Fnedberg die erste evang. Psarrstelle daselbst, dem dritten evang. Pfarrer Dr Gustav Dieg el zu Friedberg die zweite evang. Pfarrstelle daselbst demD.a onus Pfarrer Ludwia Meyer zu Friedberg die dritte evang. Pfarrstelle daselbst, Adolf Köstlin, die fünfte evang. Pfarrstelle zu Fnedberg mit Wirkung vom 1. October d. Js. an - zu übertragen und dem ersten evand- Pfarrer Karl Baur zu Friedberg den Charakter als „Kirchenrath zu verleihen. Krauüreich. 22 Di- Ag-ncc Havas" o-röff-nilichl eine Depesche über den ~ u s?U0Qt Lr s)?orbb Alla. 81ß-" mit folgenden Bemerkungen: Mg- Z g- . obwohl wir für dte .Seuyuia g fönnen. Dasselbe gilt von französischen Presse bothalt, g. c^er Artikel hat hier große Erregung und einem heutigen Artikel der „Dmiy N-ws d°er Artikel erst durch se« Istzt von Rubland aus„sr^krerch.überttag^n b('m e§ flelungen fef, * 25. M * MchMert, l MM nament! tzjDziN, na$ ' ä sinii' 26. ft# können. Es gezieme den Franzosen nicht, auf Drohungen zu antworten, die blos den einen Zweck halten, ihnen ihre Ruhe und Kaltblütigkeit zu nehmen. Wenn Frankreich friedlich und stark zu bleiben wisse, so habe es nichts von den deutschen Prahlereien zu fürchten. Aber es sei Zeit, daß das Land der Regierung die Pflicht auferlege, eine weniger abenteuerliche, eine weniger den Verwickelungen ausgesetzte Politik zu verfolgen- „Paris" bringt den Artikel der „Nordd. Allg. Zig." mit dem Zusatze: „Wir glauben nicht an den Teufel!" Zugleich bringt „Paris" einen Artikel, in welchem die Bankiers, Kaufleute und Fabrikanten aufgefordert werden, den Deutschen in Paris keine Arbeit zu geben. Die „Gazette de France" schreibt: „Die politische und die Finanzwelt ist durch den Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." sehr aufgeregt; derselbe fiel diesen Morgen wie eine Bombe in Paris. Das Organ Btsmarck's gibt den Franzosen in starken Ausdrücken zu verstehen, daß die Deutschen der Prahlerei der französischen Blätter die von Rache sprechen und ihre Sympathteen den Elsaß-Lothringern auszusprechen'sich erlauben, müde sind. Deutschland ist nicht der Ansicht, daß die französische Republik berechtigt ist, die Haltung einer unabhängigen und freien Nation anzunehmen. Die Republik soll vor Bismarck niedergedrückt, zum Vasallen gemacht werden. Frankreich wird als das einzige Htnderniß zur Befestigung des allgemeinen Friedens bezeichnet." Das heißt, so schließt das Blatt, die Verletzung doch über alles Maß treiben. iütrPriD H'M des W ii Um, üertrt H»lt Lat hrii, gegen bi ta daselbst, Wg, hat bc Wen ( RI erkannt: geklagte : zu wn 5 JL < iW und । Wich der schienen V verurt Pnvatt Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Lr £ Berlin, 23. August. Mit Bezugnahme auf die in Nr. 21 des Reichsgesetzblattes verkündete kaiserliche Verordnung vom 21. ds., durch welche der Reichstag berufen ist, am 29. August in Berlin zusammenzutreten, wird hierdurch bekannt gemacht, daß die Eröffnung des Reichstags an diesem Tage um 2 Uhr Nachmittags im Sitzungssaale des Reichstagsgebäudes, Leipzigerftraße Nr. 4, ftattfinden wird Die wetteren M'tthetlungen über die Eröffnungssitzung erfolgt in dem Bureau des Reichstags am 28. August in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends und am 29. August Vormittags von 9 Uhr ab. In diesem Bureau werden auch die Einlaßkarten für Zuschauer ausgegeben werden. Der Stellvertreter des Reichskanzlers: v. Bötticher. „ T~ Die „Nordd. Allz. Ztg." hört, daß der König von Italien Sr. Majestät dem Kaffer seinen Dank für die Theffnahme an dem Unglück auf Ischia in sehr freundlichen und herzlichen Worten per Telegraph ausgesprochen hat. — Der „Deutsche Reichsanzetger" publicirt heute das Gesetz, betreffend die Zwangsvollstreckung über das unbewegliche Vermögen. 