117 Nttistiig): Sureaur Schulstraße 7. Darmstadt, 23. Mai. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Itniflen entfyreä obte Kraft da e tagen von W, iiib stets ün. t 0-12 Uhr uv! keiertagen na aden wird 0 chrl. Eltern n bemerke, bfli [ tzinzeichnW E (iHieH' :l» w»a*» »7 “*"• I k,m »« W S&Sftfaä CTÄ SS,« Lebkren geendet, denn mit 348 gegen 29 Stimmen nahm am Sonnabend di Kammer die vom Deputirten Ercole vorgeschlagene Tagesordnung an welche dem Ministerium das unbedingte Vertrauen des Parlaments ausspncht. H>e» oem uinnii ermii a- » „icht nur die nnere Politik der Regierung W b 2 §altnna aeaenüber der „Italia irredenta“, sondern auch die auswäAtae Politik Italiens und dessen Anschluß an den deutsch-österreichischen Bund" gebilligt ' ®ie Debatten haben außerdeni eine Annäherung zwischen der Rechten und der ministeriellen Linken zur Folge gehabt und dieser Umstand schUnt wiederum der Anlaß zu einer partiellen Mmlsterkrisis werden zu wollen, da der Justizminister Zanardelli und der Bautenminister Baccarrm sich jede Annäherung an die Rechte widersetzen und eventuell ihre Demission emreichen wollen. Es hat in dieser Angelegenheit am Montag m Rom em Mimsterrath stattgefunden, über dessen Resultat jedoch noch nichts Nähere^ bekannt ist. 9 Die russischen Krünungs-Feierlichkeiten haben nut dem am Dienstag ersolgten Einzuge Des Kaiserpaares in die zweite Hauptstadt des Czarenreiches ihren Anfang genommen. Schon am Sonntag vorher war die kaiserliche Familie im Petrowski-Palast eingetroffen, wo der Kaiser und die Kaiserin die Botschafter und das diplomatische Corps empfingen, Natürlich herrscht im „heiligen" Moskau ein ungeheueres Treiben und Leben, Hunderttausende sind anläßlich des glänzenden Schauspieles schon dort eingetrofsen und noch bringt jeder Tag Schaaren neuer Gäste. Die Bevölkerung ist von ganz unbeschreiblichem Enthusiasmus und Jubel erfüllt und im Kreml drängt fich stets eine Masse von Neugierigen, um sich die zur Theilnahme an der Krönung erschienenen Deputationen und die fremden Trachten und Costüme anzusehen. Hiaenthümlicher Weise wird mit der officiellen Bekanntmachung der KiÄnungs- Broklamation noch immer gezögert, während auswärtige Blatter bereit Wortlaut Breits veröffentlichen. Hiernach ist die Proklamation keineswegs un großen Style, sondern im Gegentheil sehr kurz abgefaßt und thellt nur unter den gebräuchlichen schwülstigen Redewendungen mit, daß die Krönung am 27. Mai stattfinden wird. Die Herrlichkeit des „falschen Propheten", der schon die an Ober-Eauvten stehenden Provinzen Cordosan und Senaar unter feine Sotnto|ig’ Niedergange begriffen. Die stmgstan Depeschen ans Kairo besagen, daß die Schaaren des „Mahdi von den egyptffchen-t,rup^ pen unter Hicks Pascha gänzlich zersprengt wordenfind und daß nicht nur Kenaar sondern auch Cordofan, von wo die ^nsurrection ihren Ausgang nahm 'sich wieder im Besitze der viceköniglichen Truppen befinden; bereits haben sich einzelne Negerstämme des Sudans wieder unterworfen. Se^Königt^Hoheit der Grobherzog haben Allergnädigst geruht. Am Avril den von fönimtlidjen Riedesel Frhrn. zu Eisenbach auf die 1. l-Mi- -»««„dach |j«ta <•»» «8»'« LMS SÄ S*“*”a‘“ISS9“« „°- M« -» te*»k ,» M-i-, (Janlan Leonbard Lerke die der Präsentation Sr. König!. Hohett des Großher- Captan ^eonyaro ^erre i Ober-Erlenbach, am 10. Aprü wurden KÄ ÄäX m..