2b- August. Der Statthalter von Elsaß - Lothringen General - Feld- morschall Freiherr v. Manteuffel trifft morgen Abend zum Zwecke von Truppenbesichtigungen hier ein. M £ - Die „Lothr. Ztg." meldet, daß gestern bei dem Reichstags - Abgeordneten Antoine eine gerichtliche Haussuchung stattgefunden habe. Breslau, 23. August. In Folge Außerachtlassung der nöthigen Vorsichts- maßregeln bet der Einwechslung einer neuen Förderschaale verunglückten, wie die „Schics. Ztg." meldet, am 21. d. M. tn der Königsgrube (Königshütte) ein Maschinen- uEer^em Fahrmeister und zwei Schmiedegesellen durch Hinabstürzen in den 45 Meter tiefen Schachtsumpf. Drei von den Verunglückten sind bereits tobt, einer ist schwer verwundet. Wien, 23. August. Wie die „Politische Correspondenz" erfährt, verlieh der König von Serbien Kalnoky den seltenen höchsten Orden des Weißen Adlers und dem Sektionschef Szoegyenyt das Großkreuz des Takowaordens. ~ Zn t>en jüngsten Minister - Conferenzen wurden den Anschauungen der ungarischen Minister gemäß Beschlüffe gefaßt, welche geeignet sind, das durch Herab- reißen der Wappenschilder in Agram aufgeregte ungarische Nationalgesühl zu beruhigen «met*Eren Agitationen den Vorwand zu entziehen. Wenn sodann die Ge- müther beruhigt sind und keine weiteren Störungen vorkommen, wird die ungarische m 0 ungarischen Reichstag solche im Geiste der Versöhnlichkeit verfaßte Beschlüsie beantragen, wodurch das diessächlich obwaltende Mißverständlich beseitigt werden soll. Vermischte». Osfenbach, 22. August. Von einer Locomotlve wurde gestern Dtaefimlttoa ein Mädchen von etwa g Jahren überfahren. Dasselbe wollte nahe der an der Bahn e"“" “ «”-■* Slninj, 22. auguft. Sie berichteten jüngst einen traurigen Vorfall aus Nierstein, dorten der Verwalter des Aschen Gutes in der Aufregung einen Knaben, der , einem Baume Obst entwendet Halle, derart zu Boden geworfen, daß der Knabe n Folg- der erhaltenen Verletzungen gestorben Ist. Der seit dieser Zett wegen Körner Verletzung mit tödlichem Erfolge verhaftete Verwalter.ist gestern Abend, nach Hini r legung einer Caution von 10,000 Mark provisorisch mL oer Hast enilassen worden .. r Seit einigen Tagen Ist ein Wallmeister der hiesigen Garnison spurlos m- schwunden und alle NachsorsLungen nach dem Verschwundenen sind bis jetzt erfolaloä geblieben. Der WaUmelster war sonst eine sehr beliebte Persönlichkeit und Ist d-rseld- scit mehreren Jahren verheirathet. 1 ’ „ . „7 Gestern Nachmittag stürzte stch bet Biebrich der Arbeiter einer Blebiich-i t in beni SRbetn; ein gerade vorgberfahrender Dampfer der ntederlöndlschen seulchaft hielt still und durch den R ttungSnachen des Schiff s wurde der Arbeit« gerettet; kaum war aber das Schiff gegenüber der Petersaue, als der kaum Gerettit! abermals über Bord sprang. Wiederholt „stopfe" das Schiff und gelang es ■ zweiten Male den Matrosen, den Selbstmordcandidat-n aufs Schiff zu bringen. Niiir mehr mürbe her Arbeiter aber streng bewacht und als das Schiff in Mainz anlan-ie wurde derselbe der Polizei übergeben. Gelnhausen, 15. August. Schon feit geraumer Zeit, schreibt die „Han. Rtfl". fanb man in dem benachbarten