«»-- ''^l acsu^- s.j' 1!I foN*/ %.•*<**» 3llIeI9St6Sä:beTt Gerichtsschreiber-Aspiranten Johannes Keil ausFürih mm Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Schotten zu ernennen. $ Darmstadt, 23. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt tage Nr. Großh. Brandversicherungs-Commission, die Aui- bringung ^des Bedürfnisses der Großh. Landes-Brandversicherungs-Anstalt für 1882 betreffendc Kreisamts Offenach, die für das Jahr 1883/84 zur BestreitungderLmmunLedürfnisse der Stadt Offenbach zu erhebenden Umlagen tatreffend, d^ ^ßh. Ministerium des Innern und der IM für das Jahr 1883/84 zur Bestreitung der Communal - Bedürfnisse in - Gemeinden des Kreises Bensheim genehmsten Umlagen. 4. Ordensverleihungen. 5. Namensveränderung. 1. Mai 1883 an, übertragen. ««,. MX« >«,»'** »“’S EStÄ- Ä» tationsrecht zu dieser Stelle zu Die mit. ° nemGehalt von Lehrerstelle an der Gememdefchule zu Gutterch m t Grasen zu 900 JL, mit der Stelle ist Kirchendienst ve bundem® ^inem Erbach-Fürstenau steht das Prafentationsrecht z .L (5n Biblis mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ^r Genremdefch z @^a[t Don nach dem Dienstalter des betr. Lehrers s ch e ff be Zchrerstelle an 1000-1500 M. Die mit einem evang. Lehrer ju @ine der Gemeindeschule zu Kreidach mit em I ) - b Gemeindeschule zu mit einem evang. Lehrer zu besetzende S-hrerMe Hillesheim mit einem jährl Gehalt v°n ^^ gelten Kammer wird als m Darmstadt, L3 Mai. In b-utiger L-i?uu» Achröder aut Errichtung neue Eingabe ein Antrag der Abgeordneten , u, a h r l ° st e K i n d e r im Anschluß besonderer E r, t e h u n g s a n st a l t e n s ü r » Landeslehrervereins »°rkündi^ an eine Vorstellung des Obmanns des heiMM ^ jmcl Ausschüsse wird an» Bet den hierauf vorgenommenen Erganru gsw ber 3lbfl Jockel m" 27 Stimmen des aus der Kammer geschiedenen Abg^ w (c(tberige Mitglied des Gesetzgeoungs- In den Finanzausschuß 8°"°^ wahrend durch Äeelamation wieder ge- Ausschusses, Abg. Arnold, mit °ue» roä6lt I'solgt die Beraihung cellenvermessung betreffer^, s e r r Mjgalortsche Consoltdatton und In der Generaldebatte sprechen . e^5rblt(^en Organisation für die Landescultur^un Haas für die Schaffung einer Y ben ganzen Entwurf stimmen, wenn dann Melioration. — ConfoltdaÜon in weiterem Maße gewährt wird. ,r nicht die Möglichkeit baldigster Co 1 ^^^rchaftltche Zusammenlegung der Grund- ftücke7an,kr Ge^ma^un7en °der Äbthetlungen derselben muß bet der Pareellenvermeffung ^astenbäkii >e>t unb Achtz c "lich in meint wollen. ?. Franz. W n ein Da» Conlit, Freitag den 25. Mai ietzener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Politische Ueberficht. Gießen, 24. Mai. önif,r gedenkt sich, dem Vernehmen nach, in der zweiten W°ch?des kEmenden Monats nach Ems zu begeben u.tatart bis Ende^Jum zu verweilem ^°"^Mataau"'im Bodensee einen