Gerichtswald sogenannte Wlldschlingen, ohne Den t man schon lange kannte, auf der That zu erwischen. Vergangenen Frei- tag Abend fanden nun die betreffenden Jagdaufseher einen Rehbock in einer solchen Schlinge, welcher sich todtgezogen hatte. Die Aufseher hatten sich einen Versteck ber- gerichtet und hatten, freilich erst Samstag Mittag um 2 Uhr, das Glück, den derüch- tigten Attentäter abzufassen, gerade, als er den Rehbock unter dem Rufe: ,,AH' bun at? C Elch emol, Borsch," fortschaffen wollte. Der „Haupt-Borsch" war also oud) auf den Leim gegangen und richtig gefangen. Er wird seiner gerechten Strafe schon in Anbetracht der mit seiner Jagdmanier verbundenen Thierquälerei nicht end ^re"- Dieselben Jäger faßten am Sonntag Morgen in demselben Revier noch einen zusiioDteo ab. August. Der von dem Tisza-Eslarer Prozeß her bekamt! Genchts-Canzlist Koloman Peczely, der, wie man sich erinnern wird, mit Moritz Scharf ^b^ Sicherheits-Commissär Recski in Nagysaln das erste Verhör ausgenommen Hit. ist durch Verfügung des Just'zministeriums „einstweilen, bis in Folge der bezüglch seines Vorlebens aufgetauchten Daten das fomp etente Gericht entschieden haben wird' beurlaubt worden. . n-T Ueber das deutsche Reichsweisenhaus in Lahr, über die Geschichte Ur u m -utlfl schönen W.rkes der Menschenliebe und Barmherzigkeit gilt erschienener „Fechtschulkalender, herausgegeben von der General.Fechtschult str Lahi Auskunft, während ein hübsches Farbendruckölatt von Professor Kaspir Scheuren das herrlich gelegene Gut Altoater vor Augen führt, welches für genannte Zweck erworben worden ist. Die General-Fechtschule in Lahr wurde erst vor wech Wochen gebildet und hat sich zunächst die Vollendung des Lahrer Reichs Waisenhaus-; und seine pekuniäre Sicherstellung zum Ziele gesetzt, da bei den Vorgängen in ter Magdeburger Reichsoberfechtschule und bei der Stellung, welche die Leiter derselbo dem Lahrer Vermaltungsrath gegenüber einnehmen, es zweifelhaft erscheint, obdiencch Magdeburg fließenden Gelder ferner dem Lahrer Reichswalsenhause zugewendet werdin. Die Lahrer Gmeralfechtschule soll übrigens kein Borg hen gegen die Magdeburg Reichsoberfechtschule bedeuten, denn sie erkennt bet den sich ihr anschließenden Schuld Magdeburg verliehenen Grade der Fechtmeister, Oberfechtmeister rc. an uti) berücksichtigt bei ihren Ernennungen alle seitherigen Leistungen. Die Betheiligung m der Generalfechtschule, deren Bestrebungen sich selbst einige Mitbegründer und bisher i;i r :Jlb§?tit9lfebcr ber Reichsoberfechtschule bereits angeschlossen haben, ist eine w ^bhaste daß sie außer der Rückzahlung der ihr zum Betrieb aus den Sammlung» des Hinkenden Bote» vorschußweise zur Bestreitung der Porto- und Versendungskoslir, übergebenen 600 JL auch bereits mit Ablieferung namhafter Beträge an den $ m? r?* beginnen konnte und ist die Hoffnung berechtigt, daß das Eröffnungsfät auf Pfingsten k. I. begangen werden kann. Erst dieser Tage sandte S- K H- dr Grotzherzog von Baden 400 Ji., um dem Unternehmen dadurch seine hohe Anerkennu i? ju befunben. Der bis jetzt gesammelte Fond beträgt 124,000 JL und ist, soweit « nicht zur Zahlung auf das angekaufte Gut (38,500 .MA verwendet wurde, in siche« Staatspapieren bei der Reichshauptbank in Berlin und bei der Sparkasse in hinterlegt. verdient wohl hervorgehoben zu werden, daß der Verleger des Hinkenden Boten, der dem von ihm zuerst angeregten Unternehmen des Reichswaisenhauses fW so erhebliche Opfer gebracht hat, der Generalfechtschule künftig den Druck ihres rüJwie der Mitgliedskarten, Diplome, Urkunden, Cirkulare rc. unen- gelilich liefern wird, derselbe hat auch der Reichsoberfechtschule in Magdeburg f. , 'won ^hl^^lcke Holzschnitte und erzählende Beiträge ohne jede Entschädigung zur w Nutzung überlassen. 1 n Der Gedanke der Errichtung eines Reichswaisenhauses in Lahr hat bei feiner erften Bekanntwerden Überall freudige Zustimmung, willige Herzen und Hände gefunbev, wir vertrauen mit Zuversicht, daß die Freunde der Sache das der Verwirklichung nag ^Erückte Werk heute mit erhöhtem Eifer und neuem Muthe unterstützen werden- Vollendung und die mit derselben beginnende segensreiche Wirksame desselben wird gewiß allen Betheiligten reichen Lohn für ihre Opfer an Zeit, Mü» und Geld gewahren. . Sch wein furl, 19. August. Eine Interessante Trauung fand am 16. d. M « ba^er statt, nämlich diejenige Sr. Excellenz des Herrn Giegler Pascha, ölcegoiwern ber egypttschen Provinz Sudan-, mit Fräulein Elise Fechner. Der genannte Herr w miejetnejörflut, aus Schweinfurt gebürtig; vor 10 Jahren zog er als armer WP Q(^kL^eb e n Welt hinaus, kam nach London und schloß sich einer englisch Expedition nach Egypten an. Da er etwas von der Telegraphie verstand, fand er Anstellung am Nil und wurde später Verwaltungsbeamter, bis er nach und nach s seiner jetzigen Würde aufstieg. Nach den Flitterwochen wird das junge EhepaarL® . . "a^der chonen Gegend der Mumien und falschen Propheten zurückkehren; hoffenu^ , $ brQ^nxbrer R^ahdi beseitigt, der unserem Landsmann das Regieren für „ßeit verleidet hatte. Giegler Pascha hat der Schweinfurter Realschule eine werty ethnographische Sammlung geschenkt. ^Derben & •5*23 C»tl wirb ben ff t und j 5 ^1 heut ’58 hin OK _ Lokale». 39 Will ilnnnn^<4' ^ur festgesetzten Stunde trafen heute Morgen (um 9 Ubr Statt f0&”n?e?b.Sr K-üs-rl. und Königs. Hoheit b-r Kro^prln itronnrini bestiegen mehrere bereit stehende Wagen und fuhren der unter den jubelnden ^ui uttn Wagen, durch die festlich geschmückie^Stadt Exercierplatz. Zurufen des nach Tausenden zählenden Publikums auf den Auch hier hatte sich eine große Zuschauermenge eingefunden. Se. Kaiser!. Hoheit S’ arn9uft» Die Abendblätter fahren fort, ihr Erstaunen über den Artikel der „Nordd. Allg. Ztg. auszudrücken, dessen Behauptungen durch keinen Vor- gang in Frankreich gerechtfertigt seien. „Rational" erklärt, im Kriegsministerium bestehe fetnerlei Mobil-sirungsproiect. Aus technischen Gründen habe der Generalstab KkpJua- b^-b^?llslgen Versuchs aufgegeben. „Temps" meint, die plötzliche Veröffentlichung des Artikels sei ein einfaches Manöver ber inneren Politik. Das Bu- fammenfaUen ber Veröffentlrchung mit ber Einberufung bes Reichstags verspreche eine Sm rTS - ra rv . . st. man vorn Reichstag neue M-litarkrebite verlange Das „Journal be Debats" glaubt, es hanble sich um em.n ^enbenzvroceß gegen bie französische Presse, es sei unnütz, über berartige Beschuldigten SU biskutiren, der einzige gu untersuchende Punkt sei, welches Interesse B-smarck Molle nba3f ^.pa^en häufig angewandte Manöver zu erneuern. fecrfeIb^ seine Unzufriedenheit über d'e Kommentare ousdrücken, wozu die Maß- SpTs t11 Reichstags-Abgeordneten Antoine (Metz) Veranlassung gegeben, oder da°s^leh^en°^ Terrain für den nächsten Reichstag vorbereiten? Die Zukunft werde Die heutigen Morgenblätter sprechen sich allesammt gegen ™? C atfäfbeTä^fe1fLr°%ber^-SJi?