Besuch von mehreren Lp Ltten und ^alsdam seine gewohnte'Sommercur in Bad Gastem beginnm. undheitszustand des Reichskanzlers ist leider noch Rismarck im Publikum circuliren, als übertrieben zu bezeichnen. Fürst B s- £-SS8e1i2&tM'3S metben. , mit ber am Montag erfolgten Eröffnung des mtatangta da auf denselben eigentlich politische Debatten stets ver.nieden wor- ■---------------------------PreiS vlerteljlihrlich 2 M«rk 20 Ps. mil Bringerlsh- Erscheint tilglich mit Ausnahme des Montag«. Durch die Post bezogen vierteljährlich^Mark^oQ^P Vereins uno lontttfle Zuwendungen btitgeroiefen. I», vorigen Jahre hat S Könial Hoheit der Großhcrzog dem Vereine die Corporationsrechtc gnädig» ocrlieke^ und hn dadurch in den Stand gesetzt, Schenkungen und Vermächtnisse an un-hm-n wenn nm Jemand solche stiften wollte. — Eine besondere Bedeutung beansprucht die ‘Hmtinfeit des Reisepredigers des Vereins, Herrn Pfarrers Deaaau ans Ärmftnhf 3 seine Eindrücke sehr eingehend und erfreulich berichtete Darmstadt, der über Unter b wurde besonders hervorgehoben, wie die vielfach pietät- lind retvektlose Besprechung von Schulangclegenhnten in der Presse, in der sich eine ähnlich- Behänd- erfolgen, wenn nicht mehr als die Hälfte der Grundbesitzer, welche zugleich sich im Be- sitze von mehr als der Hälfte des Flächengehaltes befinden, diese Verbindung ablehnen. — Ministertalrath Müller glaubt nicht, daß man durch Aenderung der Consolidattons- gesetzgebung die Zahl der Zusammenlegungen vermehren werde, es bedürfe dazu eines Organs, welches das Consoltdationswesen leiten und gewissermaßen agitatorisch vorgehen solle. Die Regierung sei nicht dagegen, daß in dem Gesetze ausgesprochen werde daß zwangsweise Parcellenvermessung nicht vorgenommen werde, bevor eine Revision des Consolidationsgesetzes stattgefunden habe. Was der Abg. v. Rabenau wolle gehöre in das Consolidattonsgesetz. Er bittet, die Vorlage mit den Amenotrungen des Ausschusses anzunehmen und sie vor dem Schicksal eines Kindes zu bewahren das von seinen eigenen Erzeugern verstoßen wird. - v. Wedekind will in dem künftigen Consoltdationsgesetz die Institution der Abstimmungen beseitigt haben und ist im Uebrtgen für die Ausschußanträge. — Maurer betont die vielfach unterschätzte Bedeutung der Parcellenvermessung. — Ministertalrath Jaup erklärt Namens der Regierung, daß eine Commission mit der Ausarbeitung der Vorlagen in Betreff des Consolidationsgesetzes und anderer Culturgesetze, namentlich auch der Wassergesetzaebung beauftragt sei, macht jedoch wesentliche Bedenken gegen die alsbaldige Schaffung einer Landesculturbehorde geltend- — Schröder und Baur empfehlen bie Ausschußanträge. verweist m Bezug auf die schwierige Materie des Wasserrechts auf das in Aussicht stehende bürgerliche Gesetzbuch für das deutsche Reich. - Gegen den Antrag des Abg. Jockel den vorgelegtcn Gesetzesentwurf ganz fallen zu lassen, erklärt sich Namens der Regierung Ministertalrath Müller auf das Entschiedenste — Hetnzer- l in g beantragt eine transitorische Bestimmung bis zum Erlaß eines neuen Gon= foltdationsgesetzes, womit