^b' Zig." gemachten BeschulEgu^gen b,r »N°rddeulsch-N" sei eine Provokation, die französische i " ®^tfd)lanb gegenüber niemals eine aggresstve Rolle gespielt. Geaem lln^ürbfernnn “"hoa 4/ine Verleumdung und ein Th-tt des großen Systems^der Änal beg kb«ti" - in Anwendung gebracht werde. Das Ärttkel^^der^^»Räpublique franoatse- wollen, bevor sie sich über d-n äxääSäj®- dieselben mit so wenig Berechtigung erhoben würden ° ' 3Umat roenn gefefc un? “JLa® S.a^an 6°U3 *" btitfer Sefu"B ba§ Bankerott- s „»Ä-S ÄKMH'Ä'S; 5;'= SteHbJÄyS °uEnd°°zNüM° “““ 'brer Macht mit 500 Ä b^’^getbe^giaggV'^rörflen^am'15.^b. M. °vo"n Hlnol^ge^^L und stießen bei Phukai, 7 Meilen von Hanoi, auf den Feind G n Tbti? her FnÄeL!"xU§‘\ri£ft aber bie T-ntrol-Colonie besetzte Phukai Erließ es todff 70 Monn ^v^rwund'et. 2 Ofsie^e und lö'Vann v__ 9lUßU^‘ Der Expräfekt von Alexandrien, Said Ben Kbanbil der wegen feines Verhaltens bei den vorjährigen Massacres am 10. Juli 111 ■u-ZÖ11 "^urthellt wurde, ist heute noch Suez abgeführt worden.^ Är ^ E2^Äug7st"fammen°°"^'°' bCr M°ss°cr°s Verhafteten tritt ein KrlAgericht — Der Nil beginnt langsam wieder zu steigen. geftorb?ntOMbDrf' .'Privat - Depesche.) Graf Chambord ist WLb bit mltb btt »tue <> in W- E ft»’* &£ ■p jjgj erfäten« d ir iMier AmM ■« der Kronprinz und Se. König!. Hoheit der Großherzog »jenen unmift.rf,., Ankunft (kurz vor 10 Uhr) zu Pftrde; eine jaW«i4e Suite 00n ®en^ b# Olfizieren schloß sich Höchstdenselben an. Dos Regiment ha°te Parad Saume des Phliosophenwäldchens ger ommen. Se. Kaiserl Hohe't !’ unter prasentirtem Gewehr stehenden Truppen unter den Klöngen des Driiknti?^, IM Schritt ab. Daraus erfolgte der Parademarsch in (Jotnoaaniefrnnt f«lo6 sich ein Gesechlsexercieren Im Feuer gegen einen marknten Feind der v?n RKo" herkommend, supponnt wurde. Die Haliung des Regiments war beiVnL SP? M fo weit dies einem Laien zu beurtheilln möglich Isff eine vorzügl ch ' Detl'e§enber hohe Gast und unser Großherzog mittelst Equipage den Ererc ervl°^> l begab sich wieder nach dem Main-Weser-Bahnhof. B ^^ercterpla^ unb Nach Einnahme eines hier fervirien Imbisses, zu welchem auch HerrPronl»„.r director 0r. Boekmann und Herr Bürgermeister Bram m geladen war^n Ä» S°. Kaff-rl. Hohe mit dem Zuge 115- nad) Marburg weiter, woselbst heute Mittaa bS sichtigung des dortigen Bataillons flat,findet. Mit Zug 1« fährt sodann der . Kirchhain, um von da mttl-lstEqu^og- nach ZchloßHolzhausen Herrn gesandten Stumm sich zu begeben. 6uul -oejua)c er n i Der Parade auf dem Trieb wohnte auch Seine Ercellen, Genera, i,. Cavallerle und Commandirender des 11. Arm-e-Corps v. Schlotbetm bei " . „ . Ailr Staats.^ städilsche und Mllttärgebäube, ebenso eine große Anzahl Prl»»,. gebaude hatten geflaggt. Allgemeine Aufmerksamkeit e-regte die am Sogenaebi« wehende Kronprlnzensabne. Am Ludwigsplotz war ein Ehrenbogen gezogen an zwei Tafeln mit den Inschriften: „Hoch lebe unser Kronprinz", „Hoch jebe p ' Großherzog" hingen. Auch die Turnhalle war recht schön geschmückt E n volles Wetter begünstigte das mttilSrlsche Schauspiel. 0 ®ln .Nchkjiitert »a ’) AuS Dr. L Wm om 20 t-cff L - Na ach Äug einer Mm, einr ■ Vger" ai I|T -'' .vWM * Schwarz. 5676 Ifll >er Herren 5680 statt. 