sich die Regierung einverstanden erklärt- Die Abgeordneten V'^Lr,nr01? und Osann wenden sich gegen die Anträge o. Rabenau und Haas. Nach Schluß der Generaldebatte wird Art- 1 des Entwurfs einstimmig angenommen der Zusatzantrag v. Rabenau dagegen gegen 11 Stimmen abgelchnt. Die übrigen Artikel des Gesetzesentwurfs, sowie die von Dem Ausschuß beantragten vor Kurzem in extenso mttgttheilten Zusatzartikel gelangen fast ohne Debatte und meist gegen 3 ©hmmen zur Annnhme. Vor Art. 3 wird nach dem Antrag Haas etnae> 'Hoben: „Die vorstehenden gesetzlichen Bestimmungen kommen nur für die Gemarkungen zur Anwendung, für welche die Parcellenvermessung von dem betreffenden Gemarkunas- inhaber verlangt wird. Insoweit dies nicht der Fall, ist ihre zwangsweise Durchs führung bis zum Erlaß eines neuen Consolidationsgesetzes aufgeschoben." — Eine von x H einzerltng beantragte zweite Lesung des Gesetzesentwurfs wird abgelehnt und das Gesetz tm Ganzen sodann mit 38 Stimmen angenommen, desgleichen meist einstimmig die von dem Ausschuß beantragten Ersuchen an die Regierung. Nächste Sitzung Freitag Vormittag 9 Uhr. — Tagesordnung: Rest der Berlin, 15- hatte in dem am Id MhsProf-Benck sorgnisien D dte k< Glücklicherweise dir tüchtWn W Wisterresidenten Di vch die rem gem Wt des Schristfübtt unb des Lankdirector flenuß schon für bk 1 di! bocheifteulichen in dn kurzen Zett W> dm das Hamburger in Hospiz zu Norder tochand des genaun Krankenpflege zu erb chrn lassen zu kö dolgt Anderweillj Au soeben erschein rolgmbt§: Die $et t Mecklenburg wer' H Werbungen um A ,ji richten: für Nor Äpck, sür Gr- Mr o-chwerln. - Farn Nressaten und der Binder, für welche besser Mrte Kind Hierin nicht tnbegr un Kenntniß gesetz * 60 und 90 »ZuWngS irfructlon. fit an! furt, ■jcer der ßlartenwu- iffinbrt, ft, ”,n ml b«n 8ii »m 'NMti Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondcrrz-Dirreau. Berlin, 23. Mai. Die Budget-Commission des Reichstages erledigte folgende Poften des Etats: Reichskanzler, Reichskanzlei, Reichsjustizvermaltunq Reichsenendahnamt, Rechnungshof, Auswärtiges Amt. Die erledigten Etats- posten sollen alsbald an das Plenum gelangen. < Netchstag. Bei der Spectaldiskussion des ÄranfenFaffetv Sttetchung der Zwangsversicherung der land- und sorst- w.rthschaftlichen Arbeiter und will nur die fakultative Versicherung derselben durck statuarische Bestimmungen der Gemeinde. Der Minister v. Scholz erklärt seine 2u- ft mmnng M dem Anträge. Dtrichlet und Gutfleisch befürworten die völlige Gleick- u"b inbuftdeHen Arbeiter. Wtndthorst spricht für den Antrag H rtlmg, das Centrum werde bet Ablehnung desselben gegen das ganze Gesetz stimmen Winterer ist gegen die Ausdehnung des Gesetzes auf die ländlichen Arbeiter Hammacber spricht füe das von ihm zumEinträge Hertling vorgcschlagene vermittelnde Amendement gegen welches sich aber der Bundeskommiffar Lohmann erklärt, v. Kleist-Retzow ist - ** *"”• Abdruck btr Wen rnuSWn S s"binmmg"n di-St-atsr-gi-rung bis an di- äußerst- Grenze der von 7hr 7=17 ^7/777 Muf6 Ä1ÄU5Ä.X¥"*"*Li ,r .In einem sympathischen Artikel über die