3903 W'tf it » A. Buchner, Rechtsanwalt, Schriftführer. Grummetgras- Verfteigerung. Donnerstag den 30. August, Morgens 9 Uhr, soll das Grummetgras von den Wiesen A. Weber, Ministerialrath, Vorsitzender. Grummetgras - Versteigerung. Montag den 11. August l.J., des Vormittags um 10 Uhr, soll das Grummetgras von den Gemeindewiesen zu Trohe an Ort und Stelle versteigert werden. Trohe, den 23. August 1883. Großh. Bürgermeisterei Trohe. Dr. Melchior, Butzbach, Dr. Vogt, Allendorf, nn Wj, wbtbnfc- :r fautn u bstiW. i t bleich'! >IiNW, lNDMch 1 t in kW- :intn Wir W: Klr d)6 mchki | flftijl« 1 MÄ«-! IgtbuM ibtr die y Bahnhofs-Umbau Eichen. Montag den 27. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll das rechts Kil. 133,8 (am Einflüsse der Wieseck in die Lahn) stehende Weichenwärter-Wohnhaus auf Abbruch gegen sofortige Baarzahlung an Ort und Stelle dem Meistbietenden verkauft werden. Gießen, den 23. August 1883. Königliche Bauverwaltung. 5670 Findeisen. W Frische Palmkuchen mit Gehalt von 15—18 % Protem und 9—10 % Fett. Frische Srsamkiichrn mit garantirtem Gehalt von 50 % Protein und Fett. Beides in bester Qualität empfiehlt billigst Carl Pelri^ vorm. G. CH. Spruck. 8$5 V\ ä‘% I X I Der nächste Biehmarkt zu Gelnhausen findet Mittwoch den 29. August 1. J- Kirchliche Anzeigen der Stadt Greffen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Sonntag den 26. August (14. nach Trinitatis). Vormittags 97z Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser- Nach beiden Gottesdiensten Erhebung einer Kollekte für die innere Miss io n. Kinderkirche: Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Am Sonntag, den 2. September, wird im Vormittagsgottesdienst die kirchliche Feier des Sedanfestes begangen. Die P f a r r g e s ch ä f t e in der Woche vom 26. August bis 1. September besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 15. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. i/210 Uhr: Hochamt und Predigt. (Die Nachmittags-Andacht fällt aus.) Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 63» Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 7" Uhr. Wafferwärme der Lahn. Am 24 August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 16*/? R., Luftwärme + 17° bh’ L- Ehr. Rübsamcn. Literarisches. Klkkrriscbe Heitfragen. Die Elektricttät ist aus dem Laboratorium des zr GtJra her sie entdeckt und erzogen hat, in das Leben hlnausgetreten und wachst tn ?°^^nd'en d- T-chnik-r zu einer neuen Weltmacht heran Mit ihr reift eine neue der gesammten menschlichen Verhältmsse, welche durch die Unterwerfung unb dtt dadurch bewirkte Aenderung der wirthschaftlichm Lebensbedingungen d'r Nawr und oi^o Stege über die Natur ist aber die Elektric.tät in ^hprfter Reihe betheiligt und ihre Entwicklung muß daher auch die Aufmerksamkeit 2 "r als nur technischer Kreise auf sich ziehen. Der Volkswirth und mit ihm der SCJfihfer baden in der Elektricität einen neuen socialen Factor zu erblicken, besten morme Bedeutung dem kundigen Auge schon heute hervortritt. Damit ist aber dre ^lektr'cM b'^ZeMrag^geworden.^^ ber Elektricität neben der technischen nur -gmmerliche Beachtung gefunden und ist nur gelegentlich in den technischen Fach- behandelt worden/welche jedoch dem nichttechnischen Publikum fremd blerben. M aber " u einem großen Theile Ntch.techn ker sind, welche nor Allem die lackale Bedeutung der Elektrieität interesstrt, muß es diesen willkommen sein, eine befonbe« Darstellung der hierhergehärigen Fragen, der „Elektrischen Zeitfragen", iU finb©(efem Bedürfnisse zu genügen, ist das vorliegende Unternehmen von A. Satt „b.n,a Nerlag in Wien bestimmt, welches der Erörterung