Moskauer Krönung sagt die Nr-on- Correspondenz : Als Friedensfest im eminenten Sinne wird die Kaiserkrönuna überall Mltgefeiert werden wo man sich mit der Sache der Ordnung und friedl chen Cmte Wickelung des Welttherls innerlich verbunden weiß. 1 a)Ln ^nt' Die Verwaltungsgesetz-Commission des Herrenhauses berieth heute die Ner- waltungsreformvorlagen bis zu dem die Stadt Berlin betreffenden Paragraphen Bis- her wurde nur 8 Ai dahm abgeändert, daß bei be§ der Vorsitz an den Verwaltungsgerichtsdirector übergeht. H gsprastdenten er, ®er Handwerkertag beschloß heute, dahin zu wirken daß der Großbetrieb m dem Maße, wie er Arbeiter durch Maschinen unnöthig mache' jur Gewerbesteuer herangezogen werde. Ferner wurde beschlossen, den Entwurf effier ^uszuarbeitem denselben den gesetzgebenden Faktoren vorzulegen und ^-^Älskanzler um die baldige Jnaugurirung einer den gefaßten Beschlüssen entsprechenden Gewerbegesetzgebung zu ersuchen. Mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser wurde der Handwerkertag hierauf geschlossen. ; ""'ven Kaiser r x .Marseille, 23. Mai. Der Generalfeldmarschall v. Moltke soll äraer- lrch über den Lärm, der um seine Reise in der französischen Presse gemacht wurde, in Savona einen falschen Namen angenommen haben. Nachdem er die egonn^en Festungswerke besichtigt hatte, reiste er nach Turin weiter. . .r ^ai' ^aut Nachricht aus Sebastopol wurden auf d°r dortigen Schistswerft der russischen Dampfschifffahrts-Compagnie die Schiffs- 1 j. Schl., 22. Mai. Vor der Straflammer des hiesigen Land- gerichts gelangte heute die Anklage gegen den Amtsvorsteher v. Rotenhan roegeit Mißhandlung eines Mädchens zur Verhandlung. Die Anklage stützt sich auf die Paragraphen 223 und 310 des Strafgesetzbuchs und besagt, der Angeklagte habe 1) der Ida Harttrampf zwei Ohrseigen applicirt, 2) die körperliche Züchtigung derselben angeordiiet und ihr selbst Reltpeitschenhiebe versetzt. Der Angeklagte erklärte, er habe nicht in Eigenschaft als Amtsvorsteher, sondern als Schulpatron gehandelt und dem nicht konfirmirten Kinde, welches Diebstähle während seiner Schulzeit verübte, nur £ ”e™nttpre$enbe Züchtigung ertheilt, zu welcher er sich durch eine frühere Verfügung fcn0^U Pegnitz ermächtigt geglaubt habe. Die Beweisaufnahme gestaltet sich belastend sur den Angeklagten: da eine vorherige Züchtigung durch die ^Eltern inn°/n te,snr ^snt n^^berige offieielle Züchtigung ohne hinreichenden Grund vollzogen. Vor dem Zeugenverhor bestreitet, sedoch vergeblich, der Vertheidiger die Be- ^trguna des Rechtsanwalts^Kauffmann aus Berlin als Nebenkläger '^aufzutreten Oer(der arzttichen Sachverständigeii lauten dahin, daß die" Schlage keine ^Veiligen Folgen für die Gesundheit des Mädchens hatteii. Der Staatsanwalt beantragt das Schuldig ni^ für den ersten Fall, Ertheilung der Ohrfeigen, und 30 jl ^e^-Sra?-; ^Echtsanwalt Kauffmann für Ertheilung der Ohrfeigen 3 Monate und der 0s Banate, im Ganzen 8 Mmmte Gefängniß und 600 J-L Geldstrafe, öer Gerichtshof erkannte nach zweistündiger Berathung auf Schuldig in beiden Fällen denselben auf Grund des § 223 zu einer Geldstrase"von HO V DK Anwendung des § 340 wurde für unstatthaft erklärt. ?.?• Mai. Der Handwerkertag stellte heute in langer sehr beftiaer Debatte das Statut für den allgemeinen deutschen Handwerkerbund fest- In demselben wird als Hauptziel des Bundes die Einführung obligatorischer Innungen ferner die «oa der Gewerbeordnung, die Einführung von Arbeitsbüchern für alle Arbeiter verbot von Wander-Auctionen und selbstständiges ^Vorgehen bei politischen Wahlen angegeben. Gegen die Aufnahme der obliga- rorischen Innungen ui das Statut votirten drei Delegirte. Zum Vorort des Bundes wurde nut großer Mehrheit Köln gewählt. 10 DCÖ ^unöeö . Hetzen, 24. Mai. Das gestrige Jahresfest des Oberhessischen Vereins für tnneic Mission nahm einen sehr schonen und befriedigenden Verlauf. In dem Gottes- ÄÄ? Pstgenossen zuersteme durch Betheiligung des Kircheng esangver?ii!s reich geschmückte Altar!lturgle, die mächtig erhebend lvirkte, geboten. Dann hielt Hr Prof Haruack eme so gerst- und gedankenvolle Predigt über Joh. 4, 35. 36 daß wir nur bedauern können, daß nicht ein noch weit größerer Kreis unter den Eindruck dieses ersten eindringlichen Wahrh utszeugnisses gestellt war. Die Jahresversammlung schloß .ch unmittelbar an dm Gottesdienst an. Aus dem darin vorgetragenen Nechenschaits- bericht heben wir kurz folgende Thatsachen hervor. Das Verständniß für die von der r1llrff genommenen Aufgaben ist in weiteren Kreisen im Wachsen begriffen. Beispiele find die Begründung eines Vereins für Sonntaqsheiliauna in kOL bannten Rcda-t-ur der W-s-rz-itung, Lammers, die B-g?ündung k-CH ^brems zur Bekampsung der Trunksucht, bei welchem sich Männer aller Parteien die Haiid reichen, die allgemeine Betheiligung an den von Pastor oo n B o d e l s ch w i n g h in Bielefeld ins Leben gerufenen Arbeiterkolonien u a in Oberhesfifche Verein für I. M. ist in stetigem Wachsthum begriffen. Sein ^stes Werk, das Kinder-Hospital in Bad Nauheim, steht nun auf eigenen Sufeen ond seme Leitung liegt gmiz in den Händen des Vorstandes in Nauheim In diesem Frühjahr ist ein eigenes Badhaus auf dem Grundstück der Anstalt errichtet ^er Ender sehr erleichtert. Im vorigen Jahre sind daselbst lnsgesammt 132 Kinder untergebracht gewesen- Von der Herberge zur Helmath dw noch unter directer Verwaltung des Vereins steht, konnte ebenfalls Gutes berichtet werden Sie genießt, dank ihrer trefflichen Einrichtung und der treuen ttewlssenhaften Thatlgkett des Hausvaters, eines sehr guten Rufes unter den Reisenden Von Passanten wurde darm tn 6508 Nächten geherbergt, von Schlafburschen in 3868 Nachten, insgesammt 2088 Nachte mehr als voriges Jahr. Die Zahl der Betten mußte in Folge dessen auf 47 vermehrt werden. Las finanzielle Er^bniß war nfo- fern gut als die laufenden Ausgaben aus den Einnahmen der Wirthschaft aedeckt werden konnten. Dageyen empfindet der Vorstand schwer den Mangel an jedem Be trieb^capital, wie er bei ied^ Neuanschaffung und jeder größeren Reparatur sehr^fichl- bar heroortntt. In dieser Beztehuna ist die Herberge immer noch auf dk Kaffe des Vereins und sonstige Zuwendungen hingewiesen. Im .....' " ' Jca,'e oe6 W 1111 S 3’,r Ullb V® J 2 ynb k Seite" H* bS atiflMfl 5««‘ Ä>« & Z»»e"d 1" 1gffentlii Morte in die W d° -treffenb benurn'-- mW" c'nZ“r ausgesprochen, baß kleiden möge».