unb Darstellung aller mit ter Elektricität in Verbindung stehenden ökonomischen, politischen und juristischen ^raaen dienen wird, wobei als ein Grundsatz sestgehalten werden soll, daß technische mb physikalische Darstellungen so weit als möglich ausgeschlossen bleiben wennr fte X nicht vermieben werben können, in einer bem flebtlbeten Publikum verständlichen ®atfteHun^ Bündchen der „Elektrischen Zeitfragen" behandelt das hoch- nichtige Thema „Die volkswirthfchastliche Bedeutung der Eleklrie.tat", woran der ffi’rfoSer Arthur Silke die wohlbegründete Idee eines Elektro Monopols knüpft. Die Sammlung wird sicherlich ihren Weg machen unb bebatf baher keiner weiteren Empfehlung. ----- --- In der PrivMlagesache । der Ehefrau des Wagners K Wunder ! in Gießen, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Labroisse, Privatklägerin, gegen die Philipp Marx Ehefrau daselbst, Angeklagte, wegen Beleidigung, hat das Großh. Schöffengericht zu Gießen am 26. Juli 1883 für Recht erkannt: 1) Angeklagte wird wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 5 event. 2 Tag Ge- sängniß und in die Kosten, einschließlich der der Privatklägerin erwachsenen nothwendigen Auslagen, verurtheilt. 2) Der Privatklägerin wird die Besugniß zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheils innerhalb acht Tagen, von Zustellung einer Abschrift an gerechnet, einmal im „Gießener Anzeiger" auf Kosten der Angeklagten bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urthellssormel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 11. August 1883. Neidhart, 5675 Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Die Birnen von den Bäumen am Krosdorfer- und Wiesecker-Weg und die Birnen und Aepfel von den Bäumen auf dem Schulberg, auf der Anlage vor dem Friedhof und am «lten Steinbacher-Weg sollen Samstag den 25. August ds- Js., Nachmittags 4 Uhr, r versteigert werden. Ansang am Krosdorfer-Weg. Gießen, am 23. August 1883. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. ____A. Bramm. 5684 As Grummetgras von den cameral-fiscalischen Wiesen in den Gemarkungen Leihgestern, ?chifsenberg und Watzenborn loll Donnerstag den 30. lsd. Mts., vormittags 9 Uhr beginnend, in dem verd Watzenborn versteigert ließen, den 24. August 1883. Obersörsterei Schiffenberg. Ob‘y Georgi. s ■ Dienstag den 28. ds. Ms., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des verstorbenen Christian Burkhardt in der Neustadt Möbel, Bett- und Weißzeug, Kleider sowie verschiedenes Haus- und Kückengeräthe meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. August 1883. Großherzogliches Ortsgencht. Ludeking. 5677 MA | IM Abends Gewitter namentlich ergiebig in den südlichen Gebieten mit stellenweise mäßigem Herabgang des nächtlichen Temperaturminimums. Es ist nicht ausgeschlossen, daß nachmittägige „Wärmegewitter" jetzt,und in den folgenden Tagen örtlich auftreten und dadurch die AufheiterungSpertoden verschieben. Ararrkfnrt a. M., 23. August, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 251, Staatsbahnactien 27174# Galizier 25174, Lombarden 12974# Nord- weftbahnactien 1707s# Gotthardbahnactien 112, Darmstädter - Bmckactien 156, Disconto Commandit 1957z, Oesterr. Silberrente 675/s, 4% Ungar. Goldrente 75716, 4°/o 1880er Russen 727a, 5°/o 1877r Russen 917e, 2. Orient-Anleihe 577a# 47o Spanier —, 5% Rumänische Rente 937«, 4% Unific. Egypter 71716, 5% Türken —, Marienburger 10474, Hess. Ludwigsbahnact.