___ Hä SIN.’S m8iii aill j ■ 3557 seine Eindrücke sehr eingehend und erfreulich berichtete i x Ueber das zur Verhandlung gestellte Thema: „Welchen Gefahren ist aeaenmärtia durch das öffentliche Leben die Jugenderziehiing ausgesetzt und ivas bat WhmpnSn™ dieser Gefahren zu geschehen?" erstattete Herr' /-hr femc§ an Thatsach-n und h-llen Streiflichtern reiches Refernl zi weicht gedruckte Thesen vorlagen. Nur kurz feien hier die Grundaedanken mita/Ält Rcterent behauptete das Vorhandensein solcher Gefahren, wies ihre Quelles nSund schilderte sie dann wesentlich in folgenden Punkten: naa? uno a) socialen Zustände wirken in steigendem Maße verwüstend auf das Faniilienleben; die Schulen der Städte leiden unter der übergroßen Freauenz •' L ÄS«*1" d) Die Sucht unserer ^eit, die Lösungsoersuche von wissenschaftlichen Problemen zu popularistren, wirkt auf die Urtheilskraft der Juaend vcrwiiuend und schädigt bannt die Geistes- und Charnkterbildung- °erwn>end und e) ®f^®ennta0ö"nrilt,e unb G-nußsucht muß das religiöse Leben der Jugend M eot ?BlS E"- Bl *' ben i9 Ml • i bauwerkstätten mit den Maschinen und die Modellirkanimer der im Bau beariffe- neu Panzerschiffsbauwerkstatt durch Feuer zerstört; andere Werkstätten wurden yviviivi. . Moskau, 23. Mai Nach dem feierlichen Einzug in den Kreml begaben sich der Kaffer und die Kaffer,n nach dem Alexander-Schlaffe im Neskutschim Park, nn Süden der Stadt an der Moskwa, um daselbst in aölliaer öurite gezogenhelt die vorgefchriebene Fastenzeit zu verbringen. Heute Mittag sinset die feieiliche Weihe der Reichsfahne durch den Kaiser statt. Die Stadt ist in ätSSTÄ ber **»«««. „ „ „w„. fiFXn 2BaKn “?t> ot)TK “Ue Escort- von Dem Al-xand-rpatais nach dem Kreml m®ir D?" Aosta ist hier augekommen. — Ueber den glänz nden und Verlauf des gestrigen feierlichen Einzugs spricht man sich überall mit böchsstr Befriedigung aus; so viel bekannt, ist nur ein Unfall vorgekommen ^d-?kMs-?lüb i-tzung-n^zm DOn e‘Ürmer ftÜrj,C m,t d°'u Ps-rde und zog° sich dadurch einige Be^ r. ,, 77 s^Aiche Einweihung des Reichsbanners fand heute Mittag gegen 1 Ubr statt Anwesend waren der Kai,er, die Kaiserin, alle Großfürsten der Hm» Edinburgh Pnnz Waldemar von Dänemark, der Fürst von Monteneground Nt bbr weilenden Prmz n mit ihrem mitt,arischen Gefolae ferner d,e Mmin/r 6.r Anzahl Generäle. Die Einweihung wurde nach orthodorem Rttus von dem des Kaisers, P.obst Bashanoff, vollzogen SeKnner befteßt kÜch.^"d?/^'"° 8ef‘,cf,emm schwarzen RttchA?^umI-b-k1°n ZwV die Wappen aller Gouvernements Rußlands befinden. Der Kaiffr hatte fid) zur E^wethung des Banners in einem offenen Wagen ohne Eskorte in die begeben. Im Lause des Tages stattete der Kaiser dem^^r «In Karl Ludwig, sowie den übrigen hier weilenden ausländischen Prinzen Besuche ab und kehlte sodann in das Sommerfchloß im Neskuefchnypark zurück 3 1 ' C X ri-u- Mutigen Journale enthalten ausführliche Beschretbunaen des seierlichen Einzuges der Majestäten. Alle constatiren habet bi aeB ne den Jubel und die Befriedigung des Volkes. Die hH„T?n0, umsaugreichm Art-k l, rn welchem sie di- teU föfe s!»™ ung b^^e^^ßen^" Zeremonie der Krönung und Salbung h-rvorh-bi. Der Kais-- durcki S m Ä «u den väierlichen Thron d-ruf-u, komm- hierher, um feine MUelnfteM Mn n ° "ruwethev. Rußland werde leben, so lange^bte ÄtSBuna S s^atliche, sondern auch ihre religiöse Bedeutung bewahren werde rnffifA? nß?A^l0k; das Oberhaupt des Reiches, sondern auch der Beschützer der ™ ?ir^' bie icber weltlichen Macht entsagt und sich dem Schutze des Gesalbten des Herrn anvertraut habe. „Flehen wir zu Gott, der Kaiser möae seinem eigenen Herzen folgen und ihm mehr vertrauen, als den aus ber ^rembe fomm/nhpn 3inpulfen ." Das Blatt sagt. Rußlanb müsse consequent unb sich selbst treu bleiben X>a§ Aergste se>, wenn man verschtebene Systeme wechsele; alleJbeen, bte auf fremdem Boben ausgewachsen, konnten nur die Entwicklung Rußlands verhindern und llären v^tragsmäßigen ^!ztehungen beruhe, "hi^er^edoch^ aE^m G^auben^ und"d^Kirch/ Zsttm dem managen müssk"^' Alleinherrschaft I" Das sei M Konstantinopel 23. Mai. In Folg- ber Aufhebung von circa 15 Personen, worunter mehrere Beamt- und Ausländer, durch Räuber in der Rahe von Smyrna, welch- enormes Lös-g-ld verlangen, setzte bte Pforte den Gouverneur von vmyrna, 3lli Pascha, ab und betraute Kiamil Pascha mit ber provtiortschen Stellvertretung. Zugleich würbe General Hilmi Pascha de- auftmgt, sosork entsprechende Maßnahmen gegen die Briganten zu erareifen und für die Sicherheit der Provinz zu sorgen. 5 ® Lokale ¥♦ Freitag den 22 Juni 1883, Nachmittags 2 Uhr soll auf hiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Otto Mögenburgr Flur I/2145/io, Hofraithe auf dem Reichensand, l/2148/io, Grabgarten daselbst, nochmals versteigert werben. Gießen, den 2. Mai 1883. Großherzogliches Ortsgericht. 3281 Lüdcking. 3491 8 Stück rothc Cardinüle, direet importirt, sind preis werth zu verkaufen bei I. Blitz, Neuenweg 25. * E-S 3li Stabt ' -vo er erij i etM LZE l‘ r Ulld eine L^BeichL °Us goldM, Dtt Kaiser J ^Orte, >n die SM 'österreichisch» 'Avriiyen Bes2 * des gestriger Jobtne Stimmung bringt ej ®wx drvorstchendik iar(b Gottes Tuch >em'4mt durch , Krönung nichicr 'erbe. Der rui-y ) der Beschiß 1 dem Schutz! $ Kaiser möge : Fremde fomnntia b selbst treu blA 'tn. die aus fretnbea 'hindern und Jh daß dort Alle4 w iben und der Ach hast!' 2)aö fei^ - Hebung von m rch Zauber in dei 3 tzte die Morte ta | kiamil Pach mii ßilmi PH te : iten M erzch * iid)tn Vereins M . )n dem Gottes lgesangvereins reich inn hielt Hr- N \ 4, 35.36, daß M den Eindruck biflti Versammlung M .(jenen RechenW mß für die»-/ Kreisen im W mntagsheiliM ® r5, hie AeaniM yMmi stky Mnm m den von Pastor erkolonien u- a. m. n begriffen. Sein nun auf, eigene- in istauheinr. _ 3- - Anstalt enchc gen 3#' H-rb-r«- 'tonnte eb-W ■una unb bet treu« M » ■ verehrlichem Publikum bestens empfohlen. 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