—. Tendenz: matt- Bekanntmachung. Vom 1. bis 20. k. Mts. findet (an den Werktagen) für die hiesigen Pflichtigen die Erhebung der directen Steuern und gleichzeitig der Tilgungsrenten für 1883 in unserem Amtslokal — Vor- und Nachmittags — statt. Die Tage vom 21., 22., 24. und 25. k. Mts. sind für die auswärtigen Erhebungen bestimmt und wird an denselben das Bureau geschlossen. Gießen, den 25. August 1883. Großh. Districts-Einnehmerei Gießen I. Ium 2. September! Auch dieses Jahr kommen wir zum bevorstehenden Nationalfest vom 2. September wieder mit der Bitte um (Sahen für die Invaliden und die .Hinterbliebenen gefallener Soldaten des Krieges 1870/71. Ueberall, wo man an jenem Tag, in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen, diefes Fest feiert und sich dessen erinnert, was vor dreizehn Jahren geschah, möge man auch jener Opfer des Krieges dankend gedenken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beitragen, daß ihr Loos auch weiterhin verbessert werde. Wir bitten insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarrämter «nd Kirchenvorstände, gemäß der ihnen von Großherzoglrchem Ober-Consistorium ertheilten Erlaubniß, bei den Festgottesdiensten des 2. September Collecten für jenen Zweck zu erheben. Da der 2. September diesmal auf einen Sonntag fällt, so wird noch mehr als in sonstigen Jahren sich hierzu günstige Gelegenheit bieten. ... m Unsere Zweigvereine ersuchen wir, wie seither, möglichst für Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle: welche uns demnächst die Ertragnisse von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn Hauptstaatskasse-Director Michell dahier, einznsenden. Darmstadt, am 18. August 1883. Der Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, als Landesverein der Kaiser-Wilhelms-Stiftung für deutsche Invaliden. . Allgemeine Deutsche Ausstellung a . Mglw Hygiene n. Rellongswesen 1)1*11111 ■—'< -D--K« '~Z Berlin 1883. Geöffnet bis 15 October 1883 5682 DM' «*’' Wermietyungen. (vorm. G. C- Spruck). 4496 An- 5669 Lindenplatz. J Hauss. wozu ergebens! einladet Seltersweg 2. 5481 5557 Neustadt. Ein Mittel dasmir I und 1000Ander 2 | qeholfen/XÄYx iS • » IV* / Kntken Schwim süchtigen etc. verkauft. 5648 heodorRoessnerleipzii Verantwortliche Nedaction: Ll. Scheyda. — Druck und Vertag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 1 Ta Gießen Der Unt Wge von G , Die Züge y die Großher Ä Lokales ber' Da der L H chlichß bei Biding Brückenwaagen, Tafelwaagen, eiserne nnk> messing. 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Mts-, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofratthe 2 vollständige Betten, 2 Spiegel, 2 Nachttische, 1 ovaler Tisch, 2 Waschtische, 1 Brandkiste, 2 Sophas, 1 Glasschrank, 9 Bilder, 1 Schränkchen, 1 Nähmaschine, 1 Kleiderschrank, 2 Kommoden, 1 Karren, 1 Secretär, 23 silb. Messer und 6 Gabeln, 6 Messer, 6 Gabeln und 8 Löffel, 1 Theemaschine, 2 Leuchter, 1 Kaffeemaschine rc. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 23. August 1883. Bühner, 5685 Großh. Gerichtsvollzieher. Lohnkellner gesucht. (5664) „Schöne Aussicht". 5646 Dienstmädchen gesucht auf sofort. Son n e 5618 Kräftige Jungen finden Arbeit in der Kautabak-Fabrik von Arnold Mueller. Alle Sorten Fnrben, trocken und auf das Feinste in Oel gerieben, wie überhaupt alle zum streichen rc. erforderlichen Artikel kauft inan gut und billig bei 3709 Fr. 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